Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 157536
Eingetragen
15.6.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von betriebswirtschaftlichen, technischen und beratenden Dienstleistungen an Unternehmen der Sandoz-Gruppe, soweit solche keiner besonderen gesetzlichen oder behördlichen Erlaubnis bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Weigold
seit 4.3.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Daniel Anton Karrer
seit 19.11.2024
Geschäftsführer
Klaus Neumayer
seit 3.4.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Sandoz Group AGCHE
100.00%
Sandoz AGCHE
0.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sandoz Group AG
Switzerland
100.000 €
100.00%
Sandoz AG
Switzerland
0 €
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sandoz International GmbH

Holzkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1 Das Unternehmen Sandoz International GmbH

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.3 Wesentliche Geschäftsvorfälle

2.4 Ertrags- und Finanzlage

2.5 Vermögenslage

2.6 Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren

2.7 Gesamtaussage der Geschäftsführung

3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagementsystem

3.1.2 Bedeutsame Risiken

3.1.3 Gesamtbild zur Risikolage

3.2 Chancenbericht

3.2.1 Externe Chancen

3.2.2 Strategische und organisatorische Chancen

3.3 Prognosebericht

3.3.1 Ausblick für die Weltwirtschaft

3.3.2 Ausblick für die Gesellschaft

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Statistisches Bundesamt

Tabelle 2: Verkürzte GuV

Tabelle 3: Cash-Flow

Tabelle 4: Finanzielle Leistungsindikatoren

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Risiko-Ampelfunktion

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
AG Aktiengesellschaft
EBIT Earnings before Interest and Taxes
EU Europäische Union
GKV Gesetzliche Krankenversicherung
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
Ifo Institut Institut für Wirtschaftsforschung
IFRS International Financial Reporting Standards

1 Das Unternehmen Sandoz International GmbH

Die Sandoz International GmbH mit Sitz in Holzkirchen, Landkreis Miesbach, ist eine globale Managementgesellschaft der Sandoz Gruppe. Sie wurde im Jahr 2005 nach der Akquisition der Hexal-Gruppe am Standort Holzkirchen gegründet. Das gesamte Stammkapital wird zu 100% von der Sandoz AG, Basel, Schweiz gehalten. Die Sandoz Group AG bezieht als oberstes Mutterunternehmen, die Sandoz International in deren Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der Sandoz Group AG ist auf der Unternehmenshomepage abrufbar.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von betriebswirtschaftlichen, technischen und beratenden Dienstleistungen an Unternehmen der Sandoz-Gruppe.

Um die Steuerungs- und Servicefunktionen sowie die vereinbarten Managementdienstleistungen zu erbringen, bedient sich die Gesellschaft eigener Mitarbeiter und externer Beratungsgesellschaften. Sämtliche Aufwendungen der Gesellschaft werden innerhalb des Konzerns weiterbelastet.

Mit der Sandoz Deutschland GmbH besteht eine Vereinbarung über die Durchführung eines konzerninternen Liquiditätsausgleichs (Cash-Pooling).

Zwischen der Hexal AG und der Gesellschaft wurden Verträge geschlossen zur Bereitstellung der allgemeinen Infrastruktur, wie Räumlichkeiten der Hexal AG für die Sandoz International GmbH und anderen Dienstleistungen.

Forschung und Entwicklung

Die Sandoz International GmbH unterhält keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung zur Entwicklung von Produkten.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2023 2022
Bruttoinlandsprodukt 4.121 Mrd. Euro 3.877 Mrd. Euro
- Veränderung preisbereinigt zum Vorjahr -0,3% 1,8%
Bevölkerung 84,6 Mio. 84,0 Mio.
- Davon über 65 Jahre 18,9 Mio. bzw. 22% 18,7 Mio. bzw. 22%

Tabelle 1: Statistisches Bundesamt

Die deutsche Wirtschaft tritt seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar haben im Verlauf des Jahres die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Die Produktion in der chemischen Industrie ist auf dem niedrigen Niveau, auf das sie Ende des Jahres 2022 im Zuge der Energiekrise gedrosselt wurde. Der dortige Stellenabbau deutet an, dass trotz der mittlerweile wieder gesunkenen Gas- und Strompreise für industrielle Großabnehmer ein struktureller Wandel eingesetzt hat, im Zuge dessen Teile der energieintensiven Produktion an andere Standorte verlagert worden sind.

Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus.

Für das Gesamtjahr 2023 ist ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,3% zu verzeichnen.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen jedoch für unser Unternehmen eine geringere Rolle als die branchenbezogenen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen und die Bevölkerungsentwicklung.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Sandoz International GmbH ist eine globale Management Gesellschaft der Division Sandoz. Hauptaufgaben und Verantwortlichkeiten sind Management Support Functions und spezifische begrenzte Dienstleistungen von geschäftlichem, technischem und beratendem Charakter. Abgesehen von Managementfunktionen übt die Gesellschaft keine eigenen Entwicklungs- oder Forschungsaktivitäten, keine Produktionsaktivitäten und auch keine kommerziellen Operationen aus. Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den ausgeübten Tätigkeiten entstehen, gehen zu Lasten des Begünstigten - Unternehmen der Sandoz Gruppe. Die Verrechnung der Aufwendungen erfolgt auf der Grundlage der jeweiligen relevanten Allokationsmethodik, die durch die vertraglichen Vereinbarungen unterstützt wird.

Für das Jahr 2023 wurden für die Sandoz International GmbH konstante Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge sowie ein konstantes EBIT erwartet. Da sich keine wesentlichen Sondereffekte oder Änderungen im Geschäftsmodell 2023 ergaben ist dies in Bezug auf die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge auch weitestgehend so eingetroffen. Die Summe aus Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge ging von €166,7 Mio. auf € 165,7 Mio. zurück. Das EBIT 2023 sank allerdings auf € 2,1 Mio. (Vorjahr: € 6,2 Mio.). Damit liegt das EBIT für 2023 unter der erwarteten Größenordnung.

2.3 Wesentliche Geschäftsvorfälle

Am 4. Oktober 2023 wurde die Abspaltung der Sandoz von der Novartis mit dem eigenständigen Börsengang in der Schweiz vollzogen. Damit wurde auch das komplexe Projekt der Ausgliederung in Deutschland abgeschlossen, auch wenn es in einigen Bereichen auf absehbare Zeit weiterhin Dienstleistungsvereinbarungen gibt. Dazu gehören neben Entwicklung und Produktion auch der IT-Bereich.

Der Spin-Off hat für die Sandoz International keine Änderung des Geschäftsmodells gebracht da die Sandoz International bereits vor Spin-Off ihr wesentliches Geschäftsfeld innerhalb der Sandoz Division hatte. Konzernverrechnungen finden seit der Novartis Abspaltung ausschließlich mit Sandoz Firmen statt.

2.4 Ertrags- und Finanzlage

Die Sandoz International GmbH generiert Umsatzerlöse mit in- und ausländischen Sandoz-Konzerngesellschaften. In der folgenden Tabelle handelt es sich um eine verkürzte Darstellung der GuV:

2023 2022 Veränderung
€ Mio. % € Mio. % € Mio. %
Umsatzerlöse 160,9 97,1 157,2 94,2 3,7 2,4%
Sonstige betriebliche Erträge 4,8 2,9 9,6 5,8 -4,8 -50,0%
Materialaufwand 55,9 60,7 -4,8 -7,9%
Personalaufwand 105,8 96,8 9,0 9,3%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1,9 3,1 -1,2 -38,7%
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,1 6,2 -4,1 -66,1%
Finanzergebnis 1,3 0,0 1,3 >100%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,6 0,7 -0,1 14,3%
Ergebnis nach Steuern 2,8 5,4 -2,6 -49,1%
Jahresergebnis 2,8 5,4 -2,6 -48,1%

Tabelle 2: Verkürzte GuV

Das Jahresergebnis 2023 liegt mit € 2,8 um € 2,6 Mio. unter dem Vorjahr. Dies liegt an den höheren Personalkosten, aufgrund von temporären Schwankungen in der Anwendungen unterschiedlicher Rechnungslegungsvorschriften, die das Ergebnis beeinflusst haben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 4,8 Mio. um € 4,8 Mio. unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: € 9,6 Mio.). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die geringeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen des Vorjahres in Höhe von € 5,5 Mio. sowie der Erhöhung der periodenfremden Erträge in Höhe von € 0,8 Mio. zurückzuführen. Die Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge betragen im Jahr 2023 zusammen € 165,7 Mio. (Vorjahr: € 166,7 Mio.) Der größte Anteil der Aufwandsweiterbelastungen hiervon entfällt auf die Sandoz AG in Basel und die Hexal AG, welchen im Wesentlichen Management- und Beratungsleistungen berechnet wurden.

Im Jahr 2023 betragen die Materialaufwendungen € 55,9 Mio. (Vorjahr: € 60,7 Mio.). Diese Minderung ist insbesondere geprägt von den um € 6,2 Mio. geringeren Aufwand für Beratung und Service, den geringeren Aufwand für fremde Dienste um € 0,9 Mio., den höheren Aufwand bei Reisen und Tagungen um € 1,0 Mio., dem höheren Aufwand bei Marktforschung und Werbekosten um € 1,1 Mio. sowie den um € 0,3 Mio. höheren Aufwand für Sonstige Dienste im Jahr 2023.

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um € 9,0 Mio. auf € 105,8 Mio. (Vorjahr: € 96,8 Mio.) gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Aufwendungen für Löhne und Gehälter € 1,6 Mio., sowie den sozialen Abgaben € 0,6 Mio. und aus der Erhöhung der Aufwendungen für Boni um € 5,2 Mio., sowie der Erhöhung für Abfindungen € 2,7 Mio. und den geringeren übrigen Personalaufwendungen in Höhe von € 1,1 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 1,9 Mio. (Vorjahr: € 3,1 Mio.) mindern sich um € 1,2 Mio., insbesondere resultierend aus geringeren Kosten für Sonstige Verwaltungskosten inklusive Schulungen in Höhe von € 1,1 Mio.

Hieraus ergibt sich insgesamt ein operatives Ergebnis (EBIT) von € 2,1 Mio. (Vorjahr: € 6,2 Mio.).

Die Steuern von Einkommen und Ertrag haben sich im Geschäftsjahr 2023 um € 0,1 Mio. verringert und weisen im Jahr 2023 einen Aufwandssaldo in Höhe von € 0,6 Mio. auf (Vorjahr: Aufwand in Höhe von € 0,7 Mio.), der überwiegend den Veranlagungszeitraum 2023 betrifft.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden keine Einzelinvestitionen vorgenommen.

Liquidität

Der Cash-Flow der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Cash-Flow 2023
€ Mio.
2022
€ Mio.
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2,7 -40.3
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 0,0 0,0
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -3,0 40.7

Tabelle 3: Cash Flow

Die Gesellschaft betreibt eine rollierende Liquiditätsplanung und ist in den Cash-Pool des Sandoz Konzerns eingebunden. Dadurch ist die jederzeitige Liquiditätsversorgung der Gesellschaft in Verbindung mit der Liquiditätsplanung sichergestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 2,7 Mio. erzielt (Vorjahr € -40,3 Mio.). Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt € 3,0 Mio. (im Vorjahr Mittelzufluss in Höhe 40,7 Mio.) und betrifft den Mittelzufluss im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling sowie den Mittelabfluss durch Auszahlungen an Unternehmenseigner (Share Based Payments).

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Sandoz International GmbH sank im Geschäftsjahr 2023 um 5,87% auf € 75,2 Mio. (Vorjahr: € 79,9 Mio.). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen € 61,4 Mio. (Vorjahr: € 66,7 Mio.) bzw. 81,6% der Bilanzsumme (Vorjahr: 83,4%).

Die Gesellschaft nimmt am deutschlandweit durchgeführten Cash-Pooling der Sandoz Deutschland (vormals Novartis Deutschland GmbH) teil. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pooling sind von € 46,6 Mio. auf € 35,8 Mio. gesunken, bzw. betrugen 47,6 % (Vorjahr: 58,3%) der Bilanzsumme. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere Ausgleich von Intercompany Forderungen in Höhe von insgesamt € 111 Mio. (Vorjahr: € 114 Mio.) sowie geringere Zahlungen für den Personalbereich in Höhe von € 60 Mio. (Vorjahr: € 82 Mio.) wirkten sich mindernd auf die Cash Pool Forderungen aus.

Der Ausgleich von Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von € 34 Mio. (Vorjahr: € 79 Mio.) wirkte gegenläufig. Gegenüber der Muttergesellschaft Sandoz AG, Basel, Schweiz, bestehen zum 31. Dezember 2023 Forderungen von € 18,0 Mio. (Vorjahr: € 11,4 Mio.).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr um € 0,2 Mio. auf € 11,9 Mio. angestiegen. Dies liegt hauptsächlich an höheren Vorauszahlungen gegenüber Dritten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist von € 1,5 Mio. auf € 1,9 Mio. gestiegen. Dies resultiert aus höheren Abschlagszahlungen für die betriebliche Altersvorsorge.

Das Eigenkapital ist mit € 21,0 Mio. um € 2,8 Mio. höher als im Vorjahr, was auf den Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Die Eigenkapital-Quote hat sich um 5,1 Prozentpunkte auf 28,0 % erhöht (Vorjahr 22,8%).

Die Rückstellungen für Steuern stiegen von € 3,6 Mio. im Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 3,9 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Zuführung für die Gewerbesteuer des laufenden Jahres zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von € 33,1 Mio. auf € 25,3 Mio. gemindert. Dies liegt hauptsächlich an dem Rückgang der Rückstellung für Share Based Payments in Höhe von € 12,6 Mio., der im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen durch den Spin off bedingt ist, sowie der Erhöhung der Rückstellung für Abfindungen und Boni in Höhe von € 5,4 Mio.

Darüber hinaus wurde eine Rückstellung für Equity Tax in Höhe von € 0,5 Mio. verbraucht. Equity Tax ist die von der Gesellschaft zu übernehmende Einkommensteuer einzelner Mitarbeiter für Aktienzusagen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag von € 14,2 Mio. auf € 12,8 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von € 3,0 Mio. auf € 0,2 Mio. gesunken. Die höchsten Verbindlichkeiten weist die Sandoz International GmbH gegenüber der Sandoz Pharmaceuticals Ljubljana in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr: Novartis Pharma AG, Basel € 1,7 Mio.) aus.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um € 4,1 Mio. auf € 8,1 Mio. gestiegen, was insbesondere auf höhere Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (€ 4,3 Mio.) und eine Senkung der Verbindlichkeiten aus betrieblicher Altersvorsorge aus nicht abgeführten Arbeitnehmeranteilen für das laufende Jahr um € 0,7 Mio. und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus der Aktienzahlungen um € 0,5 Mio. zurückzuführen ist.

Personal- und Sozialbereich

Der durchschnittliche Personalbestand im Jahr 2023 betrug 450 (Vorjahr: 420) Mitarbeiter. Hinsichtlich der Angaben zu der Frauenquote verweisen wir auf die folgende Internetseite: Frauenanteil bei Sandoz | Germany: Corporate Site

2.6 Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge, das EBIT sowie das EBIT im Verhältnis zu der Summe aus den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023
€ Mio.
2022
€ Mio.
Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge 165,7 166,8
davon sonstige betriebliche Erträge 4,8 9,6
EBIT 2,1 6,2
EBIT im Verhältnis zu Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen 1,3% 3,7%

Tabelle 5: Finanzielle Leistungsindikatoren

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, die für die Steuerung der Sandoz International GmbH relevant wären, existieren nicht.

2.7 Gesamtaussage der Geschäftsführung

Die Geschäftsentwicklung beurteilen wir insgesamt als stabil. Wir gehen davon aus, dass die Sandoz International GmbH auch im Jahr 2024 eine Management Gesellschaft der Sandoz Gruppe bleibt. Folglich wird eine positive Entwicklung des Unternehmens für die kommenden Jahre erwartet, da die Weiterverrechnung von entstandenen Aufwendungen für Management Dienstleistungen vertraglich abgesichert ist.

3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Risikomanagementsystem

Zur systematischen Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken hat die Sandoz Gruppe ein standardisiertes Risikomanagementsystem implementiert. Unter Risiken werden künftige Entwicklungen verstanden, die zu einer negativen Abweichung von den Planwerten im Folgejahr führen können. Die Sandoz International hat als globale Managementfirma ein anderes Risikoprofil als eine aktive Vertriebsgesellschaft oder eine Produktionsgesellschaft.

Die Erfassung der Risiken findet jährlich zum Jahresende statt. Halbjährlich findet eine Aktualisierung der essenziellen Risiken statt. Ad hoc Meldungen über neu auftretende Risiken oder signifikante Änderungen zu bestehenden Risiken erfolgen ganzjährig.

Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen Beobachtungszeitraum von einem Jahr und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d. h. vor Gegenmaßnahmen als auch netto, d. h. nach Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen mittels einer Ampelfunktion in vier Risikokategorien dargestellt (rot = "sehr hoch", orange = "hoch", hellgrün = "mittel" oder grün = "gering")

Abbildung 1: Risiko-Ampelfunktion

Das daraus entwickelte Risikoportfolio ist ein wesentliches Element des Managementsystems. Ergänzend hierzu sollen im Rahmen der Planungs- und Analyse-Prozesse bestehende Chancen und deren Ergebnispotential erkannt und genutzt werden.

Weitere Maßnahmen zur Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken sind:

strategische und operative Planungs- und Controlling-Prozesse

Sicherheits- und Umweltmanagement

IT-Sicherheit und Datenschutz

Der Sandoz-Konzern führt außerdem ein umfassendes und sehr effektives internes Kontrollsystem, das das Risiko einer fehlerhaften Darstellung der Jahresabschlüsse minimiert. Die internen Kontrollen sind fester Bestandteil des rechnungslegungsbezogenen Betriebsablaufs. Die Funktionsfähigkeit der Kontrollen wird regelmäßig durch ein internes Management Assessment sichergestellt, sowie durch externe Prüfer getestet. Die Kontrollen erfüllen die rechtlichen Anforderungen in allen Belangen.

Das Sandoz Financial Control Framework (SFCF) ist ein weltweit eingesetztes, Sandoz konzerninternes Regelwerk, das die Richtlinien von SOX auf wesentlich mehr Geschäftsprozesse ausweitet. Der Sandoz-Konzern verfügt damit über ein leistungsstarkes Unternehmensführungs- und -kontrollsystem.

3.1.2 Bedeutsame Risiken

Datenschutz

Im Bereich Datenschutz sehen wir ein generelles Risiko, dass potentielle Datenschutzverletzungen zu rechtlichen Konsequenzen/Geldstrafen führen könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit schätzen wir als "sehr gering" ein. Die finanziellen Auswirkungen schätzen wir als "mittel" ein. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "gering" (Vorjahr: "mittel") eingestuft.

Die Änderung der Risikokategorisierung zum Vorjahr, ergibt sich aus der Anpassung der Skalierung nach Abspaltung von Novartis.

Kurzfristige Nicht-Verfügbarkeit von Daten/Systemen

Die Zunahme von Cyberangriffen auf industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme erfordert eine verstärkte Cybersicherheit. Diesen Risiken begegnen wir durch konzernweit einheitliche Prozesse für die Planung, das Management und die Auditierung von IT-Projekten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken, die aufgrund der komplexen internen IT-Infrastruktur entstehen können, werden als "hoch" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als "sehr hoch" eingestuft. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "hoch" eingestuft (Vorjahr: hoch).

Die Einstufung des IT-Risikos richtet sich nach der Risikobewertung der Sandoz Gruppe, da dieses Risiko auf Konzernebene gesteuert wird.

3.1.3 Gesamtbild zur Risikolage

Die Sandoz International GmbH hat Ihre Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass diese zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken geeignet sind, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der ermittelten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der operativen Planung werden zum heutigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung festgestellt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3.2 Chancenbericht

3.2.1 Externe Chancen

Aufgrund der Besonderheit des Gesundheitsmarktes und der Arzneimittelentwicklung verstehen wir Chancen als Potential, die im Wesentlichen über einen Prognosezeitraum von über einem Jahr hinausreichen. Daher sind Chancen unserer Einschätzung nach quantitativ nicht genau prognostizierbar.

Die Pandemie hat schmerzlich vor Augen geführt, wie die Belieferung lebenswichtiger Arzneimittel von Drittländern abhängig ist und wie vulnerabel die Lieferketten durch Konzentrationsprozesse vor allem auf Wirkstoffebene geworden sind. Hieraus leiten sich aktuell weitere umfassende politische und gesetzgeberische Initiativen auf europäischer und nationaler Ebene ab, die u.a. zum Ziel haben, diese Abhängigkeiten zu reduzieren sowie Resilienz in der Produktion und den Lieferketten durch Diversifizierung und - wo sinnvoll und versorgungskritisch - auch Rückverlagerung von Produktions-Infrastruktur in die EU wieder zu stärken. Durch Mehrpartnermodelle und Vergabekriterien, die neben dem günstigsten Preis eine Incentivierung für Aspekte wie Nachhaltigkeit, Produktionsresilienz, Sozialstandards oder Standorte ermöglichen, können zukünftig auch in Ausschreibungen wieder Präparate wettbewerbsfähig werden, die heute aufgrund der Kostenstrukturen in der EU/in Deutschland faktisch nicht konkurrenzfähig sind.

Mit der verbindlichen Einführung der elektronischen Verschreibung (eRx) zum 01. Januar 2024, der elektronischen Patientenakte und einer verpflichtenden Nutzung der Telematikinfrastruktur zum digitalen Datenaustausch zwischen Leistungserbringern bereits seit 2022 eröffnen sich ebenfalls neue Markt- und Kundenpotentiale sowie neuartige Geschäftsmodelle im digitalen Patientendatenmanagement für alle Akteure.

3.2.2 Strategische und organisatorische Chancen

Langfristig werden sich jene Anbieter erfolgreich behaupten können, die über internationale Präsenz sowie eine konkurrenzfähige Kosten- und Vertriebsstruktur verfügen. Denn auch in der Zukunft wird der Generika- und Biosimilarmarkt generell unter hohem Preis- und Kostendruck stehen, der sowohl durch das Gesundheitssystem als auch die Marktkonkurrenz bedingt ist. Zuletzt wurden viele neue Gesetze verabschiedet, die eine hohe Kostenwirksamkeit für die GKV bedingen (Versichertenentlastung, Pflegestärkung, Krankenhausfinanzierung, Pandemiegesetzgebung etc.).

Dies wird auch zukünftig zu berücksichtigen sein. Auch Regulationen und Gesetze von der europäischen Ebene nehmen zunehmend Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Vermarktung von Arzneimitteln in den einzelnen Ländern und müssen stärker monitoriert und lobbyiert werden (Pharmagesetzgebung, Abwassergesetzgebung, europäische Verordnungen zu F-Gasen, PFAS etc.). Eine gut gefüllte Produkt-Pipeline ist eine wesentliche Voraussetzung für den Markterfolg, um erodierende Margen auf dem Altportfolio und Regulationsdruck zu (über)kompensieren. Speziell im Biosimilar-Segment ergeben sich langfristig trotz der erwarteten regulatorischen Veränderungen weiter Chancen für Hexal, da für Biosimilars ein hoher Entwicklungsaufwand notwendig ist, welcher nur für globale Unternehmen wie Sandoz/Hexal mit entsprechenden Ressourcen und Know-how finanziell und technologisch zu stemmen ist.

3.3 Prognosebericht

3.3.1 Ausblick für die Weltwirtschaft

Laut ifo Institut steckt die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2024 in der Rezession fest, denn der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar 2024 weiter gefallen. Unsicherheiten gehen von der deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik und den aktuellen, geopolitischen Spannungen (insbesondere Ukrainekrieg und Nahostkonflikt) aus. Diese Unsicherheiten manifestieren sich momentan in nationalen Streiks und globalen Lieferkettenbehinderungen. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 wird eine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland prognostiziert. Laut ifo Institut sind die Weichen für die deutsche Wirtschaft auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen mit kräftigen Raten, und die Beschäftigung ist hoch. Damit kehrt Kaufkraft zurück, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein, und im Frühsommer 2024 dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und zu den Konjunkturtreibern werden.

Für das Gesamtjahr 2023 ist ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,3% zu verzeichnen. Das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2024 wird laut dem ifo Institut im ersten Quartal um weitere 0,2% zurückgehen. Für das gesamte Jahr 2024 wird mit einem Wachstum von 0,7% gerechnet. Im Jahr 2025 dürfte sich die Konjunktur dann normalisieren und das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 % zulegen.

3.3.2 Ausblick für die Gesellschaft

Obwohl Sandoz International ein Teil des Sandoz Konzerns ist, ist die Sandoz International GmbH nicht über einen Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft verbunden. Sie ist auch nicht Teil einer umsatzsteuerlichen oder ertragssteuerlichen Organschaft. Deshalb kann die Gesellschaft grundsätzlich selbständig agieren und flexibel auf Veränderungen innerhalb bzw. außerhalb der Sandoz Gruppe reagieren.

Für das Jahr 2024 werden keine Veränderungen im Geschäftsmodell der Sandoz International erwartet. Die Kosten der Sandoz International GmbH werden vollständig an die von den Leistungen der Gesellschaft profitierenden Konzerngesellschaften weiterbelastet und damit wird weiterhin das Erwirtschaften konstanter Umsatzerlöse bzw. betrieblicher Erträge sichergestellt.

Dementsprechend erwartet die Gesellschaft Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge auf Vorjahresniveau sowie ein konstantes EBIT und eine stabile EBIT-Marge, da sämtliche Kostenbestandteile innerhalb der Sandoz Gruppe weiterbelastet werden.

Die Margenstabilität ist im IFRS jedoch deutlicher ausgeprägt als in der handelsrechtlichen Rechnungslegung. Dies ist darin begründet, dass die konzerninternen Leistungsverrechnungen auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) basieren. Unterschiedliche Bewertungsmethoden bzw. -zeitpunkte in der handelsrechtlichen Rechnungslegung führen zu einer volatileren HGB-EBIT-Marge im Vergleich zur IFRS-EBIT-Marge. Dabei handelt es sich jedoch naturgemäß lediglich um temporäre Schwankungen aufgrund der Anwendung unterschiedlicher Rechnungslegungsvorschriften, die sich im Zeitablauf ausgleichen werden.

 

Holzkirchen, den 10. Juni 2024

Peter Karg, Geschäftsführer

Klaus Neumayer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70,00 141,00
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.380.194,38 66.672.907,42
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 61.380 (i. Vj. TEUR 66.673) -
2. Sonstige Vermögensgegenstände 11.938.952,18 11.743.858,36
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 5.472 (i. Vj. TEUR 7.062) -
73.319.146,56 78.416.765,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.915.553,21 1.509.291,39
75.234.769,77 79.926.198,17

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 18.147.168,80 12.745.912,08
III. Jahresüberschuss 2.798.289,73 5.401.256,72
21.045.458,53 18.247.168,80
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.915.430,88 3.892.952,00
2. Steuerrückstellungen 3.927.233,84 3.584.987,93
3. Sonstige Rückstellungen 25.257.369,15 33.076.247,02
33.100.033,87 40.554.186,95
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.761.385,21 14.157.564,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 12.761 (i. Vj. TEUR 14.158) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 244.097,09 2.951.925,91
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 244 (i. Vj. TEUR 2.952) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 8.083.795,07 4.015.352,31
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 8.084 (i. Vj. TEUR 4.015) -
- davon aus Steuern TEUR 6.990 (i. Vj. TEUR 2.817) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 494 (i. Vj. TEUR 1.143) -
21.089.277,37 21.124.842,42
75.234.769,77 79.926.198,17

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 160.970.828,83 157.163.133,53
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.756.323,80 9.624.268,93
- davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 472 (i. Vj. TEUR 69) -
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 55.910.582,43 60.699.542,94
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 94.910.638,00 86.599.667,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.868.321,16 105.778.959,16 10.241.148,15 96.840.815,98
- davon für Altersversorgung TEUR 4.081 (i. Vj. TEUR 4.019) -
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 71,00 71,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.865.300,99 3.071.683,40
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 41 (i. Vj. TEUR 251) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.342.656,13 132.705,35
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.335 (i. Vj. TEUR 133) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92.654,52 167.582,70
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 38 (i. Vj. TEUR 8) -
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 30 (i. Vj. TEUR 144) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 599.513,97 733.635,90
10. Ergebnis nach Steuern 2.822.726,69 5.406.775,89
11. Sonstige Steuern 24.436,96 5.519,17
12. Jahresüberschuss 2.798.289,73 5.401.256,72

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Sandoz International GmbH, Holzkirchen, wurde nach den rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 157536 eingetragen.

Das Sachanlagevermögen ist zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden über 3 bis 13 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nach dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 betragen, werden in einem Sammelposten, verteilt auf fünf Jahre, gleichmäßig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 410 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nach dem 1. Januar 2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum jeweiligen Mittelkurs am Tag der Entstehung bewertet. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256 a HGB. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet; langfristige nach dem Realisations- und Imparitätsprinzip.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit folgenden Parametern ermittelt:

Die Abzinsung erfolgt bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83% (Vorjahr 1,78%). Dynamik der anrechenbaren Bezüge 3,0%, Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung 3,0%, Anpassung der laufenden Renten 2,25%. Der Marktzinssatz ergibt sich aufgrund des bewerteten Personenstandes aus dem HGB und den entsprechenden Erläuterungen laut Gutachten. Die anderen Prozentsätze sind keine Zinsen, sondern Trendannahmen für die zukünftige jährliche Steigerung der Einkommen, Beitragsbemessungsgrenzen und lautenden Rentenzahlungen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs 2 HGB abgezinst.

Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen werden zum Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Zusage mit dem beizulegenden Wert bei Gewährung angesetzt. Dieser bestimmt sich in Abhängigkeit der jeweiligen Vereinbarungen nach dem jeweiligen Kurs bei Gewährung bzw. den zukünftig erwarteten Dividendenzahlungen.

Im Falle von Änderungen der Ausübungsbedingungen wird eine Anpassung der Bewertung an den in diesem Zeitpunkt beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Es erfolgt eine Abzinsung in Abhängigkeit der Restlaufzeit Rückstellungen für Sonderzahlungen an Mitarbeiter werden auf Basis der erwarteten individuellen Zielerreichung sowie der geschäftlichen Entwicklung gebildet.

Die Rückstellung für Dienstjubiläen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der projizierten Einmalbeitragsmethode bewertet. Der Berechnung der Rückstellung für Dienstjubiläen liegt ein Rechnungszins von 1,75% (Vorjahr 1,45%) zugrunde. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge wurde mit 3,0% und die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen mit 3,0% bei der Bewertung angenommen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern beruhen auf unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Rückstellungen. Passive latente Steuern ergeben sich aus Unterschieden der Fremdwährungsumrechnung in der Handels- und Steuerbilanz. Geringfügige latente Steuern ergeben sich ferner aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden in der Handels- und Steuerbilanz beim Sachanlagevermögen. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 27,03%.

Auf die Aktivierung des aus der Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern resultierenden Aktivüberhangs wird durch Nichtausübung des Wahlrechts gemäß § 274 HGB verzichtet.

Die Umsätze aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden gemäß der Leistungserbringung abgerechnet.

2) Bilanzerläuterungen

a) Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 61.380 handelt es sich um Ansprüche aus Aufwandsweiterbelastungen für erbrachte Dienstleistungen an Gesellschaften der Sandoz-Gruppe (TEUR 25.516.; Vorjahr: TEUR 19.843), Darin enthalten sind Forderungen gegenüber der Sandoz AG Basel in Höhe von TEUR 18.044 (Vorjahr: TEUR 11.362), und Forderungen gegenüber der Hexal AG in Höhe von TEUR 7.095. Es handelt es sich um Forderungen aus Aufwandsweiterbelastungen für Management- und Beratungsleistungen. Diese betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Außerdem bestehen noch Forderungen aus dem Cash Pool gegenüber Sandoz Deutschland (vormals Novartis Deutschland GmbH) in Höhe von TEUR 35.805 und Forderungen gegenüber den ausländischen verbundenen Unternehmen Sandoz Pharmaceutical in Ljubljana TEUR 377 und Sandoz Canada TEUR 60.

Von den Forderungen in Höhe von TEUR 61.380 und den sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 11.939 gegenüber Dritten, weisen Forderungen in Höhe von TEUR 61.380 und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.472 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.467 weisen eine Restlaufzeit in Höhe von mehr als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten keine überfällige Position.

c) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die periodengerechte Abgrenzung von Personalaufwand (TEUR 1.915; Vorjahr: TEUR 1.509). Die Erhöhung des Postens auf TEUR 1.915 um TEUR 406, resultiert im Wesentlichen aus der Vorauszahlung gegenüber Dritten.

d) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Sandoz International GmbH beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 100 und ist voll einbezahlt.

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Sandoz AG, Basel, Schweiz, gehalten.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.798 auf neue Rechnung vorzutragen.

e) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.915 (Vorjahr: 3.893) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22 erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf Aufzinsungseffekte zurückzuführen.

Darüber hinaus bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.062.

f) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 25.257 (Vorjahr: TEUR 33.076) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Sonderzahlungen an Mitarbeiter sowie für Abfindungen, Urlaubsansprüche, aktienbasierte Vergütungen und Jubiläumszuwendungen. (absteigend nach Betrag sortiert)

g) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 12.761; Vorjahr: TEUR 14.158) beinhalten im Wesentlichen Beratungsdienstleistungen und Werbekosten. Hier haben sich allgemein die Verbindlichkeiten für Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr verringert. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von betriebswirtschaftlichen, technischen und beratenden Dienstleistungen an Unternehmen der Sandoz-Gruppe, soweit solche keiner besonderen gesetzlichen oder behördlichen Erlaubnis bedürfen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Aufwandsweiterbelastungen belaufen sich auf TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 2.952), und betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber deutschen Konzerngesellschaften bestehen zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 668).

h) Haftungsverhältnisse

Im Berichtsjahr bestanden keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten.

3) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Tätigkeitsbereich
Konzerninterne Dienstleistungen 160.971 157.163
Dienstleistungsempfänger
Sandoz AG, Basel, CH 111.937 107.739
Hexal AG, Holzkirchen, D 46.529 48.398
Novartis International AG, CH 210 30
Novartis Healthcare Pvt Ltd, Telangana 0 221
Novartis Pharma AG, Basel 1.560 207
Novartis Business Services GmbH, D 246 0
Sandoz Pharmaceuticals, Ljubljana 377 0
EBEWE Pharma GesmbH Nfg.KG, AT 0 351
Übrige 112 217
160.971 157.163

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich ausschließlich um Erträge aus Dienstleistungen, die seitens der Sandoz International GmbH in der Funktion einer konzerninternen Management- und Beratungsgesellschaft für verbundene Unternehmen erbracht werden. Die zu erbringenden Dienstleistungen sind in Service-Verträgen geregelt.

Die Leistungen umfassen die Erbringung von betriebswirtschaftlichen, technischen und beratenden Dienstleistungen an Unternehmen der Sandoz/Novartis-Gruppe, soweit solche keiner besonderen gesetzlichen oder behördlichen Erlaubnis bedürfen. Hierzu zählen unter anderem Tätigkeiten sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit Trademark Services, Regional Office Unterstützungen, Novartis Technical Operations-Dienstleistungen, Novartis Social Business und Global Franchises Services.

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.756 setzen sich im Wesentlichen aus den Erträgen aus der Auflösung für die Restrukturierungsprogramme D&R in Höhe von TEUR 2, der Auflösung von Rückstellungen aus 2022 in Höhe von TEUR 218, den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 2.924, der Verrechnung von Weiterbelastungen von Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 315, sowie aus den Erträgen aus der Auflösung von Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 827, sowie aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 472 zusammen. Die Erträge aus der Abgrenzung für ausstehende Rechnungen lassen sich unterteilen in Aufwendungen für Tagungen in Höhe von TEUR 328, für Beratungskosten in Höhe von TEUR 228, für Marktforschung in Höhe von TEUR 83 und für sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 188.

c) Materialaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für bezogene Leistungen 55.911 60.700
Details
Aufwand für Beratung und Service 25.105 31.342
Marktforschung und Werbekosten 20.439 19.396
Fremde Dienste zur Erbringung von Dienstleistungen 3.302 4.169
Angefallene Auswendungen für Reisen, Tagungen 3.853 2.843
Sonstiges 3.212 2.950
55.911 60.700

d) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
1.865 3.072
Sonstige Verwaltungsaufwendungen, inkl. Schulungen 1.129 2.183
Leasing und Fuhrpark 629 553
Übrige 107 336
1.865 3.072

Die Minderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Veränderung der Kosten für Sonstige Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Es sind keine periodenfremden Aufwendungen im Berichtszeitraum angefallen.

e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag weist im Geschäftsjahr 2023 einen Saldo von TEUR 600 aus. Der Aufwand betrifft überwiegend den Veranlagungszeitraum 2023, sowie Anpassungen der Vorjahre im Zuge der Veranlagung für 2021.

Die Aufwendungen aus sonstigen Steuern belaufen sich auf TEUR 24 (Vorjahr TEUR 6).

4) Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen ausschließlich gegenüber Dritten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 510.

b) Abschlussprüferhonorare

Die Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 47).

c) Ausschüttungssperre

Der ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich insgesamt auf TEUR 63 und ist allein auf den Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbewertung nach § 253 Abs. 6 HGB zurückzuführen.

d) Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 450 (Vorjahr: 420 Personen) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 435 Angestellte (Vorjahr: 374 Personen) sowie 15 leitende Mitarbeiter (Vorjahr: 46 Personen).

e) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Peter Karg CFO
Klaus Neumayer Head HR and Global Functions Sandoz Division

f) Steuerliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Miesbach unter der Steuernummer 139/115/60369 geführt.

Mit Schreiben vom 15.06.2020 hat das Finanzamt Miesbach eine steuerliche Außenprüfung für die Veranlagungszeiträume 2015-2018 angeordnet. Im Berichtszeitraum wurde die Prüfung weiter fortgesetzt und dauerte zum Prüfungszeitpunkt noch an.

g) Konzernzugehörigkeit

Die Sandoz International GmbH, Holzkirchen, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Sandoz AG, Basel, Schweiz.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sandoz Group AG, Basel, Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt und in Basel offenlegt (abrufbar auf www.investors.sandoz.com/financials). Dies ist gleichzeitig auch der kleinste Konsolidierungskreis.

h) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.

 

Holzkirchen, den 10. Juni 2024

Peter Karg, Geschäftsführer

Klaus Neumayer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Sachanlagen 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.071,38 6.243,70 6.243,70 0,00 17.071,38
17.071,38 6.243,70 6.243,70 0,00 17.071,38
Kumulierte Abschreibungen
Sachanlagen 01.01.2023 lfd. Jahr Abgänge 31.12.2023
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.930,38 71,00 0,00 17.001,38
16.930,38 71,00 0,00 17.001,38
Restbuchwerte
Sachanlagen 31.12.2023 31.12.2022
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70,00 141,00
70,00 141,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sandoz International GmbH, Holzkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sandoz International GmbH, Holzkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sandoz International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), auf die im Lagebericht Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), auf die im Lagebericht Bezug genommen wird.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 13. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rackwitz, Wirtschaftsprüfer

Heining, Wirtschaftsprüfer

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