Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 12036
Eingetragen
21.4.2017
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungArztpraxen für Allgemeinmedizin
Gegenstand
Die Gründung und der Betrieb von Medizinischen Versorgungszentren im Sinne des § 95 SGB V zur Erbringung aller hiernach zulässigen ärztlichen und nichtärztlichen Leistungen und aller hiermit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten sowie die Bildung von Kooperationen mit ambulanten und stationären Leistungserbringern der Krankenhausbehandlung und der Vorsorge und Rehabilitation und nicht ärztlichen Leistungserbringern im Bereich des Gesundheitswesens einschließlich des Angebots und der Durchführung neuer ärztlicher Versorgungsformen, wie die integrierte Versorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Werwoll
seit 2.12.2025
Prokura
Prokura
Samira Baumstark
seit 2.12.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MVZ Laborverbund GmbH

Hennigsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MVZ Laborverbund GmbH, Hennigsdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVZ Laborverbund GmbH, Henningsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVZ Laborverbund GmbH, Henningsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben zu den "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 4. "Unternehmensfortführung und Darstellung der Finanzierungsmaßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Schulden das Vermögen übersteigt.

Wie in der Angabe zu den "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie in Abschnitt 4. "Unternehmensfortführung" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 16. August 2024

BONN & PARTNER Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kuhlmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Hübner, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69,09 19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 103
69,09 122
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 127.207,96 187
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.537,67 38
151.745,63 224
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 224.959,69 275
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.680.433,68 1.511
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.239,41 357
3. sonstige Vermögensgegenstände 7.914,68 21
1.691.587,77 1.889
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.145.644,97 960
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.828,18 7
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.703.054,82 3.576
9.925.890,15 7.052

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Verlustvortrag 3.600.661,71- 3.601-
III. Jahresfehlbetrag 3.127.393,11- 0
nicht gedeckter Fehlbetrag 6.703.054,82 3.576
buchmäßiges Eigenkapital 0,00 0
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 215.020,00 187
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.809,06 94
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.555.720,04 6.695
3. sonstige Verbindlichkeiten 28.341,05 77
9.710.870,15 6.866
9.925.890,15 7.052

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 8.064.381,97 12.299
2. sonstige betriebliche Erträge 74.169,95 43
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.394.925,16 -4.448
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -292.418,79 -229
-3.687.343,95 -4.677
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.825.253,33 -2.763
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -547.473,26 -546
-3.372.726,59 -3.309
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -187.236,31 -295
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.939.737,23 -4.345
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 386,04 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -79.286,99 -48
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -12
10. Ergebnis nach Steuern -3.127.393,11 -343
11. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 343
12. Jahresfehlbetrag -3.127.393,11 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma "MVZ Laborverbund GmbH" mit Sitz in Henningsdorf ist im Handelsregister beim Amtsgericht Neuruppin unter HRB 12036 NP eingetragen.

Für das Geschäftsjahr 2023 ist der Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie Lagebericht gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Langfristige Verbundverbindlichkeiten wurden mit einem Rangrücktritt versehen. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt.

Es waren die nachfolgenden - gegenüber dem Vorjahr unveränderten - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelfallrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie im nachfolgenden "Anlagenspiegel" dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 844.566,30 829,14 40.369,05 0,00 805.026,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 845.747,35 0,00 0,00 0,00 845.747,35
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.690.313,65 829,14 40.369,05 0,00 1.650.773,74
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 667.670,74 0,00 0,00 0,00 667.670,74
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.276,88 4.620,62 792,37 0,00 423.105,13
Summe Sachanlagen 1.086.947,62 4.620,62 792,37 0,00 1.090.775,87
Summe Anlagevermögen 2.777.261,27 5.449,76 41.161,42 0,00 2.741.549,61
Abschreibungen Zuschreibungen
Stand 01.01.2023 Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023 Geschäftsjahr
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 825.392,21 7.599,15 28.034,06 0,00 804.957,30 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 743.185,08 102.562,27 0,00 0,00 845.747,35 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.568.577,29 110.161,42 28.034,06 0,00 1.650.704,65 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 481.148,66 59.314,12 0,00 0,00 540.462,78 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 381.599,06 17.760,77 792,37 0,00 398.567,46 0,00
Summe Sachanlagen 862.747,72 77.074,89 792,37 0,00 939.030,24 0,00
Summe Anlagevermögen 2.431.325,01 187.236,31 28.826,43 0,00 2.589.734,89 0,00
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69,09 19.174,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 102.562,27
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 69,09 121.736,36
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 127.207,96 186.522,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.537,67 37.677,82
Summe Sachanlagen 151.745,63 224.199,90
Summe Anlagevermögen 151.814,72 345.936,26

Der Geschäfts- oder Firmemwert wird über eine Nutzungsdauer aufgrund des erwarteten Lebenszyklusses von 6 Jahren abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 0 (Vorjahr T€ 356) Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen gegenüber Personal mit T€ 102 und ausstehende Rechnungen T€ 90.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
T€ T€ T€ T€
aus Lieferungen und Leistungen 126,8 126,8 0,0 0,0
(Vorjahr) (94,0) (94,0) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 9.555,7 4.755,7 0,0 4.800,0
(Vorjahr) (6.694,6) (1.894,6) (0,0) (4.800,0)
sonstige Verbindlichkeiten 28,3 28,3 0,0 0,0
(Vorjahr) (77,1) (77,1) (0,0) (0,0)
Summe 9.710,8 4.910,8 0,0 4.800,0
(Vorjahr) (6.865,7) (2.065,7) (0,0) (4.800,0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 3.320 (Vj.: T€ 918) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von T€ 4.800 (Vorjahr T€ 4.800) mit einem Rangrücktritt unterlegt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 27 (Vorjahr T€ 66) Verbindlichkeiten aus Steuern.

Die Personalaufwendungen betreffen mit T€ 10 (Vorjahr T€ 10) Aufwendungen für Altersversorgung.

1.D Sonstige Pflichtangaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellt sich wie folgt dar:

Innerhalb 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Insgesamt
T€ T€ T€ T€
Verpflichtungen aus:
- Raummietverträgen 224 224 0 448
- Leasingverträgen 53 53 0 106
277 277 0 554

Von den Verpflichtungen insgesamt bestehen T€ 53 (Vorjahr: T€ 15) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 69. Darin enthalten sind durchschnittlich 3 Ärzte und 66 Angestellte.

Die Angabe der von der Gesellschaft im Geschäftsjahr für die Tätigkeit der Geschäftsführer direkt gewährten Gesamtbezüge ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB ist unterblieben, da diese Angabe in einem das Unternehmen einzubeziehenden Konzernabschluss enthalten ist.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ISG Intermed Holding GmbH & Co. KG, Geesthacht, (Amtsgericht Lübeck, HRA 128 GE) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Es bestand ab dem 1. Januar 2022 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Park-Klinik GmbH, Kiel, der mit Ablauf des 31. Dezember 2022 aufgehoben wurde.

Nachtragsbericht

Im Wertaufhellungszeitraum (nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023) haben sich die folgenden berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet:

Die Gesellschaft hat mit der LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Neuruppin eine Berufsausübungsgemeinschaft (LADR BAG Brandenburg GbR, Neuruppin) im Sinne des § 33 Abs. 2 Satz 1 Ärzte-ZV mit Gesellschaftsvertrag vom 16. Mai 2024 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die gemeinsame Ausübung der gesamten privat - und vertragsärztlichen Tätigkeit der medizinischen Versorgungszentren durch die Beteiligten.

Die Geschäftsführung erfolgt durch nachfolgend aufgeführte Geschäftsführer:

Prof. Dr. Jan Kramer, Arzt, Geesthacht

Thomas Wolff, Dipl. Ökonom, Hamburg

Dr. Verena Jansen, Ärztin, Berlin (bis 3. April 2023)

 

Henningsdorf, 31. Juli 2024

gez. Prof. Dr. Jan Kramer

gez. Thomas Wolff

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MVZ Laborverbund GmbH ist unter HRB 12036 NP im Handelsregister beim Amtsgericht Neuruppin eingetragen. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Hennigsdorf. Die MVZ Laborverbund GmbH ist eine 100% - ige Tochtergesellschaft der Park Klinik GmbH, in Kiel und wird in den Konzernabschluss der ISG Intermed Holding GmbH & Co. KG einbezogen.

Die Gesellschaft hat mit der Park Klinik GmbH einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der mit Ablauf des 31. Dezember 2022 aufgehoben wurde.

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Unternehmensgegenstand ist der Betrieb von fachgebietsübergreifenden und durch approbierte Ärzte geleitete Gesundheitseinrichtungen und insbesondere Medizinische Versorgungszentren im Sinne des § 95 SGB V.

Ziel ist es, die regionale ärztliche Versorgung der Bevölkerung möglichst durch zertifizierte bzw. durch, nach Qualitätsmanagementkriterien akkreditierte, ärztliche Einrichtungen, in denen Ärzte insbesondere in den Fachgebieten der Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Pathologie und Humangenetik gebietsübergreifend tätig sind, zu erhalten und zu fördern, um eine individuelle und hochqualifizierte ambulantmedizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen sowie Synergieeffekte zu schaffen.

Die Gesellschaft bietet ein komplettes Spektrum medizinischer Laboruntersuchungen mit mehr als 2.000 verschiedenen Untersuchungen an. Die Untersuchungen werden durch neue Analysen und innovative Methoden ständig erweitert.

Die MVZ Laborverbund GmbH erwirtschaftet den Großteil ihrer Erlöse aus der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung (im Folgenden: KV) sowie mit Krankenhäusern. Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung wird die Laborvergütung anhand der sogenannten Quotierung oder Abstaffelungsquote durchgeführt.

Jede KV kann die Vergütung im Rahmen ihrer Honorarverteilungskompetenz selber regeln. Dabei bestehen für die einzelnen KV'en zwei Möglichkeiten. Entweder sie vergüten die Laborleistungen mit einer Mindestquote von 89%, oder sie legen für jedes einzelne Labor ein Individualbudget fest, das sich auf das jeweilige Quartal des Vorjahres bezieht. Dieses Individualbudget wird fix mit einer Quote von 89 % vergütet. Leistungen, die über dieses Individualbudget hinausgehen, werden mit mindestens 35 % vergütet.

1.2 Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine originär eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die F & E Tätigkeit des Unternehmens geschieht zumeist in enger Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern aus der Diagnostikbranche in Form von Studien. Das Unternehmen betreibt in betriebsüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Analysen sowie Neueinführungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. (Jahresbericht 2023 Bundeministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt mit 4.121 Milliarden Euro um 6,3 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent und betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 48.746 Euro.

Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 Prozent. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung.

Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 Prozent) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 Prozent). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 Prozent oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung.

2.2 Geschäftsverlauf

Für das Geschäftsjahr 2023 sind wir von einem deutlich rückläufigen Umsatz sowie deutlich rückläufigen Ergebnis ausgegangen. Grund für diese Annahme war das Ende der Testverordnung. Nur im ersten Quartal 2023 waren noch nennenswerte Corona Umsätze zu verzeichnen, danach pendelten sich diese Umsätze auf niedrigem Niveau ein. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um € 4,2 Mio. auf € 8,1 Mio. gesunken. Das Ergebnis des Geschäftsjahres liegt mit € - 3,1 Mio. um € 2,8 Mio. deutlich unter Vorjahr und erfüllt damit unsere Erwartungen. Die Entwicklung ist insbesondere auf die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um € 4,2 Mio. bzw. um 34,4% gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die deutliche Verminderung der KV - Erlöse (- € 3,1 Mio.) und bei den Krankenhäusern (-€ 1,0 Mio.) zurückzuführen.

Der Materialaufwand ist um € 1,0 Mio. gesunken. Bezogen auf die Umsatzerlöse bedeutet das einen starken Anstieg um 7,7%-Punkte auf 45,7%. Die Rohertragsquote verringerte sich entsprechend von 62,0% um 7,7%-Punkte auf 54,3%. Der Rückgang der Rohertragsquote erklärt sich durch den in 2023 im Verhältnis zum Umsatz nicht so stark rückläufigen Materialaufwand. Der Materialaufwand ist in dieser Gesellschaft nicht so stark gesunken. Zusätzlich hat sich in dieser Gesellschaft der Anteil an margenschwächeren Krankenhausumsätzen erhöht.

Der Personalaufwand stieg leicht bei gleichzeitiger Reduzierung des Mitarbeiterbestandes um T€ 64,0 auf € 3,4 Mio. Die Personalaufwandsquote ist um 14,9%-Punkte auf 41,8% gestiegen. Die Entwicklung des Personalaufwandes ist trotz des reduzierten Mitarbeiterbestandes insbesondere auf Gehaltserhöhungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 0,4 Mio. auf € 3,9 Mio. gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der Konzernumlagen sowie der KV-Gebühren zurückzuführen, die umsatzbedingt gesunken sind.

Das Jahresergebnis hat sich von € -0,3 Mio. (Jahresergebnis vor Verlustübernahme) auf € -3,1 Mio. vermindert. Die Ergebnisverschlechterung ist insbesondere auf den starken Rückgang der Umsatzerlöse bei leicht rückläufigem Materialaufwand und leicht gestiegenen Personalkosten zurückzuführen.

2.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Verbindlichkeiten umfassen 100 % der Bilanzsumme. Davon sind ca. die Hälfte der Verbindlichkeiten langfristig. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Verbindlichkeiten in Höhe von € 4,8 Mio. sind mit Rangrücktritten unterlegt. Wir verweisen auf unsere Angaben im Abschnitt 4 "Unternehmensfortführung und Darstellung der Finanzierungsmaßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung" .

Investitionen

Nennenswerte Investitionen wurden im Geschäftsjahr durch uns nicht durchgeführt.

Liquidität

Die Gesellschaft ist Teil eines Cash Pools mit der ISG Intermed Service GmbH & Co. KG als Cash Pool Führer. Die Gesellschaft arbeitet ohne jegliche Bankverbindlichkeit. Die Liquidität des Unternehmens war durch die Gesellschafter und den Cash-Pool gesichert. Wir verweisen zusätzlich auf unsere Angaben im Abschnitt 4 "Unternehmensfortführung und Darstellung der Finanzierungsmaßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung" .

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr um € 2,8 Mio. auf € 9,9 Mio. erhöht. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verbundverbindlichkeiten zurückzuführen. Ebenfalls erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag.

Das Anlagevermögen hat sich insbesondere durch Abschreibungen auf € 0,2 Mio. verringert.

Das Umlaufvermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund der Entwicklungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um € 0,1 Mio. auf 3,1 Mio. erhöht.

Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um € 2,9 Mio. auf € 9,9 Mio. gestiegen. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf erhöhte Verbundverbindlichkeiten zurückzuführen.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 69 Mitarbeiter und ist daran interessiert eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze zu gewährleisten.

Die Gesellschaft legt besonderen Wert auf eine umfassende und stetige Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter in den medizinischen Bereichen, um die Qualität der Analysen und Unternehmensleistungen auch weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten.

Die Gesellschaft ist nach DIN EN ISO 9001:2015 akkreditiert. Ein umfangreiches System interner und externer Qualitätssicherung garantiert den Pateinten eine qualitativ hochwertige und effektive Labordiagnostik.

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Umsätze und nur leicht gesunkenen Materialaufwendungen führten zu einem deutlich reduzierten Jahresergebnis. Insgesamt trug die Entwicklung zu einem erwarteten ungünstigen Geschäftsverlauf des Unternehmens bei.

3. Unternehmensfortführung und Darstellung der Finanzierungsmaßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Wir sind der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt.

Die Geschäftsführung hat für 2024 Maßnahmen ergriffen, das anhaltend schlechte Ergebnis der Gesellschaft zu verbessern. Die Gesellschaft wird in wesentlichen Bereichen mit der LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Neuruppin im Rahmen einer Berufsausübungsgemeinschaft (LADR BAG Brandenburg GbR, Neuruppin) im Sinne des § 33 Abs. 2 Satz 1 Ärzte-ZV zusammenarbeiten. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 16. Mai 2024 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die gemeinsame Ausübung der gesamten privat - und vertragsärztlichen Tätigkeit der medizinischen Versorgungszentren durch die Beteiligten. Durch die Zusammenarbeit sollen Synergien gehoben und überschüssige Kapazitäten freigesetzt werden, um signifikante Kostenreduktionen zu erreichen.

Zusätzlich wurden Verbundverbindlichkeiten in Höhe von € 4,8 Mio. mit Rangrücktritten unterlegt, um die bilanzielle Überschuldung teilweise abzuwenden.

Die Gesellschaft ist Teil eines Cash Pools mit der ISG Intermed Service GmbH & Co. KG als Cash Pool Führer. Die Liquidität des Unternehmens wird durch die Gesellschafter und den Cash-Pool gesichert.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Elementare Bedeutung für das Geschäftsmodell hat die Gesundheitspolitik. Zukünftige Reformen im Gesundheitswesen (EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab), GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte)) stellen zweifellos das größte Risiko dar, dass es zu meistern gilt.

Der Konzentrationsprozess der vergangen Jahre, der zunehmend auch von international tätigen Laborverbünden betrieben wird, hat auch 2023 die Veränderungen auf dem deutschen Labormarkt bestimmt. Die Abgrenzung gegenüber den Mitbewerbern als traditionsreiches Labor in Privatbesitz wird dadurch immer wichtiger.

Folgende Maßnahmen sind im Hinblick auf das Risikomanagement zu nennen.

Für die Gesellschaft wird im Rahmen des Controllings für die gesamte Intermed Gruppe eine Geschäftsjahresplanung und ein monatliches Berichtswesen erstellt. Durch Soll - Ist - Vergleiche wird überprüft, ob die Ziele erreicht werden. Steuerungsmaßnahmen werden dort vereinbart, zentral nachgehalten und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft.

Das Rechnungswesen arbeitet grundsätzlich nach dem Vier - Augen - Prinzip. Unterstützt wird das Rechnungswesen durch ein in der gesamten Unternehmensgruppe integriertes ERP System mit einem ausgefeilten Berechtigungskonzept.

Die Liquidität ist im Rahmen des Cash Pools mit der ISG Intermed Service GmbH & Co. KG sichergestellt.

Die Arbeit im Labor unterliegt hohen Qualitätsansprüchen. Das Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter zur ständigen Verbesserung eines Qualitätsmanagementsystems. Dieses Qualitätsmanagement wird regelmäßig von externen Prüfern zertifiziert.

Die MVZ Laborverbund GmbH unterhält ein Risikomanagement - System, mit dem für das Unternehmen relevante Risiken angemessen adressiert werden.

Für die Gesamtwirtschaft können durch geopolitische Krisen u.a. Störungen in den globalen Lieferketten, Auswirkungen auf verschiedene Preise (Energie und Rohstoffe) sowie auf die Absatzmärkte ergeben, die sich auch auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken können.

Das Management prüft durch regelmäßige Analysen die Abhängigkeiten auf der Absatz- und Beschaffungsseite, damit rechtzeitig auf Änderungen, Preiseffekte und Beschaffungsengpässe reagiert werden kann.

Die Verfügbarkeit der für die Geschäftstätigkeit erforderlichen personellen Ressourcen (einschließlich der Verfügbarkeit und der Kosten von akkreditiertem medizinischem Personal) hat Auswirkungen auf die Leistung der Gesellschaft und Qualität der Arbeit. Wir investieren kontinuierlich in die Entwicklung unserer Mitarbeiter und überwachen aktiv das Engagement unserer Mitarbeiter.

Bedrohungen für unsere IT-Systeme und unser Informationssystem, die extern, intern, absichtlich oder unabsichtlich sein können, werden durch kontinuierliche Investitionen in die IT-Infrastruktur und Schulung unserer Mitarbeiter verringert.

Chancen

Zusammen mit anderen Gesellschaften des Verbundes (LADR: Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung e. V.) ist die Gesellschaft bestrebt, Labore von Krankenhäusern zu betreiben, um in diesem Marktsegment weiteres Geschäft zu generieren. Wobei zukünftig nur Verträge vereinbart werden sollen, die für das Unternehmen eine ausreichende Rentabilität erbringen.

Durch die langjährige Tätigkeit als Fachlabor können wir unsere Erfahrung in die Krankenhäuser einbringen und so Synergieeffekte nutzen.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach unseren Analysen sehen wir weiterhin ein hohes Wachstumspotential für unser Unternehmen.

Durch unsere steigende Marktpräsenz können wir uns in unseren Kernmärkten stärken und Marktwachstumschancen verfolgen.

Infolge der Digitalisierung ergeben sich Chancen, Synergieeffekte aus der Prozessumgestaltung zu generieren.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Berichtsjahr 2023 nicht wesentlich verändert. Wir identifizieren und bewerten ständig Risiken und Chancen. Es werden entsprechende Maßnahmen ergriffen, um die Risiken und Chancen zu bewältigen und zu kontrollieren. Die Entwicklung bedeutender Risiken und Chancen wird durch die Geschäftsführung regelmäßig überwacht. Wir sind zuversichtlich die Risiken und Chancen bewältigen oder nutzen zu können.

4.2 Prognosebericht

Laut den Prognosen der Deutschen Bundesbank soll sich die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren erholen. Das geht aus der aktuellen Deutschland-Prognose der Deutschen Bundesbank hervor. Allerdings verzögere sich die Wirtschaftserholung etwas. Gegenwärtig bremse vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage die Industrie, zudem zeige sich der private Konsum zögerlich und die höheren Finanzierungskosten dämpften die Investitionen. Doch das Bild soll sich bald aufhellen. Ab Beginn des Jahres 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Auch bei der Inflation zeigt die Deutschland-Prognose eine Verbesserung: Die Teuerungsrate werde sich demnach 2024 im Vergleich zu 2023 mehr als halbieren. Die Inflation in Deutschland sei auf dem Rückzug, aber für eine Entwarnung sei es noch zu früh, schränkte Nagel zugleich ein.

Der Deutschland-Prognose der Bundesbank zufolge, soll das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2024 um 0,4 Prozent zulegen, nach einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent in 2023. Sie profitiere vor allem von zwei Faktoren: Infolge wieder expandierender ausländischer Absatzmärkte steigen die Exporte. Und aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation geben die privaten Haushalte wieder mehr Geld für den Konsum aus. Die realen Einkommen der privaten Haushalte erhöhen sich deutlich, betonte Bundesbankpräsident Nagel. Die privaten Investitionen sinken hingegen zunächst noch und liefern erst 2026 wieder moderate Impulse.

Der ifo Geschäftsklimaindex fiel im Januar 2024. Die Geschäftserwartungen haben sich bis auf das verarbeitende Gewerbe in allen anderen Bereichen verschlechtert. Die Auftragslage hat sich in allen Bereichen verschlechtert. Die Erwartungen der Unternehmen bleiben überwiegend pessimistisch. Die Unternehmen sind bei ihrer Einschätzung der aktuellen Geschäftslage pessimistisch. Im Verarbeitenden Gewerbe waren die Unternehmer etwas zufriedener, im Handel bewerteten sie ihre Geschäftslage im Januar als weniger zufriedenstellend. Der industrielle Auftragseingang sinkt weiterhin. Die Kapazitätsauslastung liegt zur Zeit ca. 2 Prozent unter dem langfristigen Durchschnitt.

Die abrechnungsbasierte Abstaffelungsquote von 89% wurde in 2022 nicht unterschritten, so dass wir für das Jahr 2023 ebenfalls mit einer Quote von 89%, unter Berücksichtigung von Mengensteigerungen, geplant haben.

Die Geschäftsführung hat für 2024 Maßnahmen ergriffen, das anhaltend schlechte Ergebnis der Gesellschaft zu verbessern und wird in wesentlichen Bereichen mit der LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Neuruppin im Rahmen einer Berufsausübungsgemeinschaft (LADR BAG Brandenburg GbR, Neuruppin) im Sinne des § 33 Abs. 2 Satz 1 Ärzte-ZV zusammenarbeiten.

Insgesamt geht die Geschäftsführung für das Jahr 2024 insbesondere durch die Errichtung der LADR BAG Brandenburg GbR von einem stark verbesserten Ergebnis (Jahresüberschuss) aus. Der Umsatz wird nach unseren Einschätzungen auf Vorjahresniveau verbleiben. Einsparungen planen wir bei den Personal-, Material-, Miet- und Leasingaufwendungen.

 

Hennigsdorf, 31. Juli 2024

gez. Prof. Dr. Jan Kramer

gez. Thomas Wolff

Feststellungsbeschluss 16. August 2024

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