Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 67455
Vorher
FIDUCIA SoftwareSolutions GmbH
Eingetragen
23.6.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
die Entwicklung, der Vertrieb sowie die Implementierung von Banken- und Unternehmenssoftware in den Bereichen Finanzdienstleistung, Unternehmenssteuerung und Risikomanagement sowie von branchenverwandten Anwendungen. Ebenfalls Gegenstand sind die Wartung und Weiterentwicklung von Softwarelösungen, die Durchführung von Projekten sowie die fachliche Beratung und die Erbringung von Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Jagodzinsky
seit 29.6.2021
Geschäftsführer
Patrick Yousefian
seit 14.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Atruvia AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

parcIT GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

Die parcIT GmbH (nachfolgend "parcIT") mit Sitz in Köln ist einer der führenden Anbieter von Methodikdienstleistungen und Software für Banksteuerung, Risikomanagement und Ratingverfahren in Deutschland. Sie entwickelt markterprobte Lösungen sowohl für die Genossenschaftliche FinanzGruppe als auch für Privatbanken an der Schnittstelle zwischen Banksteuerung und IT im Digitalisierungszeitalter.

Mit ihrer Standardsoftware okular/VR-Control bietet die parcIT Verfahren zur Bank- und Risikosteuerung aus einer Hand. Als Partner ihrer Kunden verantwortet sie sämtliche okular/VR-Control-Bestandteile zentral in Aufbau, Pflege und Bereitstellung.

Die Kundengruppe der Kreditinstitute mit dem Schwerpunkt in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bildet den Kern des Geschäftes der parcIT. Dabei konzentriert sich die Unternehmung darauf, den Kreditinstituten Lösungen für neue fachliche und regulatorische Anforderungen in der Banksteuerung in ihrer Software zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus nutzen viele Privatbanken und Firmenkunden in Deutschland einzelne Produkte der Software okular/VR-Control oder setzen die Software über Steuerungsbereiche hinweg für eine integrierte (Bank-)Steuerung ein. Auch in Österreich ist die parcIT im Bereich der Raiffeisenlandesbanken mit ihrer Steuerungssoftware unter dem Namen R-Control für die Bank- und Risikosteuerung am Markt vertreten.

Die parcIT verantwortet in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe die Entwicklung und die Pflege von Methoden und Verfahren für die Risikomessung und -steuerung mittels okular/VR-Control und unterstützt ihre Kunden bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen durch die Bereitstellung von Unterstützungsleistungen. Dies betrifft insbesondere die Erfüllung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk).

Mit der okular-Tools Webplattform bietet die parcIT Übergangs- und Ergänzungslösungen zu okular/VR-Control an. Dazu gehören unter anderem Programme zur Messung von Immobilien- und Beteiligungsrisiken.

Die parcIT verfolgt das Ziel, dass Bank- und Risikosteuerungsverfahren für die Genossenschaftsbanken und andere Kreditinstitute stets methodisch sowie fachlich weiterentwickelt und auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Als eine 100 %ige Tochter der Atruvia AG (nachfolgend "Atruvia") nutzt die parcIT zentrale Einrichtungen der Atruvia wie das Finanz- und Rechnungswesen, das Personal- und Sozialwesen, Rechtsberatung, IT-Dienstleistungen, Sicherheitsbegehungen, Versicherungsmanagement und Datenschutz. Die parcIT hat zudem ihre Interne Revision an die Atruvia ausgelagert.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einer komplexen Mischung aus Krisenbewältigung, Anpassungen, vorsichtigem Optimismus und zum Ende hin mit erneuter Unsicherheit. Während sich die globalen Lieferketten weitgehend stabilisieren konnten, verlief die weltweite Erholung von den Auswirkungen der SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, insbesondere in Bezug auf die daraus resultierenden Störungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten, langsam und ungleichmäßig, wobei weltweit erhebliche regionale Unterschiede zu verzeichnen waren. Im Oktober 2023 führte der Angriff der Hamas auf Israel und der darauffolgenden Gegenoffensive Israels zu erneuten Spannungen im Nahen Osten, welche wiederum Auswirkungen auf die Lieferketten haben können. Die in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften befürchtete Rezession blieb, angesichts der gestrafften Geldpolitik der führenden Zentralbanken, weitgehend aus. Die starke Binnennachfrage in den USA war ebenfalls ein stützender Impuls für die Weltkonjunktur. Gleichwohl blieb insbesondere die Wirtschaftstätigkeit der Entwicklungs- und Schwellenländer noch weit unter dem Vor-Pandemie Niveau zurück. Nach Prognosen des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat) wird im Jahr 2023 preisbereinigt ein globales Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,7 % und ein Rückgang des Welthandels von 1,4 % erwartet.

Im ersten Halbjahr 2023 war im Euro-Raum nur eine schwache konjunkturelle Dynamik zu verzeichnen. Infolge der höheren Energiepreise und anhaltender Materialengpässe stagnierte die Wertschöpfung weiterhin. Der Sachverständigenrat sieht für das zweite Halbjahr nur ein sehr geringfügiges Wachstum. Im Gesamtjahr 2023 sieht der Sachverständigenrat im Euro-Raum ein Wachstum des BIP von 0,6 %.

In Deutschland machten sich die Energiekrise des Vorjahres und die erhöhte Verbraucherpreisinflation deutlich stärker als im Euro-Raum und der Weltwirtschaft bemerkbar. Zwar ist ein starker Rückgang der Wirtschaftsleistung ausgeblieben, jedoch kehrte die Gesamtwirtschaft bisher nicht auf den Wachstumspfad zurück. Der Sachverständigenrat prognostiziert einen Rückgang des deutschen BIP im Jahr 2023 um 0,4 %, im Wesentlichen getrieben aufgrund des Rückgangs der staatlichen Konsumausgaben.

Nach den global gestiegenen Inflationsraten im Jahr 2022, sank die Verbrauchpreisinflation im Jahr 2023 in den meisten Volkswirtschaften wieder. Während die Verbraucherpreise der fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 7,6 % stiegen, prognostiziert der Sachverständigenrat im Jahr 2023 einen Anstieg um 4,7 %. Nach dem historischen Höchststand im Jahr 2022 von 6,9 %, lag die Verbraucherpreisinflation in Deutschland im Jahr 2023 gemäß Statistischem Bundesamt weiterhin bei hohen 5,9 %. Für das Jahr 2024 wird mit einem Anstieg von 2,2 % - 2,7 % gerechnet. Als Reaktion auf den Anstieg der Verbraucherpreisinflationen hatten Zentralbanken vieler fortgeschrittener Volkswirtschaften und einiger Schwellenländer ihre Leitzinsen im Jahr 2023 weiter angehoben. Die US-amerikanische Notenbank Fed (Federal Reserve System) erhöhte den Leitzins auf 5,25 % bis 5,50 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England haben ihrerseits die Leitzinsen im Jahresverlauf auf 4,50 % und 5,25 % angehoben.

Erneut wurde die parcIT von den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor eine Herausforderung gestellt. Dennoch kann die parcIT im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wiederholt auf einen positiven Geschäftsverlauf zurückblicken.

2.2 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Mit einer Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 72.249 TEUR (Vorjahr 71.073 TEUR), einer Umsatzrendite vor Steuern von 5,2 % (Vorjahr 4,9 %) und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4.050 TEUR (Vorjahr 3.483 TEUR) konnten die für 2023 erwarteten Werte - Gesamtleistung in Höhe von 68.319 TEUR, Umsatzrendite vor Steuern von 4,1 % und Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2.816 TEUR - insgesamt übertroffen werden. Im Wesentlichen ist dies auf die positive Geschäftsentwicklung im IMMO-Rating, die Einführung der okular-Tools Webplattform sowie auf den Ausbau des Geschäfts mit Marktkunden und den damit einhergehenden zusätzlichen Umsatzerlösen zurückzuführen.

Mit dem Wechsel auf ein halbjähriges Releasemodell hat die parcIT im Jahr 2023 mit den Versionen 6.7 und 7 zwei Releases von okular/VR-Control an ihre Kunden ausgeliefert. Die Entwicklung der Version 8 wurde planmäßig gestartet, eine Auslieferung erfolgt Ende des ersten Quartals 2024.

Mit Beginn des Jahres 2023 befindet sich das Verfahrensmanagement der parcIT im Regelbetrieb, nachdem der Aufbau Ende 2022 abgeschlossen werden konnte. Im Regelbetrieb fand die Weiterentwicklung und Validierung der entwickelten Verfahren statt.

Nach einer kritischen Würdigung der Ergebnisse der Internal Ratings Based Approach (IRBA)-Vorstudie aus dem Jahr 2022 und der positiven Einwertung seitens der teilnehmenden Projektbanken wurde ein Einführungs- und Umsetzungsprojekt initiiert. Gemeinsam mit der Atruvia und elf genossenschaftlichen Primärinstituten bereitete die parcIT den Projektstart vor.

Die okular-Tools Webplattform zur Unterstützung der Banken mit Ergänzungs- und Brückentools wurde vom Markt erfolgreich angenommen. Zum Ende des Geschäftsjahres nahmen über 400 Kunden das Produkt in Anspruch.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ordnete die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) insgesamt drei Prüfungen des Geschäftsbetriebes nach § 44 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) an. Die Prüfungsanordnung betraf die Atruvia und deren Subunternehmen als Auslagerungsunternehmen im Sinne des § 1 Abs. 10 KWG. Die Prüfungen wurden durch die sachverständige Deutsche Bundesbank durchgeführt und betrafen das Risikoklassifizierungsverfahren "VR-Rating Firmenkunden", die Methoden und Verfahren zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit sowie zur Gesamtbanksteuerung und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation nach § 25b Abs. 1 bis 3 i. V. m. § 25a Abs 1 KWG hinsichtlich des Einsatzes der Informationstechnik und der Angemessenheit der in diesem Zusammenhang getroffenen organisatorischen Maßnahmen und deren wirksame Umsetzung.

2.3 Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr um 24,1 % von 33.409 TEUR auf 41.470 TEUR gestiegen.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 23,8 % auf 2.087 TEUR (Vorjahr 2.739 TEUR) reduziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich, im Wesentlichen bedingt durch die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes (592 TEUR), um 58,8 % auf 506 TEUR (Vorjahr 1.228 TEUR), darüber hinaus erhöhte sich das Sachanlagevermögen durch die leicht über den Abschreibungen liegenden Zugängen um 4,6 % auf 1.581 TEUR (Vorjahr 1.511 TEUR).

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2.450 TEUR auf 5.063 TEUR erhöht (Vorjahr 2.612 TEUR). Im Wesentlichen ist diese Erhöhung auf die unter dieser Position ausgewiesenen Unfertigen Leistungen zurückzuführen, welche um 2.430 TEUR von 2.610 TEUR auf 5.039 TEUR gestiegen sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen von 1.688 TEUR um 389 TEUR auf 2.077 TEUR gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von 17.596 TEUR um 471 TEUR auf 18.067 TEUR gestiegen und betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin sowie Forderungen aus dem Cash-Pool-Verfahren.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 eine Eigenkapitalquote von 45,2 % aus. Bei einer Erhöhung der Bilanzsumme um 24,1 % hat sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr - bei einer erfolgten Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von 1.650 TEUR - um 9,2 %-Punkte reduziert.

Die Steuerrückstellungen sind von 165 TEUR um 703 TEUR auf 868 TEUR gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind von 6.107 TEUR um 3.358 TEUR auf 9.465 TEUR gestiegen.

Die Verbindlichkeiten sind stichtagsbezogen von 8.886 TEUR um 3.489 TEUR auf 12.375 TEUR gestiegen. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in denen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 4.200 TEUR (Vorjahr 1.719 TEUR) enthalten sind sowie durch einen Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 216 TEUR, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 997 TEUR.

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage wird als geordnet beurteilt, ausreichende Liquidität war jederzeit vorhanden. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 12.748 TEUR (Vorjahr 7.295 TEUR). Die parcIT nimmt, neben weiteren Tochtergesellschaften der Atruvia, am Cash-Pool-Verfahren des Atruvia-Konzerns teil. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Cash-Pool-Verfahren in Höhe von 10.000 TEUR (Vorjahr 8.000 TEUR).

2.3.3 Ertragslage

Die Gesamtleistung in Höhe von 72.249 TEUR (Vorjahr 71.073 TEUR) setzt sich zusammen aus Umsatzerlösen in Höhe von 69.820 TEUR (Vorjahr 68.864 TEUR) und Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen in Höhe von 2.429 TEUR (Vorjahr 2.209 TEUR). Die Umsatzerlöse entfallen auf Erlöse aus Software in Höhe von 14.022 TEUR (Vorjahr 17.648 TEUR), auf Erlöse aus Verfahrensmanagement in Höhe von 50.064 TEUR (Vorjahr 47.944 TEUR), auf Beratungserlöse in Höhe von 1.933 TEUR (Vorjahr 2.662 TEUR), auf Erlöse aus okular Tools in Höhe von 2.972 TEUR (Vorjahr 610 TEUR) sowie auf Erlöse aus IRBA in Höhe von 830 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Ein wesentlicher Kostenblock ist der Materialaufwand (17.426 TEUR bzw. 24,1 % der Gesamtleistung (Vorjahr 22.909 TEUR; 32,2 %)). Diese Kosten sind im Wesentlichen durch den Bezug von Fremdleistungen externer Beratungshäuser begründet.

Die parcIT ist ein Dienstleistungsunternehmen, so dass der Personalaufwand in Höhe von 39.778 TEUR bzw. 55,1 % der Gesamtleistung (Vorjahr 36.741 TEUR; 51,7 %) ein weiterer wesentlicher Kostenfaktor ist. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die parcIT 478 Mitarbeitende gegenüber 444 zum Ende des Vorjahres.

Weitere bedeutende Kosten sind die Abschreibungen in Höhe von 1.664 TEUR (Vorjahr 1.866 TEUR). Davon entfallen 592 TEUR (Vorjahr 592 TEUR) auf den Geschäfts- oder Firmenwert, 243 TEUR (Vorjahr 236 TEUR) auf entgeltlich erworbene Software sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und 829 TEUR (Vorjahr 1.038 TEUR) auf Sachanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 10.922 TEUR (Vorjahr 7.677 TEUR) betreffen maßgeblich Dienstleistungsaufwendungen in Höhe von 3.667 TEUR (Vorjahr 1.516 TEUR), Raum- und Mietaufwendungen in Höhe von 2.624 TEUR (Vorjahr 2.335 TEUR), sonstige Personalaufwendungen in Höhe von 1.737 TEUR (Vorjahr 1.523 TEUR) und Software- und sonstige IT-Aufwendungen in Höhe von 1.680 TEUR (Vorjahr 1.130 TEUR).

Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.217 TEUR (Vorjahr 2.346 TEUR) erreicht werden.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als geordnet beurteilt.

2.3.4 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die parcIT richtet ihr unternehmerisches Handeln an den ESG-Kriterien (Environmental/Umwelt, Social/Soziales und Governance/Unternehmensführung) in Verbindung mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen aus. Ihre Nachhaltigkeitsziele sind Teil der Unternehmens-DNA und spiegeln sich im Handeln wider. Chancengleichheit, faire Arbeitsbedingungen, eine gesunde Work-Life-Balance, Gesundheitsförderung sowie die individuelle Förderung der Mitarbeitenden haben hierbei eine hohe Priorität. Verantwortungsbewusst zu handeln ist für sie ein zentrales Unternehmensziel und gehört zum Selbstverständnis der parcIT.

Die Mitarbeitenden der parcIT bilden die Grundlage des Unternehmenserfolgs. Ihre Kompetenz, ihr Engagement und ihre Leistungen tragen wesentlich zur hohen Zufriedenheit der Kunden bei.

Die strategische Personalentwicklung wird kontinuierlich und unter Berücksichtigung demographischer Entwicklungen sowie sich verändernder Arbeits- und Zusammenarbeitsformen weiterentwickelt. Für die Fachkräftesicherung und Entwicklung der Arbeitgebermarke sind insbesondere die Attraktivität der parcIT als moderner, nachhaltiger Arbeitgeber und die Innovationsfähigkeit wesentlich.

Darüber hinaus dienen die Unternehmensleitsätze der parcIT als nachhaltige Leitplanken für die gemeinsame Wert- und Weiterentwicklung der parcIT sowie deren Kunden und Partnern.

3 Chancen- und Risikobericht

Chancen zu erkennen, schnell zu ergreifen und Risiken entgegenzuwirken sind wichtige Ziele für die parcIT. In der Geschäftsplanung wird bereits die erwartete Wirkung möglicher Ereignisse und Entwicklungen berücksichtigt. Die parcIT definiert Chancen und Risiken als potenzielle Abweichungen vom prognostizierten Unternehmensergebnis.

Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans werden Risiken regelmäßig in der unternehmenseigenen Anwendung okular PROKORISK erfasst, bewertet und permanent an interne und externe Veränderungen angepasst. Der Risikobericht und hieraus resultierende Maßnahmen zur weiteren Risikominimierung bzw. Risikovermeidung sind quartalsweise und, sofern erforderlich, anlassbezogen Gegenstand der Beratungen in der Geschäftsführung. Entsprechend werden die Ergebnisse regelmäßig an die Atruvia berichtet.

Identifizierten Risiken wird insbesondere mit technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegengewirkt. Hierzu gehört unter anderem auch das dienstleistungsbezogene interne Kontrollsystem, dessen Wirksamkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr von externer Seite mittels eines Testats gemäß IDW PS 951 für Dienstleistungen mit Auslagerungsbezug bestätigt wurde.

Der IT-Betrieb, die damit verbundene Verfügbarkeit der Systeme und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien sind für die parcIT von hoher Bedeutung. Die zugehörige Infrastruktur wird permanent auf dem aktuellen Stand der IT-Sicherheitsanforderungen und Datenschutzanforderungen gehalten. Zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs bestehen Notfallkonzepte. Durch die eingerichteten technischen und organisatorischen Maßnahmen wird das Datensicherheits-, Betriebs- und Ausfallrisiko als beherrschbar angesehen.

Personellen Risiken, ausgelöst durch dolose Handlungen, wirkt die parcIT mit Kompetenz- und Zugriffsregelungen, dem Gebot des 4-Augen-Prinzips bei kritischen Prozessen sowie einem eingerichteten internen Kontrollsystem entgegen.

Der zunehmende Fachkräftemangel stellt auch für die parcIT eine Herausforderung dar. Um den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden, insbesondere mit speziellen IT-Kenntnissen, zu sichern, hat die parcIT in der Vergangenheit wiederholt ein Quereinsteigerprogramm durchgeführt. Zusätzlich investiert die parcIT in eine Vielzahl von Maßnahmen, um sich auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und somit Mitarbeitende zu binden und zu gewinnen.

Liquiditätsrisiken werden derzeit aufgrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft sowie ihres Mutterunternehmens als gering eingestuft.

Compliance-Risiken werden als Teil des Risikomanagementsystems gesteuert. Die Erfüllung insbesondere gesetzlicher/regulatorischer und vertraglicher Anforderungen ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Beeinträchtigungen, die zu einer unzureichenden Erfüllung von Compliance- Anforderungen führen können, bedeuten ein Risikopotential, das im Rahmen der Risikobewertung berücksichtigt wird.

Die parcIT erwartet nach aktuellem Kenntnisstand keine wesentlichen Risiken mit negativen Auswirkungen auf ihre wirtschaftliche und finanzielle Situation. Die vorhandenen Risiken haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Für die gängigen Risiken, wie Schäden an eigenen Sachanlagen sowie aus der Haftung für Vermögensschäden Dritter, besteht ein ausreichender Versicherungsschutz, der regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst wird. Der bestehende Kundenstamm sichert die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens. Die Risiken sind in der Gesamtheit beherrschbar und werden von der Geschäftsführung als nicht bestandsgefährdend eingestuft.

Mit dem Auf- und Ausbau des Verfahrensmanagements, welches eine Erweiterung des zentralen Leistungsangebots der parcIT zu den okular/VR-Control- Verfahren zur Folge hat, kann die parcIT die Kreditinstitute und insbesondere die Volks- und Raiffeisenbanken durch ihre innovative Banksteuerungssoftware und Dienstleistungen zunehmend dabei unterstützen, die Erträge und Risiken zu steuern und zu steigern sowie die regulatorischen Anforderungen effizient zu erfüllen. Dies kann in der Folge positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach der Software okular/VR-Control und nach weiteren Projekten sowie Dienstleistungen haben.

Aufgrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds ist es für Genossenschaftsbanken, Privatbanken und Sparkassen wirtschaftlich sinnvoll, Produkte und Dienstleistungen sowie die damit einhergehenden Risiken mit geeigneten Mitteln exakt zu bewerten und zu berichten, um nachhaltig positive Ergebnisse bei ausreichender Risikotragfähigkeit erzielen und sich im Wettbewerb behaupten zu können. Hierdurch werden Verfahren zur Bank- und Risikosteuerung weiter an Bedeutung gewinnen.

Die Modelle und Verfahren des Ratings werden durch die parcIT fortwährend an sich ändernde Markt- und regulatorische Bedingungen angepasst, um ihren Kunden mit modernen Ratingverfahren und in für sie relevanten Ratingsegmenten ein sicheres und zukunftsweisendes Umfeld zu bieten, mit dem eine sichere Adressrisikosteuerung möglich sein und das somit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen soll.

Zudem gewinnt der Ausbau der Digitalisierung und Technologien wie künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung und kann immer mehr zu einem zentralen Eckpfeiler des Erfolgs im Wettbewerb werden.

4 Prognosebericht

Die Rahmenbedingungen für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung werden voraussichtlich auch im Jahr 2024 besonders im Spannungsfeld des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, des neu entfachten Nahostkonfliktes und der unsicheren konjunkturellen Entwicklung in Deutschland stehen, so dass die wirtschaftlichen Aussichten für Banken und Versicherungen zu beobachten sind. Es ist weiterhin zu erwarten, dass diese ihre umfangreichen Investitionen im Bereich von regulatorischen Anforderungen fortführen müssen. Dabei ist davon auszugehen, dass der Fokus auf standardisierten Verfahren und Prozessen liegen wird, welche im Portfolio der parcIT zu finden sind.

Die parcIT beabsichtigt aufgrund der Umstellung auf Halbjahresreleases im Geschäftsjahr 2024 die Bereitstellung der neuen Version 8 und 9 der Software okular/VR-Control. Dabei steht nach der erfolgreichen Umstellung auf die Programmierung in JAVA eine webbasierte Entwicklung als zukunftsfähige Weiterentwicklung der Software für die nächsten Jahre im Fokus.

Im Verfahrensmanagement werden im kommenden Jahr die Themen im Regelbetrieb kontinuierlich fortgeführt, weiterentwickelt und validiert.

Gemeinsam mit der Atruvia und den teilnehmenden Projektbanken wird das Einführungs- und Umsetzungsprojekt zum IRBA in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gestartet.

Die BaFin informierte die parcIT im Rahmen der Jahresgespräche mit der deutschen Bankenaufsicht im Dezember 2023, dass für September 2024 eine kombinierte Prüfung nach §44 Abs. 1 Satz 2 KWG vorgesehen ist. Die Prüfungsanordnung wird die parcIT als Auslagerungsunternehmen im Sinne des §1 Abs. 10 KWG betreffen. Die Prüfungen werden durch die sachverständige Deutsche Bundesbank durchgeführt und betreffen das barwertige Kreditportfoliomodell Kundengeschäft und die damit im engen Zusammenhang stehenden Verfahren der Verlustschätzung.

Insgesamt verfolgt die parcIT weiterhin die Strategie, auch außerhalb des Genossenschaftssektors Potenziale bei Markt- und Firmenkunden, insbesondere im deutschen und deutschsprachigen Markt, auszuschöpfen.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Punkte, plant die parcIT für das Jahr 2024 Umsatzerlöse, Jahresergebnis vor Steuern und Umsatzrendite vor Steuern leicht über dem Niveau der Werte zum 31. Dezember 2023. Die Geschäftsführung der parcIT schätzt die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für die nächsten 24 Monate als geordnet und stabil ein.

 

Köln, 22. Februar 2024

parcIT GmbH

Thomas Jagodzinsky

Patrick Yousefian

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software sowie Lizenzenan solchen Rechten und Werten 159.965,00 290.089,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 345.544,00 937.904,00
505.509,00 1.227.993,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 34.240,00 40.763,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.209,00 50.921,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.515.666,00 1.419.427,00
1.581.115,00 1.511.111,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 165,00 165,00
165,00 165,00
Anlagevermögen insgesamt 2.086.789,00 2.739.269,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 5.039.040,00 2.609.624,33
2. Geleistete Anzahlungen 23.675,70 2.597,60
5.062.715,70 2.612.221,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.076.821,64 1.687.684,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.066.671,48 17.596.250,52
davon gegen Gesellschafter (18.066.671,48) (17.596.250,52)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 536.110,02 687.006,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (52.944,35) (52.944,35)
20.679.603,14 19.970.941,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.748.489,56 7.295.445,22
Umlaufvermögen insgesamt 38.490.808,40 29.878.609,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 892.413,32 790.812,87
Summe der Aktiva 41.470.010,72 33.408.690,90

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 11.000.000,00 11.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
2.000.000,00 2.000.000,00
IV. Bilanzgewinn 3.744.979,93 3.177.871,82
Eigenkapital insgesamt 18.744.979,93 18.177.871,82
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.874,00 15.548,33
2. Steuerrückstellungen 868.254,93 165.357,98
3. Sonstige Rückstellungen 9.465.380,41 6.106.940,99
10.349.509,34 6.287.847,30
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 100.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.399.645,02 4.396.584,36
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.102.446,21 1.732.205,48
davon gegenüber Gesellschafter (6.019.300,00) (1.732.205,48)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.873.334,64 2.657.440,04
davon aus Steuern (2.657.060,59) (2.418.553,19)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (2.577,30) (702,78)
12.375.425,87 8.886.229,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 95,58 56.741,90
Summe der Passiva 41.470.010,72 33.408.690,90

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 69.819.714,28 68.863.793,98
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 2.429.415,67 2.209.094,33
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.316.718,11 1.604.526,63
73.565.848,06 72.677.414,94
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.425.839,29 22.909.044,05
17.425.839,29 22.909.044,05
Rohergebnis 56.140.008,77 49.768.370,89
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 33.618.705,68 31.327.515,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.159.235,62 5.413.631,67
davon für Altersversorgung (127.648,81) (171.311,91)
39.777.941,30 36.741.147,27
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.663.658,82 1.865.764,10
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.922.424,56 7.676.736,44
davon aus Währungsumrechnung (7.429,15) (7.969,22)
12.586.083,38 9.542.500,54
Betriebsergebnis 3.775.984,09 3.484.723,08
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 274.439,53 29,00
davon aus verbundenen Unternehmen 253.818,56 -
davon aus Abzinsung (141,00) (29,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 412,96 1.320,63
davon aus Aufzinsung (412,67) (1.320,57)
274.026,57 - 1.291,63
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.831.599,55 1.136.045,88
11. Ergebnis nach Steuern 2.218.411,11 2.347.385,57
12. Sonstige Steuern 1.303,00 1.309,00
13. Jahresüberschuss 2.217.108,11 2.346.076,57
14. Gewinnvortrag 1.527.871,82 831.795,25
15. Bilanzgewinn 3.744.979,93 3.177.871,82

Anhang 2023

1. Allgemeine Angaben

Die parcIT GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 67455). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die im Vorjahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr unverändert fortgeführt.

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Aufgrund der strategischen Bedeutung der Produktpalette für die Kunden und des damit verbundenen langfristigen Produktlebenszyklus wird der Geschäfts- oder Firmenwert über einen planmäßigen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Bauten auf fremden Grundstücken werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt und planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Bei den Technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden die Anschaffungskosten um lineare Abschreibungen gemindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 15 Jahren und orientieren sich an - falls zutreffend - an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen.

Die im Berichtsjahr zugegangenen Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden bis zur Höhe von 250,00 EUR sofort als Aufwand gebucht; die im Wert von 250,01 EUR bis 800,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bewertet. Bei nur vorübergehender Wertminderung werden keine Abschreibungen vorgenommen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Unfertigen Leistungen sind mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten bewertet. Sie umfassen die Einzelkosten und die fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Von dem Wahlrecht, bestimmte weitere Kosten in die Berechnung einzubeziehen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen für die Aufträge werden passivisch unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der im Vorjahr unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthaltene Betrag in Höhe von 1.719 TEUR wurde entsprechend umgegliedert.

Die übrigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Risiken im Forderungsbestand ist durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung von 1,0 % Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungen sind zeitanteilig vorgenommen und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus der wertpapiergebundenen Versorgungszusage. Sie sind vollständig rückgedeckt und werden mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) bewertet.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, soweit erforderlich, künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB vorgenommen. Die Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der Schätzung der Restlaufzeit werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten (Rückstellung Wertguthaben) sind durch Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherung) gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung aus Lebensarbeitszeitkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Verrechnung betrifft die Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" und "Sonstige Rückstellungen". Entsprechend werden auch die Zinserträge mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung verrechnet.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Währungsumrechnung am Bilanzstichtag erfolgt nach § 256a HGB zum Devisenkassa-Mittelkurs.

Latente Steuern werden auf die temporären Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz berechnet. Die Ermittlung der Differenzen erfolgt bilanzpostenbezogen und unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 32,5 %. Temporäre aktive Latenzen sind überwiegend aus Unterschieden in der Bewertung der Rückstellungen entstanden. Die aktiven Latenzen sind höher als die passiven Latenzen. Vom Wahlrecht zur Aktivierung über den Saldierungsbereich hinausgehender aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Bei den ausgewiesenen Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Diese werden zeitanteilig zu Nominalbeträgen angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen erbracht sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz enthaltenen Positionen der Immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Diese Darstellung ist integrierter Bestandteil des Anhangs.

In dem Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 18.067 TEUR (Vorjahr 17.596 TEUR) sind Forderungen aus dem Cash- Pool-Verfahren in Höhe von 10.000 TEUR (Vorjahr 8.000 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.375 TEUR (Vorjahr 9.900 TEUR) sowie verrechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 308 TEUR (Vorjahr 304 TEUR) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen vollständig auf die Gesellschafterin. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben jeweils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten in Höhe von 388 TEUR (Vorjahr 496 TEUR). Diese betreffen die im Folgejahr abziehbare Vorsteuer.

Der beizulegende Wert aus gesicherten Wertguthaben in Höhe von 1.307 TEUR (Vorjahr 934 TEUR) wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 1.307 TEUR (Vorjahr 934 TEUR) verrechnet.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden 1.650.000,00 EUR an die Gesellschafterin ausgeschüttet und 1.527.871,82 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 9.465 TEUR (Vorjahr 6.107 TEUR) enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Sonderzahlungen in Höhe von 4.424 TEUR (Vorjahr 3.336 TEUR), aus Prüfungen des Geschäftsbetriebes nach § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG in Höhe von 2.637 (Vorjahr 210 TEUR), aus Urlaubsansprüchen in Höhe von 1.300 TEUR (Vorjahr 1.108 TEUR), sowie aus Gewährleistungen in Höhe von 349 TEUR (Vorjahr 344 TEUR).

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt (die Zahlen in kursiv betreffen die Vorjahreswerte zum 31.12.2022):

Art der Verbindlichkeit In TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre Summe
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (100) - (-) - (-) - (100)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.400 - - 3.400
(4.397) (-) (-) (4.397)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.102 2.000 - 6.102
(1.732) (-) (-) (1.732)
davon gegenüber Gesellschafter 4.019 2.000 - 6.019
(-) (-) (-) (-)
davon aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 4.019 2.000 - 6.019
(1.719) (-) (-) (1.719)
sonstige Verbindlichkeiten 2.873 - - 2.873
(2.657) (-) (-) (2.657)
Summe 10.375 2.000 - 12.375
(8.886) (-) (-) (8.886)

Die Umsatzerlöse gliedern sich in:

Art der Umsatzerlöse 31.12.2023 31.12.2022
in TEUR
Verfahrensmanagement 50.064 47.944
Software 14.022 17.648
okular Tools 2.972 610
Beratung 1.932 2.662
IRBA 830 -
Summe 69.820 68.864

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.107 TEUR (Vorjahr 1.366 TEUR) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 11 TEUR) enthalten.

In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr 5 TEUR) enthalten.

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Die SonstigenZinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 254 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Thomas Jagodzinsky und Herr Patrick Yousefian. Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht der Organstellung. Auf die Angabe der Bezüge wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten. Auf die Angabe an dieser Stelle wird daher aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 12.447 TEUR (Vorjahr 14.420 TEUR) betreffen mit 8.803 TEUR in den darauffolgenden vier Jahren fällige Miet-, Wartungs- und Leasingverpflichtungen sowie mit 3.113 TEUR im kommenden Jahr fällige Miet-, Wartungs- und Leasingverpflichtungen, davon 275 TEUR gegenüber der Gesellschafterin.

Außerbilanzielle Geschäfte bestehen aus den oben genannten Miet- und Leasingverträgen. Der Zweck und Vorteil dieser Verträge liegt vor allem in der geringen Kapitalbindung gegenüber dem Erwerb.

Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Berichtsjahr 424,3 (Vorjahr 392,5) Personen, hiervon waren 90 Mitarbeitende in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus beschäftigte die parcIT durchschnittlich vier Auszubildende.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn von 3.744.979,93 EUR einen Teilbetrag von 2.000.000,00 EUR an die Gesellschafterin auszuschütten sowie den Restbetrag von 1.744.979,93 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Atruvia AG, Frankfurt am Main. Dieser Konzernabschluss der Atruvia AG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Köln, 22. Februar 2024

parcIT GmbH

Thomas Jagodzinsky

Patrick Yousefian

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.989.249,03 112.219,02 - 45.895,10 3.055.572,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.885.535,71 - - - 8.885.535,71
11.874.784,74 112.219,02 - 45.895,10 11.941.108,66
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 65.221,55 - - - 65.221,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 62.075,13 - - 26.784,63 35.290,50
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.198.742,05 929.332,80 - 60.841,59 5.067.233,26
(davon GWG) (26.789,90) (26.789,90)
4. Anlagen im Bau - - - - -
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
4.326.038,73 929.332,80 - 87.626,22 5.167.745,31
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 165,00 - - - 165,00
165,00 - - - 165,00
Anlagevermögen insgesamt 16.200.988,47 1.041.551,82 - 133.521,32 17.109.018,97
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.699.160,03 242.343,02 45.895,10 2.895.607,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.947.631,71 592.360,00 - 8.539.991,71
10.646.791,74 834.703,02 45.895,10 11.435.599,66
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 24.458,55 6.523,00 - 30.981,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.154,13 3.150,00 10.222,63 4.081,50
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.779.315,05 819.282,80 47.030,59 3.551.567,26
(davon GWG) (26.789,90) (26.789,90)
4. Anlagen im Bau - - - -
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
2.814.927,73 828.955,80 57.253,22 3.586.630,31
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen - - - -
- - - -
Anlagevermögen insgesamt 13.461.719,47 1.663.658,82 103.148,32 15.022.229,97
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.965,00 290.089,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 345.544,00 937.904,00
505.509,00 1.227.993,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 34.240,00 40.763,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.209,00 50.921,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.515.666,00 1.419.427,00
(davon GWG)
4. Anlagen im Bau - -
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -
1.581.115,00 1.511.111,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 165,00 165,00
165,00 165,00
Anlagevermögen insgesamt 2.086.789,00 2.739.269,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die parcIT GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der parcIT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der parcIT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 23. Februar 2023

AWADO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatergesellschaft

Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer

Ulf Büchsenschütz, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresabschluss 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 12. März 2024 festgestellt. Des Weiteren stimmten die Gesellschafter dem Vorschalg der Geschäftsführung zur Ergebnisverwendung einstimmig zu.

[X] Hiermit bestätige ich die Richtigkeit der Angaben. Der Verlag behält sich nach Auftragseingang Anpassungen bezüglich der Darstellung und des Layouts vor. *

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