Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Getränken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Rainer Peters seit 9.7.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VALTECH SE | 51.00% |
VALTECH SE | 49.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Valtech Mobility GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231 Grundlagen des Unternehmens Die Valtech Mobility GmbH ist ein Joint Venture zwischen der Cariad SE und der Valtech GmbH. Sie versteht sich als Dienstleister für die Planung, Entwicklung und den Betrieb von Digital Mobility Produkten rund um das vernetzte Fahrzeug. Neben den Tätigkeiten für den Volkswagen-Konzern liegt der Fokus auf der Gewinnung externer Kunden sowie den Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeiten, insbesondere in den Märkten China, Nordamerika und Indien. Darüber hinaus strebt die Valtech Mobility an, die Geschäftsbereiche Managed Services, eigene Produktentwicklung sowie Business-Consulting zu stärken. Eine zunehmend größere Rolle spielt strategische Beratung der Kunden. Die Valtech Mobility positioniert sich in der Erarbeitung von Connect-Strategien als langjähriger "trusted partner" der OEMs. Allgemein gehören die Connect-Angebote der Automobilhersteller immer mehr zur Basisausstattung heutiger Fahrzeuge. Damit einhergehend setzen sich Android Automotive basierte Infotainmentsysteme zunehmend als Standardlösungen durch und der Bedarf an Full-Service Lösungen wächst. Valtech Mobility hat auf diese Trends reagiert. Zum einen wurden Initiativen zur Erhöhung der eigenen Android-Entwicklungskapazität gestartet und zum anderen wurde das Produkt-Portfolio mit Servicelösungen wie Ridewise, Smart Parking & Charing oder Greenwave erweitert. Valtech Mobility konzentriert sich mit den Schwerpunkten Daten Monetarisierung, Implementierung von Mehrwertdiensten auf Basis des Android Automotive-Stacks auf diesen Bereich. Ergänzend hierzu wird der Trend zum "Software defined vehicle" als ein zentrales Schlüsselkonzept u.a. auch für die zukünftigen Connect- Architekturen angesehen. Hier hat die Valtech Mobility durch jahrelange Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb von Diensten und Plattformen ein solides Know-how erworben, um zukünftige Lösungen zu begleiten und umzusetzen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Automobilhersteller haben einen hohen Bedarf im Bereich von Softwarelösungen und digitale Technologien rund um das vernetzte Fahrzeug. Trotz zurückgehender Margen und des daraus resultierenden Spardrucks müssen nach Roland Berger die Autohersteller weiter immense Summen in die Bereiche Elektromobilität und Softwareentwicklung investieren. "Der Spagat zwischen substanziellen Investitionen in Zukunftstechnologien und gleichzeitiger strenger Kostendisziplin wird die Autoindustrie über die nächsten fünf bis sieben Jahre massiv herausfordern", sagt Mogge, Partner bei Roland Berger. Im Fokus zukünftiger Connect-Portfolios liegen daher zunehmend monetarisierbare Mehrwertdienste. Entscheidend für den Erfolg solcher Dienste sind die dahinterliegenden Business-Modelle sowie deren Kundenakzeptanz. Wird der Mehrwert nicht erkannt oder das Bezahlmodell als unfair wahrgenommen, kann es nach der Gartner-Studie "Top Automotive Trends für 2023" zu einer dauerhaften Ablehnung solcher Modelle kommen. 2.2 Geschäftsverlauf Wie in den vergangenen Jahren seit Gründung des Joint Ventures, konnte die Valtech Mobility auch im Jahr 2023 ihre betriebliche Leistung weiter ausbauen. Im Zuge der Umsetzung der VW Automotive Cloud Strategie durch die Cariad übernahm Valtech Mobility als Partner die Verantwortung für die Weiterentwicklung und den Betrieb der existierenden Plattform ODP 1.0 für die nächsten fünf Jahre in einem DevOps Modell. Darüber hinaus ist die Valtech Mobility mit Architektur- und Implementierungsaufgaben für die zukünftige Plattformgeneration PPE betraut. Insgesamt stellen die Plattformtätigkeiten damit ein stabiles Basisgeschäft der Valtech Mobility dar. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68.110 (Vorjahr: TEUR 68.895). Damit sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 785 gesunken. Die Reduktion resultiert aus der Fertigstellung und Abrechnung von mehreren Aufträgen und ist dadurch beeinflusst, dass langfristige Aufträge nach der Completed-Contract-Methode bewertet werden. Die Bestandserhöhung ist Folge der vorgenannten Nicht-Abrechnung von Großaufträgen, an denen im Berichtsjahr bestandserhöhend gearbeitet wurde. Die Rohertragsmarge ist aufgrund unvorhersehbarer Kostensteigerungen bei den Projekten gesunken. Die betriebliche Leistung wurde im Jahr 2023 um 3 % auf TEUR 72.426 (Vorjahr: TEUR 70.095) gesteigert. Für das Wachstum stützt sich die Valtech Mobility weiterhin auf eigene Mitarbeiter, greift ergänzend auf freie Mitarbeiter zurück. Dabei konnte der Offshore-Anteil gesteigert werden. Die bezogenen Leistungen haben sich um TEUR 209 auf TEUR 14.816 erhöht. Die Valtech Mobility GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 insgesamt 461 Mitarbeiter. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2022 und 2023:
Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 36.356 (Vorjahr: TEUR 32.665) und setzten sich wie folgt zusammen:
In Summe stiegen die Aufwendungen damit um 11 % und entwickelten sich damit überproportional zur betrieblichen Leistung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Betriebskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten und sind im Berichtsjahr um TEUR 423 auf TEUR 7.390 gestiegen. Dieser Anstieg ist durch höhere Reisekosten in der Nach-Corona-Phase sowie erhöhte Büro und Büronebenkosten infolge der Energiekrise zu erklären. Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 10.894 auf TEUR 10.071 gesunken. Dies ist einerseits auf den um TEUR 785 geringeren Umsatz zurückzuführen. Andererseits sind die Kosten in verschiedenen Bereichen gestiegen. 2.3.2 Finanzlage Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten die üblichen Neu- und Ergänzungsinvestitionen in Hard- und Software sowie in die Geschäftsausstattung aus dem laufenden Cashflow. Die Liquiditätsanalyse anhand einer unternehmensspezifischen Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
Somit zeigt sich, dass die Finanzkraft des Unternehmens ausreicht, um Investitionen eigenfinanziert zu tätigen und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu sichern. 2.3.3 Vermögenslage Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund der regulären Abschreibungen gesunken. Die Investitionen in Sachanlagen verteilen sich auf verschiedene kleinere Investitionen in einer Gesamtsumme von TEUR 474. Vorräte Die unfertigen Leistungen inklusive der geleisteten Anzahlungen haben sich um TEUR 4.316 auf TEUR 10.891 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.575) erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Tatsache, dass langfristige Aufträge nach der Completed-Contract-Methode bewertet werden und per 31.12.2023 noch nicht endabgerechnet sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 17.115. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.231 gesunken. Die Reduktion der Forderungen ist darin begründet, dass im letzten Quartal 2023 ein geringeres Abrechnungsvolumen zu verzeichnen war. Insbesondere sind die bereits erwähnten nicht fakturierten Aufträge per 31.12.2023 noch offen und tragen zu Reduktion des Forderungsbestandes bei. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.168 auf TEUR 8.457 gestiegen. Der Anstieg ist durch den deutlich positiven Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit begründet. Rückstellungen Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 949 gesunken. Die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus der Tatsache, dass sämtliche Steuerverbindlichkeiten im Berichtsjahr beglichen wurden und somit keine Rückstellungen für Steuern gebildet wurden (TEUR -352). Die Intercompany-Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 522 reduziert, da nahezu alle ausstehenden Rechnungen per 31.12. eingegangen sind. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.609 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (TEUR 6.600) nahezu unverändert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Mai 2023 erfolgte eine Gewinnausschüttung des Jahresergebnisses von 2022 in Höhe von TEUR 10.894 an die Gesellschafter entsprechend ihren prozentualen Anteilen. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche interne Steuerungsgrößen zur Unternehmensüberwachung sind die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:
Die Abweichung in der betrieblichen Leistung basiert auf zurückhaltenderen Investitionen insbesondere in der Entwicklung neuer Dienste bei unseren Kunden. Dies zeichnet sich auch durch längere Akquisezyklen im Neukundengeschäft aus. Für Valtech Mobility als Know-how-Company sind das Wissen, die Erfahrung und die Ausbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein hohes Gut. Deshalb gehört für Valtech Mobility neben den finanziellen Leistungsindikatoren vor allem die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit zu den relevantesten Unternehmenszielen, was sich in mehreren Aspekten niederschlägt. Das Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis wird durch flache Hierarchien und eine Struktur gefördert, bei der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter je nach Situation mehrere vertrauensvolle Kanäle für ihre Belange haben. Dazu gehören beispielsweise die Leads als disziplinarische Vorgesetzte, fachliche Ansprechpartner in den Projekten sowie Ansprechpartner in HR und nicht zuletzt der Management-Kreis und die Geschäftsleitung selbst. Weiterhin liegt ein großes Augenmerk auf der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welches vor allem durch Angebote und Förderung im sportlichen Bereich unterstützt wird. Die Aus- und Weiterbildung wird gefördert durch interne, externe sowie individuelle Weiterbildungsangebote. Valtech Mobility legt Wert auf die Vielfalt und Chancengleichheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu gehört die gezielte Förderung von Frauen, die in Unternehmen mit technischem Schwerpunkt leider noch immer unterrepräsentiert sind, sowie die Förderung der kulturellen und internationalen Vielfalt im Unternehmen. Valtech Mobility ist für Kunden weltweit tätig und das internationale Geschäft wird weiter an Bedeutung gewinnen. Insofern ist es wichtig, dass wir global Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen, mit denen wir Dienstleistungen und Produkte global anbieten können. Auf diese Vielfalt und Gleichstellung im Unternehmen wird insbesondere im Recruiting, beispielsweise für unser Traineeprogramm, sehr genau geachtet. 3 Risiko- und Chancenbericht 3.1 Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 strebt die Valtech Mobility eine betriebliche Leistung von TEUR 64.131 an. Dies wird zu einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 7.750 führen. Der prognostizierte Umsatzrückgang basiert im Wesentlichen auf dem im folgenden Abschnitt "Risiken" erwähnten Verlust eines Rahmenvertrags für eine Anzahl von Bestandsprojekten, welcher vom Umfang her im aktuellen Geschäftsjahr nur teilweise durch Neugeschäft kompensiert werden kann. Die Valtech Mobility ist im gleichen Umfeld mit Architektur- und Implementierungsaufgaben für die zukünftige Plattformgeneration PPE betraut. Insgesamt stellen die Plattformtätigkeiten damit ein stabiles Basisgeschäft der Valtech Mobility auch im aktuellen Geschäftsjahr 2024 dar. Mit der Entwicklung eigener, OEM-übergreifender Lösungen versucht Valtech Mobility den thematischen Einstieg bei Neukunden zu realisieren. Parallel dazu wird im Jahr 2024 der Vertrieb für klassisches Projektgeschäft verstärkt. Ziel ist hierbei die dominante Kundenabhängigkeit der Valtech Mobility von der Cariad SE zu reduzieren und die Valtech Mobility breiter am Markt aufzustellen. Die Bundesregierung kappt laut der Tageschau vom 21.02.2024 die Wachstumsprognose für dieses Jahr im Jahreswirtschaftsbericht von 1,3 auf 0,2 Prozent. Damit würde sich Deutschland in einer Stagnation befinden. Die rückläufige Wachstumsprognose sowie die Transformation, in der sich die Automobilindustrie befindet, führen insgesamt zu einem anspruchsvollen Marktumfeld für die Valtech Mobility im Geschäftsjahr 2024. 3.2 Risiken 2023 hat die CARIAD ein Effizienzprogramm aufgesetzt, um Kostensparpotentiale zu heben. Da CARIAD mit Abstand der größte Kunde der Valtech Mobility ist, hat dieses auch unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Valtech Mobility. So wurde z.B. ein größerer Rahmenvertrag für diverse Bestandsprojekte seitens CARIAD mit der Valtech Mobility nicht verlängert. Neben der Prognose einer rückläufigen betrieblichen Leistung wird dies voraussichtlich zu einer Konsolidierung der Delivery-Kapazität der Valtech Mobility im Geschäftsjahr 2024 führen. 3.3 Chancen Durch im Rahmen der Pandemie erlernte höhere Flexibilität in der Zusammenarbeit wird ein positiver Effekt auf die Kundenbeziehungen und die Work-Life-Balance der Mitarbeiter erwartet, welcher sich auch im Geschäftserfolg der Valtech Mobility niederschlagen wird. Valtech Mobility antizipiert diese Trends innerhalb der Valtech Gruppe durch den konsequenten Ausbau ihrer Partnerstandorte in China, Indien und Amerika. Valtech Mobility bietet als mittelständiges, modernes, agiles Unternehmen seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen und setzt auf deren individuelle Förderung und Karriereplanung. Der Ende 2022 gewonnene größere DevOp-Auftrag führt zu einer Portfolio-Erweiterung, die bei der Gewinnung Full Service-orientierter Kunden im Neugeschäft helfen wird. In diesem Zuge hat Valtech Mobility in länderübergreifend kollaborierende Teams investiert, die die Verfügbarkeit und Flexibilität des vor Ort-Ansatzes mit günstigeren Off Shore-Ansätzen kombiniert. Insgesamt steht dem aktuellen operativen Einspardruck in der Automobilindustrie nach wie vor die Notwendigkeit in strategische Digitalisierungsfelder zu investieren gegenüber. Die Automobilindustrie konkurriert hierbei mit dem Rest der Wirtschaft. So werden laut einer Gartner-Prognose die europaweiten Gesamt-IT-Ausgaben der Wirtschaft auf rund 1,1 Billionen Dollar steigen. Das entspräche einem Anstieg von 9,3 Prozent gegenüber 2023. Valtech Mobility ist mit seiner starken Vor-Ort-Präsenz und seinem tiefen Domänenwissen und seinen Off Shore- Standorten gut und flexible für die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2024 aufgestellt.
München, den 30. April 2024 Andreas Peters, Geschäftsführer Andreas Hauptvogel, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Valtech Mobility GmbH wird nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbHG aufgestellt, und zwar unter Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden Grundsätze, einschließlich aller rechtsformgebundenen Regelungen sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 HGB angewandt. Davon-Vermerke für die Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind weitestgehend in den Anhang aufgenommen worden. II. Registerinformation Die Valtech Mobility GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Reg.-Nr. HRB 242106). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis Euro 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Fertigungsgemeinkosten und angemessener allgemeiner Verwaltungskosten, und zwar retrograd entsprechend dem Fertigungsgrad der Leistungen auf Basis der bereits geleisteten und freigegebenen Arbeitsstunden. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip und der Grundsatz der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Bilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Mietrückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Es existieren Verbindlichkeiten in Fremdwährung. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen. 2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 10.164 TEUR (Vorjahr: 13.654 TEUR) betreffen mit 11 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) Forderungen gegen die alleinige mittelbare Gesellschafterin. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 10.153 TEUR (Vorjahr: 13.652 TEUR) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 19 TEUR (Vorjahr: 3.625 TEUR) sowie Forderungen aus einem gewährten Darlehen mit 10.134 TEUR (Vorjahr: 10.027 TEUR). 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (673 TEUR; Vorjahr: 1.063 TEUR), für personalbezogene Verpflichtungen (1.071 TEUR; Vorjahr: 1.311 TEUR) sowie für Gewährleistungen (349 TEUR; Vorjahr: 344 TEUR). Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Schwerbehindertenausgleichabgabe (110 TEUR; Vorjahr: 83 TEUR) sowie für die Kosten der Abschlusserstellung und -prüfung (41 TEUR; Vorjahr: 39 TEUR) gebildet. 4. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.687 TEUR (Vorjahr: 573 TEUR) betreffen mit 52 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR) die alleinige mittelbare Gesellschafterin. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.635 TEUR (Vorjahr: 493 TEUR) betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. V. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 64 TEUR (Vorjahr: 114 TEUR) und Erträge aus Währungsumrechnungen von 1 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 207 TEUR) enthalten. 4. Finanzergebnis Im Geschäftsjahr fielen Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 475 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) an. Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen sind nicht angefallen. VI. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren neben den Geschäftsführern im Geschäftsjahr 469 (Vorjahr: 406) Mitarbeiter beschäftigt. 2. Haftungsverhältnisse Eventualverbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat mehrere Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf 5.502 TEUR. Davon fällig innerhalb eines Jahres 1.281 TEUR. Die restlichen Verpflichtungen in Höhe von 4.221 TEUR sind zwischen 2 und 4 Jahren fällig. Besondere Risiken aus o.g. Leasingverträgen ergeben sich nach unseren Einschätzungen nicht. 4. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Die Gesellschaft ist mittelbar über die Valtech GmbH eine Tochtergesellschaft der Turing TopCo Limited. Die Gesellschaft ist damit verbundenes Unternehmen i. S. v. §271 Abs. 2 HGB zur Turing TopCo Limited und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften. Die Valtech GmbH, Düsseldorf, stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, auf. Die Turing TopCo Limited stellt als Mutterunternehmen für den größten Kreis einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, auf. Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß IFRS erstellt. 5. Abschlussprüferhonorare Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Aufwand für den Abschlussprüfer 90 TEUR und umfasste die Honorare für die Prüfung des gesetzlich vorgeschriebenen Abschlusses der Gesellschaft. 6. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2023:
Der Aufsichtsrat hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. 8. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nicht. 9. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 30. April 2024 Valtech Mobility GmbH Andreas Peters Andreas Hauptvogel Feststellung des Jahresabschlusses 2023: 28.05.2024 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Valtech Mobility GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Valtech Mobility GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Valtech Mobility GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. April 2024 Deloitte
GmbH
Sandra Baumann, Wirtschaftsprüferin Anastasia Abramov, Wirtschaftsprüferin |
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