Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 12489
Vorher
Radio NRW GmbH
Eingetragen
2.10.2003
Branche
Hörfunkveranstalter und Verbreitung von AudioinhaltenFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Veranstaltung und Verbreitung von Hörfunkprogrammen in Nordrhein-Westfalen, insbesondere eines landesweiten Rahmenprogramms für lokalen Hörfunk. Die Gesellschaft ist berechtigt, selbst und/oder durch Dritte Hörfunkprogramme bzw. Programmteile herzustellen und zu verwerten. Dies gilt auch für die Akquisition, Herstellung und Verbreitung von Hörfunkwerbung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Rhode
seit 4.3.2025
Prokura
Barbara Antonelli
seit 5.6.2024
Prokura
Marco Morocutti
seit 5.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.132.000 €
41.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Radio NRW GmbH

Oberhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die RADIO NRW GmbH mit Sitz in Oberhausen ist seit der Einführung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen als Rahmenprogrammveranstalter gemäß Landesmediengesetz NRW (LMG NRW) tätig und beliefert die einzelnen Lokalradios in NRW mit Nachrichten, Einzelbeiträgen, Musik, Comedy, Sound-Elementen bis hin zu ganzen Sendestrecken. Darüber hinaus übernimmt die RADIO NRW GmbH die landesweite und über den Radiovermarkter RMS in Hamburg die nationale Vermarktung der Werbezeiten des NRW-Lokalfunks.

Von den 45 in Nordrhein-Westfalen lizenzierten Lokalradios bestanden im Geschäftsjahr 2023 mit 44 Lokalstationen Verträge zur Übernahme des Rahmenprogramms.

Seit dem 01.11.2021 produziert und verbreitet die RADIO NRW GmbH über DAB+ das Programm NOXX in Nordrhein-Westfalen.

Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer vertreten. Die Geschäftsleitungsebene besteht aus der Programmdirektion, der Leitung Vermarktung, der Kaufmännischen Leitung sowie der Leitung Digital. Die Gesellschaft verfügt zum 31.12.2023 über eine Prokuristin und einen Prokuristen mit Gesamtprokura.

Herr Sven Thölen ist zum 31.12.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden und Herr Marco Morocutti wurden mit Wirkung zum 1.1.2024 zum neuen Geschäftsführer bestellt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die für RADIO NRW ausgewiesene durchschnittliche vermarktungsfähige Stundenreichweite in der Zielgruppe 14-49 Jahre (Mo.-Fr. 06.00 bis 18.00 Uhr) lag gemäß der M.A. 2023 II mit 536.000 Hörern und mit einem Rückgang in Höhe von 22,8% unter dem Wert des Vorjahres (694.000 Hörer).

Auf dem NRW-Markt liegt der Reichweitenabstand zur Best of 14-49 des WDR mit 309.000 Hörern leicht über dem Vorjahresvergleichswert (301.000 Hörer).

Auf nationaler Ebene sank die Reichweite der RMS-Superkombi in der werberelevanten Zielgruppe 14-49 gegenüber dem Vorjahr um 348 Tsd. Hörer (-8,4 %). Die Reichweite der ARD Media Deutschland-Kombi sank um -3,9 % bzw. 186 Tsd. Hörer; die Marktführerschaft verbleibt bis zum Jahresende 2023 bei der ARD Media Deutschland Kombi. Ab Januar 2024 ändert sich die Marktführerschaft für das Geschäftsjahr 2024 zugunsten der RMS, da insbesondere die Regiocast Sendergruppe zur RMS zurückkehrt und nicht mehr von der ARD Media vermarktet wird.

Das Geschäftsjahr 2023 verlief unter den gegebenen besonderen Marktverhältnissen insgesamt zufriedenstellend. Vor allem die verstärkten Marketingmaßnahmen, auch in Bezug auf das DAB+-Programm NOXX führten zu höheren Kosten, so dass der Jahresüberschuss mit 1.442 T€ unter dem Niveau des Vorjahres (-376 T€) lag. Die Geschäftsentwicklung lag mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses von rd. 25 % unter der Vorjahresprognose.

Die Gesellschafter haben zum Jahresende 2023 beschlossen aus dem Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) auszutreten. Eine Tarifbindung ist zukünftig, abgesehen von Nachbindungs- und Nachwirkungsfristen, nicht mehr gegeben.

II. Ertragslage

Die Bruttowerbeumsätze im Hörfunkmarkt stiegen im Jahr 2023 um 2,9 % (Vorjahr: 0,67 %). Über alle Mediengattungen kam es zu einem Wachstum in Höhe von 0,7 %; der Radiomarktanteil im Umfeld der übrigen klassischen Mediengattungen ist mit 5,7 % gegenüber dem Vorjahr (VJ: 5,6 %) leicht gewachsen (Quelle: Nielsen Media Research GmbH/S + P). Der Vergleich mit dem Vorjahr ist allerdings nur bedingt möglich, da auch im Jahr 2023 methodische Änderungen und Neuaufnahmen in fast allen Gattungen vorgenommen wurden.

Der Zuwachs der Bruttowerbeumsätze im Hörfunkmarkt lag hierbei überproportional bei der RMS, die im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % angestiegen ist. Die ARD Media hingegen wird mit einem Minus in Höhe von 5,7 % ausgewiesen. (Quelle: Nielsen Media Research GmbH/S + P).

Der Radio-Werbemarkt in NRW steigt gegenüber dem Vorjahr um 4,1 % . Die Bruttowerbeerlöse RADIO NRWs sind im Vergleich zum Vorjahr nach der Statistik von Nielsen Media Research um 10,6 % gestiegen. In Nielsen II ist der Marktanteil von 54,1 % auf 57,5 % gestiegen (Quelle: Nielsen Media Research GmbH/S + P).

Die Umsatzerlöse von RADIO NRW lagen insgesamt um 1,6 % über dem Vorjahresniveau. Die im 4. Quartal des Vorjahres ungewöhnlich verhaltende Nachfrage bei den Werbezeitenbuchungen ist im Geschäftsjahr 2023 nicht eingetreten. Die Aufwände für bezogene Leistungen im Materialaufwand liegen über dem Vorjahresniveau. Dieses ist vor allem auf gestiegene Werbemaßnahmen, u. a. auch in Bezug auf das neue DAB+ Programm NOXX, zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Finanzanlagen an der Transistor GmbH in Höhe von 250 T€ abgeschrieben, da die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben ist. Das Ergebnis vor Steuern lag um 521 T€ unter dem Vorjahresniveau (-16,1 %).

III. Finanzlage

Das Nettoumlaufvermögen (net working capital) hat sich um 9,0 % auf 8.601 T€ in 2023 erhöht. Der Return on Investment (ROI) liegt mit 16,4 % deutlich unter dem Vorjahresniveau (2022: 23,8 %).

Die Finanzlage ist als gut zu bezeichnen. Die Gesellschaft kann ihren Zahlungserpflichtungen jederzeit nachkommen.

IV. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 107 T€ erhöht. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Finanzanlagen um 50 T€. Diese Veränderung ergibt sich aus den neuen Beteiligungen an der MS Medienbüro GmbH & Co. KG, Köln, sowie deren Komplementärin der MS Medienbüro Forschung und Beratung Köln GmbH, Köln. Die Immatriellen Vermögensgegenstände verringerten sich um 645 T€. Das Umlaufvermögen erhöhte sich stichtagsbedingt um 432 T€. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 533 T€. Die Steuerrückstellungen haben sich um 356 T€ verringert und die sonstigen Rückstellungen liegen auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten sind um 96 T€ geringer als im Vorjahr und die passiven latenten Steuen i. H. v. 150 T€ wurden aufgelöst.

Das Eigenkapital in Höhe von 12.291 T€ entspricht einer Eigenkapitalquote von 70 % (VJ: 66 %).

V. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Nettoumlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % auf 8.601 T€ gestiegen, die die Liquidität 1. Grades liegt mit 164,0 % höher als das Vorjahresniveau (148,5 %). Die Eigenkapitalrentabilität liegt mit 22,6 % deutlich unter dem Vorjahr (35,5 %), jedoch insgesamt weiterhin auf hohem Niveau.

C. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht

Die Reichweiten von RADIO NRW sind in der preisbildenden Reichweitenuntersuchung M. A. 2023 II deutlich gesunken. Der andauernde Ukraine Konflikt, die weiterhin erhöhte Inflation, die vorhandenen Lieferengpässe und die sich stetig verändernden politischen Rahmenbedingungen belasten die gesamtwirtschaftliche Lage und führen unverändert zu Unsicherheiten. Im Geschäftsjahr 2024 werden diese Umstände zu deutlichen Umsatzrückgängen führen. In der Planung 2024 wurden die Nationalen Umsätze um ca. 18 % und die landesweiten Umsätze um ca. 20 % unter dem Vorjahr geplant. Der Deckungsbeitrag I liegt damit um ca. 6,5 Mio. € unter dem Vorjahr.

Auf der Kostenseite sind daher Einsparungen in der Planung 2024 berücksichtigt. Die Aufwendungen für Marketing und Programmproduktion für das im Jahr 2021 gestartete DAB+ Programm NOXX werden reduziert. Zudem werden die Werbeaufwendungen reduziert. Die Personalkosten sollen in Summe auf Vorjahresniveau verbleiben. Die Digitalaktivitäten werden unter Berücksichtigung der negativen wirtschaftlichen Entwicklung auf den Prüfstand gestellt.

In der Planung 2024 wird das operative Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 ca. 25 % unter dem Vorjahr erwartet.

Allgemeine Risiken ergeben sich für RADIO NRW aus der Wettbewerbssituation mit dem öffentlich-rechtlichen Hörfunk, der demographischen Entwicklung in der werberelevanten Zielgruppe der 14-49-Jährigen sowie aus dem Wettbewerb der bestehenden Mediengattungen. Darüber ergibt sich durch die im Jahr 2021 neu gestarteten DAB+ Programme und dem neuen landesweiten UKW-Sender "NRW 1" im Werbemarkt NRW eine erhöhte Konkurrenzsituation.

Die Landesanstalt für Medien in NRW (LfM) möchte den im Jahr 2022 gestarteten Strukturprozess im Lokalfunk NRW im Jahr 2024 zum Abschluss bringen. Hierdurch soll das Lokalfunksystem in Nordrhein Westfalen reformiert und zukunftsfähig aufgestellt werden. Die Ergebnisse dieses Prozesses könnten größere Veränderungen zur Folge haben, welche sich auch auf die Geschäftsfelder und Aufgaben von RADIO NRW auswirken können.

Die Liquidität von RADIO NRW ist jederzeit gesichert. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, bestehen aus heutiger Sicht nicht.

 

Oberhausen, 08.04.2024

Marco Morocutti

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.529.320,34 3.853.973,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 135.621,00 780.831,00
II. Sachanlagen 755.510,15 484.953,05
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5,00 5,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 637.424,00 457.020,00
3. geleistete Anzahlungen 118.081,15 27.928,05
III. Finanzanlagen 2.638.189,19 2.588.189,19
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 15.000,00
2. Beteiligungen 2.573.189,19 2.573.189,19
B. Umlaufvermögen 14.087.891,52 13.654.939,41
I. Vorräte 431,00 610,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.088.445,00 5.099.076,31
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.640.643,17 2.690.099,36
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.447.801,83 2.408.976,95
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.999.015,52 8.555.253,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 160.252,22 162.033,21
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.777.464,08 17.670.945,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.290.790,89 11.757.977,93
I. gezeichnetes Kapital 3.905.200,00 3.905.200,00
II. Gewinnrücklagen 2.161.085,60 2.161.085,60
III. Gewinnvortrag 4.782.415,16 3.873.137,98
IV. Jahresüberschuss 1.442.090,13 1.818.554,35
B. Rückstellungen 2.030.636,00 2.402.450,00
C. Verbindlichkeiten 3.456.037,19 3.360.398,93
davon aus Steuern 86.500,88 96.010,67
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.409,47 3.272,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.456.037,19 3.360.398,93
D. Passive latente Steuern 0,00 150.119,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.777.464,08 17.670.945,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.013.814,48 17.212.338,68
2. Personalaufwand 7.191.136,61 7.072.120,87
a) Löhne und Gehälter 6.138.092,30 6.081.177,47
b) soziale Abgaben 1.053.044,31 990.943,40
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 847.031,24 842.896,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.061.074,31 5.418.919,48
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.511,87 0,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 250.000,00 635.000,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.277.142,06 1.421.429,21
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter passiver latenter Steuern -150.119,00 -150.118,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.444.942,13 1.821.972,35
9. sonstige Steuern 2.852,00 3.418,00
Jahresüberschuss 1.442.090,13 1.818.554,35

Anhang

I. Allgemeines

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: RADIO NRW GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oberhausen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Duisburg
Register-Nr.: HRB 12489

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 ergaben sich im Vergleich zu dem im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen keine Änderungen.

Die Zahlen des Berichtsjahres sind insoweit den vergleichbaren Zahlen des Vorjahres gegenübergestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bewertet. Vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (3-13 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände im Einzelwert von mehr als 150,- € bis 1.000,- € wurden in einem Sammelposten aktiviert, der auf 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. Die erkennbaren Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch kaufmännisch vernünftige Wertberichtigungen abgedeckt.

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, das Eigenkapital und die passiven latenten Steuern sind zum Nominalwert angesetzt.

In den Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 5.950.264,80 16.500,00 0,00 5.966.764,80
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.612.427,78 0,00 0,00 2.612.427,78
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.842.819,18 365.725,24 -2.686,55 8.205.857,87
3. Anzahlungen 27.928,05 118.081,15 -27.928,05 118.081,15
SUMME SACHANLAGEN 10.483.175,01 483.806,39 -30.614,60 10.936.366,80
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.200.000,00 300.000,00 0,00 1.500.000,00
2. Beteiligungen 2.573.189,19 0,00 0,00 2.573.189,19
SUMME FINANZANLAGEN 3.773.189,19 300.000,00 0,00 4.073.189,19
20.206.629,00 800.306,39 -30.614,60 20.976.320,79
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 5.169.433,80 661.710,00 0,00 5.831.143,80
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.612.422,78 0,00 0,00 2.612.422,78
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.385.799,18 185.321,24 -2.686,55 7.568.433,87
3. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME SACHANLAGEN 9.998.221,96 185.321,24 -2.686,55 10.180.856,65
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.185.000,00 250.000,00 0,00 1.435.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME FINANZANLAGEN 1.185.000,00 250.000,00 0,00 1.435.000,00
16.352.655,76 1.097.031,24 -2.686,55 17.447.000,45
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 135.621,00 780.831,00
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5,00 5,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 637.424,00 457.020,00
3. Anzahlungen 118.081,15 27.928,05
SUMME SACHANLAGEN 755.510,15 484.953,05
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 15.000,00
2. Beteiligungen 2.573.189,19 2.573.189,19
SUMME FINANZANLAGEN 2.638.189,19 2.588.189,19
3.529.320,34 3.853.973,24

Beteiligungen

In den Beteiligungen ist die Transistor GmbH, Oberhausen, als 100 %ige Tochtergesellschaft enthalten. Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2019 mit einem Stammkapital von 1.000 T€ gegründet. Das Jahresergebnis der Transistor GmbH zum 31.12.2023 weist einen Verlust von 258 T€ aus. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 13 T€ aus. Das wesentliche Tätigkeitsfeld der Transistor GmbH ist die 25,1 %ige Beteiligung an der Quantyoo GmbH & Co. KG. Die Werthaltigkeit dieser Beteiligung ist nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht mehr gegeben. In diesem Zusammenhang wurden Abschreibungen auf die Beteiligung der RADIO NRW GmbH an der Transistor GmbH in Höhe von 250 T€ vorgenommen.

Die RADIO NRW GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022 mit 2.450 T€ (24,5 %) an der NRW Audio GmbH & Co. KG, Köln beteiligt. Durch Kapitalerhöhungen bei NRW Audio GmbH & Co. KG, an denen sich die RADIO NRW GmbH nicht beteiligt hat, verringerte sich der Geschäftsanteil an der NRW Audio GmbH & Co. KG auf 16,33 %.

Die RADIO NRW GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 100 % der Anteile an der MS Medienbüro GmbH & Co. KG, Köln, sowie der MS Medienbüro Forschung und Beratung Köln GmbH, Köln, erworben. Die MS Medienbüro GmbH & Co. KG wies zum 31.12.2022 einen Jahresüberschuss i. H. v. 124 T€ sowie ein Eigenkapital von 72 T€ aus. Die MS Medienbüro Forschung und Beratung Köln GmbH wies zum 31.12.2022 einen Jahresüberschuss i.H.v. 8 T€ und ein Eigenkapital von 44 T€ aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich in Höhe von 2.617 T€ um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der RMS GmbH & Co. KG.

Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für drohende Verluste aus einem Rechtsstreit der RMS in Höhe von 338 T€, für Personal in Höhe von 600 T€, Sende- und Leitungskosten in Höhe von 69 T€, Marketing in Höhe von 384 T€, ausstehende Rechnungen in Höhe von 10 T€ sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 607 T€.

IV. Ergänzende Hinweise zur Bilanz

Aus wirtschaftlichen Gründen bestanden im Geschäftsjahr Leasingverträge im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge, Kopierer und Software.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden aus Sender-/Leitungsnetz-, Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen. Die aus diesen Verträgen resultierenden Verpflichtungen für die Folgejahre haben eine Höhe von

T€
fällig 2024 5.730
fällig 2025 1.423
fällig 2026 759
fällig 2027 158
fällig 2028 141
fällig 2029 140
fällig 2030 140
Gesamt 8.491

V. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 587 T€ annähernd auf Vorjahresniveau (-51 T€).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.652 T€ gestiegen. Im Wesentlichen liegt das an periodenfremden Aufwendungen (+487 T€), Werbekosten (+417 T€), Kosten zur Weiterberechnung (+358 T€), Programm- und Marktforschung (+210 T€), Wartung und Instandhaltung (+165 T€).

3. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Zusammenhang mit der Beteiligung der Transistor GmbH an der Quantyoo sind Abschreibungen auf die Beteiligung an der Transistor GmbH in Höhe von 250 T€ im Geschäftsjahr 2023 vorgenommen worden.

4. Latente Steuern

In Folge der Ausübung des handelsrechtlichen Aktivierungswahlrechts gem. § 248 Abs. 2 HGB wurden passive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 8 Abs. 1 KStG i. V. m. § 5 Abs. 2 EstG zu einem Steuersatz von 36,13 % bilanziert. Im Geschäftsjahr hat sich ein Ertrag aus der Auflösung passiver latenten Steuern in Höhe von 150 T€ ergeben. Die passiven latenten Steuern zum 31.12.2023 betragen 0 T€.

VI. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.442.090,13 € ist nicht ausschüttungsgesperrt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.442.090,13 € ist satzungsgemäß an die Gesellschafter auszuschütten.

VII. Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich festangestellte Mitarbeiter (nach Köpfen) in den nachfolgenden Bereichen beschäftigt:

Geschäftsführung (inkl. Assistenz) 3
Digitalstrategie 4,5
Verwaltung/Marketing/Promotion/Verkauf/ Unternehmenskommunikation 28
Redaktion 44,5
Technik/EDV 6
Auszubildende, Volontariate, Aushilfen 10
Gesamt Mitarbeiterstand 96

Hierin enthalten sind 21 Teilzeitstellen.

VIII. Geschäftsführung

Geschäftsführer der RADIO NRW GmbH ist:

Herr Sven Thölen (Diplom-Kaufmann), Düsseldorf - bis zum 31.12.2023

Herr Marco Morocutti (Diplom-Kaufmann), Kamen - ab dem 01.01.2024

Die Geschäftsführung hat von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

IX. Aufsichtsrat

Zum Aufsichtsrat der RADIO NRW GmbH gehören:

- Herr Dirk Holterdorf (Verleger) (Vorsitzender)

- Herr Axel Schindler (Dipl. Wirtschaftsingenieur)

- Herr Dr. Horst Bongardt (Akademischer Oberrat an der Uni a. D.), bis November 2023

- Herr Matthias Schlettert, (Geschäftsführer / Pastoralreferent), ab Dezember 2023

- Herr Uwe Peltzer (Geschäftsführer / Industriekaufmann)

- Frau Dr. Nina Gerhardt (Geschäftsführerin/Rechtsanwältin)

Die Höhe der Aufsichtsratvergütung betrug im Geschäftsjahr insgesamt 33 T€.

X. Nachtragsbericht

Die Reichweiten in der M.A. 2023 II lagen deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Die Umsätze werden daher für das Geschäftsjahr 2024 deutlich unter dem Vorjahr liegen. Der weiterhin andauernde Ukraine Konflikt und die damit verbundenen Unsicherheiten, v.a. durch Lieferengpässe und höherer Inflationsraten, wird die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr beeinflussen. Wesentliche sonstige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Oberhausen, den 08.04.2024

RADIO NRW GmbH

gez. Marco Morocutti

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RADIO NRW GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RADIO NRW GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RADIO NRW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 8. April 2024

audalis Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

durch:

gez. Andreas Beyer, Wirtschaftsprüfer

gez. Carolin Krulick, Wirtschaftsprüferin

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