SCS Supply Chain Solutions GmbH

Wendenstraße 21A, 20097 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 78967
Eingetragen
19.2.2001
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
die Beratung und Durchführung von Supply Chain Management-Lösungen, nationale und internationale Spedition, Lagerei, Umschlag und Distribution sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, Kontrakt-Logistik, DV-/E-Commerce-Lösungen, Out-sourcing, Übernahme logistischer Dienstleistungen aller Art, Geschäftsprozeß-Abwicklungen, Reederei-Vertretungen, Frachtagenturen, Non Vessel Operation Cargo Carrier (NVOCC), Schiffscharterungen und Projekt-Transporte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Leonard Slezak
seit 19.9.2022
Geschäftsführer
Ingo Richter
seit 22.12.2015
Prokura
Jörg Michael Fock
seit 11.1.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Jörg Michael FockAMA Freight Agency GmbH
50.00%
Arend Heinrich FockAMA Freight Agency GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCS Supply Chain Solutions GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

SCS Supply Chain Solutions GmbH, Hamburg

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 22.037,00 34.135,00
2. Geleistete Anzahlungen 72.120,00 0,00
94.157,00 34.135,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.038,00 6.544,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.136,11 1.136,11
2. Beteiligungen 500,00 500,00
1.636,11 1.636,11
253.831,11 42.315,11
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.581.185,14 12.458.720,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 312.478,05 299.561,36
3. Sonstige Vermögensgegenstände 202.691,02 7.128,17
11.096.354,21 12.765.410,22
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.421.545,71 1.821.442,19
12.517.899,92 14.586.852,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.009,36 29.961,90
12.782.740,39 14.659.129,42

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 626.278,28 465.308,46
III. Jahresüberschuss 79.534,83 160.969,82
730.813,11 651.278,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 66.392,57
2. Sonstige Rückstellungen 1.574.444,00 1.367.070,31
1.574.444,00 1.433.462,88
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.671.629,39 12.513.766,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 91.525,57 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 714.328,32 60.622,20
10.477.483,28 12.574.388,26
12.782.740,39 14.659.129,42

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 65.341.433,16 78.013.554,49
2. Sonstige betriebliche Erträge 46.945,60 65.811,81
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -63.426.064,37 -75.425.762,55
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -671.645,06 -713.951,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -225.536,19 -183.254,32
-897.181,25 -897.206,26
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -107.775,19 -20.359,91
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -852.360,26 -1.517.440,16
7. Erträge aus Beteiligungen 15,00 15,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.799,64 19.524,31
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.982,80 -351,61
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -38.294,70 -76.815,30
11. Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss 79.534,83 160.969,82

Anhang zum 31. Dezember 2023

der SCS Supply Chain Solutions GmbH, Hamburg

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SCS Supply Chain Solutions GmbH wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Soweit Wahlrechte hinsichtlich der Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits bestehen, wurden diese Wahlrechte aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angaben im Anhang ausgeübt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 276 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Bilanzierungsmethoden

Die Bilanzierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches, der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der gesellschaftsrechtlichen Verträge erstellt.

Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die weiteren Bewertungsgrundsätze der § 252 ff. HGB wurden ebenfalls berücksichtigt.

Eine Änderung hinsichtlich der Bewertungsmethoden war gegenüber dem Vorjahr nicht zu verzeichnen.

Anlagevermögen

Das abnutzbare Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, das nicht abnutzbare Anlagevermögen zu Anschaffungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände; siehe hierzu die beigefügte Entwicklung des Anlagevermögens.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden Abschreibungen gem. § 6 Abs. 2 EStG vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Währungsforderungen wurden zum Tageskurs am Bilanzstichtag oder zu einem niedrigeren Kurs angesetzt. Währungsverbindlichkeiten wurden zum Tageskurs am Bilanzstichtag bzw. einem höheren Kurs bewertet.

Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Aktivseite:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 kleiner als 1 Jahr größer als 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
Summe 11.096,4 11.013,1 83,3

Angaben zur Passivseite:

Eigenkapital/ Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung der SCS Supply Chain Solutions GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 79.534,83 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Ausstehende Frachtrechnungen 1.253 1.194
Jahresabschlusskosten 47 32
Archivierung 45 25
Urlaub, Überstunden 29 39
Übrige 200 77
1.574 1.367

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 kleiner als 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Summe 10.477,5 10.477,5 0,0 0,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 616 (Vj. TEUR 45) Steuerverbindlichkeiten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung:

Umsatzerlöse

Die Erlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

2023
TEUR %
LKW 40.640 62,2%
Seefracht 20.887 32,0%
Luftfracht 2.113 3,2%
Übrige 1.701 2,6%
65.341 100,0%

Kursgewinne und -verluste aus Währungsumrechnung

Im Geschäftsjahr entfielen TEUR 17 der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf Kursverluste.

Verzinsung unter verbundenen Unternehmen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 12.882,64 (Vj. EUR 9.731,53) verbundene Unternehmen.

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023 (ohne Geschäftsleitung) 16 Personen (Vorjahr: 16 Personen).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der SCS waren im Geschäftsjahr

Herr Jörg Fock, Kaufmann, Apensen,

Herr Leonard Slezak, Speditionskaufmann, Bachelor of Science (Shipping, Trade & Transport), Hamburg.

Von der Erleichterungsmöglichkeit zur Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 309. Sie entfallen im Wesentlichen auf Mietverpflichtungen (TEUR 293) sowie Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen (TEUR 16).

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber dem Gesellschafter bestanden gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG die nachfolgenden Rechte und Pflichten (in der Bilanz saldiert unter den Verbindlichkeiten erfasst):

Betrag in TEUR
Ausleihungen 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 163,5

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

 

Hamburg, den 14. März 2025

SCS Supply Chain Solutions GmbH

Jörg Fock

Leonard Slezak

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

SCS Supply Chain Solutions GmbH, Hamburg

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 76.703,00 1.998,50 0,00 0,00 78.701,50
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 72.120,00 0,00 0,00 72.120,00
76.703,00 74.118,50 0,00 0,00 150.821,50
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.463,52 245.188,69 0,00 93.833,57 218.818,64
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 0,00 0,00 0,00 30.000,00
2. Beteiligungen 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
30.500,00 0,00 0,00 0,00 30.500,00
174.666,52 319.307,19 0,00 93.833,57 400.140,14
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 42.568,00 14.096,50 0,00 56.664,50
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
42.568,00 14.096,50 0,00 56.664,50
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.919,52 93.678,69 93.817,57 60.780,64
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.863,89 0,00 0,00 28.863,89
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
28.863,89 0,00 0,00 28.863,89
132.351,41 107.775,19 93.817,57 146.309,03
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 22.037,00 34.135,00
2. Geleistete Anzahlungen 72.120,00 0,00
94.157,00 34.135,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.038,00 6.544,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.136,11 1.136,11
2. Beteiligungen 500,00 500,00
1.636,11 1.636,11
253.831,11 42.315,11

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I Wirtschaftsbericht

1. Darstellung zum Geschäftsverlauf

1.1. Tätigkeitsbereich

Bei der SCS Supply Chain Solutions GmbH (SCS) handelt es sich um ein mittelständisches Unternehmen im Bereich Transport und Logistik. Die Gesellschaft unterhält neben dem Sitz der Geschäftsleitung in Hamburg weitere Logistikstandorte in Hong Kong und Kiew.

Die SCS ist ein international tätiges Logistikunternehmen mit dem Schwerpunkt in der Zigarettenindustrie. Als Lead Logistic Provider LLP verantwortet SCS die gesamte Versorgung der nationalen und internationalen Fabrikationsstätten mit Produktionsmaterialien, sowie die komplette Supply Chain der Fertigware bis zum Endkunden SCS ist seit 2000 als unabhängiges Familienunternehmen tätig und verfügt als Spezialist über ein umfassendes Know-how in komplexen Dienstleistungen mit Schwerpunkt in der Tabakindustrie. Innerhalb kurzer Zeit nach Gründung konnten nach der nationalen Verteilung von Fertigwaren in Deutschland auch alle internationalen Transporte eines weltweit operierenden Zigarettenkonzerns übernommen werden. Nach Gründung einer Niederlassung in Hong Kong werden auch alle Transporte an den Produktionsstätten in Asien und Neuseeland organisiert. Seit 2018 operiert ebenfalls ein Büro in Kiew, um speziell die russischen und Osteuropäischen Transporte zu organisieren und zu überwachen. Insgesamt beschäftigt die SCS 16 Mitarbeiter.

1.2. Wirtschaftliches Umfeld

Für das Jahr 2023 wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter die anhaltenden Folgen der Energiekrise und die steigenden Zinssätze. Das Statistische Bundesamt hat gemeldet, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 sehr viel schwächer ausfiel als in den beiden Vorjahren. Das Wachstum betrug -0,3 Prozent, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 1,8 Prozent im Jahr 2022 und 3,2 Prozent im Jahr 2021 darstellt. Der private Konsum blieb schwach, Bau- und Unternehmensinvestitionen haben aufgrund höherer Finanzierungskosten nachgelassen, und die heimische Bürokratie- und Kostenbelastung belastete exportierenden Betriebe. Die staatlichen Konsumausgaben haben weiterhin einen unterstützenden Effekt auf das Wachstum, konnten den Rückgang in anderen Sektoren jedoch nicht vollständig kompensieren.

Die Importe fielen um fast 10%, Exporte hingegen verzeichneten nur einen moderaten Rückgang mit 1,4%. Das gesamte Handelsvolumen ist also rückläufig, was zum einen auf die sinkenden Import- und Exportpreise zurückzuführen ist, zum anderen aber auch durch ein reduziertes Aufkommen an aus- und eingeführten Waren im Vergleich zum Vorjahr resultiert.

Im Jahresrückblick für 2023 zeigt der Transport-Branchenindex von Timocom eine abgeschwächte, aber dennoch positive Entwicklung in Europa. Die Frachtangebote wuchsen um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was jedoch deutlich unter dem Wachstum von 18 Prozent im Jahr 2022 liegt. Der zunehmende wirtschaftliche Druck in verschiedenen Branchen führte zu einer gedämpften Erholung der Transport- und Logistikmärkte.

Das Umsatzvolumen reduzierte sich zum Vorjahr um 16,2 % und die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vorjahresvergleich leicht an.

Der Personal- sowie der Verwaltungsaufwand haben sich leicht verringert, was die fortlaufenden Prozessoptimierungen widerspiegelt. Hohe Abschreibungen und Raumkosten infolge des Bezugs neuer Büroräume führten zu einem erhöhten betrieblichen Aufwand, abgesehen von der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Bildung von Frachtrückstellungen.

Das EBIT verzeichnete einen Rückgang um TEUR 93 verglichen zum Vorjahr auf TEUR 128 im Jahr 2023.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 94 0,7 34 0,2
Sachanlagen 158 1,2 7 0,0
Finanzanlagen 2 0,0 2 0,0
Langfristig gebundenes Vermögen 254 1,9 43 0,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.581 83,0 12.459 85,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 312 2,4 300 2,0
Übrige Aktiva 214 1,6 36 0,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 11.107 87,0 12.795 87,4
Liquide Mittel 1.422 11,1 1.821 12,4
12.783 100,0 14.659 100,0
+/-
TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 60 176,5
Sachanlagen 151 2157,1
Finanzanlagen 0 0,0
Langfristig gebundenes Vermögen 211 490,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.878 -15,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12 4,0
Übrige Aktiva 178 494,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen -1.688 -13,2
Liquide Mittel -399 -21,9
-1.876 -12,8
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 731 5,7 651 4,4
Rückstellungen 45 0,4 25 0,2
Langfristiges Fremdkapital 45 0,4 25 0,2
Rückstellungen 1.529 12,0 1.408 9,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.672 75,7 12.514 85,4
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 92 0,7 0 0,0
Übrige Passiva 714 5,5 61 0,4
Kurzfristiges Fremdkapital 12.007 93,9 13.983 95,4
12.783 100,0 14.659 100,0
+/-
TEUR %
Eigenkapital 80 12,3
Rückstellungen 20 80,0
Langfristiges Fremdkapital 20 80,0
Rückstellungen 121 8,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.842 -22,7
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 92 -
Übrige Passiva 653 1070,5
Kurzfristiges Fremdkapital -1.976 -14,1
-1.876 -12,8

Bei der Beurteilung der Eigenkapitalquote ist zu berücksichtigen, dass die Bilanz im Wesentlichen aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht. Hierbei handelt es sich wirtschaftlich um durchlaufende Posten.

2.2. Finanzlage

2.2.1. Finanzierungsmaßnahmen

Am 31. Dezember 2023 hatte die SCS liquide Mittel im Gesamtwert von TEUR 1.422 zur Verfügung. Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten bestehen nicht.

Im Berichtsjahr ergaben sich Zahlungsmittelabflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von - TEUR 80 sowie aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - TEUR 319.

2.2.2. Investitionen

Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen Investitionen in EDV-Ausstattung, Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung durchgeführt. Alle Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

2.3. Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage der SCS:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 65.341 100,0 78.014 100,0
Materialaufwand -63.426 -97,1 -75.426 -96,7
Personalaufwand -888 -1,4 -897 -1,1
Abschreibungen -108 -0,2 -20 0,0
Dotierung Frachtrückstellungen -185 -0,3 -907 -1,2
Verwaltungsaufwendungen -466 -0,7 -472 -0,6
Raumkosten, Instandhaltung -131 -0,2 -22 0,0
Kfz-Kosten -10 0,0 -15 0,0
Fremdleistungen Personal -3 0,0 -57 -0,1
Übriger Betriebsaufwand -24 0,0 -23 0,0
Übrige Betriebserträge 28 0,0 46 0,1
Betriebsaufwand -65.213 -99.9 -77.793 -99,6
Betriebsergebnis (EBIT) 128 0,1 221 0,4
Finanzergebnis 13 0,0 19 0,1
Neutrales Ergebnis -23 0,0 -2 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 118 0,1 238 0,5
Ertragsteuern -38 0,0 -77 -0,2
Jahresergebnis 80 0,1 161 0,3
+/-
TEUR %
Umsatzerlöse -12.673 -16,2
Materialaufwand 12.000 -15,9
Personalaufwand 9 -1,0
Abschreibungen -88 440,0
Dotierung Frachtrückstellungen 722 -79,6
Verwaltungsaufwendungen 6 -1,3
Raumkosten, Instandhaltung -109 495,5
Kfz-Kosten 5 -33,3
Fremdleistungen Personal 54 -94,7
Übriger Betriebsaufwand -1 4,3
Übrige Betriebserträge -18 -39,1
Betriebsaufwand 12.580 -16,2
Betriebsergebnis (EBIT) -93 -42,1
Finanzergebnis -6
Neutrales Ergebnis -21
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -120
Ertragsteuern 39
Jahresergebnis -81

Der im Berichtszeitraum 2023 erwirtschaftete Umsatz lässt sich in folgende Bereiche einteilen:

2023
TEUR %
LKW 40.640 62,2%
Seefracht 20.929 32,0%
Luftfracht 2.113 3,2%
Übrige 1.701 2,6%
65.383 100,0%

Der Materialaufwand (TEUR 63.426) entfällt fast vollumfänglich auf Aufwendungen für bezogene Transportdienstleistungen. Die Materialaufwandsquote beträgt 97,1 %.

Die Personalkosten (TEUR 888) entfallen auf einen im Berichtsjahr durchschnittlichen Mitarbeiterbestand von 16 Personen (umgerechnet auf Vollzeitkräfte).

II Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Bestandsgefährdende Risiken

Nach Prüfung der gegenwärtigen Risikosituation lassen sich keinerlei Risiken feststellen, die die finanzielle Stabilität oder die Rentabilität nachhaltig gefährden können. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

Die Entwicklung der Ertragsperspektiven und der Zahlungsfähigkeit werden als positiv beurteilt. Langfristige Vermögensverluste sind nicht erkennbar.

2. Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die SCS hat gemäß den gesetzlichen Anforderungen ein Risikomanagementsystem installiert. Die Risiken werden in einem strukturierten und permanenten Prozess und mit Hilfe eines Risikoinventars identifiziert und bewertet.

Das Risikomanagementsystem wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich fortentwickelt. Es stellt die frühzeitige Erkennung von Entwicklungen sicher, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Des Weiteren führt die interne Revision permanent Prüfungen der Geschäftsabläufe auf Sicherheit und Ordnungsmäßigkeit durch. Dabei werden der Aufdeckung von Schwachstellen und Unregelmäßigkeiten sowie der daraus abgeleiteten Ausarbeitung von Empfehlungen zur Vermeidung besondere Aufmerksamkeiten geschenkt. Dieses System stellt in Verbindung mit detaillierten Planungen und anderen Controlling-Instrumenten eine umfassende Information über die aktuelle Situation des Unternehmens sicher. Somit ist die frühzeitige Erkennung von Chancen und Risiken durch das Risikomanagementsystem sichergestellt.

Die SCS ist bestrebt, frühzeitig rechtliche Risiken zu antizipieren. Die Identifikation dieser Risiken, die Abschätzung ihrer potenziellen Auswirkungen und die Ergreifung eventueller präventiver Maßnahmen sollen dazu beitragen, Verfahrensstreitigkeiten und Haftungsverpflichtungen zu vermeiden. Risiken aus Rechtsverfahren werden durch Rückstellungen in ausreichender Höhe in den Jahresabschlüssen erfasst. Darüber hinaus bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus offenen Verfahren und Haftungsverpflichtungen.

3. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko für die SCS wird als niedrig eingestuft. Liquiditätsbedarfe können aus dem laufenden Cashflow bedient werden.

Wir gehen davon aus, dass die bestehenden Zahlungsverpflichtungen weiterhin fristgerecht erfüllt werden.

4. Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko von Forderungen ist weitestgehend begrenzt, da die Zigarettenindustrie extrem profitabel arbeitet und liquide ist.

5. Sonstige Risiken

Wir gehen davon aus, dass durch die Rückstellungen alle erkennbaren Risiken in ausreichender Höhe abgedeckt sind. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken sind Versicherungen abgeschlossen.

III. Prognosebericht

Die Geschäftsleitung geht aufgrund der aktuellen Planung davon aus, dass SCS auch im Jahr 2024 positive Ergebnisse erzielen wird. Die nach wie vor hohe, wenn auch rückläufige Inflation sowie die Abschwächung des globalen Wachstums hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die stabile Umsatzentwicklung im globalen Zigarettenmarkt. SCS konnte durch die kontinuierliche Optimierung interner Prozesse eine stabile Lieferkette für den Hauptkunden sicherstellen.

Seit 2023 setzt SCS verstärkt auf internationale Arbeitskräfte und optimiert den Einsatz administrativer Ressourcen, um die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Personalkosten zu stärken und die Kosteneffizienz weiter zu steigern. Dadurch bleibt das Unternehmen ein zentraler Partner in der Logistik des Zigarettenherstellers.

Die für den Geschäftsbetrieb essenzielle Infrastruktur - einschließlich Transportwege, Lagerkapazitäten und Kommunikationssysteme - steht uneingeschränkt zur Verfügung und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf der operativen Prozesse.

Auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung geht die Geschäftsleitung davon aus, dass SCS auch im Jahr 2024 ein positives Ergebnis erzielen wird. Trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt das Unternehmen zuversichtlich, da es seine Service- und Logistikstrukturen erfolgreich an die veränderten Marktbedingungen angepasst hat.

 

Hamburg, den 14. März 2025

SCS Supply Chain Solutions GmbH

Jörg Fock

Leonard Slezak

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCS Supply Chain Solutions GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht SCS Supply Chain Solutions GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 21. März 2025

INTECON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SH

Martin Lange, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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