MVV lmmoSolutions GmbH

Salzufer 8, 10587 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 741179
Eingetragen
26.9.1997
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Erbringung von Energiedienstleistungen, insbesondere die Versorgung von Wohnungswirtschafts-, Gewerbe- und Kommunalkunden mit allen notwendigen Medien und Energiearten, die Entsorgung von Abwasser, die Errichtung, der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Vermögensgegenständen, die im Zusammhang mit Energiedienstleistungen oder der Entsorgung von Abwasser stehen, der Betrieb und die Instandhaltung für Projekte aus den o.g. Bereichen, Erschließungsträgerschaften sowie Beratungsleistungen und Ingenieurdienstleistungen in allen Infrastruktursektoren (Energie, Wasser, Abwasser, Entsorgung, Umwelt, Verkehr und Telekommunikation).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
bastian Heming
seit 19.2.2024
Prokura
Mathias Kohl
seit 19.2.2024
Geschäftsführer
Björn Krüger
seit 19.1.2024
Geschäftsführer
Nadine Cioumourtzis
seit 31.10.2023
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MVV EnergySolutions GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MVV lmmoSolutions GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht 2023

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die MVV ImmoSolutions GmbH (im Folgenden ImmoSolutions) hat ihren Sitz in Mannheim. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der MVV EnergySolutions GmbH.

Der vorliegende Einzelabschluss 2023 der ImmoSolutions wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Zum 30. September 2023 beträgt das Stammkapital der Gesellschaft 1,0 Mio Euro. Es besteht seit dem 24.Oktober 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim.

Gegenstand des Unternehmens ist die Ver- und Entsorgung von Wohn- und Gewerbeimmobilien mit sämtlichen Medien, insbesondere Wärme, Elektro, Wasser, Müll und in sämtlichen Dienstleistungsbereichen, wie insbesondere Reinigung, Wartung, Betriebskostenabrechnung etc., wie auch die Beratung von Eigentümern und Hausverwaltungen in diesen Bereichen.

Als überregional spezialisierter Contractor im Bereich Immobilienversorgung unterhält die ImmoSolutions auch Büros an den Standorten Hamburg, Mannheim, Leipzig und Solingen.

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

Schwerpunktmäßig ist in der Gesellschaft die aus dem Konzernverbund resultierende IFRS Kennzahl Adjusted EBIT als steuerungsrelevante Kennzahl zu nennen. Zusätzlich ist aus Sicht der Einzelgesellschaft insbesondere das Jahresergebnis nach HGB verankert.

Das Jahresergebnis nach HGB, als gesetzlich verankerte Kennzahl, leitet sich aus § 275 II und III HGB ab und gibt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit nach Zinsen und Steuern an.

Das Adjusted EBIT basiert auf dem EBIT nach IFRS. Das EBIT ist um den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung nach IFRS 9 bereinigt und wird ohne Restrukturierungsaufwand, allerdings inklusive der Erträge aus Finanzierungsleasingverträgen berechnet und ergibt als Residualgröße das Adjusted EBIT.

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt gemäß den Vorgaben des Konzerns nach Adjusted EBIT (IFRS). Seit dem Geschäftsjahr 2016 wird die ImmoSolutions GmbH als CGU (zahlungsmittelgenerierende Einheit) betrachtet.

Im Fokus der monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Gesellschafter steht die Analyse der Plan-, Vorschau- und Ist-Abweichungen auf Basis des Adjusted EBIT nach IFRS. Insbesondere Plan- / Ist-Abweichungen werden einer eingehenden Analyse unterzogen und Maßnahmen werden abgeleitet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklungen in der Energiepolitik

Bewältigung der Energiekrise durch Energiepreisbremsen und Erlösabschöpfung

Um Verbraucherinnen und Verbraucher vor den negativen Auswirkungen der Energiekrise zu schützen, haben Bundestag und Bundesrat Ende des Jahres 2022 umfassende Hilfen verabschiedet. Neben einer einmaligen Entlastung für Dezember 2022 wurden Energiepreisbremsen für Strom, Gas und Wärme mit Unterstützungen bis mindestens Ende des Jahres 2023 beschlossen. Sie sind ein wichtiger Teil des wirtschaftlichen Abwehrschirms mit einem Volumen von insgesamt 200 Mrd Euro.

Die Entlastungen der Strompreisbremse sollten ab Dezember 2022 über die Abschöpfung von Überschusserlösen im Strommarkt teilweise gegenfinanziert werden. Grundlage ist eine EU-Verordnung. Dieses Instrument ist Ende Juni 2023 ausgelaufen; eine Option auf Verlängerung wurde seitens der Bundesregierung nicht genutzt.

Als Stromerzeuger, Energieversorger und Verteilnetzbetreiber wurden uns durch diese Gesetzesbeschlüsse zur Krisenbewältigung umfangreiche und komplexe Aufgaben übertragen. Von der Erlösabschöpfung waren wir unmittelbar bei unseren eigenen Stromerzeugungsanlagen betroffen. Gleiches gilt für unsere Aktivitäten im Segment grüner Strombezugsverträge (Power Purchase Agreements, PPAs).

Politisches Tauziehen um die Wärmewende

In der politischen Debatte um die Wärmewende zeichnet sich ein regulatorischer und gesetzlicher Rahmen ab. Am 1. Januar 2024 sollen sowohl die Gesetze für die kommunalen Wärmepläne (Wärmeplanungsgesetz (WPG)) als auch für die Anforderungen an einzelne Gebäude (Gebäudeenergiegesetz (GEG)) in Kraft treten. Diese Vorgaben müssen so ausgestaltet sein, dass sowohl Versorger und Netzbetreiber als auch Gebäudeeigentümer ihre Investitionen in die Wärmewende darauf aufbauen können. Nach aktuellem Stand wird die Fernwärme als zentrale Wärmeversorgungsoption in Ballungsgebieten gestärkt, was unsere strategische Aufstellung in der Wärmewende unterstreicht. Gleichzeitig ist mit einer weitgehenden Technologieoffenheit sichergestellt, dass unsere Kundinnen und Kunden die jeweils für sie passende Wärmeoption bei MVV wählen können.

Der erste Fernwärmegipfel der Bundesregierung und der maßgeblichen Verbände im Juni 2023 betonte die Bedeutung, welche die Bundesregierung dem Thema beimisst. Beim Gipfel wurde vereinbart, in drei gemeinsamen Arbeitsgruppen zur Wärmelieferverordnung, zu Preisen und Transparenz sowie zu Genehmigungsverfahren Lösungen für die wichtigsten Fernwärmethemen zu suchen. Bei einem zweiten Gipfel Anfang 2024 sollen die Ergebnisse vorgestellt und verabschiedet werden.

Eine Konsequenz des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen ist die Notwendigkeit, die Rolle der Erdgasnetze neu zu definieren. In Abhängigkeit von den kommunalen Wärmeplanungen werden die Gasverteilnetze zur Durchleitung von Wasserstoff oder grünen Gasen umgewidmet oder stillgelegt, weil andere Wärmeoptionen wie Fernwärme oder Wärmepumpen zum Zuge kommen. Für diese Transformation gibt es bisher keinen gesetzlichen und regulatorischen Rahmen, was bei Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Netzbetreibern zu Unsicherheit führt. In einer Studie hat die MVV Energie AG im Juni 2023 auf diesen fehlenden Rahmen hingewiesen und Handlungsempfehlungen für seine Gestaltung gegeben. Die Studie ist online unter mvv.de/gasnetzstudie abrufbar.

EU schreibt neue Ziele für erneuerbare Energien und Energieeinsparungen fest

Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben sich im März 2023 auf die Inhalte von zwei Kernelementen des "Fit for 55"-Pakets geeinigt. Zum einen kann eine umfassende Neugestaltung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED III) in Kraft treten. Das europäische Ziel für erneuerbare Energien wird damit von 32,5 % auf 45 % im Jahr 2030 angehoben, mit verbindlichen Zielen für die jeweiligen Sektoren. Zum anderen haben die europäischen Institutionen die Überarbeitung der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet. Sie schreibt verbindlich vor, dass der Energieverbrauch in der EU bis 2030 um 11,7 % gegenüber den Projektionen des EU-Referenzszenarios 2020 sinken muss. Diese Reduzierung soll durch Investitionen im öffentlichen Sektor, Förderung von Fernwärme und -kälte sowie jährliche Ziele für jedes Mitgliedsland erreicht werden. Für MVV bieten diese neuen Rahmenbedingungen Chancen vor allem bei der Fernwärme, die künftig europaweit eine zentrale Rolle in der Wärmewende spielen soll.

Markt- und Wettbewerbsumfeld

Deutsche Wirtschaft rückläufig

In ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023 haben die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute die Wachstumserwartungen der deutschen Wirtschaft für das Kalenderjahr 2023 abgesenkt. Die Experten gehen von einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts von 0,6 % aus - nach einem prognostizierten Wachstum von 0,3 % im Frühjahr. Begründet wird der Rückgang mit dem starken Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022, der Inflation, die den Haushalten Kaufkraft entzieht und den jüngsten Leitzinserhöhungen, die die Bauwirtschaft belasten. Für 2024 senken die Wirtschaftsforscher ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 %

Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom weiterhin auf hohem Niveau

Großhandelspreise (Durchschnitt) vom 1.10. bis 30.9.

GJ 2023 GJ 2022 +/- Vorjahr % Vorjahr
Rohöl 1 (US-Dollar/Barrel) 83,61 96,63 - 13,02 - 13
Erdgas 2 (Euro/MWh) 68,25 93,58 - 25,33 - 27
Kohle 3 (US-Dollar/Tonne) 150,29 189,44 - 39,15 - 21
CO 2 -Zertifikate 4 (Euro/Tonne) 90,48 80,8 + 9,68 + 12
Strom 5 (Euro/MWh) 172,13 234,72 - 62,59 - 27

1 Sorte Brent; Frontmonat

2 Marktgebiet Trading Hub Germany; Frontjahr 3 Frontjahr 4 Front Dezemberkontrakt 5 Frontjahr

Nach den extremen Preisentwicklungen an den Energiemärkten im Geschäftsjahr 2022 sind die Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom im Vorjahresvergleich gesunken. Im Vergleich zu den Jahren zuvor befinden sie sich im Mittel jedoch auf einem hohen Niveau. Der Preisrückgang fand zum Großteil im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 statt. Neben einer strukturell geringeren Energienachfrage trugen vor allem der milde Winter und der Anstieg von LNG-Importen nach Europa zur Preisentspannung bei. Der Sommer 2023 zeigte bezüglich vieler Energiegroßhandelspreise volatile Preisbewegungen um ein seitwärts verlaufendes Preisniveau.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent verlor im Mittel um zirka 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Auf Preismaxima von rund 125 US-Dollar/Barrel im Sommer 2022 folgte eine volatile Abwärtsbewegung bis auf ein Preisminimum von etwa 70 US-Dollar/Barrel im Frühjahr 2023.

Witterungseinflüsse

Wärmere Witterung führt zu niedrigeren Gradtagszahlen

Höhere Außentemperaturen führen zu einem geringeren Heizenergiebedarf bei unseren Kunden. Dies schlägt sich auch in niedrigeren Gradtagszahlen nieder, die als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz verwendet werden. Im Berichtsjahr war es durchschnittlich wärmer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: Die Gradtagszahlen lagen nicht nur rund 6 % unter den Werten des Vorjahres, sondern waren die niedrigsten Gradtagszahlen innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Das Geschäftsjahr 2023 wies also im Zehn-Jahres-Zeitraum die durchschnittlich höchste Temperatur auf. Hinzu kamen im Berichtsjahr die Einsparungen, die unsere Kunden temperaturunabhängig wegen der besonderen Versorgungssituation erreichen konnten, die als Folge des Krieges in der Ukraine eingetreten ist.

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von -0,2 Mio Euro auf -1,1 Mio Euro.

Das Ergebnis liegt leicht über Plan. Die ImmoSolutions weist einen stabilen Geschäftsverlauf auf.

Wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsarten IFRS und HGB bestehen in der Höhe der Abschreibungen, der Abbildung von Contractingprojekten (Finance Lease nach IFRS) sowie bei der Bewertung von Rückstellungen.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der ImmoSolutions am 30.September 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 41,4 % erhöht.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 1,3 Mio Euro auf 18,2 Mio Euro.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 37 %. Die aktuelle Deckung durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital liegt zum Bilanzstichtag bei 86 %. Das Anlagevermögen wird dominiert durch das Sachanlagevermögen, welches im Berichtsjahr durch neue Anlagen im Bau weiter angestiegen ist.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich auf 31,0 Mio Euro (Vorjahr 17,9 Mio Euro). Hauptsächlich verantwortlich für die Veränderungen sind gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die Eigenkapitalquote der MVV ImmoSolutions GmbH am 30.09.2023 betrug 18,2 %.

Das Ergebnis der ImmoSolutions wird zu jedem Jahresabschluss über den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV EnergySolutions GmbH ausgeglichen.

Die Rückstellungen verbleiben mit 2,4 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 14,4 Mio Euro auf 37,8 Mio Euro. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sowie gestiegene sonstige Verbindlichkeiten.

Durch die Einbindung der ImmoSolutions in das Cash-Management-System der MVV Gruppe verfügt die Gesellschaft über ausreichende Finanzmittel.

Die Entwicklung des Vermögens der Gesellschaft liegt über den in der Planung unterstellten Annahmen.

Ertragslage

Der Umsatz der ImmoSolutions ist gegenüber Vorjahr um 10,5 Mio Euro auf 51,3 Mio Euro gestiegen.

Die Entwicklung der Absatzmengen ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

Absatzmengen 2023 2022 Veränderung
in %
Strom (Mio kWh) 3,40 2,75 23,78
Wärme (Mio kWh) 312,31 346,99 -9,99

Der Stromabsatz ist aufgrund von Inbetriebnahme eines BHKW sowie weiteren neuen Projekten angestiegen.

Der geringere Wärmeabsatz resultiert im Wesentlichen aus wärmerer Witterung sowie aus beendeten Projekten.

Die Umsatzerlöse im aktuellen Geschäftsjahr sind um 25,9 % gestiegen, dies ist im Wesentlichen auf die höheren Wärmeerlöse zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 0,2 Mio Euro gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Sondereffekt periodenfremder Erträge im Vorjahr.

Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 47,1 Mio Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 32,1 %. Im Wesentlichen ist die Erhöhung auf gestiegen Aufwände für Gas- und Fernwärmebezug zurückzuführen.

Der Personalaufwand bewegte sich mit 2,1 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Die Mitarbeiterzahl lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 21 und damit ebenfalls Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf 1,6 Mio Euro gestiegen. Der leichte Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Mietaufwendungen.

Das Finanzergebnis hat sich auf 0,4 Mio. Euro verbessert. Die Verbesserung resultiert aus gestiegenen Zinserträgen.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses weist die MVV ImmoSolutions GmbH ein Ergebnis nach Steuern nach HGB von -1,1 Mio Euro (Vorjahr -0,2 Mio Euro) aus.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Energiepolitische Rahmenbedingungen

In der Energiewirtschaft vollzieht sich seit Jahren ein fundamentaler Wandel, der sich nicht zuletzt darin zeigt, dass viele Beteiligte auf nationaler und internationaler Ebene ihre Anstrengungen für den Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften intensivieren. MVV gestaltet diesen Wandel aktiv: Mit unserem "Mannheimer Modell" werden wir als eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland klimapositiv; dazu tragen dessen Bausteine Wärmewende, Stromwende und Kundenlösungen bei.

Der sich wandelnde Markt in Deutschland bietet uns Chancen für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für profitables Wachstum, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Indem wir unsere Unternehmensstrategie konsequent umsetzen können wir diese Chancen ergreifen. Unser Geschäftsmodell für ein dezentrales Energiemanagement erweitern wir, indem wir neue innovative Lösungen und Produkte anbieten.

Die einen solchen Wandel begleitenden Unsicherheiten haben durch den Krieg in der Ukraine für unsere Branche insgesamt und auch für MVV deutlich zugenommen - dies gilt für das Berichtsjahr ebenso wie für die nähere Zukunft.

Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung werden zudem der Witterungsverlauf haben und - wenn auch nicht in so hohem Maße - die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Strategie setzt auf nachhaltiges Wachstum

Auf Basis einer fokussierten Vertriebsstrategie in Verbindung mit neuen Produkten will sich die Gesellschaft vor allem in der Wohnungswirtschaft als Energiepartner und Immobiliendienstleister positionieren. Damit soll eine höhere Bindung bestehender und die Akquisition neuer Kunden erreicht werden.

Einhergehend mit einem Marktumfeld, das sich grundlegend verändert, wandeln sich die Bedürfnisse der Kunden. Gefragt sind innovative Lösungen, die alle aktuellen technischen Möglichkeiten nutzen und die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen. Unsere Vertriebseinheiten richten sich auf die neuen Herausforderungen des Energiemarkts aus. Sie bieten Produkte und Dienstleistungen rund um eine nachhaltige Energieversorgung an und stellen den Kundennutzen in den Fokus ihrer Lösungen.

In der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stehen die transparente Beschaffung von Strom und Gas zu attraktiven Konditionen sowie die effiziente und nachhaltige Energieversorgung im Fokus. Im Rahmen eines modularen Leistungsangebots erfolgt die ganzheitliche Betrachtung der Immobilieneffizienz - von der Heizungsanlage bis zur Gebäudehülle.

Der künftige Fokus sind ganzheitliche Konzepte statt singulärer Lösungen. Dazu werden die Gesellschaften intensiver miteinander vernetzt.

Künftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir damit, dass das operative Ergebnis aufgrund von auslaufenden Projekten, die noch nicht durch Neugeschäft kompensiert werden unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 liegen wird.

2. Chancen- und Risikobericht

Energiepolitische Rahmenbedingungen

ist weiterhin durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine beeinflusst. Die Risiken in unserem Geschäft sind weiterhin hoch. Insbesondere die krisenbedingten Marktpreis-, Finanzierungs- und rechtlichen Risken haben zugenommen. Darüber hinaus erhöhten sich auch operative Risiken (zum Beispiel das Cyber-IT-Risiko oder die Verfügbarkeit von kritischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) für Unternehmen in Deutschland und in unserer Branche.

Chancen und Risiken, die diese Unsicherheiten beschreiben, sind schon immer Teil unseres unternehmerischen Handelns. Zu den zentralen Aufgaben unserer Unternehmensführung gehört es umso mehr, diese frühzeitig zu identifizieren, Chancen zu realisieren und Risiken mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.

Ebenso bedeutend ist für uns, unternehmerische Chancen zu identifizieren, sie zu ergreifen und für das Unternehmenswachstum einzusetzen. Um signifikante negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis zu vermeiden und unsere Gesellschaft vor bestandsgefährdenden Risiken zu schützen, gehen wir bewusst mit Chancen und Risiken um. Dafür nutzen wir das zentrale Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Unsere Organisationsstruktur unterstützt eine rasche Informationsweitergabe und eine transparente Analyse der Chancen- und Risikofaktoren. Falls nötig stoßen wir Maßnahmen an, um Risiken zu vermeiden und zu reduzieren. Über ein etabliertes Verfahren meldet jeder Risikoträger quartalsweise die Unsicherheiten an das zentrale Risikocontrolling der Enamic GmbH. Dort werden die Daten analysiert, aggregiert und an das Risikocontrolling des MVV Energie Konzerns zur weiteren Bearbeitung versendet.

Preischancen und -risiken

Für die ImmoSolutions besteht ein mittleres Risiko aus Preissteigerungen, da durch die Absatzverträge Änderungen der Marktpreise für Primärenergien über die Preisgleitklauseln an den Kunden weitergegeben werden können. Es besteht jedoch aktuell erhöhte Unsicherheit, ob die stark steigenden Beschaffungskosten in allen Fällen vollständig in unsere Preiskalkulation einbezogen werden können.

Aufgrund möglicher Lieferengpässe und -verzögerungen und durch die allgemeine Inflation können Preisrisiken bei zu beziehenden Rohstoffen, Materialien oder Zulieferprodukten entstehen.

Mengenchancen und -risiken

Auf Grund der Witterungsabhängigkeit unseres Kerngeschäfts hat die ImmoSolutions eine permanente Absatzmengenchance sowie ein permanentes Absatzmengenrisiko. Diese können vom Unternehmen nicht beeinflusst werden. Auf der Primärenergiebezugsseite hat das Unternehmen ein Mengenrisiko sowie eine Mengenchance im Rahmen des Bezugs von Gas und Heizöl. Hier wird durch ständige Überprüfung der Nutzungsgrade der Heizzentralen der Einsatz der Primärenergie optimiert. Diese Maßnahmen sind Gegenstand des Energie Monitorings. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Mengenrisiken insgesamt als mittel und leicht gestiegen. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine könnten unsere Strom- und Gasabsatzmengen durch geringere Nachfrage, wegen einer Gasmangellage, durch notwendige Sparmaßnahmen oder aufgrund des Ausfalls von Kundinnen und Kunden zurückgehen. Effizienzmaßnahmen unserer Kunden und Kundinnen spielen ebenso eine Rolle wie die steigenden Klimaschutzanforderungen. Innovative und erneuerbare Energieerzeugungstechnologien werden dadurch zunehmend interessanter für unsere Kunden und Kundinnen. Hier erwarten wir zusätzliche positive Nachfrageimpulse und Wertschöpfungsimpulse.

Operative Chancen und Risiken

Dieses Risikofeld umfasst Betriebs-, IT-, Modell-, Organisations-, Personal-, Sicherheitsrisiken und -chancen.

Für uns als Energiedienstleister sind vor allem die Betriebsrisiken von hoher Bedeutung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherstellung einer nachhaltigen und störungsfreien Versorgung unserer Kunden und Kundinnen mit Wärme. Dieser wird bestimmt durch den reibungslosen Betrieb der Heizzentralen (Kernbestandteil der Leistungserbringung). Schäden an Anlagen oder technische Schwierigkeiten können zu Ausfällen und somit zu finanziellen Einbußen führen. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine bringen weitere Herausforderungen in der Betriebsorganisation mit sich. Neben den zusätzlichen Risiken aus dem laufenden Betrieb, wie zum Beispiel aus drohender Knappheit bei relevanten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, muss nun auch eine politisch angestrebte kurz- und mittelfristig veränderte Energieersatzerzeugung aufgrund einer noch immer möglichen Gasmangellage berücksichtigt werden. Hierzu gehört, die Anlagenverfügbarkeit einzelner Anlagen zu erhöhen oder diese bei Bedarf zu reaktivieren. Hierzu können zum Teil signifikante Ersatzinvestitionen nötig sein - bei gleichzeitig unbekannter Laufzeit und somit unsicherer Wirtschaftlichkeit. Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Reduzierung der Risiken aus dem Anlagenbetrieb setzen wir bei unseren bestehenden Erzeugungskapazitäten durch regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen mit allen wirtschaftlichen Maßnahmen darauf, Anlagenausfälle und die möglichen Folgerisiken zu minimieren. Um die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden zu begrenzen, haben wir zudem Versicherungen abgeschlossen.

Durch die aktive Steuerung werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten der operativen Risiken als mittel eingestuft.

Gesetzliche Risiken

Für Unternehmen der Energiebranche besteht grundsätzlich das Risiko und die Chance, dass der Bundes- und die Landesgesetzgeber sowie Behörden - wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder die Kartellbehörden - die regulatorischen Rahmenbedingungen verändern. Gesetzliche Risiken bzw. rechtliche Risiken aus Vertragsverhältnissen mit Kunden oder Lieferanten unterliegen der ständigen Aufmerksamkeit der ImmoSolutions und werden durch die Betreuung der Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG eingeschätzt und begleitet. Weiterhin besteht Unsicherheit in der vollumfänglichen Umlegbarkeit von deutlich gestiegenen Energiebeschaffungs- oder -erzeugungspreisen in unsere Absatzpreise.

Die zukünftige Risikosituation aus rechtlichen Risiken schätzen wir als mittel ein.

Finanzierungschancen und -risiken

In dieser Kategorie weisen wir im Wesentlichen Forderungsausfallrisiken sowie Refinanzierungs- und Liquiditätschancen und -risiken aus. Um die Liquiditätsrisiken zu begrenzen, setzen wir unterschiedliche Instrumente ein. Beispielsweise optimieren wir die Liquiditätsposition über ein konzerninternes Cash Pooling. Das Liquiditätsmanagement betrachten wir, vor dem Hintergrund des andauernden Krieges in der Ukraine, unverändert aufmerksam.

Forderungsausfallrisiken bestehen insbesondere bei langfristigen Lieferbeziehungen, wie bei unseren Contractingverträgen. Um unser Risiko zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht aus. Wir prüfen die Bonität unserer Kunden; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. Das Finanzierungsrisiko wird grundsätzlich als gering eingestuft.

Bedingt durch den Krieg in der Ukraine können Verzögerungen und Ausfälle bei der Begleichung offener Forderungen auch vermehrt durch Endkundinnen und -kunden eintreten. Wir begegnen diesem Risiko proaktiv mit unserem Forderungsmanagement.

Das Risikoumfeld der ImmoSolutions ist im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben.

Die Energiewende und der sich wandelnde Markt in Deutschland bieten Chancen für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für profitables Wachstum - Stichworte: erneuerbare Energien, dezentrale Energieversorgung, Energieeffizienz, Digitalisierung, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Unser Geschäftsmodell für ein dezentrales Energiemanagement erweitern wir, indem wir neue innovative Lösungen und Produkte anbieten. So sind wir aktiv in den Bereichen Energiedienstleistungen mit Energieeinsparlösungen, Dank der konsequenten Umsetzung unserer auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Strategie sind wir gut positioniert, um die Chancen wirtschaftlich nutzen zu können.

Wir beobachten alle relevanten Entwicklungen intensiv und achten darauf, dass unser Chancen-Risiken-Profil ausgewogen bleibt.

Aus Sicht der Geschäftsführung gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens oder einer wesentlichen Tochtergesellschaft im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten.

Die Planung wurde auf Basis eines stabilen operativen Geschäftsverlaufs erstellt.

 

Mannheim, 10. November 2023

Dr. Johannes Werhahn

Bilanz zum 30.9.2023

Aktiva

in Tsd Euro 2023 2022 Anhang
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 280 667 1
Sachanlagen 17.894 16.181 2
18.174 16.848
Umlaufvermögen
Vorräte 391 349 3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.459 17.264 4
Flüssige Mittel 129 308 5
30.979 17.921
49.153 34.769

Passiva

zum 30.9.2023
in Tsd Euro
2023 2022 Anhang
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000
Kapitalrücklage 7.387 7.387
Gewinnvortrag 539 539
8.926 8.926
Empfangene Ertragszuschüsse 43 49 6
Rückstellungen 2.423 2.432 7
Verbindlichkeiten 37.761 23.362 8
49.153 34.769

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2022 bis zum 30.9.2023

in Tsd Euro 2023 2022 Anhang
Umsatzerlöse 51.342 40.778 9
Sonstige betriebliche Erträge 177 755 10
Materialaufwand 47.088 35.652 11
Personalaufwand 2.085 2.151 12
Abschreibungen 2.332 2.342 13
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.580 1.432 14
Finanzergebnis 430 -105 15
Ergebnis nach Steuern -1.136 -149
sonstige Steuern 0 1 16
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages übernommener Verlust -1.136 -150
Jahresüberschuss 0 0

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Die MVV ImmoSolutions GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 741179).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die zur übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst wurden, werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen und zum ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG, Mannheim.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim.

MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in der MVV Energie Gruppe für den Bereich Versorgung. Es besteht ein Vertrag mit der MVV ImmoSolutions GmbH, Mannheim.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Im Rahmen der Projektübernahmen im Teilkonzern Enamic wurden die Anschaffungskosten soweit wie möglich auf die materiellen Vermögensgegenstände und Schulden verteilt. Die Mehranschaffungskosten für implizit erworbene Kundenstämme und Projektsynergien werden als immaterieller Vermögensgegenstand bilanziert und über die durchschnittliche Laufzeit der Projekte linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst.

Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten "Empfangene Ertragszuschüsse" passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände und wird in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Investitionsförderungen werden separat im Anlagespiegel ausgewiesen.

Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände beibehalten.

Nutzungsdauern
in Jahren
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15
Geschäfts- oder Firmenwert 14
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 12 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 1 - 22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 23

1 soweit Abschreibungen vorgenommen werden müssen

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellkosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,81% angesetzt (Vorjahr 1,77%). Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50% p.a. (Vorjahr 2,50% p.a.) und Rententrends mit 2,00% p.a. (Vorjahr 2,00% p.a.) berücksichtigt.

Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Vom Wahlrecht Aufwandsrückstellungen, die vor dem 30. September 2009 gebildet wurden, beizubehalten wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über den Zeitraum von 14 Jahren linear abgeschrieben. Folgende Gründe haben zu der Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren geführt:

Die gewählte Nutzungsdauer spiegelt die erworbene Vertragslaufzeit wider, unter Einbeziehung der Wahrscheinlichkeit der Verlängerung der Kundenverträge.

2 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen.

Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich auf 36 Tsd Euro.

3 Vorräte

in Tsd Euro 2023 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 391 349
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0 0
391 349

4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd Euro 2023 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 848 185
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
gegen verbundene Unternehmen 29.393 16.891
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
(davon gegen Gesellschafter) (1.136) (150)
Sonstige Vermögensgegenstände 218 188
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
30.459 17.264

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht fakturierte Wärme- und Stromlieferungen in Höhe von 30.718 Tsd Euro (Vorjahr 28.749 Tsd Euro). Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 28.253 Tsd Euro (Vorjahr 28.749 Tsd Euro).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 40 Tsd Euro (Vorjahr 28 Tsd Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 525 Tsd Euro (Vorjahr 54 Tsd Euro), sowie sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 28.868 Tsd Euro (Vorjahr 16.836 Tsd Euro).

Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 1.136 Tsd Euro (Vorjahr 150 Tsd Euro).

5 Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel beinhalten ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

6 Empfangene Ertragszuschüsse

Der Posten empfangener Ertragszuschüsse resultiert aus Baukostenzuschüssen für Contracting-Projekte. Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 6 Tsd Euro (Vorjahr 6 Tsd Euro).

7 Rückstellungen

in Tsd Euro 2023 2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 243 253
Sonstige Rückstellungen 2.180 2.179
2.423 2.432

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 5 Tsd Euro. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Personalaufwand und ist für die Ausschüttung gesperrt. Da § 301 AktG nicht auf § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB verweist, wurde der Unterschiedsbetrag an den Organträger abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Personalsachverhalten 529 Tsd Euro (Vorjahr 546 Tsd Euro), kurz- und langfristigen Rückbauverpflichtungen 1.557 Tsd Euro (Vorjahr 1.499 Tsd Euro).

8 Verbindlichkeiten

in Tsd Euro 2023 RLZ1 ≤ 1 Jahr RLZ1 > 1 Jahr Davon RLZ1>5 Jahre
Verbindlichkeiten
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 119 119 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 4.262 4.262 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 26.962 20.346 6.616 3.736
(davon gegenüber Gesellschafter) (0) (0) (0) (0)
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13 13 0 0
sonstige 6.405 6.405 0 0
(davon aus Steuern) (24) (24) (0) (0)
37.761 31.145 6.616 3.736
in Tsd Euro 2022 RLZ1 ≤ 1 Jahr RLZ1 > 1 Jahr Davon RLZ1 >5 Jahre
Verbindlichkeiten
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 147 147 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 4.150 4.150 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 18.862 12.454 6.408 3.609
(davon gegenüber Gesellschafter) (0) (0) (0) (0)
gegenüber Unternehmen, mit denen ein 0 0 0
Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
sonstige 203 203 0 0
(davon aus Steuern) (26) (26) (0) (0)
23.362 16.954 6.408 3.609

1 RLZ = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19.520 Tsd Euro (Vorjahr 11.666 Tsd Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7.442 Tsd Euro (Vorjahr 7.196 Tsd Euro). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es um Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 7.442 Tsd Euro (Vorjahr 7.196 Tsd Euro).

Haftungsverhältnisse/sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 12.236 Tsd Euro (Vorjahr 6.353 Tsd Euro), davon entfallen 70 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen.

Den Geschäftsführern wird im Arbeits- bzw. Dienstvertrag eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung erteilt. Dabei handelt es sich um eine beitragsorientierte Leistungszusage im Wege der kongruenten rückgedeckten Direktzusage. Dem Begünstigten wird zugesagt, dass ein festgelegter Versorgungsbeitrag vom Arbeitgeber in eine Rückdeckungsversicherung gezahlt wird. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können durch freiwillige Entgeltumwandlung eine Zusage auf diese betriebliche Altersversorgung erhalten. In beiden Fällen entspricht die Leistung im Versorgungsfall der Versicherungsleistung. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 29 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 29 Tsd Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 wird die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Lebensversicherung mit der zu Grunde liegenden Verpflichtung gegenüber dem jeweiligen Begünstigten verrechnet, ebenso werden die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die Aufwendungen betragen 1 Tsd Euro.

Für aktive und ehemalige Mitarbeiter der MVV ImmoSolutions GmbH besteht eine mittelbare Altersvorsorgeverpflichtung, in Form einer Zusatzversorgungskasse. Die Unterdeckung der Zusatzversorgungskasse, Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL Karlsruhe), lässt sich nicht verlässlich ermitteln, da die dafür notwendigen Informationen nicht vorliegen und insbesondere aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine eindeutige Zuordnung des Deckungskapitals zur arbeitsrechtlichen Verpflichtung vorgenommen werden kann.

Die MVV ImmoSolutions GmbH leistet für ihre Mitarbeiter Zahlungen an die Zusatzversorgungskasse "VBL Karlsruhe". Im Geschäftsjahr 2023 wurden vom Unternehmen an die VBL Karlsruhe Beiträge in Höhe von 68 Tsd Euro bezahlt. Der absolute Betrag wird bei erwartet gleichbleibendem Beitragssatz aufgrund der zukünftig steigenden Gehälter ansteigen. Die Höhe der umlagepflichtigen Gehälter betrug in 2023 1.186 Tsd Euro.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer

in Tsd Euro 2023 2022
Strom 849 1.036
Wärme 34.655 25.357
Wasser 13 16
Contracting 13.361 12.064
Sonstige 2.464 2.305
51.342 40.778

10 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1 Tsd Euro (Vorjahr 619 Tsd Euro) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

11 Materialaufwand

in Tsd Euro 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.804 25.769
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.284 9.883
47.088 35.652

12 Personalaufwand

in Tsd Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 1.704 1.745
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 381 406
(davon für Altersversorgung) (67) (93)
2.085 2.151
2023 2022
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1 21 21
(davon Angestellte) (21) (21)

1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände)

Abschreibungen

in Tsd Euro 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.332 2.342
2.332 2.342

Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 5 Tsd Euro.

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 1 Tsd Euro) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten.

14 Finanzergebnis

in Tsd Euro 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 598 1
(davon aus verbundenen Unternehmen) (590) (0)
598 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 168 106
(davon an verbundene Unternehmen) (156) (86)
430 -105

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 8 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro).

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von

9 Tsd Euro (Vorjahr 19 Tsd Euro).

15 Sonstige Steuern

in Tsd Euro 2023 2022
Sonstige Steuern 0 1
0 1

Sonstige Angaben und Anlagen

Angaben § 6b EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

Betriebsführungsverträge von MVV Enamic GmbH in Höhe von 9.096 Tsd Euro

Personalleistungen für MVV Enamic GmbH in Höhe von 2.085 Tsd Euro

Geschäftsbesorgung von MVV Energie AG in Höhe von 555 Tsd Euro

Darüber hinaus bestehen konzerninterne Darlehens- und Cashpool-Beziehungen, die zu marktüblichen Zinssätzen verzinst werden (432 Tsd Euro).

In der internen Rechnungslegung werden für andere Tätigkeitsbereiche innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten geführt. Die Gesellschaft führt den Nachweis über ein Entflechtungshandbuch.

Konzernbeziehungen

Für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

 

Herr Dr. Johannes Werhahn, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich (ab 01. Mai 2023)

 

Herr Leif Christian Cropp, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich (bis 30. Juni 2023)

 

Herr Dr. Joachim Hofmann, Geschäftsführer vertrieblicher Bereich (bis 31.Mai 2023)

Vergütung von Geschäftsführung

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird § 286 Abs. 4 angewandt.

Honorare des Abschlussprüfers

Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Mannheim, 10. November 2023

MVV ImmoSolutions GmbH, Mannheim

Geschäftsführung

Dr. Johannes Werhahn

Anlagenspiegel

Immaterielle Vermögensgegenstände
in Tsd Euro
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2022 7.414 5.494 12.908
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2023 7.414 5.494 12.908
Abschreibungen 1.10.2022 7.399 4.842 12.241
Abschreibungen des Geschäftsjahres 15 372 387
Zuschreibungen 0 0 0
Änderung aus Abgängen 0 0 0
Änderung aus Umbuchungen 0 0 0
Abschreibungen 30.9.2023 7.414 5.214 12.628
Restbuchwerte 30.9.2023 0 280 280
Restbuchwerte 30.9.2022 15 652 667
Sachanlagen
in Tsd Euro
Grundstücke, grundstücks -gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2022 264 31.549 37 3.949 35.799
Zugänge 0 221 11 3.386 3.618
empfangene/abgesetzte Zuschüsse 0 -36 0 0 -36
Transfer 0 635 0 0 635
Abgänge 0 -40 0 0 -40
Umbuchungen 0 1.089 0 -1.089 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2023 264 33.418 48 6.246 39.976
Abschreibungen 1.10.2022 108 19.480 30 0 19.618
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2 1.942 1 0 1.945
Transfer 0 559 0 0 559
Zuschreibungen 0 0 0 0 0
Änderungen aus Abgängen 0 -40 0 0 -40
Änderungen aus Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abschreibungen 30.9.2023 110 21.941 31 0 22.082
Restbuchwerte 30.9.2023 154 11.477 17 6.246 17.894
Restbuchwerte 30.9.2022 156 12.069 7 3.949 16.181

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MVV ImmoSolutions GmbH, Mannheim

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVV ImmoSolutions GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV ImmoSolutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs.3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach §6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Stuttgart, den 10. November 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Ehrenmann, Wirtschaftsprüferin

Thomas Büchler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 29.12.2023 festgestellt.

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