Berrang und Hofmann Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Josef Berrang seit 9.3.2021 | Geschäftsführer |
Paul Johannes Carl Hofmann seit 19.1.2016 | Geschäftsführer |
Peter Hofmann seit 9.11.2005 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karl Berrang GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht 2021der Karl Berrang GmbH, MannheimA. Grundlagen Geschäftsmodell Die Karl Berrang GmbH ist hauptsächlich im Inland und den EU-Ländern als Zulieferer der Fertigungsindustrie tätig. Die Gesellschaft betätigt sich dabei als Groß- und Außenhändler im Bereich der mechanischen Befestigungstechnik. Die Beratung der Kunden in technischer Hinsicht sowie die Bereitstellung spezifischer Logistikkonzepte runden die Tätigkeit ab. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie (COVID-19) und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben die Weltwirtschaft bestimmt. Das Auftreten der neuen COVID-Variante Omikron hat wieder zu verstärkten Eindämmungsmaßnahmen geführt. Insbesondere die chinesische Null-COVID-Politik mit ihren radikalen Lockdowns hat durch Sperrung wichtiger Hafenstädte zu Störungen in den Lieferketten geführt. Die Auswirkungen auf die Industrieproduktion in Europa und den Vereinigten Staaten waren jedoch vergleichsweise gering. Die globale Produktion ist um 5,7% 1 höher als im Vorjahr. Nach wie vor stützt die Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland das inländische Wachstum. Wachstumsträger ist weiterhin die Automobilindustrie.
1 ifw Institut für Weltwirtschaft, Kiel,
Konjunkturbericht Nr. 85 (2021/Q4)
Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im Jahr 2021 positiv entwickelt. Der Umsatzzuwachs betrug 14,8%. Die ursprüngliche Umsatzplanung für 2021, die von einem leichten Umsatzrückgang ausging, wurde übertroffen. Die im zweiten Halbjahr 2020 begonnene Erholung hat sich in 2021 verstetigt. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 lagen mit Mio. EUR 228 deutlich über Vorjahresniveau von Mio. EUR 199. Damit wurde auch das Vorkrisenjahr 2019 mit Mio. EUR 203 deutlich überschritten. Der Materialaufwand ist proportional zum Umsatzanstieg um 14,7% gestiegen. Die Topadressen der deutschen Industrie gehören unverändert zu den 10 umsatzstärksten Kunden. Die Gesellschaft ist hauptsächlich in den Branchen Automobil/Fahrzeugbau, Maschinenbau und neue Technologien tätig. Wachstumstreiber ist unverändert die Automobil-/Fahrzeugindustrie. Bei der Beschaffung konzentriert sich das Unternehmen auf Deutschland und Europa, die Märkte im Fernen Osten werden verstärkt angesprochen. Lage Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden Umsatz, Jahresergebnis und Umsatzrentabilität betrachtet und in die folgende Analyse der Ertragslage mit einbezogen. 1. Ertragslage
Der Umsatzanstieg im Hauptbereich mechanische Verbindungstechnik auf TEUR 224.946 (Vj. TEUR 195.993) ist auf die Aufhebung der Einschränkungen der COVID-19 Pandemie zurückzuführen. Die Kostenumlagen an verbundene Unternehmen stiegen auf TEUR 2.426 (Vj. TEUR 2.217). Die übrigen Nebenerlöse sind auf TEUR 924 (Vj. TEUR 718) gestiegen, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Erlöse aus Schrottverkäufen und Weiterbelastungen für Fracht und Verpackung. Die übrigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 1.415 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch eine Aufwandsentschädigung für die vorzeitige Beendigung eines seit 2018 laufenden Kundenprojekts begründet. Die Materialintensität (Materialaufwand/Betriebsleistung) ist insbesondere wegen der zuvor genannten Aufwandsentschädigung von 72,3% auf 71,9% gesunken. Um diesen Posten bereinigt liegt sie auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 8,5% auf TEUR 36.059. Durch die im Vorjahr von März bis August in Anspruch genommene Kurzarbeit hatte sich unter Berücksichtigung des damit verbundenen Resturlaubs- und Überstundenabbaus eine Ersparnis von TEUR 1.383 ergeben, die im Berichtsjahr entfallen ist. Zur Anerkennung der erschwerten Arbeitsbedingungen unter Corona-Pandemieverhältnissen ist von der Möglichkeit der steuerfreien Sonderzahlung "Corona Prämie" in Höhe von insgesamt TEUR 540 Gebrauch gemacht worden. Mit Wirkung Oktober 2021 wurde eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3% vereinbart. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich von durchschnittlich 493 Mitarbeiter auf 485 im Jahr 2021. Die Zahl der Pensionäre beträgt 138 (Vorjahr: 127). Die Aufwendungen für Altersvorsorge sind um TEUR 648 auf TEUR 2.733 gestiegen. Durch den Rückgang des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 2. Halbsatz HGB von 2,30% im Vorjahr auf 1,87% war im Geschäftsjahr eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen von TEUR 1.506 zu leisten. Die Abschreibungen sind um 28,7% auf TEUR 3.093 gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch die im Vorjahr fertiggestellte Investitionsmaßnahme der Lagererweiterung in Mannheim. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen (exkl. erfolgsunabhängiger Steuern) sind um TEUR 1.687 (12,1%) gestiegen. Wesentliche Treiber sind hier insbesondere personalbezogene Kosten für Leasingkräfte (TEUR+229), Personalbeschaffungskosten (TEUR+273), Kosten für Corona-Teststationen (TEUR+110) sowie wieder verstärkt durchgeführte Schulungsmaßnahmen (TEUR+75). Die Mietaufwendungen sind vor allem aufgrund der zuvor genannten Inbetriebnahme der Lagererweiterung gestiegen (TEUR+235). Die Kosten der Warenabgabe (Ausgangsfracht, Verpackung) erhöhten sich aufgrund des Umsatzanstiegs (TEUR+452). Die Kursverluste sind gestiegen (TEUR+197). Das Zinsergebnis verbesserte sich um TEUR 117 auf TEUR -491 (Vj. TEUR -608). Wesentlich hierfür ist der um TEUR 100 geringere Zinsaufwand für in Anspruch genommene Kreditlinien, die bereits im Laufe des Vorjahres zurückgeführt waren. Der gemäß § 277 Abs. 5 HGB unter dem Zinsaufwand auszuweisende Aufzinsungsbetrag der Pensionsrückstellungen ist um TEUR 21 gesunken. Das neutrale Ergebnis ist um TEUR 214 auf TEUR 235 gestiegen. Wesentlich hierfür sind um TEUR 85 gestiegene Erträge aus abgeschriebenen Forderungen sowie um TEUR 141 geringere Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Ertragsteuern betreffen das laufende Geschäftsjahr. Das Vorjahresergebnis wurde insbesondere aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse mit TEUR 6.011 um TEUR 3.210 übertroffen. Die Umsatzrentabilität ist von 1,4% auf 2,6% gestiegen, da der Jahresüberschuss 2021 im Vergleich zu den Umsatzerlösen deutlich stärker gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist. 2. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 21.795 auf TEUR -3.250. Wesentliche Ursache ist der Anstieg der Vorräte und Forderungen. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.538 auf TEUR -1.591. Der freie Cash-Flow als Summe der beiden genannten Werte ist somit um TEUR 19.257 auf TEUR -4.841 gesunken. Durch die Inanspruchnahme kurzfristiger Geldmarktkredite erhöhte sich der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit auf TEUR -1.931. Aufgrund der Rückführung kurzfristiger Geldmarktkredite war er im Vorjahr auf TEUR -12.662 gesunken. 3. Vermögenslage
Die Investitionen in Höhe von TEUR 1.636 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.161) gesunken. Nach der Fertigstellung der im Jahr 2019 begonnenen Hochregalerweiterung in 2020 wurden in 2021 nur übliche Ersatzinvestitionen vorgenommen. Der wesentliche Teil der Investitionen betrifft Betriebs-/Lagerausstattung (TEUR 652), Fuhrpark (TEUR 456) sowie Büro-/EDV-Ausstattung (TEUR 528). Die Vorräte sind um TEUR 16.744 gestiegen. Aufgrund der Umsatzerwartung für 2022, der hohen Auslastung insbesondere der asiatischen Produzenten sowie der weiterhin bestehenden logistischen Schwierigkeiten musste in der Bedarfsplanung mit längeren Vorlaufzeiten und höheren Sicherheitsbeständen gearbeitet werden, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nahezu proportional zum Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr angewachsen sind (+12% = TEUR 3.818). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus der zur Verfügungstellung kurzfristiger Liquidität stiegen um TEUR 388. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich (TEUR+873) im Wesentlichen auf Grund des Vorsteuerüberhangs aus den Umsatzsteuervoranmeldungen November und Dezember. Die Rückstellungen sind um TEUR 4.039 gestiegen. Die Pensionsrückstellungen sind um TEUR 2.614 gestiegen. Der Rückgang des Rechnungszinses von 2,30% im Vorjahr auf 1,87% im Geschäftsjahr führte zu einer Erhöhung um TEUR 1.506. Die Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 1.681 betreffen das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um TEUR 256, im Wesentlichen bedingt durch geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 95) sowie für Kundenboni (TEUR 142). Der Anstieg der Verbindlichkeiten um TEUR 7.247 resultiert neben der Aufnahme kurzfristiger Finanzierungsmittel bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.000 vor allem aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.268, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Bestandes an unterwegs befindlicher Ware aus den bereits oben unter den Vorräten genannten Gründen. Die Bilanzsumme ist, basierend auf den oben ausgeführten Gründen, von TEUR 111.860 auf TEUR 129.156 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Jahresüberschusses 2021 von TEUR 6.011 sowie des Anstiegs der Vorräte und der Verbindlichkeiten auf 58,1% nach 61,7% im Vorjahr gesunken. Angaben zu Zweigniederlassungen Die Gesellschaft betreibt neben dem Hauptstandort Mannheim regional verteilt weitere Filialen, um Ansprechpartner in direkter Kundennähe zu sein. Die Filialstandorte betreffen die Regionen Stuttgart (Bietigheim-Bissingen), Freiburg (Malterdingen), München (Hohenbrunn), Nürnberg (Fürth), Hannover (Langenhagen) und Chemnitz (Lichtenau). Mit Ausnahme der Filiale Chemnitz sind alle Standorte von der Bernhard Berrang - Bernadette Hofmann GmbH & Co. KG gemietet. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Jahresergebnis und Umsatzrentabilität werden noch die Eigenkapitalquote sowie die Liquidität 2. Grades als weitere finanzielle Kennziffern betrachtet. Die finanziellen Kennziffern haben sich insgesamt folgendermaßen entwickelt:
Im Unternehmen besteht ein Umweltmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist, sowie ein Energiemanagement nach DIN 16247. Das Qualitätsmanagementsystem ist gemäß ISO 9001, IATF 16949 als auch entsprechend den Anforderungen der Luft- und Raumfahrt gemäß EN 9120 zertifiziert. Die Rezertifizierung ist nach IATF 16949 im Januar 2021, ISO 9001 im April 2021 und für EN 9120 im Februar 2020 erfolgt. D. Prognose- und Risikobericht Risikobericht Trotz pandemiebedingter Beeinträchtigungen im Frühjahr und Sommer 2020 wird weltweit ein Aufschwung in Industrie und Welthandel beobachtet. Dieser Aufschwung wird aber durch Angebotsengpässe und logistische Probleme gebremst. Daraus folgend steigen die Preise für Rohstoffe und Transportleistungen. Neben der inzwischen fünften Coronawelle ist am 24. Februar 2022 ein neuer Krisenherd entstanden: Russland hat die Ukraine angegriffen. Das Ende dieser militärischen Auseinandersetzung ist nicht abzusehen. Als Reaktion auf diesen Angriffskrieg hat die westliche Staatengemeinschaft Russland mit erheblichen Sanktionen belegt, die auch Rückwirkung auf die Weltwirtschaft haben. So sind die Preise für Rohstoffe, hier insbesondere für Energie (Gas, Öl, Kohle) und Metalle, bei denen Russland einen nicht unerheblichen Teil des Weltmarktes bedient, drastisch gestiegen. Als Gegenreaktion auf die Unterstützung der Ukraine mit militärischer Ausrüstung durch die westliche Staatengemeinschaft hat Russland im Sommer 2022 damit begonnen, die Gaslieferungen über die "Nordstream 1" Pipeline zu reduzieren, um sie im August ganz einzustellen. Damit droht für das kommende Winterhalbjahr in Westeuropa und hier insbesondere der Bundesrepublik eine Energiekrise mit Auswirkungen sowohl auf die Haushalte als auch die Unternehmen. Es wird im Winterhalbjahr 2022/2023 insbesondere wegen der gestiegenen Energiekosten eine Inflationsrate von bis zu 11% (2) erwartet. Erst in 2024 wird wieder mit einer Inflationsrate im Zielkorridor der Europäischen Zentralbank (EZB) nahe 2% gerechnet. Als Gegenmaßnahme wurde bereits in drei Schritten der EZB-Hauptrefinanzierungssatz (Leitzins) auf 2,0% erhöht. Mit weiteren Zinsschritten muss gerechnet werden. Dadurch verteuern sich die Finanzierungsmöglichkeiten, was zu einer weiteren Belastung der Wirtschaft führen könnte. Die kriegerische Auseinandersetzung selbst hat direkte Auswirkungen auf die Lieferketten, da in der Ukraine wichtige Vorprodukte unter anderem für die Automobilindustrie gefertigt werden, was dort zum Teil zu Produktionsausfällen führt. Die nach wie vor starke Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland, vor allem in den Bereichen Maschinenbau und Automobilindustrie, trägt weiterhin das positive Wachstum. Die Notwendigkeit der Entwicklung neuer schadstoffarmer Antriebs- und Mobilitätskonzepte verlangt der Automobilindustrie verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung ab. Es besteht das Risiko, Kostensteigerungen nicht in voller Höhe in anstehenden Preisverhandlungen durchsetzen oder durch Einsparungen am Beschaffungsmarkt ausgleichen zu können. Die verstärkte Beschaffung im asiatischen Markt ist durch Währungsrisiken belastet. Der Devisenmarkt wird durch die Geldpolitik der Zentralbanken negativ beeinflusst. Insbesondere der späte Einstieg in eine restriktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank belastet dauerhaft den EUR gegenüber dem USD. Verstärkt wird dies durch die negativen Aussichten auf das Wirtschaftswachstum in Europa aufgrund der drohenden Energiekrise. Aufgrund der US-Dollarbindung vieler asiatischer Währungen hat dies direkte Auswirkungen auf die Beschaffungspreise.
2 IFO Institut Pressemitteilung vom 12.09.2022
Währungsrisiken werden durch die gängigen Mittel der Kurssicherung abgemildert. Die Umsätze mit Kunden werden fortlaufend überwacht. Mit konsequenter Gewinnung von Neukunden und gleichmäßigem Wachstum bei den meisten Bestandskunden wird versucht, das Risiko einer Bestandsgefährdung durch den Verlust eines einzelnen Kunden zu vermeiden. Bezüglich der Bonität der Kunden und Lieferanten wird ein optimiertes Risikomanagement betrieben. Die Einhaltung der Zahlungsziele wird scharf überwacht. Das etablierte betriebswirtschaftliche Controlling erlaubt eine zeitnahe Überwachung der Geschäftsprozesse zur Früherkennung von Risiken und Fehlentwicklungen. Budgets auf Niederlassungsebene und monatliche Soll-Ist-Vergleiche werden zur Unternehmenssteuerung eingesetzt. Dem Risiko, Ziel von Cyberangriffen zu werden, wird mit technischen Maßnahmen sowie der regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter entgegengewirkt. Die Zertifizierung nach TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist in Vorbereitung. Prognosebericht Für 2022 war mit der Erholung des weltweiten Bruttoinlandsproduktes mit einer Wachstumsrate von 4,5% 3 gerechnet worden. Die Annahmen für diese Prognose und die Einflüsse der Pandemie sowie der Ukraine-Krise lassen sich allerdings nach wie vor nur schwer schätzen, weil der weitere Verlauf kaum absehbar ist. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts wird inzwischen auf nur noch 2,9% für 2022 und nur 2,2% für 2023 prognostiziert. Für die Europäische Union wird für 2023 von einem Null-Wachstum ausgegangen 4.
3 ifw Institut für Weltwirtschaft, Kiel,
Konjunkturbericht Nr. 85 (2021/Q4)
Trotz der anhaltenden Unsicherheit durch die Ukraine- und Corona-Krise hat sich das Jahr 2022 bisher positiv entwickelt. Der Planansatz zum Zeitpunkt vor der Ukraine-Krise hat bei 6% Umsatzwachstum gegenüber 2021 bei einer Umsatzrendite von 2,5% gelegen. Per Ende November 2022 ist der Ansatz der Umsatzsteigerung bereits erreicht. Der Planansatz wird somit auf Jahressicht bei einer voraussichtlichen Umsatzsteigerung um 13% und einer Umsatzrendite leicht über Vorjahresniveau überschritten. Der krisenbedingte Anstieg der Beschaffungspreise und Logistikkosten konnte bisher weitgehend an die Kunden weitergeben werden. Wir rechnen daher mit einem deutlich verbesserten Jahresergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2021. Die Anstrengungen, den Umsatz durch die Akquisition von preislich interessanten Neuteilen sowie dem Angebot kundenorientierter Logistikkonzepte und technischer Beratung zu verbessern, werden weiterhin verstärkt.
4 ifw Institut für Weltwirtschaft, Kiel,
Konjunkturbericht Nr. 93 (2022/Q3)
Die Qualitätsmanagementsysteme werden entsprechend den zugrundeliegenden Normen regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Die Zertifikate sind mit einer Gültigkeit bis 2023 / 2024 bestätigt. Das Umweltmanagementsystem wurde bereits im Jahr 2019 rezertifiziert und hat eine Gültigkeit bis 2022.
Mannheim, den 14. Dezember 2022 Benedikt Berrang Peter Hofmann Benjamin Berrang Dominique Gründler Paul Hofmann Bilanz zum 31.12.2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Die Karl Berrang GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Nr. HRB 2927) eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zusätzlich die Zwischensumme "Rohergebnis" eingefügt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Für Sachanlagen erfolgen, soweit dem Nutzungsverlauf entsprechend, die Abschreibungen nach der degressiven Methode; ansonsten erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode. Es kommt die steuerliche "Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter" zur Anwendung. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei und fünf Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zwanzig Jahren. Die Anschaffungskosten "geringwertiger Wirtschaftsgüter" (Einzelanschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00) des Jahres werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Gegenstände des Finanzanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit ihrem Deckungskapital zuzüglich Gewinnanteile angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips ermittelt. Hiervon wurden, je nach Gängigkeit, Abschläge vorgenommen, um die Waren mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag zu bewerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen werden zum Nennbetrag abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung von 1 % angesetzt. Die liquiden Mittel sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Fremdwährungsbestände werden zum Stichtagskurs bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Die Zinszuführung die sich aus der Änderung dieses Rechnungszinssatzes gegenüber dem Vorjahr (2,30 %) ergibt, wird mit den Aufwendungen aus Altersvorsorge im Personalaufwand verrechnet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 %, Rentensteigerungen von jährlich 1,90 % (Vj. 1,75 %) sowie eine Fluktuation in Höhe von 0,00 % p.a. unterstellt. Die übrigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden mit einem nach jeweiligem EURO-Fixing festgelegten Kurs (EZB- Referenzkurs) am Anschaffungstag in Euro umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert unter den Positionen 7. "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. 9. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Bei der Karl Berrang GmbH ergeben sich latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden. Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund zeitlicher Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Karl Berrang GmbH von aktuell 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Vom Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird also kein Gebrauch gemacht. II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen hat folgende Entwicklung:
Die Karl Berrang GmbH ist zum 31. Dezember 2021 an folgenden Gesellschaften beteiligt:
2. Vorräte
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der
Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände aus der Zurverfügungstellung von Liquidität. 4. Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre zu einer Bewertung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt TEUR 2.157 (Vorjahr: TEUR 2.425). Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:
5. Verbindlichkeiten
1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der
Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.
Zum Stichtag bestanden ebenso wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten aus der Zurverfügungstellung von Liquidität. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 493 (Vj. TEUR 636) enthalten. 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der
Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.
7. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 310 (Vj. TEUR 244) enthalten. 8. Personalaufwand Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer des Jahres betrug 485 (Vj. 493). Die Arbeitnehmer des Jahres gliedern sich in 195 gewerbliche und 290 angestellte Mitarbeiter. Des Weiteren waren im Geschäftsjahr 31 Auszubildende (Vj. 37) beschäftigt. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.733 (Vj. TEUR 2.085) enthalten. Davon resultieren TEUR 1.506 (Vj. TEUR 1.210) aus der Zinszuführung aufgrund der Änderung des Rechnungszinssatzes bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind enthalten:
Der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltene periodenfremde Aufwand beträgt TEUR 75 (Vj. TEUR 223). 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind enthalten:
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind enthalten:
1) Unternehmen, an denen die Gesellschafter der
Karl Berrang GmbH zu 100% beteiligt sind.
III. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch bzw. bürgt für sechs Darlehen über TEUR 21.166 (Vj. TEUR 24.061) bei der Bernhard Berrang - Bernadette Hofmann GmbH & Co. KG. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation dieser Gesellschaft wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund langfristiger Mietverträge fallen jährlich Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 3.488 an. Der Gesamtbetrag für die Restmietzeit beträgt TEUR 8.821. V. Nachtragsbericht Am 24.02.2022 hat Russland die Ukraine angegriffen. Dadurch ist es in Teilen zu erheblichen Störungen in Lieferketten gekommen. Die westliche Staatengemeinschaft hat Russland mit erheblichen Sanktionen belegt, was insbesondere auf den Beschaffungsmärkten zu drastischen Preissteigerungen geführt hat. Bezüglich der finanziellen Auswirkungen und der Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht Abschnitt "D. Prognose- und Risikobericht". Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind ansonsten keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. VI. Sonstige Angaben Geschäftsführer der Gesellschaft sind
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a, b HGB betragen TEUR 2.470. Von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB für die Angabe nach § 285 Nr. 9b HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB über die vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2021 berechneten Honorare belaufen sich auf TEUR 86. Sie gliedern sich in TEUR 77 für Abschlussprüfungsleistungen (davon TEUR 18 periodenfremd) und TEUR 9 für Steuerberatungsleistungen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.
Mannheim, den 14. Dezember 2022 Benedikt Berrang Peter Hofmann Benjamin Berrang Dominique Gründler Paul Hofmann VII. Feststellung Die Feststellung des Jahresabschlusses ist am 23. Dezember 2022 erfolgt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Karl Berrang GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Karl Berrang GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Berrang GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 14. Dezember 2022 Deloitte
GmbH
Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer Michael Müller, Wirtschaftsprüfer |
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