Metabo Grundstücksverwaltung Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pieter Theodoor Henri Lambert Vullinghs seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Tatsuya Sugawara seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Koki Holdings Co., Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Koki Holdings Europe GmbHNürtingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Koki Holdings Europe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Koki Holdings Europe GmbH, Nürtingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Koki Holdings Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 14. Juni 2024 EY GmbH & Co. KG Maurer, Wirtschaftsprüfer Wittmann, Wirtschaftsprüfer Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Allgemeines Die Koki Holdings Europe GmbH mit Sitz in Nürtingen ist unter der Registernummer HRB 784357 beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB (Handelsgesetzbuch) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG (Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung) aufgestellt. Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die ‚davon-Vermerke‘ im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, wenn sie eine begrenzte Nutzungsdauer haben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear abgeschrieben, wenn sie eine begrenzte Nutzungsdauer haben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von weniger als EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Aufwand erfasst, wobei ihr sofortiger Abgang unterstellt wird. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessen Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Sie werden zum Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen), angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden - aufgrund ihrer Kurzfristigkeit - mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrecht. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen; die Forderungen gegen Gesellschafter stammen aus Cash-Pooling und stellen gleichfalls Forderungen gegen verbundene Unternehmen dar. Eigenkapital Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 25.000,00. Es ist in 25.000 Geschäftsanteile aufgeteilt, die zu 100 % von der Koki Holdings Co., Ltd. mit Sitz in Tokyo/Japan gehalten werden. Rückstellungen und Abgrenzungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 4.090 (Vj. TEUR 8.039) wie auch die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern TEUR 22.580 (Vj. TEUR 12.200) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter stellen solche gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten TEUR 18 aus Steuern (Vj. TEUR 72) und keine Verbindlichkeit im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vj. TEUR 0,6). III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Gesellschaft erwirtschaftet Umsätze aus Handelsaktivitäten als europäische Plattform für die jeweiligen Landesvertriebsgesellschaften des Konzerns. Sämtliche Umsätze werden in Europa erzielt. Die Aktivitäten gliedern sich wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in voller Höhe von EUR 232.796,09 periodenfremd und beinhalten keine Währungsgewinne. Personalaufwand Der Personalaufwand beinhaltet die Personalkosten für die Vertriebs- und Verwaltungsmitarbeiter. Er beinhaltet keine Aufwendungen für Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsverlusten in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 39). IV. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um monatliche Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 68. Die Verträge laufen zwischen 2023 und 2024 aus. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 18 Mitarbeiter (Vj. 24). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Drei Geschäftsführer erhalten keine Vergütung. Konzernbeziehungen Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 25.000,00. Es ist in 25.000 Geschäftsanteile aufgeteilt, die zu 100 % von der Koki Holdings Co., Ltd. mit Sitz in Tokyo/Japan gehalten werden. Der Jahresabschluss der Koki Holdings Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der Koki Holdings Co., Ltd., Tokyo/Japan, einbezogen. Muttergesellschaft der Koki Holdings ist die KKR HK Investment L.P., die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen Es wurden keine Transaktionen zu nicht-marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesamtvergütung des Abschlussprüfers belief sich auf TEUR 88, welche vollständig auf Prüfungsleistungen entfiel. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Vorschlag für die Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des laufenden Jahres von EUR 671.573,49 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.684.751,22 und damit insgesamt EUR 2.356.324,71 auf neue Rechnung vorzutragen.
Nürtingen, 14. Juni 2024 Pieter Vullinghs, Geschäftsführer Tatsuya Sugawara, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24A. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Entwicklung 1. Allgemeines und Gegenstand des Unternehmens Koki Holdings Europe GmbH (KHE) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Koki Holdings Co., Ltd. (KHD), Tokyo / Japan, einer der weltweit führenden Hersteller von Power Tools. Ohne tatsächlich eine Holdinggesellschaft zu sein, wurde KHE im November 2017 als operative europäische Zentrale in Deutschland in Willich mit dem Ziel gegründet, das europäische Geschäft der Koki-Gruppe zu straffen und auszubauen. Der Sitz der Gesellschaft wurde mit Eintragung vom 13. April 2022 von Willich nach Nürtingen verlegt. KHE ist nahezu ausschließlich als Mittler für den Vertrieb von Produkten der Koki-Gruppe zwischen dem Produzenten KHD und den europäischen Vertriebsgesellschaften der Koki-Gruppe tätig. KHE hat kein Lager und ist zur Erfüllung der Aufgaben auf externe Dienstleister angewiesen. Als operative Zentrale für die Region Europa entwickelt KHE in Zusammenarbeit mit KHD Vertriebs- und Marketingstrategien, Produktstrategien (Produktmanagement), das Supply-Chain-Management sowie die Budgetplanung und das Reporting für die europäischen Vertriebsgesellschaften. 2. Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland/Europa Wie im Vorjahr ist auch im Jahr 2023 die konjunkturelle Entwicklung in den allermeisten europäischen Ländern eher verhalten. Neben dem weiterhin bedeutsamen Faktor des von Russland begonnenen Krieges in der Ukraine ist als zweiter wesentlicher Grund das weiterhin sehr hohe Zinsniveau zu nennen. Die Nachfrage im elektrowerkzeugnahen Bereich durch den privaten Konsum ist dadurch weiterhin sehr verhalten. Auch im industriellen Umfeld sowie vor allem der Bauwirtschaft war ein deutlicher Nachfragerückgang zu verzeichnen. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat jedoch insgesamt im Jahr 2023 einen nominalen Umsatzanstieg von 8 % verzeichnet, die reale Produktion stieg um 1,4 % wohingegen der Auftragseingang um -1,6 % rückläufig war. (Quelle: Zentralverband der Elektro- und Digitalindustrie Januar 2024). 3. Geschäftsentwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KHE Die Umsatzentwicklung, der Geschäftsverlauf und der Jahresüberschuss der KHE im Geschäftsjahr 2023/24 entsprachen nicht den Erwartungen, die von einer 19 %igen Umsatzsteigerung und einem Jahresüberschuss von 1,8 Mio. EUR ausgegangen sind. Aufgrund der spezifischen Funktion von KHE ist das Umsatzvolumen und dessen Wachstum der entscheidende Indikator - Bruttomarge und EBITDA sind aufgrund der durch eine Verrechnungspreisregelung innerhalb der europäischen Koki-Gruppe festgelegten Margen nur resultierende Ergebnisgrößen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023/24 beläuft sich auf rund 76 Mio. EUR (Vj. 75 Mio. EUR) dies ist eine Erhöhung um ca. 2 %. Dies war vor allem auf die schwierige Marktsituation wegen der hohen Inflation und den dramatischen Rückgang in der Baubranche aufgrund steigender Material- und Energie-preise zurückzuführen, die sich seit dem letzten Jahr fortsetzt. Die Materialaufwendungen stiegen im Zuge der Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio. EUR auf 65,4 Mio. EUR (Vj. 63,2 Mio. EUR). Während die Umsatzerlöse um 2 % stiegen, haben sich auch die Materialaufwendungen um ca. 3 % erhöht. Die stärkere Erhöhung des Materialaufwands im Vergleich zu den Umsatzerlösen ist dadurch begründet, dass die erhaltenen Gutschriften von Lieferantenseite die erteilten Gutschriften an die Kundenseite aufgrund von Transferpricing-Regelungen übertrafen. Die Personalaufwendungen sind um 0,6 Mio. EUR oder 19,4 % gesunken. Ursächlich hierfür war hauptsächlich die gesunkene durchschnittliche Mitarbeiteranzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,4 Mio. EUR gesunken. Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023/24 1,0 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR). Die Erhöhung dieser Ergebnisse resultiert im Wesentlichen aus der Umsatzsteigerung, sowie dem reduzierten Personalaufwand. Aufgrund des deutlich höheren Ergebnisses vor Steuern (EBT) hat sich auch die Steuerbelastung deutlich erhöht, was insgesamt dazu führte, dass sich der Jahres-überschuss um 0,2 Mio. EUR erhöhte. Als Handelshaus, das die asiatischen Produktionseinheiten der Koki-Gruppe mit den europäischen Vertriebsgesellschaften der Gruppe verbindet, verfügt KHE hauptsächlich über kurzfristige Vermögenswerte (Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände) und Barmittel. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - hier als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen - sind mit 24,6 Mio. EUR im Wesentlichen wegen der Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreswert von 23,0 Mio. EUR um 7,1 % gestiegen. Das Bankguthaben beträgt 1,2 Mio. EUR und befindet sich in Hongkong. Im Rahmen des Cash-Pooling ergaben sich zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die KHD - ausgewiesen als Forderungen gegen den Gesellschafter - von 6 Mio. EUR (Vj.1,2 Mio. EUR). Betrachtet man den Cash-Pool als Teil des Finanzmittelfonds, so ergibt sich die Verbesserung desselben aus dem positiven Cash-Flow aus gewöhnlicher Geschäfts-tätigkeit. Das Eigenkapital hat sich von 4, Mio. EUR im Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses von 0,7 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Gesellschafter erhöhte sich aufgrund der Umsatzsteigerung. Die KHE konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023/24 jederzeit nach-kommen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Gesellschaft geht davon aus, ihre Zahlungsverpflichtungen auch im Laufe des nächsten Geschäftsjahres erfüllen zu können. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 7,3 Mio. EUR auf 33,1 Mio. EUR. B. Chancen- und Risikobetrachtung KHE erbringt hauptsächlich Vermittlungstätigkeiten für den Vertrieb von Produkten der Koki-Gruppe und übernimmt Zentralfunktionen für die europäischen Vertriebstöchter. Das Unternehmen ist weitgehend abhängig von der Entwicklung seiner verbundenen Vertriebsgesellschaften in Europa. Die Power-Tool-Branche umfasst Werkzeuge (einschließlich elektrischer, pneumatischer, motorbetriebener und anderer Typen), Teile und Zubehör. Elektrowerkzeuge sind das größte Segment der Branche. Elektrowerkzeuge bieten eine effiziente und konstante Leistung, setzen keine Öle oder Emissionen frei, sind einfach zu handhaben und relativ leise. Die zwei Haupttypen von Elektrowerkzeugen sind kabelgebundene und schnurlose Werkzeuge. Da sich die Anwendungsbereiche für Akku-Werkzeuge aufgrund der Verbesserung der Akkutechnologie erweitert haben, werden zunehmend Akku-Produkte mit höherer Spannung entwickelt. Hinsichtlich der Kundensegmentierung wird die Nachfrage nach Power Tools (überwiegend Elektrowerkzeuge) im Wesentlichen in zwei Kategorien unterteilt. Zum einen gibt es die gewerblichen Anwender professioneller Werkzeuge wie Tischler, Konstrukteure, Maler, Tapezierer, Mechaniker, Klempner, Elektriker, Gärtner, Versorgungsarbeiter und Fertigungsarbeiter. Zum anderen gibt es private Anwender von Werkzeugen für den täglichen Bedarf, die Wartung privater Fahrzeuge, Hobbys und DIY. Im Gegensatz zu den gewerblichen Kunden neigen die Privatkunden dazu, Elektrowerkzeuge vor allem im Hinblick auf die Verkaufspreise auszuwählen. Sie kaufen selten spezifische High-End-Elektrowerkzeuge wie z. B. pneumatische Werkzeuge und hydraulische Werkzeuge. Die KHE unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft und der Konjunktur sowie der spezifischen Branche und deren Absatzmärkte. Zudem steht sie auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern bzw. der Kundenseite. KHE ist als Teil der Koki-Gruppe im Rahmen seiner multinationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Koki-Gruppe setzt gruppenweit auf die frühzeitige Erkennung und aktive Steuerung von Risiken im Unternehmensumfeld. Ziel ist die Risikominimierung, die Methoden sind auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Die Koki-Gruppe nutzt hierzu die J-SOX-Audits und interne Audits (Corporate Governance Health Checks), die regelmäßig im Unternehmen stattfinden. Das Währungsrisiko aus Ein- und Verkäufen ist begrenzt, da KHD das Ergebnis von KHE (einschließlich Währungsverluste und -gewinne) durch eine Verrechnungspreisanpassung am Ende des Geschäftsjahres anpasst. KHE verwendet dieselben Zahlungsbedingungen für die entsprechenden Verbindlichkeiten und Forderungen, und erhält 2 % Marge aus diesen Geschäften. KHE handelt in NOK, GBP, USD und EUR, daher hat KHE ein begrenztes Währungsrisiko, aber auch nur begrenzte Währungschancen. Aktuell hat die Gesellschaft weder ein Zinsrisiko noch Zinschancen. Hinsichtlich des Zinsrisikos besteht die Möglichkeit, dass sich ein Anstieg der Zinssätze negativ auf den Jahresabschluss auswirken würde, wenn KHE in einer Nettokreditposition wäre. KHD stellt KHE jedoch eine Cash-Pooling-Finanzierung bereit, sodass das Risiko begrenzt ist und KHE tatsächlich nicht in einer Kreditposition ist. Hinsichtlich des Liquiditätsrisikos ist die Gesellschaft auf eine konzerninterne Finanzierung angewiesen. Da die Forderungen und Verbindlichkeiten aber nahezu ausschließlich gegen oder gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, ist dieses Risiko gering. Das Risiko von Insolvenzen und Zahlungsverzögerungen von Kundenseite (ausschließlich Verbundunternehmen) wird als gering angesehen. Sollte es doch dazu kommen, wird erwartet, dass das Mutterunternehmen dieses auffängt. C. Ausblick Insgesamt prognostiziert das Management, dass der europäische Markt für Elektro-werkzeuge im neuen Geschäftsjahr nahezu unverändert zum Vorjahr sein wird. Es wird erwartet, dass sich die Situation in einigen Bereichen ab dem 1. April 2024 aufgrund des Rückgangs der Inflation und einiger strategischer Verkaufspläne verbessern wird. Infolgedessen rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr 2024/25 mit Umsatzerlösen in Höhe von 79 Mio. EUR (+4,2 %). Darüber hinaus prognostizieren wir einen Jahresüberschuss von 1,6 Mio. EUR.
Nürtingen, 14. Juni 2024
Pieter Vullinghs, Geschäftsführer Tatsuya Sugawara, Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024
Nürtingen, den 20. Juni 2024 Koki Holdings Europe GmbH Die Geschäftsführer Pieter Vullinghs Tatsuya Sugawara |
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