Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 1056
Vorher
Aventis Behring GmbHZLB Behring GmbH
Eingetragen
25.9.1942
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Die Erforschung, die Entwicklung, die Herstellung sowie der Verkauf und Vertrieb von pharmazeutischen Produkten zur Anwendung am Menschen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christina Burek
seit 2.1.2026
Prokura
Martin Westphal
seit 5.6.2025
Prokura
Martina Witzer
seit 25.3.2025
Prokura
Denise Halper
seit 25.3.2025
Prokura
Constantin Dönges
seit 25.3.2025
Prokura
Özcan Campinar
seit 25.2.2025
Prokura
Markus Ries
seit 25.2.2025
Prokura
Anika Wagner
seit 25.2.2025
Prokura
Christian Wieszner
seit 20.2.2025
Geschäftsführer
Fabian Moritz
seit 16.1.2025
Prokura
Murat Dalar
seit 16.1.2025
Prokura
Oliver Vornkahl
seit 18.7.2024
Prokura
Niklas Hermann Schier
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Prokura
Fabian Ade
seit 5.5.2022
Prokura
Christian Müller
seit 5.5.2022
Prokura
Gabor Racz
seit 5.5.2022
Prokura
Wolfgang Schneider
seit 7.3.2022
Prokura
Dennis Finger
seit 27.8.2019
Prokura
Oliver Rosenthal
seit 26.9.2017
Prokura
Markus Decher
seit 29.12.2014
Prokura
Tanja Templer
seit 11.3.2009
Prokura
Antje Michel
seit 26.1.2006
Prokura
Michael Rode
seit 16.8.2002
Prokura
Dieter Engstfeld
seit 16.8.2002
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CSL Behring GmbH

Marburg/Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CSL Behring GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CSL Behring GmbH, Marburg - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CSL Behring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die in Abschnitt III. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 26. Februar 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph von Seidel, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 34.748 42.743
II. Sachanlagen 830.518 812.942
III. Finanzanlagen 28.108 28.108
893.374 883.793
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.481 76.362
2. Unfertige Erzeugnisse 686.641 479.486
3. Fertige Erzeugnisse 282.744 237.745
4. geleistete Anzahlungen 4.050 11.343
1.058.916 804.936
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 53.682 59.530
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 992.693 864.652
3. Sonstige Vermögensgegenstände 58.705 23.252
1.105.080 947.434
III. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten 656 11.668
2.164.652 1.764.038
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.470 2.689
Bilanzsumme 3.059.496 2.650.520

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.565 25.565
II. Kapitalrücklage 325.183 325.183
III. Gewinnvortrag 55.397 55.397
406.145 406.145
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 191.634 174.026
2. Sonstige Rückstellungen 167.823 137.146
359.457 311.172
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.284 199.594
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 3.351
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.026 26.041
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.062.926 1.631.907
5. Sonstige Verbindlichkeiten 26.658 72.310
- davon aus Steuern TEUR 2.354 (VJ TEUR 23.465)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 85 (VJ TEUR 88)
2.293.894 1.933.203
Bilanzsumme 3.059.496 2.650.520

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/2023

01.07.2022 - 30.06.2023 01.07.2021 - 30.06.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 2.843.085 2.234.873
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 289.661 -61.610
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 8.581 1.263
4. Sonstige betriebliche Erträge 237.535 243.713
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 231.516 (VJ TEUR 237.462)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -1.630.582 -1.207.624
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -235.428 -221.847
-1.866.010 -1.429.471
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -217.525 -198.657
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -72.686 -73.537
davon für Altersversorgung TEUR 38.477 (VJ TEUR 38.353)
-290.211 -272.194
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -57.757 -48.110
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -508.699 -380.272
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 225.548 (VJ TEUR 216.616)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) TEUR 6 (VJ TEUR 1.176)
9. Erträge aus Beteiligungen 2.095 2.270
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.095 (VJ TEUR 2.270)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.399 1.881
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 9.393 (VJ TEUR 1.881)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.351 -4.493
davon an verbundene Unternehmen TEUR 17.993 (VJ TEUR 715)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR 3.769 (VJ TEUR 3.235)
12. Ergebnis nach Steuern 639.328 287.850
13. Sonstige Steuern 28 -262
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -639.356 -287.588
15. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GESELLSCHAFT UND ZUM JAHRESABSCHLUSS

(1) Allgemeine Angaben

Die CSL Behring GmbH Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 1056 eingetragen und hat ihren Firmensitz in D-35041 Marburg, Emil-von-Behring-Straße 76.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

(2.1) Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert.

Die Aktivierung der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Eigenleistungen werden außer bei immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis EUR 1.000 wurde ein steuerlicher Sammelposten aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz gebildet, der linear auf 5 Jahre abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Anteile werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

(2.2) Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet.

Abwertungen aufgrund niedrigerer Wiederbeschaffungskosten auf Basis des vom Beschaffungsmarkt abgeleiteten Zeitwertes werden berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten bewertet.

Die Herstellungskosten basieren auf den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten. Weiterhin werden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, das heißt, es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Bei der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts von unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden die Verhältnisse am Absatzmarkt berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus Überbeständen, geminderter Verwertbarkeit aufgrund qualitativer Mängel, kurzer Restlaufzeiten sowie niedrigerer beizulegender Werte ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen werden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet; erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

(2.3) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

(2.4) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt.

Dabei wurden folgende Parameter berücksichtigt:

in % 30.06.2023 30.06.2022
Abzinsungsfaktor 1,80 1,77
Gehaltstrend 3,00 3,00
Rententrend 2,00 2,00
BBG-Trend 2,50 2,50

Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen entspricht dem zum Juni 2023 von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit umfassen bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge. Der zur Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit verwendete Diskontierungszins beträgt 0,76% (Vj. 0,35%). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der zur Berechnung der Rückstellungen für Arbeitsjubiläen verwendete Diskontierungszins beträgt 1,57% (Vj. 1,36%).

(2.5) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

(2.6) Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs.1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

ANGABEN ZUR BILANZ

(3) Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 01.07.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand zum 30.06.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 23.231 2.030 0 0 25.261
2. Entgeltlich erworbene Produktions- und Vertriebsrechte 35.363 0 0 0 35.363
3. Geleistete Anzahlungen 6.302 54 (5.910) 0 446
64.896 2.084 (5.910) 0 61.070
II. Sachanlagen
1. Gebäude 104.615 18.501 226.826 0 349.942
2. Technische Anlagen und Maschinen 620.690 19.728 262.037 (2.404) 900.051
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.910 4.024 8.317 (157) 94.094
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 577.431 44.327 (491.270) (21.267) 109.221
1.384.646 86.580 5.910 (23.828) 1.453.308
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.108 0 0 0 28.108
28.108 0 0 0 28.108
1.477.650 88.664 0 (23.828) 1.542.486
Abschreibungen
Stand zum 01.07.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand zum 30.06.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software (20.680) (1.138) 0 0 (21.818)
2. Entgeltlich erworbene Produktions- und Vertriebsrechte (1.473) (3.031) 0 0 (4.504)
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
(22.153) (4.169) 0 0 (26.322)
II. Sachanlagen
1. Gebäude (41.003) (7.908) 0 0 (48.911)
2. Technische Anlagen und Maschinen (468.553) (38.821) 4.256 2.346 (500.772)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (62.148) (6.859) (4.256) 156 (73.107)
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 0 0
(571.704) (53.588) 0 2.502 (622.790)
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
(593.857) (57.757) 0 2.502 (649.112)
Buchwerte
30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.443 2.551
2. Entgeltlich erworbene Produktions- und Vertriebsrechte 30.859 33.890
3. Geleistete Anzahlungen 446 6.302
34.748 42.743
II. Sachanlagen
1. Gebäude 301.031 63.612
2. Technische Anlagen und Maschinen 399.279 152.137
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.987 19.762
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 109.221 577.431
830.518 812.942
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.108 28.108
28.108 28.108
Gesamt 893.374 883.793

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Eigenleistungen in Sachanlagen in Höhe von EUR 8,6 Mio. (Vj EUR 1,3 Mio.) aktiviert und außerplanmäßige Abschreibung von Sachanlagen in Höhe von EUR 0 (Vj EUR 4,9 Mio.) vorgenommen.

(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(5) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 406.195 397.520
davon gegen Gesellschafter 0 391.544
Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen 586.498 467.132
davon aus Cash-Pooling 444.653 326.526
Gesamt 992.693 864.652

Die Darlehensforderungen beinhalteten Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen CSL Plasma GmbH, Marburg, CSL Holdings Inc US, King of Prussia, USA, CSL Behring Innovation GmbH, Marburg, CSL Behring GmbH, Wien, Österreich, CSL Behring Lengnau AG, Lengnau, Schweiz, CSL Behring NV, Mechelen Belgien, sowie Darlehen gegenüber der CSL Finance GmbH, Marburg, der CSL Behring s.r.o, Prag, Tschechische Republik, der CSL Behring K.f.t, Budapest, Ungarn, der CSL Behring Sp. z o.o., Bratislava, Polen, der CSL Behring Slowakai s.r.o., Slowakai, der Calimmune Inc. USA, Tucson, USA, der Calimmune Pty Ltd. Australia, Potts Point, Australia sowie der CSL Holdings GmbH, Marburg.

Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(6) Sonstige Vermögensgegenstände

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
Übrige Vermögensgegenstände 58.705 23.252
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0

(7) Eigenkapital

Alle Anteile am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.564.594,06 werden von der CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, Marburg, gehalten.

Der Gesamtbetrag der gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Rücklagen betrug TEUR 1 aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

(8) Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die in der Bilanz ausgewiesene Pensionsrückstellung bezifferte sich auf EUR 191,6 Mio. (VJ EUR 174,0 Mio.) und betrifft ausschließlich Zusatzversorgungsleistungen.

Der im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelte Zuführungsbetrag (EUR 17,1 Mio.) wird seit dem Geschäftsjahr 2011 gleichmäßig auf den Zeitraum bis 2024 mit mindestens 1/14 p. a. verteilt. Der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres 2022/23 (EUR 1,2 Mio.) wurde gesondert als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB" erfasst. Der verbleibende Betrag von EUR 1,2 Mio. (Unterdeckung) wird in den Jahren 2024 zu mindestens EUR 1,2 Mio. pro Jahr zugeführt.

Mit der Regelung zur handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen vom 17. März 2016 sind ab dem Geschäftsjahr 2015/16 Pensionsrückstellungen unter Annahme des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 10 Jahre abzuzinsen.

Hieraus ergeben sich folgende bilanzielle Ansätze:

30.06.2023
TEUR Zinssatz
7 Jahres Zins 200.787 1,57%
10 Jahres Zins 192.332 1,80%
Unterschiedsbetrag (8.455)

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 8,5 Mio. wird durch frei verfügbare Rücklagen abgedeckt.

Die Mitarbeiter der CSL Behring GmbH gehören außerdem zwei Pensionsplänen (Penka 1 oder Penka 2) mehrerer Arbeitgeber an, welche von der rechtlich selbständigen Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG (Penka 1) und der Höchster Pensionskasse VVaG (Penka 2) verwaltet werden. Die CSL Behring GmbH und deren Mitarbeiter zahlen Beiträge zu den Pensionsplänen und erwerben dadurch Pensionsansprüche.

Die Firmenbeiträge der Penka 1 sind von der Pensionskasse vorgegeben und dazu bestimmt, die auf versicherungsmathematischen Annahmen basierende zu erwartende Verpflichtung abzudecken. Die Firmenbeiträge zur Penka 2 stehen aufgrund einer Betriebsvereinbarung fest und sind fix. Gegenüber den Pensionskassen kann in der Regel keine Subsidiärhaftung erwachsen, da die Penka 1 die Firmenbeiträge so bemisst, dass hierdurch die zugesagten Leistungen erbracht und etwaige Verwaltungskosten gedeckt werden. Die (Mindest-)Leistungen der Penka 2 sind so vorsichtig bemessen, dass eine Subsidiarhaftung aktuell ebenfalls praktisch ausgeschlossen werden kann. Die Beiträge der CSL Behring GmbH an die Penka 1 betrugen im Geschäftsjahr 600% der Mitarbeiterbeiträge für Penka 1 (Beiträge im Jahr 2022/23 EUR 5,7 Mio.) und 100% der Mitarbeiterbeiträge für Penka 2 (Beiträge im Jahr 2022/23 EUR 1,4 Mio.). Die laufenden Beitragszahlungen wurden als Aufwand aus beitragsorientierten Plänen im operativen Ergebnis des Geschäftsjahres erfasst.

(9) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen mitarbeiterbezogene Rückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Preisnachlässe, Rabatte und Boni.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vj EUR 3,8 Mio.) wurden mit Vermögensgegenständen verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Aus der Neubewertung des Deckungsvermögens wurden weder Erträge noch Aufwendungen erfasst. Die Vermögensgegenstände hatten zum 30. Juni 2023 einen Marktwert von EUR 0,6 Mio (Vj EUR 0,7 Mio.) und Anschaffungskosten von EUR 0,6 Mio (Vj EUR 0,7 Mio.). Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2,1 Mio. (Vj EUR 4,5 Mio.)

Der Marktwert der Vermögensgegenstände entspricht dem Börsenkurswert der Fondsanteile in Fondswährung zum Bilanzstichtag.

Auf Basis des Tarifvertrages Lebensarbeitszeit und Demografie Chemie vom 16. April 2008 wurde ein Demografiefonds für alle Tarifmitarbeiter(innen) gebildet. In diesen erfolgen regelmäßig Einzahlungen, die bei einem Treuhänder auf der Grundlage eines Treuhandvertrages angelegt werden. Die entsprechenden Rückstellungen und die zugehörigen Forderungen gegen den Treuhänder aus den angelegten Mitteln (Planvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander verrechnet. Die Anschaffungskosten, der vollständig verrechnete Marktwert der Vermögensgegenstände sowie der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Rückstellungen beliefen sich auf EUR 12,0 Mio. (Vj EUR 11,7 Mio.) Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen fand im Berichtsjahr in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.) statt.

(10) Verbindlichkeiten

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.284 199.594
- davon mit einer Restlaufzeit bis einem Jahr 35.420 35.135
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 128.864 163.393
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 1.066
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 3.351
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 3.351
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.026 26.041
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 40.026 26.041
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.062.926 1.631.907
- davon aus Lieferungen und Leistungen 525.454 153.922
- davon aus Darlehen 0 0
- davon aus Cashpooling 902.928 883.295
- davon gegenüber Gesellschaftern 634.544 594.692
- davon mit einer Restlaufzeit bis einem Jahr 2.062.926 1.631.907
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 0 0
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 26.658 72.310
- davon mit einer Restlaufzeit bis einem Jahr 26.658 64.550
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 0 3.441
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 4.319
Gesamt 2.293.894 1.933.203

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 164,3 Mio. (Vj EUR 199,6 Mio.) hat die CSL Limited, Melbourne, Australien, mit Datum vom 13. September 2017 garantiert, für die Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten gegenüber dem Kreditinstitut einzustehen.

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(11) Umsatzerlöse

01.07.2022-30.06.2023 01.07.2021-30.06.2022
TEUR TEUR
Geschäftsbereiche
Erzeugnisse und Handelswaren 2.767.759 2.147.408
Rohstoffverkäufe und sonstige 75.326 87.465
Gesamt 2.843.085 2.234.873
Regionen
Europa 1.261.774 1.186.103
davon Erzeugnisse und Handelswaren 1.227.375 1.149.189
davon Rohstoffverkäufe und Sonstige 34.399 36.914
Nordamerika 1.278.101 806.115
davon Erzeugnisse und Handelswaren 1.266.591 792.506
davon Rohstoffverkäufe und Sonstige 11.510 13.609
Asien 77.890 145.847
davon Erzeugnisse und Handelswaren 77.495 145.119
davon Rohstoffverkäufe und Sonstige 395 728
Übrige Gebiete 225.320 96.808
davon Erzeugnisse und Handelswaren 196.298 60.594
davon Rohstoffverkäufe und Sonstige 29.022 36.214
Gesamt 2.843.085 2.234.873

Der Umsatzanstieg ist auf einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, der sich aus einem veränderten Verkaufsmix hin zu höherwertigen Produkten ergibt.

(12) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 231,5 Mio. (VJ EUR 237,5 Mio.) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 6,3 Mio. (VJ EUR 8,1 Mio.).

(13) Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von EUR 1.866,0 Mio. (VJ 1.429,5 Mio.) beinhaltet periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,0 Mio. (VJ EUR 5,0 Mio.) aus der Fremdwährungsumbewertung der Vorräte.

(14) Anzahl der Mitarbeiter

Die jahresdurchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter betrug:

2022/23
Produktion 2.517
Verwaltung 73
Forschung und Entwickiung 31
Vertrieb 230
Gesamt 2.851

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 508,7 Mio. (VJ EUR 380,3 Mio.) enthielten Konzernbelastungen, Kursverluste aus Fremdwährungen EUR 225,5 Mio. (VJ EUR 216,6 Mio.), sowie überwiegend Fremdleistungen, Vertriebsaufwendungen, Versicherungsprämien, Mietaufwendungen, Prüfungs- und Beratungskosten, sowie Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 6,0 (Vj EUR 1,2 Mio.).

(16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft mit dem Organträger CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG fielen bei der CSL Behring GmbH keine Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr sowie keine latenten Steuern an.

Sämtliche latente Steuern wurden daher auf Ebene der Organträgerin ermittelt und gegebenenfalls dort bilanziert.

(17) Sonstige Steuern

Bei den sonstigen Steuern handelte es sich um Grundsteuer.

(18) Gewinnverwendung

Aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres vollständig an die CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG abgeführt.

SONSTIGE ANGABEN

(19) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von EUR 180,9 Mio (Vj EUR 222,5 Mio) betraf mit EUR 7,6 Mio (Vj EUR 11,2 Mio) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Dienstleistungsverträgen und setzte sich wie folgt zusammen:

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Gesamtbetrag davon fällig bis 30. Juni 2024
TEUR
Bestellobligo im Anlagevermögen 44.478 38.872
Verpflichtungen aus Mietverträgen 128.908 9.491
Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen 7.555 7.555
180.941 55.918

Verpflichtungen aus Bestellobligo im Anlagevermögen beziehen sich im Wesentlichen auf Investitionsvorhaben am Standort Marburg.

Verpflichtungen aus Mietverträgen beinhalten Aufwendungen für nicht aktivierte Vermögensgegenstände, deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum nicht der Gesellschaft zuzurechnen ist. Damit tragen sie zu einer verbesserten Liquiditätsplanung und Senkung der Kapitalbindung bei. Die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile und Risiken werden vollständig vom Vermieter getragen und haben folglich keine Auswirkungen für die Gesellschaft.

Im September 2022 wurde von der CSL Behring GmbH eine Garantieerklärung (Deed of Guarantee) gegenüber Commonwealth of Australia/National Blood Authority, Australien, für die Verpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe zur Lieferung von Plasmaprodukten abgegeben. Diese Garantieerklärung dient damit primär der Absicherung der Lieferverpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe, beinhaltet aber auch die Verpflichtung, die Commonwealth of Australia/National Blood Authority für etwaig durch Nichterfüllung der CSL-Unternehmensgruppe obliegenden Verpflichtungen entstandene Schäden schadlos zu halten. Diese Garantieerklärung beinhaltet eine Haftungsbeschränkung, die der Kapitalerhaltung der Gesellschaft dient. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Garantieerklärung wird mangels anderweitiger Indikatoren als gering eingeschätzt.

(20) Aufstellung des Anteilsbesitzes

Anteil am Kapital Eigenkapital Zum 30.06.2022 davon Jahresergebnis
Gesellschaft/Sitz (%) Währung in 1.000 Landeswährung in 1.000 Landeswährung
CSL Behring GmbH
Wien/Österreich 100 EUR 5.441 2.282
CSL Behring S.A.
Barcelona/Spanien 100 EUR 40.989 3.242
CSL Behring AB
Stockholm/Schweden 100 SEK 493.186 71.275
CSL Behring S.p.A.
Mailand/Italien 96 EUR 91.382 5.914
CSL Behring Lda.
Lissabon/Portugal 100 EUR 12.759 725
CSL Behring NV
Brüssel/Belgien 48 EUR 26.391 5.012
CSL Behring B.V.
Breda/Niederlande 48 EUR 15.570 1.695
CSL Behring M.E.P.E
Athen / Griechenland 100 EUR 4.788 678

Grundlage der Angaben waren die Daten aus den vorliegenden lokalen Jahresabschlüssen zum 30. Juni 2022 bzw. des IFRS Abschlusses zum 30. Juni 2022 (CSL Behring B.V., Breda, Niederlande).

(21) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen sind ausschließlich 100-prozentige Tochterunternehmen der CSL Limited, Melbourne, Australien, Vertragspartner der Gesellschaft. Diese Beziehungen werden auf Konzernebene konsolidiert. Eine Angabe kann daher unterbleiben. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit sonstigen nahe stehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

(22) Höhe der Abschlussprüferhonorare

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/23 berechneten Gesamthonorare betrugen:

Art der Honorare

In TEUR 2022/23
Abschlussprüfung (einschließlich Auslagen) 335
Sonstige Leistungen 8
Gesamt 343

Der Posten Honorare für Abschlussprüfungen enthielt die gesamten an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gezahlten und noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung und Testierung des Jahresabschlusses.

(23) Bezüge der Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglieder

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer beziehen wir uns auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten Vergütungen in Höhe von TEUR 20,5.

(24) Konzernkreis und Gewinnabführungsvertrag

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die CSL Limited, Melbourne, Australien.

Die Gesellschaft nimmt die Befreiung des § 292 Abs. 2 HGB in Anspruch und erstellt keinen Teilkonzernabschluss.

Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der CSL Limited, Melbourne, Australien, ist nach den australischen Accounting Standards aufgestellt, welche die IFRS vollumfänglich umfassen und wird im Unternehmensregister in englischer Sprache veröffentlicht.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, der mit Wirkung zum 1. Juli 2005 abgeschlossen und mit Wirkung zum 1. Juli 2014 aufgrund der Änderung des § 17 Satz 2 Nr. 2 KStG durch das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts geändert wurde.

(25) Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022/23 sind bis zur Erstellung des Lageberichtes keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten.

(26) Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer

Dr. Lutz Bonacker, Marburg

Managing Director, Commercial Operations EU

Michael Schröder, Wetter

Managing Director, Marburg Operations

Aufsichtsratsmitglieder

Michael Fred Deem, Vorsitzender

Global Head of Manufacturing and Supply Chain

CSL Behring L.L.C, King of Prussia, USA

Gregory Boss

Executive Vice President Legal & Group General Counsel,

CSL Behring L.L.C., King of Prussia, USA

Michèle Mertenat Marti

Senior Director Human Resources Business Partner

CSL Behring AG, Bern, Schweiz

Jason Mugridge

Executive Director, Global Accounting Operations, CSL Group

Seqirus UK Limited, Liverpool, UK

Martin Vey

Executive Director Plasma Product Development

CSL Behring GmbH, Marburg

Bernd Rößer *

Production Quality Management Officer,

CSL Behring GmbH, Marburg

Dr. Johannes Krämer

Senior Director, Engineering Services,

CSL Behring GmbH, Marburg

Reiner Dönges *

Betriebsratsvorsitzender,

CSL Behring GmbH, Marburg

Rebar Bamerny * , stellvertretender Vorsitzender

Senior Business Systems Analyst,

CSL Behring GmbH, Marburg

Michael Reinhart *

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Anne Weinschenk *

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Camilla Shen (seit 01.07.2022)

Executive Director Commercial Operations Intercontinental

CSL Behring AG, Berne, Switzerland

* Arbeitnehmervertreter

 

Marburg, den 16. Februar 2024

Die Geschäftsführer

Michael Schröder

Dr. Lutz Bonacker

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 der

CSL Behring GmbH, Marburg

I. GESCHÄFT UND ALLGEMEINE BEDINGUNGEN

CSL Behring Gruppe - allgemeine Rahmenbedingungen

Die CSL Behring-Gruppe ist Teil der CSL-Unternehmensgruppe, die lebensrettende Therapeutika für die Behandlung seltener und schwerer Krankheiten anbietet. Das Unternehmen verfügt über eine Reihe von plasmatischen und rekombinanten Produkten und bedient Märkte in Nord- und Südamerika, Asien, Europa und Australien. Die CSL-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Melbourne, Australien, und beschäftigt weltweit mehr als 30.000 Mitarbeiter.

Die CSL Behring-Gruppe kann auf eine über 100 Jahre lange Tradition zurückblicken und unterhält integrierte Produktionsplattformen mit Standorten in den USA, Deutschland, der Schweiz, Australien und China.

CSL Plasma, ein Geschäftsbereich der CSL Behring Gruppe, betreibt über 330 Spendezentren in den USA, Europa und Asien für die Gewinnung von Blutplasma.

CSL Behring GmbH

Die CSL Behring GmbH ist seit 2004 Teil der CSL Behring Gruppe. Mit der CSL Behring GmbH befindet sich einer der größten Produktions- und Forschungsstandorte der CSL Behring Gruppe in Marburg.

Zum 30. Juni 2023 sind 2.965 (Vorjahr 2.841) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Damit ist die CSL Behring GmbH einer der größten lokalen Arbeitgeber im Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt. Damit stellt sie auch einen bedeutenden Wirtschafts- und Finanzfaktor für das Einzugsgebiet der Region Marburg dar.

Die CSL Behring GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die Therapiegebiete Intensivmedizin, Gerinnungsstörungen, Hämophilie sowie Immundefekte und hereditäres Angioödem (HAE).

Von CSL Behring GmbH vermarktete Fertigprodukte im Überblick:

Präparat Leitindikation
Hämophilie
AFSTYLA® (rec. F VIII, Single Chain) Hämophilie A
Beriate® P (F VIII:C) Hämophilie A
Berinin® P (F IX) Hämophilie B
Haemate® P (F VII:C + vWF) Hämophilie A, Von-Willebrand-Syndrom
Humate-P® Hemmkörperhämophilie A
IDELVION® (rec. F IX, Albumin-Fusionsprotein) Hämophilie B
Mononine® (F IX) Hämophilie B
Voncento® (F VII:C + vWF) Hämophilie A, Von-Willebrand-Syndrom
Spezialprodukte und Intensivmedizin
Alburex® (20%) Volumen-Substitution
Alburex® (5%) Volumen-Substitution
Berinert® Schwellungen bei hereditärem Angioödem (HAE), intravenöse Anwendung
Beriplex® P/N (PPSB) Kcentra® Blutungen und Notfälle unter Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten
Blutungen mit niedrigem Quickwert jeglicher Genese (z. B. bei schweren Leberschäden)
Fibrogammin® P (F XIII) Blutungen und Notfälle unter Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten
Blutungen mit niedrigem Quickwert jeglicher Genese (z. B. bei schweren Leberschäden)
HAEGARDA® Schwellungen bei hereditärem Angioödem (HAE), subkutane Anwendung
Haemocomplettan® P (FI), Riastap® Blutungen mit Fibrinogen-Mangel
Human-Albumin 20% Therapie des Albumin-Mangels, Anhebung des onkotischen Drucks
Volumen-Substitution
Humanalbin® (5%) Volumen-Substitution
Kybernin® Angeborener und erworbener Antithrombin III Mangel
Respreeza® / Zemaira® Alpha 1-Antitrypsin-Mangel (erbliches Lungenemphysem)
Immunglobuline
Beriglobin® (polyvalentes IgG, i.m. + s.c.) Hepatitis A-Prophylaxe
Berirab® (Tollwut-IgG, i.m.) Tollwut-Prophylaxe (in Kombination mit Impfstoff)
Hepatitis B-Immunglobulin (i. m.) Hepatitis B-Prophylaxe (in Kombination mit Impfstoff)
Hizentra® (Polyvalentes IgG, s.c.) Primäre und sekundäre Immundefekte
Privigen® (Polyvalentes IgG, i.v.) Primäre und sekundäre Immundefekte, Autoimmunerkrankungen
Rhophylac® (i.v. + i.m.) Anti-D-Prophylaxe bei Rhesus-negativen Schwangeren
Tetagam® (i.m. + s.c.) Tetanus-Prophylaxe (in Kombination mit Impfstoff)
Wundheilung
Beriplast® P Combi Set Fibrinkleber-Kit, bei chirurgischen Eingriffen, besonders in der Endoskopie

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

Makroökonomische und sektorale Rahmenbedingungen

Gemäß den Kieler Konjunkturberichten vom Herbst 2023 Nr. 107 (2023IQ3) hat sich die Lage der deutschen Wirtschaft in den letzten Monaten verschlechtert. Obwohl die hohen Krankenstände und Lieferengpässe spürbar nachgelassen haben, ist das BIP noch nicht wieder auf Expansionskurs. Konjunkturumfragen deuten darauf hin, dass die Konjunkturdynamik auch im zweiten Halbjahr dieses Jahres schwach bleiben wird. Insgesamt wird erwartet, dass das BIP im laufenden Jahr um 0,5 Prozentpunkte sinken wird (Sommerprognose: -0,3 Prozent).

Für den branchenbezogenen Weltmarkt wird insgesamt mit einem jährlichen Wachstum im einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Therapeutika aus Humanplasma im Geschäftsjahr 2022/23 ist ein wesentlicher Faktor für die stabile Ertragslage der CSL Behring GmbH. Plasmaprodukte werden vor allem bei Patienten eingesetzt, die an schweren, meist lebensbedrohlichen Erbkrankheiten leiden und lebenslang auf diese Therapeutika angewiesen sind. Der Einsatz von Plasmaprodukten wird daher in erster Linie durch medizinisch-therapeutische Notwendigkeiten bestimmt und ist nicht von kurz- bis mittelfristigen Schwankungen der weltweiten Konjunktur abhängig. Dennoch können weltpolitische Veränderungen und Wechselkursentwicklungen Auswirkungen auf das operative Geschäft haben.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022/23 steigerte die CSL Behring GmbH ihren Umsatz auf EUR 2.843,1 Mio. (Vj. EUR 2.234,9 Mio.), was einer Steigerung von EUR 608,2 Mio. (27,2%) und im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen der Produkte Beriplex®, Privigen®, Berinert®, Haegarda® und Humate-P® aus den Produktlinien Intensivmedizin, Immunglobulin und Hämophilie resultiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 237,5 Mio. EUR (Vj. 243,7 Mio. EUR) sind im Wesentlichen auf Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen.

Die Erlöse aus Produktverkäufen betrugen in diesem Geschäftsjahr 2.767,8 Mio. EUR (Vorjahr 2.147,4 Mio. EUR). Der Anstieg in Höhe von 620,4 Mio. EUR ist hauptsächlich auf den Anstieg des Umsatzes im Segment Spezialprodukte zurückzuführen, zu denen auch die Intensivpflegeprodukte gehören (1.715,1 Mio. EUR, +382,5 Mio. EUR).

In der Produktgruppe Hämophilie erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 358,4 Mio. EUR. (+13,7 Mio. EUR), der sich durch Umsatzsteigerung von Humate-P® erklärt. Das Geschäftsfeld Immunglobuline erzielte einen Umsatz von 383,4 Mio. EUR (+123,5 Mio. EUR). Diese wesentliche Umsatzsteigerung ist insbesondere auf das Produkt Privigen zurückzuführen.

Die Umsätze aus dem Bereich Wundheilung entwickelten sich mit 23,4 Mio. EUR rückläufig (-1,2 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr.

In der Vertriebsregion Nordamerika konnte der Umsatz mit unseren Produkten gesteigert werden. Insgesamt wurde in der Region Nordamerika ein Umsatz von 1.266,6 Mio. EUR (Vorjahr 792,5 Mio. EUR) erzielt, was einer Steigerung von +474,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Umsatzerlöse in Europa aus Produktverkäufen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,227.4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (1.149,2 Mio. EUR).

Die Region Asien erzielte in diesem Jahr einen Umsatz aus Produktverkäufen von 77,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (145,1 Mio. EUR), was einen Rückgang von 67,6 Mio. EUR bedeutet.

Die Entwicklung der Einnahmen aus Produktverkäufen führte zu einem Gewinn nach Steuern in Höhe von 639,4 Mio. EUR, was einer Steigerung in Höhe von 351,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (287,6 Mio. EUR) entspricht. Ausschlaggebend für diese Gewinnsteigerung waren vor allem die Umsatzsteigerungen.

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss vor Gewinnabführung / Umsatz) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 22,5% (Vorjahr 12,9%). Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg zurückzuführen.

Für das Unternehmen sind folgende Kennzahlen wichtig: Umsatzerlöse, Ergebnis nach Steuern, Cashflow und Investitionen.

Lage des Unternehmens

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/23 hat die CSL Behring GmbH ihren Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahreswert von 2.234,9 Mio. EUR um 608,2 Mio. EUR (27,2%) auf 2.843,1 Mio. EUR gesteigert. Der Therapiebereich Spezialprodukte erreichte einen Gesamtanteil am Produktumsatz von 60% (Vorjahr 62%) und Hämophilie 13% (Vorjahr 16%). Die Umsätze der Therapiebereiche Immunglobuline, Wundheilung und sonstige Produkte machen 27% (Vorjahr 22%) des Umsatzvolumens aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 6,2 Mio. EUR auf 237,5 Mio. EUR (Vorjahr 243,7 Mio. EUR), vor allem aufgrund von Währungsumrechnungen.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 436,5 Mio. EUR auf 1.866,0 Mio. EUR (Vorjahr 1.429,5 Mio. EUR) und wurde im Wesentlichen durch höhere Produktionsmengen und -kosten sowie den daraus resultierenden höheren Einsatz von Plasma und Zwischenprodukten beeinflusst. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung in Höhe von 289,7 Mio. EUR (Vorjahr -61,6 Mio. EUR) betrug die Materialaufwandsquote 51,0% gegenüber 60,1% im Vorjahr (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung).

Die Entwicklung des Personalaufwands in Höhe von 290,2 Mio. Euro (+18,0 Mio. Euro, 272,2 Mio. Euro im Vorjahr) ist neben einem Anstieg der Löhne und Gehälter auf den Personalbestand zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf 57,8 Mio. EUR gegenüber 48,1 Mio. EUR im Vorjahr und erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der unterjährigen Zugänge und Aktivierungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 508,7 Mio. EUR gegenüber 380,3 Mio. EUR im Vorjahr (+128,4 Mio. EUR), vor allem aufgrund von Wechselkursverlusten.

Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte das Unternehmen ein Ergebnis nach Steuern von 639,3 Mio. EUR, der um 351,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 287,9 Mio. EUR lag. Das Ergebnis nach sonstigen Steuern in Höhe von 639,4 Mio. EUR wurde aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG abgeführt.

Vermögenslage

Zum 30. Juni 2023 belief sich die Bilanzsumme auf 3.059,5 Mio. EUR, ein Anstieg um 409,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (2.650,5 Mio. EUR), der auf höhere Lagerbestände und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund der im Laufe des Jahres erfolgten Zugänge um 9,6 Mio. EUR (883,8 Mio. EUR im Vorjahr) auf 893,4 Mio. EUR.

Der Anstieg der Vorräte belief sich auf 254,0 Mio. EUR, von 804,9 Mio. EUR auf 1.058,9 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahrs. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Vorräte an Halbfertigprodukten (unfertige Erzeugnisse) um 207,2 Mio. EUR zurückzuführen, die im Wesentlichen durch einen höheren Bestand an Kryopaste begründet ist.

Der Anstieg der Vorräte an Fertigwaren in Höhe von EUR 45,0 Mio. ist im Wesentlichen auf Human- Albumin, Privigen®, Hizentra® und Haemocomplettan® zurückzuführen.

Im Bereich der Rohstoffe verzeichneten wir aufgrund der Kosteninflation einen Anstieg der Vorräte um 9,1 Millionen Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 157,7 Mio. EUR von 947,4 Mio. Euro auf 1.105,1 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 0,7 Mio. EUR, gegenüber 11,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 406,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,3% (15,3% im Vorjahr).

Die Rückstellungen erhöhten sich um 48,3 Mio. EUR auf 359,5 Mio. EUR (Vorjahr 311,2 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich von 174,0 Mio. EUR auf 191,6 Mio. EUR (+17,6 Mio. EUR) hauptsächlich aufgrund von Gehaltserhöhungen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen von 137,1 Mio. EUR auf 167,8 Mio. EUR (+30,7 Mio. EUR), hauptsächlich aufgrund höherer Rückstellungen für Umsatzrückzahlungen und höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Investitionen.

Die Verbindlichkeiten stiegen um 360,7 Mio. EUR auf 2.293,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.933,2 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen von EUR 1.631,9 Mio. auf EUR 2.062,9 Mio. zurückzuführen.

Finanzielle Lage

Das Unternehmen verzeichnete einen Netto-Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von 11,0 Mio. EUR, was hauptsächlich auf den Anstieg der Vorräte sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss für Investitionen in das Anlagevermögen in 2022/23 betrug ca. 88,7 Mio. EUR (138,5 Mio. EUR im Vorjahr). Hauptgründe hierfür waren die Zahlungen für die Fertigstellung eines neuen Forschungsgebäudes, das im September 2022 eröffnet wurde, und einer neuen Basisfraktionierungsanlage, die im März 2023 eröffnet wurde.

Die Ertragslage bescherte dem Unternehmen Liquiditätsüberschüsse aus dem operativen Geschäft. Nach Berücksichtigung von geplanten Investitionsabflüssen und Cash-Pooling-Aktivitäten werden die Liquiditätsüberschüsse in Form von Gewinnabführungen an die Muttergesellschaft abgeführt.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 189,7 Mio. EUR (Vorjahr 380,9 Mio. EUR), bestehend aus Zahlungen auf die restliche Gewinnabführung des Vorjahres und konzerninternen Finanzierungen im Rahmen des Cash-Poolings sowie der Rückzahlung eines Bankdarlehens in Höhe von 35,3 Mio. EUR (Vorjahr 44,5 Mio. EUR).

In Verbindung mit der Eigenkapitalquote von 13,3% (im Vorjahr 15,3%) bestehen keine Liquiditätsrisiken. Wechselkursschwankungen sind für die Kapitalstruktur des Unternehmens von untergeordneter Bedeutung.

Die CSL Behring GmbH hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 2.843,1 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 639,3 Mio. EUR erzielt. Die Geschäftsführung der CSL Behring GmbH geht zum Zeitpunkt der Berichterstattung von einer stabilen Geschäftslage aus.

Weitere Leistungsindikatoren

Produktion und Investitionen

Die CSL Behring GmbH hat weiter in Produktionsanlagen investiert, um der wachsenden Nachfrage nach ihren Produkten gerecht zu werden, die Effizienz zu steigern und ihr globales Produktionsnetzwerk zu stärken. Um das zukünftige Wachstum zu sichern, wurden im Geschäftsjahr 2022/23 88,7 Mio. EUR (Vorjahr 138,5 Mio. EUR) investiert.

In diesem Geschäftsjahr wurden einige große Investitionsprojekte vorangetrieben und Fortschritte im Investitionsprogramm erzielt, die sich zum Beispiel in der Fertigstellung der neuen Basisfraktionierung zeigen. Im Rahmen des Investitionsprogramms am Standort Marburg werden die Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse optimiert und erweitert.

Personal und Soziales

Das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war auch im Geschäftsjahr 2022/23 eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung unserer ambitionierten Unternehmensziele. Dafür möchten wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank aussprechen.

Zum 30. Juni 2023 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 2.965 (Vorjahr 2.841).

Wir verfolgen einen Ansatz zur Förderung von Vielfalt und Inklusion, der mit unseren Werten wie Patientenorientierung, Innovation, Integrität, Zusammenarbeit und Exzellenz im Einklang steht. Deshalb haben wir die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet und fördern - neben anderen Initiativen - Frauen in Führungspositionen, zum Beispiel durch Mentoring-Programme oder die Zusammenarbeit mit Universitäten. Außerdem bieten wir Flüchtlingen Unterstützung beim Berufseinstieg bei CSL Behring.

Wir setzen uns für Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz ein, indem wir beispielsweise Kinderbetreuung anbieten und jeden Sommer Ferienlager für die Kinder unserer Mitarbeiter durchführen.

III. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG *

Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst müssen börsennotierte oder Unternehmen, die der Mitbestimmung unterliegen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand bzw. der Geschäftsführung sowie für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festlegen. Aufgrund der Festlegung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung beträgt die Zielgröße des Frauenanteils bei der CSL Behring GmbH zum 30. Juni 2026 für den Aufsichtsrat 30%, für die Geschäftsführung 30% und für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung gelten 25%.

Zum 30. Juni 2023 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 25%, in der Geschäftsführung bei 0% und in den beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung bei 27,8%. Der Grund für die Unterschreitung der Zielgröße in Aufsichtsrat und Geschäftsführung liegt darin, dass sich im Rahmen der letzten Aufsichtsratswahlen auf Seiten der Arbeitnehmervertretung überwiegend männliche Kandidaten durchgesetzt haben und die Geschäftsführung gegenwärtig zwei Männern übertragen ist. Die Umsetzung der festgelegten Zielvorgaben wird bei freiwerdenden Stellen in der jeweiligen Führungsebene Berücksichtigung finden.

IV. RISIKO-, CHANCEN-, PROGNOSE- UND NACHTRAGSBERICHT

Als weltweit tätiges Unternehmen der biopharmazeutischen Industrie ist die CSL Behring GmbH vor allem in den Bereichen Produktion und Qualität sowie im regulatorischen Bereich Risiken ausgesetzt, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Nachteilige Auswirkungen können sich sowohl auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung als auch auf die Vermögens- und Finanzlage ergeben.

Das Risikomanagementsystem der CSL Behring GmbH ist darauf ausgerichtet, alle strategischen, operativen und finanziellen Risiken und Chancen zu erfassen. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Mittels konzernweiter Strukturen und halbjährlicher Risikoberichte sollen neue Risiken identifiziert, bestehende Risiken überwacht und Maßnahmen zur Risikominimierung definiert werden.

Qualitätsrisiken werden im Unternehmen durch interne Qualitätssicherungsmaßnahmen entgegengewirkt. Die Bemühungen zur Risikominimierung werden zusätzlich durch eine strenge behördliche Aufsicht von neutraler Seite kontrolliert.

Den Produkt- und Produktionsrisiken wird durch ein mehrstufiges Sicherheitssystem begegnet. Grundlage ist die Qualitätssicherung des Rohstoffs Plasma, beginnend mit der Auswahl und medizinischen Überwachung der Spender sowie der serologischen und genetischen PCR-Untersuchung (Polymerase- Kettenreaktion, englisch: Polymerase Chain Reaction, PCR) des gespendeten Plasmas in zertifizierten Labors. Alle Herstellungsprozesse unterliegen einer Validierung, um die Qualität und die Konstanz der Chargen zu gewährleisten.

Humanplasma zur Fraktionierung, der wichtigste Bestandteil unserer Produkte, wird von der Konzerntochter CSL Plasma GmbH, Marburg, geliefert. Mit Plasmapheresezentren in den USA, Europa und Asien gehört die CSL Behring-Gruppe zu den Unternehmen, die diesen biologischen Rohstoff gewinnen. Diese konzerninternen Strukturen zur Plasmabeschaffung sollen sicherstellen, dass gleichbleibend hohe Qualitätsstandards und einheitliche Prozess- und Kontrollmechanismen für das benötigte Plasma erreicht werden.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich auf zukünftige Handelsgeschäfte in Fremdwährungen sowie auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf andere Währungen lauten. Die Wechselkursrisiken werden auf globaler Basis, soweit möglich, durch die Maximierung der natürlichen Absicherung (d.h. Verbindlichkeiten und Forderungen in derselben Währung) reduziert. In Übereinstimmung mit den Richtlinien der Geschäftsführung/ der CSL Group Treasury Risk Management Policy werden die Fremdwährungspositionen regelmäßig von Corporate Treasury erfasst, einer Sensitivitätsanalyse unterzogen und dem CFO der CSL Behring Group gemeldet. Während des Geschäftsjahres wurden bei der CSL Behring GmbH keine Devisentermingeschäfte gehandelt.

Die Produkte des Unternehmens werden in vielen Ländern der Welt vertrieben und sind dort Preis- und Ausfallrisiken unterworfen. Diesen Risiken werden durch eine Diversifizierung der Märkte und Produkte entgegengewirkt.

Zum Bilanzstichtag liegen keine wesentlichen Einzelwertberichtigungen auf Kundenforderungen vor. Das Unternehmen schätzt das Risiko von Forderungsausfällen auch in Zukunft als nicht wesentlich ein.

Die Liquiditätsströme der CSL Behring-Gruppe werden von der globalen Treasury-Abteilung überwacht und gesteuert. Für das nächste Geschäftsjahr werden keine wesentlichen Liquiditätsrisiken gesehen.

Für mögliche Schadens- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen finanziellen Folgen von eintretenden Risiken zu begrenzen.

Im September 2022 wurde von der CSL Behring GmbH eine Garantieerklärung (Deed of Guarantee) gegenüber Commonwealth of Australia/National Blood Authority, Australien, für die Verpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe zur Lieferung von Plasmaprodukten abgegeben. Diese Garantieerklärung dient damit primär der Absicherung der Lieferverpflichtungen der CSL-Unternehmensgruppe, beinhaltet aber auch die Verpflichtung, die Commonwealth of Australia/National Blood Authority für etwaig durch Nichterfüllung der CSL-Unternehmensgruppe obliegenden Verpflichtungen entstandene Schäden schadlos zu halten. Diese Garantieerklärung beinhaltet eine Haftungsbeschränkung, die der Kapitalerhaltung der Gesellschaft dient. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Garantieerklärung wird mangels anderweitiger Indikatoren als gering eingeschätzt.

Dementsprechend wurde bzw. wird das frei verfügbare Eigenkapital (mit Ausnahme des Stammkapitals) für die vorgenannte Garantieerklärung verwendet. Mangels anderer Indikatoren wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Garantie als gering eingeschätzt.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern werden von zwei rechtlich selbständigen Pensionskassen verwaltet. Die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Arbeitnehmer- und Unternehmensbeiträge. Die Beiträge der CSL Behring GmbH an den Pensionsfonds für die beiden Pensionspläne (Penka 1 und Penka 2) betragen 600% (seit 1. Januar 2019) der Arbeitnehmerbeiträge für Penka 1 und 100% der Arbeitnehmerbeiträge für Penka 2.

Um ein professionelles und rechtlich einwandfreies Verhalten unserer Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld zu gewährleisten, haben wir neben entsprechenden Schulungen und Trainings weltweit Verhaltensregeln aufgestellt, die im sogenannten "Code of Responsible Business Practice" (Code of Conduct) zusammengefasst sind.

Um in Not- und Krisensituationen besser reagieren zu können, wurde eine erweiterte Notfallorganisation aufgebaut und ein Konzept zur Sicherung der betrieblichen Abläufe entwickelt. Das Konzept ist mehrstufig und bindet die bereits vorhandenen Notfalleinrichtungen sowie Alarmierungsketten am Standort ein.

Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts werden regelmäßig überprüft und bewertet. Die potenziellen Auswirkungen der Verfügbarkeit von Gaslieferungen wurden bewertet und geeignete Abhilfemaßnahmen ermittelt, um kurzfristig größere Störungen unseres Betriebs zu verhindern. Nach aktuellen Schätzungen sind Gaspreiserhöhungen auch bereits in unseren Budgets für das Geschäftsjahr 24 verankert. Für die Kontinuität der Gasversorgung wurde ein Notfallplan erstellt, der auf der Umstellung von Gas auf Öl zur bedarfsgerechten Erzeugung von Versorgungsleistungen basiert. Dementsprechend wurde eine erste Bevorratung mit Öl eingeleitet. Darüber hinaus haben wir eine Task Force eingerichtet, die Möglichkeiten zur Primärenergieeinsparung identifizieren soll.

Der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und der Hamas begann im Oktober 2023. Das Unternehmen unterhält weder Handels- noch direkte Geschäftsbeziehungen (einschließlich Bankgeschäfte) in diesen Ländern. Daher haben diese Ereignisse bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit gehabt. Wir beobachten weiterhin die Entwicklungen dieses Konflikts in Israel und den umliegenden Gebieten, die mögliche Ausweitung solcher Konflikte und mögliche geopolitische Folgen, Terrorismus oder andere geopolitische Ereignisse. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen auf das Unternehmen ungewiss und können sich angesichts der unbeständigen Situation ändern.

Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Erstellung des Jahresabschlusses gibt es eine Vielzahl von internen Kontrollen. Alle buchhalterischen Angaben werden während des Erstellungsprozesses auf den jeweils beteiligten Ebenen besprochen. Monatliche systemgestützte und manuelle Kontrollmechanismen sollen ebenso zur Ordnungsmäßigkeit des Abschlusses beitragen wie Arbeitsanweisungen, Freigabevorschriften und Standards zur Dokumentation von Geschäftsvorfällen. Bei wichtigen Geschäftsvorfällen gilt zudem das Vier-Augen-Prinzip. Soll-Ist-Vergleiche und die Analyse der Veränderungen der Bilanz- und GuV-Positionen sind weitere Kontrollen im Rahmen des Monatsabschlusses.

Insgesamt ist die CSL Behring GmbH keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt und sieht die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens durch die identifizierten Risiken als nicht gefährdet an.

Chancenbericht

Die Beobachtung der Beschaffungs- und Absatzmärkte soll es ermöglichen, neue Potenziale frühzeitig zu erkennen. Das Unternehmen bewertet die identifizierten Chancen und entscheidet auf Basis der Ergebnisse über mögliche Investitionen. Die Ausweitung der Anwendungsgebiete bestehender Produkte auf zusätzliche Indikationen und die Zulassung von Produkten in neuen Märkten könnten weitere Umsatzpotenziale erschließen. Hochwertige Produkte bieten die Chance, neue Kunden zu gewinnen und damit dem Preisdruck der Konkurrenz aktiv entgegenzuwirken. Basierend auf dem Investitionsprogramm am Standort Marburg sollen die Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse weiter optimiert und ausgebaut werden. Der Bau der neuen Basisfraktionierungsanlage kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Den Herausforderungen durch Kostendruck und behördliche Überwachung versuchen wir mit der Optimierung der Wertschöpfung in der Produktion, mit den Qualitäts- und Sicherheitsstandards unserer Anlagen, mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter sowie mit der Effizienz und Stabilität unserer Produktionsprozesse zu begegnen. Innovation und Patientenorientierung gehören zu unseren Unternehmenswerten. Diese Eigenschaften sollen auch in Zukunft eine Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens bilden und dienen dazu, rechtzeitig auf Marktveränderungen oder veränderte Kundenanforderungen zu reagieren.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 wird eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktion prognostiziert. Starke Reallohnsteigerungen werden die Aktivität in den konsumnahen Branchen anregen. Angesichts der hohen Auftragsbestände wird auch das verarbeitende Gewerbe seine Produktion etwas steigern können, auch wenn von der Weltwirtschaft vorerst keine größeren Impulse zu erwarten sind. Negativ wird sich hingegen der Einbruch in der Bauwirtschaft auswirken. Für Deutschland wird in den Kieler Konjunkturberichten (Nr. 107 (2023 | Q3) für das Jahr 2024 ein Anstieg des BIP von 1,3% prognostiziert.

Die CSL Behring Gruppe ist ein wachsendes Unternehmen. Für die Zukunft erwarten wir, dass die vergleichbare Nachfrage nach unseren Produkten anhalten wird.

Die CSL Behring GmbH sieht sich mit ihrem aktuellen Produktportfolio auch im Geschäftsjahr 2023/24 gut aufgestellt. Aus heutiger Sicht wird sich die grundsätzliche Ausrichtung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023/24 nicht ändern. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens wird auf der Optimierung der Produktionskapazitäten liegen.

Die im Lagebericht 2021/22 abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 hinsichtlich der Umsatzentwicklung wurde nicht erreicht, was vor allem auf einen Rückgang der Absatzmengen bei Humanalbuminprodukten zurückzuführen ist. Auch das prognostizierte Ergebnis nach Steuern und der geplante Cashflow fielen geringer aus als erwartet. Die wichtigsten Faktoren, die den Ergebnisrückgang beeinflussten, waren der Umsatzrückgang. Der Hauptgrund für die negative Entwicklung des Cashflows waren der gesunkene Gewinn. Die im Vorjahr prognostizierten Investitionen vielen deutlich geringer aus, weil die geplante Investition in die Basisfraktionierungsanlage um 6,0 Mio. EUR und ein 37,0 Mio. EUR teures Zameria Bulk-Projekt auf 2023/24 verschoben wurde.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 geht das Unternehmen davon aus, dass die Nachfrage nach plasmatherapeutischen Produkten in einem wettbewerbsintensiven globalen Markt weltweit stabil bleiben wird. Wir erwarten einen moderaten Umsatzanstieg für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024, was im Wesentlichen aus der zusätzlichen Produktionskapazität durch die Basisfraktionsanlage resultiert.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 geht das Management von einem Ergebnis nach Steuern und von einem Cashflow auf einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/23 stark verringerten Niveau aus.

Der Anstieg der Betriebskosten, der u.a. durch die Erhöhung der Personalkosten aus der Tariferhöhung geprägt ist, wird durch Produktivitätssteigerungen kompensiert werden. Der Anstieg bei den Anlagen und der Infrastruktur ist auf den Anstieg der weltweiten Gaslieferungen zurückzuführen. Die gestiegenen Kosten werden im Rahmen des Budgets aufgefangen und sollen gleichmäßig über das Jahr verteilt werden, um einen Nettogewinn zu erzielen.

Das Unternehmen verfügt über ausreichende finanzielle Mittel und Kreditlinien, um zukünftige Investitionen und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Für das Geschäftsjahr 2023/24 sind Investitionen in Höhe von 87,9 Mio. EUR prognostiziert. Damit unterstreicht die CSL Behring GmbH ihr Engagement für kontinuierliche Investitionen in die bestehenden Anlagen, um die langfristige Zukunft des Pharmastandorts Marburg zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.

Nachtragsbericht

Für Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

 

Marburg, 16. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Michael Schröder

Dr. Lutz Bonacker

* Die mit * gekennzeichneten Paragraphen wurden von EY nicht geprüft.

BESCHLUSS der Gesellschafter RESOLUTION of the Shareholders
der/of CSL Behring GmbH
Die Unterzeichnende The undersigned
CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, vertreten durch die Geschäftsführer der Komplementär, CSL Behring Verwaltungs GmbH, Herrn Dr. Lutz Bonacker, ist die alleinige Gesellschafterin der CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, represented by the Managing Director of its general partner, CSL Behring Verwaltungs GmbH, Mr. Dr. Lutz Bonacker, who is authorized to represent the general partner singly, is the sole shareholder of
CSL Behring GmbH
mit Sitz in /domiciled in
35041 Marburg (Lahn)
Deutschland / Germany,
HR B 1056
(die "Gesellschaft"/the "Company").
Wir beschließen hiermit im schriftlichen Wege unter Verzicht auf jegliche Formalitäten der Abhaltung einer Gesellschafterversammlung wie folgt: We hereby resolve, waiving all formalities of a shareholders' meeting, in written form as follows
I. Feststellung des Jahresabschlusses I. Approval of Annual Accounts
Der von der Geschäftsführung aufgestellte und vom Aufsichtsrat gebilligte und durch den Aufsichtsratsbericht vom 15. März 2024 bestätigte Jahresabschluss der CSL Behring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023, welcher der Gesellschafterversammlung vorliegt, wird hiermit festgestellt. The financial statements for CSL Behring GmbH for the period July 1, 2022 until June 30, 2023, as prepared by the management and as approved by the Supervisory Board and evidenced by the Supervisory Board Report dated March 15, 2024 are hereby approved.
II. Feststellung des Gewinns II. Net Profit Approval
Der Gewinn vor Abführung an die KG in Höhe von 639.356K EUR wird hiermit noch einmal ausdrücklich und endgültig festgestellt. The annual net profit of 639.356K EUR is hereby expressly and finally approved.
III. Gewinnabführung III. Profit Transfer
Im Wege der Gewinnabführung wird der Gewinn an die Alleingesellschafterin CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG auf Basis des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführt. The profit in the amount will be transferred by profit transfer under the existing Domination and Profit Pooling Agreement to the sole shareholder CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, which is hereby expressly confirmed.
IV. Entlastung der Geschäftsführer IV. Discharge of Management
Der Geschäftsführung wird für das vergangene Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 Entlastung erteilt. The Management's actions for the period July 1, 2022 until June 30, 2023, are hereby approved.
V. Bestellung Wirtschaftsprüfer V. Auditor Appointment
Zum Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird auf Basis des Vorschlages des Aufsichtsrates der CSL Behring GmbH aus der Sitzung vom 6. Dezember 2023 Deloitte Touche Tohmatsu gewählt. Deloitte Touche Tohmatsu is, based on the recommendation of the Supervisory Board of CSL Behring GmbH resolved in the Supervisory Board meeting dated December 6, 2023, hereby appointed as auditor for the fiscal year 2023/2024.

 

Marburg, March 28, 2024

CSL Behring Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG

Dr. Lutz Bonacker, Managing Director / Geschäftsführer

CSL Behring Verwaltungs GmbH

Bericht des Aufsichtsrats der CSL Behring GmbH (die "Gesellschaft") Geschäftsjahr 2022/2023

Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen.

Camilla Shen wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2022 zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates ernannt.

Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen am 2. Dezember 2022 sowie am 5. April 2023 Erörterungen vorgenommen und Beschlüsse gefasst zu dem Bericht des Aufsichtsrats und der Empfehlung zur Bestellung der Wirtschaftsprüfer. Der Aufsichtsrat hat das Management der Unternehmensgeschäfte überwacht und die Geschäftsführung beratend begleitet. Er hat sich hierzu regelmäßig von der Geschäftsführung über den Gang der Geschäfte und die Situation der Gesellschaft mündlich und schriftlich unterrichten lassen und hat alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen erörtert.

Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensstrategie und der Weiterentwicklung der Organisations- und Personalstruktur sowie der Investitions- und Finanzplanung einschließlich des Fortschritts der Transformationsinitiativen sowie der Energie- und Gasversorgungssituation für den Standort Marburg.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in engem Kontakt zur Geschäftsführung und wurde über wichtige Geschäftsvorfälle und Entscheidungen auf dem Laufenden gehalten. Anlass zu darüber hinaus gehenden besonderen Überwachungsmaßnahmen sah der Aufsichtsrat nicht.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss, den Lagebericht und die Ergebnisse der Abschlussprüfung geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die Buchführung, der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie der Lagebericht von der ordnungsgemäß beauftragten Emst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurden.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben. Er billigt den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, ihn festzustellen.

Schließlich dankt der Aufsichtsrat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft sowie der Geschäftsführung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.

 

Marburg, 15. März 2024

Der Aufsichtsrat

Michael Deem, Vorsitzender

Rebar Bamemy, Stellvertretender Vorsitzender

Nachrichten & Medien

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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