Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 2927
Eingetragen
1.7.1980
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Montage und der Handel mit Verbindungselementen aller Art einschließlich Zubehör, die Anlagenplanung sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, andere Erzeugnisse als zur Zeit zu entwickeln, zu produzieren, zu erwerben und zu vertreiben und Dienstleistungen jeder Art auszuführen. Sie darf andere Unternehmen erwerben, Unternehmensverträge schließen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Peter Hofmann
seit 9.11.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Berrang GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

der Karl Berrang GmbH, Mannheim

A. Grundlagen

Geschäftsmodell

Die Karl Berrang GmbH ist hauptsächlich im Inland und den EU-Ländern als Zulieferer der Fertigungsindustrie tätig. Die Gesellschaft betätigt sich dabei als Groß- und Außenhändler im Bereich der mechanischen Befestigungstechnik. Die Beratung der Kunden in technischer Hinsicht sowie die Bereitstellung spezifischer Logistikkonzepte runden die Tätigkeit ab.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie (COVID-19) und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben die Weltwirtschaft bestimmt. Das Auftreten der neuen COVID-Variante Omikron hat wieder zu verstärkten Eindämmungsmaßnahmen geführt. Insbesondere die chinesische Null-COVID-Politik mit ihren radikalen Lockdowns hat durch Sperrung wichtiger Hafenstädte zu Störungen in den Lieferketten geführt. Die Auswirkungen auf die Industrieproduktion in Europa und den Vereinigten Staaten waren jedoch vergleichsweise gering. Die globale Produktion ist um 5,7% 1 höher als im Vorjahr. Nach wie vor stützt die Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland das inländische Wachstum. Wachstumsträger ist weiterhin die Automobilindustrie.

1 ifw Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Konjunkturbericht Nr. 85 (2021/Q4)

Geschäftsverlauf

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im Jahr 2021 positiv entwickelt. Der Umsatzzuwachs betrug 14,8%.

Die ursprüngliche Umsatzplanung für 2021, die von einem leichten Umsatzrückgang ausging, wurde übertroffen.

Die im zweiten Halbjahr 2020 begonnene Erholung hat sich in 2021 verstetigt.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 lagen mit Mio. EUR 228 deutlich über Vorjahresniveau von Mio. EUR 199. Damit wurde auch das Vorkrisenjahr 2019 mit Mio. EUR 203 deutlich überschritten.

Der Materialaufwand ist proportional zum Umsatzanstieg um 14,7% gestiegen.

Die Topadressen der deutschen Industrie gehören unverändert zu den 10 umsatzstärksten Kunden.

Die Gesellschaft ist hauptsächlich in den Branchen Automobil/Fahrzeugbau, Maschinenbau und neue Technologien tätig. Wachstumstreiber ist unverändert die Automobil-/Fahrzeugindustrie.

Bei der Beschaffung konzentriert sich das Unternehmen auf Deutschland und Europa, die Märkte im Fernen Osten werden verstärkt angesprochen.

Lage

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden Umsatz, Jahresergebnis und Umsatzrentabilität betrachtet und in die folgende Analyse der Ertragslage mit einbezogen.

1. Ertragslage

1.01.-31.12.2021 Vorjahr
gesamt gesamt
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 228.296 99,1 198.928 99,7
übrige betriebliche Erträge 2.018 0,9 603 0,3
Betriebsleistung 230.314 100,0 199.531 100,0
Materialaufwand 165.569 71,9 144.301 72,3
Personalaufwand 36.059 15,7 33.239 16,7
Abschreibungen 3.093 1,3 2.404 1,2
Erfolgsunabhängige Steuern 43 0,0 30 0,0
übrige betriebliche Aufwendungen 15.642 6,8 13.955 7,0
Betriebsaufwand 220.406 95,7 193.929 97,2
Betriebsergebnis 9.908 4,3 5.602 2,8
Zinserträge 57 0,0 70 0,0
Zinsaufwand 548 0,2 678 0,3
Zinsergebnis -491 -0,2 -608 -0,3
Neutrale Erträge 310 0,1 244 0,1
Neutrale Aufwendungen 75 0,0 223 0,1
Neutrales Ergebnis 235 0,1 21 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.652 4,2 5.015 2,5
Ertragsteuern 3.641 1,6 2.214 1,1
Jahresergebnis 6.011 2,6 2.801 1,4
Veränderung
gesamt
TEUR %
Umsatzerlöse 29.368 14,8
übrige betriebliche Erträge 1.415 >100
Betriebsleistung 30.783 15,4
Materialaufwand 21.268 14,7
Personalaufwand 2.820 8,5
Abschreibungen 690 28,7
Erfolgsunabhängige Steuern 12 41,1
übrige betriebliche Aufwendungen 1.687 12,1
Betriebsaufwand 26.477 13,7
Betriebsergebnis 4.306 76,9
Zinserträge -13 -18,7
Zinsaufwand -130 -19,2
Zinsergebnis 117 -19,2
Neutrale Erträge 66 27,0
Neutrale Aufwendungen -148 -66,4
Neutrales Ergebnis 214 >100
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.637 92,5
Ertragsteuern 1.427 64,5
Jahresergebnis 3.210 >100

Der Umsatzanstieg im Hauptbereich mechanische Verbindungstechnik auf TEUR 224.946 (Vj. TEUR 195.993) ist auf die Aufhebung der Einschränkungen der COVID-19 Pandemie zurückzuführen.

Die Kostenumlagen an verbundene Unternehmen stiegen auf TEUR 2.426 (Vj. TEUR 2.217). Die übrigen Nebenerlöse sind auf TEUR 924 (Vj. TEUR 718) gestiegen, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Erlöse aus Schrottverkäufen und Weiterbelastungen für Fracht und Verpackung.

Die übrigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 1.415 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch eine Aufwandsentschädigung für die vorzeitige Beendigung eines seit 2018 laufenden Kundenprojekts begründet.

Die Materialintensität (Materialaufwand/Betriebsleistung) ist insbesondere wegen der zuvor genannten Aufwandsentschädigung von 72,3% auf 71,9% gesunken. Um diesen Posten bereinigt liegt sie auf gleicher Höhe wie im Vorjahr.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 8,5% auf TEUR 36.059. Durch die im Vorjahr von März bis August in Anspruch genommene Kurzarbeit hatte sich unter Berücksichtigung des damit verbundenen Resturlaubs- und Überstundenabbaus eine Ersparnis von TEUR 1.383 ergeben, die im Berichtsjahr entfallen ist. Zur Anerkennung der erschwerten Arbeitsbedingungen unter Corona-Pandemieverhältnissen ist von der Möglichkeit der steuerfreien Sonderzahlung "Corona Prämie" in Höhe von insgesamt TEUR 540 Gebrauch gemacht worden. Mit Wirkung Oktober 2021 wurde eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3% vereinbart.

Die Mitarbeiterzahl verringerte sich von durchschnittlich 493 Mitarbeiter auf 485 im Jahr 2021. Die Zahl der Pensionäre beträgt 138 (Vorjahr: 127).

Die Aufwendungen für Altersvorsorge sind um TEUR 648 auf TEUR 2.733 gestiegen. Durch den Rückgang des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 2. Halbsatz HGB von 2,30% im Vorjahr auf 1,87% war im Geschäftsjahr eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen von TEUR 1.506 zu leisten.

Die Abschreibungen sind um 28,7% auf TEUR 3.093 gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch die im Vorjahr fertiggestellte Investitionsmaßnahme der Lagererweiterung in Mannheim.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen (exkl. erfolgsunabhängiger Steuern) sind um TEUR 1.687 (12,1%) gestiegen. Wesentliche Treiber sind hier insbesondere personalbezogene Kosten für Leasingkräfte (TEUR+229), Personalbeschaffungskosten (TEUR+273), Kosten für Corona-Teststationen (TEUR+110) sowie wieder verstärkt durchgeführte Schulungsmaßnahmen (TEUR+75). Die Mietaufwendungen sind vor allem aufgrund der zuvor genannten Inbetriebnahme der Lagererweiterung gestiegen (TEUR+235). Die Kosten der Warenabgabe (Ausgangsfracht, Verpackung) erhöhten sich aufgrund des Umsatzanstiegs (TEUR+452). Die Kursverluste sind gestiegen (TEUR+197).

Das Zinsergebnis verbesserte sich um TEUR 117 auf TEUR -491 (Vj. TEUR -608). Wesentlich hierfür ist der um TEUR 100 geringere Zinsaufwand für in Anspruch genommene Kreditlinien, die bereits im Laufe des Vorjahres zurückgeführt waren. Der gemäß § 277 Abs. 5 HGB unter dem Zinsaufwand auszuweisende Aufzinsungsbetrag der Pensionsrückstellungen ist um TEUR 21 gesunken.

Das neutrale Ergebnis ist um TEUR 214 auf TEUR 235 gestiegen. Wesentlich hierfür sind um TEUR 85 gestiegene Erträge aus abgeschriebenen Forderungen sowie um TEUR 141 geringere Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen.

Die Ertragsteuern betreffen das laufende Geschäftsjahr.

Das Vorjahresergebnis wurde insbesondere aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse mit TEUR 6.011 um TEUR 3.210 übertroffen.

Die Umsatzrentabilität ist von 1,4% auf 2,6% gestiegen, da der Jahresüberschuss 2021 im Vergleich zu den Umsatzerlösen deutlich stärker gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist.

2. Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 21.795 auf TEUR -3.250. Wesentliche Ursache ist der Anstieg der Vorräte und Forderungen.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.538 auf TEUR -1.591. Der freie Cash-Flow als Summe der beiden genannten Werte ist somit um TEUR 19.257 auf TEUR -4.841 gesunken. Durch die Inanspruchnahme kurzfristiger Geldmarktkredite erhöhte sich der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit auf TEUR -1.931. Aufgrund der Rückführung kurzfristiger Geldmarktkredite war er im Vorjahr auf TEUR -12.662 gesunken.

3. Vermögenslage

31.12.2021
gesamt davon kurzfristig
TEUR % TEUR
Vermögen
Immaterielle Anlagen 69 0,1 0
Sachanlagen 16.059 12,4 0
Finanzanlagen 2.409 1,9 0
Anlagevermögen 18.537 14,4 0
Vorräte 68.712 53,2 68.712
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 38.925 30,1 38.925
Liquide Mittel 2.035 1,6 2.035
Rechnungsabgrezungsposten 947 0,7 947
Umlaufvermögen/RAP 110.619 85,6 110.619
129.156 100,0 110.619
Kapital
Gezeichnetes Kapital 3.000 2,3 0
Gewinnvortrag 66.045 51,1 0
Jahresüberschuss 6.011 4,7 0
Eigenkapital 75.056 58,1 0
Rückstellungen 29.283 22,7 7.246
Verbindlichkeiten 24.817 19,2 24.817
Fremdkapital 54.100 41,9 32.063
129.156 100,0 32.063
Vorjahr Veränderung
gesamt davon kurzfristig gesamt
TEUR % TEUR TEUR %
Vermögen
Immaterielle Anlagen 131 0,1 0 -62 -47,3
Sachanlagen 17.455 15,6 0 -1.396 -8,0
Finanzanlagen 2.406 2,2 0 3 0,1
Anlagevermögen 19.992 17,9 0 -1.455 -7,3
Vorräte 51.968 46,5 51.968 16.744 32,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 33.846 30,3 33.846 5.079 15,0
Liquide Mittel 4.944 4,4 4.944 -2.909 -58,8
Rechnungsabgrezungsposten 1.110 1,0 1.110 -163 -14,7
Umlaufvermögen/RAP 91.868 82,1 91.868 18.751 20,4
111.860 100,0 91.868 17.296 15,5
Kapital
Gezeichnetes Kapital 3.000 2,7 0 0 0,0
Gewinnvortrag 63.245 56,5 0 2.800 4,4
Jahresüberschuss 2.801 2,5 0 3.210 >100
Eigenkapital 69.046 61,7 0 6.010 8,7
Rückstellungen 25.244 22,6 5.821 4.039 16,0
Verbindlichkeiten 17.570 15,7 17.570 7.247 41,2
Fremdkapital 42.814 38,3 23.391 11.286 26,4
111.860 100,0 23.391 17.296 15,5

Die Investitionen in Höhe von TEUR 1.636 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.161) gesunken. Nach der Fertigstellung der im Jahr 2019 begonnenen Hochregalerweiterung in 2020 wurden in 2021 nur übliche Ersatzinvestitionen vorgenommen. Der wesentliche Teil der Investitionen betrifft Betriebs-/Lagerausstattung (TEUR 652), Fuhrpark (TEUR 456) sowie Büro-/EDV-Ausstattung (TEUR 528).

Die Vorräte sind um TEUR 16.744 gestiegen. Aufgrund der Umsatzerwartung für 2022, der hohen Auslastung insbesondere der asiatischen Produzenten sowie der weiterhin bestehenden logistischen Schwierigkeiten musste in der Bedarfsplanung mit längeren Vorlaufzeiten und höheren Sicherheitsbeständen gearbeitet werden, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nahezu proportional zum Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr angewachsen sind (+12% = TEUR 3.818). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus der zur Verfügungstellung kurzfristiger Liquidität stiegen um TEUR 388. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich (TEUR+873) im Wesentlichen auf Grund des Vorsteuerüberhangs aus den Umsatzsteuervoranmeldungen November und Dezember.

Die Rückstellungen sind um TEUR 4.039 gestiegen. Die Pensionsrückstellungen sind um TEUR 2.614 gestiegen. Der Rückgang des Rechnungszinses von 2,30% im Vorjahr auf 1,87% im Geschäftsjahr führte zu einer Erhöhung um TEUR 1.506. Die Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 1.681 betreffen das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um TEUR 256, im Wesentlichen bedingt durch geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 95) sowie für Kundenboni (TEUR 142).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um TEUR 7.247 resultiert neben der Aufnahme kurzfristiger Finanzierungsmittel bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.000 vor allem aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.268, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Bestandes an unterwegs befindlicher Ware aus den bereits oben unter den Vorräten genannten Gründen.

Die Bilanzsumme ist, basierend auf den oben ausgeführten Gründen, von TEUR 111.860 auf TEUR 129.156 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Jahresüberschusses 2021 von TEUR 6.011 sowie des Anstiegs der Vorräte und der Verbindlichkeiten auf 58,1% nach 61,7% im Vorjahr gesunken.

Angaben zu Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt neben dem Hauptstandort Mannheim regional verteilt weitere Filialen, um Ansprechpartner in direkter Kundennähe zu sein. Die Filialstandorte betreffen die Regionen Stuttgart (Bietigheim-Bissingen), Freiburg (Malterdingen), München (Hohenbrunn), Nürnberg (Fürth), Hannover (Langenhagen) und Chemnitz (Lichtenau).

Mit Ausnahme der Filiale Chemnitz sind alle Standorte von der Bernhard Berrang - Bernadette Hofmann GmbH & Co. KG gemietet.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Jahresergebnis und Umsatzrentabilität werden noch die Eigenkapitalquote sowie die Liquidität 2. Grades als weitere finanzielle Kennziffern betrachtet. Die finanziellen Kennziffern haben sich insgesamt folgendermaßen entwickelt:

Indikator 2021 2020
Umsatz TEUR 228.296 198.928
Jahresergebnis TEUR 6.011 2.801
Umsatzrentabilität % 2,6 1,4
Eigenkapitalquote % 58,1 61,7
Liquidität 2. Grades 1 % 127,7 165,8

1) (Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) x 100 / (kurzfristige Verbindlichkeiten + kurzfristige Rückstellungen)

Im Unternehmen besteht ein Umweltmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist, sowie ein Energiemanagement nach DIN 16247.

Das Qualitätsmanagementsystem ist gemäß ISO 9001, IATF 16949 als auch entsprechend den Anforderungen der Luft- und Raumfahrt gemäß EN 9120 zertifiziert. Die Rezertifizierung ist nach IATF 16949 im Januar 2021, ISO 9001 im April 2021 und für EN 9120 im Februar 2020 erfolgt.

D. Prognose- und Risikobericht

Risikobericht

Trotz pandemiebedingter Beeinträchtigungen im Frühjahr und Sommer 2020 wird weltweit ein Aufschwung in Industrie und Welthandel beobachtet. Dieser Aufschwung wird aber durch Angebotsengpässe und logistische Probleme gebremst. Daraus folgend steigen die Preise für Rohstoffe und Transportleistungen. Neben der inzwischen fünften Coronawelle ist am 24. Februar 2022 ein neuer Krisenherd entstanden: Russland hat die Ukraine angegriffen. Das Ende dieser militärischen Auseinandersetzung ist nicht abzusehen. Als Reaktion auf diesen Angriffskrieg hat die westliche Staatengemeinschaft Russland mit erheblichen Sanktionen belegt, die auch Rückwirkung auf die Weltwirtschaft haben. So sind die Preise für Rohstoffe, hier insbesondere für Energie (Gas, Öl, Kohle) und Metalle, bei denen Russland einen nicht unerheblichen Teil des Weltmarktes bedient, drastisch gestiegen. Als Gegenreaktion auf die Unterstützung der Ukraine mit militärischer Ausrüstung durch die westliche Staatengemeinschaft hat Russland im Sommer 2022 damit begonnen, die Gaslieferungen über die "Nordstream 1" Pipeline zu reduzieren, um sie im August ganz einzustellen. Damit droht für das kommende Winterhalbjahr in Westeuropa und hier insbesondere der Bundesrepublik eine Energiekrise mit Auswirkungen sowohl auf die Haushalte als auch die Unternehmen. Es wird im Winterhalbjahr 2022/2023 insbesondere wegen der gestiegenen Energiekosten eine Inflationsrate von bis zu 11% (2) erwartet. Erst in 2024 wird wieder mit einer Inflationsrate im Zielkorridor der Europäischen Zentralbank (EZB) nahe 2% gerechnet. Als Gegenmaßnahme wurde bereits in drei Schritten der EZB-Hauptrefinanzierungssatz (Leitzins) auf 2,0% erhöht. Mit weiteren Zinsschritten muss gerechnet werden. Dadurch verteuern sich die Finanzierungsmöglichkeiten, was zu einer weiteren Belastung der Wirtschaft führen könnte. Die kriegerische Auseinandersetzung selbst hat direkte Auswirkungen auf die Lieferketten, da in der Ukraine wichtige Vorprodukte unter anderem für die Automobilindustrie gefertigt werden, was dort zum Teil zu Produktionsausfällen führt.

Die nach wie vor starke Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland, vor allem in den Bereichen Maschinenbau und Automobilindustrie, trägt weiterhin das positive Wachstum.

Die Notwendigkeit der Entwicklung neuer schadstoffarmer Antriebs- und Mobilitätskonzepte verlangt der Automobilindustrie verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung ab. Es besteht das Risiko, Kostensteigerungen nicht in voller Höhe in anstehenden Preisverhandlungen durchsetzen oder durch Einsparungen am Beschaffungsmarkt ausgleichen zu können. Die verstärkte Beschaffung im asiatischen Markt ist durch Währungsrisiken belastet. Der Devisenmarkt wird durch die Geldpolitik der Zentralbanken negativ beeinflusst. Insbesondere der späte Einstieg in eine restriktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank belastet dauerhaft den EUR gegenüber dem USD. Verstärkt wird dies durch die negativen Aussichten auf das Wirtschaftswachstum in Europa aufgrund der drohenden Energiekrise. Aufgrund der US-Dollarbindung vieler asiatischer Währungen hat dies direkte Auswirkungen auf die Beschaffungspreise.

2 IFO Institut Pressemitteilung vom 12.09.2022

Währungsrisiken werden durch die gängigen Mittel der Kurssicherung abgemildert.

Die Umsätze mit Kunden werden fortlaufend überwacht. Mit konsequenter Gewinnung von Neukunden und gleichmäßigem Wachstum bei den meisten Bestandskunden wird versucht, das Risiko einer Bestandsgefährdung durch den Verlust eines einzelnen Kunden zu vermeiden.

Bezüglich der Bonität der Kunden und Lieferanten wird ein optimiertes Risikomanagement betrieben. Die Einhaltung der Zahlungsziele wird scharf überwacht.

Das etablierte betriebswirtschaftliche Controlling erlaubt eine zeitnahe Überwachung der Geschäftsprozesse zur Früherkennung von Risiken und Fehlentwicklungen. Budgets auf Niederlassungsebene und monatliche Soll-Ist-Vergleiche werden zur Unternehmenssteuerung eingesetzt.

Dem Risiko, Ziel von Cyberangriffen zu werden, wird mit technischen Maßnahmen sowie der regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter entgegengewirkt. Die Zertifizierung nach TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist in Vorbereitung.

Prognosebericht

Für 2022 war mit der Erholung des weltweiten Bruttoinlandsproduktes mit einer Wachstumsrate von 4,5% 3 gerechnet worden. Die Annahmen für diese Prognose und die Einflüsse der Pandemie sowie der Ukraine-Krise lassen sich allerdings nach wie vor nur schwer schätzen, weil der weitere Verlauf kaum absehbar ist. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts wird inzwischen auf nur noch 2,9% für 2022 und nur 2,2% für 2023 prognostiziert. Für die Europäische Union wird für 2023 von einem Null-Wachstum ausgegangen 4.

3 ifw Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Konjunkturbericht Nr. 85 (2021/Q4)

Trotz der anhaltenden Unsicherheit durch die Ukraine- und Corona-Krise hat sich das Jahr 2022 bisher positiv entwickelt. Der Planansatz zum Zeitpunkt vor der Ukraine-Krise hat bei 6% Umsatzwachstum gegenüber 2021 bei einer Umsatzrendite von 2,5% gelegen. Per Ende November 2022 ist der Ansatz der Umsatzsteigerung bereits erreicht. Der Planansatz wird somit auf Jahressicht bei einer voraussichtlichen Umsatzsteigerung um 13% und einer Umsatzrendite leicht über Vorjahresniveau überschritten. Der krisenbedingte Anstieg der Beschaffungspreise und Logistikkosten konnte bisher weitgehend an die Kunden weitergeben werden. Wir rechnen daher mit einem deutlich verbesserten Jahresergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2021.

Die Anstrengungen, den Umsatz durch die Akquisition von preislich interessanten Neuteilen sowie dem Angebot kundenorientierter Logistikkonzepte und technischer Beratung zu verbessern, werden weiterhin verstärkt.

4 ifw Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Konjunkturbericht Nr. 93 (2022/Q3)

Die Qualitätsmanagementsysteme werden entsprechend den zugrundeliegenden Normen regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Die Zertifikate sind mit einer Gültigkeit bis 2023 / 2024 bestätigt. Das Umweltmanagementsystem wurde bereits im Jahr 2019 rezertifiziert und hat eine Gültigkeit bis 2022.

 

Mannheim, den 14. Dezember 2022

Benedikt Berrang

Peter Hofmann

Benjamin Berrang

Dominique Gründler

Paul Hofmann

Bilanz zum 31.12.2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.344,00 130.931,00
II. Sachanlagen 16.059.126,30 17.454.684,61
III. Finanzanlagen 2.409.225,08 2.405.674,08
18.537.695,38 19.991.289,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 68.711.566,97 51.968.371,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 38.925.006,47 33.846.713,94
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.034.710,00 4.944.328,29
109.671.283,44 90.759.413,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 946.913,77 1.109.562,69
129.155.892,59 111.860.266,22

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Gewinnvortrag 66.045.405,83 63.244.784,38
III. Jahresüberschuss 6.010.563,75 2.800.621,45
75.055.969,58 69.045.405,83
B. Rückstellungen 29.283.137,47 25.244.292,29
C. Verbindlichkeiten 24.816.785,54 17.570.568,10
129.155.892,59 111.860.266,22

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

1.01.-31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 228.295.807,40 198.927.987,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.328.153,74 846.705,57
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 159.502.091,36 137.773.370,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.067.132,83 6.527.917,41
165.569.224,19 144.301.288,15
4. Rohergebnis 65.054.736,95 55.473.404,42
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.604.385,08 26.726.755,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.454.716,19 6.512.309,69
36.059.101,27 33.239.065,14
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.093.111,27 2.403.520,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.717.054,89 14.178.110,92
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.122,80 70.284,68
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 548.133,39 678.086,33
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.641.354,01 2.214.145,12
11. Ergebnis nach Steuern 6.053.104,92 2.830.761,15
12. Sonstige Steuern 42.541,17 30.139,70
13. Jahresüberschuss 6.010.563,75 2.800.621,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Karl Berrang GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Nr. HRB 2927) eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zusätzlich die Zwischensumme "Rohergebnis" eingefügt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert.

Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Für Sachanlagen erfolgen, soweit dem Nutzungsverlauf entsprechend, die Abschreibungen nach der degressiven Methode; ansonsten erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode. Es kommt die steuerliche "Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter" zur Anwendung. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei und fünf Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zwanzig Jahren.

Die Anschaffungskosten "geringwertiger Wirtschaftsgüter" (Einzelanschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00) des Jahres werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Gegenstände des Finanzanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit ihrem Deckungskapital zuzüglich Gewinnanteile angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips ermittelt.

Hiervon wurden, je nach Gängigkeit, Abschläge vorgenommen, um die Waren mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag zu bewerten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen werden zum Nennbetrag abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung von 1 % angesetzt.

Die liquiden Mittel sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Fremdwährungsbestände werden zum Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Die Zinszuführung die sich aus der Änderung dieses Rechnungszinssatzes gegenüber dem Vorjahr (2,30 %) ergibt, wird mit den Aufwendungen aus Altersvorsorge im Personalaufwand verrechnet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 %, Rentensteigerungen von jährlich 1,90 % (Vj. 1,75 %) sowie eine Fluktuation in Höhe von 0,00 % p.a. unterstellt.

Die übrigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden mit einem nach jeweiligem EURO-Fixing festgelegten Kurs (EZB- Referenzkurs) am Anschaffungstag in Euro umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert unter den Positionen 7. "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. 9. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Bei der Karl Berrang GmbH ergeben sich latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden. Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund zeitlicher Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Karl Berrang GmbH von aktuell 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Vom Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird also kein Gebrauch gemacht.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat folgende Entwicklung:

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.593.657,75 14.124,00 0,00 0,00 1.607.781,75
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.847.908,64 1.260.105,63 404.802,15 530.975,97 37.981.840,45
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.252,15 362.199,33 -404.802,15 0,00 73.649,33
36.964.160,79 1.622.304,96 0,00 530.975,97 38.055.489,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.358.038,08 0,00 0,00 0,00 2.358.038,08
2. Sonstige Ausleihungen 47.636,00 3.551,00 0,00 0,00 51.187,00
2.405.674,08 3.551,00 0,00 0,00 2.409.225,08
40.963.492,62 1.639.979,96 0,00 530.975,97 42.072.496,61
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.462.726,75 75.711,00 0,00 0,00 1.538.437,75
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.509.476,18 3.017.400,27 0,00 530.512,97 21.996.363,48
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
19.509.476,18 3.017.400,27 0,00 530.512,97 21.996.363,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
20.972.202,93 3.093.111,27 0,00 530.512,97 23.534.801,23
Buchwert
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.344,00 130.931,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.985.476,97 17.338.432,46
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.649,33 116.252,15
16.059.126,30 17.454.684,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.358.038,08 2.358.038,08
2. Sonstige Ausleihungen 51.187,00 47.636,00
2.409.225,08 2.405.674,08
18.537.695,38 19.991.289,69

Die Karl Berrang GmbH ist zum 31. Dezember 2021 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2021 Jahresergebnis 2021
Kapital TEUR TEUR
Dürkes & Obermayer GmbH, Edingen-Neckarhausen 100% 5.322 381
Berrang Inc., Greer, SC, USA 100% 23.321 282
Berrang France S.A.R.L., Semoy, Frankreich 100% 1.771 246
Berrang Trading (Shanghai) Co., Ltd., China 100% 6.600 1.298
Berrang Polska SP. z o.o., Bielany Wrocławskie, Polen 100% 1.408 -112

2. Vorräte

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
Waren 68.245.210,71 51.350.347,38
Geleistete Anzahlungen 466.356,26 618.024,23
68.711.566,97 51.968.371,61

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2021 Restlaufzeit über 1 Jahr Vorjahr Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR EUR EUR EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.246.420,78 0,00 28.122.698,22 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.285.274,64 0,00 3.591.329,59 0,00
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 1) 1.200.259,66 0,00 812.369,41 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.193.051,39 0,00 1.320.316,72 0,00
38.925.006,47 0,00 33.846.713,94 0,00

1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände aus der Zurverfügungstellung von Liquidität.

4. Rückstellungen

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
1. Pensionsrückstellungen 22.036.951,00 19.423.068,00
2. Steuerrückstellungen 2.240.901,07 559.553,98
3. sonstige Rückstellungen 5.005.285,40 5.261.670,31
29.283.137,47 25.244.292,29

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre zu einer Bewertung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt TEUR 2.157 (Vorjahr: TEUR 2.425). Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
Personalrückstellungen 4.123.782,93 4.062.784,30
Ausstehende Rechnungen 350.953,87 445.691,43
übrige Rückstellungen 530.548,60 753.194,58
5.005.285,40 5.261.670,31

5. Verbindlichkeiten

31.12.2021 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Vorjahr Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.000.000,00 8.000.000,00 6.008.071,41 6.008.071,41
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 238.078,00 238.078,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.680.601,81 15.680.601,81 10.413.020,74 10.413.020,74
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 1) 492.947,24 492.947,24 139.297,63 139.297,63
5. Sonstige Verbindlichkeiten 643.236,49 643.236,49 772.100,32 772.100,32
24.816.785,54 24.816.785,54 17.570.568,10 17.570.568,10

1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.

Zum Stichtag bestanden ebenso wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten aus der Zurverfügungstellung von Liquidität.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 493 (Vj. TEUR 636) enthalten.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

nach Regionen 2021 Vorjahr
EUR EUR
Inland 159.437.864,05 141.354.873,63
andere EU-Länder 45.146.525,64 43.547.559,36
Drittländer 23.711.417,71 14.025.554,01
228.295.807,40 198.927.987,00
nach Tätigkeitsbereichen 2021 Vorjahr
EUR EUR
Mechanische Verbindungstechnik 224.946.090,54 195.993.053,78
Kostenumlagen an verbundene Unternehmen 2.425.658,54 2.217.306,70
Erlöse aus Geschäftsbesorgung für nahestehende Unternehmen 1) 216.595,86 336.094,62
Sonstige 707.462,46 381.531,90
228.295.807,40 198.927.987,00

1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.

7. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind enthalten:

2021 Vorjahr
EUR EUR
Aufwandsentschädigung Projektabbruch 1.243.687,82 0,00
Kostenweiterbelastungen Dritte 315.856,51 170.283,96
sonstige Kostenerstattungen 93.443,30 74.780,91
Schadensersatzleistungen 60.637,01 65.436,43
Gewinne aus Anlagenabgang 44.870,57 9.652,75
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 15.749,92 51.059,52
Sonstige periodenfremde Erträge 0,00 18.841,38
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 249.166,52 164.073,32
Wechselkursgewinne 304.742,09 292.577,30
2.328.153,74 846.705,57

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 310 (Vj. TEUR 244) enthalten.

8. Personalaufwand

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer des Jahres betrug 485 (Vj. 493). Die Arbeitnehmer des Jahres gliedern sich in 195 gewerbliche und 290 angestellte Mitarbeiter. Des Weiteren waren im Geschäftsjahr 31 Auszubildende (Vj. 37) beschäftigt.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.733 (Vj. TEUR 2.085) enthalten. Davon resultieren TEUR 1.506 (Vj. TEUR 1.210) aus der Zinszuführung aufgrund der Änderung des Rechnungszinssatzes bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind enthalten:

2021 Vorjahr
EUR EUR
Gebäudemieten 3.700.810,74 3.465.659,27
Wertberichtigungen / Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.192,17 216.545,32
Wechselkursverluste 749.377,55 552.441,08
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 0,00 6.581,03

Der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltene periodenfremde Aufwand beträgt TEUR 75 (Vj. TEUR 223).

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind enthalten:

2021 Vorjahr
EUR EUR
Zinserträge von nahestehenden Unternehmen 53.054,96 44.275,59
Zinserträge von verbundenen Unternehmen 0,00 5.885,63

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind enthalten:

2021 Vorjahr
EUR EUR
Aufwand aus der Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes der Pensionsverpflichtungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB 440.346,00 461.777,00
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen 26.118,20 22.542,48
Zinsaufwendungen an nahestehende Unternehmen 1) 16.801,00 36.003,60
Nachzahlungszinsen (§ 233 AO) 2.992,00 0,00

1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.

III. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch bzw. bürgt für sechs Darlehen über TEUR 21.166 (Vj. TEUR 24.061) bei der Bernhard Berrang - Bernadette Hofmann GmbH & Co. KG. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation dieser Gesellschaft wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund langfristiger Mietverträge fallen jährlich Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 3.488 an. Der Gesamtbetrag für die Restmietzeit beträgt TEUR 8.821.

V. Nachtragsbericht

Am 24.02.2022 hat Russland die Ukraine angegriffen. Dadurch ist es in Teilen zu erheblichen Störungen in Lieferketten gekommen. Die westliche Staatengemeinschaft hat Russland mit erheblichen Sanktionen belegt, was insbesondere auf den Beschaffungsmärkten zu drastischen Preissteigerungen geführt hat. Bezüglich der finanziellen Auswirkungen und der Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht Abschnitt "D. Prognose- und Risikobericht".

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind ansonsten keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

VI. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

 

Herr Bernhard Berrang (bis 28. Februar 2021)

 

Herr Benedikt Berrang (ab 1. März 2021)

 

Herr Peter Hofmann

 

Herr Benjamin Berrang

 

Frau Dominique Gründler

 

Herr Paul Hofmann

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a, b HGB betragen TEUR 2.470. Von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB für die Angabe nach § 285 Nr. 9b HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB über die vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2021 berechneten Honorare belaufen sich auf TEUR 86. Sie gliedern sich in TEUR 77 für Abschlussprüfungsleistungen (davon TEUR 18 periodenfremd) und TEUR 9 für Steuerberatungsleistungen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, den 14. Dezember 2022

Benedikt Berrang

Peter Hofmann

Benjamin Berrang

Dominique Gründler

Paul Hofmann

VII. Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist am 23. Dezember 2022 erfolgt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Karl Berrang GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Karl Berrang GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Berrang GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 14. Dezember 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Michael Müller, Wirtschaftsprüfer

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