SERVIER Deutschland GmbHLiquidiert

80687 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 75665
Eingetragen
10.1.1985
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
Import und Export sowie der Großhandel von pharmazeutischen, medizinischen, chemischen, tierärztlichen und diätetischen Präparaten, sowie aller Erzeugnisse auf dem Gebiet der Hygiene, der Parfümerie und der Schönheitspflege, weiterhin die Verbreitung medizinischer und technischer Auskünfte dieser Produkte. Prä-klinische und klinische Studien jeder Art sowie Beobachtungsstudien jeder Art im Gesundheitsbereich.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Bazantay
seit 8.11.2001
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

SERVIER Deutschland GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/2013

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Umsatzentwicklung

Die SERVIER Deutschland GmbH ist als Tochtergesellschaft eines französischen Pharmakonzerns mit der Vermarktung und dem Vertrieb der aus der konzerneigenen Forschung hervorgebrachten Produkte auf dem deutschen Markt betraut.

Der Umsatz vor Berücksichtigung von Erlösschmälerungen im Wirtschaftsjahr 2012/2013 lag mit 3,3 v.H. moderat über dem Umsatz des Vorjahres. Die Umsatzentwicklung des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes lag laut MAT (Moving Annual Total) der Firma IMS bei +4,6 v.H. im September 2013. Die IMS misst dabei im Wesentlichen den Umsatzstrom vom Großhandel in die öffentlichen Apotheken (DPM IMS). Die Umsatzentwicklung der Produkte der SERVIER Deutschland GmbH lag mit 6,2 v.H. (MAT September 2013) leicht über der Entwicklung des Gesamtmarktes. Im IMS-spezifischen Ranking nach erzieltem Umsatz konnte sich die SERVIER Deutschland GmbH leicht von Platz 67 im Vorjahr auf Platz 65 in diesem Jahr auf Basis des MAT September 2013 verbessern.

Die Umsatzentwicklung der SERVIER Deutschland GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich bestimmt von der Entwicklung eines unserer beiden Hauptumsatzträger. Das im April 2009 sehr erfolgreich eingeführte Antidepressivum musste im abgeschlossenen Geschäftsjahr nach Jahren des starken Wachstums erstmalig einen Umsatzrückgang verzeichnen. Dies lag im Wesentlichen daran, dass im Oktober 2012 ein sogenannter DHCP-Letter (Dear Health Care Professional-Letter) versendet wurde, in dem die Notwendigkeit der Durchführung von Leberfunktionstests erneut hervorgehoben worden ist. Die dadurch hervorgerufene Verunsicherung in der Ärzteschaft sowie der starke Anstieg an Parallelimporten aus dem europäischen Ausland von mehr als 30 v.H. führten zu diesem Umsatzrückgang.

Unser Produkt zur Behandlung chronischer stabiler Angina Pectoris und Herzinsuffizienz ist im Januar 2006 in den deutschen Pharmamarkt eingeführt worden und zeigt weiterhin eine sehr beeindruckende Umsatzdynamik und konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um +21 v.H. zum Vorjahr steigern. Ein Grund dafür ist die im Februar 2012 erhaltene zusätzliche Zulassung zur Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz. Der Umsatz der Perindopril-Produktgruppe verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rückgang von -6 v.H. zum Vorjahr, was zum einen auf den erneut gestiegenen Anteil an Parallelimporten sowie der Absenkung unserer Preise zum 01.07.2012 auf Festbetragsniveau zurückzuführen ist.

Unser Produkt zur Behandlung von Osteoporose schloss das Geschäftsjahr erneut unter Vorjahresniveau ab (-6 v.H.), was im Wesentlichen dem Versand eines Rote Hand Briefes im Mai 2013 geschuldet ist.

Der Abschlag für den pharmazeutischen Unternehmer gemäß § 130a Abs.1 SGB V wurde mit Wirkung vom 01.08.2010 von 6 v.H. auf 16 v.H. erhöht. Diese Erhöhung ist auf den 31.12.2013 begrenzt. Dies betrifft die nicht festbetragsgeregelten und nicht generischen Produkte. Insofern sind wir als forschendes Pharmaunternehmen mit einem hohen Umsatzanteil an innovativen, patentgeschützten Produkten davon überproportional stark betroffen. Die neue Bundesregierung wird noch in 2013 entscheiden, ob und ggf. wie hier ab 1.1.2014 weiter zu verfahren ist. Dies gilt auch für das ebenfalls zum 31.12.2013 bestehende Preis-Moratorium.

In allen Bundesländern haben Kassen- und Kassenärztliche Vereinigungen gemeinsam Leitsubstanzregelungen für verschiedene Indikationen vereinbart und diese mit Zielwerten hinterlegt, die der Arzt im Rahmen seiner Arzneimittelverordnungen zu beachten hat. Dies führt verstärkt zu Substitutionen mit Vorteilen für die generischen Produktsegmente und infolge zu Verordnungseinschränkungen einzelner Produkte von Servier in den regionalen Marktsegmenten.

Ergebnisentwicklung

Die Vereinbarungen über Werbekostenzuschüsse von Les Laboratoires Servier, S.A.S. (LLS), Frankreich und von Servier Ireland Industries Limited (SII), Arklow, Irland, mit der SERVIER Deutschland GmbH sahen für 2012/2013 eine Subventionierung der Werbekosten der von Les Laboratoires Servier, S.A.S., bzw. Servier Ireland Industries Limited gelieferten Produkte vor. Der Vertrag mit LLS wurde am 02.05.2013, der mit SII ebenfalls am 02.05.2013 für jeweils drei weitere Jahre bis zum 30.09.2016 verlängert.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5) abgeschlossen, was im Wesentlichen in der Berücksichtigung einer Rückstellung für Steuern aufgrund der laufenden Betriebsprüfung begründet ist.

Die Nettoumsatzerlöse sind zum Vorjahr um 2,8 v.H. gestiegen, die sonstigen betrieblichen Erträge leicht um 1,2 v.H. gesunken. Aufgrund des weiter gestiegenen Volumens abgeschlossener Direktverträge mit Krankenkassen steigt der Materialaufwand leicht überproportional zum Umsatz mit 3,8 v.H. zum Vorjahr an, was insgesamt zu einem unveränderten Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr führt.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist um 3,1 v.H. im Jahresmittel gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Personalkosten legten gegenüber dem Vorjahr um 2,2 v.H. zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken um 6,8 v.H. hauptsächlich wegen geringerer Aufwendungen für Marketingmaßnahmen.

Vermögens- und Finanzlage

Investitionen im Wesentlichen in die Netzwerkinfrastruktur sowie in diverse IT-Systeme haben zu einem Anstieg des Anlagevermögens um 11 v.H. geführt.

Aufgrund der weiteren Optimierung von Lagerreichweiten konnte das Vorratsvermögen um 6 v.H. verringert werden trotz einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 2,8 v.H.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sinken gegenüber dem Vorjahr um 12 v.H. Die Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften betragen TEUR 23 (Vorjahr TEUR 218). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen auf TEUR 5.480 (Vorjahr TEUR 3.722) und diejenigen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 1.729 (Vorjahr TEUR 1.330). Die Veränderungen der vorgenannten Forderungen und Verbindlichkeiten machen sich spiegelbildlich bemerkbar im starken Anstieg der flüssigen Mittel auf TEUR 9.637 (Vorjahr TEUR 4.861). Die sonstigen Vermögensgegenstände steigen um 16 v.H. auf TEUR 1.310 (Vorjahr TEUR 1.134) und setzen sich im Wesentlichen aus geleisteten Anzahlungen, Spesen-Vorschüssen und Forderungen gegenüber dem Finanzamt zusammen.

Die sonstigen Rückstellungen steigen zum Vorjahr um 7 v.H. an, hauptsächlich durch den Anstieg der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Direktverträgen sowie dem Herstellerrabatt. Die Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 1.808 (Vorjahr TEUR 86) resultiert aus den für das Geschäftsjahr zurückgestellten Ertragsteuern sowie der für die laufende Betriebsprüfung gebildeten Steuerrückstellung.

Die Fremdkapitalquote ist zum Vorjahr von 93 v.H. auf 96 v.H. angestiegen. Das Fremdkapital gegenüber verbundenen Unternehmen betrug TEUR 5.480 (Vorjahr TEUR 3.722) und entspricht rd. 24 v.H. (Vorjahr 21 v.H.) des Fremdkapitals. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 4 v.H. (Vorjahr 7 v.H.).

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die gesundheitspolitischen Einflussfaktoren auf den deutschen Arzneimittelmarkt bekommen - trotz des nach wie vor freien Preiszugangs - durch das im Januar 2011 in Kraft getretene Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der GKV (AMNOG) eine neue Dimension. Dies kann infolge auch für die von SERVIER Deutschland GmbH vertriebenen Arzneimittel zutreffen.

Rabattverträge

Rabattverträge zwischen der pharmazeutischen Industrie und den Krankenkassen haben im Geschäftsjahr 2012/2013 seitens SERVIER weiter an Volumen und Anzahl zugenommen. Zudem konnte für das Produkt zur Behandlung von Bluthochdruck der Zuschlag im Rahmen der Ausschreibung der DAK als drittgrößter deutscher Krankenkasse realisiert werden.

Integrierte Versorgung und Ärztenetze

Integrierte Versorgung bezeichnet die interdisziplinäre, fach- und sektorübergreifende Versorgung von Patienten. Dabei steht primär die Überwindung der Sektoren (ambulanter Sektor und stationärer Sektor) im Fokus. Hier sollen Schnittstellenproblematiken und Barrieren abgebaut und durch die Definition von Behandlungspfaden Ressourcen eingespart sowie Rationalisierungspotentiale genutzt werden, bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität. Verträge zur Integrierten Versorgung in Deutschland wurden von den Krankenkassen im Geschäftsjahr 2012/2013 im gesamten deutschen Pharmamarkt nicht getätigt. Kassen schließen nur noch Verträge mit klar definierter wirtschaftlicher Erfolgsaussicht. Verträge in diesem Versorgungsumfeld bleiben aber für SERVIER Deutschland GmbH weiter relevant wie zum Beispiel in den Bereichen Herz-Kreislauf, Depression und der Osteoporose.

Pharmakovigilanz

Mit der EU Richtlinie 2010/84/EU zur Schaffung eines Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel hinsichtlich der Vigilanz und der Verordnung (EU) Nr. 1235/2010 sowie deren Umsetzung im Jahr 2012 fand eine Harmonisierung, Zentralisierung und letztlich Verschärfung der Pharmakovigilanz-Bestimmungen in Europa statt. Eine bereits sichtbare Folge ist eine massive Zunahme an behördlich initiierten Warnhinweisen für Ärzte vornehmlich bezüglich neuerer, patentgeschützter Präparate. Servier war zuletzt mit ihrem Produkt zur Behandlung von Patienten mit Osteoporose (neue Nebenwirkung, Ergänzung der Warnhinweise und eine neue Kontraindikation) und dem Produkt zur Behandlung bei Depressionen (Hinweise auf die Notwendigkeit von Leberfunktionstests und Ergänzung der Nebenwirkungen) betroffen.

Herstellerrabatt

Mit dem Ziel, dass auch die Hersteller von festbetragsbefreiten Arzneimitteln einen angemessenen Beitrag zur Stabilisierung der GKV-Arzneimittelkosten und damit der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen leisten, wurde zum 01.01.2003 der Herstellerrabatt eingeführt. Zum 01.08.2010 ist dieser Rabatt des pharmazeutischen Unternehmers von bis dato 6 v.H. auf 16 v.H. angehoben worden, was bis auf den 31.12.2013 begrenzt worden ist. Darüber hinaus ist mit Stichtag 01.08.2009 ein Preismoratorium eingeführt worden, welches quasi als Preisstopp fungiert. Im Rahmen der einmal jährlich notwendigen Überprüfung der Beibehaltung der Erhöhung des Herstellerrabattes sowie des Preismoratoriums argumentierte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dass vor dem Hintergrund der konjunkturellen Unsicherheit und der zu erwartenden Ausgabenentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung die Erhöhung des Herstellerrabattes und das Preismoratorium weiterhin gerechtfertigt seien. Für die Zeit nach dem 1.1.2014 steht eine Entscheidung hinsichtlich der Weiterführung des Herstellerrabatts sowie des Preismoratoriums durch die neue Bundesregierung noch aus.

Im Laufe des Jahres 2011 wurde rückwirkend zum 01.01.2011 zusätzlich die Abschlagspflicht auf den Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) erweitert. Somit fallen sämtliche Umsätze der Arzneimittelhersteller mit nicht festbetragsgeregelten und nicht generischen Arzneimitteln unter die Abschlagspflicht nach §130a Abs. 1 S. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V). Im Gegensatz zum Herstellerrabatt des GKV-Anteils führt der PKV-Anteil nach Ansicht des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) nicht zu einer Minderung der Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Wirtschaftsjahr 2013/2014 wird eine weitere positive Entwicklung der Gesellschaft erwartet. Zum einen erwarten wir von den in den zurückliegenden Jahren eingeführten Produkten weitere Wachstumsimpulse. Unser Produkt zur Behandlung von Patienten mit chronischer stabiler Angina Pectoris hat im Februar 2012 die zusätzliche Zulassung für die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz erhalten, wodurch sich das Behandlungspotential dieses Produktes ausgeweitet hat. Auf der anderen Seite erwarten wir von den übrigen Produkten eine Stabilisierung der Umsatzsituation. Das im April 2009 erfolgreich eingeführte Präparat zur Behandlung von Depressionen wird sich trotz der DHCP-Letter aufgrund seiner kompetitiven Produktvorteile im Markt behaupten können. Von unserem Präparat zur Behandlung von Osteoporose erwarten wir eine eher verhaltene Entwicklung aufgrund des Rote Hand Briefes im Mai 2013 trotz der möglichen künftigen Anwendung bei Osteoarthritis.

Zum anderen werden allerdings pharmapolitische Einflüsse weiterhin Druck auf einzelne Präparate der SERVIER Deutschland GmbH ausüben können. Wir erwarten zu unserem Präparat zur Behandlung von Bluthochdruck im kommenden Jahr eine weitere Anpassung der Festbeträge, die sich aber voraussichtlich in geringerem Masse als die bisher erfolgten Anpassungen der Vergangenheit vollziehen wird. Zu unserem Präparat zur Behandlung von Depressionen kann es im Rahmen des sogenannten Bestandsmarktaufrufes des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) nach erfolgter Nutzeneinschätzung dazu kommen, dass der Preis neu verhandelt werden muss.

Für uns als Pharmaunternehmen, welches seine Präparate nahezu ausschließlich über die Großhändler in Verkehr bringt, ist unser Forderungsausfallrisiko äußerst gering. Durch die mit unseren Liefergesellschaften geschlossenen Werbekostenzuschüsse ist darüber hinaus gesichert, dass wir ebenfalls nahezu keinem Liquiditätsrisiko ausgesetzt sind.

Auch im darauffolgenden Geschäftsjahr erwarten wir eine weiter günstige Entwicklung der Gesellschaft. Der Umsatzanteil der in den vergangenen Jahren eingeführten innovativen Produkte wird auch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau verharren. Aufgrund der Kostenzuschüsse von den Liefergesellschaften überwiegen die Chancen in den kommenden zwei Jahren gegenüber den Risiken.

Festbeträge

Festbeträge sind immer noch ein Mittel zur Marktsteuerung und gewinnen durch das zum 1.1.2011 in Kraft getretene Arzneimittel-Neuordnungsgesetz (AMNOG) sogar noch mehr an Bedeutung, die zwangsläufig zu einer Absenkung der Preise führen. Unser Präparat zur Behandlung von Bluthochdruck hat mit Wirkung 01.07.2012 neue Festbeträge bekommen, die im Schnitt eine Preisreduktion in Höhe von etwa 7,5 v.H. zur Folge hatte. SERVIER Deutschland GmbH hat hier im Interesse der Patienten im GKV-System seine Preispolitik angepasst und ihre Preise auf Festbetragsniveau gesenkt. Im April 2014 wird eine erneute Anpassung dieser Festbeträge für die nächsten 2 Jahre erfolgen und infolge eine weitere Preisabsenkung auslösen.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Seit der Einführung des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) am 01.01.2011 bewertet der G-BA nach § 35a SGB V obligat den Zusatznutzen von allen neu im Markt verfügbaren Medikamenten. Zunächst kann ein Hersteller weiterhin neue Medikamente ohne Hindernis und bei gegebener Erstattung in den deutschen Markt einführen. Spätestens ein Jahr nach Marktzugang ist jedoch durch das AMNOG ein deutlich reduzierter Erstattungsbetrag in Kraft, der für GKV, PKV und Selbstzahler gilt.

Zum Tag der Markteinführung ist dazu ein Dossier beim G-BA einzureichen, das den Zusatznutzen des neuen Medikamentes im Vergleich zur Standardtherapie in Deutschland darlegt. Die Standardtherapie wird dabei entsprechend der gesetzlichen Kriterien vom G-BA festgelegt. Innerhalb von 6 Monaten erfolgt dann die Bewertung sowie der Beschluss über den Zusatznutzen. Ist ein Zusatznutzen seitens des G-BA festgestellt, kann mit dem GKV- Spitzenverband ein Erstattungspreis verhandelt werden. Ist kein Zusatznutzen gegeben, darf der Preis des neuen Medikamentes den der kostengünstigsten Vergleichstherapie in Deutschland nicht überschreiten.

Medikamente des Bestandsmarktes können auf Veranlassung des G-BA ebenso bewertet werden, sofern für das Medikament Unterlagenschutz besteht. Als Kriterien für den Bestandsmarktaufruf sind gesetzlich "im Wettbewerb zu bereits bewerteten Substanzen" und "für die Versorgung von Bedeutung" genannt.

Im Rahmen dieser Nutzenbewertung von Arzneimitteln im Bestandsmarkt nach § 35a Abs. 6 SGB V hat der gemeinsame Bundesausschuss im April 2013 die Bewertung von sechs Bestandsmarktgruppen angekündigt. Von Servier waren zu diesem Zeitpunkt dessen Präparat zur Behandlung der Osteoporose sowie das Präparat zur Behandlung von Depressionen betroffen. In Folge nahm der G-BA die Ankündigung des Aufrufs für das Präparat zur Behandlung der Osteoporose wieder zurück, da in dem Beschluss vom April entgegen eigener Festlegung der Status des Unterlagenschutzes des Präparates nicht berücksichtigt worden war. Für das Präparat zur Behandlung von Depressionen wird der Aufruf weiterhin zum 01.11.2013 erwartet.

Der seit 2008 bestehende Therapiehinweis zu unserem Osteoporosepräparat wird auch im Geschäftsjahr 2013/2014 noch mit regionalen Schwankungen auf die Vertriebsaktivitäten Einfluss nehmen. Gegen diesen Therapiehinweis ist am 04.12.2009 Klage gegen den G-BA beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam erhoben worden. Das Urteil resultierte in einer Modifikation weiter Teile der Begründung des Therapiehinweises, der in geänderter Form jedoch nach wie vor Bestand hat.

Produkte

Die Chancen für die Gesellschaft liegen in der Entwicklung der innovativen Produkte im bestehenden Produktportfolio. Der Anteil innovativer Präparate am Gesamtumsatz ist sehr hoch und wird weiter sehr hoch bleiben.

Der Umsatz des im Oktober 2004 eingeführten Präparates zur Behandlung von Osteoporose ist aufgrund des schwierigen pharmapolitischen Umfelds stagnierend. Die Indikationserweiterung für die Behandlung von Osteoporose beim Mann konnte dem Produkt zwar zunächst neuen Schwung verleihen, der in Folge einer neuen Kontraindikation bzgl. Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen und dem damit verbundenen Rote Hand-Brief wieder abebbte. Dies führte zu einer neuen Evaluierung durch das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der europäischen Zulassungsbehörde EMA, dessen Ergebnisse zu Beginn des kommenden Jahres erwartet werden. Aus diesen Gründen erwarten wir für das neue Geschäftsjahr lediglich eine verhaltene Entwicklung der Umsätze dieses Produktes unterhalb des Niveaus des abgeschlossenen Jahres.

Aufgrund des sehr starken Wachstums von 21 v.H. im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil unseres Präparates zur Behandlung der chronischen Angina Pectoris sowie der Herzinsuffizienz am Gesamtumsatz weiter von 35 v.H. im Vorjahr auf 42 v.H. gestiegen. Dies ist zurückzuführen auf die im Vorjahr eingeführte zusätzliche Indikation der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz. Wir erwarten auch im neuen Geschäftsjahr eine weitere deutlich positive Entwicklung der Umsätze dieses Produktes. Ein weiterer Anstieg der Parallelimporte könnte jedoch eine etwas abschwächende Wirkung erzeugen.

Nach starkem Wachstum in den vergangenen Jahren war die Umsatzentwicklung unseres Antidepressivums im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 7 v.H. gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig. Dies lag im Wesentlichen daran, dass ein sogenannter DHCP-Letter (Dear Health Care Professional-Letter) versendet wurde. Der Versand erfolgte auf Weisung der europäischen Zulassungsbehörde EMA in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Darin wurde Servier dazu verpflichtet, im Dezember 2012 und im Frühjahr 2013 nochmals eine Sicherheitsinformation vergleichbaren Inhalts an dieselbe Zielgruppe zu verschicken. Diese Maßnahmen führten zum Teil zu erheblicher Verunsicherung bei den Ärzten, nicht nur wegen der Sorge um ihre Patienten sondern auch wegen des erhöhten medizinischen und administrativen Aufwandes, der mit den Kontrolluntersuchungen verbunden ist. Zudem stieg die Anzahl der Parallelimporte aus anderen europäischen Ländern in den deutschen Markt um über 30 v. H. gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark an, was ebenfalls zur schwächeren Umsatzentwicklung beigetragen hat. Aufgrund einer neuerlichen Weisung der EU Zulassungsbehörde wurde am 12. Oktober 2013 ein weiterer DHCP-Letter verschickt. Die EMA will mit dem Schreiben erneut an die Notwendigkeit der Kontrollen der Leberwerte erinnern und erklärt zusätzlich den Einsatz von Valdoxan bei Patienten mit einem potentiellen Risiko für Leberfunktionsstörungen zur Kontraindikation. Wie stark sich diese erneute Aktion auf die Umsätze auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Wir erwarten dennoch für das neue Geschäftsjahr und für die kommenden Jahre, dass die Chancen die Risiken auf den Umsatz der Gesellschaft weiterhin überwiegen werden. In den kommenden Jahren sind zudem weitere Neueinführungen in den deutschen Markt geplant, die der eigenen Forschung und Entwicklung entstammen.

 

München, 4. Dezember 2013

SERVIER Deutschland GmbH

Christian Bazantay, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. September 2013

Aktiva

30.09.2012
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 706.085,99   777.354,72
2. Geleistete Anzahlungen 12.800,00   12.800,00
    718.885,99 790.154,72
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   690.145,52 475.989,85
    1.409.031,51 1.266.144,57
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 848.470,36   670.909,46
2. Waren 6.086.108,36   6.717.393,46
    6.934.578,72 7.388.302,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.860.175,06   3.250.224,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.006,78   217.563,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.310.064,83   1.134.384,73
    4.193.246,67 4.602.171,92
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   9.637.191,49 4.860.803,31
    20.765.016,88 16.851.278,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.134.222,04 1.223.516,20
    23.308.270,43 19.340.938,92

Passiva

     
      30.09.2012
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00   26.000,00
II. Bilanzgewinn 930.761,48   1.285.519,31
    956.761,48 1.311.519,31
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 1.808.478,07   86.070,00
2. Sonstige Rückstellungen 11.928.348,83   11.122.398,12
    13.736.826,90 11.208.468,12
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.728.761,22   1.329.745,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.479.867,16   3.721.822,71
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.308.225,12   1.748.683,75
davon aus Steuern TEUR 964 (Vj. TEUR 1.347)      
    8.516.853,50 6.800.251,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten   97.828,55 20.700,00
    23.308.270,43 19.340.938,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013

2011/2012
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 74.485.297,78   72.453.365,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 32.566.398,38   32.946.374,70
    107.051.696,16 105.399.740,29
3. Materialaufwand      
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 45.687.110,43   44.003.227,16
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 26.045.885,56   25.470.620,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.452.974,11   4.371.253,53
davon für Altersversorgung TEUR 616 (Vj. TEUR 566)      
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 452.028,16   494.645,50
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28.644.772,43   30.720.314,33
    -105.282.770,69 -105.060.061,13
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55,63   16.654,85
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 195.571,74   11.631,84
    -195.516,11 5.023,01
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.573.409,36 344.702,17
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.658.417,47   79.929,57
11. Sonstige Steuern 269.749,72   259.778,27
    -1.928.167,19 -339.707,84
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss   -354.757,83 4.994,33
13. Gewinnvortrag   1.285.519,31 1.280.524,98
14. Bilanzgewinn   930.761,48 1.285.519,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2012/2013

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ZUR BILANZ

1. Vorbemerkung

Der Jahresabschluss zum 30. September 2013 der SERVIER Deutschland GmbH, München, wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Aufgrund der bestehenden Wahlrechte werden die Zusatzangaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gemacht.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Gemessen an den für Kapitalgesellschaften geltenden Größenklassen des § 267 HGB handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.

2. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und materielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Als Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände werden in der Regel drei bis acht Jahre angesetzt, soweit sich nicht aus gesetzlichen oder vertraglichen Laufzeiten abweichende Nutzungsdauern ergeben.

Die immateriellen und materiellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Die der Abschreibung zugrunde liegende Nutzungsdauer bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis dreizehn Jahre.

Bis zum 31.12.2009 wurde für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis EUR 1.000 im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben, wobei Abgänge von Wirtschaftsgütern, die in diesem Sammelposten enthalten sind, nicht zu dessen Reduzierung führen. Auf Basis des Artikels 1 Punkt 2. a) des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes vom 22.09.2009 werden seit dem 01.01.2010 nun wieder alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von bis zu EUR 410,00 im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgabe berücksichtigt. Dies entspricht der steuerrechtlichen Regelung des § 6 Abs. 2 S.1 EStG.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2012/2013

Anschaffungskosten
01.10.2012 Zugänge Abgänge 30.09.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.468.629,60 182.576,23 0,00 2.651.205,83
2. Geleistete Anzahlungen 12.800,00 0,00 0,00 12.800,00
  2.481.429,60 182.576,23 0,00 2.664.005,83
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.721.745,38 412.338,87 486.000,04 2.648.084,21
  5.203.174,98 594.915,10 486.000,04 5.312.090,04
Aufgelaufene Abschreibungen
01.10.2012 Zugänge Abgänge 30.09.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.691.274,88 253.844,96 0,00 1.945.119,84
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.691.274,88 253.844,96 0,00 1.945.119,84
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.245.755,53 198.183,20 486.000,04 1.957.938,69
  3.937.030,41 452.028,16 486.000,04 3.903.058,53
Buchwerte
30.09.2013 30.09.2012
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 706.085,99 777.354,72
2. Geleistete Anzahlungen 12.800,00 12.800,00
  718.885,99 790.154,72
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 690.145,52 475.989,85
  1.409.031,51 1.266.144,57

3. Umlaufvermögen

3.1 Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten, die Handelswaren mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Einer beschränkten Gängigkeit oder Verwendbarkeit wird im Einzelfall durch Abschläge Rechnung getragen.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird im Einzelfall durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 23.006,78 (Vorjahr: TEUR 218) resultieren in Höhe von EUR 23.006,78 (Vorjahr: TEUR 131) aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Aufgrund des Neuabschlusses des Mietvertrages wurde die zum 30.09.2007 gegenüber der SERVIER Forschung und Pharma-Entwicklung GmbH gebildete Mietabgrenzung aufgelöst (Vorjahr: TEUR 87).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen wird der Barwert des Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von EUR 141.329,13 (Vorjahr: TEUR 172) bis 2017 ratierlich aufgelöst; davon sind EUR 103.110,72 (Vorjahr: TEUR 134) nach einem Jahr fällig.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.3 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

3.4 Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als Rechnungsabgrenzungsposten gezeigt, wenn sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Forderungen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 26.000,00. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 1.285.519,31 vermindert sich um den Jahresfehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres von EUR 354.757,83 und führt zu einem Bilanzgewinn von EUR 930.761,48.

5. Rückstellungen

Für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.141, Vorjahr: TEUR 1.632), für das 13. Monatsgehalt (TEUR 1.413, Vorjahr: TEUR 1.347), für Mitarbeiterboni (TEUR 1.691, Vorjahr: TEUR 2.192), für Direktrabattverträge mit Krankenkassen (TEUR 1.434, Vorjahr TEUR 706), für noch nicht genommenen Urlaub (TEUR 471, Vorjahr: TEUR 389), sowie für noch nicht abgerechnete Rabatte (Zwangsrabatte) gemäß Beitragssicherungsgesetz (TEUR 5.273, Vorjahr: TEUR 4.450) gebildet.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten kommen mit dem Erfüllungsbetrag zum Ansatz.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten wird die Mietabgrenzung in Höhe von EUR 171.593,30 bis 2019 ratierlich aufgelöst. Hieraus betragen die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 19.387,46 (Vorjahr: TEUR 0). Die Mietabgrenzung des Vorjahres (TEUR 206) wurde wegen vorzeitiger Beendigung des Mietvertrages im laufenden Geschäftsjahr aufgelöst.

Die übrigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr betragen EUR 8.476.873,60 (Vorjahr: TEUR 6.593).

Von den Verbindlichkeiten betragen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 5.479.867,16 (Vorjahr: TEUR 3.722). Diese resultieren zu EUR 5.479.867,16 (Vorjahr: TEUR 3.722) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.729 0 0 1.729
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.480 0 0 5.480
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.171 138 0 1.309
- davon aus Steuern 2) 964 0 0 964
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2) 0 0 0 0

B. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse *

Indikation Umsatz
in TEUR
2012/2013
Umsatz
in TEUR
2011/2012
Hypertension 9.600 10.231
Osteoporosis 8.908 9.476
CAD (coronary artery deseases) 36.486 30.088
Depression 32.409 34.796
Andere 209 196
TOTAL 87.612 84.787
Skonto & Herstellerrabatt -13.127 -12.334

* Die Umsatzerlöse sind ermittelt vor Abzug von Skonto und Herstellerzwangsrabatt

Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsatz wird nur der Nettobetrag nach Abzug von Skonti und Herstellerrabatten erfasst.

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Von den periodenfremden Erträgen in Höhe von EUR 496.338,17 (Vorjahr: TEUR 424) resultieren EUR 372.290,51 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 267). Im Wesentlichen resultiert die Auflösung aus im Vorjahr zu hoch gebildeten Rückstellungen für Personalaufwendungen und Honorare.

Bei den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von EUR 202.003,76 (Vorjahr: TEUR 102) handelt es sich um Leistungen aus dem Vorjahr, für die keine oder keine ausreichende Rückstellung gebildet wurde bzw. für die Gutschriften zu erteilen waren.

3. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 1.658.417,47 (Vorjahr: TEUR 80) sind die Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres sowie eine periodenfremde Zuführung für Ertragsteuern aufgrund der laufenden Betriebsprüfung enthalten.

4. Latente Steuern

Aktive latente Steuern bestehen aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen nach Handels- u. Steuerrecht und wären mit einem Steuersatz von 33% anzusetzen; vom Wahlrecht nach § 274 (1) S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

C. sonstige angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen sind wie folgt:

TEUR
Fällig im Geschäftsjahr 2013/2014 2.979
Fällig in darauffolgenden Geschäftsjahren 8.394
  11.373

Darin enthalten sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

2. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse, über die gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB zu berichten wäre.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl setzt sich wie folgt zusammen:

2012/2013 2011/2012
Innendienst 109 104
Außendienst 252 246
  361 350

4. Honorar der Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 48. Für Steuerberatungsleistungen wurden TEUR 47 berechnet.

5. Geschäfte mit nahe stehenden Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

6. Geschäftsführer

Herr Christian Bazantay, Jurist, Paris, Frankreich, war während des Geschäftsjahres 2012/2013 Geschäftsführer der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine Bezüge gewährt.

7. Gesellschafter und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

100% des Stammkapitals der Gesellschaft werden von SERVIER International B.V., Zoetermeer, Niederlande, gehalten. Der Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der SERVIER S.A.S., Suresnes, Frankreich, erstellt.

8. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Geschäftsführer wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn zum 30. September 2013 in Höhe von EUR 930.761,48 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 4. Dezember 2013

SERVIER Deutschland GmbH

Christian Bazantay, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SERVIER Deutschland GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 10. Dezember 2013

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Westermeier, Wirtschaftsprüfer

Thielen, Wirtschaftsprüferin

Niederschrift über einen Gesellschafterbeschluss
der SERVIER Deutschland GmbH mit dem Sitz in München

Die SERVIER INTERNATIONAL B.V. mit dem Sitz in NL- 2711 AB Zoetermeer, Promenadeplein 125, Niederlande, vertreten durch die Unterzeichnenden, ist alleinige Gesellschafterin der Firma SERVIER Deutschland GmbH mit Sitz in München. Die SERVIER INTERNATIONAL B.V. hält hiermit unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine Gesellschafterversammlung der SERVIER Deutschland GmbH ab und beschließt:

1.

Der Jahresabschluß zum 30. September 2013 wird genehmigt.

2.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages zum 30. September 2013 in Höhe von € 1.285.519,31 und des Jahresfehlbetrages zum 30. September 2013 in Höhe von € 354.757,83 ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 30. September 2013 in Höhe von € 930.761,48. Dieser Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Der Geschäftsführung wird Entlastung erteilt.

4.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ERNST & YOUNG GmbH, Arnulfstraße 126,80636 München, wird hiermit zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2014 bestellt.

 

Suresnes, den 31.3. 2014

P. Courtois

 

Zoetermeer, den 10.4. 2014

C. de Monchy

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