MVZ Dres. Ullrich GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Reichenberger seit 23.7.2025 | Geschäftsführer |
Christian Steffens seit 12.9.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. med. Sokolowski seit 24.9.2021 | Geschäftsführer |
Clemens Benjamin Johannes Dr. Guth seit 24.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Société de placements institutionnels responsables dans les soins de santé S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbHBochumKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNBILANZ zum 31. DEZEMBER 2021AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. JANUAR bis 31. DEZEMBER 2021
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. JANUAR bis 31. DEZEMBER 2021
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr vom 01. JANUAR 2021 bis 31. DEZEMBER 2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021I. Vorbemerkung Das Mutterunternehmen ist unter der Firma HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH mit Sitz in Bochum im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter der Nummer HRB 18698 eingetragen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die einschlägigen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften wurden eingehalten. Das Geschäftsjahr des Mutter- und der Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzern HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung, welcher die Gesellschaften mit der Marke GIG betreibt, wurde im Jahr 2020 gegründet. Anteilseigner der Konzernmuttergesellschaft ist die Société de placements institutionnels responsables dans les soins de santé S.à r.l. mit Sitz in Luxembourg. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist aus folgenden Gründen nur eingeschränkt möglich: Die Gesellschaft erstellte erstmalig einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2020. Die Erstkonsolidierung fand im März 2020 statt. Zudem fanden in 2021 Akquisitionen statt, die eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr erschweren. Die Unternehmenserwerbe aus dem Geschäftsjahr 2021 weisen folgende wesentliche Kennzahlen für die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 auf: Umsatz € 2,7 Mio., Personalaufwand € 0,5 Mio. sowie sonstige betriebliche Aufwendungen € 0,2 Mio. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH, Bochum, sind 28 (Vorjahr: 20) inländische Konzernunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Davon wurden 2021 neu in den Konsolidierungkreis aufgenommen: ÜBAG GIG Nordrhein-Westfalen I GbR, ÜBAG GIG Nordrhein-Westfalen II GbR, MVZ Gefäßkrankheiten Rhein-Ruhr GmbH, Praxis am Klosterstern MVZ GmbH, MVZ Franzen Institut GmbH, GIG Erwerber A GmbH, GIG Erwerber B GmbH und GIG Erwerber C GmbH. In 2021 wurde die Beteiligung an der MVZ für Diagnostik und Therapie Bochum GmbH veräußert (Anteil 20%). Daher umfasst der Konzernabschluss die in Anlage 1 aufgeführten Tochterunternehmen. Die Anteilsquote beträgt - bis auf die MVZ DaVita CardioCentrum Düsseldorf GmbH (CCD) mit 92,7%- jeweils 100%. III. Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsansätze mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital zum vorstehend genannten Zeitpunkt und im Rahmen der Folgekonsolidierung verrechnet. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden auf 10 Jahre abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden nach dem Eigenkapital ausgewiesen und über 7 Jahre aufgelöst. Bei der Verrechnung der Anteile an den Tochtergesellschaften mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens entstanden jeweils zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 32.432 T€. Die aktiven Unterschiedsbeträge werden über 10 Jahre aufwandswirksam als Firmenwert abgeschrieben. Bei der Verrechnung der Anteile an zwei Tochtergesellschaften entstand zum 01. April 2020 ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.651 T€. Der passive Unterschiedsbetrag wird über 7 Jahre ertragswirksam aufgelöst. Zum 31.12.2021 beträgt der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.222 T€ (Vj: 1.467 T€). 2. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierungen der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus gruppeninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. 4. Latente Steuern Wesentliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben sich wie folgt: Die Beteiligungen MVZ für Herz- und Kreislauferkrankungen Bochum GmbH, MVZ für Diagnostik und Therapie Düsseldorf GmbH, MVZ für Herz- und Kreislauferkrankungen Essen GmbH und MVZ Gefäßzentren Hattingen GmbH wurden im Rahmen einer Umstrukturierung der GIG-Gruppe von der GIG Management GmbH zum 1.10.2021 abgespalten und auf die Muttergesellschaft der GIG Management GmbH, die Algesiologikum GmbH, übertragen. Weitere wesentliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben sich nicht. Die Aktivierung latenter Steuern auf vorhandene steuerliche Verlustvorträge unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich weder zum 1.1.2021 noch zum 31.12.2021. IV. Angaben zu allgemeinen Grundsätzen zur Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die auf die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich festgelegten, für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens überein. Im Einzelnen werden die folgenden Grundsätze angewandt: Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Konzernanschaffungskosten und soweit abnutzbar vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Dabei werden die Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:
Der Geschäfts-/Firmenwert resultiert sowohl aus ausgewiesenen Geschäfts-/Firmenwerten, die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind, als auch aus der Kapitalkonsolidierung. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts-/Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften sowie die Geschäfts-/Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden jeweils unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 7 bis 10 Jahren abgeschrieben; als Faktoren für die Nutzungsdauerschätzung wurden insbesondere die Art und Bestandsdauer der erworbenen Praxen einschließlich der gesetzlichen und vertraglichen Regelungen, die Stabilität und voraussichtliche Bestandsdauer der Branche "Kardiologie", der jeweils nachhaltige Patientenstamm sowie die weitere Mitarbeit des jeweiligen Ärzteteams in Betracht gezogen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei einem Netto-Einzelwert von 250 € bis 800 € sind diese im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu den Konzernanschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden im notwendigen Umfang gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Passive latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt aus Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von 33,1%. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. V. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Aufgliederung der Geschäfts-/Firmenwerte:
Die Zugänge des Geschäfts- und Firmenwertes (3.162 T€) resultieren aus Zugängen der erworbenen Praxen via Asset Deals. Die Abschreibungen betragen 4.621 T€ (Vj: 3.946 T€). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in einem gesonderten Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt, welcher nach DRS 22 aufgestellt wurde. Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt 25.000,00 € und ist vollständig eingezahlt. 4. Passiver Unterschiedsbetrag Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus einem "Lucky Buy", hat insofern Eigenkapitalcharakter und wird über 7 Jahre ertragswirksam aufgelöst. Die Auflösung im Geschäftsjahr 2021 beträgt 245 T€. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen im Konzern belaufen sich zum 31.12.2021 auf 972 T€ und beinhalten Steuerverpflichtungen aus laufenden Ertragssteuern. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach Restlaufzeiten, stellen sich wie folgt dar:
7. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im Berichtsjahr wurden Zuschüsse in Höhe von 23 T€ abgegrenzt. 8. Passive latente Steuern Die Beteiligungen MVZ für Herz- und Kreislauferkrankungen Bochum GmbH, MVZ für Diagnostik und Therapie Düsseldorf GmbH, MVZ für Herz- und Kreislauferkrankungen Essen GmbH und MVZ Gefäßzentren Hattingen GmbH wurden im Rahmen einer Umstrukturierung der GiG-Gruppe von der GIG Management GmbH zum 1.10.2021 abgespalten und auf die Muttergesellschaft der GIG Management GmbH, die Algesiologikum GmbH, übertragen. Die Übertragung der Anteile erfolgte steuerlich zu Buchwerten und handelsrechtlich zum Verkehrswert. Hieraus resultieren passive latente Steuern in Höhe von 246 T€. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 33,1%. VI. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich innerhalb Deutschlands und mit Ausnahme der Umsatzerlöse aus der Klinik aus der ambulanten Versorgung von Patienten erwirtschaftet. Die Umsätze des Konzerns resultieren im Wesentlichen aus der Herz- und Gefäßmedizin sowie der Schmerztherapie. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 376 T€ periodenfremde Erträge. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 75 T€. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen durch Nachbelastungen für Vorjahre. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Es wurden im Geschäftsjahr 679 T€ Zinsaufwendungen ausgewiesen, die sich aus Bankzinsen, Bereitstellungsgebühren und sonstigen zinsähnlichen Aufwendungen zusammensetzen. 5. Ergebnis Das Ergebnis nach Steuern beträgt -6.102 T€. VII. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung des HIG Holding Konzerns wurde auf der Grundlage des DRS 21 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2021 0 T€ und entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten. VIII. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Durchschnitt 321 Mitarbeiter (98 Ärzte, 202 MFAs und 21 Verwaltungsmitarbeiter) beschäftigt. 2. Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften Alle in Anlage 1 genannten GmbH-Tochterunternehmen beabsichtigen hinsichtlich ihres jeweiligen Jahresabschlusses von den Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen. 3. Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers in Höhe von 209 T€ beinhaltet 122 T€ für Abschlussprüfungsleistungen, 8 T€ für andere Bestätigungsleistungen sowie 79 T€ für Steuerberaterleistungen. 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Haftungsverhältnisse Die zum 31. Januar 2021 einbezogenen Konzerngesellschaften haften aus Mietbürgschaften in Höhe von insgesamt 11 T€. Gemäß §268 Abs. 7 HGB bestehen zudem Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Namentlich wurden Pfandrechte an den Anteilen des die Darlehen der Kreditinstitute empfangenen Gesellschaft zur Absicherung der Fremdfinanzierung gewährt. Die Inanspruchnahme aus den Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 314 Nr. 19 HGB). b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 9.635 T€ und betreffen im Wesentlichen Leasing-, Wartungs- und Mietverträge, längstens mit Laufzeiten bis 31.12.2027. 5. Organe der Gesellschaft und Aufwendungen für Organe Gemäß Gesellschaftsvertrag sind Organe des Mutterunternehmens die Geschäftsführung, der Beirat und die Gesellschafterversammlung. Geschäftsführer des Mutterunternehmens ist: Clemens Guth, Manager Mitglieder des Beirats der Gesellschaft während des Geschäftsjahres: Priv.-Doz. Dr. Bodo Brandts, Chefarzt (bis 26. September 2021) - Vorsitzender (bis 26. September 2021) Uwe Klingel, Operating Expert - stellvertretender Vorsitzender Yasir Piracha (bis 15. Juni 2021) Philip Matlachowsky (seit 15. Juni 2021) Karl Maximilian Schürenkrämer Am 25.01.2022 wurde Frau Dr. Martini neu in den Beirat aufgenommen und am 23.02.2022 als neue Vorsitzende gewählt. An die Beiratsmitglieder wurden im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 43,3 T€ geleistet. Auf die Offenlegung der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans im Geschäftsjahr 2021 wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensDurch den bestehenden Bilanzverlust wird der Konzernjahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorgetragen. 7. Konsolidierungskreis Die HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf und veröffentlicht diesen im Bundesanzeiger. IX. Nachtragsbericht Die HIG Gruppe befindet sich weiterhin im Aufbau. Im Jahr 2021 wurden insgesamt vier Verträge über den Erwerb von Vermögensgegenständen (sog. "Asset-Deals") oder Anteilen an neuen Unternehmen (sog. "Share- Deals") geschlossen. Der wirtschaftliche Übergang der Vermögensgegenstände erfolgt im Jahr 2022. Im Jahr 2022 wurden zwei Verträge (Asset-Deals) abgeschlossen. Der wirtschaftliche Übergang der Vermögensgegenstände erfolgt im Jahr 2022
Bochum, den 6. Mai 2022 Clemens Guth, Geschäftsführer der HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH Vollkonsolidierte Unternehmen
1) Sofern keine anderen Angaben erfolgen,
handelt sich um das Eigenkapital und das Ergebnis des noch
nicht festgestellten handelsrechtlichen Einzelabschlusses
zum 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021A. Grundlagen 1. Geschäftsmodell Die HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH ist die direkte Muttergesellschaft der GIG Gesellschaft für integrierte Gesundheitsversorgung mbH (GIG), die im deutschen Gesundheitsmarkt als Verbund von ärztlich geführten, ambulanten Versorgungszentren und teilstationären Einrichtungen auftritt. Fachliche Schwerpunkte sind die Herz- und Gefäßmedizin sowie die Schmerzmedizin, im Vordergrund steht hier die holistische Betrachtung jedes einzelnen Patienten. Die Gruppe agiert dabei an der Schnittstelle von ambulanter und stationärer Versorgung und leistet damit einen Beitrag zur transsektoralen Versorgung. In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen werden Medizinische Versorgungszentren ("MVZs") in den Fachbereichen Kardiologie, Angiologie und verwandten fachinternistischen Bereichen betrieben. Die Schmerztherapie umfasst den Betrieb einer Tagesklinik, eines MVZ und einer stationären Abteilung in München. Die Gruppe setzt auf Wachstum durch den Erwerb weiterer ambulanter Einheiten. Infolge des Nachfolgebedarfs unter niedergelassenen Ärzten und der fragmentierten Marktstruktur wird erwartet, dass die Anzahl der Erwerbsmöglichkeiten weiterhin stabil bleibt bzw. zunimmt. Die HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung wurde im Jahr 2019 gegründet und vollzog mehrere Erwerbe in den Jahren 2020 und 2021, die zur Struktur der Gruppe führten. Anteilseigner der Gruppe ist die Société de placements institutionnels responsables dans les soins de santé S.à r.l. mit Sitz in Luxembourg. Die Gesellschaft erstellte erstmalig einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2020. Die Erstkonsolidierung fand im März 2020 statt. Zudem fanden im Jahr 2021 Akquisitionen statt, die eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr erschweren. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist 2021 trotz der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie gewachsen. Für das gesamte Jahr ergibt sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ein Anstieg des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts von 2,9%. Der Gesundheitssektor war durch die Pandemie insofern stark betroffen, als insbesondere die Fallzahlen bei elektiven bzw. Privaten Krankenversicherung (PKV)- Leistungen während der Lock-Down Phasen deutlich zurückgingen. Langfristig ist der Trend zu einer älter werdenden Bevölkerung ungebrochen. Der Altersquotient (Personen im Rentenalter im Verhältnis zu 100 Personen im erwerbfähigen Alter) lag im Jahr 2019 bei 36, im Jahr 2025 wird dieser voraussichtlich bei 42 liegen. Die demographische Entwicklung in Verbindung mit dem medizinischtechnologischen Fortschritt sind dabei Wachstumsfaktoren, die sich auch im Bereich der Kardiologie auswirken. Infolgedessen hat der Bedarf an kardiologischen Leistungen für ältere Menschen in den vergangenen Jahren zugenommen und wird weiterhin steigen. 2. Geschäftsverlauf Die HIG Gruppe ist 2021 durch folgende Transaktionen/Asset Deals gewachsen:
Des Weiteren sind keine wesentlichen Änderungen im Geschäftsumfang im Jahr 2021 und in der Geschäftspolitik eingetreten. Zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus wurden in der HIG Gruppe unmittelbar Maßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet und entsprechend dem Verlauf der Pandemie angepasst. So konnten die Fallzahlen der Patienten der Gesetzlichen Krankenversicherungen ("GKV") insgesamt gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Umsatz konnte 2021 insbesondere durch höhere Fallzahlen im GKV-Bereich gesteigert werden. Bezüglich der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird auf die nachfolgenden Abschnitte verwiesen. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das operative Geschäft der HIG Gruppe wird im Wesentlichen durch die finanziellen Leistungsindikatoren der Umsatzerlöse, dem Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA) und den operativen Cash-Flow gesteuert. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein EBITDA von € 1,3 Mio. sowie ein operativer Cash-Flow in Höhe von € -0,9 Mio. erwirtschaftet. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator gilt die Anzahl der behandelten Patienten, unterteilt nach Privaten Krankenversicherungen ("PKV") und GKV. Es wurden insgesamt knapp 160.000 (Vj: 88.700) Fälle behandelt, davon in den Bereichen Herz- und Gefäßmedizin 144.605 (132.069 mit GKV und 12.536 mit PKV Patienten) und im Bereich Schmerztherapie mehr als 14.594. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz in Höhe von € 45,4 Mio. (Vj: € 45,3 Mio.) ist geprägt durch Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von € 33,4 Mio. (Vj: € 34,9 Mio.) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 7,3 Mio. (Vj: € 6,1 Mio.). Der Rückgang der Geschäfts- und Firmenwerte ist geprägt durch die planmäßigen Abschreibungen. Die Anlagenintensität am Bilanzstichtag beträgt 83,3% (Vj: 80,6%). Die HIG-Gruppe weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital von € 30,2 Mio. (€ 36,4 Mio.) aus, davon entfallen € 0,09 Mio. auf andere Gesellschafter und € 30,1 Mio. auf das Mutterunternehmen. Auf der Passivseite der Bilanz werden neben dem Eigenkapital Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 7,8 Mio. (Vj: € 2,2 Mio.) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 1,7 Mio. (Vj: € 1,8 Mio.) ausgewiesen. Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die Vermögens- und Ertragslage durch ein abschreibungsbedingt negatives Ergebnis in Höhe von €-6,1 Mio. (Vj: €-3,5 Mio.) gekennzeichnet ist. b) Finanzlage i. Kapitalstruktur Um das angestrebte starke Wachstum der Gruppe insbesondere durch Erwerbe von einem soliden finanziellen Fundament aus realisieren zu können, wurde im Jahr 2020 eine Kreditlinie über € 26 Mio. vereinbart. Der Stand des Darlehens zum 31.12.2021 beträgt € 6,8 Mio. ii. Investitionen Die Gruppe investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr kontinuierlich in die Erneuerung ihrer Infrastruktur, um zusätzliche Ertragspotenziale zu realisieren. Im Geschäftsjahr wurden insbesondere Investitionen in das Sachanlagevermögen (€ 0,7 Mio.; Vj: € 0,6 Mio.) getätigt. Zudem wurden durch Investitionen von drei Asset Deals die Geschäfts- und Firmenwerte erhöht (Zugänge: € 3,2 Mio.; Vj: € 34,9 Mio.). iii. Liquidität Die Liquidität der Gruppe ist gekennzeichnet durch einen negativen Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von € -0,9 Mio. (Vj: € 1,6 Mio.). Dieser resultiert im Wesentlichen aus einem Forderungsaufbau für Kassenärztlichen Vereinigung (KV) - Restzahlungen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit durch Neuerwerbe beträgt im Geschäftsjahr € -6,7 Mio. (Vj: € -41,2 Mio.). Im Wesentlichen durch Inanspruchnahme der Kreditlinie entsteht ein positiver Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 5,1 Mio. (Vj: € 39,5 Mio.). Insgesamt ist die Liquiditätsläge der Gruppe komfortabel. Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über eine noch nicht gezogene Kreditlinie in Höhe von € 18,3 Mio. Die HIG und ihre Gruppengesellschaften waren somit jederzeit (auch im Rahmen der Corona-Krise) in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. c) Ertragslage Aufgrund der Erstkonsolidierung im März 2020 sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Umsätze betrugen im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 in der HIG Gruppe € 24,9 Mio. (Vj: € 18,6 Mio.) und wurden vor allem durch über 160.000 (Vj: 88.690) Fälle realisiert. Der Umsatzanstieg ist sowohl organisch (€ 3,9 Mio.) als auch anorganisch (€ 2,7 Mio.) begründet. Der Materialaufwand in Höhe von € 3,3 Mio. (Vj: € 2,5 Mio.) schlägt im Verhältnis zu den Umsatzerlösen mit 13,3% (Vj: 13,4%) zu Buche. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 15,5 Mio. (Vj: € 10,7 Mio.) und entspricht damit 62,2% (Vj: 57,7%) der Umsatzerlöse. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist mit € 0,5 Mio. anorganisch begründet. Das EBITDA beträgt € 1,3 Mio. (Vj: € 1,5 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von € -6,1 Mio. (Vj: € -3,5 Mio.) ist geprägt durch Abschreibungen in Höhe von € 5,3 Mio. (Vj: € 4,1 Mio.) vor allem auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie durch sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von € 6,4 Mio. (Vj: € 4,7 Mio.). Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt € -6,1 Mio. (Vj: € -3,4 Mio.), wovon € 0,07 Mio. (Vj: € 0,03 Mio.) auf Minderheiten entfallen. Insgesamt kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend eingeschätzt werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Durch eine enge monatliche Verfolgung der Entwicklung der Leistungs- und Finanzkennzahlen bis auf Einzelstandortebene auf Basis eines tiefgegliederten Berichtswesens wird die Erreichung der geplanten Ziele durch die Geschäftsführung regelmäßig überprüft und im Falle von Abweichungen negativer Natur Gegenmaßnahmen initiiert. Positive Abweichungen werden als Chancen zur weiteren Verbesserung überprüft. 1. Prognosebericht Trotz Corona-Pandemie war das Jahr 2021 für die HIG ein positives Geschäftsjahr. Die Gruppe konnte organisch und anorganisch weiterwachsen. Die prognostizierten Umsatzerlöse von € 25 Mio. konnten mit Umsatzerlösen von € 24,9 Mio. erreicht werden. Mit über 160.000 Fällen konnte die prognostizierte Zahl von ca. 150.000 Fällen übertroffen werden. Der Jahresfehlbetrag 2020 in Höhe von € 3,4 Mio. konnte nicht reduziert werden (€ 6,1 Mio.). Die Gruppe erwartet ein Abflauen der Corona-Pandemie ab etwa Jahresmitte 2022 und rechnet gemäß ihrer Prognose vom Dezember 2021 mit dem Wiedereinsetzen des organischen und dem Fortsetzen des anorganischen Wachstums für das Geschäftsjahr 2022 mit Umsatzerlösen von über € 30 Mio. und über 250.000 Fällen. Infolge der Corona-Krise erwarten wir je nach Szenario insbesondere im PKV-Bereich Umsatzverläufe nur leicht oberhalb der Umsätze von 2021. Diese werden allerdings durch stark steigende Umsätze im GKV-Geschäft kompensiert. Hieraus resultierend erwarten wir ein höheres EBITDA als 2021. Der operative Cashflow wird sich im positiven Bereich zwischen € 0,5 Mio. bis € 1 Mio. bewegen. Aufgrund der Unsicherheit im Hinblick auf die Entwicklung der Pandemie ist die Prognosefähigkeit weiterhin eingeschränkt. Die Geschäftsführung erwartet, dass der Jahresfehlbetrag 2022 deutlich geringer ausfallen wird. Entsprechend der Prognose soll sich die operative Ertragslage positiv entwickeln, so dass mittelfristig die Zahlungsfähigkeit gesichert ist. Größere Akquisitionen werden bei Bedarf durch die Ziehung der zugesagten Linie in entsprechender Höhe finanziert. 2. Risikobericht Im Gesundheitswesen besteht seit Jahren ein hoher Kostendruck, welcher zu Änderungen der Abrechnung des kardiologischen Bereichs führen könnte. Dies gilt insbesondere für den Fall einer möglichen Änderung der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ). Eine Änderung der GoÄ wurde zwar mehrfach in verschiedenen Richtungen diskutiert, aber nicht umgesetzt. Eine Abschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen einer eventuellen Änderung auf die Gruppe ist derzeit nicht möglich. Eine Reduzierung der Budgetierung in den GKV-Erlösen hätte identische Folgen. Da die kardiologischen Dienstleistungen personalintensiv durchgeführt werden, besteht ein mittleres Risiko darin, qualifiziertes Personal an den Standorten zu beschaffen. Um dem entgegen zu wirken, wurden Personalgewinnungsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gruppe sind Liquiditätsrisiken bzw. Covenant-Risiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist insgesamt zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus seit Januar 2020 besteht für die HIG Gruppe das Risiko, dass aufgrund von sinkenden Patientenzahlen im PKV-Bereich Umsatzeinbußen eintreten werden. Das Risiko wird als hoch eingeschätzt. Sinkende Patientenzahlen im PKV-Bereich können teilweise im GKV-Bereich kompensiert werden. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die bestehenden Risiken keine Bestandsgefährdung für die Gruppe oder die Gesellschaften darstellen. Grundlegende Änderungen dieser Risikoeinschätzung werden derzeit nicht erwartet. 3. Chancenbericht Die alternde Bevölkerung eröffnen HIG auch künftig Wachstumschancen. Die Demographie und die zunehmende Bereitschaft, zur Erhaltung der eigenen Gesundheit einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten, werden für eine ungebrochene Nachfrage sowie ein stabiles Preisniveau sorgen. Eine besondere Chance liegt im Bereich des externen Wachstums. Die Gruppe hat bereits zahlreiche medizinische Versorgungszentren erworben. Die bestehende Fragmentierung des Marktes und die Überalterung der Ärzteschaft sollte die Akquisition weiterer Behandlungszentren ermöglichen und beschleunigen. Durch den Zusammenschluss von Praxen in der Gruppe können operative Synergien erzielt werden, zum Beispiel im Einkauf oder bei der Vereinheitlichung von Systemen, um Kosteneinsparungen zu realisieren. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Summe der bestehenden Chancen, die der Risiken übersteigt. 4. Risikobericht über die Verwendungen von Finanzinstrumenten Zu den in der Gruppe bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Guthaben/Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Da Forderungen im Wesentlichen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung sowie gegenüber Privatpatienten bestehen, sind Forderungsausfälle die Ausnahme.
Bochum, den 6. Mai 2022 Clemens Guth Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH, Bochum Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH, Bochum, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HIG Holding für integrierte Gesundheitsversorgung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, den 6. Mai 2022 KPMG
AG
Thorsten Schrum, Wirtschaftsprüfer Julia Kohler, Wirtschaftsprüferin |
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