Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 77473
Vorher
HMS Planung & Automation GmbHACTEMIUM HMS Planung & Automation GmbHCegelec Deutschland GmbH
Eingetragen
12.12.1996
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Engineering, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Betrieb von elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen sowie solchen, die der Automatisierung dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jörg Hubert Hehl
seit 29.6.2021
Geschäftsführer
Vlad Ursuleac
seit 29.6.2021
Geschäftsführer
Thomas Seehöfer
seit 31.1.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actemium Cegelec GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Actemium Cegelec GmbH gehört zum Konzernkreis der VINCI S.A., Paris-Nanterre (Frankreich) und hat ihren Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt.

Nach der erfolgten Abspaltung (s.u. unter Geschäftsverlauf) besteht Actemium Cegelec GmbH besteht nunmehr aus einer Business Unit, die ihren Schwerpunkt im Bereich "Space" hat und vornehmlich Französisch-Guayana tätig ist.

2. Forschung und Entwicklung

Als Systemintegrator tätigt die Gesellschaft keine eigene Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2021 wurde stark von der Corona-Pandemie geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,7% höher als im Vorjahr (auch kalenderbereinigt). Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht werden konnte. Im Vergleich zum Jahr 2019 lag das BIP 2021 noch um 2,0% niedriger.

Im Vergleich zum Jahr 2020 hat sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Bereichen erhöht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 4,4%, auch der Dienstleistungsbereich wuchs deutlich. Auch im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe wurde trotzt der anhaltenden Einschränkungen ein Plus von 3,0% erreicht. Lediglich im Baugewerbe ging die Wirtschaftsleitung um 0,4% zurück, wobei dieser Bereich im Vorjahr auch keinen pandemiebedingten Einbruch erlebt hatte.

Auch auf der Nachfrageseite waren die andauernden Auswirkungen der Pandemie weiter spürbar. Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich auf dem niedrigen Vorjahresniveau; die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze, sie stiegen um weitere 3,4%. Hier wirken sich die Investitionen in Pandemie getriebene Maßnahmen aus (z.B. Corona-Impfstoffe, Schnelltests und Test- und Impfzentren). Im Bereich der Bauinvestitionen machten sich die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt und beim Material bemerkbar, hier konnte man nach fünf starken Jahren nur ein leichtes Plus von 0,5% verzeichnen. Die Investitionen in Ausrüstung - also die Investitionen in Maschinen und Fahrzeuge - stieg preisbereinigt um 3,2%, nach einem starken Rückgang im Vorjahr.

Die preisbereinigten Exporte nahmen im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 9,4% zu. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum um 8,6% zu, damit lag der Außenhandel nur noch leicht unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, damit lag die Zahl ungefähr auf Vorjahresniveau. Jedoch hat sich die Verteilung auf die Wirtschaftsbereiche durch die Pandemie stark verändert. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentlicher Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe. Dagegen kam es in den durch die Pandemie stark getroffenen Bereichen (Handel, Verkehr und Gastgewerbe) zu weiteren Beschäftigungsverlusten. Vor allem die verlängerten Regelungen zur Kurzarbeit dürften Entlassungen verhindert haben. Im Jahr 2021 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen weiter. [Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Jahreswirtschaftsbericht 2022]

Aufgrund von Großaufträgen hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2021 nochmals 34,1% mehr neue Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im letzten Monat des vergangenen Jahres um 42,0% und die Auslandsorders um 27,6%. Aus dem Euroraum gingen 19,8% mehr Aufträge ein als noch im Dezember 2020. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0%. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9% in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1%) und die aus dem Ausland um 27,0%.

2. Geschäftsverlauf

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens der Actemium Cegelec GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 77473) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung zum 01.01.2021 abgegeben.

Bedingt durch diese Abspaltung sind die Vergleichswerte 2020 nicht aussagefähig. Daher wurden in der Bilanz in einer dritten Spalte die abgespaltenen Vermögenswerte und Schulden dargestellt. Für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen konnten Vorjahreswerte ermittelt werden. Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl der Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern als Kenngröße verwendet. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft geeignete Kenngrößen, die insbesondere die Langfristigkeit des Projektgeschäfts und die Qualität der Projektsteuerung abbilden.

Für das verbliebene Geschäft betrug das Ergebnis nach Steuern TEUR 3.847, dies kam insbesondere durch das gute Beteiligungsergebnis zustande. Im Vorjahr lag das Ergebnis bei TEUR 10.742.

Der Geschäftsverlauf ist trotz der Reduzierung des Geschäfts durch Abspaltung und des Einflusses der Pandemie sowie der Folgen des Ukraine Krieges als stabil zu bewerten.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Actemium Cegelec GmbH hatte im Geschäftsjahr 2021 einen Auftragseingang in Höhe von EUR 12,1 Mio.

2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 13.932 112,2 210.419 0,0 -196.487 114,2
Bestandsveränderung -1.519 -12,2 -25.971 0,0 24.452 -14,2
Gesamtleistung 12.413 100,0 184.448 0,0 -172.035 0,0
Materialaufwand -9.583 -77,1 -103.864 0,0 94.281 -54,8
Personalaufwand -811 -6,4 -60.229 0,0 59.418 -34,5
Abschreibungen -1 0,1 -958 0,0 957 -0,6
Sonstiger Betriebsaufwand -691 -5,5 -19.777 0,0 19.086 -11,1
Aufwendungen für die Betriebsleistungen *) -11.086 -89,2 -184.828 0,0 173.742 -101,0
Sonstige betriebliche Erträge 153 1,3 11.311 0,0 -11.158 6,5
Beteiligungsergebnis 2.459 19,9 0 0,0 2.459 -1,4
Erträge Finanzanlagen 0 0,1 13 0,0 -13 0,0
Betriebsergebnis 3.939 31,7 10.944 0,0 -7.005 4,1
Zinsergebnis -8 -0,1 -202 0,0 194 -0,1
Ergebnis vor Steuern 3.931 31,7 10.742 0,0 -6.811 4,0
Steuern E/E -84 -0,6 0 0,0 -84 0,0
Ergebnis nach Steuern 3.847 31,0 10.742 0,0 -6.895 4,0
Sonstige Steuern -82 -0,7 -222 0,0 140 -0,1
Jahresergebnis vor EAV 3.765 30,3 10.520 0,0 -6.755 3,9

Sämtliche Positionen der Ertragslage sind, bedingt durch die erfolgte Abspaltung, nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Für den Teil der Actemium Cegelec GmbH, welcher nicht von der Abspaltung betroffen ist, wurden die anteiligen Werte für 2020 ermittelt: Umsatzerlöse ca. 15.384 TEUR, Materialaufwand ca. 14.647 TEUR sowie Personalaufwand ca. 1.057 TEUR auf. Die Umsatzerlöse sind leicht zurückgegangen. Durch Fremdvergabe sank der Personalaufwand. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten wieder Ausschüttungen aus Beteiligungen vereinnahmt werden.

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung liegt bei TEUR 3.765 TEUR.

b) Finanzlage

Liquidität

Am Ende des Geschäftsjahres 2021 verfügt die Gesellschaft über einen Liquiditätsbestand von TEUR 1.713 (Vj. TEUR 4.069), der aus den flüssigen Mitteln resultiert.

Die Gesellschaft finanziert die laufenden Projekte überwiegend aus den Umsatzerlösen und ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt, in den Cash-Pool-Verbund der VINCI Finance International S.A., Brüssel (Belgien), einer 100%-Beteiligung der VINCI S.A., Paris-Nanterre (Frankreich), integriert.

Die bilanzielle Kapitalstruktur speist sich weitestgehend aus Quellen der Innen- und Eigenfinanzierung, sodass keine konzernfremden Finanzierungen zur Deckung herangezogen werden mussten. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet.

c) Vermögenslage

31.12.2021 01.01.2021
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 -81 0,1
Sachanlagevermögen 0 0,0 -2.321 1,7
Finanzanlagen 6.124 51,5 0 0,0
Langfristig gebundenes Vermögen 6.124 51,5 -2.402 1,8
Vorräte 1.336 11,2 -3.356 2,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 999 8,4 -32.456 23,8
Forderungen Verbundbereich 1.399 11,8 -96.243 70,7
Sonstige Vermögensgegenstände 314 2,6 -740 0,5
Flüssige Mittel 1.713 14,4 0 0,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 -972 0,7
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 5.761 48,4 -133.767 98,2
  11.885 99,7 -136.169 100,0
31.12.2020 Veränderung 2021 / 2020
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 81 0,0 -81 0,0
Sachanlagevermögen 2.321 1,3 -2.321 1,4
Finanzanlagen 6.124 3,4 0 0,0
Langfristig gebundenes Vermögen 8.526 4,7 -2.402 1,4
Vorräte 1.750 1,0 -414 0,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.456 17,9 -31.457 18,6
Forderungen Verbundbereich 132.549 73,2 -131.150 77,5
Sonstige Vermögensgegenstände 795 0,4 -481 0,3
Flüssige Mittel 4.080 2,3 -2.367 1,4
Rechnungsabgrenzungsposten 972 0,5 -972 0,6
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 172.602 95,3 -166.841 98,6
  181.128 100,0 -169.243 100,0

Nach der Abspaltung sind die Beteiligungen mit 6 MEUR der Posten mit der größten Bedeutung.

d) Kapitalstruktur

31.12.2021 01.01.2021
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 100 0,8 -3.400 2,5
Kapitalrücklage 0 0,0 -10.140 7,4
Eigenkapital 100 0,8 -13.540 9,9
Steuerrückstellungen 88 0,7 0 0,0
Sonstige Rückstellungen 1.865 15,7 -54.490 40,0
Rückstellungen 1.953 16,4 -54.490 40,0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0,0 -57.204 42,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14 0,1 -3.888 2,9
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.606 80,8 -6.497 4,8
Sonstige Verbindlichkeiten 212 1,8 -550 0,4
Verbindlichkeiten 9.832 82,7 -68.139 50,1
  11.885 99,8 -136.169 100,0
31.12.2020 Veränderung 2021 / 2020
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 3.500 1,9 -3.400 2,0
Kapitalrücklage 10.140 5,6 -10.140 6,0
Eigenkapital 13.640 7,5 -13.540 8,0
Steuerrückstellungen 67 0,0 21 0,0
Sonstige Rückstellungen 55.120 30,4 -53.255 31,5
Rückstellungen 55.187 30,4 -53.234 31,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.205 31,6 -57.205 33,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.888 2,1 -3.874 2,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 49.837 27,5 -40.231 23,8
Sonstige Verbindlichkeiten 1.371 0,8 -1.159 0,7
Verbindlichkeiten 112.301 62,0 -102.469 60,6
  181.128 99,8 -169.243 100,0

Die Eigenkapitalquote liegt bei 0,84% (Vj. 7,53%).

4. Nichtfinanzielle Kennzahlen der Gesellschaft

Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft richten sich nach Grundsätzen des VINCI-Konzerns. Es wird großer Wert daraufgelegt, dass jede Konzerngesellschaft ausreichend Autonomie sowohl in der Definition und Umsetzung der Strategie als auch im kurzfristigen operativen Geschäft behält. Dies fördert den Unternehmergeist und die Reaktionsbereitschaft. Eingebettet in Werte wie Solidarität, Vertrauen und Verantwortung gilt immer der Grundsatz Ertrag vor Volumen.

Für die Gesellschaft ist die Gesundheit der Mitarbeiter, auf die sich die Betriebsleistung stützt, ein hohes Gut. In der VINCI-Gruppe ist die UH1-Kennzahl (Unfallhäufigkeitswert), die sich aus der Anzahl der Unfälle ≥ 1 Tag Arbeitszeitausfall, multipliziert mit 1 Mio. Stunden und dividiert durch die Anzahl der insgesamt geleisteten Stunden errechnet, die wichtigste Kennzahl zum Thema Arbeitssicherheit. In 2021 liegt der UH1-Wert für die Actemium Cegelec GmbH bei Null. Das Ziel "Null Unfälle" wird auch in 2022 ein sehr wichtiges Ziel der Gesellschaft bleiben.

III. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Aufgrund des jahrelang stabilen Space Geschäfts gibt es im Jahr 2022 einen konstanten Geschäftsverlauf, mit dem auch in 2023 zu rechnen ist. Wir gehen von einem in etwa gleichbleibenden Niveau beim Auftragseingang aus. Das Ergebnis (vor Abführung) ist mit 3.887 TEUR zu erwarten. Für 2023 wird mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet.

Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise (Omikron-Variante) haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Sublieferanten und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Hierbei unterstützen uns die dezentrale Struktur und die aufgestellten Notfallpläne. Der Ausblick unterstellt, dass sich die derzeitigen Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Unternehmung nicht weiter verschlechtern.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8 % und im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten.

Aufgrund der Einflüsse durch die Pandemie kommt es hin und wieder zu Verzögerungen bei den Auftragsabwicklungen. Insbesondere der Preisanstieg bei den Materialien und die verlängerten Lieferzeiten beeinflussen das Projektgeschehen und führen zu verlängerten Projektlaufzeiten.

Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Folge der anhaltenden Corona-Pandemie und der gestiegenen Risiken hinsichtlich der Inflation und Lieferketten aufgrund der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine, wird mit einer Verzögerung der Erholung der deutschen Wirtschaft für 2022 und 2023 gerechnet.

Der Einfluss der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie auf die Actemium Cegelec GmbH hielt sich bisher in Grenzen, die weitere Entwicklung ist dennoch final nicht abschätzbar.

Drohende Inflationsrisiken betreffend die Preise auf dem Material- und Leistungsmarkt werden von uns engmaschig beobachtet. Die Entwicklungen der Preise werden bei der Preisgestaltung unserer Angebote berücksichtigt. Hier besteht insbesondere das Risiko, dass die Preissteigerungen, die aufgrund eines Zeitverzugs der Materialbestellungen nicht zu 100% an unsere Kunden weitergegeben werden können.

Geopolitische Risiken, wie beispielsweise die militärische Intervention Russlands in der Ukraine, die Verschärfung von Handelskonflikten oder außenpolitische Konflikte können die Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft negativ beeinträchtigen und zu einem operativen Betriebs- und Ertragsrisiko führen.

Eine Auswirkung auf die Investitionsneigung aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ist bei unseren Kunden derzeit noch nicht zu beobachten.

Insgesamt wird das gesamtwirtschaftliche Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Branchenspezifische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe die Bonität des Kunden überprüft wird, vor der Angebotsfreigabe ab einem bestimmten Wert Risiko-Komitees die Angebote einer Plausibilitätsprüfung unterziehen und freigeben sowie während der Ausführungsphase regelmäßig Projektstatussitzungen stattfinden, in denen individuelle Projektrisiken besprochen und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt werden - dies gilt gleichermaßen für die Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt, die i.d.R. mit der des Absatzmarktes einhergeht.

Dieser Prozess wird im Unternehmen durchgehend gelebt und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, welche eine transparente Darstellung der Aufträge und deren Abwicklung vorgibt.

Insgesamt wird das branchenspezifische Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken bestehen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung. Diese Risiken resultieren im Wesentlichen aus Fertigungsmängeln sowie Fristen- und Kostenüberschreitungen.

Ertrags- und liquiditätswirksame Fehlentwicklungen werden dadurch möglichst früh erkannt und ihnen wird entsprechend gegengesteuert.

Insgesamt wird das ertragsorientierte Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Personalspezifische Risiken

Unser Fokus liegt auf der guten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmen des Actemium-Bereiches, insofern wird das personalspezifische Risiko von uns als geringes Risiko bewertet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über ihre Umsatzerlöse. Die Gesellschaft ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main in den Cash-Pool-Verbund der VINCI integriert.

Währungsrisiken bestehen aufgrund größtenteils europäischer Beauftragungen in Euro-Valuta nur in sehr geringem Umfang. Außerhalb der Eurozone werden Währungsrisiken, wenn nötig, durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Insgesamt wird das finanzwirtschaftliche Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

2. Chancenbericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir vor allem durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung durch.

Als Chance nehmen wir die breite Marktpräsenz des VINCI-Konzern wahr. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht viele Anknüpfungspunkte bei Kunden, bei denen die Actemium Cegelec GmbH heute noch nicht präsent ist.

3. Gesamtaussage

Durch kontinuierliche Nutzung unserer Fachexpertise und unseres Qualitätsanspruchs werden wir den dargestellten Risiken angemessen begegnen.

Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Frankfurt am Main, den 31. März 2023

Die Geschäftsführung der Actemium Cegelec GmbH

Vlad Ursuleac

Jörg Hehl

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
EUR
01.01.2021 *)
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software 0,00 -80.609,02 80.609,02
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -34.217,20 34.217,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 -646.470,15 646.470,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106,23 -1.537.836,06 1.538.364,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -102.270,23 102.270,23
  106,23 -2.320.793,64 2.321.321,78
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.123.567,10 0,00 6.123.567,10
  6.123.673,33 -2.401.402,66 8.525.497,90
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Leistungen 1.336.100,61 -78.558.249,84 79.583.481,92
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 76.844.236,58 -79.583.481,92
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -1.642.058,48 1.749.706,78
  1.336.100,61 -3.356.071,74 1.749.706,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 998.641,72 -32.455.563,78 32.455.563,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.400.025,07 -96.243.390,25 132.549.924,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände 314.034,24 -740.467,29 795.119,41
  2.712.701,03 -129.439.421,32 165.800.607,97
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.712.545,54 0,00 4.079.640,71
  5.761.347,18 -132.795.493,06 171.629.955,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 -972.238,23 972.238,23
  11.885.020,51 -136.169.133,95 181.127.691,59

Passiva

     
31.12.2021
EUR
01.01.2021 *)
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 -3.400.000,00 3.500.000,00
II. Kapitalrücklagen 0,00 -10.140.300,00 10.140.300,00
  100.000,00 -13.540.300,00 13.640.300,00
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 88.426,33 0,00 66.769,74
2. Sonstige Rückstellungen 1.865.431,60 -54.489.387,89 55.120.347,68
  1.953.857,93 -54.489.387,89 55.187.117,42
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -57.204.881,66 57.204.881,66
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.894,28 -3.888.040,33 3.888.040,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.604.822,86 -6.496.902,51 49.836.556,92
4. Sonstige Verbindlichkeiten 212.445,44 -549.621,56 1.370.795,26
davon aus Steuern 20.663,34 EUR (Vj . TEUR 1.004)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 14.553,49 (Vj . TEUR 46) 9.831.162,58 -68.139.446,06 112.300.274,17
  11.885.020,51 -136.169.133,95 181.127.691,59

*) Abgang aus Abspaltung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 13.932.033,63 210.419.260,34
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -1.519.131,47 -25.970.771,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 152.502,24 11.310.676,17
davon aus Währungsumrechnung EUR 37.987,54 (Vj . TEUR 267)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 259.557,69 -44.970.871,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.841.957,54 -58.893.237,62
  -9.582.399,85 -103.864.109,46
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -786.196,29 -50.528.282,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -24.308,08 -9.700.565,48
davon für Altersversorgung EUR 0, 00 (Vj . TEUR 144) -810.504,37 -60.228.847,89
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -637,33 -958.119,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -690.945,26 -19.776.637,95
davon aus Währungsumrechnung EUR 4.752,18 (Vj . TEUR 283)    
8. Erträge aus Beteiligungen 2.458.591,56 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.458.591,56 (Vj . TEUR 0)    
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 13.461,73
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 EUR (Vj . TEUR 13)    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 363,22
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.119,14 -202.713,83
davon Aufwand aus Aufzinsungen EUR 0,00 (Vj . TEUR 35)    
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -84.220,58 -200,25
13. Ergebnis nach Steuern 3.847.169,43 10.742.361,72
14. Sonstige Steuern -81.863,61 -222.171,34
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -3.765.305,82 -10.520.190,38
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Information

Alleinige Gesellschafterin der Actemium Cegelec GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 77473 registriert.

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens der Actemium Cegelec GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 77473) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung zum 01.01.2021 abgegeben. Als Folge dessen, ist eine Vergleichbarkeit aller Bilanz- und GuV-Werte mit dem Vorjahr nicht gegeben. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, wurden die per 1.1.2021 abgespaltenen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in einer dritten Spalte dargestellt. Für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen konnten Vorjahreswerte ermittelt werden, die im Abschnitt Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung näher aufgeführt werden.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Ergänzend wurde das GmbHG berücksichtigt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bewertungsgrundsätze keine Änderung erfahren.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde beibehalten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Die unter diesem Posten ausgewiesene Software wird linear über einen Zeitraum von 3 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Zinsen wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Bauten auf fremden Grundstücken: 1 bis 10 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen: 4 bis 19 Jahre
-Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 16 Jahre

Die Abschreibungen erfolgen im Zugangsjahr "pro rata temporis" nach der linearen Methode. Von der Option der Sofortabschreibung bei Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis zu EUR 800 entsprechend den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG wird Gebrauch gemacht. Diese geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs auch als Abgang erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen zuzüglich Zuschreibungen, soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Leistungen (Anlagen in Arbeit) werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der projektspezifischen verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkte Kosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wird. Aufwendungen für drohende Verluste werden zunächst von den aktivierten Anlagen in Arbeit aktivisch abgesetzt. Für darüberhinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bewertet. Erhaltene Anzahlungen wurden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken und Risiken aus überfälligen Forderungen durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst. Dies betrifft im Wesentlichen Gewährleistungseinbehalte.

Die liquiden Mittel (Kassenbestände und Bankguthaben) der Gesellschaft werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Das Stammkapital und die Kapitalrücklage gemäß § 272 (2) Nr. 4 HGB werden zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Diese beinhalten unter anderem Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, fehlende Eingangsrechnungen, Bonus, Jahresabschlussprüfung und Aktienoptionen.

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsvaluten

Die erstmalige Erfassung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt mit dem Tageskurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung bzw. bei Bestehen eines entsprechenden Sicherungsgeschäftes zum jeweiligen Sicherungskurs.

Gemäß § 256a HGB werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem Fremdwährungsumrechnungskurs zum Entstehungszeitpunkt und bei Vermögensgegenständen zum niedrigeren bzw. bei Verbindlichkeiten zum höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von TEUR 38 (Vj. TEUR 267) bzw. als "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 283) ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Abschreibungen sind in voller Höhe planmäßig entstanden.

Finanzanlagen

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021:

Name der Gesellschaft Anteil
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis 2021
TEUR
Cegelec Space S.A.,Kourou, Französisch-Guayana 1) 51 6.705 1.121
Actemium Automation Control Systems Ltd., Peking, China 1) 100 1.760 1.220
Gesellschaft mit beschränkter Haftung "OOO Cegelec", Moskau, Russland 1) 100 -266 -26

1) Bei diesen Angaben handelt es sich um Werte, die auf Basis der für den VINCI-Konzern geltenden Rechnungslegung nach IFRS ermittelt wurden. Bei dem dargestellten Ergebnis handelt es sich um das Ergebnis der letzten 12 Monate.

Vorräte

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen unfertigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht abgerechnete Projektleistungen aus Ingenieurs- und Konstruktionstätigkeiten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 999 (Vj. TEUR 32.456) haben eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr. Die darin enthaltenen Gewährleistungseinbehalte in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 143) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind nicht vorhanden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 585 (Vj. TEUR 5.624) sowie sonstige Forderungen (ohne in Höhe von TEUR 815 (Vj. TEUR 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr

Gegen die Gesellschafterin, die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, bestehen zum Stichtag Forderungen aus dem laufenden Cashpool von TEUR 0 (Vj. TEUR 126.497) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0 (Vj. TEUR 27).

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag TEUR 100 (Vj. TEUR 3.500). Die Veränderung resultiert aus u.g. Abspaltung.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag TEUR 0 (Vj. TEUR 10.140). Die Veränderung resultiert aus nachgenannter Abspaltung.

Die Gesellschaft hat als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag Teile ihres Vermögens als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung auf die

Actemium Cegelec Mitte GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 120909),

Actemium Cegelec West GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 120912) sowie

Actemium Service GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 121004)

übertragen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 1.865 (Vj. TEUR 55.120) beinhalten im Wesentlichen projektbezogene Rückstellungen i.H.v. TEUR 821 (Vj. TEUR 33.403) und personalbezogenen Rückstellungen i.H.v. TEUR 991 (Vj. TEUR 14.768).

Verbindlichkeiten

Von den erhaltenen Anzahlungen werden TEUR 0 (Vj. TEUR 79.583) offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt sowie in Höhe von TEUR 0 (Vj. 57.205) - davon TEUR 0 gegenüber verbundenen Unternehmen - passivisch ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.553 (Vj. TEUR 6.131) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.052 (Vj. TEUR 43.706).

Gegenüber der Gesellschafterin, der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 3.765 (Vj. TEUR 10.520), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 0 (Vj. TEUR 39) sowie Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling i.H.v. TEUR 4.287 (Vj. 0).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von kleiner 1 Jahr (Vj. TEUR 13 Verbindlichkeiten aus L/L mit Restlaufzeit größer 1 Jahr).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021
TEUR
2020
TEUR
Inland 3.050 185.084
Ausland 10.882 26.435
Erlösschmälerungen 0 -1.100
Gesamt 13.932 210.419
Fremde Dritte 8.832 192.295
Verbundene Unternehmen 5.100 19.224
Erlösschmälerungen 0 -1.100
Gesamt 13.932 210.419

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich insbesondere auf Dienstleistungen wie Planung, Engineering, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Betrieb von elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen sowie solchen, die der Automatisierung dienen. Die Gesellschaft bietet Projekt- und Serviceleistungen vom Engineering über die Realisierung bis zur Wartung, Instandhaltung und Betrieb. Der Kompetenzschwerpunkt liegt in den Bereichen Industrie, Infrastruktur und Energie. Die Umsätze betreffen insbesondere Leistungen im Bereich der Energietechnik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik und Automatisierungstechnik. Wir verweisen auf die ergänzende Darstellung zur Ertragslage im Lagebericht.

Bedingt durch die Abspaltungsvorgänge sind die Vorjahresvergleichswerte nur bedingt aussagefähig. Die Vorjahreswerte des bei der Actemium Cegelec GmbH verbliebenen Geschäfts wären hier aussagekräftiger. Der der Abspaltung unterlegene Teil wies für den verbliebenen Teil des Geschäfts für die wesentlichen Posten Umsatzerlöse i.H.v. ca. TEUR 15.384, Materialaufwand i.H.v. ca. TEUR 14.647 sowie Personalaufwand i.H.v. ca. TEUR 1.057 auf.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die periodenfremden Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 38 (Vj. TEUR 9.151) sowie die Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 38 TEUR (Vj. 267 TEUR) enthalten.

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92000 Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Aus diesem Grund ist die Actemium Cegelec GmbH gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Der Ort der Offenlegung ist:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

4, rue Pablo Neruda 92020 Nanterre cedex Frankreich 552 037 806 RCS Nanterre

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, betragen für das folgende Geschäftsjahre TEUR 1 (Vj. TEUR 9.726).

Neben den finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen existieren weitere finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 967 (Vj. TEUR 34.044), davon TEUR 933 (Vj. TEUR 4.184) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der VINCI S.A. erfolgt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nahestehende Unternehmen

Von der Berichtspflicht nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäfte mit und zwischen mittel- und unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ausgenommen. Von dieser Erleichterung wurde Gebrauch gemacht.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2 (Vj. 704) Mitarbeiter, davon 2 Angestellte (Vj. 386) und 0 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 318). Hierin enthalten waren im Jahr 2021 durchschnittlich 0 kaufmännische (Vj. 4) und 0 gewerbliche Auszubildende (Vj. 64).

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung wird durch nachstehend genannte Geschäftsführer wahrgenommen:

Jörg Hehl, CFO VINCI Energies Europe East, ab 23.06.2021

Vlad Ursuleac, Divisionsleiter Division Special Technologies, ab 23.06.2021

Harald Friedrich, Leiter strategische Entwicklung VED Industrietechnik, bis 23.06.2021

Jürgen Horter, Direktor für Umwelt VEE und Geschäftsentwicklung Actemium Deutschland, bis 23.06.2021

Dr. Ing. Frank May, Leiter des Pôle VED Industrial Solutions West, bis 23.06.2021

Gerald Taraba, Leiter des Pôle VED Industrial Solutions Mitte-Ost, bis 23.06.2021

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge aller aktuellen und ehemaligen Geschäftsführer, mit Ausnahme von Jürgen Horter, werden nicht von der Gesellschaft getragen.

Der Aufsichtsrat wurde aufgrund der Abspaltungen und dem damit verbundenen Ausscheiden fast aller Mitarbeiter aufgelöst.

Ergebnisverwendung

Entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag wird das Ergebnis in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt.

Nachtragsbericht

Die Folgen der seit Anfang 2020 fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus werden fortlaufend analysiert sowie deren Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine haben einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 bzw. 2023. Die Auswirkungen werden fortlaufend untersucht. Die Lieferengpässe und damit verbundenen Kostensteigerungen beim Material und der Energie, haben zu einer allgemeinen Kostensteigerung im Materialbereich geführt. Es wird versucht diese Mehrkosten an die Kunden weiterzugeben. Wir rechnen mit einer teilweisen Kompensation.

 

Frankfurt am Main, den 30. März 2023

Die Geschäftsführung

Vlad Ursuleac

Jörg Hehl

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
31.12.2020
EUR
01.01.2021 *)
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Software 1.053.396,08 -1.053.396,08 490,25 0,00 490,25
  1.053.396,08 -1.053.396,08 490,25 0,00 490,25
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 171.738,63 -171.738,63 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.055.116,95 -2.055.116,95 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.452.862,61 -6.452.334,47 743,56 528,14 743,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.270,23 -102.270,23 0,00 0,00 0,00
  8.781.988,42 -8.781.460,28 743,56 528,14 743,56
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.123.567,10 0,00 0,00 0,00 6.123.567,10
  6.123.567,10 0,00 0,00 0,00 6.123.567,10
Summe Anlagevermögen 15.958.951,60 -9.834.856,36 1.233,81 528,14 6.124.800,91
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2020
EUR
01.01.2021 *)
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Software 972.787,06 -972.787,06 490,25 0,00 490,25
  972.787,06 -972.787,06 490,25 0,00 490,25
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 137.521,43 -137.521,43 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.408.646,80 -1.408.646,80 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.914.498,41 -4.914.498,41 637,33 0,00 637,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  6.460.666,64 -6.460.666,64 637,33 0,00 637,33
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.433.453,70 -7.433.453,70 1.127,58 0,00 1.127,58
Buchwerte
31.12.2020
EUR
01.01.2021 *)
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software 0,00 -80.609,02 80.609,02
  0,00 -80.609,02 80.609,02
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -34.217,20 34.217,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 -646.470,15 646.470,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106,23 -1.537.836,06 1.538.364,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -102.270,23 102.270,23
  106,23 -2.320.793,64 2.321.321,78
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.123.567,10 0,00 6.123.567,10
  6.123.567,10 0,00 6.123.567,10
Summe Anlagevermögen 6.123.673,33 -2.401.402,66 8.525.497,90

*) Abgang aus Abspaltung zum 01.01.2021

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Actemium Cegelec GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actemium Cegelec GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actemium Cegelec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 31. März 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 16.05.2023 festgestellt.

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