F. Laeisz GmbH
Trostbrücke 1, 20457 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörn Scheller seit 29.12.2022 | Prokura |
Volker Gunar Redersborg seit 29.12.2022 | Prokura |
Hannes Kristian Thiede seit 31.1.2019 | Geschäftsführer |
Hans Nikolaus (gen. Nikolaus H.) Schües seit 12.1.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
9 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 9 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Erste "Palstek" Verwaltungs GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
F. Laeisz GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KonzernlageberichtGrundlagen des KonzernsDie F. Laeisz GmbH ist die Muttergesellschaft einer familiengeführten diversifizierten Dienstleistungsgruppe, die in den Bereichen Schifffahrt, Handel, Logistik und Finanzdienstleistung tätig ist. Die 100 %-ige Tochtergesellschaft Reederei F. Laeisz G.m.b.H. bereedert eine Flotte von 26 Schiffen mit ca. 0,5 Mio. tdw Tragfähigkeit und beschäftigt 640 Besatzungsmitglieder auf See und 79 Mitarbeiter an Land. Zur Flotte der Reederei, die gemessen an der Anzahl der Schiffe zu 58 % unter europäischer Flagge betrieben wird, gehören Autotransporter, Gastanker, Container- und Forschungsschiffe. Insgesamt betreut die Gruppe 51 Schiffe einschließlich vier Neubauten. Die Unternehmensgruppe hält Beteiligungen in unterschiedlicher Höhe an verschiedenen Einschiffsgesellschaften. Insgesamt werden zehn Schiffe, (vier 2.700er Containerschiffe, ein Gastanker, ein Flusskreuzfahrtschiff sowie vier Autotransporter) in den Konzernabschluss einbezogen. Über den hauseigenen Befrachtungsmakler, Martini Chartering, verfügt die Reederei über einen direkten Zugang zu den Chartermärkten aller für das Unternehmen relevanten Schiffstypen. Umwelt-, Qualitäts- und Arbeitssicherheits-Standards bestimmen unser wirtschaftliches Handeln und sind wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Seit 1996 ist die Reederei nach DIN EN ISO 9001, seit 1997 als erste deutsche Reederei nach dem Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 sowie seit 2017 nach dem Arbeitsschutzmanagementsystem (DIN EN ISO 45000) sowie dem Energiemanagementsystem (DIN EN ISO 50001) zertifiziert. Im Jahre 2023 hat die Reederei erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht für das vorangegangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Mit der Afrikanische Frucht-Compagnie GmbH ist die F. Laeisz Gruppe Importeur und Handelsbetrieb von Essbananen und Avocados aus Süd- und Mittelamerika nach Deutschland und in andere europäische Länder. Laeisz ist mit derzeit etwas über 28 % größter Einzelaktionär an der börsennotierten Gesellschaft Gram Car Carriers ASA, Oslo. Im Beteiligungskontor Seehandlung GmbH & Co. KG werden unternehmerische Beteiligungen konzipiert, strukturiert sowie platziert und in der Folge die Anleger umfassend betreut. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe findet sich außerdem ein Portfolio an Immobilien und mit der Trailer Lloyd Fahrzeugvermietung GmbH & Co. KG ein Vermieter von Nutzfahrzeugen. Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind das Konzernergebnis und die Liquiditätslage. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 war ein schwieriges Jahr für die europäische sowie auch die deutsche Wirtschaft. Neben den Nachwirkungen der stark gestiegenen Energiekosten belastete die schwache Auslandsnachfrage die industrielle Erzeugung. Darüber hinaus drückte die hohe Inflation den privaten Verbrauch. Die hohen Lohnsteigerungen führten daher noch nicht dazu, dass sich die Konsumausgaben deutlich belebten. Auch die straffere Geldpolitik des Eurosystems bremste die Konjunktur. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die Investitionen. Stützend wirkten hingegen die Normalisierung der Lieferketten, die hohen Auftragsbestände in Industrie und Bau sowie der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt. Insgesamt ging die europäische Wirtschaftsleistung, gemessen am preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP), im vergangenen Jahr um 2,9 % auf 0,5 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Preisdruck im Euroraum ließ im abgelaufenen Jahr deutlich nach. Wie auch in Deutschland war der primäre Anlass ein deutlicher Rückgang der Energiepreise. Im Jahresmittel 2023 stieg der Gesamt-HVPI im Euroraum um 5,4 %. Im Jahr zuvor hatte die Inflationsrate noch 8,4 % betragen. Nach einem Anstieg des weltwirtschaftlichen Wachstums von 3,4 % im Jahr 2022 schwächte sich das Wachstum im Jahr 2023 auf 3,2 % ab. Für das laufende Jahr 2024 sowie das Jahr 2025 geht der IWF von einem weltwirtschaftlichen Wachstum auf etwa gleichbleibendem Niveau aus (IWF, World Economic Outlook, April 2024). Das Tempo des Wachstums ist im historischen Vergleich niedrig, was sowohl auf kurzfristige Faktoren wie die immer noch hohen Kreditkosten und die der fiskalischen Unterstützung als auch längerfristige Auswirkungen der der COVID-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, ein schwaches Produktivitätswachstum und eine zunehmende geoökonomische Fragmentierung zurückzuführen ist. Damit einher gehen auch die Erwartungen in Bezug auf die Transportnachfrage. Clarksons prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum des Seehandels von 3,0 %, und für 2025 von 2,0 % (Clarksons, Shipping Review and Outlook March 2024). Die Charterraten für Containerschiffe, die im zweiten Halbjahr 2021 Allzeithochs, sowohl für kurzfristige als auch für längerfristige Perioden erreichten, hielten sich bis zum Ende des dritten Quartals 2022 auf sehr hohem Niveau. Danach setzte eine Marktberuhigung ein, die Charterraten gingen zurück und stabilisierten sich zunächst auf einem historisch gesehen auskömmlichen Niveau. Im zweiten Halbjahr 2023 war allerdings ein weiterer Rückgang der Zeitcharterraten für die Containerschiffe fast aller Größenklassen zu verzeichnen, was im deutlichen Überhang vom Angebot gegenüber der Nachfrage nach Laderaum begründet ist. Während sich der weltweite Containerumschlag noch im Jahr 2022 mit ca. 3,7 % rückläufig entwickelte, war im abgelaufenen Jahr wieder ein leichter Anstieg von 0,4 % zu verzeichnen. Für 2024 wird wieder mit einem Wachstum im weltweiten Containerumschlag von 3,8 % gerechnet. (Clarksons, Shipping Review and Outlook March 2024). Auf der Angebotsseite wuchs die nach der Stellplatzkapazität gerechnete Containerschiffsflotte im Jahr 2023 um ca. 8,2 % (Vorjahr: 4,0 %). Für die Jahre 2024 und 2025 wird mit einem weiteren Wachstum von 8,9 % bzw. 4,9 % gerechnet (Clarksons, Shipping Review and Outlook March 2024). Im Chartermarkt der Autotransporter hat sich die bereits im Jahre 2022 zu verzeichnende positive Marktentwicklung fortgesetzt und für weiter steigende Charterraten im Geschäftsjahr 2023 gesorgt. Hohe Zuwächse bei den Transportvolumina aus Fernost, insbesondere aus China und eine beschränktes Flottenwachstum sorgten für ein Rekord-Ratenniveau und ermöglichten den "Tonnage-Providern" langfristige Charterabschlüsse zu sehr guten Raten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist auch in diesem Segment das Orderbook für Neubaubestellungen deutlich gewachsen, was sich in den Folgejahren mit großer Wahrscheinlichkeit in fallenden Charterraten widerspiegeln wird. Der Zeitchartermarkt für Gastanker war im Jahr 2023 deutlich positiver als erwartet und die Charterraten hielten sich auf einem sehr guten Niveau. Das relativ große Orderbook wurde gut vom Markt absorbiert und insbesondere bei den ganz großen LPG Tankern lagen die Charterraten auf Rekordniveau, was sich positiv auf die kleinen Schiffsgrößen auswirkte. Der Markt zeichnet sich durch viel Volatilität aus. Während die Ladungsmengen im Jahr 2023 um ca. 5,5 % gegenüber dem Vorjahr stiegen, wuchs die Flotte um 10,7 %. Die Charterraten für die für unsere Unternehmensgruppe wichtige Schiffsklasse der LGC lagen im Vorjahresvergleich auf einem ähnlichen Niveau. (Clarksons Shipping Review and Outlook, March 2024). Der Bananenmarkt ist beschaffungsseitig 2023 auf erwartetem Niveau verlaufen. Die hohe Inflation und der vollumfängliche Ausgleich der Inflationsrate in den Erzeugerländern war der wesentliche Grund für Kostensteigerungen. Zusätzlich wurde mit den Erzeugern die Bezahlung von "Living Wages" für alle Arbeiterinnen und Arbeiter vereinbart, die zusätzlich zu einer Erhöhung der Lohnkosten beigetragen haben. Auf der Verkaufsseite waren die Ladenverkaufspreise über den gesamten Jahresverlauf stabil, unterlagen aber genauso wie die Verkaufsmenge den üblichen saisonalen Schwankungen. Im Geschäftsfeld Finanzdienstleistung war der Markt für geschlossene Fonds auch im Geschäftsjahr 2023 unverändert gekennzeichnet durch strenge regulatorische Anforderungen einerseits sowie eine grundsätzlich interessierte Nachfrage nach alternativen Geldanlagemöglichkeiten andererseits. Die Konzeption und Platzierung von Schiffsfonds im Bereich der Flusskreuzfahrtschiffe war aufgrund der Folgen der Pandemie nach wie vor schwierig. Im Bereich erneuerbare Energien sind die Rahmenbedingungen besser, aber auch hier bedarf die Auswahl potenzieller Investitionsobjekte großer Sorgfalt. Im Markt für Nutzfahrzeuge fand der seit 2020 bestehende Aufwärtstrend des Marktes ab dem zweiten Halbjahr 2023 ein Ende. Die Nachfrage nach Transportleistungen ist rückläufig einhergehend mit einer rückläufigen Auslastung der Einheiten. Die nationalen gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen entwickelten wegen einsetzender Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung negativ, was sich entsprechend auf den Markt für die Vermietung von Nutzfahrzeugen auswirkte. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2023 Das Jahr 2023 war von einem stabilen und planmäßigen Geschäftsverlauf gekennzeichnet. Unsere wirtschaftliche Lage hat sich durch die allgemeine Erholung auf den Schifffahrtsmärkten weiter stabilisiert. Die Anzahl der Schiffe im Management der Reederei hat sich im Jahr 2023 nicht wesentlich verändert. Ein Containerschiff, das im Auftrag norwegischer Eigentümer bereedert wurde, wurde im Februar 2023 verkauft. Zwei kleinere Autotransporter norwegischer Eigentümer wurden im dritten bzw. vierten Quartal 2023 und ein weiteres Schiff im ersten Quartal 2024 neu ins Management übernommen. Die Zeichnungsprüfung, die Herstellerauswahl für technische Aggregate und Komponenten und die Klärung technischer Details in Zusammenhang mit der Bauspezifikation der zusammen mit Partnern der Laeisz Gruppe bestellten Dual-Fuel-Autotransportern hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Bauaufsicht ist seit dem zweiten Quartal 2024 auf der Bauwerft aktiv. Der Personalbestand in der Flotte hat sich nur unwesentlich verändert. Im Landbereich hat es eine Reihe von Neueinstellungen gegeben, um Mitarbeitende, die in den Ruhestand gehen, zu ersetzen und die Reederei gezielt mit Blick auf die Zukunft in bestimmten Bereichen zu verstärken. Die Schifffahrt steht in den nächsten Jahren vor gewaltigen Herausforderungen. Die IMO hat das Ziel herausgeben, bis 2030 die CO 2 -Emissionen um 20% (Vergleichsjahr 2008) zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral fahren zu wollen. Dies erfordert im ersten Schritt treibstoffeffizientere Schiffe und darüber hinaus alternative, emissionsarme oder -freie Kraftstoffe zum Antrieb der Schiffe. Wir setzen uns intensiv mit diesen Themen auseinander, um unsere Kunden bei dieser Transformation umfassend und bestmöglich zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2023 sind die durch den IMO-Umweltausschuss beschlossenen neuen Umweltstandards - EEXI (Energy Efficiency Existing Ship Index) und CII (Carbon Intensity Indicator) in Kraft getreten. Die EEXI-Zertifizierung für alle betreuten Schiffe konnte einschließlich der Umsetzung entsprechender technischer Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Daneben erfolgte eine permanente Überwachung der CII's sowie ein regelmäßiger Austausch mit den Schiffseignern und Charterern, um die geforderten Indikatoren einzuhalten. Investitionen in energiesparende und damit treibhausgasreduzierende Maßnahmen werden schiffsspezifisch untersucht und entsprechend umgesetzt. Bei Neubauprojekten stehen die Energieoptimierung und die Emissionsreduzierung bzw. -vermeidung im Fokus. Daneben werden die Chancen und Risiken von neuen, alternativen Kraftstoffen bewertet und in die Überlegungen mit einbezogen. Die Einbeziehung des Seetransports in das EU Emissions-Handelssystem (EU ETS) ab 2024 und die bevorstehende Einführung des Systems "Fuel EU Maritime" zur Förderung von emissionsreduzierenden bzw. emissionsfreien Kraftstoffen in Zusammenhang mit der EU-berührenden Schifffahrt in 2025 macht neue Denkansätze und Strategien notwendig. Daten werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben an regionale und internationale Systeme übermittelt. Auf einem Fleet-Operation Seminar im erweiterten Management-Kreis im August 2023 haben wir eine Positionsbestimmung für die Reederei vorgenommen und Beschlüsse zur Weiterentwicklung, notwendigen Anpassungen und zur zukünftigen Ausrichtung der Reederei gefasst. Dabei sind wir vom aktuellen wirtschaftlichen Umfeld und den wesentlichen Herausforderungen, vor denen die Schifffahrt in den nächsten Jahren steht, ausgegangen. Die zukünftige personelle Ausstattung der Reederei, die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen sowie die weitere Digitalisierung waren dabei Schwerpunkte der Diskussionen und der Beschlussfassungen. Im Bereich Forschungsschifffahrt stand die Bauaufsicht und Vorbereitung der Infahrtsetzung des Forschungskutters "Uthörn" im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Bei dem Neubau der "Uthörn" handelt es sich um das erste Seeschiff weltweit, das mit grünem Methanol betrieben werden soll. Da der Vertrag zur Bereederung des FS "Polarstern" und der "Neumayer III Station" zum 31.03.2024 auslief, wurde die Reederei im vierten Quartal 2023 vom Auftraggeber, dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, zur Abgabe eines Angebotes und zu Vertragsverhandlungen im Rahmen eines beschränkten Ausschreibungsverfahrens aufgefordert. Die Vertragsverhandlungen konnten zum Ende des ersten Quartals 2024 erfolgreich abgeschossen werden. Der neue Vertrag sieht eine Laufzeit von drei Jahren vor, mit Optionen zur Verlängerung um bis zu weiteren vier Jahren seitens des Auftraggebers. Im Bananenhandel ist die Afrikanische Frucht-Compagnie unverändert Systemlieferant für einen der größten Einzelhändler in Europa und dessen regionale Partnerbetriebe. Die importierte Menge lag auf Vorjahresniveau. Wegen höherer Verkaufspreise stieg der Umsatz um ca. 25%. Im Geschäftsfeld Finanzdienstleistung wurden durch die Gruppe Beteiligungskontor Seehandlung einige Projekte im Bereich Fluss-Touristik und insbesondere bei erneuerbaren Energien geprüft, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in einer Platzierung von Fondsanteilen mündeten. Die Trailer Lloyd verzeichnete im Jahr 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Auslastung der vermieteten Einheiten. Als problematisch erweisen sich unverändert die deutlich längeren Lieferzeiten für neue Einheiten bei gestiegenen Anschaffungskosten. Im Bereich der Immobilienbeteiligungen konzentriert sich die Unternehmensgruppe auf Bürogebäude an den Standorten Hamburg, Rostock und Bremerhaven. Sie dienen zum Teil dem eigenen Geschäftsbetrieb, zum Teil der Fremdvermietung. Die Vermietungsergebnisse lagen im Jahr 2023 auf einem zum Vorjahr höheren Niveau. Aktuell sind nahezu alle Flächen vermietet. Insgesamt ist unsere wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung auf den Schifffahrtsmärkten als gut zu bezeichnen. Wir haben unsere Strategie in den zurückliegenden Jahren konsequent und mit großer Zielstrebigkeit umgesetzt. Wir werden den eingeschlagenen Kurs fortsetzen, um dauerhaft wettbewerbsfähig und nachhaltig profitabel zu bleiben. Ertragslage Das Konzernjahresergebnis liegt mit einem Gewinn von 67,6 Mio. € über dem des Vorjahres (61,5 Mio. €). Das Konzernjahresergebnis ist im Wesentlichen durch das operative Ergebnis von 67,5 Mio. € (Vorjahr: 28,1 Mio. €) geprägt. Während im Geschäftsjahr keine nennenswerten außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen zu verzeichnen waren, trugen im Vorjahr außerordentliche Erträge aus dem Verkauf von drei Schiffen in Höhe von 33,4 Mio. €, außergewöhnliche Aufwendungen aus der Bildung von Steuerrückstellungen für Vorjahre in Höhe von 3,7 Mio. €, außerordentliche Erträge aus gesetzlich vorgeschriebenen Wertaufholungen des Sachanlagevermögens von 5,7 Mio. € sowie einem Verlust aus der Bewertung der Fremdwährungspositionen in Höhe von 1,8 Mio. € wesentlich zum Konzernergebnis bei. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 300,2 Mio. € erzielt, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von etwa 10 % entspricht (Vorjahr 273,3 Mio. €). Die Veränderung ist auf im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Warenverkäufen (+ 31,0 Mio. €) zurückzuführen, während die Erträge aus Reise- und Zeitcharter (- 5,0 Mio. €) niedriger ausfielen. Im Bereich Bereederung und Befrachtung konnte erneut ein positiver Beitrag zum Konzernergebnis erwirtschaftet werden. Dies entspricht der im Lagebericht des Vorjahres abgegebenen Prognose. Die Afrikanische Frucht-Compagnie konnte trotz eines schwierigen Marktumfeldes ein positives Ergebnis erzielen, was auch der Prognose aus dem Vorjahr entspricht. Das Beteiligungskontor Seehandlung konnte mit seinen Tochtergesellschaften, obwohl keine neuen Fonds aufgelegt wurden, erneut mit einem positiven Ergebnis zum Konzernergebnis beitragen, was der Prognose aus dem Vorjahr entspricht. Im Bereich der Immobilienbeteiligungen verzeichneten die Objekte über das ganze Jahr hinweg nahezu Vollvermietung. Lediglich bedingt durch Mieterwechsel und Renovierungen von Teilflächen traten teilweise Leerstände auf. Die Trailer Lloyd GmbH & Co. KG konnte auch im Jahr 2023 einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis erwirtschaften, welcher über der Erwartung aus dem Vorjahr lag. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus den oben beschriebenen außergewöhnlichen Effekten des Vorjahres. Die Materialaufwendungen sind analog zu den Umsatzerlösen im Geschäftsjahr gestiegen. In Relation zu den Umsatzerlösen hat sich die Materialaufwandsquote mit 54,4 % (Vorjahr 54,88 %) nur geringfügig verändert. Ebenfalls haben sich nur geringe Veränderungen bei den Personalaufwendungen und Abschreibungen ergeben, während der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sich vor allem dem oben beschriebenen Effekt aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen ergibt. Wesentlich zum positiven Konzernjahresüberschuss konnten die Ergebnisse aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beitragen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 18,3 Mio. € erhöht haben. Diese entfallen überwiegend auf die Gram Car Carrier ASA, Norwegen. Durch das gestiegene Zinsniveau im Geschäftsjahr 2023 konnten die Bestände an liquiden Mittel zinsbringend angelegt werden, was sich positiv in den um rd. 2,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr angestiegenen Zinserträgen niederschlägt. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich per Ende 2023 von 335 Mio. € im Vorjahr auf 371 Mio. €. Die Erhöhung ist bei den Aktiva im Wesentlichen auf die Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten (+ 26 Mio. €) aufgrund der Mittelzuflüsse aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der die Mittelabflüsse aus dem Cashflow der Investitions- und Finanztätigkeit deutlich übersteigt, sowie beim Anlagevermögen (+ 4 Mio.€) zurückzuführen. Während sich das Sachanlagevermögen im Wesentlichen auf Grund von planmäßigen Abschreibungen, um 16 Mio. € verminderte, erhöhte sich der Wert der Finanzanlagen um 20 Mio. €, im Wesentlichen auf Grund der Bewertung der Beteiligung an der norwegischen Gesellschaft Gram Car Carriers ASA (assoziiertes Unternehmen). Bei den Passiva ist die Erhöhung im Wesentlichen auf die Erhöhung des Eigenkapitals (+ 51 Mio. €) und die Erhöhung der Rückstellungen (+ 9 Mio. €) zurückzuführen. Gegenläufig hat sich insbesondere der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (- 21 Mio. €) ausgewirkt. Auf der Passivseite der Bilanz weist die F. Laeisz Gruppe mit einem Eigenkapital von 261 Mio. € eine Eigenkapitalquote von 70 % aus (Vorjahr 210 Mio. €, 63 %). Die Zunahme des Eigenkapitals um 51 Mio. € setzt sich aus dem positiven Konzernergebnis von 67 Mio. € und den Ergebniszuweisungen an Dritte (- 16 Mio. €) zusammen. Gegenläufig erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen aufgrund von höheren Personalrückstellungen von 18,5 Mio. € auf 24,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 21 Mio. € auf 56 Mio. € auf Grund planmäßiger und außerplanmäßiger Tilgung der Darlehen. Die Darlehen sind sämtlich mit Schiffshypotheken, Grundschulden oder anderen dinglichen Sicherheiten unterlegt. Die Finanzlage ist insgesamt als stabil zu bezeichnen. Ein permanentes analytisches Finanzmanagement sorgt dafür, dass unerwartete Liquiditätsschwankungen vermieden werden. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Einhaltung von Skontofristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Ziel ist es, die Finanzkraft der Gruppe zu erhalten, die Liquidität effizient zu nutzen und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt bei 72,2 Mio. € (Vorjahr 34 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (-6,2 Mio. €, nach 17 Mio. € im Vorjahr) war im Vorjahr geprägt durch Verkauf und Anschaffung von Sachanlagen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt neben gezahlten Zinsen (-3,7 Mio. €) vor allem die Aufnahme und Tilgung von Finanzkrediten (-20,7 Mio. €) sowie Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (-5 Mio. €) sowie an andere Gesellschafter (-10,8 Mio. €). Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit konnten durch den Cashflow aus operativer Tätigkeit vollständig gedeckt werden. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist auch aufgrund der Diversifizierung sowohl innerhalb der Schifffahrt als auch durch Tätigkeiten außerhalb dieses Geschäftsfeldes als stabil zu bezeichnen. Chancen- und RisikoberichtAufgrund der stabilen Marktverhältnisse sowie der langfristigen Zeitchartern der Schiffe im Management der Reederei, die sich zum Großteil im Eigentum der Laeisz-Gruppe befinden, ist von einer sicheren Beschäftigungslage für die Reederei auszugehen. Durch den Abschluss von Managementverträgen für zwei weitere Autotransporter in 2023, der erfolgten Übernahme eines weiteren Schiffes in 2024 sowie der geplanten Indienststellung von vier Neubauten mit Dual-Fuel-Hauptmaschinen in 2025 und 2026 kann die Reederei ihre Expertise im technischen Management von Autotransporter weiter vertiefen und zeigen. Eine besondere Herausforderung sehen wir in der Beschaffung von qualifiziertem Personal sowohl für den Land- als auch für den Seebereich. Durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist der Markt zur Gewinnung qualifizierter Seeleute zusätzlich unter Druck. Wir beobachten diese Lage sehr intensiv und arbeiten auch an Alternativlösungen, sehen aber aufgrund unserer Stammbesatzungen und der langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Crewing-Agenturen keine unvorhersehbaren Risiken für die Besetzung der Schiffe. Trotzdem werden wir uns in der Personalabteilung in 2024 auch personell verstärken. Die im Konzernlagebericht dargestellte Planung wurde auf Basis der aktuellen Situation erstellt. Sollten sich der Ukraine-Krieg und/oder die Auseinandersetzungen im Nahen Osten ausweiten und auch die Seeschifffahrt noch stärker beeinflussen, könnte das auch das Reedereiergebnis negativ beeinflussen. Andererseits ist eine Verbesserung des geplanten Ergebnisses möglich, wenn die aktuelle Situation auf den Chartermärkten anhält bzw. sich verbessert. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Reederei ist die Sicherung der Stabilität des Konzerns gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dabei verfolgen wir grundsätzlich eine konservative Risikopolitik. Das installierte Risikomanagementsystem basiert auf strategischer und operativer Planung. Die permanente Überprüfung der Planungsszenarien unter Berücksichtigung aktueller Marktentwicklungen sowie einer, auf der Grundlage von Management-Informationssystemen vorgenommenen Ist-Analyse, ermöglichen eine zeitnahe und angemessene Anpassung der Planzahlen. In 14-tägig stattfindenden Management Meetings werden alle das Unternehmen betreffende wesentliche Sachverhalte besprochen und Entscheidungen abgestimmt. Ein Großteil der Einnahmen der Reederei fällt in USD an, wogegen die Aufwendungen zum großen Teil in EUR anfallen. Der Entwicklung des USD kann sich insofern positiv oder negativ auf die Ergebnisentwicklung der Reederei auswirken. Vor dem Hintergrund unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Unternehmensgruppe bleibt dem Risiko erneut niedriger Charterraten und damit einhergehend niedriger Schiffswerte ausgesetzt und zwar sowohl hinsichtlich der Höhe ihrer Bereederungs- und Befrachtungseinnahmen als auch im Betrieb und den Ergebnissen der zum Konsolidierungskreis gehörenden Schiffe. Bei neu abgeschlossenen Bereederungsverträgen mit Dritten werden i.d.R. pauschale Managementvergütungen vereinbart, wodurch sich das Risiko von Schwankungen auf der Einnahmeseite der Bereederung reduziert. Wir haben die bilanzielle Bewertung von Schiffen, wie bereits in den vergangenen Jahren, am Fair Market Value orientiert. Damit die Unternehmensgruppe F. Laeisz mit den Tochtergesellschaften des Beteiligungskontor Seehandlung auch weiterhin als Anbieter geschlossener Fonds auftreten kann, hat die Hamburgische Investitionshandlung bereits vor einigen Jahren die Vollzulassung des BaFin erworben. Nach wie vor ist es aber schwierig, marktgängige Produkte zu konzipieren, die sowohl den strengeren gesetzlichen Anforderungen an geschlossene Fonds bezüglich z. B. Art der Investitionsgüter, Risikoklassen oder Mindestbeteiligungsgrößen, als auch den Renditeerwartungen potenzieller Investoren entsprechen. Die Kostenstruktur wurde den vorhandenen Einnahmequellen angepasst. Hier bleibt die weitere Entwicklung zu beobachten. Der Bananenimport muss sich den Gegebenheiten der Konsolidierung des Lebensmitteleinzelhandels stellen. Dies beinhaltet Chancen und Risiken gleichermaßen. Für jeweils ein Jahr werden mit den Kunden Rahmenverträge über die geplanten Verkaufsmengen geschlossen. Umgekehrt sind mit den mittel- und südamerikanischen Lieferanten ebenfalls Jahresrahmenverträge abgeschlossen worden, um Beschaffungsrisiken zu minimieren. Unterjährige Schwankungen im Verkaufspreis, die von saisonalen, aber auch von anderen durch uns nicht beeinflussbaren Faktoren bestimmt werden, sind wir nach wie vor ausgesetzt. Darüber hinaus können sich steigende Transportkosten negativ auf das Unternehmensergebnis auswirken. Insgesamt ist die Gruppe dem Risiko von Kursschwankungen in der Relation USD/€ ausgesetzt. Zum Teil heben sich die Risiken der einzelnen Geschäftsfelder gegeneinander auf, indem der Bereich Schifffahrt von einem starken USD profitiert, während im Bananenhandel das Gegenteil der Fall ist. In den Einschiffsgesellschaften fallen sowohl die Einnahmen als auch ein Großteil der Ausgaben, insbesondere der Kapitaldienst, Einkauf und Teile der Personalkosten in USD an, so dass nur dort, wo USD-Überschüsse erzielt werden, einzelfallbezogene Kurssicherungsgeschäfte getätigt werden. Die Einnahmen aus Bereederung- und Befrachtungsaktivitäten werden ebenfalls in USD erzielt. Dem Risiko eines schwächer werdenden USD wird zum einen, dort wo es sinnvoll erscheint, durch den Abschluss von Kurssicherungsgeschäften begegnet, zum anderen können aufgrund der Liquiditätssituation der Gruppe günstige Kurse abgewartet und ausgenutzt werden. Weiterhin können USD-Bestände für geplante USD-Ausgaben angespart werden. Für den Bananeneinkauf werden kontinuierlich bis zu 12 Monate im Voraus Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Forderungen gegen Kunden beruhen auf einer langfristigen Zusammenarbeit, Forderungsausfälle sind selten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zur Absicherung gegen das Zinssatzänderungsrisiko wurden verschiedene Zinsswaps abgeschlossen. Ferner wurden zur Absicherung gegen von Wechselkursrisiken von USD‐Einkäufen Devisentermingeschäfte mit unterschiedlichen Fälligkeiten abgeschlossen. Devisentermingeschäfte werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt, sondern dienen lediglich der Minimierung der entsprechenden Risiken. Derivative Geschäfte werden ausschließlich mit den Hausbanken abgeschlossen. Das Risiko eines Ausfalls der Kontrahenten sehen wir als sehr gering an. Die Liquiditätsentwicklung des Konzerns wird mittels einer kurz-, mittel- und langfristig angelegten Cash-Flow-Planung überwacht und gesteuert, um auch künftig in der Lage zu sein, den Zahlungsverpflichtungen stets fristgerecht nachkommen zu können. Neben dem genannten Risiko- und Chancen-Szenario bestehen keine wesentlichen Einzelrisiken von besonderer Bedeutung. PrognoseberichtFür 2024 gehen wir von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus. Wir gehen aktuell davon aus, dass sich die Anzahl der Schiffe im Management der Reederei kurzfristig nicht wesentlich verändern wird. Bei ca. 50 % der bereederten Frachtschiffe handelt es sich um Schiffe im Konzernbesitz und bei dem FS "Polarstern" konnte Ende des ersten Quartals 2024 ein neuer, langfristiger Vertrag geschlossen werden. Die Personalstruktur der Reederei entspricht nach unserer Beurteilung hinsichtlich Anzahl und Zusammensetzung der vorhandenen Flotte den Anforderungen für ein qualitativ hochwertiges Schiffsmanagement. Unabhängig davon haben wir eine mittel- und langfristige Personalplanung installiert, die sicherstellen soll, dass notwendige Anpassungen rechtzeitig vorbereitet und umgesetzt werden können. Dies betrifft insbesondere einen in den nächsten Jahren anstehenden Generationswechsel auf Managementebene. In diesem Konzept spielen die Integration neuer, qualifizierter und motivierter Mitarbeiter und die Ausbildung von eigenem Nachwuchs eine tragende Rolle. Gegenwärtig befinden sich zehn junge Leute in der Ausbildung zum Schiffsmechaniker(in) bzw. Schifffahrtskaufmann(frau)/Bürokaufmann(frau). Eine wesentliche Aufgabe für die Reederei im Geschäftsjahr 2024 wird darin bestehen, die Anstrengungen zur weiteren Reduzierung schädlicher Treibhausgase zu verstärken. Dazu gehört die Erarbeitung von Dekarbonisierungsplänen für die betreuten Schiffe. Europa und insbesondere auch Deutschland stehen vor der Aufgabe, die Energieversorgung auch mittels Tankschiffen, die neben LNG auch Wasserstoffderivate wie Methanol und Ammoniak transportieren, sicher zu stellen. Aufgrund unserer Erfahrung aus dem langjährigen Betrieb von Ammoniaktankern sehen wir hier Marktchancen und beteiligen uns bereits aktiv an initiierten Projekten. Insbesondere werden mit bereits existierenden Partnern Neubau- bzw. Umbaupläne für Schiffe mit Ammoniak als Antriebsstoff diskutiert. Es ist davon auszugehen, dass im ersten Halbjahr 2024 der Bauvertrag zum Bau des FS "Polarstern II" an eine Bauwerft vergeben wird. Damit wird der Umfang der Consultingleistungen der Reederei für "Polarstern II" für Planprüfung und Abstimmungen mit der Bauwerft in 2024 deutlich zunehmen. Die SAS Shipping Agencies Services, eine 100%ige Tochter der MSC Mediterranean Shipping Company SA, hat im Mai 2024 ein Angebot zur Übernahme des gesamten Aktienpaketes an Gram Car Carriers ASA (GCC) zu einem Preis von 263,69 NOK je Aktie abgegeben. Die Laeisz-Gruppe, mit 28,41 % größter Einzelaktionär bei GCC, hat der Übernahme bereits zugestimmt. Unter der Voraussetzung, dass mindestens 90 % des Aktienkapitals an die neuen Eigentümer übertragen werden, könnte die Umsetzung der Übernahmevereinbarung im dritten Quartal 2024 erfolgen. Im Bananenhandelsgeschäft wird für das Jahr 2024 Jahr ein positives Ergebnis erwartet. Das gesamte Produktportfolio wurde bereits in früheren Jahren auf die Anforderungen der "Rainforest-Alliance" und teilweise "Fairtrade" umgestellt und ist ein Beitrag zu Nachhaltigkeit, Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Beteiligungskontor Seehandlung prüft verschiedene Möglichkeiten zur Konzeption neuer Fonds, sowohl im Bereich der Touristik als auch insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. Ein konkretes Projekt befindet sich derzeit nicht in der Vermarktung. Laufende Erträge aus verwalteten Fondsgesellschaften werden zusammen mit einem stringenten Kostenmanagement auch in 2024 für ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis sorgen. Trailer Lloyd ist mit einer schwachen Auslastungsquote in das Geschäftsjahr 2024 gestartet. Dennoch erwarten wir einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis. Die Umstellung von Diesel auf Wasserstoff (Brennstoffzelle) wird langfristig angestrebt, vorausgesetzt, es entsteht eine europäische H2-Tankstellen-Infrastruktur. Für die Gruppe rechnen wir auf Grund langfristiger Charterverträge für die Konzernschiffe, Erträgen aus assoziierten Unternehmen, aber auch auf Grund positiver Beiträge aus anderen Segmenten, für 2024 mit einem deutlich positiven Konzernergebnis, das allerdings unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 bleiben wird. Hierbei wird auch davon ausgegangen, dass sich die für die Bewertung der in Fremdwährung lautenden Bankguthaben und Kredite relevanten Wechselkurse nicht signifikant verändern und keine unplanmäßigen Instandhaltungsaufwendungen für die einbezogenen Seeschiffe notwendig werden. Auf dieser Grundlage gehen wir davon aus, dass sich die Liquidität der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr erhöhen wird. Wir gehen davon aus, alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Allerdings ist diese Prognose durch Unsicherheit sowohl über die Entwicklung der Schifffahrts- als auch der Devisenmärkte geprägt. Sowohl auf der Eigenkapital- als auch auf der Liquiditätsseite erwarten wir eine Fortdauer der positiven Situation der für uns relevanten Märkte. Wie dauerhaft die Situation anhalten wird, ist schwer vorherzusagen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und Eigenkapitalstärke sehen wir uns für die Bewältigung eventueller künftiger Risiken gut gerüstet. Sollte es zu dem Erwerb der Anteile an der Cram Car Carriers ASA durch die MSC Mediterranean Shipping Company SA kommen, würde sich dies deutlich positiv auf den Konzernjahresüberschuss und die Liquidität des Konzerns auswirken. Die vorstehend dargelegte Prognose berücksichtigt einen solchen Verkauf nicht, da das für die Annahme des Übernahmeangebotes notwendige Quorum zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes noch nicht erreicht wurde. Zweigniederlassungsbericht Die Konzernobergesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg. Die Gruppe unterhält Zweigniederlassungen in Rostock, Bremerhaven und Neu-Ulm. Haftungsausschluss Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen der Geschäftsführung. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Unternehmensgruppe liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Derartige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der Unternehmensgruppe von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Hamburg, den 19. Juni 2024 F. Laeisz GmbH Nikolaus H. Schües Hannes Thiede KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang1. Grundlagen und Methoden1.1 Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der F. Laeisz GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Form der Darstellung des Konzernabschlusses entspricht der des Vorjahres. 1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für die in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Sie erfolgen dann höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungen der Seeschiffe werden unter Berücksichtigung des geschätzten Schrottwertes ermittelt und konzerneinheitlich entsprechend einer Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen für das übrige Anlagevermögen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:
Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und deren Abgang unterstellt. Die Finanzanlagen - mit Ausnahme der Anteile an assoziierten Unternehmen - wurden mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung auf die einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wird berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung abgesichert sind. Im Berichtsjahr erfolgten Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 66). Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Guthaben sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden nach §§ 306 und 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Differenzen erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen 15 % Körperschaftsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie 16,5 % Gewerbesteuer. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§§ 306, 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), werden keine aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Eine sich ergebende Steuerbelastung würde als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. Wie in Vorjahren liegen nur aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Wertunterschiede bei den Pensionsrückstellungen vor, so dass keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen werden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode bzw. dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % p. a. (Vorjahr 1,78 %) auf Basis einer pauschalen angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren nach § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen von Klaus Heubeck (Richttafeln 2018G) gebildet. Es wurde ein Rententrend von 2,0 % p. a. angenommen. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 19). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zum höheren Kurs (geringerer EUR-Gegenwert) zum Zeitpunkt der Erstverbuchung umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zum niedrigeren Kurs (höherer EUR-Gegenwert) zum Zeitpunkt der Erstverbuchung umgerechnet. 1.3 Konsolidierungskreis und -stichtag In den Konzernabschluss sind neben der F. Laeisz GmbH alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die F. Laeisz GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält oder einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen hat. Tochterunternehmen, die für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Diese Gesellschaften werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung abgeschrieben. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen der Kapitalanteil mindestens 20 % beträgt und ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann. Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses der F. Laeisz GmbH als Mutterunternehmen aufstellt, der auch dem Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogen Unternehmen entspricht. Konsolidiert wurden neben der F. Laeisz GmbH als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die F. Laeisz Beteiligungskontor GmbH & Co. KG, Hamburg neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Durch die Erstkonsolidierung ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr nicht wesentlich beeinträchtigt. Die MS "Piro" GmbH & Co. KG i.L., ist auf Grund der Beendigung der Gesellschaft zum 31.12.2022 ausgeschieden. Folgende, nicht nach dem HGB bilanzierende Gesellschaft, wurde im Geschäftsjahr 2023 nach der Equity-Methode konsolidiert:
Die Assoziierten Unternehmen werden auf Basis von IFRS Einzelabschlüssen (M2L Pacific S.A.) bzw. Konzernabschlüssen nach IFRS (Gram Car Carriers ASA bzw. Global Auto Carriers AS) einbezogen. Auf eine Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde nach § 312 Abs. 5 S. 1 HGB verzichtet. Negative Equity Werte liegen weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Vorjahr vor. Der Ausweis des Ergebnisses aus der Änderung des Equity Wertes erfolgt in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vor Kürzung um Ertragsteuern. 1.4 Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode. Für nach diesem Zeitpunkt neu in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden zunächst alle Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteilig erworbenen, neu bewerteten Eigenkapital aufgerechnet. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, wird dies als Kapitalvorgang abgebildet. Die Equity-Bilanzierung erfolgt für Zugänge nach der Neubewertungsmethode. Die Folgebewertung erfolgt zum Buchwert des anteiligen Eigenkapitals. Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen waren nicht zu berücksichtigen. Das Anlagevermögen der einbezogenen Gesellschaften wird im Konzernanlagespiegel mit den aus den Einzelabschlüssen übernommenen Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Gewinn- bzw. Verlustanteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind aufgerechnet worden. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind sowohl die Umsatzerlöse als auch die anderen Erträge aus dem Leistungsverkehr zwischen einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet worden. 2. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 318 (Vorjahr TEUR 521) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, alle übrigen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 304). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich analog zum Vorjahr aus sonstigen Vermögensgegenständen zusammen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich analog zum Vorjahr aus sonstigen Vermögensgegenständen zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen in Höhe von TEUR 7.657 (Vorjahr TEUR 4.265) auf Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern. Die Körperschaftsteuerforderungen betreffen dabei überwiegend anrechenbare Kapitalertragsteuer. In der Konzernbilanz wird der Konzernjahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu dem Posten Bilanzgewinn zusammengefasst. Die Steuerrückstellungen betreffen Steuerverpflichtungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Umsatzsteuer. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsansprüche sowie nachlaufende Personal- und sonstige Aufwendungen. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 26.391 (Vorjahr TEUR 28.160) durch Grundschulden, TEUR 26.769 (Vorjahr TEUR 44.978) durch Schiffshypotheken und TEUR 2.486 (Vorjahr TEUR 3.208) durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen gesichert. Darüber hinaus wurden zukünftige Charter-, Fracht- und Poolerlöse für Schiffshypothekendarlehen abgetreten, die am 31. Dezember 2023 mit TEUR 26.769 (Vorjahr TEUR 44.978) valutieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren analog zum Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren analog zum Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten. 3. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erwirtschaftet und lassen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt gliedern:
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthält im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Auflösung von Rückstellungen. Periodenfremde Aufwendungen betreffen Forderungsabschreibungen und Buchverluste aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 5.553 (Vorjahr TEUR 4.405 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 6.159 (Vorjahr TEUR 9.604) aus der Fremdwährungsumrechnung. Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Erträge aus Zuschreibungen von Seeschiffen in außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 5.657). Des Weiteren enthalten sie Erträge aus dem Verkauf von Seeschiffen in außergewöhnlicher Größenordnung von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 36.098). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen mit TEUR 5 (Vorjahr TEUR 3) außerplanmäßige Abschreibungen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten TEUR 4,8 (Vorjahr TEUR 4,3) aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich tatsächliche Ertragsteuern. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern für die bestehenden Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen und der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge wurde in Übereinstimmung mit § 274 HGB verzichtet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden unter dem Posten Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne anderen Gesellschaftern zustehende Gewinne in Höhe von TEUR 13.456 (Vorjahr: TEUR 7.807) sowie auf diese entfallende Verluste in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) saldiert ausgewiesen. 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen keine Bürgschaften. Im Zusammenhang mit der Beteiligung an einer Gesellschaft, die insgesamt vier Autotransporter mit Lieferung für die Jahre 2025 und 2026 bestellt hat, bestehen Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von TUSD 29.991. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 28.664. 5. Aufstellung über den Konzern-AnteilsbesitzFolgende Tochtergesellschaften, die für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert:
Auf Angaben wurde verzichtet, soweit diese für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind (§ 313 Abs. 2 Nr. 4, Abs. 3 Satz 3 HGB). Nachtragsberichterstattung Die SAS Shipping Agencies Services, eine 100%ige Tochter der MSC Mediterranean Shipping Company SA, hat im Mai 2024 ein Angebot zur Übernahme des gesamten Aktienpaketes an Gram Car Carriers ASA (GCC) zu einem Preis von 263,69 NOK je Aktie abgegeben. Die Laeisz-Gruppe, mit 28,41 % größter Einzelaktionär bei GCC, hat der Übernahme bereits zugestimmt. Unter der Voraussetzung, dass mindestens 90 % des Aktienkapitals an die neuen Eigentümer übertragen werden, könnte die Umsetzung der Übernahmevereinbarung im dritten Quartal 2024 erfolgen. 6. Sonstige AngabenDie Mitglieder der Geschäftsführung sind: Herr Nikolaus H. Schües, Kaufmann Herr Hannes Thiede, Kaufmann Auf die Angabe der Vergütung wird unter Hinweis auf § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Als Prokuristen sind Herr Volker Redersborg und Herr Jörn Scheller bestellt. Durchschnittlich waren im Jahre 2023 im Konzern 643 (Vorjahr 716) see- und 132 (Vorjahr 129) landseitige Mitarbeiter beschäftigt. Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 272, davon entfallen TEUR 115 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 136 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 21 auf sonstige Bestätigungsleistungen. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge in der Kapitalflussrechnung entfallen auf Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung. Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten Zum Bilanzstichtag bestehen keine Sicherungsgeschäfte gegen das Zinssatzänderungsrisiko Zur Absicherung gegen das Wechselkursrisiko von USD-Einkäufen wurden Devisentermingeschäfte mit unterschiedlichen Fälligkeiten über Käufe von insgesamt TUSD 125.900 abgeschlossen. Von diesen Devisenderivaten haben TUSD 120.200 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Effektivität dieser Sicherungen wird retrospektiv mit der Dollar-Offset-Methode überprüft, um sicherzustellen, dass sich gegenläufige Werte- und Zahlungsströme jeweils ausgleichen. Die Bilanzierung sämtlicher Sicherungsgeschäfte erfolgt nach der Einfrierungsmethodik. Sich ausgleichende Wertänderungen werden somit bilanziell nicht erfasst. Befreiung nach §§ 264 (3) und 264b HGB Die: Afrikanische Frucht-Compagnie GmbH, Hamburg SAFEX GmbH, Rostock F. Laeisz Schiffahrtsgesellschaft mbH + Co. KG, Hamburg MS "Paglia" GmbH & Co. KG i.L., Rostock MS "Pagna" GmbH & Co. KG, Rostock MS "Parana" GmbH & Co. KG, Rostock MS "Passama" GmbH & Co. KG i. L., Rostock MS "Passero" GmbH & Co. KG i. L., Rostock MS "Patara" GmbH & Co. KG, Rostock MS "Pona" GmbH & Co. KG, Hamburg MS "Posen" GmbH & Co. KG, Rostock MS "PolarPacific" GmbH & Co. KG, Rostock MS "Porto" GmbH & Co. KG, Rostock MS "Pontresina" GmbH & Co. KG, Hamburg Schiffahrtsgesellschaft "Pugnani" mbH & Co. KG, Hamburg Martini Chartering GmbH + Co. KG, Hamburg Martini Dry Chartering GmbH & Co. KG, Hamburg Nikolaihof GmbH & Co. KG, Hamburg Puritan GmbH, Hamburg Beteiligungskontor Seehandlung GmbH & Co. KG, Hamburg Hamburgische Seehandlung Gesellschaft für Schiffsbeteiligungen mbH & Co. KG, Hamburg HT Hamburgische Treuhandlung GmbH & Co. KG, Hamburg Hamburgische Energiehandlung GmbH, Hamburg Hamburgische Investitionshandlung Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Steindamm Grabow GmbH & Co. KG, Rostock TRAILER LLOYD Fahrzeugvermietung GmbH & Co. KG, Hamburg Trostbrücke 1 GmbH & Co. KG, Hamburg Haus der Schiffahrt GmbH, Rostock Deutsche Schiffahrt AG, Rostock SEEkundärHANDLUNG GmbH, Hamburg FL Polar Operation GmbH, Rostock MS "Mozart" GmbH & Co. KG i. L., Hamburg MS "Paganella 2" GmbH & Co. KG, Rostock F. Laeisz Beteiligungskontor GmbH & Co. KG, Hamburg nehmen die Befreiungsmöglichkeiten des § 264 (3) bzw. § 264b HGB in Anspruch und verzichten auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses gemäß § 325 HGB.
Hamburg, 19. Juni 2024 F. Laeisz GmbH Nikolaus H. Schües Hannes Thiede Entwicklung des Anlagenspiegels
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die F. Laeisz GmbH, Hamburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der F. Laeisz GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der F. Laeisz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 26. Juni 2024 BDO
AG
gez. Sabath, Wirtschaftsprüfer gez. Kaletta, Wirtschaftsprüfer Angaben zur BilligungDer Konzernabschluss wurde am 23. November 2024 gebilligt. |
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