Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 6496
Eingetragen
18.8.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Beteiligung als persönlich haftende, geschäftsführende Gesellschafterin an der Prodinger Verpackung GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Coburg

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Ettlin
seit 22.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Prodinger Management GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prodinger Management GmbH

Coburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftsmodell

Die Prodinger-Gruppe- (Konzern)

In 2020 ist rechtlich die jetzige Prodinger-Gruppe entstanden, die ab den 1. Januar 2021 ihre Geschäftsstätigkeit aufgenommen und die Aktivitäten der Prodinger KG weitestgehend übernommen hat. Mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit ist die Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses begründet worden.

Die Prodinger -Gruppe- (Konzern) gliedert sich organisatorisch in die Prodinger Management GmbH, die PO Management GmbH, die PV Management GmbH und in die operativen Unternehmen der Prodinger Organisation GmbH & Co KG sowie die Prodinger Verpackung GmbH & Co KG.

Dabei gliedert sich das operative Geschäft in der Prodinger Organisation GmbH & Co KG in die administrative Verwaltung und Logistik und in der Prodinger Verpackung GmbH & Co KG in den Einkauf und Vertrieb und somit Handel von Verpackungsprodukten mit dem grundsätzlichen Schwerpunkt auf Transportverpackungen jeglicher Art.

Die Prodinger Gruppe betreibt keine eigene Produktion. Die Herstellung der von der Prodinger Verpackung GmbH & Co KG vertriebenen Verpackungsmittel erfolgt überwiegend in Deutschland aber auch durch weltweite Partnerunternehmen.

Als Vertriebsgesellschaft ist die Prodinger Verpackung GmbH & Co KG in den Bereichen Forschung nicht tätig. Entwicklungen erfolgen individuell und projektbezogen.

Neben dem Hauptsitz in Coburg bestehen Betriebsstätten in Erfurt, Herbolzheim und Nürnberg. Die Gesellschaft tätigt ihre Umsätze im Wesentlichen mit deutschen Kunden. Bei Geschäften mit ausländischen Kunden handelt es sich zumeist um ausländische Tochterunternehmen bestehender deutscher Kunden.

Die Prodinger Verpackung GmbH & Co KG erzielt ihre Umsatzerlöse aus Eigenhandelsgeschäften in Verbindung mit Beratung und Service. Die Gesellschaft nimmt Problemstellungen und Bedarfe bei den Kunden auf, lässt dafür Produkte in Deutschland sowie bei unseren weltweiten Partnerunternehmen herstellen oder kauft bereits vorgefertigte Ware bei unseren weltweiten Kooperationspartnern und unterhält große Zwischenläger und liefert die Produkte just in time an Kunden überwiegend in Deutschland.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß dem Konjunkturbarometer des DIW 1

Im Dezember gibt das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erneut nach und fällt um einen Punkt auf einen Stand von 96 Zählern. Damit zeigt sich mehr und mehr, dass auch die aktuelle Corona-Welle wieder tiefe wirtschaftliche Wunden reißen wird und insbesondere die rasant um sich greifende Omikron-Variante für große Verunsicherung sorgen dürfte. Im Schlussquartal wird die deutsche Wirtschaft wohl leicht schrumpfen.

Die Produktion in der Industrie war zuletzt erheblichen Schwankungen unterworfen: Im Oktober (neuere Daten stehen noch nicht zur Verfügung) konnte ein Teil der vorangegangenen Produktionseinbußen wettgemacht werden - vor allem in der besonders betroffenen Automobilindustrie, aber auch im Maschinenbau. Immerhin lag die Produktion damit zum Auftakt des bald auslaufenden Quartals fast ein Prozent höher als im Durchschnitt des vorangegangenen. Zwar wird Angesichts der üppigen Auftragslage erwartet das der Industriemotor früher oder später anspringt und die Konjunktur merklich anzieht - wegen der anhaltenden, massiven Lieferengpässe aber wohl erst im Laufe des Jahres 2022.

Hierin sehen wir insbesondere für die kurz- bis mittelfristige Entwicklung nicht unerhebliche Auswirkungen auf unser Kerngeschäft.

1 (DIW Berlin: DIW Konjunkturbarometer Dezember: Corona-Rückfall bei den Dienstleistern); Pressemitteilung vom 21.12.2021 des DIW Berlin

Diese wirtschaftlich unsichere Einschätzung des DIW spiegelt sich nicht unmittelbar in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wieder. 2 Gemäß der Pressemitteilung Nr. 051 vom 08.02.2022 konnte der Großhandel in Deutschland im Jahr 2021 nach einer Schätzung einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet. Demnach erzielte der Großhandel 2021 real (preisbereinigt) 2,5 % sowie nominal (nicht preisbereinigt) 10,3 % mehr Umsatz als im bislang umsatzstärksten Jahr 2020 und real 4,4 % mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Damit entwickelte sich der Großhandel ähnlich wie der Einzelhandel, der 2021 ebenfalls einen neuen Rekordumsatz erzielte.

Hier wird abzuwarten sein, ob sich diese Entwicklung fortsetzt.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

3.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Branche:

Im Jahr 2021 erwirtschaftete die Verpackungsindustrie in Deutschland rund 29,6 Milliarden Euro Umsatz. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 24,2 Milliarden Euro. Den größten Anteil am Gesamtumsatz der Verpackungsindustrie hatten dabei Verpackungen aus Papier. 3 Auch wenn hier nicht explizit der Verpackungsmittelgroßhandel betrachtet wird, kann die o.g. Branchenentwicklung näherungsweise für die Branchenbetrachtung herangezogen werden.

2 Großhandelsumsatz 2021 real voraussichtlich 2,5 % höher als 2020 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
3 (Quelle: Statista Umsatz der deutschen Verpackungsindustrie 2021 | Statista

Hinweise und Anmerkungen

* Zur Darstellung der Verpackungsindustrie wurden hier folgende Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamts verwendet:
"Herstellung von Wellpapier und Pappe, Verpackungsmitteln"
"Herstellung von Verpackungsmitteln, Lagerbehältern u.A. aus Holz"
"Herstellung von Hohlglas"
"Herstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Metall"
"Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen"

Gesamtwirtschaft:

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern. 4

3.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz ist in 2021 auf 215,7 Mio. € gestiegen, kommend von 182,9 Mio. € in 2020. Das entspricht einem Plus von 17,9 % (Vergleichsangaben betreffen im Folgenden die Prodinger KG).

3.3. Produktion

Dieser Aspekt spielt im Prodinger-Konzern- derzeit keine Rolle.

3.4. Beschaffung

Die Beschaffungsmärkte in 2021 waren sehr volatil was Lieferfähigkeit und Preisentwicklung betrifft. Preise und Wiederbeschaffungszeiten sind i.d.R. stark gestiegen. Unser breites Produkt- und international breit aufgestelltes Lieferantenportfolio hat unsere eigene Lieferfähigkeit bei unseren Kunden jedoch in weiten Teilen gewährleistet.

4 pm-bip.pdf (destatis.de) / Auszug Pressemitteilung vom 14. Januar 2022 - 020/22, Statistisches Bundesamt

3.5. Investitionen

Im Betrachtungszeitraum sind keine wesentlichen Neu-Investitionen durch den Prodinger-Konzern-, außer in entsprechenden Ersatzbeschaffungen, vorgenommen worden.

3.6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Wesentliche Finanzierungsaspekte sind die fristgerechte Bezahlung unserer Handelspartner unter der Ausnutzung von Skonto Möglichkeiten.

3.7. Forschung und Entwicklung

Dieser Aspekt spielt im Prodinger -Konzern- derzeit keine Rolle.

4. Darstellung der Lage

4.1. Ertragslage

Der Rohertrag ist in 2021 um 3,9 % gestiegen.

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Handel von Verpackungsprodukten mit dem grundsätzlichen Schwerpunkt auf Transportverpackungen jeglicher Art. Bezüglich der Gliederung nach geografisch bestimmten Märkten wird auf die Darstellung im Konzernanhang verwiesen.

Der Konzernabschluss weist im Vergleich zur "Vorgänger-KG" eine zufriedenstellende Materialaufwandsquote aus. Ebenso verhält es sich mit der Personalaufwandsquote.

Die sonstigen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Mieten von Büro- und Geschäftsräumen, Werbung, Reisekosten, Büromaterial, Rechts- und Beratungskosten, Buchführung sowie allgemeine Verwaltungsdienste.

Wesentliche Teile der vom Konzern genutzten Infrastruktur (insbesondere Betriebsimmobilien) werden von der Prodinger KG entgeltlich zur Verfügung gestellt. Daher hat der Konzern tendenziell höhere sonstige Aufwendungen zu tragen.

Die Prodinger-Gruppe weist zum 31. Dezember 2021 ein Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 3,7 Mio € aus. Vor dem Hintergrund der aktuell angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation wird dies als ein gutes Ergebnis eingeschätzt.

4.2 Finanzlage

Die Finanzlage kann insgesamt als sehr stabil eingeschätzt werden. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr konnten jederzeit erfüllt werden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 370.

Im Zusammenhang mit der Übernahme der wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Prodinger KG wurde von dieser ein langfristiges Darlehen ausgereicht.

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2021 54,6 Mio €. Das bilanzielle Anlagevermögen (1,5 Mio €) ist dabei von untergeordneter Bedeutung. Die wesentlichen Teile werden von der Prodinger KG zur Verfügung gestellt.

Die Vorräte umfassen mit 36,0 Mio € nahezu 2/3 der Bilanzsumme. Die Finanzierung erfolgt durch Lieferantenkredite und das von der Prodinger KG ausgereichte Darlehen.

Die Leistungsforderungen betragen 14,2 Mio €; das entspricht 26,0 % der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zufriedenstellende 19,3 %. Vom Eigenkapital entfallen 7,2 Mio € (68,2 %) auf nicht beherrschende Anteile.

4.4 Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Ein wesentlicher Leistungsindikator der Prodinger -Gruppe- ist der bilanzielle Umsatz, der sich aus allen Eigenhandelsgeschäften ergibt.

Der zweite wesentliche Leistungsindikator der Prodinger Gruppe ist der Rohertrag, der sich zusammensetzt aus Umsatzerlösen und Materialaufwand.

Daneben haben für die Gesellschaft auch der Personalaufwand und die Kosten für Vertrieb und Frachten eine wesentliche Bedeutung. Das Jahresergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie insbesondere auch der Auftragseingang sind weitere wichtige Größen für die Steuerung der Gesellschaft.

Mit den 37 Auszubildenden waren am Bilanzstichtag 468 Gehaltsempfänger beschäftigt.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Prodinger Gruppe

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung der Prodinger Gruppe zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts auch weiterhin als positiv. Nach wie vor sehen wir eine positive Nachfrage nach unseren Produkten. Daher beurteilen wir die Geschäftsentwicklung insgesamt als zufriedenstellend.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Chancenbericht

Die Marktposition der Prodinger Gruppe ist als stabil zu bezeichnen. 2022 wird sich voraussichtlich positiv entwickeln. Zu Ende Mai 2022 steht die Rohertragsprognose für 2022 bei einem Plus von ca. 8,4 % zum Vorjahr.

Allerdings bietet 2022 einiges an Prognoseunsicherheit, insbesondere aufgrund des Ukraine Krieges, der auch maßgeblich Einfluss auf unserer Beschaffungsmärkte hat und nach wie vor noch aufgrund Covid-19.

5.2. Risikobericht

Die Beurteilung der Risiken erfolgt nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem potenziellen Schadensausmaß, wobei Risiken mit einem Ausmaß bis zu Mio. EUR 0,1 als gering, mit einem Ausmaß zwischen Mio. EUR 0,1 und Mio. EUR 0,3 als mittel und mit einem Ausmaß größer Mio. EUR 0,3 als hoch klassifiziert werden.

5.2.1 Bezugsrisiko

Ein strukturelles Risiko ist durch die jahrzehntelange bewusst entwickelte Unabhängigkeitsstruktur fast ausgeschlossen. Eine Abhängigkeit von der internationalen Gesamtwirtschaft ist gegeben, aber Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Herstellern, Produkten, Rohstoffarten, Lieferländern usw. gibt es quasi nicht.

Die Prodinger Gruppe liefert

im Verpackungsbereich Produkte die als unverzichtbar eingestuft werden können

im Bereich Papierhygiene Produkte die sowohl in der Wirtschaft als auch in Verwaltungen, Gesundheitswesen, Dienstleistungsbereichen unverzichtbar sind

an alle Branchen der Wirtschaft, an Verwaltungen, Dienstleister,

an Kunden in allen Betriebsarten z.B. Industrie, Handel, Gewerbe, Versandhandel

an Kleinbetriebe, Mittelstand und an Konzerne

ein Warensortiment mit über 20.000 Artikeln

Produkte unterschiedlichster Rohstoffarten

hergestellt in Deutschland und weltweit

an über 1000 Produktionsstandorten

5.2.2. Währungsrisiken

Diese bestehen sowohl auf der Absatzseite als auch auf der Beschaffungsseite praktisch nicht, da der Umsatz und die Beschaffung fast ausschließlich in Euro getätigt werden. Kurssicherungen wurden bewusst nicht vorgenommen.

5.2.3 Bonitätsrisiko

Ein solches liegt bei der Prodinger-Gruppe und wird insbesondere im Neukundenbereich durch Kreditauskünfte und die Vereinbarung von angemessenen Zahlungsbedingungen abgedeckt. Das Mahnwesen ist strikt organisiert und wird konsequent umgesetzt.

Die Erhaltung der Liquidität wird laufend kontrolliert.

5.2.4.Ertragskraft

Die Ertragskraft des Unternehmens ist aus den erhaltenen Aufträgen abgeleitet. Dabei ist sichergestellt, dass jeder Auftrag eine Mindestertragsgröße beisteuert. Dies sichert die Deckung der Gemeinkosten für die nächsten Geschäftsjahre ab. Die monatliche Berichterstattung mit Soll-Ist-Vergleichen liefert für die daraus abzuleitenden Maßnahmen ausreichende Informationen und Grundlagen. Daher werden die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen als gering eingeschätzt.

5.2.5. Preisrisiken

Diese bilden sich auf der Beschaffungsseite ab und sind in Abhängigkeit von den Rohstoffpreisentwicklungen auf dem Weltmarkt. Durch intelligenten Einkauf und durch Rahmenverträge sowie durch eigene umfassende Vorratshaltung können hier viele Risiken gemindert werden.

5.2.6. Operative Risiken

Die Geschäftsprozessen werden regelmäßig durch die Geschäftsführung im jeweiligen Verantwortungsbereich überprüft und beurteilt. Das Risiko hieraus wird als gering eingeschätzt.

5.2.7. Wirtschaftliche Risiko

In Bezug auf die verkauften Produkte wird ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Das Risiko hieraus wird als gering eingeschätzt.

5.2.8.Personalrisiken

Wir sind auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen, um langfristig erfolgreich zu sein. Aus einer hohen Fluktuation, dem Wechsel von Fach- und Führungskräften zu Wettbewerbsunternehmen und einem damit verbundenen Know-how-Verlust können entsprechende Personalrisiken entstehen. Zusätzlich bestehen potenzielle Risiken infolge von temporären Stillstandzeiten durch Arbeitsniederlegungen oder der Schädigung durch Sabotage, Betrug oder Unterschlagung. Mit unserer strategischen Personalplanung, vielfältigen Personalbindungsmaßnahmen und individuellen Personalentwicklungsprogrammen begegnen wir diesem Risiko. Darüber hinaus setzen wir sowohl materielle als auch immaterielle Anreizsysteme ein. Mit Nachfolgeplanungen und Stellvertreterregelungen minimieren wir das Risiko von Know-how-Verlusten bei Personalwechseln. Zusammenfassend halten wir fest, dass Personalrisiken in Zukunft lediglich einen überschaubaren negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage haben könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir aus heutiger Sicht als wenig wahrscheinlich an.

Hier haben wir im Jahr 2021 wesentliche Maßnahmen hinsichtlich der Professionalisierung unseres Personalmanagements unternommen, um langfristig die richtigen Mitarbeiter im Unternehmen zu binden und die Arbeitgebermarke PRODINGER auch für neue Mitarbeiter weiter zu stärken.

5.3. Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine wesentlichen Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine wesentlichen Risiken erkennbar, die die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden können.

Wesentliche grundsätzliche Risiken für 2022 sind eine deutlich verzögerte Weitergabe von Preissteigerungen durch längere Wiederbeschaffungszeiten und größere Bestellzyklen der Kunden. Deutlich höhere Einkaufspreise in Verbindung mit angepassten Bestellverhalten (mehr Vorratshaltung) der Kunden erfordert eine höhere Liquidität. Hinzu kommt ein höherer Lagerflächenbedarf.

Insbesondere aufgrund von Versorgungsengpässen bei unseren Kunden aufgrund Ukraine Krieg und Covid-19 ist in 2022 durchaus mit Produktionsausfällen seitens unserer Kunden zu rechnen. Dies wird dann auch zu Absatzeinbrüchen bei uns führen.

Signifikante Kostensteigerungen auf Betriebskostenseite kommen auf Risikoseite hinzu.

6. Prognosebericht

Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen.

Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung auf Basis unserer Mittelfristplanung. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der Prodinger Gruppe wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden.

Die Prodinger Gruppe ist bestens positioniert und wird ihre Marktpräsenz langfristig ausbauen können. Die Marktanteile werden dadurch auf hohem Niveau bleiben oder sogar weiter steigen.

Die Produktpalette wurde konsequent erweitert und weiterentwickelt, sodass die Nachfrage unserer Kunden stets beantwortet werden kann.

Im Standort Herbolzheim werden jährlich zahlreiche Veranstaltungen abgehalten, die regelmäßig von vielen Kunden und Nichtkunden besucht wurden.

In den Branchen Medizin, Lebensmittel und Teletronics werden noch stärker als bisher die Produkte nachgefragt. In den Branchen Automotive und Hygiene ist die Prodinger Gruppe traditionell bereits sehr gut vertreten, eine Schwächung der Marktanteile der Prodinger Gruppe ist nicht zu erwarten.

Eine weitere Chance besteht in der Festigung und Etablierung unserer Kundenbeziehungen sowie in Kunden-Rückgewinnung. Durch unser breites Produkt- und Lieferanten-Portfolio können wir in Zeiten unsicherer Beschaffungsmärkte gegen eine Vielzahl unserer Marktbeleiter deutlich leistungsfähiger auftreten und sind lieferfähiger.

Die Gesellschaft plant für 2022 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 10 % im Vergleich zum Vorjahr sowie mit einem moderaten Ergebnisrückgang im Vergleich zum Umsatz.

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 01.01.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 170.785,32 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.349.619,46 0,00
1.520.404,78 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 34.108.771,89 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.864.103,26 0,00
35.972.875,15 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.187.706,10 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.553.894,58 5.043.418,62
15.741.600,68 5.043.418,62
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.116.669,89 2.994.618,46
.52.831.145,72 8.038.037,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 284.980,42 263.702,84
54.636.530,92 8.301.739,92

Passiva

31.12.2021 01.01.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.500.000,00 2.500.000,00
III. Verlustvortrag -10.229,02 -10.229,02
IV. Jahresüberschuss 354.668,39 0,00
3.344.439,37 2.989.770,98
V. Nicht beherrschende Anteile 7.185.598,51 4.998.277,07
10.530.037,88 7.988.048,05
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 794.291,66 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.712.901,00 7.300,00
2.507.192,66 7.300,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.111.807,65 305.528,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 32.051.808,35 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.435.684,38 863,04
- davon aus Steuern EUR 483.958,95 (i.Vj. EUR 0,00) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 30.334,71 (i. Vj. EUR)-
41.599.300,38 306.391,87
54.636.530,92 8.301.739,92

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2021
Euro
1. Umsatzerlöse 215.730.888,08
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 481.655,30
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 156.882.400,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 156.882.400,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.629.320,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.799.770,43 23.429.090,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.008.680,98
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.249.826,27
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00
10. Verlustübernahme aus Beteilgungen 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.000.278,87
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.070.535,66
13. Ergebnis nach Steuern 2.571.730,59
14. Sonstige Steuern 29.740,76
15. Konzernjahresüberschuss 2.541.989,83
Ergebnisverteilung
16. Anteil nicht beherrschende Anteile am Konzernergebnis 2.187.321,44
17. Konzernjahresüberschuss 354.668,39

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
TEUR
Periodenergebnis 2.542
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.009
+/- Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen 1.705
+ Auswirkung Veränderung Konsolidierungskreis 0
-/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -16.943
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.293
+/- Verlust/ Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -31
+/- Zinsaufwendungen/ Zinserträge 2.000
- Sonstige Beteiligungserträge 0
-/+ Ertragsteuerertrag/ -aufwand 1.071
-/+ Ertragsteuerzahlungen/ -erstattungen -276
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 370
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -218
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.355
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 75
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0
- Auszahlungen für den Erwerb von Geschäftseinheiten (Übernahme Geschäftsbetrieb aus Prodinger KG) -29.750
+ Erhaltene Zinsen 0
+ Erhaltene Dividenden 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -32.248
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 30.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 0
- Gezahlte Zinsen 0
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 30.000
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.878
- Entkonsolidierung Finanzmittelfonds 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.995
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.117
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
+ Zahlungsmittel/ Liquide Mittel 1.117

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

der Prodinger Management GmbH, Coburg

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 500.000,00 2.500.000,00 -10.229,02 0,00 2.989.770,98
Jahresüberschuss 0,00
Entkonsolidierung 0,00
gezahlte Dividende 0,00
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen
Konzernjahresüberschuss 354.668,39 354.668,39
Stand am 31. Dezember 2021 500.000,00 2.500.000,00 -10.229,02 354.668,39 3.344.439,37
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 5.000.000,00 -1.722,93 4.998.277,07 7.988.048,05
Jahresüberschuss 0,00 0,00
Entkonsolidierung 0,00 0,00
gezahlte Dividende 0,00 0,00
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen
Konzernjahresüberschuss 2.187.321,44 2.187.321,44 2.541.989,83
Stand am 31. Dezember 2021 5.000.000,00 2.185.598,51 7.185.598,51 10.530.037,88

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Die Prodinger Management GmbH, Coburg, (im Folgenden auch "PM") ist in 2020 im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe "Prodinger" als Finanzholding gegründet worden. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 6. August 2020 erfolgt.

Nach der in 2020 vorbereiteten Umstrukturierung ist rechtlich eine Unternehmensgruppe entstanden, die ab den 1. Januar 2021 ihre Geschäftsstätigkeit aufgenommen hat. Mit deren Aufnahme ist die Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses begründet worden.

Der vorliegende, erstmals zu erstellende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB erstellt und umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021.

Der Konzernabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegung Standards Comittee e.V. aufgestellt. Die Empfehlungen des DRS, soweit sie über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, wurden nicht angewendet.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Angaben zur Identifikation der Muttergesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Prodinger Management GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Coburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Coburg
Register-Nummer: HRB 6489

II. Angaben zum Konsolidierungskreis, den Konzernunternehmen und zum Anteilsbesitz

Konzerneröffnungsbilanz

Die Konzerneröffnungsbilanz ist zum 1. Januar 2021 erstellt worden. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in 2020 neu gegründet worden (Bargründung). Daher waren im Rahmen der Erstellung keine stillen Reserven in den Vermögensgegenständen vorhanden. Die Buchwerte entsprachen den Zeitwerten. Durch die in 2020 mit der Errichtung der Unternehmensgruppe entstandenen Aufwendungen ist das Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2021 in Höhe von TEUR 9 belastet (Verlustvortrag).

Konsolidierungskreis

Zum 1. Januar 2021 und 31. Dezember 2021 sind folgende Tochterunternehmen nach § 290 HGB nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Direkte Beteiligung der Name und Sitz Anteil am Kapital
Prodinger Management GmbH PO Management GmbH, Coburg 100%
Prodinger Management GmbH PV Management GmbH, Coburg 100%
Prodinger KG Prodinger Organisation GmbH & Co. KG, Coburg 0%
Prodinger Organisation GmbH & Co. KG Prodinger Verpackung GmbH & Co. KG, Coburg 100%

Die Prodinger KG, Coburg, ("PKG") ist aufgrund fehlender Beherrschung durch die PM kein Unternehmen des Konsolidierungskreises. PKG hält 100 % der Kommanditanteile der Prodinger Organisation GmbH & Co. KG ("POKG"). Die alleinige Geschäftsführung der POKG obliegt ihrer Komplementärgesellschaft, der PO Management GmbH ("POM"). Daher liegt eine mittelbare Beherrschung der POKG durch PM vor und die POKG ist in den Konsolidierungskreis der PM einzubeziehen.

III. Angaben zu Konsolidierungsmethoden und Währungsumrechnung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode in Ausprägung der vollständigen Neubewertungsmethode. Dabei werden die Wertansätze der Beteiligungen der einbezogenen Unternehmen mit dem Buchwert des Eigenkapitals verrechnet.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 Abs. 1 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

Zur Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB werden die Erlöse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach den jeweilig geltenden handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellt. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurden die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen entsprechend § 300 Abs. 2 HGB und § 308 HGB auf eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung nach den für die Muttergesellschaft anwendbaren Grundsätzen, soweit erforderlich, übergeleitet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ausnahmslos den 31. Dezember als Bilanzstichtag.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort vollständig abgeschrieben.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden einzeln zum Nominalwert bewertet. Ein mögliches Ausfallrisiko wird durch die Bildung von Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel sind in Höhe ihres Nominalwerts angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Bei der Bemessung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung getragen und der notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für bestehende Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden passive (Steuerbelastung) bzw. aktive (Steuerentlastung) latente Steuern gebildet. Entstandene aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Aktivsaldos wird nicht in Anspruch genommen. Konsolidierungsvorgänge unterliegen gemäß § 306 HGB der Abgrenzung latenter Steuern. Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und-entlastung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel (Seite 9) zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Die Zusammensetzung und Entwicklung von Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis sind im Einzelnen dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen externer Dienstleister sowie für Personalverpflichtungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten Konzern Stand 31.12.2021 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 2 bis 5 Jahre Restlaufzeit größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.112 5.112 0 0
(1.1.2021) (305) (305) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.052 2.052 0 30.000
(1.1.2021) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.435 4.435 0 0
(1.1.2021) (1) (1) (0) (0)
41.599 11.599 0 30.000
(306) (306) (0) (0)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2021 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 17.240 bis zum jeweiligen Ende der Vertragslaufzeit.

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Handel von Verpackungsprodukten mit dem grundsätzlichen Schwerpunkt auf Transportverpackungen jeglicher Art. Sie lassen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt aufteilen:

Umsatzerlöse Konzern 2021
TEUR
Deutschland 208.264
Europäische Union 6.077
Drittländer 1.390
215.731

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Mieten von Büro- und Geschäftsräumen, Werbung, Reisekosten, Büromaterial, Rechts- und Beratungskosten, Buchführung sowie allgemeine Verwaltungsdienste.

VII. Sonstige Angaben

Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Veränderung der Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns ergibt sich aus der Konzern-Kapitalflussrechnung, die unter Beachtung der Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 (DRS 21) erstellt wurde.

Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf TEUR 1.117 (1.1.2021: TEUR 2.995). Er setzt sich aus den liquiden Mitteln des Konzerns zusammen.

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Der am Bilanzstichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehende Betrag beträgt TEUR 0.

Befreiungen

Sämtliche in den Konzernabschluss der Prodinger Management GmbH vollständig einbezogenen Tochterunternehmen machen von den ihnen in § 264 Abs. 3 HGB iVm §264b HGB eingeräumten Erleichterungsmöglichkeiten in Bezug auf die Aufstellung und Offenlegung der Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 Gebrauch.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer im Mutterunternehmen war im Berichtsjahr Herr Steffen Prodinger, Coburg (Kaufmann) bestellt.

Hinsichtlich der Bezüge wird auf die Angabe analog zu § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses betrug im Geschäftsjahr 2021 für

Leistungen 2021
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 45
Sonstige Prüfungsleistungen 2
Steuerberatungsleistungen 33
Sonstige Leistungen 6
86

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt waren 430 Angestellte (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) im Konzern beschäftigt.

Nachtragsbericht

Es bestehen keine berichtspflichtigen Sachverhalte.

 

Coburg, 30. März 2022

gez. Steffen Prodinger, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 0,00 218.481,88 0,00 218.481,88
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.354.771,10 159.002,31 2.195.768,79
0,00 2.573.252,98 159.002,31 2.414.250,67
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 0,00 47.696,56 0,00 47.696,56
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 960.984,42 114.835,09 846.149,33
0,00 1.008.680,98 114.835,09 893.845,89
Buchwerte
31.12.2021 1.1.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 170.785,32 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.349.619,46 0,00
1.520.404,78 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Prodinger Management GmbH, Coburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Prodinger Management GmbH, Coburg und ihrer Tochterunternehmen - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Prodinger Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernjahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage und dem Fortbestand des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, den 28. Juli 2022

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Daniel Ehlke, Wirtschaftsprüfer

gez. Bernhard Umlauft, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile

Der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2021 mit der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Eigenkapitalentwicklung, dem Konzernanhang und dem Konzernlagebericht wurde auf der Gesellschafterversammlung vom 20. September 2022 gebilligt.

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