Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Pharmpur GmbH
Messerschmittring 33, 86343 Königsbrunn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk-Henning Dr. Menz seit 30.7.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 5 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pharmpur GmbHKönigsbrunnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Pharmpur GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Registernummer HRB 12626 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Königsbrunn. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH - Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgte bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Nennbetrag der im Geschäftsjahr 2014 (EUR 5.200,00) sowie der im Geschäftsjahr 2016 (EUR 15.600,00) erworbenen eigenen Anteile ist in der Vorspalte der Bilanz offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgt zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die zu den Tageskursen des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet wurden. C. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Tantiemen, Jahresabschlusskosten und Aufbewahrungsverpflichtung enthalten. Verbindlichkeitenspiegel per 31. Dezember 2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.923 (Vorjahr: TEUR 5.984) durch Grundschulden und durch Sicherungsübereignung gesichert. Verbindlichkeitenspiegel per 31. Dezember 2022
D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2.626,19 (Vorjahr: EUR 5.583,88) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 19.039,89 (Vorjahr: EUR 7.491,44). E. Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken hat die Gesellschaft mit einem Kreditinstitut ein Zinssatz-Swap-Geschäft über einen Bezugsbetrag von EUR 866.656,00 abgeschlossen. Das Geschäft läuft vom 31. Mai 2013 bis 28. Juni 2024. Der Bezugsbetrag vermindert sich entsprechend der Tilgungen eines Darlehens in Höhe von anfänglich EUR 866.656,00 bei demselben Kreditinstitut gemäß vorgegebenem Tilgungsplan. Zum Bilanzstichtag beträgt der Darlehensbetrag EUR 38.560,71. Das Kreditinstitut zahlt einen variablen Zins auf den jeweiligen Bezugsbetrag. Der variable Zins orientiert sich am 3-Monats-EUR-EURIBOR-Reuters. Die Gesellschaft zahlt einen festen Zins auf den jeweiligen Bezugsbetrag. Der Marktwert des Swaps zum 31. Dezember 2023 beträgt laut Schreiben des Kreditinstituts EUR 362. Das Darlehen und der Zinssatz-Swap bilden einen Micro-Hedge und werden gemäß § 254 HGB zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Durch den Abschluss des Swap- Geschäfts wird eine feste Verzinsung des, einzeln betrachtet, variabel verzinslichen Darlehens, sichergestellt. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 133 (Vorjahr 122) Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Die Anzahl wurde als Durchschnitt der Personalstände zu jedem Quartalsende ermittelt. Nach Arbeitnehmergruppen ergibt sich folgende Aufteilung im Unternehmen beschäftigt: Arbeitnehmergruppen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund der bestehenden Leasingverträge sind für die jeweils verbleibende Restlaufzeit folgende Zahlungen zu leisten: - Restleasingraten für Betriebs- und Geschäftsausstattung: EUR 1.717.958,79. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 (EUR 2.258.352,64) auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführervergütung Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres: Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen. Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Dr. Dirk-Henning Menz (Diplom-Chemiker) geführt.
Königsbrunn, den 13.07.2024 Dr. Dirk-Henning Menz Sonstige Offenlegungsangaben: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 10.01.2025 festgestellt. Gemäß dem Vorschlag wurde der Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Pharmpur GmbHKönigsbrunn1. Grundlagen des Unternehmens 1. Pharmpur ist ein unabhängiges familiengeführtes Unternehmen. Kerngeschäft ist die Herstellung von flüssigen, sterilen Arzneimitteln und Medizinprodukten, die in Spritzen und Vials abgefüllt sind. Die Fertigung umfasst alle Produktionsschritte einschließlich Synthese und Hochreinigung. 2. Wirtschaftsbericht 1. 2.1 Überblick über die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen 1. Die globale Wirtschaft durchläuft eine Phase der Erholung nach den weitreichenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dennoch bleiben die Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen, insbesondere den Ukraine-Konflikt, hoch. Diese Spannungen beeinflussen die globalen Lieferketten und haben die Energiepreise erheblich steigen lassen, was zu einer globalen Inflation beigetragen hat. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft im Jahr 2024 voraussichtlich um rund 3 % wachsen. Diese Prognose spiegelt eine leichte Verlangsamung im Vergleich zu den Vorjahren wider, die vor allem auf geopolitische Spannungen, strengere finanzielle Bedingungen und unterschiedliche Erholungsraten in den verschiedenen Regionen zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass die fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Vergleich zu den Schwellen- und Entwicklungsländern ein langsameres Wachstum verzeichnen werden. [1] Für die medizinische Industrie, insbesondere im Bereich Ophthalmologie, bedeutet dies sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Der demografische Wandel und die zunehmende Alterung der Bevölkerung treiben die Nachfrage nach medizinischen Lösungen im Bereich der Augenheilkunde weiter voran. Der Gesundheitssektor erwies sich weltweit ungeachtet der politischen Lage weiter als robust und bleibt einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Die schon im vergangenen Jahr zu verzeichnende breite Unterstützung für die Rückführung von pharmazeutischen Produktionsaktivitäten nach Europa und Deutschland hat sich nochmals verstärkt. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich stabil, jedoch beeinflussen Inflation und Fachkräftemangel hier die industrielle Entwicklung nachhaltig. Deshalb liegen die Wachstumsaussichten für 2024 in Deutschland nach jüngsten Prognosen nur bei Wachstumsraten von 0,1-0,3%. Die Gesundheitsbranche profitiert jedoch von einer hohen Priorität im öffentlichen Sektor und einer soliden Infrastruktur. Die demografischen Trends in Deutschland begünstigen ein steigendes Bedürfnis nach medizinischen Dienstleistungen und Produkten, insbesondere in der Augenheilkunde. [1] Der staatliche Fokus auf Innovation und Digitalisierung bietet zusätzliche Wachstumschancen für mittelständische Unternehmen. Die Prävalenz von Augenkrankheiten wie Katarakt, Glaukom und altersbedingter Makuladegeneration (AMD) steigt mit der alternden Bevölkerung, was die Nachfrage nach ophthalmologischen Produkten und Dienstleistungen in Deutschland aber auch weltweit erhöht. Die Produkte von Pharmpur bedienen dieses Bedarfsprofil. Pharmpur ist gut aufgestellt, um die Fertigung der durch Individualisierung tendenziell kleiner werdenden Chargen auch mit einem steigenden Automatisierungsgrad durchzuführen und die verschärften Anforderungen der internationalen Regularien für Medizinprodukte (MDR für Europa) zu erfüllen und die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung zu meistern. Dabei wird durch ein Risikomanagement die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben bezüglich des Produktionsprozesses, der Qualifizierungen und der Validierungen gewährleistet. Da alle Produktionsschritte nach einheitlichen Organisationskriterien unter einem Dach vereint sind und die eingeführten ERP-System-Module zur Wirkung kommen, ist auch eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Anforderungen und wirtschaftliche Randbedingungen möglich. 2.2. Überblick über Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Das Jahr 2023 war wesentlich geprägt durch eine stabile Auftragslage. Die Anpassung von Zulassungen an die neuesten Standards und regulatorischen Anforderungen wurde mit Hochdruck vorangetrieben. Das im Jahr 2018 gestartete umfangreiche Investitionsprogramm wurde im Wesentlichen abgeschlossen und zeigt seine Wirkung. Dazu zählen:
Maßgebliche Investitionen dienen der Vervollständigung peripherer Anlagen und der damit verbundenen Anpassung von Prozessen inklusive der dafür notwendigen Langzeitqualifizierungen. Die Beschaffung von Rohstoffen und Packmitteln war aufgrund von Lieferengpässen weiterhin herausfordernd. Durch die vertraglichen Langzeit-Vereinbarungen konnte aber eine kontinuierliche Produktion gesichert werden. Die Lohnfertigung an sich sowie die Beschränkungen bei der Auswahl geeigneter (zugelassener) Zulieferer erfordern weiterhin einen hohen Lagerbestand an Vorräten, was mit einem hohen Grad an Kapitalbindung einhergeht. Diese branchenspezifische Herausforderung wird zusätzlich und mit steigender Tendenz durch die schon angesprochenen Lieferengpässe und den Aufbau von Sicherheitsbeständen noch verstärkt. Insgesamt blicken wir auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 mit einem deutlichen Umsatzwachstum, erhöhten Kosten sowie einem gestiegenen Jahresüberschuss zurück. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen verteilten sich auf Produktpflege, Auftragsforschung und Rationalisierungsprojekte, in die 13,5% der Mitarbeiter eingebunden sind, die auf ein Budget von TEUR 650 zurückgreifen konnten. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten um 19,5% auf TEUR 22.325 (Vorjahr TEUR 18.686) gesteigert werden. Entsprechend stieg der Rohertrag 2023 absolut um TEUR 3.095 auf TEUR 16.174. Die Rohertragsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) bewegt sich 2023 mit 71,9% auf dem Niveau der letzten Jahre. (2022: 70,1%; 2021: 69,3%, 2020: 71,8%). Der um 13,9% gestiegene Personalaufwand ist auf den erfolgten Kapazitätsausbau zurückzuführen. Die gesamten Personalkosten belaufen sich auf TEUR 7.113 (Vorjahr TEUR 6.245). Die Abschreibungen des Anlagevermögens stiegen um TEUR 307 auf TEUR 1.349 (Vorjahr: TEUR 1.042). Teile der Investitionen betreffen Anzahlungen auf technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagen im Bau. Diese werden entsprechend in den Folgejahren zu einer weiteren Erhöhung der Abschreibungen führen. Der sonstige Betriebsaufwand von TEUR 4.437 (inkl. sonstiger Steuern) ist insbesondere durch ergänzende Leistungen zu den Investitionen, gestiegener variabler Kosten durch das Umsatzwachstum sowie inflationsbedingt um TEUR 1.314 gestiegen (Vorjahr TEUR 3.123). Insgesamt erwies sich die Ertragslage als robust. Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 420 von TEUR 1.838 auf TEUR 2.258 gestiegen. 2.4. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 war der Cash-Flow positiv. Der Bestand an flüssigen Mitteln betrug TEUR 517 (Vorjahr TEUR 21). Der Cash-Flow des Jahres 2023 aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 3.047 (Vorjahr TEUR 1.730) weiterhin positiv und hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Aus dem positiven Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit konnten bedeutende Teile des negativen Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit sowie der negative Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2023 finanziert werden. Der Mittelabfluss (negative Cash-Flow) aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 1.642 (Vorjahr TEUR 2.972) ist auf die noch immer hohe Investitionstätigkeit zurückzuführen. Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein negativer Cash-Flow in Höhe von insgesamt TEUR -909 (Vorjahr positiver Cash-Flow TEUR 1.188). Dieser ergibt sich als Saldogröße von Mittelzuflüssen aus der Neuaufnahme von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 928 (Vorjahr TEUR 1.253) und Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.837 (Vorjahr TEUR 65). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit geht überwiegend auf die planmäßige Tilgung von Finanzkrediten zurück. 2.5. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 295 erhöht. Den Investitionen stehen planmäßige Abschreibungen von TEUR 1.349 gegenüber. Die Anlagenintensität beträgt 57,8% (Vorjahr 60,7%). Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von insgesamt TEUR 491 betreffen in erster Linie den Ausbau der räumlichen Kapazitäten sowie Investitionen in technische Anlagen zur Erweiterung der Produktionskapazitäten, die 2024 schrittweise in Betrieb gehen. Einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens stellen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe dar, bei denen eine Zunahme zum Bilanzstichtag, um TEUR 178 auf TEUR 3.679 zu verzeichnen war. Der hohe Vorratsbestand dient zur Sicherung der laufenden Produktion. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 171. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr weiter um TEUR 870 auf TEUR 4.572 (Vorjahr TEUR 3.702) erhöht. Ausfallrisiken bestehen nicht. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 16.558 (Vorjahr TEUR 14.300), was eine weiterhin verbesserte hohe Eigenkapitalquote von 64,5% (Vorjahr 59,7%) ergibt. Das Fremdkapital (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) hat sich um TEUR 531auf TEUR 9.111 verringert. Davon weist ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 4.848 (Vorjahr TEUR 5.167) eine Restlaufzeit von über einem Jahr (langfristiges Fremdkapital) aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -618 auf TEUR 649 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 6.086 um TEUR 778 im Vergleich zum Vorjahr gesunken (TEUR 6.864). Die planmäßigen Finanzierungstilgungen betrugen TEUR 1.116. Das langfristig verfügbare Eigen- und Fremdkapital deckt das langfristig gebundene Vermögen und wesentliche Teile des Umlaufvermögens ab. Die Kapital- und Vermögensstruktur ist positiv zu bewerten. 3. Gesamtaussage 3. Insgesamt kann die Pharmpur GmbH auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken, in dem ein Jahresüberschuss von TEUR 2.258 erzielt wurde. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Prognosebericht Die Prognose für 2024 ist von den unter Punkt 2.1. ausgeführten globalen und nationalen Rahmenbedingungen beeinflusst. Für das Geschäftsjahr 2024 bedeutet dies, dass die prognostizierte positive Geschäftsentwicklung stark von der Energieversorgung und -preisentwicklung beeinflusst werden wird. Die langfristige Prognose zur Entwicklung der Pharmpur GmbH als Lohnhersteller für Medizinprodukte beruht weiter auf den bestehenden langfristigen Lieferbeziehungen mit Kunden und Zulieferern, wobei sich der Wettbewerb im Bereich der Produktqualität, besonders aber bezüglich der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, verschärfen wird. Der Arzneimittelsektor von Pharmpur wird sich planmäßig durch Lohnfertigungsaufträge erhöhen. Die bei der Pharmpur GmbH gefertigten Produkte haben sich als Standard in der vitreoretinalen Praxis bewährt. Die Bewertung der anwendungsbezogenen Risikosituation ist unverändert. Durch Fortführung vielfältiger Zulassungsaktivitäten und der Erlangung weiterer, regionaler GMP-Zertifizierungen sollen sowohl bestehende Marktanteile abgesichert als auch die Voraussetzungen für potenzielle neue Absatzmärkte und Produktions-aktivitäten geschaffen werden. Neuinvestitionen konzentrieren sich auf Effektivitätssteigerungen und die Realisierung neuer Plattformtechnologien und der dafür erforderlichen Anpassung der Produktionsflächen. Eine energieeffiziente Produktion deren und die Digitalisierung der Prozesse gewinnen weiter an Bedeutung. Die Neuentwicklung von Produkten wird durch Pharmpur sowohl durch eigenfinanzierte Projekte als auch im Rahmen von Auftragsforschung und geförderten Projekten vorangetrieben. Grundsätzlich planen wir für das Geschäftsjahr 2024 aus jetziger Sicht ein moderates Umsatzwachstum. Unter Annahme einer konstanten Aufwandstruktur soll sich das Umsatzwachstum in einem leicht verbesserten Jahresüberschuss niederschlagen, vorausgesetzt, dass es zu keinen Planabweichungen der Umsatzerlöse aufgrund der eingangs genannter Erschwernisse und Unwägbarkeiten kommt. Bei der sich abzeichnenden Wirtschaftslage ist eine positive Ertragslage für 2024 zu erwarten. Demnach planen wir, einen ähnlich hohen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und einen ausgeglichenen Gesamt-Cash-Flow zu erzielen. 3. 4.2. Risikobericht Pharmpur ist als international agierendes Unternehmen von den Änderungen im globalen Handel betroffen. Dies bezieht sich vor allem auf die weiterhin angespannte Situation am Rohstoffmarkt. Als zusätzliches Risiko ist mit dem Beginn des Ukraine-Krieges die Versorgungssicherheit auf dem Energiesektor und Preissteigerungs-risiken dazu gekommen. Unabhängig davon bleibt die allgemeine Risikosituation auf der Absatz- und Beschaffungsseite unverändert. Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen die branchenüblichen Risiken in der reglementierten Lieferkette sowie in erheblichen Preissteigerungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Lieferengpässen. Die geschäftsbedingten hohen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen müssen beibehalten oder weiter aufgestockt werden, um Lieferengpässen entgegenzuwirken. Zusätzliche Erschwernisse ergeben sich durch die europäischen Initiativen zur Beschränkung der Nutzung von PFAS. Davon ist die gesamte Medizinproduktsparte betroffen. Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen stehen derzeit in der Diskussion mit dem Ziel, die Patientenversorgung zu sichern, gleichzeitig aber die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der Stoffklasse zu kontrollieren. Auf der Absatzseite besteht das wesentliche Risiko im Verlust von bedeutenden Kunden. Ferner bestehen die üblichen Risiken hinsichtlich der Insolvenz von Kunden. Das Ausfallrisiko in der Branche kann als sehr gering eingestuft werden. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind nicht ersichtlich. 4.3. Chancenbericht Der Gesundheitssektor stellt einen wichtigen Zukunftsmarkt dar. Die in den letzten Jahren von Pharmpur entwickelten Produkte und Prozesse erfüllen alle internationalen Standards. Dies wird die Wettbewerbsposition von Pharmpur weiter festigen. Das wirtschaftliche Wachstum durch Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten bleibt dabei branchenüblich stark vom Ausgang von Zulassungsverfahren abhängig. Verzögerte Zulassungen können sowohl den Verlauf von Projektarbeiten als auch den Produktionsstart neuer Produkte verzögern. Alle abgegebenen Prognosen basieren aus diesem Grund ausschließlich auf der Entwicklung bereits zugelassener Produkte und vertraglich zugesicherten Dienstleistungen. Die Neuregelungen bei Medizinprodukten (ISO 13485, MDR) zogen die Neuordnung insbesondere der OEM/PL-Konstruktionen nach sich. Pharmpur hat durch die Überarbeitung der technischen Dokumentationen und den Aufbau strategischer Kooperationen Vorsorge getroffen, die damit verbundenen Möglichkeiten zu nutzen. 5. Sonstige Angaben 5.1. Risikomanagement Das eingeführte ERP-System wird für ein abteilungs- und funktionsübergreifendes Qualitätsmanagementsystem genutzt. Ein Kreditoren-, Debitoren- und Cashmanagement ist etabliert. Zusätzlich ist eine firmenspezifische Kostenrechnung integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Durch eine Liquiditätsplanung und eine darauf abgestimmte Fremdfinanzierung ist sichergestellt, dass die Gesellschaft ihren Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zur Begrenzung des Risikos steigender Zinsen bei vereinbarter variabler Verzinsung von Kreditverbindlichkeiten werden in gewissem Umfang Zinssicherungsinstrumente eingesetzt, die eine variable Verzinsung in feste Verzinsung tauschen. Risikobasierte Lösungsansätze werden sowohl im produzierenden wie auch im kaufmännischen Bereich gleichermaßen angewendet und bilden die Grundlage für ein zielgerichtetes und effizientes Controlling. 5.2. Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte in 2023 (Durchschnitt Personalbestand je Quartalsende) 133 Mitarbeiter. Davon arbeiten 66,2% in der Produktion, 20,3% in der Verwaltung und 13,5% in der Forschung und Entwicklung.
Königsbrunn 13.07.2024 Dr. D.-H. Menz, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pharmpur GmbH, Königsbrunn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pharmpur GmbH, Königsbrunn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pharmpur GmbH, Königsbrunn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwor-tung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Ab-schlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestä-tigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen An-forderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresab-schluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Über-einstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von we-sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verant-wortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter-nehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzli-chen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-treffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetz-lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-treffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unse-rer Prüfung feststellen.
München, den 18. November 2024 AUREN
Treuhand GmbH
Buchhauser, Wirtschaftsprüfer Weber, Wirtschaftsprüfer Angaben nach § 328 Abs. 1a Satz 2 letzter Halbsatz HGB: Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen der §§ 327 und 276 HGB in Anspruch genommen. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023. |
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