Customized Business Services GmbHLiquidiert

47877 Willich, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 14264
Vorher
Océ-Deutschland Facility Services GmbHOcé-Deutschland Business Services GmbHCanon Deutschland Business Services GmbHCustomized Business Service GmbH
Eingetragen
2.2.2004
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, insbesondere die Zurverfügungstellung von Leistungen im Dokumentenmanagement ("Business Services"), und alle anderen damit im Zusammenhang stehenden Leistungen und Geschäfte, die geeignet sind, den Zweck und die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Olaf Meurer
seit 22.8.2024
Prokura
Daniel Kölling
seit 30.6.2020
Prokura
Prokura
Frederic Hierl
seit 8.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CBS Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Customized Business Services GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

1. Bilanz zum 31. Dezember 2021

2. Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2021

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

5. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

6. Ergänzende Angaben zur Offenlegung

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2021 30.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 113.845,00 355.620,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.106,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.043.206,00 1.043.206,00 1.716.841,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.803.898,39 1.829.462,98 2.538.938,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 733.257,23 800.851,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmer 560.034,84 513.365,72
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,00)
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.200.223,38 7.760.258,22 6.804.274,64
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,00)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.166.871,64 1.954.523,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.952,72 138.291,04
D. Aktive latente Steuern 1.660.900,00 1.394.937,00
15.404.753,79 16.246.315,35

Passiva

31.12.2021 31.12.2021 30.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 559.218,35 644.113,58
III. Jahresfehlbetrag -4.026.109,90 -3.441.326,96 -84.895,23
B. Rückstellungen 14.635.275,13 12.663.771,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 950.000,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu zu einem Jahr: EUR 280.264,72 (0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 669.735,28 (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 213.257,89 241.187,38
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 213.257,89 (241.187,38)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,00)
3. Übrige Verbindlichkeiten 3.047.547,73 4.210.805,62 2.754.328,49
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.047.547,73 (2.754.328,49)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.245,00
15.404.753,79 16.246.315,35

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 25.276.765,19 27.204
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.359.909,61 -14.734
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen -2.620.776,85 -17.980.686,46 -2.727
- davon für Altersversorgung: EUR -1.475.495,23 (-310)
3. Abschreibungen -692.903,36 -777
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.971.807,16 -8.610
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100.921,69 86
6. Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen -63.132,17 -128
- davon an verbundene Unternehmen: EUR -63.132,17 -128,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -255.498,26 -258
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR -221.308,00 -258,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -700.000,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 265.963,00 -134
10. Ergebnis nach Steuern -4.020.377,53 -79
11. Sonstige Steuern -5.732,37 -7
12. Jahresfehlbetrag (-) / Jahresüberschuss (+) -4.026.109,90 -85

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Customized Business Services GmbH mit Sitz in Willich im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter der Nummer HRB 14264 eingetragen. Mit notariell beurkundeten Gesellschafterbeschluss vom 12. April 2019 wurde die Änderung des Gesellschaftsvertrags und mit ihr die Änderung der Firma der Gesellschaft von Canon Deutschland Business Services GmbH in Customized Business Services GmbH beschlossen. Die Eintragung der Änderung im Handelsregister erfolgte am 15. Mai 2019.

2. Allgemeine Angaben

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 - 256 a HGB, den ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß den §§ 264 - 289 HGB sowie den Vorschriften des GmbHG.

Der Jahresabschluss wurde unter dem Rechnungslegungsgrundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken wird auf die Angaben im Lagebericht verwiesen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

3. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht bilanziert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen aus Vereinfachungsgründen linear zu den steuerlich zulässigen Sätzen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Betriebs- und Geschäftseinrichtungen 3 bis 10 Jahre. Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Wert von € 1.000,00 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten nach der Methode des gleitenden Durchschnittspreises. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt worden. Die Pauschalwertberichtigung wurde mit 1 % der zweifelsfreien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten erfasst.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Gesellschaft macht von ihrem Ansatzwahlrecht Gebrauch, den Überhang aktiver latenter Steuern in der Bilanz auszuweisen. Die Bewertung erfolgt nach der Liability-Methode mit der voraussichtlichen Steuerentlastung zukünftiger Geschäftsjahre.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

4. Angaben zu einzelnen Bilanzpositionen

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibung des Jahres ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Beteiligungsverhältnisse

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
% TEUR TEUR
Customized University Services GmbH, Willich 100 26 -63

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin CBS Holding GmbH (TEUR 1.100), der ASC Deutschland Holding GmbH (TEUR 600) sowie der Tochtergesellschaft Customized University Services GmbH (TEUR 104). Sämtliche Ausleihungen wurden unbesichert vergeben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In der Bilanzposition aktivisch abgesetzt sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.343.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die ausgewiesene Forderung in Höhe von TEUR 560 bestehen gegenüber der Gesellschafterin CBS Holding GmbH (TEUR 184), der Schwestergesellschaft CBS-Offsetdruck GmbH (TEUR 196) sowie der Tochtergesellschaft Customized University Services GmbH (TEUR 180).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.661 entfallen im Wesentlichen auf den unterschiedlich temporären Wertansatz von Pensionsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Abzinsung wurde zur Ermittlung des Verpflichtungsumfangs ein Rechnungszins auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts von 1,87 % (Vorjahr: 2,3 %) gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt gegenüber der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs auf Basis eines 7-jährigen Durchschnitts-Zinssatzes T€ 938 (Vorjahr T€ 1.140). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt im Rahmen des § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,8 % berücksichtigt. Die Fluktuation basiert auf branchenüblichen Standardwerten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Position setzt sich im Wesentlichen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 690) sowie Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus Lohn- u. Kirchensteuer (TEUR 136) zusammen.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 17.981 stiegen aufgrund von Zuführungen zu Pensionsrückstellung um TEUR 520 im Vergleich zum Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die wesentlichen Positionen umfassen Aufwendungen für Mietgeräte (TEUR 3.751), Raumkosten (TEUR 1.654), Strom/Gas (TEUR 425) sowie für Kosten der Telekommunikation (TEUR 478).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen sind weiterhin rückläufig und entfallen mit einer Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 258) auf den Zinsanteil aus Pensionsverpflichtungen.

6. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu außerbilanziellen Geschäften

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Raummietverträgen und gemieteten Einrichtungsgegenständen zur Leistungserbringung in Höhe von TEUR 2.522. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen von TEUR 93 aus PKW-Leasingverträgen.

Für alle vorgenannten Transaktionen besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Chancen und Risiken. Bei diesen Transaktionen steht nicht die Finanzierung im Vordergrund, sondern die Inanspruchnahme von Dienstleistungen wie z.B. die Anmietung von Bürofläche oder das Fuhrparkmanagement im Bereich der Dienstwagen.

Mietavale seitens der Commerzbank bestanden zum 31. Dezember 2021 im Umfang von TEUR 312.

Geschäftsführung

Seit dem 8. März 2019 sind Christian Olaf Meurer, Lohmar, Kaufmann, (Eintragung im Handelsregister am 18. März 2019) sowie Frederic Hierl, München, Kaufmann, (Eintragung im Handelsregister am 8. April 2019) als Geschäftsführer bestellt.

Zahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2021 lag die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf Quartalsbasis nach Köpfen bei 301,5 (Vorjahr: 321,75) Arbeitnehmern, die sich auf die folgenden Funktionsbereiche aufteilen.

Vertrieb/Marketing 10,0
Service 276,5
Verwaltung 15,0
Gesamt 301,5

Ausschüttungssperre

Gem. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge aus der Aktivierung von bestimmten immateriellen Vermögensgegenständen oder aus der zulässigen Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert - soweit dieser die historischen Herstellungs- oder Anschaffungskosten übersteigt - hinsichtlich der Ausschüttung gesperrt. Zum Stichtag ergibt sich hieraus für die Gesellschaft folgende Abführungssperre:

Aufgliederung nach § 285 Nr. 28 HGB TEUR
• aus der Aktivierung selbst geschaffene immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0
• aus der Aktivierung latenter Steuern 1.661
• aus der Aktivierung von Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwert 0
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 1.661

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag

Die Schwestergesellschaft CBS Offsetdruck GmbH musste im August 2022 Insolvenzantrag stellen. Das Insolvenzeröffnungsverfahren wurde am 06.09.2022 eröffnet.

Mit Wirkung zum 30.12.2022 verpflichtete sich die Muttergesellschaft zum Schuldbeitritt und zur Erfüllungsübernahme der Versorgungszusagen der Customized Business Services GmbH und erbringt als Gesellschafterleistung einen Betrag von 6 Mio. Euro in die Rücklage der Gesellschaft.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2021 in Höhe von EUR 4.026.110,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Willich, den 01.03.2023

Customized Business Services GmbH
Willich

gez. Christian Olaf Meurer

gez. Frederic Hierl

Anlagennachweis 2021

Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsstand 01.01.2021 Zugang Zuschreibung Abgang Endstand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Bilanzposition
A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.018.553,69 0,00 0,00 251.286,58 1.767.267,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 26.075,89 0,00 0,00 0,00 26.075,89
2.044.629,58 0,00 0,00 251.286,58 1.793.343,00
A.II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.298.249,63 0,00 0,00 0,00 4.298.249,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.906.906,95 110.534,63 0,00 787.887,02 7.229.554,56
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 23.153,56 0,00 23.153,56 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.205.156,58 133.688,19 0,00 811.040,58 11.527.804,19
A.III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 0,00 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.538.938,76 0,00 0,00 35.040,37 2.503.898,39
2.564.503,35 0,00 0,00 35.040,37 2.529.462,98
Summe Anlagevermögen 16.814.289,51 133.688,19 0,00 1.097.367,53 15.850.610,17
Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Endstand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
Bilanzposition
A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.662.933,69 222.496,55 232.008,13 1.653.422,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 26.075,89 0,00 0,00 26.075,89
1.689.009,58 222.496,55 232.008,13 1.679.498,00
A.II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.295.142,77 3.106,86 0,00 4.298.249,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.190.065,19 444.146,39 447.863,02 6.186.348,56
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 23.153,56 23.153,56 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.485.207,96 470.406,81 471.016,58 10.484.598,19
A.III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 700.000,00 0,00 700.000,00
0,00 700.000,00 0,00 700.000,00
Summe Anlagevermögen 12.174.217,54 1.392.903,36 703.024,71 12.864.096,19
Restbuchwert 31.12.2021 Restbuchwert 31.12.2020
EUR EUR
Bilanzposition
A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 113.845,00 355.620,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
113.845,00 355.620,00
A.II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.106,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.043.206,00 1.716.841,76
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
1.043.206,00 1.719.948,62
A.III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.803.898,39 2.538.938,76
1.829.462,98 2.564.503,35
Summe Anlagevermögen 2.986.513,98 4.640.071,97

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Allgemeine Erläuterungen

Die Customized Business Services GmbH (CBS) ist ein rechtlich und organisatorisch selbständiges Unternehmen und verbindet in ihrem Service-Portfolio innovative Technologien und ein umfassendes Verständnis von Outsourcing Dienstleistungen mit der Beratung durch erfahrene und kompetente Experten.

Die CBS betreibt 39 Standorte in Deutschland und beschäftigt mehr als 250 Mitarbeiter und ist spezialisiert auf die Optimierung und Übernahme von dokumentenintensiven Geschäfts- und Informationsprozessen und bietet als Generalunternehmer alle Dienstleistungen aus einer Hand.

Nach Herauslösen aus dem Canon-Konzern im Jahr 2019 hat die CBS ein internes Kontrollsystem implementiert und fortgeführt, dessen Vorgaben für alle Führungskräfte und Mitarbeiter verbindlich sind. Unter einem internen Kontrollsystem werden die von der Geschäftsführung der CBS eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Unternehmensstrategie gerichtet sind:

Sicherstellung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

Einhaltung der für die CBS maßgeblichen Vorschriften und Anforderungen.

Die Dokumente, die den gesetzlichen, regulatorischen, vertraglichen und selbstauferlegten Verpflichtungen genügen, sind zur Einsichtnahme für alle Mitarbeiter im Intranet vorgehalten. Einschlägige regulatorische und gesetzliche Anforderungen, insbesondere aus FAIT, EUDSGVO, BDSGneu und der ISO-Norm 27001, sowie ISO9001:2015 sowie ISO14001:2015 werden in den Prozessen und Kontrollaktivitäten, sofern sie für den jeweiligen Geschäftsprozess notwendig sind, berücksichtigt. Gleiches gilt für vertragliche Vereinbarungen mit unseren Kunden aus (Rahmen-) Verträgen und deren Anlagen.

Hierzu erfolgte eine Prüfung nach IDW PS 951 n.F. durch PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für den Zeitraum 01. Januar 2021 bis 31.12.2021. Das Prüfungsergebnis zeigt keine Beanstandungen. Die Prüfung für den Zeitraum 01. Januar 2022 bis 31.12.2022 wurde ebenfalls beauftragt.

Seit Januar 2020 wurden darüber hinaus Prozesse und Management Reviews erarbeitet, um finanzielle und bilanzielle Risiken des Unternehmens frühzeitig zu erkennen und abzuwenden. Im Ergebnis konnte die ISO 9001:2015 Zertifizierung eigenständig im Juli 2020 erreicht werden (gültig bis zum 22.07.2023). Zudem konnte im September 2021 die ISO/IEC 27001:2013 Zertifizierung mit Gültigkeit bis zum 30.09.2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Als weitere Zertifizierung war für das Jahr 2022 geplant, das Unternehmen nach ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) auditieren zu lassen. Das interne Audit hierzu wurde im Herbst 2021 erfolgreich abgeschlossen. Die Zertifizierung erfolgte im Mai 2022.

Geschäft und Rahmenbedingungen

a) Geschäft und wesentliche Veränderungen

Das Geschäftsmodell der Customized Business Services GmbH (CBS) besteht - unverändert gegenüber dem Vorjahr - in der Einrichtung und dem Betrieb von zentralen Vervielfältigungsstellen, Druckzentren, Poststellen, Archiven, Scan Centern sowie der Übernahme von Dokumentenmanagementprozessen in bzw. für Fremdunternehmen. Hierzu nutzt die CBS gemietete und gekaufte Systeme, Weiterverarbeitungsmaschinen und Softwarelösungen. Die CBS schließt mit ihren Vertragspartnern Individualverträge ab, die jeweils auf die speziellen Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet sind.

Die Dienstleistungsstandorte sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Darüber hinaus betreibt die CBS eigene Transaktionsdruckzentren als Shared Service Center in Berlin, Hamburg, Verden, Hannover, Dresden, Leipzig und Suhl. Daneben unterhält die CBS 32 Dienstleistungsstandorte, die in der Regel beim Kunden vor Ort angesiedelt sind.

Die CBS war historisch als Teil des Canon Konzerns in Deutschland und ist seit der Veräußerung als eigenständiger Spezialist im Geschäft mit Outsourcing Dienstleistungen am deutschen Markt aktiv. Eine besondere Bedeutung hat hierbei die Portooptimierung gewonnen und die damit verbundene Zusammenarbeit mit Briefkonsolidierern.

b) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen und geprägt von zunehmenden Liefer- und Materialengpässen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2% niedriger.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html)

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html)

Entwicklung in der Branche

Die Dienstleistungsbranche ist der größte und am schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich in Deutschland. Im Jahr 2021 wurden in den Dienstleistungsbereichen rund 69,5 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung generiert.

(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/255082/umfrage/struktur-des-bruttoinlandsprodukts-in-deutschland/#professional:)

Die Wettbewerbssituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Weiterhin sind die Märkte, in denen die CBS tätig ist, tendenziell rückläufig und damit verbunden auch weiterhin von starkem Wettbewerb geprägt, der hohen Preis- und Kostendruck zur Folge hat. Die Auslastungssituation ist coronabedingt im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig. Mit der allgemeinen Konjunkturentwicklung werden Unternehmen in Deutschland - insbesondere große und multinationale Konzerne - jedoch zunehmend Outsourcing-affiner.

Geschäftsverlauf

Diese weiterhin zunehmende Bereitschaft, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Leistungsbereiche auszugliedern (Outsourcing von Dokumentenmanagementprozessen) stellt ein großes Wachstumspotenzial für die Branche und damit für die CBS dar. Die CBS hat sich mit ihrem Leistungsspektrum dem Trend der Fokussierung auf die Kernkompetenz entsprechend positioniert.

Hier sehen wir zukünftig ein grundsätzliches Wachstumspotential, da im Besonderen große Unternehmen diese Aufgaben vermehrt an Dienstleistungsunternehmen auslagern. Die Vorteile und der Nutzen für Unternehmen bei der Auslagerung liegen in der Skalierbarkeit des Verarbeitungsvolumens und der Verbesserung und Kontrolle (SLA) von Qualität und Kosten.

Dennoch hält in der Branche weiterhin ein negativer Trend von fallenden Druckvolumina an und die sich daraus ergebene Konsequenz eines zusätzlichen Preis-/Margendrucks belasten einen Teil der Geschäftsentwicklung der CBS, insbesondere im klassischen druckbezogenen Geschäft. Die Kernleistungen von CBS, wie Drucken, Scannen, Archivieren sowie das Management von Postaus- und -eingängen entwickeln sich zunehmend zu einer Leistung, die in vergleichbarer Qualität und Preisgestaltung teilweise auch vom Wettbewerb angeboten wird. Die CBS ist jedoch in der Lage, die gesamten zukünftigen Anforderungen an eine sich digitalisierende Welt anzubieten und die Kunden innerhalb ihrer gesamten Wertschöpfungskette (Dokumentationsmanagement) zu begleiten.

Die zunehmende Regulierung und Notwendigkeit von Compliance in der Finanzbranche als auch in den herstellenden Industrien, sind ebenfalls Entwicklungen, die die CBS in ihrer Marktpositionierung - als Kompetenzführer im Bereich des Dokumenten-Managements und Business Process Outsourcing - stützt.

Allerdings bestand infolge der im Jahr 2021 anhaltenden Geschehnisse aufgrund der Corona-Pandemie eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der branchenspezifischen Auswirkungen sowie deren Größenordnung.

Vermögens, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Umsatzentwicklung und Ergebnis

Der Umsatz im Geschäftsjahr betrug 32.404T€ (Vj. 32.952T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 1.396T€ (Vj. 2.145). Der erreichte Umsatz blieb damit, trotz der negativen Einflüsse durch die Pandemie nur leicht unter den Erwartungen.

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) betrug im Berichtsjahr 23.881 T€ (Vj. 25.059T€) und entspricht einer prozentualen Quote von 73,7% (Vj. 76,1%). Der Bezugspreis für Papier ist im Berichtszeitraum deutlich angestiegen. Die entsprechenden Preissteigerungen konnten teilweise an Kunden weitergegeben werden.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen (inklusive der sozialen Abgaben) sind bedingt durch Rückstellungsbedarfe für Pensionen um 520 T€ gestiegen. Die direkten Personalkosten konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 16.550T€ (Vj. 17.451T€) gesenkt werden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1.362 T€ gegenüber dem Vorjahr. Der Umstand resultiert im Wesentlichen aus Wertberichtigungs-/Abschreibungsbedarf auf Forderungen gegenüber einer Schwestergesellschaft (522 T€) sowie einer Rückforderung des Insolvenzverwalters der Firma ALNO AG (600 T€) resultierend aus den Jahren 2014-2016.

Beteiligungsergebnis

Aus dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag zwischen der CBS und der Customized University Services GmbH, Willich, hat die CBS in diesem Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von -63 T€ (Vorjahr -128 T€) übernommen. Der Verlust resultierte aus der coronapandemie- bedingten deutlichen Rückgang der Präsenzveranstaltungen an den Universitäten. Mit Wiederaufnahme des Präsenzbetriebes an den Universitäten ist mit einer deutlichen Erholung der Ertragslage zu rechnen.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis (Zinserträge abzüglich Zinsaufwendungen) saldierte sich auf 155 T€ Zinsaufwand (Vorjahr 172 T€).

Die Zinsaufwendungen enthielten die Zinsanteile bezüglich der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 221 T€ (Vorjahr 258 T€).

Jahresergebnis

Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.026T€ (Vorjahr 85T€).

Die Gründe hierfür lagen u.a. in den bereits zuvor aufgeführten Sonderfaktoren zinsbedingter Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen, Wertberichtigungsbedarf und eine Altlast aus den Jahren 2014-2016.

b) Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich die Bilanzsumme um 2.600T€ (Vj. 476T€) auf 18.846T€.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sanken um 242T€ und die Sachanlagen sanken jeweils abschreibungsbedingt um 610T€. Neuinvestitionen im Geschäftsjahr waren, bedingt durch die bereits in den Vorjahren erfolgte Modernisierung des Mietgerätebestandes und der Erneuerung der betrieblichen Infrastruktur, nicht notwendig.

Die Vorräte haben sich, bereinigt um nicht marktgängige Artikel, um 68 T€ verringert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen um 458T€.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ergaben sich im Wesentlichen aus Maschinenvorfinanzierungen der Vorjahre für die Tochtergesellschaft Customized University Services GmbH.

c) Finanzlage

Zum Stichtag 31.12.2021 betrugen die liquiden Mittel 2.167 T€ (Vj. 1.955 T€). Darüber hinaus wurde ein Darlehen im Zuge von Coronahilfen in Höhe von 950T€ aufgenommen.

Das Eigenkapital zum 31.12.2021 war mit -3.441 T€ (Vj. 585 T€) und bedingt durch die negativen Sonderfaktoren stark negativ. Bedingt durch die ausreichende Liquiditätslage bestand und besteht auch aktuell jedoch keine Insolvenzantragspflicht. Die CBS ist liquidtätsseitig durchfinanziert und auf stabilen Füssen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 2.209 T€ (Vorjahr 1.698 T€).

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich angesichts des niedrigen Zinsniveaus auf 11.160 T€ (Vj. 9.862 T€). Die notwendigen sonstigen Rückstellungen betrugen 3.476 T€ (Vj. 2.802 T€). Die Erhöhung war durch Sondereffekte getrieben.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 18.846 T€ (Vj. 16.246 T€).

Risikobericht

a) Gesamtwirtschaftliches Umfeld / Markt und Wettbewerbssituation

Ein wirtschaftliches Risiko kann sich für die CBS durch einen Rückgang des Druckvolumens in den einzelnen Standorten ergeben. Dieses Risiko kann sich insbesondere im Geschäftsfeld Druck und Scan (DRS) und in den Transaktionsdruckstandorten ergeben. Grundsätzlich spielt hier die Diskussion über das "papierlose Büro" eine Rolle. Die CBS hat dieses Risiko erkannt und steuert dieser Entwicklung und dem ihr innewohnenden Risiko durch das Anbieten anderer Services bzw. durch Gewinnung weiterer Neukunden sowie den konsistenten Standortausbau und -konsolidierung entgegen. Durch die neu gewonnene Eigenständigkeit wird die CBS ihre Vertriebsbemühungen weiter intensivieren, das Dienstleistungsspektrum weiter ausbauen und den Kundenwünschen anpassen. Hierbei wird sich die CBS - neben dem bereits bestehenden Transaktionsdruckgeschäft - auf den Bereich Digitalisierung und Business Process Outsourcing fokussieren.

b) Kunden- und absatzspezifische Risiken

Risiken können sich hier insbesondere durch die Bonität der Kunden ergeben. Dem Risiko wird mit Bonitätsanalysen und durch entsprechende Versicherungslösungen begegnet.

Aber auch die Nichteinhaltung von Vertragsvolumen, bedingt durch die Substitution von bedrucktem Papier durch andere Medien, ist hier zu beachten. Ein weiteres, aber beherrschbares Risiko stellen Vertragsänderungen im Rahmen von Verlängerungen dar, da die Dienstleistungen der CBS zunehmend Bestandteil der internen Prozessketten bei Kunden werden und somit zunehmend schwieriger zu substituieren sind.

c) Technologische Risiken

Die CBS sieht sich auch noch einem, insbesondere dem Dienstleistungssektor zuzuordnenden, Risiko gegenüber. Zu erbringende Dienstleistungen müssen sich an den Bedürfnissen des Marktes ausrichten, denn nur dann werden diese nachgefragt. Damit unterliegen aber insbesondere die Maschinen, Geräte und Software, die Dienstleister nutzen, besonderen Anforderungen. Grundsätzlich müssen diese immer auf dem neuesten technischen Stand sein, um den Anforderungen des Marktes zu genügen.

Damit unterliegt die CBS grundsätzlich einem hohen technischen Risiko, bedingt durch potenziell überalterte Geräte, die nicht mehr dem aktuellen technischen Niveau entsprechen. Hier ist es zwingend notwendig, die aktuelle Marktentwicklung zu verfolgen, um auch hier rechtzeitig mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können.

Bedingt durch das Geschäftsmodell der CBS, Geräte für Ihre Dienstleistungen nicht zu erwerben, sondern zu mieten, ist das technologische Risiko beherrschbar und deutlich gegenüber einem Kauf minimiert. Sofern die Nachfrage des Marktes neue Technologien erfordert, ist eine Substitution alter Technologien durch die dann notwendige neue Technologie durch die CBS relativ leicht und ohne entsprechende Kostensteigerungen möglich. Um den Austausch weiter zu vereinfachen wird versucht, möglichst kurzfristig kündbare Mietverträge abzuschließen. Außerdem werden diese Mietverträge standortbezogen auf die Laufzeit der entsprechenden Kundenverträge abgestimmt. Darüber hinaus wurde die IT-Organisation weiter auf die CBS-Bedürfnisse ausgerichtet, ein separates Team kümmert sich um die IT-Infrastruktur der CBS und deren Entwicklung, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und -sicherheit sowie Qualitätsmanagement.

d) Personelle und organisatorische Risiken

Das Geschäft der CBS ist als Dienstleistungsgeschäft sehr personalintensiv. Daher ist gerade im Bereich der Personalkosten eine Flexibilität in Bezug auf die Kosten nicht immer gegeben. Plötzlichen Umsatzschwankungen kann die CBS demnach nicht mit gleicher Intensität und Geschwindigkeit Kostenreduzierungen entgegensetzen. Dieses Risiko wird über den Einsatz von befristet eingestellten Mitarbeitern und Zeitarbeitnehmern minimiert. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter auch flexibel an anderen Standorten eingesetzt. Da eine kurzfristige Anpassung nicht möglich ist, wird zudem eine fortwährende Analyse und Berichterstattung auf Standortebene durchgeführt, um sich auf abzeichnende Änderungen in einzelnen Standorten entsprechend zu erkennen und langfristig einstellen zu können. Im laufenden Geschäftsjahr und zukünftig wurden/sollen zunehmend Standorte - sofern geographisch machbar und sinnvoll - konsolidiert werden, um damit eine größere Flexibilität hinsichtlich des Personaleinsatzes zu ermöglichen und weitere Synergieeffekte zu generieren. Im Berichtsjahr wurden wir kundenseitig mit kurzzeitigen, corona-bedingten Standortschließungen konfrontiert, denen mit entsprechenden Kurzarbeiter-Förderungen der Bundesregierung entgegengetreten wurde. Die Maßnahmen wurden auch im Jahr 2022 fortgeführt.

e) Zinssatz- und Liquiditätsrisiken

Die Finanzierung des laufenden Geschäftes der Customized Business Services GmbH ist über ausreichende Liquidität und die Aufnahme des im Jahr 2021 gewährten Kredites gesichert. CBS ist zudem mit Finanzierungspartnern in Gesprächen, um nutzungskongruente Finanzierungslösungen für Hardware zu ermöglichen. Die Gesellschaft sieht aus der Finanzierung kein gesteigertes Zinssatz- und Liquiditätsrisiko.

f) Rechtliche Risiken

Die CBS schließt mit Ihren Kunden in der Regel Service-Level-Agreements ab, um die Leistungs- und Lieferqualität eindeutig zu beschreiben, zu dokumentieren und messbar zu machen. Damit sichern sich beide Parteien gegenseitig ab. Weitere rechtliche Risiken ergeben sich aus der allgemeinen Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr. Darüberhinausgehende weitere wesentliche Risiken sind aktuell nicht bekannt. Bedingt durch die ausreichende Liquiditätslage bestand jedoch wegen der bilanziellen Überschuldungssituation keine Insolvenzantragspflicht.

g) Finanzwirtschaftliche und bilanzielle Risiken

Durch die permanente Standort- und Vertragsanalyse werden nicht profitable Kundenverträge erkannt. In der Regel werden verlustbringende Verträge frühzeitig identifiziert und es werden geeignete Maßnahmen getroffen, um diese aus der Verlustzone zu bringen. Sofern dies nicht gelingen sollte, werden die entsprechenden Standorte aufgegeben. Eine Schließung von Standorten bedingt jedoch hohe Restrukturierungsaufwendungen. Sofern notwendig, wurden hierfür entsprechende Rückstellungen gebildet. Um die bilanzielle Schieflage zu beseitigen, wurden im Jahr 2022 geeignete Maßnahmen ergriffen, um die Überschuldungssituation zu heilen. Die Muttergesellschaft verpflichtete sich hierbei zum Schuldbeitritt und zur Erfüllungsübernahme der Versorgungszusagen der Customized Business Services GmbH und bringt als Gesellschafterleistung einen Betrag von 6 Mio. Euro.

h) Risikomanagement

Im Rahmen des Risikomanagements sind eine Reihe von Informationssystemen und Instrumente der Risikofrüherkennung installiert. Insbesondere sei hier auf die monatliche detaillierte Analyse der Standorte hingewiesen. Darauf basierend erfolgt die Kommunikation, Diskussion und Dokumentation von potenziellen und konkreten Risiken in einer laufenden Berichterstattung. Identifizierte "problembehaftete" Kunden bzw. Standorte werden im Management-Team besprochen und potenzielle Risiken werden analysiert und ggfs. werden Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt. Geschäftsrisiken liegen einerseits im Auslaufen bestehender Verträge mit rückläufigem Anschlussgeschäft und andererseits im Falle von Prolongationen und Neuverträgen in der Durchsetzbarkeit adäquater Vertrags-konditionen. Die Rentabilitätsüberwachung erfolgt auf Standort-/Kundenebene auf Basis monatlicher Kennzahlen. Hieraus resultieren Erkenntnisse, die es erlauben, frühzeitig auf im Einzelfall auftretende negative Entwicklungen innerhalb eines Standortes zu reagieren. Neue Standorte werden innerhalb kürzester Zeit in die Rentabilitätsüberwachung eingebunden, um ergebniswirksame Synergieeffekte kurzfristig zu nutzen und Risikopotentiale frühzeitig zu erkennen.

i) Vorgang von besonderer Bedeutung - Nachtragsberichterstattung in Bezug auf Auswirkungen durch die Corona-Pandemie

Die CBS hat eine integrierte Planung für den Zeitraum 2022-2025 geschäftsfeldbezogen aufgestellt, die sowohl die weitere Straffung des Portfolios als auch der internen Strukturen zur weiteren Kosteneffizienz zusammenfasst und abbildet. Der Aussteuerung verlustträchtiger Einzelkunden kam hier besondere Bedeutung zu. Gleichzeitig wurden die Zusatzaufträge berücksichtigt, deren Eintrittswahrscheinlichkeit mit hinreichender Sicherheit beurteilt wurde.

Infolge der Geschehnisse, bedingt durch die Corona-Pandemie, kann aufgrund bestehender Unsicherheiten keine 100%ig genaue Aussage auf die prognostizierten Leistungsindikatoren getroffen werden. Es ist damit zu rechnen, dass sich möglicherweise noch negative Einflüsse auf die prognostizierten Werte wie Umsatz und damit auf das Jahresergebnis ergeben können. Die Größenordnung des Einflusses ist derzeit für uns hierbei nicht vollständig abschätzbar.

Wegen vorgenannter Unsicherheiten wurden im Jahr 2021 staatliche Unterstützungsprogramme (KfW-Kredit) in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde weiterhin regional begrenzt das Instrument der Kurzarbeit genutzt.

Trotz der hohen Unsicherheiten der gesamtwirtschaftlichen Lage ist nach derzeitigem Stand kein Einfluss auf die Fortführungsprämisse über den 31.12.2021 hinaus erkennbar. Durch die bisher ergriffenen Maßnahmen ist die Finanzierung des Geschäftsbetriebes mittelfristig gesichert und ein Liquiditätsrisiko nicht erkennbar.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter ist durch Restrukturierungsmaßnahmen im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres von 311 auf 277 gesunken.

Prognosebericht und Chancen

Im Geschäftsjahr 2021 wurde u.a. wegen der Corona-Pandemie mit rd. 32 Mio. Euro ein leicht rückläufiger Umsatz gegenüber dem Vorjahr erreicht. Zudem waren in diesem Geschäftsjahr drei Sondereffekte zu verkraften, die nicht durch Restrukturierungsmaßnahmen und Ergebnisverbesserungen der Vorjahre kompensiert werden konnten und letztendlich zu einem negativen Ergebnisausweis führten.

Die weitere Beibehaltung einer strikten Kostenkontrolle, aber vor allem auch der Abschluss "höhermargiger", komplexerer, multiserviceorientierter Neugeschäfte im Transaktionsdruck und der weitere Ausbau neuer Shared Service Center - Standorte für den Bereich von Scandienstleistungen und Inbound Services stehen daher im Fokus und werden dazu beitragen, das operative Ergebnis in der Zukunft weiter zu verbessern.

In absoluten Zahlen gemessen hat die Gesellschaft im Jahr 2022 trotz der weiter anhaltenden Corona- Effekte und der Trennung von zwei umsatzstarken, aber unrentablen Großkunden, einen Umsatz von knapp 32 Mio. Euro erreicht.

Die Platzierung von Neugeschäft und der weitere gezielte Ausbau unserer zusätzlichen Servicedienstleistungen in bestehenden und neu zu gewinnenden Geschäftsbeziehungen war eine der zentralen Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2022, die wir im Jahr 2023 fortsetzen. Um dies zu erreichen, wurden die Vertriebsstrukturen mit Blick auf eine stärkere Fokussierung auf zuvor definierte Wachstumsbranchen und Service Lines geschärft.

Die durch die Geschäftsführung durchgeführte Optimierung und Analyse der einzelnen Standorte und die damit einhergehende frühzeitige Identifizierung einzelner Kundenoptimierungspotenziale werden bei der Kosten-, aber auch bei der Umsatzentwicklung einen positiven Beitrag leisten.

Der strategische Ausbau des Digitalisierungsangebotes wird den Rückgang des druckbasierten Geschäftes kompensieren. Die positiven Effekte insgesamt werden aber erst im Jahr 2023 greifen.

Auch zukünftig werden ökonomische Rahmenbedingungen Kosteneinsparungen bei unseren Kunden notwendig machen. Zusätzlich wird die Fokussierung auf die Kernkompetenz, die immer kürzer werdenden Lebenszyklen und der Investitionsbedarf in Themen der digitalen Transformation das Geschäft der CBS stärken. Sofern dies durch "Outsourcing" erreicht werden soll, werden hierfür Dienstleister benötigt, die eine wettbewerbsorientierte Leistung erbringen. Genau dieses Bedürfnis befriedigt die CBS in ihrem Dienstleistungsbereich. Da unsere kostenoptimierte Dienstleistung qualitativ den höchsten Anforderungen entspricht, wird es der CBS möglich sein, auch zukünftig wettbewerbsfähig im Markt aufzutreten.

 

Willich, den 01.03.2023

Die Geschäftsführung

Frederic Hierl

Christian Olaf Meurer

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Customized Business Services GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Customized Business Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Customized Business Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt Risikobericht des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziellen Risiken ausgesetzt ist. Wie im Abschnitt Risikobericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit der dort angesprochenen integrierten Finanzplanung auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 1. März 2023

Dr. Heilmaier & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Nauen, Wirtschaftsprüfer

Ergänzende Angaben zur Offenlegung

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021:

Der Jahresabschluss wurde am 3. März 2023 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung des Geschäftsjahres 2021:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.026.109,90 wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 559.218,35 verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.

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27 nahegelegene Organisationen

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