A & J Immobilien und Grundbesitz GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Ludwig Lankes seit 16.4.2024 | Vorstandsmitglied |
Nils Lorenz Lensch-Franzen seit 22.12.2021 | Vorstandsmitglied |
Jürgen Walter seit 3.9.2021 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JFD Bank AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der JFD Bank AG, HamburgGrundlagen des UnternehmensDie JFD Bank AG mit Büros in Hamburg und Frankfurt am Main wurde 2006 gegründet und hat seine Geschäftsschwerpunkte in der Ausführung von Wertpapieraufträgen für institutionelle Kunden, der Stellung eines Haftungsdaches gemäß § 3 Abs. 2 S. 1 WpIG für eine deutsche Kapitalgesellschaft, die Services im Bereich der Wertpapierverbriefung erbringt, sowie der Finanzportfolioverwaltung. Die JFD Bank AG beschäftigt zum 31. Dezember 2023 zwei Vorstände und elf Mitarbeiter in den Büros Frankfurt und Hamburg. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 leicht zurückgegangen, wobei das preisbereinigte BIP um etwa 0,3 % fiel. Hohe Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen setzten die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Statistischen Bundesamtes unter Druck. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Covid-19 Pandemie konnte somit nicht weiter fortgesetzt werden. Im Vorjahr wuchs das preisbereinigte BIP um 1,8 %. Wie das Vorjahr auch, war das Jahr 2023 von einer gestiegenen Teuerungsrate geprägt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um weitere 5,9 %, nachdem diese im Vorjahr bereits um 7,9 % gestiegen waren. Die Energiepreise stiegen im Vergleich zum Jahr 2022 um 5,3 %. Nach dem starken Anstieg im Vorjahr lagen die Energiepreise demnach weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch die Nahrungsmittelpreise stiegen weiter um 12,4 %. Die Umsätze im Einzelhandel stiegen laut Statistischem Bundesamt im Jahresverlauf zwar nominell um 2,3 %, fielen aufgrund der Preissteigerungen real aber um 3,3 %. Die Stimmung der Verbraucher stieg nach Angaben des GfK Konsumklimas im Jahresverlauf 2023 verglichen mit dem Jahresende 2022. In der zweiten Jahreshälfte 2023 fiel die Stimmung erneut etwas, jedoch nicht auf das Niveau des Vorjahres. Gemäß dem Ifo Institut wurden im Jahr 2023 insgesamt 17.814 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber den finalen Zahlen des Jahres 2022 um 22,1 %. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beeinträchtigte die schwache Konjunktur die Entwicklungen am Arbeitsmarkt im Jahr 2023. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Dieser Effekt sei auch ohne Personen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft, die im Zuge des russischen Angriffskrieges nach Deutschland gekommen sind, gegeben. Gleichzeitig seien die Werte für die Erwerbstätigkeit und für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte leicht gestiegen und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist auf einem hohen Niveau geblieben. Im Jahresdurchschnitt 2023 ist die Zahl der erwerbsfähigen Menschen, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) bezogen haben, auf 4,6 Millionen gestiegen. Dabei haben rund 799.000 Menschen Arbeitslosengeld erhalten und 3,9 Millionen waren Bürgergeld berechtigt. An den globalen Aktienmärkten setze insbesondere zum Jahresende ein Aufwärtstrend ein, der zu teils deutlichen Gewinnen im Vergleich zum Schlusskurs des Vorjahres führte. Der deutsche Leitindex DAX stieg im Jahresverlauf um 20,31 % (Schlusskurs: 16.751,64). Weitere deutsche Indizes weisen ein überwiegend sehr ähnliches Kursbild auf und haben über das Jahr ebenfalls zugelegt: MDAX +8,04 %, SDAX +17,06 %. Auch die weltweiten Indizes profitierten im Jahresverlauf 2023 von Kurssteigerungen: NASDAQ100 +53,81 %, S&P500 +24,23 %, DowJoneslA +13,70 %, Nikkei225 +28,24 % und EuroStoxx50 19,19 %. 2. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023 lassen sich vier Geschäftsbereiche unterscheiden. Erneut lag der Fokus des Bankgeschäfts auf Order Execution. Auch die Kooperation mit vertraglich gebundenen Vermittlern und Mandate im Bereich der Portfolioverwaltung wurden weitergeführt. Der Ausbau des Wertpapiergeschäfts schritt im Geschäftsjahresverlauf weiter voran. Die Ertragslage des Bereiches Institutional Sales Trading lag im Jahr 2023 aufgrund der Marktweiten geringen Handelsaktivität in der zweiten Jahreshälfte auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Im Bereich VgV-Kooperation mussten an den vertraglich gebundenen Vermittler gestellte Rechnungen abgeschrieben werden, sodass das Ergebnis nach Bewertungen aus diesem Geschäftsbereich deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres lag. Die Erträge aus dem Bereich Portfolioverwaltung blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der Aufbau des geplanten neuen Geschäftsbereichs der Wertpapierdepotdienstleistungen schritt im Jahr 2023 weiter voran. 2.1 Entwicklung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31.12.2023 beläuft sich auf TEUR 1.805 und liegt damit in einer für das Institut typischen Größenordnung. Die Aktiva weisen als größte Position Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 926 (Vorjahr: TEUR 555) aus. Diese Position resultiert im Wesentlichen aus Forderungen im Bereich Kundenhandel aus offenen Wertpapiergeschäften TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 183) sowie einer Darlehensforderung gegen das Schwesterunternehmen REA Bank-IT GmbH von TEUR 745 (Vorjahr: TEUR 343). Die Forderungen an Kreditinstitute verminderten sich im Jahresverlauf 2023 aufgrund des negativen Geschäftsergebnisses und der weiteren Bereitstellung eines Darlehens an das Schwesterunternehmen REA Bank-IT GmbH. Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich auf TEUR 814 (Vorjahr: TEUR 1.577). Die Passivseite weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.235 (Vorjahr: TEUR 1.705) aus. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31.12.2023 mit rd. 68 % etwas unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: rd. 75 %). Das Eigenkapital sowie die daraus ableitbaren regulatorischen Eigenmittel sind für das Geschäft der JFD Bank AG als adäquat anzusehen. FinanzlageDie JFD Bank AG setzt derzeit kein Fremdkapital ein. Verbindlichkeiten ergeben sich lediglich aus Spitzen des operativen Geschäfts. Investitionen, wie die Weiterentwicklung um das Wertpapierdepotgeschäft, werden aus dem Eigenkapital finanziert. Die Finanzlage ist als geordnet und auskömmlich zu beurteilen. Es stehen Möglichkeiten zur Außenfinanzierung zum Beispiel in Form von Kapitalerhöhungen oder Kreditlinien zur Verfügung. LiquiditätslageDie Liquiditätslage der JFD Bank AG zeichnete sich durch eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit im vergangenen Geschäftsjahr aus. Zum Bilanzstichtag betrug die Nettoliquidität TEUR 744 (Vorjahr: TEUR 1.597). ErtragslageSchwerpunkt der Geschäftstätigkeit war in 2023 Ausführung von Wertpapieraufträgen für institutionelle Kunden, sowie die Stellung eines Haftungsdaches gemäß § 3 Abs. 2 S. 1 WpIG für eine deutsche Kapitalgesellschaft, die Services im Bereich der Wertpapierverbriefung erbringt. Provisionserträge wurden in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 182) erwirtschaftet, denen Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 284) gegenüberstanden. Der Nettoertrag des Handelsbestandes beträgt TEUR 1.080 (Vorjahr: TEUR 1.238). Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 926 (Vorjahr: TEUR 803) liegt über dem Vorjahresniveau. Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 613 (Vorjahr: TEUR 567) liegen auch über dem Vorjahresniveau. Die Betriebsleistung beträgt unter Berücksichtigung aller Erträge und Zuschreibungen TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 1.541). Ihr stehen Betriebsaufwendungen unter Berücksichtigung aller Aufwendungen und Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.929 (Vorjahr: TEUR 1.760) gegenüber. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR - 470 nochmals deutlicher unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR - 218). Ursächlich hierfür waren neben Abschreibungen von Forderungen sowie geringere Erträge aus dem Finanzkommissionsgeschäft personelle, organisatorische und technologische Investitionen in die Entwicklung des neuen Geschäftsbereiches des Depotgeschäfts. Verzögerungen im Projektverlauf traten insbesondere aufgrund von Entscheidungen externer Partner auf. Diese Verzögerungen sorgten für einen langsameren Projektfortschritt und somit eine Verzögerung beim Erzielen erster Umsätze aus dem Geschäftsbereich. Gleichzeitiger sorgte die Stärkung der internen Strukturen durch zusätzliche Mitarbeiter in den Bereichen Wertpapierabwicklung, Marketing und Vertrieb sowie Projektmanagement für eine höhere Kostenbasis. Der höhere Cashburn im Projekt belastete die Ertragssituation der gesamten JFD Bank AG. 3. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufDie JFD Bank AG schloss das Jahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag. Vor dem Hintergrund der angestoßenen Weiterentwicklung der Strategie der Bank ist ein Jahresfehlbetrag eingeplant gewesen. Die JFD Bank AG konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den Geschäftsbereich Institutional Sales Trading. Darüber hinaus wurden Zukunftsinvestitionen getätigt, die auf die Erlaubnis für die Wertpapiernebendienstleistung der Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten abzielen. 4. Prognose, Chancen- und RisikoberichtPrognoseAllgemeiner AusblickAngesichts der Herausforderungen und Entwicklungen, die die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 durchlaufen hat, ergibt sich für 2024 ein differenziertes Bild. Die Prognosen stützen sich auf die Annahme einer allmählichen Stabilisierung der globalen und lokalen Wirtschaftsfaktoren. Die in 2023 identifizierten Risiken, darunter geopolitische Spannungen, Energiepreisvolatilität und Lieferkettenstörungen, haben wesentliche Strategien und politische Maßnahmen angestoßen, deren Auswirkungen sich voraussichtlich im folgenden Jahr manifestieren werden. Für 2024 wird ein moderater Aufschwung des Bruttoinlandsprodukts antizipiert. Unterstützt durch die Erwartung, dass die Energiepreise eine gewisse Stabilität erreichen und sich die globalen Lieferketten normalisieren, könnte das preisbereinigte BIP ein geringes Wachstum von 0,2% erreichen. Diese positive Entwicklung wird jedoch von der Prämisse begleitet, dass die geopolitischen Konflikte keine weiteren Eskalationen erfahren und die Energieversorgung gesichert bleibt. Die Inflation dürfte im Jahr 2024 deutlich abnehmen. Eine Projektion hin zu einer Inflationsrate von etwa 2,8% spiegelt die Hoffnung auf eine Normalisierung der Preise wider. Eine solche Entwicklung würde die Kaufkraft der Verbraucher stärken und könnte zu einer Belebung des Konsums führen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust, wobei der Fachkräftemangel als limitierender Faktor für das Wirtschaftswachstum bestehen bleibt. Gezielte Bildungs- und Einwanderungspolitiken könnten helfen, diesem Mangel entgegenzuwirken und die Arbeitslosenquote stabil zu halten oder sogar leicht zu senken. Die Aussichten für Handel und Investitionen sind positiv, getragen von der Erholung des globalen Handels und einer stabileren politischen und wirtschaftlichen Umgebung. Deutschland könnte insbesondere in den Sektoren Technologie und Energieeffizienz von verstärkten Investitionen profitieren. Dennoch bleibt die geopolitische Unsicherheit ein nicht zu unterschätzendes Risiko, das die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen kann. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass sowohl Unternehmen als auch politische Entscheidungsträger flexibel bleiben und sich auf verschiedene Szenarien vorbereiten. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass 2024 ein Jahr der vorsichtigen Erholung und des moderaten Wachstums für die deutsche Wirtschaft werden könnte. Die erfolgreiche Bewältigung der genannten Risiken und die konsequente Nutzung sich bietender Chancen werden ausschlaggebend sein, um diese positive Entwicklung zu realisieren. Die angeführten Prognosen basieren auf der aktuellen Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und könnten sich mit neuen Daten oder unvorhergesehenen Ereignissen ändern. Die globalen Aktienmärkte haben seit Jahresende bis Mitte März 2024 teils kräftig zulegen können. Gemessen am MSCI World Index lagen die durchschnittlichen Kurszuwächse in diesen zweieinhalb Monaten bei etwa 10 %. Ausblick JFD BankDie JFD Bank AG arbeitet daran, ihre Wertpapierdienstleistungen im Geschäftsjahr weiteren B2B Kunden anbieten zu können. Nach Erteilung der Erlaubnis für die Wertpapiernebendienstleistung der Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten (§ 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 WpIG), arbeitet die Bank noch an organisatorischen und technischen Voraussetzungen. Da sich im Laufe des Projekts der Projektumfang erweitert hat und externe Partner ausgetauscht werden mussten, verzögerte sich der Projektabschluss, der nun für das Geschäftsjahr 2024 geplant ist. Mit dem Start des neuen Geschäftsbereichs wird es der Bank möglich sein, nicht nur Aufträge ihrer Kunden abzuwickeln, sondern auch ihre Wertpapiere zu verwahren und Depotdienstleistungen anzubieten. Der Projektabschluss ist unter anderem von externen, nicht durch die JFD Bank AG beeinflussbaren Faktoren, abhängig. Eine weitere Verzögerung des Projektabschlusses und somit der Generierung erster Umsätze aus dem neuen Geschäftsbereich kann folglich nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus soll der Geschäftsbereich des Finanzkommissionshandels weiter forciert werden. In diesem Geschäftsbereich und auch in den Bereichen Finanzportfolioverwaltung und der Kooperation mit vertraglich gebundenen Vermittlern verfolgt die JFD Bank AG eine opportunistische Wachstumsstrategie. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Komplexität und der gesteigerten Handelsaktivität der letzten Jahren sieht die JFD Bank AG eine gute Chance, ihre Dienstleistungen als B2B-Anbieter am Markt zu platzieren. Mit den angestoßenen Maßnahmen der Geschäftsentwicklung wird die JFD Bank AG Partner für neue Marktteilnehmer sein können und von der gestiegenen Nachfrage nach Wertpapierdienstleistungen profitieren können. Vor dem Hintergrund der Investitionen in den geplanten Geschäftsbereich Depotgeschäft bzw. Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten geht die JFD Bank AG davon aus, dass die Erträge der verbliebenen Geschäftsbereiche in 2024 noch nicht reichen werden, die Kosten zu decken. Die Bank rechnet mit einem leicht erhöhten Jahresfehlbetrag. 5. Risikobericht für das Geschäftsjahr 2023RisikomanagementsystemAufgrund der Fokussierung der JFD Bank AG auf die genannten Geschäftsfelder, sind die mit dem operativen Geschäft verbundenen Risiken sehr begrenzt. Darüber hinaus ist durch die direkte Einbindung des Vorstands in die operative Tätigkeit eine Risikoidentifikation, -kontrolle, -beurteilung und -kommunikation jederzeit gewährleistet. Als Wertpapierinstitut orientiert sich die JFD Bank AG bei ihrer Risikosteuerung sowohl am regulatorischen Rahmen des Wertpapierinstitutsgesetzes und der Verordnung (EU) 2019/2033 des Europäischen Parlaments und des Rates (IFR) als auch an den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Gemäß der IFR werden die wesentlichen Risiken angemessen mit Eigenmitteln unterlegt. Dabei beinhaltet der Begriff Risiko die Möglichkeit, dass ein Eintritt die künftige wirtschaftliche Lage der Bank wesentlich negativ beeinflusst. Ferner hat die JFD Bank AG einen angemessenen Controlling- und Risikoprozess eingerichtet, der die Beurteilung, Identifizierung, Steuerung sowie Überwachung der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk gewährleistet. Externe Faktoren werden von der JFD Bank AG bei der Risikobeurteilung genauso beachtet wie interne Faktoren. KundenrisikenDie IFR unterteilt die Kundenrisiken in Risiken aus der Verwaltung von Vermögenswerten, dem Halten von Kundengeldern sowohl auf getrennten als auch auf nicht getrennten Konten, der Verwahrung und Verwaltung von Vermögenswerten und der Bearbeitung von Kundenaufträgen von Kassageschäften sowie von Derivatgeschäften. Da die JFD Bank AG keine Vermögenswerte verwaltet, keine Kundengelder hält, keine Vermögenswerte für ihr Kunden verwahrt oder verwaltet und im Sinne des Gesetzes auch keine Kundenaufträge bearbeitet, beträgt das zum 31.12.2023 berechnete Risiko für alle Faktoren des Kundenrisikos 0. MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken umfassen mögliche negative Wertänderungen von Positionen der Bank aufgrund schwankender Marktpreise. Im Einzelnen fallen unter diese Risikokategorie Aktienkurs-, Options-, Zinsänderungs-, Währungs- und Rohwarenrisiken. Marktpreisrisiken spielen eine mittlere Rolle, da sich aus dem Institutional Sales Trading Währungsrisiken ergeben und Wertpapierbestände in sehr geringem Maße von der JFD Bank AG gehalten werden. Die für die JFD Bank AG maßgeblichen Risiken sind hierbei zum einen das Aktienkursrisiko bestehend aus dem Marktpreisrisiko und dem besonderen Kursrisiko sowie das Währungsrisiko. Das Aktienkursrisiko ergibt sich zum einen aus den im Handelsbestand der Bank gehaltenen Aktien. Das Währungsrisiko resultiert aus dem Institutional Sales Trading. Die JFD Bank AG hält für die Abwicklung dieser Geschäfte Liquidität in Fremdwährungen vor. Außerdem entsteht ein Währungsrisiko aus dem Umstand, dass sich bei offenen Positionen eine unvorteilhafte Veränderung der bestehenden Preisrelation zwischen Abrechnungswährung und Fremdwährung einstellt. Die übrigen Risiken des Marktpreisrisikos spielen bei den aktuell gehaltenen Positionen keine Rolle. Die Positionen im Handelsbuch betragen zum 31.12.2023 in Summe EUR 5. LänderrisikenAls Länderrisiken werden Transfer- und Konvertierungsrisiken erfasst, die jedoch auf Grund eines geringen Engagements für die JFD Bank AG nicht von Bedeutung sind. Die Rechnungsstellung sowie Wertpapiergeschäfte erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen in Euro. Ausfall der HandelsgegenparteiKontrahenten- und Emittentenrisiken, die gemäß IFR anhand eines Faktors für den Ausfall der Handelsgegenpartei berechnet werden, können bei der Abwicklung von Handelsgeschäften mit Kunden entstehen, weil ein Handelspartner ausfallen kann und damit seinen vertraglichen Verpflichtungen zur Lieferung von liquiden Mitteln, Wertpapieren oder anderen Werten nicht nachkommen kann. Im Geschäftsjahr 2023 gab es diesbezüglich keine Ausfälle zu verzeichnen, zudem betreibt die JFD Bank AG ausschließlich den Handel mit "geeigneten Gegenparteien". Die Positionen müssen am Tagesende immer glattgestellt sein. Emittentenrisiken entstehen aus Bonitätsverschlechterungen bzw. dem möglichen Ausfall eines Emittenten, dessen Aktien oder andere Wertpapiere die JFD Bank AG im Bestand hält. Zum 31.12.2023 betrugen der Risikowert des Ausfallrisikos der Handelsgegenparteien TEUR 1.212. Dieser Wert ergibt sich aus den offenen Geschäften mit Handelsgegenparteien, die nicht als zentrale Gegenpartei klassifiziert werden. BeteiligungsrisikenAls Beteiligungsrisiken werden Risiken aus potenziellen Verlusten, aus bereitgestelltem Eigenkapital, aus Ergebnisabführungsverträgen (Verlustübernahmen) und aus Haftungsrisiken (z.B. Patronatserklärungen) erfasst. Die JFD Bank AG hat im Jahr 2023 ihren Anlagebestand abgebaut, sodass sich keine Beteiligungsrisiken mehr ergeben. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken umfassen das (kurzfristige) Liquiditätsrisiko im engeren Sinne und das Risiko aus einer mangelnden Liquidität von Handelsprodukten (Marktliquidität). Das kurzfristige Liquiditätsrisiko betrifft das Risiko, dass die JFD Bank AG ihren Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in vollem Umfang nachkommen kann. Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Bank ist Aufgabe des Liquiditätsmanagements und wird direkt durch den Vorstand überwacht. Hierzu werden die betrieblichen Zahlungsströme kontinuierlich erfasst und überwacht. Die JFD Bank AG erstellt regelmäßig eine Ertrags- und Forderungsübersicht, um die erwarteten Mittelzuflüsse zu kontrollieren und den Liquiditätsbedarf zu sichern. Im Berichtsjahr trat zu keiner Zeit ein Liquiditätsengpass auf, und die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen wurden jederzeit eingehalten. Per 31.12.2023 betrugen die liquiden Aktiva TEUR 806 (Vorjahr TEUR 1.558). Das Risiko einer eingeschränkten Marktliquidität für Wertpapiere des Handelsbestandes ist zwar gegeben, jedoch sind die daraus resultierenden Risiken für die JFD Bank AG nicht als wesentlich einzustufen. Die regulatorische Anforderung, jederzeit mindestens ein Drittel von einem Viertel der fixen Gemeinkosten des Vorjahrs an liquiden Aktiva vorzuhalten, wurde im Berichtsjahr stets eingehalten. Operationelle RisikenOperationelle Risiken betreffen Risiken von Verlusten durch Unzulänglichkeiten oder Fehler in Systemen und Prozessen, durch menschliches oder technisches Versagen sowie durch externe Ereignisse. Diese Definition schließt rechtliche und aufsichtsrechtliche Risiken, d.h. Risiken aus unzureichenden vertraglichen Vereinbarungen oder veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ein. Die Geschäftsprozesse und das interne Kontrollsystem werden bei der JFD Bank AG permanent an das operative Geschäft angepasst. Die Einhaltung von Organisationsrichtlinien wird direkt vom Vorstand kontrolliert und dieser ist teilweise auch operativ in die Projekte eingebunden und zu jeder Zeit über den Projektfortschritt informiert. Im Bereich der IT-Sicherheit grenzen wir die Risiken unserer Kommunikations- und Informationssysteme soweit wie möglich ein. Darüber hinaus gewährleisten die neben dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen bestehenden Zugriffs- und Zugangsberechtigungskonzepte die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Systemen und Daten. Ziel ist es, den laufenden Bankbetrieb zu sichern und Verluste für den Fall von Betriebsstörungen auf ein Minimum zu reduzieren. Vor allem durch regelmäßige Updates der Sicherheitssysteme wird hier unbefugtem Zugriff vorgebeugt. Da die JFD Bank AG bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit nicht von bankspezifischen Softwareprogrammen abhängig ist, beschränkt sich das IT-Risiko derzeit vornehmlich auf die Sicherung von Daten und den Schutz vor unbefugtem Zugriff. Die gesamte Börsentechnik (Xetra etc.) läuft über einen langjährig im Markt aktiven externen Dienstleister, der versichert, angemessene, technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen einzusetzen, um sämtliche Daten vor zufälliger oder vorsätzlicher Manipulation, Verlust, Zerstörung oder vor dem Zugriff unberechtigter Personen zu schützen, ihre Sicherheitsverfahren regelmäßig zu überprüfen und sie dem technologischen Fortschritt anzupassen. Im Hinblick auf personelle Risiken sind zum 31.12.2023 alle Positionen besetzt. Kommt es zu Engpässen bei entsprechenden Projekten, dann ist die Bank in der Lage, auf Ersatzpersonal oder zusätzliches externes Personal unter anderem innerhalb der REA Ventures Unternehmensgruppe zurückzugreifen. GeschäftsrisikenGeschäftsrisiken bestehen im Wesentlichen darin, dass der Vorstand und die Mitarbeiter der Bank bedeutende Markt- und Wettbewerbsentwicklungen nicht rechtzeitig erkennen oder falsch einschätzen. Aus diesem Grund beobachtet die Geschäftsleitung unter enger Einbindung des Aufsichtsrates fortlaufend den Markt und die Positionierung der JFD Bank AG in diesem Umfeld. Die Geschäftsstrategie der Bank wird dabei regelmäßig überprüft und bei Bedarf an geänderte Rahmenbedingungen angepasst. Auch bei der Annahme von Aufträgen werden mögliche Risiken im Hinblick auf negative Reputation durch intensive Internet-Recherche und offene Diskussion -auch mit den Börsen und den beteiligten Beratern - versucht zu minimieren. Nicht zuletzt aufgrund der Größe der JFD Bank AG werden Projekte teilweise bis vollständig von einem Vorstand der Bank betreut. Der Aufsichtsrat der JFD Bank AG wird regelmäßig informiert und bei Projekten und wesentlichen Entscheidungen über die Sitzungen hinaus auch in Einzelfällen hinzugezogen. Unterlagen werden, soweit dies erforderlich erscheint, durch den Vorstand selbst regelmäßig auf Vollständigkeit und Plausibilität hin beurteilt, bevor eine Dienstleistung gegenüber dem Kunden erbracht wird. Darüber hinaus sind die Vorstände in die Abwicklung der Aufträge nur soweit erforderlich unmittelbar eingebunden. Aus Sicht des Vorstands ist durch diese Maßnahmen und Vorgehensweise unter Berücksichtigung der Größe der Gesellschaft eine effektive Vorsorge zur Begrenzung von Risiken für die JFD Bank AG gegeben. Aufgrund des Fokus der Geschäftstätigkeit der Bank auf Institutional Sales Trading mit nur unwesentlichen Marktpreis- und Liquiditätsrisiken, zumeist steuer- bzw. eingrenzbaren Adressausfallrisiken und operationellen Risiken und der direkten Einbindung des Vorstands in das Tagesgeschäft, ist die Risikolage der Gesellschaft derzeit als insgesamt überschaubar einzustufen. Eine größere Aufmerksamkeit ist dabei vor dem Hintergrund der Unsicherheiten insbesondere im Zusammenhang mit der Verschärfung von Kapitalmarktregularien dem Ausfallrisiko von Kreditinstituten sowie den operationellen bzw. Reputationsrisiken beizumessen. Dies spiegelt sich im Wesentlichen im Risikotragfähigkeitskonzept und den damit verbundenen Stresstests wider. Mit der Einführung der IFR im Berichtsjahr ergab sich eine besondere Berücksichtigung der Geschäftsrisiken in der Berechnung der Eigenmittelanforderungen. Aufgrund des sogenannten K-Faktors DTF-Kassageschäfte ergeben sich Eigenmittelanforderungen von 0,1 % des durchschnittlichen täglichen Handelsstroms. Die aufsichtsrechtlich geforderten Mindestkapitalquoten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr konstant eingehalten, die Eigenmittel lagen am Jahresende bei rund TEUR 1.446. Ausführungen hierzu können dem jeweiligen Offenlegungsbericht gem. Teil 6 der Verordnung (EU) Nr. 2019/2033 (IFR) entnommen werden, der auf der Homepage der JFD Bank AG veröffentlicht wird. Zusammenfassende Einschätzung der RisikolageEs ist für uns selbstverständlich, eine angemessene Risikokultur zu fördern und uns im Tagesgeschäft aktiv mit Risiken auseinanderzusetzen. Die Verankerung der Risikoanalyse in unserer Unternehmenskultur ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ansatzes. Die JFD Bank AG ermittelt und bewertet die mit ihrem Geschäftsmodell verbundenen Risiken gemäß den branchenüblichen Standards. Die Risiken werden entsprechend der Größe, Komplexität und dem Risikogehalt der Geschäfte angemessen gesteuert. Im vergangenen Berichtsjahr wurden die Instrumente, Systeme und Prozesse zur Risikosteuerung und -Überwachung validiert und auf ihre Angemessenheit überprüft. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden sie bei Bedarf weiterentwickelt und den aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen angepasst. Die aufsichtlichen Anforderungen an Eigenmittel und Liquidität wurden im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Die Risikotragfähigkeit der JFD Bank AG war stets ausreichend. Die eingesetzten Risikokontrollverfahren erwiesen sich im Berichtsjahr als angemessen. ChancenberichtWeltwirtschaft und globale EntwicklungenFür das Jahr 2024 kann ein moderates Wachstum erwartet werden. Das im Vergleich zu vorherigen Jahren gestiegene Zinsniveau, die verminderten steuerlichen Unterstützungen und ein geringeres Produktivitätswachstum sind laut Internationalem Währungsfonds (IWF) Gründe dafür, dass das globale Wachstum zwar moderat wächst, jedoch unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre (2000 - 2019) liege. Für das Welthandelsvolumen prognostiziert der IWF für das Jahr 2024 ein Wachstum von 3,1 %, bevor im Jahr 2025 ein Anstieg von 3,2 % erwartet wird. Die Handelsaktivität an den globalen Aktienmärkten wird maßgeblich von der Entwicklung dieser makroökonomischen Faktoren abhängen. Positionierung in DeutschlandDie JFD Bank AG konzentriert sich seit der Restrukturierung im Jahr 2019 auf weniger komplexe Kerngeschäftsfelder. Als Wertpapierinstitut legt sie dabei ihren Fokus auf das Wertpapiergeschäft. Im Bereich Institutional Sales Trading sind erfahrene und gut vernetze Mitarbeiter eingesetzt, die über langjährige Kundenbeziehungen verfügen. Die JFD Bank AG beabsichtigt im Jahr 2024, ihr Dienstleistungsspektrum um Depotdienstleistungen und die Abwicklung von Wertpapieraufträgen für B2B Kunden zu erweitern. Die Marktanalyse hat ergeben, dass neue und etablierte Marktteilnehmer Bedarf an solchen Dienstleistungen haben. Das in den vergangenen Jahren gestiegene Interesse an Wertpapieren in der Bevölkerung Deutschlands, bietet ein attraktives Marktumfeld, das Produktangebot zu erweitern. Wachstum der bestehenden GeschäftsfelderDie wesentlichen Säulen unseres Dienstleistungsportfolios sind nach der Restrukturierung das Institutional Sales Trading, die Finanzportfolioverwaltung sowie die Stellung eines Haftungsdaches im Rahmen der Erlaubnisse der Bank. Die JFD Bank AG beabsichtigt in diesen drei Geschäftsfeldern sich mindestens konstant weiterzuentwickeln und verfolgt eine opportunistische Wachstumsstrategie. 6. Erklärung des Vorstands nach § 312 Abs. 3 AktGGemäß § 312 AktG hat der Vorstand der JFD Bank AG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 abgegeben. Die Schlusserklärung dieses Berichts lautet: Über die vorstehend aufgeführten Rechtsgeschäfte und Maßnahmen hinaus sind im Berichtszeitraum keine Rechtsgeschäfte vorgenommen worden und auch keine Maßnahmen bekannt, über die berichtet werden müsste. Der Vorstand der JFD Bank AG, Hamburg, erklärt gemäß § 312 AktG, dass die Gesellschaft für jedes Rechtsgeschäft mit dem herrschenden und den mit ihm verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Die Beurteilung erfolgte jeweils anhand der Umstände zum Zeitpunkt, zu dem das Rechtsgeschäft abgeschlossen wurde.
Hamburg, 25. März 2024 Der Vorstand Lars Lankes Nils Lensch-Franzen BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der JFD Bank AG, HamburgAllgemeines, Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie JFD Bank AG ist seit dem 07. September 2021 zu 100% im Besitz der REA Ventures Ltd., Gibraltar. Diese ist somit Alleinaktionär. Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 170792 geführt. Gemäß § 340a Abs. 1 HGB gelten für die JFD Bank AG die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. HGB. Daneben hat die JFD Bank AG die besonderen Bestimmungen aus der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) und des Aktiengesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird in Staffelform aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Forderungen wurden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für einzeln erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für latente Risiken im Forderungsbestand bestehen Pauschalwertberichtigungen. Stille Vorsorgereserven i.S.d. § 340f Abs. 1 HGB wurden nicht gebildet. Die Bestände an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, die dem Anlagebuch zugeordnet sind, werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Bestände an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestands werden aus den Börsenkursen abgeleiteten beizulegenden Zeitwerten abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. Nicht börslich gehandelte Aktien werden zu Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden niedrigeren Zeitwert angesetzt. Der Zeitwert kann dabei ggf. auch aus vorangegangenen Kapitalmaßnahmen abgeleitet werden. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und zeitanteilig vorgenommen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage des Wirtschaftsguts in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag für das einzelne Wirtschaftsgut, EUR 1.000,00 nicht übersteigen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Steuerrückstellungen und die anderen Rückstellungen enthalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die anderen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung laufend entstehen, erfolgt die Umrechnung mit dem amtlichen Mittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Für Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag erfolgt gegebenenfalls eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken berücksichtigt bestehende Unsicherheiten an den Finanzmärkten und damit verbundene Risiken. Daneben erfolgt im Falle von Nettoerträgen des Handelsbestands eine Dotierung gemäß § 340e Abs. 4 HGB. Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert angesetzt. Erläuterungen zum Jahresabschluss1. Erläuterung zur BilanzForderung an KreditinstituteDie unter den Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesenen Beträge in Höhe von TEUR 814 (Vorjahr TEUR 1.577) sind täglich fällig. Forderung an KundenDie Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 52) haben eine Restlaufzeit bis 3 Monate. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere gemäß § 35 RechKredVAktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren bestanden zum 31.12.2023 nicht mehr (Vorjahr TEUR 43). Handelsbestand gemäß § 35 RechKredVDer Handelsbestand in Höhe von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 20) umfasst per 31.12.2023 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 20). Das Institut bildet bei Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestands einen Risikoabschlag von 100% des Betrages, um den die beizulegenden Zeitwerte die Anschaffungskosten jeweils übersteigen. Der Risikoabschlag betrug zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1). Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage dargestellt. Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen im Bereich Kundenhandel aus offenen Wertpapiergeschäften von TEUR 139 (Vorjahr 183), Forderungen gegen die ABN Amro Clearing Bank wegen zu viel abgerechneter Gebühren und Steuern von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5), einer Forderung aus Portfolioverwaltungsgebühren von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 18) eine Forderung gegen Interactive Broker, hierbei handelt es sich um eine Onbording Fee von TEUR 10 (Vorjahr 0) einer Mietkaution in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3), sowie einer Darlehensforderung incl. Zinsen gegen die REA Ventures Management GmbH von TEUR 745 (Vorjahr TEUR 343). Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr TEUR 41) ausgewiesen. Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr TEUR 69), sowie Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 41). RückstellungenDie Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen TEUR 91 (Vorjahr TEUR 164) betreffen im wesentlichen Bonuszahlungen an Mitarbeiter (TEUR 35), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 25) Buchhaltungskosten (TEUR 2), Urlaubsrückstellungen (TEUR 25), Kosten für die Archivierung von Geschäftsunterlagen (TEUR 2), Kosten für die Veröffentlichung des Jahresabschlusses (TEUR 1) sowie Kosten für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 1). Die Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 54) setzen sich im Wesentlichen aus Jahresabschlussprüfungskosten (TEUR 29) Kosten für die WpHG-Prüfung (TEUR 13) und Kosten für Sonderprüfungen (TEUR 12) zusammen. Fonds für allgemeine BankrisikenDer Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB i.V.m. § 340e Abs. 4 HGB wies zu Beginn des Jahres einen Bestand von EUR 179.541,56 aus. Im Einklang mit der Regelung nach § 340e Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgte die Dotierung nur insoweit, dass kein Bilanzverlust entsteht. Zum Bilanzstichtag weist der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB i.V.m. § 340e Abs. 4 HGB EUR 179.541,56 aus. EigenkapitalDas Grundkapital zum 31.12.2023 beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 212.857,00 und ist eingeteilt in 212.857 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 2.299.214,00 (Vorjahr EUR 2.299.214,00). 2. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionsergebnisDie Provisionserträge in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr TEUR 182) resultieren im Wesentlichen aus der Stellung eines Haftungsdaches für die Pactum Securities GmbH, Frankfurt, Portfolioverwaltungsgebühren, sowie aus einem Onbordingprojekts eines zukünftigen Kundens. Allgemeine VerwaltungsaufwendungenDie allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.539 (Vorjahr TEUR 1.370) betreffen im Wesentlichen Löhne und Gehälter TEUR 809 (Vorjahr TEUR 728), Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung TEUR 118 (Vorjahr TEUR 75), Miet- und Nebenkosten inkl. Reinigung und sonst. Raumkosten TEUR 50 (Vorjahr TEUR 19), Versicherungen/Beiträge TEUR 10 (Vorjahr TEUR 8), Kosten Bafin TEUR 18 (Vorjahr TEUR 6), Börsengebühren TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5), Wartungskosten für Hard- und Software TEUR 11 (Vorjahr TEUR 8), Mietleasing Kfz TEUR 4 (Vorjahr TEUR 0), Werbe- und Repräsentationskosten TEUR 11 (Vorjahr TEUR 12), Reisekosten TEUR 7 (Vorjahr TEUR 2), Kosten Wertpapierhandel TEUR 100 (Vorjahr TEUR 145), Porto/Telefon/Büromaterial TEUR 10 (Vorjahr TEUR 7), Fortbildungskosten 1 (Vorjahr TEUR 1), Rechts- und Beratungskosten TEUR 216 (Vorjahr TEUR 201), Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 54 (Vorjahr TEUR 55), Kosten für Aufbewahrungspflichten TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1), Buchführungskosten TEUR 19 (Vorjahr TEUR 18), Lizenzen und Konzessionen TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3), sonstiger Betriebsbedarf/ Verwaltungsaufwand TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1), Nebenkosten des Geldverkehrs TEUR 4 (Vorjahr TEUR 3), Aufsichtsratsvergütungen TEUR 44 (Vorjahr TEUR 44) sowie nicht abzugsfähige Vorsteuer TEUR 44 (Vorjahr TEUR 29). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge TEUR 87 (Vorjahr TEUR 93) enthalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren TEUR 28 (Vorjahr TEUR 0) Erträge aus Kostenweiterbelastungen TEUR 21 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 5), Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 53), sonstige Erlöse von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 6) und Erträge aus der Bewertung von Verbindlichkeiten von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 30). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 18 (Vorjahr TEUR 61) enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen TEUR 18 (Vorjahr TEUR 61). 3. Sonstige PflichtangabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben Lizenzverpflichtungen, Verpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen sowie den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung (soweit nicht unter Forderungen gegen Kreditinstitute ausgewiesen) bestehen nicht. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenZum 31.12.2023 hielt die REA Ventures Ltd. 100,00 % der Anteile an der JFD Bank AG. Die JFD Bank AG ist somit i.S.v. § 17 AktG ein abhängiges Unternehmen der REA Ventures Ltd. Die JFD Bank AG hat keinerlei Ergebnisabführungsverträge, Gewinnabführungsverträge oder Beherrschungsverträge mit verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Aus dieser Betrachtungsweise folgt die Verpflichtung der JFD Bank AG, gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht zum 31.12.2023 im Verhältnis zum herrschenden Unternehmen REA Ventures Ltd. und den mit ihr verbundenen Unternehmen zu erstellen. NachtragsberichtDie deutsche Wirtschaft startete entsprechend der Erwartungen in das Jahr 2024, sodass keine ungeplanten Auswirkungen auf die JFD Bank AG entstanden sind. 4. Angaben gemäß § 340a Absatz 4 HGBIm Geschäftsjahr bestanden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die fünf vom Hundert der Stimmrechte überschreiten. Zahl der MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt neben den Vorstandsmitgliedern 9 Mitarbeiter (Vorjahr: 6). Honorare für den AbschlussprüferDas im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer betrug TEUR 41 (Vorjahr TEUR 41) und untergliedert sich in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr TEUR 28) auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 13 (Vorjahr TEUR 13) auf andere Bestätigungsleistungen. Vorstand der Gesellschaft im GeschäftsjahrLars Lankes, Krefeld Bestellt zum 06.03.2020 Weitere anzugebende Mandate: keine Nils Lorenz Lensch-Franzen, Hamburg Bestellt zum 22.12.2021 Weitere Mandate: 5 Mandate mit Leitungs- und 1 Mandate mit Aufsichtsfunktion Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betragen im Berichtsjahr TEUR 120. Mitglieder des Aufsichtsrates im GeschäftsjahrThomas Waibel, Unternehmer, München Mitglied des Aufsichtsrates der JFD Bank AG Bestellt zum 13.12.2018 Silvio Graß, Diplom-Kaufmann (FH), Berlin Mitglied des Aufsichtsrates der JFD Bank AG Bestellt zum 13.12.2018 Seit 12.07.2019 Vorsitzender des Aufsichtsrates Sascha Bochartz, Vorstand, Montabaur Mitglied des Aufsichtsrates der JFD Bank AG Bestellt zum 16.08.2022 Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr Vergütungen i.H.v. TEUR 44 (Vorjahr TEUR 44) bezahlt. Zum 31. Dezember 2023 wurden vom Aufsichtsrat keine Aktien der Gesellschaft gehalten. Vorschüsse und Kredite wurden weder Vorständen noch Aufsichtsratsmitgliedern gewährt.
Hamburg, 15. März 2024 Der Vorstand Lars Lankes Nils Lensch-Franzen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die JFD Bank AG, Hamburg PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der JFD Bank AG, Hamburg,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 340k HGB i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 340k HGB i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 2. September 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Bjorn Reher, Wirtschaftsprüfer Anke-Luise Haase, Wirtschaftsprüferin BERICHT DES AUFSICHTSRATES FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Sehr geehrte Aktionäre, der Aufsichtsrat der JFD Bank AG möchte Sie im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 unterrichten. Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat in Erfüllung seiner ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Überwachungsfunktion die Tätigkeiten des Vorstands der JFD Bank AG überwacht und diesen beratend begleitet. Maßstab für diese Überwachung waren namentlich die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung. Die Informationsübermittlung des Vorstands an den Aufsichtsrat erfolgte kontinuierlich, umfassend und zeitnah sowohl in schriftlicher als auch mündlicher Berichtsform. Die Berichterstattung des Vorstands umfasste alle wesentlichen Informationen zur aktuellen Lage der Gesellschaft, insbesondere der Unternehmensplanung, der strategischen Weiterentwicklung, der Risikolage und dem Risikomanagement. Zudem informierte der Vorstand über essentielle Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die aktuelle Situation des Unternehmens ist vom Aufsichtsrat regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrats auf Basis der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung des Vorstands überprüft worden. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Geschäftsvorfälle, deren Durchführung an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden war, wurden sorgfältig geprüft, eingehend mit dem Vorstand behandelt und sodann im Aufsichtsrat beschlossen. Über die Sitzungstermine hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in kontinuierlichem Austausch mit dem Vorstand und hat mit diesem die Strategie erörtert und sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert. Die Themen im AufsichtsratsplenumGegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die aktuelle wirtschaftliche und strategische Situation der JFD Bank AG, der Geschäftsverlauf, die Risikoentwicklung und das aktive Risikomanagement sowie die neuen Projekte. Der Aufsichtsrat hat die einzelnen Themen sowie operative und organisatorische Fragen intensiv hinterfragt und diskutiert. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 vier Aufsichtsratssitzungen und einige Abstimmungen abgehalten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an sämtlichen Sitzungen teil. In den Sitzungen wurden unter anderem die nachfolgenden Themen erörtert bzw. Beschlüsse gefasst: In der Aufsichtsratssitzung vom 16. Februar 2023 wurde die Strategieüberprüfung des Vorstands vorgestellt und diskutiert. Anschließend wurden die Finanzdaten des Vorjahres besprochen. Der Bericht des Marktvorstands enthielt unter anderem Ausführungen zum aktuell laufenden Projekt Piranha, welche diskutiert wurden. Es folgte die Vorstellung des Berichtes zur Marktfolge, welches den Bericht zur Compliance, Geldwäsche und Revision enthielt. In der Aufsichtsratssitzung vom 16. Mai 2023 wurden die Finanzdaten für das erste Quartal 2023 besprochen. Der Vorstand berichtete aus dem Projekt im Bereich der Wertpapierabwicklung und Depotführung. In diesem Kontext wurde außerdem eine mögliche Zusammenarbeit mit einem weiteren Kunden besprochen. Der Bericht der Marktfolge umfasste unter die Jahres- und Quartalsberichte aus dem Risikomanagement, der Internen Revision und des Compliance Beauftragten. In der Aufsichtsratssitzung vom 15. August 2022 wurde dem Bericht des Aufsichtsrates zum GJ2022 durch die AR zugestimmt. Im Anschluss erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses für das Jahr 2022. Der AR hatte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und billigte einstimmig den Jahresabschluss 2022. Darüber hinaus wurden die Finanzdaten des ersten Halbjahres diskutiert. Der Bericht des Marktvorstands beinhaltete Updates zum Projektfortschritt und zur Neukundengewinnung. Der Marktfolgebericht enthielt Quartalsberichte zum Risikomanagement sowie den Bereichen Compliance, Geldwäsche und Revision. In der Aufsichtsratssitzung vom 14. Dezember 2023 wurden die Finanzdaten bis zum 30. September 2023 vorgestellt und diskutiert; anschließend folgten detaillierte Berichte über bestehende und perspektivische Projekte im Bereich Markt, wo Herr Lensch-Franzen auf den aktuellen Stand im Bereich Wertpapierabwicklung und Depotgeschäft einging. Herr Lankes ergänzte hierzu insbesondere die technische Perspektive und den Stand der Anbindungsprojekte mit Geschäftspartnern. Der Projektfortschritt wurde diskutiert und Fragen erläutert. Es folgte die Vorstellung des Berichtes zur Marktfolge, welche den Risikobericht vom Q3 2023 sowie Berichte der Internen Revision und Compliance enthielt. Der Vorstand stellte abschließend die Ergebnisse der jährlichen Strategieüberprüfung vor und ging auf die Budgetplanung für das Jahr 2024 ein. Es folgte ein Austausch zu beiden Themen. Bei allen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat unter Zuleitung von Unterlagen über die aktuelle wirtschaftliche und strategische Situation der JFD Bank AG sowie über neue Projekte und den Geschäftsverlauf unterrichten lassen. Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen regelmäßig Einsicht in den Aktienbestand und die Geldanlagen. Regelmäßig wurde in den Sitzungen die strategische Ausrichtung der Gesellschaft sowie über einzelne Projekte, operative und organisatorische Fragen diskutiert und entschieden. Organisation der AufsichtsratsarbeitDer Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum keine Ausschüsse gebildet. Mit einigen Ausnahmen wurden sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats in Sitzungen gefasst. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß den Satzungsbestimmungen der JFD Bank AG aus drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats sind gegenwärtig Herr Silvio Graß (Vorsitzender), Herr Sascha Bochartz und Herr Thomas Waibel. Mitglieder des Vorstands der JFD Bank AG waren zum 31.12.2023: Herr Lars Lankes sowie Herr Nils Lensch-Franzen Jahresabschlussprüfung 2023Der Prüfbericht liegt dem Aufsichtsrat inklusive Testatsexemplar im Entwurf vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 21.08.2024 genehmigt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JFD Bank AG für die erbrachten Leistungen und den Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin den 21.08.2024 Silvio Graß, Aufsichtsratsvorsitzender |
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