BASF Battery Materials and Recycling GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yaron Shaer seit 17.6.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Klarna Bank AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
stocard GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtVorbemerkungen Die stocard GmbH, im Folgenden Stocard genannt, wurde mit dem Gesellschaftsvertrag vom 16.05.2011 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist Mannheim mit der Geschäftsanschrift Glücksteinallee 25 in 68163 Mannheim. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 712032 eingetragen. Mit Änderung des Gesellschaftsvertrages am 21.05.2021 ist die stocard GmbH ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Klarna Bank AB, Stockholm, und somit Teil der Klarna Gruppe geworden. Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer, namentlich Yaron Shaer, vertreten. 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Stocard ist Anbieter und Entwickler der gleichnamigen Mobile Wallet App. Der Fokus des Unternehmens liegt hierbei darauf, das physische Portemonnaie durch die Weiterentwicklung einer effizienten und sicheren App dauerhaft zu ersetzen. Im Einklang mit der Klarna Gruppe wird das Ziel des "smoooth shoppings" (reibungsloses Einkaufen) verfolgt. Das Leistungsspektrum der App deckt die einzelnen Schritte eines Shopping-Erlebnisses ab, darunter insbesondere die Ansicht der aktuellen Angebote der Geschäfte und die Erfassung von Kundenkarten. Durch eine Weiterleitung in den Onlineshop eines Händlers kann zudem Ware erworben werden. Kunden der Gesellschaft schließen Verträge für die Vermarktung ihrer Angebote ab. Dabei können sie zwischen verschiedenen Leistungen und Laufzeiten wählen, darunter die Veröffentlichung von Katalogen, Push-Benachrichtigungen sowie Sign-Up-Programme. Darüber hinaus können die Angebote personalisiert werden, sodass dem Kunden diverse Reportings nach Usern oder Segmenten zur Verfügung gestellt werden können. Die zentralen Märkte, in denen Stocard agiert, sind die Regionen DACH, BeNeLux, Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien, sowie Australien, das von der Tochtergesellschaft Stocard Pty Ltd. betrieben wird. Der Geschäftsbetrieb wird dabei am Firmensitz in Mannheim ausgeübt. Weiterhin werden die angebotenen Produkte von Vertriebsmitarbeitern der Klarna AB - German Branch vertrieben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den Beeinträchtigungen des physischen Kaufverhaltens aufgrund des Coronavirus in den Jahren 2020, 2021 und teilweise in 2022 war die Pandemie im Geschäftsjahr im Handelsbereich nicht mehr spürbar. Die Konsumenten begannen wieder vermehrt in Filialen einzukaufen und der E-Commerce-Boom der Coronajahre verlangsamte sich ein Stück weit (Salesforce Shopping Index)1. Einen Dämpfer für das Wirtschaftswachstum stellt die nach wie vor hohe Inflation von 6,4% in Europa dar (statistisches Bundesamt)2. Infolgedessen ist das Konsumverhalten weiterhin zurückhaltender Natur (GfK)3. 2.2 Geschäftsverlauf Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2023 verlief erwartungsgemäß: Die Umsatzerlöse in den ersten Jahresmonaten sind zunächst geringer, da die Marketingbudgets der Werbetreibenden sich traditionell auf die zweite Jahreshälfte konzentrieren. Jedoch blieben die Umsätze insgesamt unter dem Vorjahresniveau, da sich die Vertriebstätigkeit innerhalb des Konzerns weniger auf Stocard konzentriert hat. Dies änderte sich nur geringfügig im Sommer, als einige Restrukturierungen dafür sorgten, dass mehr Fokus auf den Verkauf von Leistungen von Stocard gelegt wurde. In der zweiten Jahreshälfte wurden wieder höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr erzielt. Dabei waren die umsatzstärksten Monate, wie bereits in den Vorjahren November sowie Dezember, da die meisten Kampagnen für den Black Friday ebenso wie für Weihnachten ausgespielt werden. Trotz Umsatzrückgang sorgten Kosteneinsparungen im Bereich Personal und Marketing für eine profitable zweite Jahreshälfte, sodass das Geschäftsjahr 2023 insgesamt mit einem Gewinn von TEUR 3.989 abschließen konnte. 2.3 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.137 (2022: TEUR 13.728) erzielt. Somit wurde der Vorjahreswert annähernd gehalten (-4.3%). Von den Umsätzen entfallen TEUR 11.635 (2022: TEUR 10.092) auf die eigenen Werbeleistungen der stocard GmbH. TEUR 1.502 (2022: TEUR 2.600) wurden von der Tochtergesellschaft Stocard Pty Ltd. als Provisionsumsätze weiterbelastet. Im Geschäftsjahr ist eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 3.245 (2022: TEUR 408) zu verzeichnen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Erträgen aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen sowie aus Erträgen aus der Vermietung und Verpachtung (auf die wir später näher eingehen). Dem gegenüber stehen Personalkosten in Höhe von TEUR 4.037 (2022: TEUR 4.786). Die Entwicklung steht im Einklang mit der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen, die von durchschnittlich 60 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 2022 auf 49 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in 2023 gesunken sind. Die Kosten für Fahrzeuge sind aufgrund von Einsparungen bei Geschäftsfahrzeugen um TEUR 44 bzw. 47,3% auf TEUR 49 (2022: TEUR 93) gesunken. Auch die Kosten für Marketing und Vertrieb sind im Rahmen des konzernweiten Fokus auf Profitabilität stark zurückgegangen: im Vergleich zum Vorjahr sanken diese um 43,7% bzw. TEUR 694 auf TEUR 894 (2022: TEUR 1.588). Vor diesem Hintergrund ist auch der Umsatzrückgang sowie die rückläufige Entwicklung der Nutzerzahl nachvollziehbar, da diese stark vom Marketing- und Vertriebsaufwand abhängig sind. Wesentliche Aufwendungen entfallen ebenfalls auf die Raumkosten, welche sich um TEUR 165 bzw. 22,8% auf TEUR 887 (2022: TEUR 723) erhöht haben. Hierbei ist zu beachten, dass die Gesellschaft am 01.05.2023 damit begann, die Räumlichkeiten an die 1000 Satellites GmbH, einen Anbieter von Co-Working Büros, unterzuvermieten. Einen Teil des Büros mietet die Gesellschaft weiterhin von der 1000 Satellites GmbH zurück. Alle Einrichtungsgegenstände und sonstiges Anlagevermögen, das nicht Teil der von Klarna gestellten EDV-Ausstattung war, wurden der 1000 Satellites für 1€ überschrieben. Betrachtet man die Raumkosten abzüglich der generierten Erlöse aus der Untervermietung, ergibt sich eine tatsächliche Reduktion der Raumkosten um TEUR 276. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 45 auf TEUR 29 gesunken. Die Entwicklung liegt an der Überschreibung großer Teile des Anlagevermögens auf die 1000 Satellites GmbH. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.899 (2022: TEUR 4.257). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Rechtsberatungskosten (- TEUR 150), Lizenzkosten (- TEUR 20), Aufwendungen für Währungsumrechnungen (- TEUR 242) und Kosten für Fremdarbeiten und Fremdleistungen (- TEUR 80) zurückzuführen. Demgegenüber stehen Ausgabenerhöhungen im Bereich Infrastrukturkosten (TEUR 192). Das negative Finanzergebnis von - TEUR 1.810 (2022: TEUR 72) resultiert aus dem einmaligen Effekt der Wertberichtigung der Beteiligung an der Stocard UK Ltd. Die Wertberichtigung wurde notwendig, da sich die Gesellschaft in Liquidation befand und mit keinen Mittelrückflüssen zu rechnen war. Ohne diesen Sondereffekt hätte sich ein positives Finanzergebnis von TEUR 271 ergeben. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 3.989 (2022: TEUR 947) erzielt. Die Erzielung des Profits ist überwiegend auf die Erhaltung der Umsätze in Verbindung mit Einsparungen vor allem im Bereich Personal, Vertrieb und Marketing zurückzuführen. 2.4 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 2.839 auf TEUR 13.300 (2022: TEUR 10.461) erhöht. Das Anlagevermögen wurde im Geschäftsjahr 2023 um planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 29 reduziert. Des Weiteren wurde der Großteil des Anlagevermögens an die 1000 Satellites GmbH überschrieben. Das Anlagevermögen beträgt zum 31.12.2023 somit TEUR 22 TEUR (2022: TEUR 179). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 2.298 auf TEUR 5.647 erhöht. Diese überproportionale Erhöhung ergibt sich insbesondere dadurch, dass ein Großteil der Umsatzerlöse im letzten Quartal erzielt wurde, und dies insbesondere in Ländern mit längeren Zahlungszielen, die auch voll ausgereizt werden. Die Pauschalwertberichtigung der Forderungen gemäß Konzernrichtlinie hat sich auf TEUR 342 verringert (2022: TEUR 590). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 838 auf TEUR 3.995 (2022: TEUR 4.833) gesunken. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung der Forderung gegenüber der Muttergesellschaft Klarna Bank AB. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben und es waren ausreichende liquide Mittel für die Finanzierung der Geschäftstätigkeiten vorhanden. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.989 auf TEUR 11.649 erhöht. Die Entwicklung ist ausschließlich auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 zurückzuführen. Die Rückstellungen betragen zum Geschäftsjahresende TEUR 942 (2022: TEUR 527) und sind somit um TEUR 415 angestiegen. Das resultiert zum einen aus der höheren Steuerrückstellung von TEUR 416 (2022: TEUR 119). Zum anderen wurden die personalbedingten Rückstellungen um TEUR 87 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 344 auf TEUR 209 gesunken. Diese Entwicklung entstand durch regelmäßige Zahlungsläufe und ist keinem Sondereffekt geschuldet. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus eigenen Mitteln. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt zum Stichtag TEUR 3.081 Er besteht vollständig aus flüssigen Mitteln und ist im Geschäftsjahr um TEUR 1.589 gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die stocard GmbH einen Cashflow TEUR 5.241 (2022: TEUR -3.600) aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit 2023 betrug TEUR -2.081 (2022: TEUR -23). Dies resultiert ausschließlich aus dem o.g. Sachverhalt in Verbindung mit der Auflösung der Stocard UK Ltd. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2023 beträgt TEUR -1.570 (2022: TEUR 1.570). Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Tilgung der Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Geschäftsjahr gab es keine Einlage ins Eigenkapital. Der Saldo der verschiedenen Cashflow-Ströme über das Geschäftsjahr 2023 führt zu einem um TEUR 1.590 erhöhten Bestand des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 3.081. 2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Die stocard GmbH verwendet zur Steuerung des operativen Geschäfts vor allem die Umsatzerlöse. Diese werden monatlich für die einzelnen Märkte nachverfolgt. Die Umsätze werden mit den Prognosen verglichen und die dabei getroffenen Annahmen überprüft. Des Weiteren werden das Ergebnis vor Steuern und der Finanzmittelfonds regelmäßig überwacht. Wir verweisen auf die vorstehenden Ausführungen. 2.6 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens Die Gesellschaft verfolgt weiterhin das Ziel, die Umsätze bei weiteren Kosteneinsparungen aus der Konzernstrategie Get-to-net weitestgehend konstant zu halten. Der operative Geschäftsverlauf der Stocard war vor dem Hintergrund einer defensiven, profitabilitätsorientierten Strategie und einem herausfordernden Werbemarkt zufriedenstellend. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risiken Dieser Bericht behandelt die Risiken, mit denen sich die stocard GmbH im Geschäftsjahr 2023 bzw. zum Bilanzstichtag konfrontiert sah. Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken genutzt. 3.1.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken Als Risiko hat die Gesellschaft unter anderem das operationelle Risiko identifiziert. Hierunter versteht Stocard die Möglichkeit von Verlusten durch fehlerhafte interne Prozesse, Systeme, menschliche Fehler oder externe Ereignisse. Derzeit ist die negative Auswirkung externer Ereignisse auf die Investitionsbereitschaft der Handelspartner und damit auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft durch eine Schwächung der Konjunktur als größtes Risiko einzustufen. Aus konjunktureller Sicht sind insbesondere die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs auf die Wirtschaft und eine damit einhergehende Kostensteigerungen und mögliche Rezession zu nennen. Die Gesellschaft hat es dennoch geschafft, ihre Umsätze fast halten zu können, indem Bestandskunden gehalten und Neukunden akquiriert wurden, sodass die Geschäftsführung die Abhängigkeit von einer schwachen Konjunkturentwicklung vergleichsweise gering einschätzt. In Hinblick auf Wettbewerber drängen weiterhin einzelne Händler mit eigenen Apps auf die lokalen Märkte. Diese bieten ebenfalls Angebotsanzeigen, Treuepunkte-Programme und Zahlungsfunktionen an. Die Anbieter werden von der Gesellschaft jedoch weniger als Wettbewerber angesehen, da sie eine äußerst spezifische Nachfrage abdecken, wohingegen Stocard jegliche Händler abbildet und vereint. Darüber hinaus profitiert die Gesellschaft von einer starken Userreichweite, gegen die sich jüngere Wettbewerber nur schwer behaupten können. Die Integration der stocard GmbH in die Klarna Gruppe hat zwar zu keiner Steigerung der Nutzer geführt, dennoch wurde die Zahl aktiver Nutzer gehalten und somit gefestigt. Da die Stocard GmbH keine direkten Konkurrenten in Hinblick auf ihr gesamtes Leistungsspektrum hat, schätzen wir den Wettbewerb nach wie vor als vergleichsweise gering ein und sehen uns weiterhin in einer sehr guten Position, in den nächsten Jahren auch weiter wachsen zu können. 3.1.2 Technische Risiken Weitere Risiken sind technischer Natur. Ein technisches Risiko stellen insbesondere Störungen oder Fehler in der Stocard App dar. Diese können unter anderem entstehen, wenn Angebote nicht oder falsch angezeigt, Push-Nachrichten nicht gesendet oder Zahlungen nicht oder falsch ausgeführt werden. Störungen dieser Art, können der Qualität und somit dem Image der Stocard schaden. Dieses Risiko wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie einem entsprechenden Customer Support, dem kontinuierlichen internen Monitoring und der regelmäßigen Verbesserung der Infrastruktur begegnet. Darüber hinaus wird gezielt geeignetes Personal gesucht und eingestellt, damit die technische Weiterentwicklung der App jederzeit sichergestellt ist. Technische Störungen gelten somit als Ausnahme. Weiterhin bestehen technische Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit, beispielsweise im Zusammenhang mit Cyber-Attacken, Phishing oder Fraud. Diesen Risiken begegnet die Klarna-Gruppe - einschließlich Stocard - mit eigenständigen Teams, die entsprechende Vorfälle dokumentieren sowie weitestgehend verhindern und notwendige Sensibilisierungsmaßnahmen kommunizieren. Zudem werden die Mitarbeiter regelmäßig über Cyberangriffe in Schulungen aufgeklärt und entsprechende Kanäle zur Meldung potentieller Risiken geteilt. 3.1.3 Finanzielle Risiken Bei einzelnen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, insbesondere, da die Gesellschaft überwiegend mit ausländischen Unternehmen Umsätze generiert. Die Zahlungsmoral ist außerhalb des DACH-Raumes deutlich geringer, sodass Zahlungsverzögerungen dort vermehrt auftreten. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung jedoch einen äußerst geringen Forderungsausfall, da die Gesellschaft ein konsistentes Forderungsmanagement bei Zahlungsverzögerungen etabliert hat. Signifikant erhöhte Forderungsausfälle, geprägt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie und des Russland-Ukraine-Kriegs, sind in 2023 nicht eingetreten und bis dato zeigt sich kein erhöhtes Risiko für 2024. 3.1.4 Gesamtrisiko Es bestehen derzeit weder unternehmenskritische noch sonstige die Gesellschaft wesentlich beeinträchtigende Risiken. 3.2 Chancen Chancen für die Stocard bestehen weiterhin im Ausbau ihrer Handelspartner. Die Entwicklung von Stocard in den vergangenen Geschäftsjahren hat gezeigt, dass die Nutzung von digitalen Lösungen im Zusammenhang mit Werbemaßnahmen weiterhin ein Fokusthema für stationäre Händler ist. Dieser Trend wird durch allgemeine, weltweite Nachhaltigkeitsbestrebungen begünstigt. Durch die Nutzung der Stocard App können insbesondere Plastik-Kundenkarten sowie gedruckte Werbekataloge eingespart und digitalisiert werden. In der Vergangenheit konnte die Gesellschaft bereits einen breiten Stamm an Handelspartnern aufbauen und stets neue Kunden gewinnen. Um diesen Trend auch in der Zukunft beizubehalten, stellt Stocard sicher, dass den Kunden das höchste Maß an Qualität zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus möchte die Stocard ihren Usern weiterhin gleichermaßen hohe Qualität liefern und die Userreichweite zukünftig weiter festigen, um Vertragsverhandlungen hierdurch treiben zu können. Die Ausweitung der Handelspartner und die Steigerung von Vertragsabschlüssen wird überwiegend aus Synergieeffekten mit der Klarna Gruppe gefördert. Durch Zusammenlegung der Stocard-Vertriebsmitarbeiter mit den existierenden Partner Success Teams innerhalb Klarnas werden Kapazitäten effizienter genutzt. Zudem hat die Gesellschaft bereits aus kooperativen Marketingprojekten profitiert und wird auch in Folgejahren diesen Trend fortsetzen können. Insgesamt werden interne Prozesse durch angepasste Teamstrukturen und Know-How-Transfere verbessert, sodass die Entwicklung der stocard GmbH voranschreiten wird. 4. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Unternehmen eine höhere Rentabilität, was seine strategische Ausrichtung auf Effizienz und Kostenmanagement widerspiegelt. Obwohl die ursprünglich prognostizierten Umsätze nicht erreicht wurden, konnte das Unternehmen ein stabiles Umsatzniveau halten. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einer stabilen Entwicklung bei gleichzeitigem moderatem Umsatzwachstum. Diese Erwartung stützt sich auf den Werbemarkt und gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Die im Risikobericht beschriebenen Unsicherheiten aus geopolitischen Entwicklungen, wie dem Russland-Ukraine-Konflikt, bleiben ein Faktor, der die Prognose unvorhersehbar beeinflussen kann. Der Geschäftsverlauf, einschließlich der Ergebnisse und der wirtschaftlichen Lage, wurde nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass zukunftsgerichtete Aussagen auf aktuellen Einschätzungen beruhen und naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet sind. Die tatsächliche Entwicklung kann daher von den hier formulierten Erwartungen abweichen.
Mannheim, den 17. Januar 2025 Geschäftsführung Yaron Shaer 1 https://www.salesforce.com/de/resources/research-reports/shopping-index/ 2 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Wirtschaft-Finanzen/Inflation.html#:~:text=J%C3%A4hrliche%20Inflationsrate,jedoch%20eine%20weiterhin%20angespannte%20Preisentwicklung. 3 https://nielseniq.com/global/de/news-center/2023/konsumklima-keine-erholung-in-sicht-fur-2023/#:~:text=Dies%20sind%20Ergebnisse%20der%20GfK,Mal%20in%20Folge%20leicht%20sinken. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der stocard GmbH, MannheimA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der stocard GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die stocard GmbH mit Sitz in Mannheim wird unter der Nummer 712032 beim Amtsgericht Mannheim geführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Von größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs ist gem. § 288 Abs. 2 HGB (Verzicht verschiedener Anhangsangaben) Gebrauch gemacht worden. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bewertungsmethoden und die Darstellung des Jahresabschlusses sind grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ggf. abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde analog § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % p.a. abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Basis der "Merchant Provisioning Routing" (Konzernrichtlinie) gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken wurden in entsprechender Höhe Wertberichtigungen gebildet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst Aufwendungen, die das Folgejahr betreffen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Risiken. Der Ansatz der Höhe nach erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst Erträge, die das Folgejahr betreffen. Von dem Wahlrecht gemäß § 288 Abs. 1 HGB, auf Angabe zur latenten Steuern nach § 285 Nr. 29 HGB zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dagestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen in Höhe von 255.789,12 EUR (im Vorjahr: 165.819,12 EUR). Forderungen gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 1.036.469,00 EUR). Die Gesellschafterin Klarna Bank AB (publ) ist von der schwedischen Aufsichtsbehöre für Finanzdienstleistungen (Finanzinspektionen, Box 7821, 103 97 Stockholm, Schweden) als Kreditinstitut zur Erbringung von Finanzdienstleistungen zugelassen und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland für die Erbringung grenzüberschreitender Finanzdienstleistungen in Deutschland registriert. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Prozesskosten in Höhe von 140.971,90 EU (Vorjahr: 155.000,00 EUR), die Beträge für die Berufsgenossenschaft und für die Schwerstbehinderteabgabe in Höhe von 12.475,08 EUR (Vorjahr: 26.840,00 EUR), die Beträge für Urlaubs- und sonstige Personalkosten in Höhe von 264.539,38 EUR (Vorjahr: 163.302,08 EUR), Aufwendungen für Jahreabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von 87.908,15 EUR (Vorjahr: 49.230,00 EUR), die Beträge für nachlaufende Kosten in Höhe von 7.294,12 EUR (Vorjahr: 1.000,00 EUR) und Beträge hinsichtlich der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von 12.600,00 EUR (Vorjahr: 12.600,00 EUR). 4. Verbindlichkeiten Über die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten informiert nachfolgender Verbindlichkeitenspiegel.
Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Im Vorjahr lagen keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr vor. Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 772.766,04 EUR). 5. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. 6. Sonstige finanzelle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten Die Berichtsgesellschaft ist auf verschiedenen geographischen Märkten weltweit tätig. Die Angaben zur Umsatzaufgliederung nach § 285 Nr. 4 HGB unterbleiben nach § 288 Abs. 2 HGB. 2. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Berichtsgesellschaft hat auf Ihre Beteiligung an der Stocard UK Ltd. eine außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.081.055,18 EUR vorgenommen. 3. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Im Geschäftsjahr 2023 waren Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 40.591,87 EUR (Vorjahr: 338.540,17 EUR) zu erfassen. Im Geschäftsjahr 2023 waren Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 209.662,16 EUR (Vorjahr: 444.616,87 EUR) zu erfassen. E. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs war als allenvertretungsberechtigter Geschäftsführer Herr Yaron Shaer (kaufmännischer Geschäftsführer), Täby, Schweden bestellt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und wurde von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Entsprechend § 286 Abs. 4 wurden die in § 285 Nr. 9a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane unterlassen. 3. Angaben zum Anteilsbesitz Gemäß § 285 Nr. 11 HGB setzt sich der Anteilsbesitz wie folgt zusammen:
Im Jahr 2023 wurde die Liquidation der Tochtergesellschaft stocard UK Ltd., London, UK im Rahmen eines Antrags nach DS 01 (Striking off application by a company) eingeleitet. Die Liquidation wurde am 02.01.2024 beendet und die Gesellschaft gelöscht. Da für das Jahr 2023 kein Jahresabschluss für die Gesellschaft erstellt wurde, haben wir hier die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB aus dem Vorjahr verwendet. 4. Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB der Gesellschaft ist die Klarna Bank AB mit Sitz in Stockholm . Die stocard GmbH wurde in den Konzernabschluss der Klarna Bank AB einbezogen. 5. Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben nach § 288 Abs. 2 HGB. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung Bedeutende Ereignisse nach dem 31. Dezember 2023, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der stocard GmbH wesentlich auswirken, haben sich nicht ereignet. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.989.082,76 EUR mit dem Verlustvortrag in Höhe von -22.388.896,59 EUR zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Angabe zum Mindeststeuergesetz Die globalen Mindestbesteuerungsregeln, die am 27. Dezember 2023 in deutsches Recht ("Mindeststeuergesetz" oder "MinStG") umgesetzt wurden hat die Gesellschaft auf deren potenziellen Auswirkungen auf ihre Finanzlage für das Jahr 2024 nach aktuellem Wissenstand bewertet. Bei der Bewertung wurde eine Reihe von qualitativen und quantitativen Faktoren berücksichtigt. Zum einen liegt der gemischte gesetzliche Steuersatz der stocard GmbH über dem Mindeststeuersatz von 15%. Darüber hinaus unterliegt die stocard GmbH in keinen weiteren Ländern einem gesetzlichen Steuersatz von weniger als 15%. Auf der Grundlage einer Analyse wird davon ausgegangen dass die Gesellschaft im Jahr 2024 keiner wesentlichen Mindeststeuer unterliegen wird.
Mannheim, 17.01.2025 Yaron Shaer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.01.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die stocard GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der stocard GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der stocard GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 17. Januar 2025 EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Adam, Wirtschaftsprüfer Leuchten, Wirtschaftsprüfer |
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