GETEC Energie AGLiquidiert

An der Börse 4, 30159 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 59426
Eingetragen
2.3.2006
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Erzeugung, der Transport und der Handel mit Energie und Energiederivaten und alle damit verbundenen Dienstleistungen sowie das Halten und Verwalten aller dazu erforderlichen Anlagen für eigene und fremde Rechnung; der Handel mit Wertpapieren und -derivaten nach Erteilung der staatlichen Genehmigung. Erwerb von und Beteiligung an anderen Unternehmen.

Historie

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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
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Konzern- und Jahresabschlüsse

GETEC Energie AG

Hannover

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2016

GETEC ENERGIE AG, HANNOVER

AKTIVA

31.12.2016
EUR
31.12.2015
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.969.211,03 6.508
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 718.289,42 2.027
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.289,42 2.027
II. Sachanlagen 2.595.258,83 1.514
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.595.258,83 1.514
III. Finanzanlagen 2.655.662,78 2.967
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.362.750,00 2.363
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 288.812,78 600
3. Beteiligungen 4.100,00 4
B. UMLAUFVERMÖGEN 63.068.250,51 56.933
I. Vorräte 256.258,85 168
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 256.258,85 125
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 48.373.547,78 45.829
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.968.635,64 28.173
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.440.997,08 5.910
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.855.171,42 2.097
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.108.743,64 9.649
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.438.443,88 10.936
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 366.376,59 450
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 108.000,00 0
  69.511.838,13 63.891

PASSIVA

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
TEUR
A. EIGENKAPITAL 21.315.165,08 23.496
I. Ausgegebenes Kapital 10.000.000,00 10.000
1. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000
II. Kapitalrücklage 310.000,00 310
III. Gewinnrücklagen 690.000,00 690
1. Gesetzliche Rücklage 690.000,00 690
IV. Bilanzgewinn 10.315.165,08 12.496
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.572.826,33 3.709
1. Steuerrückstellungen 26.375,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 3.546.451,33 3.709
C. VERBINDLICHKEITEN 42.695.739,33 36.684
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.785.755,80 24.106
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.001.126,77 2.545
3. Sonstige Verbindlichkeiten 18.908.856,76 10.033
- davon aus Steuern: EUR 12.152.712,68 (Vorjahr: TEUR 2.364)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.385,25 (Vorjahr: TEUR 10)    
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.928.107,39 2
  69.511.838,13 63.891

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

2016
EUR
2015
TEUR
1. Umsatzerlöse 349.625.266,86 398.144
a) Umsatzerlöse 377.656.918,82 422.953
b) vereinnahmte und abzuführende Strom- und Energiesteuern -28.031.651,96 -24.809
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.097.819,09 2.111
3. Gesamtleistung 350.723.085,95 400.255
4. Materialaufwand -338.754.752,79 -382.503
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -313.011.903,47 -357.601
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -25.742.849,32 -24.902
5. Rohergebnis 11.968.333,16 17.752
6. Personalaufwand -7.049.810,79 -9.046
a) Löhne und Gehälter -6.078.438,71 -7.999
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -971.372,08 -1.047
- davon für Altersversorgung: EUR 44.206,54 (Vorjahr: TEUR 51)    
7. Abschreibungen -1.787.684,82 -2.493
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.787.684,82 -2.493
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.311.239,31 -4.168
9. Betriebsergebnis -1.180.401,76 2.045
10. Erträge aus Beteiligungen 828.382,83 286
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 722.921,48 689
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 443.126,31 (Vorjahr: TEUR 485)    
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -477.706,55 -356
- davon an verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)    
13. Finanzergebnis 1.073.597,76 619
14. Ergebnis vor Steuern -106.804,00 2.664
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag -66.061,29 -946
16. Ergebnis nach Steuern -172.865,29 1.718
17. Sonstige Steuern -7.487,89 -7
18. Jahresfehlbetrag / -überschuss -180.353,18 1.711
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.495.518,26 13.785
20. Ergebnisverwendung -2.000.000,00 -3.000
21. Bilanzgewinn 10.315.165,08 12.496

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

GETEC ENERGIE AG, Hannover

I. Allgemeine Angaben

Die GETEC Energie AG hat ihren Sitz in Hannover und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer HRB 59426 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) in Euro aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Vorjahreszahlen werden in TEUR und in Klammern angegeben.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte entsprechend den Bestimmungen des HGB unter Beachtung der besonderen Regelungen für Kapitalgesellschaften und des AktG.

Going-concern

Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde ( going - concern - Prämisse). Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen.

Fremdwährungsumrechnung

Sofern Fremdwährungspositionen vorlagen, werden die ursprünglich auf ausländische Währung lautenden Beträge mit dem Tageskurs umgerechnet, der am Tag des Zahlungseingangs bzw. -ausgangs Gültigkeit hatte.

Finanzinstrumente

Die GETEC ENERGIE AG bildet Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB zur Abbildung ökonomischer Sicherungsbeziehungen. Es werden für physische Energiehandels- sowie Preisabsicherungsgeschäfte für Strom und Erdgas Bewertungseinheiten auf Makro - Hedge - Ebene gebildet. Die Bewertungseinheiten werden entsprechend der Risikostrategie grundsätzlich bei Zugang gebildet und enden bei Fälligkeit von Grund- und Sicherungsgeschäft. Dabei kommt die Einfrierungsmethode zur bilanziellen Abbildung zur Anwendung.

Neben den üblichen Standard-Forwards und -Futures, in denen sich die Parteien verpflichten zu einem festen Preis die Ware zu tauschen, werden auch andere Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die im Energiegeschäft üblich sind. Die abgesicherten Grundgeschäfte bewegen sich bei Strom und bei Erdgas in einer Größenordnung von ca. 150 Mio. EUR. Aus den bestehenden Termingeschäften drohen keine zukünftigen Verluste. Somit sind auch mit der Bildung der Bewertungseinheiten keine drohenden Verluste abgesichert.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird durch Gegenüberstellung der (zukünftigen) Cashflows (Berechnung mit Forward-Preisen) gemessen. Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen gleichen sich grds. aufgrund der Basiswertidentität aus.

Aus der Effektivitätsmessung ergibt sich, dass die Chancen die Risiken durch Gegenüberstellung der Marktwertveränderung von Grund- und Sicherungsgeschäft überkompensieren. Bilanzpositionen werden insofern nicht berührt.

Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Die steuerlichen Bewertungsvorschriften wurden beachtet.

Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert worden. Es kommen grundsätzlich folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:

Nutzungsdauer in Jahren Abschreibungssatz
in %
Abschreibungsmethode
Immaterielle Vermögensgegenstände 5,0 - 10,0 10,0 - 20,0 linear
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,5 - 13,0 7,7 - 66,7 linear
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1,0 100,0 § 6 Abs. 2 EStG

Bei Zugängen erfolgte die Errechnung der Abschreibungen auf die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens zeitanteilig. Die Abgänge wurden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restwerten ausgebucht.

In Anwendung der steuerrechtlichen Bewertungsvorschrift des § 6 Abs. 2 EStG werden die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten jeweils EUR 410,00 nicht übersteigen, in voller Höhe abgeschrieben. Die GWG-Sammelposten werden weiterhin aufgelöst. Die im Berichtsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter werden erst bei tatsächlichem Abgang auch als Abgang ausgewiesen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der als Anlage zum Anhang beigefügte Anlagenspiegel.

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt. Soweit der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger war als die Anschafftungs- oder Herstellungskosten, ist dieser angesetzt worden (Niederstwertprinzip).

Zur Berücksichtigung der allgemeinen Kreditrisiken wurde eine ausreichende Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Latente Steuern

In Anwendung des HGB in der Fassung des BilMoG wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern auszuweisen (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die latenten Steuern betreffen temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz aufgrund steuerlicher Verlustvorträge für die damit zu rechnen ist, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können.

In Höhe der Bilanzposten der aktiven Steuerlatenz in Höhe von EUR 108.000,00 (Vj. EUR 0,00) wird die Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber einem verbundenen, nicht mehr konsolidierten Unternehmen von EUR 106.398,45 enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 2.115.001,52 (TEUR 1.371) und sind kurzfristig fällig.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 13.856,87 (TEUR 4). Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben EUR 2.462.930,00 (TEUR 2.057) eine Restlaufzeit von über einem Jahr, da es sich um Darlehensforderungen handelt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche von EUR 1.025.988,51 (TEUR 638) ausgewiesen, die erst im Folgejahr rechtlich entstehen.

Eigenkapital

Das Grundkapital wird in EUR geführt. Es teilt sich auf in 1.000.000 Stückaktien. Der Nennbetrag pro Aktie beträgt EUR 10,00.

Die Dotierung der Gewinnrücklagen erfolgte mit Gewinnverwendungsbeschluss zum vorangegangenen Geschäftsjahr und mit Erstellung des aktuellen Jahresabschlusses. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich keine Änderung. Anbei die Entwicklung des Bilanzgewinns:

2016
in EUR
2015
in EUR
Bilanzgewinn 01.01. 12.495.518,26 13.785.012,48
./. Ausschüttung 2.000.000,00 3.000.00,00
+ Jahresergebnis - 180.353,18 1.710.505,78
Bilanzgewinn 31.12. 10.315.165,08 12.495.518,26

Rückstellungen

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs. 1 HGB, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung aller erkennbaren Risiken notwendig ist.

Bei der Rückstellung für die variable Mitarbeitervergütung wurden die gemäß Arbeitsverträgen möglichen Prämien als Ermittlungsbasis verwendet.

Die Steuerrückstellungen enthalten keine latenten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen von EUR 3.546.451,33 (TEUR 3.708) enthalten folgende Einzelrückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang annehmen.

2016
in EUR
2015
in EUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 3.144.491,33 2.013.343,54
Personal 355.762,56 1.668.314,78
Sonstige 46.197,44 27.232,44
Summe 3.546.451,33 3.708.890.76

Verbindlichkeiten

Entsprechend § 253 Abs. 1 HGB sind die Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 2.001.126,77 (TEUR 2.545).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von EUR 12.152.712,68 (TEUR 2.363) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 8.385,25 (TEUR 10).

Alle Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Zum Stichtag waren von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 7.840.744,88 (TEUR 7.774) seitens der Hausbanken durch Bürgschaften/Garantien besichert.

Haftungsverhältnisse

Für 2 Tochtergesellschaften haben die DKB Bank, die Hypo Vereinsbank, die NORD/LB, die Deutsche Bank und die Commerzbank Bürgschaften von insgesamt EUR 14.638.193,08 ausgereicht. Mit Inanspruchnahmen ist nicht zu rechnen, da die zugrunde liegenden Projekte planmäßig verlaufen.

Zudem hat die GETEC ENERGIE AG für die GEWI AG gegenüber Betreibern von Wind- oder Solarparks und Biomasseanlagen diverse Patronatserklärungen im Gesamtwert von EUR 8.121.155,95 ausgegeben, die den jeweiligen Vertragspartnern für die Dauer des zwischen der GEWI AG und den Windparkbetreibern geschlossenen Direktvermarktungsvertrages garantiert, dass die GEWI AG die sich aus dem Vertrag ergebenen Verpflichtungen erfüllen kann. Mit Inanspruchnahmen ist nicht zu rechnen, da die Tochtergesellschaften ihre Verbindlichkeiten aus dem operativen Betrieb bedienen können.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt auf:

2016
in EUR
2015
in EUR
Inland 320.345.492,75 373.305.917,32
Ausland 29.279.774,11 24.838.029,32
Summe 349.625.266,86 398.143.946,64

Strukturell gliedern sich die Umsatzerlöse im Teilkonzern wie folgt:

2016
in EUR
2015
in EUR
Strom 216.105.754,12 279.505.713,17
Gas 123.992.836,77 116.451.780,56
CO 2 7.798.905,91 1.511.155,55
Pfand 671.269,26 675.297,36
Sonstige 1.056.500,80 0,00
Summe 349.625.266,86 398.143.946,64

Die Umsatzerlöse werden gemäß der Neudefinition des § 277 HGB in der Fassung des BilRUG ausgewiesen. Die Umsatzerlöse betragen EUR 349.625.266,86. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, so dass insoweit keine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr gegeben ist. Bei Anwendung der Ausweisvorschriften des BilRUG auf die Werte des Vorjahres betragen die Umsatzerlöse 2015 EUR 399.441.269,98.

In den Umsatzerlösen sind negative periodenfremde Beträge von EUR 514.474,84 enthalten. Im Materialaufwand sind periodenfremde Beträge von EUR 146.229,50 ausgewiesen. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Beträge von EUR 127.087,85. Bei den periodenfremden Beträgen handelt es sich um branchenübliche Effekte.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von EUR 5.135,93 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es handelt sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Mietverträgen für Gebäude. Insgesamt bestehen damit sonstige finanzielle Verpflichtungen von EUR 4.236.835,95. Davon gegenüber zwei verbundenen Unternehmen EUR 4.157.959,26.

Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt:

2016 2015
Angestellte 107 119
Vorstand 3 3
Summe 110 122

Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands sind:
Dipl.-Kfm. Peters, Bernward Isernhagen CEO
gesamtvertretungsberechtigt    
Dipl.-Kfm. Wedde, Götz-Friedrich Hamburg CFO
gesamtvertretungsberechtigt    
Dipl.-Kfm. Holtmann, Christian Kleinmachnow COO
gesamtvertretungsberechtigt    

Änderungen sind bis zum Bilanzaufstellungszeitpunkt nicht eingetreten.

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind:
Dr. Gerhold, Karl, Geschäftsführer der GETEC Energie Holding GmbH, Magdeburg Hannover, Vorsitzender
Dipl.-Kfm. Tiedau, Ludwig,Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in eigener Kanzlei Hannover, stellvertretender Vorsitzender
Dr. Krafczyk, Wolfgang, Rechtsanwalt und Notar in eigener Kanzlei Hannover

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 19.100,00 (TEUR 12).

Angaben zum Anteilsbesitz

Gesellschaft Anteil am Eigenkapital
in %
Eigenkapital
in TEUR
Jahres-ergebnis
in TEUR
GETEC Daten- und Abrechnungsmanagement GmbH, Magdeburg 100,0 543 15
Gemeinschaftskraftwerk Büttel GmbH & Co. KG, Büttel 100,0 0 0
GETEC Kraftwerk Verwaltungs GmbH, Hannover 100,0 10 -1
GETEC Climate Projects GmbH, Hannover 100,0 267 5
GEWI AG, Hannover 81,3 -1.973 -307
GEM Gesellschaft für Energieversorgung- und -management mbH, Dietlikon 100,0 44 -6
smart Energy Services GmbH, Wien 50,0 505 305
Enlogs South East Kft., Budapest 100,0 -4.550 -10
Coulomb GmbH, München 50,0 -629 -449
EESP European Energy Service Platform GmbH 50,0 246 -25

Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2016.

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien

Zum 31.12.2016 sind keine eigenen Aktien mehr im Bestand.

Angaben nach § § 314 Abs. 1 Nr. 7b

Im Geschäftsjahr war ein Genussrechtskapital i. S. v. § 314 Abs. 1 Nr. 7b von EUR 50.000,00 vorhanden.

Kredite und Vorschüsse

Kredite und Vorschüsse, über die nach § 285 Nr. 9c HGB zu berichten ist, liegen nicht vor.

Corporate Governance

Aufsichtsrat und Vorstand haben die gemäß § 161 AktG erforderte Erklärung abgegeben, dass den vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GETEC Energie Holding GmbH, Magdeburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft erstellt als Muttergesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss. Dieser Teilkonzernabschluss wird nicht veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag der Muttergesellschaft

Der Vorstand der Muttergesellschaft schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 180.353,18 auf neue Rechnungen vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2016, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der GETEC ENERGIE AG haben, sind nicht bekannt.

 

Hannover, den 31.03.2017

gez. Dipl.-Kfm. B. Peters

gez. Dipl.-Kfm. G.-F. Wedde

gez. Dipl.-Kfm. C. Holtmann

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bilanzposten Stand 01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen        
I.Immaterielle Vermögengegenstände 9.922.205,91 87.844,40 198.488,54 9.811.561,77
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.922.205,91 87.844,40 198.488,54 9.811.561,77
II. Sachanlagen 3.557.085,41 1.664.270,04 1.007.578,26 4.213.777,19
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.557.085,41 1.664.270,04 1.007.578,26 4.213.777,19
III. Finanzanlagen 3.271.319,92 188.812,78 500.000,00 2.960.132,70
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.667.219,92 0,00 0,00 2.667.219,92
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 600.000,00 188.812,78 500.000,00 288.812,78
3. Beteiligungen 4.100,00 0,00 0,00 4.100,00
  16.750.611,24 1.940.927,22 1.706.066,80 16.985.471,66
kumulierte Abschreibungen
Bilanzposten Stand 01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen        
I.Immaterielle Vermögengegenstände 7.895.373,64 1.386.702,05 188.803,34 9.093.272,35
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.895.373,64 1.386.702,05 188.803,34 9.093.272,35
II. Sachanlagen 2.042.776,80 400.982,77 825.241,21 1.618.518,36
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.042.776,80 400.982,77 825.241,21 1.618.518,36
III. Finanzanlagen 304.469,92 0,00 0,00 304.469,92
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 304.469,92 0,00 0,00 304.469,92
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.242.620,36 1.787.684,82 1.014.044,55 11.016.260,63
Buchwerte
Bilanzposten Stand 31.12.2016
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen    
I.Immaterielle Vermögengegenstände 718.289,42 2.026.832,27
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.289,42 2.026.832,27
II. Sachanlagen 2.595.258,83 1.514.308,61
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.595.258,83 1.514.308,61
III. Finanzanlagen 2.655.662,78 2.966.850,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.362.750,00 2.362.750,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 288.812,78 600.000,00
3. Beteiligungen 4.100,00 4.100,00
  5.969.211,03 6.507.990,88

Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

GETEC ENERGIE AG, Hannover

Inhalt

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

ENERGIEPOLITISCHE UND REGULATORISCHE ÄNDERUNGEN

QUALITÄT UND UMWELT

GESCHÄFTSVERLAUF

ERTRAGSLAGE

VERMÖGENSLAGE

FINANZLAGE

PROGNOSEBERICHT

CHANCENBERICHT

RISIKOBERICHT

ZWEIGNIEDERLASSUNGSBERICHT

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

VERSICHERUNG DES VORSTANDES

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die GETEC ENERGIE AG ist die operativ tätige Muttergesellschaft der im Organigramm dargestellten Tochter- und Beteiligungsunternehmen, die individuelle und bedarfsgerechte Lösungen für die Versorgung von Industriekunden mit Strom und Gas entwickelt und auf der Absatzseite für Industriekunden Strom aus Kraftwerken und EEG-Anlagen vermarket. Die GETEC ENERGIE AG setzt dabei auf ganzheitliche Lösungen, die im Zusammenspiel von den Geschäftsfeldern Energieversorgung, Energiehandel und Energiedienstleistungen für die Commodities Strom, Gas und CO 2 entstehen und versorgt ihre Kunden schwerpunktmäßig in Deutschland und im angrenzenden europäischen Ausland, wie Österreich, Niederlande, Belgien und Frankreich.

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Die GETEC ENERGIE AG ist ein Unternehmen der GETEC-GRUPPE. Zusammen mit ihren Schwester- und Tochtergesellschaften verfügt die GETEC ENERGIE AG über umfassende Branchenkompetenzen im Energiebereich und bei der Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Kundenlösungen werden je nach Bedarf auch Produkte und Dienstleistungen anderer Unternehmen der GETEC-GRUPPE ergänzt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliche Situation

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % und damit sehr solide und stetig gewachsen. Für die gute konjunkturelle Lage in Deutschland sind weiterhin in erster Linie die Konsumausgaben zu nennen. Private und staatliche Konsumausgaben haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % respektive um 4,0 % erhöht. Die privaten Konsumausgaben haben mit 73 % den weitaus größten Anteil an den Konsumausgaben insgesamt und werden durch die expansive Geldpolitik und eine hohe Beschäftigung gestützt.

Im Euroraum zeigt sich in 2016 ein ähnliches Bild wie in Deutschland. In 2016 setzt sich die Erholung aus 2015 fort. Das BIP für den gesamten Euroraum stieg im Geschäftsjahr um 1,7 % (Vorjahr 1,5 %). Trotz eines Anstiegs der politischen Unsicherheit und eines weiterhin sehr hohen Schuldenstandes der Länder überwogen auch im Euroraum die positiven Antriebskräfte Binnenkonjunktur, deutliche Belebung des Arbeitsmarktes insbesondere in Spanien und Griechenland, niedriges Zinsniveau und vergleichsweise geringer Außenwert des Euro.

Das Zinsniveau befindet sich im Euroraum seit März des Geschäftsjahres auf einem historisch niedrigen Niveau. Mit einem Spitzenrefinanzierungssatz von 0,25 %, einem Hauptrefinanzierungssatz von 0,00 % und einer negativen Verzinsung der Einlagefazilität von 0,40 % sind die herkömmlichen Mittel der Geldpolitik ausgeschöpft. Durch das Kaufprogramm der EZB für Wertpapiere im Wert von monatlich 80 Mrd. EUR wurde ein weiteres Instrument für eine sehr expansive Geldpolitik ergänzt bzw. fortgeführt. Als Folge hat sich die Geldmenge erhöht und die Zinskonditionen für Unternehmen und private Haushalte haben sich verringert. Dies wirkt sich auch dämpfend auf die Zinskosten für die Staatsverschuldung aus, so dass in Deutschland trotzt gestiegener staatlicher Konsumausgaben der positive Finanzierungssaldo in 2016 weiter gestiegen ist.

Die wirtschaftliche Entwicklung und die fiskalpolitischen Rahmenbedingungen wirken sich insbesondere auf die Energienachfrage von Industrieunternehmen und auf die allgemeinen Zinskonditionen aus. Für die Geschäftsentwicklung der GETEC ENERGIE AG sind allerdings die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen von noch größerer Bedeutung, die nachfolgend skizziert werden.

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Energieverbrauch ist in 2016 nach vorläufigen Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % gestiegen. Der Zuwachs beruht auf dem Einfluss der gegenüber dem Vorjahr kälteren Witterung, dem Schalttag, einer anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung und dem Bevölkerungszuwachs. Die kühlere Witterung ist, gepaart mit einem gegenüber dem Vorjahr verstärkten Einsatz von Erdgas in den Kraftwerken zur Stromerzeugung, der wesentliche Faktor für den 9,5 %igen Anstieg des Erdgasverbrauchs.

Trotz des leichten Anstiegs des Primärenergieverbrauchs von 2014 bis 2016 ist der Verbrauch im mehrjährigen Vergleich mit 2010 bis 2012 (im Durchschnitt 13.761 PJ) auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Der Energiemix ist insgesamt ausgewogen, auch wenn Mineralöl mit einem Anteil von 34,0 % am Verbrauch nach wie vor der größte Energieträger ist.

Primärenergieverbrauch in Deutschland 2014 - 2016

Energieträger 2016 PJ 2015 PJ 2014 PJ
Mineralöl 4.550 4.489 4.516
Erdgas 3.022 2.761 2.679
Steinkohle 1.630 1.718 1.703
Braunkohle 1.522 1.567 1.572
Kernenergie 923 1.001 1.060
Energien 1.689 1.644 1.519
Sonstige *** 47 54 109
Insgesamt 13.383 13.234 13.158
2016 2015 Anteile in Prozent %
%
2015 - 2016 Veränderungen In PJin %
34,0 33,9 61 1,5
22,6 20,9 261 9,5
12,2 13,0 -88 -5,1
11,4 11,8 -45 -2,8
6,9 7,6 -78 -7,8
12,6 12,4 48 2,8
0,4 0,4 -7 -0,5
100 100 149 1,1

* Angaben 2016 sind vorläufig, Stand: Dezember 2016

** Angaben 2014 und 2015 sind endgültig

*** Einschließlich Stromaußenhandelssaldo.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.

Tab. 1: Primärenergieverbrauch in Deutschland 2014 - 2016

Die größten Veränderungen sind bei den Energieträgern Erdgas (+9,5 %), Kernenergie (-7,8 %) und Steinkohle (-5,1 %) zu verzeichnen. Wie oben bereits erwähnt, ist der Anstieg des Primärenergieverbrauches aus Erdgas das Ergebnis der verstärkten Inbetriebnahme von neuen Kraftwerken, insbesondere von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung.

Der Rückgang des Primärenergieverbrauches aus Kernenergie resultiert - wie auch im Vorjahr - wesentlich aus der Abschaltung des KKW Grafenrheinfeld Mitte letzten Jahres. Der um 5,1 % gesunkene Verbrauch an Steinkohle hängt mit der Substituierung der Steinkohle durch Erdgas beim Einsatz in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung zusammen (-5,2 %). Insgesamt entfielen rund zwei Drittel des gesamten Verbrauchs an Steinkohle in Deutschland auf die Stromerzeugung. Der Stein- und Braunkohleeinsatz in Kraftwerken wird neben der Stromerzeugung aus Gas auch durch die vermehrte Einspeisung von Strom aus On- und Offshore Windenergieanlagen verdrängt.

Der Anstieg der Erneuerbaren Energien fiel in 2016 mit +2,8 % eher moderat aus, was auch mit dem schwachen Windjahr zusammenhängt. Die Stromerzeugung aus Windkraft an Land und auf See sank sogar um 2,3 %, während der Anteil aus Biomasse um 3,9 % und der Anteil aus Wasserkraft sogar um 11 % anstieg. Aufgrund des starken Zubaus an Windenergieanlagen und der vermehrten Inbetriebnahme von Offshore Anlagen ist allerdings weiterhin mit einem steten Anstieg der Erneuerbaren Energien am Energiemix zu rechnen.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor auf die Energiewirtschaft stellt naturgemäß die Preisentwicklung dar, die nachfolgend für einige Rohstoffe separat dargestellt wird. Die Rohstoffmärkte zeigten nach Abwärtsbewegungen in den vergangenen Jahren insbesondere gegen Ende des Geschäftsjahres eine deutliche Aufwärtstendenz.

Ölmarkt

Zu Beginn des Jahres setzte sich der Abwärtstrend des Ölpreises aus dem Vorjahr fort. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein starker Abwärtstrend mit Preisen unter der 20 USD-Marke prognostiziert. Die Gründe hierfür waren eine schwache Nachfrage und eine anhaltend hohe Produktion. Ende Januar brachte unter anderem das Gerücht von einer Kooperation zwischen Russland und der OPEC hinsichtlich einer Kürzung der Fördermengen einen ersten positiven Preisimpuls. Spekulationen um weitere Begrenzung der Fördermengen sorgten auch in der Folge für Unterstützung der Ölpreisnotierungen.

Des Weiteren wurde die große Lücke zwischen Nachfrage und Angebot im Verlauf des Jahres immer weiter geschlossen, wozu ein vermehrter Ausfall von Ölförderanlagen beitrug. Der Rest des Jahres verlief, abhängig vom jeweiligen Impulsgeber, in einem Auf und Ab um die $50-Marke. Der deutliche Anstieg Ende November war dann die Folge von beschlossenen Produktionskürzungen von OPEC- und von NON-OPEC-Produzenten, über die während des Jahres bereits diskutiert und spekuliert worden war.

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Abb. 1: Preisentwicklung Ölmarkt

Kohlemarkt

Zu Beginn des Jahres erreichten die Kohlenotierungen ihr historisches Allzeittief. Das schwache Marktumfeld und die schwache Börse in China führten zu diesem Preisdruck. Im späteren Verlauf des Jahres drehte sich die Nachfragesituation in China aufgrund der Reduzierung der Förderkapazitäten. Die Zentralregierung hatte vorgeschrieben, dass Kohleminen nur noch maximal 276 Tage pro Jahr in Betrieb sein durften. Das reduzierte Angebot musste durch höhere Importe ausgeglichen werden. Das reduzierte Angebot traf auf eine verstärkte Nachfrage, was zu einer nachhaltigen Belebung der Preise in 2016 führte. Zwischenzeitlich führte die positive Stimmung zu einer Überhitzung der Preise, worauf gegen Ende des Jahres eine Kurskorrektur folgte.

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Abb. 2 Preisentwicklung Gas- und Kohlemarkt

Gasmarkt

Der Gasmarkt vollzog in 2016 eine unerwartete Kehrtwende. Zu Beginn des Jahres befand sich Gas, wie der gesamte Energiemarkt, in einer bearishen Phase. Die allgemeine negative Stimmung führte trotz niedriger Preise zu weiteren Abverkäufen, da ein weiterer allgemeiner Rückgang der Commoditypreise erwartet wurde. Einige Prognosen zeigten zu diesem Zeitpunkt Preistrends in Richtung 10 €/MWh. Diese Lage änderte sich mit der Belebung des Ölpreises und im späteren Verlauf des Jahres besonders in Folge der hohen Strompreise im Q4. Die hohen Strompreise brachten Gaskraftwerke ans Netz. Die höhere Nachfrage führte zu steigenden Gaspreisen, die im Dezember eine weitere Unterstützung erhielten, da sich geringere Temperaturen einstellten als zunächst prognostiziert.

Strommarkt:

2016 war für den Strommarkt ein bewegtes Jahr. Nachdem zunächst alles danach aussah, dass die Preisnotierungen die gleiche Abwärtsbewegung einschlagen wie in den Vorjahren, kam es - begleitet von hoher Volatilität - im Februar zu einer Umkehr. Die Gründe für die deutlichen Preisbewegungen waren sehr unterschiedlich.

Die Preisanstiege der Primärenergieträger Öl und Kohle sorgten für eine Umkehr der Preise aus der historischen Talsohle. Im Q2 folgte der Strommarkt weitgehend der "Leitwährung" Öl, die zunächst von den Diskussionen um einen BREXIT und Mitte des Jahres dann durch die unerwartete Entscheidung für den BREXIT beeinflusst war.

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Abb. 3 Preisentwicklung Strommarkt

Ab Ende September wurde deutlich, dass es im Winter aufgrund der angeordneten Kraftwerksrevisionen zu einem Versorgungsengpass in Frankreich kommen könnte. In der Folge gingen die Preisnotierungen mit Ausnahme einer starken Preiskorrektur Anfang Dezember bis zum Jahresende wieder steil nach oben.

CO 2

Nach einem stabilen Verlauf der CO 2 Preise in 2015 auf einem Preisniveau von 7 - 8 €/t erfolgte in den ersten 6 Wochen des Jahres in einem schwachen Marktumfeld eine deutliche Abwärtsbewegung auf Preise von 5 €/t. Ein Ende der Abwärtsbewegung gab es Mitte Februar, als vom Öl ausgehende positive Impulse die Preise für Zertifikate unterstützten. Das Ende der Talfahrt dürfte bis dahin abwartende Compliance Käufer dazu bewegt haben, zumindest einen Teil Ihrer benötigten Mengen zu schließen. Anschließend verlief der CO 2 Markt in einem engen Korridor auf niedrigem Niveau konsequent seitwärts. Ein Grund für das sehr niedrige Preisniveau könnte in dem BREXIT-Votum liegen, da bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus dem Emissionshandelssystem größere Mengen nicht mehr benötigter Emissionsrechte auf den Markt gebracht würden.

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Abb. 4 Preisentwicklung Emissionszertifikate

ENERGIEPOLITISCHE UND REGULATORISCHE ÄNDERUNGEN

Von den im Geschäftsjahr erfolgten Veränderungen im politischen und regulatorischen Umfeld des Energiemarktes auf deutscher und auf europäischer Ebene sind nachfolgend nur die für uns und unsere Kunden relevantesten Änderungen erwähnt. Diese betreffen die Umgestaltung der Förderung von erneuerbaren Energien, die Stärkung der Marktmechanismen im Strommarktgesetz, den Klimaschutzplan 2050 und die Stärkung des Emissionshandelssystems durch das EU Parlament.

Grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)

Nach langen Verhandlungen hat der Bundestag und der Bundesrat am 8. Juli 2016 eine Reform des EEG beschlossen, mit dem insbesondere das Fördersystem angepasst wird und der Ausbau der Erzeugungskapazitäten stärker an der vorhandenen Netzinfrastruktur ausgerichtet werden soll. Nachdem die EU das Gesetz genehmigt hat, ist es mit dem 1.1.2017 in Kraft getreten.

Die bisher geltende Garantie für eine fixe Einspeisevergütung wurde mit wenigen Ausnahmen durch eine wettbewerbliche Ermittlung der Vergütungshöhe umgestellt. Potenzielle Investoren bieten mit einem bestimmten Förderbetrag, zu dem sie Teilmengen der ausgeschriebenen Leistung realisieren können. Der Zuschlag zum jeweils niedrigsten Preis erfolgt bis zur Erreichung des festgelegten Zubaus. Für Onshore-Windkraft wird der Zubau auf 2.800 MW jährlich und ab dem Jahr 2020 auf 2.900 MW jährlich begrenzt. Für Photovoltaikanlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 750 kW wird die jährlich auszuschreibende Kapazität auf 600 MW begrenzt und für Biomasseanlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 150 kW ist ein Ausbaukorridor von 150-200 MW festgelegt. Die in der Auktion erfolgreichen Anlagenbetreiber erhalten dann eine Vergütung in Höhe des Auktionsgebotes, dass im Falle von Onshore-Windkraftanlagen noch durch einen standortspezifischen Auf- oder Abschlag ergänzt wird.

Das alte Fördersystem wird für Neuanlagen an Land bei Überschreiten der Leistungsschwelle nur noch weiterbestehen, soweit es sich um sogenannte Bürgerenergiegesellschaften handelt. Die GETEC ENERGIE AG berät und unterstützt über ihre Tochtergesellschaft GEWI AG ihre Kunden bei der Teilnahme an Ausschreibungen und Bürgerenergiegesellschaften bei der Konzeption und Abwicklung von Bürgerstrommodellen.

Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarktes

Am 23.6.2016 wurde vom Bundestag das Strommarktgesetz verabschiedet, dass bereits Anfang Juli auch den Bundesrat passierte. Vorausgegangen waren lange Diskussionen und Konsultationen um die Kernfrage, ob die Zuverlässigkeit der Stromversorgung vor dem Hintergrund zunehmender Einspeisung von flukturierender Energieerzeugung aus Wind und Sonne durch einen Kapazitätsmarkt oder durch stärkere Marktmechanismen in einem sogenannten energy-only Markt sichergestellt wird.

Die Bundesregierung setzt auf stärkere Marktmechanismen und hat die Funktionsfähigkeit des Marktes gestärkt. Einschränkungen der Preisbildung auf dem Stromgroßhandelsmarkt sind abgeschafft, das Bilanzkreis- und Ausgleichsenergiesystem sind gestärkt und der Regelenergiemarkt wird für weitere Anbieter geöffnet und Anreize für mehr Flexibilität auf der Verbraucherseite geschaffen. Die Versorgungssicherheit soll weiterhin durch eine Netzreserve sichergestellt werden, die über das Jahr 2017 hinaus verlängert wurde.

Klimaschutzplan 2050

Nach zähem Ringen zwischen Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium hat die Bundesregierung im November 2016 den Klimaschutzplan 2050 vorgelegt. Der Plan sieht für 2030 eine Absenkung des Ausstoßes von Treibhausgasen um mindestens 55% gegenüber dem Stand von 1990 vor und eine Reduzierung um 80%-95% bis zum Ende des Jahres 2050. Um dies zu erreichen werden die Klimaschutzziele auf einzelne Wirtschaftszweige heruntergebrochen. Der Energiesektor muss seine Emissionen bis 2030 sogar um mehr als 60% reduzieren, während die Industrie die Hälfte und die Landwirtschaft ein Drittel ihrer Emissionen einsparen sollen. Für den Gebäudesektor sind ebenfalls Kürzungen um ein Drittel und für den Verkehr von 40% vorgesehen.

Zur Erreichung dieser Ziele werden erneuerbare Energien und Energieeffizienz als Standard für Investitionen eingestuft und der Anteil der Kohle am Energiemix soll weiter reduziert werden.

Stärkung des Emissionshandelssystem durch das EU Parlament

Im Februar 2017 hat das EU Parlament den im Jahr 2016 entwickelten Kommissionsentwurf und die Vorschläge der Ausschüsse in einer Reform des ETS verabschiedet. Der bestehende Zertifikatüberschuss, der für die aktuelle Preissituation (s. Abb. 4) verantwortlich ist, soll schneller abgebaut werden. Ab 2019 werden dann doppelt so viele überschüssige Zertifikate wie bisher vorgesehen aus dem Markt entnommen werden und in die Marktstabilitätsreserve eingebracht. In der vierten Emissionshandelsperiode von 2021 bis 2030 sollen dann insgesamt 800 Mio. Zertifikate aus der Reserve endgültig gelöscht werden und der Anteil der jährlich neu auszugebenden CO 2 Zertifikate soll von derzeit 1,74 % auf 2,2 % erhöht werden.

Die GETEC ENERGIE AG wird ihre Kunden auch im neuen Geschäftsjahr bei der Berücksichtigung der Risiken und der Nutzung von Chancen, die sich aus den politischen und regulatorischen Änderungen ergeben, unterstützen.

QUALITÄT UND UMWELT

Die GETEC ENERGIE AG und ihre Mitarbeiter handeln am Standort Hannover nach einem integrierten und zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystem. Seit dem Jahr 2001 sind die Managementprozesse nach DIN EN ISO 9001 in der jeweils gültigen Form erstellt, zertifiziert und werden kontinuierlich verbessert, um die - gemäß der Kundenansprüche - definierten Qualitätsziele zu überwachen und zu erreichen. Durch eine systematische Planung und Realisierung der Mitarbeiterqualifikation und anhand klarer Arbeits- und Organisationsabläufe, wird sichergestellt, dass die Kunden dauerhaft mit einem kompetenten und verlässlichen Partner zusammenarbeiten.

In Ergänzung zu dem zertifizierten Qualitätsmanagement ist auch das Umweltmanagement der GETEC ENERGIE AG am Standort Hannover nach der DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Entsprechend der Umweltpolitik arbeitet die GETEC ENERGIE AG stetig daran, Ressourcen sparsam zu nutzen, das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter zu verbessern und die Umwelt zu schützen.

Eine Maßnahme des integrierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems ist die Kompensation des eigenen CO 2 Ausstoßes aus der operativen Geschäftstätigkeit. Seit dem Jahr 2009 arbeitet die GETEC ENERGIE AG am Standort Hannover CO 2-neutral. Des Weiteren wird bei Dienstreisen wo immer möglich auf die Bahn zurückgegriffen und bei der Beschaffung der Fahrzeugflotte auf Energieeffizienz geachtet. Es befinden sich einige Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb und Plug-In-Hybridfahrzeuge in der Flotte, mit denen E-Mobilität praktiziert wird. Darüber hinaus werden im täglichen Einsatz wichtige Erkenntnisse für den Bedarf von E-Mobilität Anbietern und Nutzern gewonnen, die in die Entwicklung von Dienstleistungen einfließen.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die GETEC ENERGIE AG konnte im Geschäftsjahr 2016, trotz des weiterhin starken Wettbewerbs, die Mengen an Strom und Erdgas, die an Endabnehmer abgesetzt wurden, steigern. Insgesamt wurden 20,9 TWh Energie (Vorjahr 20,7 TWh) an Kunden geliefert. Hiervon entfielen 9,8 TWh auf Strom (Vorjahr 11,2 TWh) und 11,1 TWh auf Erdgas (Vorjahr 9,5 TWh).

Der geringere Anteil an Strom führte, aufgrund des gegenüber Gas deutlich höheren Preises, zu einer Abnahme der Umsatzerlöse ausgedrückt in EUR. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Umsatzerlöse sind die gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt um 4,39 EUR/MWh für Strom und um 4,66 EUR/MWh für Gas niedrigeren Commodity Preise. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise für Strom und Gas sind in 2016 ebenfalls deutlich gesunken (-2,65 €/MWh bzw. -5,87 €/MWh). Hieraus ergibt sich absolut betrachtet eine Verringerung der Umsatzerlöse um -48.519 TEUR oder -12 %, obwohl das Geschäftsvolumen erneut gesteigert werden konnte.

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Abb. 5: Unternehmensentwicklung - Umsatzerlöse

Die Wettbewerbssituation war auch in 2016 von dem radikalen Umbruch des Energiesektors geprägt. Durch den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und den weiteren Preisverfall der Großhandelspreise für Strom sind insbesondere große Energieversorger in Deutschland massiven Ertragseinbrüchen im Bereich Energieerzeugung ausgesetzt und suchen nach neuen Geschäftsfeldern. Zusätzlich bleiben auch aufgrund des niedrigen Preisniveaus auf den Energiemärkten die Margen unter Druck. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres hat die GETEC ENERGIE AG das Projekt Operational Excellence (OPEX) gestartet, um die Produktivität und damit auch die eigene Profitabilität zu erhöhen. Die Kernprozesse werden durch mehr Transparenz und anschließende Automatisierung stärker skalierbar, so dass ein größeres Volumen ohne wesentliche Kostensteigerungen verarbeitet werden kann. Der erste Teil des Projektes ist Anfang 2017 abgeschlossen worden.

Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hat die GETEC ENERGIE AG ihre Energiedienstleistungen rund um die Belieferung und die Abrechnung von Strom und Erdgas im internationalen Umfeld weiter ausgebaut. Neben Deutschland können Strom- und Gaskunden auch in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Schweiz, und Österreich die gesamte Dienstleistungspalette in Anspruch nehmen. Ende des Jahres wurde mit dem Schweizer Energieunternehmen Alpiq ein Joint Venture gegründet. Die European Energy Services Platform GmbH (kurz EESP) bietet Energieversorgungsunternehmen eine zentrale Abwicklungsplatform für Energiedienstleistungen in Europa an. Mit dieser neuen Gesellschaft und der bereits bestehenden Infrastuktur der Alpiq im Ausland, kann die GETEC ENERGIE AG schnell und professionell Kunden im europäischen Ausland betreuen.

Die Internationalisierung des Energiegeschäftes der GETEC ENERGIE AG bietet unseren Kunden die Möglichkeit das Beschaffungsportfolio ihrer europäischen Verbrauchstellen zusammenzuführen und zentral zu managen. Die GETEC ENERGIE AG übernimmt dabei alle Transport-, Fahrplanmanagementaufgaben und weitere Abwicklungs- und Abrechnungsfunktionen, die durch den Ausgleich von Kapazitäts-/Beschaffungsschwankungen einzelner Standorte wichtige Flexibilität und entsprechende Kosteneinsparungen für die Kunden schafft.

Ein weiteres wichtiges Wachstumsfeld - die Vermarktung von Kundenflexibilitäten im Regelenergiemarkt und im Intraday-1/4-Stunden-Markt - wurde weiter ausgebaut. Inzwischen werden alle Regelzonen in Deutschland im Bereich der Minuten- und der Sekundärreserveleistung abgedeckt und die Kundenflexibilitäten in einem virtuellen Kraftwerk gepoolt.

Die Ausweitung auf die Primärreserve ist im laufenden Geschäftsjahr mit der erfolgreichen Präqualifikation in der Amprion Regelzone und der anschließenden Vermarktung von Primärreserve in wöchentlichen Auktionen umgesetzt worden. Das Ende 2014 mit der The Mobility House GmbH gegründete Joint Venture, namens Coulomb GmbH, hat den operativen Betrieb von stationären Energiespeichersystemen am Standort Lünen aufgenommen. Das im September 2015 gegründete Joint Venture zwischen der Coulomb GmbH und der DAIMLER AG - der Enbase Power GmbH - hat im Geschäftsjahr mit dem Bau mehrerer stationärer Batteriespeicher an zwei Standorten mit einer Leistung von insgesamt 26,12 MW begonnen. Im Geschäftsjahr 2017 werden alle genannten Batterieprojekte, die überwiegend aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien der Smart-Flotte stammen, im Normalbetrieb sein. Die GETEC ENERGIE AG stellt mit diesem Investment wichtige Weichen für den Ausbau der Vermarktung von Flexibilität und leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Lastschwankungen im Netz in Folge der Integration von Strom aus fluktuierenden EEG-Anlagen. Darüber hinaus bieten Batterien weitere vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Energiemarkt zum Vorteil unserer Kunden.

ERTRAGSLAGE

Das Geschäftsvolumen an Strom, Gas und CO 2 führte im Geschäftsjahr bei einem Rückgang der Margen zu einem Rohergebnis inklusive sonstigen betrieblichen Erträgen von 11.968 TEUR. Bei Gesamtkosten von -13.149 TEUR erzielte die GETEC ENERGIE AG ein Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) von 1.435 TEUR.

Bestehende Verträge konnten unter sehr kompetitiven Wettbewerbsbedingungen verlängert werden und es wurden neue Kunden hinzugewonnen. Allerdings reduzierten sich die Margen, insbesondere im Stromgeschäft. Das Stromgeschäft leistet mit 216.106 TEUR (62 % der Umsatzerlöse) den größten Beitrag zum Geschäftsvolumen. Es folgen die Gasumsätze von 123.993 TEUR (35 % der Umsatzerlöse) und deutlich geringer die Umsätze mit CO 2 Zertifikaten und sonstige Umsätze von 9.526 TEUR (3 % der Umsatzerlöse).

Eine Einschätzung im Vergleich zur Entwicklung der Branche/Wettbewerbern unterbleibt, da eine eindeutige Zuordnung zu einer peer-group nicht möglich ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.098 TEUR übertrafen die Planung von 305 TEUR deutlich und enthalten im Wesentlichen Versicherungserstattungen.

Die Gesamtkosten von -13.149 TEUR konnten gegenüber dem Vorjahr (-15.709 TEUR) deutlich reduziert werden (-16,3 %). Die größten Einsparungen wurden in den Personalkosten erzielt, indem der Personalbestand reduziert wurde und sich die Ausgaben für variable Gehaltsbestandteile verringerten.

Da das Geschäft aus dem operativen Cash-Flow finanziert wird, setzt sich das Finanzergebnis von 245 TEUR aus Zinserlösen durch die Bereitstellung von Bürgschaften und Darlehen zusammen. Aus dem Finanzbereich kamen weitere positive Ergebnisbeiträge von 828 TEUR aus dem Verkauf von Beteiligungen, hier insbesondere der Verkauf von 50 % der Anteile an der GETEC Industriegase GmbH.

Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von 1.435 TEUR zeigt, dass auch bei starkem Wettbewerb und entsprechendem Margendruck, positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden.

VERMÖGENSLAGE

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist insbesondere aufgrund der Zunahme der Bilanzsumme und der im vergangenen Jahr erfolgten Ausschüttung im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die GETEC ENERGIE AG weist zum Ende des Geschäftsjahres einen Eigenkapitalanteil von 30,7 % aus (Vorjahr 36,8 %).

Die Eigenkapitalquote ist insbesondere vor dem Hintergrund einer, sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden, sehr niedrigen Anlagenintensität von 8,6 % (Vorjahr 10,2 %) als hoch zu bewerten.

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Abb. 7: Eigenkapitalquote

Der Bestand an Forderungen inklusive sonstige Vermögensgegenstände von 48.374 TEUR (Vorjahr 45.829 TEUR) hat sich vergrößert und stellt mit einem Anteil von 69,6 % der Bilanzsumme den wesentlichen Teil der Aktiva. Der Bestand an liquiden Mitteln zum Stichtag von 14.438 TEUR ist gegenüber dem Stand von 2015 um 32 % gestiegen.

FINANZANLAGE

Die nachhaltige Ertragslage der GETEC ENERGIE AG und eine konservative Ausschüttungspolitik sichern die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft. Das operative Geschäft wird ausschließlich aus dem betrieblichen Cash-Flow finanziert, sodass keinerlei langfristige Bankverbindlichkeiten bestehen. Fremdfinanzierung war im Geschäftsjahr 2016 temporär zum Ausgleich von kurzfristigem Liquiditätsbedarf bedingt durch verlängerte Zahlungsziele für Kunden erforderlich.

Der Bestand der liquiden Barmittel ist per Stichtag 31.12.2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3.503 TEUR gestiegen. Weiterhin wird die finanzielle Flexibilität durch eine Finanzstrategie flankiert, die Stabilität und Liquidität vor Rentabilität priorisiert.

Der Finanzmittelbestand von 14.438 TEUR am Ende des Geschäftsjahres ist gegenüber dem Stand von 10.935 TEUR am 31.12.2015 um 3.503 TEUR gestiegen. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus einer Zunahme von 5.455 TEUR aus der laufenden Geschäftstätigkeit und einem Abfluss aufgrund der getätigten Ausschüttung von 2.000 TEUR als Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit.

Die Abteilung Treasury optimiert für alle Gruppengesellschaften den Bedarf und die Überschüsse an liquiden Mitteln mittels Cash Pooling. Im Geschäftsjahr 2016 standen liquide Mittel und Kreditlinien mit den Geschäftsbanken in ausreichender Höhe zur Verfügung. Es war jederzeit die finanzielle Flexibilität vorhanden, Geschäftsgelegenheiten zu nutzen und alle Preisrisiken aus den Commodity Positionen im Rahmen der Risikostrategie zu sichern.

Das Zinsergebnis (ohne Beteiligungen) verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr von 334 TEUR um 89 TEUR auf 245 TEUR. Ausschlaggebend hierfür sind geringere Zinserträge aus der Besicherung der Windstrom Direktvermarktung durch Avale, die aufgrund des geringeren Preisniveaus und zugunsten von Patronatserklärungen reduziert werden konnten.

Die GETEC ENERGIE AG verfügt insgesamt über eine gute Vermögens-, Finanz- und Ertragsstruktur. Sämtliche langfristigen Vermögensgegenstände sind vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Prognosebericht

Die aktuelle Konjunkturprognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung v. 20.3.2017 geht für das Jahr 2017 und für das Jahr 2018 davon aus, dass sich das BIP in Deutschland um 1,4 % bzw. 1,6 % verbessert. Dies entspricht auch in etwa der Erwartung für den Euroraum, für den ein Wachstum von 1,7 % für 2017 und von 1,6 % für 2018 prognostiziert wird. Diese Prognose unterstreicht die Verstetigung des Wachstums in Deutschland und dem Euroraum, trotz der aktuellen BREXIT Verhandlungen, weiterer protektionistischer Maßnahmen einzelner Staaten und der fragilen Sicherheitslage aufgrund vermehrter terroristischer Anschläge in Europa.

Das prognostizierte Wachstum in 2017 basiert auf den gleichen Faktoren, die auch für die Steigerung des BIP in 2016 verantwortlich waren und die sich weiter stabilisiert haben. An erster Stelle ist hier die Binnennachfrage zu nennen, die als Folge eines weiteren Anstiegs der öffentlichen und in geringerem Maße der privaten Konsumausgaben zu erwarten ist. Hierfür sprechen weitere prognostizierte Beschäftigungszuwächse in 2017, die sich in einer weiter rückläufigen Arbeitslosenquote auf 6,0 % in 2017 und 2018 und einem Anstieg der absoluten Erwerbstätigkeit zeigt. Lohnsteigerungen von 2,0 % bzw. 2,3 % in 2018 entfalten allerdings aufgrund eines erwarteten Anstiegs der Verbraucherpreisinflation auf 2,2 % in 2017 und 1,6 % in 2018 (Vorjahr 0,5 %) eine deutlich geringere Wirkung als im Geschäftsjahr. Auf Seiten der öffentlichen Konsumausgaben werden weiterhin steigende Transferzahlungen erwartet.

Alle Prognosen beruhen auf der Annahme einer kurzfristig weitgehend konstanten Risikostruktur. Diese setzt sich aus Risiken aus dem BREXIT, aus zunehmenden protektionistischen Tendenzen in den Vereinigten Staaten von Amerika und auch in einzelnen Staaten des Euroraums und den sich hieraus ergebenden Gefahren für das globale Handelssystem, aus einer Zuspitzung der geopolitischen Konflikte und aus einer Rückkehr der Eurokrise zusammen.

Diese Risiken führen auch dazu, dass zumindest im Euroraum im Planungshorizont weiter mit einer expansiven Geldpolitik gerechnet wird. Der EZB-Rat hat diese Erwartung auf seiner Sitzung im Dezember 2016 bestätigt, indem das Ankaufprogramm für Anleihen bis Ende 2017 verlängert wurde, wenngleich das monatliche Volumen ab April 2017 auf 60 Mrd. EUR leicht verringert wird. Eine weitere Verlängerung des Ankaufprogramms ist bereits für den Fall angekündigt, dass sich der erwartete Inflationspfad nicht nachhaltig in Richtung des Zentralbankziels verschoben hat. Somit ist vorerst mit einer anhaltenden Niedrigzinsphase im Euroraum zu rechnen.

Basierend auf den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und eine normale Wettersituation unterstellt, ist für 2017 nicht mit einer grundsätzlichen Änderung des Primärenergieverbrauches in Deutschland zu rechnen. Hinsichtlich des Energiemixes gehen wir aufgrund des bestehenden Zu- bzw. Ausbauprogrammes für Windenergie und Photovoltaik von einer weiteren Verschiebung zugunsten der erneuerbaren Energien aus. Diese Veränderung zugunsten der erneuerbaren Energien wird sich in 2017 vermutlich noch durch einen vermehrten Netzanschluss von Offshore-Windanlagen und einen starken Zubau von Onshore-Windanlagen, die noch unter dem alten EEG Regime genehmigt worden sind, verstärken.

Die zu erwartenden Preise für Strom und Gas sind aufgrund des starken Einflusses von politischen Einflüssen - zum Beispiel die EEG Novellierung in Deutschland oder weltpolitische Ereignisse - und von klimatischen Besonderheiten schwer prognostizierbar. Aufgrund dieser Abhängigkeiten ist allerdings mit einer zunehmenden Volatilität der Preise zu rechnen. Da alle Terminpositionen preislich abgesichert sind, ergibt sich hieraus kein direkter Effekt auf die Ertragslage der GETEC ENERGIE AG. Allerdings wäre bei weiter fallenden Preisen mit einem erhöhten Margendruck zu rechnen.

Die GETEC ENERGIE AG wird sich in 2017 auf den weiteren Ausbau ihrer Geschäftsfelder im Bereich der Beschaffung und Vermarktung von Energie aus konventionellen und regenerativen Kraftwerken, des Bilanzkreismanagements, der internationalen Strom- und Erdgaslogistik, der Vermarktung von Primär-, Minuten- und Sekundärregelleistung, des Managements von Energienebenkosten und aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen in Deutschland und dem europäischen Ausland fokussieren.

Für die bestehenden und die potentiellen Kunden der GETEC ENERGIE AG existiert für die kommenden Jahre ein großer Bedarf an einer sicheren, flexiblen, auf die individuellen Bedürfnisse angepassten und damit auch günstigen Energieversorgung/-dienstleistung. Die GETEC ENERGIE AG profitiert davon, dass mit einer Vielzahl neuer und attraktiver Dienstleistungen auch in schwierigen Märkten überzeugt werden kann. Das Energie Know-how und die darauf aufbauende Dienstleistungspalette sichert den Kunden Kosten- und Effizienzvorteile und sichert gleichzeitig die nachhaltige Ertragskraft der GETEC ENERGIE AG und ihrer Tochtergesellschaften.

Aufgrund des bestehenden Kunden Portfolios und der attraktiven Dienstleistungsangebote plant die GETEC ENERGIE AG für die Zukunft mit einer Ausweitung des Geschäftes auch auf weitere Länder im europäischen Ausland.

Auf dieser Basis werden für 2017 ein leicht positives Ergebnis und für die Folgejahre deutlich positive Ergebnisse der GETEC ENERGIE AG erwartet.

Zur zukünftigen Entwicklung verweisen wir ergänzend auf die nachfolgende Prognose für das Geschäftsjahr 2017.

IST 2016
TEUR
Veränderung zu Plan 2016 Plan 2017
Umsatzerlöse 349.625 Unter Plan Deutlich über Vorjahr
Rohergebnis 11.968 Unter Plan Leicht unter Vorjahr
Personalaufwand 7.050 Deutlich unter Plan Leicht unter Vorjahr
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen 1.788 Leicht unter Plan Deutlich unter Vorjahr
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.311 Leicht über Plan Deutlich unter Vorjahr
Finanzergebnis 1.074 Deutlich über Plan Deutlich unter Vorjahr

Chancenbericht

Die Evaluierung von Potenzialen erfolgt kontinuierlich in allen Bereichen. Die GETEC ENERGIE AG identifiziert und bewertet regelmäßig die Chancen, die sich aus den Geschäftsfeldern ergeben, und handelt entsprechend. Die Chancen für unser Geschäft liegen in einem stetig wachsenden Bedarf an Dienstleistungen im Bereich der Energiebeschaffung und -vermarktung von Energie aus konventioneller und erneuerbarer Erzeugung. Als kompetenter Anbieter einer umfangreichen Dienstleistungspalette, die beispielsweise Leistungen im Bereich Energiebeschaffung, Energievermarktung, Bilanzkreismanagement, Vermarktung von Flexibilitäten, Energiedatenmanagement, Wechselmanagement, CO 2-Management und Abrechnungsdienstleistungen anbietet, kann die GETEC ENERGIE AG einem großen Kundenkreis Serviceleistungen aus einer Hand anbieten. Auch in der Ausweitung auf die an Deutschland angrenzenden Märkte besteht ein weiteres Potential internationale Kunden stärker an die GETEC ENERGIE AG zu binden, neue Kunden zu gewinnen und mit entsprechenden Dienstleistungen erfolgreich zu sein. Weiterhin ist mit steigender Preisvolatilität auf dem Energiemarkt zu rechnen, welcher intensiven und sich rasch ändernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt ist. In diesem Umfeld bestehen für die GETEC ENERGIE AG und ihre Tochtergesellschaften nachhaltige Wachstumschancen. Mit der Verwertung dieser Chancen sind moderate Investitionen, im Wesentlichen in Energiespeichersysteme, verbunden.

In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ergänzt eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur den Wettbewerbsvorteil der Innovationskraft und Flexibilität. Die GETEC ENERGIE AG optimiert mit den laufenden Projekten zur weiteren Automatisierung der Geschäftsprozesse ihre Prozesskosten. Ein konsequenter Ausbau der Geschäftsfelder bei einer Verbesserung der Kostenposition stärkt die Wettbewerbsposition und nachhaltiges Wachstum und sichert damit den Ertrag.

Risikobericht

Die GETEC ENERGIE AG ist aufgrund ihrer operativen Tätigkeiten geschäftlichen Risiken ausgesetzt. Die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch Unsicherheiten in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden, insbesondere im gegenwärtigen makroökonomischen Umfeld, das geprägt ist von einem hohen Unsicherheitsgrad und einer sehr heterogenen Wirtschaftslage in den europäischen Ländern. Das Geschäftsumfeld wird durch die Nachfrage und die politischen Rahmenbedingungen in den nationalen und weltweiten Volkswirtschaften beeinflusst, die wiederum vom makroökonomischen Umfeld beeinflusst werden. Wir sehen weiterhin ein hohes Maß an Volatilität an den globalen Finanzmärkten, vorwiegend aufgrund der anhaltenden Krise in der Eurozone. Im Wesentlichen umfassen diese Risiken Marktpreisrisiken, Länder- bzw. politische Risiken, Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Zinsrisiken. Im Geschäftsjahr 2016 haben jedoch zu keiner Zeit Risiken aus den oben genannten Bereichen bestanden, die eine Beeinträchtigung der Geschäfte oder eine Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge hatten. Darüber hinaus können wir zurzeit auch für die nahe Zukunft keine derartigen Risiken erkennen.

Alle identifizierten Risiken werden durch ein Risikomanagementsystem laufend überwacht, und die ermittelten Faktoren werden kontinuierlich beobachtet und analysiert. Basierend auf einer vorangehenden Analyse erfolgt eine Bewertung, die je nach Ergebnis Maßnahmen zur Risikominimierung zur Folge hat. Dies kann auch die Einschränkung oder im Extremfall die Einstellung eines bestimmten Geschäftes zur Folge haben.

Marktpreisrisiken aus physischen Liefergeschäften, die in der Zukunft liegen, werden Im Rahmen der Risikostrategie grundsätzlich zum Zeitpunkt des Abschlusses abgesichert. Neben den üblichen Standard-Forwards und -Futures, in denen sich die Parteien verpflichten, zu einem festen Preis die Ware zu tauschen, werden auch andere Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die im Energiegeschäft üblich sind. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird durch Gegenüberstellung der (zukünftigen) Cashflows (Berechnung mit Forward-Preisen) gemessen. Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen gleichen sich grds. aufgrund der Basiswertidentität aus. Aus der Effektivitätsmessung ergibt sich, dass die Chancen die Risiken durch Gegenüberstellung der Marktwertveränderung von Grund- und Sicherungsgeschäft überkompensieren.

Das aktuelle Liquiditätsrisiko bewerten wir als gering, da die GETEC ENERGIE AG über einen starken operativen Cashflow, eine geringe Hedgeposition mit Marginerfordernissen, hohe liquide Mittel, eine geringe Kapitalbindung durch langfristiges Anlagevermögen, ausreichende Kreditlinien und eine vorausschauende Liquiditätsplanung verfügt.

Das insgesamt gegebene Kreditrisiko minimieren wir durch eine detaillierte Bonitätsanalyse, die Festlegung von Limits sowie den Einsatz von Barsicherheiten, Bankgarantien, Warenkreditversicherungen, Abschlagszahlungen und kurzen Zahlungszielen.

Das Zinsrisiko ist für die GETEC ENERGIE AG, trotz der für die Zukunft sehr schwer vorhersehbaren Zinsentwicklung, ebenfalls als gering einzuschätzen, da das Zins-Exposure aufgrund der nur temporären externen Verschuldung sehr kurzfristig ist.

Zweigniederlassungsbericht

Im Jahr 2016 haben wir Zweigniederlassungen in Karlsruhe, Köln, Weimar und Prag unterhalten.

Abhängigkeitsbericht

Gemäß den Vorschriften des § 312 AktG wurde der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt: "Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen und die Maßnahmen ergriffen wurden, haben wir bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und sind durch die Maßnahmen nicht benachteiligt worden.

Versicherung des Vorstandes

Gemäß § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB haben wir den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft im Lagebericht nach bestem Wissen so dargestellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben werden."

 

Hannover, den 07.06.2017

gez. Bernward Peters

gez. Götz-Friedrich Wedde

gez. Christian Holtmann

Bestätigungsvermerk FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

GETEC ENERGIE AG, Hannover

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GETEC ENERGIE AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, 7. Juni 2017

AUDITA Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. G. Gaedecke, Wirtschaftsprüfer

ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHT

GETEC ENERGIE AG, Hannover

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 10.315.165,08 wird wie folgt verwendet:

Der Bilanzgewinn wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

GETEC ENERGIE AG, Hannover

Der Aufsichtsrat der GETEC ENERGIE AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung sowie der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates obliegenden Aufgaben im Berichtszeitraum 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat setzte sich während des Berichtszeitraums wie folgt zusammen:

Vorsitzender des Aufsichtsrates: Dr. Karl Gerhold

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: Ludwig Tiedau

Mitglied des Aufsichtsrates: Dr. Wolfgang Krafczyk

Der Aufsichtsrat kam im Laufe des Geschäftsjahres 2016 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Die ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden am 02. März 2016, am 30. Mai 2016, am 12. September 2016 sowie am 14. Dezember 2016 statt. Zudem fand unter den Mitgliedern des Aufsichtsrates ein ständiger Dialog über die wesentlichen Geschäftsvorgänge der GETEC ENERGIE AG statt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens gemäß seinen gesetzlichen Pflichten beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen, die eine grundlegende Bedeutung für das Unternehmen besaßen, insbesondere solche, die gemäß § 7 Nr. 8 der Satzung der GETEC ENERGIE AG der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, unmittelbar eingebunden.

Der Aufsichtsrat stand zu diesem Zweck mit dem Vorstand der GETEC ENERGIE AG in einem kontinuierlichen Dialog. Er wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über die Lage, die Entwicklung und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge der GETEC ENERGIE AG unterrichtet.

Erläuterungen nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG i.V.m. §§ 289, 315 HGB

Der Aufsichtsrat hat die Angaben der Gesellschaft mit dem Vorstand erörtert. Nach eigener Beurteilung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Angaben vollständig und zutreffend sind. Der Jahresabschluss der GETEC ENERGIE AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie der zusammengefasste Lagebericht über die Lage der GETEC ENERGIE AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 sind von der seitens des Aufsichtsrates mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüferin, der AUDITA Treuhand GmbH & Co. KG, Hannover, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die GETEC ENERGIE AG und den Konzern sowie der Geschäftsbericht und der Bericht des Abschlussprüfers wurden sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern vor der bilanzfeststellenden Sitzung am 30. Mai 2015 ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Bericht über die Lage der GETEC ENERGIE AG und des Konzerns intensiv geprüft. In der Sitzung am 28. Mai 2017 wurde des Weiteren unter Beteiligung des Wirtschaftsprüfers, der für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung stand, umfassend beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat empfiehlt den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 der Hauptversammlung zur Feststellung bzw. Billigung.

Der Aufsichtsrat der GETEC ENERGIE AG bedankt sich beim Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Anerkennung für ihr hohes Engagement und die im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich geleistete Arbeit aus.

 

Hannover, den 28. Juni 2017

gez. Dr. Karl Gerhold, Vorsitzender des Aufsichtsrates

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 22. Dezember 2017 durch die Hauptversammlung festgestellt.

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