AbZ-Pharma GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TEVA Pharma GmbHUlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht1. Grundlagen
Organisation Die Teva Pharma GmbH gehört seit 1997 zu dem weltweit agierenden pharmazeutischen Konzern Teva Pharmaceutical Industries Ltd. Petach Tikva, Israel, dem Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen und wird in dessen Konzernabschluss einbezogen. Europaweit stellen die Teva Pharma GmbH und die anderen Konzerngesellschaften der Teva die Nummer eins im Generikamarkt dar. Neben der Teva Pharma GmbH gehören in Deutschland noch weitere zehn Gesellschaften zur Teva. Sie befinden sich unter dem Dach der "Unternehmensmarke Teva" und stellen das Pharmageschäft der Teva in Deutschland dar (nachfolgend: "Teva Deutschland"). Die zugehörigen Gesellschaften übernehmen funktional unterschiedliche Aufgaben in Deutschland:
Die Merckle GmbH und Merckle Biotec GmbH stellen bedeutende Produktionsstandorte der Teva im globalen Umfeld dar. Die Merckle GmbH mit ihren drei Produktionsstandorten in Ulm, Weiler und Blaubeuren ist führender Produzent von chemisch hergestellten Arzneimitteln. Die Merckle Biotec GmbH ist zuständig für biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe und Arzneimittel. Die Teva in Deutschland vereint unter "ihrem Dach" Originalpräparate, Generika und OTC (= freiverkäuflichen Arzneimittel) und differenziert sich dadurch deutlich vom Wettbewerb. Der Vertrieb der Produkte findet über die drei Gesellschaften ratiopharm GmbH, Teva GmbH und AbZ-Pharma GmbH statt. Dabei erfolgt der Vertrieb von Originalprodukten (Specialty Medicines) über die Teva GmbH und der Vertrieb von OTC- und Generikaprodukten über die ratiopharm GmbH und AbZ-Pharma GmbH. Mit dem eigenen Logistikunternehmen, der Transpharm Logistik GmbH, sollen eine zügige Belieferung von Kunden und Großhändlern sichergestellt werden und wesentliche Teile der Wertschöpfung im Konzern verbleiben. Die Teva Pharma GmbH arbeitet im Bereich des Marketings als Dienstleister für die Teva GmbH und im Bereich Forschung und Entwicklung (Regulatory Affairs und klinische Forschung) an der konzernweiten Forschung innovativer Produkte mit.
An der Teva Pharma GmbH ist zu 100% unmittelbar die Teva GmbH beteiligt. Die Teva Pharma GmbH, mit den Standorten Ulm, Berlin und Mörfelden, ist in den Geschäftsbereichen des Vertriebs von Arzneimitteln, Medizinprodukten sowie anderen diätetischen und pharmazeutischen Produkten als pharmazeutischer Unternehmer sowie in der Forschung und Entwicklung tätig. Ihr Sitz befindet sich in Ulm. Am Standort Berlin erbringt die Teva Pharma GmbH Dienstleistungen für die Neurologie der Sparte "Specialty Medicines" (kurz: TSM). In Mörfelden arbeitet der Bereich Forschung und Entwicklung an der konzernweiten Forschung innovativer Produkte mit. In Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft Teva GmbH ist die Teva Pharma GmbH für das Marketing von Copaxone ® und Azilect ® verantwortlich. Die vermehrte Fokussierung auf innovative Arzneimittel - insbesondere in der Neurologie - ist eine sinnvolle Erweiterung der Geschäftstätigkeit und stellt ein profitables Standbein zur Zukunftssicherung dar. Die Teva Pharma GmbH ist überwiegend auf dem inländischen Markt tätig.
Teva vereinigt in Deutschland sämtliche unternehmerischen Aktivitäten unter dem Dach der "Teva" als Unternehmensmarke. Durch Hervorhebung der Unternehmensmarke "Teva" sollen den Abnehmern die damit verbundenen charakteristischen Eigenschaften der Marke und die Wertvorstellungen des Unternehmens vermittelt und positiv assoziiert werden. Mit ihrem Produktprofil - Specialties, Generika und OTC - zusammen mit ihren sozialen und ethischen Verpflichtungen erfüllt die Teva in Deutschland alle qualitativen und quantitativen Anforderungen unseres Gesundheitssystems an ein modernes Unternehmen. Teva Deutschland hat sich darüber hinaus das Ziel gesetzt, interne Infrastrukturen zu entwickeln, um den Anforderungen des Transparenzkodex der Pharmaindustrie der vfa (Verband forschender Arzneimittelhersteller) sowie der erwartenden Antikorruptionsgesetzgebung des Bundesministeriums für Justiz im Jahr 2016 frühzeitig zu entsprechen. Teva Deutschland ist sehr daran interessiert, eine hohe Transparenz über Zuwendungen an seine Partner, dazu zählen Ärzte und Apotheker, zu ermöglichen, um als ein partnerschaftlich agierendes und mit Substanzargumenten überzeugendes Gesundheitsunternehmen wahrgenommen zu werden. In der operativen Umsetzung von Vision und strategischer Planung ergänzen sich die drei Geschäftseinheiten - Specialty Medicines, Generika und OTC - subsidiär. Im Fokus der Teva Pharma GmbH steht das Marketing von patentgeschützten Arzneimitteln aus dem Bereich Zentrales Nervensystem.
Die Teva Pharma GmbH ist im Bereich Forschung und Entwicklung für regulatorische Leistungen innovativer Arzneimittel, insbesondere für Copaxone ® und Azilect ®, für den europäischen Markt zuständig. Desweiteren koordiniert die Teva Pharma GmbH klinische Studien für innovative Produkte im deutschen Raum. Bedingt durch die Umstrukturierungen innerhalb des Teva Konzerns wird zum Ende des Jahres 2015 dieser Forschungs-und Entwicklungsbereich am Standort Mörfelden eingestellt werden. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat sich 2014 trotz zahlreicher politischer Konflikte und Krisen leicht verbessert. Nachdem im Jahr 2013 die Weltwirtschaft um 2,6 % gewachsen war, stieg das Wachstum im Jahr 2014 auf 2,7 % an. Gemäß Pressemitteilung vom 15. Januar 2015 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat die deutsche Wirtschaft sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen: Um 1,5 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2014 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2013 um 0,9 % (Pressemitteilung vom 16. Januar 2015). 2.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Pharmabranche unterliegt den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen wie z.B. der Festsetzung von Festbeträgen oder Bestimmungen zur Rabattgewährung sowie den Rabattverträgen mit gesetzlichen Krankenkassen (GKV). In diesem Unternehmens- und Wettbewerbsumfeld bewegt sich die Unternehmensgruppe. Wie schon in den vergangenen Jahren ist die Marktsituation in der Pharmabranche weiterhin durch einen starken Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Aufgrund von Gesetzesänderungen und einer restriktiven Politik der Krankenkassen besteht auf dem deutschen Pharmamarkt eine hohe Wettbewerbsintensität. So hat der GKV-Spitzenverband im Juli 2014 die Festbeträge für eine Reihe versorgungsrelevanter Arzneimittel um bis zu 70 % gesenkt. Diese andauernden starken Festbetragsanpassungen haben zur Folge, dass sich die Anzahl der zuzahlungsbefreiten Arzneimittel von 12.000 Präparaten (Anfang 2010) auf 3.000 Präparate (Juli 2014) vermindert hat. Damit ist auch die Preissensibilität der Kunden gestiegen. Der Vertrieb von Originalpräparaten "Speciality Medicines", wie beispielsweise Copaxone ®, ist im derzeitigen Marktumfeld als profitabel anzusehen, da auf diese Produkte die Rabatte im Vergleich zu Generika deutlich geringer sind.
Das Unternehmen konnte im Jahr 2014 einen Jahresüberschuss von € 2,9 Mio. erwirtschaften. Die Umsatzerlöse sind mit € 42,6 Mio um € 2,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus den Weiterberechnungen von Marketing- und Verwaltungskosten an Konzernunternehmen zuzüglich eines einheitlichen Kostenaufschlags von 5%. Daneben wurden im Bereich Forschung und Entwicklung die Kosten innerhalb des Konzerns mit einem Aufschlag von 7,5% weiterverrechnet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,0 Mio auf € 1,3 Mio gesunken. Dies resultiert maßgebend aus einer niedrigeren Auflösung aus Rückstellungen des Vorjahres. Der Personalaufwand verringerte sich im Geschäftsjahr um € 2,0 Mio auf € 11,0 Mio. Der Grund dafür ist der Personalabbau im Bereich des Außendienstes. Die Teva Pharma GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 93 Mitarbeiter (Vorjahr 116 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 30,6 Mio sind im Vergleich zum Vorjahr um € 3,7 Mio gestiegen. Im Vorjahr wurde für 2014 keine oder nur eine geringe Umsatzsteigerung prognostiziert bei gleichbleibenden Marketingaktivitäten. Die Marketingaktivitäten sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen als Resultat des gestiegenen Wettbewerbs. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von € 0,5 Mio. und der sonstigen Steuern in Höhe von € 0,1 Mio. ergibt sich ein positives Ergebnis in Höhe von € 2,7 Mio.
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich bei der Teva Pharma GmbH gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um € 86,9 Mio auf € 108,7 Mio gestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf eine Kapitalerhöhung der Gesellschafterin zurückzuführen. Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2014 € 102,1 Mio und setzt sich aus dem Stammkapital (€ 1,0 Mio), der Kapitalrücklage (€ 103,5 Mio), einem Verlustvortrag in Höhe von € 5,3 Mio sowie dem laufenden Ergebnis zusammen. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2014 eine Eigenkapitalquote von 92,8 %. Die Rückstellungen (€ 4,1 Mio.; Vorjahr € 3,7 Mio.) haben einen Anteil von 3,8 % an der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen sind mit € 3,5 Mio auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von € 2,5 Mio. im Vorjahr auf € 1,1 Mio. im Berichtsjahr gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von € 0,3 Mio auf € 1,3 Mio erhöht.
Die Teva Pharma GmbH hat mit der Teva Health GmbH einen Cash-Pool Vertrag, welcher auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde. Die Teva Pharma GmbH ist damit in das Finanzmanagement der Teva Gruppe eingebunden. Durch die Ertragskraft der deutschen und der gesamten Teva Gruppe ist die Finanzlage weiterhin als stabil anzusehen. Wesentliche Investitionen wurden nicht getätigt.
Es besteht zwischen der Teva Health GmbH und den Gesellschaften der Teva Gruppe eine unbefristete Cash-Pool-Vereinbarung aus der bei Bedarf liquide Mittel abgerufen werden können. Die Höhe ist unbegrenzt. Die Liquidität war im Verlauf des Geschäftsjahres ständig gesichert. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass die Zukunftsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden würden.
Zur Steuerung bedient sich Teva Deutschland sowohl finanzieller als auch nicht finanzieller Leistungsindikatoren:
Die interne Geschäftssteuerung der Teva basiert nicht auf den Kennzahlen der einzelnen Konzernunternehmen. Vielmehr hat Teva ihr Pharmageschäft in verschiedene Geschäftsfelder segmentiert und steuert diese firmenübergreifend mit organisatorisch unabhängigen Business Units (Specialty Medicines, Generics, OTC). Die Business Units besitzen eigenständige Management- sowie Marketing- und Vertriebsstrukturen, die auf das jeweilige Geschäftsfeld spezialisiert sind. Als wesentliche finanzielle Kennzahlen werden der Umsatz und das EBIT in den einzelnen Geschäftseinheiten zur Steuerung des Unternehmenserfolgs verwendet. Die stabilen Umsätze im Bereich der Neurologie der Teva GmbH konnten durch die erfolgreichen Marketing-Aktivitäten der Teva Pharma GmbH im Geschäftsjahr realisiert werden, was im leicht angestiegenem EBIT sichtbar wird. Trotz der stärker werdenden Konkurrenz mit oralen MS Therapeutika im MS Markt hat Copaxone seine Marktführerschaft in Einheiten behaupten können.
Nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln stellen ein wesentliches Merkmal der Unternehmensführung in der Teva dar. Dabei geht es darum für die Gesellschaft einen bedeutenden Mehrwert zu schaffen. Dieses ergibt sich bereits aus dem Geschäftszweck der Teva, der darin begründet ist, patientenorientierte Gesundheitslösungen von höchster Qualität tagtäglich den Menschen weltweit anzubieten. Teva hat hierfür fünf Leitwerte entwickelt, die die täglichen Entscheidungen und Handlungen maßgeblich begleiten, um stets im Einklang mit den strengen ökologischen und sozialen Grundsätzen zu arbeiten. Die Leitwerte Integrität, Respekt, Zusammenarbeit, Spitzenleistung und Führung, drücken aus, wofür Teva steht. Sie bilden die Basis, um die ambitionierten Unternehmensziele zu erreichen und leiten die Zusammenarbeit innerhalb von Teva, aber auch den Umgang mit Patienten, Kunden und Aktionären. Teva Deutschland setzt auf eine zukunftsorientierte Personalpolitik, um fachlich und persönlich geeignete Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, aber auch neue Mitarbeiter zu werben. So sind die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Teva Deutschland eng vernetzt mit Hochschulen, externen Laboren und Lieferanten. Zahlreiche Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten werden im Rahmen von Kooperationsverträgen mit anderen Forschungseinrichtungen durch Teva Mitarbeiter betreut. Das Ziel ist eine nachhaltige Personalpolitik. Des Weiteren werden umfangreiche Möglichkeiten an Fortbildungen, interne und externe Ausbildungsprogramme, spezielle Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme, sowie die Teilnahme an Fachkonferenzen angeboten. Für Teva Deutschland ist es selbstverständlich, optimale Rahmenbedingungen für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter anzubieten und damit einen wesentlichen Beitrag zum dynamischen Wachstum des Unternehmens zu leisten. Außerdem werden innerhalb eines betrieblichen Gesundheitsmanagements verschiedene Alternativen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft angeboten. Als Beispiele hierfür sind das umfassende Sportprogramm auf dem Firmengelände in Ulm oder die Möglichkeit der Physiotherapie in Ulm und Berlin zu nennen. Des Weiteren können Beratungen durch ein externes Beratungsinstitut bei der Unterstützung von persönlichen, beruflichen, rechtlichen und gesundheitlichen Fragestellung von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Außerdem hat Teva ein betrieblich organisiertes Eingliederungsmanagement aufgebaut, welches den Wiedereinstieg von Langzeitkranken erleichtert. Die Geschäftsleitung der Teva Pharma GmbH ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und unterstützt seit einigen Jahren Initiativen im Rahmen der "Corporate Social Responsibility". Ein großer Schwerpunkt liegt im Bereich der Multiplen Sklerose, (MS). Die Teva Pharma GmbH beteiligt sich diesbezüglich an verschiedenen Aktionen. Zu nennen ist vor allem die Initiative "Climbing against MS". Es handelt sich um ein Wohltätigkeits-Radrennen mit dem Ziel, den Gipfel des Bergs Mont Ventoux zu erreichen. Dahinter steht die Idee, dass man außergewöhnliche Herausforderungen auch mit bzw. trotz einer Erkrankung an Multipler Sklerose meistern kann. Neben der sportlichen Aufgabe werden mit der Aktion finanzielle Mittel gesammelt, welche dem niederländischen "National MS Fund" zu Gute kommen. Die Organisation unterstützt Menschen mit MS, in Bewegung zu bleiben - sowohl geistig als auch körperlich. Teva ist außerdem Sponsor des Basketball-Teams "ratiopharm Ulm". Mit der "ratiopharm akademie" - einem Präventionsprojekt zur Förderung von Bewegung, Ernährung und Gesundheit - leistet das Unternehmen darüber hinaus einen wertvollen Beitrag für Kinder und bietet gleichzeitig ein strategisches Nachwuchsförder-Basketballprogramm an. Die Teva Deutschland betreibt ein gezieltes Umweltmanagement. Der Schutz der Natur und der Umwelt sowie nachhaltiges Wirtschaften spielen bei Teva eine zentrale Rolle. Seit 1996 ist das Unternehmen nach der strengen EMAS-Norm und seit 2001 zusätzlich nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert. Hauptschwerpunkt des Umweltprogramms ist die Einsparung und effiziente Nutzung von Energie und die damit verbundene Reduzierung von CO2-Emissionen. So ist es im Bereich des LKW-Fuhrparks gelungen, den CO2-Ausstoß nochmals zu senken. 3. NachtragsberichtVorgänge von grundsätzlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. 4. Risiko- und Chancenbericht
Risikomanagementsystem Die Geschäftsentwicklung der Teva Pharma GmbH wird in einem hohen Ausmaß vom Wettbewerbsumfeld beeinflusst; hier sind insbesondere die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen und die Veränderung der Marktpreise zu nennen. Vor diesem Hintergrund wurde von der Teva Pharma GmbH das Risikomanagementsystem des Teva Konzerns implementiert, welches der Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle von Risiken dient. Das Risikomanagementsystem wird in Bezug auf Abläufe und Angemessenheit regelmäßig intern überprüft; eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr erfolgte nicht. Das System umfasst strategische Risiken (z. B. IT- und Führungsrisiken), finanzielle Risiken (z. B. Liquiditätsrisiken) und operationelle Risiken (z. B. qualitätsbezogene Risiken, Risiken des Vermögensschutzes). Sämtliche bereits identifizierte Risiken werden hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung regelmäßig einmal jährlich durch das deutsche Managementteam untersucht. Anhand festgelegter Kriterien erfolgen eine Quantifizierung des Risikos und Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie infolgedessen eine Einstufung in die Kategorien "niedrig" (niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit, geringe Auswirkung), "mittel" und "hoch". Sämtliche Risiken werden in einem Risikokatalog mit folgendem Inhalt geführt:
Jedem identifizierten Risiko wird ein zentraler Risikoverantwortlicher aus dem deutschen Managementteam zugeordnet. Bei der Bewertung wird ein Betrachtungszeitraum von fünf Jahren zugrunde gelegt. In Bezug auf die Risikoprävention werden die bedeutendsten Risiken anhand von aktualisierten Mitigationsplänen überwacht. Neu auftretende Risiken werden in den regelmäßig stattfindenden Management- bzw. Geschäftsführungssitzungen identifiziert, beschrieben, bewertet und in den Risikokatalog aufgenommen. Nachfolgend eine Einschätzung wesentlicher Risiken des Unternehmens zum Bilanzstichtag:
Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt, in der die jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen enthalten sind. Währungsrisiken spielen aufgrund der Konzentration auf den Euro-Raum eine untergeordnete Rolle. Der Verfall des Rubels stellt dennoch ein Risiko im OTC-Markt in Russland dar. Aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur der Teva wurde kein signifikantes Zinsrisiko identifiziert. Zudem erfolgt ein zentrales Risikomanagement im Konzern-Treasury in Israel. Als Teil des Teva Konzerns sind wir in ein eigenkapitalstarkes, börsennotiertes und ertragreiches Unternehmen eingegliedert. Das vorhandene Risikomanagement beinhaltet Liquiditäts- und Planungsszenarien. Derzeit werden keine größeren Finanzierungsrisiken gesehen. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist somit als sehr gering anzusehen. Durch die Einbindung ins Cash-Pool-Management ergeben sich für Teva Deutschland Chancen für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Investitionen für geplante Neueinführungen von aufwendigen und kostenintensiven Entwicklungen wie beispielsweise biotechnologisch hergestellte Arzneimittel und neue Technologien werden vom Konzern finanziert.
Das Produktportfolio der Teva GmbH und der entsprechenden Dienstleistungen der Teva Pharma GmbH enthält vorrangig verschreibungspflichtige (bzw. von der gesetzlichen Krankenkasse erstattungsfähige) Medikamente, weshalb Effekte in erster Linie lediglich aus einer verstärkten Frequenz und aus grundlegenden regulatorischen Eingriffen in die Marktstrukturen resultieren können.
Staatlich-regulatorische Ausgestaltungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen. Die Änderung von bestehenden oder die Einführung neuer Vorschriften in Bezug auf pharmazeutische Produkte können sich nachteilig auf den Unternehmenserfolg auswirken. Risikoeinschätzung des Managements: hoch. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist als gering anzusehen.
Potenzielle Risiken bestehen auch beim weiteren Ausbau des Produktportfolios. Lange andauernde Zulassungsverfahren können den Markteintritt von Produkten erheblich verzögern bzw. verhindern. Darüber hinaus können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden die planmäßige Vermarktung negativ beeinflussen. Ein weiteres Risiko stellt das Auslaufen der Patente für Copaxone ® und Azilect ® und die damit einhergehende Einführung von Nachahmerprodukten dar. Weltweit gesehen hat alleine Copaxone ® ein jährliches Umsatzvolumen von mehr als € 2 Mrd, Azilect ®von mehr als € 200 Mio.. Die Geschäftsführung ist sich des Risikos bewusst, dass durch die Mitbewerber von "Copaxone" die Sparte "Speciality Medicines" und die hiermit verbundenen Umsätze und Marktanteile weiter unter Druck geraten werden. Risikoeinschätzung des Managements: hoch. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist hoch. Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Lieferfähigkeit des Unternehmens. Qualitätsprobleme bei Lieferanten, eine fehlerhafte Koordinierung der Produktion oder eine unzureichende Rohstoffversorgung könnten z. B. Produktions- und Lieferverzögerungen verursachen, die dann zu Marktanteilsverlusten und ggf. Konventionalstrafzahlungen führen. Das Management hat hierzu Sicherungsmaßnahmen eingeführt, wie z. B. eine optimierte Vorratshaltung bei wichtigen Rohstoffen und Fertigprodukten oder das "Insourcing" der Produktion qualitativ kritischer Medikamentenbestandteile. Insofern ist dieses Risiko aus Sicht des Managements in die mittlere Kategorie einzustufen.
Der Risikokatalog führt daneben noch Risiken im Bereich der Informationstechnologie auf. Hier sind insbesondere Risiken im Bereich der Datensicherheit und der Stabilität der IT-Infrastruktur zu erwähnen. Eine instabile IT-Infrastruktur führt zu Einschränkungen u. a. bei Auftragsabwicklung und Produktionsabläufen mit entsprechenden Auswirkungen auf die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens. Das Unternehmen hat dem durch entsprechende Datensicherungen, EDV-Wartungsverträge und EDV-Hotlines gegengesteuert. Aus Sicht des Managements wird dieses Risiko als "mittel" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-Finanz-, und Ertragslage ist gering. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Unternehmen die Risikosituation kontinuierlich aktualisiert und bewertet hat. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung weisen die im Kapital "Chancen- und Risikobericht" dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Das Unternehmen ist überzeugt, die Herausforderungen aus den genannten Risiken weiterhin erfolgreich zu bewältigen. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) Das Management hat ein internes Kontrollsystem im Unternehmen eingeführt, welches die Richtigkeit der Finanzberichterstattung zum Ziel hat. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems sind Vorgaben zur Einhaltung eines Vier-Augen-Prinzips, die strikte Funktionstrennung von unvereinbaren Tätigkeiten inklusive der Vergabe von IT-Berechtigungen sowie interne Richtlinien zum Ablauf kritischer Arbeitsprozesse. Zur Sicherstellung des internen Kontrollsystems werden vorbeugende sowie aufdeckende Maßnahmen durchgeführt. Aufgrund des Teva Konzernverbundes erfüllt das interne Kontrollsystem die Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act von 2002. Basis hierfür stellt das international anerkannte Kontrollrahmenwerk COSO Internal Control - Integrated Framework des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) dar. Wesentliche Merkmale diesbezüglich sind die Dokumentation der Geschäftsabläufe sowie der entsprechenden Kontrollen der in den Finanzberichterstattungsprozess eingebundenen operativen Einheiten. Die Einhaltung der Anforderungen sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems werden von einer prozessunabhängigen internen Stelle jährlich im Auftrag des Managements überprüft und die Ergebnisse an den Abschlussprüfer berichtet. Compliance In der Teva gibt es eine globale Antikorruptionsrichtlinie, die weltweit anzuwenden ist. Sie ist im Einklang mit dem "Foreign Corrupt Practices Act" (FCPA) und anderen Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsgesetzen. Durch regelmäßige interne Schulungen im gesamten Unternehmen wird gewährleistet, dass sämtliche Mitarbeiter von den Unternehmensvorgaben in Kenntnis gesetzt werden und stets über aktuelle Änderungen informiert sind. Die Einhaltung der Anforderungen wird von unabhängigen internen und externen Stellen im Auftrag des Managements überprüft. 4.2 Chancenbericht Forschungs- und Entwicklungspotenzial Die Teva hat in den letzten Jahren ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten intensiviert. Durch die Entwicklung neuer Technologien am Standort Ulm sieht das Unternehmen ein hohes Potenzial, zukünftig eine noch bedeutendere Rolle im Teva Konzern einzunehmen. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bieten Teva Deutschland die Möglichkeit, eigene Produktrechte zu erlangen und dadurch unabhängig von fremden Lizenzgebern zu werden. Dies hat positive Auswirkungen auf die Einstandspreise bei Neueinführungen, da Abnahmeverpflichtungen sowie Lizenzzahlungen vermieden werden. Darüber hinaus kann die eigene kostengünstigere Produktion stärker ausgelastet und die notwendigen Wirkstoffe zu günstigeren Weltmarktpreisen eingekauft werden. 4.3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Weltweit gesehen geht man von einer steigenden Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten aus. Dieses Wachstum basiert auf einem Anstieg der Weltbevölkerung, der Veränderung der demographischen Entwicklung sowie einer steigenden Nachfrage in den Emerging-Markets (Schwellenländer). Stabile Ertragskennzahlen, geplante Neueinführungen, erfolgreiche Effizienzsteigerungen und eine vorteilhafte strategische Marktpositionierung auf dem Pharma-Markt, ermöglichen der Geschäftsführung eine ziel- und chancenorientierte Steuerung der Gesellschaft, mit der klaren Ausrichtung auf den wirtschaftlichen Erfolg und eine Ergebnissteigerung des Unternehmens. Für die Teva Pharma GmbH sind aktuell keine bestandgefährdenden Risiken ersichtlich. Die dargestellten Risiken werden als beherrschbar angesehen. Es sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken festzustellen, welche die Unternehmensfortführung in absehbarer Zeit gefährden können. 5. Prognosebericht inklusive AusblickDie Strategie, das internationale Geschäft in Wachstumsmärkten zielstrebig auszubauen, sich in neuen Geschäftsfeldern zu engagieren und unter der Marke Teva innovative Produkte verstärkt auf den Markt zu bringen, wird sich auch in Zukunft als vorteilhaft für die Teva Deutschland erweisen. Die Teva Pharma GmbH setzt auf eine zukunftsorientierte Personalpolitik, um fachlich und persönlich geeignete Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, aber auch neue Mitarbeiter zu werben. In der Zukunft ist es geplant, die Fortbildungsmaßnahmen für das eigene Personal, sowie die Zusammenarbeit mit Hochschulen, externen Laboren und Lieferanten weiter zu forcieren. Für die Teva Pharma GmbH erwartet die Geschäftsleitung trotz der Neuausbietung der nur noch 3-mal wöchentlich zu gebenden Copaxone 40mg Formulierung und der geplanten Einführung einer neuen Injektionshilfe (CSYNC) für das Jahr 2015 einen leichten Umsatzrückgang. Grund hierfür ist die oben genannte Entwicklung für die Produkte Copaxone ® und Azilect ®. Insgesamt wird aber für das Geschäftsjahr 2015 nach Reorganisation und Kosteneinsparungen von einem leicht positiven EBIT ausgegangen. Die Teva Pharma GmbH ist bereits heute für die Patienten im Bereich Neurologie ein Top-Partner und wird dies auch in der Zukunft bleiben und weiterhin ausbauen. Bedingt durch die Eingliederung in den Teva Konzern, sehen wir vermehrte Chancen für die Gesellschaft und gehen auch weiterhin, unter Berücksichtigung der bereits erkennbaren Risiken und Chancen, von einer positiven Zukunft für die Teva Pharma GmbH aus.
Ulm, 30.06.2015 Dr. Markus Leyck Dieken Andreas Burkhardt Dr. Ferenc Mark Tracik Tihomir Oreskovic Dr. Miran Denac BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine ErläuterungenDie TEVA Pharma GmbH, Ulm, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Teva GmbH, Ulm. Die Teva GmbH ist in den TEVA Konzern mit oberstem Mutterunternehmen TEVA Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, eingebunden. Per Gesellschafterbeschluss vom 21. Januar 2014 wurde Herr Stefan Feltens aus der Geschäftsführung der Gesellschaft abberufen. Am 13. März 2014 wurde mit Gesellschafterbeschluss Herr Theodorus Andriessen aus der Geschäftsführung der Gesellschaft abberufen und Herr Gertjan Noordermeer zum Geschäftsführer berufen. Am 23. Juli 2014 wurde mit Gesellschafterbeschluss Herr Gertjan Noordermeer aus der Geschäftsführung abberufen. Am 25.09.2014 wurde mit Gesellschafterbeschluss Herr Andreas Burkhardt zum Geschäftsführer berufen. Am 25.09.2014 wurde mit Gesellschafterbeschluss Herr Tihomir Oreskovic zum Geschäftsführer berufen. Am 28.11.2014 wurde mit Gesellschafterbeschluss Herr Dr. Ferenc Tracik zum Geschäftsführer berufen. Der Jahresabschluss der TEVA Pharma GmbH wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften erstellt. Sämtliche Beträge sind, soweit nicht abweichend angegeben, in T€ dargestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. § 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Gemäß § 267 Abs. 3 HGB ist die TEVA Pharma eine große Kapitalgesellschaft und unterliegt damit der gesetzlichen Prüfungspflicht. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt für Nutzungsrechte 15, für Software 5 Jahre. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt im Allgemeinen 2 bis 16 Jahre. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 150 Euro werden aufwandswirksam erfasst. Für alle anderen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 Euro bis 1.000 Euro erfolgt eine lineare Poolabschreibung über fünf Jahre. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigung angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen sind vollständig wertberichtigt. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. 3. Erläuterung der BilanzAKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2014 in Höhe von T€ 107.145 (Vorjahr T€ 20.771) beinhalten hauptsächlich Forderungen aus einem Darlehen gegen die IVAX International B.V.in Höhe von T€ 85.342 (Vorjahr T€ 0)(Darlehen und Zinsen), hervorgegangen aus der im Februar 2014 beschlossenen Kapitalerhöhung der Gesellschafterin Teva GmbH (Einbringung Darlehen), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 15.951; Vorjahr: T€ 17.664) bestehen hauptsächlich aus Forderungen gegen die TEVA Pharmaceuticals Europe B.V. in Höhe von T€ 13.802 (Vorjahr: T€ 14.238), welche durch die Weiterberechnung von Marketing- und Verwaltungsaufwendungen incl. einem Aufschlag von 5% entstanden sind, Forderungen gegen die Teva Pharmaceuticals Industries, Israel, in Höhe von T€ 1.998 (Vorjahr: T€ 1.378) in Beziehung zu erbrachten Forschungs- und Entwicklungskosten mit einem Aufschlag von 7,5 %. Gegen TEVA Health bestehen Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von T€ 5.439 (Vorjahr: T€ 2.644). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden vorwiegend Kreditoren-Sollposten (T€ 325), Forderungen aus Kautionen (T€ 131), geleistete Anzahlungen (T€ 86) sowie Steuerforderungen (T€ 32) ausgewiesen. Mit Ausnahme der Forderung aus dem Darlehen gegenüber der IVAX International B.V. haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Als flüssige Mittel werden die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen in 2014. PASSIVA Eigenkapital Im Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Kapitalrücklage um T€ 84.328 durch die Einbringung des Darlehens erhöht. Das Jahresergebnis 2013 von T€ 1.971 wurde mit dem Verlustvortrag verrechnet. Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.561), Prämien ID (T€ 562), Prämien AD (T€ 418).sowie eine Restrukturierungsrückstellung für den Forschungsstandort Mörfelden (T€ 387). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit T€ 1.098 passiviert und bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen gegenüber Dritten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen ge-genüber der Gesellschafterin Teva GmbH (T€ 1.161; Vorjahr: T€ 0). sowie der Teva Pharmaceuticals Europe B.V. (T€ 101; Vorjahr: T€ 123). Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 4. Erläuterung der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse (in T€) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsätze werden im Wesentlichen mit der TEVA Pharmaceuticals Europe B.V. sowie der TEVA Pharmaceutical Industries Ltd. getätigt. Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 1.296) beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.189) (Vj.: T€ 2.229). In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden T€ 1.189 (Vj.: T€ 2.229) periodenfremde Erträge ausgewiesen. Der Personalaufwand beinhaltet Löhne, Gehälter, Prämien, Tantiemen sowie die gesetzlichen Sozialabgaben. Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere allgemeine betriebliche Kosten (T€ 9.557) (Vj.: T€ 5.837), in denen hauptsächlich Aufwendungen für Dienstleistungen IC (T€ 7.406) (Vj.: T€ 3.062) enthalten sind, Aufwendungen für Veranstaltungen und Messen (T€ 3.532) (Vj.: T€ 2.801), Aufwendungen für wissenschaftliche Arbeiten in Höhe von T€ 3.536 (Vj.: T€ 3.597). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und aus Steuerverbindlichkeiten gem. §233a AO (T€ 1). in Zusammenhang mit der Betriebsprüfung Unter der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag ist überwiegend die von der Gesellschaft geschuldete Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer erfasst. Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Kfz Steuer. 5. Sonstige AngabenLatente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragssteuersatzes der TEVA Pharma GmbH. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer, die jedoch nicht bilanziert wurde. Haftungsverhältnisse (§ 268 Abs. 7 HGB) und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 251 HGB) Sonstige finanzielle Verpflichtungen sind zum Nominalwert wie folgt darzustellen:
Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind. Personalbestand (§ 285 Nr. 7 HGB) Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2014 93 (2013 116)Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt, die sich wie folgt verteilen:
O rgane der Gesellschaft (Geschäftsführung) (§ 285 Nr. 10 HGB)
Angaben für Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a - 9c HGB) Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) Das für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt im Geschäftsjahr 2014 T€ 27. Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB) Oberstes Mutterunternehmen ist die Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, die einen Konzernabschluss aufstellt und am Sitz des Unternehmens veröffentlicht, in den die TEVA Pharma GmbH und ihre inländischen Tochterunternehmen einbezogen werden und der in einer in die deutsche Sprache übersetzten Fassung beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und anschließend im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht wird. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Die Geschäfte der TEVA Pharma GmbH mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen bzw. Konditionen erfolgt.
Ulm, den 30.06.2015 Dr. Markus Leyck Dieken Andreas Burkhardt Dr. Ferenc Mark Tracik Tihomir Oreskovic Entwicklung des Immateriellen- und Sachanlagevermögen
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TEVA Pharma GmbH, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. Juni 2015 PricewaterhouseCoopers
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Reiter, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde noch nicht festgestellt. |
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