Azur Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gavin Jonderko seit 22.7.2025 | Prokura |
Stephan Lachmann seit 22.7.2025 | Geschäftsführer |
Meik Oliver Vogler seit 22.7.2025 | Geschäftsführer |
Vanessa Vossebrecker-Kerkhoff seit 13.5.2022 | Geschäftsführer |
Eric Schoeffler seit 2.3.2021 | Geschäftsführer |
Nadine Lenkeit seit 26.7.2018 | Prokura |
Harald Jäger seit 14.2.2006 | Prokura |
Andreas Thomsen seit 3.2.2004 | Vollhaftender Gesellschafter |
Juergen Failenschmid seit 2.12.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
HAVAS S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Havas Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Havas Germany GmbH, Düsseldorf1. Vorbemerkung Die Havas Germany GmbH (vormals Havas Düsseldorf GmbH), Düsseldorf, ist eine Full-Service-Werbeagentur, die neben den Schwerpunkten in der klassischen Werbung (Außenwerbung, Radio, Fernsehen, Kino, Presse) sowie strategischer Markenführung auch Services in den Bereichen Digital- und Dialogmarketing anbieten kann. Im Rahmen der integrierten Kommunikation arbeitet die Agentur eng mit ihren deutschen und internationalen Partneragenturen zusammen. Die gesamte deutsche Agenturgruppe beinhaltet drei Säulen: Klassische Werbung, Marketing Services, Digital und Public Relations. Sie deckt damit alle Felder der Kommunikation ab, von PR bis One to One. Als 100%iges Tochterunternehmen der HAVAS Holding Deutschland GmbH ist die Havas Germany GmbH Bestandteil des weltweiten Havas-Creative-Netzwerks, welches als Agenturgruppe zur Werbeholding HAVAS S.A., Puteaux/Frankreich, gehört. Seit Juli 2017 ist die Havas-Gruppe Teil von Vivendi S.A., Paris/Frankreich, und somit eng verzahnt mit den Tochterunternehmen und Beteiligungen der Vivendi Group wie Universal Music, Gameloft, Canal+ und StudioCanal. Die Havas Germany GmbH agiert neben London und Paris als dritter internationaler HUB (internationale Leadfunktion im Agenturnetzwerk) in Europa. Etats wie beispielsweise von der Reckitt Benckiser Group werden von Deutschland durch maßgeschneiderte Experten-Teams geführt. Trotz unserer weltweiten Struktur haben wir einen starken lokalen Fokus und generierten in 2023 über 70 % der Umsätze auf lokaler Ebene. Am 11. Januar 2023 wurden ein notarieller Verschmelzungsvertrag geschlossen und damit rückwirkend zum 1. Januar 2023 die Havas München GmbH und die Havas Hamburg GmbH auf die Havas Düsseldorf GmbH verschmolzen. Mit der Umfirmierung der Gesellschaft in Havas Germany GmbH werden nun die drei Standorte München, Hamburg und Düsseldorf in einer rechtlichen Einheit geführt. Im Folgenden werden zur besseren Vergleichbarkeit sowohl die originären Vorjahreswerte (O) der Havas Germany GmbH als auch die Vergleichswerte (V) aus der Summe der verschmolzenen Gesellschaften für das Vorjahr genannt. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft wurde nun bereits das dritte Jahr unter anderem von den Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmt, auch wenn sich die Pandemie im Jahresverlauf abschwächte. Weiterhin wurde die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2023 durch die Folgen des Ukraine-Krieges, den massiv gestiegenen Energiepreisen, den Fachkräftemangel sowie durch die mit +5,9 % im Durchschnitt hohe, wenn auch im Jahresverlauf zurückgehende, Inflation massiv negativ beeinflusst. Als Folge der vorgenannten, schwierigen Faktoren fiel die deutsche Wirtschaft in 2023 in eine Rezession und die im Jahr 2022 begonnene und für das Jahr 2023 erwartete ökonomische Regeneration fiel damit aus. Nach dem Einbruch der Wirtschaftsleistung in 2020, aber einer Erhöhung des BIP in den beiden darauffolgenden Jahren, musste für das Jahr 2023 eine Reduktion des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -0,3 % gegenüber dem Vorjahr vermeldet werden. Gemäß den Erhebungen des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt in 2024 erneut um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die schwächelnde Konjunktur, Fachkräftemangel und Personalknappheit stellen die größten Wachstums- und Entwicklungshemmnisse für die Agenturbranche dar. Gemäß einer Umfrage unter GWA-Agenturen im Frühjahr 2024 bezüglich der Umsatz-Entwicklung ihrer Agenturen für das Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 konnten zwar 62 % der befragten GWA-Agenturen die Umsätze steigern, allerdings mussten auch 35 % einen Umsatzrückgang hinnehmen. Nur 3 % konnten das Jahr 2023 mit einem gleichbleibenden Umsatz abschließen. Der Frühjahresmonitor der GWA 2025 zeigt bei den teilnehmenden Agenturen für 2024 einen durchschnittlichen Rückgang der Umsätze von 0,9 %. Für 2025 erwarten die teilnehmenden Agenturen mehrheitlich bessere Zeiten mit wachsendem Umsatz und Renditen. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs In einem Zeitalter, in dem sowohl die Menschen als auch die Unternehmen eine tiefgreifende Transformation durchleben, wollen wir, die Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH), unsere Kunden durch integrierte und kundenorientierte Strategie- und Kreativumsetzung unterstützen. Die digitale Transformation bestimmt dabei den Agenturalltag und stellt in der erfolgreichen Umsetzung eine allgegenwärtige Herausforderung dar. Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich angesichts der Folgen des Ukraine-Krieges, hoher Inflationsraten sowie anhaltender Material- und Lieferengpässe deutlich abgeschwächt. Als Folge hieraus wurden auf Seiten einiger unserer Kunden auch weiterhin Budgets gekürzt. Aus diesem Grund haben wir unsere Kunden verstärkt strategisch bezüglich digitaler Marketingmaßnahmen beraten. Im Fokus standen auch weiterhin die gezielte Investition in Neukundengewinne und die Verteidigung bestehender Etats. Trotz der noch angespannten wirtschaftlichen Lage konnte die Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) im Laufe des Jahres 2023 in Zusammenarbeit mit den internationalen Kollegen der Großkunde Danone, mit all seinen in Deutschland vertreten Marken, gewonnen werden, wovon wir uns insbesondere auch in Folgejahren einen großen Income-Schub erwarten, da wir spätestens dann die Markenkommunikation über sämtliche Disziplinen und Touchpoints hinweg übernehmen werden, auch in der DACH-Region. Daneben konnten weitere namhafte Etats wie der Kommunikationsetat der Landeshauptstadt Düsseldorf ebenso wie internationales wie lokales Geschäft für NBA, JBL, Huawei, Badoo, Patrizia, Europa Park und Ravensburger gewonnen werden. Die Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) hat auch in 2023 die Möglichkeit des mobilen Arbeitens von zu Hause für die Mitarbeiter:innen aufrechterhalten. Dies ist unter anderem auch eine Anforderung bei der Gewinnung von jungen Talenten geworden. Verstärkte Aktivitäten zur Kostenoptimierung sowie Sparmaßnahmen bleiben auch weiterhin im Fokus der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH). Geplant war es in 2023 durch die angestrebten Kostenoptimierungen das EBIT und die Ertragssituation auf ein höheres Niveau als die in 2022 erzielte EBIT-Marge der Havas Düsseldorf GmbH von -21,2 % (EBIT vom Rohertrag) zu steigern, um mittelfristig nachhaltig mit zweistelligen, positiven EBIT-Margen abschließen zu können. Unter Berücksichtigung des Mergers zu Beginn 2023 läge die vergleichbare kombinierte EBIT-Marge der drei Gesellschaften sogar bei -28,7 %. Aufgrund der weiterhin angespannten geo- und fiskalpolitischen Lage und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen wurde das mittelfristige Ziel in 2023 jedoch nicht erreicht; die negative EBIT-Marge war mit -19,4 % zumindest etwas besser im Vergleich zu dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des Ausbleibens der erwarteten kundenseitigen Nachholeffekte und der damit verhaltenen Investitionsbereitschaft als Folge des Kostendrucks war der vergleichbare Rohertrag im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 leicht rückläufig unter Einbezug der Vorjahreswerte der Anfang 2023 verschmolzenen drei Gesellschaften. Auch die vorgenannten Neukundengewinne konnten diesen Rückgang seitens der Bestandskunden nicht vollends kompensieren, letztlich auch, weil sich der Start der Zusammenarbeit mit Danone bis zum letzten Geschäftsquartal 2023 verzögert hatte. Die Verbesserung des vergleichbaren (V) EBIT von TEUR -2.979 in 2022 auf TEUR -1.969 in 2023 ist vor allem auf erheblich geringere kostenintensive Restrukturierungsmaßen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, aber auch auf Einsparungen in den Gehaltskosten sowie Miet- und sonstigen laufenden Kosten. 4. Darstellung der Lage 4.1 Ertragslage Aufgrund der Verschmelzung der Havas München GmbH und der Havas Hamburg GmbH auf die Havas Düsseldorf GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2023 werden im Folgenden zur besseren Vergleichbarkeit sowohl die originären Vorjahreswerte (O) der Havas Düsseldorf GmbH als auch die Vergleichswerte (V) der verschmolzenen Gesellschaften für das Vorjahr genannt. Sofern nicht anderes aus dem Text ersichtlich, beziehen sich die Vergleiche zum Vorjahr auf die Vergleichswerte der verschmolzenen Gesellschaften. Insgesamt ist ein Anstieg der Umsatzerlöse um 9,7 % (2023: TEUR 18.881; 2022 O: TEUR 13.506; 2022 V: TEUR 17.212) zu verzeichnen, wobei ebenfalls ein Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 16,0 % (2023: TEUR 8.575; 2022 O: TEUR 5.917; 2022 V: TEUR 7.389) festzustellen ist. Dieser Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ist auf das gestiegene Produktionsvolumen und damit höhere Umsätze zurückzuführen. Aus diesem Grund sind auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Vorjahresvergleich gestiegen. Die verhältnismäßig stärker gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen erklären sich aufgrund von nicht durch die Kunden kompensierten Kosten aufgrund des anhaltenden Kostendrucks. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen, korrigiert um die Bestandsveränderung) beträgt in 2023 TEUR 10.157 (2022 O: TEUR 8.091; 2022 V: TEUR 10.370). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr TEUR 102 (2022 O: TEUR 16; 2022 V: TEUR 259). Der Personalaufwand hat sich in 2023 um 10,5 % auf TEUR 7.005 (2022 O: TEUR 5.633; 2022 V: TEUR 7.830) reduziert. Diese Entwicklung resultiert aus der Fortsetzung der selektiven Personalpolitik der Vorjahre sowie dem Aufschub von Neueinstellungen aufgrund der wirtschaftlichen Situation. Im Laufe des Jahres reduzierte sich der Personalstamm um 4,5 % von 111 nach (Vorjahr V) und 82 Angestellten vor Verschmelzung (Vorjahr O) (immer ohne Berücksichtigung der Geschäftsführer) im Jahr 2022 auf durchschnittlich 106 im Jahr 2023. Die Abschreibungen sind in der Summe um 21,6 % auf nun TEUR 320 (2022 O: TEUR 355; 2022 V: TEUR 408) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 % auf TEUR 4.903 (2022 O: TEUR 3.838; 2022 V: TEUR 5.368) gesunken. Maßgeblich ursächlich für diese Reduktion waren die geringeren Kosten im Rahmen der Konzernumlagen für Personal und Verwaltung von TEUR 527. Gegenläufig haben sich die um TEUR 66 gestiegenen periodenfremden Aufwendungen ausgewirkt. Aufgrund eines Anstiegs des Zinsgefüges sind in 2023 erstmals nach Einführung des Cash-Management-Systems im Mai 2009 Zinserträge in Höhe von TEUR 97 (2022 O: TEUR 0; 2022 V: TEUR 0) entstanden. Der Zinsaufwand beläuft sich auf TEUR 7 (2022 O: TEUR 22; 2022 V: TEUR 32). Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme verminderte sich um 37,8 % auf TEUR -1.879 (2022 O: TEUR -1.741; 2022 V: TEUR -3.018). Aufgrund des mit der Muttergesellschaft HAVAS Holding Deutschland GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wird auch im Jahr 2023 ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 0,00 ausgewiesen. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren des abgelaufenen Geschäftsjahres haben sich wie folgt entwickelt:
Für das Geschäftsjahr 2023 wurde von einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse bei einer Abnahme des Rohertrages ausgegangen. Zudem war ebenfalls von einer negativen, aber leicht verbesserten, EBIT-Marge auszugehen. Die Umsatzerlöse und der Rohertrag haben sich wie erwartet entwickelt. Der Umsatzanstieg ist auf das insgesamt gestiegene Produktionsvolumen zurückzuführen, wobei die Kosten für bezogene Leistungen im Vorjahresvergleich verhältnismäßig höher waren aufgrund der gestiegenen Kosten. Demzufolge ist der Rohertrag leicht gesunken, weil die Kostensteigerungen durch den anhaltenden Kostendruck seitens der Kunden nicht kompensiert wurden. Aufgrund der auch im Jahr 2023 selektiv getätigten Investitionen in innovative Mitarbeiter konnten insgesamt die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert werden. Die erzielte EBIT-Marge war wie erwartet negativ, aber marginal verbessert. Als Gründe sind hier das höhere Absatzvolumen bei gleichzeitig verbesserter Kostenkontrolle zu nennen. 4.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme sank zum Bilanzstichtag 31.12.2023 um 16,3 % auf TEUR 10.506 (31.12.2022 O: TEUR 7.199; 31.12.2022 V: TEUR 12.558). Die Abnahme beruht vor allem auf dem gesunkenen Cashpool-Guthaben und gesunkenen Forderungen aus Ergebnisabführung sowie auf der Passivseite auf getilgten Darlehensverbindlichkeiten. Das Anlagevermögen verminderte sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen um 6,2 % auf TEUR 1.249 (31.12.2022 O: TEUR 1.205; 31.12.2022 V: TEUR 1.332). Die Vorräte reduzierten sich um 34,4 % auf TEUR 421 (31.12.2022 O: TEUR 572, 31.12.2022 V: TEUR 642). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde ein Anstieg um 19,0 % verzeichnet (31.12.2023: TEUR 2.775; 31.12.2022 O: TEUR 1.831; 31.12.2022 V: TEUR 2.331). Dies war überwiegend bedingt durch die verstärkte Projektabrechnung zum Ende des Jahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um 28,8 % auf TEUR 5.787 (31.12.2022 O: TEUR 3.522; 31.12.2022 V: TEUR 8.128). Diese Reduktion resultiert aus der Verminderung des Bankguthabens im Rahmen des Cash-Pools (TEUR -1.247) sowie der wesentlich geringeren Forderung aus Verlustübernahme per 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -1.165). Nur geringfügig kompensiert wurde die Reduktion durch die leichte Steigerung der Forderungen gegen Unternehmen im nationalen und internationalen Verbundbereich aus Lieferungen und Leistungen um TEUR +70. Insgesamt sank die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 16,9 % (31.12.2023: TEUR 8.722; 31.12.2022 O: TEUR 5.361; 31.12.2022 V: TEUR 10.491). Die liquiden Mittel aus Guthaben bei Kreditinstituten und dem Kassenbestand sanken im Vergleich zum Vorjahresvergleichswert um 59,3 % auf TEUR 3 (31.12.2022 O: TEUR 6; 31.12.2022 V: TEUR 7). Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital als Folge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit TEUR 2.824 unverändert (31.12.2023: TEUR 6.162; 31.12.2022 O: TEUR 2.824; 31.12.20222 V: TEUR 6.162). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 58,7 % zum 31. Dezember 2023 (31.12.2022 O: 39,2 %; 31.12.2022 V: 49,1 %). Die sonstigen Rückstellungen verringern sich zum 31. Dezember 2023 um 57,0 % auf TEUR 434 (31.12.2022 O: TEUR 681; 31.12.2022 V: TEUR 1.009). Reduziert wurden im Wesentlichen die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR -188) und die Rückstellungen für Abfindungen und Freistellungen (TEUR -409). Eine teilweise Kompensation fand aufgrund der höheren Rückstellungen für Boni (TEUR +40) statt. Unverändert im Vergleich zum Vorjahr blieben die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 12 (31.12.2022 O: TEUR 12; 31.12.2022 V: TEUR 12). Die Verbindlichkeiten sanken insgesamt um 27,4 % auf TEUR 3.910 zum 31. Dezember 2023 (31.12.2022 O: TEUR 3.695; 31.12.2022 V: TEUR 5.388). Diese Entwicklung gliedert sich im Einzelnen wie folgt: Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vermindern sich stichtagsbedingt um 27,7 % (31.12.2023: TEUR 899; 31.12.2022 O: TEUR 1.069; 31.12.2022 V: TEUR 1.243). Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 26,8 % (TEUR -958) auf nunmehr TEUR 2.613 (31.12.2022 O: TEUR 2.119; 31.12.2022 V: TEUR 3.571) basiert auf den im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringeren Verbindlichkeiten aus erhaltenen Darlehen (TEUR -3.008). Dies wird teilweise kompensiert durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken um 31,3 % (TEUR -176) auf TEUR 386 in 2023 (31.12.2022 O: TEUR 495; 31.12.2022 V: TEUR 562), hauptsächlich hervorgerufen durch eine Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt (TEUR -154). Das Working Capital stieg von TEUR 1.719 zum 31.12.2022 (31.12.2022 O: TEUR 1.322) auf TEUR 2.285 zum 31. Dezember 2023. Die Working-Capital-Intensität lag mit 12,1 % über der des Vorjahres von 10,0 % (31.12.2022 O: 9,8 %). Das Capital Employed stieg um 15,8 % von TEUR 3.051 zum 31.12.2022 (V) auf TEUR 3.534 zum 31. Dezember 2023.
4.3 Finanzlage Die Finanzlage der Havas Germany GmbH hat sich im Vorjahresvergleich verschlechtert. Zum Jahresende hat sich der Finanzmittelfonds um TEUR 1.251 auf TEUR 2.917 (31.12.2022 O: TEUR 1.207; 31.12.2022 V: TEUR 4.168) verringert. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1, den Forderungen aus der Zielkontenvereinbarung (Cash-Management-System) in Höhe von TEUR 2.914 und dem Kassenbestand von TEUR 2. Die Havas Germany GmbH ist primär darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf durch die eigene Ertragskraft zu decken. Mit der Einführung des Cash-Management-Systems im Mai 2009 besteht zudem die Möglichkeit, sekundär, soweit erforderlich, auf eine Finanzierung durch den Cash-Pool-Partner, die HAVAS Holding Deutschland GmbH, zurückzugreifen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte zwar konstante Liquidität aus der laufenden Geschäftstätigkeit generiert werden, diese wurde jedoch durch die Zahlungsmittelabflüsse infolge gestiegener Kosten vollständig absorbiert. Im Jahr 2023 ergab sich daher ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von insgesamt TEUR -253 (2022 O: TEUR 241). Aus der Investitionstätigkeit ergab sich in der Folge ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 242 (2022 O: TEUR 73, 2022 V: TEUR 113). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -756. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds der verschmolzenen Gesellschaft im Laufe des Jahres 2023 um TEUR 1.251 verschlechtert. Durch den mit der HAVAS Holding Deutschland GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrag fand bereits Anfang des Jahres 2023 ein Finanzmittelzufluss in Höhe von TEUR 3.044 statt. 5. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 5.1 Das wirtschaftliche Umfeld der Gesellschaft Die deutsche Wirtschaft stagniert seit zweieinhalb Jahren tendenziell und hat es nicht geschafft, nach Überwindung der Coronakrise einen neuen Wachstumspfad einzuschlagen. Sicherlich spielten dabei die geopolitischen Probleme in dieser Zeit mit ihren darüber hinaus gehenden Auswirkungen auf Handelsbeziehungen und Weltmarktpreise, in Deutschland nicht zuletzt in Form der Energiekrise, eine gewichtige Rolle. Allerdings haben in jüngerer Vergangenheit auch ungünstige heimische Rahmenbedingungen an Gewicht gewonnen. Dabei haben insbesondere politische Querelen um die Haushaltspolitik, die künftige Wirtschaftspolitik und die Migrationspolitik für Verunsicherung bei Unternehmen und in der breiten Öffentlichkeit geführt. Die privaten Haushalte haben die in 2024 wieder deutlich gestiegenen Realeinkommen zunächst dazu genutzt, ihre (Vorsichts-)Ersparnisse zu erhöhen. Die erwartete Konsumbelebung und damit Konjunkturerholung blieb so bislang aus. Die Konjunkturhoffnungen für 2024, aber auch darüber hinaus, ruhen weiterhin vor allem auf dem privaten Konsum. Wichtig wird sein, dass sich die Stimmung auf Verbraucherebene allmählich bessert und sich die Sparneigung normalisiert; auch die eingeleitete Zinswende dürfte Sparen weniger attraktiv machen. Dann sollte sich zumindest der private Konsum beleben. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 abermals um -0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit befände sich Deutschland qua definitione in einer Stagnation. Für das Jahr 2025 rechnet die Bundesregierung mit einer Steigerung des BIP um 0,3 % und für 2026 um 1,1 %. Unter Berücksichtigung der geopolitischen Lage, der weiteren Entwicklung der Geldpolitik sowie der labilen Wirtschaftsentwicklung bisher veröffentlichte das HWWI im September 2024 ihre Konjunkturprognose zum Wirtschaftswachstum 2024/2025. "Nach einem kleinen Plus im 1. Quartal dieses Jahr gab es für die deutsche Wirtschaft im 2. Quartal erneut einen leichten Rückschlag. Insgesamt "dümpelt" die deutsche Konjunktur nun schon seit Anfang 2022, nachdem der coronabedingte Einbruch aufgeholt wurde, ohne klare Richtung herum. Industrie und Bauwirtschaft stecken weiterhin in der Krise; die Investitionen sinken." Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) erwartet aktuell für 2025 ein Wachstum von 0,25 % und hält ein Wachstum von 1,5 % für 2026 für möglich, sofern wichtige Reformen tatsächlich von der Bundesregierung durchgeführt werden. 5.2 Chancen und Risiken der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) Die Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) ist als Kreativagentur unzähligen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Den täglichen Herausforderungen, wie beispielsweise einer vertrauensvollen Agentur-Kunden-Beziehung, der klaren Positionierung der Agentur im täglichen Austausch mit dem Kunden sowie kreativer Exzellenz und Brillanz, wollen wir mit herausragenden Mitarbeitern in den jeweiligen Bereichen sowie einem schlagkräftigen Management begegnen. Die Einflüsse des Hype-Themas Künstliche Intelligenz oder der Artificial Intelligence mit diversen Systemen wie ChatGPT, Midjourney oder Dall-e auf die Gesellschaft oder insbesondere die Werbeindustrie sind mittelfristig noch nicht abzusehen. In der Agentur wurden erste Erfahrungen gesammelt mit der Erstellung erster KI-generierter Projekte für unsere Kunden, aber vieles bleibt weiterhin noch am Anfang einer längerfristigen Entwicklung, wobei weitere Tools mit neuen Anwendungsgebieten fast monatlich neu herauskommen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich AI nutzen lässt für die Erleichterung und Verbesserung der Kreativarbeit oder aber welche Risiken inhaltlich oder auch rechtlich darin enthalten sind. Die Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) konnte für das Geschäftsjahr 2023 zwar ein Umsatzwachstum in Höhe von 9,7 % erzielen, der Rohertrag war allerdings im Vergleich zum Vorjahr mit -2 % doch wieder leicht rückläufig. Durch aktive Akquisitionen neuer Kunden und die Generierung neuer zu bewerbender Produkte bei bestehenden Kunden soll die Einkommenssituation der Agentur stabilisiert und verbessert werden. Um auch in den folgenden Jahren dem starken Konkurrenzdruck Stand halten zu können, ist geplant, die Zusammenarbeit und Effizienz der einzelnen Abteilungen zu steigern. Damit soll der Leistungsanspruch unserer potenziellen Neu- und Bestandskunden, vor allem auch im digitalen Bereich, gewährleistet und auch optimiert werden. Mit der erfolgreichen Etablierung des mobilen Arbeitens in den privaten Räumlichkeiten unserer Mitarbeiter:innen während der Pandemie haben wir uns auch hinsichtlich der Gewinnung von talentiertem und qualifiziertem Fachpersonal neue Möglichkeiten eröffnet. Wir erweitern damit unseren Radius auf eine weltweite Talentsuche und können mit der Möglichkeit des mobilen Arbeitens einen zusätzlichen Anreiz geben. Die erzielten internationalen Erfolge bei diversen Awards in 2023 haben gezeigt, dass sowohl die Agentur selbst als auch die Havas-Gruppe insgesamt in der Lage waren, ihre Wettbewerbsposition und ihr Image im Laufe der letzten Jahre weiter zu verbessern und ihr kreatives Potential weiter zu steigern. Unter anderem konnten in 2023 die folgenden Preise gewonnen werden: Clio: 1 x Gold/3 x Silber/6 x Bronze, One Show: 2 × Silber/4 × Bronze, Anthem Award: 5 × Gold/2 × Silber, ADC: 1 × Gold/3 x Silber, Epica: 1 × Silber/1 × Bronze, D&AD: 2 × Bronze. Da die Kreativrankings auch in Zukunft immanent wichtig sein werden, um in das Relevant Set der werbetreibenden Industrie zu gelangen, wird die Agentur auch zukünftig in die Steigerung ihrer Kreativität investieren. Des Weiteren werden wir uns den branchenüblichen Herausforderungen wie beispielsweise dem hohen Akquisitionsaufwand, anhaltenden Kostendiskussionen sowie dem schwindenden Verständnis für die Leistungen der Agenturen stellen und bestmöglich zur Lösungsfindung beitragen. Die derzeit akute Personalknappheit im deutschen Werbemarkt und die dadurch erschwerte Suche nach qualifizierten und motivierten Mitarbeiter:innen führen teilweise zusätzlich zu Umsatzausfällen. Wir werden aus diesem Grund unsere Talentsuche auf agenturfremde Branchen ausweiten, mehr in Personalentwicklung und Weiterbildung investieren, unser Hochschulmarketing intensivieren und flexible Arbeitsmodelle anbieten, vor allem auch hinsichtlich des mobilen Arbeitens. Die in der Vergangenheit erlittenen Verluste (vor Verlustübernahme) haben die strategische Handlungsfähigkeit der Gesellschaft eingeschränkt. Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen wurden eingeleitet, die auf eine nachhaltige Kostenreduktion abzielen, jedoch kurzfristig zusätzliche Belastungen mit sich bringen. Darüber hinaus wird die Geschäftsentwicklung durch die sich derzeit abschwächende konjunkturelle Situation beeinträchtigt, die sich in einer sinkenden Nachfrage und einer wachsenden Unsicherheit auf den Märkten widerspiegelt. Das Risiko einer gesamtwirtschaftlichen Rezession verstärkt diese negativen Einflüsse und erschwert die Planung und Umsetzung von Wachstumsinitiativen. Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschaft gezwungen, ihre strategischen Prioritäten anzupassen und sich auf die Sicherung ihrer wirtschaftlichen Basis zu konzentrieren und ist somit in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. In diesem Zusammenhang gehen wir davon aus, dass eventuell anfallende zukünftige Verluste auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags weiterhin durch die HAVAS Holding Deutschland GmbH übernommen werden. Risiken bestehen weiterhin in der relativen Abhängigkeit der Budgets von internationalen Großkunden. Um diesem Risiko entgegenzusteuern, liegt die strategische Ausrichtung weiterhin in einer Erhöhung des Geschäfts mit nationalen bzw. national geführten Kunden. Der zunehmenden Komplexität der Marketing-Kommunikation treten wir mit strategischer und prozessualer Kompetenz entgegen. 5.3 Prognose der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2024 konnten wir positive Effekte durch unsere Neukundegewinne erzielen. Dennoch trugen die hohe Inflationsrate und dementsprechend die Zurückhaltung der Konsumenten sowie die geo- und fiskalpolitischen Rahmenbedingungen nicht dazu bei, unsere Branche erneut zu beleben und wieder nachhaltig auf Wachstumskurs zu bringen. Eine Erholung von den Folgen der Pandemie trat aufgrund des weiterhin andauernden Ukraine-Konfliktes und dessen wirtschaftlichen Folgen nicht wie erhofft ein. Für das Jahr 2024 wurde ein positiver Umsatzbeitrag durch die Volljahreseffekte der in Q4 des letzten Jahres gewonnen Kunden JBL und insbesondere Danone erzielt. Daneben konnten im ersten Quartal 2024 schon nationale Etats der Kunden GetYourGuide, Soundboks und Kia Motors gewonnen werden, sowohl in der Spezialdisziplin Public Relations, aber auch im Social-Media-Bereich, wo die Agentur sehr stark von der Zusammenarbeit mit unserer neuen Schwestergesellschaft HRZN GmbH profitierte, die Anfang 2023 von der deutschen Havas Gruppe akquiriert wurde. Im Oktober 2024 konnte zudem in einem internationalen Pitch der Werbeetat aller Produkte der Tiefkühlmarke Iglo auch für Deutschland gewonnen werden. Trotzdem konnte das Jahr 2024 nicht wie erhofft mit einem Umsatzwachstum abgeschlossen werden. Auf Basis unseres aktuellen Zahlenmaterials liegt der Umsatz ca. Mio. EUR 2 unter dem Geschäftsjahr 2023. Als Hauptgrund muss hier weiterhin die kundenseitige Verunsicherung durch die insgesamt stockende Wirtschaftslage in Deutschland genannt werden. Die Kunden reagierten auf die in Deutschland eingetretene Rezession mit weiterer Zurückhaltung der Marketingausgaben. Mit unseren kontinuierlichen Anstrengungen hinsichtlich der Kostenoptimierung wollen wir die Umsatzrendite stützen, diese in den Folgejahren stetig verbessern und dem Umsatzeinbruch in 2024 entgegenwirken. Neben einer Reduktion der nicht weiterberechenbaren Kosten streben wir weiter an, die Personalkosten dauerhaft in einer gesunden Relation zum Gross Income zu halten, ohne die Leistungsfähigkeit der Agentur nachhaltig zu schwächen. Dabei erweist sich der hart umkämpfte Personalmarkt sowie der akute Fachkräftemangel als allgegenwärtige Herausforderung, der sich das Management kontinuierlich stellen muss, um auch die digitale Transformation weiter vorantreiben zu können. Im Rahmen einer GWA-Umfrage im Frühjahr 2024 unter den Mitgliedsagenturen stellte sich unter anderem heraus, dass 63 % der befragten Agenturen noch immer vom Fachkräftemangel ausgebremst werden. Die folgenschweren Konsequenzen wären zum Beispiel, Pitches abzusagen und neue Projekte nicht mehr annehmen zu können. Um diesen Szenarien entgegenzusteuern, müssen wir dazu beitragen, neue Menschen für die Agenturbranche zu begeistern und zu gewinnen. Um die Werbebranche attraktiver zu gestalten und der Personalknappheit entgegenwirken zu können, müssen wir auch weiterhin unseren Mitarbeiter:innen und speziell auch dem Nachwuchs der Branche mit Flexibilität entgegenkommen, um so eine Grundlage für eine moderne und attraktive Arbeitswelt zu schaffen. Ein sehr gutes Beispiel ist das von der Agentur etablierte sehr freie Modell des mobilen Arbeitens, das von einer Mitarbeiter:innen-Arbeitsgruppe entwickelt wurde. Die angespannte konjunkturelle Lage sowie die Inflation fordern die Werbebranche auch weiterhin. Im Frühjahrsmonitor 2024 der GWA hat die konjunkturelle Entwicklung den Fachkräftemangel als größtes Wachstumshemmnis der Branche abgelöst, da mittlerweile 86 % der Befragten GWA-Agenturen dies an Punkt eins in ihrem Ranking nennen. Spürbar ist dies vor allem auch in den härteren Verhandlungen mit dem Kunden aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks. Aufgrund des Ausbleibens der erhofften wirtschaftlichen Nachholeffekte in der Werbebranche mussten wir im August die budgetären Prognosen für 2024 etwas korrigieren. Die Volljahreseffekte unserer Kundengewinne in 2023 sowie auch die aktuellen Neugeschäftserfolge kompensieren zwar teilweise die budgetären Kürzungen unserer Bestandskunden, reichen aber noch nicht aus, um auch die gestiegenen Kosten für qualifiziertes Fachpersonal und sonstige gestiegene operative Kosten vollends zu decken. Geplant war es in 2024 durch die angestrebten Kostenoptimierungen trotzdem das EBIT und die Ertragssituation auf ein höheres Niveau als die in 2023 erzielte vergleichbare EBIT-Marge von -19,4 % (EBIT vom Rohertrag) zu steigern, um mittelfristig nachhaltig mit zweistelligen, positiven EBIT-Margen abschließen zu können. Aufgrund der weiterhin angespannten geo- und fiskalpolitischen Lage und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen wurde dieses Ziel in 2024 jedoch noch nicht erreicht. Der Rohertrag beträgt auf der Basis noch ungepürften Zahlenmaterials TEUR 7.781 und liegt deutlich unter dem Geschäftsjahr 2023; die negative EBIT-Marge zum Jahresende wird erwartet in einer Größenordnung von -40 % bis -50 %. Dies ist aber insbesondere dem Umstand geschuldet, dass in mehreren Wellen im Laufe des Jahres signifikante Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt wurden, um die Personalkosten nachhaltig zu senken. Die dafür aufgewendeten Kosten werden im unteren siebenstelligen Bereich liegen. Für 2025 wird gemäß der aktuellsten Unternehmensplanung mit einer EBIT-Marge im niedrigen, einstelligen Bereich gerechnet. In 2025 werden die Volljahreseffekte unserer Neugeschäftserfolge in 2024 sowie der Ausbau des Projektvolumens unserer Bestandskunden voraussichtlich zu einer Steigerung des Umsatzes und des Rohertrages ebenfalls im einstelligen %-Bereich führen. Dabei wird der geplante Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen die Kosten erheblich entlasten. Ziel der Agentur für die kommenden Geschäftsjahre ist es weiterhin, durch Neugeschäft sowie durch den Ausbau des Geschäfts mit Bestandskunden Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich zu erreichen, was einem Rohertrags-Wachstum in gleicher Höhe entspricht. 6. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement Die Geschäftsleitung hat ein informelles Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems implementiert, welches permanent alle wesentlichen Geschäftsprozesse überwacht und potenzielle Chancen und Risiken analysiert. Es wurden im Wesentlichen die folgenden Risikobereiche (Risiken) identifiziert: 6.1 Verlust von Kunden Das Risiko von Kundenverlusten wird von dem Management der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) permanent überwacht, da sich hieraus negative Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben könnten. Um diesem Risiko zu begegnen, führen wir regelmäßige Kundengespräche und lassen die Agentur durch unsere Kunden beurteilen. Weiterhin versuchen wir, unsere Kunden durch attraktive Konditionen und das integrierte Angebot zu überzeugen. 6.2 Liquiditäts- und Kundenrisiken Da einige Kunden längere Zahlungsziele in Anspruch nehmen, werden die verfügbaren Finanzmittelbestände und deren voraussichtliche Entwicklung permanent überwacht. Die implementierten internen Kontrollen sollen ein mögliches Liquiditätsrisiko frühzeitig entdecken, um angemessen reagieren zu können. Hierzu finden wöchentliche Reviews der ausstehenden Forderungen statt, die dann in effektiven Maßnahmen münden. Das Ausfallrisiko wird durch eine regelmäßige Kreditwürdigkeitsprüfung ergänzt. Seit der Corona-Pandemie intensivieren wir unsere Aktivitäten, ausstehende Forderungen frühestmöglich anzumahnen. Derzeit sind keine Forderungsausfälle erkennbar. Mögliche Fremdkosten im Rahmen von Produktionen werden durch kundenseitige Anzahlungen beglichen. 6.3 IT-Risiken/Risiken aus Abrechnung und Geschäftsprozessen Die Geschäftstätigkeit der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) basiert auf einer intakten und funktionierenden IT-Infrastruktur, welche in zunehmendem Maße die wesentlichen Geschäftsprozesse bestimmt und deren zuverlässige Abwicklung gewährleistet. Ein Ausfall dieser Systeme kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Agentur negativ beeinflussen. Diesem Risiko wird durch geeignete Maßnahmen begegnet. Hierzu gehören technische und organisatorische Maßnahmen, die eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes auch in ungünstigen Szenarien sicherstellen. 6.4 Rechtliche Risiken Kundenbeziehungen könnten zu wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH) führen. Dem begegnen wir durch die permanente Überwachung der Vertragsbeziehungen und die Konsultation von rechtlichen Beratern, die uns auf mögliche Risiken hinweisen und uns bei der Umsetzung der Lösungen unterstützen.
Düsseldorf, den 15. April 2025 Peter Mergemeier Eric Schoeffler Andreas Saure BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Havas Germany GmbH (vormals Havas Düsseldorf GmbH), DüsseldorfSitz der Gesellschaft: Düsseldorf Registergericht: Düsseldorf Handelsregister-Nr.: 11954 I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB; von den gewährten Erleichterungen macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die gesetzlichen Vorschriften des HGB und des GmbHG. Am 11. Januar 2023 wurde ein notarieller Verschmelzungsvertrag geschlossen und damit rückwirkend zum 1. Januar 2023 die Havas München GmbH und die Havas Hamburg GmbH auf die Havas Düsseldorf GmbH zu Buchwerten verschmolzen. Aus diesem Grund werden im Folgenden zur besseren Vergleichbarkeit sowohl die originären Vorjahreswerte (O) der Havas Düsseldorf GmbH als auch die Vergleichswerte (V) der verschmolzenen Gesellschaften für das Vorjahr genannt. Nach der Verschmelzung wurde die Havas Düsseldorf GmbH in die Havas Germany GmbH umbenannt. Ansonsten und soweit untenstehend nicht anders dargestellt, haben sich die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Im Einzelnen werden folgende Grundsätze angewandt: II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Um eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens- und Ertragslage zu gewährleisten, wurde beim bereits vollständig abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert die voraussichtliche Nutzungsdauer auf 15 Jahre festgelegt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden von der Gesellschaft die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. 2. Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen: Abschreibungsmethode/Anlagegegenstände
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. 3. Vorräte Als Vorräte werden die in Arbeit befindlichen, noch nicht abgerechneten Kundenaufträge, die ausschließlich Fremdrechnungen umfassen, ausgewiesen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. 5. Liquide Mittel Liquide Mittel sind zum Nennwert bilanziert. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 7. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 1.048.150 wird mit dem Nennbetrag angesetzt. 8. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit die Restlaufzeit ein Jahr übersteigt, wird die Rückstellung auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der Rückstellung abgezinst. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 10. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum jeweiligen Tageskurs erfasst und dann zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge bzw. der sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 10 (Vorjahr V: TEUR 64; Vorjahr O: TEUR 2) bzw. TEUR 60 (Vorjahr V: TEUR 49; Vorjahr O: TEUR 45). 11. Verbundene Unternehmen Die BOLLORÉ S.A., Puteaux/ Frankreich, ist das oberste Mutterunternehmen. Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der HAVAS S.A., Puteaux/Frankreich, (ab Dezember 2024 HAVAS N.V., Amsterdam/Niederlande) einbezogen werden, und alle weiteren Gesellschaften, an denen die HAVAS S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält; sowie alle anderen in den Konzernabschluss der BOLLORÉ S.A., Puteaux/ Frankreich, einbezogenen Tochterunternehmen. Zu den einbezogenen Unternehmen der BOLLORÉ S.A. gehört u.a. die Vivendi Group. 12. Umsatzerlöse Die Gesellschaft erstellt Kreativ-Werbeleistungen, die neben der eigenen Leistung auch zugekaufte Fremdleistungen enthalten. Diese Fremdleistungen werden an die Kunden weiterberechnet. Die Auswahl und Zusammenstellung der eingekauften Leistungen richtet sich erheblich nach den Agenturvorstellungen und ist Teil der Gesamtleistung. Die zur Leistungserbringung eingekauften Fremdleistungen werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus dem Cash-Management-System in Höhe von TEUR 2.914 (Vorjahr V: TEUR 4.161; Vorjahr O: TEUR 1.201) ausgewiesen sowie Forderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.879 (Vorjahr V: TEUR 3.044; Vorjahr O: TEUR 1.741) ausgewiesen. Forderungen in Höhe von TEUR 994 (Vorjahr V: TEUR 908; Vorjahr O: TEUR 580) betreffen Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus Darlehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr V: TEUR 3.008; Vorjahr O: TEUR 1.800) ausgewiesen. Die übrigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.613; Vorjahr V: TEUR 526; Vorjahr O: TEUR 319) betreffen Lieferungen und Leistungen. 3. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Der Vorjahresvergleichswert (V) der sonstigen betrieblichen Erträge beträgt TEUR 259. Der Vorjahresvergleichswert (V) der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt TEUR 5.367. 3. Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr V: TEUR 11; Vorjahr O: TEUR 11). In dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr V: TEUR 60; Vorjahr O: TEUR 53) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind, wie auch im Vorjahr, keine periodenfremden Steuererstattungen enthalten. 4. Materialaufwand Der Vorjahresvergleichswert (V) des Materialaufwands beträgt TEUR 7.389. 5. Abschreibungen Der Vorjahresvergleichswert (V) der Abschreibungen beträgt TEUR 408. 6. Finanzergebnis Das Finanzergebnis beträgt TEUR 90, der Vorjahresvergleichswert (V) beträgt TEUR -39. 7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen Der Vorjahresvergleichswert (V) der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beträgt TEUR 3.044. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit den anderen am Cash-Pool teilnehmenden Konzerngesellschaften gegenüber der Cash-Pool führenden Bank für alle aus dem Cash-Pool-Vertrag oder Cash-Pool-Konto resultierenden Verpflichtungen. Das Risiko einer Inanspruchnahme der Haftung wird als gering eingeschätzt, da im Cash-Pool keine Kreditlinie bei der Cash-Pool führenden Bank genutzt wird. Die Haftung ist somit auf das Guthaben (TEUR 2.914, Vorjahr: TEUR 1.201) im Cash-Pool begrenzt. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat mehrere Miet- bzw. Leasingverträge abgeschlossen. Die Miet- und Leasingverpflichtungen für die nächsten Jahre betragen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beinhalten des Weiteren Verpflichtungen aus Lizenzverträgen. Die Gesamtverpflichtung beträgt TEUR 300. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 300 p.a. 3. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft, ohne Berücksichtigung der Geschäftsführer, durchschnittlich 106 (Vorjahr V: 111; Vorjahr O: 82) Angestellte. Bei den Arbeitnehmern handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Angestellte. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren bestellt: • Peter Mergemeier, Ratingen, CEO (Chief Executive Officer) • Eric Schoeffler, Düsseldorf, CCO (Chief Creative Officer) • Andreas Saure, Meerbusch, CFO (Chief Financial Officer) • Kristjan Vilhelmsson, Dreieich (vom 17. Januar 2023 bis 31. Januar 2024), COO (Chief Operating Officer) Die Geschäftsführer Andreas Saure, Eric Schoeffler und Peter Mergemeier sind zusätzlich als Geschäftsführer bei anderen Gesellschaften der deutschen HAVAS-Gruppe tätig. Herr Kristjan Vilhelmsson übte seine Tätigkeit hauptberuflich aus. 5. Aufwendungen für Organe Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Jahr 2023 betragen TEUR 287 (Vorjahr V: TEUR 481; Vorjahr O: TEUR 81). Neben den von der Gesellschaft direkt gewährten Bezügen der Geschäftsführer wurde die Gesellschaft im Rahmen einer Konzernumlage mit Kosten für die Geschäftsführung belastet. 6. Honorar des Abschlussprüfers Das im Jahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr V: TEUR 23; Vorjahr O: TEUR 23) entfällt ausschließlich auf die gesetzliche Jahresabschlussprüfung der Gesellschaft. 7. Konzernabschluss Die BOLLORÉ S.A., Puteaux/Frankreich, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Puteaux/Frankreich sowie auf der Internetseite der Muttergesellschaft unter https://www.bollore.com/en/informations-reglementees/ unter dem Abschnitt "Universal registration document/Registration document" oder unter dem französischem Unternehmensregister https://www.infogreffe.fr erhältlich. Die Havas S.A., Puteaux/Frankreich, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird in diese Konzernabschlüsse einbezogen. 8. Ergebnisverwendung Mit der HAVAS Holding Deutschland GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 1.879:
Düsseldorf, den 15. April 2025 Peter Mergemeier Eric Schoeffler Andreas Saure AnlagespiegelHavas Düsseldorf GmbH, Düsseldorf Anlage zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH), Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH), Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Havas Germany GmbH (vormals: Havas Düsseldorf GmbH), Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 15. April 2025 Deloitte
GmbH
Christian Frank, Wirtschaftsprüfer Benedict Verfürth, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
55 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Vermittlung von Arbeitskräften
Vermittlung von Arbeitskräften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Public-Relations-Beratung
Public-Relations-Beratung
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Beteiligungsgesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Verlegen von Zeitungen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Messe-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen