Triple A Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Pelka seit 21.3.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EIS GmbHBielefeldJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31 Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma der Gesellschaft lautet EIS GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Bielefeld. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter B 38482 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2023 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wurden die Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern als gesonderte Bilanzposten nach § 265 Abs. 5 HGB angesetzt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Entwicklungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt drei Jahre. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 1 HGB aktivierungspflichtigen Beträge. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Einzelnen 800,00 € nicht übersteigen, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern der am Bilanzstichtag beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Forderungen in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert ausgewiesen. Soweit die Guthaben auf fremde Währung lauten, erfolgt die Umrechnung gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die passivierungspflichtigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Passive latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbeträge gebildet, die auf Grund von Ansatz- und Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz erst in künftigen Geschäftsjahren anfallen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Es wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Der Gesamtbetrag der in 2023 aktivierten Entwicklungskosten beträgt 76.886,87 €. Forschungskosten sind im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen. Aus dem zum Abschlussstichtag aktivierten Gesamtbetrag der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens resultiert ein für Gewinnausschüttungen gesperrter Betrag in Höhe von 1.348.704,78 €, der wie folgt ermittelt wurde:
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Die Differenzen ergeben sich aus den in der Handelsbilanz angesetzten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. In der Steuerbilanz erfolgte auf Grund des Ansatzverbotes keine Berücksichtigung. Bei einem Gewerbesteuersatz von 16,8 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % sowie einem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer (5,5 %) ergibt sich hieraus eine passive latente Steuer zum Bilanzstichtag in Höhe von rd. 652 T€. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Vorjahresstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit 470.651,49 € Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag hierauf sowie mit 273.000,00 € Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Die Steuerrückstellungen beinhalten Folgewirkungen der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2019 bis 2021 (545.000,00 €) sowie Gewerbesteuer (2.130.000,00 €) und Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag (3.250.000,00 €) für das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Die Zahlen des Vorjahres werden in Klammern ausgewiesen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen ausschließlich auf den Liefer- und Leistungsverkehr. V. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Aus einem Sicherheitenpool mit zwei finanzierenden Kreditinstituten besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für die an ein verbundenes Unternehmen gewährten Kreditlinien und Darlehen über insgesamt 39,4 Mio. €. Darüber hinaus bestehen als weitere Darlehenssicherheiten eine Globalzession für die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegen Drittschuldner, eine Sicherungsübereignung der Warenbestände sowie eine Verpfändung der Patente. Zum Bilanzstichtag bestehen hierüber abgesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von 15,0 Mio. €. Darüber hinaus wurde zur Sicherung eines Darlehens eines verbundenen Unternehmens eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft über 1.120.000,00 € abgegeben. Die Verbindlichkeiten aus diesem Darlehen betragen zum 31. Dezember 2023 203.681,92 €. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird derzeit nicht gerechnet, da die verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen bisher stets nachgekommen sind. Bis zum Zeitpunkt der wirksamen Kündigung am 11. Dezember 2023 bestand ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der GESKE Technologies GmbH (vormals: Triple A BeautyTech GmbH). Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Verlust in Höhe von 687.015,57 € übernommen. VI. Außerbilanzielle Geschäfte Unsere Gesellschaft hat ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Onlinegeschäft im Rahmen eines Factoring-Vertrages an ein verbundenes Unternehmen abgetreten. Die Abrechnung wird durch sofortige Gutschriften des Kaufpreises auf dem Verrechnungskonto mit dem verbundenen Unternehmen vorgenommen. Diese Maßnahme dient der Begegnung des Forderungsausfallrisikos. Wir haften für die Mangelfreiheit (Bestand, Abtretbarkeit und Freiheit von Einreden und Einwendungen) der Forderungen, jedoch nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquidationsvorteil stehen Finanzierungskosten gegenüber. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden im Handel mit Sexual-Wellness-Produkten erzielt. Die Vermarktung an Endkunden sowie Distributoren erfolgt ausschließlich über verbundene inländische Vertriebsgesellschaften, mit denen die Umsatzerlöse erzielt werden. Gesonderter Ausweis bestimmter Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung für Rückstellungen in Höhe von 812.675,85 €. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge außerordentliche Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen in Höhe von 7.427.267,92 €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerordentliche Aufwendungen aus der Dotierung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 7.611.400,00 €. VIII. Sonstige Angaben Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Sven Pelka, Paderborn. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer hat von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäftsführerbezüge erhalten. Herrn Prof. Dr. Ewald Mittelstädt, Dortmund, wurde Einzelprokura erteilt. Die Angaben des von dem Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars des Geschäftsjahres sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Triple A Finance GmbH & Co. KG enthalten. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 keine Arbeitnehmer. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Triple A Finance GmbH & Co. KG mit Sitz in Bielefeld einbezogen. Diese Gesellschaft ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss mit dem größten und dem kleinsten Kreis von Unternehmen und einen Konzernlagebericht aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister offengelegt. Aufstellung des Anteilsbesitzes
*) Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 lag zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung noch nicht final vor. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 27.568.688,10 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Bielefeld, den 28. Oktober 2024 gez. Sven Pelka, Geschäftsführer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der EIS GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 17.12.2024 festgestellt worden. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Entdecke Deine Sinnlichkeit! EIS ist mit weit über 8.500.000 Kunden der führende deutsche Onlineshop für intime Lifestyle-Produkte. Gegründet 2006 in Bielefeld, richtet sich unser Sortiment an Frauen, Männer und Paare, die ihre Sexualität und Leidenschaft bewusst leben, lieben und spielerisch genießen. Mit weit über 25.000 täglich aktualisierten Produkten schaffen wir eine Plattform zum Stöbern, Inspirieren und Vergnügen. Hohe Qualitätsansprüche, ein 365-tägiges Geld-Zurück-Versprechen und eine 10-jährige Produkt-Garantie gemäß unseren AGB sind nur einige der zahlreichen Benefits, die wir uns für unsere Kunden ausgedacht haben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Wirtschaftswachstum durch mehrere Faktoren beeinflusst und war mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Inflationsraten blieben auf hohem Niveau, obwohl sie im Laufe des Jahres sanken. Die Zentralbanken hielten die Leitzinsen auf einem restriktiven Niveau, was sich auf das Wirtschaftswachstum auswirkte, und die geo-politischen Spannungen nahmen weiter zu und beeinträchtigten die globalen Lieferketten. In Anbetracht dieser Entwicklungen schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,3 % gewachsen ist (2022: 3,5 %). Gegenüber der letzten Schätzung vom Januar 2024 wurde die Wachstumserwartung um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert, da das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern stärker ausfiel als erwartet. Für die Eurozone schätzt der IWF, dass die Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,5 % gewachsen ist (2022: 3,4 %), was auf eine relativ hohe Belastung durch den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist. Die Wachstumserwartungen wurden gegenüber der Schätzung im Oktober 2023 um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Dies ist vor allem auf die Entwicklung in Deutschland zurückzuführen. Hier wurde für das zweite Halbjahr 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung aufgrund der Schwäche in zinssensiblen Sektoren und einer geringeren Nachfrage von Handelspartnern prognostiziert. Auch wenn sich das globale Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2023 etwas besser entwickelte als erwartet, waren die Wachstumsraten in der Eurozone im Vergleich zu 2022 deutlich geringer. Dies spiegelte sich auch im Verbrauchervertrauen für die Eurozone wider, das sich nur leicht von seinen Tiefstständen im Jahr 2022 erholte, da das gesamtwirtschaftliche Umfeld schwierig blieb. (Quelle: IMF (July 2024) World Economic Outlook) 1.2 Branchenumfeld Da die Gesellschaft ausschließlich für Unternehmen im E-Commerce tätig ist, ist die Entwicklung dieser Branche essenziell für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) spiegelte sich die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf 79,7 Mrd. Euro nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 % zurück (2022: 11,8 %). In der Branchenbetrachtung zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Alles, was das Zuhause schöner macht, hat 2023 an Umsatz verloren, wie Wohnen und Einrichten (-2,7 %), Heimwerken und Garten (-2,9 %) und Consumer Electronics/Elektro (-2,5 %). Produkte für die persönliche Ausstattung, Freizeit, Gesundheit, Ernährung und Schönheit liegen hingegen im Plus - wie Lebensmittel inkl. Getränke, Drogerieartikel und Tabakwaren mit +8,7 %. Das auch in 2023 zum Teil preisgetriebene Wachstum des Einzelhandels insgesamt (+2,9 %) wirkt sich dämpfend auf den Onlineanteil mit 13,2 % (2022: 13,4 %) aus. (Quellen: Pressemitteilung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. vom 24.1. 2024 unter dem Titel "Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle"; Online Monitor 2024 des Handelsverbands Deutschland - HDE e.V.) 1.3 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konsolidierte sich der allgemein gewachsene Trend zum Onlinekauf, den wir mit unserem Produktportfolio entsprechend bedienen konnten. Insofern hat sich die Strategie der vergangenen Jahre ausgezahlt, mit hohen Investitionen in Kundengewinnung und Kundenbindung die Kundenbasis zu verbreitern und zu stärken. Das Geschäftsjahr 2023 zeigt zusammenfassend eine erfreuliche Entwicklung, die naturgemäß stark mit der Entwicklung der Kunden korreliert. Die Umsatzerlöse verringerten sich im Vorjahresvergleich zwar um 10.563 T€ bzw. 5,3 % auf 189.719 T€. Unter Berücksichtigung des überproportionalen Rückgangs der Materialaufwendungen (-20.195 T€ bzw. 19,1 %) ergibt sich hingegen ein um 9.632 T€ erhöhter Rohertrag von 103.951 T€. Das Jahresergebnis ist durch außerordentliche Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 7.427 T€, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind, positiv beeinflusst. Weiterhin hat sich das Finanzergebnis, insbesondere aufgrund der deutlich geringeren Aufwendungen aus Verlustübernahmen deutlich um 10.812 T€ verbessert. Unter Berücksichtigung der laufenden Ertragsteuerbelastung verbleibt danach ein um 25.422 T€ höheres Jahresergebnis von 22.726 T€. Die Prognose aus der Lageberichterstattung des Vorjahres, die gleichbleibende Umsatzerlöse und ein deutlich verbessertes Jahresergebnis vorsah, ist somit hinsichtlich des Jahresergebnisses eingetreten. Die Umsatzerlöse nahmen hingegen, einhergehend mit der allgemeinen Konsumzurückhaltung, ab. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis und der Rohertrag. Insgesamt hat sich die erfolgreiche Umsatzentwicklung des B2B-Geschäfts mit der Eigenmarke "Satisfyer" fortgesetzt und der Aufbau einer internationalen Top-Marke der Sexual Wellness Branche ist zielgerichtet fortgeführt worden. Um auch zukünftig die hohen Ansprüche unserer Kunden bedienen zu können, sind im Geschäftsjahr erneut erhebliche Investitionen in die Weiterentwicklung der bestehenden Eigenmarken sowie in die Entwicklung neuer Produkte geflossen. 2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Umsatzerlöse um gut 5,3 % auf 189.719 T€. Aufgrund des überproportionalen Rückgangs der Materialaufwendungen um 20.195 T€ bzw. 19,1 % erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr dennoch deutlich um 9.632 T€ (10,2 %). Die Materialaufwandsquote verringerte sich um 7,7 Prozentpunkte auf 45,2 %. Aus der Veräußerung einer Beteiligung im Finanzanlagevermögen wurden einmalige Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 7.427 T€ erzielt. Wesentliche Kernaufgaben werden flexibel durch externe Dienstleister erfüllt, sodass die Gesellschaft kein eigenes Personal beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere Kosten der Warenabgabe und Werbeaufwendungen, verminderten sich im Geschäftsjahr um 3.514 T€ auf 81.997 T€. Der Rückgang ist insbesondere auf Einsparungen bei den Werbe- und Produktentwicklungskosten zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Ertragsteuern) von 20.599 T€ erzielt (Vorjahr: -2.687 T€). Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt 22.726 T€ (Vorjahr: -2.696 T€). Das Ergebnis wird nicht mehr in dem Umfang wie in den Vorjahren durch die Verlustübernahme der GESKE Technologies GmbH (vormals: Triple A BeautyTech GmbH) beeinflusst. Hieraus ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 687 T€. Der Verlauf des Geschäftsjahres kann als sehr positiv angesehen werden. 2.2 Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch kurzfristige Gesellschafterdarlehen. Der nach den Grundsätzen der gemeinsamen Empfehlung der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) und der Schmalenbach Gesellschaft/Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. entwickelte Jahrescashflow belief sich in 2023 auf 24.333 T€. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine deutliche Erhöhung um 23.930 T€. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich Finanzmittelabflüsse von 5.067 T€ bzw. 2.000 T€, die vollständig durch den Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit von 7.152 T€ gedeckt werden konnten. Positiv wirkte sich insbesondere der Veräußerungserlös aus dem Abgang der Geschäftsanteile an einer Beteiligungsgesellschaft aus. Der Finanzmittelfonds, der die flüssigen Mittel umfasst, erhöhte sich unterjährig um 85 T€ auf 326 T€. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich um 16.438 T€ auf 58.303 T€. Auf der Aktivseite der Bilanz ist diese Entwicklung wesentlich durch eine stichtagsbedingte Zunahme der kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet. Insbesondere werden Forderungen gegen Gesellschafter über 26.693 T€ ausgewiesen. Die Buchwerte des Vorratsvermögens verringerten sich hingegen aufgrund des Bestandabbaus um 24,0 % auf 25.516 T€. Auf der Passivseite sind im Wesentlichen der hohe Jahresüberschuss des Berichtsjahres sowie die deutlich höheren Rückstellungsdotierungen für Ertragsteuern sowie sonstige Geschäftsvorfälle für diesen Anstieg verantwortlich. Unter Berücksichtigung der höheren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote deutlich um 30,9 Prozentpunkte auf 47,3 % erhöht. 2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Gruppenweit betrachten wir als nicht finanzielle Leistungsindikatoren neben der Mitarbeiter- insbesondere die Kundenzufriedenheit. Hohe Qualitätsansprüche, ein 365-tägiges Geld-Zurück-Versprechen und eine 10-jährige Produkt-Garantie gemäß unseren AGB sind nur einige der zahlreichen Benefits, die wir uns gruppenweit im Endkundengeschäft ausgedacht haben. III. Prognosebericht 1. Gesamtentwicklung Der IWF geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 bei 3,2 % liegen wird (2023: 3,3 %). Auch diese Prognose liegt unter dem historischen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 3,8 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung auf einem hohen Niveau verbleiben, während gleichzeitig Fiskalmaßnahmen reduziert werden und die hohe Verschuldung die Wirtschaftstätigkeit belastet. Für die Eurozone rechnet der IWF mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 0,9 % im Jahr 2024 (2023: 0,5 %). Es wird mit einem stärkeren Konsum der privaten Haushalte gerechnet, da die Auswirkungen des Energiepreisschocks nachlassen und die Inflation zurückgehen sollte, wodurch das Wachstum der Realeinkommen als Treiber des Aufschwungs unterstützt wird. (Quelle: IMF (July 2024) World Economic Outlook) 2. Branchenentwicklung Laut dem Online-Monitor 2024 des HDE Handelsverband Deutschland steigen die prognostizierten Umsätze im deutschen Onlinehandel in 2024 um 3,4 % auf 88,3 Mrd. €. Demnach werden die Umsätze der starken Corona-Jahre nach einer Konsolidierungsphase wieder erreicht bzw. übertroffen. Neben der angespannten wirtschaftlichen Lage und unsicheren Zukunftserwartungen vieler Haushalte bleiben insbesondere die politischen Rahmenbedingungen für den Onlinehandel herausfordernd. Der bevh und das EHI Retail Institute gehen in ihrer gemeinsamen Einschätzung aber davon aus, dass diese Effekte nahezu im Ausgabenverhalten der Kunden eingepreist sind. Im Verlauf des Jahres 2024 werden daher ein Ende des Abwärtstrends und für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 % erwartet. Mit Stand Juli 2024 teilt der bevh mit, dass das E-Commerce sich zur Jahresmitte 2024 aus dem Minus gedreht habe. Im Onlinehandel mit Waren ist demnach im 2. Quartal 2024 ein kleines Umsatzplus von 0,2 % im Vorjahresvergleich zu verzeichnen gewesen. Bezogen auf das 1. Halbjahr 2024 liegen die Umsätze um 1,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Es werden die Anfänge einer Normalisierung am Markt gesehen. Die Einkommen haben die Teuerung der vergangenen Jahre, seit 2019 etwa 20 %, nicht nur überkompensiert, sondern treffen nun auf eine deutlich geringere Inflationsquote. (Quellen: Pressemitteilung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. vom 24.1. 2024 unter dem Titel "Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle"; Online Monitor 2024 des Handelsverbands Deutschland - HDE e.V; Pressemitteilung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. vom 08.07.2024 unter dem Titel "E-Commerce dreht sich zur Jahresmitte aus dem Minus") 3. Umsatz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft Die Entwicklung der EIS GmbH ist letztlich wesentlich abhängig von der Konsumbereitschaft der in- und ausländischen Bevölkerung und der Nachfrage nach den von uns angebotenen Produkten. Hier ist festzustellen, dass das hohe Inflationsniveau die Konsumbereitschaft der Menschen unverändert belastet. Wir gehen aufgrund der bereits getroffenen Maßnahmen sowie basierend auf den Erfahrungen des Berichtsjahres und der bisherigen Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 von Umsatzerlösen und einem Rohertrag aus, die leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Da das Jahresergebnis 2023 durch Sondereffekte positiv beeinflusst wurde, gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 hingegen von einem deutlich rückläufigen Jahresüberschuss aus. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die weltweiten Auswirkungen der Energiepreiskrise, hervorgerufen durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die allgemein herrschende Inflation wurden bereits vorstehend skizziert. Es ist darüber hinaus grundsätzlich nicht auszuschließen, dass weitere, derzeit noch unbekannte potenzielle Risiken oder solche, die aktuell als nicht wesentlich eingeschätzt werden, sich künftig negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken können. Ungeachtet aller implementierten Gegenmaßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken bestehen, die auch durch ein umfassendes Risikomanagementsystem nicht vollständig eliminiert werden können. Insgesamt sind die Risiken als typisch für ein Online-Handelsunternehmen anzusehen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht ersichtlich. 1.1 Wettbewerbsrisiko Das vormals durch wenige Teilnehmer geprägte Marktumfeld für Sexual Wellness-Produkte ist durch die gestiegene Akzeptanz für solche Produkte in der Gesellschaft eine immer attraktivere Marktnische geworden. Die klassischen Wettbewerber im Allgemeinen und die medial gepushten jungen Mitbewerber im Bereich Onlinevertrieb im Besonderen kämpfen um die verbreiterte Basis potenzieller Kunden. Obwohl wir unser Unternehmen in einer guten Position sehen, stellt der steigende Wettbewerbsdruck zumindest theoretisch eine Gefahr für unsere künftige Entwicklung dar. Diesem Risiko begegnen wir durch die permanente und konsequente Fortführung unserer Strategie, nach der wir unseren Kunden weiterhin qualitativ hochwertige Artikel zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Durch gezielte Marketingaktivitäten planen wir unsere Kundenbasis weiter zu verbreitern. Durch den permanenten Austausch mit unseren Lieferanten gehen wir von positiven Auswirkungen auf die Bezugskonditionen und damit auf unsere Marktposition aus. 1.2 Forderungsausfallrisiko Das Kerngeschäft der EIS GmbH unterliegt wie jedes Endkundengeschäft in gewissem Maße einem Forderungsausfallrisiko. Um diesem Risiko frühzeitig zu begegnen, prüfen wir, soweit möglich, die Bonität unserer Kunden. Ganz wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements im Bereich Kundenforderungen ist der Einsatz von Zahlungsdienstleistern und Factoringpartnern. Das verbleibende Forderungsausfallrisiko stufen wir danach als unwesentlich ein. 1.3 Störungen der Lieferketten Im Rückblick auf die Corona-Krise zeigt sich auch für unser Unternehmen die große Abhängigkeit von einer intakten Lieferkette. Dies gilt sowohl für die Produktion selbst als auch für die Beschaffungslogistik. Störungen oder Lücken dieser Kette gefährden die Warenverfügbarkeit und damit die Grundlage unseres Geschäftsmodells als Online-Shop. Diesem Risiko begegnen wir durch eine diversifizierte Auswahl von Vor-Lieferanten und zusätzlich durch Berücksichtigung im Mengenforecast sowie durch Aufstockung unserer Lagerbestände. 2. Chancenbericht Zukünftige Chancen sehen wir in erster Linie in folgenden Bereichen: 2.1 Distributorengeschäft Die EIS GmbH geht den begonnenen Weg im B2B-Geschäft mit ausländischen Distributoren gradlinig weiter. Auch zukünftig sind viele Produktneuheiten und Innovationen geplant und die Marke "Satisfyer" soll weiter gestärkt werden. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und auf Grundlage der bereits erzielten Erfolge sehen wir die Chance realistisch und rechnen weiterhin mit wesentlichen und im Vergleich steigenden Ergebnisbeiträgen aus diesem Geschäftsbereich. 2.2 Shopexpansion Der große Erfolg von www.eis.de in Deutschland könnte in gewissem Maß auch auf andere europäische Länder übertragbar sein. Mittelfristig erwarten wir, dass die Realisierung von entsprechenden Onlineshops im EU-Ausland erhebliches Kunden- und Umsatzpotenzial birgt. Entscheidend für die Umsetzung ist eine funktionierende Logistik, welche wir derzeit massiv ausbauen. Darüber hinaus wurden bereits technische Voraussetzungen für den Versandhandel an internationale Endkunden geschaffen. Mittelfristig ist die Shopexpansion eine realistische Chance für unser Unternehmen, aus der wir die Gewinnung von Neukunden und damit zusammenhängendes Umsatzwachstum erwarten. 2.3 Technik-Innovation Der allgemeine Trend zu "smarter" Technologie in allen Lebensbereichen könnte auch im Bereich Sexual Wellness zu neuen und innovativen Entwicklungen führen. Insbesondere Steuerung von Toys per App und eine Konnektivität untereinander bieten Marktpotenzial, welches wir durch die Integration solcher Funktionalitäten in unsere Eigenmarken nutzen wollen. Durch die bereits erfolgten Entwicklungen auf Produktebene sind wir zuversichtlich, hier einer der relevantesten Marktteilnehmer werden zu können. 3. Gesamtaussage Insgesamt überwiegen die Chancen. Sollte die Chancenauswertung in ähnlichem Maße gelingen wie in der Vergangenheit, sehen wir der weiteren Entwicklung, vorbehaltlich unvorhersehbarer Einflüsse wie Wirtschaftskriegen, positiv entgegen. Wesentliche Risiken begegnen wir durch unser ständig weiterentwickeltes internes Kontrollsystem.
Bielefeld, den 28. Oktober 2024 gez. Sven Pelka, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EIS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und ● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebricht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, ● beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, ● beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Herford, den 28. Oktober 2024 DR.
WOELKE AG
gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer gez. Michael Blöbaum, Wirtschaftsprüfer |
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