Evonik Logistics Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Kübelbäck seit 17.5.2024 | Geschäftsführer |
Sebastian Eßling seit 24.5.2023 | Prokura |
Sabine Krause seit 24.5.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sabo S.p.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sabo GmbHMarlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftsmodell Die Sabo GmbH mit Sitz in Marl (im Folgenden "Gesellschaft") ist die deutsche Tochtergesellschaft der SABO S.p.A., Levate (Italien), ein auf die Herstellung von Polymeradditiven, kosmetischen Inhaltsstoffen und Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen spezialisiertes familiengeführtes Chemieunternehmen. Gegenstand ihrer Tätigkeit ist die Herstellung und der Vertrieb von Chemikalien, insbesondere die Herstellung von Zwischenprodukten Triacetonamine ("TAA") und entsprechenden Derivaten, welche als Lichtstabilisatoren für Kunststoffe zur Anwendung kommen, insbesondere im Automobil-Sektor sowie bei der Herstellung verschiedener Folien. Die wesentlichen Rohstoffe Aceton und Ammoniak werden von Chemie-Unternehmen erworben und die weiterverarbeiteten Chemikalien an andere Chemie-Unternehmen sowie die Muttergesellschaft weiterveräußert. Daneben ist die Gesellschaft als Lohnveredler in der Produktion von Zwischenprodukten für Evonik tätig. Zum Jahresende 2022 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals das TAA-Derivate-Geschäft, darunter insbesondere zwei Produktionsanlagen am Standort Marl, vom Evonik-Konzern mit Hauptsitz in Essen übernommen. Zuvor hat die im Jahr 2022 gegründete Gesellschaft keine operative Tätigkeit ausgeübt. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 nahm die Sabo GmbH ihre operative Geschäftstätigkeit auf. Die Übernahme des TAA-Derivate-Geschäfts von Evonik zum 31. Dezember 2022 stellt dabei das Hauptgeschäftsfeld dar. Wie oben bereits erwähnt, wurde die Gesellschaft im Mai 2022 neu gegründet. Erst durch die Übernahme des operativen Geschäfts im Dezember 2022 begann die eigentliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, und hier insbesondere die Ertragslage der Gesellschaft, ist daher nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. 2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die globale Wirtschaft befand sich im Jahr 2023 in einem Erholungsprozess nach den Turbulenzen der Vorjahre, die durch die COVID-19-Pandemie und geopolitische Spannungen geprägt waren. Die weltweiten Lieferketten haben sich stabilisiert, und die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen, insbesondere in der Automobilindustrie und im Verpackungssektor, blieb stabil. Die chemische Industrie in Deutschland litt unter anhaltendenden Herausforderungen durch Inflation und hohe Energiekosten. Laut Eurostat für das vierte Quartal 2023 stagnierte das reale BIP in der EU und im Euroraum, nachdem es im dritten Quartal 2023 in beiden Gebieten um 0,1 % leicht geschrumpft war. Somit entgingen die EU und der Euroraum in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 nur knapp einer technischen Rezession. Das reale BIP blieb im vierten Quartal 2023 weitgehend auf demselben Niveau wie im dritten Quartal 2022. Die Stagnation des Wachstums Ende 2023 wurde hauptsächlich durch eine Schrumpfung in Deutschland verursacht. Für das vierte Quartal 2023 wurde in vier (Italien: 0,2 %, Spanien: 0,6 %, Belgien und Lettland: 0,4 %) der 12 Mitgliedstaaten ein anhaltendes Wirtschaftswachstum gemeldet. In vier weiteren Mitgliedstaaten erholte sich das Wachstum nach Rückgängen in den Vorjahren (Tschechische Republik, Portugal) oder verließ die Rezession (Schweden, Österreich). Die Wirtschaftstätigkeit stagnierte in Frankreich nahezu und schrumpfte in Deutschland (-0,3 %), Lettland und Irland, wobei letzteres in der Rezession verharrte. Die Inflation verringerte sich von ihrem Höchststand von 11,6 % im Oktober 2022 auf 6,0 % im Jahr 2023, insgesamt, und auf 3,1 % im Januar 2024. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den Rückgang der Großhandelspreise für Energie und die Einführung von Fördermaßnahmen für Energie zurückzuführen, die im November 2023 ausgelaufen sind. Die europäischen Gas- und Strompreise sind Ende 2023 stark gesunken. Die Bemühungen um eine Verringerung der Erdgasnachfrage führten dazu, dass die EU im Dezember 2023 17,0 % weniger verbrauchte (-19,0 % für den Zeitraum Januar-November) als im Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre, was zum Teil durch einen starken Anstieg der neu installierten Kapazität an erneuerbaren Energien im Stromsektor erreicht wurde. Die Abhängigkeit der EU von der Volatilität der Energiepreise hat sich somit in Grenzen gehalten, aber die Gefahr einer Unterbrechung der Flüssiggaslieferungen aufgrund des Konflikts im Nahen Osten stellt ein neues Risiko dar. 2.2 Branchenentwicklung Die chemische Industrie in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 eine moderate Erholung. Aufgrund hoher Rohstoff- und Energiekosten blieb die Nachfrage nach Spezialchemikalien, zu denen auch die von der Sabo GmbH hergestellten TAA-Derivate gehören, verhalten. Die Automobilindustrie, ein Hauptabnehmer von Kunststoffadditiven, konnte von der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und nachhaltigen Materialien profitieren, was positive Impulse für die Sabo GmbH setzte. Der VCI (Verband der Chemischen Industrie) berichtet, dass die Chemie- und Pharmaproduktion in der Europäischen Union im Jahr 2023 insgesamt stark um 8,0 % zurückgegangen ist. Hohe Energiepreise dämpften die Produktion. Von Juli bis September 2023 waren die Preise für chemische und pharmazeutische Erzeugnisse um fast 3,0 % niedriger als im Vorquartal. Im 12-Monats-Vergleich waren Chemikalien um 6,0 % billiger. Allerdings verlangsamte sich der Preisverfall anschließend und die Nachfrage stabilisierte sich auf niedrigem Niveau. Die Energie- und Rohstoffkosten sanken langsam wieder, so dass die Hersteller von Basischemikalien weiterhin starke Preisrückgänge zu verzeichnen hatten. Dies führte dazu, dass die Preise in allen Chemiesparten unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Im Jahr 2023 lagen die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte im Durchschnitt um rund 1,0 % unter denen des Vorjahres. Nach Angaben des VCI lag der Umsatz der Branche 12,0 % niedriger (rund 230 Milliarden Euro) als noch 2022. Besonders ausgeprägt war der Rückgang im Inlandsgeschäft, wo der Umsatz um 16,0 % auf 86 M rd. Euro zurückging. Der Auslandsumsatz lag mit 144 M rd. Euro um rund 10,0 % unter dem Vorjahreswert. 3. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse blieben aufgrund der insgesamt schwachen Chemiekonjunktur unter dem ursprünglichen Plan von Mio. EUR 67,0 und auch noch leicht unter der revidierten Planung aus dem 3. Quartal 2023, die von Mio. EUR 50,0 ausging. Aus der Gesamtsumme der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 47.933 entfallen TEUR 35.825 auf das TAA-Derivate-Geschäft sowie TEUR 12.107 auf Lohndienstleistungsgeschäft. Das Geschäft mit den TAA-Derivaten blieb hinter den geplanten Umsätzen zurück. Die Gründe hierfür liegen im Wesentlichen in einer geringen konjunkturellen Nachfrage des Gesamtmarktes sowie in hohen Erzeugerpreisen, i.W. durch stark gestiegene Energiepreise begründet. 4. Produktion Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Fertige Erzeugnisse in Höhe von 11.280 mt produziert. Davon entfallen 7.854 mt auf das Kerngeschäft mit TAA-Derivaten sowie 3.426 mt auf Produktionen für Lohndienstleistungen. Da die Nachfrage des Marktes hinter den Erwartungen und auch den Kapazitäten der Produktionsanlagen zurückblieb, wurden teilweise Produktionsanlagen zeitweise abgestellt und Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Dies wurde insbesondere im schwachen viertel Quartal des Jahres 2023 durchgeführt. 5. Beschaffung Die wesentlichen Rohstoffe zur Herstellung der TAA-Derivate sind die Basischemikalien Aceton, Ammoniak sowie verschiedene Amin-Derivate. Die Beschaffung dieser Rohstoffe ist über mehrjährige Verträge abgesichert. Diese resultieren aus langfristigen Partnerschaften mit den Rohstofflieferanten. 6. Investitionen Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen betreffen Erneuerungen und Ersatzinvestitionen von Einrichtungen der Produktionsanlagen. Wesentliche Investitionen betreffen die Erneuerung der Beschallungsanlage für die Produktionsstätten, neue Verladearme sowie eine neue Sauerstoffanalyse für einen Abgasstrom. Aufgrund der temporären Stilllegung der Produktionsanlagen gegen Ende des Geschäftsjahres wurde jedoch die Inbetriebsetzung dieser Anlagen auf das Geschäftsjahr 2024 verschoben. Infolgedessen werden die getätigten Investitionen von TEUR 859 zum 31.12.2023 unter den Anlagen im Bau bilanziert. Darüber hinaus wurden weitere Investitionen in die Infrastruktur der Anlagen getätigt (Heizkreisverteilung, Planung von Direktleitungen) sowie die Sicherheitseinrichtungen der Produktionsanlagen in Teilen erneuert. 7. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 7.1 Ertragslage Bezüglich der eingeschränkten Vergleichbarkeit der Ertragslage zum Vorjahr verweisen wir auf unsere Ausführungen unter "Geschäftsmodell". Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sieht die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) an. Das erzielte Rohergebnis als Resultat aus Umsatzerlösen, Materialaufwand und der Bestandsveränderung belief sich auf TEUR 7.502. Die hohen Energiekosten, i.W. für Strom und Dampf, belasteten das Rohergebnis erheblich. So entfallen vom Materialaufwand in Höhe TEUR 38.880 26,8 % auf diese beiden Energieträger. Bei operativen Kosten in Höhe von insgesamt TEUR 19.182 betrug der Verlust vor Steuern und Zinsen TEUR 11.405 (EBIT). Er liegt damit unter der Prognose, die ein ausgeglichenes EBIT vorsah. Grund für diese Planabweichung sind insbesondere die hohen Energiekosten. Hiervon waren die Personalaufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Altersversorgung, mit TEUR 11.538 der größte Kostenblock. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage wurde für die Monate November und Dezember 2023 Kurzarbeit beantragt und die Produktionsanlagen wurden zum größten Teil stillgelegt. Zu dem deutlich negativen EBIT haben insbesondere die folgenden Effekte beigetragen:
Der Zinsaufwand, der im Wesentlichen für das Gesellschafterdarlehen anfiel, betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.073. Demgegenüber wurde ein Ertrag aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von TEUR 4.737 erfasst. Der Jahresfehlbetrag beträgt entsprechend TEUR 10.167 (Vorjahr: TEUR 118). 7.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft wird unterstützt durch die Muttergesellschaft SABO S.p.A., die finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Es wurde ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 48.000 ausgereicht. Es hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 und wird mit 3 %- Punkten über Euribor verzinst. Externe Finanzierungen durch Kreditinstitute bestehen nicht. Der aus liquiden Mitteln bestehende Finanzmittelfonds hat sich von TEUR 1.945 auf TEUR 4.135 erhöht. Die Zunahme um TEUR 2.191 ergibt sich aus Finanzmittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.873 und Finanzmittelzuflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 2.318. Die Finanzmittelzuflüsse aus Investitionstätigkeit ergeben sich aus den Einzahlungen aus der Kaufpreisrückerstattung (TEUR 3.638) saldiert mit den Auszahlungen für Sachanlageinvestitionen in Höhe von TEUR 1.320. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 2.000 betreffen Tilgungszahlungen auf das Gesellschafterdarlehen. 7.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 73.507 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.763 reduziert. Folgende Veränderungen haben wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen: Die Reduzierung des Sachanlagevermögens resultiert aus Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.985 bei Investitionen in Höhe von TEUR 1.320. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren sind deutlich um TEUR 4.317 auf TEUR 5.292 rückläufig. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen die Phase der Kurzarbeit und damit einhergehende Anlagenabstellungen im November und Dezember des Geschäftsjahres. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 2.434 zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der in 2023 erfolgten Kaufpreisrückerstattung aus dem letztjährigen Erwerb des TAA Derivate Geschäfts. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern um TEUR 4.603 auf TEUR 5.840 steht im Zusammenhang mit der Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf den Verlustvortrag, resultierend aus dem negativen Jahresergebnis. Auf der Passivseite der Bilanz haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von Rohstoff- und Energielieferungen sowie verschiedener Standortdienstleistungen stichtagsbedingt um TEUR 3.231 auf TEUR 4.317 erhöht. Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.053 resultiert im Wesentlichen aus aufgelaufenen Zinsverbindlichkeiten für das ausgereichte Darlehen. Die Eigenkapitalquote liegt zum Bilanzstichtag bei 9,8 % (Vorjahr: 22,5 %). 8. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Geschäftsführung unter anderem die Bereiche Mitarbeiterentwicklung, Umweltschutz und Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards von großer Bedeutung, auch wenn diese nicht unmittelbar zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden. 9. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung fokussiert sich auf die Bereiche der Prozessoptimierung sowie der Qualitätssteigerung. Daneben ist die Übertragung von Produktionsprozessen in die Produktionsanlagen am Standort Marl ein Schwerpunkt. Zuvor extern produzierte Ausgangsstoffe für die Sabo-Gruppe werden nun am Standort Marl hergestellt. Dieser Bereich ist in einem eigenen Organisationsbereich gegliedert und betreibt ein dediziertes R&D- Labor sowie zwei Qualitätssicherungslabore in den Produktionsstätten. 10. Risikomanagementsystem Alle Organisationsbereiche der Gesellschaft sind systematisch in das Risikomanagement-System der Sabo GmbH eingebunden. Hier werden die bestehenden Chancen und Risiken identifiziert und analysiert. Hierunter fallen im Wesentlichen Änderungsprozesse, Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitskonzepte, interessierte Parteien, Planung und Durchführung interner und externer Audits. Es finden regelmäßige Wechselwirkungen zwischen den einzelnen involvierten Parteien zur Risikoabwägung statt, diese sind in internen Qualitätsmanagement-Regularien dokumentiert. 11. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Zu den wesentlichen Risiken der Gesellschaft gehören folgende Risiken. Die konjunkturelle Entwicklung bietet Risiken, wenn Absatz- oder Rohstoffmärkte (einschließlich Energiebezug) einer hohen Volatilität unterworfen sind. Dies kann langfristig einen stark negativen Effekt auf das Rohergebnis und den Jahresüberschuss haben. Auch Zinsentwicklungen können sich aufgrund der Fremdfinanzierung sowie der Pensionsrückstellungen auf den Jahresüberschuss auswirken. Eine Änderung des rechtlichen Umfelds durch neue gesetzliche Vorgaben im Bereich der Energienutzung kann hohe Kosten nach sich ziehen mit einem negativen Effekt auf das Rohergebnis und den Jahresüberschuss. Der Abgang von Schlüsselpersonal und des damit verbundenen Know-hows stellt ein generelles Risiko für die Entwicklung der Gesellschaft dar, mit dem Risiko eines langfristig negativen Effekts auf das Rohergebnis und den Jahresüberschuss. Zu den wesentlichen Chancen der Gesellschaft gehört die zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Kunststoffadditiven, getrieben durch regulatorische Anforderungen und den Trend zu umweltfreundlicheren Materialien. Durch die Einbettung in die SABO-Gruppe und die enge Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft sieht sich die Sabo GmbH gut gerüstet, zukünftigen Herausforderungen zu begegnen und die Profitabilität der Geschäftstätigkeit zu steigern. Darüber hinaus ist die Integration neuer Produkte in das bestehende Portfolio sowie die Übernahme der internen Rohstoffversorgung durch die SABO S.p.A. geplant. Außerdem werden sich die Synergieeffekte durch die voranschreitende operative Einbindung in die SABO-Konzernstruktur verstärkt auswirken. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Ertragslage der Gesellschaft zu verbessern. 12. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnet die Sabo GmbH eine Erholung des Geschäfts sowie deutliche Auswirkungen der eingeleiteten Kostenreduktionen. Jedoch wird das Ergebnis weiterhin durch hohe Energiekosten belastet. Der erwartete Umsatz 2024 liegt bei Mio. EUR 52, das erwartete EBIT sollte sich infolge des Umsatzanstieges und der besseren Auslastung unserer Anlagen deutlich auf ca. Mio. EUR -4,8 verbessern. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung unter der Voraussetzung, dass sich die Branchenkonjunktur verbessert, mit einem weiteren leichten Anstieg des Umsatzes und vor dem Hintergrund von erwarteten deutlich niedrigeren Energiekosten (Rückgang zwischen 20 % und 30 % je nach Energieträger) mit einem leicht positiven EBIT.
Marl, 7. Januar 2025 Thomas Kübelbäck Stefano Gramaglia Geschäftsführer der Sabo GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB i.V.m. § 264 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entspricht den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens zugrunde gelegt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft Sabo GmbH hat ihren Sitz in Marl und ist beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter der Nummer HR B 17266 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft wurde im Mai 2022 neu gegründet. Erst durch die Übernahme des TAA Derivate Geschäfts von dem Evonik Konzern zum Ende des Geschäftsjahres 2022 begann ab dem 1. Januar 2023 die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist im Hinblick auf die Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis zwanzig Jahre. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 10 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren für die entgeltlich erworbenen Geschäfts oder Firmenwerte wurde anhand der Nutzungsdauern der im Geschäfts- oder Firmenwert enthaltenen Hauptkomponenten, wie Entwicklungsleistungen, Mitarbeiterstamm und Kundenbeziehungen, festgelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende Nutzungsdauern der erworbenen Vermögensgegenstände zugrunde (in Jahren):
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter € 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode oder gemäß § 253 Abs. 4 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fertige Erzeugnisse und Waren werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB im Wege der Einzelfeststellung mit den Herstellungskosten oder gemäß § 253 Abs. 4 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Für überalterte und schlechtgängige Vorräte werden die notwendigen Wertabschläge vorgenommen. Die Waren werden zu den Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode oder gemäß § 253 Abs. 4 HGB mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Für erkennbare Ausfallrisiken werden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Beachtung versicherungsmathematischer Grundsätze. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %), die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,1 % (Vorjahr 2,1 %) entsprechend berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den 2018 aktualisierten biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Die Abzinsung der Rückstellungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB für eine angenommene Laufzeit von 15 Jahren. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 beträgt der entsprechende Zinssatz für die letzten sieben Geschäftsjahre 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) und für die letzten zehn Geschäftsjahre 1,82 % (1,78 %). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt T€ 73,4. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung bei einem angenommenen durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren beläuft sich auf T€ 4.898 (Vorjahr: T€ 4.921). Der Effekt aus der Änderung des Zinssatzes wird im operativen Ergebnis unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Zusagen für Langzeitkonten enthalten entsprechend den geltenden Betriebsvereinbarungen für Gehaltsumwandlungen zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die Anwartschaften mit noch nicht vereinbarter Schlussförderung sind nach Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten gewichtet worden. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte von T€ 5.732 (Vorjahr: T€ 5.053). Die Anschaffungskosten der hinterlegten Vermögenswerte betragen T€ 5.773 (Vorjahr: T€ 5.053). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen T€ 41 (Vorjahr: T€ 0). Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Die Vermögenswerte werden in einem Spezialfonds der Assetklasse Aktien und Renten gehalten. Die Vermögenswerte entsprechen den Marktwerten zum 31. Dezember 2023 aus dem Spezialfonds der Allianz. Sonstige langfristige Personalrückstellungen für Jahresleistung im Versorgungsfall (T€ 236, Vorjahr: T€ 223), Jahresurlaub im Versorgungsfall (T€ 400, Vorjahr: T€ 380) und Jubiläum (T€ 264, Vorjahr: T€ 304) werden versicherungsmathematisch berechnet und mit 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die Differenzen beruhen zum einen auf unterschiedlichen Bilanzansätzen des Goodwills und der Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus werden latente Steuern auf in Zukunft nutzbare Verlustvorträge für Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer gebildet. Die passiven latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Bilanzansätzen des im Rahmen des Erwerbs des TAA Derivate Geschäfts aufgedeckten Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von aktuell 34,11 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die Gesellschaft übt das Wahlrecht zur Bilanzierung aktiver latenter Steuern nach § 274 HGB aus. III. Erläuterung zur Bilanz 1. Aktiva Hinsichtlich des Anlagespiegels wird auf die Anlage zum Anhang verwiesen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 2. Passiva Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter für ein Darlehen und die entsprechenden Zinsen dar. Von diesen Verbindlichkeiten haben T€ 4.069 (Vorjahr: T€ 2.016) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. T€ 21.000 (Vorjahr: T€ 21.000) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren und T€ 27.000 (Vorjahr: T€ 27.000) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 617 (Vorjahr: T€ 0). Der Zinsaufwand enthält Aufwendungen in Höhe von T€ 2.986 (Vorjahr: T€ 16) mit verbundenen Unternehmen und T€ 87 (Vorjahr: T€ 0) aus der Aufzinsung der Pensions- und übrigen Personalverpflichtungen. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat mehrere Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 291 aus Mietverträgen der Kesselwagen mit einer Laufzeit bis Ende 2026 sowie aus einem Erbbaupachtvertrag in Höhe von T€ 3.183 mit einer Laufzeit bis Ende 2083. Die jährlichen Verpflichtungen sind wie folgt:
2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Zahl der durchschnittlich beschäftigen Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023 117 Arbeitnehmer. Diese sind wie folgt differenziert:
3. Mitglieder der Geschäftsführung
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. Die beiden Geschäftsführer Alberto Vischetti und Stefano Gramaglia erhalten keine Bezüge der Sabo GmbH. 4. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. 5. Muttergesellschaft Sämtliche Geschäftsanteile werden von der SABO S.p.A., Levate (Italien), gehalten, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss kann im italienischen Unternehmensregister (registro imprese) abgerufen werden. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- der Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. 7. Angaben zur globalen Mindestbesteuerung In Deutschland wurde mit dem "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" eine Regelung zur Sicherstellung einer globalen Mindestbesteuerung ("MinStG", sog. OECD Pillar-II) erlassen. Aufgrund der Geltung des MinStG erst ab dem Jahr 2024 ergab sich zum Abschlussstichtag kein tatsächlicher Steueraufwand nach diesem Gesetz. Im Rahmen einer Betrachtung möglicher Auswirkungen auf die Gesellschaft wurden zum Abschlussstichtag keine Sachverhalte identifiziert, aus denen wesentliche Effekte hinsichtlich einer möglichen Entrichtung einer Mindeststeuer zu erwarten sind (§ 285, Nr. 30a HGB).
Marl, den 7. Januar 2025 Thomas Kübelbäck Stefano Gramaglia Geschäftsführer der Sabo GmbH Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sabo GmbH, Marl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sabo GmbH, Marl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sabo GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und M aßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer M ängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 7. Januar 2025 Deloitte
GmbH
Detlef Herrel, Wirtschaftsprüfer Boris Liesbrock, Wirtschaftsprüfer Zusätzliche Angaben 1. Inanspruchnahme von Erleichterungen, Bestätigungsvermerk Der Jahresabschluss wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungen des § 327 HGB nur teilweise offengelegt. Es wird gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB darauf hingewiesen, dass sich der vorstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht. 2. Feststellung des Jahresabschlusses In der Gesellschafterversammlung vom 25. Februar 2025 wurde der Jahresabschluss festgestellt und der Ergebnisverwendungsbeschluss wie folgt gefasst: Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 10.167.069,47 wird zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 117.672,54 auf neue Rechnung vorgetragen. |
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