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readybank agJahresabschluss zum 31. Dezember 2010LageberichtRahmenbedingungen und geschäftliche EntwicklungDie wirtschaftliche Lage hat sich in Deutschland in 2010 - teilweise abgekoppelt von anderen Ländern in der EU - deutlich verbessert, sodass die Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2010 von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten inzwischen auf 3,5% angehoben worden sind. Zum einen wird die Stabilisierung, die ursprünglich im Wesentlichen auf die massiven wirtschaftspolitischen Interventionen zurückzuführen ist, genährt von steigender Binnennachfrage, die durch gegenüber den Vorjahren höhere Tarifabschlüsse weiter anhalten sollte. Zum anderen ist die Arbeitslosenquote vom Höchstwert 8,7 % im Februar 2010 auf 7,0 % im Oktober gefallen. Der Ratenkreditbestand wirtschaftlich unselbstständiger Personen ist per 30.06.2010 gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen und zwar um 2,2 % (Quelle: Bundesbank - Stand 30.09.2010). Der positive Trend bleibt damit nach einem durch die Abwrackprämie (subventionierter und kreditfinanzierter Neuwagenabsatz) bedingten Anstieg von 7,6 % im Vorjahr erhalten und dürfte sich im Rahmen der insgesamt positiven Konjunkturentwicklung weiter fortsetzen. In Deutschland leben zurzeit ca. 83 Millionen Menschen in ca. 33 Mio. Haushalten - dies alleine liefert ein signifikantes Wachstumspotential, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Kundenzahl der readybank ag. Generell haben Deutsche verglichen mit anderen europäischen Ländern noch immer eine wesentlich konservativere Einstellung zum Kredit. Eine Angleichung an das europäische Niveau im Laufe der kommenden Jahre eröffnet neue Potenziale. Durch sinkende Geburtenraten und längere Lebenszeiten altert die Bevölkerung. Dies wird auf der einen Seite zu einer tendenziell sinkenden Population führen, andererseits neue Konzepte im Finanzdienstleistungssektor für die entsprechende Kundengruppe erfordern. Die readybank ag hat mit der Schließung ihrer letzten Filiale im Juni 2010 die Restrukturierung abgeschlossen. Der stationäre Vertrieb war ursprünglich das Kerngeschäft des Vorgängerinstituts ABC-Privatkunden Bank. Mit der Schließung der Filialen wurden auch das Einlagen- und Girogeschäft sowie Randaktivitäten wie das Vermittler-, das Kreditkarten- und das Provisionsgeschäft eingestellt. Nach Abschluss der Restrukturierung ruht das Geschäftsmodell der readybank ag auf zwei Säulen, dem Sparkassen- und dem Autohändlergeschäft. In beiden Geschäftsfeldern konnte die Bank im Jahr 2010 Erfolge vorweisen. Allerdings wurde das Wachstum wegen der Unsicherheit über die zukünftige Eigentümerstruktur gebremst. Aufgrund der EU-Beihilfeentscheidung vom 12. Mai 2009 muss die WestLB die readybank ag bis zum 31. März 2011 veräußern. Seitens der WestLB werden Gespräche mit der LBB und der DL über die Einbindung der readybank ag in die im Rahmen eines Joint Ventures zu gründende S-Kreditpartner GmbH geführt, die mit Unterstützung des DSGV zur zentralen Konsumentenkreditplattform der Sparkassen aufgebaut werden soll. Insgesamt konnte die Bank trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Sparkassengeschäft Ihre Position in NRW behaupten. Der bundesweite Marktangang konnte allerdings aufgrund der anhaltenden Diskussion über die zukünftige Eigentümerstruktur der Bank nicht umgesetzt werden. Trotz des schwierigen Umfelds hat die Bank jedoch auch in 2010 Erfolge im Sparkassengeschäft und der Positionierung des Markenproduktes ready&go credit vorzuweisen:
Im Automotivegeschäft hat die Bank bewusst Umsatzeinbußen und damit Marktanteilsverluste hingenommen, um die Profitabilität des Geschäftsfeldes zu steigern. Bei der Kundenzufriedenheit konnte die readybank ag dagegen erneut punkten. Zum vierten Mal in Folge wurde sie in einer bundesweit durchgeführten Autohändlerbefragung des Fachmagazins "markt intern" unter die drei "Besten Autobanken Deutschlands" gewählt. Als "Zweitbeste Autobank Deutschlands 2010" konnte die readybank ag ihr Ergebnis des Jahres 2009 egalisieren und erhielt von den bewertenden Autohändlern erneut die Bestätigung dafür, dass sie im harten Wettbewerb der Autobanken eine bedeutende Rolle einnimmt. Vermögens- und FinanzlageMit der Schließung der readybank-Filialen in 2010 konzentriert sich die readybank ag ausschließlich auf das B2B Geschäft mit Sparkassen und Autohändler. Nach hohen zweistelligen Wachstumsraten der Kreditbestände seit Übernahme der readybank ag durch die WestLB erreicht die readybank ag trotz der schwierigen Wettbewerbssituation und der Aufgabe des Filialbetriebes auch in 2010 ein zweistelliges Bestandswachstum (82,1 Mio. €; 11,4% ggü. Vorjahr (Ford. Kunden Bilanz)). Trotz dieses Wachstums nimmt die Kreditrisikovorsorge nur moderat zu. Zum Wachstum hat ausschließlich das Kerngeschäftsfeld Sparkassen beigetragen. In 2010 arbeiteten 44 Sparkassen im Rahmen einer Vollkooperation (Zusammenarbeit im Filial- und Onlinevertrieb des ready&go credit, im Autofinanzierungsgeschäft und im sonstigen POS-Geschäft) mit der readybank ag zusammen (darunter auch die drittgrößte deutsche Sparkasse, die Kreissparkasse Köln). Darüber hinaus kooperieren 16 weitere Sparkassen in Teilbereichen (Online, Autofinanzierungsgeschäft und / oder POS-Geschäft) mit der readybank ag. Der überwiegende Teil der kooperierenden Sparkassen befindet sich in NRW. Das vermittelte Kreditvolumen stieg trotz stagnierender Kooperationsquote in 2010 ggü. Vorjahr um 56,2 Mio. € bzw. 23,9%. Die readybank ag hat bereits im September 2010 die Grenze der ersten 500 Mio. € Umsatzvolumen im Sparkassenbereich durchbrochen. Im Rahmen eines neu geschaffenen Sparkassenbeirates, der sich aus Vertretern von Sparkassen, der Sparkassenverbände sowie der readybank ag und readypartner zusammensetzt, wurden in 2010 zahlreiche Neuentwicklungen und Erweiterungen im Umfeld des ready&go credits auf den Weg gebracht, die zu einer deutlichen Zunahme der Kundenzufriedenheit geführt haben. In diesem Zusammenhang ist auch das readybank ag Portal in das OSPlus-Umfeld (zentrale Plattform der Sparkassen) integriert worden. Dies ermöglicht die schnelle Anbindung weiterer Sparkassen und die Übernahme wichtiger Kundendaten direkt aus dem Datawarehouse der Sparkassen. In 2010 hat sich die readybank ag im Bereich Automotivgeschäft auf rentable Autohändlerbeziehungen konzentriert und das Neugeschäftsvolumen ggü. Vorjahr planmäßig zurückgefahren. Mit der Aufgabe des Filialgeschäftes wurden auch die Kooperationen mit Werbern und Brokern sowie Randprodukte eingestellt. In diesem Zuge sind alle kündbaren Einlagen- und Girokonten gekündigt und das Angebot von Passivprodukten eingestellt worden. Entsprechend der strategischen Ausrichtung der readybank ag als Konsumentenkreditplattform der Sparkassen und im Zuge der Filialschließung, wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um -68,3 Mio. € auf 25,0 Mio. € (-73,2%) planmäßig zurückgeführt. Im Jahresabschluss 2010 sind alle nicht schon in 2009 angefallenen Filial-Schließungsaufwendungen verarbeitet worden Im Geschäftsfeld POS/Kooperationen konzentriert sich die Bank auf die Zusammenarbeit mit Händlern kooperierender Sparkassen. Diese übernehmen im Rahmen einer Vertriebspartnerschaft die Türöffnerfunktion beim Händler. Die readybank ag bietet den gemeinsam akquirierten Händlern dann ihre Finanzierungsprodukte an. Das POS-Eigengeschäft wird nur noch punktuell, insbesondere im Gesundheitssektor, betrieben. Die Bilanzsumme der readybank ag stieg zum 31.12.2010 gegenüber dem Vorjahr kräftig um 101,6 Mio. € bzw. +13,7% auf 844,2 Mio. € (nach einem Wachstum in 2009 von 286,0 Mio. € bzw. +62,7% incl. inzwischen eingestelltem Filialgeschäft). Diese Ausweitung resultiert im Wesentlichen aus einer deutlichen Zunahme der Forderungen an Kunden (+82,1 Mio. € ggü. Vorjahr), die mit dem Neugeschäftsvolumen korrespondiert. Die Refinanzierung des Neugeschäftes erfolgt i.W. durch die WestLB zu marktüblichen Konditionen über Festzinsdarlehen und Termingelder. Um das Zinsänderungsrisiko möglichst gering zu halten, wurden die Laufzeiten der Refinanzierung mit denen des Neugeschäftes abgestimmt. Die readybank ag hat in 2010 Wertpapiere zur Liquiditätssicherung erworben, die nach strengem Niederstwertprinzip bewertet werden. Diese gehen mit ihren Kurswert i.H.v. 26,2 Mio. € in die Bilanz der Bank ein. Die Wertpapiere sind zur Sicherung der kurzfristigen Liquidität angeschafft worden. Da es sich ausschließlich um zentralbankfähige Wertpapiere handelt, können diese zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe als Sicherheit bei der EZB hinterlegt werden. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 18,8 Mio. € und ist eingeteilt in 18,8 Mio. nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien werden von der WestLB AG, Düsseldorf, gehalten. Unter den anderen Gewinnrücklagen werden 1,2 Mio. € ausgewiesen. Nach Feststellung des Jahresabschlusses verbleibt eine Kapitalrücklage i.H.v. 26,7 Mio. €. Die readybank ag hat am 28.12.2010 ein Nachrangdarlehen i.H.v. 6 Mio. € aufgenommen, das nach einem kräftigen Bestandswachstum in 2010 zu einer Stärkung der Eigenkapitalsituation der readybank ag beitragen soll. Das Nettokernkapital der readybank ag i.H.v. 45,0 Mio. € setzt sich zusammen aus dem Grundkapital (18,8 Mio. €), den Kapitalrücklagen (34,4 Mio. €), den Gewinnrücklagen (1,2 Mio. €), dem Bilanzverlust (-7,7 Mio. €) und immateriellen Vermögensgegenständen (-1,7 Mio. €). Das haftende Eigenkapital nach § 10 KWG beträgt unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes 62,0 Mio. € (Vorjahr 64,1 Mio. €) und ergibt sich aus der Summe des Nettokernkapitals, der Vorsorgereserve für allgemeine Bankrisiken (§ 340f HGB) von 0,2 Mio. €, nachrangigen Verbindlichkeiten von 16,8 Mio. € (Vorjahr 11,7 Mio. €) abzüglich der Beteiligungen nach § 10 Abs. 6 Satz Nr. 1, 2 u. 6 KWG von 0,1 Mio. €. Zum 31.12.2010 wird nach Feststellung des Jahresabschlusses damit eine Eigenkapitalquote von 9,6 % ausgewiesen (Vorjahr 11,3 %). Im Geschäftsjahr hat die Bank zu jeder Zeit ihre gesetzliche Mindestreserveverpflichtungen gegenüber der Deutschen Bundesbank sowie die aufsichtsrechtlichen Kennziffern der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur Eigenkapitalausstattung und zur Liquidität eingehalten. Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage der Bank vor dem Hintergrund der im Jahr 2010 laufenden Restrukturierungsmaßnahmen noch als befriedigend eingeschätzt werden. ErtragslagePlanmäßig führten in 2010 die mit der Fokussierung der readybank ag auf das Sparkassengeschäft verbundenen Investitionen insbesondere in die Marke ready&go credit sowie die Schließung der Filialen zu einer Belastung des Ergebnisses. Die Neuausrichtung der readybank ag ist damit in 2010 abgeschlossen worden. Trotz der Belastungen und unter der Planung liegender Umsätze hat die readybank ag ihr Ergebnisziel 2010 erreicht. Der entstandene Verlust i.H.v. 7,6 Mio. € wurde ggü. Vorjahr mehr als halbiert. Damit hat die readybank ag zum zweiten Mal in Folge ihren Verlust gegenüber Vorjahr deutlich reduziert. Nach einem Verlust von 25,2 Mio. € in 2008 wurde bereits in 2009 der Verlust um 9,5 Mio. € gesenkt. In 2010 wurde der Verlust ggü. 2009 dann um weitere 8,2 Mio. € reduziert. Der Ausgleich des im Geschäftsjahr entstandenen Verlustes wurde durch eine Entnahme von 7,7 Mio. € aus der Kapitalrücklage vorgenommen. Der Zinsüberschuss konnte aufgrund des deutlichen Ausbaus des Geschäftes und der ggü. Vorjahr günstigeren Refinanzierungsbedingungen um 10,9 Mio. € (+24,6%) auf 55,0 Mio. € gesteigert werden. Mit der Aufgabe des Filialgeschäftes und dem Ausbau des provisionspflichtigen Sparkassengeschäftes nimmt der Provisionsüberschuss in 2010 ggü. Vorjahr planmäßig um 10,1 Mio. € auf -5,7 Mio. € ab. Insbesondere die den Sparkassen zur Vermittlung des ready&go credit gezahlten Provisionen führen zu einem Anstieg der Provisionsaufwendungen. Die Provisionserträge sind nach wie vor sehr stark durch Vermittlungsprovisionen aus der Kreditabsicherung geprägt und gingen aber im Zuge der Einstellung des Filialgeschäftes ggü. Vorjahr zurück. Die Fokussierung der readybank ag auf das Sparkassen- und Automotivegeschäft und die Einstellung des eigenen Filialbetriebes führen zu einem Rückgang der Verwaltungsaufwendungen in 2009 ggü. Vorjahr. Einmalbelastungen in 2009 durch die Auslagerungen von Direktzusagen sowie Rückstellungen für den Personalabbau in 2010 resultieren in einem Rückgang der Personalaufwendungen in 2010 ggü. Vorjahr. Darüber hinaus sind die wesentlichen Investitionstätigkeiten in 2009 abgeschlossen worden, sodass sich auch der Sachaufwand in 2010 ggü. Vorjahr reduziert. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen haben sich mit +0,3 Mio. € ggü. Vorjahr reduziert. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie die Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft stiegen ggü. Vorjahr moderat um 1,5 Mio. € auf 18,5 Mio. €. Der Anstieg von 8,5% lag damit unter dem Bestandswachstum i.H.v. 11,4 %. In Summe steigt damit die Risikovorsorge ggü. Vorjahr geringer als das zinstragende Geschäft. Mit der vorliegenden Kreditrisikovorsorge wurden allen aktuellen Risiken der readybank ag im Geschäftsjahr 2010 nach dem Prinzip der kaufmännischen Vorsicht Rechnung getragen. Um den deutlichen Ausbau des Kreditgeschäftes abwickeln und Produktionskostenreduzierungen realisieren zu können, hat die readybank ag in 2007 die readypartner gmbh, Düsseldorf, als 100 %-ige Beteiligung gegründet. Der Buchwert beträgt 25 T€ und entspricht dem Bilanzwert bzw. den Anschaffungskosten. Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig. Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben. Die Entwicklung der readybank ag verläuft zum Beginn des Jahres 2011 planmäßig. Ergebnis vor Steuern und bereinigtes ErgebnisAufgrund der Vielzahl von Sondereffekten sowohl im Geschäftsjahr wie auch in den Vorjahren wird nachfolgend das Ergebnis vor Steuern zu einem bereinigten Ergebnis übergeleitet, um die operative Entwicklung der readybank ag darzustellen. Dabei werden ergebnisbegünstigende Sondereffekte in der Überleitung zum Ergebnis vor Steuern hinzugerechnet, ergebnisbelastende Sondereffekte abgezogen.
Unter Eliminierung von periodenfremden und nicht nachhaltigen Effekten ergibt sich für den Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern von -5.551 T€. Im Vergleich zu den Vorjahren wird deutlich, dass sich das Ergebnis der readybank ag nach einer Restrukturierungs- und Investitionsphase in den Jahren 2007 bis 2009 mit dem ansteigenden Sparkassengeschäft nachhaltig verbessert hat. RisikoberichtDas wesentliche Geschäftsfeld der readybank ag ist das Konsumentenkreditgeschäft in Deutschland. Dementsprechend erfolgt die Steuerung der Risiken auf Basis eines Rahmenwerks von Risikostandards, Organisationsstrukturen und Prozessen zur Risikomessung und zeitnahen Risikoüberwachung, das speziell auf das Privatkundengeschäft ausgerichtet ist. Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken inkl. Maßnahmenableitung werden diese wirksamen Steuerungs- und Kontrollsysteme laufend weiterentwickelt und verfeinert. In den Jahren 2009/2010 wurden bedeutende Weiterentwicklungen im Risikomanagement vorgenommen, um den erhöhten Anforderungen durch neue bilanzielle und gesetzliche Rahmenbedingungen (z.B. MaRisk) Rechnung zu tragen. Wesentliche Risikokennziffern konnten gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Strategie und Grundsätze des Risikomanagements
Organisation des Risikomanagements Der Chief Risk Officer der readybank ag ist verantwortlich für die Bereiche Risikomanagement, Rechnungswesen/Controlling/Facility Management/Testteam/Zahlungsverkehr, Revision sowie die Tochtergesellschaft readypartner gmbh. Somit sind alle Fachbereiche der Bank, die sich mit risikorelevanten Aspekten und Prozessen befassen, einem Mitglied des Vorstands zugeordnet. Darüber hinaus ist der Chief Risk Officer auch für den IT-Bereich der Bank (Systeme, Prozesse und Strategie) verantwortlich. Der Bereich Risikomanagement setzt aufsichtsrechtliche sowie gesetzliche Vorgaben um, legt die Standards für die Abwicklung sowie die organisatorische und EDV-technische Umsetzung des Kreditgeschäfts einschl. der Kreditkompetenzen fest und, kontrolliert die Einhaltung dieser Standards. Hier ist auch das Geschäftsfeld Händlereinkaufsfinanzierung (gewerbliches Kreditgeschäft) sowohl hinsichtlich der Kreditentscheidung als auch der Bestandsbearbeitung zugeordnet. Weiterhin ist der Bereich Risikomanagement für alle Risikoarten neben der Risikoanalyse und dem Risikoreporting auch für die laufende Weiterentwicklung des existierenden Methoden-Instrumentariums zuständig. Dazu gehören insbesondere die Entwicklung, Implementierung und laufende Validierung sämtlicher Scorekarten sowie des Risikotragfähigkeitskonzeptes. Die Tochtergesellschaft readypartner gmbh ist für die Bestandsbearbeitung und das Forderungsmanagement im Privatkundengeschäft einschließlich der Sanierung oder Abwicklung zahlungsgestörter Engagements zuständig. Aufgabe der Gesellschaft, die 2007 gegründet wurde, ist die Bearbeitung systemseitig genehmigter Kreditanfragen und die Verwaltung von Kreditforderungen für Dritte entsprechend deren Vorgaben, vornehmlich für die readybank ag, sowie die Erbringung sonstiger erlaubnisfreier Dienst- und Serviceleistungen für Dritte. Die Gesellschaft betreibt keine Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen im Sinne des Kreditwesengesetzes. Derzeit arbeitet die Servicegesellschaft ausschließlich für die readybank ag. In einer weiteren Ausbaustufe könnten jedoch auch Dienstleistungen für Dritte (innerhalb und außerhalb des WestLB-Konzerns) erbracht werden. Der Bereich Revision ist für die Einhaltung von internen und externen Vorschriften bzw. für die Wahrung der Durchsetzung rechtlicher Interessen der Bank zuständig. Risikofelder Das Risikotragfähigkeitskonzept der readybank ag ist stufenweise aufgebaut und trägt damit den verschiedenen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken Rechnung. Die Analyse und Bewertung der Risikotragfähigkeit erfolgt dadurch, dass die in Abhängigkeit von vordefinierten Belastungsszenarien berechneten Risikopotenziale den jeweiligen Risikodeckungsmassen gegenübergestellt werden. Die Definition der auf den einzelnen Belastungsszenarien angesetzten Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die jeweils gegenübergestellten Risikodeckungsmassen spiegeln die Bereitschaft des Vorstandes wider, entsprechend seiner Risikoneigung Kapitalbestandteile zur Deckung potenziell schlagend werdender Risiken einzusetzen. Die eingesetzten Risikodeckungsmassen bilden gleichzeitig die Grundlage für die Begrenzung des Gesamtumfangs aller Risiken, die im Rahmen des Bankbetriebs übernommen werden. Aus der ermittelten Gesamtrisikogrenze lassen sich wiederum die weiteren Risikogrenzen / -limite (z.B. Verlustobergrenze für das Zinsänderungsrisiko) ableiten, so dass die Risikotragfähigkeitsbetrachtung einen zentralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung darstellt. Die Stufe I ist auf das Ertragsrisiko der Bank abgestellt und stellt die erwarteten Verluste aus den Risikoarten dem erwarteten Gewinn gegenüber. In der Stufe II wird schließlich das Existenzrisiko abgebildet. Hier werden sämtliche Eigenmittelbestände den unerwarteten Verluste aus den diversen Risikoarten gegenübergestellt, die konservativ addiert werden. Die Auslastung in der Stufe II beträgt zum Jahresende ca. 65% (Vorjahr 67%).
Abbildung 1 Risikotragfähigkeit Im Jahr 2010 wurden monatliche Berechnungen von Stresstests durchgeführt. Um die Konzentrationen zu überwachen und ggf. zu steuern, werden hinsichtlich der Klumpenrisiken u.a. in den monatlichen Risikoberichten die größten Sparkassen und Automotive Händler (wesentliche und strategische Geschäftsfelder) analysiert. Außerdem werden Risikokonzentrationen mit Hilfe des Hirschmann-Herfindahl-Indexes überwacht. Das Adressenausfallrisiko definiert die Bank als das Risiko möglicher Verluste durch Ausfälle von Geschäftspartnern. Es umfasst das klassische Kreditrisiko ebenso wie Emittenten-, Kontrahenten- und Länderrisiken. Für die readybank ag besteht im Wesentlichen das Kreditrisiko. Das Konsumentenkreditengagement besteht aus kleineren standardisierten homogenen Krediten mit einem ausschließlichen Fokus auf Deutschland. Gewerbliches Kreditgeschäft (Einkaufsfinanzierung) wird nur zur Förderung der Absatzfinanzierung (Konsumentenkredite) unterstützend eingesetzt. Länderrisiken bestehen nicht. Auf der Basis bestehender Bonitätsbeurteilungsverfahren wird das Kreditrisiko bei der Kreditherauslage im Konsumentenkreditgeschäft nach Direkt- und Kooperationsgeschäft getrennt gesteuert. Die bestehenden Verfahren unterliegen einer permanenten Kontrolle und werden hinsichtlich ihrer Trennschärfe, Stabilität etc. regelmäßig und basierend auf einer zurzeit quartalsweise aktualisierten und historischen Datengrundlage im Rahmen eines systematischen Monitoringprozesses überwacht. Über die Ergebnisse wird regelmäßig berichtet. Die Kreditvergabe orientiert sich konsequent an den Ergebnissen der Antragsteller-Scores und wird ergänzt um interne Parameter wie z. B. eine Haushaltsrechnung zur Ermittlung der Ratentragfähigkeit der Kunden. In der Risikotragfähigkeit wird das Adressausfallrisiko seit 2009 mittels des sogenannten Bestandsscores modelliert. Dieser wird auf Einzelkreditebene monatlich neu kalkuliert und gibt anhand interner und externer Merkmale jeweils zum Ultimo eine aktuelle Risikoeinschätzung je Kreditkonto. Im Rahmen der Risikotragfähgikeit erfolgt die Bewertung des Adressausfallrisikos mit dem Portfoliomodell von Gordy. Die EWB-Systematik ermöglicht eine frühzeitigere Erkenntnis über Risikoverschiebungen innerhalb des Gesamtportfolios sowie eine schnelle Änderung der IT-gestützten Ausfallregeln. Seit Mitte 2010 wurde der Bestandsscore in die EWB-Systematik integriert um die Systematik weiter zu verfeinern. Die Angemessenheit der Risikovorsorge sowie eine monatliche Bewertung der Risiken werden somit sichergestellt. Zur Umsetzung von Basel II wendet die readybank ag aktuell den Standardansatz für Kreditrisiken an. Jährlich findet eine Überprüfung statt, ob ein Wechsel auf den IRBA-Ansatz sinnvoll ist. Das Beteiligungsrisiko stellt das Risiko dar, dass Verluste aus der Zurverfügungstellung von Eigenkapital entstehen. Das Beteiligungsrisiko der readybank ag beschränkt sich derzeit auf die Systemhaus der ABC Privatkunden-Bank GmbH und die readypartner gmbh. Beide sind zu 100 % im Besitz der readybank ag. Gemäß Definition der Bank resultieren Marktpreisrisiken aus der Unsicherheit über Veränderungen von Preisen, Kursen und Volatilitäten an den Finanzmärkten sowie aus Korrelationen, die zwischen unterschiedlichen Märkten bestehen. Die readybank ag hat sich als Nichthandelsbuch-Institut definiert. Marktpreisrisiken ergeben sich für die readybank ag daher im Wesentlichen in Form von Zinsänderungsrisiken. Deren Überwachung und Steuerung erfolgt über die Messung der Sensitivitäten. Diese basieren auf einer barwertigen Zinsänderungsbilanz, die sich aus einer exakten Cashflow-Modellierung aller Einzelgeschäfte ergibt. Die Crash-Szenarien für die Sensitivitäten sehen eine Veränderung von 200 Basispunkten vor und entsprechen damit den Vorgaben der MaRisk. Die Messung des Zinsänderungsrisikos erfolgt monatlich und wird u.a. im Zentralen Führungskreis und im Risikobericht präsentiert. Die Anforderungen der MaRisk hinsichtlich des Betreibens von Handelsgeschäften der Kreditinstitute sind - soweit sie auf die von der Bank durchgeführten Geschäfte anwendbar sind - in vollem Umfang umgesetzt. Die Bank definiert das Liquiditätsrisiko als das Risiko, dass den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachgekommen werden kann oder dass im Falle einer Liquiditätskrise Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen generiert bzw. Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktsätzen liquidiert werden können. Liquiditätsrisiken werden unter Verwendung einer Planungssimulation gesteuert. In einem abgestuften Planungsverfahren werden die tägliche Liquidität und in der mittelfristigen Betrachtung die Einhaltung der Liquiditätsverordnung sichergestellt. Die Sicherung der längerfristigen Liquidität erfolgt mittels einer Planungsrechnung über mehrere Perioden unter Berücksichtigung der Abläufe des bestehenden Geschäftes. Liquiditätsrisiken werden seit 2009 quantifiziert und in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Die regulatorischen Liquiditätskennzahlen wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten und bewegten sich während des Jahres 2010 zwischen 1,51 und 3,20 (Vorjahr zwischen 1,64 und 4,3). Zur Sicherstellung der Liquidität in Krisenzeiten hat die readybank ag ein Liquidity Reserve Portfolio mit hochliquiden, EZB-fähigen Wertpapieren (Kurswert 26,2 Mio. EUR per Jahresende, siehe Vermögens- und Finanzlage). Diese garantiert im Notfall eine entsprechende Liquidität Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die ihre Ursache in der Unangemessenheit oder dem Versagen von Geschäftsprozessen, Technologien oder des Personals der Bank haben oder als Folge von externen Ereignissen eintreten. Aufsichtsrechtlich schließt sich die readybank ag hierfür seit 2008 dem Advanced Measurement Approach (AMA) der WestLB an. Aufgrund fehlender Historie wird übergangsweise mit einem Zuschlagsmodell gerechnet. Die readybank ag hat im Rahmen ihres bereits 2009 gestarteten Notfallprojektes im Jahr 2010 das Notfallhandbuch der Bank komplett überarbeitet Das Gesamtprojekt wird im 1. Halbjahr 2011 abgeschlossen. Hintergrund sind hier u. a. die vielfältigen Prozessumstellungen und Auslagerungen der Back-Office-Funktionalitäten an readypartner. Ziel dieses Projektes ist, die Bank im Krisenfall überlebensfähig zu halten. Zusammenfassung Im Jahr 2010 gab es folgende Schwerpunkte an Aktivitäten im Risikomanagement:
Ausblick Die readybank ag plant für die nächsten Jahre neben der ohnehin ständigen Optimierung der verwendeten Scorecards für die Kreditentscheidungen u.a. die folgenden Erweiterungen und Verfeinerungen im Rahmen des Risikomanagements.
Vergütungsstruktur der readybank agDie readybank ag fällt gemäß § 1 Abs. 1b InstitutsVergV in den Geltungsbereich der Institutsvergütungsverordnung vom 06.10.2010. Sie zählt jedoch nicht zu den bedeutenden Instituten. Ihre Bilanzsumme betrug in den Jahren 2007: 377.299 T€, 2008: 456.513 T€ und 2009 742.558 T€. Gemäß § 3 Absatz 1 der Institutsvergütungsverordnung müssen Vergütungssysteme auf die Erreichung der in den Strategien des Instituts niedergelegten Ziele ausgerichtet sein; im Falle von Strategieänderungen ist die Ausgestaltung der Vergütungssysteme zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen. Die Geschäfts- und Risikostrategie der Bank wird jährlich aktualisiert im Organisationshandbuch abgelegt. Hieraus leiten sich die Zielvereinbarungen inklusive der Zielbonusvereinbarungen der Vorstände und der Vertriebsmitarbeiterinnen ab. Ebenfalls werden hieraus abgeleitet die Zielvereinbarungen der Führungskräfte. Die Bonusfestlegung für die Führungskräfte erfolgt auf Basis der Zielerreichung diskretionär. Im Fall von Strategieänderungen werden die Zielvereinbarungen in unterjährigen Zielanpassungsgesprächen angepasst. In der Institutsvergütungsverordnung aufgeführte Leistungen, die keine Erwähnung finden (z. B. Leistungen von Dritten, ermessensabhängige Leistungen zur Altersversorgung, garantierte variable Vergütung im Rahmen der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses etc.) werden an Mitarbeiter/-innen der readybank ag nicht gezahlt. Folgende "Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen" gem. § 2, Nr. 6 InstitutsVergV werden bei der Beschreibung berücksichtigt:
Zu den "Kontrolleinheiten" gem. § 2, Nr. 9 InstitutsVergV, also denjenigen institutsinternen Organisationseinheiten, die die geschäftsinitiierenden Organisationseinheiten, insbesondere die Bereiche Markt und Handel, überwachen, zählen in der readybank ag:
Die Institute haben gem. § 3 Abs. 8 InstitutsVergV angemessene Compliance-Strukturen zu implementieren. Der Compliance-Officer der readybank ag stellt fest, dass bei dem sehr eingeschränkten Geschäftsmodell (Vergabe von Konsumentenkrediten; kein Wertpapier-Geschäft) das Vergütungssystem nicht "risikoorientiert" ist und daher auch keine Absicherungs- oder sonstige Gegenmaßnahmen bei der Bank in Betracht kommen können, die eine Risikoorientierung der Vergütung einschränken oder aufheben. Die readybank ag hat gem. § 3 Abs. 10, 11 InstitutsVergV die Grundsätze ihres Vergütungssystems in Organisationsrichtlinien festgelegt und veröffentlicht; sie hat einen Vergütungsausschuss gegründet, der sich eine Satzung gegeben hat und mindestens einmal jährlich die Angemessenheit des Vergütungssystems prüft und gegebenenfalls anpasst. Der Aufsichtsrat erhält mindestens einmal jährlich einen Bericht über die Ausgestaltung des Vergütungssystems. Beschreibung des VergütungssystemsStruktur der betrieblichen Altersversorgung und sonstige finanzielle Leistungen und Sachbezüge Betriebliche Altersversorgung: Die readybank ag zahlt ihren Mitarbeiter/-innen im Rahmen einer Betriebsvereinbarung eine angemessene und übliche betriebliche Altersversorgung. Sachbezug Dienstwagen: Die Bank stellt den Vorständen sowie den Mitarbeiter/-innen und Führungskräften des Vertriebs zur Ausübung ihrer Tätigkeit einen Dienstwagen zur Verfügung, der auch privat genutzt werden darf. Die Berechtigung ergibt sich einzelvertraglich oder aus der Dienstwagenrichtline aufgrund der Funktion. Struktur der fixen Vergütung Vorstände und Mitarbeiter/-innen erhalten ein Brutto-Jahresfestgehalt, das bei Eintritt in die Bank vertraglich vereinbart wird. Der Tarifvertrag für die öffentlichen Banken und das private Bankgewerbe wird angewendet. Gehaltserhöhungen können im Laufe des Jahres erfolgen. Variable Vergütung Die variable Vergütung hängt von der Erreichung vorher vereinbarter qualitativer und quantitativer Zielen ab. Darüber hinaus wird auch die Gesamtlage der Gesellschaft bei der Bemessung der variablen Vergütung herangezogen. Zusammenfassend wird festgestellt, dass die readybank ag mit den bestehenden Regeln die Anforderungen der Instituts-Vergütungsverordnung erfüllt. Die readybank ag ist ein kleines Institut, die Vergütungsstruktur ist einfach, es werden größtenteils Mitarbeiter/-innen im Tarifbereich beschäftigt. Das Risikogehalt des betriebenen Geschäftes ist niedrig, da sich die Geschäftsaktivitäten der readybank ag auf das Konsumentenkreditgeschäft allein sowie ausschließlich im Inland konzentrieren. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand der readybank ag hat nach § 312 Abs. 1 Aktiengesetz einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Darin erklärt der Vorstand abschließend: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen angeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt." AusblickFür 2011 rechnet die Bank auf Basis des Herbstgutachtens der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute mit einer weiterhin anhaltenden wirtschaftlichen Erholung, allerdings mit einem geringeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von rd. 2,0%. Eine Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ("IAB") geht für 2011 von unter 3 Mio. Arbeitslosen aus. Durch diese dann höchste Erwerbstätigenzahl (40,6 Mio.) im wiedervereinten Deutschland ist mit höherer Kaufkraft und Entlastung der Sozialsysteme zu rechnen. Die Bruttolöhne und -gehälter dürften im kommenden Jahr um 2,8 Prozent steigen. Dadurch sollte sich auch der private Konsum im kommenden Jahr zu einer Stütze des Wirtschaftswachstums entwickeln. Mit einem Anstieg des Zinsniveaus wird erst im zweiten Halbjahr 2011 gerechnet. Auf der einen Seite ist der Handlungsspielraum der EZB eingeschränkt. In Deutschland ist zwar eine deutliche Konjunkturerholung zu beobachten, was sich unter anderem auch in einer erhöhten Kreditvergabe an Unternehmen ausdrückt. Die meisten anderen EU-Länder hinken dieser Entwicklung jedoch hinterher. Zudem ist mit der teilweise signifikanten Staatsverschuldung ein weiterer Faktor zu berücksichtigen. Da einige EU-Staaten mit hohen Haushaltsdefiziten / Schuldenständen konfrontiert sind, hat die EZB kaum Spielraum, die Zinsen anzuheben. Auf der anderen Seite ist mit einer moderat steigenden Inflation zu rechnen. Nach einem durchschnittlichen Preisanstieg von ca. 1,0 % in 2010 wird für 2011 mit 1,6% gerechnet. Aus Sicht der Bank wird dies erst im zweiten Halbjahr 2011 Auswirkungen auf die Zinsentwicklung haben, wenn möglicherweise die Bekämpfung von Inflation verstärkt in den Fokus rückt. Im Automotivegeschäft plant die Bank in 2011 wieder leichtes Wachstum. Das Wettbewerbsumfeld bleibt nach wie vor hart: Nach der Konsolidierung in den vergangenen Jahren wird für 2011 wieder mit Neueintritten in den Markt gerechnet. Im Sparkassensegment plant die Bank in 2010 ebenfalls ein moderates Wachstum des Neugeschäfts mit den bereits kooperierenden Sparkassen. Neuakquisitionen sind aufgrund der ungeklärten Eigentümerfrage aus Vorsichtsgründen nicht geplant. Von großer Relevanz für diese Planung sind der Verbleib der Bank innerhalb der S-Finanzgruppe und das Ergebnis der Gespräche zwischen LBB, DL und WestLB über die Zusammenlegung ihrer Aktivitäten im Konsumentenkreditgeschäft. Nach Einigung über die Eigentümerfrage rechnet die Bank mit weiteren Sparkassenkooperationen. Die Infrastruktur für ein deutliches Wachstum ist bereits vorhanden. Die Umsetzung der Geschäftsstrategie wurde durch das Risikomanagement in 2010 aktiv und intensiv begleitet. Dabei wurden alle Risiken aktiv gesteuert. Die umsichtige Risikovorsorgepolitik wird in 2011 fortgesetzt. Die Risikovorsorgeaufwendungen werden in 2011 mit dem steigenden Neugeschäft wachsen. Konjunkturelle Entwicklungen wurden in der Geschäftsplanung berücksichtigt. Nach der aktuellen Planung erreicht die readybank ag in 2011 den Break Even. Das aktuelle Kapital bedeutet eine ausreichende Kapitalunterlegung des geplanten Wachstums bis ins 2. Halbjahr 2012. Langfristig sind Kapitalmaßnahmen zur Unterlegung der geplanten Ausweitung der Risikoaktiva (aus Sparkassen- und Automotivgeschäft) notwendig. Trotz einer angestrebten Eigenkapitalrentabilität von 15% kann die Bank die geplante Ausweitung des Geschäftes nicht aus eigenen Mitteln (Thesaurierung der Gewinne) tragen. Die Erreichung des Break Even in 2011 hängt i.W. von der anhaltenden Kooperationsbereitschaft der bereits kontrahierten Sparkassen ab. Es besteht die Gefahr, dass bei einer geringer als angenommenen Kooperationsbereitschaft der Sparkassen über das Jahr 2010 hinaus Verluste erwirtschaftet werden, die zu einem Kapitalbedarf führen könnten. Nachdem der Break Even in 2011 erreicht wird, geht die readybank ag von steigenden Erträgen aus dem Wachstum bestehender Kooperationen bei moderatem Anstieg der Verwaltungsaufwendungen aus. In Summe rechnet die Bank mit einem weiter steigenden Ergebnis in den Planjahren. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Sparkassenkooperationen würde sich das Planergebnis weiter verbessern. Die readybank ag ist zur Deckung ihres Kapitalbedarfs zurzeit auf die WestLB AG angewiesen, die ihrerseits aufgrund der Finanzmarktkrise starkem Anpassungsdruck ausgesetzt ist. Die WestLB muss bis zum 31.12.2011 in einem diskriminierungsfreien Verkauf veräußert werden. Die readybank ag selbst muss bis zum 31.03.2011 verkauft werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss der Kapitalbedarf der Bank von einem neuen Eigentümer gedeckt werden. Die Bundesrepublik Deutschland hat mit Schreiben vom 31.01.2011 eine Verlängerung der Frist zum Verkauf der readybank ag um 6 Monate beantragt. Die EU-Kommission hat über eine Fristverlängerung noch nicht entschieden. Sollte die readybank ag nicht bis zum 31.03.2011 verkauft werden bzw. einer Fristverlängerung durch die EU-Kommission nicht stattgegeben werden, besteht u.a. die Gefahr der Einstellung des Neugeschäfts bzw. der Abwicklung der Bank. Nach dem guten Start der readybank ag in das Jahr 2011 geht die Bank weiterhin davon aus, die gesetzten Ziele zu erreichen.
Berlin, 25. Februar 2011 readybank ag Heinz Mayer Christiane Wolff Jahresbilanz zum 31. Dezember 2010readybank agAktivseite
Berlin, 24.01.2011 readybank ag Heinz Mayer Christiane Wolff Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010readybank agA u f w e n d u n g e n
Anhang zum Jahresabschluss 2010Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. 1. Umstellung auf die Vorschriften des BilanzrechtsmodernisierungsgesetzesDie readybank ag wendet seit dem Geschäftsjahr 2010 die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) verpflichtend an. Von dem Wahlrecht der vorzeitigen, vollumfänglichen Anwendung bereits in 2009 wurde kein Gebrauch gemacht. Aus der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG ergibt sich zum 01.01.2010 ein Zinseffekt aus der Bewertung der Rückstellungen durch Anpassung auf die jeweiligen Bundesbankzinssätze. Der Effekt beträgt -5 T€ und wird im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Weitere Effekte aus der Umstellung ergaben sich nicht. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und der Verbindlichkeiten erfolgt gemäß §§ 252 ff. und §§ 340 ff. HGB. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nominalwert bilanziert. Forderungen an Kunden werden mit ihren Nennwerten einschließlich der zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen angesetzt. Bei einem Altbestand von Krediten an Kunden, die bis zum 23.06.2002 herausgelegt wurden und nach der p.m.-Methode abgerechnet werden (Bestand am 31.12.2010 von 128 Stück, Nennwert 680 T€), erfolgt die Bilanzierung unter Abzug der noch nicht fälligen Gebühren (entspricht dem Zinsanteil) vom Nennwert. Die Berechnung erfolgt nach der 78-er Methode mit geometrischer Korrektur. Seit dem 24.06.2002 werden Kredite im Konsumentenkreditgeschäft mit einer taggenauen Verzinsung abgerechnet. Einmalige Bearbeitungsgebühren aus dem Konsumentenkreditgeschäft werden in voller Höhe vereinnahmt. Bei den Forderungen wird allen erkennbaren Risiken durch Bildung von Wertberichtigungen für jeden Kredit angemessen Rechnung getragen. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den aktuellen Börsen- bzw. Marktpreisen oder niedrigeren Buchkursen bewertet und inklusive der bis zum Bilanzstichtag anteilig aufgelaufenen Zinsen ausgewiesen. Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt; bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das mit BilMoG neu geschaffene Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, gemäß den jeweiligen steuerlichen Vorschriften unter Berücksichtigung planmäßiger und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für dauernde Wertminderung bewertet. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Mit dem Unternehmenssteuerreformgesetz werden seit dem Geschäftsjahr 2008 Wirtschaftsgüter deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils 150 € nicht übersteigen, sofort im Jahr der Anschaffung oder Herstellung abgeschrieben. Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden diese in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils 1/5 abgeschrieben wird. Scheidet ein Wirtschaftsgut, das im Sammelposten erfasst wurde, aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Das mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz in 2010 eingeführte Wahlrecht der sofortigen Abschreibung von Wirtschaftsgütern mit einem Wert geringer als 410 € wird nicht in Anspruch genommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden gemäß § 340e HGB nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet. Aktive und Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag einschließlich anteiliger Zinsen passiviert. Ausgenommen hiervon sind Verbindlichkeiten aus Sparbriefen; diese werden zum Ausgabekurs zuzüglich aufgelaufener Zinsen ausgewiesen. Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten werden die anteiligen Zinsen nicht mit der zugrunde liegenden Verbindlichkeit bilanziert, sondern in den sonstigen Verbindlichkeiten. Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Ergibt sich aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen eine Steuerentlastung in künftigen Geschäftsjahren wird bei der readybank ag von dem Wahlrecht des Ansatzes aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Wird bei einem Überhang an passiven latenten Steuern mit einer künftigen Steuerbelastung gerechnet, werden diese angesetzt. Eine Berücksichtigung von Verlust- und Zinsvorträgen sowie Steuergutschriften erfolgt nur dann, wenn von einer Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre auszugehen ist. Grundlage für die Bewertung der latenten Steuern ist der geltende Körperschaftsteuer- sowie gewerbesteuerliche Hebesatz. Im Geschäftsjahr 2010 ergibt sich unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ein unternehmensindividueller Steuersatz von 30,18 %, der rechnerisch zu latenten aktiven Steuern i.H.v. 1.954 T€ führt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergeben sich keine passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern resultieren aus dem nur steuerlich ansetzbaren Ausgleichsposten nach § 4e Abs. 3 EStG sowie steuerlich nicht anerkannten Rückstellungen bzw. handels- und steuerrechtlich abweichenden Wertansätzen der Rückstellungen. 3. Erläuterungen zur BilanzA. Aktiva Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und enthalten Forderungen an die Commerzbank AG, Berlin, von 5.752 T€ sowie an die DZ Bank AG, Berlin, von 555 T€, die im Rahmen einer Asset-Backed-Securities-Transaktion an die Quadriga Inc., Cayman Islands, verpfändet sind. Die Forderungen an Kunden, die überwiegend das Konsumentenkreditgeschäft betreffen, gliedern sich in folgende Restlaufzeiten:
Die Angaben zu den Restlaufzeiten entsprechen dem Ausweis der Forderungen in der Bilanz nach Abzug noch nicht fälliger Zinsen und Kreditgebühren, des nicht aktivierten Teils des Verzugsschadens sowie der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Vor Abzug dieser Positionen ergibt sich ein Bruttoforderungsvolumen von 837.936 T€. Die Forderungen an verbundene Unternehmen betragen 144 T€ und betreffen ausschließlich die readypartner gmbh. In der Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden fünf börsenfähige Wertpapiere des Bundes und der Länder ausgewiesen, die gleichzeitig auch börsennotiert sind. Die in der Position enthaltenen abgegrenzten Zinsen in Höhe von 605 T€ sind im Geschäftsjahr 2011 fällig. Schuldverschreibungen sind im Geschäftsjahr 2011 nicht fällig. Die Entwicklung der wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2010 stellt sich folgendermaßen dar:
In den Anschaffungs-/Herstellungskosten der Position Beteiligungen werden die Beteiligungen an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH mit 26 T€ sowie an der Schufa Holding AG mit 184 T€ ausgewiesen. Der Buchwert der Beteiligungen zum 31.12.2010 beträgt 210 T€. Zu- bzw. Abschreibungen sind im Geschäftsjahr nicht durchgeführt worden. Auf die Beteiligungen LiquiditätsKonsortialbank GmbH und Schufa Holding AG wurden für das Geschäftsjahr 2009 in 2010 Dividenden in Höhe von 27 T€ an die readybank ag ausgeschüttet. Als Anteile an verbundenen Unternehmen wird die 100 %-ige Beteiligung an der Systemhaus der ABC Privatkunden-Bank GmbH, Berlin, mit einem Buchwert von 51 T€ ausgewiesen. Der Buchwert der readypartner gmbh beträgt 25 T€. Gemäß § 1 Abs. 3 des abgeschlossenen Ergebnisübernahmevertrages wurde der bestehende Jahresfehlbetrag der readypartner gmbh von 590 T€ durch die readybank ag ausgeglichen. Die readypartner gmbh führt die Kreditabwicklungsservices für und im Auftrag der readybank ag durch. Sie bietet in diesem Zusammenhang keine Finanzdienstleistungen an. In den Anschaffungs-/Herstellungskosten werden auch die in den jeweiligen Jahren gezahlten Ergebniszuschüsse an verbundene Unternehmen ausgewiesen, die im jeweiligen Geschäftsjahr sofort abgeschrieben wurden. Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig. Die Zugänge bei immateriellen Wirtschaftsgütern resultieren im Wesentlichen aus der Anschaffung von Software und darauf geleisteten Anzahlungen. In 2010 sind strategiekonform alle readybank Filialen geschlossen worden. Die Reduzierung des Buchwerts bei den Sachanlagen ergibt sich i.W. aus den mit den Schließungen verbundenen Abgängen aus Anlagevermögen aus den Filialen. In den sonstigen Vermögensgegenständen (2.065 T€, Vorjahr 1.878 T€) werden als größere Posten Forderungen an die Credit Life von 789 T€ (Vorjahr 0 T€) sowie Forderungen an die Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG, Düsseldorf, und die Provinzial Rheinland Versicherung AG, Düsseldorf, von 386 T€ (Vorjahr 0 T€) ausgewiesen. B. Passiva Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gliedern sich in folgende Restlaufzeiten:
Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der WestLB AG Düsseldorf als verbundenes Unternehmen aus aufgenommenen Termingeldern und Refinanzierungsdarlehen zur langfristigen Absicherung der Liquidität und zur Finanzierung des Neugeschäftsvolumens. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthaltenen Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Organ-Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen von 666 T€ enthalten (readypartner gmbh 615 T€ und Systemhaus der ABC Privatkunden-Bank GmbH 51 T€). Gegenüber stillen Gesellschaftern bestehen keine Organverbindlichkeiten (Vorjahr: 73 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten von 2.880 T€ (Vorjahr: 2.476 T€) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus abzuführenden Prämien des Versicherungsvermittlungsgeschäftes von 1.105 T€, Verbindlichkeiten gegenüber der readypartner gmbh, als verbundenes Unternehmen, in Höhe von 590 T€, Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen von 310 T€, Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt von 160 T€, sowie Verbindlichkeiten aus noch nicht fälligen Zinsen aus nachrangigen Verbindlichkeiten von 100 T€. Die anderen Rückstellungen in Höhe von 4.628 T€ enthalten u.a. mit 1.770 T€ Rückstellungen aus wahrscheinlichen Rückzahlungen bereits vereinnahmter RKV-Prämien, Rückstellungen für variable Vergütungen und andere personalwirtschaftliche Leistungen (1.080 T€) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit der Schließung der Zweigstellen in Höhe von 435 T€ (340 T€ Drohverlustrückstellung für bestehende Mietverträge und 95 T€ für vertraglich vereinbarte Rückbaukosten). In den nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit 16.000 T€ Verbindlichkeiten gegenüber der WestLB AG Düsseldorf als verbundenes Unternehmen enthalten. Ein Nachrangdarlehen über 10.000 T€ wurde am 28.12.2009 im Rahmen eines beidseitig während der 5-jährigen Laufzeit nicht kündbaren Vertrages aufgenommen. Die Verzinsung beträgt 8,25 %. Mit einem ebenfalls während der mindestens 5-jährigen Laufzeit nicht kündbaren Vertrages hat die WestLB AG weitere nachrangige Mittel in Höhe von 6.000 T€ nominal am 28.12.2010 mit einer Verzinsung von 9,25% an die readybank ag vergeben. Die Zinsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2010 hieraus betrugen 831 T€. Weitere nachrangige Verbindlichkeiten betreffen zwei Kapitalbriefe über insgesamt 2.005 T€ von Kunden, die im Geschäftsjahr 2011 fällig werden. Eine vorzeitige Rückzahlung auf Verlangen der Gläubiger ist ausgeschlossen. Ein Aufrechnungs- und Besicherungsverbot wurde vereinbart. Die Verzinsung der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt 6,00 % bzw. 6,53 %. Daraus ergaben sich in 2010 Zinszahlungen von 185 T€ (Vorjahr 391 T€). In den nachrangigen Verbindlichkeiten sind zu folgenden Bedingungen Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern enthalten, die jeweils 10 % der Gesamtposition übersteigen:
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 18.800.000,00 € und ist eingeteilt in 18.800.000 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien werden von der WestLB AG Düsseldorf gehalten. Der Ausgleich des im Geschäftsjahr 2010 entstandenen Verlustes wurde durch eine Entnahme von 7.672.760,27 € aus der Kapitalrücklage vorgenommen. Die Entwicklung der Kapitalrücklage stellt sich demnach wie folgt dar:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufwendungen und Erträge, die wirtschaftlich das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, werden abgegrenzt ausgewiesen. A. Aufwendungen Die Zinsaufwendungen von 23.165 T€ enthalten als wesentliche Posten Zinsen für Verbindlichkeiten aus Bank-Darlehen gegenüber der WestLB AG Düsseldorf von 21.347 T€ (davon 831 T€ für nachrangige Verbindlichkeiten) und Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden von 1.632 T€. In den Provisionsaufwendungen von 16.512 T€ sind Abschluss- und Versicherungsprovisionen für über Sparkassen vermittelte Kredite von 14.378 T€ und im Rahmen des Automotivegeschäfts vermittelte Kredite von 1.597 T€ enthalten. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von 36.140 T€ gliedern sich in Personalaufwand mit 14.209 T€ (davon Löhne und Gehälter 12.037 T€ und Aufwendungen für Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.172 T€) und andere Verwaltungsaufwendungen mit 21.932 T€. Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Positionen externe Dienstleistungen (6.441 T€, i.W. für Leistungen der readypartner gmbh), Marketingaufwendungen (5.658 T€), EDV-Aufwendungen (3.799 T€), Raumkosten (2.083 T€) und Prüfungs- und Beratungsaufwendungen (1.471 T€) zusammen. In den Abschreibungen von 2.261 T€ sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.455 T€ enthalten, welche durch die Schließung der Filialen entstanden sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 516 T€ beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen im Rahmen der Jahresgebühr zur Teilnahme am PAYBACK-Rabattsystem von 200 T€ und Aufwendungen aus der ABS Transaktion in Höhe von 120 T€. Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung im Kreditgeschäft wurden entsprechend § 340f Abs. 3 HGB kompensiert mit Abschreibungen auf sowie Erträgen aus Zuschreibungen zu den Wertpapieren der Liquiditätsreserve ausgewiesen. Der Nettoaufwand beträgt 18.483 T€ (Vorjahr 17.034 T€). Nach §1 Abs. 3 des geschlossenen Ergebnisübernahmevertrages mit der readypartner gmbh hat die readybank ag den Jahresfehlbetrag der readypartner gmbh von 590 T€ ausgeglichen und weist einen entsprechenden Aufwandsposten aus. Aufgrund der Ergebnissituation der Bank ergibt sich im zurückliegenden Geschäftsjahr keine Belastung durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr 3 T€). B. Erträge Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften von 77.422 T€ betreffen mit 77.232 T€ überwiegend Erträge aus dem Konsumentenkreditgeschäft. Im Rahmen überzogener Kontokorrentlinien wurden 146 T€ vereinnahmt. Aus den Beteiligungen an der Schufa Holding AG und an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH wurden im Geschäftsjahr 2010 als laufende Erträge 27 T€ vereinnahmt. In den Provisionserträgen von 10.824 T€ sind für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung in Höhe von 10.763 T€ enthalten. Für die Vermittlung von Restkreditversicherungen und Arbeitslosenversicherungen der Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG bzw. der Provinzial Rheinland Versicherung AG erhielt die readybank ag in 2010 Provisionen von 12.041 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.050 T€ enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung der Dienstleistungen mit readypartner gmbh (458 T€), Werbekostenzuschüsse aus der Sparkassenkoordinationsfunktion von 299 T€ sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (137 T€). 5. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Eventualverbindlichkeiten enthalten i.W. Bürgschaften in einem Umfang von 526 T€ gegenüber der Alten Leipziger Bauspar AG, Bad Homburg. Im Rahmen des am 19.05./26.05.2003 abgeschlossenen Bürgschaftsabkommens mit Nachtrag vom 18.05./24.05.2004 und 25.08./13.09.2005 wurden modifizierte Ausfallbürgschaften für Darlehen übernommen, die von der Bausparkasse gewährt werden. Die readybank ag erhielt eine einmalige Bürgschaftsgebühr pro Bürgschaft. Das Bürgschaftsabkommen wurde zum 06.01.2009 gekündigt. Da die Bank bislang noch nie für die Bürgschaft in Anspruch genommen worden ist, wird das Risiko aus den noch bestehenden Bürgschaften als sehr gering eingestuft. Die innerhalb der anderen Verpflichtungen ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen i.H.v. 26.272 T€ resultieren aus zugesagten Krediten an Kunden, die noch nicht ausgezahlt wurden. Der Anstieg der unwiderruflichen Kreditzusagen gegenüber Vorjahr ergibt sich aus der Ausweitung der Zusagen beim Konsumentenkreditgeschäft (Effekt rd. +19.160 T€) und dem Anstieg des Volumens (Effekt rd. +2.015 T€). In der Vergangenheit wurden diese Zusagen nur in einem geringen Umfang in Anspruch genommen. Aus der Inanspruchnahme resultieren zukünftige Zinszuflüsse und der kurzfristige Abfluss von Liquidität, der jedoch im Rahmen der Planungsrechnungen berücksichtigt ist. Die mit dem "Master Receivables Purchase Agreement" vom 24.09.2003 (ergänzt am 04.03.2004) abgeschlossene ABS-Transaktion mit der Quadriga Inc., Cayman Islands, beinhaltet den revolvierenden Verkauf von Forderungen in Form des True Sales (außerbilanzielle Behandlung). Die ABS-Transaktion ist per 15.09.2008 durch die Quadriga in beiderseitigem Einvernehmen mit sofortiger Wirkung gekündigt worden. Der Bestand der regresslos an die Quadriga Inc., Cayman Islands, verkauften Forderungen betrug zum Bilanzstichtag 13.794 T€. Die damit einhergehende Übertragung der Kreditrisiken sowie Bilanzverkürzung führte zu einer Eigenkapital- und GuV-Entlastung und damit verbunden zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote. Desweiteren war die Verbriefung mit einem Liquiditätszufluss verbunden. Aus der Beteiligung der readybank ag an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH, Frankfurt/Ma bestehen unveränderte Nachschussverpflichtungen in Höhe von 200 T€. Aus dieser Beteiligung besteht darüber hinaus eine selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH, für solche Gesellschafter des Bankenfachverbandes e.V., Berlin, die hinsichtlich der Nachschusspflicht säumig sind. Sonstige Verpflichtungen ergeben sich hauptsächlich aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen. Insgesamt gesehen haben diese Verpflichtungen keine wesentliche Bedeutung für die Finanzlage der Bank. 6. AnteilsbesitzAn folgenden Unternehmen hält die readybank ag einen Anteil von mindestens 20%:
1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
7. Sonstige ErläuterungenDie readybank ag ist Mitglied des Ostdeutschen Bankenverbandes e.V. sowie der Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V. Außerdem ist sie Mitglied des Prüfungsverbandes deutscher Banken e.V., Köln. Damit verbunden ist die Beteiligung am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Darüber hinaus gehört die Bank dem Bankenfachverband e.V., Berlin, und der BAG Bankenarbeitsgemeinschaft e. V., München, an. In der readybank ag existieren weder Forderungen noch Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu nicht marktüblichen Konditionen vorgenommen. Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Berichtsjahr 178 (Vj. 234) Beschäftigte. Von den Beschäftigten waren 82 (Vj. 117) weiblich (46%) und 96 (Vj. 117) männlich (54%). In der Zentrale der Bank in Berlin waren 73 (Vj. 78) Beschäftigte, in den Filialen 30 (Vj. 74) Beschäftigte und in der Düsseldorfer Niederlassung 75 (Vj. 82) Beschäftigte tätig. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der readybank ag betrugen im Berichtsjahr 694 T€ (inkl. Altersvorsorge). Im Jahr 2009 ist die Altersvorsorge an den BW Pensionsfonds ausgelagert worden, der seit dem 1. Oktober 2009 alle Pensions- und Altersvorsorgeansprüche des berechtigten Personenkreises der readybank auszahlt. Für die Ansprüche früherer Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene hat die readybank in diesem Zusammenhang einen Einmalbetrag von 690 T€ an den BW Pensionsfonds gezahlt. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates der readybank ag liegt die satzungsgemäße Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung bei 40 T€. Mit Wirkung vom 20.08.2009 haben die Sparkassen des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe und die readybank ag zur Intensivierung und Begleitung der Zusammenarbeit einen Ausschuss (Sparkassenbeirat) gegründet. Für die Mitglieder des neu gegründeten Sparkassenbeirats wird die Vergütung durch den Aufsichtsrat festgelegt. Für die Tätigkeit im Jahr 2010 werden 3,5 T€ vergütet. Das von den Abschlussprüfern Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 berechnete Gesamthonorar ist in der entsprechenden Anhangsangabe im Konzernabschluss enthalten. Die readybank ag ist als voll konsolidiertes Tochterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss und -lagebericht der WestLB AG, Düsseldorf einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Organe der readybank ag: Aufsichtsrat
Sparkassenbeirat
Vorstand
Berlin, 24.01.2011 readybank ag Heinz Mayer Christiane Wolff BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der readybank ag, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt "Ausblick" hin, wonach die Einstellung des Neugeschäftes der readybank drohen und damit die Grundlage für eine auf Dauer angelegte Unternehmensfortführung entfallen könnte, wenn die readybank nicht bis zum 31. März 2011 verkauft und eine von der Bundesrepublik Deutschland beantragte Fristverlängerung um sechs Monate durch die EU-Kommission nicht stattgegeben werden sollte."
Düsseldorf, 25. Februar 2011 Ernst
& Young GmbH
Lösken, Wirtschaftsprüfer Werthmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der readybank ag hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm zugewiesenen Aufgaben der Überwachung und Beratung entsprechend Gesetz und Satzung wahrgenommen und sich fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstandes überzeugt. Im vergangenen Geschäftsjahr fanden 4 Sitzungen des Aufsichtsrates statt. In den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die Geschäftslage der Bank, das Erreichen der geplanten Ziele und die Vorschau für zukünftige Perioden, das Risikomanagement sowie über bedeutende Angelegenheiten der Geschäftsführung unterrichtet. Darüber hinaus wurden Fragen zur strategischen Ausrichtung der Bank und der Geschäftsplanung behandelt. Zu Geschäften, die auf Grund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zu genehmigen waren, wurden entsprechende Beschlüsse gefasst. Zusätzlich wurden in regelmäßigen Besprechungen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen zeitnah erörtert. Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten und vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates beauftragten Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bericht des Abschlussprüfers über den vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer in der den Jahresabschluss feststellenden Aufsichtsratssitzung für ergänzende Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers stimmt der Aufsichtrat zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Anhang geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat in diesem Zusammenhang den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Innerhalb des Aufsichtsrates kam es in 2010 zu keinen Veränderungen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Düsseldorf, 10. März 2011 Dietrich Voigtländer, Vorsitzender des Aufsichtsrates Auszug aus dem Vorstandsbeschluss vom 21.01.2011Der Vorstand nimmt den vorläufigen HGB-Jahresabschluss 2010 der readybank ag i.H.v. -7.672.760,27 € zur Kenntnis und beschließt, eine Entnahme aus der Kapitalrücklage von 7.672.760,27 € zur Deckung des entstandenen HGB-Jahresfehlbetrages vorzunehmen. Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung am 10.03.2011der readybank ag, BerlinTOP 1: Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010, des Lageberichts der readybank ag Geschäftsjahr 2010 und des Berichts des Aufsichtsrates Der Vorsitzende teilte mit, dass der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 10.03.2011 gemäß § 172 AktG festgestellt worden sei. |
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