Europ Assistance Services GmbH

Adenauerring 9, 81737 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 67520
Vorher
EA Einsatzbetreuungs- und Auslandsdienste GmbH (Notfalldienst)
Eingetragen
8.11.2001
Branche
Vermittlungstätigkeiten für Heime und stationäre BetreuungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Im In- und Ausland im Auftrag anderer Gewährung und Vermittlung von Dienstleistungen in Notfallsituationen und Hilfe jeglicher Art sowie Versicherungsvermittlungen und Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philippe Gourier
seit 6.3.2025
Prokura
Geschäftsführer
Tim Schmidt
seit 27.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Europ Assistance SAFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Europ Assistance SA
France
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Europ Assistance Services GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Geschäftsbericht 2022

Inhalt

Lagebericht

Jahresabschluss 2022

- Bilanz zum 31.12.2022

- Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

- Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Angaben zur Bilanz

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

- Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Anmerkung:

Die in Klammern gesetzten Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2021.

Lagebericht

Unternehmenstätigkeit

Die Europ Assistance Services GmbH gewährt und vermittelt Dienstleistungen in Notsituationen und Hilfe jeglicher Art im In- und Ausland. Dies erfolgt im eigenen Namen und maßgeblich auch im Auftrag anderer Gesellschaften. Daneben tätigt das Unternehmen Versicherungsvermittlungen und hält eine Beteiligung an einem wesentlichen Dienstleister. Des Weiteren erbringt sie wesentliche Tätigkeiten für das Versicherungsgeschäft der Europ Assistance SA, Niederlassung für Deutschland.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine. Das führte zu massiven Energiepreiserhöhungen und verschärften Material- und Lieferengpässen. Hinzu kamen stark steigende Preise sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch zum Ende des Jahres nachlassende Corona-Pandemie.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9%, nachdem es im Jahr 2021 um 2,6% gestiegen war. Im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie war das BIP um 0,7% höher.

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten.

Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war.

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %).

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %.

Im Durchschnitt des Jahres 2022 stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr mit 7,9% (Vorjahr 3,2 %) ganz erheblich an. Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die aktuellen Krisen haben Spuren im Geschäftsergebnis der deutschen Versicherer hinterlassen. Über alle Sparten hinweg sind die Beitragseinnahmen 2022 um 0,7 Prozent gesunken. Die Schaden- und Unfallversicherung hat nach einem Verlustjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben, unter dem Strich steht ein versicherungstechnischer Gewinn von fünf Prozent.

Die höheren Preise schlagen in so gut wie allen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung auf die Ausgaben durch. In der Kfz-Versicherung steigen die Kosten für Ersatzteile und Werkstattleistungen und in der Wohngebäudeversicherung die Preise für Baustoffe wie Ziegel, Dämmstoffe, Beton und Stahl genauso wie für die Handwerkerleistungen.

Geschäftsentwicklung

In diesem Umfeld konnte sich die Europ Assistance Services GmbH gut behaupten und sowohl den Umsatz und das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern.

Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Jahr 2022 deutlich um 4.335 TEUR auf 47.051 TEUR gestiegen (+10,1%). Im größten Geschäftsbereich Automotive konnte der Umsatz um 16,2% gesteigert werden. Im Bereich Reise stiegen die Umsätze um 165,6% aufgrund der deutlich gestiegenen Reiseaktivitäten. Im Bereich Gesundheit betrug das Umsatzwachstum 9,9%.

Auch die sonstigen betrieblichen Erträge sind, bedingt durch höhere Leistungen für die EA SA, Niederlassung für Deutschland, um 1.302 TEUR auf 6.295 TEUR angestiegen.

Der Aufwand für bezogene Dienstleistungen ist auf 18.136 TEUR gestiegen. Der wesentliche Teil ist dabei auf eine Ausweisänderung zurückzuführen, da in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Vorjahren Positionen ausgewiesen worden sind, welche in direktem Zusammenhang mit dem Leistungserstellungsprozess stehen. Dies sind im Geschäftsjahr Aufwände in Höhe von 15.706 TEUR für externe Dienstleistungen im Bereich Automotive, die vergleichbaren Aufwände für das Jahr 2022 in Höhe von 15.684 TEUR sind dort in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwände haben sich um 12.667 TEUR reduziert. Dazu haben die oben beschriebenen umgegliederten Beträge von 15.706 TEUR beigetragen, da keine Anpassung der Vorjahreswerte erfolgte. Zu dem verbleibenden Anstieg der weiteren Positionen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben maßgeblich außerordentliche Abschreibungen für ungeklärte Posten aus Dienstleistungsabrechnungen vor 2019 und erhöhte Kosten für Zeitarbeiter sowie Marketing beigetragen.

Die Personalaufwände sind um 2.862 TEUR auf 22.899 TEUR angestiegen. Dies ist auf den Anstieg an Mitarbeitenden (+17 Vollzeitäquivalente) sowie Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind um 266 TEUR auf 378 TEUR gesunken.

Der Aufwand für Unternehmens- und sonstige Steuern ist entsprechend zum Ergebnis vor Steuern um 742 TEUR auf 1.402 TEUR gestiegen.

Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 1.083 TEUR (2021: 89 TEUR). Dieser erhöht den vorhandenen Gewinnvortrag auf 1.190 TEUR.

Das Anlagevermögen ist um 205 TEUR auf 1.074 TEUR gestiegen. Dies ist durch einen Anstieg bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 111 TEUR und bei den Sachanlagen von 94 TEUR bedingt.

Das Umlaufvermögen ist im Jahr 2022 um 1.229 TEUR auf 39.343 TEUR gestiegen.

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag haben sich auf 4.620 TEUR erhöht. Durch ein aktives Liquiditätsmanagement und Cash-Pooling wird die jederzeitige Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Die Rückstellungen sind um 751 TEUR auf 5.352 TEUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind um 1.013 TEUR auf 30.832 TEUR gestiegen. Dabei ist im Rahmen des Cash-Pooling die Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern um 4.699 TEUR gestiegen. Demgegenüber sind die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen im internationalen Automotive-Geschäft um 3.793 TEUR gesunken.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind auf 3.032 TEUR gesunken.

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss um 1.083 TEUR auf 1.440 TEUR erhöht.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Wegen des andauernden Krieges in der Ukraine und der weiterhin hohen Preissteigerungen bleibt die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung hoch.

Die aktuellen Prognosen der Konjunktur-Institute gehen davon aus, dass Deutschland eine Rezession zwar erspart bleibt. Das Wachstum dürfte 2023 und auch 2024 aber allenfalls schwach ausfallen. Die hohen Inflationsraten dürften den privaten Konsum im Jahresverlauf dämpfen. Ebenso dürfte die gestiegene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung führen und einen negativen Effekt auf die Wirtschaft haben.

Die Europ Assistance Services GmbH hat zur Steuerung der Organisationsmaßnahmen in der Ukraine-Krise seit Februar 2022 eine Task Force gebildet. Dabei wurden und werden insbesondere die Maßnahmen zur Einhaltung der internationalen Sanktionsregeln sowie Maßnahmen zur IT-Sicherheit gesteuert.

Zusätzlich werden diverse Maßnahmen zum Management der gestiegenen Inflation und des weiteren Inflationsrisikos im Rahmen eines gruppenweiten Projektes entwickelt und zur nachhaltigen Steuerung des Inflationsrisikos umgesetzt. Dabei werden insbesondere auch die Inflationsrisiken im Zusammenhang mit den Kosten für externe Dienstleister behandelt und notwendige Preisanpassungen für die Zukunft abgeleitet und mit den Kunden verhandelt.

Im Rahmen der regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen und mit einer Vielzahl von Statistiken und laufenden Reports zu allen Produkten und Services wird das Risiko von sich negativ entwickelnden Produkten entsprechend überprüft. Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden die Risiken regelmäßig bewertet und durch laufende Kontrollmaßnahmen reduziert. Zur Beurteilung der Risiken wird ein Beurteilungszeitraum von einem Jahr betrachtet.

Risiko aus der Umsatzabhängigkeit mit wenigen Großkunden

Der wesentliche Umsatz der Gesellschaft wird mit einer geringen Zahl von Großkunden erwirtschaftet. Dazu zählen neben der Europ Assistance SA, Niederlassung für Deutschland, weitere Schwestergesellschaften der Generali Deutschland und einige internationale Fahrzeughersteller.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen

Zu offenen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko. Diese werden auf Wertberichtigungsbedarf überwacht. Aus der Höhe und der Altersstruktur der offenen Forderungen besteht ein Abschreibungsrisiko bis zu 1,3 Mio. EUR. Für die Zukunft ist eine Optimierung des Forderungsmanagements angestrebt.

Liquiditätsrisiko

Aufgrund der bestehenden vertraglichen Beziehungen zwischen der Europ Assistance SA, Niederlassung für Deutschland, und der Europ Assistance Services GmbH besteht lediglich ein limitiertes Liquiditätsrisiko. Die Liquidität wird durch das lokale Liquiditäts-Komitee gesteuert und durch laufendes Monitoring der Bankenstände und einen monatlichen Cash-Forecast überwacht. Außerdem sind die deutschen Gesellschaften in das Cash-Pooling der Europ Assistance SA integriert. Die Zahlungsfähigkeit war im Jahr 2022 jederzeit ausreichend sichergestellt.

Operationale Risiken

Operationale Risiken treten im Zusammenhang mit allen betrieblichen Systemen und Prozessen auf, unter anderem als Risiken, die durch externe Einflussfaktoren sowie interne Faktoren, wie menschliches oder technisches Versagen, entstehen können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, werden fortwährend Schulungen durchgeführt sowie systemseitige Plausibilitätskontrollen entwickelt. Zudem sind die operationellen Risiken im Rahmen des internen Kontrollsystems zur Reduktion mit Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen belegt, die regelmäßig überprüft werden.

Bestandsgefährdende Risiken liegen aus aktueller Sicht nicht vor.

Chancen

Weiterhin ist der Assistancemarkt ein Wachstumsmarkt. Europ Assistance hebt dieses Potential durch die Umsetzung einer auf profitables und nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Marktstrategie und insbesondere durch den Ausbau in den Bereichen Automotive, Reise und Personal Assistance sowie die Erweiterung digitaler Prozesse und Serviceleistungen. Dazu gehören insbesondere auch Wachstumschancen aus der Kooperation mit den Generali- Gesellschaften.

Zusätzlich entwickelt die Europ Assistance neue Services z.B. im Bereich E-Health.

Ausblick

Digitale Prozesse werden in allen Geschäftsfeldern und auch im vertrieblichen Bereich weiter ausgebaut. Im Geschäftsfeld Automotive erfolgt dies u.a. durch den Ausbau von Applikationen für die Beauftragung und Kommunikation im Schadensfall und den Ausbau von sogenannten Virtual Agents.

Bedingt durch einen schrittweisen Wegfall der Schadensbearbeitung für einen großen internationalen Automobilkunden erwarten wir für 2024 gegenüber 2022 einen deutlichen Umsatzrückgang im Bereich Auto und auch insgesamt. Im Bereich Reiseversicherung und Health wird ein starkes Umsatzwachstum erwartet. In der Schadensbearbeitung und der weiteren Servicierung für die Europ Assistance SA, Niederlassung für Deutschland, werden auch für 2024 deutlich steigende Umsätze erwartet.

Die Aufwände für bezogene Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwände werden im Jahr 2024 voraussichtlich leicht zurückgehen.

Im Jahr 2024 erwarten wir einen Rückgang in der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeitenden. Der Personalaufwand wird im Jahr 2024 gegenüber 2022 wegen Gehaltssteigerungen trotzdem leicht steigen.

Für 2024 erwarten wir ein positives Jahresergebnis von ca. 300 TEUR.

 

München, den 02. August 2024

Europ Assistance Services GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31.12.2022

Aktiva

2022 2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 371.932,00 260.905,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
371.932,00 260.905,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 476.672,60 382.788,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 110.887,19 110.887,19
2. Beteiligungen 114.271,00 114.271,00
225.158,19 225.158,19
1.073.762,79 868.851,19
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.265.439,64 20.359.917,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
(davon gegen Gesellschafter: EUR 2.786.646,73; VJ: EUR 9.765.933,95) 21.357.845,24 12.422.669,12
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.889.852,43 2.029.378,03
4. sonstige Vermögensgegenstände 210.396,95 666.388,09
II. Guthaben bei Kreditinstituten 4.619.552,18 2.636.042,39
39.343.086,44 38.114.395,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 238.328,27 228.548,85
40.655.177,50 39.211.795,06

Passiva

2022 2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 250.000,00 250.000,00
II. Bilanzgewinn 1.189.607,67 106.197,52
1.439.607,67 356.197,52
B. Rückstellungen
1.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.725.150,00 1.571.174,00
2.Steuerrückstellungen 325.969,00 0,00
3.sonstige Rückstellungen 3.301.027,66 3.029.842,31
5.352.146,66 4.601.016,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 19.319.677,77 23.113.160,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.264.318,99 2.878.917,62
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr: EUR 3.264.318,99; VJ: EUR 2.878.917,62)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.639.102,32 2.746.235,92
(davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 4.699.345,70; VJ. EUR 0,00)
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr: EUR 7.639.102,32; VJ: EUR 2.746.235,92)
4. sonstige Verbindlichkeiten 608.796,84 1.080.944,42
(davon aus Steuern: EUR 513.249,05; VJ: EUR 524.574,60)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 95.547,79; VJ: EUR 471.465,77)
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr: EUR 608.796,84; VJ: EUR 1.080.944,42)
30.831.895,92 29.819.257,97
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.031.527,25 4.435.323,26
40.655.177,50 39.211.795,06

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 23.444.589,25; VJ: EUR 19.368.586,70) 47.050.718,35 42.715.774,81
2. sonstige betriebliche Erträge 6.295.679,65 4.993.675,80
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen
(davon an verbundene Unternehmen EUR 2.429.233,63; VJ: EUR 4.030.560,99) -18.135.568,01 -4.164.405,15
35.210.829,99 43.545.045,46
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.396.213,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.502.943,30
(davon für Altersversorgung EUR 63.780,00; VJ: EUR 174.641,00) -22.899.156,66 -20.036.771,24
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -378.285,27 -644.374,81
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.416.251,89 -22.083.313,33
7. Erträge aus anderen Beteiligungen 2.911,30 0,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 472,00 45,00
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00; VJ: EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00; VJ: EUR 0,00) -34.812,22 -31.624,21
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -643.465,63 -13.226,20
11. Ergebnis nach Steuern 1.842.241,62 735.780,677
12. sonstige Steuern -758.831,47 -647.205,79
13. Jahresüberschuss 1.083.410,15 88.529,88
14. Gewinnvortrag 106.197,52 17.667,64
15. Bilanzgewinn 1.189.607,67 106.197,52

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, zeitanteilige lineare Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Firmenwert aus dem Betriebsübergang im Rahmen von Projekt Saphir war aufgrund der natürlichen Mitarbeiterfluktuation und der Geschäftsentwicklung auf einen Zeitraum von drei Jahren bis zum 31.12.2021 komplett abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem "projected unit credit" Verfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln RT 2018 G der HEUBECK AG bewertet. Es wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz zu bewerten, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Nach Änderung des § 253 HGB (BGBI Teil I Nr. 12 vom 16.3.2016) ist der Zeitraum für die Durchschnittsbildung bei der Ermittlung dieses Zinssatzes von 7 auf 10 Jahre erhöht worden. Der Rechnungszins beträgt im 10-Jahres-Durchschnitt 1,79 % und im 7-Jahres-Durchschnitt 1,45 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation gemäß den Erfahrungswerten der Generali unterstellt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei Geschäftsvorfällen mit fremden Valuten erfolgten die Währungsumrechnungen mit dem jeweiligen Kurs der Erstverbuchung. Gewinne und Verluste sind stichtagsbezogen berücksichtigt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.

Die Vorjahresbeträge der Positionen Aufwendungen für bezogene Leistungen und sonstige betriebliche Aufwendungen sind nicht vergleichbar, da sich der Posteninhalt gegenüber dem Vorjahr in seiner Zusammensetzung verändert hat. Diese Ausweisänderung war erforderlich, da in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bisher Positionen ausgewiesen worden sind, welche in direktem Zusammenhang mit dem Leistungserstellungsprozess stehen (entsprechender VJ-Wert: -15.684 TEUR).

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB wurde unterlassen, da nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung diese Angaben geeignet sind, der Gesellschaft einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Unser Unternehmen ist in einem Marktsegment tätig, das durch starken Wettbewerb und Preiskampf gekennzeichnet ist. Die detaillierte Offenlegung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen und geografischen Märkten würde unseren Wettbewerbern wertvolle Einblicke in unsere Erlösstruktur und Marktanteile geben. Dies könnte ihre Preis- und Vertriebsstrategien beeinflussen und unsere Verhandlungsposition gegenüber Kunden und Lieferanten erheblich schwächen. Die Voraussetzungen für die Ausnahme von der Aufgliederungspflicht nach § 286 Abs. 2 HGB sind somit erfüllt.

Angaben zur Anteilsbesitzliste des Anlagevermögens wurden nach § 286 (3) Satz 1 Nr. 1 HGB unterlassen, daher die Anwendung von § 286 (3) Satz 4, da wegen der Größenordnung von untergeordneter Bedeutung.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen 2022

Immaterielle Vermögensgegenstände Geschäfts- oder Firmenwert Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzanlagen
EUR EUR EUR EUR
Anschaffungskosten
Stand 1.1. 602.156,11 239.968,00 1.188.560,73 225.158,19
Zugänge 225.474,87 0,00 357.722,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 1.674,00 0,00
Stand 31.12. 827.630,98 239.968,00 1.544.608,73 225.158,19
Abschreibungen
Stand 1.1. 341.251,11 239.968,00 805.772,73 0,00
Jahresabschreibung 114.447,87 0,00 263.837,40 0,00
Abgänge 0,00 0,00 1.674,00 0,00
Stand 31.12. 455.698,98 239.968,00 1.067.936,13 0,00
Restbuchwert
Stand 31.12. 371.932,00 0,00 476.672,60 225.158,19
Gesamt 2022 Gesamt 2021
EUR EUR
Anschaffungskosten
Stand 1.1. 2.255.843,03 2.318.182,27
Zugänge 583.196,87 606.793,81
Abgänge 1.674,00 669.133,05
Stand 31.12. 2.837.365,90 2.255.843,03
Abschreibungen
Stand 1.1. 1.386.991,84 1.127.261,08
Jahresabschreibung 378.285,27 644.374,81
Abgänge 1.674,00 384.644,05
Stand 31.12. 1.763.603,11 1.386.991,84
Restbuchwert
Stand 31.12. 1.073.762,79 868.851,19

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2022 2021
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.265.439,64 20.359.917,39
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.357.845,24 12.422.669,12
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.889.852,43 2.029.378,03
Sonstige Vermögensgegenstände 210.396,95 666.388,09
davon: Steuern 0 0
34.723.534,26 35.478.352,63

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Europ Assistance-Gesellschaften sowie die Generali Deutschland Krankenversicherungs AG, die Envivas Krankenversicherungs-AG, Generali Versicherung AG und Cosmos Versicherung.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die assistance partner GmbH & Co. KG.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt: EUR
Stand 31.12.2021 356.197,52
Jahresüberschuss 2022 1.083.410,15
Stand 31.12.2022 1.439.607,67

Rückstellungen

2022 2021
EUR EUR
Pensionsrückstellungen 1.725.150,00 1.571.174,00

Für die Differenz zwischen den Pensionsrückstellungen mit siebenjähriger und zehnjähriger Durchschnittsbildung besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB). Der Unterschiedsbetrag mit Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 135 (VJ: TEUR 199).

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB keinen Gebrauch.

2022 2021
EUR EUR
Steuerrückstellungen 325.969,00 0,00

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuern.

2022 2021
EUR EUR
Sonstige Rückstellungen 3.301.027,66 3.029.842,31
davon für Personalkosten 2.824.331,66 2.242.404,01
davon für Jahresabschlussprüfung 40.000,00 10.000,00
davon für ausstehende Rechnungen 436.696,00 777.438,30

Verbindlichkeiten

2022 2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 19.319.677,77 23.113.160,01
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.264.318,99 2.878.917,62
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.639.102,32 2.746.235,92
sonstige Verbindlichkeiten 608.796,84 1.080.944,42
30.831.895,92 29.819.257,97

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen im Wesentlichen abgeschlossene Verträge mit Automobilherstellern, bei denen die externen Kosten als Garantieleistungen vorschüssig bezahlt werden. Die Restlaufzeit für diese Verbindlichkeit hängt einerseits vom Verlauf der Schadensfälle und andererseits vom verbleibenden Garantiezeitraum ab. Die erhaltenen Anzahlungen sind durch den Wegfall eines internationalen Automobilkunden rückläufig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten eine Verbindlichkeit im Rahmen des Cashpool in Höhe von EUR 4.699.345,70.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber Vorjahr gesunken und betreffen im Wesentlichen Steuern und Sozialversicherung.

Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

2022 2021
EUR EUR
Rechnungsabgrenzungsposten 3.031.527,25 4.435.323,26

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Verträge mit Automobilherstellern.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die im Geschäftsjahr erzielten Umsätze gliedern sich wie folgt:

2022 2021
EUR EUR
Verbundene Unternehmen
Europ Assistance SA, Niederlassung für Deutschland, München 17.096.363,19 16.383.012,59
Ausländische Mutter- bzw. Schwestergesellschaften 3.731.856,97 1.320.629,69
Verbundene Unternehmen 2.616.369,09 1.664.944,42
Andere Unternehmen 23.444.589,25 19.368.586,70
Vermittlungs- und Dienstleistungsunternehmen 23.606.129,10 23.347.188,11
47.050.718,35 42.715.774,81

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Position beinhaltet Kosten für verschiedene Dienstleistungen, welche durch die EA- Gruppengesellschaften erbracht werden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position beinhaltet insbesondere Einnahmen aus weiterverrechneten Personal-, IT-, Vertriebs- und sonstigen Kosten. Aus der Auflösung von Rückstellungen aus den Vorjahren resultiert ein Ertrag von TEUR 575.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet insbesondere die Aufwendungen aus den Serviceverträgen, Aufwendungen für extern bezogene Dienstleistungen, Räumlichkeiten und Telefon.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich zusammen aus TEUR 486 Steuern für das Geschäftsjahr und einem Aufwand von TEUR 157 für Steuern Vorjahre.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer

Vincenzo Reina, CEO, München (Leiter der Geschäftsführung, bis 30.04.2023)

Julia Ricks (Leiterin der Geschäftsführung (ab 01.05.2023)

Dr. Tilo Finck, CFInsO, München

Oliver Bolwerk, COO, München (bis 31.01.2023)

Ruben Schäfer, COTO, München (ab 01.02.2023)

Tim Schmidt, CCO, München

Wilma van Dijk, CHRO, München (ab 01.05.2023)

Die Geschäftsführung erhielt im Jahr 2022 insgesamt Bezüge in Höhe von TEUR 708 von der Gesellschaft. Damit sind auch Tätigkeiten für andere Gesellschaften der Europ Assistance Gruppe abgegolten.

Konzernzugehörigkeit

Die Europ Assistance Services GmbH, München (Registergericht: München, HRB: 67 520) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Europ Assistance S.A., Paris/Frankreich (Registre du Commerce et des Sociétés de Paris 451366405). Diese wiederum gehört zum Konzern der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest/Italien (Registered Office in Trieste 00079760328).

Für den kleineren Kreis von Unternehmen stellt die Europ Assistance S.A., Paris, den Konzernabschluss in Paris/Frankreich auf. Der Abschluss wird am Geschäftssitz in Paris hinterlegt und beim Handelsregister in Paris eingereicht. Der Konzernabschluss für den größeren Kreis von Unternehmen wird in Triest/Italien durch die Assicurazioni Generali S.p.A. vorgelegt. Sie hinterlegt ihn an ihrem Geschäftssitz in Triest/Italien und reicht ihn beim italienischen Handelsregister ein.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2022 betrug 323 Personen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

Allen unseren Mitarbeitern, die uns in vorbildlicher Weise unterstützt haben, möchten wir an dieser Stelle danken.

Haftungsverpflichtungen

Zum Bilanztermin bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 82.500 für eine Haftung im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages und aus Mietverhältnissen für Räumlichkeiten in Rostock. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-Verträgen für die Standorte München und Rostock und aus Leasingverträgen für Firmenfahrzeuge. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis 31. Oktober 2027 bzw. 30. April 2026. Jährliche Mietaufwendungen fallen in Höhe von TEUR 593 bzw. TEUR 125 an. Bei den Leasing- Verträgen handelt sich um 15 Kfz-Leasing-Verträge mit einer maximalen Laufzeit bis 02. August 2024. Aus den jährlichen Leasingverträgen wird die Gesellschaft mit 6.430,36 Euro belastet. Aus den Miet- und Leasing-Verträgen bestehen keine Verpflichtungen von mehr als fünf Jahren.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Für nach § 285 Nr. 17 a) HGB Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, sind insgesamt Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 entstanden.

 

München, den 02. August 2024

Europ Assistance Services GmbH

Die Geschäftsführer

Julia Ricks

Dr. Tilo Finck

Ruben Schäfer

Tim Schmidt

Wilma van Dijk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Europ Assistance Services GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Europ Assistance Services GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Europ Assistance Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 2. August 2024

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