CF 1
Gefrees GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen der Gesellschaft
1.1. Überblick
In 2022 hat die CF 1 Gefrees GmbH eine
Bestandsimmobilie für betreutes Wohnen und Tagespflege
sowie ein Entwicklungsgrundstück in Gefrees erworben.
Auf dem Entwicklungsgrundstück wird derzeit eine
vollstationäre Pflegeeinrichtung gebaut. Sowohl
für die Bestandsimmobilie als auch für die noch
zu errichtende Pflegeimmobilie wurden Mietverträge mit
einem renommierten Pflegedienstbetreiber abgeschlossen.
Mit einem institutionellen Investor wurde ein
Kaufvertrag über die Veräußerung der
Bestandsimmobilie und des Neubaus abgeschlossen. Die
Veräußerung der Bestandsimmobilien wurde im
Geschäftsjahr 2023 bereits vollzogen. Der
Übergang des Neubaus erfolgt mit Fertigstellung der
Immobilie, die für das zweite Halbjahr 2025 geplant
wird.
Zur Finanzierung der Bautätigkeit wurde eine
Kreditfinanzierung über EUR 13,0 Mio. abgeschlossen
sowie Nachrangdarlehen im Rahmen einer Schwarmfinanzierung
über EUR 3,2 Mio. eingeworben.
Die Gesellschaft verfügt über keine
weiteren Immobilienbestände und es sind auch keine
weiteren Ankäufe geplant.
Die Unternehmensführung und -steuerung erfolgt
durch das Mitarbeiterteam der Konzernmuttergesellschaft,
der FFIRE Immobilienverwaltung AG, sowie der unmittelbaren
Gesellschafterin, der Careforce Real Estate GmbH. Das
technische Projektcontrolling wird von einer
Konzernschwestergesellschaft wahrgenommen. Eigene
Mitarbeiter beschäftigt die CF 1 Gefrees GmbH nicht.
1.2. Strategie
Die Strategie der CF 1 Gefrees GmbH zielt auf die
fristgerechte Fertigstellung und Übergabe der zu
errichtenden Pflegeeinrichtung ab.
1.3. Unternehmenssteuerung
Das Planungs- und Steuerungssystem ist auf die
Strategie der Gesellschaft ausgerichtet und dementsprechend
aufgebaut. Durch den bereits abgeschlossenen
Verkaufsvertrag für die Bestands- und Neubauimmobilie
stehen die zu realisierenden
Veräußerungserlöse im Wesentlichen bereits
fest. Der Fokus liegt daher nun auf den Herstellungskosten.
Das regelmäßige Reporting umfasst einen
Soll-Ist-Vergleich gegenüber der Projektkalkulation
sowie eine detaillierte Beschreibung der Bautätigkeit,
so dass die Geschäftsführung die wirtschaftliche
Entwicklung der Gesellschaft immer aktuell beurteilen und
bei negativer Entwicklung entsprechende Maßnahmen zur
Gegensteuerung ableiten kann.
2. Wirtschaftliche Lage
2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage
Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023
nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts
preisbereinigt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
gesunken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen
dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige
Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine
geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte
sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen
Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Der
ifo-Geschäftsklimaindex, der die Stimmung in der
deutschen Wirtschaft misst, ist im Dezember 2023 auf einen
Wert von 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten im
November 2023. Inflationsbedingt gesunkene Realeinkommen
und eine weltweite Industrieschwäche belasten die
Konjunktur.
Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von
durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit
Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 %
oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so
viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung
nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung
ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine
steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen
Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen
die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der
Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast
ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.
Die Arbeitslosenquote auf Basis aller Erwerbspersonen stieg
im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4
Prozentpunkte auf 5,7%.
2.2 Lage des deutschen Pflegeimmobilienmarktes
Der wachsende Bedarf für Betreuung und Pflege im
Alter ist eine der großen Herausforderungen unserer
Gesellschaft. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Zahl
der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bei rd.
5 Mio. und wird auf rd. 5,6 Mio. im Jahr 2035 und 6,8 Mio.
im Jahr 2055 ansteigen. Entsprechend müssen
zusätzliche Pflegeplätze geschaffen werden.1
Der Bau neuer Pflegeheime in Deutschland stagniert
seit Jahren und wird in der heutigen Geschwindigkeit nicht
ausreichen, um die rasant steigende Anzahl der
Pflegebedürftigen in den kommenden Jahrzehnten
aufnehmen zu können. Von Januar bis Oktober 2023
eröffneten 71 neue Pflegeheime in Deutschland,
während im gleichen Zeitraum 49 Heime schlossen. 2022
konnten noch über 100 neue Pflegeheime eröffnet
werden. Aktuell befinden sich weitere 216 im Bau.2
Bei den Healthcare-Projektentwicklungen war in 2023
ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Das Volumen
der Projektentwicklungen ging von EUR 755 Mio. in 2022 auf
EUR 247 Mio. in 2023 zurück.3 Im Wesentlichen ist dies
auf die herausfordernden Rahmenbedingungen für
Investitionen auf dem Immobilienmarkt, wie die gestiegenen
Zinsen, der Fachkräfte- und Baustoffmangel und die
hohen Baukosten, zurückzuführen.
Das Transaktionsvolumen im Bereich der Gesundheits-
und Sozialimmobilien betrug im Jahr 2023 rund EUR 1 Mrd..
Der 2022 aufgetretene Einbruch des Transaktionsvolumens
setzte sich somit fort. Im Bereich der Pflege- und
Seniorenheime brach das Transaktionsvolumen gegenüber
dem Vorjahr erneut um 61% ein und lag mit EUR 448 Mio. auf
dem niedrigsten Stand seit 2013. Somit ist die auf den
Immobilienmärkten insgesamt stagnierende Entwicklung
mit wenigen Transaktionen auch im Segment der
Gesundheitsimmobilien zu beobachten.4
2.3 Geschäftsverlauf
Nach dem der ursprünglich vorgesehene
Pflegedienstbetreiber insolvenzbedingt ausgefallen ist,
konnte im Laufe des Geschäftsjahres 2023 ein neuer,
renommierter Pflegedienstbetreiber unter Vertrag genommen
werden. Die erforderlichen Zustimmungen seitens des
institutionellen Erwerbers für den Betreiberwechsel
wurden eingeholt.
Nachdem in 2023 die Planungs- und
Genehmigungsprozesse für den Neubau im Fokus standen,
konnte Anfang 2024 mit der Bautätigkeit begonnen
werden.
2.4 Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Rohergebnis von
EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) erwirtschaftet, dass
im Wesentlichen auf die Veräußerung der
Bestandsimmobilie zurückzuführen ist.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,9 Mio. resultiert
hauptsächlich aus gestiegenen Rechts- und
Beratungskosten sowie Finanzierungsnebenkosten im Rahmen
des Betreiberwechsels, der Immobilienveräußerung
sowie den aufgenommenen Finanzierungen.
Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss in
Höhe von EUR 1,2 Mio. erzielt werden, nachdem im
Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,1
Mio. zu verzeichnen war.
2.5 Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um
24,3 Prozent bzw. EUR 1,4 Mio. auf EUR 7,2 Mio. gestiegen.
Auf der Aktivseite der Bilanz spiegelt sich dieser Anstieg
im Wesentlichen in der Zunahme der liquiden Mittel wider,
die für die Errichtung des Neubaus vorgesehen sind.
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine
planmäßige Ablösung der
Immobilienankaufsfinanzierung im Zuge des Verkaufs der
Bestandsimmobilie. Der für die Bautätigkeit zur
Verfügung stehende Kreditrahmen von EUR 13,0 Mio.
wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 2,0 Mio. in
Anspruch genommen. Daneben bestanden zum Bilanzstichtag
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen, die im Rahmen einer
Schwarmfinanzierung eingeworben wurden, über EUR 3,2
Mio.
3. Chancen- und Risikobericht
3.1 Risikobericht
Risikomanagement
Die CF 1 Gefrees GmbH ist im Risikomanagementprozess
der FFIRE-Gruppe eingebunden. Die Konzern- und
Unternehmensführung ist für die angemessene
Umsetzung und Implementierung des Risikomanagementprozesses
verantwortlich. Um potenzielle Risiken zu identifizieren,
werden kontinuierlich neben der gesamtwirtschaftlichen
Situation insbesondere auch immobilien- und
finanzwirtschaftliche Entwicklungen beobachtet.
Da Risiken unvermeidbarer Bestandteil jedes
unternehmerischen Handelns sind, gilt in der FFIRE-Gruppe
der Grundsatz, dass bei allen Geschäften die Chancen
und Risiken transparent dargestellt werden müssen.
Alle Führungskräfte sind sich der potenziellen
Risiken bewusst und arbeiten permanent mit der Konzern- und
Unternehmensführung darauf hin, potenzielle Risiken so
früh wie möglich zu identifizieren
beziehungsweise bekannte Risiken idealerweise bereits im
Vorfeld zu vermeiden oder zu minimieren. Dabei soll stets
die Möglichkeit gewahrt werden, zum Teil bereits
besprochene Gegenmaßnahmen ergreifen zu können,
um mögliche wirtschaftliche Schäden abzuwenden
oder zumindest zu minimieren.
Auf operativer Ebene ist entlang der
Wertschöpfungskette das Risikobewusstsein bei den
Mitarbeitern beziehungsweise die adäquate
Risikoberücksichtigung in den Prozessen fest verankert
und Teil des Tagesgeschäfts.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Die Gesellschaft fokussiert sich derzeit
ausschließlich auf die Entwicklung des
Immobilienprojekts in Gefrees, so dass sich sämtliche
Risiken auf diese Projektentwicklung beschränken.
Projektrisiken werden insbesondere in der
Kostenentwicklung und der zeitlichen Umsetzung gesehen.
Diese werden laufend erfasst, ausgewertet und in
regelmäßig stattfindenden Projektbesprechungen
analysiert. Während dieser Besprechungen werden die
mit dem Projekt verbundenen Risiken und die jeweiligen
Maßnahmen zur Risikominderung besprochen und
festgelegt.
Zur Realisierung des Entwicklungsprojekts in Gefrees
ist die Gesellschaft auf die Bereitstellung von Bau- und
anderen Dienstleistungen durch externe Lieferanten und
Vertragspartner angewiesen. Sollte die Gesellschaft nicht
in der Lage sein, qualifizierte und zuverlässige
Partner für das Entwicklungsprojekt zu finden, kann
dies zu Verzögerungen bei der Projektentwicklung
führen und die angestrebte Qualität
beeinträchtigen. Die Gesellschaft greift auf ein
Netzwerk von qualifizierten und zuverlässigen
Geschäftspartnern zurück, mit denen die
FFIRE-Gruppe bereits Geschäftsbeziehungen pflegt.
Zudem werden - sofern erforderlich und sinnvoll -
Ausschreibungen durchgeführt, um neue Partner zu
gewinnen und Wettbewerbspreise zu erhalten. Nach Abschluss
des Projektes und Übergabe an den Erwerber bestehen
für die Gesellschaft Gewährleistungsrisiken.
Diese werden über vertragliche Verpflichtungen der
beauftragten Unternehmen abgefangen. Es kann aber nicht
ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft in Anspruch
genommen wird. Durch die laufende Qualitätssicherung
während der Bauausführung stellt die Gesellschaft
sicher, dass die angestrebte Qualität erreicht wird.
Risiken können sich auch durch verzögerte
Genehmigungsverfahren und damit einer verspäteten
Projektrealisierung ergeben. Um Verzögerungen bei der
Erlangung von Genehmigungen zu verringern, wird
frühzeitig ein Dialog mit den Behörden
aufgenommen, um mögliche Hinderungsgründe zu
besprechen und kurzfristige Lösungen zu erreichen.
Der Fachkräftemangel sowie die
Kostenentwicklungen stellen herausfordernden
Rahmenbedingungen für die Pflegedienstbetreiber
dar. Nicht alle Betreiber konnten diese
Herausforderungen meistern und kamen in finanzielle
Schieflagen, die bis zu Insolvenzen führten. Dies
betraf auch den für das Projekt in Gefrees
vorgesehenen Betreiber. Die Gesellschaft hat es geschafft,
einen neuen, renommierten Pflegedienstbetreiber unter
Vertrag zu nehmen. Dennoch wird die Betreibersituation
aufmerksam beobachtet.
Die zu errichtende Pflegeheimimmobilie wurde bereits
durch einen notariell beurkundeten Kaufvertrag im Rahmen
eines Forward-Deal an einen institutionellen Investor
veräußert. Der Vollzug der Transaktion erfolgt
mit der Fertigstellung der Immobilie. Ein
Vermarktungsrisiko besteht für die Projektentwicklung
insofern nicht.
Finanzwirtschaftliche Risiken
a)
Liquiditätsrisiken
Die Liquidität steht im besonderen Fokus der
Unternehmenssteuerung, um unter anderem den
Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Bautätigkeit
rechtzeitig nachkommen zu können. Die Gesellschaft hat
hierzu eine entsprechende Baufinanzierung über ein
Bankdarlehen sowie über Nachrangdarlehen
abgeschlossen. Im Zuge der Bankfinanzierung hat die
Konzernmuttergesellschaft eine Patronatserklärung
als Cost-Overrun-Garantie abgegeben.
b)
Zinsänderungsrisiken
Die in 2023 aufgenommenen Finanzierungen sehen fixe
Zinssätze vor, so dass die Gesellschaft keinem
Zinsänderungsrisiko ausgesetzt ist.
c)
Ausfallrisiken
Immobilienverkäufe werden ausschließlich
über notarielle Kaufverträge abgewickelt, der
Besitzübergang setzt die vollständige und
vorbehaltslose Zahlung des Kaufpreises durch den
Käufer voraus, ebenso die Eigentumsumschreibung im
Grundbuch. Diese wird ausschließlich nach
Feststellung des Zahlungseingangs an den amtierenden Notar
veranlasst. Die käuferseitige Nichterfüllung des
Kaufvertrages führt nach den Regelungen des
abgeschlossenen Kaufvertrags zwangsläufig zur
Rückabwicklung des Vertrages.
3.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung
Die Gesellschaft geht derzeit von einer
planmäßigen Projektrealisierung im Laufe des
Geschäftsjahres 2025 aus.
3.3 Gesamteinschätzung Risiko- und
Chancenbericht
Der Geschäftsführung der CF 1 Gefrees GmbH
sind nach heutiger Einschätzung keine Risiken bekannt,
die sich bestandsgefährdend auf das Unternehmen
auswirken könnten.
4. Angaben zur Erfüllung der Berichtspflichten
gemäß Vermögensanlagengesetz
(VermAnlG)
Angaben zu Nachrangdarlehen
Die CF 1 Gefrees GmbH hat Nachrangdarlehen in
Höhe von EUR 3.240.000 begeben. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2023 wurden weder Zinsen noch über
die Zinsen hinausgehenden Vergütungen für das
Geschäftsjahr 2023 gezahlt. Vertragsgemäß
sind die ersten Zinsen für die Nachrangdarlehen zum
30. Juni 2024 fällig.
Angaben zu im Geschäftsjahr gezahlten
Vergütungen an Führungskräfte und
Mitarbeiter, deren berufliche Tätigkeit sich
wesentlich auf das Risikoprofil des Emittenten von
Vermögensanlagen auswirkt:
Die Geschäftsführer haben im
Geschäftsjahr keine Vergütungen erhalten. Ferner
beschäftigt die Gesellschaft keine Mitarbeiter.
5. Prognose- und Nachtragsbericht
Die Gesellschaft erwartet für das
Geschäftsjahr 2024 keine nennenswerten
Umsatzerlöse. Diese werden erst mit der Fertigstellung
der Projektentwicklung und dem Vollzug der
Immobilienveräußerung in 2025 realisiert.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Verlust
von rd. EUR 1 Mio. erwartet, der im Wesentlichen im
Zusammenhang mit den Finanzierungskosten steht, die nicht
als Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert werden.
Berlin, 19. Juni 2024
gez.
Andreas Herdan, Geschäftsführer
gez.
Manfred Müntjes, Geschäftsführer
1 Statistisches Bundesamt: "Pflegevorausberechnung:
1,8 Millionen mehr Pflegebedürftige bis zum Jahr 2055
zu erwarten", 30.03.023
2 ZIA Frühjahrsgutachten 2024, S. 190
3 BNP Paribas Real Estate: "At a Glance Q4-2023 -
Healtcare-Investmentmarkt Deutschland"
4 ZIA Frühjahrsgutachten 2024, S. 187f.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Umlaufvermögen |
7.200.459,19 |
5.680.243,46 |
| I.
Vorräte |
3.927.497,70 |
5.646.559,25 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
228.219,75 |
11.181,77 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
228.219,75 |
|
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
0,00 |
11.181,77 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.044.741,74 |
22.502,44 |
| B.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
|
113.954,34 |
| Aktiva |
7.200.459,19 |
5.794.197,80 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.070.497,86 |
0,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Verlustvortrag |
138.954,34 |
|
| III.
Jahresüberschuss |
1.184.452,20 |
-138.954,34 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
|
113.954,34 |
| B.
Rückstellungen |
452.808,72 |
500,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.677.152,61 |
5.793.697,80 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
2.000.000,00 |
4.890.369,41 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
8.330,00 |
863.336,84 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
3.668.822,61 |
39.991,55 |
| Passiva |
7.200.459,19 |
5.794.197,80 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
17.5.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
2.807.302,01 |
91.050,02 |
| 2.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
987.317,56 |
172.539,96 |
| 3.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
16.183,03 |
|
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
16.183,03 |
|
| 4.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
199.906,56 |
57.464,40 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
9.055,50 |
5.096,11 |
| 5.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
451.808,72 |
|
| 6.
Ergebnis nach Steuern |
1.184.452,20 |
-138.954,34 |
| 7.
Jahresüberschuss |
1.184.452,20 |
-138.954,34 |
Anhang zum 31. Dezember 2023
A. Allgemeine Hinweise
Die CF 1 Gefrees GmbH wurde am 17. Mai 2022
gegründet und hat ihren Sitz in Berlin, Die
Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts
Charlottenburg unter der Nummer HRB 243433 B geführt.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften
gemäß §§ 264 ff. Handelsgesetzbuches
(HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des
GmbHG und des VermAnlG aufgestellt.
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen
den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275
HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
gegliedert ist.
Nach den in § 267a HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
Kleinstkapitalgesellschaft. Von den Erleichterungen
der §§ 274a, 276 und 288 HGB wurde teilweise
Gebrauch gemacht.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt
grundsätzlich zu Anschaffungs- und
Herstellungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Die Bewertung der Forderungen, sonstigen
Vermögensgegenstände und liquiden Mittel erfolgt
grundsätzlich zum Nennwert. Einzelrisiken werden durch
angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen werden für ungewisse
Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften gebildet. Sie werden mit
dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der
Bemessung dieser Rückstellungen wird allen
erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen.
Die Verbindlichkeiten werden zum
Erfüllungsbetrag bilanziert.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Vorräte
Die Vorräte umfassen die Anschaffungs- und
Herstellungskosten eines im Bau befindlichen Pflegeheims in
Gefrees. Im Vorjahr beinhaltete diese Position eine
Immobilie in Gefrees, die für betreutes Wohnen und
Tagespflege genutzt wurde und die im Laufe des
Geschäftsjahres 2023 veräußert wurde.
Für das im Bau befindliche Pflegeheim wurde bereits
ein notarieller Kaufvertrag abgeschlossen und die
Veräußerung erfolgt dann mit Fertigstellung der
Immobilie.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
beinhalten zum Stichtag Forderungen gegenüber der
Gesellschafterin, der Careforce Real Estate GmbH in
Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 0), sowie
gegenüber der Konzernmuttergesellschaft, der FFIRE
Immobilienverwaltung AG in Höhe von TEUR 59
(Vorjahr: TEUR 0).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Kreditverbindlichkeiten sind durch Grundschulden,
Abtretung von Ansprüchen aus Pacht- und
Kaufverträgen sowie durch eine Patronatserklärung
seitens der FFIRE Immobilienverwaltung AG besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
Zum Bilanzstichtag bestehen die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber einer
Konzerngesellschaft. Zum Vorjahresstichtag betrafen die
Verbindlichkeiten im Wesentlichen die Gesellschafterin, die
Careforce Real Estate GmbH (TEUR 736) sowie die
Konzernmuttergesellschaft, die FFIRE Immobilienverwaltung
AG (TEUR 125).
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten
Darlehensverbindlichkeiten im Rahmen einer
Schwarmfinanzierung.
Die Verbindlichkeiten weisen zum Stichtag die
nachfolgenden Fälligkeiten auf:
|
Stand 31.12.2023
|
Restlaufzeit bis 1 Jahr
|
Restlaufzeit zwischen 1
und
5 Jahren
|
Restlaufzeiten mehr als
5
Jahre
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
2.000.000,00
|
0,00
|
2.000.000,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
415.322,61
|
415.322,61
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
gegenüber ver- bundenen Unter-
nehmen
|
8.330,00
|
8.330,00
|
0,00
|
0,00
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
3.253.500,00
|
13.500,00
|
3.240.000,00
|
0,00
|
Zum Vorjahresstichtag wiesen sämtliche
Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem
Jahr auf.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Rohergebnis
Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023
resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung
der für betreutes Wohnen und Tagespflege genutzten
Immobilie in Gefrees.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des
Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Rechts- und
Beratungskosten sowie Finanzierungsnebenkosten.
E. Sonstige Angaben
Im Geschäftsjahr waren keine Mitarbeiter
beschäftigt.
Geschäftsführer der Gesellschaft waren im
Geschäftsjahr:
· Andreas Herdan;
Geschäftsführer der Gesellschafterin
· Manfred Müntjes;
Geschäftsführer der Gesellschafterin
Die Geschäftsführer haben im
Geschäftsjahr keine Vergütung erhalten.
Die Gesellschaft wird in den freiwillig erstellten
Konzernabschluss der FFIRE Immobilienverwaltung AG, Berlin,
einbezogen.
Die Geschäftsführung wird den
Gesellschaftern vorschlagen, den Jahresüberschuss des
Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 19. Juni 2024
gez.
Andreas Herdan, Geschäftsführer
gez.
Manfred Müntjes, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
CF 1 Gefrees GmbH, Berlin
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bilanzeid
"Wir versichern nach bestem Wissen und Gewissen, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im
Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft
so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im jetzt
laufenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Berlin, 19. Juni 2024
gez.
Andreas Herdan, Geschäftsführer
gez.
Manfred Müntjes, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024
festgestellt.
|