E.I. Sustainable Resource Management GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anne Bosser seit 3.5.2024 | Geschäftsführer |
Anika Giller seit 20.12.2023 | Prokura |
Nikolaus Kraus seit 20.12.2023 | Prokura |
Cornel Andreas Dr.-Ing. Enßlin seit 20.12.2023 | Prokura |
Romain Köhrle seit 9.9.2022 | Prokura |
Turang Denis Dr. Ahadi-Oskui seit 9.9.2022 | Prokura |
Malte Künzer seit 9.9.2022 | Prokura |
Thomas Henn seit 7.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GDF International S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGPrüfungsurteilWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW-Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Berlin, 18. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
Kausch-Blecken von Schmeling, Wirtschaftsprüfer Herlitz, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Charlottenburg (HRB 150479 B)Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH (im Folgenden: "EDEG") wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungsvorschriften für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 276, 288 HGB werden in Anspruch genommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten und davon-Vermerke teilweise im Anhang erfolgt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum von drei bis zu zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen betragen im Wesentlichen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von 800 Euro werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als 800 Euro betragen, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Unfertige Leistungen betreffen in Entwicklung befindliche Windkraftanlageprojekte, die nach aktueller Einschätzung zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung weitergeführt sowie zukünftig veräußert werden sollen und deren tatsächliche Realisierung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Diese Projekte sind von der Vorentwicklungsphase in die sogenannte Projektentwicklungsphase übergetreten. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 HGB). Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB). Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurde für die Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,83 % zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,15 % berücksichtigt. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, soweit eine entsprechende Verrechenbarkeit gegeben ist. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte unter Anwendung der Projected Unit Credit Method nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik. Dabei wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,76 % zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % berücksichtigt. Als Rechnungsgrundlage nach versicherungsmathematischen Grundsätzen dienen die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht, ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht angesetzt. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wären etwaige latente Steuern bei der Organträgerin ENGIE Deutschland AG, Berlin (im Folgenden: "EDAG"), auszuweisen. Einzelangaben zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. FinanzanlagenDie Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2023 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Zugänge innerhalb der Finanzanlagen beinhalten ausschließlich im Geschäftsjahr geleistete sonstige Zuzahlungen in die Kapitalrücklage der ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin (TEUR 43.730) sowie der ENGIE Deutschland Solar GmbH, Berlin (TEUR 9.500). Die Abgänge resultieren aus der Herabsetzung der Kapitalrücklage der ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin, in Höhe von TEUR 11.500. Die Gesellschaft ist an den folgenden Gesellschaften gemäß nachstehendem Beteiligungsspiegel direkt beteiligt (Wert per 31. Dezember 2023):
*1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag. Die Angaben betreffen die
Werte vor Ergebnisabführung.
Die EDEG ist an den folgenden Gesellschaften gemäß nachstehendem Beteiligungsspiegel indirekt beteiligt (Wert per 31. Dezember 2023):
*1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag. Die Angaben betreffen die
Werte vor Ergebnisabführung.
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.878 (Vorjahr: TEUR 6.447) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 5.470 (Vorjahr: TEUR 8.968). Davon entfallen auf den Gesellschafter TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.724) aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 213) aus sonstigen Forderungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktiver Unterschiedsbetrag aus VermögensverrechnungAus der Vermögensverrechnung ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 4), der ausschließlich Rückdeckungsansprüche für Pensionen betrifft. EigenkapitalAuf Basis mehrerer Gesellschafterbeschlüsse hat die EDAG im Berichtsjahr sonstige Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von insgesamt TEUR 43.730 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft geleistet. Insgesamt stieg die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr von TEUR 69.764 im Vorjahr um TEUR 43.730 auf TEUR 113.494. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenAus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 74. Die Pensionsrückstellungen wurden von der EDEG im Rahmen der in 2021 erfolgten Eingliederung des Geschäftsfeldes Erneuerbare Energien übernommen und waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem zehnjährigen Durchschnittssatz bewertet, sodass sich für den Unterschiedsbetrag keine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB ergibt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich per Saldo eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 4.389 (Vorjahr: TEUR 4.332), die unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen ist. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt TEUR 6.003 (Vorjahr: TEUR 5.877). Von den Rückdeckungsansprüchen in Höhe von TEUR 1.643 (Vorjahr: TEUR 1.549) wurden TEUR 1.614 (Vorjahr: TEUR 1.545) mit den saldierungspflichtigen Teilen der Pensionsverpflichtungen verrechnet; es ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 4), der als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen wurde. Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 1.647, der beizulegende Zeitwert TEUR 1.643 (Vorjahr: TEUR 1.549). Der Zeitwert wurde anhand des Kurswertes der Anteile an dem Pensionsfonds zum Bilanzstichtag ermittelt. Zinserträge sowie Erträge aus Kursschwankungen aus dem Rückdeckungsvermögen für Pensionen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 13) wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 335) verrechnet. Die Verrechnung erfolgte innerhalb der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen". Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.038 (Vorjahr: TEUR 8.351) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen über TEUR 3.477 (Vorjahr: TEUR 6.952) sowie personalrelevante Rückstellungen TEUR 1.489 (Vorjahr: TEUR 1.399). VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.181 (Vorjahr: TEUR 16.398) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.206 (Vorjahr: TEUR 201) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.975 (Vorjahr: TEUR 16.196). Auf den Gesellschafter entfallen davon sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 720 (Vorjahr: TEUR 3.485). Diese betreffen die Ergebnisabführung für das laufende Geschäftsjahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein langfristiges Darlehen gegenüber einer Konzerngesellschaft in Höhe von TEUR 9.923 enthalten (Vorjahr: TEUR 11.293). Es bestehen folgende Restlaufzeiten:
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Zusätzliche AngabenHaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteIm Rahmen des Erwerbes von Projektrechten für einen Windpark bestehen außerbilanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.250. Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte MitarbeiterDie EDEG hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 133 Mitarbeiter beschäftigt. Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 148 Mitarbeiter beschäftigt. GeschäftsführungAls Geschäftsführer sind/waren bestellt:
Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. KonzernrechnungslegungENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne der §§ 285 Nr. 14 und 14a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der EDEG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt. Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der EDEG wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offengelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards. Honorar des AbschlussprüfersDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 43 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Absatz 2 EnWGZwischen der EDEG und der EDAG besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regelt. Hierfür entstand der EDEG ein Aufwand in Höhe von TEUR 2.725. Die EDAG übernimmt für die EDEG die Vermarktung der Kapazitäten der Kraftwerksgruppe Pfreimd einschließlich des Batteriespeichers an den Energiemärkten. Dafür erhielt die EDEG für das Jahr 2023 eine marktübliche Vergütung in Höhe von TEUR 14.922. Mit der ENGIE Deutschland GmbH besteht ein Dienstleitungsvertrag für die Erbringung von IT Dienstleistungen, aus dem der EDEG Aufwendungen in Höhe von TEUR 421 entstanden sind. Angaben nach § 285 Nr. 30a HGBDie Gesellschaft fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes (MinStG) - "Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen" gem. § 285 Nr. 30a HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB. Da die Gesellschaft keine Aktivitäten in Niedrigsteuerländern mit einer Steuerquote unterhalb des im vorgenannten Gesetz festgelegten Mindeststeuersatzes ausübt, ist nach derzeitigem Kenntnisstand mit keiner Belastung durch Mindeststeuern zu rechnen. NachtragsberichtBerichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB nicht eingetreten. ErgebnisverwendungAufgrund des ab dem 1. Januar 2022 geltenden Gewinnabführungsvertrages mit der EDAG wird der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 720 vollständig an die EDAG abgeführt.
Berlin, den 16. Dezember 2024 ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH gez. Anne Bosser, Geschäftsführerin gez. Thomas Henn, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäfts- und RahmenbedingungenDie weltweit tätige ENGIE-Gruppe steht für den Übergang zur Klimaneutralität. Schwerpunkte sind erneuerbare Energien ebenso wie effiziente Kundenlösungen. In den vergangenen Jahren hat die ENGIE-Gruppe ihre weltweiten Wachstumsziele für erneuerbare Energien erheblich angehoben. Der Zuwachs beträgt seitdem pro Jahr 3.000 - 4.000 Megawatt (entspricht der Leistung von ca. 3-4 Großkraftwerken). Ab 2026 soll der Zuwachs auf 6.000 MW pro Jahr gesteigert werden. Damit unterstreicht die ENGIE-Gruppe ihr Ziel, zu einem weltweit führenden Unternehmen für den Übergang zur Klimaneutralität zu werden. Auch in Deutschland wollen wir unseren Beitrag zu der Energiewende deutlich erhöhen und durch den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu einer klimaneutralen Energieversorgung beitragen. Dabei werden unsere Aktivitäten rund um das Thema erneuerbare Energien in der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH gebündelt. Unsere Expert:innen für Wind-, Solar-, Speicher- und Wasserkraftaktivitäten arbeiten in einer integrierten Organisation eng und technologieübergreifend zusammen - und zwar von der Planung und der Projektentwicklung über den Bau bis hin zum Betrieb und zur Instandhaltung von Anlagen. Unser Ziel ist es, dadurch die effizientesten Anlagen und die besten Lösungen für den Markt und unsere Kunden zu entwickeln. Wir entwickeln Projekte selbst, kooperieren mit Projektentwickler:innen, betreiben in Deutschland 16 eigene und zwei Onshore-Windparks für Dritte mit insgesamt rund 300 MW installierter Leistung und sorgen über unsere konzerninterne Handelsabteilung für ihre Vermarktung. Bestehende Standorte nutzen wir durch Weiterbetrieb und Ersatz durch modernere und leistungsfähigere Anlagen (Repowering) nachhaltig und effizient. Darüber hinaus betreiben wir die Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd in der Oberpfalz mit Laufwasser- und Pumpspeicherkraftwerken einschließlich der dazugehörigen Speicher und Talsperren sowie einen Batteriespeicher. Aufgrund von stetigen technischen Optimierungen verfügt das Pumpspeicherkraftwerk über die notwendige schnelle Reaktionszeit, um alle Arten von Regelenergie zu erbringen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, indem es die volatile Einspeisung von Solar- und Windenergie ausgleicht und damit zur Stabilisierung des deutschen und europäischen Stromnetzes beiträgt. WirtschaftsberichtEntwicklung von Branche und GesamtwirtschaftDas preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt ("BIP") war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. 1 Das Jahr war weiterhin durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehende Energie- bzw. Versorgungssicherheitskrise geprägt. Zu einer Gasmangellage kam es allerdings nicht. Durch Einsparungen der Verbraucher und vor allem der Industrie ging der Verbrauch zurück und es konnten zusätzliche Gasmengen vor allem aus Norwegen beschafft werden. Für 2024 rechnet das Bundeswirtschaftsministerium mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. 2 Die weiterhin hohen Energiepreise werden auch 2024 eine Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung darstellen. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Inflationsentwicklung. Nach einer Inflationsrate von 5,9 Prozent in 2023 geht die Bundesregierung von einem deutlichen Inflationsrückgang auf 2,8 Prozent in 2024 aus. 3 Der Primärenergieverbrauch 2023 verzeichnete mit minus 7,9 Prozent einen deutlichen Rückgang im Vorjahresvergleich und erreichte damit nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dies ist hauptsächlich auf die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland zurückzuführen, zu einem kleinen Teil resultieren die höheren Einsparungen aus den milden Witterungsbedingungen. 4 Nach wie vor ist die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und langfristig die Reduzierung der Abhängigkeit von (fossilen) Energieimporten ein zentrales Thema in der Energiewirtschaft. Allerdings rückte auch die Dekarbonisierung der Energieversorgung wieder stärker in den politischen Fokus. Die energiepolitischen Diskussionen waren stark vom sogenannten Heizungsgesetz geprägt, welches kontroverse Diskussionen in der Öffentlichkeit auslöste. Daneben wurden Gesetzesvorhaben zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien beschlossen, wie beispielsweise das sogenannte Solarpaket, welches die Weichen für den Ausbau der Photovoltaikenergie und für den Bürokratieabbau stellt. 5 Im Frühjahr 2023 hatte das Bundeswirtschaftsministerium eine Windenergie-an-Land-Strategie veröffentlicht, in der es darlegte, mit welchen Maßnahmen der lahmende Windenergieausbau in Schwung gebracht werden soll. 6
1 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz (BMWK) - Jahreswirtschaftsbericht (2024), S. 20
Im November 2023 trat die novellierte EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) in Kraft, die ein neues, ambitioniertes EU-Ausbauziel für erneuerbare Energien vorsieht: Demnach soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2030 auf 42,5 Prozent steigen. Darüber hinaus enthält die Richtlinie Regelungen zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren von Windenergieprojekten. So müssen die Mitgliedstaaten sogenannte Beschleunigungsgebiete ausweisen, in denen grundsätzlich die Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sowie einer Flora- und Fauna-Habitat-Verträglichkeitsprüfung entfällt. Stattdessen führt die Genehmigungsbehörde ein "Screening" (basierend nur auf vorhandenen Daten) durch, um festzustellen, ob das Projekt "erhebliche unvorhergesehene Auswirkungen" hat. 7 Die Anteile der verschiedenen Energieträger im nationalen Energiemix haben sich 2023 deutlich verschoben: Der Anteil von Kernenergie am gesamten Energiemix hat sich aufgrund der Abschaltungen der letzten drei deutschen Kernkraftwerke auf nahe null reduziert. Anders als geplant gingen die drei Kraftwerke nicht Ende 2022 vom Netz, sondern liefen im sogenannten "Streckbetrieb" bis zum 1. April 2023. 8 Auch der Erdgasverbrauch ist 2023 um 4,3 Prozent gesunken. Der Primärenergieverbrauch von Stein- und Braunkohle ging deutlich um 16,9 beziehungsweise 21,9 Prozent zurück. 9 Zeitgleich nahm der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch von 17,7 auf 19,6 Prozent zu. 10 Die (Netto-)Stromerzeugung in Deutschland betrug im Jahr 2023 insgesamt 448,5 TWh nach 493,2 TWh in 2022. 11 Erneuerbare Energien erzeugten 2023 insgesamt 268 TWh Strom nach 255 TWh im Jahr 2022. Die Windenergie war dabei mit 138 TWh der größte Stromlieferant. Davon wurden 114 TWh an Land und 24 TWh durch Anlagen auf See produziert. Während auch die Stromproduktion aus Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen zunahm, blieb die Stromerzeugung aus Biogas konstant. Die Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken ging um 24 Prozent auf 247 TWh zurück. Dies geht hauptsächlich auf den Rückgang der Kohleverstromung um 48 TWh zurück, die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken blieb mit 80 TWh auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. 12 In Deutschland betrug der Brutto-Zubau an neuen Windenergieanlagen insgesamt 3.567 MW, was einer deutlichen Steigerung des Zubaus im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 13 Der Zubau von Windenergie an Land muss zur Erreichung der ambitionierten Zielvorgaben allerdings weiterhin deutlich beschleunigt werden. Das Ausschreibungsvolumen in den Jahren 2024 bis 2028 umfasst jeweils 10.000 Megawatt zu installierende Leistung. 14 Die im vergangenen Jahr neu genehmigten Projekte in Höhe von ca. 7,5 GW ebenso wie die in Ausschreibungen neu bezuschlagten Mengen in Höhe von 6,4 GW lassen eine Beschleunigung des Windenergieausbaus in diesem und den nächsten Jahren erwarten. 15 Dies ist auch dringend geboten, denn bis 2030 sollen 80 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen und bis 2035 soll die Stromerzeugung fast ausschließlich klimaneutral sein. 16
7 Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDEW) - Novelle der Erneuerbaren
Energien-Richtlinie beschlossen, S. 1-2.
Weiterhin ist festzustellen, dass die Zahl der Stilllegung von Windenergieanlagen kontinuierlich zunimmt. Im Jahr 2023 wurden Anlagen mit einer Leistung von 534 MW abgeschaltet, konkret wurden 423 Anlagen zurückgebaut. 17 Der Nettozubau im Jahr 2023 lag somit bei einer Leistung von 3.033 Megawatt. Die Repowering-Quote - der Anteil von Repoweringanlagen am Neuzubau - lag im Jahr 2023 bei 30 Prozent. 18 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche LageDas Jahresergebnis der EDEG wird im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: Zum einen vom wirtschaftlichen Erzeugungsergebnis unserer Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd und zum anderen von den Vermarktungserlösen aus der Stromerzeugung unserer Beteiligungsgesellschaften. Aufgrund der im Vorjahresvergleich deutlich gesunkenen Strompreise konnte das außergewöhnlich gute Ergebnis des Vorjahres im Jahr 2023 nicht wiederholt werden. So sanken insbesondere die an das wirtschaftliche Erzeugungsergebnis gekoppelten Erträge aus der Pachtüberlassung der Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd an die ENGIE Deutschland AG, Berlin (im Folgenden: "EDAG") von Mio. EUR 22,9 im Vorjahr auf Mio. EUR 14,9 im Berichtsjahr. Dabei konnte die erneut gute Leistung des Pumpspeicherkraftwerks den Rückgang der Strompreise teilweise kompensieren, das in 2023 erwirtschaftete Ergebnis lag jedoch dennoch unter unseren Erwartungen. Auch bei der Vermarktung aus der Stromerzeugung in den in unserer Ergebnisverantwortung stehenden Windkraftanlagen der ENGIE-Gruppe in Deutschland wurden im Vergleich zu 2022 deutlich geringere Vermarktungserlöse erzielt. Das Beteiligungsergebnis ist jedoch durch den Erwerb weiterer Beteiligungen und den Abbau von Verlustvorträgen auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 5,6 deutlich gestiegen. Das Jahr 2023 stand für die EDEG - wie auch schon die Vorjahre - im Zeichen der weiteren Umsetzung der Strategie der ENGIE-Gruppe, Marktführer beim Übergang zur CO 2 -Neutralität zu sein. Die weltweit tätige ENGIE-Gruppe konzentriert sich auf Investitionen in Energielösungen für Unternehmen und Kommunen, in erneuerbare Energien in großem Maßstab und in Netze. Zu diesem Zweck wurden in 2021 sämtliche Aktivitäten rund um das Thema Erneuerbare Energien in der EDEG durch Umstrukturierungen gebündelt und eine neue Struktur von Holding- und Projektgesellschaften für die Bereiche "Wind" und "Solar" unterhalb der EDEG implementiert. Neben der im Berichtsjahr erfolgten Gründung und Akquise von weiteren Projektgesellschaften konnten im Juli 2023 mittelbar über die Holdinggesellschaft ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin, drei Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von 33 MW akquiriert werden. Im März 2023 erfolgte zudem der Erwerb der bisher von einer niederländischen Konzerngesellschaft gehaltenen Beteiligung an der ENGIE Windpark Schkortleben GmbH & Co. KG, Großkorbetha, ebenfalls mittelbar über die Holdinggesellschaft ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin. Die Gesellschaft betreibt insgesamt 12 Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 27,6 MW und wird bereits seit mehreren Jahren sowohl im Hinblick auf die Ergebnisverantwortung als auch über die technische und kaufmännische Betriebsführung von uns betreut.
15 Deutsche Windguard - Status des
Windenergieausbaus an Land in Deutschland - Jahr 2023,
(vgl. Tabelle S. 8 und Tabelle S. 11).
Darüber hinaus konnten im Berichtsjahr erneut weitere Expert:innen im Bereich Wind und Photovoltaik insbesondere Business Development, Projektentwicklung sowie Operational Management & Engineering für die Erreichung unserer Wachstumsziele gewonnen werden. So konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Flächensuche und -sicherung in ausgewählten Zielregionen innerhalb Deutschlands weiter intensiviert und für geeignete Standorte Konzeptionen und Planungen vorangetrieben werden. Im Bereich Onshore-Wind konnten im Berichtsjahr Flächen über rd. 1.000 ha für unsere geplanten Projekte gesichert werden und auch im Bereich von Freiflächen-Photovoltaik ist es im Berichtsjahr gelungen, an diversen Standorten Projektrechte auf einer Fläche von rd. 70 ha zu sichern. Im Berichtsjahr konnten die ersten beiden Repowering-Projekte in Deutschland erfolgreich abgeschlossen werden: In der Gemeinde Karstädt, etwa 150 Kilometer nordwestlich von Berlin, wurden 20 Altanlagen mit einer Gesamtleistung von 26 Megawatt abgebaut und durch sieben neuen Anlagen mit 43,4 Megawatt ersetzt. Am Standort Lövenich/Linnich in Nordrhein-Westfalen wurden acht Altanlagen mit insgesamt 10,4 Megawatt abgebaut, die durch zwei Anlagen mit jeweils fünf Megawatt ersetzt wurden. Ein weiteres 17,1 MW Repowering-Projekt in Querstedt (Sachsen-Anhalt) ist bereits umgesetzt worden. Im Zuge des Repowerings wurden elf der Bestandsanlagen durch drei neue Windenergieanlangen ersetzt. Diese werden viermal so viel Strom produzieren wie die elf rückgebauten Anlagen. Die neuen Anlagen sind im Herbst 2024 in Betrieb gegangen. Darüber hinaus haben wir in der letzten Ausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) für Windenergieanlagen an Land Zuschläge für neue Windenergieanlagen mit insgesamt 54 MW erhalten. Das Angebot bezieht sich insbesondere auf den zweiten Bauabschnitt des Repowerings in der Gemeinde Karstädt, wo wir demnächst mit dem Rückbau der Altanlagen starten wollen. Damit setzen wir unsere ambitionierten Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland nicht nur durch die Entwicklung neuer Projekte, sondern auch durch die Weiterentwicklung unserer Bestandsanlagen um. InvestitionenDie Investitionen im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 56.302 (Vj.: TEUR 62.783) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Investitionen in die Finanzanlagen beinhalten im Berichtsjahr erfolgte Einzahlungen in die Kapitalrücklagen der beiden Holdinggesellschaften ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin (im Folgenden: "ED Wind"), sowie ENGIE Deutschland Solar GmbH, Berlin (im Folgenden: "ED Solar"), und dienen insbesondere der Finanzierung der neuen Projekte im Wind- und Solarbereich. FinanzenDie wesentlichen Werte der Kapitalflussrechnung 2023 der EDEG stellen sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 658 (Vj.: TEUR 8.756), welche sich ausschließlich aus Forderungen aus dem konzerninternen Cashpool zusammensetzen und in der Bilanz unter dem Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" ausgewiesen werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft insbesondere die bereits unter dem Punkt "Investitionen" erwähnten Einzahlungen in die Kapitalrücklagen der ED Wind und ED Solar. Demgegenüber stehen im Berichtsjahr erhaltene Zuzahlungen der EDAG in die Kapitalrücklage der EDEG in Höhe von insgesamt TEUR 43.730, die unter dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien bei Kreditinstituten. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den Cashpool der ENGIE-Gruppe auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist. VermögenslageDie Entwicklung der Aktivposten der Bilanz im Vergleich zum Vorjahr stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das langfristig gebundene Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 43.710 gestiegen. Dies resultiert insbesondere aus den bereits beschriebenen, im Berichtsjahr vorgenommenen Zuzahlungen in die Kapitalrücklagen der ED Wind und ED Solar (TEUR 53.230). Demgegenüber steht eine Rückzahlung aus den Kapitalrücklagen von der ED Wind in Höhe von TEUR 11.500. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen stehen den in 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 3.072 planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.108 gegenüber. Für den Rückgang des kurzfristig gebundenen Vermögens um insgesamt TEUR 7.819 sind mehrere, teilweise gegenläufige Entwicklungen verantwortlich. So sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit dem konzerninternen Cashpool von TEUR 8.756 um TEUR 8.098 auf TEUR 658 deutlich gesunken. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEUR 6.447 um TEUR 4.569 auf TEUR 1.878 verringert. Der Posten beinhaltet zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Forderungen aus internen Dienstleistungsverträgen mit den Tochtergesellschaften (TEUR 1.878; Vorjahr: TEUR 722). Zum Vorjahresstichtag beinhaltete dieser Posten darüber hinaus Forderungen aus der Pachtüberlassung der Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd an die EDAG in Höhe von TEUR 5.724, während zum Stichtag des Berichtsjahres eine Rückstellung über rd. TEUR 1.569 aufgrund zu hoher Vorauszahlungen in 2023 zu bilden war. Demgegenüber enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Berichtsjahr Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 4.473 (Vorjahr: TEUR 0). Auch bei den Vorräten ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen (+TEUR 318). Dieser resultiert insbesondere aus dem Anstieg der unfertigen Leistungen im Zusammenhang mit der Aktivierung der in Entwicklung befindlichen Windkraftanlageprojekte in Höhe von insgesamt TEUR 287. Neben der Bestandserhöhung von TEUR 773 wurde im Berichtsjahr eine Wertminderung in Höhe von TEUR 486 vorgenommen, da sich die Erfolgsaussichten von einigen in der Vergangenheit aktivierten Projekte negativ entwickelt haben. Die Entwicklung der Passivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Der Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 43.730 resultiert aus mehreren im Berichtsjahr erhaltenen Zuzahlungen der EDAG in die Kapitalrücklage der EDEG, die im Wesentlichen an die ED Wind und ED Solar zur Finanzierung der in 2023 erfolgten Beteiligungserwerbe sowie der laufenden Projekte durchgereicht wurden. Die langfristigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.389 (Vorjahr: TEUR 4.332) sowie Jubiläumsrückstellungen über rd. TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 221). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen einschließlich Gesellschafter im lang-/mittelfristigen Fremdkapital betreffen den langfristigen Teil eines Konzerndarlehens. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.382 ist auf die planmäßige Tilgung zurückzuführen. Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vorjahresvergleich um insgesamt TEUR 6.514 deutlich gesunken. Dabei resultiert der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen aus dem Umstand, dass die im Vorjahr unter diesem Posten ausgewiesen Gebühren für ausstehende Abrechnungen über konzerninterne Dienstleistungs- und Managementleistungen (TEUR 3.604) zum Berichtjahresstichtag bereits bezahlt waren. Darüber hinaus konnte im Berichtsjahr eine bestehende Heimfallverpflichtung für unsere Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd durch Zahlung einer Einmalzahlung an den Freistaat Bayern abgelöst und die korrespondierende Rückstellung über TEUR 963 aufgelöst werden. Demgegenüber war zum Berichtsjahresstichtag eine Rückstellung über rd. TEUR 1.569 aufgrund zu hoher Vorauszahlungen von der EDAG aus dem Pachtüberlassungsvertrag mit unserer Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd zu bilden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen einschließlich Gesellschafter sind insbesondere wegen der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Verpflichtung gegenüber der EDAG aus der Ergebnisabführung deutlich zurückgegangen (TEUR 720 im Berichtsjahr; Vorjahr: TEUR 3.453). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 549) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 123). ErtragslageEine Übersicht der Entwicklung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Das im Vorjahresvergleich deutlich gesunkene Rohergebnis auf TEUR 19.052 resultiert insbesondere aus den wesentlich geringeren Erträgen aus der Pachtüberlassung der Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd an die EDAG (TEUR 14.922; Vorjahr: TEUR 22.900). Die Höhe der Pacht ist an das wirtschaftliche Erzeugungsergebnis der Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd gekoppelt, welches im Berichtsjahr aufgrund der stark gesunkenen Strompreise trotz einer sehr hohen Verfügbarkeit unter unserer Prognose lag. Das Rohergebnis beinhaltet darüber hinaus die Erlöse aus diversen an die mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften erbrachten technischen und kaufmännischen Dienstleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.003 (Vorjahr: TEUR 3.654). In Folge der Rekrutierung neuer Mitarbeiter und Gehaltserhöhungen ist der Personalaufwand erwartungsgemäß im Vorjahresvergleich um TEUR 2.006 deutlich gestiegen. In den Abschreibungen ist die im Berichtsjahr vorgenommene Wertminderung auf die unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 486 (Vj.: TEUR 0) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die von der EDAG empfangenen Dienstleistungen von TEUR 2.725 (Vorjahr: TEUR 2.744), Aufwendungen für Miete, Fuhrpark, IT, HR und Beratung über rd. TEUR 4.219 (Vorjahr: TEUR 1.857) sowie die angefallene Konzernumlage in Höhe von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 880). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf das Wachstum im Personalbereich sowie im operativen Projektgeschäft der Gesellschaft zurückzuführen. Das Finanzergebnis konnte im Vorjahresvergleich um TEUR 526 deutlich verbessert werden und betrifft im Wesentlichen die Zinserträge aus unseren konzerninternen Cashpool-Guthaben (TEUR 200; Vorjahr: TEUR 33), die geringere Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 324) sowie Darlehenszinsen von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 135). Im Zuge der im Vorjahr erfolgten Umstrukturierungen wurden im Vorjahr mit vielen Projektgesellschaften, an denen die EDEG mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen, um nicht nur die Tätigkeiten, sondern auch die Ergebnisbeiträge des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien in der EDEG zu bündeln. Während die durch die hohen Strompreise bedingten, außerordentlich guten Ergebnisse aus der Stromerzeugung der Windkraftanlagen unserer Beteiligungen im Vorjahr aufgrund noch bestehender Verlustvorträge noch nicht zu einer Ergebnisabführung an die EDEG führten, konnten im Berichtsjahr TEUR 4.148 als Beteiligungserträge vereinnahmt werden (Vorjahr: TEUR -1.410). Insgesamt schließt das Berichtsjahr mit einem Ergebnis von TEUR 720 ab, welches aufgrund der gesunkenen Strompreise sowie gestiegenen Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich unter dem außergewöhnlich gutem Ergebnis des Vorjahres liegt (TEUR 5.610). Unsere Erwartungen an das Betriebsergebnis (EBIT), welches einen wichtigen Leistungsindikator der Gesellschaft darstellt, wurden dabei dennoch übertroffen. Unter Berücksichtigung der Beiträge der einbezogenen Tochtergesellschaften konnte im Geschäftsjahr ein EBIT von Mio. EUR 1,2 erreicht werden, laut interner, um Abweichungen zwischen HGB und IFRS korrigierter Planung wurde mit einem EBIT von Mio. EUR 0,5 gerechnet. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenIm Rahmen ihrer Konzernzugehörigkeit zum ENGIE-Konzern erstellt die EDEG auch Abschlüsse nach IFRS. Sowohl im internationalen ENGIE-Konzern als auch innerhalb der deutschen ENGIE-Gesellschaften erfolgt die Unternehmenssteuerung daher über IFRS-Kennzahlen. Hervorzuheben ist hierbei als Kennzahl insbesondere das Betriebsergebnis (EBIT). Abweichungen zwischen HGB und IFRS betreffen bei dieser Kennzahl hauptsächlich die Abschreibungen auf Sachanlagen sowie die Aktivierung von unfertigen Leistungen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 Abs. 3 HGB werden von der EDEG zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage der EDEG insgesamt als zufriedenstellend. Chancen- und RisikoberichtDie Gesellschaft ist grundsätzlich bestrebt, die Risiken der Geschäftstätigkeit wie auch im Zusammenhang der Verwendung von Finanzinstrumenten (inkl. Forderungen und Verbindlichkeiten) zu minimieren. Die EDEG ist in die Risikomanagement-Systeme der ENGIE Deutschland AG eingebunden. Das Risikomanagement ist für die EDEG als Unternehmen der ENGIE-Gruppe in Deutschland verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Steuerung und zur Information unserer Gesellschafter. Außerdem wird die ENGIE von den Aktivitäten der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird. Zusammenfassend bestehen die folgenden Chancen und Risiken, die eine wesentliche Auswirkung auf die EDEG und ihre Beteiligungsgesellschaften haben: Nachdem die Energiepreise im Vorjahr aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine massive Preissteigerungen verzeichneten, haben sich die Preise 2023 schrittweise erholt und liegen nun wieder annähernd auf Vorkrisenniveau. 19 Allerdings bleibt die geopolitische Lage in Bezug auf Russland aber auch im Nahen Osten angespannt. Bei einer Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten ist mit stark steigenden Preisen für fossile Energieträger zu rechnen, insbesondere im Falle einer Unterbrechung der Transportwege oder der Beschädigung von Infrastruktur in Förderländern der Region. 20 Auch aufgrund dieser Tatsache bleibt die Alarmstufe Gas bis auf weiteres bestehen. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ist die Versorgungslage aktuell gesichert, die Lage in Europa und im Nahen Osten wird allerdings als zu unsicher bewertet, um die Alarmstufe aufheben zu können. 21 Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise erließ der Gesetzgeber im Dezember 2022 das Strompreisbremsegesetz (StromPBG), welches die finanzielle Entlastung der Letztverbraucher regelt. Die Finanzierung sollte insbesondere durch eine Abschöpfung erzielter Überschusserlöse der Betreiber von Stromerzeugungsanlagen gesichert werden. 22 Die Regulierungen zur Erlösabschöpfung galten ab dem 1. Dezember 2022 und wurden wie geplant zum 1. Juli 2023 abgeschafft. 23
19 Handelsblatt (2024), Strom und Gas -
Energiepreise sinken auf Vorkrisenniveau
Das Geschäftsumfeld für Erneuerbare Energien sollte aufgrund des anhaltenden hohen politischen Willens zur Nutzung und dem Ausbau aber weiterhin als sehr positiv bewertet werden. Das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) stellt weiterhin eine solide Grundlage für Investitionen in Erneuerbare Energien dar. Mit einer konstanten Vergütung für einen Zeitraum von 20 Jahren sind die Investitionen größtenteils gegen Strompreismarktrisiken abgesichert. Hohe Preise bieten für Anlagen in der Direktvermarktung Erlösmöglichkeiten, die die EEG-Vergütung übersteigen, sofern die Anlagen nicht von der Erlösabschöpfung betroffen sind. Das Marktumfeld für Speicher bleibt aller Voraussicht nach günstig. Da nach dem Atomausstieg im April 2023 und dem im Koalitionsvertrag bestätigten Kohleausstieg in den nächsten Jahren nach den Kernkraftkraftwerken auch zunehmend Kohlekraftwerke vom Netz gehen, werden Stromspeicher zum Ausgleich der fluktuierenden Erneuerbaren Energien dringend benötigt. Es bedarf allerdings weiterer regulatorischer Änderungen und Anreize im Bereich der Stromspeicher, damit diese im Erneuerbare-Energien-Markt eine dauerhaft gesicherte Marktposition besitzen können. Im Zusammenhang mit dem Betrieb der bestehenden Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, die die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen für den Stromabsatz und Vergütungen für vermiedene Netznutzung) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist. Die Entwicklung der langfristigen Rentabilität beinhaltet somit Risiken und in gleichem Maße auch Chancen. Verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen können, wenn auch nicht plan- oder steuerbar, die Profitabilität für neue Windparkprojekte steigern. Dadurch könnten die Erfolgschancen für die Entwicklung von Windparkprojekten an Land und Solarparks erhöht werden. Verbesserte Einkaufsbedingungen, bspw. beim Kauf der Windturbinenanlagen, und eine verbesserte Anlagentechnik können die Projektprofitabilität steigern und damit die Projektrealisierbarkeit an gegebenen Standorten bei vorgegebenen Renditezielen verbessern. Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.
23 § 13 Absatz 1 Nummer 1 StromPBG
Durch den Krieg in der Ukraine haben sich bisher für die Gesellschaft keine signifikanten unmittelbaren Auswirkungen ergeben, da weder die EDEG noch ihre Beteiligungsgesellschaften ein direktes Geschäft mit russischen und ukrainischen Kunden oder Lieferanten betreibt. Dennoch können sich mittelbar weiterhin aus dem Russland-Ukraine-Krieg eine Reihe von zusätzlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben, die von der Gesellschaft im Rahmen des operativen Risiko Managements in der folgenden Weise beachtet und bearbeitet werden:
Es besteht ein signifikantes Potential für Security Risiken an den Standorten der ENGIE Gruppe in Deutschland. Eine neue Position Country Security Officer wurde besetzt. Security Untersuchungen an den Standorten der ENGIE Deutschland werden zur Evaluierung der bestehenden Risiken und Entwicklung von Maßnahmenplänen durchgeführt. Kurz- oder mittelfristigen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen für die Erneuerbare Energieerzeugung begegnet die ENGIE-Gruppe mit einem kontinuierlichen Monitoring der politischen Diskussionen und einer frühzeitigen Kommunikation in die Gesellschaften. Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand der EDEG gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage. PrognoseberichtDer Weg zur Klimaneutralität ist die größte Gemeinschaftsaufgabe unserer Zeit. Als Teil der ENGIE-Gruppe wollen wir auch in Deutschland unseren Beitrag zu der Energiewende deutlich erhöhen und durch den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu einer klimaneutralen Energieversorgung beitragen. Nicht zuletzt seit dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs sind die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien seitens der Politik günstig: Um die Klimaschutzziele zu erreichen und unabhängig von fossilen Energieimporten zu werden, soll lt. EEG Novelle 2023 der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent steigen. Mit der in 2021 erfolgten Bündelung unserer Tätigkeiten rund um das Thema erneuerbare Energien in der EDEG unterstrichen wir die Bedeutung, die Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaneutralität für die ENGIE-Gruppe haben und stellten die Weichen für weiteres Wachstum in Deutschland. Erreichen wollen wir das weiterhin zum einen durch die Weiterentwicklung von eigenen Projekten, zum anderen auch über Kooperationen mit und Zukäufe von Projekten bei Wind- und Großflächen-Photovoltaikanlagen. Das bestehende Geschäft werden wir weiter optimieren und ausbauen. In der Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd ist im Geschäftsjahr 2024 eine Sanierung der ursprünglich 1923/24 erbauten und in 1954/55 teilweise erneuerten Kainzmühlsperre sowie eine Revision der wesentlichen Großkomponenten in Tanzmühle geplant. Das erwartete Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. Mio. EUR 11. Unter Einbeziehung der mit einem Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Tochtergesellschaften erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr ein negatives EBIT im unteren dreistelligen Tausenderbereich. Die Verschlechterung gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ist insbesondere auf den geplanten Stillstand unserer Pumpspeicherkraftwerke aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten zurückzuführen. Die Geschäftsführung sieht die EDEG auch über das kommende Geschäftsjahr hinaus gut positioniert.
Berlin, den 16. Dezember 2024 ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH gez. Anne Bosser, Geschäftsführerin gez. Thomas Henn, Geschäftsführer |
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