Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 99209
Vorher
Platin 1077. GmbHBrillant Media Services GmbH
Eingetragen
5.5.2014
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Presse- und Drittkundenlogistik, insbesondere die Sortimentierung, Kommissionierung und Distribution sowie Abholung und Rückführung von Presseerzeugnissen (Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Veröffentlichungen) für den Einzelhandel im In- und Ausland. Abholung, Grob- und Feinkommissionierung und Feinverteilung sowie Rückführung, Aufbereitung und Entsorgung von Waren im Paket-Bereich im Auftrag von Drittkunden. Erbringung von Dienstleistungen in der Presse-, Prospektversand- und Zusteller-Logistik sowie von Night Logistics Services.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Kirschner
seit 11.5.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

7Days Group GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Der SOKI Konzern ist vor allem in den Geschäftsbereichen Pressegrosso, Logistik sowie Großkundenabonnement mit Presseerzeugnissen tätig. Die Konzernunternehmen sind in der Schweiz, in Deutschland und in Luxemburg verlässliche Partner des Handels. Für diese Zwecke betreiben zwei der Tochterunternehmen jeweils Zweigniederlassungen in der Schweiz und in Luxemburg, während die anderen Gesellschaften direkt in der Schweiz oder in Deutschland angesiedelt sind.

In der Schweiz und in Luxemburg hat der Konzern eine herausragende Stellung im Presse-Vertriebsmarkt und nimmt dabei die Rolle eines Marktführers in dem von ihm betreuten Pressegrosso-Markt (Vertrieb von Presseerzeugnissen an Einzelhändler) ein. In Deutschland gehört man zu den Marktführern. Zudem stellt der Konzern im Bereich der Kleinmengenlogistik in der Schweiz ein führendes Logistikunternehmen dar.

Das Service-Angebot des Konzerns umfasst im Wesentlichen:

Pressegrosso

Vertrieb von Presseerzeugnissen, inklusive Marktbearbeitung und Kunden- / Verlagsbetreuung, klassische physische Distribution mit Kommissionierung, Abwicklung von Remissionen und die Betreuung der Verkaufsstellen;

Ausübung einer unternehmerischen Funktion im Auftrag von Verlagshäusern durch aktive Marktausschöpfung und im Auftrag von Verkaufsstellen durch Unterstützung bei der Sortimentierung und der Verkaufsoptimierung.

Logistik

Flexible und individuelle Abhol- und Zustelllösungen für Kunden im Bereich der Kleinmengenlogistik unter den Marken 7Days, Güll und VCA auf Basis der Kompetenz aus dem Pressegrosso-Geschäft und durch effiziente Nutzung der nachts verfügbaren Logistikvolumina, aufgeteilt in folgende Bereiche:

B2B Logistik:

Nacht- und Tagzustellung: Abholung und Auslieferung von Paketen während der Nacht und tagsüber an 7 Tagen die Woche, inklusive Distribution von Presseerzeugnissen an Zeitungsboxen.

Prospektversand-Zusteller-Logistik: Distribution von adressierten Prospekten an das Feinverteilnetz eines Spezialisten in diesem Bereich.

Presselogistik: Direktfakturierung für die Erbringung der logistischen Leistung im Mandat als Pressegrossist.

Warenlogistik: Auslieferung von Tabak- und Convenience-Artikeln (Getränke, Süßwaren, Frischprodukte usw.) an Einzelhandelsgeschäfte.

B2C Logistik:

«Pick-up-Drop-off» (PUDO): Bedienung von Abgabe- und Abholstellen für Online- und Versandhändler durch Nutzung einer Vielzahl von strategisch optimal positionierten Verkaufsstellen.

E-Commerce: Auslieferung von Supermarktartikeln an Endkunden

Abonnement-Geschäft

Im Rahmen des Abonnement-Geschäfts werden Geschäftskunden mit Presseerzeugnissen im Abonnement beliefert. In diesem Zusammenhang führt der Konzern ebenfalls entsprechende Logistikdienstleistungen für verschiedene Presseverlage durch.

2. Steuerungssystem

Die Steuerung des Konzerns erfolgt in erster Linie über die folgenden Kennzahlen:

Umsatz

Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und Ertrag (EBITDA)

In den Umsatzwerten spiegeln sich neben den Ausliefermengen auch die entsprechenden Preisentwicklungen der vertriebenen Produkte wider.

Das EBITDA beinhaltet auf Basis der Umsätze den Rohertrag sowie alle operativen Kosten mit Ausnahme der Abschreibungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die Weltwirtschaft im Zuge der COVID-19-Pandemie ab dem Frühjahr 2020 in eine Rezession gefallen war und sich mit im vierten Quartal 2021 gesteigerter Dynamik wieder ein Aufschwung abgezeichnet hatte, ist die weltwirtschaftliche Entwicklung seit dem Februar 2022 vor allem durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. Stark gestiegene Rohstoffpreise und Energiekosten sowie globale Lieferkettenengpässe waren die Folge und führten zu einer stark gestiegenen Inflation. Trotzdem zeigten sich viele Volkswirtschaften im zweiten Halbjahr 2022 überraschend resilient. Hierzu trugen vor allem der private Konsum, Ausrüstungsinvestitionen und staatliche Unterstützungsmaßnahmen bei. Bei der Nachfrage privater Haushalte kam es zu Nachholeffekten von während der Corona-Krise aufgestauter Nachfrage. Durch zurückgehende Lieferkettenengpässe konnten Unternehmen entsprechend investieren und die Energiemärkte haben sich schneller als erwartet auf die neue Situation eingestellt. Seit dem Spätsommer 2022 sinken die Energiepreise wieder, unter anderem bedingt durch einen milden Winter sowie Gaseinsparbemühungen in Europa. 1 Dabei ist das globale Wirtschaftswachstum für das Jahr 2022 mit +3,4 % wieder deutlich unter das Niveau des Jahres 2021 (+6,2 %) gesunken und liegt damit nur knapp über dem Niveau des langjährigen Mittels von +3,1 % (2013 - 2022). 2 Trotz Leitzinsanhebungen geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von einer Wachstumsrate für die Weltwirtschaft in Höhe von 2,8 % im Jahr 2023 und 3,0 % im Jahr 2024 aus. In einem alternativen Szenario, im Falle weiterer Schwierigkeiten im Finanzsektor könnte sich das Wachstum in 2023 auf 2,5 % reduzieren. Die Rückkehr der Inflationsraten zu den üblichen Zielgrößen vor 2025 hält der IWF dabei für unwahrscheinlich. 3

In Europa lag das Wachstum 2022 der EU-27 Länder (ohne Großbritannien) bei 3,5 % (Vorjahr 5,4 %). 4 Während der Rückgang der weltwirtschaftlichen Dynamik insbesondere auf die Industriestaaten zurückgeht (nach 2,7 % Wachstum in 2022 wird für 2023 nur noch eine Wachstumsrate in Höhe von 1,2 % erwartet), könnten, nach der Öffnung der Wirtschaft in China nach der Pandemie, in 2023 mehr als 50 % des Wachstums der Weltwirtschaft auf China und Indien zurückgeführt werden. 5

Während in Deutschland die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Quartalen 2022 trotz widriger Rahmenbedingungen in der Weltwirtschaft und geopolitischen Spannungen noch zulegen konnte, hat sich danach die Dynamik der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung merklich verringert. Maßgeblich hierfür waren insbesondere die Kaufkraftverluste in Folge der hohen Inflation, die sich unmittelbar bei den Ausgaben für den privaten Konsum auswirkten. Bei den Investitionen machten zudem steigende Zinsen und die zwar nachlassenden, aber weiterhin spürbaren, Materialengpässe bemerkbar. 6 Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht den kurzfristigen Ausblick auf die deutsche Wirtschaft aufgrund einer vorerst stabilisierten Energieversorgungslage und gesunkener Großhandelspreise leicht aufgehellt. Ebenfalls wird für Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % im Jahr 2023 und von 1,3 % im Jahr 2024 erwartet. Dabei dürfte die Inflation im Jahresverlauf zwar rückläufig, aber noch deutlich erhöht bleiben und für 2023 durchschnittlich 6,6 % betragen. Diese weiterhin erhöhte Inflation sorgt für Kaufkraftverluste und dämpft die Konsumnachfrage. Zudem verschlechtern die steigenden Zinsen die Finanzierungsbedingungen und führen zu einem Rückgang der Investitionen. 7

Die Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts hat sich in Europa im Vergleich zum Vorjahr jeweils wie folgt entwickelt, wobei die Entwicklung in der Schweiz auch in 2022 unter dem Eindruck einer deutlichen Volatilität des Schweizer Franken im Verhältnis zum Euro (Hoch 1,06/Tief 0,94; Vorjahr Hoch 1,11/Tief 1,03) 8 stand:

2022 2021
EU (27 Länder ohne UK) 3,5 % 5,4 %
Euroraum (19 Länder) 3,5 % 5,3 %
Deutschland 1,8 % 2,6 %
Luxemburg 1,5 % 5,1 %
Schweiz 2,1 % 4,2 %

* Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/TEC00115__custom_1177235/bookmark/table?lang=de&bookmarkId=9f727da7-3466-4e82-af24-c35c703fe6f9 (Daten abgefragt am 03/05/2023 13:54:58 von [ESTAT]).

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen waren im Pressegroßhandel weiter negativ. Der Umsatzrückgang in der Schweiz hat sich ohne Berücksichtigung der Währungsumrechnung in Euro mit -5,3 % im Vergleich zu -6,9 % im Vorjahr verlangsamt. In Deutschland war hingegen ein höherer Rückgang von -7,0 % zu verzeichnen (Vorjahr -4,3%). In Luxemburg fiel der Rückgang bei den Presseprodukten mit -3,6 % im Vergleich zu -2,9 % im Vorjahr ebenfalls etwas höher aus. Aufgrund des deutlich höheren Währungskurses des Schweizer Franken ergibt sich im Konzern nach Umrechnung in Euro ein anderes Bild. Die Umsatzerlöse im Pressegroßhandel beliefen sich auf € 319 Mio. und lagen somit nur um 3,0 % (€ 9,9 Mio.) niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Im Bereich der Logistikdienstleistungen ist das Marktumfeld positiv. Im weiter wachsenden Segment des e-commerce in Richtung der Endverbraucher (B2C) konnte der Konzern insbesondere im Bereich der Belieferung von Endverbrauchern mit Supermarktprodukten profitieren.

Die Warenlogistik ist ein Geschäftsfeld, in dem der Konzern im Geschäftsjahr 2022 weiterhin sehr stark vom Kunden Valora abhängig war. Nach den negativen Umsatzauswirkungen der COVID-19-Pandemie in den letzten beiden Jahren lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2022 wieder deutlich höher (+20 % im Vergleich zum Vorjahr).

Generell bestehen im Logistikbereich Geschäftschancen in allen Ländern, da der Konzern durch die Presselogistik über Synergiepotentiale verfügt, die ihr Angebot in diesem Bereich sehr konkurrenzfähig macht.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Veränderung des Konsolidierungskreises

Zum 1. Januar 2022 wurde die 7Days Digital GmbH auf ihre Gesellschafterin, die 7Days Group GmbH & Co. KG verschmolzen. Darüber hinaus haben sich im Geschäftsjahr 2022 keine weiteren Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben.

2.2. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2022 stand unter dem Einfluss der Energie- und Rohstoffpreissteigerungen infolge des Ukraine-Kriegs, die sich direkt auf das Unternehmen und seine Marktpartner auswirkten. Insbesondere die zeitweise stark gestiegenen Preise für Papier und Diesel sind hier zu erwähnen. Der Schweizer Franken hat des Weiteren im Verhältnis zum Euro deutlich an Wert gewonnen, wodurch ein Teil der Geschäftsentwicklung auf einem Währungseffekt beruht. Vor diesem Hintergrund konnten insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von € 423,5 Mio. (Vorjahr € 428,5 Mio.) erzielt werden. Der Rohertrag betrug im Betrachtungszeitraum € 93,7 Mio. (Vorjahr € 93,5 Mio.). Insgesamt ergab sich mit 22,1 % eine leicht erhöhte Rohertragsmarge zum Jahresende im Vergleich zu Vorjahr (21,8 %), was auf eine minimal verbesserte Marge im Presse-Grosso zurückzuführen ist.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem deutlich niedrigeren EBITDA in Höhe von € 14,2 Mio. (Vorjahr € 30,7 Mio.) abgeschlossen. Hintergrund für den Rückgang sind die außerordentlichen Buchgewinne aus dem Verkauf der Immobilie Frankfurt-Kalbach und der Anteile an der ims Internationaler Medien Service Stein GmbH & Co. KG des Konzernunternehmens PVG Group im Vorjahr, die sich auf insgesamt € 16,5 Mio. beliefen. Bereinigt um diese Effekte liegt das EBITDA auf Vorjahresniveau.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, des Finanzergebnisses sowie der Ertragsteuern führte dies letztlich zu einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von € -4,9 Mio. (Vorjahr Konzernjahresüberschuss € 6,8 Mio.).

Im Vorjahr wurde ein Umsatz von € 400 Mio. bis € 420 Mio. prognostiziert, der mit € 423,5 Mio. leicht über der Prognose lag. Der Hauptgrund für die positive Abweichung vom budgetierten Umsatz ist der positive Wechselkurseffekt aus dem Geschäft in der Schweiz. Das im Vorjahr erwartete vorläufige Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und Ertrag (EBITDA) von € 12,0 Mio. bis € 14,0 Mio. konnte mit € 14,2 Mio. ebenso leicht übertroffen werden.

3. Wirtschaftliche Lage

3.1. Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns wird vor allem durch die Ertragslage der PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG und der Unternehmen, bzw. Niederlassungen in der Schweiz und in Luxemburg, bestimmt.

Der Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von € 423,5 Mio. (Vorjahr € 428,5 Mio.), die im Wesentlichen aus den Geschäftsbereichen Pressegrosso (€ 318,9 Mio. bzw. 75,3 % des Gesamtumsatzes; Vorjahr € 328,8 Mio. bzw. 76,7 % des Gesamtumsatzes) und Logistik (€ 93,7 Mio. bzw. 22,1 % des Gesamtumsatzes; Vorjahr € 83,5 Mio. bzw. 19,5 % des Gesamtumsatzes) resultieren. Die sonstigen Umsatzerlöse, darunter maßgeblich der Geschäftsbereich Abonnement, steuern € 10,9 Mio. (bzw. 2,6 % des Gesamtumsatzes; Vorjahr € 16,2 Mio. bzw. 3,8 % des Gesamtumsatzes) bei. Dabei wurden 46,0 % (Vorjahr 51,5 %) des Gesamtumsatzes in Deutschland sowie 48,8 % (Vorjahr 43,6 %) des Gesamtumsatzes in der Schweiz und 4,5 % (Vorjahr 4,6 %) des Gesamtumsatzes in Luxemburg erwirtschaftet.

Das EBITDA in Höhe von € 14,2 Mio. (Vorjahr € 30,7 Mio.) war hauptsächlich durch Aufwendungen für bezogene Waren (€ 234,8 Mio., Vorjahr € 249,1 Mio.), Transportaufwendungen für Spediteure und Versandhandlingsaufwendungen (€ 95,0 Mio., Vorjahr € 85,9 Mio.) sowie Aufwand für eigenes Personal (€ 53,3 Mio., Vorjahr € 54,1 Mio.) beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 29,6 Mio. (Vorjahr € 28,3 Mio.) enthalten Mietaufwendungen vor allem für Büro- und Gewerbeflächen (€ 13,5 Mio., Vorjahr € 11,7 Mio.), Beratungsaufwendungen (€ 1,8 Mio., Vorjahr € 2,6 Mio.), Instandhaltungsaufwendungen (€ 3,2 Mio., Vorjahr € 3,5 Mio.), Energiekosten (€ 2,2 Mio., Vorjahr € 2,4 Mio.), Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (€ 0,8 Mio., Vorjahr € 0,9 Mio.) und für Reisen und Vertrieb (€ 0,9 Mio., Vorjahr € 0,8 Mio.), Verwaltungskosten ohne die in den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesenen Aufwendungen für Zeitarbeit (€ 0,4 Mio., Vorjahr € 0,4 Mio.), Wertberichtigungen auf Forderungen (€ 0,3 Mio., Vorjahr € 0,4 Mio.) und übrige Aufwendungen in Höhe von € 3,4 Mio. (Vorjahr € 3,3 Mio.).

Durch Untervermietung konnten den Mietaufwendungen entsprechend Mieterträge (€ 1,7 Mio., Vorjahr € 1,6 Mio.) gegenübergestellt werden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 3,5 Mio. (Vorjahr € 19,7 Mio.) sind u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus abgeschriebenen Forderungen sowie Erlöse aus der Privatnutzung von Firmenfahrzeugen enthalten. Im Vorjahr waren die sonstigen betrieblichen Erträge von dem Buchgewinn aus dem Verkauf der betrieblichen Grundstücke und Gebäude (€ 15,4 Mio.) und dem Entkonsolidierungserfolg eines ausgeschiedenen Tochterunternehmens (€ 1,1 Mio.) geprägt.

In Höhe von € 0,4 Mio. schlugen periodenfremde Aufwendungen zu Buche. Dem standen jedoch € 0,4 Mio. periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen gegenüber. Außerordentliche und periodenfremde Effekte beeinflussten das EBITDA im Vorjahr mit € 16,9 Mio. Erträgen und € 0,8 Mio. Aufwendungen

Das unbereinigte EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) beläuft sich auf € 14,2 Mio. (Vorjahr € 30,7 Mio.). Das um das unrealisierte Währungsergebnis bereinigte EBITDA beträgt € 14,2 Mio. (Vorjahr € 30,6 Mio.).

Unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 12,3 Mio. (Vorjahr € 12,7 Mio.) ergeben sich insgesamt Abschreibungen in Höhe von € 15,5 Mio. (Vorjahr € 16,6 Mio.).

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses (€ -1,5 Mio., Vorjahr € -2,0 Mio.) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von € -2,7 Mio. (Vorjahr € 12,2 Mio.). Die gebuchten Ertragsteuern (€ -2,1 Mio., Vorjahr € -5,3 Mio.) betrafen mit € 0,4 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.) die Niederlassungen.

3.2. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite der Bilanz geprägt durch langfristige Aktiva (€ 37,5 Mio., Vorjahr € 51,1 Mio.) mit einem Anteil von 30,1 % (Vorjahr 41,1 %) an der Bilanzsumme. Hiervon entfallen 72,6 % (Vorjahr 79,3 %) auf immaterielle Vermögensgegenstände, 13,4 % (Vorjahr 10,4 %) auf Sach- sowie 14,0 % (Vorjahr 10,3 %) auf Finanzanlagevermögen. Den größten Einzelposten innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände stellt mit € 24,8 Mio. (Vorjahr € 36,5 Mio.) der im Wesentlichen aus den Erwerben der Pressegrosshandels- und Logistikaktivitäten der Schweizer Valora-Gruppe im Jahr 2014 sowie der Medien- und Fulfillmentdienstleistungsaktivitäten der Schweizer Valora-Gruppe im Jahr 2016 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert dar, der über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Den langfristigen Aktiva stehen auf der Passivseite langfristiges Fremdkapital in Höhe von € 38,0 Mio. (30,6 % der Bilanzsumme; Vorjahr € 37,5 Mio. bzw. 30,2 % der Bilanzsumme) sowie Eigenkapital in Höhe von € -22,4 Mio. (-18,0 % der Bilanzsumme; Vorjahr € -14,0 Mio. bzw. -11,3 % der Bilanzsumme) gegenüber. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Herabsetzung der Rücklagen um € 13,0 Mio. bei gleichzeitiger Verminderung des Konzernbilanzverlustes um € 4,7 Mio.

Das kurzfristige Vermögen und die übrigen kurzfristigen Aktiva haben einen Anteil von 51,9 % (Vorjahr 48,6 %) an der Bilanzsumme und resultieren vor allem aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ 29,8 Mio., Vorjahr € 26,6 Mio.), welche grundsätzlich innerhalb eines Monats fällig sind.

Der Konzern verfügt über flüssige Mittel in Höhe von € 17,5 Mio. (14,0 % der Bilanzsumme; Vorjahr € 17,0 Mio. bzw. 13,7 % der Bilanzsumme).

3.3. Finanzlage

Kapitalstruktur:

Der Konzern ist mit Rücklagen von € 14,0 Mio. (Vorjahr € 27,0 Mio.) ausgestattet. Die Eigenkapitalquote des bilanziellen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022 beträgt -18,0 % (Vorjahr -11,3 %). Die Finanzierung des Konzerns erfolgt über Bankdarlehen (€ 8,7 Mio., Vorjahr € 13,4 Mio.) sowie über Darlehen eines Kommanditisten der Gesellschafterin (€ 35,3 Mio., Vorjahr € 33,9 Mio.), von denen insgesamt € 34,2 Mio. (Vorjahr € 33,0 Mio.) als langfristig zu klassifizieren sind.

Dem kurzfristigen Umlaufvermögen in Höhe von € 63,6 Mio. stehen kurzfristigen Verbindlichkeiten von € 70,1 Mio. gegenüber. Sich hieraus ergebende kurzfristige Finanzierungsbedarfe, werden durch die vorhandenen Betriebsmittelkreditlinien aufgefangen. Im Vergleich zu den bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen grundsätzlich ein kürzeres Zahlungsziel, so dass hieraus kein Risiko aufgrund der Fälligkeitsstruktur der Bilanz resultiert.

Investitionen:

Der Konzern tätigte im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Höhe von € 1,4 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.).

Liquidität:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (+ € 8,7 Mio., Vorjahr + € 5,2 Mio.) sowie die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit (- € 6,9 Mio., Vorjahr - € 24,8 Mio.) haben bei gleichzeitigen Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeit (- € 1,3 Mio., Vorjahr + € 24,6 Mio.), unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds um € 0,5 Mio. (Vorjahr € 5,2 Mio.) geführt. Dabei hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln um + € 0,5 Mio. erhöht (Vorjahr + € 3,4 Mio.) bei gleichzeitiger Konstanz der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Vorjahr - € 1,7 Mio.).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im SOKI Konzern waren im Jahr 2022 durchschnittlich 867 (Vorjahr 948) Mitarbeiter beschäftigt. Die SOKI als Vertriebs- und Logistikkonzern ist von Mitarbeitern mit einer Vielzahl individueller Qualifikationen in den unterschiedlichsten Funktionen geprägt, deren Talente, Fähigkeiten und persönlicher Einsatz jeden Tag maßgeblich zum Erfolg der Gruppe beitragen. Um für qualifizierte Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, wird in Aus- und Weiterbildung, das Arbeitsumfeld sowie die Führungskultur investiert, um Mitarbeiter zu fördern und sie langfristig zu binden.

Ferner sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Stufe des Managements über die Erreichung eines Ergebnis-Ziels an der Unternehmensentwicklung beteiligt. Neben diesem globalen Ziel bestehen für diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuell vereinbarte Ziele, welche auch andere Messgrößen wie Umsatzerlöse, die Einhaltung des Investitionsbudgets oder der erfolgreichen Neukundenakquise beinhalten können.

III. Prognose-, Chancen und Risikobericht

1. Chancenbericht

Vor allem im Logistikbereich bestehen weiterhin große Geschäftspotenziale, da der Konzern über ein schweizweites hervorragendes Logistiknetz verfügt. Die Nachfrage durch verschiedenste Unternehmen des Handels- und produzierenden Gewerbes verzeichnet, getrieben vor allem durch das starke Wachstum im Bereich e-commerce, einen positiven Trend. Weitere Chancen liegen darin, auch in den anderen Ländern wie in der Schweiz eine landesweite Mikrologistik am Markt anzubieten.

Im Pressemarkt bestehen die Geschäftschancen darin, den Wandel des Medienkonsumverhaltens gemeinsam mit den Partnern auf Verlags- und Einzelhandelsseite zu gestalten. Potenziale bestehen insbesondere in der Zusammenlegung von verlagseigenen Logistikstrukturen und Funktionen anderer Pressegroßhändler in Deutschland wie Disposition, Kundenservice und Softwareentwicklung mit denen der Konzerngesellschaften sowie in der optimierten Belieferung der Einzelhandelsgeschäfte.

2. Risikobericht

Zur Wertung der Risiken werden diese in absteigender Reihenfolge genannt.

Risiken für die Entwicklung der Gesellschaft bestehen weiterhin im veränderten Mediennutzungsverhalten der Konsumenten und dem damit einhergehenden allgemeinen Absatz- und Umsatzrückgang auf dem Pressemarkt, der den Konzern in mehreren Gesellschaften trifft.

Hier besteht die Herausforderung, die Kostenstrukturen stetig im Blick zu behalten, Rationalisierungen vorzunehmen und mit den Partnern auf Verlags- und Kundenseite geänderte Konzepte zu erarbeiten, die eine dauerhafte gewinnbringende Geschäftsverbindung möglich machen.

Dieser Entwicklung wird der Konzern weiterhin mit Innovationskraft begegnen, um auf diese Weise auch mit neuen Konzepten im Pressebereich die Kunden dauerhaft zu binden.

Als Folge des Ukraine-Kriegs haben sich die Risiken einer Rohstoffknappheit und -verteuerung sowie aus Cyberkriminalität deutlich erhöht. Der Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Konzepte zur Energieeinsparung sowie zur Verstärkung ihres Schutzes gegen Cyberangriffe (durch Sicherheitsmaßnahmen, Mitarbeitersensibilisierung, Versicherung) und Stromausfälle umgesetzt, um diesen Risiken zu begegnen.

Grundsätzlich bestehen in der Schweiz auch Wechselkursrisiken, wobei diese durch konsequentes Agieren innerhalb eines Währungsraums abgefedert werden (z.B. Finanzierung für die Schweizer Gesellschaften in Schweizer Franken).

Aufgrund von konsequentem Forderungsmanagement und kurzen Fälligkeitsfristen, bestehen Ausfallrisiken bei Forderungen nur sehr eingeschränkt.

Nach Überprüfung der Risikolage kommt die SOKI-Gruppe zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes zu dem Ergebnis, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.

3. Prognosebericht

In seinem Kerngeschäft Presse und Logistik ist der Konzern durch eine hohe Leistungsfähigkeit sehr gut für die Zukunft positioniert.

Im Logistikbereich wird der fortlaufende Optimierungsprozess weitergehen, um einerseits die Kosten und Prozesse weiter zu optimieren und andererseits den strategischen Ausbau des Logistikgeschäfts in der Schweiz voranzutreiben und in Luxemburg aufzusetzen.

Weitgehend autark entwickelt sich die Güll-Gruppe, die mit ihrem Bestandsgeschäft weiterhin gute Ergebnisbeiträge leistet.

Insgesamt erwartet die SOKI-Gruppe für das Geschäftsjahr 2023, infolge des rückläufigen Gesamtmarktes im Pressegroßhandel in Europa einen Rückgang des Presseumsatzes zwischen 8 % und 10 %. Um die Rentabilität des Pressegroßhandelsgeschäfts trotz der enormen Rückgänge im Rohertrag zu stärken, wurden Handelsmargenerhöhungen mit den Verlagen vereinbart, die ab dem Jahr 2023 greifen.

Im Logistikbereich rechnet die SOKI-Gruppe aufgrund von zum Teil bereits abgeschlossenen Verträgen und aussichtsreichem Kundenpotenzial mit einer Umsatzsteigerung um 5 % bis 7 %.

Über alle Geschäftsbereiche rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr 2023 mit Umsatzerlösen in der Höhe von € 390 Mio. bis € 410 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Gruppe mit einem stabilen Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und Ertrag (EBITDA) von € 13,0 Mio. bis € 14,5 Mio. und somit wieder mit einem weitgehend normalen Geschäftsverlauf, der vom stetigen Marktrückgang im Pressegroßhandel und einem deutlichen Wachstum im Logistikbereich gekennzeichnet ist.

 

Frankfurt am Main, den 13. Juli 2023

SOKI Verwaltungs GmbH (Komplementärin)

vertreten durch Thomas Kirschner, Geschäftsführer

1 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html
2 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/
3 Quelle: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/04/11/world-economic-outlook-april-2023
4 Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/TEC00115__custom_1177235/bookmark/table?lang=de&bookmarkId=9f727da7-3466-4e82-af24-c35c703fe6f9
5 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html
6 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20230316
7 Quelle: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/presse/details/konjunkturprognose-2023-pressemitteilung.html
8 Quelle: https://www.boerse.de/historische-kurse/EUR-CHF/EU0009654078

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.442.930,89 3.958.868,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.755.079,23 36.539.329,26
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.152,00
27.198.010,12 40.528.349,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.064.029,07 1.201.967,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.153.340,56 2.248.877,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.771.447,99 1.806.873,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.917,36 51.917,38
5.026.734,98 5.309.636,15
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 5.000.000,00 5.000.000,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 126.419,13 79.384,03
3. Beteiligungen 122.518,03 81.720,05
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 80.000,00
5.248.937,16 5.241.104,08
37.473.682,26 51.079.090,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 308.187,96 197.824,40
2. Waren 1.977.701,88 1.659.380,38
2.285.889,84 1.857.204,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.839.349,49 26.599.523,55
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1,00 1,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3,00 71.372,16
4. sonstige Vermögensgegenstände 13.979.528,67 12.551.891,58
43.818.882,16 39.222.788,29
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.480.245,69 16.979.103,42
17.480.245,69 16.979.103,42
63.585.017,69 58.059.096,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 760.475,19 728.286,91
D. Aktive latente Steuern 266.269,75 335.041,75
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte
Verlustanteile/Entnahmen von Kommanditisten 22.396.836,83 13.996.241,75
124.482.281,72 124.197.757,09

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gesellschafterkonten der Kommanditisten
1. Feste Kapitalkonten 200,00 200,00
2. Rücklagen 14.000.000,00 27.000.000,00
3. Variable Kapitalkonten 846.099,56 805.719,56
II. Kapitalausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung -1.429.188,96 -869.277,51
III. Konzernbilanzverlust -50.864.039,40 -55.518.058,00
-37.446.928,80 -28.581.415,95
IV. Ausgleichsposten für Anteile andere Gesellschafter 15.050.091,97 14.585.174,20
V. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile/Entnahmen von Kommanditisten 22.396.836,83 13.996.241,75
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.824.958,00 3.345.522,00
2. Steuerrückstellungen 4.074.425,22 4.810.560,92
3. Sonstige Rückstellungen 10.785.388,01 10.964.600,86
18.684.771,23 19.120.683,78
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.682.594,81 13.439.335,39
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.310,76 21.442,34
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.137.680,35 50.131.737,89
4. Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin 25.341,03 22.161,28
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.844,50 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 43.420.871,21 41.027.526,45
(davon aus Steuern € 796.973,79; Vorjahr € 1.151.970,17)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 113.958,10; Vorjahr € 299.452,19)
104.288.642,66 104.642.203,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 352.786,10 432.942,34
E. Passive latente Steuern 1.156.081,73 1.927,62
124.482.281,72 124.197.757,09

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 423.517.876,79 428.528.451,46
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.524.855,96 19.715.242,11
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 2.017.994,59; Vorjahr € 1.538.978,68)
427.042.732,75 448.243.693,58
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -234.779.857,09 -249.115.515,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -95.034.081,03 -85.942.150,63
-329.813.938,12 -335.057.665,70
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -44.699.039,94 -45.408.348,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.564.061,79 -8.638.496,14
(davon für Altersversorgung € -2.854.551,01; Vorjahr € -2.419.150,84)
-53.263.101,73 -54.046.844,93
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.530.796,95 -16.602.492,01
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.649.252,72 -28.336.050,78
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € -3.124.507,88; Vorjahr € -2.332.588,91)
7. Erträge aus assoziierten Unternehmen 47.035,10 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 184.126,55 238.279,61
(davon gegen Gesellschafter € 138.625,64; Vorjahr € 150.858,57)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -54.842,98
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.702.212,43 -2.216.385,18
(davon gegen Gesellschafter € -1.071.151,62; Vorjahr € -1.410.580,55)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) tatsächliche -837.930,14 -6.294.594,85
b) latente -1.222.926,11 1.006.049,63
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Summe) -2.060.856,25 -5.288.545,22
12. Ergebnis nach Steuern -4.746.263,79 6.879.146,39
13. Sonstige Steuern -135.566,69 -115.016,87
14. Konzernjahresfehlbertrag/-überschuss -4.881.830,48 6.764.129,52
15. Nicht beherrschende Anteile -1.762.103,39 -9.481.727,42
16. Gutschriften Kapitalkonten 12.959.620,00 196.831,74
17. Gutschriften Gesellschafterkonten im Fremdkapital -1.661.667,53 -3.196.512,00
18. Verlustvortrag -55.518.058,00 -49.800.779,84
19. Konzernbilanzverlust -50.864.039,40 -55.518.058,00

Konzernanhang für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben

1. Konzernabschluss

Die SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main ist unter der Registernummer HR A-Nr. 47979 beim Handelsregister A des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Der Konzernabschluss der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG zum 31. Dezember 2022 wurde nach den gem. § 264a HGB i.V.m. § 290 HGB für bestimmte Personenhandelsgesellschaften entsprechend geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages kamen im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ebenfalls zur Anwendung.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Bilanz im Konzernanhang ausgewiesen.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG alle Unternehmen einzubeziehen, die unter dem beherrschenden Einfluss der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG stehen.

Auf eine Einbeziehung der Printlet GmbH, Troisdorf, (Höhe des Anteils am Kapital 33,33 %) und der PIN Mail Frankfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, (Höhe des Anteils am Kapital 24,90 %) nach der Equity-Methode wird aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten gem. § 311 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Angaben entsprechend § 313 Abs. 2 HGB sind aus der folgenden Übersicht "Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022" ersichtlich:

Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Konsolidierungsmethode
SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main
TOKI Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,00% 3 1)
INFOX Verwaltungsgesellschaft mbH Troisdorf 49,00% 4)
INFOX GmbH & Co. Informationslogistik KG Troisdorf 49,00% 4)
Omnidata GmbH & Co. KG Troisdorf 100,00% 5)
PVG Group Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,00% 1)
PVG Group GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 50,01% 2)
PVG Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,00% 1)
PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft mbh & Co. KG Frankfurt am Main 66,00% 2)
VCA Verwaltung GmbH Frankfurt am Main 100,00% 1)
VCA Logistik + Services GmbH & Co. KG Großostheim 100,00% 1)
PQ Auflösungs GmbH & Co. KG Leverkusen 50,00% 5)
Aachener Medien Vertriebsgesellschaft mbH Aachen 100,00% 5)
LastMile bringts GmbH Koblenz 49,00% 4)
KOMMT GmbH & Co. KG Köln 10,20% 6)
7Days Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,00% 3 1)
7Days Group GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,00% 3 1)
7Days Media Services GmbH Frankfurt am Main 100,00% 1)
(Niederlassung Schweiz Egerkingen/Schweiz)
MPK Luxembourg GmbH Frankfurt am Main 100,00% 1)
(Niederlassung Luxemburg Luxemburg/Luxemburg)
7Days Food Services AG Egerkingen/Schweiz 100,00% 1)
7Days Direct Services GmbH Frankfurt am Main 70,00% 2)
Güll GmbH Lindau im Bodensee 100,00% 1)
Presse-Service Güll GmbH St. Gallen/Schweiz 100,00% 1)

1) Volle Einbeziehung in die Konsolidierung

2) Volle Einbeziehung in die Konsolidierung mit Ausweis eines Ausgleichspostens für "nicht beherrschende Anteile"

3) Unmittelbarer Anteilsbesitz

4) Assoziierte Unternehmen: gemäß § 310 Abs. 1 HGB nach der Equity Methode bilanziert

5) Assoziierte Unternehmen: aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Abs. 2 HGB (Wahlrecht) nicht nach der Equity Methode bilanziert (Einbeziehung mit den Anschaffungskosten)

6) Beteiligung (Einbeziehung mit den Anschaffungskosten)

Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die 7Days Digital GmbH auf ihre Gesellschafterin 7Days Group GmbH & Co. KG verschmolzen.

Die PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG hatte sich bereits im Vorjahr jeweils als Minderheitsgesellschafterin an den Unternehmen LastMile bringts GmbH sowie KOMMT GmbH & Co. KG beteiligt. Während die LastMile bringts GmbH als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, erfolgt die Einbeziehung der KOMMT GmbH & Co. KG mit ihren Anschaffungskosten.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung der Gesellschaften erfolgte nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem sie Tochterunternehmen geworden sind. Dabei wurde der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wurde entsprechend der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein dabei nach der Verrechnung verbliebener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen wird für konzerninterne Leistungsbeziehungen nur vorgenommen, sofern dies unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten gemäß § 304 Abs. 2 HGB geboten ist.

Latente Steuern im Konzern wurden auf Grund von Wertdifferenzen zwischen den handels- undsteuerrechtlichen Ansätzen des Anlagevermögens sowie den Pensionsrückstellungen aus der Neubewertung nach § 301 HGB abgegrenzt.

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt zu Jahresdurchschnittskursen für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und zu Devisenkassamittelkursen für die Bilanzposten. Die Umrechnungsdifferenz in Höhe von T€ -1.429 (Vorjahr T€ -869) ist innerhalb des Konzernkapitals gesondert ausgewiesen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die zu konsolidierenden Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss sowie alle zugrundeliegenden Einzelabschlüsse wurden unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die im Vorjahr erworbenen Touristik-Kundenverträge werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Geschäfts- oder Firmenwerte gelten gem. § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB als zeitlich begrenzt nutzbare Vermögensgegenstände. Entsprechend werden sie planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sie resultieren aus den Erstkonsolidierungen im Geschäftsjahr 2014 (TOKI Beteiligungsgesellschaft mbH und 7Days Group GmbH & Co. KG), der Erstkonsolidierung im Geschäftsjahr 2015 (7Days Food Services AG) sowie den Erstkonsolidierungen im Geschäftsjahr 2016 (Naville Distribution SA). Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für diese entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt 10 Jahre. Die Ermittlung einer außerplanmäßigen Abschreibung wird unter Verwendung des Ertragswertverfahrens durchgeführt.

Die betriebliche Nutzungsdauer basiert dabei auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeschöpft.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegegenstände. Sie betragen bei Gebäuden und technischen Anlagen und Maschinen zwischen drei und vierunddreißig Jahren. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zwischen drei und zwanzig Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf das Sachanlagevermögen werden zum Nennwert bilanziert.

Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder, bei dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Ausleihungen an Gesellschafter sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht werden zum Nominalwert angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gem. § 310 Abs. 1 HGB nach der Equity Methode bilanziert insoweit es sich bei den Beteiligungen nicht um eine untergeordnete Bedeutung handelt. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Wertes enthält den anteiligen Ertragsteueraufwand (sog. Nettomethode).

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 aber nicht € 800 übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten (nach § 253 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB) und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h., soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Eine pauschale Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rund 1% wird vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Die Gesellschafterkonten der Kommanditisten werden zum Nennwert bilanziert.

Bei den Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projizierte Einmalbeitragsmethode) auf der Grundlage der Richttafeln 2018G der Heubeck-Richttafeln-GmbH bewertet. Sie werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022, wie im Vorjahr unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden, wobei eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen wurde (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,78 % (Vorjahr 1,87 %) p.a. bei beiden PVG sowie bei der Güll GmbH. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) bei beiden PVG und bei der Güll GmbH bei einer Fluktuation von 5,00 % (Vorjahr 2,00 %) bei beiden PVG und 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) bei der Güll GmbH und Rentensteigerungen von jährlich 3,00 % (Vorjahr 2,00 %) bei beiden PVG und 1,90 % (Vorjahr 0,00 %) bei der Güll GmbH zugrunde gelegt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Mischsteuersatz von 25 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird und der sich aus den unternehmensindividuellen Steuersätzen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ableitet.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel "Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022", der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, dargestellt.

Unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde in diesem Jahr erstmalig die Beteiligung an der LastMile bringts GmbH nach der Equity-Methode bilanziert. Im Vorjahr war das Ergebnis nach Gründung von untergeordneter Bedeutung. Dementsprechend wurde in die Bewertung auch das Vorjahresergebnis mit einbezogen. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital existiert nicht.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Buchwert zum 31.12.2022 Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis d. letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Information
T€ % T€ T€
Printlet GmbH, Troisdorf 0 33,33 -150 362 31.12.2021
PIN Mail Frankfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 0 24,90 k.A. k.A. 1)

1) Die Gesellschaft befand sich seit Januar 2008 im Insolvenzverfahren (Amtgericht Köln, AZ 73 IN 44/08 vom 28.01.2008).

Nach Auskunft des Insolvenzgerichts wurde das Insolvenzverfahren am 07.06.2022 aufgehoben und ist damit beendet.

Die Bewertung als assoziiertes Unternehmen ist aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen worden.

Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Waren betreffen die von der Konzerngesellschaft PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG für Nach- bzw. Wiederauslieferungen vorgesehenen Objekte bzw. Zeitungen und Zeitschriften, die von dieser Gesellschaft nicht körperlos an die Verlage remittiert werden, sowie das Nachlieferungslager Presse in der Schweiz sowie in Luxemburg. Im Rahmen einer jährlichen Inventur werden veraltete Artikel ermittelt und als Altpapier entsorgt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerforderungen in Höhe von T€ 1.622 (Vorjahr T€ 2.284) enthalten, die im Wesentlichen Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Vorsteuer des 4. Quartals 2022 (i.W. deutsche und schweizerische Mehrwertsteuer) betreffen. Ferner sind innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 1.625 (Vorjahr T€ 1.625) aus Verrechnungen ausgewiesen.

Eigenkapital

Der Konzernjahresfehlbetrag wurde, soweit keine Verrechnungen mit den Gesellschafterkonten erfolgt sind, mit dem Bilanzverlust verrechnet.

Das Eigenkapital enthält eine Differenz aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ -1.429 (Vorjahr T€ -869) infolge der in Schweizer Franken geführten Bücher der 7Days Media Services GmbH, Niederlassung Egerkingen/Schweiz, der 7Days Food Services AG, Egerkingen/Schweiz, sowie der Presse-Service Güll GmbH, St. Gallen/Schweiz.

Zum Ausgleich von Verlusten wurden im Geschäftsjahr T€ 13.000 (Vorjahr T€ 2.000) zu gleichen Teilen von den Rücklagen in die variablen Kapitalkonten zugewiesen.

Entnahmefähig sind aus Sicht des Mutterunternehmens alle Kapitalkonten mit Ausnahme der Pflichteinlagen.

Nicht beherrschende Anteile

Der Anstieg der nicht beherrschenden Anteile von T€ 14.585 um T€ 465 auf T€ 15.050 resultiert neben Entnahmen im Wesentlichen aus den auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinnen und Verluste. Im Jahresergebnis sind Gewinne in Höhe von TEUR 1.925 und Verluste in Höhe von TEUR 163 enthalten, die den anderen Gesellschaftern zustehen. Darüber hinaus wird auf die Angaben im Eigenkapitalspiegel verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen

Aus der Anwendung des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes ergibt sich im Vergleich zum siebenjährigen Durchschnittszins zum 31. Dezember 2022 ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von T€ 183 (Vorjahr T€ 256), der für die Ausschüttung gesperrt ist. Der Erfüllungsbetrag der Pensionen beläuft sich auf T€ 4.062 (Vorjahr T€ 3.711).

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischen Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer (T€ 237; Vorjahr T€ 333).

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 25; Vorjahr T€ 23) wurden mit den Zinszuführungen (T€ 67; Vorjahr T€ 87 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 42 (Vorjahr T€ 64) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden ebenfalls im Finanzergebnis erfasst.

Für die Mitarbeiter der Schweizer Gesellschaften existieren Altersversorgungsverpflichtungen aus Pensionszusagen bei der Valora Pensionskasse. Die Beitragszahlungen der Gesellschaften sind laufender Aufwand des Geschäftsjahres. Zum Jahresende bestehen Verbindlichkeiten aus eingeforderten Beiträgen in Höhe von T€ 559 (Vorjahr T€ 465).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
Rückstellungen für Remissionen 6.454 6.873
Personal (Urlaub, Überstunden, Abfindungen, Boni etc.) 2.705 2.642
sonstige ausstehende Rechnungen 619 310
Jahresabschlusskosten 321 476
Rechts- und Beratungskosten 121 91
Übrige 565 573
10.785 10.965

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.683 8.683 0 0
(Vorjahr) (13.439) (13.189) (250) (0)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20 20 0 0
(Vorjahr) (21) (21) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.138 52.138 0 0
(Vorjahr) (50.132) (50.132) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin 25 25 0 0
(Vorjahr) (22) (22) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteilgungsverhältnis besteht 2 2 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 43.421 8.153 35.268
(Vorjahr) (41.028) (7.123) (33.905) (0)
davon gegenüber Gesellschaftern 38.282 3.014 35.268 0
(Vorjahr) (35.215) (2.164) (33.051) (0)
104.289 69.021 35.268 0
(104.642) (70.487) (34.155) (0)

Sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen (einschl. Zinsverbindlichkeiten), die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 10.907 (Vorjahr T€ 10.907). Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der ausreichenden Kapitalausstattung nicht gerechnet.

Entwicklung latenter Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 266 (Vorjahr T€ 335 - Veränderung T€ - 69) betreffen Bewertungsdifferenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Ansätzen bei den Rückstellungen für Pensionen (anteilig aus Neubewertung nach § 306 HGB).

Die passiven latenten Steuern haben sich um T€ 1.154 im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 1.156 erhöht. Hintergrund ist die teilweise Auflösung von Gewerbesteuerrückstellungen für 2021 infolge der Bildung von Rücklagen nach § 6b EStG, was zu einer Bildung von passiven latenten Steuern in gleicher Höhe geführt hat. Passive latente Steuern resultieren zudem in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 2 - Veränderung T€ 0) aus Bewertungsdifferenzen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen auf:

2022 2021
T€ % T€ %
Pressegrosso, Sonderhandel und Zustellhandel, Auslieferungsleistungen 318.927 75,3 328.818 76,7
Waren-, Presse- und Drittkundenlogistik 93.740 22,1 83.474 19,5
Sonstige Umsatzerlöse (inkl. Abonnement, Altpapier, Mieterträge) 10.851 2,6 16.236 3,8
423.518 100,0 428.528 100,0

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:

2022 2021
T€ % T€ %
Schweiz 206.678 48,9 186.828 43,6
Deutschland 194.940 46,0 220.621 51,5
Luxemburg 19.246 4,5 19.782 4,6
Übriges Ausland 2.654 0,6 1.297 0,3
423.518 100,0 428.528 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 2.018; Vorjahr T€ 1.539), von denen T€ 1.673 (Vorjahr T€ 1.408) unrealisierte Erträge sind, und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 435 (Vorjahr T€ 557) überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 184; Vorjahr T€ 557). Im Vorjahr enthielt der Posten Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 15.455.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

2022
T€
2021
T€
Mieten Büro- und Gewerbeflächen sowie Kfz-Leasing 13.490 11.705
Währungsumrechnungen 3.124 2.333
Instandhaltung und Wartung 3.241 3.510
Energie (Öl, Strom, Gas, Wasser, Kraftsoffe) 2.207 2.448
Rechts-, Steuer-, EDV- und sonstige Beratung 1.830 2.558
Reisen und Vertrieb 899 780
Beiträge und Versicherungen 819 872
Verwaltungsdienstleistungen und sonstige Verwaltungskosten 351 425
Wertberichtigungen Forderungen 313 438
Verluste aus Anlagenabgängen 1 28
Übrige 3.374 3.239
29.649 28.336

Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 380 (Vorjahr T€ 266) enthalten.

Zinsen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Saldo Zinsen in Höhe von T€ 877 (Vorjahr T€ 784) gezahlt, der Rest in Höhe von T€ 599 (Vorjahr T€ 1.298) wurde kapitalisiert.

Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung betrugen T€ 42 (Vorjahr T€ 128).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 2.061; Vorjahr T€ 5.289) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 125) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 178 (Vorjahr T€ 18).

Gezahlte Ertragsteuern

Im Geschäftsjahr 2022 wurden T€ 999 (Vorjahr T€ 4.073) Ertragsteuern gezahlt und T€ 319 (Vorjahr T€ 656) erstattet.

V. Sonstige Angaben

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die Tochterunternehmen 7Days Media Services GmbH, Frankfurt am Main, und MPK Luxembourg GmbH, Frankfurt am Main, beabsichtigen, von der gesetzlichen Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen und ihren Jahresabschluss nicht offenzulegen sowie keinen Anhang und keinen Lagebericht zu erstellen.

Die Tochterunternehmen 7Days Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, PVG Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und VCA Logistik + Services GmbH & Co. KG, Großostheim, beabsichtigen, von der gesetzlichen Befreiung des § 264b HGB Gebrauch zu machen und ihren Jahresabschluss nicht offenzulegen.

Haftungs- und Sicherungsverhältnisse

Auf dem Grundvermögen der Güll GmbH sind zum Stichtag Grundschulden zu Gunsten der Volksbank Allgäu-West eG in Höhe von T€ 1.023 (Vorjahr T€ 1.023) eingetragen. Durch die Grundschuld wird ein Kreditrahmenvertrag abgesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 51.792 13.231 29.292 9.269
- aus Wartungsverträgen 306 251 55 0
- aus sonstigen Verträgen 2.336 913 1.423 0
54.434 14.395 30.770 9.269

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungs- und Gewerbegebäude (Hubs) der Niederlassungen in Deutschland, Schweiz und in Luxemburg sowie den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für T€
Abschlussprüfungsleistungen 184
Steuerberatungsleistungen 139
sonstige Leistungen 0
Summe 323

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzte sich gem. DRS 21 wie folgt zusammen:

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.480 16.979
Finanzmittelfonds 17.480 16.979

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich beschäftigt (inkl. Teilzeitbeschäftigte und Auszubildende):

Teilkonzern 7Days Group Teilkonzern TOKI/PVG Gesamt
Angestellte 180 163 343
gewerbliche Mitarbeiter 342 182 524
Summe 522 345 867

Geschäftsführung und Organbezüge

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2022

Herr Thomas Kirschner, Diplom-Kaufmann, Frankfurt am Main SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG: (als Geschäftsführer der SOKI Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main)

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von den Gesellschaften erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen mit folgenden Ausnahmen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen: Gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführer besteht eine Ausleihung über T€ 5.000 (Vorjahr T€ 5.000), welche mit 2,5 % p.a. verzinst wird sowie ein Verrechnungskonto, welches in laufender Rechnung geführt und mit 2,0 % p.a. verzinst wird. Der SOKI-Konzern hat Darlehen von einem Gesellschafter in Höhe von insgesamt T€ 35.268 (Vorjahr T€ 33.905) erhalten sowie Verbindlichkeiten aus Gewinnvorab einschließlich deren Verzinsung in Höhe T€ 3.014 (Vorjahr T€ 1.310), die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Es handelt sich hierbei ausschließlich um langfristige Verpflichtungen, die zwischen 0 % und 10 % p.a. verzinst werden. Bezüglich der Zinserträge von bzw. der Zinsaufwendungen an Gesellschafter wird auf die entsprechenden Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main stellt gemäß §§ 290 ff. HGB den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Der Konzernabschluss der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Innerhalb des Konzerns sind verschiedene Gesellschaften persönlich haftende Gesellschafter der VCA Logistik + Services GmbH & Co. KG, Großostheim, der PVG Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, der PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und der 7Days Group GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main.

Ergebnisverwendung

Nach Zuweisung des auf die nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) entfallenden Anteils (T€ 1.762; Vorjahr T€ 9.482) sowie des auf die Rücklagen, die variablen Kapitalkonten und den Gewinnvorab sowie die Entnahmen entfallenden Anteils (T€ 11.298; Vorjahr T€ -3.000) am Konzernjahresfehlbetrags (T€ -4.882; Vorjahr Konzernjahresüberschuss T€ 6.764) verbleibt unter Berücksichtigung des Verlustvortrags ein Konzernbilanzverlust von T€ -50.864 (Vorjahr T€ -55.518).

Nachtragsbericht

Darüber hinaus lagen nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor.

 

Frankfurt am Main, den 13. Juli 2023

SOKI Verwaltungs GmbH (Komplementär)

vertreten durch Thomas Kirschner, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.732.322,37 125.253,72 52.622,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 119.868.970,35 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 30.152,00 384,00 0,00
129.631.444,72 125.637,72 52.622,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich d er Bauten auf fremden Grundstücken 3.000.580,95 37.672,65 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.798.040,62 348.940,60 24.425,63
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 6.981.940,26 717.995,43 323.758,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.917,38 37.829,38 0,00
17.832.479,21 1.142.438,05 348.184,47
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 5.000.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 134.227,01 0,00 0,00
3. Beteiligungen 81.720,05 87.835,10 2,02
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 80.000,00 0,00 80.000,00
5.295.947,06 87.835,10 80.002,02
152.759.870,99 1.355.910,87 480.809,11
Anschaffungskosten
Währungsumrechnungsdifferenzen
Umbuchungen
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 254.333,23 30.536,00 10.089.822,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 605.180,58 0,00 120.474.150,93
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -30.536,00 0,00
859.513,81 0,00 130.563.973,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich d er Bauten auf fremden Grundstücken 43.014,29 0,00 3.081.267,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 312.370,84 0,00 8.434.926,43
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 314.634,58 53.424,54 7.744.235,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.595,14 -53.424,54 37.917,36
671.614,86 0,00 19.298.347,65
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 5.000.000,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 134.227,01
3. Beteiligungen 0,00 0,00 169.553,13
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 5.303.780,14
1.531.128,66 0,00 155.166.101,41
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Währungsumrechnungsdifferenzen
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.773.453,67 1.693.700,12 52.618,12 232.356,13 7.646.891,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 83.329.641,09 12.293.528,18 0,00 95.902,43 95.719.071,70
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
89.103.094,76 13.987.228,30 52.618,12 328.258,56 103.365.963,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.798.613,53 200.753,61 0,00 17.871,67 2.017.238,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.549.163,24 491.971,39 24.425,63 264.876,86 6.281.585,87
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 5.175.066,29 850.843,65 317.193,24 264.071,28 5.972.787,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.522.843,06 1.543.568,65 341.618,87 546.819,82 14.271.612,67
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 54.842,98 0,00 0,00 0,00 54.842,98
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
54.842,98 0,00 0,00 0,00 54.842,98
101.680.780,80 15.530.796,95 394.236,99 875.078,38 117.692.419,15
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.442.930,89 3.958.868,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.755.079,23 36.539.329,26
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.152,00
27.198.010,12 40.528.349,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.064.029,07 1.201.967,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.153.340,56 2.248.877,38
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 1.771.447,99 1.806.873,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.917,36 51.917,38
5.026.734,98 5.309.636,15
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 5.000.000,00 5.000.000,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 79.384,03 79.384,03
3. Beteiligungen 169.553,13 81.720,05
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 80.000,00
5.248.937,16 5.241.104,08
37.473.682,26 51.079.090,19

Konzern-Kapitalflussrechnung 2022

2022
T€
2021
T€
1. Periodenergebnis -4.882 6.764
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 15.531 16.657
3. -/+ Abnahme / Zunahme der Rückstellungen -436 1.870
4. - Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 0 -1.057
5. +/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und -5.771 -247
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (ohne Forderungen gegen Gesellschafter)
6. -/+ Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.369 -7.185
sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs-
tätigkeit zuzuordnen sind (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter)
7. +/- Saldierter Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -11 -15.427
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 1.518 1.978
9. +/- Saldierter Ertragsteueraufwand / -ertrag 2.061 5.289
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -680 -3.417
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1. bis 10.) 8.699 5.225
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 2
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 17 26.428
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 80 205
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -126 -289
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.142 -743
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -88 -106
16. + Einzahlungen aus Abgänge zum Konsolidierungskreis 0 1.966
17. - Auszahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 -2.839
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12. bis 17.) -1.259 24.624
19. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter (Entnahmen) -1.297 -7.123
20. + Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 0 1.328
21. - Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Krediten -4.758 -18.041
22. - Gezahlte Zinsen -877 -784
23. +/- Abnahme / Zunahme Forderungen gegen Gesellschafter 0 -138
24. = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Summe aus 19. bis 23.) -6.932 -24.757
25. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 11., 18. und 24.) 508 5.092
26. -/+ Wechselkurs- und bewertungsbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -7 82
27. + Finanzmittelfonds am 1. Januar 16.979 11.804
28. = Finanzmittelfonds am 31. Dezember (Summe aus 25. bis 27.) 17.480 16.979

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen
Feste Kapitalkonten
Rücklagen
Variable Kapitalkonten
Summe
Stand am 31.12.2021 200,00 27.000.000,00 805.719,56 27.805.719,56
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift /Belastung variable Kapitalkonten 0,00 -13.000.000,00 40.380,00 -12.959.620,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 200,00 14.000.000,00 846.099,56 14.846.099,56
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Konzernbilanzverlust
Summe
Stand am 31.12.2021 -869.277,51 -55.518.058,00 -28.581.415,95
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -1.661.667,53 -1.661.667,53
Gutschrift /Belastung variable Kapitalkonten 0,00 12.959.620,00 0,00
Währungsumrechnung -559.911,45 0,00 -559.911,45
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -6.643.933,87 -6.643.933,87
Stand am 31.12.2022 -1.429.188,96 -50.864.039,40 -37.446.928,80
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste
Summe
Summe
Stand am 31.12.2021 14.585.174,20 0,00 14.585.174,20 -13.996.241,75
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -1.661.667,53
Gutschrift /Belastung variable Kapitalkonten -1.297.185,62 0,00 -1.297.185,62 -1.297.185,62
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -559.911,45
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 1.762.103,39 1.762.103,39 -4.881.830,48
Stand am 31.12.2022 13.287.988,58 1.762.103,39 15.050.091,97 -22.396.836,83

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SOKI Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 13. Juli 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

Richard Gudd, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 30.07.2023 gebilligt.

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