InnFood Organic GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Horst Paul Jostock seit 2.11.2023 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 31.40% | |
| 31.40% | |
| 31.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
InnFood GmbHPolling OT WeidingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021gem. §325 HGB Inhaltsverzeichnis Anlagen Bilanz zum 31.12.2021 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 Anhang für das Geschäftsjahr 2021 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31.12.2021InnFood GmbH, WeidingAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021InnFood GmbH, Weiding
Anhang für das Geschäftsjahr 2021InnFood GmbHA. Allgemeine Angaben Die InnFood GmbH hat ihren Sitz in Weiding und ist beim Amtsgericht Traunstein unter der Registernummer HRB 23893 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. Die Erträge aus der Unterfüllung des Lohnherstellungsvertrages in Höhe von T€ 2.113 (Vorjahr T€ 410) wurden abweichend vom Vorjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen (Vorjahr: sonstige betriebliche Erträge). Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr ebenfalls angepasst. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zuschüsse zu Investitionen werden im Jahr des Zugangs von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gekürzt. Die Abschreibungen bei Gebäuden erfolgen linear über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 15 Jahren. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis von Teilkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet und angesetzt, soweit sich ein Passivüberhang ergibt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Haftungsverhältnisse berücksichtigen die Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Haftungsverhältnisse sind mit dem Betrag vermerkt, mit dem die Gesellschaft nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag haftet. Bestehende Rückgriffsforderungen werden nicht abgezogen. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist in Abschnitt E. dargestellt. 2. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen iHv. T€ 52 (Vorjahr: T€ 52). 4. Verbindlichkeiten Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in Abschnitt F. dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 448 (Vorjahr: T€ 326). 5. Haftungsverhältnisse
Die Bürgschaft wurde im Rahmen der Veräußerung der ehemaligen Mutter- und Schwestergesellschaft gegeben. Aufgrund der Würdigung der Haftung auslösenden Sachverhalte rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme. 6. sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für das Berichtsjahr waren Pflichtangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung nicht vorzunehmen. E. Entwicklung des Anlagevermögens
F. Aufgliederung der Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten haben T€ 225 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Von den Verbindlichkeiten sind T€ 912 (Vorjahr: T€ 0) durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. G. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer
2. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren: Herr Horst Jostock Geschäftsführer, Diplom-Ökonom, Bad Homburg v. d. Höhe Herr Christian Sommer Geschäftsführer, Polling Herr Stefan Kost (seit 27.05.2022) Geschäftsführer, Zorneding 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Daraufhin verhängten zahlreiche Staaten weltweit Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Russland, die seit Kriegsbeginn stetig ausgeweitet und verschärft werden. Der nach dem Abschlussstichtag erfolgte Kriegsausbruch sowie die daraufhin verhängten Sanktionen stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Da wir von den Folgen dieses Ereignisses nicht unmittelbar betroffen sind, mittelbare Effekte von Sanktionen regelmäßig erst zeitversetzt in Erscheinung treten, können die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2022 zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifiziert werden. Aus heutiger Sicht erhöhen sich jedoch die wirtschaftlichen Risiken für das Geschäftsjahr 2022. Wir erwarten dadurch zum jetzigen Zeitpunkt zwar keine wesentliche Verschlechterung unserer Ertragslage, können diese wegen der stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sowie bislang nicht abschätzbarer staatlicher Stützungsmaßnahmen jedoch auch nicht ausschließen. Wir werden daher die möglichen Auswirkungen des Krieges beobachten und die Jahresprognosen gegebenenfalls anpassen.
Weiding, den 08.07.2022 gez. Horst Jostock gez. Christian Sommer gez. Stefan Kost Lagebericht 2021InnFood GmbHI. Grundlagen des Unternehmens Die InnFood GmbH mit Sitz in Polling-Weiding blickt auf eine mehr als 80-jährige Erfahrung als Hersteller von Baby- und Kleinkindnahrung sowie seit einigen Jahren von Biolebensmitteln für Erwachsene zurück. Sie ging 2019 aus der ehemaligen Alete Kindernahrung GmbH hervor und firmiert seit der Handelsregistereintragung vom 1 7.09.2019 als InnFood GmbH. Gesellschafter sind die ebc-NETWORK Business Consultancy for Europe GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe mit 94,9% und die ALIMUS GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe mit 5,1%. Das Produktportfolio der InnFood GmbH umfasst derzeit neben Baby- und Kleinkindnahrung in Form von "Meals and Drinks" auch Produkte aus dem Bereich Kulinarik, wie beispielsweise Suppen, Saucen, Eintöpfe oder Brotaufstriche. Die Herstellung aller Produkte erfolgt ausschließlich unter Verwendung von Bio-Rohstoffen der höchsten Qualitätsstufen und ohne die Beimischung unnötiger Zusätze. Alle Produkte werden unter Einhaltung höchster Standards in Bezug auf Qualität, Nachhaltigkeit, Ethik und sozialer Verantwortung hergestellt. Die Sicherstellung höchster Qualität besitzt in allen Verarbeitungsschritten - von der Auswahl unbelasteter Anbaugebiete bis zur sicheren Abfüllung und der folgenden Endkontrollen - eine zentrale Bedeutung. Auf Basis des vorhandenen Knowhows, der langjährigen Erfahrungen und erworbenen Kompetenzen wird neben der Herstellung von Kleinkindnahrung auch der Markt für Kinder ab 24 Monaten sowie Erwachsenennahrung in Bio-Qualität nachhaltig bedient. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft zeigte im zweiten Jahr der Corona-Pandemie im Jahr 2021 eine Erholung mit einem Wachstum von +5,9% (Quelle: IWF). In der Frühjahrsprognose 2022 geht der IWF zunächst von einem weltweiten Wachstum von +4,4% für 2022 aus, im April wurde diese Prognose allerdings aufgrund der Ukraine-Krise auf +3,6% reduziert. Deutschland ist hier besonders betroffen, mit einem Rückgang auf +2,1% von ursprünglich +3,8%. Ursache hierfür ist die hohe Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland. Gemäß Daten des Statistischen Bundesamts nahm die Anzahl der geborenen Kinder im Jahr 2021 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten drei Jahre um +2,0% zu und es handelt sich um die höchste Anzahl an Geburten seit 1997. Das Marktvolumen im Jahr 2021 für Babynahrung im Bereich Beikost in Deutschland belief sich laut Statista auf rund 531 Millionen €, es liegt damit um 1,7% über dem Vorjahr. Ebenso hat sich der Marktanteil von Handelsmarken-/Eigenmarkenprodukten im Zeitraum April 2021 bis März 2022 um 35% gesteigert, Markenprodukte haben entsprechend verloren (Quelle: GFK). Für 2022 wird für den Markt von Babynahrung ein Wachstum von 12,8% erwartet (Quelle: Statista). Für den Bereich Kulinarik ist das stark wachsende Marktvolumen im Bereich Bio-Lebensmittel relevant. Hier hat sich in den letzten 10 Jahren der Umsatz an Biolebensmitteln in Deutschland mehr als verdoppelt auf nahezu 16 Milliarden € im Jahr 2021. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von +5,8%. Auch für 2022 wird von einem ähnlichen Trend ausgegangen (Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft). Der Convenience Trend in der Lebensmittelbranche dauert grundsätzlich weiterhin an: Fertiggerichte (vor allem bio) wachsen über die Jahre kontinuierlich. Laut Statista betrug der Umsatz von Fertiggerichten in Deutschland im Jahr 2021 4,1 Milliarden € (wie 2020). In den nächsten Jahren wird ein durchschnittliches Wachstum von +2,4% erwartet. Diesen Trend greift die InnFood GmbH mit einer Erweiterung des Sortiments und innovativer Produkte auf, um dieses Wachstumssegment schnell und nachhaltig bedienen zu können. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Nach der Neuaufstellung im Jahr 2019 erwirtschaftet die InnFood GmbH operativ positive Zahlen. Nachdem im Jahr 2020 ein Jahresüberschuss von +510 TEUR erzielt werden konnte, weist auch das Geschäftsjahr 2021 einen positiven Jahresüberschuss von 1.038 TEUR aus. Damit behauptet sich die InnFood GmbH in dem von der Corona-Pandemie geprägten Marktumfeld sehr erfolgreich und konnte allen Widrigkeiten zum Trotz das Planergebnis im Jahr 2021 deutlich übertreffen. Das Babynahrungssegment erreichte das geplante Ergebnis. Die Umsätze im Kulinarikbereich lagen aufgrund von verzögerten Einlistungen, vor allem wegen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, deutlich hinter den Planungen zurück. Die im Jahr 2020 gestarteten Investitionen in eine umfangreiche Modernisierung der Produktionsanlagen wurden im Jahr 2021 fortgesetzt und werden im Jahr 2022 zu einem ersten Ende gebracht. Dadurch werden ab 2022 zusätzliche Möglichkeiten vorhanden sein, Markttrends zu bedienen und die Fülltechnologie variabler und noch effizienter zu gestalten. 2.1 Mitarbeiter Der nach HGB-Grundsätzen ermittelte Personalstand hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 215 (i. VJ. 212) Arbeitnehmer minimal erhöht. Die Nettoerhöhung resultiert aus dem Aufbau eigener Vertriebsstrukturen. 2.2 Ertragslage Im Berichtsjahr wurde ein Umsatz von TEUR 36.454 (i. VJ. TEUR 35.531) erzielt. Die Steigerung zum Vorjahr resultiert aus einer Ausweitung des Geschäftsbereichs Kulinarik. Dem Umsatz stehen Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistung von TEUR 20.972 (i. VJ. TEUR 20.314), Personalaufwendungen von TEUR 11.586 (i. VJ. TEUR 10.887), Abschreibungen von TEUR 336 (i. VJ. TEUR 298) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt TEUR 5.936 (i. VJ. TEUR 6.660) gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.065 (i. VJ. TEUR 3.561) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Leistungsverrechnung von Strom und Dienstleistungen an Standortpartner, welche sich aus einer langfristigen vertraglichen Vereinbarung ergeben. Gegenläufige Kostenpositionen zu diesen Leistungen finden sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Strom, sonstige Kosten) sowie in den Personalkosten. Die 100%ige Beteiligung an der InnFood Immobilien GmbH & Co. KG führte zu einem Ergebnisbeitrag von TEUR 201 (i. VJ. TEUR 167). Unter Berücksichtigung von Finanzergebnis und Steuern ergibt sich für das Jahr 2021 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.038 (i. VJ. TEUR 510). 2.3 Finanzlage und Liquidität Trotz der hohen Investitionen im Geschäftsjahr in Anlagevermögen in Höhe von TEUR 3.132 (vor Verrechnung mit dem Sonderposten für Investitionen) sind die Betriebsmittellinien zum Stichtag mit TEUR 912 nur zum Teil ausgenutzt worden. Zum Stichtag bestanden demnach noch TEUR 1.138 nicht ausgenutzte Linien. Sonstige Bankverbindlichkeiten bestanden keine. Aufgrund der Liquiditätssituation zum Zeitpunkt der Lageberichterstattung, dem Bestehen freier Betriebsmittellinien sowie weiterer Darlehens- und Finanzierungsoptionen ist die Finanzierung der Gesellschaft nach Einschätzung der Geschäftsführung sichergestellt. Trotz des positiven Jahresergebnisses (erwartungsgemäß) ergab sich ein negativer Cashflow von TEUR -1.555 (i. VJ. TEUR -2.976). Hintergrund waren die Investitionen in das Anlagevermögen i.H.v. TEUR -3.132. 2.4 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft wird durch die Beteiligung an der Immobiliengesellschaft geprägt, die mit TEUR 12.099 in den Finanzanlagen ausgewiesen wird. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände, also das Umlaufvermögen und die Rechnungsabgrenzungsposten der Gesellschaft, entsprechen mit TEUR 9.097 (i. VJ. TEUR 9.205) rund 39% der Bilanzsumme (i. VJ. 40%). Die Vorräte mit TEUR 4.190 (i. VJ. TEUR 3.766) waren aufgrund einer Vorproduktion höher als im Vorjahr. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 4.720 (i. VJ. TEUR 4.549) ergibt sich aus dem Abverkauf von vorhandenen Fertigwarenbeständen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich auf TEUR 11 0 aus (i. VJ. TEUR 52). Die Passivseite weist Eigenkapital mit TEUR 10.935 (i. VJ. TEUR 9.896) aus, das bedeutet eine Eigenkapitalquote von 46,7% (i. VJ. 43,2%). Rückstellungen liegen bei TEUR 2.448 (i. VJ. TEUR 3.071) und enthalten vor allem Rückstellungen für Personal und zu erwartende Instandhaltungsmaßnahmen. Die Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 5.688 (i. VJ. TEUR 4.191) ist stichtagsbedingt. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 448 (i. VJ. TEUR 664) enthalten Mietaufwendungen gegenüber der Tochtergesellschaft InnFood Immobilien GmbH & Co. KG. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 1.252 zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.175) nur unwesentlich verändert. 2.5 Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.132 (i. VJ. TEUR 337) und flossen hauptsächlich in eine neue Abfüllanlage, deren Fertigstellung im Jahr 2022 stattfinden wird. Die Investitionen wurden vollständig mit dem Sonderposten für Investitionen in Höhe TEUR 2.200 verrechnet. 2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren Der finanzielle Leistungsindikator ist das Jahresergebnis. Die Umsatz- und die Ergebnisentwicklung werden mittels eines Monatsreporting überwacht. 2.7 Gesamtaussage Die Geschäftslage der Gesellschaft entwickelte sich weiter positiv. Infolgedessen konnte die im Vorjahr getroffene Prognose für das Geschäftsjahr 2021 deutlich übertroffen werden. Das Jahresergebnis 2021 beträgt TEUR 1.038 und liegt damit um TEUR 528 über dem Vorjahresergebnis. Gründe hierfür sind vor allem höhere Umsätze im Bereich Kulinarik. III. Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken aus dem Absatzmarkt Die Nahrungsmittelbranche ist geprägt durch ein Nachfrageoligopol, insbesondere im Inland, von einigen wenigen großen Marktteilnehmern. Dies führt zu einem Preisdruck für InnFood auf der Absatzseite. Um dem entgegenzuwirken, bewegt sich InnFood als Eigenmarkenhersteller sowohl in zwei unterschiedlichen Produktsegmenten (Babynahrung und Kulinarik für Erwachsene) als auch auf zwei verschiedenen Absatzmärkten (Eigenmarken für den deutschen und internationalen Handel, B2B-Geschäft mit anderen Herstellern). Sowohl das Stammgeschäft der Babynahrung als auch der weiterhin wachsende Markt für Convenienceprodukte bietet InnFood gute Wachstumschancen für die Zukunft. Die Fokussierung auf den kontinuierlich wachsenden Bio-Markt durch die ausschließliche Verwendung von Bio-Rohstoffen erhöht die Chance nach zusätzlichem Absatzvolumen. Investitionen in Produktion und Produktentwicklung werden zu Produktinnovationen führen und die Wachstumschancen zusätzlich erhöhen. Die Vorbereitungen für den Bereich Babynahrung zur Aufnahme von Direktgeschäft mit den deutschen und internationalen Handelskunden für den Kontraktzeitraum ab 2023 wurden aufgenommen. Die Ertragslage der InnFood GmbH hat sich erwartungsgemäß im Jahr 2021 weiterhin positiv entwickelt. Durch die teilweise schon erfolgte Modernisierung der Produktion wurden die Weichen gestellt, um künftig bedarfsgerecht und marktorientiert Kundenanforderungen flexibel und kostengünstig bedienen zu können. Einkaufsrisiken Das Risiko entsteht aus der Volatilität des Preises und der Verfügbarkeit der Rohstoffe, Energie und Packmittel am Markt. Sehr stark zu sehen sind diese Zusammenhänge seit Herbst 2021, verstärkt durch die Krise in der Ukraine. Dem wird mit einem aktiven Lieferanten-Management entgegengesteuert. Ferner wird das Preisrisiko durch möglichst längerfristige Volumenkontrakte und Partnerschaften reduziert. Personelle Risiken Personelle Risiken umfassen die Fluktuation von Mitarbeitern in wesentlichen Schlüsselpositionen, die Akquisition von geeigneten Fach- und Führungskräften sowie die bedarfsorientierte Kompetenz- und Know-how-Entwicklung der Mitarbeiter in Bezug auf neu implementierte Prozesse und Systeme. Auch hier steht die Aufrechterhaltung gesunder Personalstrukturen im Fokus jeglicher Personalplanung und -entwicklung. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken können aus behördlichen Verfahren - insbesondere im Bereich Qualität - sowie aus vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, arbeits-, marken- und umweltrechtlichen Regelungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit resultieren, die bei Verletzung Kosten verursachen können. Durch die konsequente Qualitätssicherung werden höchste Qualitätsansprüche sichergestellt. Dasselbe gilt für den gesamten Produktionsprozess. Um ein bestehendes Restrisiko zu kontrollieren, besteht ein ausreichender Schutz durch entsprechende Versicherungen. Liquiditätsrisiken Durch die nachgewiesenen operativ positiven Ergebnisse der letzten Jahre sowie das stabile Wachstum mit positiven Ertragsaussichten ist mittlerweile eine gute Kreditwürdigkeit gegeben. Sämtliche Wachstumsprojekte wie die Modernisierung der Produktionsanlagen werden über langfristige Finanzierungen abgedeckt. Der gestiegene Liquiditätsbedarf wird zudem über eine signifikante Betriebsmittellinie gedeckt werden. Die Geschäftsleitung sieht somit die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert an. Die Liquiditätssituation wird regelmäßig überwacht. Zur Optimierung der Liquiditätssteuerung wurde ein aktives Working-Capital-Management aufgebaut. IV. Prognosebericht Grundlage der Prognoseberichterstattung bildet die mittelfristige Unternehmensplanung bis 2025. Diese enthält bestehende vertragliche Regelungen aus dem B2B-Geschäft sowie Umsatzsteigerungen in den bestehenden und den neuen Geschäftsfeldern, einerseits durch Entwicklung von Bestandskunden, andererseits durch die Gewinnung von Neukunden. Weiterhin werden aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten auf der Kostenseite, vor allem auch die Preis- und Versorgungsproblematik auf der Beschaffungsseite, detailliert geplant und aktiv beobachtet. Die Einschätzungen der Geschäftsführung in Bezug auf die Planung basieren auf Rahmenbedingungen, Informationen und Annahmen - insbesondere auch in Bezug auf die Umsetzung leistungswirtschaftlicher Optimierungsmaßnahmen -, die sie für realistisch hält. Die Absätze und Umsätze liegen im ersten Halbjahr 2022 über Plan, allerdings steigen in vielen Bereichen die Beschaffungskosten. Die Entwicklungen, die sich aus der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie, der Ukraine-Krise sowie der hohen Inflationsrate ergeben, stellen einen Unsicherheitsfaktor dar und können die Umsatz- und Ergebnisprognose beeinflussen. Die Geschäftsleitung rechnet trotzdem auch für 2022 mit einem positiven Unternehmensergebnis auf Niveau des Jahres 2020.
Polling-Weiding, den 8. Juli 2022 InnFood GmbH Geschäftsführung gez. Horst Jostock gez. Christian Sommer gez. Stefan Kost Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen Prüfers An die InnFood GmbH, Weiding Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der InnFood GmbH, Weiding - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InnFood GmbH, Weiding, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, den 08.07.2022 PKF
WULF & PARTNER
gez. Martin Wulf, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Feststellung bzw. Billigung nach 328 Abs. 1a HGB Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 Der Jahresabschluss der InnFood GmbH, Weiding zum 31.12.2021 wurde am 08.07.2022 durch Beschluss der Gesellschafterversammlung gebilligt. |
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