Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 127385
Eingetragen
16.6.2010
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und Programmierung von Software, sowie der Handel und Vertrieb von Software zur Anwendung im Bereich Mobilfunk, Telekommunikation, Internet sowie für Multimediaprodukte und anderer verwandter Gebiete.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Korn
seit 10.7.2025
Prokura
Sven Sulz
seit 8.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Futurice OYFIN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Futurice OY
Finland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Futurice GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Hauptsitz der Futurice GmbH befindet sich in Berlin. Innerhalb Deutschlands bilden München und Stuttgart zwei weitere Standorte als Zweigniederlassungen. Die Futurice GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Muttergesellschaft Futurice Oy mit Sitz in Helsinki, Finnland. Dieser Lagebericht bezieht sich ausschließlich auf die Futurice GmbH.

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Futurice entwickelt innovative digitale Lösungen und unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, digitale Transformationen erfolgreich zu bewältigen. Designer, Entwickler und Geschäftsberater arbeiten in multidisziplinären Teams zusammen, um innovative und nachhaltige digitale Dienstleistungen zu entwickeln, die optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kunden zugeschnitten sind. Gegründet im Jahr 2000 in Finnland, beschäftigt die digitale Beratungsfirma nun über 800 Mitarbeiter in Helsinki, Tampere, Stockholm, London, Berlin, Stuttgart und München.

Die Muttergesellschaft Futurice Oy, Helsinki, Finnland und die Futurice GmbH haben im Geschäftsjahr 2023 ein neues Transfer Pricing Agreement abgeschlossen in dem die Futurice GmbH als sog. "limited-risk-operator" klassifiziert wird. Bezüglich der Darstellung der bilanziellen Behandlung wird an diese Stelle auf die Angaben im Anhang verwiesen.

1.2. Allgemeine Unternehmensentwicklung

Die Futurice GmbH wurde 2010 am heutigen Hauptsitz in Berlin gegründet. Nach einem anfänglich moderaten Wachstum hat ab 2016 eine überdurchschnittlich positive Entwicklung eingesetzt. In den Jahren 2016 bis 2022 stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 47 auf 143 (302%), der Umsatz von 6,9 Mio. EUR auf 18,3 Mio. EUR (265%). Hauptsächlich durch externe, wirtschaftliche Faktoren trübte sich in der zweiten Jahreshälfte 2022 und im Laufe des Jahres 2023 die Marktlage für das Unternehmen ein. Da bereits der Jahresabschluss 2022 einen Jahresfehlbetrag ausgewiesen hatte und die erste Hälfte 2023 eine Beschleunigung dieses Trends aufzeigte, wurde vom Management eine umfassende Analyse und Restrukturierung eingeleitet. Das Jahr 2023 endete mit einem Umsatz von 13,8 Mio. EUR (Vorjahr; 18,3 Mio. EUR), die Anzahl der Mitarbeiter sank Stand Dezember 2023 auf 88 (Vorjahr: 143).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Makroökonomische und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung, Produktion und Programmierung digitaler Produkte sind in den letzten Jahren zu unverzichtbaren Dienstleistungen geworden. Innovationswellen konnten auch durch die Covid-19 Pandemie nicht gebrochen werden. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen zur Optimierung interner Betriebsabläufe hat sich überdurchschnittlich erhöht. Die durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine verursachte globale Wirtschaftskrise, die daraus resultierende Inflation und steigende Zinssätze haben kurzfristig jedoch zu Verschiebungen in verschiedenen Märkten geführt. Unternehmen haben, wie auch schon im Vorjahr, ihre Investitionen in die digitale Transformation im Jahr 2023 reduziert, da die Kundennachfrage in der Branche digitaler Lösungen sank und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland insgesamt stagniert. 1

2.2. Geschäftsentwicklung

Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage aufgrund des Krieges Russlands gegen die Ukraine und der Investitionskürzungen bei Key Accounts, hat die Futurice GmbH bewiesen, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und Umsätze mit neuen Kunden generieren kann. Insgesamt kann die Geschäftsentwicklung und Situation des Unternehmens zum 31. Dezember 2023 als befriedigend, mit Potenzial für Wachstum beschrieben werden, mit ausreichenden liquiden Mitteln (1.992 TEUR) und einer Eigenkapitalquote von 49,1 %. Wir haben das Geschäft konsolidiert und restrukturiert, dennoch war das Jahr 2023 herausfordernd und die Marktnachfrage weiterhin geringer als erwartet, so dass die Umwandlung der Gesellschaft in einen "limited-risk-operator" auf Basis des Transfer Pricing Agreements mit der Futurice Oy eine kontinuierliche Rentabilität sicherstellt und garantiert. Die Restrukturierungen haben gleichzeitig zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ausgangslage geführt.

3. Geschäftsverlauf

3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen)

Die Futurice GmbH orientiert sich hauptsächlich an folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

EBIT-Marge 2 in Prozent

Umsatzerlöse

Die beiden Kennzahlen sind auch wesentliche Bestandteile der Zielsetzung im Rahmen von Bonusvereinbarungen und variablen Gehaltskomponenten. Variable Gehaltskomponenten werden alle sechs Monate an die Mitarbeiter ausgezahlt.

3.2. Ertragslage

Die allgemeinen Rahmenbedingungen, die insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende wirtschaftliche Verunsicherung bestimmt wurden, führten zu einer respektiven Reduzierung des Jahresziels für 2023. Erwartete Einnahmen aus der Projektarbeit sind aufgrund fehlender Auftragseingänge hinter den Zielen zurückgeblieben. Der Rückgang der Umsatzerlöse um 4,5 Mio. EUR auf 13,8 Mio. EUR entspricht im Wesentlichen der im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 getroffenen Prognose. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten den aus dem Transfer Pricing Agreement resultierenden Ertrag in Höhe von 2,2 Mio. EUR. Der Materialaufwand ist im Wesentlichen aufgrund des Umsatzrückgangs sowie des verringerten Projektgeschäfts um T€ 534,7 auf T€ 3.101,8 gesunken. Der Personalaufwand ist im Wesentlichen aufgrund der verringerten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl um T€ 1.773,6 auf T€ 8.431,0 gesunken. Unter Berücksichtigung des Ertrags aus dem Transfer Pricing Agreement beträgt die EBIT-Marge 3,5% und fällt damit entgegen der Vorjahresprognose positiv aus. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 56,3 auf T€ 136,2 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund niedriger Verwaltungskostenumlagen der Konzernmutter sowie durch reduzierte Werbe- und Reisekosten um T€ 892,3 auf T€ 3.945,5 gesunken. Der Steueraufwand reflektiert den wieder positiven Jahresüberschuss. Insgesamt endete das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 299 TEUR.

3.3. Vermögenslage

Der Rückgang des Anlagevermögens um 126 TEUR im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf die laufenden Abschreibungen zurückzuführen.

Der Anstieg des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen die Gesellschafterin um 2.006 TEUR auf 2.146 TEUR, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend dem Geschäftsverlauf um 715 TEUR auf 3.310 TEUR gesunken sind. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen im Wesentlichen aus der Verrechnung innerkonzernlicher Leistungen sowie Forderungen in Zusammenhang mit dem Ertrag aus dem Transfer Pricing Agreement. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 304 TEUR auf 1.992 TEUR.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 341 TEUR auf 169 TEUR resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Kostenverrechnungen im Konzernverbund. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin haben sich im Wesentlichen aufgrund weiterer Darlehen der Konzernmuttergesellschaft sowie der Verrechnung innerkonzernlicher Leistungen um 2.290 TEUR auf 2.593 TEUR erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere aufgrund geringerer personalbezogener Rückstellungen sowie geringerer Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen rückläufig.

3.4. Finanzlage

Die Finanzlage ist solide. Die Eigenkapitalquote sank um 6,2 Prozentpunkte auf 49,1 %. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerte sich auf 6 Tage (Vorjahr: 16 Tage). Die liquiden Mittel des Unternehmens stiegen im vergangenen Geschäftsjahr von 1.688 TEUR auf 1.992 TEUR.

3.5. Gesamtaussage

Wir bewerten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 als moderat. Die Futurice GmbH und die Futurice-Gruppe sehen großes Potenzial im IT-Markt in Deutschland, das auch in Zukunft Wachstum ermöglichen kann. Dennoch wird aufgrund anhaltender Marktstörungen im Jahr 2023 und daraus resultierender Restrukturierungen das volle Potential des Unternehmens nicht abgerufen. Unser Finanzmanagement zielt darauf ab, Verbindlichkeiten immer innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu realisieren. Dieses Ziel konnte innerhalb des Geschäftsjahres 2023 zu jederzeit erreicht werden.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 4.254 TEUR sind durch Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristige Vermögenswerte von 8.013 TEUR gedeckt.

4. Niederlassungsbericht

Neben dem Hauptsitz in Berlin unterhält die Futurice GmbH weiterhin je eine inländische unselbständige Niederlassung in München und Stuttgart. Im Dezember 2023 betrug die Gesamtzahl der Mitarbeiter 88 (Vorjahr: 143), die sich wie folgt verteilen

Berlin, 43 (Vorjahr: 62)

München, 27 (Vorjahr: 53)

Stuttgart, 14 (Vorjahr: 22)

Remote und Freiburg (als Projektbüro), 4 (Vorjahr: 6)

Vorrangiges Ziel der Niederlassungsgründung war es, operative Schwerpunkte zu setzen und damit die Geschäftsaktivitäten zu lokalisieren. Gerade die Nähe zu wichtigen Kunden in Süddeutschland ist für das weitere Wachstum der Futurice GmbH entscheidend. Das Büro in Freiburg wurde unterjährig als Reaktion auf die Geschäftsentwicklung geschlossen.

5. Prognosebericht

Die Futurice GmbH ist ein erfahrener Anbieter für die Unterstützung von Transformation von Unternehmenskulturen und die Gestaltung digitaler Strategien sowie ein Technologieanbieter für verschiedene Geschäftsbereiche.

Mit hoch qualifizierten und international tätigen Mitarbeitern können wir wirtschaftlichen Erfolg und digitale Entwicklung verbinden. Dabei bleiben Beratung und Softwareentwicklung unser Kerngeschäft. Die Futurice GmbH profitiert vom gestiegenen Druck vieler Unternehmen, insbesondere in hochproduktiven Bereichen, notwendige Digitalisierungsprozesse schneller umzusetzen und damit bestehende oder etablierte Geschäftsmodelle zu transformieren. Auch der weltwirtschaftliche Gegenwind durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine, die gestiegenen Zinsen und fehlende operative Exzellenz vieler Kunden, tragen zur Marktnachfrage nach digitaler Transformation bei, da Unternehmen Effizienz durch digitale Lösungen suchen. Unsere Stärke liegt vor allem in den Bereichen zukunftsorientierter Mobilität und Energie. Darüber hinaus streben wir in Bestandsmarktsegmenten (Media, Entertainment, Gesundheit, Retail) und den damit verbundenen digitalen Dienstleistungen ein weiteres Wachstum an.

Um den herausfordernden Zeiten zu begegnen, planen wir für die Zukunft, ein stärker diversifiziertes Kundenportfolio in den Fokusthemen Mobilität und Energie sowie Kunden aus Industrien im Mittelstandssektor aufzubauen. Aufgrund einer erwarteten rückläufigen Wirtschaftsentwicklung und angespannten Marktsituation in Deutschland für das Jahr 2024, gehen wir von einem mittleren bis stärkeren Umsatzrückgang für die Gesellschaft aus.

Die Entwicklung ist von weiteren Vertriebserfolgen sowie einer positiven Marktentwicklung abhängig. Das Jahr 2024 scheint wie bereits zu Beginn des Jahres angenommen, herausfordernd zu sein. Das Kostenmanagement des Unternehmens wird weiter optimiert und an die zukünftigen Herausforderungen angepasst. Die Anzahl der Mitarbeiter wird im Laufe des Jahres 2024 an die Bedarfslage angepasst und reduziert und die Büromieten werden weiterhin auf ihre Anpassungsfähigkeit hin überprüft - Mietverträge wurden gekündigt und Teilflächen abvermietet, um die benötigten Flächen der Mitarbeiterzahl anzupassen. Insgesamt streben wir Anpassungen und Modernisierungen der Kostenstrukturen an, wo immer dies notwendig ist.

Für 2024 ist vor dem Hintergrund des Transfer Pricing Agreements eine vergleichbare EBIT-Marge wie in 2023 geplant. Es wird erwartet, dass sich die EBIT-Marge 2024 zwischen 3-4 % bewegt. Aufgrund des herausfordernden zurückhaltenden Marktumfelds wird nach einer rückläufigen Geschäftsentwicklung in 2024, erst im Jahr 2025 von einem sich stabilisierenden bis leicht wachsendem Marktumfeld ausgegangen.

Für die Futurice GmbH sehen wir weiterhin eine Stabilisierung in der Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Wir streben auch weiterhin eine Verbesserung der Rentabilität an, indem wir uns auf die Kunden- und Vertriebsarbeit konzentrieren und die betriebliche Effizienz verbessern.

6. Chancen- und Risikobericht

6.1. Risikobericht (allgemeine Ausführungen)

Das größte Risiko resultiert nach wie vor aus der branchenweiten Unsicherheit im Zusammenhang mit der globalen Wirtschaftskrise und der daraus resultierenden hohen Inflation, steigenden Zinsen und allgemeinen Unsicherheiten auf Seiten der Wirtschaft und Konsumenten.

Unternehmen haben ihre Investitionen in die digitale Transformation im Jahr 2023 weiterhin verringert und lediglich seitwärts entwickelt.

Die anhaltenden Krisen in verschiedenen Regionen, die mit den Wahlen in Europa und den USA verbundenen Unsicherheiten sowie der Subventionsdruck mit Blick auf die Mobilitätswende hin zum Elektro-Automobil und dem momentan verbundenen Umsatzrückgang deutscher Automobil- und Zuliefererindustrien, führen weiterhin zu einer deutlichen Verschlechterung der Auftragslage vieler Unternehmen und damit zu einer anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit.

Darüber hinaus nehmen die Risiken im Bereich der Informationssicherheit zu. Der weiterhin hohe Anteil an mobiler Arbeit und die Nutzung von Cloud-Diensten erhöhen die Anforderungen an die Sicherheit von Unternehmens- und Kundendaten erheblich.

6.1.1. Wirtschaftliche Risiken / Branchenrisiken

Die Futurice GmbH unterliegt einem vergleichbaren Risiko wie alle Beratungsunternehmen im Bereich der Informationstechnologie. Wir sehen die übliche Verzögerung im Wachstum oder sinkende Aufträge, sobald sich die Markt- und Absatzsituation unserer Kunden ändert. Dies kann einen Investitionsstopp, aber auch einen Anstieg der Ausgaben für die Digitalisierung bedeuten.

Im Allgemeinen sind wir nur indirekt den Risiken aus den Bereichen Währungen, Handel und Umwelt ausgesetzt und stufen diese kurzfristig als moderat und langfristig als gering ein, da davon ausgegangen wird, dass die Unternehmen weiterhin in die Digitalisierung ihrer Dienstleistungen investieren werden und der Markt für IT-Entwicklung in Zukunft wachsen wird.

Allerdings bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der kurzfristigen Marktaussichten, und eine Stagnation der wirtschaftlichen Lage und potenzielle Zunahme der wirtschaftlichen Unsicherheit könnte sich in Zukunft weiterhin negativ auf die Rentabilität des Unternehmens auswirken.

6.1.2. Strategische Risiken

Der Fokus unserer Geschäftsstrategie liegt auf dem Ausbau unserer Kundenbasis in Kombination mit einer Diversifizierung des Branchenportfolios sowie einer weiter verbesserten Qualifizierung unserer Mitarbeiter.

Konkrete Risiken ergeben sich aus der Substitution von Beratungsdienstleistungen durch KI, einem unterschätzten operativen Aufwand und Zugang zu neuen Branchen und Themen zu erhalten. Solchen Risiken begegnen wir mit einer kontinuierlichen Analyse der Trends in den für uns relevanten Märkten in Kombination mit den definierten strategischen Initiativen. Diese unterliegen kontinuierlicher Überwachung und können bei sich abzeichnenden Veränderungen angepasst werden. Darüber hinaus gehen wir Partnerschaften zur Analyse und Erschließung neuer Märkte ein, auch um Branchenkenntnisse und -kontakte bestmöglich aufbauen zu können.

Die strategischen Risiken im Hinblick auf das Erreichen unserer Finanz- und Ertragsziele im kommenden Geschäftsjahr stufen wir aufgrund einer kurzfristig geringeren Marktnachfrage als hoch ein.

6.1.3. Personelle Risiken

Die Futurice GmbH ist ständig auf der Suche nach Talenten mit hoher Fachkompetenz und hohem individuellem Engagement in den Bereichen Softwareentwicklung, Innovationsthemen und Digitalisierung. Der seit Jahren anhaltende Fachkräftemangel erschwert insbesondere die Rekrutierung lokaler Arbeitskräfte. Zudem führt die damit verbundene Fluktuation zum Verlust von wichtigem Know-how.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter durch ein sog. Early-Caring-Programm (Information des Vorgesetzten, Ursachenforschung und Lösungssuche im Falle ungewöhnlich vielen Überstunden/Minusstunden oder Krankheitstagen), persönlichen Austausch und die Möglichkeit von unbezahltem Urlaub. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, (anonyme, externe) psychologische Beratungsdienste in Anspruch zu nehmen.

Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung und -bindung begegnen wir durch internationale Rekrutierung, eine Reihe von Vergünstigungen und eine flexible Gestaltung von Arbeitsumfeld und -zeit. Wir können auch auf Mitarbeiter innerhalb der Futurice-Gruppe zurückgreifen, die als Expats in Deutschland arbeiten können.

Technische Risiken sehen wir auch bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Hier haben wir verschiedene Maßnahmen zur Informationssicherheit ergriffen und u.a. ein Datenschutzmanagementsystem in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd aufgebaut.

Risiken im Zusammenhang mit der Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern stufen wir als mittelmäßig ein. Unsere Rekrutierungsstrategie konzentriert sich derzeit auf zukunftsrelevante Talente, die unserer neuen strategischen Ausrichtung entsprechen.

6.1.4. Profitabilitätsrisiken

In Gesprächen mit unseren Kunden wird ein Nachfragerückgang bei gleichzeitig erhöhtem Preisdruck bzw. Rabattierung von Dienstleistungen festgestellt. Bei gleichzeitig steigenden Gehältern führt dies kurzfristig zu einer Verringerung der erzielbaren Projektmarge aus Dienstleistungen für die Kunden. In Hinblick auf den vorhanden Gestaltungsspielraum in Bezug auf den Servicemix, stufen wir die Risiken als mittelmäßig ein.

6.1.5. Finanzielle Risiken und Liquiditätsrisiken

Ein Jahr mit schrumpfendem Umsatz erfordert besondere Aufmerksamkeit und Maßnahmen in der nächsten Finanzperiode. Wir sehen aktuell keine bestandsgefährdenden finanziellen Risiken für die Futurice GmbH, da wir alle Anstrengungen unternehmen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden und die Marktnachfrage langfristig wachsen wird. Auf Basis der aktuellen Entwicklung sowie unter Berücksichtigung der Unternehmensplanung ist die wirtschaftliche Gesamtentwicklung der Futurice GmbH dennoch weiterhin von Unsicherheiten geprägt.

Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschaft unserer Einschätzung nach auch im Geschäftsjahr 2024 bzw. 2025 von der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft Futurice Oy, Helsinki, Finnland abhängig. Vor diesem Hintergrund hat die Muttergesellschaft, Futurice Oy, mit Datum vom 19. Dezember 2024 eine betragsmäßig unbefristete Patronatserklärung gegenüber der Futurice GmbH abgegeben und die finanzielle Unterstützung bis mindestens 31. Dezember 2025 zugesichert. Weiterhin hat die Muttergesellschaft, Futurice Oy, die Futurice GmbH mit Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 850 ausgestattet welche auf Basis der Patronatserklärung einem Rangrücktritt unterliegen.

Vor dem Hintergrund des bestehenden Transfer Pricing Agreements und der Klassifizierung der Futurice GmbH als "limited-risk-operator", werden weitere finanzielle Risiken durch die Muttergesellschaft, Futurice Oy, mitigiert. Darüber hinaus ist Deutschland ein wichtiger Absatzmarkt für die Futurice-Gruppe und die Gruppe strebt an, auch in Zukunft international zu wachsen. Unsere Kunden sind überwiegend in Europa ansässig, sodass Wechselkurs- und Länderrisiken unwahrscheinlich sind. Das Unternehmen hat keine externen Finanzierer, sodass wir Risiken aus vorzeitigen Kreditrückzahlungen und in Bezug auf Zinsen weitgehend ausschließen können. Wir haben keine Forderungsausfälle.

6.2. Chancenbericht

Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Futurice GmbH können sowohl externen als auch internen Einflüssen unterliegen. Wir verfügen jedoch noch nicht über ein integriertes Chancenmanagementsystem, das es uns ermöglicht, Chancen systematisch und frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten.

6.2.1. Unternehmensstrategische Chancen

Das Geschäftsmodell und die Kultur der Futurice GmbH sind u.a. darauf ausgerichtet, Dienstleistungen vor Ort beim Kunden und aus den Büros mit größtmöglicher Kundennähe zu erbringen. Die Präsenz in den Büros ermöglicht einen ständigen Wissensaustausch und stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Teams.

Dennoch ist unsere IT-Infrastruktur auf mobiles Arbeiten ausgerichtet und den veränderten Arbeitsweisen unserer Mitarbeiterinnen angepasst. Die damit verbundene Adaption und Verbesserung der Werkzeuge für verteiltes Arbeiten ermöglicht es uns, eine größere Anzahl von Kunden zu bedienen, aber auch Zugang zu mehr Talenten auf dem umkämpften Arbeitsmarkt zu erhalten. Die Erfahrungen aus dem mobilen Arbeiten und der Digitalisierung fließen in unser Dienstleistungsportfolio zurück und können so unser Angebot für die Kunden erweitern.

6.2.2. Leistungsbezogene Chancen

Als reines Dienstleistungsunternehmen lässt sich die Futurice GmbH in die Bereiche Vertrieb sowie Beratung, UX/ Design und Softwareentwicklung unterteilen.

Die größten Chancen sehen wir darin, die Zuordnung und Vermittlung unserer Berater in geeignete Projekte weiter zu verbessern sowie die kontinuierliche Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter sicherzustellen. Dies hilft uns, gleichzeitig unsere Ertragssituation zu verbessern und die Nachfrage nach innovativen und zukunftsorientierten Themen bedienen zu können.

Darüber hinaus positioniert sich die Futurice GmbH im Deutschen Markt weiter mit Leistungs- und Lösungsansätzen in den zukunftsträchtigen Themen AI (Künstliche Intelligenz) und Data, in welchem die Gesellschaft für den DACH Markt weiterhin größeres Wachstumspotenzial sieht.

Die Futurice GmbH kann bei stark steigendem Bedarf an Dienstleistungen flexibel auf einen Ressourcenpool in der Unternehmensgruppe (Finnland, Schweden, Großbritannien) zugreifen. Expats und Cross-Country-Staffing helfen uns, schnell eigene Mitarbeiter einzusetzen, umfangreiche Schulungen sind meist nicht notwendig.

Seit 2019 verfügt die Futurice GmbH über die Zertifizierung nach ISO 27001 in der Informationssicherheit und TISAX Assessment Level 2 und 3. Damit haben wir bewiesen, dass wir die strengen Anforderungen insbesondere der Automobilindustrie und großer Konzerne erfüllen können. Weitere Initiativen für Zertifizierungen und Standards in den Bereichen Nachhaltigkeit und Umwelt sollen folgen und uns so den Zugang zu neuen Kunden und Branchen ermöglichen und unterstützen.

6.3. Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risiken

Wir gehen davon aus, dass die Chancen die Risiken übersteigen und der Fortbestand der Futurice GmbH als Teil der Futurice Oy in den nächsten Jahren gesichert ist. Wir sind zuversichtlich, die identifizierten kurzfristigen Risiken, die den Fortbestand gefährden könnten, im Griff zu haben. Maßnahmen zur Minderung der finanziellen Risiken, die sich aus dem stagnierenden wirtschaftlichen Umfeld, dem erhöhten Preisdruck der Kunden und den schrumpfenden Margen ergeben, sind entwickelt oder bereits in Kraft. Der Umgang mit diesen identifizierten Risiken und die damit verbundenen Maßnahmen bedarf einer tiefgreifenden Prüfung. Chancen werden identifiziert und sind Teil der Unternehmensstrategie.

Nach dem Bilanzstichtag ist der Markt weiterhin herausfordernd. Wir gehen aber davon aus, dass die Marktnachfrage langfristig wieder steigen und ein profitables Geschäft auf Basis des Ausbaus unserer Data & AI sowie strategischen Beratungsexpertise nach 2023 bzw. 2024 ermöglichen wird.

 

Berlin, den 20. Dezember 2024

Sven-Anwar Bibi, Geschäftsführer

1 Bitkom Studie 2023: https://www.bitkom.org/sites/main/files/2023-06/230622Bitkom-ChartsDigitaliserung-der-Wirtschaftfinal.pdf
Bitkom Studie 2024: https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-02/240229Bitkom-ChartsDigitaliserung-der-Wirtschaftfinal.pdf
2 EBIT-Marge = (Gewinn vor Steuern und Zinsen) x 100 / Rohertrag

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
930,00 3.160,00
930,00 3.160,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.886,00 433.075,00
308.886,00 433.075,00
309.816,00 436.235,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.310.174,51 4.024.784,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 228.305,19 211.072,72
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.146.067,53 139.952,27
4. sonstige Vermögensgegenstände 336.322,37 347.003,41
6.020.869,60 4.722.812,83
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.992.391,43 1.688.224,50
8.013.261,03 6.411.037,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.407,00 28.145,00
8.357.484,03 6.875.417,33

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.780.013,18 4.133.500,87
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 298.820,42 -353.487,69
4.103.833,60 3.805.013,18
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 113.888,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.035.312,13 1.779.208,30
1.149.200,13 1.779.208,30
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.941,52 158.015,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.977,66 510.176,74
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.593.486,23 303.292,37
4. sonstige Verbindlichkeiten 287.044,89 318.519,59
3.104.450,30 1.290.004,45
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.191,40
8.357.484,03 6.875.417,33

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 13.778.064,46 18.294.355,37
2. sonstige betriebliche Erträge 2.293.619,49 155.664,29
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.101.847,34 3.636.523,05
3.101.847,34 3.636.523,05
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.947.248,34 8.345.754,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.483.797,40 1.858.875,26
8.431.045,74 10.204.629,95
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 136.246,05 192.524,95
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 1.300,00
136.246,05 193.824,95
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.945.458,02 4.837.764,78
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 6.504,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.449,75 2.415,49
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 142.776,63 -65.628,87
10. Ergebnis nach Steuern 298.860,42 -353.005,69
11. sonstige Steuern 40,00 482,00
12. Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) 298.820,42 -353.487,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Futurice GmbH mit Sitz in Berlin ist unter der HRB 127385 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion und Programmierung von Software, sowie der Handel und Vertrieb von Software zur Anwendung im Bereich Mobilfunk, Telekommunikation, Internet sowie für Multimediaprodukte und anderer verwandter Gebiete.

Der Jahresabschluss der Futurice GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen gilt die Gesellschaft als "mittelgroße Kapitalgesellschaft".

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Futurice GmbH ist Bestandteil des Konzernverbunds der Futurice Oy mit Sitz in Helsinki, Finnland welche den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Die Futurice Oy ist im finnischen Handelsregister unter der Nummer 1623507-4 eingetragen.

Die Futurice Oy und die Futurice GmbH haben im Geschäftsjahr 2023 ein neues Transfer Pricing Agreement abgeschlossen in dem die Futurice GmbH als sog. "limited-risk-operator" klassifiziert wird. Auf dieser Basis wird die Futurice GmbH mittels Transfer Pricing Adjustment seitens der Futurice Oy jährlich auf eine definierte Zielmarge (EBIT-Marge) ausgesteuert. Die Berechnungssystematik des Transfer Pricing Adjustments enthält hierbei eine dynamische Komponente, welche erfolgs- und umsatzabhängige Unternehmenskennzahlen der Futurice GmbH berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund trägt de Futurice GmbH trotz Klassifizierung als "limited-risk-operator" individuelle Risiken und Chancen aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Da die wirtschaftliche Gesamtentwicklung der Futurice GmbH weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist, ist die Gesellschaft nach Einschätzung der Geschäftsführung auch im Geschäftsjahr 2024 bzw. 2025 von der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft Futurice Oy, Helsinki, Finnland abhängig. Die Muttergesellschaft, Futurice Oy, hat mit Datum vom 19. Dezember 2024 eine betragsmäßig unbefristete Patronatserklärung gegenüber der Futurice GmbH abgegeben und die finanzielle Unterstützung bis mindestens 31. Dezember 2025 zugesichert. Weiterhin hat die Muttergesellschaft, Futurice Oy, die Futurice GmbH mit Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 850 ausgestattet welche auf Basis der Patronatserklärung einem Rangrücktritt unterliegen. Unter Würdigung der Gesamtsituation geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Fortbestand der Futurice GmbH zum aktuellen Zeitpunkt sichergestellt ist. Vor diesem Hintergrund wurde der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen.

Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Einzelanschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr 250,00 € bis 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Die Bewertung der Fremdwährungsposten erfolgt im Zugangszeitpunkt und zum Bilanzstichtag mit dem zu diesem Zeitpunkt maßgeblichen Euro-Referenzkurs (Devisenkassamittelkurs).

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang enthaltenen Anlagenspiegel.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen Forderungen gegen Kunden aus der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die Entwicklung ist im Wesentlichen stichtagsbedingt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 228.305,19 € (Vorjahr: 211.072,72 €) und resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen in Zusammenhang mit der Verrechnung innerkonzernlicher Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter belaufen sich auf 2.146.067,53 € (Vorjahr: 139.952,27 €) und bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen in Zusammenhang mit der Verrechnung innerkonzernlicher Leistungen sowie Forderungen in Zusammenhang mit dem Transfer Pricing Agreement. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen Forderungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer enthalten.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 € (Vorjahr: 25.000,00 €).

Die sonstigen Rückstellungen betragen 1.035.312,13 € (Vorjahr: 1.779.208,30 €) und betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche von Arbeitnehmern, Ansprüche aus variablen Gehältern von Arbeitnehmern, Gruppenkostenumlagen, die Kosten für die Erstellung und die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses und der betrieblichen Steuererklärungen für das abgeschlossene Geschäftsjahr und Rechts- und Beratungskosten, sowie übrige Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen in Höhe von 54.941,52 € (Vorjahr 158.015,75 €) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 168.977,66 € (Vorjahr: 510.176,74 €). Weiterhin sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.593.486,23 € (Vorjahr: 303.292,37 €) bestehend aus Darlehensverbindlichkeiten mit Rangrücktrittserklärung in Höhe von 850.000,00 €, davon 600.000,00 € mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 250.000,00 €, davon 0,00 € mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.743.486,39 € (Vorjahr 53.292,37 €) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern mit 254.752,74 € (290.407,16 €) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit 21.045,52 € (12.716,07 €).

Die Gliederung der Restlaufzeit nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (in Klammern zum 31. Dezember 2022).

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit 1-5 Jahre
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.941,52 0,00 0,00 54.941,52
(158.015,75) (0,00) (0,00) (158.015,75)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.977,66 0,00 0,00 168.977,66
(510.176,74) (0,00) (0,00) (510.176,74)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.993.486,23 600.000,00 0,00 2.593.486,23
(303.292,37) (0,00) (0,00) (303.292,37)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 287.044.89 0,00 0,00 287.044,89
(318.519,59) (0,00) (0,00) (318.519,59)
2.504.450,30 600.000,00 0,00 3.104.450,30
(1.290.004,45) (0,00) (0,00) (1.290.004,45)

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.039,27 € (Vorjahr: 5.442,91 €), sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 13.646,33 € (Vorjahr 44.300,00 €). Weiterhin sind Erträge aus dem innerhalb des Geschäftsjahres 2023 mit der Muttergesellschaft, Futurice Oy, abgeschlossenen Transfer Pricing Agreement in Höhe von 2.225.000,00 € (Vorjahr: 0,00 €) enthalten.

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 103.716,68 € (Vorjahr: 140.459,75 €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4.150,63 € (Vorjahr: 15.593,77 €).

Die Zins en und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 15.357,63 € (Vorjahr: 2.052,09 €).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1.971.357,18 € (Vorjahr: 2.265.274,62 €). Die Laufzeiten stellen sich wie folgt dar

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit 1-5 Jahre
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Gesamt
775.077,24 1.196.279,94 0,00 1.971.357,18
(738.120,84) (1.527.153,78) (0,00) (2.265.274,62)

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB im Jahr 2023 betrug 111 (Vorjahr: 146). Im Jahresdurchschnitt wurden 111 Angestellte (Vorjahr: 142) und 1 Werkstudenten (Vorjahr: 3) beschäftigt.

3. Gesellschaftsorgane

Zu alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern sind bestellt: Herr Sven-Anwar Bibi, Dipl. Designer, Geschäftsführer für alle Bereiche.

Bezüglich der Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4. Nachtragsbericht

Mit Datum vom 22. Oktober 2024 wurden ein bestehender Darlehensvertrag über ein Darlehen in Höhe von 600.000,00 € zwischen der Muttergesellschaft, Futurice Oy als Darlehensgeberin und der Futurice GmbH als Darlehensnehmerin bis 31. Dezember 2025 verlängert. Weiterhin erfolgte mit Datum vom 30. Oktober 2024 die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 250.000,00 € durch die Futurice GmbH an die Futurice Oy. Mit Datum vom 19. Dezember 2024 hat die Muttergesellschaft, Futurice Oy, der Futurice GmbH eine Patronatserklärung mit Rangrücktritt mit Mindestlaufzeit bis 31. Dezember 2025 erteilt.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 298.820,42 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 20. Dezember 2024

Futurice GmbH

Sven-Anwar Bibi, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.845,00 0,00 0,00 11.845,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.845,00 0,00 0,00 11.845,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.558,45 9.827,05 45.088,21 898.297,29
Summe Sachanlagen 933.558,45 9.827,05 45.088,21 898.297,29
Summe Anlagevermögen 945.403,45 9.827,05 45.088,21 910.142,29
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.685,00 2.230,00 0,00 10.915,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.685,00 2.230,00 0,00 10.915,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.483,45 134.016,05 45.088,21 589.411,29
Summe Sachanlagen 500.483,45 134.016,05 45.088,21 589.411,29
Summe Anlagevermögen 509.168,45 136.246,05 45.088,21 600.326,29
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 930,00 3.160,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 930,00 3.160,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.886,00 433.075,00
Summe Sachanlagen 308.886,00 433.075,00
Summe Anlagevermögen 309.816,00 436.235,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Futurice GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Futurice GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Futurice GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 20. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Susanne Riedel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Thomas Arthur Lang, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde noch nicht festgestellt.

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