Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 146958
Eingetragen
7.1.2013
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Softwarelösungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Rainer Ohst
seit 8.10.2018
Geschäftsführer
Maurice Grassau
seit 16.9.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
31.37%
P****** W******
10.94%
Dr. B******* S*****
6.74%

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
10.42%

Gesellschafter

14 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 14 angezeigt

M****** G******
8.965 €
16.07%
Germany
8.534 €
15.30%
DekaBank Deutsche Girozentrale
Germany
6.486 €
11.63%
P****** W******
6.102 €
10.94%
Germany
5.811 €
10.42%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Architrave GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Architrave GmbH, Berlin

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Rechtliche Informationen

Die Architrave GmbH, Berlin, ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz der Gesellschaft ist die Bouchéstraße 12 in 12435 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 146958 B. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft wurde 2013 gegründet.

2. Geschäftstätigkeit

Architrave ist ein Anbieter von integrierten Dokumenten- und Datenmanagement-Lösungen für die Immobilienwirtschaft. Mithilfe des cloudbasierten und KI-gestützten Dokumenten-Management-Systems (DMS) von Architrave können Asset Manager ihre Gewerbeimmobilien transparent und effizient verwalten, indem sie wiederkehrende Workflows (z.B. Dokumentenablage und Datenextraktion) automatisieren oder die Due Diligence für ihre in Verkauf befindlichen Immobilien in virtuellen Transaktions-Datenräumen abwickeln können. Ergänzend bietet Architrave Dienstleistungen an physischen Dokumenten an, wie z.B. Archivierung und Digitalisierung/Scanning. Das Unternehmen richtet den Vertrieb seiner Leistungen derzeit ausschließlich an Geschäftskunden. Derzeit gibt es in den geographischen Märkten, in denen Architrave aktiv ist (DACH und UK) keinen Wettbewerber, der ein vergleichbar umfassendes Produktportfolio für dieses spezifische Kundensegment anbietet.

3. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Produkte technologisch weiterentwickelt. Die nächste Generation der Architrave Plattform, AV 2.0 genannt, wurde stetig weiterentwickelt und im zweiten Quartal 2022 an die Kundschaft ausgerollt. Des Weiteren wurde die Infrastruktur für die zukünftige, kontinuierliche Einbindung neuer Features durch eine Microserver-Architektur entwickelt. Der F&E Bereich bestand aus 29,75 Mitarbeitern, die Kosten für F&E beliefen sich auf 4.429 TEUR. Das Unternehmen macht weiterhin vom Wahlrecht des Ansatzes selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände Gebrauch. Es wurden in der Berichtsperiode 2.219 TEUR aktiviert, während die Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistung für die Berichtsperiode 559 TEUR betrug. Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr gab es hierbei nicht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 ist nach Informationen des BMWK (Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2022) das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 % gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor, bedingt durch die Corona-Pandemie, um 4,6 % zurückgegangen war. Auch ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2021 nochmals niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Allerdings ist das BIP dabei deutlich unter dem Vorkrisenniveau zurückgeblieben.

Laut dem Frühjahrsgutachten 2022 des Rats der Immobilienweisen des Zentralen Immobilienausschusses ZIA (ZIA Frühjahrsgutachten 2022) leistete die Binnenwirtschaft insbesondere der konsumnahe, von Corona-Schutzmaßnahmen abhängige Dienstleistungssektor - dabei in den Sommermonaten die höchsten Wachstumsbeiträge. Die Versorgungsengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen sorgten dagegen in der Industrie vor allem im dritten Quartal für negative Wachstumsbeiträge.

Der Arbeitsmarkt hat sich nach der negativen Entwicklung im Jahr 2020 stabilisiert. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vorjahresvergleich um 0,6 % leicht auf 44,9 Mio. und wird 2022 voraussichtlich 45,4 Mio. betragen. Trotzdem gab es im Dezember 2021 knapp 800.000 offene Stellen (rund ein Drittel mehr als im gleichen Vorjahresmonat). Vor allem bei den Bau- und Ausbauberufen zeigt sich der Fachkräftemangel.

Die Inflationsrate 2021 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich und betrug im Dezember 5,3 %. Dieser Trend hat sich in 2022 weiter verstärkt und auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, und auch auf die Immobilienbranche, ausgewirkt. Wie es sich weiterentwickeln wird, ist momentan noch schwer abzusehen.

Nach Angaben des Frühjahrsgutachtens 2022 des ZIA zeigten sich in der Bauwirtschaft spätestens ab dem dritten Quartal 2021 Materialengpässe bei Baustoffen. Im Zusammenhang mit langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie knappem Bauland verteuerten sich Bauleistungen und Bauland und damit auch die Immobilien weiter. Die Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden seien folglich im Jahr 2021 so stark gestiegen wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr. Zwar geht das Gutachten dennoch von einem Anstieg der Bauinvestitionen im Jahr 2022 um 2,6 % aus, jedoch bremsen Kapazitätsengpässe und der Fachkräftemangel dabei eine noch stärkere Expansion.

Auf dem Investmentmarkt für Wirtschaftsimmobilien hinterließen die Reise- und Kontaktbeschränkungen im Frühjahr 2021 zwar noch Spuren, allerdings nicht mehr so deutlich wie 2020. Das Transaktionsvolumen übertraf 2021 mit rund 60,4 Mrd. Euro das Zehnjahresmittel (52 Mrd. Euro) um 16 %. Der Großteil der Transaktionen entfiel auf das zweite Halbjahr. Allein im letzten Quartal wurden 21,8 Mrd. Euro umgesetzt. Dabei waren insbesondere Büroimmobilien und Logistik- und Unternehmensimmobilien bei Investoren beliebt.

2. Geschäftsverlauf

Die zentralen Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie das Jahresergebnis. Die Architrave GmbH konnte in dieser Hinsicht im Jahr 2021 ein weiteres Wachstum verzeichnen. Der Umsatz stieg von 4.111 TEUR auf 4.353 TEUR (+5,9 %). Neben dem Wachstum im Transaktionsgeschäft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere das Dokumentenbearbeitungsgeschäft sehr gut entwickelt. Gleichzeitig konnte das Jahresergebnis auf -1.303 TEUR (2020: -2.019 TEUR) verbessert werden.

Im Rahmen einer weiteren Finanzierungsrunde im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Zuführungen in das Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.723, wovon TEUR 5 in das Stammkapital und TEUR 5.718 in die Kapitalrücklage eingezahlt wurden. Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultierte wiederum in Höhe von TEUR 2.500 aus der Wandlung eines im Vorjahr gewährten Wandeldarlehens.

3. Mitarbeiterentwicklung

Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 71 Mitarbeiter (Vorjahr: 89 Mitarbeiter). Der Rückgang betraf im Wesentlichen die Abteilungen "Engineering" und "Sales & Marketing" während der Corona-Pandemie.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

a. Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Gesamtleistung der Architrave GmbH um 324 TEUR verbessert. Dies ist durch die Steigerung der Umsatzerlöse (+241 TEUR ggü. Vorjahr), insbesondere im Lifecycle-Datenraum-Geschäft, sowie der aktivierten Eigenleistungen (+83 TEUR ggü. Vorjahr) zu begründen. Zudem verringerte sich der Personalaufwand ggü. dem Vorjahr um 542 TEUR aufgrund eines kontrollierten Personalrückgangs während der Corona-Pandemie. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden maßgeblich durch Aufwendungen für Büromiete, Server und Hosting und Softwarelizenzen bestimmt. In den letzteren beiden Bereichen hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzliche Kosten von 157 TEUR ausgewiesen, die sowohl auf die Neuentwicklung als auch auf das wachsende Kundenvolumen zurückzuführen sind. Letztlich hat die Zuführung und Auflösung latenter Steuern im Berichtsjahr zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 562 geführt, der um TEUR 318 unter dem vergleichbaren Ertrag des Vorjahres von TEUR 880 lag. Diese Effekte führten dazu, dass sich das Jahresergebnis von -2.019 TEUR im Jahr 2020 auf -1.303 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr verbesserte.

b. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand der Architrave GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 215 TEUR auf 294 TEUR gesunken. Davon entfällt ein Betrag von EUR 2.859,82 auf zugriffsbeschränkte Mietkautionen. Zudem ergaben sich zum Stichtag kurzfristige Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.040 EUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Stichtag aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 322 TEUR (Vorjahr: 566 TEUR).

Das Unternehmen greift zur Finanzierung u.a. auf mehrere mittelfristige Gesellschafterdarlehen zurück (Salden der Darlehen zum Stichtag 31.12.2021: 498 TEUR).

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von 988 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 91 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Darüber hinaus wurde nach dem Stichtag ein langfristiger Mezzanine-Darlehensvertrag über 4.500 TEUR abgeschlossen.

c. Vermögenslage

Insgesamt ist die Bilanzsumme um 31,6 % auf 9.881 TEUR gewachsen. Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr von 4.884 TEUR auf 6.519 TEUR gestiegen. Dies ist vor allem auf Investitionen in selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte durch die Entwicklung der nächsten Generation der Architrave Plattform begründet. Das wachsende Geschäft schlägt sich in 393 TEUR höheren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (1.055 TEUR per 31.12.2021) und einem um 567 TEUR gestiegenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten durch die Umsatzrealisierung entsprechend der Laufzeit der Verträge nieder. Insgesamt haben sich die liquiden Mittel um 215 TEUR zum Vorjahr verringert. Darüber hinaus haben sich die aktivierten latenten Steuern um 562 TEUR erhöht

Die Verbindlichkeiten des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr sanken um 2.358 TEUR auf 1.080 TEUR (3.438 TEUR per 31.12.2020) - der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Wandlung eines existierenden Wandeldarlehens (2.500 TEUR zum 31.12.2021) in Eigenkapital zurückzuführen. Das Eigenkapital hat sich aufgrund der Kapitalmaßnahmen von 3.401 TEUR auf 7.821 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 45 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 79 % zum Bilanzstichtag 31.12.2021 gestiegen.

Aufgrund der weiterhin positiven Umsatzentwicklung des Geschäftes und des durch ein Anfang 2022 aufgenommen Mezzanine-Darlehen zur Verfügung stehenden Fremdkapitals, gehen Gesellschafter und Geschäftsführung zum derzeitigen Stand nach wie vor von einer positiven Fortführungsprognose des Unternehmens aus.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Dank des Zugewinns einiger bedeutender Kunden hat das Unternehmen seine Marktstellung weiter ausbauen können. Große Chancen entstehen dabei sowohl durch die während der Corona-Pandemie gestiegene Nachfrage nach cloudbasierten Softwarelösungen, die es Unternehmen ermöglichen, Ihre Arbeitsprozesse auch unter "Remote Working" Bedingungen aufrecht zu erhalten, und dem daraus prognostizierten Umsatzwachstum, als auch durch die Expansion in neue geographische Märkte, vornehmlich den britischen Markt. Insbesondere das Ausrollen der nächsten Generation der Asset Management Plattform von Architrave sowie das potenzielle Erschließen neuer Geschäftsfelder durch anorganisches Wachstum sollen auch weiterhin dazu führen, dass Architrave neue Zielgruppen erreicht.

2. Risiken

Wie bisher sind die kontinuierliche Überwachung und das Management von Risiken zentrale Aufgaben des Management-Teams der Architrave GmbH. Es sind Controlling-Instrumente implementiert, die regelmäßig Aufschluss über potenzielle Planabweichungen geben und stetig weiterentwickelt werden.

Strategische Risiken entstehen für die Architrave GmbH aus dem Wettbewerb mit Unternehmen, die Teilleistungen des Produktportfolios der Architrave GmbH erbringen. Wettbewerber könnten in der Lage sein, Teilleistungen anzubieten, die denen der Architrave GmbH unter Umständen überlegen sind. Dazu gehören KI-gestützte cloudbasierte Dokumentenmanagementsysteme, virtuelle Transaktionsdatenräume und andere digitale oder physische Dienstleistungen, die sich auf Asset-Management-relevante Arbeitsabläufe und Dokumente im Immobilienbereich beziehen; insbesondere auch, wenn diese von etablierten US-basierten Enterprise Software Anbietern gestartet oder unterstützt werden und damit unter Umständen auf inhaltliche und finanzielle Ressourcen zurückgreifen können, die die Möglichkeiten der Architrave GmbH übersteigen. Dies könnte bei der Architrave GmbH zu einer geringeren Kundenanzahl führen und somit geringere Umsatzerlöse und ein vermindertes Jahresergebnis zur Folge haben. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.

Marktrisiken entstehen aus der Zusammenarbeit mit diversen externen Dienstleistern in den Bereichen IT, Softwareentwicklung und Dokumentenbearbeitung, da in diesem Bereich gewisse Abhängigkeiten bestehen. Daraus könnten sich beispielsweise durch Konditionsänderungen oder die Beendigung der Zusammenarbeit für die Gesellschaft höhere Aufwendungen als geplant ergeben und dadurch das Jahresergebnis verringern. Entsprechende Vertragsgestaltungen sowie zum Teil Multiple-Sourcing-Strategien sorgen dafür, dass Abhängigkeiten jedoch so gering wie möglich ausfallen bzw. minimiert werden. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Um ihre Dienstleistungen zu erbringen, ist die Architrave GmbH außerdem auf automatisierte Prozesse angewiesen, deren Zuverlässigkeit von der Funktionsfähigkeit und Stabilität der ihnen zugrunde liegenden technischen Infrastruktur abhängen. Die eingesetzten Server sowie die dazugehörige Hard- und Software sind von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen und reibungslosen Verlauf der Geschäftstätigkeit. Die Architrave GmbH arbeitet durch kontinuierliche Weiterentwicklungen ständig an der Sicherheit ihrer Systeme und ihres Netzwerks. Die bisherigen Maßnahmen (beispielsweise interne Prozesse sowie Auswahl von qualifizierten Dienstleistern) haben sich als wirkungsvoll erwiesen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftig Störungen auftreten können. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt.

Generell bestehen Ausfallrisiken, d. h. dass eine Partei ihren (monetären) Verpflichtungen gegenüber der Architrave GmbH nicht nachkommt. Das Management hat hierfür einen Forderungsmanagementprozess implementiert. Das Zahlungsverhalten der Architrave Kunden ist jedoch erfahrungsgemäß höchst zuverlässig. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt.

Währungsrisiken bestehen derzeit nach Ansicht der Geschäftsführung nur in sehr geringem Umfang. Bisher bietet Architrave seinen Kunden nur die Möglichkeit, in Euro zu zahlen. Originäre oder derivative Kurssicherungsgeschäfte werden daher nicht vorgenommen. Zudem ist der Anteil der außerhalb der Eurozone ansässigen Kunden derzeit sehr gering, weshalb kein unmittelbarer Änderungsdruck zu erwarten ist. Ein kleiner Anteil an den Personalaufwendungen fällt seit März 2022 in britischen Pfund an.

Preisänderungsrisiken: Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich aufgrund von Schwankungen Marktpreise ändern und dadurch die Umsatzerlöse negativ beeinflusst werden. Aufgrund der aktuellen Branchenentwicklungen wird das Risiko von Preisänderungen jedoch als sehr gering eingeschätzt. Dies gilt trotz steigender Inflation gleichfalls für die Beschaffungsseite, da die Preise bei strategischen Fremddienstleistungen durch mittel- bis langfristige Verträge gesichert sind (siehe oben auch Erläuterungen zu "Marktrisiken"), und der Wareneinsatz bei der Leistungserbringung von Architrave zu vernachlässigen ist.

Liquiditätsrisiken: Um Liquiditätsrisiken zu begegnen, erfolgen sowohl eine langfristige Liquiditätsplanung als auch eine regelmäßige kurz- sowie mittelfristige Liquiditätsbetrachtung. Die Ziele bestehen darin, eine möglichst genaue und zuverlässige Planung der Zahlungsflüsse zu erreichen und damit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen sowie die frühzeitige Identifikation möglicher Liquiditätsengpässe, was ein Gegensteuern ermöglicht. Die Architrave GmbH bilanziert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 unter Berücksichtigung der prognostizierten operativen und Finanzierungs-Cashflows ausreichende liquide Mittel. In Bezug auf die Eigenkapitalsituation wird auf die Erläuterungen unter "Vermögenslage" verwiesen. Liquiditätsrisiken bestehen generell im Zusammenhang mit der Verfolgung einer Wachstumsstrategie und konkret im Hinblick auf die Abhängigkeit der Erlöse von der Weiterentwicklung der Markt- und Konkurrenzsituation. Die Liquidität wird laufend eng gemonitored und geforecasted und kurzfristige Budgetanpassungen können jederzeit vorgenommen werden. Das Risiko wird als moderat eingeschätzt.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Geschäftsführung als gering angesehen, da bei Abschluss eines Neuvertrags ab H2 2022 in vielen Fällen die Leistung für ein gesamtes Jahr im Voraus berechnet wird, sodass mit Ausnahme der Risiken aus allgemeinen Umsatzrückgängen nur geringe Risiken aus Zahlungsstromschwankungen gesehen werden.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 unter Anwendung der Grundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 HGB aufgestellt. Der freie Cashflow des Unternehmens ist derzeit weiterhin negativ. Das Management geht, insbesondere aufgrund des im Februar 2022 aufgenommenen Darlehens von 4.500 TEUR, davon aus, dass der Kapitalbedarf bis zum Erreichen des Break-evens, gedeckt ist. Sollten die angestrebten Umsatz-, Kosten- und Liquiditätsziele nicht erreicht werden, könnte dies die Fortführung der Entwicklungsaktivitäten und damit die weitere Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen und es müsste weiteres Eigen- oder Fremdkapital eingeworben werden.

3. Prognose / voraussichtliche Entwicklung

Für 2022 wird ein weiteres Wachstum erwartet. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachfrage aufgrund der Fertigstellung der neuen Produktgeneration sowie des Betretens neuer geographischer Märkte insbesondere im zweiten Halbjahr 2022 verstärkt wachsen wird. Dadurch wird für das Jahr 2022 ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Es ist derzeit jedoch noch schwer absehbar, wie sich die politische und makroökonomische Lage in Europa und global entwickeln wird. Die Planung unterstellt eine Normalisierung der Corona-Effekte in 2022.

Durch die Fertigstellung von Architrave 2.0 zur Jahresmitte 2022 werden die Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistung im Jahr 2022 bedeutend höher sein als im Vorjahr. Durch die ab dem zweiten Halbjahr 2022 erwartete Verringerung der Aufwendungen für Produktentwicklung sowie der neuen, zu aktivierenden Eigenleistung gegenüber den Vorjahren wird die Auswirkung auf das operative Ergebnis jedoch teilweise abgefedert. Auf Basis dieser Planungsannahmen strebt die Gesellschaft daher nach derzeitiger Planung für 2022 an, ein vergleichbares operatives Ergebnis zum Vorjahr zu erreichen. Die Gesellschaft geht nach derzeitiger Planung davon aus, dass das Jahresergebnis im Jahr 2022 ungefähr in der Höhe des Vorjahresergebnisses anfallen wird.

4. Gesamtaussage der Geschäftsführung der Architrave GmbH

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2021 und die wirtschaftliche Lage der Architrave GmbH als positiv. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein deutliches Wachstum erreicht und gleichzeitig das Ziel zur Verbesserung des EBITDA erreicht.

Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder anderen Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

 

Berlin, den 31. März 2022

Maurice Grassau, Geschäftsführer

Rainer Ohst, Geschäftsführer

Ashley Smallwood, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 6.518.614,00 4.884.018,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.162.802,00 4.509.065,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.793.555,00  
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 3.347.076,00 4.480.328,00
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 22.171,00 28.737,00
II. Sachanlagen 150.812,00 179.953,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.812,00 179.953,00
III. Finanzanlagen 205.000,00 195.000,00
1. Beteiligungen 205.000,00 195.000,00
B. Umlaufvermögen 1.348.998,96 1.171.060,63
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.055.296,84 662.330,75
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 293.702,12 508.729,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.265,25 28.044,48
D. Aktive latente Steuern 1.989.447,53 1.427.423,12
Aktiva 9.881.325,74 7.510.546,23

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 7.820.881,21 3.401.024,76
I. Gezeichnetes Kapital 53.178,00 48.717,00
II. Kapitalrücklage 12.439.571,32 6.721.459,32
III. Verlustvortrag 3.369.151,56 1.350.540,82
IV. Jahresfehlbetrag 1.302.716,55 2.018.610,74
B. Rückstellungen 203.192,84 462.047,21
C. Verbindlichkeiten 1.080.376,69 3.438.034,26
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 33.051,39 31.933,71
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 989.315,18 3.320.615,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 91.061,51 117.419,09
D. Rechnungsabgrenzungsposten 776.875,00 209.440,00
Passiva 9.881.325,74 7.510.546,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 5.720.165,72 5.299.437,71
2. Personalaufwand 5.667.223,99 6.208.884,85
a) Löhne und Gehälter 4.810.445,95 5.286.409,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 856.778,04 922.475,64
davon für Altersversorgung 10.017,77 5.462,34
3. Abschreibungen 620.396,90 637.119,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 620.396,90 637.119,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.263.841,86 1.313.704,08
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -15,94 399,05
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.443,93 38.756,46
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -562.024,41 -880.416,45
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 562.024,41 880.416,45
7. Ergebnis nach Steuern -1.302.716,55 -2.018.610,74
8. Jahresfehlbetrag 1.302.716,55 2.018.610,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Architrave GmbH, Berlin

I. Allgemeine Hinweise

Die Architrave GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Berlin und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 146958 B geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß den Vorgaben des § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Vermögens- und Schuldposten sowie die Aufwendungen und Erträge sind den einzelnen Posten des Jahresabschlusses zutreffend zugeordnet. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften der §§ 288 ff. für die Angaben im Anhang wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften nach den §§ 268, 274a und 276 HGB aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den Vorschriften der §§ 252 bis 256 HGB.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 unter Anwendung der Grundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 HGB aufgestellt. Der freie Cashflow des Unternehmens ist derzeit weiterhin negativ. Das Management geht, insbesondere aufgrund des im Februar 2022 aufgenommenen Darlehens davon aus, dass der Kapitalbedarf bis zum Erreichen des Break-evens, gedeckt ist. Sollten die angestrebten Umsatz-, Kosten- und Liquiditätsziele nicht erreicht werden, könnte dies die Fortführung der Entwicklungsaktivitäten und damit die weitere Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen und es müsste weiteres Eigen- oder Fremdkapital eingeworben werden.

II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2021 wurden selbst geschaffeneimmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens teilweise bereits fertig gestellt und ab Beginn der Nutzung über einen Zeitraum von acht Jahren linear abgeschrieben. Für die noch in der Entwicklung befindlichen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens war noch keine Abschreibung zu buchen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen, die sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer orientieren, vermindert.

Die in den Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen an der 100%igen Tochtergesellschaft Property Care Bau Archiv GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 24784. Im Geschäftsjahr 2021 entstandenen nachträgliche Anschaffungskosten aus einem variablen Kaufpreis in Höhe von TEUR 10.

Die Property Care Bau Archiv GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 6 erwirtschaftet. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 TEUR 141.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden am Bilanzstichtag in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 4 HGB in Höhe ihres beizulegenden Wertes angesetzt, sofern der beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bildung der aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte in handelsrechtlich zulässigem Umfang. Die Position enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die gemäß § 250 HGB Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital wird gemäß den Vorschriften des § 272 HGB mit dem Nennbetrag angesetzt.

Kapitalrücklage

Die Erhöhung der Kapitalrücklage des Berichtsjahres resultiert aus im Zusammenhang mit der Erhöhung des Gezeichneten Kapitals geleisteten Zuzahlungen in die Kapitalrücklage, die teilweise aus gewandelten Darlehen und teilweisen aus Barzuzahlungen erfolgten.

Sonstige Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen in dem Umfang gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Latente Steuern

Zu den latenten Steuern wird auf die Ausführungen zu den Angaben zur Bilanz verwiesen.

III. Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Zu der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die Ausführungen im Zusammenhang mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Wir verweisen hierzu auf den Anlagenspiegel Anlage 3 Blatt 7.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist im Wesentlichen eine Kaution in Höhe von TEUR 3 erfasst. Die Kaution hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene, voll eingezahlte Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2021 EUR 53.178,00 und wurde im Berichtszeitraum um EUR 4.461,00 gegen Bareinlagen erhöht.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Urlaubsansprüche TEUR 54 (Vj.: TEUR 107), ausstehende Gutschriften TEUR 50 (Vj.: TEUR 107), ausstehende Rechnungen TEUR 33 (Vj.: TEUR 32), Berufsgenossenschaftsbeiträge TEUR20 (Vj.: TEUR 21) sowie Jahresabschlusskosten TEUR 19 (Vj.: TEUR 29).

Verbindlichkeiten

31.12.2021
TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als ein Jahr
TEUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 67 20 47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 332 332 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 680 636 44
davon aus Steuern 142 142 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 16 16  

Von den Verbindlichkeiten betrifft ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 498 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Latente Steuern

Die latenten Steuern sind saldiert ausgewiesen. Bei den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.989 handelt es sich um einen Aktivüberhang, der sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.843 abzüglich der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.853 zusammensetzt.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.843 resultieren aus den Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 12.749 für die Körperschaftsteuer sowie TEUR 12.719 für die Gewerbesteuer, die gemäß der vorgelegten Planung der Gesellschaft in den nächsten fünf Geschäftsjahren mit steuerlichen Gewinnen verrechnet werden.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.853 resultieren aus den zum Bilanzstichtag aktivierten, selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 6.141. Die Auflösung der passiven latenten Steuern erfolgt in Höhe des Steuersatzes auf die in der Steuerbilanz in zukünftigen Geschäftsjahren nicht vorzunehmenden Abschreibungen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die latenten Steuern wurden für in Berlin ansässige Gesellschaften mit einem Ertragssteuerbelastungssatz von 30,18% berechnet.

Ausschüttungssperre

Der für Ausschüttungen gesperrte Betrag aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der aktiven latenten Steuern beträgt per 31. Dezember 2021:

Aktivierte selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 6.140.631,00
- darauf gebildete passive latente Steuer 1.853.242,44
zuzüglich aktive latente Steuern 3.842.689,97
Sperrbetrag 8.130.078,53

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtsjahr 2021 TEUR 4.429 (Vj.: TEUR 3.635). Davon entfallen T€ 2.219 auf Entwicklungskosten, die in den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert wurden.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge

Aus den am Bilanzstichtag fest abgeschlossenen Mietverträgen für die Büroräume in Berlin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 322.

Virtual Share Incentive Plan

Darüber hinaus bestehen mögliche Verpflichtungen aus einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (VSIP) für den Fall eines Liquiditätsereignisses (Exit, IPO). Von einem hinsichtlich des VSIP auszahlungsrelevanten Ereignis innerhalb des absehbaren Prognosezeitraums wird derzeit nicht ausgegangen, so dass eine bilanzielle Berücksichtigung gemäß BFH-Urteil vom 15. März 2017 nicht erfolgt ist.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigte die Gesellschaft 71,00 Arbeitnehmer (Vorjahr 89 Arbeitnehmer), die sich wie folgt verteilten:

F&E: 29,75
Operativer Betrieb: 20,5
Verwaltung: 16,25
Vertrieb: 4,00

Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch die Herren Maurice Grassau, CEO, Berlin Rainer Ohst, CFO, Berlin und Ashley Smallwood, COO, Berlin (ab 16.04.2021) vertreten. Die Geschäftsführer sind gemäß Handelsregister zur alleinigen Vertretung der Gesellschaft berechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr:

Peter Weger, Berater, Markt Indersdorf, Vorsitzender

Nikolas Samios, Geschäftsführer PropTech1 Management GmbH, Berlin

Burkhard Dallosch, Geschäftsführer der Deka Immobilien Investment GmbH (Frankfurt a.M.), Bad Nauheim

Bezüge der Geschäftsführer

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Bilanzverlust von TEUR 4.672 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Wesentliche Ereignisse, die eine Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 hätten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Die Gesellschaft hat im Februar 2022 ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 aufgenommen, das eine Laufzeit von sechs Jahren hat. Die Tilgung beginnt am 1.1.2027.

 

Berlin, den 31. März 2022

gez. Maurice Grassau, Geschäftsführer

gez. Rainer Ohst, Geschäftsführer

gez. Ashley Smallwood, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Architrave GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Architrave GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Architrave GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 20. Dezember 2022

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.