Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 12717
Eingetragen
1.4.2010
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Von Amts wegen ergänzt: Gegenstand des Unternehmens sind die Förderung der gemeinwesenorientierten Behinderten-, Alten- und Krankenpflege, der Betrieb von stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Behinderten-, Alten - und Krankenpflege sowie von Einrichtungen für betreutes Wohnen. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Geschäfte gleicher oder ähnlicher Art zu tätigen, welche geeignet erscheinen, die Entwicklung des Unternehmens und Erreichung des Gesellschaftszweckes zu fördern. Die Gesellschaft ist befugt, sich an anderen Gesellschaften zu beteiligen, diese zu übernehmen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu gründen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Indra Mohnfeld
seit 16.1.2025
Prokura
Bastian Westermann
seit 1.4.2021
Geschäftsführer
Julian Schütze
seit 10.2.2020
Prokura
Heike Püschel
seit 1.8.2011
Prokura
Beate Stein
seit 1.4.2010
Prokura
Geschäftsführer
Gabriele Franz
seit 1.4.2010
Prokura
Geschäftsführer
Ute Dominé
seit 1.4.2010
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pro Civitate g.GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz

Aktiva

31.12.2015 31.12.2014
EUR
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 23.302,00 45.476,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.184.367,71 49.184.318,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 260.983,91 292.322,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.765.125,56 2.061.963,58
50.210.477,18 51.538.604,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 400.001,00 400.001,00
2. Genossenschaftsanteile 1.533,88 1.533,88
401.534,88 401.534,88
50.635.314,06 51.985.614,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.667,88 46.252,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 675.989,32 638.576,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.671,35 502.542,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 276.631,11 482.988,72
955.291,78 1.624.107,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 734.316,40 415.905,74
1.725.276,06 2.086.266,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.321,07 100.467,08
D. Treuhandvermögen 56.635,91 56.463,34
52.507.547,10 54.228.811,61

Passiva

31.12.2015 31.12.2014
EUR
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.825.613,41 1.825.613,41
III. Gewinnvortrag 7.701.299,99 7.643.450,22
IV. Jahresüberschuss 932.345,25 57.849,77
10.485.258,65 9.552.913,40
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens
Sonderposten aus Investitionszuschüssen 27.025.824,49 27.923.601,90
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 39.621,00
2. Sonstige Rückstellungen 352.250,00 511.250,00
352.250,00 550.871,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.255.967,48 13.757.507,50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.583.581,55 (i.Vj. EUR 1.478.998,59) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 311.904,86 346.115,79
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.597.036,91 1.599.162,53
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 178.526,13 202.445,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 149.775,52 (i.Vj. EUR180.175,53) -
- davon aus Steuern EUR57.224,91(i.Vj. EUR 68.036,99) -
14.343.435,38 15.905.231,36
E. Rechnungsabgrenzungsposten 244.142,67 239.730,61
F. Treuhandverbindlichkeiten 56.635,91 56.463,34
52.507.547,10 54.228.811,61

Gewinn- und Verlustrechnung

2015 2014
EUR
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.728.760,72 29.529.422,52
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.892,86 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.083.742,36 2.379.014,51
32.817.395,94 31.908.437,03
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.972.816,39 2.053.459,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.136.430,45 7.168.629,29
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.241.805,02 11.625.580,24
b) Soziale Abgaben 2.338.545,35 2.189.330,71
- davon für Altersversorgung EUR 19.518,00(i.Vj. EUR 21.987,00) -
23.689.597,21 23.036.999,84
Zwischenergebnis 9.127.798,73 8.871.437,19
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.939.520,32 2.010.658,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.629.242,60 6.062.643,33
7.568.762,92 8.073.302,09
Zwischenergebnis 1.559.035,81 798.135,10
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.348,05 3.260,92
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 595.833,79 675.664,65
- 594.485,74 - 672.403,73
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 964.550,07 125.731,37
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 24,00 36.856,00
12. Sonstige Steuern 32.228,82 31.025,60
32.204,82 67.881,60
13. Jahresüberschuss 932.345,25 57.849,77

Anhang

1. Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 der Pro Civitate gGmbH wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um branchenspezifische Posten erweitert.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Abnutzung wird durch planmäßige lineare Abschreibungen Rechnung getragen. Dies gilt auch für die geringwertigen Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 410. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 60 und EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die entgeltlich erworbene Software wird über einen Zeitraum von 3 bis 6 Jahren, die grundstücksgleichen Rechte und Bauten von 33 bis 50 Jahren, die technischen Anlagen und Maschinen von 5 bis 20 Jahren sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Die Liquiden Mittel werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten bestehen aufgrund von Verwahrgeldern der Bewohner und werden zum Nominalwert bewertet.

Zweckentsprechend verwendete Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand für aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens, vermindert um den Betrag der bis zum 31. Dezember 2015 angefallenen anteiligen Abschreibungen und Abgänge auf diese Vermögensgegenstände, ausgewiesen.

Der Wertansatz für die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind folgendem Anlagengitter zu entnehmen:

- Anlagennachweis -

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr sonstige Forderungen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält in Höhe von TEUR 13,9 ein Disagio.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Art der Rückstellung 31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
Steuerrückstellungen 0,00 39.621,00
Überstunden 168.000,00 217.400,00
Urlaub 83.900,00 84.050,00
Zeitarbeitszuschläge 46.450,00 42.350,00
Sozialvers. SFN-Zuschläge 29.000,00 45.940,00
Ausgleichsabgabe 0,00 99.060,00
Prozesskosten 24.900,00 21.900,00
Sonstige 0,00 550,00
352.250,00 550.871,00

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind folgendem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
EUR
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
von mehr als 5 Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.255.967,48 1.583.581,55 4.515.764,00 6.156.621,93
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 311.904,86 311.904,86 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.597.036,91 1.597.036,91 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 178.526,13 149.775,52 28.750,61 0,00
14.343.435,38 3.642.298,84 4.544.514,61 6.156.621,93

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 11.084,7 durch Grundschulden und Sicherungsübereignung von Betriebs- und Geschäftsausstattung gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.500,0 Darlehensverbindlichkeiten und im Übrigen sonstige Verbindlichkeiten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 10,0 gegenüber Gesellschaftern (im Vorjahr TEUR 26,5).

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betragen TEUR 16.333,7 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 62,6).

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich in Höhe von TEUR 30.238,7 aus Erlösen für Pflegeleistungen und mit TEUR 490,1 aus Erlösen für betreutes Wohnen zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 65,5 sowie Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von TEUR 898,8.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 76,9.

6. Derivative Finanzinstrumente

Für Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Darlehen in Höhe von TEUR 4.278 (Restvaluta zum 31.12.2015) wurden volumenkongruente Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Da eine prospektive Effektivität qualitativ durch bestehende Betrags- und Laufzeitkongruenz sichergestellt werden kann (critical terms match-Methode), wurde gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit (Mikro-cash flow hedge) gebildet. Der beizulegende Zeitwert der in der Bilanz nicht ausgewiesenen Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR - 684.

Die Ermittlung des Marktwertes basiert auf allgemein anerkannten Bewertungsmethoden und erfolgt auf Basis der Geldmarkt- und Swap-Sätze am Bilanzstichtag.

7. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer - getrennt nach Gruppen - beträgt:

2015 Anzahl 2014 Anzahl
Heimleitung 15 14
Examinierte Pflegekräfte 259 257
Übrige Pflegekräfte 238 233
Verwaltungskräfte 1 1
Betreuungskräfte 91 79
Sonstige 1 1
605 585
Auszubildende 53 57
658 642

Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

 

Herr Rechtsanwalt Wolfgang Schütze, Bochum, Vorstand der CL Management AG

 

Herr Rechtsanwalt Walter Schild, Bochum, Vorstand der CL Management AG

 

Herr Betriebswirt Peter Westermann, Twistringen, Vorstand der CL Management AG

 

Herr Dipl.-Kaufmann Mathias Philippi, Losheim, Vorstand der CL Management AG

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im laufenden Geschäftsjahr EUR 0,00.

Anteilsbesitz

Den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB der Pro Civitate g.GmbH, Bochum, gibt folgende Aufstellung wieder:

Name Sitz Beteiligungsquote % Eigenkapital 31.12.2015
EUR
Jahresergebnis 2015
EUR
Pro Civitate Pflege und Betreuung gGmbH Bochum 95 3.142.200,23 586.365,98

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der Pro Civitate g.GmbH, Bochum, wird in den Konzernabschluss der CL Management AG, Bochum, einbezogen, der im Bundesanzeiger offengelegt wird.

 

Bochum, 30. Juni 2016

gez. Peter Westermann

gez. Wolfgang Schütze

gez. Walter Schild

gez. Mathias Philippi

ANLAGENGITTER

Entwicklung der Anschaffungskosten
Anfangsstand
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Endstand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 261.733,62 1.785,00 0,00 263.518,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.373.942,58 259.718,91 0,00 63.633.661,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 680.021,15 9.980,44 36.035,75 653.965,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.553.778,21 384.270,57 228.322,31 9.709.726,47
73.607.741,94 653.969,92 264.358,06 73.997.353,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 400.001,00 0,00 0,00 400.001,00
2. Genossenschaftsanteile 1.533,88 0,00 0,00 1.533,88
401.534,88 0,00 0,00 401.534,88
Summe 74.271.010,44 655.754,92 264.358,06 74.662.407,30
Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsstand
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Endstand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 216.257,62 23.959,00 0,00 240.216,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.189.624,35 1.259.669,43 0,00 15.449.293,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 387.698,96 40.615,53 35.332,56 392.981,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 22.285.395,56 1.939.520,32 197.822,64 24.027.093,24
Restbuchwerte
Stand 31.12.2015
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 23.302,00 45.476,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.184.367,71 49.184.318,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 260.983,91 292.322,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.765.125,56 2.061.963,58
50.210.477,18 51.538.604,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 400.001,00 400.001,00
2. Genossenschaftsanteile 1.533,88 1.533,88
401.534,88 401.534,88
Summe 50.635.314,06 51.985.614,88

Lagebericht 2015

der Pro Civitate g.GmbH, Kurt-Schumacher-Platz 4, 44787 Bochum

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind die Förderung der gemeinwesenorientierten Behinderten-, Alten- und Krankenpflege, der Betrieb von stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Behinderten-, Alten- und Krankenpflege sowie von Einrichtungen für Betreutes Wohnen.

Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an folgenden Standorten Pflegeeinrichtungen betrieben: Bad Lauchstädt, Bärenstein, Bitterfeld, Burg, Carlsfeld, Chemnitz, Gehren, Jahnsdorf, Meißen, Mücheln, Priorau, Schmiedeberg, Schwanebeck und Wolfen.

Die einzelnen Einrichtungen haben Versorgungsverträge mit den Pflegekassen geschlossen und sind gemäß § 72 SGB XI für die Dauer der Verträge zur pflegerischen Versorgung der Versicherten zugelassen. Daneben werden in der Einrichtung in Wolfen erwachsene Menschen mit Behinderung versorgt. Die Einrichtung in Jahnsdorf betreibt neben dem stationären Pflegeheim zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2015 war sehr positiv. So stieg das Jahresergebnis von 57,85 T € im Vorjahr auf 932,35 T €. Sämtliche Einrichtungen waren sehr gut ausgelastet und die in 2015 gestiegenen Lohnkosten konnten durch entsprechende Pflegesatzsteigerungen ausgeglichen werden. Lediglich in der Einrichtung in Gehren war das Jahresergebnis mit -106,80 T € weniger zufriedenstellend.

a) Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die Nachfrage nach vollstationären Dauerpflegeplätzen ist in den Einzugsgebieten der Einrichtungen der Pro Civitate g.GmbH weiterhin konstant hoch. Durch das Ende 2014 beschlossene Pflegestärkungsgesetz I konnten zusätzliche Mitarbeiter in der Betreuung eingestellt werden, die vollständig durch die Pflegekassen refinanziert werden. Die jährliche Erhöhung des Pflegemindestlohns führte zu weiteren Lohnanstiegen bei Pflegehilfs- und Betreuungskräften. Darüber hinaus wird wie in den Vorjahren der zunehmende Fachkräftemangel auch zu weiteren Lohnsteigerungen für examinierte Pflegefachkräfte führen. Insgesamt gewinnt die Personalbindung und -beschaffung weiter an Bedeutung. Der Deutsche Bundestag hat am 13.11.2015 das Pflegestärkungsgesetz II beschlossen. Kern des Gesetzes ist ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und die damit verbundene Abkehr des Systems der 3 Pflegestufen. Ab dem 01.01.2017 wird die Pflegebedürftigkeit mit veränderten Kriterien in 5 Graden abgebildet. Durch die Veränderung der Struktur der Zuzahlungsbeträge der Pflegeversicherung ist eine weitere Verlagerung der Belegung hin zur Schwer- und Schwerstpflege in stationären Einrichtungen in den kommenden Jahren zu erwarten.

b) Kapazität (Plätze)

Die Anzahl der stationären Pflegeplätze betrug im Jahresdurchschnitt 1.012 Plätze.

Bettenzahl Pflegetage Auslastung in % Vollkräfte
2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Pflegeeinrichtung
Jahnsdorf 76,0 76,0 27.418 27.393 98,8 % 98,7 % 39,6 39,2
Grüne Aue 40,0 40,0 14.238 14.596 97,5 % 100,0 % 19,6 18,0
Jahnsdorf Ambulanter Pflegedienst - - - - - - 10,8 10,0
Schwanebeck 50,0 50,0 17.353 17.878 95,1 % 98,0 % 22,2 21,3
Bitterfeld 41,0 41,6 14.206 14.500 94,9 % 95,5 % 24,5 26,2
Haus am Leineufer 52,0 52,0 18.637 18.728 98,2 % 98,7 % 25,1 23,7
Priorau 50,0 50,0 17.931 18.106 98,3 % 99,2 % 29,0 29,7
Carlsfeld 70,0 70,0 25.360 25.413 99,3 % 99,5 % 35,6 37,4
Wolfen 87,0 87,0 31.370 31.686 98,8 % 99,8 % 48,5 48,8
Gehren 61,0 61,0 21.696 21.476 97,4 % 96,5 % 30,7 31,2
Meißen 85,0 85,0 31.269 31.198 100,8 % 100,6 % 43,1 42,2
Schmiedeberg 61,0 61,0 22.182 22.138 99,6 % 99,4 % 28,5 29,2
Schmiedeberg Gerontologie 36,0 36,0 13.014 13.075 99,0 % 99,5 % 15,9 16,2
Bärenstein 60,0 60,0 21.682 21.816 99,0 % 99,6 % 28,0 28,7
Burg 70,0 70,0 25.499 25.760 99,8 % 100,8 % 48,4 46,3
Burg (Tagespflege) 8,0 8,0 1.101 420 37,7 % 14,4 % - -
Mücheln 40,0 40,0 14.445 14.413 98,9 % 98,7 % 25,6 24,5
Mücheln (Tagespflege) 12,0 12,0 3.086 2.975 70,5 % 67,9 % - -
Bad Lauchstädt 40,0 40,0 14.420 14.438 98,8 % 98,9 % 21,6 19,9
Chemnitz 73,0 73,0 26.311 26.273 98,7 % 98,6 % 36,2 35,5
1.012,0 1.012,6 361.218 362.282 97,8 % 98,0 % 532,9 528,0

c) Pflegetage und Auslastung

In 2015 betrug die durchschnittliche Auslastung aller stationären Einrichtungen inkl. Tagespflege 97,8 % und lag damit auf Vorjahresniveau. In der Einrichtung "Heim Bitterfeld" wurde bereits in 2014 aus Platzgründen ein Abbau von 3 Pflegeplätzen vollzogen.

d) Mitarbeiter

Der Personalaufwand stieg von 13,81 Mio. € in 2014 auf 14,58 Mio. € in 2015. Die Steigerung von 0,77 Mio. € ist größtenteils auf Lohnerhöhungen für das bestehende Personal zurückzuführen. Die Fachkraftquote des Pflegepersonals lag mit 57,5 % auf Vorjahresniveau. Die Anzahl der Auszubildenden betrug im Jahresdurchschnitt 47,3 VB und lag damit unter dem Vorjahresniveau von 52,8 VB.

Zur Sicherung des Qualitätsstandards wurden wie in den Vorjahren Fortbildungsmaßnahmen für alle Pflegekräfte sowohl intern als auch extern angeboten und durchgeführt. Im Zentrum der Fortbildungsmaßnahmen steht weiterhin die interne Pflegerevisionsarbeitsgruppe PRAG.

e) Vermögens- und Finanzlage

Das Sachanlagevermögen sank durch Abschreibungen auf 50,21 Mio. €. Das Umlaufvermögen verringerte sich von 2,09 Mio. € auf 1,73 Mio. €. Insgesamt reduzierten sich die Aktiva von 54,23 Mio. € auf 52,51 Mio. €.

Durch den Jahresüberschuss erhöhte sich das Eigenkapital von 9,55 Mio. € auf 10,49 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag ohne Berücksichtigung des Sonderpostens bei 41,2 % (i.V. 36,3 %). Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,57 Mio. € von 15,91 Mio. € auf 14,34 Mio. € in 2015. Der Verschuldungsgrad bezogen auf das Gesamtkapital ohne Sonderposten ging leicht von 62,6 % auf 57,7 % zurück. Die Liquidität war jederzeit gewährleistet. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat 3,00 Mio. € (i.V. 1,81 Mio. €) betragen.

f) Ertragslage

Der Umsatz stieg in 2015 um 1,20 Mio. € auf 30,73 Mio. €, was einer prozentualen Steigerung von 4,06 % entspricht. Die Umsatzsteigerungen wurden vor allem durch höhere Pflegesätze generiert. Auf Grund der niedrigen Preisentwicklung konnte der Materialaufwand um 112,84 T € (-1,20 %) reduziert werden. Dagegen wuchs der Personalaufwand um 765,44 T € (5,54 %) an. Das Jahresergebnis verbesserte sich von 57,85 T € im Vorjahr auf 932,35 T € (+ 874,50 T €), wobei das Betriebsergebnis bei 2,21 Mio. € (Vorjahr: 1,56 Mio. €) und das Investitionsergebnis bei -1,27 Mio. € (Vorjahr: -1,53 Mio. €) lag. Die Umsatzrentabilität betrug 3,03 % gegenüber 0,1 % im Vorjahr.

3. Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag ergaben sich nicht.

4. Risiken und Chancen

Durch den zunehmenden Fachkräftemangel besteht grundsätzlich das Risiko der generellen Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal sowie damit einhergehende steigende Lohnforderungen. Aufgabe wird es sein, diese sich abzeichnenden Kostensteigerungen durch, im Rahmen von Pflegesatzverhandlungen vereinbarte, höhere Heimentgelte aufzufangen. Weiterhin besteht das latente Risiko, dass durch die Eröffnung von Konkurrenzeinrichtungen oder ambulanten Diensten der Wettbewerb um Bewohner und Personal an den bestehenden Standorten verschärft wird. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass durch die bereits dargestellte Lohnentwicklung sowie die hohen gesetzlichen Anforderungen und den damit verbundenen hohen bürokratischen Aufwand die Kosten vollstationärer Einrichtungen stärker als die Renten der Bewohner steigen werden. Dies wird zu zunehmenden Belastungen der Sozialkassen führen.

Allgemein wird erwartet, dass sich durch die Einführung der Regelungen des Pflegestärkungsgesetzes II die Nachfrage nach vollstationären Pflegeplätzen weiter zu Schwer- und Schwerstpflege verschiebt.

Chancen bestehen zum einen in dem durch die demographische Entwicklung weiter zunehmenden Bedarf an professionellen und qualitativ hochwertigen Pflegeleistungen. Selbst unter der Annahme einer durch das Pflegestärkungsgesetz II unterstützten zunehmenden Segmentierung des Pflegemarktes ist weiterhin eine hohe Auslastung, auch auf Grund der sehr guten Reputation bei Bewohnern, Angehörigen und Kostenträgern der bestehenden Einrichtungen zu erwarten. An einigen Standorten bestehen u.E. noch Erweiterungspotenziale für vollstationäre Angebote, die sukzessive angegangen werden sollen. Auch im Bereich ambulanter Dienstleistungen bestehen noch Potenziale, das bestehende Angebot auszubauen. Insbesondere durch die Verbindung von ambulanter Pflege zu Hause, betreutem Wohnen, Tagespflege und vollstationärer Dauerpflege werden bedarfsgerechte Angebote geschaffen.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken bei langfristigen Darlehen werden in Laufzeit und Betrag abgestimmte Zinsswaps abgeschlossen.

5. Prognose 2016

Für das Jahr 2016 erwarten wir eine hohe Auslastung auf Vorjahresniveau. Durch die pauschale Erhöhung der Pflegesätze wird der Umsatz leicht steigen. Somit können die steigenden Lohn- und Sachkosten aufgefangen werden. Daher gehen wir für 2016 von einem ähnlichen Geschäftsergebnis und -verlauf wie in 2015 aus. Für das Jahr 2016 sind keine Investitionen, die über die Erhaltung der Attraktivität der Standorte hinausgehen, geplant.

6. Strategie

Die Strategie des kontrollierten Wachstums soll beibehalten werden. Zurzeit wird eine Einrichtung am Standort Chemnitz mit rd. 80 Pflegeplätzen errichtet und 2017 eröffnet. Weiterhin soll die Einrichtung in Bitterfeld "Haus am Leineufer" von 52 auf 82 Plätze und die bestehende Einrichtung in Chemnitz "Manufaktur Bernhard" von 73 auf 108 Plätze erweitert werden. Darüber hinaus werden weitere bestehende und neue Standorte evaluiert. Außerdem wird die Entwicklung neuer Wohn- und Angebotsformen aufmerksam beobachtet. Die hohe Pflegequalität unserer Einrichtungen wird durch die Schulung unserer Mitarbeiter und durch die Arbeit der unternehmensinternen Pflegerevisionsgruppe (PRAG) weiterhin gewährleistet und weiterentwickelt.

Die Leistungskennzahlen der einzelnen Einrichtungen werden über Quartalsberichte abgebildet. Eventuelle Fehlentwicklungen können zeitnah erkannt und analysiert werden. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird anhand von quartalsweisen betriebswirtschaftlichen Auswertungen analysiert und gesteuert. Durch integrierte PLAN-IST- bzw. IST-IST-Vergleiche kann die Entwicklung zeitnah analysiert und beeinflusst werden.

 

Bochum, 30. Juni 2016

gez. Schütze

gez. Westermann

gez. Schild

gez. Philippi

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pro Civitate g.GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, 30. Juni 2016

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Alten, Wirtschaftsprüfer

gez. Skiadas, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. August 2016 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 932.345,25 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

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