Primark Mode Ltd. & Co. KG

Essen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRA 9864
Eingetragen
3.5.2011

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Historie

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Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Primark Mode Ltd. & Co. KG

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis zum 31.08.2022

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.08.2022 wurde mit Gesellschafterbeschluss zwischen dem 15. und dem 17. November 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Primark Mode Ltd. & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Primark Mode Ltd. & Co. KG, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Primark Mode Ltd. & Co. KG, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 20. Oktober 2023 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 20. November 2023 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der bilanziellen Darstellung der Ergebnisverwendung bezog. Diese Änderung betrifft die Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen", "Verlustvortragskonto des Kommanditisten" und "Nicht durch Vermögenseinlage gedeckter Verlustanteil des Kommanditisten". Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt "Allgemeine Hinweise" sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt "4.3 Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" wird verwiesen.

 

Düsseldorf, 20. Oktober 2023 / begrenzt auf die vorgenannte Änderung: 20. November 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christopher Misko, Wirtschaftsprüfer

Moritz Mell, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. August 2022

Aktiva

31.08.2021
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 25.570.957,86 138.381
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.533.648,64 29.540
58.104.606,50 167.921
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 23.651.842,17 18.545
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 165.313.416,17 170.162
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.547.320,03 7.138
167.860.736,20 177.300
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.804.281,22 6.702
198.316.859,59 202.547
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.892.039,26 6.921
D. Aktive latente Steuern 35.960.000,00 21.153
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil des Kommanditisten 50.243.399,35 0
354.516.904,70 398.542

Passiva

31.08.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
1. Kapitalanteile des Kommanditisten 25.000,00 25
2. Verlustvortragskonto des Kommanditisten -50.268.399,35 0
3. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil des Kommanditisten 50.243.399,35 0
0,00 25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.752,53 0
2. Steuerrückstellungen 8.805.275,06 10.359
3. Sonstige Rückstellungen 38.457.725,53 37.542
47.277.753,12 47.901
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.133.624,81 11.299
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 246.045.397,71 276.456
3. Sonstige Verbindlichkeiten 12.347.320,65 14.351
davon aus Steuern EUR 7.885.601,75 (Vj. TEUR 14.351)
268.526.343,17 302.106
D. Rechnungsabgrenzungsposten 38.712.808,41 48.510
354.516.904,70 398.542

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022

2021/2022 2020/2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 627.862.706,29 380.031
2. Sonstige betriebliche Erträge 81.937.232,72 108.261
709.799.939,01 488.292
3. Materialaufwand 341.166.547,09 195.698
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 135.264.875,07 99.600
b) Soziale Abgaben 27.344.947,57 21.431
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 114.300.992,57 37.283
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 144.029.577,42 120.506
762.106.939,72 474.518
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.853.682,88 5.113
davon an verbundene Unternehmen EUR 4.853.682,88 (Vj. TEUR 5.113)
-4.853.682,88 -5.113
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.892.284,24 2.433
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 14.807.000,00 (Vj. TEUR 2.433)
9. Ergebnis nach Steuern -50.268.399,35 6.228
10. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -50.268.399,35 6.228
11. (Belastung)/Gutschrift auf Gesellschafterkonten -50.268.399,35 6.228
12. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang für das das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 I HGB für die Aufstellung und Publizität des Jahresabschlusses die Vorschriften für "große Gesellschaften".

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zu den Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten nicht in der Bilanz, sondern in diesem Anhang gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Zum Abschlussstichtag ist die Primark Mode Ltd. & Co. KG ("Primark Mode") eine große Personenhandelsgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde nachträglich geändert. Die Änderung erstreckte sich auf eine Anpassung der bilanziellen Darstellung der Ergebnisverwendung. In der ursprünglichen Fassung des Jahresabschlusses wurde der Jahresfehlbetrag mit dem Darlehenskonto des Kommanditisten verrechnet, welches unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird. Der Jahresfehlbetrag ist jedoch in voller Höhe dem Verlustvortragskonto des Kommanditisten zuzuweisen. Hierdurch ergibt sich ein "Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil des Kommanditisten", welcher unter einem gesonderten Bilanzposten auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen wird. Aus diesem Grund wurden die Bilanz sowie die entsprechenden Abschnitte im Anhang zu den Verbindlichkeiten und zur Ergebnisverwendung und im Lagebericht innerhalb des Abschnitts "Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" geändert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Primark Mode Ltd. & Co. KG mit Sitz in Essen im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRA 9864 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung dieses Abschlusses wurden die nachfolgend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Mietereinbauten werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren oder über die kürzere Grundmietzeit des Ladenlokals abgeschrieben. Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt ausgehend vom Verkaufspreis unter Abzug von Marge und Steuern sowie sonstigen bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind in der Bewertung berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalbeträgen bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Hier enthalten sind vom Vermieter verschiedener Filialen erhaltene mietfreie Zeiten und Zuschüsse.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 81,7 Mio. € (Vj. 7,2 Mio. €) aufgrund der Schließung und Größenanpassung einiger Filialen verbucht.

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben.

Vorräte

Die Vorräte umfassen ausschließlich die zum Wiederverkauf eingekauften Waren.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 69,0 Mio. € (Vj.86,9 Mio. €) die Associated British Foods Deutschland Holdings GmbH, Hamburg, ("ABFDH") und beruhen auf der Cashpool-Vereinbarung. Zudem enthält diese Position eine Forderung in Höhe von 93,2 Mio. € (Vj.82,5 Mio. €) gegen Primark Limited, hauptsächlich aus der Franchise Vereinbarung "Primark Way Fee Agreement" ("PWFA"). Das PWFA regelt als Franchise Vereinbarung unter anderem die zu erbringenden Services und Leistungen seitens der Primark Limited, Arthur Ryan House, 22-24 Parnell Street, Dublin/Irland, gegenüber der Primark Mode Ltd. & Co. KG. Zudem besteht eine Forderung gegenüber Primark Property GmbH in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €). Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Vermieter und Personalkosten. Diese Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich hauptsächlich auf Mietvorauszahlungen.

Latente Steuern

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern in Höhe von 36,0 Mio. €. (Vj. 21,2 Mio. €) in der Bilanz angesetzt.

Die aktive latente Steuer ergibt sich im Wesentlichen aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten auf Grund der von Vermietern gewährten mietfreien Zeiten, von Leasinggebern erhaltenen Leasinganreizen und zeitlichen Abweichungen für Steuerzwecke in Bezug auf die steuerliche Abschreibung von Mietereinbauten.

Die Steuerberechnung basiert auf einem Steuersatz von 15,8 % (Vj.15,8 %).

Eigenkapital

Gesellschafter mit einem festen Kapitalanteil sind:

EUR %
Komplementärin
Primark Mode Limited, Dublin (Irland) 0,00 0,0
Kommanditistin
Primark Fashion BV, Amsterdam, Rotterdam (Niederlande) 25.000,00 100,0
25.000,00 100,0

Da nicht ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorliegen kommt es aufgrund der bilanzierten aktiven latenten Steuern § 268 (8) HGB zu einer Minderung des Kapitalanteils unter den Betrag der eingetragenen Hafteinlage nach § 172 (4) S. 2 HGB auf 0 €.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gehaltsverpflichtungen (26,6 Mio. €; Vj. 25,0 Mio. €) sowie Verpflichtungen gegenüber Lieferanten für ausstehende Rechnungen (11,8 Mio. €; Vj. 12,5 Mio. €).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

in Mio. € 31.08.2022 01.09.2021
aus Darlehen
Primark Limited - Dublin, Irland 195,52 218,20
aus Lieferungen und Leistungen
Primark Property GmbH 0,04 0,00
aus Gesellschafterkonten
Primark Fashion B.V., (Kommanditist) 50,49 58,20
Total 246,05 276,40

Das Darlehen gegenüber Primark Ltd. hat eine Laufzeit bis zum 25. August 2025. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die vom Vermieter verschiedener Filialen erhaltenen mietfreien Zeiten und Zuschüsse werden, vermindert um bereits realisierte Erträge, über die Restlaufzeit der Mietverträge abgegrenzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestehen im Wesentlichen aus Einzelhandelsumsätzen der deutschen Filialen, wobei 123 T€ (Vj. 3.633 T€) sonstige Umsätze mit verbundenen Unternehmen betreffen.

Des Weiteren enthalten die Umsatzerlöse 27 T€ (Vj. 0,8 Mio. €) für an verbundene Unternehmen erbrachte Dienstleistungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 81,9 Mio. € (Vj. 108,3 Mio. €) umfassen im Wesentlichen die Subventionseinnahmen aus der "Primark-Way- Franchisevertrag" Vergütung in Höhe von 81,8 Mio. €. Diese Subventionseinnahme setzt sich aus dem Nettobetrag der PWFA des laufenden Jahres und einer Aufwandsanpassung für frühere Jahre in Höhe von 62 Mio. € zusammen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen für bezogene Handelswaren.

Weiterhin ist in den Aufwendungen für bezogene Waren aufwandsmindernd eine Umlage in Höhe von 3,9 Mio. € (Vj. Ertrag 5,3 Mio. €) der Primark Limited enthalten, welche aus dem Ergebnis der Kursabsicherung der durch Primark Mode Ltd. & Co. KG Deutschland eingekauften Waren in Fremdwährung durch die Primark Mode Limited Irland resultiert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Miete (57,1 Mio. €; VJ: 60,5 Mio. €), Nebenkosten (17,2 Mio. €; VJ: 6,9 Mio. €), Reparaturen und Instandhaltung (11,4 Mio. €; VJ: 10,1 Mio. €), Vertriebsdienstleistungen für Dritte (9,8 Mio. €; VJ: 9,5 Mio. €), Recht und Beratungskosten (8,7 Mio. €; VJ: 2,9 Mio. €), Reinigungskosten (8,9 Mio. €; VJ: 5,9 Mio. €) und Vertriebskosten (8,4 Mio. €; VJ: 10,6 Mio. €).

Steueraufwand

Der Steueraufwand enthält den laufenden Steueraufwand sowie eine Zuführung zu Rückstellung für erwartete Steuerverbindlichkeiten.

Darüber hinaus sind Erträge aus der Veränderung aktiver latenter Steuern in Höhe von 14,8 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 393,3 Mio. € (Vj. 460,8 Mio. €). Davon sind 59,4 Mio. € (Vj. 59,2 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. In zwei bis fünf Jahren sind 207,2 Mio. € (Vj. 220,2 Mio. €) fällig. Der verbleibende Betrag ist nach fünf Jahren fällig. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen insgesamt Verpflichtungen in Höhe von 8,4 Mio. € (Vj. 8,4 Mio. €) gegenüber verbundenen Unternehmen aus Mietverträgen.

Außer den oben genannten finanziellen Verpflichtungen bestehen keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin Primark Mode Limited, Dublin/Irland. Die Geschäftsführer der Komplementärin waren im Geschäftsjahr:

Eamon Connolly, Geschäftsführer, Irland

Christiane Wiggers-Voelim, Geschäftsführerin, Essen

Die Geschäftsführer des Unternehmens repräsentieren das Unternehmen einzeln und sind von den Beschränkungen des Abschnitts 181 des BGB befreit.

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsorgane gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernverhältnisse

Der größte Konsolidierungskreis, in den die Ergebnisse der Gesellschaft einbezogen werden, wird von Wittington Investments Limited geleitet, die in Großbritannien gegründet und in England und Wales registriert ist. Der kleinste Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird, betrifft den Konzernabschluss der Associated British Foods plc. Die konsolidierten Abschlüsse dieser Konzerne sind öffentlich zugänglich und können am eingetragenen Sitz von Associated British Foods plc, Weston Centre, 10 Grosvenor Street, London, W1K 4QY, eingesehen werden. Der Konzernabschluss von Associated British Foods plc steht auch auf der Webseite des Konzerns unter www.abf.co.uk zum Download zur Verfügung.

Abschlussprüferhonorar

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist Abschlussprüfer der Primark Mode. Die im Geschäftsjahr erfassten Honorare für die Prüfung des Jahresabschlusses betrugen 38 T€ (Vj.36 T€)

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

2021/22 2020/21
Vollzeitkräfte 1.728 1.914
Teilzeitkräfte 3.406 3.225
Summe 5.134 5.139
Aushilfen 0 580
Summe 5.134 5.719

Sämtliche Mitarbeiter sind Angestellte.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres wurde dem Verlustvortragskonto des Kommanditisten belastet. Ein dadurch entstehender nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil des Kommanditisten wurde auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Patronatserklärung

Die ABF Investments plc, London, sicherte in ihrer Funktion als zwischengeschaltete Muttergesellschaft, der Primark Mode Ltd. & Co. KG, Essen, in der Patronatserklärung vom 6. Dezember 2022 zu, für die Verbindlichkeiten der Primark Mode Ltd. & Co. KG für die Dauer von zwölf Monaten ab dem Datum des Bestätigungsvermerks aufzukommen bzw. diese mit ausreichend liquiden Mitteln für die Begleichung der Verbindlichkeiten auszustatten.

Nachtragsbericht

Das Unternehmen beabsichtigt, die Mietverträge von zwei Filialen in Weiterstadt und Berlin Schloss-Straßen-Center, die im Jahr 2023 auslaufen werden, nicht zu verlängern. Darüber hinaus beabsichtigt das Unternehmen auch, die Mietverträge für zwei Filialen in Krefeld und Kaiserslautern nicht zu verlängern, die im Jahr 2024 auslaufen werden. Schließlich soll der Standort Gelsenkirchen im Jahr 2023 geschlossen werden, und weitere sieben Filialen wurden als Kandidaten für eine Größenanpassung identifiziert oder haben bereits eine solche durchlaufen, um das Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2023 wieder profitabel zu machen.

 

Essen, 3. November 2023

Primark Mode Ltd., Dublin / Irland

vertreten durch die Geschäftsführung

Eamon Connolly, Geschäftsführer

Christiane Wiggers-Voelim, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.09.2021 Zugänge Abgänge 31.08.2022
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 292.929.598,04 0,00 3.909.131,59 289.020.466,45
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.922.220,05 5.350.412,52 58.188,08 127.214.444,49
414.851.818,09 5.350.412,52 3.967.319,67 416.234.910,94
Kumulierte Abschreibungen
01.09.2021 Zugänge Außergewöhnliche Abschreibungen Abgänge 31.08.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 154.548.818,24 30.244.096,78 81.700.000,00 3.043.406,43 263.449.508,59
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.382.089,04 2.356.894,89 0,00 58.188,08 94.680.795,85
246.930.907,28 32.600.991,67 81.700.000,00 3.101.594,51 358.130.304,44
Buchwerte
31.08.2022 16.09.2020 - 31.08.2021
EUR TEUR
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 25.570.957,86 138.381
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.533.648,64 29.540
58.104.606,50 167.921

Lagebericht für den Finanzzeitraum vom 1. September 2021 bis 31. August 2022

1. Struktur des Unternehmens

Primark ist ein internationales Modeunternehmen mit Hauptsitz in Irland und Filialen in 18 Ländern. Primark Mode ("das Unternehmen") ist ein Franchise-Unternehmen der Einzelhandelsgruppe Primark. Ein zwischen Primark Limited, Dublin, Irland, und Primark Mode geschlossener Franchisevertrag ist für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von Bedeutung. Mit diesem Vertrag erhält Primark Mode Zugang zu dem Einzelhandelskonzept von Primark sowie zum Know-How des Managementteams in Irland.

Am Ende des Geschäftsjahres betrieb Primark Mode 32 Filialen in Deutschland.

Der Komplementär (ohne Einlage) ist Primark Mode Limited, Dublin, Irland. Der Kommanditist des Unternehmens ist "Primark Fashion" B.V., Rotterdam, Niederlande.

Die Muttergesellschaft von Primark Fashion B.V. und Primark Mode Limited ist Associated British Foods PLC, die in Großbritannien gegründet wurde und in England und Wales registriert ist.

2. Allgemeine wirtschaftliche Bedingungen und Branchenumfeld

Im Zeitraum von September 2021 bis August 2022 ist eine Erholung und Stabilisierung des stationären Einzelhandels mit Bekleidung und Textilien zu beobachten, nachdem das Vorjahr durch den Ausbruch der COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen von starken Umsatzschwankungen geprägt war.

Aus den Daten des Instituts Statista zu den Umsätzen des stationären Einzelhandels mit Bekleidung und Textilien in Deutschland geht hervor, dass der große Umsatzeinbruch in diesem Sektor durch die Pandemie in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 teilweise kompensiert werden konnte.

Im September 2021 stiegen die Umsätze für Bekleidung und Textilien im stationären Einzelhandelssektor um 1 % an und im Oktober 2021 um 8 % - im Vergleich zu denselben Monaten des Vorjahres.

In den folgenden Monaten, im November und Dezember 2021, intensivierte sich das Umsatzwachstum, wodurch die Umsatzzahlen für dieselben Monate des Vorjahres um 23 % (November) und 47 % (Dezember) übertroffen wurden.

Nach der Jahreswende im Januar und Februar 2022 fielen die Umsätze jedoch wieder um -28 % und -12 % (im Vergleich zum Vorjahr).

Dem folgte ein im Jahresvergleich außerordentlich starkes Wachstum im März (95 %), April (559 %), und Mai 2022 (196 %), was allerdings vor dem Hintergrund des pandemiebedingten Umsatzrückgangs in den betreffenden Monaten der Jahre 2020 und 2021 zu betrachten ist.

Anschließend kam es zu einem Umsatzrückgang im Juni (-17 %), Juli (-1 %) und August 2022 (-6 %) im Vergleich zu denselben Monaten des Vorjahres.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichnete der Einzelhandel im Bereich Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren 2022 ein reales Umsatzwachstum von 27,0 % im Vergleich zum Vorjahr 2021.

Trotz einer soliden wirtschaftlichen Leistung hat sich der Wirtschaftssektor noch nicht von dem Umsatzeinbruch durch die Coronakrise erholt, und bleibt real im Jahr 2022 um 7,6% hinter den Umsatzwerten aus 2019 zurück.

In der Modebranche hat der stationäre Einzelhandel im Vergleich zum Online-Business wieder an Bedeutung gewonnen. Während der Anteil des Online-Handels hier im Jahr 2021 noch bei 47,2% lag, fiel er nach Angaben des Online Monitors des Handelsverbands Deutschland 2022 auf 42,9%.

3. Geschäftsentwicklung

Im Berichtszeitraum gab es keine Neueröffnungen, jedoch konnte durch die Lockerungen der COVID-19-Beschränkungen ein beträchtlicher Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden.

Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, da das Unternehmen keine weiteren Subventionen erhielt und es keine Ladenschließungen gab.

Die Geschäftsleitung sah sich durch die geschäftlichen Entwicklungen seit der COVID-19-Pandemie ermutigt.

4. Vermögens-, Schulden-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 627,9 Mio. € (Vj. 380,0 Mio. €). Die Aufwendungen für bezogene Waren sind gesunken und die Bruttogewinnmarge ist mit 45,7% (Vj, 48,5%) niedriger als im Vorjahr.

Die Handelsleistung der deutschen Filialen verbesserte sich im Berichtszeitraum durch die Lockerung der Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 81,9 Mio. € (Vj. 108,3 Mio. €) setzen sich hauptsächlich aus den Subventionseinnahmen aus dem Primark-Way- Franchisevertrag in Höhe von 81,8 Mio. € zusammen. Diese Subventionseinnahme setzt sich aus dem Nettobetrag der PWFA des laufenden Jahres und einer Aufwandsanpassung für frühere Jahre in Höhe von 62 Mio. € zusammen.

In den Aufwendungen für eingekaufte Waren ist ein Guthaben in Höhe von 3,9 Mio. € (Vj.: 5,3 Mio. €) für den proportionalen Anteil des Unternehmens an den von Primark Limited realisierten Nettoabsicherungsbewegungen im Zusammenhang mit Beständen, die in Nicht-Euro-Währungen gekauft wurden, enthalten.

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter einschließlich der sozialen Abgaben betrugen im Berichtszeitraum 162,6 Mio. € (Vj.121,0 Mio. €) und umfassen die Personalkosten für die 32 Filialen sowie die Hauptverwaltung in Essen. Der Anstieg der Löhne und Gehälter ist auf die Reduzierung der Lohnkostenzuschüsse durch die COVID-19-Subventionsprogramme zurückzuführen. Das Unternehmen erhielt im laufenden Geschäftsjahr von Oktober bis Dezember 2021 (drei Monate) Lohnkostenzuschüsse durch die COVID-19-Subventionsprogramme, wobei es im vorherigen Geschäftsjahr von Januar bis Mai 2021 (fünf Monate) unterstützt wurde.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um 77,0 Mio. € gestiegen und sind im Wesentlichen auf die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 81,7 Mio. € zurückzuführen (siehe Ausführungen unter Kapitel 4.3).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Miete (57,1 Mio. €; Vj. 60,5 Mio. €), Nebenkosten (17,2 Mio. €; Vj. 6,9 Mio. €), Reparaturen und Instandhaltung (11,4 Mio. €; Vj. 10,1 Mio. €), Vertriebsdienstleistungen für Dritte (9,8 Mio. €; Vj. 9,5 Mio. €), Recht und Beratungskosten (8,7 Mio. €; Vj. 2,9 Mio. €), Reinigungskosten (8,9 Mio. €; Vj. 5,9 Mio. €) und Vertriebskosten (8,4 Mio. €; Vj. 10,6 Mio. €).

In der Gewinn- und Verlustrechnung ist im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von 6,9 Mio. € (Vj.2,4 Mio. € Aufwand) enthalten. Dieser setzt sich zusammen aus einem Steueraufwand für das laufende Jahr in Höhe von 13,9 Mio. € (Vj.3,9 Mio. €), einem Ertrag aus Anpassungen von laufenden Steuern für das Vorjahr in Höhe von 6,0 Mio. € (Vj.Null) sowie Erträgen aus latenten Steuern in Höhe von 14,8 Mio. € (Vj.: Gutschrift von 2,4 Mio. €).

Das Unternehmen schloss den Berichtszeitraum mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 50,3 Mio. € (Vj. Gewinn von 6,2 Mio. €) ab.

4.2 Finanzposition

Das Unternehmen hat mit Primark Limited einen Kreditvertrag in Höhe von 250 Mio. € abgeschlossen, von dem zum Bilanzstichtag 195,5 Mio. € in Anspruch genommen wurden (Vj. 218,2 Mio. €). Das Darlehen wird im August 2025 fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.

Die Liquiditätsquelle des Unternehmens stammt hauptsächlich aus laufender Geschäftstätigkeit. Das Unternehmen hat einen Jahresfehlbetrag von 50,3 Mio. € ausgewiesen. Es ist jedoch zu beachten, dass dieser Jahresfehlbetrag nicht zahlungswirksame Transaktionen wie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 81,7 Mio. € und planmäßige Abschreibungen in Höhe von 32,6 Mio. € beinhaltet. Zu den sonstigen betrieblichen Aktivitäten gehören die Steuerzahlungen in Höhe von 9,5 Mio. € und die übliche Zunahme/Abnahme anderer Salden wie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, konzerninterner Verbindlichkeiten, Vorräte und andere. Daraus ergibt sich ein Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeiten von 5,5 Mio. €.

Andererseits beinhaltet der Nettomittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des Unternehmens einen Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 5,4 Mio. € (Vj. 2,7 Mio. €).

Es besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung zwischen Primark Mode und ABF Deutschland Holdings GmbH, Hamburg, ("ABFDH"). Dies ermöglicht Primark Mode ein besseres Liquiditätsmanagement, da der Liquiditätsbedarf von ABFDH durch die Cash-Pooling-Vereinbarung gedeckt wird und überschüssige Liquidität bei Bedarf an ABFDH übertragen werden kann.

4.3 Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Der Jahresabschluss wurde nachträglich geändert. Die Änderung erstreckte sich auf eine Anpassung der bilanziellen Darstellung der Ergebnisverwendung mit Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie das Eigenkapital. Aus diesem Grund wurden im Lagebericht innerhalb des Abschnitts "Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" die entsprechenden Ausführungen zu den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geändert.

Das Anlagevermögen besteht aus Mietereinbauten und Betriebs- und Büroausstattung mit Bruttoanschaffungskosten in Höhe von 416,2 Mio. €, die durch eine kumulierte Abschreibung in Höhe von 276,4 Mio. € und eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 81,7 Mio. € im laufenden Jahr reduziert werden. Die außerplanmäßige Abschreibung des Anlagevermögens ist auf die Schließung und Größenanpassung einiger Filialen zurückzuführen.

Der Anstieg der Vorräte zum Ende des Berichtszeitraums ist hauptsächlich auf die verbesserten Handelsaussichten für September 2022 im Vergleich zum vorherigen Zeitraum zurückzuführen. Bei den Beständen handelt es sich ausschließlich um Waren, die zum Wiederverkauf eingekauft wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten eine Forderung gegenüber ABFDH aus der Cash-Pool-Vereinbarung (in Höhe von 69,2 Mio. €, Vj.: 86,9 Mio. €) und eine Forderung gegenüber Primark Limited aus dem Franchisevertrag (in Höhe von 95,9 Mio. €, Vj. 82,5 Mio. €). Alle Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Primark Mode hat von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern in Höhe von 36,0 Mio. € (Vj. 21,1 Mio. €) kapitalisiert. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten, der sich aus den von den Vermietern gewährten mietfreien Zeiten ergibt, sowie aus den steuerlichen Abweichungen bei der steuerlichen Abschreibung von Einbauten in gemieteten Räumen. Die Steuerberechnung basiert auf einem Steuersatz von 15,8% (Vj.: 15,8%). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (26,6 Mio. €; Vj. 25,0 Mio. €) sowie die Verpflichtungen gegenüber Lieferanten aus ausstehenden Rechnungen (11,8 Mio. €; Vj. 12,5 Mio. €).

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um ein Darlehen von Primark Limited (195,5 Mio. €; Vj. 218,2 Mio. €). Dieser Posten enthält zudem die Verbindlichkeiten auf dem Gesellschafterverrechnungskonto des Kommanditisten in Höhe von 50,49 Mio. € (Vj. 58,2 Mio. €).

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen in erster Linie abgegrenzte mietfreie Zeiten und vom Vermieter gewährte Anreize.

4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten Finanzindikatoren für die letzten beiden Berichtszeiträume sind finanzielle Leistungsindikatoren und werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

2021/22 2020/21
(Verlust)/Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1) In Mio. € -52,3 13,8
Umsatzrendite 2) % -8,3 3,6

1) Periodenergebnis/(-verlust) + Zinsaufwand - Zinsertrag + Steueraufwand ((L)/EBIT)
2) ((L)/EBIT / Umsatzerlöse) * 100

Der Verlust des Unternehmens für das laufende Jahr wird durch die Verbuchung einer außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von 81,7 Mio. € aufgrund von Schließungen und der Größenanpassung einiger Filialen beeinflusst.

5. Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten lag im Berichtszeitraum bei 5.134 (einschließlich der Mitarbeiter in befristeter Teilzeitbeschäftigung), was einem Rückgang um 234 gegenüber dem vorangegangenen Zeitraum entspricht. Im Durchschnitt lag die Zahl der Vollzeitbeschäftigten bei 1.728 (PY: 1.914), 3.406 (Vj.: 3.225) Teilzeitbeschäftigten und keinen (Vj. 580) geringfügig Beschäftigten während des Berichtszeitraums.

6. Risikomanagement

Bei den Risiken und Unsicherheiten, die auf das Geschäft zukommen, handelt es sich um die typischen Risikofaktoren für den Einzelhandelssektor, aber sie werden durch die in der Vergangenheit unter Beweis gestellte Finanzstärke des Unternehmens reduziert.

Nach Einschätzung der Geschäftsführer ist das Unternehmen folgenden Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt:

Ruf in der Branche

Veränderungen beim Ausgabeverhalten der Verbraucher, u.a. in Bezug auf Nachhaltigkeit

Margenreduktion

Bindung von Schlüsselmitarbeitenden und Nachfolgekonzept

soziopolitische Unsicherheiten

Gesundheit und Sicherheit

Verstöße gegen IT- und Datensicherheit

Nutzung natürlicher Ressourcen und Regulierung unserer Auswirkung auf die Umwelt

Lieferketten und ethische Geschäftspraktiken

Rückgang der Kundenausgaben wegen hohen Inflationsraten, gestiegenen Zinssätzen und allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheit

Die Geschäftsführer sind der Ansicht, dass diese Risiken durch starke Fokussierung auf den Wettbewerb, umsichtiges Management der Kostenbasis des Unternehmens und mithilfe der Schlüsselmitarbeitenden effektiv angegangen werden. Bei der Primark-Gruppe ist ein Finanz- und Risiko-Gremium tätig, das Risiken, denen das Unternehmen oder andere Unternehmen der Primark Gruppe ausgesetzt sind, regelmäßig beobachtet.

Da die Welt mittlerweile die COVID-19-Pandemie größtenteils überwunden hat und alle unsere Läden nun geöffnet sind und ihre Verkaufstätigkeit wieder aufgenommen haben, läuft das Geschäft in Deutschland nach der Pandemie gut. Während der Corona-Pandemie reagierte man mit der Geschäftstätigkeit bei Primark flexibel und zuversichtlich auf die laufenden und vielfältigen Beschränkungen in sämtlichen Primark Märkten, und war bemüht, die lokalen Verwaltungseinheiten zu unterstützen. Wir brachten uns ein, indem wir für die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitenden sorgten und dabei Arbeitsplätze und Wirtschaft schützten. Es wurde deutlich, wie resilient die Marke Primark war und wie wichtig ihr Angebot den Kunden geblieben war, was die enorme Nachfrage bei den Wiedereröffnungen der einzelnen Märkte zeigte. Die Tatsache, dass der normale Handelsverkehr wieder aufgenommen wurde und der Handel intensiv ist, zeigt eindeutig, dass die eingesetzten Sicherheitsvorkehrungen, die während der Pandemie getroffen wurden, dem Geschäft wirksamen Schutz bieten konnten, wodurch ermöglicht wurde, dass das Geschäft wieder in Gang kommt und erfolgreich seine Ziele erfüllt.

7. Chancen- und Risikobericht

Finanzen

Die Geschäftsführer halten das finanzielle Risikoprofil des Unternehmens für niedrig. Liquiditäts-, Cashflow- und Kreditrisiken sind hier normalerweise gering, da das Geschäft auf Bargeld basiert und stabile Cashflows generiert werden.

Zu den sonstigen finanziellen Risiken gehört das Preisrisiko - als Value-Retailer (preisorientierter Einzelhandel) verfolgt Primark die Preisgestaltung am Markt ständig und reagiert entsprechend.

Beschäftigte

Unsere Mitarbeiter spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Unternehmens. Das Engagement der Beschäftigten ist entscheidend für die Vertiefung unserer Unternehmenskultur und die gelebten Werte, darüber hinaus hilft es unseren Mitarbeitenden dabei, zu erkennen, wie sie zum Erreichen der strategischen Ziele des Unternehmens beitragen können, indem sie sich einbringen.

Im Berichtszeitraum bot Primark zahlreiche Initiativen an, um die Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, auf dem Laufenden und motiviert zu bleiben, u.a. regelmäßige Umfragen zum Engagement, Informationen über Aktuelles aus der Geschäftsführung, regelmäßige interne Kommunikation (z.B. E-Mails, Intranet und Magazine), Gesundheits- und Sicherheitsprogramme sowie Schulungen.

Die Geschäftsführer werten die Ergebnisse dieser Kommunikationen/Veranstaltungen jährlich aus, um Ressourcen in den Bereichen zu bündeln, in denen durch Verbesserungsmaßnahmen Wirkungen erzielt werden können, die den Mitarbeitenden am ehesten zugutekommen.

Lieferanten

Das Unternehmen kauft Produkte von Lieferanten zum Weiterverkauf in seinen Einzelhandelsgeschäften. Neben den Produktlieferanten als wichtigen Stakeholdern betreibt das Unternehmen seine Einzelhandelsgeschäfte in gemieteten Immobilien. Wenn es sich bei der Immobilie um ein Pachtobjekt handelt, sind Vermieter ein wichtiger Interessenvertreter.

In unserem Verhaltenskodex für Lieferanten werden die Werte und Standards zu den Fragen niedergelegt, wie wir arbeiten und mit unseren Lieferanten interagieren, insbesondere was das ethische Verhalten, den Umweltbereich und sonstige wichtige Themen anbetrifft. Primark verfügt über einen Verhaltenskodex, zu dessen Einhaltung sich sämtliche Zulieferwerke verpflichten müssen, die für das Unternehmen Produkte herstellen, wobei diese Verpflichtung eine Bedingung für den Geschäftsabschluss mit uns ist.

Primark nimmt seinen fortwährenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung entsprechend der Agenda 21 der Vereinten Nationen sehr ernst, wie sie dort im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) dargestellt ist. Im März 2022 haben wir unsere Richtlinien zu Menschenrechten in der Lieferkette veröffentlicht, in denen wir formulieren, wie wir diesen Beitrag zum Leben leisten. Ziel dieser Richtlinien ist es, anhaltendes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung und produktiver Arbeitsplätze sowie menschenwürdige Arbeit für alle zu fördern.

Kunden

Neben dem Anliegen, Produkte mit einem ausgezeichneten Preis/Leistung-Verhältnis anzubieten, kommt in unserem Unternehmen auch der körperlichen Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden eine vorrangige Bedeutung zu. Das Unternehmen tauscht sich mit den Kunden über Kundenumfragen, Soziale Medien und über Kundenhotlines aus, um sicher zu gehen, dass ihr Feedback angemessen berücksichtigt wird.

Gesellschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit

Die Unterstützung der Gesellschaft und der Respekt gegenüber der Umwelt sind zwei der wichtigsten Grundsätze, nach denen das Unternehmen seine Werte lebt und etwas verändert. Das Unternehmen ist darum bemüht, nachhaltige Lösungen für Herausforderungen im Umweltbereich zu finden, und durch Anpassung unserer Tätigkeiten auf die Veränderungen in unserer natürlichen Umgebung zu reagieren.

Im Mai 2022 kündigte Primark an, sein "Primark Sustainable Cotton" Programm (PSCP) als Teil des umfassenden "Primark Cares" Programms zu erweitern. Dabei verpflichtete man sich, die Zahl der im Rahmen des Programms an der Schulung teilnehmenden Landwirte bis Ende 2023 auf 275.000 zu erhöhen. So wird die Verfügbarkeit der PSCP-Baumwolle für Primark Produkte um 60% gesteigert. Gleichzeitig haben wir uns im Zusammenhang mit der "Primark Cares" Strategie zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Landwirten an der Wiederherstellung der Diversität auf denjenigen Baumwollfarmen zu arbeiten, die sich dem PSCP-Programm angeschlossen haben.

Regierungen

Änderungen von Gesetzen und der öffentlichen Ordnung können das Unternehmen beeinflussen, u.a. in Angelegenheiten wie COVID-19, Steuern bzw. Grundsteuern, klima- und umweltbezogenen Themen und Arbeitsplatzerhaltungsmaßnahmen. Um die Gefahr durch derartige Risiken für das Unternehmen möglichst gering zu halten, halten die Geschäftsleiter mit den Regierungsbehörden entweder unmittelbar Kontakt oder im Rahmen der größeren Associated British Foods Gruppe, sodass sie hierdurch zu wichtigen Änderungen in der öffentlichen Ordnung entweder beitragen oder sich darauf einstellen können.

Andere Konzernunternehmen insbesondere Primark Limited und Associated British Foods plc

Das Unternehmen profitiert in erheblichem Maße vom Zugang zu Primark Limited und seinem Führungsteam in Irland, u.a. von dem von diesen Unternehmen entwickelten und angewandten Geschäftskonzept sowie vom Zugang zu geistigem Eigentum, Know-how und Dienstleistungen, die sie anbieten. Das Unternehmen ist Teil der größeren Unternehmensgruppe, deren Vorsitz die Associated British Foods plc innehat. Die Unternehmen der Gruppe können das Unternehmen finanziell und anderweitig unterstützen, und der Austausch von Best Practice und Knowhow zwischen den Unternehmen innerhalb der größeren Gruppe wird aktiv gefördert.

8. Prognose

Das Unternehmen beabsichtigt, die Mietverträge von zwei Filialen in Weiterstadt und Berlin Schloss-Straßen-Center, die im Jahr 2023 auslaufen werden, nicht zu verlängern. Darüber hinaus beabsichtigt das Unternehmen auch, die Mietverträge für zwei Filialen in Krefeld und Kaiserslautern nicht zu verlängern, die im Jahr 2024 auslaufen werden. Schließlich soll der Standort Gelsenkirchen im Jahr 2023 geschlossen werden, und weitere sieben Filialen wurden als Kandidaten für eine Größenanpassung identifiziert oder haben bereits eine solche durchlaufen, um das Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2023 wieder profitabel zu machen.

Auf Basis der vorläufigen Ergebnisse erwarten wir einen leichten Umsatzrückgang aufgrund der oben dargelegten Filialschließungen. Allerdings erwarten wir einen deutlichen Anstieg des EBIT und eine positive Umsatzmarge im Geschäftsjahr 2023 als Ergebnis der bereits im Geschäftsjahr 2022 vorgenommenen Wertminderung.

Das Budget für das Geschäftsjahr 2024 geht von einem weiteren Umsatzwachstum gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 sowie einer gewissen Erholung der Nettoproduktmarge aus. Daher erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen weiteren leichten Anstieg der Umsatzmarge und des EBIT.

 

Essen, 3. November 2023

Primark Mode Limited

vertreten durch die Geschäftsführer

Eamon Connolly

Christiane Wiggers-Voelim

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