PIN Direkt GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Breddin seit 19.5.2025 | Prokura |
Axel Horst Michael Dr. Stirl seit 20.11.2019 | Vorsitzender des Vorstands |
Bernd Fricke seit 20.11.2019 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PIN Partners INvestments GmbHStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20211. Vorbemerkungen Gesetzliche Grundlage für den Konzernabschluss der PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart, zum 31. Dezember 2021 sind die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Die PIN Partners INvestments GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und wird unter HRB 770253 beim Amtsgericht Stuttgart geführt. Das Konzerngeschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konsolidierungskreis erfolgte nach den Vorschriften der §§ 290 bis 296 HGB. Der Konzernabschluss umfasst die PIN Partners INvestments GmbH und diejenigen Tochterunternehmen, für die seitens der PIN Partners INvestments GmbH unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Die Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes mit Firma, Sitz und Konzernanteil am Kapital aufgeführt. Erstmalig wird die Packator GmbH, Berlin, als Tochtergesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss 2021 einbezogen. Darüber hinaus werden erstmals die an der mailworXs GmbH, Würzburg, gehaltenen Anteile nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss 2021 einbezogen. Insgesamt liegen aus diesen Veränderungen des Konsolidierungskreises keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 vor. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Der aus der Kapitalkonsolidierung von vier zum 1. November 2019 als Unternehmensgruppe erworbenen Tochterunternehmen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 9.011 wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer begründet sich damit, dass es sich bei den erworbenen Gesellschaften um bereits seit vielen Jahren am Markt erfolgreich tätige Unternehmen mit etablierten Marken handelt. Im Berichtsjahr führten nachträgliche Kaufpreisreduzierungen zu einer Verminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes von TEUR 639. Der aus der Erstkonsolidierung der Packator GmbH zum 1. Dezember 2021 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 251 wird über eine kürzere Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben, da es sich bei dieser Gesellschaft um eine noch relativ junge Unternehmung handelt. Die Ermittlung des Wertansatzes der nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Ein aufgedeckter Geschäfts- oder Firmenwert wird sogenannt "one-line" ausgewiesen. Der aus der erstmaligen Equity-Konsolidierung im Geschäftsjahr 2021 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt TEUR 416 und wird über eine typisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden nur in wesentlichen Fällen eliminiert. Ansonsten werden keine Eliminierungen nach § 304 Abs. 2 HGB vorgenommen, da die Behandlung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wird auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet ausgewiesen. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierung und Bewertung im Konzern erfolgen grundsätzlich einheitlich nach den für die Muttergesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen kumulierten Abschreibungen bewertet. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung angesetzten bzw. neu bewerteten immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer angenommenen Restnutzungsdauer zwischen 6 Monaten und zehn Jahren abgeschrieben. Im Übrigen werden die Abschreibungen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden soweit erforderlich vorgenommen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund dauerhafter Wertminderung erforderlich ist. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden; Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 Netto-Einzelwert werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Abweichend werden Berufsbekleidung, Fahrräder, Postboxen und Briefkästen unabhängig vom Anschaffungswert aufgrund der betriebsbedingten Abnutzung im Anlagevermögen aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 2, 3, 5 und 12 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Die Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, die der Waren und geleisteten Anzahlungen zu Anschaffungskosten, jeweils unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. In die Ermittlung der Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Kreditrisiken sowie das allgemeine Ausfallrisiko werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten) sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit dem konzernindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. Die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften der PIN Partners INvestments GmbH, die durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss auch von der Offenlegungspflicht der Rechnungslegung gemäß § 325 HGB befreit werden, sowie das at Equity einbezogene assoziierte Unternehmen ergeben sich zum 31.12.2021 aus dem folgend wiedergegebenen Anteilsbesitz:
Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 573 (Vj. TEUR 548) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Übrigen haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Abgrenzungen aus Wartungsverträgen und Versicherungen. Die latenten Steuern beruhen auf Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Kundenstämmen in der Konzern- und Steuerbilanz, welche zu passiven Latenzen führen, sowie auf steuerliche Verlustvorträge, welche zu aktiven Latenzen führen. Letztere überwogen zum Konzernbilanzstichtag. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein konzernindividueller Steuersatz von 30% für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Personalaufwendungen, aus ausstehenden Rechnungen, sowie für Rechts- und Beratungsleistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr (TEUR 2.009; Vj. TEUR 2.023), ein bis fünf Jahren (TEUR 12.750; Vj. TEUR 6.000) sowie über fünf Jahren (TEUR 0; Vj. TEUR 8.750). Sie sind zum 31.12.2021 durch Verpfändung der Anteile aller Konzernunternehmen, der Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.339 sowie durch Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.161 besichert. Darüber hinaus sind auch zukünftige Forderungen aus Unternehmenserwerben (zum 31.12.2021: TEUR 0) und von Versicherungsansprüchen (zum 31.12.2021: TEUR 0) zur Sicherung abgetreten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen einen Gesellschafter. Sie betreffen in Höhe von TEUR 4.750 wie im Vorjahr ein Darlehen mit einer Fälligkeit von mehr als 5 Jahren, das im Rang hinter allen anderen Verbindlichkeiten nachsteht. Darüber hinaus resultieren TEUR 0 (Vj. TEUR 482) aus sonstigen Verbindlichkeiten sowie TEUR 0 (Vj. TEUR 18) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 1.175 (Vj. TEUR 1.723) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 3 (Vj. TEUR 6). Eine Sicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besteht über die zuvor genannten Besicherungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich am Abschlussstichtag auf insgesamt TEUR 14.269, davon sind TEUR 3.420 im Folgejahr 2022 fällig. Darin sind insbesondere Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie aus Leasing und Wartungsverträgen enthalten. 6. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden nahezu vollständig im Inland erzielt und setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse enthalten in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 250) und die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 382 (Vj. TEUR 395) periodenfremde Erträge. Der Personalaufwand enthält mit TEUR 16 (Vj. TEUR 12) Aufwendungen für Altersversorgung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 104 (Vj. TEUR 351) enthalten. Der sonstige betriebliche Aufwand enthält darüber hinaus außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 667). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten den Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.184 (Vj. TEUR 0) und des Vorjahres in Höhe von TEUR 28 (Vj. TEUR 0) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 0). 7. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus Zahlungsmitteln des Kassenbestands sowie der Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Die Kapitalflussrechnung wurde unter Berücksichtigung des DRS 21 des DRSC aufgestellt. Die Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis enthalten auch nachträgliche Kaufpreisreduzierung aus Anteilserwerben der Vorjahre in Höhe von TEUR 639 (Vj. TEUR 0). 8. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Am Bilanzstichtag weist das Mutterunternehmen einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.176.022,97 aus, der an die Gesellschafter ausgeschüttet werden könnte. 9. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter im Konzern Im Jahresdurchschnitt 2021 waren im Konzern insgesamt 1.370 angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Angabe der Abschlussprüferhonorare Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 104 und schlüsselt sich wie folgt auf die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB zu nennenden Leistungsarten auf:
Freistellung von der Finanzberichterstattung Von der Offenlegungspflicht der Rechnungslegung gemäß § 325 HGB sowie im Hinblick auf einzelne Rechnungslegungsvorschriften über § 264 Abs. 3 HGB befreite Konzernunternehmen sind unter Angabe des Befreiungstatbestandes in der Darstellung des Anteilsbesitzes gekennzeichnet. Organe Geschäftsführer der PIN Partners INvestments GmbH sind:
Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 10. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 3.176.022,97 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 11. Ereignisse nach dem Stichtag Es haben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Stuttgart, den 31. März 2022 Marc Zeimetz Oliver Finsterwalder Jochen Maurer Entwicklung des Anlagevermögens der PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2021
Konzernkapitalflussrechnung der PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel der PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2021A. Geschäftsmodell des Konzerns Gegenstand der PIN Partners INvestments GmbH (folgend PIN Partners) ist der Erwerb und die Beteiligung an Tochterunternehmen, insbesondere an der PIN AG, Berlin. Die PIN Partners agiert als aktive Holding und übt diese Funktion durch das Halten von Beteiligungen (Holding-Funktion) und dem gruppeninternen Erbringen von Dienstleistungen aus. Die Unternehmensgruppe der PIN Partners umfasst hierbei die PIN AG in Berlin mit ihren Tochtergesellschaften PIN IT GmbH, Berlin, PIN Logistik GmbH, Berlin, PIN Direkt GmbH, Berlin sowie ab dem Berichtsjahr die Packator GmbH, Berlin. Darüber hält die PIN AG ebenfalls ab dem Berichtsjahr eine maßgebliche Beteiligung an der mailworXs GmbH, Würzburg. PIN AG, Berlin und Tochtergesellschaften Die PIN AG ist ein alternativer Briefdienstleister auf dem Sektor Post- und Logistikdienstleistungen mit dem Schwerpunkt Briefzustellung in Berlin, der die gesamte Wertschöpfungskette (End-to-End Postversand von der Abholung bis zur Zustellung) im Berliner Raum abdeckt. Für Briefzustellungen außerhalb von Berlin bedient sich die PIN AG dem "mailalliance"-Netzwerk, einem deutschlandweit tätigen Partner-Netzwerk von alternativen Briefdienstleistern. Das Produktangebot der PIN AG umfasst Standard Briefprodukte, Werbepost, Einschreiben, Bücher und Warensendungen, Paketversand sowie Poststellenmanagement. Die Gesellschaft setzt sich aus den Unternehmensbereichen Operations, Vertrieb, IT & Prozesse, Kaufmännischer Bereich und Personalbereich zusammen. Die PIN Direkt GmbH erbringt und vermittelt Brief- und Logistikdienstleitungen. Die PIN IT GmbH ist zuständig für die Entwicklung und den Betrieb von digitalen und webbasierten Versandlösungen. Die PIN Logistik GmbH erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im Bereich des Poststellenmanagements und Kurierlogistik. Die Ende 2021 erworbene Tochter Packator GmbH betreibt eine digitale Plattform für Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen, über die insbesondere auch SameDay- sowie Terminzustellungen bundesweit angeboten werden. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die für die Unternehmensgruppe relevanten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gesetzt. Trotz andauernder Corona-Pandemie und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen konnte sich die deutsche Wirtschaft in 2021 nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen (Bericht Destatis 14. Januar 2022). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt konnte ersten Berechnungen zufolge im Jahr 2021 um 2,7% gegenüber 2020 gesteigert werden. Diese Zunahme reichte jedoch nicht, um den pandemiebedingten Rückgang des Vorjahres (-4,6%) vollständig aufzuholen. Hierbei hat sich die Wirtschaftsleistung in 2021 gegenüber dem Vorjahr in nahezu allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Bei einer durchschnittlichen Steigerung der Bruttowertschöpfung in Höhe von 2,9% in 2021 zum Vorjahr konnten die höchsten Zuwächse in den Bereichen Unternehmensdienstleistungen (+5,4%) sowie verarbeitendes Gewerbe (+4,4%) erzielt werden. Hierbei zeigte sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2021 in einem weiter schwierigen Umfeld robust. So wurde die Wirtschaftsleistung von rd. 44,9 Mio. Erwerbstätigen erbracht, was weitgehend dem Umfang der Erwerbstätigen aus dem Vorjahr entspricht. Gegenüber dem Vorkrisenniveau aus 2019 bleibt die Beschäftigung aber damit weiterhin klar zurück (-0,4 Mio. Erwerbstätige bzw. -0,8%). Die höchsten Zuwächse lagen in den Bereichen öffentliche Dienstleister sowie Information und Kommunikation. Demgegenüber kam es in den Wirtschaftsbereichen Handel, Verkehr sowie Gastgewerbe wie schon im Vorjahr zu größeren Beschäftigungsverlusten. In Summe waren mehr Erwerbstätige in 2021 sozialversicherungspflichtig beschäftigt und es wurde deutlich weniger Kurzarbeit in Anspruch genommen. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote reduzierte sich im Dezember 2021 auf 5,1% gegenüber 5,9% im Dezember 2020 (Bundesagentur für Arbeit Stand 2. März 2022). Branchenspezifische Rahmenbedingungen Neben der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland sind die branchenbezogenen Entwicklungen des deutschen Postmarktes von Bedeutung. Zu den deutschen Postmärkten gehören die Beförderung von Briefsendungen bis 1.000 Gramm (lizenzpflichtiger Briefmarkt), der Bereich Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) sowie die Zustellung von adressierten Zeitungen und Zeitschriften. Im Jahr 2020 wurden in den Märkten des Postwesens insgesamt Umsätze in Höhe von 30,5 Mrd. EUR erzielt (Tätigkeitsbericht Post 2020/2021 der Bundesnetzagentur Stand November 2021). Hierbei stieg der Umsatz im Bereich KEP um 14,2% auf 20,9 Mrd. EUR, demgegenüber sank der Umsatz im lizenzpflichtigen Briefbereich um 0,8% auf 8,1 Mrd. EUR. Für das Jahr 2021 ist mit einer positiven Entwicklung der Märkte des Postwesens insgesamt zu rechnen, wobei diese weiter durch den KEP-Bereich beflügelt wird. Die Bundesnetzagentur schätzt hierbei die Zunahme der Erlöse in 2021 auf 16,4 Mrd. EUR (+11,7%). Für den lizenzpflichtigen Briefbereich wird mit weiteren Rückgängen auf prognostiziert rd. 7,9 Mrd. EUR (-2,8%) gerechnet. Anbieterseitig wird für das Jahr 2021 erwartet, dass der Umsatzanteil im lizenzpflichtigen Briefbereich der Deutsche-Post-Gruppe weiter rückläufig war (-0,2 Mrd. EUR), und der Anteil der Wettbewerber unverändert zu 2020 bei knapp 1,2 Mrd. EUR verbleibt. Der Umsatzanteil der Deutsche-Post-Gruppe würde hierbei dann rd. 85,2% betragen, der der Wettbewerber rd. 14,8%. Bei den Sendungsmengen Gesamtmarkt wird eine Abnahme auf 12,0 Mrd. Stück für 2021 gerechnet, wobei der Anteil der Deutsche Post-Gruppe von 10,6 Mrd. Stück auf 10,2 Mrd. Stück abnehmen würde, und der Anteil der Wettbewerber konstant bei knapp 1,8 Mrd. Stück verharrt. Am 10.12.2021 genehmigte die Bundesnetzagentur der Deutsche-Post-Gruppe eine Portoerhöhung ab dem 1.1.2022 für den Standardbrief von 0,80 EUR auf 0,85 EUR. Im Jahr 2021 blieb das Porto für den Standardbrief konstant. Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Lage des Konzerns der PIN Partners wird ganz überwiegend durch die Entwicklung der operativen Einheiten der PIN AG mit ihren Tochtergesellschaften geprägt. Im lokalen Markt konnte die PIN AG auch in 2021 weiter ihre Marktstellung gegenüber der Deutschen Post AG erfolgreich sichern. Die Geschäftsbeziehungen mit den Bestandskunden wurde in 2021 erfolgreich weitergeführt, und durch Neukundengewinnungen ausgeweitet. Das Jahr 2021 war darüber hinaus von zusätzlichen Postmengen aufgrund von Wahlen sowie Info-Post zur Corona-Pandemie geprägt. Das Preisniveau im Berliner Markt liegt wettbewerbsbedingt im unteren Bereich. Auch der nationale Markt ist für die PIN AG von großer Bedeutung, da ein relativ konstant großer Anteil an Mengen im bundesweiten Versand verarbeitet wurde. Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdzustellung liegt in etwa bei 3:1. In der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, EBITDA sowie EBIT liegen die Umsatzerlöse im Ist 2021 leicht über den Erwartungen aus dem Vorjahr und damit planmäßig über dem Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer über dem Plan liegenden beförderten Briefmenge. Aufgrund der deutlich höheren Zustellmengen sowie auch aufgrund von realisierten Kosteneinsparungen konnte anstelle eines erwarteten Rückgangs im Geschäftsjahr 2021 ein deutlich über Vorjahr liegendes EBITDA realisiert werden. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Entwicklung der Abschreibungen liegt damit auch das EBIT deutlich über Vorjahr sowie über den Erwartungen für 2021. Als die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden die Zustellqualität, die Kundenzufriedenheit sowie die Mitarbeiterzufriedenheit regelmäßig verfolgt, aber nicht konkret geplant. Als Indikator der Zustellqualität wird der Zeitbedarf gemessen, den eine Sendung ab Versand benötigt, bis er die Zustelladresse erreicht hat. Hierbei wird nach Art der Sendung im Wesentlichen in Standardbrief, Dialogpost, Postzustellurkunde sowie Warensendung differenziert. Die Zustelldauer liegt je Sendungsart auf dem Niveau der Vorjahre. Die Kundenzufriedenheit wird regelmäßig alle zwei Jahre durch Kundenumfragen erhoben. Der letzte Umfragewert zeigt eine hohe allgemeine Kundenzufriedenheit auf. Auch die Mitarbeitenden werden zu Ihrer Arbeitszufriedenheit bei der PIN AG befragt, um fortlaufend eine alle Seiten zufriedenstellende Art der Zusammenarbeit realisieren zu können. Die letzte Umfrage wurde Ende 2021 initiiert, durch ein externes Institut begleitet und im ersten Quartal 2022 ausgewertet. Die Ergebnisse wurden und werden in Handlungsempfehlungen für die Geschäftsleitung und die jeweiligen Vorgesetzten überführt. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der operative Geschäftsverlauf in 2021 war einerseits von hohen Zustell-Mengen geprägt. Andererseits wurden die operativen Abläufe laufend durch Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst. Durch Anpassungen der Abläufe in den Schichtbetrieben sowie der stringenten Umsetzung von Infektions-Schutzmaßnahmen konnten die hohen Zustellmengen zuverlässig abgearbeitet werden. Vor diesem Hintergrund kann der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2021 als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Lage des Konzerns Nachfolgend werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert. Im Einzelnen zeigte sich im Konzernabschluss 2021 folgendes Bild zum 31. Dezember 2021: Vermögenslage Der Konzernabschluss zeigt die folgende Strukturbilanz:
Der Anstieg der Konzernbilanzsumme zum Vorjahr um rd. 2,7 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die Zunahme des Umlaufvermögens zurückzuführen, das durch einen planmäßigen Rückgang des Anlagevermögens teilweise kompensiert wurde. Der Rückgang des Anlagevermögens ist auf planmäßige Abschreibungen insbesondere auf immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen, die die Zugänge aus Investitionen im Jahr 2021 wie erwartet übersteigen. Darüber hinaus umfasst das Anlagevermögen technische Anlagen für die Briefsortierung, Lastenfahrräder, Zustellerbekleidung sowie Mietereinbauten. Das Umlaufvermögen umfasst ganz überwiegend die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (9,7 Mio. EUR), sonstige Vermögensgegenstände (1,2 Mio. EUR) sowie die flüssigen Mittel (7,7 Mio. EUR). Die Zunahme des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf die höheren Bankguthaben durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie einen höheren Stand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Das Eigenkapital umfasst das bilanzielle Eigenkapital unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses sowie ein langfristig zur Verfügung sowie unter Nachrang gestelltes Gesellschafterdarlehen in Höhe von rd. 4,8 Mio. EUR. Die positive Geschäftsentwicklung sowie die weit überwiegende Gewinnthesaurierung in 2021 führte zum absoluten und relativen Anstieg des wirtschaftlichen Eigenkapitals auf 30,8% der Bilanzsumme. Das langfristige Fremdkapital betrifft im Geschäftsjahr 2020 aufgenommene Bankdarlehen unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgungen. Das kurzfristige Fremdkapital betrifft im Wesentlichen die sonstigen Rückstellungen (5,3 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2,6 Mio. EUR) sowie den kurzfristigen Anteil der Bankverbindlichkeiten (2,0 Mio. EUR). Die Zunahme ist insbesondere auf die Steuerrückstellungen sowie höhere Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Finanzlage Der laufende Finanzbedarf des Geschäftsjahres 2021 wurde durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+9,3 Mio. EUR) gedeckt. Mit den zugeflossenen Mitteln wurden insbesondere die Investitionen in das Anlagevermögen finanziert (-2,5 Mio. EUR) sowie die Zahlungsverpflichtungen aus planmäßigen Tilgungen von Fremdkapital (-2,0 Mio. EUR) und deren Zinsen (-1,1 Mio. EUR) bedient. Darüber hinaus von Kreditinstituten zur Verfügung stehende Kontokorrentlinien zur Finanzierung der operativen Tätigkeit mussten im Laufe des Geschäftsjahres 2021 nicht in Anspruch genommen werden. Mit den bestehenden Bankdarlehen sowie zur Verfügung gestellter Kreditlinien ist die Unternehmensgruppe langfristig durchfinanziert. Das langfristig gebundene Vermögen in Form des Anlagevermögens ist unter Berücksichtigung des langfristig zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen Eigenkapitals sowie des langfristigen Fremdkapitals vollständig finanziert. Ertragslage Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2021 die folgende Struktur auf:
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 im Konzern gliedern sich wie folgt auf:
Die Materialaufwendungen stehen in direkter Relation zu den beförderten Briefmengen, liegen jedoch aufgrund der Mengen- und Preisstruktur der Absatzmengen im Wesentlichen auf Planniveau. Auch der Personalaufwand konnte durch gezielte Steuerung der Kapazitäten im Wesentlichen auf Planansatz gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2021 waren im Konzern der PIN Partners durchschnittlich 1.370 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon entfällt der weit überwiegende Teil auf die PIN AG mit 1.243 Mitarbeitern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2021 betreffen ganz überwiegend operative Aufwendungen, wohingegen im Vorjahr zu Teilen auch einmalige Aufwendungen angefallen sind, die mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs im Geschäftsjahr 2020 angefallen sind (Transaktionskosten). Die Abschreibungen sind stark geprägt von planmäßigen Abschreibungen aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung neu bewerteten Vermögensgegenständen sowie des Geschäfts oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Im Gesamtergebnis konnte durch die Umsatzentwicklung sowie der Entwicklung der operativen Aufwendungen ein operatives EBITDA über dem Planansatz realisiert werden. Hierbei sind im Vorjahr Transaktionskosten in Höhe von 0,7 Mio. EUR bereinigt worden, denen im Geschäftsjahr 2021 keine vergleichbaren einmaligen Aufwendungen gegenüberstehen. C. Risikobericht Umfeldrisiken Aufgrund der Korrelation zwischen der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und dem Konsumverhalten besteht grundsätzlich die Gefahr von Erlösrückgängen aus Brief- und Paketzustellungen bei einer negativen Entwicklung der Wirtschaft. Diese Erlösrückgänge können gegebenenfalls nicht in jedem Szenario in vollem Umfang kurzfristig durch Kosteneinsparungen kompensiert werden, sodass sich hieraus das grundsätzliche Risiko einer Ertragsentwicklung unter Plan ergeben kann. Diesem Risiko wird insbesondere durch eine enge Steuerung der Personalkapazitäten begegnet. Mit der Ausbreitung des Corona-Virus und der damit einhergehenden, zur Eindämmung erlassenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch den Gesetzgeber ist ein neuartiger, exogener Schock eingetreten, der sich während der Gültigkeit der Einschränkungen auf die Mengen an Briefsendungen auswirken kann. Dies könnte zu rückläufigen Umsatzerlösen führen. Darüber hinaus können vermehrte Infektionsfälle zu erheblichen Störungen im laufenden Geschäftsbetrieb führen. Zur Abmilderung der Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage sind umfassend Gegensteuerungsmaßnahmen ausgearbeitet worden, die je nach Umfang der Auswirkungen zum Einsatz gebracht werden. Darüber hinaus wurden organisatorische Abläufe umgestellt, um potenzielle Infektionsrisiken so gering wie möglich zu halten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft als Briefdienstleistungsunternehmen als systemrelevanter Infrastrukturbetrieb eingestuft wurde, und damit auch zu Zeiten von Ausgangssperren und Betriebsschließungen weiterarbeiten darf. Branchenrisiken Die kurz- und mittelfristige Ertragskraft des Konzerns wird auch stark vom Markt- und Wettbewerbsverhalten der Deutsche Post AG abhängig sein. Insbesondere die Preispolitik des marktbeherrschenden Unternehmens setzt die Rahmenbedingungen, unter welchen sich die Unternehmensgruppe und der Markt entfalten kann. Die fortschreitende Digitalisierung und damit einhergehender Änderung von Abläufen und Gewohnheiten sowohl in Unternehmen und Behörden als auch in der Bevölkerung kann zu einem Rückgang der zu befördernden Briefmengen führen. Hiermit gehen grundsätzlich rückläufige Erlöse aus Postdienstleistungen einher. Diesem Risiko wird insbesondere durch die Ausweitung der Produkte und angebotener Dienstleistungen begegnet. Die Zustelldienstleistungen werden durch angestelltes Personal erbracht und sind damit personalintensiv. Grundsätzlich steigende Gehälter, aber auch indirekt die Gehaltsentwicklungen in der Branche führen zu steigenden Personalaufwendungen, die zu Planabweichungen im Ergebnis führen können. Diesem Risiko wird durch eine stringente Planung und Steuerung der Personalkapazitäten sowie durch laufende Optimierungen der Zustellrouten sowie der Prozesse begegnet. Darüber hinaus ist die Situation am ersten Arbeitsmarkt eine reglementierende Marktgröße. Die Unternehmen innerhalb der relevanten Branchen konkurrieren um Mitarbeiter. Dem Risiko fehlender Mitarbeiter für die Zustelldienstleistungen ist neben Gehaltsaspekten insbesondere durch arbeitskulturelle Aspekte zur Mitarbeiterbindung zu begegnen. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken können sich grundsätzlich aus der Liquiditätsentwicklung in Abhängigkeit von der Erlösentwicklung ergeben. Dem Liquiditätsrisiko wurde durch Abschluss einer
längerfristigen Finanzierungsvereinbarung mit
kreditgebenden Banken begegnet, sodass die Fähigkeit,
vorhandenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu
können, jederzeit sichergestellt ist. Der
Kreditvertrag enthält mit wirtschaftlichen
Eigenmittelquoten und
Mögliche weitere Risiken können sich aus Forderungsausfällen ergeben. Das eingerichtete Mahnverfahren sichert weitgehend eine frühzeitige Erkennung von Ausfallrisiken. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen erfolgt nach Beurteilung der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden und sonstiger vorhandener Informationen. In 2021 mussten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen trotz potentieller Auswirkungen aus der weiter anhaltenden Corona-Pandemie nur in sehr geringem Umfang gebildet werden. Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf Finanzinstrumente Wichtige Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen. Die Begrenzung von Liquiditätsrisiken erfolgt durch eine 12-Monats-Liquiditätsplanung und eine rollierende Dreimonats-Forecast-Prognose. Die Liquiditätsplanung und der Risikomanagementprozess für Finanzinstrumente versetzen die Geschäftsführung in die Lage Risiken frühzeitig zu erkennen, in der Gesamtheit zu analysieren und daraus resultierende risikobezogene Maßnahmen für die Gestaltung der Geschäftspolitik zu definieren. Ein Währungsrisiko besteht aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit im eigenen Währungsraum nicht. Finanzderivate kommen im Konzern nicht zum Einsatz. Gesamtaussage zur Risikosituation Die Entwicklung der Unternehmensgruppe wird im Hinblick auf die Erreichung der individuellen Zielvorgaben sowie auch im Hinblick auf die Gesamtunternehmensziele des Konzerns durch vorgegebene Berichtsinhalte durch das Controlling überwacht. Grundlagen hierfür sind Planung-, Informations- und Kontrollsysteme auf Ebene der operativen Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Hierbei wird monatlich, und gegebenenfalls auch ad hoc, über bestehende oder neu eintretende Risiken berichtet, um im Bedarfsfall notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Die gesamte Risikolage kann als ausgewogen bezeichnet werden. Es bestehen aus Sicht der Vorstände der PIN AG sowie auch aus Sicht der Gesamtkonzerngeschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Mit dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sowie auch der politisch geforderten Einführung eines Mindestlohns von 12,00 EUR muss jedoch damit gerechnet werden, dass rückläufige Sendungsmengen im Laufe des Jahres 2022 sowie zusätzliche Personalaufwendungen zu Abweichungen vom geplanten Jahresergebnis führen. D. Chancenbericht Umfeldbezogene Chancen Die Abhängigkeit des Konsumverhaltens insbesondere von der konjunkturellen Entwicklung bietet auch Chancen im Falle einer über den Erwartungen liegenden positiven Wirtschaftsentwicklung. Zunehmende Zustellmengen werden sich positiv auf das Ergebnis des Konzerns auswirken. Branchenbezogene Chancen Die Preispolitik sowie die Restriktionen und Reglementierungen der Deutschen Post AG (als marktbeherrschendem Unternehmen) bieten auch Chancen für unseren Unternehmensgruppe. Genehmigte Preiserhöhungen der Deutschen Post AG eröffnen auch für die Preisgestaltungen der PIN AG zusätzlichen Spielraum, um steigenden Kosten begegnen und damit positive Effekte auf das Jahresergebnis über den Planansatz hinaus erzielen zu können. Durch regulatorische Maßnahmen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes könnten wettbewerbswidrige Rabattmaßnahmen der Deutschen Post AG unterbunden werden und so ein chancengleicher und funktionierender Markt erreicht werden. Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens verstärken den Digitalisierungstrend nachhaltig. Dies zeigt sich an deutlich steigenden Paketzustellungen, da die Bevölkerung weiter zunehmend Online-Einkäufe tätigt. Dies führt zu zusätzlichen Erlösen aus Paketzustellungen und damit auf das Unternehmensergebnis. Aus der Entwicklung neuer Produkte sowie einer verstärkten Ausrichtung auch auf die zunehmende Digitalisierung werden Chancen gesehen, vorhandene Erlöse weiter abzusichern sowie auszubauen. Dies betrifft insbesondere den hybriden Briefversand. E. Prognosebericht Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensentwicklung werden insbesondere von der erwarteten Entwicklung in Deutschland gesetzt. Die Bundesregierung sieht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2022, vom 26.1.2022, für 2022 für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein Wachstum des BIP in Höhe von 3,6%, und erwartet damit, dass der pandemiebedingte Einbruch in 2021 von - 4,6% durch das Wachstum in 2021 sowie der erwarteten Entwicklung in 2022 bis Ende 2022 vollständig ausgeglichen sein wird. Mit einer Pressemitteilung vom 16.3.2022 zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz darauf hingewiesen, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine substanzielle Risiken für die deutsche Konjunktur birgt, deren Auswirkungen sich aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös beziffern lassen. Diese sind abhängig von Dauer und Intensität des Konflikts. Sichtbar werden schon Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffpreise sowie Beeinträchtigungen von Handelsströmen sowie Lieferketten. Die Auswirkungen auf den deutschen Postmarkt sind hierbei noch nicht greifbar. Für die Planungen für das Geschäftsjahr 2022 wurden keine weiteren positiven oder negativen Sondereffekte durch Covid-19 oder den Krieg in der Ukraine unterstellt. Mit Blick auf die Umsatzerlöse wird für das Jahr 2022 aufgrund höherer regionaler Mengen sowie Wachstum des eBrief-Segments und im Versandhandel bei nur geringem Preissteigerungspotential mit einem leichten Umsatzwachstum gerechnet. Mit Blick auf das operative Ergebnis vor und nach Abschreibungen wird weiter mit positiven Ergebnissen gerechnet. Aufgrund von erwarteten Kostensteigerungen in den bezogenen Leistungen und im Personalbereich sowie erwarteter Instandhaltungsmaßnahmen wird für 2022 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 ein Rückgang des operativen EBITDA auf eine Größenordnung im mittleren einstelligen Mio-Bereich sowie einem entsprechend geringerem operativen EBIT ausgegangen.
Stuttgart, den 31. März 2022 Marc Zeimetz Oliver Finsterwalder Jochen Maurer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PIN Partners INvestments GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 18. Mai 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Karina Frille, Wirtschaftsprüferin Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer Feststellungen der Jahresabschlüsse der PIN Partners INvestments GmbH zum 31.12.2021 Die Gesellschafter der PIN Partners INvestments GmbH haben mit einem Gesellschafterbeschluss im Umlaufverfahren am 23. Mai 2022 den Einzelabschluss der PIN Partners INvestments GmbH zum 31.12.2021 festgestellt, den Konzernabschluss der der PIN Partners INvestments GmbH zum 31.12.2021 gebilligt sowie der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. |
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