Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 9225
Vorher
WSL Operation GmbHSinnLeffers GmbH
Eingetragen
12.11.2012
Branche
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-NahrungsmittelEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, ohne NahrungsmittelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
ist der Einzelhandel mit Artikeln aller Art, die im Bereich eines Kaufhauses üblicherweise vertrieben werden, sowie die Verwaltung, Belieferung und Steuerung von Unternehmen, die derartigen Einzelhandel betreiben. Gegenstand des Unternehmens ist überdies der Erwerb von, die Verwaltung von und die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Reifferscheid
seit 2.12.2025
Geschäftsführer
Christian Döscher
seit 2.12.2025
Geschäftsführer
Gerhard Siebert
seit 2.12.2025
Prokura
Isabella Dr. Göbel
seit 14.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Isabella Göbel
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SLE Erwerbs- und Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SiNN GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022

Gesellschafterbeschluss der SiNN GmbH

Die SLE Erwerbs- und Beteiligungs GmbH ist die alleinige Gesellschafterin der im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 9225 eingetragenen SiNN GmbH mit Sitz in 58099 Hagen, Batheyer Straße 115-117. An dem Stammkapital der SiNN GmbH in Höhe von insgesamt EUR 2.000.000,00 (in Worten: zwei Millionen) hält die SLE Erwerbs- und Beteiligungs GmbH die Geschäftsanteile lfd. Nr. 1 bis 2.000.000 im Nennbetrag von jeweils EUR 1,00, mithin Geschäftsanteile von insgesamt EUR 2.000.000,00.

In meiner Eigenschaft als zur Einzelvertretung berechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführerin der SLE Erwerbs- und Beteiligungs GmbH - hier handelnd als alleinige Gesellschafterin der SiNN GmbH - trete ich hiermit unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Formen und Fristen, die das Gesetz oder der Gesellschaftsvertrag der SiNN GmbH für die Einberufung, die Ankündigung und die Abhaltung einer Gesellschafterversammlung vorsehen, in eine

Gesellschafterversammlung der SiNN GmbH

ein, stelle fest, dass 100% des Gesellschaftskapitals anwesend ist und beschließe einstimmig, was folgt:

1.

1. Der Jahresabschluss per 31.07.2022 endend mit

Bilanzsumme: EUR 36.812.085,27
Jahresüberschuss: EUR 1.636.340,89
Eigenkapital EUR 13.890.296,06
 

Der Jahresabschluss per 31.07.2022 wird festgestellt. Der Jahresüberschuss wird dem Gewinnvortrag zugerechnet.

2.

2. Für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 wird den Geschäftsführern, Dr. Isabella Goebel, Dieter Noldenn und Thomas Wanke hiermit Entlastung erteilt.

3.

3. Die gkw:treuadvisa GmbH, Kruppstr. 96, 45145 Essen wird zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses per 31.07.2023 bestellt.

 

Hagen, den 01. Februar 2023

Dr. Isabella Göbel

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gem. § 21 EntgTransG

Entgeltbericht der SiNN GmbH

Nach dem Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz - EntgTranspG), das am 6. Juli 2017 in Kraft getreten ist, müssen bestimmte Unternehmen einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern - den sog. "Entgeltbericht" - erstellen (§ 21 EntgTranspG).

Der nachfolgende, von der SINN GmbH veröffentlichte Entgeltbericht stellt die bei der SiNN GmbH implementierten Maßnahmen zur Sicherstellung der im EntgTranspG genannten Ziele dar. Die Maßnahmen werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Die Gleichstellung von Frauen und Männern hat bei der SiNN GmbH einen hohen Stellenwert. Dies unterstreichen unter anderem die Maßnahmen, die ergriffen werden, um Frauen und Männer gleichermaßen für Führungspositionen zu qualifizieren und zu fördern.

Frauen in Führungspositionen

Die berufliche Chancengleichheit von Frauen und Männern fördert die SiNN GmbH im Rahmen der Karriereförderung. Die SiNN GmbH versteht die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, als selbstverständlichen Bestandteil ihrer Programme für die berufliche Entwicklung und Förderung.

Offene Positionen werden unabhängig vom Geschlecht mit den fachlich und persönlich am besten geeigneten Kandidaten besetzt.

Die SiNN GmbH hat mit ca. 85% eine überdurchschnittlich hohe Frauenquote in der Organisation.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männern

Die SiNN GmbH ist ein tariforientiertes Unternehmen. Für Beschäftigte im Tarifbereich basiert die Vergütung auf den Regelungen der Zukunftssicherungsvereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat. Die Zukunftssicherungsvereinbarung unterscheidet bei Fragen der Eingruppierung nicht zwischen den Geschlechtern und bezieht sich ausschließlich auf Positionen und nicht auf den jeweiligen Stelleninhaber. Eine Entgeltgleichheit ist damit sichergestellt.

Auch im übertariflichen Bereich ist eine attraktive, transparent gestaltete Vergütung ein wichtiges Argument bei der Einstellung und der Bindung engagierter Beschäftigter an das Unternehmen. Die Vergütungsmodelle der SiNN GmbH orientieren sich am Umfang von Aufgabe, Verantwortung sowie Leistung.

Im Führungskräftebereich werden alle Funktionen mit einer einheitlichen Systematik bewertet und miteinander verglichen. Bei allen diesen Positionen gibt es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Aus den jährlichen Überprüfungen unserer Gehaltsstrukturen im außertariflichen Bereich sowie im Führungskräftebereich lässt sich ableiten, dass bei Stellen mit vergleichbarer Anforderung und Leistung keine generellen Gehaltsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten bestehen.

Angaben zur durchschnittlichen Anzahl der Voll- und Teilzeitbeschäftigten im Berichtszeitraum

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2022 1.681

davon weiblich 1.441

davon männlich 240

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2022 auf Basis von Vollzeitkräften 1.164

davon weiblich 960

davon männlich 203

 

Hagen, den 31. Januar 2023

Die Geschäftsführung der SiNN GmbH

Bilanz zum 31. Juli 2022

AKTIVA

31.7.2022 31.7.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.397,00 280.308,00
2. Geleistete Anzahlungen 6.367,50 308.764,50 144.436,08 424.744,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.268.622,00 1.714.541,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.899.309,20 3.084.100,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 239.153,76 5.407.084,96 43.850,84 4.842.492,04
5.715.849,46 5.267.236,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 104.200,00 95.800,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.734.726,35 7.838.926,35 7.638.677,00 7.734.477,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.822.349,14 2.135.291,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.367.444,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.380.529,30 6.202.878,44 2.113.199,17 5.615.935,52
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.676.731,02 15.382.642,59
30.718.535,81 28.733.055,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 377.700,00 149.998,00
36.812.085,27 34.150.289,23

PASSIVA

31.7.2022 31.7.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 7.000.000,00 7.000.000,00
III. Gewinnvortrag 3.253.955,17 6.298.744,38
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.636.340,89 -3.044.789,21
13.890.296,06 12.253.955,17
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.844.794,00 1.767.634,00
2. Steuerrückstellungen 435.760,09 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.278.223,77 12.111.221,39
14.558.777,86 13.878.855,39
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 43.426,88
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (i. Vj. EUR 43.426,88)-
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.207.299,84 5.336.107,73
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.146.011,81 (i. Vj. EUR 5.336.107,73)-
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 229.555,45 0,00
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 229.555,45 (i. Vj. EUR 0,00)-
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.926.156,06 2.637.944,06
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.926.156,06 (i.Vj. EUR 2.637.944,06)-
-davon aus Steuern EUR 713.781,84 (i.Vj. EUR 1.207.960,60)-
8.363.011,35 8.017.478,67
36.812.085,27 34.150.289,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022

2021/2022 1.10.2020 - 31.7.2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 199.464.763,79 98.016.959,46
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.059.723,14 13.791.702,54
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 101.209.061,06 51.637.532,15
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 38.666.658,34 24.749.611,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.178.829,02 46.845.487,36 5.003.944,64 29.753.556,21
--davon für Altersversorgung EUR 222.384,38 (i. Vj. EUR 233.932,29)--
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.429.187,02 1.788.595,86
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.957.618,54 31.659.801,11
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.000,00 67.444,44
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 65.000,00 (i. Vj. EUR 67.444,44)-
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.762,97 -7.762,97 78.596,32 -11.151,88
--davon aus der Aufzinsung EUR 46.769,00 (i. Vj. EUR 47.605,58)--
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 435.760,09 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.639.609,89 -3.041.975,21
11. Sonstige Steuern 3.269,00 2.814,00
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.636.340,89 -3.044.789,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

Allgemeine Angaben

Die SiNN GmbH hat ihren Sitz in Hagen und wird beim Amtsgericht Hagen unter HRB Nr. 9225 geführt.

Der Jahresabschluss der SiNN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie nach dem GmbHG unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte die SiNN GmbH am 27. April 2020 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung nach § 270 ff InsO gestellt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Hagen wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der SiNN GmbH zum 1. August 2020 eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Nach Eintritt der Bedingungen des Insolvenzplans hat das Amtsgericht Hagen das Insolvenzverfahren zum 30. September 2020 wieder aufgehoben.

Somit lief das vorangegangene Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Juli 2021 und bildete ein Rumpfgeschäftsjahr von zehn Monaten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird auf Basis des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt. Aufgrund des im Vorjahr eingelegten Rumpfgeschäftsjahre sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nicht miteinander vergleichbar. Zusätzlich waren im vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr die Filialen coronabedingt von Mitte Dezember 2020 bis Mai 2021 geschlossen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode.

Entgeltlich erworbene Nutzungsrechte werden über die Dauer ihrer Nutzung abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Parkhäuser und Einstellplätze beträgt durchschnittlich 28 Jahre, für Lizenzen und Software drei bis fünf Jahre und für Mietdienstbarkeiten zehn Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach linearer Methode. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei Vorliegen dauerhafter Wertminderungen vorgenommen.

Die Abschreibungen auf Ladeneinbauten erfolgen mit einer Nutzungsdauer von fünf bis acht Jahren. Einrichtungen werden mit einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben, Kfz mit einer Nutzungsdauer von sechs Jahren.

Im Jahr des Zugangs zum Anlagevermögen werden zeitanteilige Abschreibungen vorgenommen. Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 250,00 € und bis zu 800,00 € werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind mit Anschaffungskosten (Einstandswerte abzüglich Skonti und Boni und zuzüglich Bezugskosten) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei nicht mehr aktueller Saisonware werden nach Altersstruktur Bewertungsabschläge zwischen 50 % und 95 % (i. Vj. 43% bis 95%) vorgenommen. Insgesamt sind die Abschläge mit der gebotenen Vorsicht bemessen und tragen der Lagerstruktur und einem unverändert scharfen Preiswettbewerb und Entwertungsrisiko Rechnung.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine Pauschalwertberichtigung von grundsätzlich 3 %.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Der Ausweis der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläen entsprechen der in den versicherungsmathematischen Gutachten der Hamburger Pensionsverwaltung e.G., Hamburg, errechneten notwendigen diskontierten Erfüllungsbeträge. Der diskontierte Erfüllungsbetrag wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 bzw. Abs. 2 HGB unter Anwendung der Pauschalregelung von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB über den der Bewertung zugrunde liegenden Rechnungszinssatz sowie der versicherungsmathematischen "Projected-Unit-Credit"-Methode berechnet. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken sowie auch künftige Preis- und Kostensteigerungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Baukostenzuschüsse, die nicht als Entgelt für eine zukünftige Leistung des Zuschussempfängers gewährt werden, werden unmittelbar ertragswirksam vereinnahmt.

Auf fremde Währungen lautende kurzfristige Bankguthaben einerseits und kurzfristige Verbindlichkeiten andererseits sind bei Einbuchung zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag bewertet. Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden durch Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs Rechnung getragen.

Erfassung latenter Steuern

Unter der Anwendung der Temporary-Concept-Methode wurden Steuerlatenzen für Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz berechnet. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen des abnutzbaren Anlagevermögens und auf unterschiedlicher Bewertung der Rückstellungen. Die Berechnung wurde mittels eines Steuersatzes von 32,0 % vorgenommen.

Die Berechnung führt zu einem Überhang von aktiven latenten Steuern. Gemäß der Regelung im § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die aktiven latenten Steuern bilanziell nicht erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zum 31. Juli 2022 ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen ein Tilgungsdarlehen mit einer ursprünglichen Laufzeit bis 2023. Das Darlehen wurde vorzeitig im Juli 2022 zurückgezahlt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 3.890 T€ (Vorjahr: 1.634 T€) und betreffen im Wesentlichen Mietkautionen (1.621 T€; Vorjahr: 20 T€), debitorische Kreditoren ( T€ 1.429; Vorjahr: 521 T€) und Treuhandvermögen (610 T€; Vorjahr: 610 T€) für den geplanten Abschluss von Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsverpflichtungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 490 T€ (Vorjahr: 490 T€) und beinhalten Sicherheitsleistungen für mögliche Lieferantenansprüche.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Bankguthaben betragen zum 31. Juli 2022 16.677 T€ (Vorjahr: 15.383 T€). Davon ist jedoch ein Betrag in Höhe von 7.648 T€ (Vorjahr: 8.841 T€) als Sicherheit für ausgestellte Avale bzw. auf Treuhandkonten hinterlegt, sodass die SiNN GmbH über diese Gelder nicht frei verfügen kann.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 378 T€ (Vorjahr: 150 T€) enthält im Wesentlichen Lizenzen und Werbekostenbeiträge.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 2.000 T€. Die Kapitalrücklage dotiert auf 7.000 T€.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 37,7 % (Vorjahr: 35,9 %).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Ausweis der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entspricht unter Berücksichtigung der Verrechnung mit Deckungsvermögen dem im versicherungsmathematischen Gutachten von der Hamburger Pensionsverwaltung e.G. errechneten Barwert zum 31. Juli 2022 und summiert sich auf 1.845 T€ (Vorjahr: 1.768 T€). Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln für die Pensionsrückstellungen 2018 G von Klaus Heubeck. Die Bewertung wurde nach der "Projected-Unit-Credit"-Methode vorgenommen und berücksichtigt zukunftsorientierte Rententrends. Für die Gehaltsdynamik wurde keine Steigerung angenommen. Für Renten der Kapitalzusagen wurde eine Steigerung von 3,25 % und für wertpapiergebundene Zusagen eine Steigerung von 1,94 % angesetzt. Für Fluktuation wurde ein Wert von 5,0 % angesetzt. Unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde die Bewertung mit einem Rechnungszins von 1,78 % (10-Jahres-Durchschnitt) vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag aus den versicherungsmathematischen Barwerten zu den Rechnungszinssätzen auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszeitraumes (1,38 %) bzw. 10-Jahres-Durchschnittszeitraumes beträgt 53 T€ (Vorjahr: T€ 88). Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Der Zinsaufwand beträgt nach Verrechnung mit dem Ertrag aus Deckungsvermögen für das Rumpfgeschäftsjahr 33 T€ (Vorjahr: 36 T€)

Gemäß der Regelung des § 246 Abs. 2 HGB wurden die Pensionsverpflichtungen mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen, der dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung entspricht, verrechnet. Nach Verrechnung des Deckungsvermögens in Höhe von 351 T€ mit den Pensionsverpflichtungen wird eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 1.845 ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens.

31.07.2022
Zusammensetzung der Pensionsrückstellungen T€
Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.196
Verrechenbares Rückdeckungsvermögen -351
Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.845

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen

31.07.2022 31.07.2021
T€ T€
Resturlaubsansprüche 1.643 1.797
Weihnachtsgeld 750 793
Tantiemen 727 250
Übrige 725 561
Personalrückstellungen 3.845 3.401
Quotenbefriedigung Gläubiger 2.147 2.147
Schlussinstandsetzung angemieteter Flächen 1.929 1.727
Bonus- und Fashioncardansprüche Kunden 1.313 1.160
Übrige 3.044 3.676
Summe 12.278 12.111

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht gesichert und setzen sich zum 31. Juli 2022 folgendermaßen zusammen:

Verbindlichkeiten
(T€)
Stand 31.7.2022 bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Stand 31.7.2021 bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - 44 44 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.207 6.146 61 5.336 5.336 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 230 230 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.926 1.926 - 2.638 2.638 -
Summe 8.363 8.302 61 8.018 8.018 -

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch nicht eingelösten Gutscheinen und Verbindlichkeiten aus Steuern. Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 714 T€ (Vorjahr: 1.208 T€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 160,9 Mio. € und aus Markenlizenzverträgen von 2,6 Mio. €.

Zur Dotierung von Treuhandvermögen für den beabsichtigten Abschluss von Rückdeckungsversicherungen für bestehende Pensionsverpflichtungen bestehen finanzielle Verpflichtungen von 0,4 Mio. €.

Insgesamt bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 163,9 Mio. €.

Das Bestellobligo bewegt sich im betriebsüblichen Rahmen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft vereinbart mit Warenlieferanten sogenannte Depotverträge zur Sicherung der fortlaufenden Warenversorgung. Diese Verträge sehen vor, dass die Waren erst bei Abverkauf der Waren an den Kunden auf die Gesellschaft übergehen. Dies hat den Vorteil, dass die Gesellschaft eine geringere Kapitalbindung in Bezug auf den Warenbestand in den Filialen hat sowie ein Teil des Abverkaufsrisikos vom Lieferanten mitgetragen wird. Der Lieferant hat im Gegenzug mehr Einflussnahme auf die Warenzusammensetzung und -präsentation. Zum Bilanzstichtag bestehen Depotwaren in Höhe von rund 43 Mio. €.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bedingt durch das im Vorjahr eingelegte Rumpfgeschäftsjahr von 10 Monaten sind die Zahlen der beiden Geschäftsjahre nicht miteinander vergleichbar.

Umsatzerlöse

Die SiNN GmbH erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz in Höhe von 199,5 Mio. € (Vorjahr: 98,0 Mio. €). Die Umsätze wurden alle im Inland getätigt und entfallen auf:

Einzelhandelsumsatz 198,5 Mio. € (Vorjahr: 97,4 Mio. €)

Mieterträge und Sonstiges 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €)

Der Warenrohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) zum Stichtag beträgt 98,3 Mio. € (Vorjahr: 46,4 Mio. €), was einer Marge von 49,3 % (Vorjahr: 47,3 %) entspricht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022 10/2020 - 7/2021
T€ T€
Corona-Überbrückungshilfe 3.850 12.000
Auflösung von Rückstellungen 1.486 0
Versicherungserstattungen 1.264 375
Vereinnahmung von Verbindlichkeiten 109 101
Betrieb Corona-Testzentren 0 1.115
Übrige Erträge 350 201
Summe 7.059 13.792

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

2021/2022 10/2020 - 7/2021
T€ T€
Löhne und Gehälter 38.666 24.750
Soziale Abgaben 7.957 4.770
Aufwendungen für Altersversorgung 222 234
Summe 46.845 29.754

Im Geschäftsjahr wurde Kurzarbeitergeld in Höhe von 692 T€ (Vorjahr: 4.600 T€) vereinnahmt, dass mit den Personalaufwendungen verrechnet worden ist.

Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen 2.429 T€ (Vorjahr: 1.789 T€). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 62 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022 10/2020 - 7/2021
T€ T€
Raum- und Betriebskosten 40.694 22.430
Vertriebskosten 5.194 3.416
Fremdpersonalkosten 2.088 1.179
Verwaltungskosten 2.998 1.200
EDV-Kosten 1.743 1.320
Übrige 1.240 2.115
Summe 53.957 31.660

Außergewöhnliche Erträge oder Aufwendungen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Als außergewöhnliche Erträge wurden im Berichtsjahr Corona-Überbrückungshilfen von 3.850 T€ (Vorjahr: 12.000 T€) und Versicherungserstattungen von 1.261 T€ (Vorjahr: 375 T€) sowie im Vorjahr Erträge aus der Erstattung der Corona-Testzentren (1.115 T€) vereinnahmt, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Im Vorjahr wurden außergewöhnliche Aufwendungen für die Corona-Testzentren (495 T€) sowie einen Wasserschaden in Hagen (429 T€) ausgewiesen.

Die periodenfremden Erträge betragen 1.576 T€ (Vorjahr: 192 T€) und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen (1.486 T€). Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 439 T€ (Vorjahr: 0 T€). Davon entfallen 245 T€ auf Verluste aus Anlageabgängen und 123 T€ auf die Ausbuchung von Forderungen.

Finanzergebnis

Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen werden Zinsaufwendungen von 47 T€ (Vorjahr: 48 T€) ausgewiesen. Dabei wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 43 T€ (Vorjahr: 43 T€), mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 7 T€) verrechnet.

Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen betragen TEUR 65 (Vorjahr: 67 T€).

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die SiNN GmbH ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der SLE Erwerbs- und Beteiligungs GmbH, Düsseldorf.

Beziehungen zu Unternehmensorganen

Für die Tätigkeit der Beiratsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 33 T€ gezahlt.

Die Gesellschaft macht von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer.

An die Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirats wurden weder Vorschüsse und Kredite vergeben noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats/Beirats sind keine Zahlungen geleistet worden.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die SiNN GmbH beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich auf Basis von Vollzeitkräften 1.164 (Vorjahr: 1.074) Mitarbeiter. Unterteilt nach Geschlecht waren es 961 (Vorjahr: 872) weibliche und 203 (Vorjahr: 202) männliche Mitarbeiter.

Ohne Umrechnung auf Vollzeitkräfte waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 1.441 (Vorjahr: 1.353) weibliche und 240 (Vorjahr: 241) männliche Mitarbeiter beschäftigt, in der Summe somit 1.681 (Vorjahr: 1.594) Personen.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar umfasst Abschlussprüfungsleistungen von 65 T€ (Vorjahr: 108 T€) und sonstige Leistungen von 2 T€ (Vorjahr: 42 T€).

Mehrheitsbeteiligung

Die SLE Erwerbs- und Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, hält zum Stichtag 100 % des Stammkapitals der SiNN GmbH.

Der Beirat setzte sich im Berichtsjahr folgendermaßen zusammen:

Prof. Stefan Feuerstein Präsident des Verwaltungsrats der Zur Rose Gruppe, Feusisberg/Schweiz (ab 10. Mai 2022) Beiratsvorsitzender
Annegret Schüring Vorsitzende, Münster, Mitarbeiterin der SiNN GmbH, Filiale Münster, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats (bis 2. Februar 2022)
Theodor Alkemper Geschäftsführender Gesellschafter der euro delkredere GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr (ab 3. November 2021)
Dr. Ulla Ertelt Geschäftsführende Gesellschafterin der HML Modemarketing Dr. Leichum & Partner GmbH, Frankfurt am Main (ab 3. November 2021)
Dr. Isabella Goebel Unternehmerin, München (bis 16. November 2021)
Lutz Hockemeyer Handelsfachwirt, Osnabrück, Geschäftsleiter Filialen Osnabrück und Koblenz
Martina Kohn Gelsenkirchen, Mitarbeiterin der SiNN GmbH, Filiale Gelsenkirchen-Buer
Horst Heinrich Paul Meißel Geschäftsführer HHP Invest Mülheim an der Ruhr, ehemals Geschäftsführer euro delkredere (bis 3. September 2021)
Udo Saczinski Stellvertretender Vorsitzender, Betriebsratsvorsitzender, Hagen, Mitarbeiter der SiNN GmbH, Hagen
Klaus Otto Striebich Geschäftsführer, Biesigheim, RaRE Advise Klaus Striebich (bis 3. September 2021)

Geschäftsführung

Herr Torsten Altenscheidt, Diplom-Ökonom, Dortmund, Geschäftsführer Finanzen, Personal, IT, Logistik und Zentrale Dienste (bis 4. August 2021, eingetragen am 9. September 2021)

Herr Dr. Thomas Kluth, Rechtsanwalt, Düsseldorf, Chief Restructuring Officer bis 4. August 2021, eingetragen am 9. September 2021

Herr Thomas Lorenzen, Versicherungskaufmann, Dänischenhagen, Geschäftsführer Finanzen, Personal, IT, Logistik und zentrale Dienste (ab 4. August 2021, eingetragen am 9. September 2021, bis zum 1. Oktober 2021, eingetragen am 1. Oktober 2021)

Herr Dieter Noldenn, Dipl. Kfm., Hilden, Chief Financial Officer (ab 1. Oktober 2021, eingetragen am 4. Oktober 2021)

Herr Thomas Wanke, Diplom-Betriebswirt, Braunschweig, Chief Operating Officer (ab 1. Oktober 2021, eingetragen am 4. Oktober 2021)

Frau Dr. Isabella Goebel, Unternehmerin, München, Geschäftsführende Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung, Unternehmensstrategie- und -entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Recht und Innenrevision (ab 8. Dezember 2021, eingetragen am 14. Dezember 2021)

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.636 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hagen, den 31. Januar 2023

Dr. Isabella Goebel

Dieter Noldenn

Thomas Wanke

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.8.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.7.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.065.811,25 168.826,68 24.328,13 1.486,00 2.257.480,06
2. Geleistete Anzahlungen 144.436,08 21.467,50 -24.328,13 135.207,95 6.367,50
2.210.247,33 190.294,18 0,00 136.693,95 2.263.847,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.562.337,45 1.339.718,75 35.167,75 120.969,68 11.816.254,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.125.038,87 1.436.555,62 8.683,09 317.008,28 15.253.269,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.850,84 239.153,76 -43.850,84 0,00 239.153,76
24.731.227,16 3.015.428,13 0,00 437.977,96 27.308.677,33
26.941.474,49 3.205.722,31 0,00 574.671,91 29.572.524,89
WERTBERICHTIGUNGEN
1.8.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge 31.7.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.785.503,25 170.241,81 0,00 662,00 1.955.083,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.785.503,25 170.241,81 0,00 662,00 1.955.083,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.847.796,45 770.028,50 0,00 70.192,68 9.547.632,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.040.938,67 1.488.916,71 0,00 175.895,28 12.353.960,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
19.888.735,12 2.258.945,21 0,00 246.087,96 21.901.592,37
21.674.238,37 2.429.187,02 0,00 246.749,96 23.856.675,43
BUCHWERTE
31.7.2022 31.7.2021
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.397,00 280.308,00
2. Geleistete Anzahlungen 6.367,50 144.436,08
308.764,50 424.744,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.268.622,00 1.714.541,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.899.309,20 3.084.100,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 239.153,76 43.850,84
5.407.084,96 4.842.492,04
5.715.849,46 5.267.236,12

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022

Allgemeine Angaben

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die SiNN GmbH betreibt zum 31. Juli 2022 stationären Textileinzelhandel in 32 Filialen (Stand 31.07.2021: 33 Filialen) mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Zum Produktportfolio gehört ein vielfältiges und strukturiertes Sortiment namhafter Marken in den Bereichen Herren-, Damen- und Kinderbekleidung sowie Wäsche und Accessoires.

Das Unternehmen ist nach dem Abschluss des vorherigen Rumpfwirtschaftsjahres wieder in den 12-monatigen Rhythmus des Geschäftsjahres zurückgekehrt. Das Geschäftsjahr war noch von der Coronakrise maßgeblich beeinflusst, da die Auflagen zum Schutz der Bevölkerung den Einzelhandel durch Maskenpflicht und weitere aufwendige Schutzmaßnahmen beeinträchtigten. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte verbesserte sich das Geschäft wieder und konnte sich über dem Branchendurchschnitt entwickeln.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2021/2022 betrug 199,5 Mio. € und lag damit über dem Umsatz des Vorjahres 98,0 Mio. €. Das erzielte Geschäftsergebnis weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,6 Mio. € aus (Vorjahr -3,0 Mio. €).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das vorherige Geschäftsjahr nur einen Zeitraum von zehn Monaten umfasst hat und die coronabedingten Filialschließungen in den Monaten Dezember 2020 bis Mai 2021 zu deutlichen Umsatzeinbußen geführt haben. Für die massiven Umsatzausfälle hat SiNN im Vorjahr Corona-Überbrückungshilfen von 12,9 Mio. € und im abgelaufenen Geschäftsjahr von 3,9 Mio. € erhalten.

Veränderungen im Filialportfolio

Im laufenden Geschäftsjahr wurden 2 Standorte in Folge auslaufender Mietverträge geschlossen. Die Filiale in Koblenz hatte zum Ende Dezember 2021 den Verkauf eingestellt. Die Filiale in Brühl hatte Ende Juli 2022 den letzten Verkaufstag. Im Forum Duisburg wurde im März 2022 eine neue Filiale eröffnet. Es handelt sich bei den in Duisburg angebotenen Sortimenten um ein reines Damenhaus. Die Filiale in Lingen zieht innerhalb der Stadt Lingen in ein anderes geeigneteres Gebäude im Zentrum der Stadt. In Goch eröffnete die SiNN GmbH im Oktober 2022 eine neue Filiale; weitere Neueröffnungen sind im aktuellen Geschäftsjahr geplant.

Sortimente und Visual Merchandising

Die Auswahl der Produkte, die Präsentation auf der Fläche, Promotion und das Preis-/Leistungsverhältnis sind die Hebel, mit denen wir unsere Kunden überzeugen wollen. Wir bieten unseren Kunden Orientierung in der Vielfalt des Sortiments und setzen auf die Beratungskompetenz unserer Mitarbeiter*innen, die auf die Kundenbedürfnisse im Verkaufsgespräch individuell eingehen. Über Präsentation und Promotion wecken wir Begehrlichkeiten beim Kunden und schaffen so Kaufanreize. Die Verkaufstätigkeit in den Filialen wird dabei durch zentralisierte und IT-basierte Backoffice-Prozesse unterstützt. Zwischen Filialen und der Dienstleistungszentrale findet ein intensiver Austausch statt, um auf örtliche oder generelle Marktentwicklungen schnell reagieren zu können.

In den vergangenen Jahren wurde das Warensortiment weiter auf Topmarken ausgerichtet, Eigenmarken werden nur in einem sehr begrenzten Umfang geführt. Die Balance zwischen Markenvielfalt und Lieferantenkonzentration ist Grundlage der Sortimentssteuerung. Bei der Warenpräsentation wird dem Visual Merchandising ein großer Stellenwert eingeräumt. Mit dem Ziel einer kompetenten Beratung sowie einem breiten Sortiment nahezu aller namhaften Modemarken präsentiert sich SiNN mit einem Konzept, im Rahmen dessen der Kunde die für ihn richtige Mode findet.

Standortkonzept

In gehobenen Mittel- und Oberzentren Deutschlands wird das Ziel verfolgt, die erste Wahl des Kunden zu sein. Anhand klar definierter strategischer Kriterien verfolgt SiNN weiterhin eine zielgerichtete Expansion im deutschen Textilmarkt. Diese strategische Ausrichtung wird gestützt durch die Markenvielfalt, verbunden mit der Beratungskompetenz unserer Mitarbeiterinnen.

Markenbildung

SiNN präsentiert ein Angebot in den relevanten Warenkategorien, die jeweils standortspezifisch angepasst sind. Dabei geht Sortimentstiefe vor -Breite, SiNN kuratiert ein Angebot für unsere Zielgruppen. Die Sicherstellung einer hohen Beratungsqualität durch Fachverkäufer*innen ist ein wesentliches Wettbewerbsmerkmal. Im Herbst 2022 konnte SiNN auf Basis einer großangelegten Kundenumfrage von über 140.000 Befragten im Segment des textilen Modeeinzelhandel in Deutschland den ersten Platz erzielen. Sowohl Qualität als auch Anzahl der Mitarbeiterinnen sind entscheidende Differenzierungsmerkmale. SiNN ist im Bereich Technik wettbewerbsadäquat aufgestellt. WLAN in den Filialen, eine Kunden-App und schnelle Kassenabwicklung sind selbstverständliche Leistungsmerkmale.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen auf globaler Ebene

Der Herbst/Winter 2021 war gezeichnet durch staatliche Eingriffe zur Bekämpfung der Coronapandemie. Die globale Konjunktur trübte sich im Sommer 2022 weiter ein. Insbesondere belastete der anhaltend starke Preisauftrieb die Konsumgewohnheiten. In Deutschland beeinträchtigten außerordentlich hohe Energiepreise und die Unsicherheit bezüglich der künftigen Energieversorgung die Wirtschaftsaktivitäten zusätzlich. Daher schwächte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) merklich ab. Der Preisauftrieb auf der Verbraucherstufe gewann infolge des schon lange anhaltenden hohen Kostendrucks weltweit nochmals an Bedeutung. Im Euroraum stieg die jährliche Inflationsrate gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) bis Oktober 2022 auf 10,6 % an; die Rate ohne Energie und Nahrungsmittel legte auf 5,0 % zu. Perspektivisch sollten jedoch die rückläufigen Rohstoffnotierungen den Verbraucherpreisauftrieb dämpfen.

Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene

Der private Verbrauch hat im Sommerquartal 2022 merklich zugelegt. Positive Impulse kamen von Aufholeffekten in zuvor durch Corona-Schutzmaßnahmen eingeschränkten Bereichen. So erhöhten sich die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren zunächst deutlich. Allerdings machten sich auch Auswirkungen der hohen Inflation und der Unsicherheit über die Energieversorgung gegenläufig bemerkbar. Die realen Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) gingen etwas zurück. Außerdem war die Konsumstimmung laut Umfragen des Marktforschungsinstituts GfK auf einem Rekordtief, und die angstbedingte Sparneigung stieg stark an. Der Einzelhandel litt dagegen unter einer Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte. Die Tarifverdienste stiegen im Sommer 2022 weiterhin moderat. Die um Sonderzahlungen bereinigten Grundvergütungen legten im Sommer mit 2,2 % gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig stärker zu als im zweiten Quartal. Hier wirkten die pandemiebedingt niedrigen Anhebungen nach. Die Effektivverdienste sind hingegen im dritten Quartal stärker als die Tarifverdienste gestiegen. Wesentlich dafür dürfte das vor Jahresfrist - insbesondere wegen der damals noch relativ hohen Kurzarbeit - gedrückte durchschnittliche Vorjahres-Verdienstniveau sein.

Ausblick

Die Inflationsrate könnte auch über den Jahreswechsel 2022/2023 hinaus zweistellig bleiben. Die Übernahme der Gasabschlagszahlung durch den Staat im Dezember, die die erste Stufe der Gaspreisbremse darstellt, wird die Konsumenten zwar entlasten. Noch ist aber unklar, inwieweit sie sich in der amtlichen Preismessung und damit in der Inflationsrate niederschlägt. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte werden voraussichtlich im Winterhalbjahr 2022/2023 zurückgehen. Aufholeffekte nach den pandemiebedingten Einschränkungen laufen aus, und den möglichen Nachholeffekten steht die Schwächung der Kaufkraft und die Sorge vor hohen Energiekosten gegenüber. Der vom Marktforschungsinstitut GfK ermittelte Konsumklimaindex stabilisierte sich zuletzt auf sehr niedrigem Niveau. In den konsumnahen Dienstleistungsbereichen Einzelhandel und Gastgewerbe war die Lagebeurteilung der Unternehmen im Oktober gemäß ifo Umfragen erheblich schlechter als im dritten Quartal.

(Quelle: Monatsbericht November 2022 Deutsche Bundesbank Frankfurt)

Planung der SINN GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023

Die SiNN GmbH plant für das Geschäftsjahr 2022/2023 Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022, ein positives EBITDA in einem niedrigen einstelligen Millionenbereich und einen leicht positiven Jahresüberschuss. Dabei werden die eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Unternehmensprozesse und des Filialportfolios sowie die Weiterentwicklung des Sortiments zu einer nachhaltigen Verbesserung von Umsatz, Rohertrag und Ergebnis plangemäß beitragen.

Insgesamt sind die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen, branchenbezogenen und geopolitischen Risiken derzeit jedoch nicht hinreichend genau abschätzbar und daher prognostisch unsicher. Die Geschäftsführung hat diesen Umständen durch eine konservative Planung Rechnung getragen.

Geschäftsverlauf der SiNN GmbH

Das Geschäftsjahr wurde weiterhin stark von den Folgen der Corona-Pandemie beeinflusst.

Für die deutlichen Umsatzausfälle hatte die SiNN GmbH bereits im März 2021 eine Corona- Überbrückungshilfe von 12,0 Mio. € erhalten; weitere 3,9 Mio. € wurden im Frühjahr 2022 aus Mitteln des Bundes gezahlt.

Bei Umsatzerlösen von 199,5 Mio. €. wird ein EBITDA von 4,5 Mio. € von sowie ein Jahresüberschuss von 1,6 Mio. €. ausgewiesen.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2021/2022 unter den exogenen Einflussfaktoren zufriedenstellend. Die Finanzkraft der Gesellschaft konnte gestärkt werden da unter den Marktgegebenheiten der Geschäftsbetrieb jederzeit gesichert war. Daher war es möglich, notwendige Investitionen in die Filialen und in das künftige neue ERP-System (Microsoft Dynamics 365) zu tätigen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse der SiNN GmbH betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 199,5 Mio. €. Bei einem Materialaufwand von 101,2 Mio. € ergibt sich danach ein Rohertrag von 105,3 Mio. € bzw. eine Rohertragsmarge von 51,0 %.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Corona-Überbrückungshilfen des Bundes in Höhe von 3,9 Mio. € enthalten.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 46,8 Mio. €, hierin sind Kurzarbeitergelder in Höhe von 692,0 Tsd. € saldiert. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 22,7 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 54,0 Mio. €. Davon entfallen auf Raum- und Betriebskosten als größter Posten 40,7 Mio. €.

Es wird ein Jahresüberschuss von 1,6 Mio. € ausgewiesen. Das EBITDA der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 4,5 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnten zwei außergewöhnliche Erträge vereinnahmt werden: Die letzte Tranche der Corona-Überbrückungshilfe betrug 3,9 Mio. Euro. Für den immer drastisch eingeschränkten Geschäftsbetrieb der durch den Hochwasserschaden betroffenen Filiale in Hagen wurden Versicherungserstattungen in Höhe von 1,3 Mio. € geleistet. Die Erstattung betrifft den Ausgleich der Sachschäden und dient der Abmilderung des Betriebsunterbrechungsschadens.

Die übrigen periodenfremden Aufwendungen und Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 1,0 Mio. €.

Finanzlage

Die fortlaufende Überwachung und Sicherstellung der Liquidität ist ein wichtiger Prozess innerhalb der SiNN GmbH und fester Bestandteil des Reportings an die Geschäftsführung. Die SiNN GmbH verfügt zum Abschlussstichtag über 16,7 Mio. € liquide Mittel (Vorjahr: 15,4 Mio. €), wovon rund 7,6 Mio. € (Vorjahr: 8,8 Mio. €) als Sicherheit für ausgestellte Avale bzw. auf Treuhandkonten hinterlegt sind. Eine freie Verfügung über diesen Betrag ist nicht möglich.

Die Veränderung der Zahlungsmittel ergibt sich aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung:

08/2021-7/2022 10/2020-7/2021
T€ T€
Jahresfehlbetrag (-) / Jahresüberschuss (+) 1.636 -3.045
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.429 1.789
Veränderung der Rückstellungen 681 -603
Verluste (+) / Erträge (-) aus dem Abgang von Anlagevermögen 235 2
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -919 -1.135
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 388 3.020
1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.450 28
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen (+) 93 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -3.016 -2.197
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -190 -232
2) Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.113 -2.429
Einzahlungen aus Aufnahme von Finanzkrediten (+) 0 0
Auszahlungen aus Tilgungen von Finanzkrediten (-) -43 -97
3) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -43 -97
Veränderung der Zahlungsmittel (Summe 1 - 3) 1.294 -2.498
Zahlungsmittel am Jahresanfang 15.383 17.881
Zahlungsmittel am Jahresende 16.677 15.383

Von den Zahlungsmitteln in Höhe von 16.677 T€ (Vorjahr: 15.383 T€) sind 7.648 T€ (Vorjahr: 8.841 T€) verfügungsbeschränkt.

Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 trotz der coronabedingten Beeinträchtigungen deutlich verbessert.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich bei Investitionen von 3,2 Mio. € insbesondere in die neuen Standorte und Abschreibungen/Abgänge von 2,7 Mio. € im Saldo um 0,5 Mio. €.

Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten betrug 31,1 Mio. € nach 28,9 Mio. € zum 31. Juli 2021. Dabei erhöhten sich insbesondere die frei verfügbaren flüssigen Mittel um 2,5 Mio. €.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Versicherungsbeiträge, Dienstleistungsentgelte und abgegrenzte Werbekostenbeiträge.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich ergebnisbedingt um den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von 1,6 Mio. € auf 13,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg zum Bilanzstichtag auf 39,5 % gegenüber 35,9 % im Vorjahr.

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betragen 2,3 Mio. € nach 2,7 Mio. € zum 31. Juli 2021. Die sonstigen kurz- und mittelfristigen Rückstellungen betragen 10,4 Mio. € gegenüber 9,4 Mio. € im Vorjahr. Darin enthalten sind 0,4 Mio. € Steuerrückstellungen; im Vorjahr waren keine Steuerrückstellungen gebildet.

Die Vermögenlage hat sich zum Stichtag mit einem Gesamtvermögen von 36,8 Mio. € um 2,7 Mio. € erhöht. Das Gesamtvermögen des Vorjahres betrug 34,1 Mio.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für SiNN sind der Einzelhandelsumsatz und das operative Ergebnis (EBITDA).

Die Mitarbeiter*innen und das Unternehmen

Wesentliche Ereignisse im Personalbereich

Das Geschäftsjahr war geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und dem Angriffskrieg in der Ukraine. Zwischen der Unternehmensleitung und den Mitbestimmungsgremien wurde erneut eine Vereinbarung zur Kurzarbeit getroffen, um so betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Die Kurzarbeit wurde in der Zeit Januar 2022 bis Juni 2022 vereinbart und bis Mai 2022 umgesetzt.

Aufgrund der Kündigung der Mietverträge seitens des Vermieters der Häuser in Koblenz und Brühl wurden diese beiden Filialen im Dezember 2021 bzw. Juli 2022 geschlossen. Für das Koblenzer Haus wurde ein Interessenausgleich geschlossen, für die rentennahen Mitarbeiter*innen wurde eine Regelung mit Freistellung während der Kündigungsfrist getroffen, Mitarbeiter*innen, die aufgrund der familiären Situation nicht in ein anderes Haus wechseln konnten, erhielten eine betriebsbedingte Kündigung mit einer Abfindungszahlung aus einem zuvor mit dem Betriebsrat vereinbarten Härtefonds. Die übrigen Mitarbeiter*innen konnten in den regionalnahen Häusern (Neuwied, Bonn und Mainz) eingesetzt werden. Der Interessenausgleich regelt, dass diese Mitarbeiter für die Dauer von 24 Monaten einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe der Monatskarte DB erhalten. Die Situation in Brühl gestaltete sich anders, da hier die meisten Mitarbeiter*innen einen befristeten Anstellungsvertrag hatten. Diese Mitarbeiter*innen wurden für die Dauer der restlichen Befristung unter Anrechnung von Urlaub und Mehrarbeitsstunden freigestellt. Einige wenige Mitarbeitende wurden in das Haus Bonn versetzt. Viele Beschäftigte haben noch vor der Schließung des Hauses eine Eigenkündigung ausgesprochen, da sie ein Beschäftigungsangebot von Mitbewerbern erhalten haben.

ach monatelanger Verzögerung der Umbauphase wurde im März 2022 das neue Haus im Forum Duisburg eröffnet. Dort hat die SiNN 22 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Mannschaft besteht aus Mitarbeitenden, die aus anderen Häusern nach Duisburg wechseln wollten, aber auch aus neuen Mitarbeiterinnen.

Recruiting

Die Suche nach neuen Mitarbeiter*innen im Geschäftsjahr 2021/2022 gestaltete sich, im Vergleich zu den Vorjahren, zunehmend einfacher. Insbesondere ist dies dem geschuldet, dass wir auch mehr branchenfremde Mitarbeiter*innen eingestellt haben. Die Qualifizierung dieser neuen Mitarbeiter erfolgt "on the job".

Gesucht wurde weiterhin über die bereits genutzten Kanäle. Auch werden weiterhin die Aushänge in den Filialen (Aushang im Schaufenster und Aufsteller an den Kassen) für die Mitarbeiter*innensuche genutzt. Über die SiNN-Internetseite wurden die ausgeschriebenen Positionen auf bekannte Jobseiten, wie z. B. Indeed oder Gigajob kostenfrei platziert. Punktuell haben wir für die Personalsuche Stellenanzeigen auf Stepstone geschaltet.

Die Agentur für Arbeit wurde vereinzelt eingebunden: es wurden die Positionen Verkaufsmitarbeiter*innen (Modeberater*innen und Kassierer*innen) sowie Nachwuchsführungskräfte gesucht. Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Personal-Dienstleister für die Besetzung der Abteilungsleiter*innen- und Geschäftsleiter*innen-Positionen beauftragt.

Förderprogramme

Zum Stichtag 31.07.2022 waren 17 Nachwuchsführungskräfte in den Förderprogrammen: Handelsfachwirt (Abiturienten-Programm), Fachwirt für Vertrieb (Praktiker-Modell) und Abteilungsleiter*innen und Geschäftsleiter*innen zur Einarbeit: Neben den Theorie-Blöcken beim Bildungsträger BZE Niedersachsen wurden für Nachwuchsführungskräfte zentralseitige Seminare angeboten, die die Nachwuchsführungskräfte dabei unterstützen in ihre neue Rolle/ Position zu kommen. In diesem Geschäftsjahr konnten weitere offene Positionen im Abteilungsleiter-Bereich mit internen Nachwuchskräften besetzt werden.

Ausbildung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 33 Auszubildende eingestellt. Für das kommende Geschäftsjahr sind 77 Einstellungen vorgesehen. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Ausbildungsplätze, wird das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr etwa 120 Auszubildende beschäftigen. Wie in den letzten Jahren, ist der Trend ungebrochen junge Menschen für eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau*mann zu gewinnen.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie, des Angriffskrieges in der Ukraine und der unsicheren Prognosen bezüglich der weiteren Verläufe, konnten wir zum Ende des Berichtsjahres lediglich 53 % der Auszubildenden, die ihre Berufsausbildung in den Berufsbildern Kaufmann*-frau im Einzelhandel absolviert hatten, übernehmen.

Das verschobene Trainingscamp 1 aus dem letzten Geschäftsjahr, konnte zusammen mit dem aktuellen Seminar im November als Präsenz-Veranstaltung nachgeholt werden. Bedingt durch die ansteigenden Infektionszahlen wurde das Trainingscamp 3 im April erfolgreich als Online- Seminar durchgeführt. Erstmalig wurde auch ein Prüfungsvorbereitung für das Fachgespräch der Verkäufer angeboten. Dieses fand ebenfalls online statt. Das Trainingscamp für das zweite Ausbildungsjahr wurde aufgrund des Infektionsgeschehen in den Sommer verschoben und wird am Anfang des nächsten Geschäftsjahres im September stattfinden.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 i. V. m. § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB

Die nach § 289f Abs. 4 i. V. m. § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB für andere Kapitalgesellschaften geforderte Erklärung zur Unternehmensführung wurde abgegeben und wird auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.sinn.com öffentlich zugänglich gemacht.

Prognosebericht

Nachtrag

Nach der Planung erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 bei Umsatzerlösen von rd. 200 Mio. € ein positives EBITDA im einstelligen Millionenbereich und einen leicht positiven Jahresüberschuss.

Die freie Liquidität betrug zum Beginn des Geschäftsjahres 9,0 Mio. €. Die Geschäftsführung erwartet, dass die Liquidität aus dem operativen Cash-Flow sowohl die Investitionen in die bestehenden Filialen als auch in die anstehenden Neueröffnungen trägt. Des Weiteren wird die Implementierung des neuen ERP-Systems ebenfalls aus dem operativen Cash-Flow geleistet werden.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Durch ihre geschäftliche Tätigkeit ist die SiNN GmbH zwangsläufig den unterschiedlichsten Risiken und Chancen ausgesetzt, die mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft ein Risikomanagement-System etabliert, welches mit dem Management-Informationssystem verbunden ist. Dabei ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Die Geschäftsführung steuert auf dieser Basis aktiv die Geschäftsprozesse. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken und Chancen zu identifizieren, die das Unternehmen in seinen Zielen und Erwartungen beeinflussen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Auf übergeordneter Ebene wird der gesamte Risikomanagement-Prozess durch das Unternehmenscontrolling gesteuert und monitort. Die konkrete Risiko- und Chancensituation und die sich daraus ergebenden Maßnahmen werden regelmäßig bzw. im Bedarfsfall unverzüglich an die Geschäftsführung kommuniziert.

In die Risikobetrachtung werden auch die eingesetzten Finanzinstrumente einbezogen. Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen flüssige Mittel, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des Geschäftsmodells von untergeordneter Bedeutung.

Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wird vollständig verzichtet.

Finanzrisiken

SiNN finanziert sich bei einer Eigenkapitalquote von rd. 39,5 % grundsätzlich über den operativen Cashflow und Lieferantenkredite. Externe sonstige Kredite bestehen nicht.

Risiken aus der Finanzierung sehen wir in den handelstypisch saisonbedingten Schwankungen der Liquiditätszuflüsse sowie in der Vorfinanzierung von Waren.

Die freie Liquidität betrug zum Bilanzstichtag rd. 9,0 Mio. €. Da keine wesentliche Finanzkredite in Anspruch genommen werden, ist SiNN somit auch keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt.

Finanzrisiken begegnet SiNN durch einen täglichen Liquiditätsstatus und eine regelmäßig aktualisierte Liquiditätsplanung, die tagesgenaue Dispositionen ermöglichen. Die Steuerung der Liquidität wird dabei abteilungsübergreifend durch die Bereiche Controlling und Rechnungswesen sichergestellt. Aufgrund der saisonalen Ausprägung des Geschäftsmodells unterliegt auch die Liquidität der Gesellschaft saisonalen Schwankungen. Die Haupteinkaufsmonate August bis Oktober und Februar bis April sind bei plankonformer Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2022/2023 finanziert.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist insbesondere von der Erreichung der Umsatzziele gemäß Unternehmensplanung abhängig. Eine Abweichung von der Unternehmensplanung - insbesondere in der Umsatzentwicklung - hat unmittelbare Ergebnis- und Liquiditätseffekte. Insbesondere eine anhaltend hohe Inflation und eine dadurch bedingte Kaufzurückhaltung, gestiegene Energiekosten können die Umsatz- und Ergebnisziele beeinträchtigen. Durch diese möglichen externen Einflüsse ergibt sich eine Planungsunsicherheit.

Die Geschäftsführung hat insbesondere Maßnahmen vorgesehen, die die Erreichung der geplanten Umsatzziele und damit eine ausreichende Liquiditätsversorgung sicherstellen sollen. Hierzu gehören neben den umsatzfördernden Maßnahmen auch Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprojekte.

Die Risiken aus Lieferantenkrediten, die sich aus den gewährten Zahlungszielen ergeben, sind zu 80 % über eine Zentralregulierung mit Delcredere durch die euro delkredere GmbH & Co. KG in Mülheim an der Ruhr abgesichert. Durch dieses Verfahren ist die ansonsten übliche Warenkreditversicherung des Lieferanten obsolet. Die Delcredereabsicherung der euro delkredere steht dem Unternehmen in unveränderter Höhe weiterhin zur Verfügung.

Corona Wirtschaftshilfen

Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren 2020/2021 sowie 2021/2022 Corona-Wirtschaftshilfen (hier: Überbrückungshilfe 3) in Höhe von insgesamt 15,9 Mio. € erhalten. Da es sich hierbei um eine Billigkeitsleistung handelt, die im Ermessen der zuständigen Behörde steht, ist nicht völlig ausgeschlossen, dass es im Rahmen der Prüfung der noch zu erstellenden Schlussabrechnung zu Änderungen kommen könnte. Auf Basis der Einschätzung der äußerst geringen Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlungsverpflichtung wurde dafür keine Rückstellung gebildet.

Risiken aus der Abwicklung des Insolvenzverfahrens / Befriedigung Gläubiger

Mit der Beendigung des Insolvenzverfahrens zum 30. September 2020 ist die Abwicklung der Auszahlung der Insolvenzquote auf den Sachwalter gemäß Insolvenzplan übergegangen. Ein Betrag in Höhe von 2.147 T€ zur Befriedigung der Quotengläubiger ist beim Sachwalter hinterlegt. Derzeit sind weder weitere Chancen noch Risiken für die Gesellschaft aus der Beendigung der Insolvenz erkennbar, die nicht durch diese Hinterlegungen abgedeckt sind. Dies schließt auch mögliche Chancen und Risiken aus der Insolvenzbeendigung zum 31. Juli 2017 ein.

Geschäftsrisiken/Absatzrisiken

Aufgrund der nationalen Ausrichtung der SiNN GmbH ist die Geschäftsentwicklung in hohem Maße von der deutschen Binnenkonjunktur abhängig. Zudem sehen wir Risiken durch die fortschreitende Vertikalisierung von Händlern. Zu berücksichtigen ist, dass immer mehr Hersteller vertikalisieren und eigene Filialen betreiben oder online vermarkten. Damit wird der traditionelle stationäre Einzelhandel unter Druckgesetzt.

Die Risiken aus reduzierter Konsumbereitschaft stellt auch ein Risiko für das Unternehmensergebnis dar. Neben der Herausforderung, die Frequenz im stationären Einzelhandel zu verbessern, gilt es deshalb für den stationären Handel weiterhin attraktive Konzepte zu entwickeln, mit denen der zunehmenden Konkurrenzierung begegnet werden kann.

Die SiNN GmbH steuert diese Risiken auf der Grundlage interner Analysen sowie Auswertungen von Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung, um so zeitgerecht und aktiv Warenbestände und Sortimente steuern zu können. Dabei dient die Erhöhung der Kundenbindung über die SiNN Vorteils-App dazu, die individuellen Kaufgewohnheiten und Wünsche unserer Kunden noch besser zu identifizieren. Die enge Verzahnung von Kundendaten und zielgerichteten, personifizierten Marketingaktionen sind Bestandteil der künftig weiter verbesserten CRM-Systeme.

IT-Risiken

Risiken im IT-Bereich beschränken sich auf die permanente Verfügbarkeit der eigenen Systeme und auf die Sicherheit der eigenen Systeme vor unberechtigten Zugriffen.

Diesen Risiken entgegnet die SiNN GmbH durch den Einsatz eines spezialisierten externen IT-Dienstleisters, der das vollständige Rechenzentrum der SiNN GmbH hostet, betreibt und überwacht. Gleiches gilt für sämtliche Unternehmensnetzwerke der SiNN GmbH.

Der IT-Dienstleister hält die gesetzlichen und branchenüblichen Sicherheitsstandards ein und legt regelmäßig Rechenschaft ab. Die Sicherheit von Systemen und Informationen ist gewährleistet, ebenso das Vorhalten von Backup-Versionen geschäftskritischer Datenbestände. Die IT-Infrastrukturen sind vom Dienstleister redundant ausgelegt, so dass wir gegen Risiken, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen, abgesichert sind.

Die SiNN GmbH hat im Frühjahr 2022 einen langfristigen Lizenzvertrag zum Betrieb und der Nutzung eines neuen ERP-Systems mit Microsoft abgeschlossen. Es ist geplant, dass in 2023 die verschiedenen Module eines ERP und CRM-Systems als integraler Bestandteil einer einheitlichen Software eingeführt werden.

Lieferantenrisiken

Die Gesellschaft arbeitet mit einer Vielzahl von Lieferanten zusammen, um den Kunden ein möglichst attraktives Sortiment präsentieren zu können. Dadurch ist eine breite Risikostreuung mit geringem Schadenspotenzial sichergestellt. Zusätzlich wird das Warenrisiko durch das Depotkonzept und die Kooperation mit Konzessionspartnern deutlich reduziert, da das Absatzrisiko bis zum Abverkauf der Waren grundsätzlich bei den Herstellern verbleibt. Aufgrund der derzeitig marktweiten Verzögerungen bei Lieferketten besteht jedoch die Gefahr, dass Waren erst verspätet verfügbar sind. Dies kann zu Umsatzeinbußen führen.

Personalrisiken

SiNN ist bestrebt, das Risiko, Leistungsträger für offene Stellen nicht zu gewinnen oder den Verlust von kompetenten Stelleninhaber, mit einer Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und durch Motivation unserer Mitarbeiter*innen zu verringern. Maßnahmen werden hier im Bereich der betrieblichen Weiterbildung und dem Aufzeigen von weiteren Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten gesehen. Zudem bietet SiNN ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen an, so dass wir in die Lage versetzt sind zukünftige Leistungsträger bereits früh für uns zu gewinnen.

Sonstige Risiken

Für die betriebsüblichen Risiken verfügt die Gesellschaft über einen entsprechenden Versicherungsschutz. Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine Kenntnis von anhängigen oder drohenden Gerichtsverfahren, die einen wesentlichen Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft haben könnten.

Chancen in der Kundenbindung

Unser erklärtes Ziel ist ein vertrauensvoller Umgang und die Zufriedenheit der Kunden. Dabei stützen wir uns auf Werte, die integraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie sind.

Im persönlichen Kontakt sollen sich unsere Kunden bei ihrem Einkauf bei SiNN wohl fühlen. Wir vermitteln ihnen unsere Wertschätzung - am besten, indem wir ihre individuellen Modewünsche erkennen und erfüllen und überzeugen durch die Qualität und Kompetenz unserer Beratung.

Viele unserer Kunden kennen wir schon sehr lange. SiNN baut auf ein Stammkundengeschäft. 60 % unserer Kunden sind regelmäßige Wiederholungskäufer. Die persönliche Beziehung wird auch zukünftig unsere Geschäftspolitik auszeichnen.

Die SiNN Standorte sind ein Beweis für die Tatsache, dass der stationäre Textilhandel gegenüber den Vertriebswegen des Onlinehandels bestehen kann, wenn das Geschäftsmodell an die Entwicklungen/Trends im Handel fortlaufend angepasst wird.

Die Zukunft des Modeeinzelhandels liegt in der intelligenten Zusammenführung des stationären Handels und den Möglichkeiten der digitalen Welt. Ein Angebot im Internet ist grundsätzlich immer verfügbar, aber nie wirklich ,erlebbar'. Die bereits umgesetzten Digitalisierungsthemen von ,das macht SiNN' wie WLAN in allen' d.h. die Möglichkeit, Produkte im Laden zu bestellen und zu Hause zu erhalten oder umgekehrt sowie die Nutzung elektronischer Medien im Visual Merchandising sind wichtig und notwendig, um erfolgreich zu bleiben. Am Ende des Tages ist Mode aber nicht zweidimensional, Stoffe und Qualitäten nicht auf einem Bildschirm ,erfühlbar' und auch der netteste ,artificial intelligence' Berater nur virtuell. Deshalb wird ,das macht SiNN' weiterhin die stationären Angebote stärken, die Präsenz vor Ort erhöhen und Menschen mit Menschen zusammenbringen. Die künftigen Möglichkeiten auf Basis der implementierten CRM-Systeme werden ein weiterer Vorteil für die Bedürfnisbefriedigung der Kunden ermöglichen.

Gesamtrisiko

Die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft ist insbesondere vom Erreichen der Umsatzziele gemäß Unternehmensplanung abhängig. Eine Abweichung von der Unternehmensplanung - insbesondere in der Umsatzentwicklung - hat unmittelbare Ergebnis- und Liquiditätseffekte. Bei einer wesentlichen negativen Abweichung der Umsatzerlöse von der Unternehmensplanung - von der wir derzeit nicht ausgehen - wird die Geschäftsführung zur Absicherung des Geschäftsbetriebes mittels konsequenter Budgetierung und striktem Kostenmanagement reagieren.

Dank an die Mitarbeiter*innen

Das abgelaufene Geschäftsjahr zum 31. Juli 2022 war wiederum sehr anspruchsvoll und mit besonderen Belastungen für die Mitarbeiter*innen verbunden. Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiter*innen für ihr großes persönliches Engagement und teamorientiertes Handeln.

 

Hagen, den 31. Januar 2023

Dr. Isabella Goebel

Dieter Noldenn

Thomas Wanke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SiNN GmbH, Hagen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SiNN GmbH, Hagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SiNN GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), auf die im Lagebericht Bezug genommen wird.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und fuhren Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 31. Januar 2023

gkw:treuadvisa GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alfred Gaeb, Wirtschaftsprüfer

Christian Evers, Wirtschaftsprüfer

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