Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
The StepStone Group GmbHLiquidiert
40219 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
StepStone GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die StepStone GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der StepStone GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der StepStone GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 23. Februar 2022 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 30. August 2022 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, des aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinns und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der korrespondierenden Anpassung der Angaben im Anhang und Lagebericht bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt "Allgemeine Hinweise" sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" wird verwiesen.
Köln, 23. Februar 2022/begrenzt auf die vorgenannten Änderungen: 30. August 2022 Ernst
& Young GmbH
von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Senghaas, Wirtschaftsprüfer (HRB Nr. 129324 B, Amtsgericht Charlottenburg, Berlin) Bilanz zum 31. Dezember 2021 Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Entwicklung des Anlagevermögens 2021 Anhang Allgemeine Hinweise Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Bilanz zum 31. Dezember 2021
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Entwicklung des Anlagevermögens 2021
AnhangAllgemeine Hinweise Die StepStone GmbH (die "Gesellschaft") ist die deutsche Muttergesellschaft eines weltweit tätigen Konzerns mit Sitz in Berlin. Die Gesellschaft ist im Handelsregister der Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 129324 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) und des Gesellschaft mit beschränkter Haftung-Gesetzes (GmbH-Gesetz) unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Geschäftstätigkeit der StepStone GmbH und ihrer Tochtergesellschaften konzentriert sich auf das Betreiben einer Online-Jobplattform und das Erbringen damit verbundener Dienstleistungen. Dazu gehören das Inserieren von Stellenangeboten sowie die Bereitstellung damit verbundener innovativer Technologie. In ihrer Funktion als Holdinggesellschaft des Konzerns erbringt die StepStone GmbH zentrale Dienste für den Konzern, u. a. in den Bereichen Recht, Konzern-Finanzwesen, Controlling, internationales Personalwesen, Marketing und Produktmanagement. Die Erträge aus der Erbringung dieser zentralen Dienste werden als Umsatzerlöse aus der Holdingfunktion der GmbH erfasst. Für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gelten die Gliederungsanforderungen gemäß HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge werden in EUR Mio. angegeben, sofern nichts anderes vermerkt ist. Alle Summen und Prozentangaben werden auf Grundlage nicht gerundeter Eurobeträge berechnet. Daher können sich Abweichungen zu einer Berechnung auf Grundlage der ausgewiesenen Beträge in EUR Mio. ergeben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen erstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die StepStone GmbH zum 31. Dezember 2021 nicht verpflichtet, da die Axel Springer SE, Berlin, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die StepStone GmbH erstellt; dieser ist im Bundesanzeiger erhältlich. Die StepStone GmbH hat die Erleichterungsregelung in § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen und im Vorjahr keinen eigenen Anhang und Lagebericht erstellt. Aufgrund der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags der StepStone GmbH mit ihrer unmittelbaren Muttergesellschaft, der Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH, zum 31. Dezember 2021 und mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2022, beginnend am 1. Januar 2022, kann diese Erleichterungsregelung für das Geschäftsjahr 2021 nicht mehr in Anspruch genommen werden. Da im Vorjahr kein Anhang erstellt wurde, enthält der vorliegende Anhang einige Angaben zu Bilanzposten für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020. Der am 22. Februar 2022 aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde aufgrund einer Änderung des abgeführten Gewinns der StepStone Continental Europe GmbH angepasst. Dabei erhöhten sich Erträge aus Gewinnabführungsverträgen ebenso wie Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinn. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden zum Abschlussstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den folgenden erwarteten Nutzungsdauern:
Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde in Anspruch genommen. Aktivierte Entwicklungskosten schließen alle Kosten ein, die direkt oder indirekt der Entwicklung zurechenbar sind. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden die niedrigeren beizulegenden Zeitwerte zum Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurde auf den Ertragswert der jeweiligen Beteiligung abgestellt. Wertaufholungen im Finanzanlagevermögen werden unter den Erträgen im Zusammenhang mit Finanzanlagen dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag angesetzt. Einzelrisiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten den Kassenbestand und werden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag angesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Im Berichtsjahr wurde ein Management Incentive Plan für die Geschäftsführung und ausgewählten Führungskräften der StepStone GmbH aufgelegt ("MIP"). Das MIP umfasst die Gewährung von Virtual Shares der Axel Springer SE und von zwei Phantom Stock Programmen. Die Erfüllung des Programmes erfolgt bei Eintritt definierter Zahlungs- und Bewertungsereignisse und grundsätzlich nur dann, wenn der Teilnehmende zu diesem Zeitpunkt noch für StepStone tätig ist. Die Ansprüche der Begünstigten werden unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Die StepStone GmbH ist berechtigt die anteilsbasierte Vergütung durch Ausgleich in Aktien oder als Barausgleich zu bedienen. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt auf Grundlage eines binomischen Modells. Zu den wesentlichen Bewertungsparametern gehören der Marktwert der Axel Springer SE sowie der StepStone GmbH, die entsprechende Volatilität über die zum Bewertungszeitpunkt verbleibende Restlaufzeit, künftige Dividenden, erwartete Auszahlungsereignisse sowie der entsprechende risikolose Zinssatz. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Steuern Latente Steuern Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten und deren Wertansätzen im Einzelabschluss sowie auf Zins- und Verlustvorträge gebildet. In diese Berechnung werden auch die Organgesellschaften der körperschaftsteuerlichen Organschaft, an der die StepStone GmbH beteiligt ist, einbezogen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Ein sich ergebender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. Die Saldierung ergab zum Abschlussstichtag einen Überhang passiver latenter Steuern. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz (1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von EUR 29,2 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) sowie entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von EUR 52,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Zu den selbst geschaffenen Vermögensgegenständen gehören vor allem Softwarelösungen, Plattformentwicklungen und Websites. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 25,0 Mio. (Vorjahr: EUR 16,8 Mio.) (jeweils Bruttobeträge) aktiviert, woraus sich zum 31. Dezember 2021 ein Nettobuchwert in Höhe von EUR 29,2 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) ergab. Wie im Vorjahr entstanden Entwicklungskosten ausschließlich im Zusammenhang mit der Entwicklung von Software. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten wurden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst und bezogen sich im Wesentlichen auf Personalaufwand der StepStone GmbH sowie der StepStone GmbH durch Tochtergesellschaften weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von EUR 42,4 Mio. (Vorjahr: EUR 24,9 Mio.). Am 17. Mai 2021 hat die StepStone GmbH einen Vertrag mit der Mya Systems, Inc., San Francisco, Kalifornien, USA, über den Erwerb immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von USD 39,0 Mio. (EUR 32,7 Mio.) geschlossen. Die Entwicklung der einzelnen Posten immaterieller Vermögensgegenstände ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. (2) Sachanlagen Die Sachanlagen enthalten Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Die Entwicklung der einzelnen Posten der Sachanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. (3) Finanzanlagen In den Finanzanlagen sind im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 684,5 Mio. (Vorjahr: EUR 672,2 Mio.) enthalten. Die Erhöhung ergab sich aus der Wertaufholung in Bezug auf in der Vergangenheit erfasste Wertminderungsverluste in Höhe von EUR 24,7 Mio., Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 9,5 Mio. sowie einer Umbuchung aus der Kapitalrücklage der StepStone Continental Europe GmbH, die teilweise mit den Anschaffungskosten verrechnet wurde (Minderung in Höhe von EUR 21,9 Mio.). Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit ihrer Tochtergesellschaft StepStone Continental Europe GmbH einen Vertrag über ein Festdarlehen in Höhe von EUR 270,0 Mio. geschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von drei Jahren bis zum 31. Dezember 2024. Die Angaben zum Anteilsbesitz sind der separaten Auflistung weiter hinten im Anhang zu entnehmen. Die Entwicklung der einzelnen Posten der Finanzanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Berichtszeitraum wurden keine Wertminderungen des Finanzanlagevermögens erfasst (Vorjahr: EUR 149,1 Mio.). (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergibt sich im Wesentlichen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 430,7 Mio. (Vorjahr: EUR 161,0 Mio.) überwiegend aufgrund der höheren Gewinnabführung durch die StepStone Continental Europe GmbH in Höhe von EUR 215,3 Mio. (Vorjahr: EUR 67,2 Mio.). Darüber hinaus stiegen die Forderungen im Rahmen des konzernweiten Liquiditätsmanagements mit der Axel-Springer-Gruppe auf EUR 164,1 Mio. (Vorjahr: EUR 64,6 Mio.). (5) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 31.000,00 ist voll eingezahlt und besteht aus 31.000 Anteilen mit einem Nennwert von EUR 1,00 je Anteil. Anteile können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Kapitalrücklage Zum Abschlussstichtag hatte sich die Kapitalrücklage zunächst aufgrund einer Bareinlage in Höhe von EUR 50,0 Mio. durch die Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH von EUR 519,3 Mio. auf EUR 569,3 Mio. erhöht. Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses vom 29. Dezember 2021 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 347,3 Mio. aus der Kapitalrücklage an den Gesellschafter ausgezahlt, sodass sich die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2021 auf EUR 222,0 Mio. belief. Bilanzgewinn
(6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Pläne zur leistungsbezogenen und anteilsbasierten Vergütung (EUR 13,9 Mio.; Vorjahr: EUR 4,4 Mio.) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR 3,6 Mio.; Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). (7) Verbindlichkeiten
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 5,6 Mio.; Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) ist im Wesentlichen auf höhere Rechnungen für Beratungsleistungen zurückzuführen. Höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergaben sich überwiegend aus den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (EUR 793,5 Mio.; Vorjahr: EUR 81,3 Mio.). Am 29. Dezember 2021 schloss die StepStone GmbH einen Darlehensvertrag mit ihrem Gesellschafter über einen Gesamtbetrag in Höhe von EUR 623,3 Mio. Davon waren zum 31. Dezember 2021 EUR 621,9 Mio. in Anspruch genommen. Das Gesellschafterdarlehen wird nach drei Jahren am 31. Dezember 2024 fällig. Die Zinsen in Höhe von 2,1 % sind entweder am Fälligkeitstermin zu leisten oder im Falle einer vorzeitigen Tilgung zum Rückzahlungszeitpunkt. Das Darlehen verlängert die Fälligkeit der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus dem Ergebnisabführungsvertrag (EUR 274,6 Mio. des gesamten Darlehensbetrags). Die verbleibende Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag (EUR 171,6 Mio. von EUR 446,3 Mio.) ist mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr dargestellt. In diesem Zusammenhang wurde das am 31. Dezember 2020 durch die Axel-Springer-Gruppe gewährte Darlehen in Höhe von EUR 80,0 Mio., das im Geschäftsjahr 2021 um EUR 20,0 Mio. erhöht wurde, vollständig mit bestehenden Cash-Pool-Forderungen verrechnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 158,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.), von denen EUR 0,8 Mio. gegenüber der Axel Springer SE und EUR 171,6 Mio. gegenüber dem Gesellschafter Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH bestehen. Darüber hinaus beziehen sich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf das konzernweite Liquiditätsmanagement (EUR 370,4 Mio.; Vorjahr: EUR 233,2 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 20,7 Mio.; Vorjahr: EUR 9,1 Mio.) und Finanzverbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften (EUR 24,5 Mio.; Vorjahr: EUR 5,0 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.). (8) Latente Steuern Zum Abschlussstichtag ergab sich aus der Saldierung aktiver latenter Steuern (EUR 0,8 Mio.) und passiver latenter Steuern (EUR 12,3 Mio.) ein Überhang passiver latenter Steuern in Höhe von EUR 11,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Passive latente Steuern entstehen im Wesentlichen aufgrund der Ausübung des Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz. Zu den selbst geschaffenen Vermögensgegenständen gehören wie bereits erwähnt vor allem Softwarelösungen, Plattformentwicklungen und Websites. Der Berechnung der latenten Steuern wurde unverändert zum Vorjahr ein kombinierter Ertragssteuersatz von 31,5 % zugrunde gelegt. Aufgrund der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH und der StepStone GmbH werden die latenten Steuern erstmals in der Bilanz der StepStone GmbH ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse
Der Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Erhöhung der den verbundenen Unternehmen berechneten Lizenzgebühren infolge der Übertragung der PTM-Funktion (Produkt, Technologie und Marketing) von der StepStone Continental Europe GmbH auf die StepStone GmbH. (10) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 5,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) und ergaben sich überwiegend aus der Weiterbelastung von Personalaufwand an Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) sowie externen Gebühren in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasste periodenfremde Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Aus der Währungsumrechnung entstand im Berichtszeitraum ein Gewinn in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.). (11) Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogenen Leistungen erhöhten sich auf EUR 55,4 Mio. (Vorjahr: EUR 48,5 Mio.) und betreffen überwiegend durch Konzerngesellschaften erbrachte Leistungen (EUR 55,4 Mio.; Vorjahr: EUR 46,8 Mio.). (12) Personalaufwand
Im Personalaufwand wurden Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungspläne in Höhe von EUR 9,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) sowie für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) erfasst. Darüber hinaus trugen die Übertragung der PTM-Funktion auf die StepStone GmbH und die damit verbundenen Personaltransfers zum Anstieg des Personalaufwands bei. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf EUR 44,0 Mio. (Vorjahr: EUR 26,1 Mio.) und umfassten vor allem Beratungshonorare (EUR 11,7 Mio.; Vorjahr: EUR 6,8 Mio.), Lizenzkosten (EUR 11,8 Mio.; Vorjahr: EUR 6,0 Mio.), Cloud-Dienste (EUR 7,7 Mio.; Vorjahr: EUR 7,0 Mio.), Mietaufwendungen (EUR 3,3 Mio.; Vorjahr: EUR 2,6 Mio.), sowie Gewinnaufschläge verbundener Unternehmen (EUR 3,6 Mio.; Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Lizenzkosten in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) aus dem Abgang eines zuvor aktivierten Softwarevertrages enthalten. Diese werden seit dem Jahr 2021 aufwandswirksam erfasst. Aus der Währungsumrechnung entstand im Berichtszeitraum ein Verlust in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). (14) Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit Finanzanlagen
Der Anstieg des Ergebnisses aus Finanzanlagen auf EUR 488,7 Mio. (Vorjahr: EUR 20,5 Mio.) resultiert aus einer generellen Erhöhung der Gewinnabführungen durch verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 215,3 Mio. (Vorjahr: EUR 67,2 Mio.). Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beziehen sich im Wesentlichen auf die StepStone Deutschland GmbH (EUR 200,6 Mio.; Vorjahr: EUR 121,8 Mio.) sowie die StepStone Continental Europe GmbH (EUR 24,0 Mio.; Vorjahr: EUR -47,0 Mio.). Der Anstieg der Ergebnisabführungen ist auf Ebene der verbundenen Unternehmen vor allem durch Umsatzanstiege sowie Wertaufholungen im Geschäftsjahr und Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr begründet. Darüber hinaus führte eine Wertaufholung von Finanzanlagen in Höhe von EUR 24,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) aufgrund gestiegener beizulegender Zeitwerte sowie einer Ausschüttung aus Rücklagen in Höhe von EUR 248,7 Mio. der StepStone Continental Europe GmbH (Vorjahr: EUR 102,5 Mio.) zu einem Anstieg des Ergebnisses aus Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr 2020 wurden aufgrund gesunkener beizulegender Zeitwerte Wertminderungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 149,1 Mio. erfasst. (15) Zinserträge und Zinsaufwendungen
Die Zinserträge und -aufwendungen beziehen sich auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie von Muttergesellschaften erhaltene Finanzierungshilfen. Sonstige Angaben (16) Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten in Höhe von EUR 64,3 Mio. (Vorjahr: EUR 37,4 Mio.). Haftungsverhältnisse beziehen sich in erster Linie auf Mietgarantien, die im Zusammenhang mit der Anmietung von Büroflächen durch verbundene Unternehmen abgegeben wurden. Die Gesellschaft schätzt aufgrund der stabilen Finanzlage der verbundenen Unternehmen das Risiko der Inanspruchnahme dieser Garantien als gering ein. (17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestanden die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen beziehen sich auf ein Unterleasingverhältnis mit der StepStone Deutschland GmbH (EUR 3,5 Mio.; Vorjahr: EUR 1,2 Mio.), während sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Softwareverträgen auf mehrere "Software as a Service"-Produkte (EUR 9,2 Mio.; Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) beziehen. Mit Leasingverträgen wird die Liquidität der Gesellschaft gestärkt und die Zahlungsverpflichtungen werden über den Leasingzeitraum verteilt. Diesem Vorteil steht das Risiko einer langfristigen Vertragsbindung gegenüber. (18) Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
Außerdem sind die folgenden Personen gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer zur Vertretung der Gesellschaft befugt:
(19) Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2021 hielt die Gesellschaft die folgenden Anteile:
1) Ergebnisabführungsvertrag zwischen der
StepStone GmbH und der Axel-Springer-Gruppe (Ergebnis
gemäß HGB = EUR 0,0 Mio.)
(20) Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der Axel Springer SE angegeben. (21) Nachtragsbericht Am 28. Januar 2022 haben die StepStone GmbH und die Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH den ursprünglichen Darlehensvertrag vom 29. Dezember 2021 geändert und den maximalen Darlehensbetrag um EUR 100,0 Mio. erhöht. Zum 31. Januar 2022 wurden EUR 30,0 Mio. der gewährten Kreditlinie in Anspruch genommen. Am 14. Februar 2022 haben die Axel Springer SE und StepStone GmbH eine Einstandsverpflichtung bzw. Garantie ("Guarantee") bis zu einer Höhe von EUR 30,1 Mio. zugunsten der Saongroup Limited, Dublin, Irland unterzeichnet, die der Garantienehmerin die Nutzung der Erleichterungen nach Section 357(1) Companies Act 2014 für das Geschäftsjahr 2021 ermöglicht. Seit Ende des Geschäftsjahres 2021 analysiert StepStone Optionen hinsichtlich einer potentiellen Rechtsform, die für Kapitalmarkttransaktionen geeignet ist. (22) Ergebnisverwendung Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags zwischen der StepStone GmbH und der Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH wurde das gesamte Ergebnis nach Steuern an die Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH abgeführt. Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,3 Mio.). Dieser Betrag ergibt sich aus der Summe der nach Steuerrecht nicht aktivierungsfähigen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 29,2 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von EUR 9,2 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Annahme eines Steuersatzes von 31,5 % (Vorjahr: 31,5 %).
Düsseldorf, 29. August 2022 Die Geschäftsführung Dr. Sebastian Dettmers Thorsten Otte Lagebericht 2021StepStone GmbH, Berlin(HR B Nr. 129 324 B, Amtsgericht Charlottenburg, Berlin)Vorbemerkungen Grundlagen der StepStone GmbH Wirtschaftsbericht Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Vorbemerkungen Die StepStone GmbH, Berlin ("StepStone") ist das Mutterunternehmen der StepStone-Gruppe ("Gruppe") und wird zu 100 % indirekt durch die Axel Springer SE, Berlin gehalten. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der StepStone GmbH werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und sind unter www.bundesanzeiger.de abrufbar. Zu den Erläuterungen der verwendeten Leistungsindikatoren sowie zu den Bereinigungen der Ergebniskennzahlen der StepStone GmbH verweisen wir auf das Kapitel "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" (Wirtschaftsbericht). Grundlagen der StepStone GmbH Geschäftsmodell Die Haupttätigkeit der StepStone und der verbundenen Tochterunternehmen besteht aus dem Betreiben von Online-Jobplattformen und der Zurverfügungstellung von berufsbezogenen Dienstleistungen. Diese umfassen sowohl die Schaltung von Stellenanzeigen als auch technologiebasiertes Recruiting. StepStone ist eine Online-Jobplattform und unterstützt Unternehmen dabei, die passenden Mitarbeiter zu finden und einzustellen. Mit verschiedenen Marken ist StepStone in über 20 Ländern vertreten. Die Gruppe wird über drei Segmente gesteuert: North America, EMEA (Europe, Middle East & Africa) sowie Investments & Services. StepStone's Technologie, die durch künstliche Intelligenz unterstützt wird, führt zu einer führenden Position im Zusammenführen von Unternehmen und Fachkräften. In ihrer Funktion als Konzern-Holdinggesellschaft stellt die StepStone zentrale Dienstleistungen im Konzernverbund zur Verfügung, die z.B. IT, Controlling, Personalwesen als auch rechtliche Fragen betreffen. Die StepStone betreibt weiterhin die Bereiche Produkt, Technologie und Marketing (PTM) des Konzerns, der die zentrale Organisation der Jobplattform darstellt und das geistige Eigentum der Gruppe beinhaltet. Hierzu bezieht die Gesellschaft auch Leistungen von Tochterunternehmen. Die Erträge aus den erbrachten Dienstleistungen, welche an die verbundenen Unternehmen weiterbelastet werden, werden bei der StepStone aufgrund ihrer Funktion als Konzernholding als Umsatzerlöse gezeigt. Rechtliche Konzernstruktur und Standorte Die StepStone GmbH, die Konzernholding der StepStone-Gruppe, ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Firmensitz in Berlin. Die StepStone-Gruppe ist außerdem an anderen Standorten in Deutschland vertreten, unter anderem in Düsseldorf, welches die größte Niederlassung der Gruppe darstellt und die wichtigsten Funktionen der StepStone beherbergt. Die durchschnittliche Anzahl an beschäftigten Mitarbeitern der StepStone betrug im Geschäftsjahr 206 (Vorjahr: 181). Forschung und Entwicklung Die StepStone betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Der Hauptschwerpunkt der Entwicklungstätigkeit der StepStone GmbH liegt auf der Weiterentwicklung der angebotenen Online-Rekrutierungsplattformen und den stellenbezogenen Dienstleistungen der Gruppe. Die Technologieplattform, als geistiges Eigentum von StepStone, ist auf Skalierbarkeit ausgelegt und ebnet den Nutzerunternehmen auf diese Weise den Weg zum Erfolg. StepStone investiert weiterhin in seine "Search & Match"-Technologie. Diese Kern-Technologie für die Stellensuche ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern geeignete und relevante Positionen zu finden. Die Stellenanzeigen werden so zunehmend individualisiert und persönliche Präferenzen berücksichtigt. Darüber hinaus nutzt StepStone eine Technologie, welche durch den Gebrauch von Daten und künstlicher Intelligenz die Effizienz künftiger Konfigurationen steigert, und optimiert diese Technologie kontinuierlich weiter. Dies verbessert die Qualität der Suchfunktion. Durch die Übernahme der Conversational-Al-Technologie von Mya Technologies im Jahr 2021 und die Integration eines neuen Chat-Kanals in die Anmeldungs-, Such- und Bewerbungsfunktion erweitert Step-Stone seinen bestehenden Conversion Funnel um detaillierte Interaktionen mit seinen Nutzerinnen und Nutzern. Auf diese Weise wird die Interaktionsquote erhöht und es entstehen neue Möglichkeiten innerhalb des StepStone-Ökosystems mit Stellensuchenden zu kommunizieren und diese zu betreuen. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 25,0 Mio. (Vorjahr: EUR 16,8 Mio.) aktiviert, woraus sich zum 31. Dezember 2021 ein Nettobuchwert in Höhe von EUR 29,2 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) ergab. Wie im Vorjahr entstanden Entwicklungskosten ausschließlich im Zusammenhang mit der Entwicklung von Software. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten wurden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst und bezogen sich im Wesentlichen auf Personalaufwand der StepStone sowie der Gruppe durch von den Tochtergesellschaften weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von EUR 42,4 Mio. (Vorjahr: EUR 24,9 Mio.). Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung Für StepStone als Gruppe sind Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung grundlegende Bestandteile des Geschäftsmodells. StepStone visiert mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Maßnahmen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, zur Sensibilisierung für Umweltprobleme und Initiativen für gesellschaftliches Engagement an. Daher setzt sich StepStone die eigene Klimaneutralität bis Ende 2022 zum Ziel. Die durch die Geschäftstätigkeit entstehenden Treibhausgasemissionen sollen entsprechend ausgeglichen werden sollen. Zudem möchte StepStone bis 2025 80 % des benötigten Stroms durch erneuerbare Energien beziehen und die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 26 % im Vergleich zum Jahr 2019 reduzieren. Darüber hinaus legt StepStone in der Rolle als Arbeitgeber großen Wert auf einen Beitrag zur sozialen Verantwortung in der Gesellschaft. Damit einher gehen Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion der Mitarbeitenden von StepStone. Daher soll der Frauenanteil bis 2030 auf die Hälfte aller Beschäftigten (2021: 42 %) angehoben werden. Dies gilt ebenso für den Frauenanteil unter den Führungskräften, der 2021 bei 36,5 % lag und bis 2030 auf 50 % steigen soll. Darüber hinaus sollen die Mitarbeitenden von StepStone noch intensiver gefördert werden durch vermehrte Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten und durch bessere interne Aufstiegsmöglichkeiten sowie durch eine interne Talentförderung. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2021 begann unter dem Zeichen einer angespannten und volatilen Wirtschaftskonjunktur. Pandemiebedingte Lockdowns in Deutschland und anderen europäischen Ländern prägten die ersten Monate des Jahres. Ein schnelleres Voranschreiten der Impfkampagnen in den europäischen Ländern trug jedoch zu einem starken Rückgang der berichteten Infektionen und der täglich übermittelten Todeszahlen zum Ende des Frühjahrs 2021 bei. Mit der Lockerung von Kontaktbeschränkungen und der Wiederöffnung u.a. des Gastgewerbes zeigte sich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Grundstimmung sowohl aus Sicht der Verbraucher als auch der Produktions- und Dienstleister. So schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem im Januar 2022 veröffentlichten Ausblick, dass die Weltwirtschaft ein reales Wachstum von 5,9 % im Jahr 2021 verzeichnete (Vorjahr Rückgang von 3,1 %). Die deutsche Wirtschaft ist nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 preisbereinigt um 2,7 % gewachsen, dem steht 2020 ein preisbereinigter Rückgang von 4,6 % gegenüber. Der private Konsum lag 2021 preisbereinigt auf Vorjahresniveau. Die preisbereinigten Investitionen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %. Mit der Aufhebung der Covid-19-bedingten Kontakteinschränkungen zum Jahresbeginn verbesserte sich die durch den "ifo Geschäftsklimaindex" gemessene Stimmung im Sommer 2021 deutlich. Mit einem Wert von 94,7 im Dezember 2021 lag der Index weiterhin leicht unter dem vor der Pandemie verzeichneten Niveau. 1 Eine weitere Belastung der Wirtschaft resultiert aus den Lieferengpässen bei Halbleitern, die derzeit die Produktion des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland und Westeuropa bremsen. 2 Mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage geht auch eine Veränderung der Inflation einher. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % an. Im Jahresdurchschnitt 2021 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit 2,6 Mio. Arbeitslose. Die Zahl nahm damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% zu, die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2021 bei 5,7 %. Während die britische Wirtschaft im Jahr 2020 neben den Auswirkungen aus der Brexit Entscheidung (31. Januar 2020) und aufgrund der Covid-19-Pandemie und strikter Abriegelungen noch einen starken wirtschaftlichen Rückgang erlebte, begann die britische Regierung im Frühjahr 2021, das öffentliche Leben wieder zu öffnen. Die Wiedereröffnung führte zu einem stetigen Aufschwung. Nach einem Einbruch von -9,4 % im Jahr 2020 erholte sich die britische Wirtschaft deutlich und erreichte laut IWF im Jahr 2021 ein geschätztes Realwachstum von 7,2 %. Die US-amerikanische Wirtschaft war besonders von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen, die in den ersten Monaten des Jahres 2021 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Ab Februar 2021 sanken die Infektionen und die täglich gemeldeten Todesfälle auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Covid-19-Pandemie. Mit dieser Verbesserung der Pandemiesituation haben sich das Verbrauchervertrauen und die Wirtschaftstätigkeit stark verbessert. Bis Ende 2021 liegt der Conference Board Consumer Confidence Index bei einem Wert von 115,8 und damit leicht unter seinem lokalen Höchststand während der Sommermonate. 3 Trotz der anhaltenden Covid-19-Pandemie schätzt der IWF, dass die US-Wirtschaft im Jahr 2021 real um 5,6 % wuchs. Für 2020 errechnete der IWF einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um real 3,4 %. Branchenbezogene Rahmenbedingungen In Deutschland wirkte sich der erwähnte wirtschaftliche Aufschwung im dritten Quartal auch auf den Arbeitsmarkt aus und führte zu einem leichten Anstieg der Erwerbstätigen auf insgesamt 45,3 Mio. Im Vergleich zu Q3 2020 bedeutet dies einen Anstieg der Erwerbstätigen um 0,6 %. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erreicht die Zahl der Erwerbstätigen im November 2021 somit das vor der Pandemie verzeichnete Niveau. 4 Während der Covid-19-Pandemie haben deutsche Arbeitgeber das Angebot der Kurzarbeit stark in Anspruch genommen, wodurch es den Arbeitgebern möglich war, die Beschäftigten unter vorübergehend schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen zu halten. Mit der Lockerung der Covid-19-Beschränkungen und einer Verbesserung der Verbraucherstimmung ging die Gesamtzahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer im Jahr 2021 deutlich zurück. Im November 2021 meldete die Bundesagentur für Arbeit 751 Tsd. Personen in Kurzarbeit, während im April 2020 noch knapp 6 Mio. Personen aufgeführt wurden. 5 Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gingen im November 2021 weiter deutlich zurück, so dass sich die Arbeitslosenquote im November 2021 auf 5,1 % verbesserte. Auch im Vergleich zum Vorjahr gingen Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zurück, was die Verbesserung seit dem ersten Lockdown widerspiegelt. Nach einer Schätzung der Bundesagentur für Arbeit (BfA) belaufen sich die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Höhe der Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im November 2021 auf lediglich 139 Tsd. Personen. 6
1 Ifo Institut: Economic Forecast Winter. 2021.
Im Verlauf des Jahres 2021 zeigte der deutsche Arbeitsmarkt deutliche Zeichen einer Erholung. Laut Umfragedaten des Instituts für Arbeitsmarkt (IAB) ist die Zahl offener Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erheblich gestiegen und hat im dritten Quartal 2021 wieder das Vorpandemie-Niveau erreicht. 7 Zudem stieg sowohl die private als auch die berufliche Internetnutzung in allen Altersgruppen von einem hohen Niveau aus leichter an. Im Jahr 2021 nutzen in Deutschland 66,6 Mio. Menschen das Internet (Vorjahr: 66,4 Mio.). Dies bedeutet, dass 94 % der deutschen Bevölkerung im Alter über 14 Jahren das Internet nutzt. In der Altersgruppe von 14 bis 49 Jahren liegt der Anteil der Internetnutzerinnen und -nutzer sogar bei 100 %. 8 Durch die zunehmende Verbreitung von Mobilgeräten wächst zudem der Anteil mobiler Internetnutzerinnen und -nutzer. 9 Diese Entwicklung wurde durch die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen noch verstärkt. Dementsprechend sehen 90 % der Erwachsenen in den USA das Internet in Pandemiezeiten mindestens als ein wichtiges Instrument an. 10 Dies gilt auch für Großbritannien, wo im Jahr 2020 92 % der Erwachsenen angaben, das Internet in jüngster Zeit genutzt zu haben. 11 Im Einklang mit der Entwicklung hin zu einer verstärkten Internetnutzung steht auch die verstärkte Nutzung von Internetportalen für die Rekrutierung neuer Mitarbeitender. Personalabteilungen konzentrieren sich zunehmend auf Online-Rekrutierung und Online-Stellenanzeigen. Daher sind Online-Jobportale schon jetzt eine wichtige Säule für die Rekrutierung neuer Mitarbeitender. 12 Hinzu kommt der Trend zur Nutzung mobiler Geräte für die Stellensuche. In der Folge zeigen auch Unternehmen eine größere Bereitschaft, höhere Summen in Online-Rekrutierung und Online-Stellenanzeigen zu investieren. 13 Als einer der wichtigsten Kanäle für die Online-Suche nach neuen beruflichen Optionen profitiert Step-Stone von Markttrends wie der verstärkten Internetnutzung und der Digitalisierung des Personalmarktes. StepStone erwartet, dass die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in Deutschland, der EU und den USA und die steigende Zahl offener Stellen zu einer höheren Nachfrage nach Personaldienstleistungen führen wird. Diese Entwicklung einer wachsenden Nachfrage nach Stellenanzeigen lässt sich bereits beobachten. 14 Zudem wird erwartet, dass der demografische Wandel und die alternde Bevölkerung ebenfalls einen Effekt haben werden. Im kommenden Jahrzehnt werden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Ruhestand gehen. StepStone erwartet angesichts dieser Veränderungen, dass Online-Jobplattformen für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber noch an Bedeutung gewinnen werden - insbesondere als Reaktion auf den zunehmenden Fachkräftemangel. 15 Wettbewerbssituation Der Personalmarkt ist durch eine große Anzahl von Wettbewerbern fragmentiert, welche jeweils verschiedene Aspekte der Wertschöpfungskette und ausgewählte Regionen abdecken. Die Hauptwettbewerber sind:
6 Bundesagentur für Arbeit: Monatsbericht
zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, 2021.
Für die StepStone werden diese Wettbewerber aufgrund der Tätigkeiten ihrer verbundenen Unternehmen als indirekt relevant angesehen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 16 Für die externe Berichterstattung nutzt die StepStone die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern (vor Ergebnisabführung) als Hauptleistungsindikatoren. Eine Beschreibung der Definitionen kann im Kapitel "Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren" gefunden werden. Die Vorjahreswerte sind entsprechend berichtet. Ausgewählte Leistungsindikatoren
Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung (Auszug)
Die Umsatzerlöse aus der Leistungserbringung der StepStone GmbH stiegen im Geschäftsjahr um EUR 26,8 Mio. oder 30,4 % auf EUR 114,9 Mio. Der Anstieg betrifft insbesondere die Weiterbelastung von Nutzungsrechten an der Softwareplattform sowie der von Management Fees an Tochterunternehmen. Hinzu kommt die Weiterbelastung der nun bei der Gesellschaft neu angestellten bzw. übernommenen Mitarbeiter für die Bereiche Produkt, Technologie und Marketing (PTM). Unter den anderen aktivierten Eigenleistungen werden Entwicklungen in diverse IT Tools sowie Apps ausgewiesen, die Vergleich zum Vorjahr von EUR 1,7 Mio. auf EUR 2,7 Mio. zugenommen haben. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 1,7 Mio. auf EUR 5,1 Mio. und betreffen im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen aus zentralen Dienstleistungen für Tochterunternehmen sowie Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen an den Gesellschafter im Zusammenhang mit den Vorbereitungen einer Markttransaktion. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich um EUR 7,0 Mio. oder 14,3 % auf EUR 55,4 Mio. (Vorjahr: EUR 48,5 Mio.) und betreffen überwiegend die Gestellung von Mitarbeitern aus der Gruppe sowie Gruppenweiterbelastungen und sind auch im Zusammenhang zu sehen mit dem Anstieg der Umsatzerlöse, der aktivierten Eigenleistungen sowie der sonstigen betrieblichen Erträge. Der Personalaufwand stieg um EUR 14,4 Mio. oder 72,9 % auf EUR 34,1 Mio. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungspläne in Höhe von EUR 9,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) sowie durch den erhöhten Aufbau von Mitarbeitern für die Bereiche Produkt, Technologie und Marketing (PTM). Die Abschreibungen sind um EUR 0,5 Mio. von EUR 19,6 Mio. auf EUR 20,1 Mio. angestiegen und betreffen überwiegend Abschreibungen von Softwareentwicklungen (zwischen 3 und 5 Jahren) sowie von Nutzungsrechten (zwischen 1 bis 5 Jahren). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um EUR 17,8 Mio. oder 67,9 % auf EUR 44,0 Mio. an. Dies umfasst vor allem einen Anstieg der Beratungshonorare (EUR 11,7 Mio.; Vorjahr: EUR 6,8 Mio.), Lizenzkosten (EUR 11,8 Mio.; Vorjahr: EUR 6,0 Mio.), Cloud-Dienste (EUR 7,7 Mio.; Vorjahr: EUR 7,0 Mio.) sowie Mietaufwendungen (EUR 3,3 Mio.; Vorjahr: EUR 2,6 Mio.). Die Erträge aus Beteiligungen stiegen auf EUR 248,7 Mio. (Vorjahr: EUR 102,5 Mio.) an aufgrund einer Ausschüttung aus Rücklagen der StepStone Continental Europe GmbH. Im Vorjahr beinhalteten die Erträge Gewinnausschüttungen von ausländischen Tochterunternehmen. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen stiegen auf EUR 215,3 Mio. (Vorjahr: EUR 67,2 Mio.) an. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beziehen sich im Wesentlichen auf die StepStone Deutschland GmbH (EUR 200,6 Mio.; Vorjahr: EUR 121,8 Mio.) sowie die StepStone Continental Europe GmbH (EUR 24,0 Mio.; Vorjahr: EUR -47,0 Mio.). Der Anstieg der Ergebnisabführungen ist auf Ebene der verbundenen Unternehmen vor allem durch Umsatzanstiege, Wertaufholungen im Geschäftsjahr, Entnahmen aus Gewinnvorträgen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr begründet. Während im Vorjahr signifikante außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 149,1 Mio. auf Beteiligungen im Portfolio vorgenommen wurde, konnte im laufenden Jahr eine Zuschreibung aufgrund gestiegener beizulegender Zeitwerte in Höhe von EUR 24,7 Mio. erzielt werden. Erstmalig ergab sich zum Abschlussstichtag ein Überhang passiver latenter Steuern in Höhe von EUR 11,5 Mio., der durch die Ausübung des Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz gebildet wurde. Aufgrund der Beendigung des Gewinnabführungsvertrags zwischen der Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH und der StepStone GmbH werden die latenten Steuern erstmals in der Bilanz der StepStone GmbH ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern beträgt EUR 446,3 Mio. (Vorjahr: EUR -2,1 Mio.) und wurde in selbiger Höhe als Ergebnis an den Gesellschafter abgeführt. Bereinigt um den Steueraufwand ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von EUR 457,8 Mio. (Vorjahr: EUR -2,1 Mio.). Finanzlage Die StepStone GmbH ist in das Cash-Pooling und Cash-Management-System der Axel Springer-Gruppe integriert, wodurch Kreditlinien durchgängig existieren. Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements ist, kosteneffiziente Liquidität in Form von fristengerechter Finanzierung bereitzustellen. Dem Unternehmen stand Liquidität über das gesamte Geschäftsjahr hinweg zur Verfügung, so dass es seinen Zahlungsverpflichtungen durchgängig nachkommen konnte. Auf eine gesonderte Kapitalflussrechnung wurde in der Darstellung verzichtet aufgrund der Konzernverrechnungen. Zudem bestanden zum Bilanzstichtag Eventualverbindlichkeiten in Höhe von EUR 64,3 Mio. (Vorjahr: EUR 37,4 Mio.). Diese resultieren hauptsächlich aus Haftungsverhältnissen, welche sich in erster Linie auf Mietgarantien, die im Zusammenhang mit der Anmietung von Büroflächen durch verbundene Unternehmen abgegeben wurden, beziehen. Die Gesellschaft schätzt aufgrund der stabilen Finanzlage der verbundenen Unternehmen das Risiko der Inanspruchnahme dieser Garantien als gering ein. Vermögenslage Bilanz (Auszug)
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um EUR 615,7 Mio. auf EUR 1.472,4 Mio. Das Anlagevermögen belief sich auf EUR 1.036,8 Mio. (Vorjahr: EUR 693,2 Mio.) und machte 70,4 % der Bilanzsumme aus. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind deutlich von EUR 20,9 Mio. auf EUR 81,6 Mio. angestiegen. Maßgeblich für diese Entwicklung ist die Aktivierung von Entwicklungskosten für Softwarelösungen, Plattformentwicklungen und Websites sowie der Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen von einem US-Unternehmen in Höhe von EUR 32,7 Mio. Bei den Finanzanlagen ergab sich eine Erhöhung von EUR 282,3 Mio. auf EUR 954,5 Mio. vornehmlich aus der Wertaufholung in Bezug auf in der Vergangenheit erfasste Wertminderungsverluste und Kapitalerhöhungen bei Tochterunternehmen. Gegensätzlich wirken sich Rückzahlungen aus der Kapitalrücklage aus, die den Buchwert einer Finanzanlage gemindert haben. Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit ihrer Tochtergesellschaft StepStone Continental Europe GmbH einen Vertrag über ein Festdarlehen in Höhe von EUR 270,0 Mio. geschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 3 Jahren bis zum 31. Dezember 2024. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 430,7 Mio.; Vorjahr: EUR 161,0 Mio.) ergeben sich aus der höheren Gewinnabführung durch die StepStone Continental Europe GmbH in Höhe von EUR 215,3 Mio. (Vorjahr: EUR 67,2 Mio.). Darüber hinaus stiegen die Forderungen im Rahmen des konzernweiten Liquiditätsmanagements mit der Axel Springer-Gruppe auf EUR 164,1 Mio. (Vorjahr: EUR 64,6 Mio.). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 297,3 Mio. und betrug EUR 222,1 Mio. (Vorjahr: EUR 519,4 Mio.). Vor dem Abschlussstichtag hatte sich die Kapitalrücklage zunächst aufgrund einer Bareinlage durch die Gesellschafterin in Höhe von EUR 50,0 Mio. von EUR 519,3 Mio. auf EUR 569,3 Mio. erhöht. Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses am 29. Dezember 2021 wurden EUR 347,3 Mio. aus der Kapitalrücklage an die Gesellschafterin ausgezahlt, sodass sich die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2021 auf EUR 222,0 Mio. belief. Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 15,1 % (Vorjahr: 60,6 %). Die Rückstellungen stiegen um EUR 12,1 Mio. gegenüber dem Vorjahresstichtag auf EUR 18,4 Mio. (Vorjahr: EUR 6,3 Mio.) im Wesentlichen durch Rückstellungen für Pläne zur leistungsbezogenen und anteilsbasierten Vergütung (EUR 13,9 Mio.; Vorjahr: EUR 4,4 Mio.). Höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 1.210,0 Mio.; Vorjahr: EUR 327,6 Mio.) ergaben sich überwiegend aus den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (EUR 793,5 Mio.; Vorjahr: EUR 81,3 Mio.). Am 29. Dezember 2021 schloss die StepStone einen Darlehensvertrag mit ihrem Gesellschafter über einen Gesamtbetrag in Höhe von EUR 623,3 Mio. zur Finanzierung der dann erfolgten Ergebnisabführung, die auch Auflösungen von Kapitalrücklagen der Gruppe beinhaltet. Davon waren zum 31. Dezember 2021 EUR 621,9 Mio. in Anspruch genommen. Das Gesellschafterdarlehen wird nach drei Jahren am 31. Dezember 2024 fällig. Die Zinsen in Höhe von 2,1 % p.a. sind entweder am Fälligkeitstermin zu leisten oder im Falle einer vorzeitigen Tilgung zum Rückzahlungszeitpunkt. In diesem Zusammenhang wurde das durch die Axel Springer-Gruppe gewährte Darlehen in Höhe von EUR 80,0 Mio., das im Geschäftsjahr 2021 um EUR 20,0 Mio. erhöht wurde, vollständig mit bestehenden Cash-Pool-Forderungen verrechnet. Am 28. Januar 2022 haben die StepStone GmbH und die Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH den ursprünglichen Darlehensvertrag vom 29. Dezember 2021 geändert und den maximalen Darlehensbetrag um EUR 100,0 Mio. erhöht. Zum 31. Januar 2022 wurden EUR 30,0 Mio. der gewährten Kreditlinie in Anspruch genommen. Passive latente Steuern betrugen EUR 11,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Passive latente Steuern entstehen im Wesentlichen aufgrund der Ausübung des Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz. Aufgrund der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH und der StepStone GmbH werden die latenten Steuern erstmals in der Bilanz der StepStone ausgewiesen. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der StepStone GmbH sind:
Diese sind direkt aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern zeigt den handelsrechtlichen, ausschüttbaren Gewinn bereinigt um den in 2021 erstmalig erfassten Steueraufwand. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die StepStone GmbH hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 206 Mitarbeiter (Vorjahr: 181) beschäftigt und ist demnach um 13,8 % gewachsen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl, aufgeteilt nach Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten, stellt sich wie folgt dar:
Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Beginn des Geschäftsjahres 2021 war weiterhin von rückläufigen Entwicklungen und Aussichten in makroökonomischer Hinsicht geprägt. Diese wurden durch die anhaltende Covid-19-Pandemie verstärkt. Nach einem langsamen Start in das Jahr kam es jedoch in den folgenden Monaten zu einer kontinuierlichen Erholung, die bis zum Jahresende anhielt und sich voraussichtlich auch 2022 fortsetzen wird. Darüber hinaus wird StepStone von starken strukturellen Trends profitieren, wie z. B. einem verstärkten Kampf um Fachkräfte im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel. Daher ist die StepStone von einem zusätzlichen Wachstumspotenzial überzeugt. Folglich bewertet die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der StepStone GmbH im Jahr 2021 als positiv. Zudem war die StepStone in der Lage, die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. Insbesondere der ausschüttbare Gewinn verzeichnete durch Kapitalrückzahlungen und Gewinnabführungen von Tochtergesellschaften ein starkes Wachstum. Die Kapitalstruktur wurde durch eine Nettoausschüttung aus der Kapitalrücklage angepasst. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen durchgehend nachkommen. Die Gesamtrisiken sind überschaubar und gefährden nicht den Bestand der StepStone. Die Geschäftsführung war insgesamt zufrieden mit der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens. Risiko- und Chancenbericht Die StepStone und StepStone Gruppe definiert Risiken als Möglichkeit einer negativen Abweichung der Unternehmensentwicklung von den Unternehmenszielen, während Chancen die Möglichkeit einer Abweichung im positiven Sinn darstellen. Vor diesem Hintergrund sollen sich bietende Chancen zur Steigerung des Ertrags- und Unternehmenswertes genutzt und Risiken nur insoweit eingegangen werden, wenn sich diese in einem für das Unternehmen annehmbaren und angemessenen Rahmen bewegen. Risiken sollen durch geeignete Maßnahmen auf ein akzeptables Maß begrenzt werden, teilweise oder vollständig auf Dritte übertragen, vermieden bzw. beobachtet werden, sofern eine Risikobegrenzung nicht sinnvoll erscheint. Maßnahmen zur Risikobegrenzung beziehen sich insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf ein entsprechendes Hygienekonzept hinsichtlich des Covid-19-Risikos in den Büroräumen der Gesellschaft, auf die Absicherung von IT-Risiken z.B. durch Investitionen in und Konzepte zur IT-Sicherheit und die Beobachtung potenzieller finanzieller und Marktrisiken. Wenn nicht anders angegeben, werden im Folgenden alle Risiken und Chancen genannt, die einen erheblichen Einfluss auf die Erreichung der Ziele der StepStone haben könnten. Innerhalb der unten beschriebenen Bereiche werden die Risiken und Chancen in der Reihenfolge ihrer Priorität für die StepStone GmbH dargestellt. Die unten dargestellten Risiken und Chancen, welche zum Bilanzstichtag bestanden, beziehen sich in der Regel auf den Prognosezeitraum 2022, sofern sie nicht langfristige Ziele betreffen. Aufgrund ihrer Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen ist die StepStone als Muttergesellschaft den (indirekten) Risiken im Zusammenhang mit Wertminderungen der Tochterunternehmen ausgesetzt. Daher wird sie indirekt mit den Risiken und Chancen der Tochterunternehmen und deren angebotenen Dienstleistungen konfrontiert. Das Risiko beläuft sich auf den Buchwert der Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (EUR 954,5 Mio.; Vorjahr: EUR 672,2 Mio.). Risiken und Chancen können sich zusätzlich auf die künftigen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie Erträge aus Beteiligungen auswirken. Diese indirekten Risiken und Chancen sind im Folgenden dargestellt:
Weiterhin ist die Gesellschaft auch direkten Risiken und Chancen ausgesetzt. Diese werden nachfolgend erläutert. Covid-19-Pandemie Die künftige Entwicklung von Covid-19 und möglicher Mutanten, wie der Omikron-Variante, und das Ausmaß, in dem Covid-19 auch in Zukunft die wirtschaftlichen Aussichten dämpfen kann, ist schwer verlässlich vorherzusagen. Daher birgt die Covid-19-Pandemie nach wie vor Risiken wie Volatilitäten auf dem Arbeitsmarkt, Quarantänemaßnahmen für die Mitarbeiter der StepStone und der StepStone Gruppe und eine zunehmende Anzahl an Krankmeldungen mit sich. Solche Vorfälle könnten sich negativ auf die Gesamtleistung auswirken und die Geschäftstätigkeit der StepStone GmbH beeinträchtigen. Strategische Risiken und Chancen IT-Entwicklung Der Online-Personalmarkt hat häufig schnelle Veränderungen erfahren. Die Dynamik und die Zukunftsaussichten hängen von einer Vielzahl schwer kontrollierbarer und unvorhersehbarer Faktoren ab. Die StepStone ist in hohem Maße von der Fähigkeit abhängig, den technologischen Wandel voranzutreiben und sich diesem anzupassen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft von angemessenen Produkt- und Technologieentwicklungszielen beeinflusst. Da die IT-Ressourcen der StepStone möglicherweise limitierter sind als die Ressourcen professioneller Softwareunternehmen, ist es möglich, dass sich die StepStone nicht so schnell an neue Trends anpassen kann. Konkurrenten könnten neue Technologien, Produkte oder Dienstleistungen einführen, welche die Produkte und Dienstleistungen oder das Geschäftsmodell der StepStone nicht mehr wettbewerbsfähig oder sogar überflüssig machen können. M&A-Aktivitäten Die StepStone betrachtet M&A als strategisches Element zur Generierung von Mehrwert und als sinnvolle Strategie in Hinblick auf eine dynamische Technologieentwicklung sowie die Erfüllung von Verbraucher-und Kundenanforderungen und dem Umgang mit Wettbewerbsdruck. In der Vergangenheit hat die Stepstone umfassende Akquisitionen getätigt und wird diesen Weg auch weiterhin verfolgen, um den Marktanteil in bestehenden Märkten zu vergrößern, neue Länder oder Regionen zu erschließen und sein Leistungsversprechen durch Investitionen in neue Technologien und Fähigkeiten auszubauen, um so die Position von StepStone im Bereich Online-Rekrutierung zu festigen. Dennoch sind Akquisitionen mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, darunter:
Informationssicherheitsrisiken Es kann nicht garantiert werden, dass die IT-Systeme, die der Plattform von StepStone zugrunde liegen, keine temporären Ausfälle erleben. Unzureichende Sicherheitspraktiken können die Anfälligkeit von IT-Systemen erhöhen. Die Anfälligkeit könnte sich durch den Umzug der Mitarbeitenden von StepStone ins Homeoffice und den Remote-Zugriff über eine VPN-Verbindung im Zuge der Covid-19-Pandemie zusätzlich erhöhen. Darüber hinaus kann das Störungsmanagement von StepStone zur Erkennung betrieblicher Probleme, wie z. B. Fehler in IT-Programmen, unzureichend funktionieren. Unterbrechungen dieser Systeme könnten die Verfügbarkeit der Services und Plattformen von StepStone beeinflussen oder die Fähigkeit von Kunden einschränken, auf die Websites und Apps des Unternehmens zuzugreifen. Darüber kann die IT-Infrastruktur von StepStone von Schäden oder Unterbrechungen durch höhere Gewalt, wie Ausfälle der Infrastruktur oder Naturkatastrophen, betroffen sein. StepStone beauftragt Dritte mit der sicheren Übertragung, Speicherung und Verarbeitung sensibler und vertraulicher Informationen. Obwohl StepStone Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit, Integrität und Vertraulichkeit sensibler und vertraulicher Informationen ergreift, könnten sich seine Sicherheitspraktiken als unzureichend erweisen und Dritte könnten unbefugt auf ihre IT-Systeme zugreifen und Daten missbrauchen, was rechtliche Folgen mit sich bringen kann. Zudem können Sicherheitsverletzungen infolge nicht-technischer Probleme auftreten, u. a. beabsichtigte oder unbeabsichtigte Verstöße oder Fehler von Mitarbeitenden von StepStone oder externen Dienstleistern. Unzureichende Sicherheitspraktiken können die IT-Systeme angreifbar machen und zur unbefugten Weitergabe sensibler Informationen führen. Personalrisiken StepStone ist auf die kontinuierliche Leistungserbringung und die Expertise seiner Führungs- und Fachkräfte in wichtigen Abteilungen angewiesen. Ein unerwartetes Ausscheiden oder der anderweitige Verlust dieser Personen könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf das Geschäft von StepStone haben. Es besteht keine Gewissheit, dass StepStone zeitnah Ersatz für dieses Personal findet, oder dieses Personal ersetzen kann. Der Erfolg und die Wachstumsstrategie von StepStone hängen darüber hinaus von der Fähigkeit ab, seine Geschäftstätigkeit durch die Rekrutierung neuer und kompetenter Mitarbeitender auszubauen. Es herrscht ein intensiver Wettbewerb um Talente, insbesondere für IT-Experten und sonstiges Fachpersonal im Bereich E-Commerce und Online-Plattformen. Finanzwirtschaftliche Risiken und Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Das Liquiditätsmanagement erfolgt durch die Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Axel Springer SE, die durch Darlehensverträge und Cash-Pooling dauerhaft die Fähigkeit der Gesellschaft sichern, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Jahr 2021 hat sich die Kapitalstruktur der StepStone dahingehend gewandelt, dass die Eigenkapitalquote aufgrund von Kapitalrückzahlungsmaßnahmen in 2021 deutlich gesunken ist. Gleichzeitig haben sich die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter zum Stichtag erhöht (EUR 793,5 Mio.; Vorjahr: EUR 81,3 Mio.), so dass die StepStone grundsätzlich einem Liquiditätsrisiko bzgl. einer zukünftigen Anschlussfinanzierung ausgesetzt ist. Ausfallrisiken Grundsätzlich bestehen für die StepStone Ausfallrisiken bezüglich der Bestände der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 430,7 Mio.; Vorjahr EUR 161,0 Mio.) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (EUR 270,0 Mio.; Vorjahr EUR 0,0 Mio.). Marktpreisrisiken Durch ihre Tochterunternehmen in den USA und im Vereinigten Königreich und weiteren nicht EUR Ländern ist die Gesellschaft Fremdwährungsrisiken z.B. im Zusammenhang mit Gewinnausschüttungen und der Leistungsverrechnung ausgesetzt. Im Rahmen der konzerninternen Finanzierung ist die StepStone GmbH Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung möglicher Marktpreisrisiken beobachtet StepStone durchgehend die aktuellen Marktentwicklungen, um angemessen auf potenzielle Risiken reagieren zu können. Betriebliche und sonstige Chancen StepStone sieht die Chance, ihre Arbeitgeberattraktivität durch ein zeitgemäßes, modernes und zunehmend digitales Arbeitsumfeld zu steigern und insbesondere für qualifizierte Fachkräfte als Arbeitgebermarke attraktiver zu machen. Gesamtbetrachtung der Risiko- und Chancensituation Die StepStone unterliegt grundsätzlich den gleichen Chancen und Risiken wie die gesamte Gruppe. Die weitere Entwicklung der Gruppe bestimmt somit auch in besonderem Maße die weitere Entwicklung der StepStone. Mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie der mit der zusätzlichen Fremdfinanzierung einhergehenden Risiken hat sich die allgemeine Risikosituation der StepStone GmbH gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Unsicherheit über die Dauer und den weiteren Verlauf der Pandemie stellen für StepStone derzeit die größte Herausforderung dar. Es bestehen momentan keine offenkundigen Risiken, die den Fortbestand der StepStone gefährden oder wesentliche Auswirkungen auf ihre Vermögenswerte, Einnahmen und ihre Finanzlage haben könnten. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Lage in den Märkten von StepStone und damit die finanzielle Performance von StepStone nicht wesentlich verschlechtert. Prognosebericht Erwartetes wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliches Umfeld Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seinem Ausblick vom Januar 2022 eine Fortsetzung der Erholung der Weltwirtschaft und prognostiziert für das Jahr 2022 ein globales Wirtschaftswachstum von real 4,4%. Die Verlangsamung des Wachstums resultiert insbesondere aus Mobilitätseinschränkungen und gesundheitlichen Auswirkungen der Omikron-Variante des Covid-19-Virus, die die wirtschaftliche Entwicklung im 1. Quartal 2022 noch belasten. Der IWF unterstellt in seiner Prognose, dass die Covid-19-Pandemie im Laufe des 2. Quartals 2022 abklingt und es keine neuen Virusvarianten mehr geben wird, die zu Mobilitätseinschränkungen führen könnten. Ferner rechnet der IWF mit zunächst weiter bestehenden Lieferengpässen, die erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 aufgelöst werden. Das ifo Institut sieht in seiner im Dezember 2021 veröffentlichten Konjunkturprognose die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn 2022 wegen anhaltender Lieferengpässe und einer anhaltenden Covid-19-Pandemie noch in einer Stagnationsphase. Im weiteren Jahresverlauf wird mit einem Abklingen der Lieferengpässe und einer Erholung der Konsumausgaben gerechnet, so dass für 2022 von einem realen Wirtschaftswachstum von 3,7 % ausgegangen wird (IWF: 3,8 %). Dabei soll der private Konsum um real 6,5% wachsen. Das ifo Institut rechnet 2022 angesichts verbesserter Geschäftserwartungen wieder mit einer höheren Auslastung der Kapazitäten und demzufolge mit einer Steigerung der preisbereinigten Ausrüstungsinvestitionen um 5,2 %. Die Wirtschaftsforscher gehen von einem Exportzuwachs von real 5,2% aus. Dem stehen voraussichtlich ebenfalls steigende Importe um real 5,4% gegenüber. Das ifo Institut rechnet für das Jahr 2022 mit einer weiterhin kräftigen Steigerung der Verbraucherpreise um 3,3 %. Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut ifo Institut voraussichtlich um rund 400 Tsd. auf jahresdurchschnittlich 45,3 Mio. Personen steigen. Die Arbeitslosenquote dürfte rund 5,2 % betragen. Erwartete konjunkturelle Entwicklung (Auswahl)
Quelle: IW F, Januar 2022. Die für die Weltwirtschaft insgesamt genannten wesentlichen negativen Einflussfaktoren wirken gleichermaßen dämpfend auf das für 2022 erwartete Wirtschaftswachstum in allen für uns wesentlichen Märkten. Für die entwickelten Märkte erwartet der IWF 2022 eine Inflation von durchschnittlich 3,9 %, insbesondere getrieben von Lieferengpässen und steigenden Energiepreisen. Branchenumfeld Die StepStone ist der Ansicht, dass gesellschaftliche Trends wie der demografische Wandel den Personalmarkt vorantreiben werden. Durch den Mangel an Fachkräften sind Unternehmen zu höheren Ausgaben für Neueinstellungen bereit. Der Fachkräftemangel gepaart mit dem Bedarf der Unternehmen an gut ausgebildeten Mitarbeitern sowie einer zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung dürfte die Bereitschaft von Unternehmen fördern, höhere Gehälter und Rekrutierungskosten zu zahlen. Darüber hinaus werden laut OECD die Arbeitslosenquoten u.a. in Deutschland, in Großbritannien und in den USA im Jahr 2022 sinken. Somit dürfte die Nachfrage nach Rekrutierungsdienstleistungen steigen und damit die Rekrutierungsbranche beflügeln. Prognose StepStone GmbH Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung der StepStone GmbH Die StepStone GmbH (im Wesentlichen determiniert von Gruppengesellschaften) rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einer positiven Geschäftsentwicklung und somit mit einem starken Anstieg der Umsatzerlöse. Für das Ergebnis vor Steuern erwartet die StepStone insgesamt einen signifikanten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Sondereffekte der Erträge aus Beteiligungen und der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen im Jahr 2021 (insbesondere ergebniswirksam vereinnahmte Ausschüttungen aus Kapitalrücklagen in Höhe von insgesamt EUR 274,6 Mio.). Auf Basis eines um den Sondereffekt aus Ausschüttungen aus Kapitalrücklagen bereinigten Ergebnisses vor Steuern in 2021 rechnete die StepStone GmbH ebenfalls mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern für das Geschäftsjahr 2022. Planungsgrundlagen Die künftige Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage plant die StepStone auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich sind. Die tatsächliche Entwicklung kann jedoch deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Insbesondere liegt der Prognose die Annahme zugrunde, dass es zu keiner signifikanten Verschlechterung der dargelegten Erwartung bezüglich des wirtschaftlichen Umfelds kommt. Die Prognose der StepStone basiert zudem darauf, dass die Covid-19-Pandemie abflacht und damit weiteres makroökonomisches Wachstum eintritt. Des Weiteren wird angenommen, dass die tatsächlichen Wechselkurse nicht signifikant von den zugrunde gelegten Plan-Wechselkursen abweichen. Die Prognose der StepStone basiert im Wesentlichen auf der gruppeninternen Weiterberechnung der PTM-Funktion sowie den Ergebnissen der operativen Tochterunternehmen bzw. deren Ergebnisabführung. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Prognose der StepStone GmbH Aufgrund der zu erwartenden positiven Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und insbesondere des Personalmarkts, die durch steigende Neueinstellungen, einen Fachkräftemangel und die steigende Bereitschaft der Unternehmen, die Rekrutierungskosten getrieben wird, bewertet die Geschäftsführung die erwartete Entwicklung der StepStone als positiv. Die Geschäftsführung erwartet aufgrund der bestehenden Finanzierungslage weiterhin sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Düsseldorf, 29. August 2022 Die Geschäftsführung Dr. Sebastian Dettmers Thorsten Otte |
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