Ingenieurbüro Röhrig GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Burek seit 2.1.2026 | Prokura |
Martin Westphal seit 5.6.2025 | Prokura |
Martina Witzer seit 25.3.2025 | Prokura |
Denise Halper seit 25.3.2025 | Prokura |
Constantin Dönges seit 25.3.2025 | Prokura |
Özcan Campinar seit 25.2.2025 | Prokura |
Markus Ries seit 25.2.2025 | Prokura |
Anika Wagner seit 25.2.2025 | Prokura |
Christian Wieszner seit 20.2.2025 | Geschäftsführer |
Fabian Moritz seit 16.1.2025 | Prokura |
Murat Dalar seit 16.1.2025 | Prokura |
Oliver Vornkahl seit 18.7.2024 | Prokura |
Niklas Hermann Schier seit 29.1.2024 | Geschäftsführer |
Patrick-Carsten Sommerer seit 5.5.2022 | Prokura |
Fabian Ade seit 5.5.2022 | Prokura |
Christian Müller seit 5.5.2022 | Prokura |
Gabor Racz seit 5.5.2022 | Prokura |
Wolfgang Schneider seit 7.3.2022 | Prokura |
Dennis Finger seit 27.8.2019 | Prokura |
Oliver Rosenthal seit 26.9.2017 | Prokura |
Markus Decher seit 29.12.2014 | Prokura |
Tanja Templer seit 11.3.2009 | Prokura |
Antje Michel seit 26.1.2006 | Prokura |
Michael Rode seit 16.8.2002 | Prokura |
Dieter Engstfeld seit 16.8.2002 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CSL Behring GmbHMarburg/LahnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CSL Behring GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CSL Behring GmbH, Marburg - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CSL Behring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die in Abschnitt III. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 26. Februar 2024 EY
GmbH & Co. KG
Christoph von Seidel, Wirtschaftsprüfer Sebastian Schmidt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GESELLSCHAFT UND ZUM JAHRESABSCHLUSS (1) Allgemeine Angaben Die CSL Behring GmbH Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 1056 eingetragen und hat ihren Firmensitz in D-35041 Marburg, Emil-von-Behring-Straße 76. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls an dieser Stelle gemacht. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. (2.1) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert. Die Aktivierung der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Eigenleistungen werden außer bei immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis EUR 1.000 wurde ein steuerlicher Sammelposten aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz gebildet, der linear auf 5 Jahre abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Anteile werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. (2.2) Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Abwertungen aufgrund niedrigerer Wiederbeschaffungskosten auf Basis des vom Beschaffungsmarkt abgeleiteten Zeitwertes werden berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten basieren auf den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten. Weiterhin werden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, das heißt, es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Bei der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts von unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden die Verhältnisse am Absatzmarkt berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus Überbeständen, geminderter Verwertbarkeit aufgrund qualitativer Mängel, kurzer Restlaufzeiten sowie niedrigerer beizulegender Werte ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen werden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet; erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. (2.3) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. (2.4) Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Dabei wurden folgende Parameter berücksichtigt:
Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen entspricht dem zum Juni 2023 von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit umfassen bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge. Der zur Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit verwendete Diskontierungszins beträgt 0,76% (Vj. 0,35%). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der zur Berechnung der Rückstellungen für Arbeitsjubiläen verwendete Diskontierungszins beträgt 1,57% (Vj. 1,36%). (2.5) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. (2.6) Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs.1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. ANGABEN ZUR BILANZ (3) Entwicklung des Anlagevermögens
Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Eigenleistungen in Sachanlagen in Höhe von EUR 8,6 Mio. (Vj EUR 1,3 Mio.) aktiviert und außerplanmäßige Abschreibung von Sachanlagen in Höhe von EUR 0 (Vj EUR 4,9 Mio.) vorgenommen. (4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (5) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Darlehensforderungen beinhalteten Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen CSL Plasma GmbH, Marburg, CSL Holdings Inc US, King of Prussia, USA, CSL Behring Innovation GmbH, Marburg, CSL Behring GmbH, Wien, Österreich, CSL Behring Lengnau AG, Lengnau, Schweiz, CSL Behring NV, Mechelen Belgien, sowie Darlehen gegenüber der CSL Finance GmbH, Marburg, der CSL Behring s.r.o, Prag, Tschechische Republik, der CSL Behring K.f.t, Budapest, Ungarn, der CSL Behring Sp. z o.o., Bratislava, Polen, der CSL Behring Slowakai s.r.o., Slowakai, der Calimmune Inc. USA, Tucson, USA, der Calimmune Pty Ltd. Australia, Potts Point, Australia sowie der CSL Holdings GmbH, Marburg. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (6) Sonstige Vermögensgegenstände
(7) Eigenkapital Alle Anteile am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.564.594,06 werden von der CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, Marburg, gehalten. Der Gesamtbetrag der gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Rücklagen betrug TEUR 1 aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert. (8) Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die in der Bilanz ausgewiesene Pensionsrückstellung bezifferte sich auf EUR 191,6 Mio. (VJ EUR 174,0 Mio.) und betrifft ausschließlich Zusatzversorgungsleistungen. Der im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelte Zuführungsbetrag (EUR 17,1 Mio.) wird seit dem Geschäftsjahr 2011 gleichmäßig auf den Zeitraum bis 2024 mit mindestens 1/14 p. a. verteilt. Der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres 2022/23 (EUR 1,2 Mio.) wurde gesondert als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB" erfasst. Der verbleibende Betrag von EUR 1,2 Mio. (Unterdeckung) wird in den Jahren 2024 zu mindestens EUR 1,2 Mio. pro Jahr zugeführt. Mit der Regelung zur handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen vom 17. März 2016 sind ab dem Geschäftsjahr 2015/16 Pensionsrückstellungen unter Annahme des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 10 Jahre abzuzinsen. Hieraus ergeben sich folgende bilanzielle Ansätze:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 8,5 Mio. wird durch frei verfügbare Rücklagen abgedeckt. Die Mitarbeiter der CSL Behring GmbH gehören außerdem zwei Pensionsplänen (Penka 1 oder Penka 2) mehrerer Arbeitgeber an, welche von der rechtlich selbständigen Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG (Penka 1) und der Höchster Pensionskasse VVaG (Penka 2) verwaltet werden. Die CSL Behring GmbH und deren Mitarbeiter zahlen Beiträge zu den Pensionsplänen und erwerben dadurch Pensionsansprüche. Die Firmenbeiträge der Penka 1 sind von der Pensionskasse vorgegeben und dazu bestimmt, die auf versicherungsmathematischen Annahmen basierende zu erwartende Verpflichtung abzudecken. Die Firmenbeiträge zur Penka 2 stehen aufgrund einer Betriebsvereinbarung fest und sind fix. Gegenüber den Pensionskassen kann in der Regel keine Subsidiärhaftung erwachsen, da die Penka 1 die Firmenbeiträge so bemisst, dass hierdurch die zugesagten Leistungen erbracht und etwaige Verwaltungskosten gedeckt werden. Die (Mindest-)Leistungen der Penka 2 sind so vorsichtig bemessen, dass eine Subsidiarhaftung aktuell ebenfalls praktisch ausgeschlossen werden kann. Die Beiträge der CSL Behring GmbH an die Penka 1 betrugen im Geschäftsjahr 600% der Mitarbeiterbeiträge für Penka 1 (Beiträge im Jahr 2022/23 EUR 5,7 Mio.) und 100% der Mitarbeiterbeiträge für Penka 2 (Beiträge im Jahr 2022/23 EUR 1,4 Mio.). Die laufenden Beitragszahlungen wurden als Aufwand aus beitragsorientierten Plänen im operativen Ergebnis des Geschäftsjahres erfasst. (9) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen mitarbeiterbezogene Rückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Preisnachlässe, Rabatte und Boni. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vj EUR 3,8 Mio.) wurden mit Vermögensgegenständen verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Aus der Neubewertung des Deckungsvermögens wurden weder Erträge noch Aufwendungen erfasst. Die Vermögensgegenstände hatten zum 30. Juni 2023 einen Marktwert von EUR 0,6 Mio (Vj EUR 0,7 Mio.) und Anschaffungskosten von EUR 0,6 Mio (Vj EUR 0,7 Mio.). Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2,1 Mio. (Vj EUR 4,5 Mio.) Der Marktwert der Vermögensgegenstände entspricht dem Börsenkurswert der Fondsanteile in Fondswährung zum Bilanzstichtag. Auf Basis des Tarifvertrages Lebensarbeitszeit und Demografie Chemie vom 16. April 2008 wurde ein Demografiefonds für alle Tarifmitarbeiter(innen) gebildet. In diesen erfolgen regelmäßig Einzahlungen, die bei einem Treuhänder auf der Grundlage eines Treuhandvertrages angelegt werden. Die entsprechenden Rückstellungen und die zugehörigen Forderungen gegen den Treuhänder aus den angelegten Mitteln (Planvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander verrechnet. Die Anschaffungskosten, der vollständig verrechnete Marktwert der Vermögensgegenstände sowie der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Rückstellungen beliefen sich auf EUR 12,0 Mio. (Vj EUR 11,7 Mio.) Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen fand im Berichtsjahr in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.) statt. (10) Verbindlichkeiten
Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 164,3 Mio. (Vj EUR 199,6 Mio.) hat die CSL Limited, Melbourne, Australien, mit Datum vom 13. September 2017 garantiert, für die Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten gegenüber dem Kreditinstitut einzustehen. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (11) Umsatzerlöse
Der Umsatzanstieg ist auf einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, der sich aus einem veränderten Verkaufsmix hin zu höherwertigen Produkten ergibt. (12) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 231,5 Mio. (VJ EUR 237,5 Mio.) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 6,3 Mio. (VJ EUR 8,1 Mio.). (13) Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von EUR 1.866,0 Mio. (VJ 1.429,5 Mio.) beinhaltet periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,0 Mio. (VJ EUR 5,0 Mio.) aus der Fremdwährungsumbewertung der Vorräte. (14) Anzahl der Mitarbeiter Die jahresdurchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter betrug:
(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 508,7 Mio. (VJ EUR 380,3 Mio.) enthielten Konzernbelastungen, Kursverluste aus Fremdwährungen EUR 225,5 Mio. (VJ EUR 216,6 Mio.), sowie überwiegend Fremdleistungen, Vertriebsaufwendungen, Versicherungsprämien, Mietaufwendungen, Prüfungs- und Beratungskosten, sowie Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 6,0 (Vj EUR 1,2 Mio.). (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft mit dem Organträger CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG fielen bei der CSL Behring GmbH keine Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr sowie keine latenten Steuern an. Sämtliche latente Steuern wurden daher auf Ebene der Organträgerin ermittelt und gegebenenfalls dort bilanziert. (17) Sonstige Steuern Bei den sonstigen Steuern handelte es sich um Grundsteuer. (18) Gewinnverwendung Aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres vollständig an die CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG abgeführt. SONSTIGE ANGABEN (19) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von EUR 180,9 Mio (Vj EUR 222,5 Mio) betraf mit EUR 7,6 Mio (Vj EUR 11,2 Mio) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Dienstleistungsverträgen und setzte sich wie folgt zusammen: Sonstige Finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Bestellobligo im Anlagevermögen beziehen sich im Wesentlichen auf Investitionsvorhaben am Standort Marburg. Verpflichtungen aus Mietverträgen beinhalten Aufwendungen für nicht aktivierte Vermögensgegenstände, deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum nicht der Gesellschaft zuzurechnen ist. Damit tragen sie zu einer verbesserten Liquiditätsplanung und Senkung der Kapitalbindung bei. Die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile und Risiken werden vollständig vom Vermieter getragen und haben folglich keine Auswirkungen für die Gesellschaft. Im September 2022 wurde von der CSL Behring GmbH eine Garantieerklärung (Deed of Guarantee) gegenüber Commonwealth of Australia/National Blood Authority, Australien, für die Verpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe zur Lieferung von Plasmaprodukten abgegeben. Diese Garantieerklärung dient damit primär der Absicherung der Lieferverpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe, beinhaltet aber auch die Verpflichtung, die Commonwealth of Australia/National Blood Authority für etwaig durch Nichterfüllung der CSL-Unternehmensgruppe obliegenden Verpflichtungen entstandene Schäden schadlos zu halten. Diese Garantieerklärung beinhaltet eine Haftungsbeschränkung, die der Kapitalerhaltung der Gesellschaft dient. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Garantieerklärung wird mangels anderweitiger Indikatoren als gering eingeschätzt. (20) Aufstellung des Anteilsbesitzes
Grundlage der Angaben waren die Daten aus den vorliegenden lokalen Jahresabschlüssen zum 30. Juni 2022 bzw. des IFRS Abschlusses zum 30. Juni 2022 (CSL Behring B.V., Breda, Niederlande). (21) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Als nahe stehende Unternehmen sind ausschließlich 100-prozentige Tochterunternehmen der CSL Limited, Melbourne, Australien, Vertragspartner der Gesellschaft. Diese Beziehungen werden auf Konzernebene konsolidiert. Eine Angabe kann daher unterbleiben. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit sonstigen nahe stehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. (22) Höhe der Abschlussprüferhonorare Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/23 berechneten Gesamthonorare betrugen: Art der Honorare
Der Posten Honorare für Abschlussprüfungen enthielt die gesamten an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gezahlten und noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung und Testierung des Jahresabschlusses. (23) Bezüge der Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglieder Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer beziehen wir uns auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten Vergütungen in Höhe von TEUR 20,5. (24) Konzernkreis und Gewinnabführungsvertrag Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die CSL Limited, Melbourne, Australien. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung des § 292 Abs. 2 HGB in Anspruch und erstellt keinen Teilkonzernabschluss. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der CSL Limited, Melbourne, Australien, ist nach den australischen Accounting Standards aufgestellt, welche die IFRS vollumfänglich umfassen und wird im Unternehmensregister in englischer Sprache veröffentlicht. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, der mit Wirkung zum 1. Juli 2005 abgeschlossen und mit Wirkung zum 1. Juli 2014 aufgrund der Änderung des § 17 Satz 2 Nr. 2 KStG durch das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts geändert wurde. (25) Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022/23 sind bis zur Erstellung des Lageberichtes keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten. (26) Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Lutz Bonacker, Marburg Managing Director, Commercial Operations EU Michael Schröder, Wetter Managing Director, Marburg Operations Aufsichtsratsmitglieder Michael Fred Deem, Vorsitzender Global Head of Manufacturing and Supply Chain CSL Behring L.L.C, King of Prussia, USA Gregory Boss Executive Vice President Legal & Group General Counsel, CSL Behring L.L.C., King of Prussia, USA Michèle Mertenat Marti Senior Director Human Resources Business Partner CSL Behring AG, Bern, Schweiz Jason Mugridge Executive Director, Global Accounting Operations, CSL Group Seqirus UK Limited, Liverpool, UK Martin Vey Executive Director Plasma Product Development CSL Behring GmbH, Marburg Bernd Rößer * Production Quality Management Officer, CSL Behring GmbH, Marburg Dr. Johannes Krämer Senior Director, Engineering Services, CSL Behring GmbH, Marburg Reiner Dönges * Betriebsratsvorsitzender, CSL Behring GmbH, Marburg Rebar Bamerny * , stellvertretender Vorsitzender Senior Business Systems Analyst, CSL Behring GmbH, Marburg Michael Reinhart * Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Anne Weinschenk * Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Camilla Shen (seit 01.07.2022) Executive Director Commercial Operations Intercontinental CSL Behring AG, Berne, Switzerland
Marburg, den 16. Februar 2024 Die Geschäftsführer Michael Schröder Dr. Lutz Bonacker Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 derCSL Behring GmbH, MarburgI. GESCHÄFT UND ALLGEMEINE BEDINGUNGEN CSL Behring Gruppe - allgemeine Rahmenbedingungen Die CSL Behring-Gruppe ist Teil der CSL-Unternehmensgruppe, die lebensrettende Therapeutika für die Behandlung seltener und schwerer Krankheiten anbietet. Das Unternehmen verfügt über eine Reihe von plasmatischen und rekombinanten Produkten und bedient Märkte in Nord- und Südamerika, Asien, Europa und Australien. Die CSL-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Melbourne, Australien, und beschäftigt weltweit mehr als 30.000 Mitarbeiter. Die CSL Behring-Gruppe kann auf eine über 100 Jahre lange Tradition zurückblicken und unterhält integrierte Produktionsplattformen mit Standorten in den USA, Deutschland, der Schweiz, Australien und China. CSL Plasma, ein Geschäftsbereich der CSL Behring Gruppe, betreibt über 330 Spendezentren in den USA, Europa und Asien für die Gewinnung von Blutplasma. CSL Behring GmbH Die CSL Behring GmbH ist seit 2004 Teil der CSL Behring Gruppe. Mit der CSL Behring GmbH befindet sich einer der größten Produktions- und Forschungsstandorte der CSL Behring Gruppe in Marburg. Zum 30. Juni 2023 sind 2.965 (Vorjahr 2.841) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Damit ist die CSL Behring GmbH einer der größten lokalen Arbeitgeber im Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt. Damit stellt sie auch einen bedeutenden Wirtschafts- und Finanzfaktor für das Einzugsgebiet der Region Marburg dar. Die CSL Behring GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die Therapiegebiete Intensivmedizin, Gerinnungsstörungen, Hämophilie sowie Immundefekte und hereditäres Angioödem (HAE). Von CSL Behring GmbH vermarktete Fertigprodukte im Überblick:
II. WIRTSCHAFTSBERICHT Makroökonomische und sektorale Rahmenbedingungen Gemäß den Kieler Konjunkturberichten vom Herbst 2023 Nr. 107 (2023IQ3) hat sich die Lage der deutschen Wirtschaft in den letzten Monaten verschlechtert. Obwohl die hohen Krankenstände und Lieferengpässe spürbar nachgelassen haben, ist das BIP noch nicht wieder auf Expansionskurs. Konjunkturumfragen deuten darauf hin, dass die Konjunkturdynamik auch im zweiten Halbjahr dieses Jahres schwach bleiben wird. Insgesamt wird erwartet, dass das BIP im laufenden Jahr um 0,5 Prozentpunkte sinken wird (Sommerprognose: -0,3 Prozent). Für den branchenbezogenen Weltmarkt wird insgesamt mit einem jährlichen Wachstum im einstelligen Prozentbereich gerechnet. Die weltweit steigende Nachfrage nach Therapeutika aus Humanplasma im Geschäftsjahr 2022/23 ist ein wesentlicher Faktor für die stabile Ertragslage der CSL Behring GmbH. Plasmaprodukte werden vor allem bei Patienten eingesetzt, die an schweren, meist lebensbedrohlichen Erbkrankheiten leiden und lebenslang auf diese Therapeutika angewiesen sind. Der Einsatz von Plasmaprodukten wird daher in erster Linie durch medizinisch-therapeutische Notwendigkeiten bestimmt und ist nicht von kurz- bis mittelfristigen Schwankungen der weltweiten Konjunktur abhängig. Dennoch können weltpolitische Veränderungen und Wechselkursentwicklungen Auswirkungen auf das operative Geschäft haben. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022/23 steigerte die CSL Behring GmbH ihren Umsatz auf EUR 2.843,1 Mio. (Vj. EUR 2.234,9 Mio.), was einer Steigerung von EUR 608,2 Mio. (27,2%) und im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen der Produkte Beriplex®, Privigen®, Berinert®, Haegarda® und Humate-P® aus den Produktlinien Intensivmedizin, Immunglobulin und Hämophilie resultiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 237,5 Mio. EUR (Vj. 243,7 Mio. EUR) sind im Wesentlichen auf Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen. Die Erlöse aus Produktverkäufen betrugen in diesem Geschäftsjahr 2.767,8 Mio. EUR (Vorjahr 2.147,4 Mio. EUR). Der Anstieg in Höhe von 620,4 Mio. EUR ist hauptsächlich auf den Anstieg des Umsatzes im Segment Spezialprodukte zurückzuführen, zu denen auch die Intensivpflegeprodukte gehören (1.715,1 Mio. EUR, +382,5 Mio. EUR). In der Produktgruppe Hämophilie erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 358,4 Mio. EUR. (+13,7 Mio. EUR), der sich durch Umsatzsteigerung von Humate-P® erklärt. Das Geschäftsfeld Immunglobuline erzielte einen Umsatz von 383,4 Mio. EUR (+123,5 Mio. EUR). Diese wesentliche Umsatzsteigerung ist insbesondere auf das Produkt Privigen zurückzuführen. Die Umsätze aus dem Bereich Wundheilung entwickelten sich mit 23,4 Mio. EUR rückläufig (-1,2 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr. In der Vertriebsregion Nordamerika konnte der Umsatz mit unseren Produkten gesteigert werden. Insgesamt wurde in der Region Nordamerika ein Umsatz von 1.266,6 Mio. EUR (Vorjahr 792,5 Mio. EUR) erzielt, was einer Steigerung von +474,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Umsatzerlöse in Europa aus Produktverkäufen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,227.4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (1.149,2 Mio. EUR). Die Region Asien erzielte in diesem Jahr einen Umsatz aus Produktverkäufen von 77,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (145,1 Mio. EUR), was einen Rückgang von 67,6 Mio. EUR bedeutet. Die Entwicklung der Einnahmen aus Produktverkäufen führte zu einem Gewinn nach Steuern in Höhe von 639,4 Mio. EUR, was einer Steigerung in Höhe von 351,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (287,6 Mio. EUR) entspricht. Ausschlaggebend für diese Gewinnsteigerung waren vor allem die Umsatzsteigerungen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss vor Gewinnabführung / Umsatz) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 22,5% (Vorjahr 12,9%). Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Für das Unternehmen sind folgende Kennzahlen wichtig: Umsatzerlöse, Ergebnis nach Steuern, Cashflow und Investitionen. Lage des Unternehmens Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/23 hat die CSL Behring GmbH ihren Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahreswert von 2.234,9 Mio. EUR um 608,2 Mio. EUR (27,2%) auf 2.843,1 Mio. EUR gesteigert. Der Therapiebereich Spezialprodukte erreichte einen Gesamtanteil am Produktumsatz von 60% (Vorjahr 62%) und Hämophilie 13% (Vorjahr 16%). Die Umsätze der Therapiebereiche Immunglobuline, Wundheilung und sonstige Produkte machen 27% (Vorjahr 22%) des Umsatzvolumens aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 6,2 Mio. EUR auf 237,5 Mio. EUR (Vorjahr 243,7 Mio. EUR), vor allem aufgrund von Währungsumrechnungen. Der Materialaufwand erhöhte sich um 436,5 Mio. EUR auf 1.866,0 Mio. EUR (Vorjahr 1.429,5 Mio. EUR) und wurde im Wesentlichen durch höhere Produktionsmengen und -kosten sowie den daraus resultierenden höheren Einsatz von Plasma und Zwischenprodukten beeinflusst. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung in Höhe von 289,7 Mio. EUR (Vorjahr -61,6 Mio. EUR) betrug die Materialaufwandsquote 51,0% gegenüber 60,1% im Vorjahr (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung). Die Entwicklung des Personalaufwands in Höhe von 290,2 Mio. Euro (+18,0 Mio. Euro, 272,2 Mio. Euro im Vorjahr) ist neben einem Anstieg der Löhne und Gehälter auf den Personalbestand zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf 57,8 Mio. EUR gegenüber 48,1 Mio. EUR im Vorjahr und erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der unterjährigen Zugänge und Aktivierungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 508,7 Mio. EUR gegenüber 380,3 Mio. EUR im Vorjahr (+128,4 Mio. EUR), vor allem aufgrund von Wechselkursverlusten. Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte das Unternehmen ein Ergebnis nach Steuern von 639,3 Mio. EUR, der um 351,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 287,9 Mio. EUR lag. Das Ergebnis nach sonstigen Steuern in Höhe von 639,4 Mio. EUR wurde aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG abgeführt. Vermögenslage Zum 30. Juni 2023 belief sich die Bilanzsumme auf 3.059,5 Mio. EUR, ein Anstieg um 409,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (2.650,5 Mio. EUR), der auf höhere Lagerbestände und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund der im Laufe des Jahres erfolgten Zugänge um 9,6 Mio. EUR (883,8 Mio. EUR im Vorjahr) auf 893,4 Mio. EUR. Der Anstieg der Vorräte belief sich auf 254,0 Mio. EUR, von 804,9 Mio. EUR auf 1.058,9 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahrs. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Vorräte an Halbfertigprodukten (unfertige Erzeugnisse) um 207,2 Mio. EUR zurückzuführen, die im Wesentlichen durch einen höheren Bestand an Kryopaste begründet ist. Der Anstieg der Vorräte an Fertigwaren in Höhe von EUR 45,0 Mio. ist im Wesentlichen auf Human- Albumin, Privigen®, Hizentra® und Haemocomplettan® zurückzuführen. Im Bereich der Rohstoffe verzeichneten wir aufgrund der Kosteninflation einen Anstieg der Vorräte um 9,1 Millionen Euro. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 157,7 Mio. EUR von 947,4 Mio. Euro auf 1.105,1 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 0,7 Mio. EUR, gegenüber 11,7 Mio. EUR im Vorjahr. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 406,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,3% (15,3% im Vorjahr). Die Rückstellungen erhöhten sich um 48,3 Mio. EUR auf 359,5 Mio. EUR (Vorjahr 311,2 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich von 174,0 Mio. EUR auf 191,6 Mio. EUR (+17,6 Mio. EUR) hauptsächlich aufgrund von Gehaltserhöhungen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen von 137,1 Mio. EUR auf 167,8 Mio. EUR (+30,7 Mio. EUR), hauptsächlich aufgrund höherer Rückstellungen für Umsatzrückzahlungen und höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Investitionen. Die Verbindlichkeiten stiegen um 360,7 Mio. EUR auf 2.293,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.933,2 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen von EUR 1.631,9 Mio. auf EUR 2.062,9 Mio. zurückzuführen. Finanzielle Lage Das Unternehmen verzeichnete einen Netto-Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von 11,0 Mio. EUR, was hauptsächlich auf den Anstieg der Vorräte sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss für Investitionen in das Anlagevermögen in 2022/23 betrug ca. 88,7 Mio. EUR (138,5 Mio. EUR im Vorjahr). Hauptgründe hierfür waren die Zahlungen für die Fertigstellung eines neuen Forschungsgebäudes, das im September 2022 eröffnet wurde, und einer neuen Basisfraktionierungsanlage, die im März 2023 eröffnet wurde. Die Ertragslage bescherte dem Unternehmen Liquiditätsüberschüsse aus dem operativen Geschäft. Nach Berücksichtigung von geplanten Investitionsabflüssen und Cash-Pooling-Aktivitäten werden die Liquiditätsüberschüsse in Form von Gewinnabführungen an die Muttergesellschaft abgeführt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 189,7 Mio. EUR (Vorjahr 380,9 Mio. EUR), bestehend aus Zahlungen auf die restliche Gewinnabführung des Vorjahres und konzerninternen Finanzierungen im Rahmen des Cash-Poolings sowie der Rückzahlung eines Bankdarlehens in Höhe von 35,3 Mio. EUR (Vorjahr 44,5 Mio. EUR). In Verbindung mit der Eigenkapitalquote von 13,3% (im Vorjahr 15,3%) bestehen keine Liquiditätsrisiken. Wechselkursschwankungen sind für die Kapitalstruktur des Unternehmens von untergeordneter Bedeutung. Die CSL Behring GmbH hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 2.843,1 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 639,3 Mio. EUR erzielt. Die Geschäftsführung der CSL Behring GmbH geht zum Zeitpunkt der Berichterstattung von einer stabilen Geschäftslage aus. Weitere Leistungsindikatoren Produktion und Investitionen Die CSL Behring GmbH hat weiter in Produktionsanlagen investiert, um der wachsenden Nachfrage nach ihren Produkten gerecht zu werden, die Effizienz zu steigern und ihr globales Produktionsnetzwerk zu stärken. Um das zukünftige Wachstum zu sichern, wurden im Geschäftsjahr 2022/23 88,7 Mio. EUR (Vorjahr 138,5 Mio. EUR) investiert. In diesem Geschäftsjahr wurden einige große Investitionsprojekte vorangetrieben und Fortschritte im Investitionsprogramm erzielt, die sich zum Beispiel in der Fertigstellung der neuen Basisfraktionierung zeigen. Im Rahmen des Investitionsprogramms am Standort Marburg werden die Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse optimiert und erweitert. Personal und Soziales Das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war auch im Geschäftsjahr 2022/23 eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung unserer ambitionierten Unternehmensziele. Dafür möchten wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank aussprechen. Zum 30. Juni 2023 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 2.965 (Vorjahr 2.841). Wir verfolgen einen Ansatz zur Förderung von Vielfalt und Inklusion, der mit unseren Werten wie Patientenorientierung, Innovation, Integrität, Zusammenarbeit und Exzellenz im Einklang steht. Deshalb haben wir die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet und fördern - neben anderen Initiativen - Frauen in Führungspositionen, zum Beispiel durch Mentoring-Programme oder die Zusammenarbeit mit Universitäten. Außerdem bieten wir Flüchtlingen Unterstützung beim Berufseinstieg bei CSL Behring. Wir setzen uns für Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz ein, indem wir beispielsweise Kinderbetreuung anbieten und jeden Sommer Ferienlager für die Kinder unserer Mitarbeiter durchführen. III. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG * Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst müssen börsennotierte oder Unternehmen, die der Mitbestimmung unterliegen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand bzw. der Geschäftsführung sowie für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festlegen. Aufgrund der Festlegung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung beträgt die Zielgröße des Frauenanteils bei der CSL Behring GmbH zum 30. Juni 2026 für den Aufsichtsrat 30%, für die Geschäftsführung 30% und für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung gelten 25%. Zum 30. Juni 2023 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 25%, in der Geschäftsführung bei 0% und in den beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung bei 27,8%. Der Grund für die Unterschreitung der Zielgröße in Aufsichtsrat und Geschäftsführung liegt darin, dass sich im Rahmen der letzten Aufsichtsratswahlen auf Seiten der Arbeitnehmervertretung überwiegend männliche Kandidaten durchgesetzt haben und die Geschäftsführung gegenwärtig zwei Männern übertragen ist. Die Umsetzung der festgelegten Zielvorgaben wird bei freiwerdenden Stellen in der jeweiligen Führungsebene Berücksichtigung finden. IV. RISIKO-, CHANCEN-, PROGNOSE- UND NACHTRAGSBERICHT Als weltweit tätiges Unternehmen der biopharmazeutischen Industrie ist die CSL Behring GmbH vor allem in den Bereichen Produktion und Qualität sowie im regulatorischen Bereich Risiken ausgesetzt, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Nachteilige Auswirkungen können sich sowohl auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung als auch auf die Vermögens- und Finanzlage ergeben. Das Risikomanagementsystem der CSL Behring GmbH ist darauf ausgerichtet, alle strategischen, operativen und finanziellen Risiken und Chancen zu erfassen. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Mittels konzernweiter Strukturen und halbjährlicher Risikoberichte sollen neue Risiken identifiziert, bestehende Risiken überwacht und Maßnahmen zur Risikominimierung definiert werden. Qualitätsrisiken werden im Unternehmen durch interne Qualitätssicherungsmaßnahmen entgegengewirkt. Die Bemühungen zur Risikominimierung werden zusätzlich durch eine strenge behördliche Aufsicht von neutraler Seite kontrolliert. Den Produkt- und Produktionsrisiken wird durch ein mehrstufiges Sicherheitssystem begegnet. Grundlage ist die Qualitätssicherung des Rohstoffs Plasma, beginnend mit der Auswahl und medizinischen Überwachung der Spender sowie der serologischen und genetischen PCR-Untersuchung (Polymerase- Kettenreaktion, englisch: Polymerase Chain Reaction, PCR) des gespendeten Plasmas in zertifizierten Labors. Alle Herstellungsprozesse unterliegen einer Validierung, um die Qualität und die Konstanz der Chargen zu gewährleisten. Humanplasma zur Fraktionierung, der wichtigste Bestandteil unserer Produkte, wird von der Konzerntochter CSL Plasma GmbH, Marburg, geliefert. Mit Plasmapheresezentren in den USA, Europa und Asien gehört die CSL Behring-Gruppe zu den Unternehmen, die diesen biologischen Rohstoff gewinnen. Diese konzerninternen Strukturen zur Plasmabeschaffung sollen sicherstellen, dass gleichbleibend hohe Qualitätsstandards und einheitliche Prozess- und Kontrollmechanismen für das benötigte Plasma erreicht werden. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich auf zukünftige Handelsgeschäfte in Fremdwährungen sowie auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf andere Währungen lauten. Die Wechselkursrisiken werden auf globaler Basis, soweit möglich, durch die Maximierung der natürlichen Absicherung (d.h. Verbindlichkeiten und Forderungen in derselben Währung) reduziert. In Übereinstimmung mit den Richtlinien der Geschäftsführung/ der CSL Group Treasury Risk Management Policy werden die Fremdwährungspositionen regelmäßig von Corporate Treasury erfasst, einer Sensitivitätsanalyse unterzogen und dem CFO der CSL Behring Group gemeldet. Während des Geschäftsjahres wurden bei der CSL Behring GmbH keine Devisentermingeschäfte gehandelt. Die Produkte des Unternehmens werden in vielen Ländern der Welt vertrieben und sind dort Preis- und Ausfallrisiken unterworfen. Diesen Risiken werden durch eine Diversifizierung der Märkte und Produkte entgegengewirkt. Zum Bilanzstichtag liegen keine wesentlichen Einzelwertberichtigungen auf Kundenforderungen vor. Das Unternehmen schätzt das Risiko von Forderungsausfällen auch in Zukunft als nicht wesentlich ein. Die Liquiditätsströme der CSL Behring-Gruppe werden von der globalen Treasury-Abteilung überwacht und gesteuert. Für das nächste Geschäftsjahr werden keine wesentlichen Liquiditätsrisiken gesehen. Für mögliche Schadens- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen finanziellen Folgen von eintretenden Risiken zu begrenzen. Im September 2022 wurde von der CSL Behring GmbH eine Garantieerklärung (Deed of Guarantee) gegenüber Commonwealth of Australia/National Blood Authority, Australien, für die Verpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe zur Lieferung von Plasmaprodukten abgegeben. Diese Garantieerklärung dient damit primär der Absicherung der Lieferverpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe, beinhaltet aber auch die Verpflichtung, die Commonwealth of Australia/National Blood Authority für etwaig durch Nichterfüllung der CSL-Unternehmensgruppe obliegenden Verpflichtungen entstandene Schäden schadlos zu halten. Diese Garantieerklärung beinhaltet eine Haftungsbeschränkung, die der Kapitalerhaltung der Gesellschaft dient. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Garantieerklärung wird mangels anderweitiger Indikatoren als gering eingeschätzt. Dementsprechend wurde bzw. wird das frei verfügbare Eigenkapital (mit Ausnahme des Stammkapitals) für die vorgenannte Garantieerklärung verwendet. Mangels anderer Indikatoren wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Garantie als gering eingeschätzt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern werden von zwei rechtlich selbständigen Pensionskassen verwaltet. Die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Arbeitnehmer- und Unternehmensbeiträge. Die Beiträge der CSL Behring GmbH an den Pensionsfonds für die beiden Pensionspläne (Penka 1 und Penka 2) betragen 600% (seit 1. Januar 2019) der Arbeitnehmerbeiträge für Penka 1 und 100% der Arbeitnehmerbeiträge für Penka 2. Um ein professionelles und rechtlich einwandfreies Verhalten unserer Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld zu gewährleisten, haben wir neben entsprechenden Schulungen und Trainings weltweit Verhaltensregeln aufgestellt, die im sogenannten "Code of Responsible Business Practice" (Code of Conduct) zusammengefasst sind. Um in Not- und Krisensituationen besser reagieren zu können, wurde eine erweiterte Notfallorganisation aufgebaut und ein Konzept zur Sicherung der betrieblichen Abläufe entwickelt. Das Konzept ist mehrstufig und bindet die bereits vorhandenen Notfalleinrichtungen sowie Alarmierungsketten am Standort ein. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts werden regelmäßig überprüft und bewertet. Die potenziellen Auswirkungen der Verfügbarkeit von Gaslieferungen wurden bewertet und geeignete Abhilfemaßnahmen ermittelt, um kurzfristig größere Störungen unseres Betriebs zu verhindern. Nach aktuellen Schätzungen sind Gaspreiserhöhungen auch bereits in unseren Budgets für das Geschäftsjahr 24 verankert. Für die Kontinuität der Gasversorgung wurde ein Notfallplan erstellt, der auf der Umstellung von Gas auf Öl zur bedarfsgerechten Erzeugung von Versorgungsleistungen basiert. Dementsprechend wurde eine erste Bevorratung mit Öl eingeleitet. Darüber hinaus haben wir eine Task Force eingerichtet, die Möglichkeiten zur Primärenergieeinsparung identifizieren soll. Der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und der Hamas begann im Oktober 2023. Das Unternehmen unterhält weder Handels- noch direkte Geschäftsbeziehungen (einschließlich Bankgeschäfte) in diesen Ländern. Daher haben diese Ereignisse bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit gehabt. Wir beobachten weiterhin die Entwicklungen dieses Konflikts in Israel und den umliegenden Gebieten, die mögliche Ausweitung solcher Konflikte und mögliche geopolitische Folgen, Terrorismus oder andere geopolitische Ereignisse. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen auf das Unternehmen ungewiss und können sich angesichts der unbeständigen Situation ändern. Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Erstellung des Jahresabschlusses gibt es eine Vielzahl von internen Kontrollen. Alle buchhalterischen Angaben werden während des Erstellungsprozesses auf den jeweils beteiligten Ebenen besprochen. Monatliche systemgestützte und manuelle Kontrollmechanismen sollen ebenso zur Ordnungsmäßigkeit des Abschlusses beitragen wie Arbeitsanweisungen, Freigabevorschriften und Standards zur Dokumentation von Geschäftsvorfällen. Bei wichtigen Geschäftsvorfällen gilt zudem das Vier-Augen-Prinzip. Soll-Ist-Vergleiche und die Analyse der Veränderungen der Bilanz- und GuV-Positionen sind weitere Kontrollen im Rahmen des Monatsabschlusses. Insgesamt ist die CSL Behring GmbH keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt und sieht die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens durch die identifizierten Risiken als nicht gefährdet an. Chancenbericht Die Beobachtung der Beschaffungs- und Absatzmärkte soll es ermöglichen, neue Potenziale frühzeitig zu erkennen. Das Unternehmen bewertet die identifizierten Chancen und entscheidet auf Basis der Ergebnisse über mögliche Investitionen. Die Ausweitung der Anwendungsgebiete bestehender Produkte auf zusätzliche Indikationen und die Zulassung von Produkten in neuen Märkten könnten weitere Umsatzpotenziale erschließen. Hochwertige Produkte bieten die Chance, neue Kunden zu gewinnen und damit dem Preisdruck der Konkurrenz aktiv entgegenzuwirken. Basierend auf dem Investitionsprogramm am Standort Marburg sollen die Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse weiter optimiert und ausgebaut werden. Der Bau der neuen Basisfraktionierungsanlage kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Den Herausforderungen durch Kostendruck und behördliche Überwachung versuchen wir mit der Optimierung der Wertschöpfung in der Produktion, mit den Qualitäts- und Sicherheitsstandards unserer Anlagen, mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter sowie mit der Effizienz und Stabilität unserer Produktionsprozesse zu begegnen. Innovation und Patientenorientierung gehören zu unseren Unternehmenswerten. Diese Eigenschaften sollen auch in Zukunft eine Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens bilden und dienen dazu, rechtzeitig auf Marktveränderungen oder veränderte Kundenanforderungen zu reagieren. Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktion prognostiziert. Starke Reallohnsteigerungen werden die Aktivität in den konsumnahen Branchen anregen. Angesichts der hohen Auftragsbestände wird auch das verarbeitende Gewerbe seine Produktion etwas steigern können, auch wenn von der Weltwirtschaft vorerst keine größeren Impulse zu erwarten sind. Negativ wird sich hingegen der Einbruch in der Bauwirtschaft auswirken. Für Deutschland wird in den Kieler Konjunkturberichten (Nr. 107 (2023 | Q3) für das Jahr 2024 ein Anstieg des BIP von 1,3% prognostiziert. Die CSL Behring Gruppe ist ein wachsendes Unternehmen. Für die Zukunft erwarten wir, dass die vergleichbare Nachfrage nach unseren Produkten anhalten wird. Die CSL Behring GmbH sieht sich mit ihrem aktuellen Produktportfolio auch im Geschäftsjahr 2023/24 gut aufgestellt. Aus heutiger Sicht wird sich die grundsätzliche Ausrichtung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023/24 nicht ändern. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens wird auf der Optimierung der Produktionskapazitäten liegen. Die im Lagebericht 2021/22 abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 hinsichtlich der Umsatzentwicklung wurde nicht erreicht, was vor allem auf einen Rückgang der Absatzmengen bei Humanalbuminprodukten zurückzuführen ist. Auch das prognostizierte Ergebnis nach Steuern und der geplante Cashflow fielen geringer aus als erwartet. Die wichtigsten Faktoren, die den Ergebnisrückgang beeinflussten, waren der Umsatzrückgang. Der Hauptgrund für die negative Entwicklung des Cashflows waren der gesunkene Gewinn. Die im Vorjahr prognostizierten Investitionen vielen deutlich geringer aus, weil die geplante Investition in die Basisfraktionierungsanlage um 6,0 Mio. EUR und ein 37,0 Mio. EUR teures Zameria Bulk-Projekt auf 2023/24 verschoben wurde. Für das Geschäftsjahr 2023/24 geht das Unternehmen davon aus, dass die Nachfrage nach plasmatherapeutischen Produkten in einem wettbewerbsintensiven globalen Markt weltweit stabil bleiben wird. Wir erwarten einen moderaten Umsatzanstieg für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024, was im Wesentlichen aus der zusätzlichen Produktionskapazität durch die Basisfraktionsanlage resultiert. Für das Geschäftsjahr 2023/24 geht das Management von einem Ergebnis nach Steuern und von einem Cashflow auf einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/23 stark verringerten Niveau aus. Der Anstieg der Betriebskosten, der u.a. durch die Erhöhung der Personalkosten aus der Tariferhöhung geprägt ist, wird durch Produktivitätssteigerungen kompensiert werden. Der Anstieg bei den Anlagen und der Infrastruktur ist auf den Anstieg der weltweiten Gaslieferungen zurückzuführen. Die gestiegenen Kosten werden im Rahmen des Budgets aufgefangen und sollen gleichmäßig über das Jahr verteilt werden, um einen Nettogewinn zu erzielen. Das Unternehmen verfügt über ausreichende finanzielle Mittel und Kreditlinien, um zukünftige Investitionen und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Für das Geschäftsjahr 2023/24 sind Investitionen in Höhe von 87,9 Mio. EUR prognostiziert. Damit unterstreicht die CSL Behring GmbH ihr Engagement für kontinuierliche Investitionen in die bestehenden Anlagen, um die langfristige Zukunft des Pharmastandorts Marburg zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Nachtragsbericht Für Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Marburg, 16. Februar 2024 Die Geschäftsführung Michael Schröder Dr. Lutz Bonacker
* Die mit * gekennzeichneten Paragraphen wurden
von EY nicht geprüft.
Marburg, March 28, 2024 CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG Dr. Lutz Bonacker, Managing Director / Geschäftsführer CSL Behring Verwaltungs GmbH Bericht des Aufsichtsrats der CSL Behring GmbH (die "Gesellschaft") Geschäftsjahr 2022/2023Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Camilla Shen wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2022 zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates ernannt. Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen am 2. Dezember 2022 sowie am 5. April 2023 Erörterungen vorgenommen und Beschlüsse gefasst zu dem Bericht des Aufsichtsrats und der Empfehlung zur Bestellung der Wirtschaftsprüfer. Der Aufsichtsrat hat das Management der Unternehmensgeschäfte überwacht und die Geschäftsführung beratend begleitet. Er hat sich hierzu regelmäßig von der Geschäftsführung über den Gang der Geschäfte und die Situation der Gesellschaft mündlich und schriftlich unterrichten lassen und hat alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen erörtert. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensstrategie und der Weiterentwicklung der Organisations- und Personalstruktur sowie der Investitions- und Finanzplanung einschließlich des Fortschritts der Transformationsinitiativen sowie der Energie- und Gasversorgungssituation für den Standort Marburg. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in engem Kontakt zur Geschäftsführung und wurde über wichtige Geschäftsvorfälle und Entscheidungen auf dem Laufenden gehalten. Anlass zu darüber hinaus gehenden besonderen Überwachungsmaßnahmen sah der Aufsichtsrat nicht. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss, den Lagebericht und die Ergebnisse der Abschlussprüfung geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die Buchführung, der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie der Lagebericht von der ordnungsgemäß beauftragten Emst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurden. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben. Er billigt den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, ihn festzustellen. Schließlich dankt der Aufsichtsrat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft sowie der Geschäftsführung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.
Marburg, 15. März 2024 Der Aufsichtsrat Michael Deem, Vorsitzender Rebar Bamemy, Stellvertretender Vorsitzender |
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