Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 242106
Eingetragen
9.7.2018
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für StraßenfahrzeugeVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Planung, Entwicklung und Betrieb von Digital Mobility Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
VALTECH SELUX
51.00%
VALTECH SELUX
49.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Valtech GmbH
Germany
51.00%
VALTECH SE
Luxembourg
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Valtech Mobility GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die Valtech Mobility GmbH ist ein Joint Venture zwischen der Cariad SE und der Valtech GmbH. Sie versteht sich als Dienstleister für die Planung, Entwicklung und den Betrieb von Digital Mobility Produkten rund um das vernetzte Fahrzeug.

Neben den Tätigkeiten für den Volkswagen-Konzern liegt der Fokus auf der Gewinnung externer Kunden sowie den Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeiten, insbesondere in den Märkten China, Nordamerika und Indien.

Darüber hinaus strebt die Valtech Mobility an, die Geschäftsbereiche Managed Services, eigene Produktentwicklung sowie Business-Consulting zu stärken.

Eine zunehmend größere Rolle spielt strategische Beratung der Kunden. Die Valtech Mobility positioniert sich in der Erarbeitung von Connect-Strategien als langjähriger "trusted partner" der OEMs.

Allgemein gehören die Connect-Angebote der Automobilhersteller immer mehr zur Basisausstattung heutiger Fahrzeuge. Damit einhergehend setzen sich Android Automotive basierte Infotainmentsysteme zunehmend als Standardlösungen durch und der Bedarf an Full-Service Lösungen wächst. Valtech Mobility hat auf diese Trends reagiert. Zum einen wurden Initiativen zur Erhöhung der eigenen Android-Entwicklungskapazität gestartet und zum anderen wurde das Produkt-Portfolio mit Servicelösungen wie Ridewise, Smart Parking & Charing oder Greenwave erweitert.

Valtech Mobility konzentriert sich mit den Schwerpunkten Daten Monetarisierung, Implementierung von Mehrwertdiensten auf Basis des Android Automotive-Stacks auf diesen Bereich. Ergänzend hierzu wird der Trend zum "Software defined vehicle" als ein zentrales Schlüsselkonzept u.a. auch für die zukünftigen Connect- Architekturen angesehen. Hier hat die Valtech Mobility durch jahrelange Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb von Diensten und Plattformen ein solides Know-how erworben, um zukünftige Lösungen zu begleiten und umzusetzen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Automobilhersteller haben einen hohen Bedarf im Bereich von Softwarelösungen und digitale Technologien rund um das vernetzte Fahrzeug. Trotz zurückgehender Margen und des daraus resultierenden Spardrucks müssen nach Roland Berger die Autohersteller weiter immense Summen in die Bereiche Elektromobilität und Softwareentwicklung investieren.

"Der Spagat zwischen substanziellen Investitionen in Zukunftstechnologien und gleichzeitiger strenger Kostendisziplin wird die Autoindustrie über die nächsten fünf bis sieben Jahre massiv herausfordern", sagt Mogge, Partner bei Roland Berger.

Im Fokus zukünftiger Connect-Portfolios liegen daher zunehmend monetarisierbare Mehrwertdienste. Entscheidend für den Erfolg solcher Dienste sind die dahinterliegenden Business-Modelle sowie deren Kundenakzeptanz. Wird der Mehrwert nicht erkannt oder das Bezahlmodell als unfair wahrgenommen, kann es nach der Gartner-Studie "Top Automotive Trends für 2023" zu einer dauerhaften Ablehnung solcher Modelle kommen.

2.2 Geschäftsverlauf

Wie in den vergangenen Jahren seit Gründung des Joint Ventures, konnte die Valtech Mobility auch im Jahr 2023 ihre betriebliche Leistung weiter ausbauen.

Im Zuge der Umsetzung der VW Automotive Cloud Strategie durch die Cariad übernahm Valtech Mobility als Partner die Verantwortung für die Weiterentwicklung und den Betrieb der existierenden Plattform ODP 1.0 für die nächsten fünf Jahre in einem DevOps Modell.

Darüber hinaus ist die Valtech Mobility mit Architektur- und Implementierungsaufgaben für die zukünftige Plattformgeneration PPE betraut. Insgesamt stellen die Plattformtätigkeiten damit ein stabiles Basisgeschäft der Valtech Mobility dar.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68.110 (Vorjahr: TEUR 68.895). Damit sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 785 gesunken.

Die Reduktion resultiert aus der Fertigstellung und Abrechnung von mehreren Aufträgen und ist dadurch beeinflusst, dass langfristige Aufträge nach der Completed-Contract-Methode bewertet werden.

Die Bestandserhöhung ist Folge der vorgenannten Nicht-Abrechnung von Großaufträgen, an denen im Berichtsjahr bestandserhöhend gearbeitet wurde. Die Rohertragsmarge ist aufgrund unvorhersehbarer Kostensteigerungen bei den Projekten gesunken.

Die betriebliche Leistung wurde im Jahr 2023 um 3 % auf TEUR 72.426 (Vorjahr: TEUR 70.095) gesteigert.

Für das Wachstum stützt sich die Valtech Mobility weiterhin auf eigene Mitarbeiter, greift ergänzend auf freie Mitarbeiter zurück. Dabei konnte der Offshore-Anteil gesteigert werden.

Die bezogenen Leistungen haben sich um TEUR 209 auf TEUR 14.816 erhöht.

Die Valtech Mobility GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 insgesamt 461 Mitarbeiter.

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2022 und 2023:

Jahr 2023 2022
Angestellte 452 391
Auszubildende 17 15
Eigenes Personal 469 406

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 36.356 (Vorjahr: TEUR 32.665) und setzten sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 30.940 28.007
Soziale Abgaben und Altersversorgung 5.416 4.658

In Summe stiegen die Aufwendungen damit um 11 % und entwickelten sich damit überproportional zur betrieblichen Leistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Betriebskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten und sind im Berichtsjahr um TEUR 423 auf TEUR 7.390 gestiegen. Dieser Anstieg ist durch höhere Reisekosten in der Nach-Corona-Phase sowie erhöhte Büro und Büronebenkosten infolge der Energiekrise zu erklären.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 10.894 auf TEUR 10.071 gesunken. Dies ist einerseits auf den um TEUR 785 geringeren Umsatz zurückzuführen. Andererseits sind die Kosten in verschiedenen Bereichen gestiegen.

2.3.2 Finanzlage

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten die üblichen Neu- und Ergänzungsinvestitionen in Hard- und Software sowie in die Geschäftsausstattung aus dem laufenden Cashflow.

Die Liquiditätsanalyse anhand einer unternehmensspezifischen Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2022 2023
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 10.894 10.071
+/- Abschreibung auf Anlagevermögen 444 435
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 0 0
+/- Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
= Cashflow 11.338 10.506

Somit zeigt sich, dass die Finanzkraft des Unternehmens ausreicht, um Investitionen eigenfinanziert zu tätigen und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu sichern.

2.3.3 Vermögenslage

Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund der regulären Abschreibungen gesunken. Die Investitionen in Sachanlagen verteilen sich auf verschiedene kleinere Investitionen in einer Gesamtsumme von TEUR 474.

Vorräte

Die unfertigen Leistungen inklusive der geleisteten Anzahlungen haben sich um TEUR 4.316 auf TEUR 10.891 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.575) erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Tatsache, dass langfristige Aufträge nach der Completed-Contract-Methode bewertet werden und per 31.12.2023 noch nicht endabgerechnet sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 17.115. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.231 gesunken. Die Reduktion der Forderungen ist darin begründet, dass im letzten Quartal 2023 ein geringeres Abrechnungsvolumen zu verzeichnen war. Insbesondere sind die bereits erwähnten nicht fakturierten Aufträge per 31.12.2023 noch offen und tragen zu Reduktion des Forderungsbestandes bei.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.168 auf TEUR 8.457 gestiegen. Der Anstieg ist durch den deutlich positiven Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit begründet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 949 gesunken. Die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus der Tatsache, dass sämtliche Steuerverbindlichkeiten im Berichtsjahr beglichen wurden und somit keine Rückstellungen für Steuern gebildet wurden (TEUR -352). Die Intercompany-Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 522 reduziert, da nahezu alle ausstehenden Rechnungen per 31.12. eingegangen sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.609 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (TEUR 6.600) nahezu unverändert.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Mai 2023 erfolgte eine Gewinnausschüttung des Jahresergebnisses von 2022 in Höhe von TEUR 10.894 an die Gesellschafter entsprechend ihren prozentualen Anteilen.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche interne Steuerungsgrößen zur Unternehmensüberwachung sind die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

betriebliche Leistung

Ergebnis vor Steuern

Vorjahresvergleich 2022 Absolut 2023 Absolut Veränderungen Absolut
betriebliche Leistung (TEUR) 70.095 72.426 2.331
Ergebnis vor Steuern (TEUR) 15.734 14.301 -1.433
Ist versus Plan 2023 Plan Ist Veränderungen Absolut
Betriebliche Leistung (TEUR) 80.000 72.426 -7.574
Ergebnis vor Steuern (TEUR) 19.000 14.301 -4.699

Die Abweichung in der betrieblichen Leistung basiert auf zurückhaltenderen Investitionen insbesondere in der Entwicklung neuer Dienste bei unseren Kunden. Dies zeichnet sich auch durch längere Akquisezyklen im Neukundengeschäft aus.

Für Valtech Mobility als Know-how-Company sind das Wissen, die Erfahrung und die Ausbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein hohes Gut. Deshalb gehört für Valtech Mobility neben den finanziellen Leistungsindikatoren vor allem die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit zu den relevantesten Unternehmenszielen, was sich in mehreren Aspekten niederschlägt.

Das Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis wird durch flache Hierarchien und eine Struktur gefördert, bei der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter je nach Situation mehrere vertrauensvolle Kanäle für ihre Belange haben. Dazu gehören beispielsweise die Leads als disziplinarische Vorgesetzte, fachliche Ansprechpartner in den Projekten sowie Ansprechpartner in HR und nicht zuletzt der Management-Kreis und die Geschäftsleitung selbst.

Weiterhin liegt ein großes Augenmerk auf der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welches vor allem durch Angebote und Förderung im sportlichen Bereich unterstützt wird.

Die Aus- und Weiterbildung wird gefördert durch interne, externe sowie individuelle Weiterbildungsangebote.

Valtech Mobility legt Wert auf die Vielfalt und Chancengleichheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu gehört die gezielte Förderung von Frauen, die in Unternehmen mit technischem Schwerpunkt leider noch immer unterrepräsentiert sind, sowie die Förderung der kulturellen und internationalen Vielfalt im Unternehmen. Valtech Mobility ist für Kunden weltweit tätig und das internationale Geschäft wird weiter an Bedeutung gewinnen.

Insofern ist es wichtig, dass wir global Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen, mit denen wir Dienstleistungen und Produkte global anbieten können. Auf diese Vielfalt und Gleichstellung im Unternehmen wird insbesondere im Recruiting, beispielsweise für unser Traineeprogramm, sehr genau geachtet.

3 Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 strebt die Valtech Mobility eine betriebliche Leistung von TEUR 64.131 an. Dies wird zu einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 7.750 führen.

Der prognostizierte Umsatzrückgang basiert im Wesentlichen auf dem im folgenden Abschnitt "Risiken" erwähnten Verlust eines Rahmenvertrags für eine Anzahl von Bestandsprojekten, welcher vom Umfang her im aktuellen Geschäftsjahr nur teilweise durch Neugeschäft kompensiert werden kann.

Die Valtech Mobility ist im gleichen Umfeld mit Architektur- und Implementierungsaufgaben für die zukünftige Plattformgeneration PPE betraut. Insgesamt stellen die Plattformtätigkeiten damit ein stabiles Basisgeschäft der Valtech Mobility auch im aktuellen Geschäftsjahr 2024 dar.

Mit der Entwicklung eigener, OEM-übergreifender Lösungen versucht Valtech Mobility den thematischen Einstieg bei Neukunden zu realisieren. Parallel dazu wird im Jahr 2024 der Vertrieb für klassisches Projektgeschäft verstärkt. Ziel ist hierbei die dominante Kundenabhängigkeit der Valtech Mobility von der Cariad SE zu reduzieren und die Valtech Mobility breiter am Markt aufzustellen.

Die Bundesregierung kappt laut der Tageschau vom 21.02.2024 die Wachstumsprognose für dieses Jahr im Jahreswirtschaftsbericht von 1,3 auf 0,2 Prozent. Damit würde sich Deutschland in einer Stagnation befinden.

Die rückläufige Wachstumsprognose sowie die Transformation, in der sich die Automobilindustrie befindet, führen insgesamt zu einem anspruchsvollen Marktumfeld für die Valtech Mobility im Geschäftsjahr 2024.

3.2 Risiken

2023 hat die CARIAD ein Effizienzprogramm aufgesetzt, um Kostensparpotentiale zu heben. Da CARIAD mit Abstand der größte Kunde der Valtech Mobility ist, hat dieses auch unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Valtech Mobility. So wurde z.B. ein größerer Rahmenvertrag für diverse Bestandsprojekte seitens CARIAD mit der Valtech Mobility nicht verlängert. Neben der Prognose einer rückläufigen betrieblichen Leistung wird dies voraussichtlich zu einer Konsolidierung der Delivery-Kapazität der Valtech Mobility im Geschäftsjahr 2024 führen.

3.3 Chancen

Durch im Rahmen der Pandemie erlernte höhere Flexibilität in der Zusammenarbeit wird ein positiver Effekt auf die Kundenbeziehungen und die Work-Life-Balance der Mitarbeiter erwartet, welcher sich auch im Geschäftserfolg der Valtech Mobility niederschlagen wird.

Valtech Mobility antizipiert diese Trends innerhalb der Valtech Gruppe durch den konsequenten Ausbau ihrer Partnerstandorte in China, Indien und Amerika.

Valtech Mobility bietet als mittelständiges, modernes, agiles Unternehmen seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen und setzt auf deren individuelle Förderung und Karriereplanung.

Der Ende 2022 gewonnene größere DevOp-Auftrag führt zu einer Portfolio-Erweiterung, die bei der Gewinnung Full Service-orientierter Kunden im Neugeschäft helfen wird. In diesem Zuge hat Valtech Mobility in länderübergreifend kollaborierende Teams investiert, die die Verfügbarkeit und Flexibilität des vor Ort-Ansatzes mit günstigeren Off Shore-Ansätzen kombiniert.

Insgesamt steht dem aktuellen operativen Einspardruck in der Automobilindustrie nach wie vor die Notwendigkeit in strategische Digitalisierungsfelder zu investieren gegenüber. Die Automobilindustrie konkurriert hierbei mit dem Rest der Wirtschaft. So werden laut einer Gartner-Prognose die europaweiten Gesamt-IT-Ausgaben der Wirtschaft auf rund 1,1 Billionen Dollar steigen. Das entspräche einem Anstieg von 9,3 Prozent gegenüber 2023.

Valtech Mobility ist mit seiner starken Vor-Ort-Präsenz und seinem tiefen Domänenwissen und seinen Off Shore- Standorten gut und flexible für die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2024 aufgestellt.

 

München, den 30. April 2024

Andreas Peters, Geschäftsführer

Andreas Hauptvogel, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 336,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 823.073,23 825.959,00
823.073,23 826.295,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 10.891.328,39 6.575.381,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.698.355,85 11.425.179,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.164.282,50 13.654.331,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.252.703,00 267.083,82
17.115.341,35 25.346.594,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.456.815,92 6.288.488,27
36.463.485,66 38.210.464,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 154.201,06 166.646,22
37.440.759,95 39.203.405,37

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 15.306.122,45 15.306.122,45
III. Gewinnvortrag 3.185.945,20 3.185.945,20
IV. Jahresüberschuss 10.071.103,83 10.894.162,79
28.588.171,48 29.411.230,44
B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 0,00 351.816,01
2. Sonstige Rückstellungen 2.243.652,03 2.840.414,67
2.243.652,03 3.192.230,68
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.780.420,98 2.812.647,94
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 786.854,44 751.472,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.686.644,14 573.392,10
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.355.016,88 2.462.431,23
davon aus Steuern: Euro 1.344.193,56 (Vorjahr: Euro 2.414.365,76)
6.608.936,44 6.599.944,25
37.440.759,95 39.203.405,37

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 68.110.466,08 68.895.054,42
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 4.315.947,02 1.199.702,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 396.066,25 244.352,46
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.815.523,57 14.607.272,87
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.939.926,57 28.007.318,99
b) Soziale Abgaben und Altersversorgung 5.415.589,34 4.658.024,56
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 434.718,82 444.152,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.390.194,81 6.966.807,94
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 475.383,39 160.894,61
davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 474.649,32 (Vorjahr: Euro 159.186,04)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 576,80 82.178,74
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.230.229,00 4.840.085,50
11. Jahresüberschuss 10.071.103,83 10.894.162,79

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Valtech Mobility GmbH wird nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbHG aufgestellt, und zwar unter Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden Grundsätze, einschließlich aller rechtsformgebundenen Regelungen sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 HGB angewandt. Davon-Vermerke für die Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind weitestgehend in den Anhang aufgenommen worden.

II. Registerinformation

Die Valtech Mobility GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Reg.-Nr. HRB 242106).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis Euro 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Fertigungsgemeinkosten und angemessener allgemeiner Verwaltungskosten, und zwar retrograd entsprechend dem Fertigungsgrad der Leistungen auf Basis der bereits geleisteten und freigegebenen Arbeitsstunden. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip und der Grundsatz der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Bilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Mietrückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Es existieren Verbindlichkeiten in Fremdwährung.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 10.164 TEUR (Vorjahr: 13.654 TEUR) betreffen mit 11 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) Forderungen gegen die alleinige mittelbare Gesellschafterin.

Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 10.153 TEUR (Vorjahr: 13.652 TEUR) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 19 TEUR (Vorjahr: 3.625 TEUR) sowie Forderungen aus einem gewährten Darlehen mit 10.134 TEUR (Vorjahr: 10.027 TEUR).

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (673 TEUR; Vorjahr: 1.063 TEUR), für personalbezogene Verpflichtungen (1.071 TEUR; Vorjahr: 1.311 TEUR) sowie für Gewährleistungen (349 TEUR; Vorjahr: 344 TEUR).

Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Schwerbehindertenausgleichabgabe (110 TEUR; Vorjahr: 83 TEUR) sowie für die Kosten der Abschlusserstellung und -prüfung (41 TEUR; Vorjahr: 39 TEUR) gebildet.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.687 TEUR (Vorjahr: 573 TEUR) betreffen mit 52 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR) die alleinige mittelbare Gesellschafterin.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.635 TEUR (Vorjahr: 493 TEUR) betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

V. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

TEUR TEUR
Erlöse Inland 65.930 63.354
Erlöse EU 790 1.163
Erlöse Drittländer 1.390 4.378

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 64 TEUR (Vorjahr: 114 TEUR) und Erträge aus Währungsumrechnungen von 1 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 207 TEUR) enthalten.

4. Finanzergebnis

Im Geschäftsjahr fielen Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 475 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) an.

Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen sind nicht angefallen.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren neben den Geschäftsführern im Geschäftsjahr 469 (Vorjahr: 406) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Haftungsverhältnisse

Eventualverbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mehrere Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf 5.502 TEUR. Davon fällig innerhalb eines Jahres 1.281 TEUR. Die restlichen Verpflichtungen in Höhe von 4.221 TEUR sind zwischen 2 und 4 Jahren fällig.

Besondere Risiken aus o.g. Leasingverträgen ergeben sich nach unseren Einschätzungen nicht.

4. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist mittelbar über die Valtech GmbH eine Tochtergesellschaft der Turing TopCo Limited. Die Gesellschaft ist damit verbundenes Unternehmen i. S. v. §271 Abs. 2 HGB zur Turing TopCo Limited und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften.

Die Valtech GmbH, Düsseldorf, stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, auf.

Die Turing TopCo Limited stellt als Mutterunternehmen für den größten Kreis einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, auf.

Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß IFRS erstellt.

5. Abschlussprüferhonorare

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Aufwand für den Abschlussprüfer 90 TEUR und umfasste die Honorare für die Prüfung des gesetzlich vorgeschriebenen Abschlusses der Gesellschaft.

6. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:

Herrn Andreas Peters, Diplom Mathematiker, Bedburg

Herrn Andreas Hauptvogel, Diplom Informatiker, Stahnsdorf

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

7. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2023:

Padiou, Oliver (chairman), Chief Operating Officer Valtech SE, Vorsitz

Pretet, Laurent Michel, Chief Finance Officer Valtech SE, Mitglied

Kaml, Tamer (Co-chairman), VP Product Management CARIAD SE, Stell. Vorsitz (ab 05.10.2023)

Krösche, Knut (Co-chairman), Head of Digital Business Capabilities & Mobility Services CARIAD SE, Stell. Vorsitz (bis 04.10.2023)

Dammann, Matthias, CARIAD SE, Leiter Controlling Vehicle & Cloud Platform (FE-1), Mitglied

Der Aufsichtsrat hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

8. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nicht.

9. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 30. April 2024

Valtech Mobility GmbH

Andreas Peters

Andreas Hauptvogel

Feststellung des Jahresabschlusses 2023: 28.05.2024

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.018,99 0,00 3.018,99 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.117.528,57 473.968,40 647.693,52 1.943.803,45
2.120.547,56 473.968,40 650.712,51 1.943.803,45
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.682,99 336,00 3.018,99 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.291.569,57 434.382,82 605.222,17 1.120.730,22
1.294.252,56 434.718,82 608.241,16 1.120.730,22
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 336,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 823.073,23 825.959,00
823.073,23 826.295,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Valtech Mobility GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Valtech Mobility GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Valtech Mobility GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sandra Baumann, Wirtschaftsprüferin

Anastasia Abramov, Wirtschaftsprüferin

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