Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 775891
Eingetragen
20.10.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Verwaltung und das Halten von Beteiligungen sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der Tätigkeit als geschäftsleitende Holdinggesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Schwarz Digits KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lidl Digital International GmbH & Co. KG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2021 bis zum 28.02.2022

Inhalt

Konzernbilanz zum 28. Februar 2022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsentwicklung

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Chancen- und Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Prognosebericht

Konzernbilanz zum 28. Februar 2022

Aktivseite

Mio. € Anhang 28.02.2021 28.02.2022
Anlagevermögen S. 6 133 174
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 70
Sachanlagen 62 81
Finanzanlagen 71 23
Umlaufvermögen S. 8 558 979
Vorräte 150 429
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 245 451
Cash-Pool Guthaben 120 0
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 43 99
Rechnungsabgrenzungsposten 1 7
692 1.160

Passivseite

Mio. € Anhang 28.02.2021 28.02.2022
Eigenkapital S. 8 341 304
Rücklagen 341 303
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0 1
Rückstellungen S. 8 70 112
Verbindlichkeiten S. 8 281 744
692 1.160

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022

Mio. € Anhang GJ 2020 GJ 2021
Umsatzerlöse S. 9 1.476 1.734
sonstige betriebliche Erträge S. 9 30 62
Materialaufwand S. 9 982 1.167
Personalaufwand S. 9 89 112
Abschreibungen 7 38
sonstige betriebliche Aufwendungen 417 546
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1 0
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 12 -67
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1 3
Konzernjahresergebnis 12 -71

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Lidl Digital International GmbH & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA 721442) zum 28. Februar 2022 wurde nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 11 dargestellt.

Mit Wirkung zum 1. März 2021 erfolgte die gesellschaftsrechtliche Einbringung der SB DL Alpha Sechste GmbH im Rahmen der Verschmelzung der SB DL Alpha Erste GmbH & Co. KG auf die Lidl Digital International GmbH & Co. KG.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags eingesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 0,9% bis 1,3% abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 11,9% und 25,8% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus den Vorräten und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der erworbenen Unternehmen erfolgte zu Marktwerten. Die Differenz der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden zu den Anschaffungskosten der erworbenen Unternehmen wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Ab dem Geschäftsjahr 2021 wird bei anteilmäßig einbezogenen Unternehmen das Wahlrecht gem. § 310 HGB ausgeübt. Begründet ist dies in einer transparenteren Darstellung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet.

Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Mio. € AHK 01.03.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen AHK 28.02.2022
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 4 63 0 1 68
Geschäfts- oder Firmenwert 0 46 0 0 46
geleistete Anzahlungen 0 1 0 -1 0
Immaterielles Vermögen 4 110 0 0 114
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 18 2 0 7 27
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53 32 -1 2 86
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 5 -3 -9 4
Sachanlagen 82 39 -4 0 117
Beteiligungen 0 23 0 0 23
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 71 0 -71 0 0
Finanzanlagen 71 23 -71 0 23
157 172 -75 0 254
Mio. € kum. AfA 01.03.2021 Zugänge Abgänge kum. AfA 28.02.2022
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 4 27 0 31
Geschäfts- oder Firmenwert 0 13 0 13
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Immaterielles Vermögen 4 40 0 44
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4 3 0 7
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16 14 -1 29
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 20 17 -1 36
Beteiligungen 0 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0
24 57 -1 80
Mio. € Buchwert 28.02.2021 Buchwert 28.02.2022
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 0 37
Geschäfts- oder Firmenwert 0 33
geleistete Anzahlungen 0 0
Immaterielles Vermögen 0 70
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14 20
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37 57
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 4
Sachanlagen 62 81
Beteiligungen 0 23
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 71 0
Finanzanlagen 71 23
133 174

Die Zugänge beim immateriellen Vermögen betreffen im Wesentlichen den Online-Marktplatz sowie Geschäfts- oder Firmenwerte im Zusammenhang mit der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Einbringung.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalten im Wesentlichen den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattungen für Lager im Rahmen der erstmaligen anteilmäßigen Einbeziehung der Lidl Digital FC GmbH & Co. KG (Mio. € 22).

Die Abgänge im Finanzanlagenvermögen betreffen die erstmalige anteilmäßige Einbeziehung der Lidl Digital FC GmbH & Co. KG.

In den Zugängen zu den Abschreibungen sind laufende Abschreibungen in Höhe von Mio. € 38 enthalten sowie Zugänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die Einbringung und der erstmaligen anteilmäßigen Einbeziehung der Lidl Digital FC GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. € 19.

Vorräte

Die Vorräte betreffen fast ausschließlich Handelswaren. Die Zunahme der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus höheren Bestellungen zur Sicherstellung der Warenverfügbarkeit.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 28.02.2021 28.02.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 227 270
sonstige Vermögensgegenstände 18 181
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 1 1
245 451

Eigenkapital

Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verlustvortragskonten der Kommanditisten zugewiesen.

Rückstellungen

Mio. € 28.02.2021 28.02.2022
Steuerrückstellungen 0 4
sonstige Rückstellungen 70 108
70 112

Von den Rückstellungen haben Mio. € 2 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten

28.02.2021 28.02.2022
Mio. € <1 Jahr Gesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 192 192 337 0 0 337
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen * 35 35 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 54 54 407 0 0 407
davon aus Steuern 2 2 2 0 0 2
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 1 0 0 1
281 281 744 0 0 744

* Ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffend

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorhalten keine weiteren Sicherheiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 136.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Internetumsätze aus Waren und Dienstleistungen in Höhe von Mio. € 1.134 (Vorjahr Mio. € 897) sowie Erlöse aus Shared-Service Leistungen in Höhe von Mio. € 598 (Vorjahr Mio. € 557).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 2) enthalten.

Zudem sind periodenfremde Erträge in Höhe von Mio. € 4 (Vorjahr Mio. € 22) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von Mio. € 3 (Vorjahr Mio. € 14).

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von Mio. € 1.079 (Vorjahr Mio. € 951) sowie Aufwendungen aus bezogenen Leistungen in Höhe von Mio. € 88 (Vorjahr Mio. € 31).

Personalaufwand

Mio. € GJ 2020 GJ 2021
Löhne und Gehälter 73 92
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16 20
89 112

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2020 GJ 2021
Arbeitnehmer 2.065 2.430
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 1.865 2.075
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 200 355
Auszubildende 4 13
2.069 2.443

Sonstige Angaben

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 103 und für sonstige Leistungen T€ 68.

Bezüge der Geschäftsleitung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs auf den Konzern verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht. Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2022 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 5 Abs. 6 PublG i.V.m. § 264 Abs. 4 HGB i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch.

Darüber hinaus wurden zwei Unternehmen gem. § 310 HGB quotenkonsolidiert.

 

Neckarsulm, den 19. Mai 2022

Lidl Digital International Geschäftsführungs-GmbH

Rolf Schumann, Geschäftsführer

Sebastian Schork, Geschäftsführer

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)
Lidl Digital International GmbH & Co. KG 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Digital International Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
Lidl Digital International Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Digital International Lagerholding GmbH Neckarsulm Deutschland
Lidl Digital International Geschäftsführungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
Schwarz Media Plattform GmbH (vormals: Lidl Digital Trading Beteiligungs-GmbH) Neckarsulm Deutschland
Lidl Digital Trading GmbH & Co. KG Neckarsulm Deutschland
Kaufland e-commerce Fulfillment GmbH 1,2 Neckarsulm Deutschland
SB DL Erste Beteiligungs-GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Kaufland e-commerce GmbH (vormals: SDL Alpha Sechste GmbH) 1,2 Neckarsulm Deutschland
SB DL Erste Alpha GmbH 1,2 Neckarsulm Deutschland
KEC e-commerce GmbH (vormals: Kaufland e-commerce GmbH) 1,2 Neckarsulm Deutschland
SDL Alpha Neunte GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Schwarz Media GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Schwarz Digital Beteiligungs-GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Schwarz Digital GmbH & Co. KG 1 Neckarsulm Deutschland
HuB FulfiIIment GmbH 1,2 Nister Deutschland
LOlL Leasing B.V. Huizen Niederlande
Lidl Online International Logistics B.V. Huizen Niederlande
Lidl Online International Logistics sp. z.o.o. Tarnowo Podgórne Polen
Lidl Digital International Logistika d.o.o. Komenda Slowenien
Lidl Digital Logistica Espaha S.L. Montcada i Reixac Spanien
SOCIAL BIGDATA COMUNICACION S.L. Barcelona Spanien
Lidl E-Commerce Logistics s.r.o. Pilsen Tschechien
Kaufland eCommerce Fulfillment CZ s.r.o. 1 Cheb Tschechien
Hudgex Energy a.s. 1 Prag Tschechien
Quotenkonsolidierung (100%)
Lidl Digital FC GmbH & Co. KG (100% Anteilsbesitz, 50% Stimmrechte) 1 Neckarsulm Deutschland
Lidl Digital FC Beteiligungs-GmbH (100% Anteilsbesitz, 50% Stimmrechte) 1 Neckarsulm Deutschland

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Der Konzern betreibt unter der Marke "lidl.de" den Online-Shop für Lidl sowie unter der Marke "kaufland.de" den Online-Marktplatz für Kaufland, über die verschiedenen Waren und Dienstleistungen für den Endverbraucher angeboten werden. Darüber hinaus ist der Konzern als Shared-Service-Center für die Lidl Online-Shops im Ausland tätig.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2021 waren weltweit weiterhin durch wiederkehrende Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie sowie durch angebotsseitige Engpässe geprägt. Die Weltkonjunktur war in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufwärtsgerichtet und konnte gegenüber der ersten Jahreshälfte leicht an Dynamik gewinnen. Vor allem China und USA verzeichneten beschleunigte Wachstumsraten, während sich das Wachstum im Euro-Raum im 4. Quartal verlangsamte. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um ca. 6,0%.

Der Euro-Raum verzeichnete in 2021 einen Anstieg um 5,3% - nach dem deutlichen Rückgang um 6,8% im Vorjahr. Dämpfend wirkten sich Engpässe bei Arbeitskräften und Produktionsvorleistungen auf die Erholung der Konjunktur aus. Ursächlich für die Engpässe waren bei den Arbeitskräften eine geringere Migration infolge der Pandemie sowie bei Materialien und Vorprodukten pandemiebedingte Produktionsausfälle und Störungen im Seetransport. Von den vier größten Volkswirtschaften innerhalb des Euro-Raums lagen Deutschland und Spanien mit einem Anstieg von 2,9% bzw. 5,0% unter dem Durchschnitt. Die privaten Konsumausgaben sind im Euro-Raum wieder gestiegen. Die Erwerbslosenquote ging leicht von 8,0% auf 7,7% zurück. Weiterhin sind die Verbraucherpreise mit durchschnittlich 2,6% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Verbraucherpreisanstieg hat sich in den vergangenen Monaten beschleunigt, wobei dies wesentlich auf den rasanten Anstieg der Energiepreise zurückzuführen ist. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen um 4,2%, hauptsächlich getrieben durch wetterbedingte Faktoren, höhere Transportkosten und Düngemittelpreise.

Die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten einen durchschnittlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 5,5%. In Großbritannien ist die Wirtschaftsleistung um 7,5% angestiegen und lag damit deutlich über dem Niveau des Euro-Raums.

Branchenentwicklung im Handel 2

Der Anstieg des privaten Konsums spiegelt sich auch in den Umsätzen im Versand- und Internet-Einzelhandel wider. Im Euro-Raum konnte ein Zuwachs der Onlineumsätze um 13,9% verzeichnet werden. Dabei lagen die Niederlande mit 19,4% über dem Niveau des Euro-Raums, wohingegen Deutschland mit 12,7% einen geringeren Zuwachs verzeichnen konnte. In Osteuropa lag Polen mit 23,5% deutlich über dem Durchschnitt.

1 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 30. März 2022.
2 Angaben gem. EuroStat mit Stand 10. Mai 2022.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 1.476 auf Mio. € 1.734 gesteigert werden, was einem Zuwachs um Mio. € 258 (17,5%) entspricht. Begründet ist dies im Wesentlichen durch die erstmalige Einbeziehung des Online-Markplatzes "kaufland.de".

GJ 2020 GJ 2021 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Umsatzerlöse 1.476 1.734 258 17,5
Materialaufwand 982 1.167 185 18,8
Rohertrag 494 567 73 14,8
Rohertragsquote 33,5% 32,7%
Personalaufwand 89 112 23 25,8
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 386 484 98 25,4
EBITDA 19 -29 -48 >-100
Umsatzrendite EBITDA 1,3% -1,7%
Abschreibungen 7 38 31 > 100
EBIT 12 -67 -79 >-100
Umsatzrendite EBIT 0,8% - 3,9%
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag -1 1 2 > 100
Ertragsteuern 1 3 2 > 100
Konzernjahresergebnis 12 -71 -83 >-100
Umsatzrendite 0,8% -4,1%

Ergebnisentwicklung

Das EBIT verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um Mio. € 79 auf Mio. € -67, insbesondere aufgrund höherer Werbe- und Transportaufwendungen sowie Abschreibungen. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ist von 0,8% auf -3,9% gesunken. Das Konzernjahresergebnis hat sich auf Mio. € -71 vermindert. Die Umsatzrendite liegt mit -4,1% deutlich unter dem Vorjahr.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2021 hat der Konzern seinen Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Das Gesamtvermögen erhöhte sich von Mio. € 692 auf Mio. € 1.160. Das entspricht einer Steigerung von 67,6%.

28.02.2021 28.02.2022 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € in %
Anlagevermögen 133 19,3 174 15,0 41 30,8
Immaterielles Vermögen 0 0,0 70 6,0 70 > 100
Sachanlagen 62 9,0 81 7,0 19 30,6
Finanzanlagen 71 10,3 23 2,0 -48 -67,6
Umlaufvermögen 558 80,6 979 84,4 421 75,4
Vorräte 150 21,7 429 37,0 279 >100
Forderungen 245 35,3 451 38,9 206 84,1
Liquide Mittel 163 23,6 99 8,5 -64 -39,3
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0,1 7 0,6 6 >100
Gesamtvermögen 692 100,0 1.160 100,0 468 67,6

Das Anlagenvermögen erhöhte sich um Mio. € 41. Die größte Veränderung ergab sich aus der Zunahme des immateriellen Vermögens insbesondere bedingt durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um Mio. € 421. Die größte Veränderung ergab sich aus der Zunahme der Vorräte bedingt durch die höheren Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr zur Sicherstellung der Warenverfügbarkeit.

In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten, im Vorjahr zudem Cash-Pool Guthaben.

Die durchschnittliche Umschlaghäufigkeit verringerte sich auf 4,1.

GJ 2020 GJ 2021
Mio. € Mio. €
durchschnittlicher Warenbestand 190 286
Materialaufwand 982 1.167
durchschnittliche Lagerdauer in Tagen 69,7 88,2
durchschnittliche Umschlagshäufigkeit 5,2 4,1

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 304 aus.

28.02.2021 28.02.2022 Veränderung
Mio. € % Mio. € % absolut in %
Eigenkapital 341 49,3 304 26,2 -37 -10,9
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 2 0,3 2 0,2 0 0,0
kurzfristiges Fremdkapital 349 50,4 854 73,6 505 >100
Gesamtkapital 692 100,0 1.160 100,0 468 67,6

Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 26,2%.

Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 505 auf Mio. € 854 zu. Diese Entwicklung ist geprägt durch die Zunahme von Cash-Pool Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten gegenüber einem Unternehmen der Schwarz Gruppe.

Plan-IST Vergleich

Im Vorjahr wurde von einem geringeren Umsatzwachstum ausgegangen. Durch den Ausbau des Onlinehandels sowie durch die erstmalige Einbeziehung des Online-Marktplatzes "kaufland.de" konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von Mio. € 258 erzielt werden.

Im Rahmen der Lageberichterstattung 2020 wurde für das Geschäftsjahr 2021 von einem deutlich rückläufigen Jahresergebnis ausgegangen. Das tatsächliche Konzernergebnis liegt mit Mio. € -71 deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2021 wurde weiterhin durch die Corona-Pandemie geprägt. Insbesondere führten pandemiebedingte Produktionsausfälle und Störungen im Seetransport zu Lieferverzögerungen sowie zu steigenden Kosten. Durch die Aufhebung der pandemiebedingten Einschränkungen im Einzelhandel, kam es wie erwartet zu einer Rückverlagerung der Umsätze vom Onlinehandel zum stationären Handel.

Das Konzernjahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 12 auf Mio. € - 71 verringert. Die Ergebnisentwicklung liegt damit im Plan.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiterzunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert und setzt bereits heute zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit um.

Sortiment

Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung übernehmen wir aktiv Verantwortung für Mensch und Natur. Beim Einkauf unserer Produkte setzt der Konzern auf Nachhaltigkeit. Dabei achten wir bei der Auswahl der Produkte darauf, dass diese ressourcenschonend produziert wurden.

Arbeitnehmerbelange

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 2.443 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Konzern soll den Beschäftigten ein wertschätzendes Arbeitsumfeld bieten, in dem alle Mitarbeiter die gleichen Chancen erhalten, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert.

Veränderung
GJ 2020 GJ 2021 absolut in %
Mitarbeiteranzahl 2.069 2.443 374 18,1
Mitarbeiteranzahl umgerechnet auf Vollzeitkräfte 1.814 2.134 320 17,6

Chancen- und Risikobericht

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Die wesentlichen Herausforderungen für den Onlinehandel ergeben sich aus der zunehmenden Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden, wie z. B. bei dem Thema Nachhaltigkeit. Weiterhin wird die Branche durch einen intensiven Wettbewerb geprägt.

Um dem entgegenzuwirken, setzen wir auf eine hohe Qualität kombiniert mit günstigen Preisen. Durch zunehmende Fokussierung auf ökologische, soziale oder auch gesundheitliche Aspekte versuchen wir den steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie über Kapitaleinlagen der Gesellschafter wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert.

Bei kurzfristigen Zinsbindungen kann ein verändertes Zinsniveau das Ergebnis beeinflussen. Die Zinsentwicklung wird aus diesem Grund kontinuierlich analysiert.

Lieferantenchancen und -risiken

Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch.

Weiterhin kann der Einzelhandel saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen oder es kann, bedingt durch gesundheitspolitische Maßnahmen, zu Produktionsverzögerungen kommen. Längere Lieferzeiten können zu möglichen Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferantenportfolios können neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben.

Die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bietet dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- oder patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt.

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen.

Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern dieser Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Konzernabschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Konzernabschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Konzernabschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wesentlichen in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt im Wesentlichen durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Konzernabschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden.

Der zentrale Konzernabschlussprüfer der Lidl Digital International GmbH & Co. KG prüft die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien und stellt sie den lokalen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der zentrale Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss der Lidl Digital International GmbH & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird als weiterhin robust erachtet, wobei sowohl der Ukraine Krieg als auch das in einigen Regionen wieder ansteigende Infektionsgeschehen das Wachstum kurzfristig eintrüben könnten. Perspektivisch sollten die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie aber immer weiter abnehmen. Die angespannte Situation bei den Liefer- und Wertschöpfungsketten wird sich angesichts des Ukraine Kriegs erneut verschärfen. Die Wirtschaftsleistung soll aufgrund dessen weltweit um 3,3% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird für 2022 mit einem Anstieg von 1,8% gerechnet.

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum sieht sich für das Jahr 2022 mit Wachstumshemmnissen konfrontiert. Angebotsseitige Engpässe werden das Wirtschaftswachstum stark belasten. Ebenso dürften sich negative Auswirkungen aus dem Ukraine Krieg ergeben. Internationale Lieferketten werden hierdurch gestört und die bereits hohen Preise für Energieträger werden weiter steigen. Positive Wachstumseffekte sollten von den hohen Auftragsbeständen der Industrie, einem soliden Arbeitsmarkt sowie einem expansiven Staatskonsum ausgehen. Mit der Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie dürfte außerdem eine Normalisierung des Konsumverhaltens eintreten. Insgesamt wird für das Jahr 2022 im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 2,9% erwartet. Die Erwerbslosenquote wird voraussichtlich auf 6,9% sinken und die Verbraucherpreise dürften in 2022 um 6,2% zulegen.

Die Entwicklung des Pandemiegeschehens sowie des Ukraine Kriegs haben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich verschlechtert, so dass die Wirtschaftsleistung in 2022 lediglich um 1,9% zunehmen soll. Die Verbraucherpreise dürften aufgrund der hohen Energiekosten um 6,1% steigen. Die Exporte sollen voraussichtlich um 2,8% zunehmen und die privaten Konsumausgaben um 3,2%.

Entwicklung des Konzerns

Der Ukraine Krieg kann Auswirkungen auf die Preisentwicklung und Verfügbarkeit bestimmter Waren und Rohstoffe haben. Der Verlauf der Corona-Pandemie beinhaltet weiterhin Unsicherheiten bei bestehenden Lieferketten sowie dem Konsumverhalten der Verbraucher. Die Planung für das Geschäftsjahr 2022 unterliegt aus diesen Gründen sowie aufgrund der weltweit steigenden Inflation zahlreichen unvorhersehbaren Faktoren, welche die aktuelle Prognose beeinflussen können. Für das Geschäftsjahr 2022 wird dennoch von einem leichten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.

Der Konzern plant auch im neuen Geschäftsjahr weiter in den Ausbau des Onlinehandels zu investieren und rechnet mit einer steigenden Anzahl von registrieren Händlern für den Online-Markplatz.

Unter Berücksichtigung der Unsicherheiten bzgl. des Ukraine Kriegs und des Pandemieverlaufs erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.

 

Neckarsulm, den 19. Mai 2022

3 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 30. März 2022.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lidl Digital International GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Lidl Digital International GmbH & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lidl Digital International GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den für Unternehmen i.S.d. § 11 PubIG, die unter § 13 Abs. 2 und 3 PubIG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PubIG, die unter § 13 Abs. 2 und 3 PubIG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellt en deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heilbronn, 20. Mai 2022

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