BEG logistics GmbH
Zur Hexenbrücke 16, 27570 Bremerhaven, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Ketteler seit 18.11.2005 | Geschäftsführer |
Addissou Lothar Dr. Makonnen seit 18.11.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 71.16% | |
Stadt Bremerhaven | 25.10% |
| 3.75% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BEG logistics GmbHBremerhavenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023BEG LOGISTICS GMBH, BREMERHAVENA. Grundlagen B. Geschäft, Marktstruktur und Rahmenbedingungen C. Darstellung und Analyse der Lage D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken A. Grundlagen Die BEG logistics GmbH (BELG) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft mbH (BEG), ein Dienstleistungsunternehmen in Form einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) zwischen der Stadt Bremerhaven und REMONDIS. Das erwirtschaftete Jahresergebnis der BELG fließt gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in den Jahresabschluss der BEG ein. B. Geschäft, Marktstruktur und Rahmenbedingungen Markt- und Branchenentwicklung Die BEG logistics GmbH (BELG) mit ihrer Muttergesellschaft Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft mbH (BEG) sowie der BEG-Tochtergesellschaft der Richard Bauer Rohstoff-Großhandel GmbH & Co. KG bietet umfangreiche Systemdienstleistungen im Bereich der Wasser- und Kreislaufwirtschaft an. Der für das Unternehmen relevante Markt erstreckt sich im Wesentlichen auf das Gebiet der Seestadt Bremerhaven mit ihren niedersächsischen Umlandgemeinden sowie das Weser-Ems-Gebiet. Im Mittelpunkt stehen hierbei die mit einzelnen Gebietskörperschaften geschlossenen Verträge über die Abfallentsorgung und die Abwasserbeseitigung sowie Dienstleistungen für Gewerbekunden. Nachdem die BEG-Gruppe bereits erfolgreich das erste rein batterieelektrisch betriebene Abfallsammelfahrzeug in der Klimastadt Bremerhaven eingesetzt hat, erfolgte durch die Anschaffung weiterer vollelektrischer LKW und PKW der konsequente Ausbau im Bereich der klimafreundlichen E-Mobilität. Der hierfür verwendete Strom wird im Rahmen der energetischen Abfallverwertung im MHKW sowie der Energieerzeugung in dem mit Klärgas betriebenen BHKW der ZKA produziert. Im Ergebnis erbringt die BEG-Gruppe zunehmend ihre Dienstleistungen durch den Einsatz nachhaltiger Antriebstechniken. Die auch in 2023 an den Standorten weiter ausgebaute Ladeinfrastruktur steht ebenfalls weiteren Unternehmen der Logistikbranche zur Verfügung. Der Hauptgesellschafter REMONDIS ist eines der weltweit größten privaten Dienstleistungsunternehmen für Recycling, Service und Wasser. Über sein globales Standortnetz erbringt REMONDIS an rund 1.000 Standorten in über 30 Ländern professionelle Dienstleistungen für mehr als 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger sowie für eine Vielzahl an Kommunen und Industrieunternehmen. Die weltweite Präsenz der Unternehmensgruppe wird kontinuierlich erweitert. Durch zielgerichtete Akquisitionen im In- und Ausland hat REMONDIS auch in 2023 seine Position konsequent ausgebaut. REMONDIS kooperiert mit dem weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie EVONIK im Bereich des Matratzen-Recyclings. Durch ein spezielles chemisches Hydrolyseverfahren werden die Hauptbestandteile des Polyuretahn-Schaums recycelt und für die Herstellung neuer Matratzen verwendet. Eine weitere Kooperation im Bereich des Recyclings wurde mit der ABB Motion, einem führenden Unternehmen in den Bereichen Elektrifizierung und Automation, eingegangen. Im Mittelpunkt steht das Recycling von Elektromotoren, wobei die durch das Recycling gewonnenen Metalle für die Produktion neuer ABB-Elektromotoren verwendet werden. Gemeinsam mit der Westfalen-Gruppe hat REMONDIS in der Stadt Coesfeld eine öffentliche Bio-CNG-Tankstelle eröffnet. An dieser Station können LKW und PKW Biogas tanken, das aus Abfall- und Reststoffen gewonnen wird. In Polen hat REMONDIS in 2023 100 % der Anteile an der SFW Energia-Gruppe mit Sitz in Gliwice übernommen. Das Unternehmen betreibt eine Reihe von Kraftwerken zur Wärme- und Energieversorgung in verschiedenen polnischen Provinzen. Auch in Finnland und den Niederlanden konnte REMONDIS durch die Übernahme der finnischen Delete Group sowie des niederländischen Containerservices Gebr. Scholten ihre Aktivitäten weiter ausbauen. Neben der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) in Bremerhaven ist REMONDIS an weiteren erfolgreichen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Unter anderem erbringt REMONDIS gemeinsam mit den Städten Oberhausen, Frankfurt, Düsseldorf, Freiburg, Kiel, Köln und Schwerin umfangreiche Dienstleistungen im Bereich der Daseinsvorsorge. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine begann vor fast zwei Jahren und dauert mit zunehmender Härte, Zerstörung und menschlichem Leid weiter an. Nach wie vor führt dieser Krieg zu deutlich gestiegenen Marktpreisen für Betriebsmittel, Kraftstoffe, Ersatzteile und Personalkosten. Zudem führen Unterbrechungen in den Lieferketten dazu, dass insbesondere bei Reparaturarbeiten sowie Ersatzbeschaffungen zeitliche Verzögerungen zu verzeichnen sind. Durch das Inkrafttreten des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) erfolgt ab dem 1. Januar eine Bepreisung der CO 2-Emissionen aus Brennstoffen, die in Anlagen zur Beseitigung oder Verwertung von Abfällen verwendet werden. Die thermische Abfallverwertung wird somit in den nationalen Brennstoffemissionshandel einbezogen, so dass Anlagenbetreiber in Abhängigkeit der jeweiligen thermisch verwerteten Abfallart Zertifikate für die spezifischen CO 2-Emissionen dieser Abfallfraktion erwerben müssen. Der Preis für die Zertifikate ist im BEHG für die ersten Jahre festgelegt und beträgt für das kommende Geschäftsjahr 2024 45,00 €/Mg CO 2. In 2023 erfolgte die planmäßige Ausschreibung der Sammlung von Leichtverpackungen für die bislang von unserer Gesellschaft gehaltenen Verträge für das Gebiet der Stadt Bremerhaven sowie der Stadt Cuxhaven ab dem Jahr 2024. Im Ergebnis haben wir wiederum den Zuschlag für diese Gebiete erhalten. Die Umsatzerlöse aus den mit der Stadt Bremerhaven geschlossenen Leistungsverträgen entwickeln sich entsprechend der Entwicklung der Abfall- und Abwassergebühren. Für den Leistungsvertrag Abfall ist auch für das Geschäftsjahr 2023 ein stabiles Behältervolumen zu verzeichnen. Die gebührenrelevante Frischwasserbezugsmenge für das Geschäftsjahr 2023 liegt derzeit noch nicht vor. Wie in den Vorjahren ist davon auszugehen, dass eine Unterschreitung der vertraglich vereinbarten unteren Korridormenge zu verzeichnen ist. 2. Dienstleistungen Der Aufgabenbereich der Kreislaufwirtschaft beinhaltet im Wesentlichen die Einsammlung und den Transport von Abfällen aus privaten Haushalten und Gewerbebetrieben, die Schiffsentsorgung, die Sammlung und den Transport des Wertstoffs Altpapier, die Schadstoffsammlung, die Sammlung und den Transport von Leichtverpackungen sowie die Bewirtschaftung der gemäß Ortsgesetz zugelassenen Abfallbehälter im Stadtgebiet Bremerhaven. Mittels des digitalen Kundenportals bietet die BEG-Gruppe insbesondere kleinen und mittelgroßen Kunden eine individuelle, papierlose Übersicht ihrer Verträge, Leistungsorte, Aufträge und Rechnungen an. Die Einsammlung des PPK (Papier, Pappe, Kartonagen) erfolgt im Wesentlichen über ein flächendeckendes Holsystem, die Schadstoffsammlung mittels einer mobilen Sammelstelle. Im Berichtsjahr erfolgte die Entsorgung von rd. 51.800 Mg Haus-, Sperr- und Gewerbeabfall (Vorjahr rd. 51.400 Mg) sowie rd. 9.300 Mg Papier und Leichtverpackungen (LVP) (Vorjahr rd. 9.600 Mg). Zum operativen Aufgabenbereich der Wasserwirtschaft gehören im Wesentlichen der Betrieb und die Unterhaltung des Kanalnetzes und der Pumpwerke der Stadt Bremerhaven sowie weiterer kommunaler Partner. Darüber hinaus erbringt unsere Gesellschaft umfangreiche Leistungen im Bereich der Planung und des Baus abwassertechnischer Anlagen und Einrichtungen einschließlich der Ausarbeitung und Umsetzung entsprechender Sanierungskonzepte. Zudem werden weitere Ingenieurdienstleistungen erbracht, wie unter anderem Planungsleistungen im Straßenbau-, sowie der Kajensanierung. Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung wurden im Geschäftsjahr 2023 umfangreiche Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen an den abwassertechnischen Anlagen und Einrichtungen der Stadt Bremerhaven durchgeführt. Durch entsprechende Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Kanalnetz der Stadt konnte das Trennsystem, welches bereits von der Länge überwiegt, ausgebaut werden. 3. Personal Entsprechend den Regelungen des Dienstleistungsüberlassungsvertrages mit der Stadt Bremerhaven ist die BELG verpflichtet, für sämtliche Mitarbeiter des sog. Personalpools eine den jeweiligen individuellen Qualifikationen, Fähigkeiten und Verwendungsmöglichkeiten entsprechende Tätigkeit sicherzustellen. Aus dem Personalpool ausscheidende Mitarbeiter werden von der Stadt nicht ersetzt, so dass sich die Anzahl an Poolmitarbeitern von ursprünglich 189 Mitarbeitern in 2002 zum31. Dezember 2023 auf 10 Mitarbeiter reduziert hat. Orientiert am tatsächlichen Personalbedarf erfolgten Neueinstellungen bei der BELG. Zum Bilanzstichtag besteht ein Dienstverhältnis mit 136 Mitarbeitern, inklusive 8 Auszubildenden. Es besteht ein Haustarifvertrag mit der Dienstleistungsgewerkschaft verdi für die Mitarbeiter der Bereiche Abfall- und Abwasserlogistik sowie der Kfz-Werkstatt. Der restliche Personalaufwand resultiert weiterhin aus den arbeitsvertraglichen Regelungen mit den einzelnen Mitarbeitern. C. Darstellung und Analyse der Lage Ertragslage Der Gesamtumsatz in Höhe von 31,2 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €) wurde mit 48,9 % im Abfallbereich, mit 47,1 % im Abwasserbereich, mit 1,2 % im Bereich der Werkstatt und mit 2,8 % im Bereich Sonstige erzielt. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung und nach Steuerumlage ist gegenüber dem Vorjahr um 163 T€ auf 5.610 T€ gestiegen. Der Gewinn wurde entsprechend dem Gewinnabführungsvertrag mit der BEG abgeführt. Die GuV schließt somit mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis ab. Die Rentabilität der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Eigenkapitalrentabilität = (Jahresergebnis * 100) / Eigenkapital zum Bilanzstichtag Gesamtkapitalrentabilität = (Jahresergebnis + Zinsaufwand) * 100 / Gesamtkapital zum Bilanzstichtag Der Anstieg der Eigenkapitalrentabilität um 6,2 Prozentpunkte auf 215,0 % resultiert aus dem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Jahresergebnis. Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme ist eine Erhöhung der Gesamtkapitalrentabilität um 5,5 Prozentpunkte auf 45,0 % zu verzeichnen. 2. Finanzlage Vor dem Hintergrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages ist die Gesellschaft in das Cash-Management der BEG einbezogen. Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Die Investitionen des Jahres 2023 betreffen insbesondere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in den Fuhrpark sowie die Ausweitung des Behältersystems im Abfallbereich. Im Berichtsjahr werden Zugänge zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten in Höhe von 2.135,1 T€ ausgewiesen. Diese entfallen in voller Höhe auf das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um TEUR 1.937 auf TEUR 9.637. Dies ist im Wesentlichen auf das hohe Abrechnungsvolumen aus investiven Leistungen zum 31.12.2022 zurückzuführen, die Anfang 2023 beglichen wurden. Zum 31.12.2023 fielen die Forderungen aus der Abrechnung investiver Maßnahmen niedriger aus. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um rd. 9,6 % auf 12.483,9 T€ (Vorjahr: 13.805,5 T€) reduziert. Auf der Aktivseite der Bilanz ist eine Erhöhung des Anlagevermögens um 33,3 % zu verzeichnen. Das Umlaufvermögen ist um 21,1 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um 11,2 % gestiegen. Bei den Verbindlichkeiten ist eine Reduzierung von 26,7 % zu verzeichnen. D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Zudem ist unsere Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann SE & Co. KG einbezogen. Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert. Unsere Gesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaft überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht. Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt. Auch für das Geschäftsjahr 2024 besteht das Risiko weiterer wirtschaftlicher Folgen des Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Marktpreise und Mengen der Gewerbeabfälle, der Preise für Sekundärrohstoffe sowie der Preise und der Verfügbarkeit von Betriebsmitteln und Ersatzteilen. Auch der Mangel an Fachkräften sowie deutlich gestiegene Personalkosten stellen für unser Unternehmen große Herausforderungen dar. Der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2024 geht von einem konstanten Behältervolumen betreffend die Abrechnung der Entgelte aus dem Leistungsvertrag Abfall aus. Bezüglich der Umsatzentwicklung aus dem Leistungsvertrag Abwasser mit der Stadt Bremerhaven ist auch für das Geschäftsjahr 2024 von einer Unterschreitung der vereinbarten unteren Korridormenge auszugehen. Der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2024 weist im Vergleich zum Jahresergebnis 2023 einen rückläufigen Jahresüberschuss aus. Dies ist insbesondere bedingt durch den Anstieg der Marktpreise für Kraftstoffe, die spürbar gestiegenen Personalaufwendungen sowie der rückläufigen Marktpreise für Sekundärrohstoffe.
Bremerhaven, den 14.02.2024 gez. Stefan Ketteler, Geschäftsführer gez. Dr. Addissou Lothar Makonnen, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023BEG LOGISTICS GMBH, BREMERHAVENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023BEG LOGISTICS GMBH, BREMERHAVENAmtsgericht Bremen HRB 3396 BHV I. GRUNDLAGEN Die BEG logistics GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, des Gesellschaftsvertrages sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Folgende Abweichungen von in Vorperioden praktizierten Bilanzierungsmethoden wurden im Berichtsjahr vorgenommen: Im Gegensatz zu Vorjahren werden die Zuschüsse zu Anlageinvestitionen zum 31. Dezember 2023 erstmalig in einem Sonderposten für Investitionszuschüssen ausgewiesen und nicht mehr direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind ansonsten jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. Aktiva: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:
Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Als Ausnahme sind die Behälter bis 250 € zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Ausgaben bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft beim Organträger bilanziert. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Unter den Sonderposten werden erhaltene öffentliche Zuschüsse, Zulagen und Investitionsförderungen zur Anschaffung und Herstellung von Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen: Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 231.614,15 € (Vorjahr: 211.631,44 €). Eigenkapital: Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 1.200.000 €. Sonderposten: Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält gewährte öffentliche Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Verbindlichkeiten: Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern schließen Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag von 5.609.658,99 € und der Umlage für Steuern vom Einkommen und Ertrag von 2.692.000,00 € ein. Weitere Angaben zur Bilanz: Das Jahresergebnis und die Steuerumlage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 werden aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft mbH, Bremerhaven, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern ist erfasst. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Aufwendungen: In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch die sonstigen Steuern von 52.850,00 € (Vorjahr: 37.989,00 €) erfasst. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen: In Höhe von 3.142,46 € sind Zinsanteile aus der Aufzinsung zu Rückstellungen (Vorjahr: 1.106,52 €) enthalten. V. ERGÄNZENDE ANGABEN Arbeitnehmerzahlen: Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:
VI. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN Mitgliedschaft im Konzern: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS SE & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. VII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:
Bremerhaven, den 14.02.2024 BEG logistics GmbH gez. Stefan Ketteler gez. Dr. Addissou Lothar Makonnen
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BEG logistics GmbH, Bremerhaven Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BEG logistics GmbH, Bremerhaven, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BEG logistics GmbH, Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremerhaven, den 16. April 2024 FIDES
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Hoppe, Wirtschaftsprüfer gez. Hake-Söhle, Wirtschaftsprüfer Gewinnverwendung Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Gesellschafterversammlung am 02.05.2024 in den Geschäftsräumen der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft mbH, Bremerhaven: Die von der Geschäftsführung vorgelegte Bilanz 2023 ist hiermit genehmigt. Das Jahresergebnis 2023 ist mit Bezug auf den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ausgeglichen. |
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