MISUMI Europa GmbH
Franklinstraße 61, 60486 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MISUMI Corporation | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MISUMI Europa GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/241. Geschäftstätigkeit Bei der MISUMI Europa GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ("MISUMI") handelt es sich um die europäische Zentrale und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MISUMI Corporation, Tokio, Japan, einem der weltweit führenden Hersteller und Anbieter mechanischer Komponenten für den Industriellen Maschinenbau und Montageautomation, Stanzwerkzeug- und Spritzgussformenbau sowie Handelswaren (VONA). Das europäische Quality, Cost und Time-Center (QTC) am Logistik-Standort im Stadtteil Kalbach-Riedberg in Frankfurt am Main, ist zusammen mit dem Customer Service Bereich am Standort im Stadtteil Bockenheim in Frankfurt am Main für die Bearbeitung aller Kundenaufträge und auch für die Koordination der Lager- und Logistikkapazitäten zuständig. Dabei steht die zuverlässige und schnelle Lieferung an unsere Kunden stets an erster Stelle. Seit dem Jahre 2009 unterhält die MISUMI eine Niederlassung in Italien, die MISUMI Rappresentanza Italiana, mit Sitz in Mailand/ Italien und seit dem 17. August 2020 unterhält die MISUMI ebenfalls eine Niederlassung in Frankreich, Misumi Europa GmbH Succursale, mit Sitz in Paris/ Frankreich. Als Repräsentanzen betreiben beide Niederlassungen vertriebsunterstützende Aktivitäten. Die MISUMI hat sich seit vielen Jahren am Markt etabliert und hat den Anspruch, mit ihrem eigenen Customer Service die permanent steigenden Kunden- und Produkt-Anforderungen unserer Kunden zu übertreffen. Da Zeit ein wertvolles Gut ist, hat MISUMI sich zum Ziel gesetzt, die Abläufe unserer Kunden während der Entwicklungs- und Bestellphase zu optimieren, was wir in unserem Werteversprechen: "Your Time, Our Priority" zum Ausdruck bringen. Eine solide Finanz- und Geschäftsplanung einerseits, in Verbindung mit einem aussagekräftigen monatlichen Finanz-Reporting bezüglich der Entwicklung der einzelnen Produkt-Segmente andererseits, zählen zu den Steuerungseinheiten der geschäftlichen Tätigkeiten der MISUMI. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren zur internen Steuerung sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT). Bedeutende nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestehen nicht. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023/2024 sah ein Umsatzwachstum sowie ein Wachstum des EBIT im unteren zweistelligen Prozentbereich vor, was aufgrund der Schwierigkeiten im Markt und der neuen Preisstrategie nicht erreicht werden konnte. 3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen sowie Geschäftsverlauf und Ertragslage Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Kalenderjahr 2023 um 0,3% gesunken und wird im Kalenderjahr 2024 nach Schätzungen der Bundesregierung aus dem Oktober 2024 um 0,2 Prozent sinken. Für das Kalenderjahr 2025 wird eine Steigerung um rund 1,1 Prozent von der Bundesregierung vorausgesagt. Das zurückliegende Wirtschaftsjahr 2023/2024 war ein schwieriges Jahr, geprägt von geopolitischen Spannungen und einem hohen Kostendruck bei unseren Kunden, was sich in einer leicht negativen Umsatzentwicklung von EUR 5,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr niedergeschlagen hat. Der größte Umsatzrückgang ist dem Produktsegment des Maschinenbaus zuzuordnen. Der Makro Indikator PMI, der als Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung im Maschinenbau herangezogen wird, ist mit dem Jahresbeginn im Jahr 2023 kontinuierlich gefallen und war fast das gesamte Geschäftsjahr in unseren größten Märkten in Europa immer unter dem Schwellenwert von 50, was einer Marktkontraktion gleichkommt. Der Maschinenbau in Deutschland im speziellen hatte It. VDMA im Jahr 2023 einen Auftragsrückgang von real 12% gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionsbereitschaft der Branche war aufgrund unsicherer Rahmenbedingungen auf einem niedrigen Niveau, was sich in einen rückläufigen Auftragsbestand bei den meisten unserer Kernprodukte auswirkte. Zusätzlich hatten die geopolitischen Spannungen in Nah- und Fern-Ost und damit die Nutzung des Suez-Kanals als verkürzten Transportweg für Container-Schiffe, eine direkte negative Auswirkung auf die globalen Lieferketten für Importe bzw. Exporte von Waren aus bzw. nach Asien und damit auch signifikanten Einfluss auf die Lieferzeit und -kosten. Diese Umstände wirken gesamtwirtschaftlich auf alle international tätigen Unternehmen. MISUMI befördert die Produkte hauptsächlich per Luftfracht, deren Kapazitäten ebenfalls limitiert sind. Dieser Effekt hat sich in gestiegenen Frachtkosten niedergeschlagen. Daher konnten wir das Umsatzwachstum des Vorjahres nicht fortsetzen und hatten einen Umsatzrückgang in diversen Produktgruppen wie dem industriellen Maschinenbau, Spezialanfertigungen im 3D Design, Spritzgussformen und Stanzwerkzeuge. Der höchste Umsatzrückgang hat sich im industriellen Maschinenbau mit ca. 7,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr bei Umsätzen von insgesamt 135,5 Mio. EUR sowie darüber hinaus im Spritzgussformenbau/ Stanzwerkzeugbau mit einem Umsatzrückgang von ca. 1,36 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr bei Umsätzen von insgesamt 7,6 Mio. EUR ergeben. Der Umsatz im Produktbereich Spezialanfertigungen im 3D Design konnte einen positiven und damit gegenläufigen Umsatzeffekt gegenüber dem Geschäftsfeld des industriellen Maschinenbaus verzeichnen. Der Umsatzzuwachs betrug in diesem zukunftsträchtigen Produktsegment 3D Design annähernd 2,0 Mio. Euro. Die Management-Philosophie der MISUMI Europa GmbH kennzeichnet sich als Ausdruck einer starken Customer Relationship Orientierung, wobei der Kunde stets im Mittelpunkt stehen soll und durch Lieferung kundenspezifischer Lösungen Wettbewerbsvorteile am Markt erzielt werden sollen. Auf unserer Webseite sowie der 3D CAD-Datenbibliothek kann unser Kunde selbst seine spezifischen Produkte konfigurieren. Die durch den Kunden bestellten Produkte sind damit "tailormade", d.h. es handelt sich hier um kundenspezifische Teilekonfigurationen, Komponenten für die Fabrikautomation, Industriebedarf und Werkzeuge. Zusätzlich werden auch hier die Kunden durch unseren Kundenservice nach Möglichkeit bestens unterstützt und beraten. Damit erreicht die MISUMI jährlich zahlreiche Neukunden, die wiederum für eine kontinuierliche Erweiterung der Bestellungen, neben dem regelmäßig bestellenden Kern-Kundenstamm, sorgen. Auch durch die erfolgreiche Umsetzung einer neuen Preisstrategie, die aufgrund steigender Frachtkosten eine Konsolidierung und Erhöhung von Kundenaufträgen mit sich führte, konnten unsere Umsätze im Geschäftsjahr 2023/2024 teilweise stabilisiert werden. Entgegen der noch im Vorjahr aufgestellten ambitionierten Businessplanung für das aktuelle Berichtsjahr, die unter der Prämisse einer Aufhellung der Konjunktur in Deutschland und Europa vom Management der MISUMI verabschiedet worden ist, hat sich die Gesamtwirtschaft in Europa und insbesondere in Deutschland eingetrübt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 war absehbar, dass die Herstellkosten für unsere Produkte aufgrund gestiegener Inflation, Material- und Energiekosten steigen werden, sowie die Frachtkosten kontinuierlich sinken werden. Aus diesem Grunde haben wir eine Preisanpassung an die zu erwartenden Kostensteigerungen sowie unsere Wettbewerbsfähigkeit im Markt angepasst. Aufgrund dieser erfolgreichen Preisstrategie konnten wir die Anzahl der Auftragseingänge von gegenüber dem am 31. März 2023 endenden Geschäftsjahr signifikant steigern und erreichten fast das Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023. Trotz der generell schwächelnden Konjunktur aufgrund einer düsteren makroökonomischen Gemengelage, lagen wir nur leicht unter dem Umsatzniveau des am 31. März 2023 endenden Geschäftsjahres. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde weiterhin auf die verstärkte Erweiterung der Geschäftsaktivitäten in Europa durch weiterentwickelte digitale Marketingmaßnahmen gesetzt. Die MISUMI konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 durch die Lagerautomatisierung weiterhin kurze Lieferzeiten garantieren und die Produktivität in Logistik und Auftragsabwicklung steigern. Wir werden unsere Produktpalette auch in Zukunft erweitern, um die Kundenzufriedenheit weiterhin zu stärken. Damit wollen wir auch zukünftig unseren Kunden weiterhin als ein wichtiger und verlässlicher Lieferant dienen. Der Geschäftsverlauf als auch das Jahresergebnis sind im Ergebnis als zufriedenstellend zu beurteilen, da der Jahresüberschuss im Vorjahresvergleich leicht übertroffen wurde, wobei das ambitionierte Umsatzziel mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich für 2023/2024 hinter den Erwartungen zurückblieb. Die MISUMI hat im Berichtsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr ein um TEUR 5.842 geringeres operatives Ergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen). Die Bruttomarge (operatives Ergebnis/Umsatzerlöse) weist aufgrund der bereits erwähnten Umsetzung der strategischen Preisstrategie eine Minderung um 3,1 Prozentpunkte auf 18,1% gegenüber dem Vorjahr (Vj. 21,2%) aus. Die Umsätze haben sich nach Regionen und Produkten im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
Die Materialaufwendungen sind überproportional zum Umsatz aufgrund der neuen Preisstrategie gesunken. Höhere Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2023/2024 auch im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Personalaufwendungen angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.307 sind um TEUR 3.570 gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Vj. TEUR 19.738) und bestehen im Wesentlichen aus Kosten für Frachten, Mieten und Nebenkosten, System-Nutzungsgebühren, Rechts- und Beratungskosten, Kosten für Leiharbeitnehmer, Werbung und Aufwendungen für Personalbeschaffung. Insbesondere höhere Aufwendungen für Verkaufsförderungen und Software-Wartung haben zu dem Anstieg im Geschäftsjahr geführt. Bei den Personalkosten ist die Erhöhung um TEUR 1.539 gegenüber dem Vorjahr auf allgemeine Lohn- und Gehaltserhöhung sowie Abfindungen, aber auch die gestiegene Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um 17 auf insgesamt 273 gestiegen. Es bestehen auch im Berichtsjahr 2023/2024 weiterhin offene Stellen, deren zügige Besetzung kontinuierlich durch die Personalabteilung erfolgt. Die insgesamte Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere zwischen dem EURO und YEN, hatte über das gesamte Geschäftsjahr positive Auswirkungen auf die Bruttomarge und das Jahresergebnis. Die MISUMI kauft die Produkte im Wesentlichen in YEN und verkauft diese dann in EURO weiter. Lediglich die Fremdwährungsrisiken aus Zahlungen von Verbindlichkeiten aus dem Einkauf werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Zinserträge sind insbesondere aufgrund der hohen Cash-Pool-Forderungen um TEUR 1.840 gestiegen. Der Steueraufwand hat sich aufgrund des gesunkenen Ergebnisses vor Steuern vermindert und die Steuerquote lag mit rd. 27% unter dem Steuersatz von 31,1% der Gesellschaft in Deutschland, was einerseits auf die Betriebsstätten mit einer Besteuerung zu einem abweichenden Steuersatz zurückzuführen ist und sich andererseits durch die Auflösung der überdotierten Steuerrückstellung für 2021/2022 in Höhe von TEUR 1.400 im Geschäftsjahr 2023/2024 ergeben hat. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr auf TEUR 132.582 von im Vorjahr TEUR 111.478 erhöht. Die wesentlichen Veränderungen sind wie folgt: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf insgesamt TEUR 76.730 und haben sich um TEUR 29.827 erhöht. Dieser Anstieg im Vorjahresvergleich ist insbesondere auf die Cash-Pool-Forderung zurückzuführen. Gegenläufig hat sich das Anlagevermögen, der Warenbestand und die liquiden Mittel entwickelt. Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 2.129 insbesondere aufgrund der laufenden Abschreibungen, die die Investitionen in das Anlagevermögen übersteigen, reduziert. Die Warenbestände weisen zum Ende der Berichtsperiode 2023/2024 mit TEUR 8.373 (i. Vj. TEUR 11.473) eine Verringerung von TEUR 3.100 auf. Bis Mitte Geschäftsjahr 2022/2023 konzentrierte sich Misumi Europa auf die "Verfügbarkeitsrate", um eine 99,8%ige Verfügbarkeit für Produkte mit nur einer Bestellung in sechs Monaten zu gewährleisten, was jedoch zu einem hohen Lagertotbestand führte. Seit Mitte Geschäftsjahr 2022/2023 liegt der Fokus auf einer Gruppe von gewichteten KPIs im Stock Performance Index, was dazu führt, dass weniger Ware auf Lager gehalten wird. Es bestehen Rückstellungen für Steuern von TEUR 6.806 (i. Vj. TEUR 8.226) zum Bilanzstichtag, die im Wesentlichen aus Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2021/2022 bestehen. Die sonstigen Rückstellungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 sind gegenüber dem Vorjahr auf gleichem Niveau und belaufen sich auf TEUR 3.855 (i. Vj. TEUR 3.828). Es handelt sich hierbei um personalbezogene Rückstellungen sowie um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 3.689 auf TEUR 1.787 zum Bilanzstichtag gesunken, was auf einen im Vorjahresvergleich geringeren Einkauf im letzten Quartal vor dem Bilanzstichtag zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 10.203 zum Bilanzstichtag (i. Vj. TEUR 6.784). Auf den Gesellschafter entfallen hiervon TEUR 8.782 (i. Vj. TEUR 5.215). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Lizenzgebühren. MISUMI konnte im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 19.986 (i. Vj. TEUR 19.439) erzielen. Das Eigenkapital erhöhte sich daher von TEUR 87.498 auf nunmehr TEUR 107.484. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 81,1 % (i. Vj. 78,5 %). Die solide Entwicklung des Eigenkapitals ist auf die stetige Zuführung der erwirtschafteten Jahresüberschüsse im jeweiligen Geschäftsjahr zurückzuführen. Der Finanzmittelbestand von TEUR 15.003 im Vorjahr ist auf TEUR 10.466 gesunken. Grund hierfür ist der durch das im Februar 2023 eingeführte Cash-Pooling enthaltene Geldtransfer zum Stichtag an die Muttergesellschaft, der unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen ist. Der positive Cashflow aus operativer Tätigkeit ist weiterhin ausreichend und dient der Finanzierung der Gesellschaft. 5. Chancen- und Risikobericht Laut Ifo Institut ist die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023/2024 gesunken. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Im weiteren Verlauf belasteten dann vor allem die von den westlichen Notenbanken mit Blick auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen in den Jahren 2022/2023, die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland sowie von den hohen Unsicherheiten, etwa hinsichtlich der Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und des wirtschaftspolitischen Kurses in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. Als Reaktion auf dieses Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Die Wirtschaftsexperten erwarten für 2025 ein leichtes Wachstum. Die potenziellen Risiken liegen weiterhin im Bereich einer konjunkturell bedingten Absatzschwäche, des Forderungsausfalls, der Produkthaftpflicht sowie geringer globaler Frachtkapazitäten. Eventuell auftretenden Wechselkursrisiken begegnen wir teilweise durch den Abschluss von Wechselkurs-Sicherungsgeschäften. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Darüber hinaus gibt es mögliche Marktrisiken, die in Strafzöllen und Import- und Export-Restriktionen aufgrund von zu erwartenden politischen Entscheidungen sowie möglichen Veränderungen im Bereich Freihandelsabkommen liegen. Insgesamt würden wir diese Risiken bezogen auf die MISUMI jedoch als gering einschätzen. Dank des kontinuierlichen Fokus auf das konsequente Inkasso-Management gelingt es der Gesellschaft, das Forderungsausfallrisiko gering zu halten und die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sicherzustellen. Des Weiteren besteht eine Versicherung gegen Forderungsausfälle durch Insolvenz. Besonderen Absatzrisiken wird durch die traditionell diversifizierte Kunden- und Branchenstruktur entgegengewirkt. Dem Risiko von Forderungsausfällen bei verbundenen Unternehmen wird durch eine noch engere Überwachung der finanziellen Situation begegnet. Die MISUMI-Muttergesellschaft hat für ihre ausländischen Niederlassungen eine Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen. MISUMI, mit einer beschränkten Haftung als Importeur dieser Produkte, hat eine zusätzliche Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen und sichert sich so gegen mögliche Schadensersatzansprüche Dritter ab. Das Risiko wird ebenfalls als gering eingestuft. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 hat MISUMI zwei zusätzliche Versicherungen in Form einer Betriebsunterbrechungs- und einer Zusatzkostenversicherung abgeschlossen. Diese deckt Risiken wie Feuer, Einbruch, Naturkatastrophen und Vandalismus sowie dadurch entstehende Betriebsausfälle und Zusatzkosten ab. Hierdurch können wir unsere Betriebskontinuität auch im Falle von externen Störungen, die zu Verlusten oder zusätzlichen Ausgaben führen, besser sichern sowie etwaige Risiken für daraus entstehende finanzielle Schäden minimieren. Auch in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 2024/2025 befindet sich MISUMI weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld. Dennoch sind die aktuellen Umsätze im laufenden Wirtschaftsjahr 2024/2025 nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Chancen sehen wir in unserem kontinuierlichen Bestreben nach Kundenzufriedenheit durch Standardisierung, Digitalisierung sowie interne und externe Automatisierung und zusätzliche, gezielte Online-Marketingkampagnen. Des Weiteren werden wir die Erschließung neuer Märkte, mit der wir schon im vorherigen Geschäftsjahr gestartet haben, weiter fortsetzen. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch gezielte Marketingaktivitäten wie "Search Engine Advertisment (SEA) bzw. Search Engine Optimization (SEO), um unseren Bekanntheitsgrad im Markt zu erhöhen und unseren Kundenstamm kontinuierlich weiter auszubauen. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit stetig zu verbessern haben wir unser Produktportfolio erweitert und an die Bedarfe im Europäischen Markt weiter angepasst. Als weitere Maßnahmen haben wir unsere Lieferkette widerstandsfähiger gemacht, in dem wir unsere regionale Lieferkette weiter ausgebaut haben und somit die Produktivität und die Produktionsausbringung gesteigert haben. Mit den letzteren Maßnahmen sind wir in der Lage unseren Kunden höhere Bestellvolumen mit sehr kurzen Lieferzeiten anzubieten, was in der Breite unseres Produktportfolios ein Alleinstellungsmerkmal ist. Die kontinuierliche Erweiterung unseres Produkt- und Leistungsportfolios werden wir auch im neuen Geschäftsjahr weiterführen. 6. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung MISUMI hat durch bereits eingeleitete Marketing-Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und sein Produktportfolio erweitert und an die Bedarfe im Europäischen Markt angepasst. Als weitere Maßnahmen haben wir unsere Lieferkette widerstandsfähiger gemacht, in dem wir unsere regionale Lieferkette weiter ausgebaut haben, die Effizienz und die Produktionsleistung in Logistik und Auftragsabwicklung gesteigert haben. Mit den letzteren Maßnahmen sind wir in der Lage unseren Kunden höhere Bestellvolumen mit sehr kurzen Lieferzeiten anzubieten. Das abgeschlossene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass sich das Geschäftsumfeld von MISUMI als solide erwiesen hat. MISUMI fokussiert sich weiterhin auf den Absatzmarkt in Europa. Die Kommission hat eine neue EU-Konjunkturprognose veröffentlicht - mit leicht positiveren Aussichten für Verbraucher. Nach dem Abschwung im letzten Jahr dürften die Inflationsraten weiter sinken. Zudem ist 2024 mit einem allmählichen Wirtschaftswachstum in Europa zu rechnen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Verbraucher dank höherer Löhne und besserer Beschäftigungsmöglichkeiten mehr ausgeben. Die Wirtschaft im Euro-Raum dürfte in 2024 um 0,8 % gewachsen sein. 2025 dürfte das BIP noch weiter steigen. Im Berichtsjahr 2023/24 wurde erneut ersichtlich, dass die über die letzten Jahre langfristig angelegte Geschäftsstrategie von MISUMI erfolgreich ist und der Weg für alle zukunftsorientierten Maßnahmen und Investitionen geebnet ist. MISUMI erwartet für die Umsatzentwicklung für das neue Geschäftsjahr 2024/2025 ein moderates Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und ein weiterhin stark positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024. Der Liquiditätsbedarf wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023/2024 durch das laufende Geschäft gedeckt. Somit können die entsprechenden Finanzmittel jederzeit zukünftige Investitionen aus Eigenmitteln solide finanzieren. Insgesamt sehen wir daher aus heutiger Sicht keine außerordentlichen, bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen über die voraussichtliche Entwicklung können bei Nichteintreten der getroffenen Annahmen und Erwartungen von den tatsächlichen Ergebnissen wesentlich abweichen. Aufgrund der hohen Unsicherheit der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist die Prognosefähigkeit derzeit weiterhin stark eingeschränkt.
Frankfurt am Main, 31. März 2025 Die Geschäftsführung: Arno Schwarz Noriaki Murata Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31.März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/20241. Aufstellungsgrundsätze Der Jahresabschluss der MISUMI Europa GmbH mit Sitz in der Franklinstraße 61-63 in 60486 Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 111507, ist unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 - 15 Jahren vorgenommen. Hierbei entfallen auf den Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ein Nutzungszeitraum von 5 Jahren und auf den Bereich der Sachanlagen ein Zeitraum von 3 - 15 Jahren. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250, aber nicht mehr als EUR 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Zur Ermittlung der Wertansätze wird grundsätzlich die Methode der gleitenden Durchschnittspreise unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angewandt. Sofern die beizulegenden Werte niedriger als die Anschaffungskosten sind, werden diese angesetzt. Als solche werden grundsätzlich die Wiederbeschaffungskosten oder die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Abschreibungen auf die im Vorratsvermögen erfassten Katalogbestände werden als Aufwendungen des Vertriebsbereiches in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Forderungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos sowie des Zinsausfalls ist eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet worden. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten angesetzt worden. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB erforderlich ist. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern ergibt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der voraussichtlichen Steuersätze für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, die im Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten. Der Steuersatz beträgt 31,9% (Vorjahr: 31,9%). Aktive latente Steuern nach § 274 HGB ergeben sich im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich im Wesentlichen aus unrealiserten Kursgewinnen und -verlusten ergeben. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben erfasst, die in Folgejahren zu Aufwendungen führen. Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, gebildet, unter vorsichtiger Einschätzung aller am Bilanzstichtag vorhandenen Risiken. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen ausreichend berücksichtigt worden. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Im Falle von sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden die Rückstellungen mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die zum Stichtag bilanzierten Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Zahlungen von Verbindlichkeiten (Grundgeschäften) in Japanischen Yen und US-Dollar hat MISUMI Europa GmbH unterjährig Devisentermingeschäfte (Sicherungsgeschäfte) mit der Muttergesellschaft sowie mit einem externen Vertragspartner abgeschlossen. Diese Sicherungsgeschäfte werden unter Anwendung der Einfrierungsmethode mit den Grundgeschäften nach § 254 HGB zu einer Mikro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Währungsabsicherung erfolgt regelmäßig zum Monatsbeginn für die im Vormonat entstandenen Lieferungs- und Leistungsverpflichtungen. Demzufolge sind für die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Devisentermingeschäfte werden hinsichtlich ihrer wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale grundsätzlich übereinstimmend mit den Ausgestaltungsmerkmalen der Grundgeschäfte abgeschlossen, so dass die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bei 100 % liegt. Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen, respektive Aufwendungen dargestellt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen erfasst, die in Folgejahren zu Erträgen führen. 3. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses 3.1 Erläuterungen zur Bilanz 3.1.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.1.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf insgesamt TEUR 76.730. Hiervon entfallen auf Cashpool-Forderungen gegen die Muttergesellschaft TEUR 76.065 und auf Zinsforderungen TEUR 225 (i. Vj. in Summe TEUR 45.718). Weiterhin entfallen TEUR 93 (i. Vj. TEUR 26) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Muttergesellschaft sowie gegen weitere verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 334 (i. Vj. TEUR 1.159). Somit sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 440 (i. Vj. TEUR 1.185) und Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 76.383 (i. Vj. TEUR 45.744) enthalten. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3.1.3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen bereits bezahlte Softwarelizenzgebühren, welche Aufwendungen in den Folgejahren darstellen. 3.1.4 Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt sich im Wesentlichen um personalbezogene Rückstellungen sowie um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. 3.1.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 10.203 (i. Vj. TEUR 6.784). Auf den Gesellschafter entfallen hiervon TEUR 8.782 (i. Vj. TEUR 5.215). Sie resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3.1.6 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus einem Umzugskostenzuschuss, der in Folgejahren zu Erträgen führt und mit den Mietaufwendungen saldiert wird. Die Laufzeit richtet sich nach dem Mietvertrag. Die Restlaufzeit beträgt 48 Monate. 3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.2.1 Umsatzerlöse Auf das In- und Ausland verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Auf die Produktgruppen verteilen sich die Umsätze im Geschäftsjahr 2023/2024 mit TEUR 128.130 (i. Vj. TEUR 134.502) auf Industriellen Maschinenbau, mit TEUR 4.110 (i. Vj. TEUR 2.096) auf Spezialanfertigungen im 3D Design, mit TEUR 6.228 (i. Vj. TEUR 7.550) auf Spritzgussformenbau und Stanzwerkzeugbau, und mit TEUR 1.779 (i. Vj. TEUR 1.944) auf Handelsware (VONA) und die übrigen Bereiche. 3.2.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Erstattung von Lohnsteuer in Höhe von TEUR 222 (i. Vj. TEUR 324) und Erträge aus Währungsrumrechnung (TEUR 1.305, i. Vj. TEUR 1.559), denen im gleichen Bereich sonstiger betrieblicher Aufwand aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.129 (i. Vj. TEUR 1.408) gegenübersteht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Frachten, für Mieten und Nebenkosten, für System-Nutzungsgebühren, für Rechts- und Beratungskosten, für Leiharbeitnehmer, für Werbung und Aufwendungen für Personalbeschaffung. 3.2.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt TEUR 7.395 (i. Vj. TEUR 11.943). Hierin enthalten sind TEUR 8.794 (i. Vj. TEUR 10.014) Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr und periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Steuerrückstellung für das Geschäftsjahr 2021/22 in Höhe von TEUR 1.399. 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. Aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasingverträgen) bestehen finanzielle Verpflichtungen. Unter Berücksichtigung der kürzestmöglichen Laufzeit der Verträge ergeben sich für die nächsten Geschäftsjahre folgende Beträge:
Es handelt sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 4.2 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer der Gesellschaft, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 97 (i. Vj. TEUR 73) und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen. 4.3 Organe der GmbH Die GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 vertreten durch die Geschäftsführer: Herr Stephan Stammberger, Managing Director (bis 30.04.2024) Herr Ichiro Otokozawa, Managing Director (vom 01.04.2023 bis zum 01.09.2023) Herr Noriaki Murata, Managing Director (ab 01.09.2023) Herr Arno Schwarz, Managing Director (ab 01.05.2024) Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt 556 TEUR (i.Vj TEUR 777). 4.4 Mutterunternehmen und Konzernstruktur Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der MISUMI Corporation, Tokio, Japan, und wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft MISUMI Group Inc., Tokio, Japan, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, zum 31. März 2024 einbezogen. Der Konzernabschluss ist im EDINET (Electronic Disclosure for Investors' NETwork) erhältlich. 4.5 Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Angestellte)
4.6 Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. 4.7 Vorschlag zur GewinnverwendungDer erwirtschafte Jahresüberschuss im Berichtsjahr 2023/2024 in Höhe von TEUR 19.986 soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch den Gesellschafter - auf neue Rechnung vorgetragen werden. 4.8 Mindeststeuergesetz In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen/-erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.
Frankfurt am Main, 31. März 2025 Die Geschäftsführung: Arno Schwarz Noriaki Murata Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MISUMI Europa GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MISUMI Europa GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MISUMI Europa GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 31. März 2025 Deloitte
GmbH
Gerd Kreuzburg, Wirtschaftsprüfer Johannes Kaiser, Wirtschaftsprüfer |
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