Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
YOURCAREERGROUP GmbHLiquidiert
Völklinger Straße 1, 40219 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axel Springer SEBerlinGeschäftsbericht 2018Konzern-Kennzahlen
1) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der
retrospektiven Anwendung von IFRS 15, vgl. Anhang zum
Konzernabschluss, Ziffer 3(o).
VorwortLiebe Aktionäre ! das Jahr 2018 begann mit einer besonders schönen Nachricht. Nach mehr als einem Jahr in türkischer Haft, einen großen Teil davon in Einzelhaft, unschuldig und ohne Anklageschrift, kam der WELT-Korrespondent Deniz Yücel im Februar endlich frei. Allerdings wichen unsere große Freude und Erleichterung darüber schon wenige Tage später Trauer und Entsetzen: Der für das zu Ringier Axel Springer Slovakia gehörende Nachrichtenportal aktuality.sk tätige Investigativ-Journalist Ján Kuciak und seine Lebensgefährtin wurden grausam ermordet. Wahrscheinlich ausschließlich aufgrund seiner kritischen Recherchen. Diese Fälle zeigen, wie notwendig die tägliche Verteidigung des Rechtsstaats, die Verteidigung der Freiheit sind. Und sie machen auf schreckliche Weise deutlich, wie wichtig die Arbeit unserer Journalisten ist. Als Unternehmen tun wir alles, um unsere Journalisten zu schützen und ihre Arbeit zu stärken. Wirtschaftlich steht Axel Springer glänzend da. Für das vergangene Jahr hatten wir uns vorgenommen, den eingeschlagenen Kurs zu halten und weiter zu beschreiten. Konkret damit verbundene Vorhaben waren:
Diese Ziele haben wir allesamt erreicht. Zunächst einmal ist es uns gelungen, unsere Prognose für das vergangene Geschäftsjahr zu erfüllen. Der Umsatz stieg um 4,1 % auf € 3,2 Mrd., das bereinigte EBITDA um 14,3% auf € 737,9 Mio. und das bereinigte Ergebnis pro Aktie um 5,1% auf € 2,73. Axel Springer ist ein digitales Unternehmen. Mittlerweile stammen 70,6% des Umsatzes und 84,3% des bereinigten EBITDA aus digitalen Aktivitäten. Die Erlöse aus digitalen Aktivitäten wuchsen organisch um 9,6%. Diesen erfolgreichen Weg werden wir fortsetzen. Das Segment Classifieds Media entwickelte sich weiterhin hervorragend. Wesentlicher Treiber sind die Jobportale der StepStone-Gruppe, die vor allem in Kontinentaleuropa erfreulich gewachsen sind. Das organische Umsatzwachstum im Jobs-Segment lag mit knapp 17 % auf einem ähnlichen hohen Wert wie im Vorjahr. In Großbritannien haben die zu StepStone gehörenden führenden Jobboards Totaljobs und Jobsite eine enge Kooperation gestartet. Kunden können nun von der gebündelten Reichweite der beiden für sich genommen schon starken Job-Plattformen profitieren. Ein gutes Beispiel wie unsere Marken voneinander profitieren können. Insgesamt investiert StepStone stark in die Marke, den Traffic sowie in Produkte und Technologie, um seine starken Marktpositionen weiter auszubauen. Der Bereich Real Estate hat sich im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls ausgezeichnet entwickelt. Im Januar 2018 wurde die Übernahme von Logic-Immo genehmigt. Das erfolgreiche französische Immobilienportal wird nun mit SeLoger zusammengeführt, erste Integrationsschritte sind im Jahr 2018 bereits erfolgreich vollzogen worden. Gemeinsam nehmen die beiden Portale eine starke Position im französischen Immobilienrubrikenmarkt ein. Auch aus dem deutschen Markt gibt es gute Nachrichten: Immowelt ist es gelungen, ein Jahr früher als geplant, das Margenziel von 40% EBITDA-Rendite zu erreichen. Darüber hinaus sind wir nun auch im Bereich der transaktionsbasierten digitalen Immobilienplattformen tätig. Im ersten Schritt durch die Beteiligung am Innovationsführer Purplebricks, im zweiten Schritt durch den Erwerb von Anteilen an Homeday, dies wiederum in strategischer Partnerschaft mit Purplebricks. Das zeigt: Auch im Bereich Real Estate geben wir uns mit dem Erreichten nicht zufrieden, sondern investieren in weiteres Wachstumspotenzial. Im Segment News Media ist es uns wie angekündigt gelungen, das bereinigte EBITDA trotz der strukturellen Herausforderungen stabil zu halten. Bei unseren traditionellen Kernmarken BILD und WELT haben wir im Jahr 2018 einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht: Mittlerweile verzeichnen beide Titel zusammengenommen über eine halbe Million zahlende Kunden für digitale Abonnements. BILDplus ist dabei das größte journalistische Paid Content-Angebot in Kontinentaleuropa und steht weltweit auf dem 5. Platz. Das zeigt, dass der von uns eingeschlagene Weg, auf digitale Bezahlangebote zu setzen, richtig ist. Ebenfalls besonders erfreulich: Die Erfolgsgeschichte von Business Insider geht weiter. Nach einem extrem starken Vorjahr erzielte Insider Inc., wie das Unternehmen jetzt heißt, auch im vergangenen Geschäftsjahr ein sehr gutes Wachstum. Das durchschnittliche Wachstum pro Jahr seit dem Erwerb von Business Insider im Jahr 2015 liegt bei 33% und ist damit höher als zum Zeitpunkt der Akquisition erwartet. Zudem gelingt es uns zunehmend, die Erlösströme zu diversifizieren. Und nicht zuletzt hat das Unternehmen wie angestrebt im vergangenen Jahr den Break-even erreicht. Daneben sind wir auch mit der Entwicklung von upday, dem speziell für Samsung-Geräte entwickelten News-Aggregator, sehr zufrieden. upday wächst konstant, die Reichweite ist herausragend und für 2019 haben wir uns vorgenommen, den Break-even zu erreichen. In Zukunft konzentrieren wir uns voll auf unsere beiden Standbeine, die Segmente Classifieds Media einerseits und News Media andererseits. In diesem Sinne haben wir im Bereich Marketing Media im Jahr 2018 bereits den Verkauf von aufeminin vollzogen. Dabei ist es uns gelungen, einen sehr attraktiven Kaufpreis zu erzielen. Gleichzeitig haben wir damit begonnen, die Kooperation zwischen idealo und dem Bereich News Media zu stärken. Die Schnittmengen sind groß. Eine stärkere Kooperation mit den News-Angeboten wird es uns ermöglichen, das Geschäft von idealo zu stärken und weiter auszubauen. Der Bereich Technologie und Daten wird immer wichtiger. Daher kümmert sich seit dem vergangenen Jahr mit Dr. Stephanie Caspar ein Vorstand um dieses Thema und treibt es mit aller Kraft voran. Mit Ablauf der kommenden Hauptversammlung scheidet unser langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender, Dr. Giuseppe Vita, aus dem Gremium aus, dem er seit 2001 angehört, seit 2002 als Vorsitzender. Ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Aufsichtsratsvorsitzender. Ursprünglich branchenfremd, aber von Beginn an ein exzellenter Kenner der Materie, der die Sensibilitäten der Medienwelt intuitiv erspürt und in seinem Denken und Handeln berücksichtigt hat. Und zugleich immer ausschließlich sachbezogen gehandelt hat, mit Ruhe, Souveränität und einem gewaltigen Erfahrungsschatz. Das Unternehmen hat er durch wichtige Jahre der Transformation begleitet. Für sein Wirken, seinen Einsatz und seinen klugen und weitsichtigen Rat ist der Vorstand ihm sehr dankbar. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in uns.
Ihr Mathias Döpfner VorstandDr. Mathias DöpfnerVorstandsvorsitzender *1963, Journalist. Berufliche Stationen: Frankfurter Allgemeine Zeitung; Gruner+Jahr; Chefredakteur Wochenpost, Hamburger Morgenpost und DIE WELT. Seit 2000 im Vorstand, seit 2002 Vorstandsvorsitzender. Jan BayerVorstand News Media International *1970, Diplom-Medienwissenschaftler. Berufliche Stationen: Süddeutsche Zeitung; Verlagsleiter Volksstimme, Magdeburg; Verlagsleiter Süddeutsche Zeitung; Vorsitzender der Verlagsgeschäftsführung WELT-Gruppe. Seit 2012 im Vorstand. Dr. Stephanie CasparVorstand News Media National & Technology *1973, Diplom-Kauffrau. Berufliche Stationen: Engagement Manager McKinsey; Director Consumer Categories und Director Strategy eBay; Member of the Management Team/Leiterin UX Immobilien Scout; Gründerin und CEO Mirapodo; Geschäftsführerin WeltN24; Geschäftsführerin Spring GmbH. Seit 2018 im Vorstand. Dr. Julian DeutzVorstand Finanzen und Personal *1968, Diplom-Kaufmann. Berufliche Stationen: OC&C Strategy Consultants; Leiter M+A/Investor Relations Pixelpark AG; CFO Venturepark AG; CFO Steilmann-Gruppe; CFO Axel Springer International; Leiter Konzerncontrolling/Konzernentwicklung Axel Springer SE. Seit 2014 im Vorstand. Dr. Andreas WieleVorstand Classifieds Media *1962, Jurist. Berufliche Stationen: Redakteur Hamburger Morgenpost; Verlagsleiter Capital und Geo, Gruner+Jahr, Paris; Executive Vice President und Chief Operating Officer Gruner+Jahr USA Publishing, New York. Seit 2000 im Vorstand. Die Axel-Springer-AktieBörsenjahr 2018Die Börsen blicken auf ein schwieriges Jahr zurück. Der deutsche Leitindex DAX (Kursindex) schloss das Berichtsjahr mit einem Rückgang von 20,6% ab, der MDAX (Kursindex), in dem auch die Axel-Springer-Aktie enthalten ist, büßte 19,6% ein. Der europäische Medienbranchenindex DJ EuroStoxx Media lag zum Jahresende um 8,1% unter seinem Vorjahresschlusskurs. Der Wert der Axel-Springer-Aktie ging im Gesamtjahr um 24,2 % zurück und zeigte somit eine Entwicklung unterhalb der genannten Vergleichsindizes. Die Marktkapitalisierung lag am Jahresende 2018 bei rund € 5,3 Mrd. Angaben zur Aktie 1)
1) Kursangaben basierend auf
XETRA-Schlusskursen.
Kursentwicklung Axel-Springer-Aktie in €
1) Indiziert auf den Schlusskurs der
Axel-Springer-Aktie zum 31. Dezember 2017.
AnalystencoverageDie Zahl der Analysten, die Bewertungen zu unserer Aktie veröffentlichen, ist im Geschäftsjahr 2018 von 18 auf 16 zurückgegangen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses empfehlen neun Broker unsere Aktie zum Kauf, sechs stufen sie mit "halten/neutral" ein und ein Analystenhaus empfiehlt unsere Aktie zum Verkauf. Die jeweils aktuellen Empfehlungen und Kursziele finden Sie auf unserer Internetseite www.axelspringer.com im Bereich "Investor Relations". Investor RelationsDas Management und das Investor-Relations-Team haben das Unternehmen und seine Strategie an insgesamt 21 Tagen auf Investorenkonferenzen und Roadshows in Europa und in den USA präsentiert. Darüber hinaus standen wir das ganze Jahr über in zahlreichen Gesprächen und Telefonkonferenzen in regelmäßigem Dialog mit Investoren, Analysten und anderen Kapitalmarktteilnehmern. Die Telefonkonferenzen zur Veröffentlichung der Finanzberichte wurden wie gewohnt als Audio-Webcast live im Internet übertragen und stehen auch weiterhin auf unserer Internetseite zur Verfügung. Am 12. Dezember 2018 fand unser insgesamt elfter Kapitalmarkttag statt, zu dem wir Analysten, institutionelle Investoren sowie Bankenvertreter nach London eingeladen hatten. Die Veranstaltung wurde live als Video-Webcast übertragen und kann zusammen mit den gezeigten Präsentationen online unter go.axelspringer.com/cmd_2018 abgerufen werden. AktionärsstrukturWerte gerundet
Stand: Dezember 2018
1 Gesellschaft im Alleinbesitz von Frau Dr. h.c.
Frieder Springer
HauptversammlungAm 18. April 2018 fand in Berlin die ordentliche Hauptversammlung der Axel Springer SE statt. Rund 460 Aktionäre bzw. 89,1 % des stimmberechtigten Kapitals nahmen daran teil. Alle zur Abstimmung gestellten Beschlussvorschläge - darunter auch der Vorschlag zur Anhebung der Dividende um 5,3% auf € 2,00 (Vj.: € 1,90) je dividendenberechtigter Aktie - wurden mit Mehrheiten von mindestens 83,1 % angenommen. Bezogen auf den Jahresschlusskurs 2017 erzielte unsere Aktie eine Dividendenrendite von 3,1%. Insgesamt wurden € 215,8 Mio. (Vj.: € 205,0 Mio.) an unsere Aktionäre ausgeschüttet. AktienbeteiligungsprogrammDas im Jahr 2017 neu eingeführte Aktienbeteiligungsprogramm für Mitarbeiter startete zunächst mit einer sechsmonatigen Pilotphase für die Axel Springer SE und alle 100%-igen (Tochter-)Gesellschaften in den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Belgien. Seit Januar 2018 findet das Programm mit der regulären Teilnahmezeit von zwölf Monaten statt. Berechtigte Mitarbeiter legen einen Betrag ihres Grundgehalts fest, mit dem monatlich die entsprechende Anzahl an Aktien erworben wird. Am Ende des Jahres erhalten die Mitarbeiter einen in Aktien gewährten Zuschuss in Höhe von 30 % des gewandelten Grundgehalts. Die anschließende Haltefrist beträgt zwei Jahre. Angaben zur Notierung
Zusammengefasster LageberichtGeschäfts- und Ertragsentwicklung im Jahr 2018 auf einen BlickAxel Springer blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Die im März 2018 für den Konzern veröffentlichte und im Laufe des Jahres teilweise angepasste Prognose wurde erfüllt (s. Seite 63). Im Berichtsjahr lagen die Umsatzerlöse mit € 3.180,7 Mio. um 4,1 % über dem Vorjahreswert (€ 3.055,5 Mio.). Sowohl der Wert im Berichtszeitraum als auch der entsprechende Vorjahreswert berücksichtigen die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zur Umsatzrealisierung IFRS 15 (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). Der wesentliche Teil des Wachstums ist auf die gute operative Entwicklung zurückzuführen. Ergänzend trugen auch Konsolidierungseffekte dazu bei, während sich Währungseffekte in Summe negativ auswirkten. Organisch, d. h. bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte, lagen die Umsatzerlöse 3,8% über dem Vorjahr. Das Wachstum wurde erneut durch die Aktivitäten im Segment Classifieds Media getragen. Insgesamt erzielte Axel Springer 2018 70,6% der Umsatzerlöse im digitalen Bereich. Das bereinigte EBITDA lag mit € 737,9 Mio. um 14,3% über dem Vorjahr (€ 645,8 Mio.). Die Rendite stieg von 21,1 % auf 23,2 %. Der Ergebnisanstieg war vor allem auf die operative Verbesserung im Segment Classifieds Media zurückzuführen. Zusätzlich wirkte sich auch die seit Januar 2018 erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)) positiv aus. Organisch, also bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte sowie um Effekte aus IFRS 16, stieg das bereinigte EBITDA um 8,5 %. Insgesamt erwirtschafteten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 84,3 % des EBITDA mit digitalen Aktivitäten. Das bereinigte EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % auf € 527,9 Mio. (Vj.: € 504,0 Mio.). Der gegenüber dem EBITDA geringere Anstieg resultierte aus den insbesondere durch die Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 erhöhten Abschreibungen. Organisch stieg das bereinigte EBIT um 6,4 %. Die Rendite lag mit 16,6 % auf dem Niveau des Vorjahres (16,5%). Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten lag mit € 2,73 um 5,1% über dem Vorjahreswert von € 2,60. Organisch stieg das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 8,3% noch etwas stärker. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 17. April 2019 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 2,10 (Vj.: € 2,00) je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Ausblick 2019Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir im Konzern mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Organisch gehen wir von einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für das bereinigte EBITDA erwarten wir ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Das organische Wachstum des bereinigten EBITDA sollte im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Für das bereinigte EBIT erwarten wir aufgrund erhöhter Abschreibungen einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich, organisch einen Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Wir erwarten, dass sich die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie zwischen einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen wird. Für die organische Entwicklung gehen wir von einem Anstieg im einstelligen Prozentbereich aus. Detaillierte Informationen zur Prognose s. Seite 65. VorbemerkungenDer Lagebericht der Axel Springer SE und der Konzernlagebericht sind zusammengefasst. Die in diesem zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Informationen betreffen die wirtschaftliche Lage und die Geschäftsentwicklung des Axel Springer Konzerns. Diese gelten im Wesentlichen auch für die Axel Springer SE. Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Lage des Mutterunternehmens Axel Springer SE sind in einem separaten Kapitel auf Seite 43 aufgeführt. Zu den Erläuterungen der verwendeten Leistungskennzahlen sowie zu den Bereinigungen unserer Ergebniskennzahlen verweisen wir auf Seite 37 f. des zusammengefassten Lageberichts sowie auf den Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer (31). Im Geschäftsjahr 2018 haben sich Änderungen aus der erstmaligen Anwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ergeben. Zu den Erläuterungen der Änderungen aufgrund der neuen Rechnungslegungsstandards verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o). Grundlagen des KonzernsZuordnung in Segmenten
GeschäftsmodellAxel Springer ist ein führender digitaler Verlag mit den Schwerpunkten: digitale Rubrikenangebote und Journalismus. 70,6 % der Umsatzerlöse und 84,3 % des bereinigten EBITDA werden durch digitale Aktivitäten erwirtschaftet. Axel Springer betreibt eines der weltweit größten Portfolios digitaler Rubrikenangebote. Diese Angebote, insbesondere im Bereich der Stellen- und Immobilienanzeigen, sind wirtschaftlich betrachtet die wichtigste Säule im Konzern. Daneben umfassen die Angebote im Segment News Media ein breites Portfolio erfolgreicher Marken wie die der BILD- und WELT-Gruppe in Deutschland oder Insider Inc. in den USA. Im Segment Marketing Media sind die Geschäfte gebündelt, deren Erlöse überwiegend durch reichweiten- bzw. performancebasierte Werbeformen generiert werden. Rechtliche Konzernstruktur, StandorteDie Axel Springer SE, oberste Führungsgesellschaft des Axel Springer Konzerns, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin. Daneben sind wir an weiteren Standorten in Deutschland vertreten. Hinzu kommen zahlreiche Gesellschaften im Ausland. Die konsolidierten Beteiligungen des Konzerns werden im Anhang unter Ziffer (41) dargestellt. Segmente des Axel Springer KonzernsDas Geschäft von Axel Springer ist in drei operativen Segmenten gebündelt: Classifieds Media, News Media und Marketing Media. Hinzu kommt das Segment Services/Holding. Classifieds MediaIm Segment Classifieds Media sind alle Geschäftsmodelle zusammengefasst, die ihre Erlöse überwiegend dadurch erzielen, dass Werbekunden für das Inserieren von Jobs, Immobilien, Autos usw. zahlen. Portfolio und Marktposition Axel Springer hat in den vergangenen zehn Jahren eines der weltweit größten Portfolios führender Online-Rubrikenportale aufgebaut. Die Aktivitäten des Segments Classifieds Media sind in drei Bereiche gegliedert: Jobs, Immobilien sowie Generalisten/Sonstige. Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die wesentlichen Marken im Classifieds Media Portfolio. Portfolio Classifieds Media
Die Aktivitäten im Bereich Jobs sind zentral unter der Leitung von StepStone Deutschland organisiert und realisieren so innerhalb der Jobs-Gruppe Synergien. Beispiele hierfür sind neue Produkte und Angebote, die allen Gesellschaften im Bereich der Jobs Classifieds zur Verfügung gestellt werden, sowie die Koordination von Entwicklungsvorhaben. Zurzeit wird mit der Aviv Group daneben eine gemeinsame Gruppe für die Aktivitäten im Bereich der Immobilien sowie der Generalisten/Sonstige errichtet (ausgenommen: @Leisure). Über die einzelnen beteiligten Gesellschaften hinweg wird damit eine langfristige Strategie für die Entwicklung von rein listingbasierten zu stärker transaktionsbasierten Marktplätzen verfolgt. Dies schließt in der Umsetzung die gemeinsame Entwicklung von neuen Produkten genauso ein wie die Hebung von Effizienzen durch z. B. den Austausch von bereits bestehenden technischen Komponenten oder Algorithmen. Der Bereich Jobs umfasst mit der StepStone-Gruppe und deren Tochterunternehmen das führende Unternehmen unter den privaten Jobbörsen in Deutschland, Großbritannien, Irland und Südafrika sowie weiteren Ländern. Mit seinen insbesondere auf Fach- und Führungskräfte spezialisierten Portalen liefert StepStone in Deutschland laut dem Marktforschungsinstitut TNS rund zweieinhalb Mal mehr Bewerbungen pro Anzeige als der nächste Wettbewerber. Auch die Totaljobs Group und die Jobsite Group, zu denen neben den generalistischen Hauptmarken unter anderem auch die Spezialistenportale Caterer.com, CWJobs.co.uk, CityJobs.com und eMedcareers.com gehören, liefern in Großbritannien gemeinsam deutlich mehr Bewerbungen als ihre Wettbewerber. Im Bereich Immobilien ist Axel Springer mit SeLoger und Logic-Immo in Frankreich und mit Immoweb in Belgien der führende Anbieter. SeLoger ist das größte Unternehmen in Frankreich im Bereich der spezialisierten Immobilien-Rubrikenangebote und konnte seinen durchschnittlichen Umsatz pro Makler durch preisliche Maßnahmen sowie eine Ausweitung seines Angebots in den letzten Jahren kontinuierlich steigern und erreichte im Jahr 2018 einen Wert von durchschnittlich € 765 (Vj.: € 724) pro Monat. Zum Portfolio von SeLoger gehören auch einige hochspezialisierte Nischenportale wie z. B. belles-demeures.com für Luxusimmobilien. Seit dem ersten Quartal 2018 gehört auch Logic-Immo.com zum Portfolio (s. Seite 26). In Belgien erzielte Immoweb einen durchschnittlichen Umsatz pro Makler in Höhe von € 541 pro Monat (Vj.: € 514). Der Bereich Immobilien umfasst außerdem die deutsche Immowelt-Gruppe, die aus der Zusammenlegung von Immowelt und Immonet entstanden ist und die klare Nummer zwei der deutschen Immobilienportale darstellt. Im Jahr 2018 wurde die Migration der Kunden auf das DUO-Angebot, welches Maklern ermöglicht, ihre Objekte auf beiden Portalen zu platzieren, abgeschlossen. Im Laufe des Jahres wurden in einem weiteren Schritt vermehrt Kunden mit höheren Anzeigenvolumen in den Fokus der Vermarktung gestellt. Dadurch wurde insgesamt ein weiterer deutlicher Anstieg des durchschnittlichen Umsatzes pro Makler erzielt. Dieser lag 2018 bei durchschnittlich € 332 pro Monat (Vj.: € 294). Zum Bereich Generalisten/Sonstige gehört Car&Boat Media mit Sitz in Paris. Das Unternehmen betreibt mit LaCentrale das führende Spezialisten-Rubrikenportal für Gebrauchtwagen in Frankreich sowie weitere Portale in den Themenfeldern Automobile und Boote. Car&Boat Media erreichte im Jahr 2018 einen durchschnittlichen Umsatz pro Händler in Höhe von € 454 je Monat (Vj.: € 410). Zur Yad2-Gruppe zählen das führende Generalisten-Rubrikenportal in Israel für Immobilien-, Auto- und Kleinanzeigen sowie eine führende Jobbörse (Drushim). Ebenfalls zum Bereich gehört @Leisure, ein führender Betreiber von Online-Vermittlungsportalen für Ferienimmobilien. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Amsterdam umfasst unter anderem das Portal Belvilla sowie das Unternehmen Traum-Ferienwohnungen und die DanCenter-Gruppe (zuvor Land & Leisure-Gruppe), die unter anderem das Portal DanCenter betreibt. Geschäftsmodell und EinflussfaktorenDie Angebote im Segment Classifieds Media erzielen Erlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Rubrikenanzeigen. Unternehmen zahlen für das Schalten von Stellenanzeigen, Makler für das Inserieren von Immobilien oder Autohändler für das Veröffentlichen von AutoAnnoncen einen bestimmten Preis pro Anzeige. Zusätzlich werden Erlöse durch die Zuführung von qualifizierten Kontakten bzw. Interessenten (Lead-Generierung), die Vermarktung von Online-Werbeplätzen und Kooperationen sowie durch die Bereitstellung von Softwarefunktionalitäten für Kunden erzielt. Langfristige Wachstumstreiber sind unter anderem die weiterhin andauernde Verlagerung von Kleinanzeigen ins Internet, die Gewinnung neuer Kunden und die Erweiterung des Produktangebots z. B. im Bereich der Lead-Generierung. Darüber hinaus wird die Geschäftsentwicklung maßgeblich durch das konjunkturelle Umfeld in den jeweiligen Marktsegmenten, die Marktposition in dem jeweiligen Segment sowie durch das Online-Nutzungsverhalten der Inserenten und der Suchenden bestimmt. Im Bereich Jobs werden Anzeigen an Stellenanbieter verkauft sowie Zugänge zu den Online-Lebenslaufdatenbanken der jeweiligen Portale angeboten, in denen die Stellenanbieter aktiv nach passenden Kandidaten suchen können. Die Immobilienportale erzielen ihre Erlöse in erster Linie aus dem Verkauf von Anzeigen- und Werbeplätzen an Makler, Projektentwickler, Wohnungsbaugesellschaften oder Privatpersonen. Im Bereich Generalisten/Sonstige richten sich die Erlöse nach dem Kundenschwerpunkt des jeweiligen Portals. Dies sind unter anderem gewerbliche Automobilverkäufer, Vermieter von Ferienimmobilien, Immobilienmakler und Projektentwickler. Zudem richten sich die Portale teilweise auch an Privatpersonen, die über diesen Marktplatz überwiegend gebrauchte Güter verkaufen. News MediaDas Segment News Media umfasst im Wesentlichen Geschäftsmodelle, deren Grundlage die Erstellung von Inhalten ist und die durch zahlende Leser und/oder Werbung finanziert werden. Portfolio und Marktposition Das Segment News Media gliedert sich in die nationalen und die internationalen Angebote. Die wesentlichen Aktivitäten im Segment News Media werden in der nachfolgenden Grafik veranschaulicht. Portfolio News Media
Das Digital-Portfolio im Segment News Media National beinhaltet im Wesentlichen BILD.de und WELT.de inklusive angeschlossener Onlineportale wie Stylebook und Gründerszene, sowie die Digitalauftritte der Zeitschriften (unter anderem Autobild.de). Außerdem gehört mit WELT (zuvor N24) ein TV-Nachrichtensender zur WELT-Gruppe. N24 wurde im Januar 2018 in WELT umbenannt. BILD.de ist Deutschlands reichweitenstärkstes News- und Entertainmentportal und erreichte im Dezember 2018 im Schnitt 4,9 Mio. Unique User pro Tag und 22,9 Mio. Unique User im Monat. BILD.de ist mit seinen Angeboten auf allen digitalen Endgeräten vertreten und über seine Apps für nahezu alle Smartphones, Tablet-PCs und Smart-TVs sowie für sprachbasierte Produkte auf neuen mobilen Assistenten verfügbar. Zu den digitalen Angeboten der BILD-Gruppe gehören zudem weitere Themenportale wie fitbook.de, stylebook.de, techbook.de oder travelbook.de. Die digitalen Produkte der WELT gehören mit rund 20 Mio. Unique Usern pro Monat im Segment der deutschen Qualitätsmedien zu den erfolgreichsten Angeboten im stationären und mobilen Internet. Verfügbar ist das Angebot ferner auf Tablet-PCs, Smartphones und E-Readern sowie als digitales Abonnement. WELT (zuvor N24) ist führend im Segment der Nachrichtensender und erreicht mit N24 Doku einen Marktanteil von 1,3% bei der werberelevanten Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die Bereitschaft, für digitalen Journalismus zu zahlen, steigt. So konnten mit BILDplus und WELTplus die digitalen Paid-Content-Angebote von Axel Springer im Oktober 2018 erstmals über 500.000 Abonnenten verzeichnen. BILDplus ist damit zudem das größte journalistische Paid-Content-Angebot in Kontinentaleuropa und steht mittlerweile weltweit auf dem fünften Platz. Das Print-Portfolio im Segment News Media National beinhaltet die Zeitungen der Dachmarken BILD und WELT sowie unsere Zeitschriften. BILD ist Europas größte und reichweitenstärkste Tageszeitung und bei den Kaufzeitungen mit einem Anteil von 79,6% mit Abstand die Nummer eins in Deutschland (alle Angaben bei deutschen Zeitungen und Zeitschriften gemessen an der verkauften Auflage nach IVW - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern - zum 31. Dezember 2018). BILD am SONNTAG ist 2018 Deutschlands meistgekaufte überregionale Sonntagszeitung mit einem Anteil von 57,0%. Die B.Z. gehört zu den größten Zeitungen Berlins. Die Auto-, Computer- und Sportmedien der BILD-Markenfamilie bilden ein Zeitschriften-Portfolio rund um die Kernmarken AUTO BILD, COMPUTER BILD und SPORT BILD. Im Bereich der überregionalen Qualitäts-Sonntagszeitungen ist die WELT AM SONNTAG gemessen an der Auflage die klare Nummer eins. DIE WELT ist (einschließlich WELT KOMPAKT und gemessen an der verkauften Auflage) die drittgrößte Qualitätstageszeitung Deutschlands. Das Subsegment News Media International umfasst die internationalen Digital- und Printmedienangebote. In Osteuropa ist Axel Springer mit Ringier Axel Springer Media in den Märkten Polen, Ungarn, Serbien, der Slowakei und seit dem Jahr 2017 auch in den baltischen Ländern aktiv. Zum Portfolio zählen führende Digital- und Printangebote. Bei den Digitalangeboten erreichen wir mit der führenden polnischen Online-Gruppe Onet 75,9% der Internetnutzer des Landes. In Ungarn gehört mit profession.hu das führende Jobportal zum Portfolio. Als führender Online-Publisher erreicht Ringier Axel Springer Media in der Slowakei 77,3% der Internetnutzer. In Estland, Lettland und Litauen betreibt Ringier Axel Springer Media führende Stellenportale. In der Slowakei sind durch die Einbringung des bestehenden Rubrikengeschäfts in ein Joint Venture mit der Penta-Gruppe die führenden Rubrikenportale in den Segmenten Immobilien und Auto entstanden. Zu den Printangeboten zählen die größte polnische Kaufzeitung FAKT, die führende Boulevardzeitung BLIKK in Ungarn sowie weitere Zeitungen und Zeitschriften. In der Slowakei wurde der bereits 2017 vereinbarte Verkauf des Printgeschäfts Ende Juli 2018 vollzogen. In den USA ist Axel Springer mit dem führenden digitalen Angebot für Wirtschafts- und Finanznachrichten Business Insider vertreten. Um der wachsenden und vielfältigen Markengruppe Rechnung zu tragen, wurde die Dachmarke Insider Inc. gegründet. Zu ihrem Portfolio gehören Business Insider, Markets Insider, BI Intelligence und INSIDER, die weltweit zusammen etwa 350 Millionen Leser und Zuschauer erreichen. In Zusammenarbeit mit finanzen.net führt Business Insider auch ein deutsches Portal. Insider Inc. hat zudem das kostenpflichtige Geschäftskundenprodukt BI Intelligence um ein digitales B2C-Abo-Angebot BI Prime erweitert. eMarketer ergänzt das Portfolio innovativer kostenpflichtiger Digitalangebote im englischsprachigen Raum und stärkt Axel Springers Position im Bereich Wirtschaftsnachrichten und -informationen. Das Unternehmen mit Sitz in New York ist ein führender Anbieter von Analysen, Studien und digitalen Marktdaten für Unternehmen und Institutionen. Der in Partnerschaft mit Samsung entwickelte und zunächst in vier Ländern gestartete mobile Nachrichtenaggregator upday ist seit April 2017 in insgesamt 16 europäischen Ländern vertreten. Seitdem konnte sich upday zum größten mobilen Nachrichtenangebot in Europa entwickeln. Im Dezember 2018 erreichte die Plattform insgesamt 561,4 Mio. Visits (IVW) in 16 Ländern, ein Fünftel davon in Deutschland. upday aggregiert Inhalte aus mehr als 4.000 verschiedenen Quellen. Neben von Journalisten ausgewählten und zusammengefassten "Top News" werden dabei im Bereich "My News" Nachrichten per Algorithmus ausgespielt, die die individuellen Interessen der Nutzer widerspiegeln. Das Europa Joint-Venture mit POLITICO in Brüssel setzte 2018 seinen Wachstumskurs fort und hat seine Position als meistgelesene und einflussreichste EU-Medienmarke ausgebaut. 2018 lasen 69% der EU-Entscheider POLITICO mindestens einmal pro Woche. Zu dem Wachstumskurs trug verstärkt das digitale Bezahlangebot POLITICO PRO bei, das um fünf branchenübergreifende Produkte (sogenannte PRO Horizontals) sowie die datenbasierte Monitoring-Plattform PRO Intelligence ergänzt wurde. Geschäftsmodell und EinflussfaktorenDie Umsatzerlöse im Segment News Media setzen sich im Wesentlichen aus Werbe- und Vertriebserlösen zusammen. Die Werbeerlöse resultieren aus der Vermarktung der Reichweiten von Online- und Printmedien. Die Vertriebserlöse stammen aus dem Verkauf klassischer Print-Produkte und digitaler Abonnements. Die Wertschöpfungskette ist allerdings medienübergreifend ausgerichtet. Sie umfasst alle wesentlichen Prozesse zur Erstellung der Informations-, Unterhaltungs- und Bewegtbildangebote von der Konzeption über Redaktion und Produktion bis zu Vertrieb und Vermarktung. In integrierten Newsrooms, die zum Teil titelübergreifend genutzt werden, laufen alle journalistischen Inhalte zusammen und werden für Online- und Printmedien unterschiedlich aufbereitet. Die Vermarktung der News Media-Angebote erfolgt in Deutschland überwiegend zentral über Media Impact, einem der führenden Crossmedia-Vermarkter (gemessen an den Bruttomarktanteilen). Das digitale Vermarktungsportfolio umfasst auch die Angebote externer Unternehmen. Der crossmediale Ansatz in der Vermarktung ermöglicht eine optimale Nutzung von Synergien, Kompetenzen und Reichweiten. Das Print-Geschäft steht weiterhin vor der Herausforderung sinkender Auflagen. Für die Werbekunden ist neben der Auflagenentwicklung vor allem die Reichweite von Bedeutung. Hier profitiert insbesondere BILD nach wie vor davon, dass sie mit knapp 9,4 Mio. Lesern täglich die mit Abstand größte Reichweite unter den Tageszeitungen in Deutschland aufweist. Unsere Zeitungen produzieren wir unter anderem in den drei Offset-Druckereien in Ahrensburg (bei Hamburg), Essen-Kettwig und Berlin-Spandau. Dabei übernehmen wir von der Formherstellung bis zur Steuerung der Versandlogistik alle wesentlichen Schritte der Wertschöpfungskette selbst. Die Print-Medien werden national und international vor allem über Presse-Großhandelsunternehmen, Bahnhofsbuchhandel und Presse-Importgesellschaften vertrieben. In Deutschland gibt es knapp 100 Tsd. Einzelhandelsverkaufsstellen, an denen unsere Zeitungen und Zeitschriften verkauft werden. Im Digitalgeschäft sind branchenweit die Vertriebserlöse noch deutlich kleiner als im Printgeschäft, verzeichnen aber ein starkes Wachstum. Die Werbeerlöse im Digitalgeschäft sind aufgrund der reichweitenbasierten Marktmacht von Facebook, Google und zunehmend auch Amazon weiterhin stark umkämpft. So schöpfen allein Facebook und Google heute in den USA deutlich mehr als die Hälfte des digitalen Werbemarktes ab. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Verlagerung des Nutzerverhaltens von Desktop zu Mobile. Allerdings sehen wir das sichere Markenumfeld, das Verlage durch die Redaktion von Inhalten garantieren können, als große Chance. Vor dem Hintergrund der oftmals viralen Verbreitung von Falschmeldungen gerieten digitale Plattformen verstärkt in die Kritik, Marken von Werbekunden einem rufschädigenden Umfeld auszusetzen. Der Produktionsprozess besteht bei den digitalen Angeboten im Segment News Media aus der journalistischen Aufbereitung von Inhalten mit anschließender Bereitstellung auf Webseiten oder anderen digitalen Ressourcen, wie Smartphones, Tablets oder Smart-TVs, oder der Verarbeitung und Aggregation von Informationen in Datenbanken. Der Vertrieb der digitalen Produkte erfolgt vor allem über die eigenen Internetseiten oder Download-Plattformen wie die App-Stores von Apple und Google. Medienübergreifend wird das Segment durch die politische Situation in den entsprechenden Märkten, das konjunkturelle Umfeld und insbesondere die Entwicklung der Werbemärkte beeinflusst. Neben der generellen Marktzyklik spielen auch saisonale Aspekte und Einmaleffekte wie z. B. Sonderausgaben eine Rolle. Marketing MediaIm Segment Marketing Media sind alle Geschäftsmodelle zusammengefasst, deren Erlöse überwiegend durch Werbekunden in der reichweiten- oder erfolgsbasierten Vermarktung generiert werden. Portfolio und MarktpositionDas Segment Marketing Media gliedert sich in die reichweitenbasierten und in die erfolgs- bzw. performancebasierten Angebote. Die wesentlichen Aktivitäten sind in der nachfolgenden Grafik dargestellt. Portfolio Marketing Media
1) Verkauf im April 2018 abgeschlossen.
Zu den reichweitenbasierten Vermarktungsangeboten gehört idealo.de, Deutschlands führendes und reichweitenstärkstes Portal im Bereich Produktsuche und Preisvergleich. idealo greift auf rund 2,4 Mio. Produkte mit mehr als 329 Mio. Angeboten von Online-Händlern zu (Stand: Durchschnitt Dezember 2018) und ist auch international mit zahlreichen Angeboten vertreten. Zur idealo-Gruppe gehört auch das Produktvergleichsportal ladenzeile.de. aufeminin und seine Tochterunternehmen bieten Onlineportale, Foren und Produktabonnements für vorwiegend weibliche Zielgruppen. Im Dezember 2017 hat Axel Springer den Abschluss einer Optionsvereinbarung zur Veräußerung der Beteiligung an aufeminin an Télévision Frangaise 1 (TF1) bekannt gegeben. Die Transaktion wurde im April 2018 vollzogen (s. Seite 26). Unter dem Dach der Bonial Holding Group agieren kaufDA.de und MeinProspekt.de als Deutschlands führende Verbraucherinformationsportale rund um das lokale Einkaufen. Die Angebote liefern digitalisierte Werbeprospekte des Einzelhandels regionalisiert und vorwiegend über das mobile Internet aus. Die Dienstleistungen werden unter lokalen Marken auch in Frankreich und Schweden (beide Bonial), Spanien, Mexiko und Kolumbien (alle Ofertia) angeboten. Im Dezember 2017 hatte Bonial die Schließung der unter dem Markennamen Retale geführten US-Aktivitäten bekannt gegeben, da die Profitabilitätsziele nicht erreicht wurden. finanzen.net, das reichweitenstärkste Finanzportal in Deutschland, bietet seinen Nutzern börsentäglich Daten zur aktuellen Entwicklung auf den Finanzmärkten. Das Portal ist im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie unter anderem auch mit einem Angebot in der Schweiz, den USA, Österreich, Russland und in den Niederlanden vertreten. Darüber hinaus betreibt finanzen.net zwei Portale in Zusammenarbeit mit Insider Inc.: Die deutsche Ausgabe von Business Insider sowie Markets Insider, ein US-amerikanisches Börsenportal. Im Bereich TV und Radio ist Axel Springer direkt und indirekt an führenden privaten Radiosendern beteiligt und hält damit eines der größten Privatradio-Portfolios in Deutschland. Im zweiten Quartal 2018 hat Axel Springer seinen verbliebenen Anteil von rund 7 % an Doğan TV, einem der führenden privaten Fernseh- und Rundfunkunternehmen in der Türkei, an die Doğan Holding veräußert (s. Seite 27). Der Bereich Performance Marketing ist in der Awin-Gruppe gebündelt. Der in Europa führende Anbieter für erfolgsbasiertes Online-Marketing bringt werbetreibende Unternehmen (Advertiser) und Publisher zusammen und ermöglicht seinen Werbekunden damit eine effiziente Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen über das Internet. Geschäftsmodell und EinflussfaktorenIn der Reichweitenvermarktung werden Werbeplätze an Werbekunden vermarktet und in Abhängigkeit von der durch die Angebote generierten Reichweite (Anzahl der Nutzer oder Hörer) oder von der durch die Reichweite erzeugten Interaktion vergütet. Hohe Reichweiten werden durch attraktive Angebote erzielt und themenspezifische Umfelder ermöglichen den Werbetreibenden eine präzise Zielgruppenansprache. Online-Werbeformate sind neben Displaywerbemitteln wie Banner-, Layer-Ads oder Wallpaper in wachsendem Maß auch Videoformate. Zusätzlich werden Vermarktungskooperationen und innovative Werbeformen wie Native Advertising, Sponsoring und die Vermarktung über Social-Media-Kanäle genutzt. Durch den verstärkt automatischen Ein- und Verkauf von Werbeflächen (Programmatic Advertising) sowie die fortschreitende Verbreitung mobiler Endgeräte verändern sich die Formen der Reichweitenvermarktung fortlaufend. Über Performance Marketing können Werbetreibende ihre Produkte und Angebote auf Webseiten von Publishern mittels Werbemittel wie Textlinks, Werbebannern oder Online-Videos bewerben. Die Advertiser zahlen an die Publisher nur eine erfolgsabhängige Provision, wenn das Werbemittel tatsächlich genutzt wurde und zur vom Werbekunden gewünschten Transaktion geführt hat. Unsere Plattformen liefern für diese effiziente Form der Vermarktung die Infrastruktur, zeichnen den Datenverkehr und die Transaktionen auf und ermöglichen eine Vielzahl von Dienstleistungen für Advertiser und Publisher. Services/HoldingIm Segment Services/Holding werden Konzernservices, zu denen auch die drei inländischen Druckereien gehören, sowie Holdingfunktionen ausgewiesen. Die Leistungen der Konzernservices werden von den konzerninternen Kunden zu marktüblichen Preisen bezogen. Leitung und KontrolleVorstandsbereicheDer Vorstand der Axel Springer SE war zu Beginn des Berichtsjahres mit vier Mitgliedern besetzt; seit dem 1. März 2018 mit fünf Mitgliedern. Der Vorstand wird von einem aus neun Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat bei der Unternehmensführung beraten und überwacht. Axel-Springer-Vorstandsbereiche
Die Verantwortlichkeiten im Vorstand sind wie folgt verteilt: Dr. Mathias Döpfner ist Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE. An ihn berichten alle Chefredakteure und die Konzernstabsabteilungen Unternehmenskommunikation, Public Affairs, Strategie, Personal Leitende Angestellte sowie die Axel Springer Akademie. Dr. Julian Deutz verantwortet den Vorstandsbereich Finanzen und Personal. Neben den kaufmännischen Bereichen schließt das Ressort unter anderem die Bereiche People & Culture, Recht und Compliance, Group Procurement, Konzernsicherheit sowie Corporate Audit & Risk Management ein. Jan Bayer verantwortete im Geschäftsjahr 2018 das Segment News Media, die nationalen Aktivitäten davon zusammen mit Dr. Stephanie Caspar. Zu diesem Ressort gehörten neben den journalistischen Angeboten auch die Bereiche Media Impact (Vermarktung), Sales Impact (Vertrieb), IT und die Druckereien. Seit dem 1. März 2018 hatte Jan Bayer zusätzlich die Verantwortung für die reichweitenbasierten Angebote des Segments Marketing Media von Dr. Andreas Wiele übernommen. Mit Beginn des Jahres 2019 ist Jan Bayer nun als Vorstand News Media International verantwortlich für die Aktivitäten des Konzerns in den USA (vor allem Insider Inc., eMarketer, Group Nine Media), in Osteuropa, der Schweiz sowie für die Medienmarken in Frankreich, Spanien, für das Joint Venture mit POLITICO sowie für upday. In seinem Vorstandsressort verbleiben auch weiterhin finanzen.net und Bonial. Seit dem 1. März 2018 verantwortete Dr. Stephanie Caspar als Vorstand Technologie und Daten die übergeordnete Technologie- und Datenstrategie und zusammen mit Jan Bayer das nationale digitale Mediengeschäft. Seit dem 1. Januar 2019 ist sie als Vorstand News Media National & Technology darüber hinaus für die Medienmarken von Axel Springer in Deutschland inklusive Vermarktung (Media Impact), Vertrieb (Sales Impact) und für die Druckereien, sowie zusätzlich für idealo verantwortlich. Dr. Andreas Wiele verantwortet als Vorstand Classifieds Media (bis zum 1. März 2018: Vorstand Classifieds und Marketing Media) die Rubriken- und die performancebasierten Vermarktungsangebote (bis zum 1. März 2018: Rubriken- und Vermarktungsangebote) inklusive der dazugehörigen Beteiligungen. Grundsätze der UnternehmensführungDie Führungsgrundsätze von Axel Springer orientieren sich an unseren Kernwerten Kreativität, Unternehmertum und Integrität. Hinzu kommen fünf Grundsätze, die "Essentials", die in einer eigenen Axel-Springer-Unternehmensverfassung festgehalten sind. Mehr zu unseren unternehmensinternen Regeln finden Sie im Kapitel "Wesentliche Praktiken der Unternehmensführung" in der Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f HGB auf Seite 73 dieses Geschäftsberichts. Grundzüge des VergütungssystemsDie Vergütung unserer Mitarbeiter bis hin zur obersten Führungsebene besteht aus einem fixen und - für berechtigte Mitarbeiter zusätzlich - aus einem variablen Anteil. Axel Springer setzt eine variable Vergütung auf der Basis von leistungs- und erfolgsorientierten Zielvereinbarungen ein, die jährlich neu geschlossen werden und neben den Konzernzielen auch individuelle Bereichsziele umfassen. In Bezug auf die Konzernziele 2018 basiert die variable Vergütung im Wesentlichen auf den bereinigten Finanzkennzahlen EBITDA und EBIT. Eine Darstellung der Vorstandsvergütung finden Sie im Kapitel "Corporate Governance" unter "Vergütungsbericht" (ab Seite 83). Dort informieren wir auch über die Vergütung unserer Aufsichtsräte (ab Seite 86). Ziele und StrategienAxel Springer verfolgt eine Strategie des profitablen Wachstums mit dem übergeordneten Ziel, der führende digitale Verlag zu werden. Dieses Ziel gilt dann als erreicht, wenn der Konzern in seinen jeweiligen Marktsegmenten und in den Ländern, in denen er aktiv ist, führend ist. Strategische Prioritäten liegen im Bereich Classifieds Media und News Media. Segmentbezogene StrategienIm Segment Classifieds Media will Axel Springer seine Position als führender internationaler Anbieter von digitalen Rubrikenportalen weiter ausbauen. Hierzu sollen neben der organischen Weiterentwicklung abhängig von Akquisitionsmöglichkeiten auch weitere Zukäufe zum Wachstum beitragen. Synergien innerhalb der Gruppe werden konsequent genutzt. Zudem wurden im Segment Classifieds Media Frühphasenaktivitäten gestartet und ausgewählte Minderheitsbeteiligungen eingegangen (s. Seite 26), um frühzeitig innovative Geschäftsmodelle und Anbieter zu identifizieren. Im Segment News Media will Axel Springer das Potenzial der starken nationalen Marken BILD und WELT im Digitalen und im Gedruckten, sowie das Potenzial internationaler Marken wie z. B. Business Insider ausschöpfen. Anfang 2018 hat Axel Springer die bisher markenbasierte Organisation des Produktportfolios News Media National umgebaut und den Verlagsbereich markenübergreifend nach Print und Digital organisiert. Die Redaktionen arbeiten weiterhin markengebunden und crossmedial zusammen. Damit soll den sehr unterschiedlichen Anforderungen im Verlagsbereich des Print- und Digitalgeschäfts Rechnung getragen werden. Im Printbereich geht es darum, den Auflagenrückgang zu begrenzen und unsere Produkte noch konsequenter am Leser auszurichten, um die starke Stellung unserer Titel zu festigen. Der Digitalbereich hingegen erfordert es, zukünftig verstärkt markenübergreifend in technologische Innovationen zu investieren. Mit den digitalen Marken-Abos BILDplus und WELTplus wird die Basis zahlender Leser im Internet etabliert und ausgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau des Bewegtbild-Anteils bei den digitalen Angeboten von BILD und WELT. Die BILD-Gruppe erreicht durch die immer engere Verzahnung von Print-, Online- und Mobil-Angeboten eine im Wettbewerbsvergleich überlegene Lese- und Nutzungszeit und steigert die Reichweite in jüngeren Zielgruppen vor allem durch soziale Medienkanäle stetig. Die WELT-Gruppe ist führender Multimédialer Anbieter von Qualitätsjournalismus, der sowohl Print, Digital, TV und Out of Home optimal bedienen kann. Hierzu werden die jeweiligen Stärken genutzt: Insbesondere die Digitalangebote der WELT-Gruppe nutzen das Bewegtbildinventar des TV-Nachrichtensenders WELT (zuvor N24), während der Qualitäts-Nachrichtensender im Verbund mit den anderen Angeboten der WELT-Gruppe seine Marktstellung weiter behaupten kann. Mit dem digitalen AboModell der WELT soll die Basis der zahlenden Leser im Internet weiter gesteigert werden. Über den zentralen Vermarkter Media Impact bietet das Segment den Werbetreibenden eine attraktive, medienübergreifende und reichweitenstarke Plattform für Werbekampagnen. Als einer der führenden Crossmedia-Vermarkter, gemessen an den Bruttomarktanteilen, baut Media Impact sein externes Vermarktungsportfolio in Print und Digital weiter aus. Das TV-Portfolio wird gemeinsam mit dem Portfolio von Viacom über den Bewegtbildvermarkter Visoon Video Impact vermarktet. Bei gleichzeitiger Beachtung der übergeordneten strategischen Prioritäten von Axel Springer zielt die Strategie im Segment Marketing Media auf ein nachhaltiges Wachstum in der Reichweitenvermarktung und im Performance Marketing gleichermaßen ab. In der Reichweitenvermarktung fokussiert sich die Strategie auf Finanz- und Verbraucherinformationsportale. Wichtig sind dort die Steigerung von Reichweite und Nutzung der Angebote, die Erhöhung der Werbeauslastung und die Entwicklung neuer Werbe-, Preis- und Geschäftsmodelle. Im Bereich Performance Marketing steht die stärkere Verzahnung der in der Awin-Gruppe gebündelten Aktivitäten, im Wesentlichen durch die Vereinheitlichung der technischen Plattformen sowie durch den Ausbau der Services und des Publisher-Netzwerks, im Fokus. Organisches und anorganisches WachstumDie segmentspezifischen organischen Wachstumsmaßnahmen zielen in Summe darauf ab, aus dem bestehenden Portfolio heraus zu wachsen und über eine attraktive Produkt- und Preisgestaltung die Erlöse und Erträge pro Nutzer oder Leser zu steigern. Ergänzt wird dies durch anorganisches Wachstum. In allen Segmenten nutzt Axel Springer die Chance, das Geschäftsmodell durch eine Beteiligung an Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen zu erweitern, auch solchen, die sich noch in einer Frühphase der Unternehmensentwicklung befinden. Neben indirekten Beteiligungen an Startups im Rahmen unserer Beteiligung am Frühphasen-Fonds Project A Ventures gehören hierzu vor allem der gemeinsam mit Porsche gegründete Start-up-Accelerator, der digitale Geschäftsideen mit hohem Marktpotenzial unterstützt. Darüber hinaus ist Axel Springer unter anderem am Investmentfonds LAKESTAR II beteiligt. Der Fonds konzentriert sich auf digitale Unternehmen mit Fokus auf Europa und die USA. Zu diesen indirekten Beteiligungen an Startups kommen selektiv auch direkte Minderheitsinvestments. In den USA hat Axel Springer in den vergangenen Jahren ein Frühphasenportfolio mit einem Schwerpunkt auf digitalem Journalismus aufgebaut. Im Classifieds Media Segment wurde im Jahr 2018 mit Minderheitsbeteiligungen an Purplebricks und Homeday ein ergänzender Schwerpunkt im Immobilienbereich gesetzt. Vor allem aber werden bei sich bietenden Chancen im Markt etablierte Unternehmen erworben. Geeignete Beteiligungen wählen wir dabei nach ihrer passenden strategischen Ausrichtung, der Qualität des Managements, der Profitabilität und der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells aus. Die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in neue oder bestehende Geschäftsfelder beurteilen wir unter anderem anhand von anerkannten Kapitalwertverfahren, die geschäfts- und länderspezifische Risiken berücksichtigen. SteuerungssystemWir haben unser internes Steuerungssystem entlang unserer Konzernstrategie ausgerichtet und finanzielle Leistungsindikatoren (die gleichzeitig unsere Steuerungsgrößen darstellen) und nicht finanzielle Leistungsindikatoren definiert, mit denen wir den Erfolg unserer Strategie messbar machen. Ein wichtiges Modul unseres internen Steuerungs- und Kontrollsystems sind detaillierte Monatsberichte. Sie enthalten die Monatsergebnisse der wichtigsten Aktivitäten, eine Konzern-Bilanz, -Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine -Kapitalflussrechnung. Anhand dieser Berichte gleichen wir Ziel- und Istgrößen ab und leiten bei Abweichungen weitere Analysen oder geeignete Korrekturmaßnahmen ein. Ergänzt werden diese Berichte durch regelmäßige Prognosen zu den erwarteten Werbeerlösen der nächsten Wochen und Monate sowie durch Vorausschauen auf die wahrscheinliche Entwicklung der Ertragslage. Finanzielle SteuerungsgrößenIm Fokus steht für uns die nachhaltige Steigerung sowohl unserer Profitabilität als auch unseres Unternehmenswertes. Bei der Ertragskraft sind Umsatz, bereinigtes EBITDA und bereinigtes EBIT die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen. Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT sind zugleich Basis für die erfolgsorientierte Vergütung des Vorstands und der Führungskräfte (mehr zu unserem Vergütungssystem finden Sie ab Seite 83). Diese Steuerungsgrößen sowie die bereinigte EBITDA- und EBIT-Rendite sind in unserem internen Planungs- und Kontrollsystem verankert. Finanzielle Steuerungsgrößen
1) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der
retrospektiven Anwendung von IFRS 15, vgl. Anhang zum
Konzernabschluss, Ziffer 3(o).
Nicht finanzielle LeistungsindikatorenNeben den finanziellen Steuerungsgrößen sind folgende nicht finanzielle Leistungsindikatoren relevant für die Beurteilung unserer kunden-, markt- und angebotsbezogenen Leistungen, auch wenn das Unternehmen als Ganzes nicht danach gesteuert wird:
WirtschaftsberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufWirtschaftliche RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) stellt in seinem zu Jahresanfang 2019 veröffentlichten Ausblick eine Verlangsamung der Weltwirtschaft fest. Im Jahr 2018 dürfte das Wachstum demnach bei real 3,7 % gelegen haben. Das dritte Quartal 2018 blieb in wichtigen Volkswirtschaften (Deutschland, Japan) hinter den Erwartungen zurück. Auch das vierte Quartal zeigte schwächere Konjunkturimpulse. Die deutsche Wirtschaft ist nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2018 preisbereinigt um 1,5% gewachsen. Das Wachstum hat aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren betrug die reale Wachstumsrate jeweils 2,2 %. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen. Positive Wachstumsimpulse kamen 2018 erneut vor allem aus dem Inland. Der private Konsum stieg real um 1,0% und damit schwächer als im Vorjahr. Die preisbereinigten Investitionen legten im Vergleich zum Vorjahr um 4,8% zu. Auch die deutschen Ausfuhren entwickelten sich positiv. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen lagen um 2,4% höher als im Vorjahr. Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um real 3,4%. Der ifo Geschäftsklimaindex ist in den letzten vier Monaten des Jahres 2018 kontinuierlich gefallen. Die Stimmung trübte sich sowohl im Handel als auch bei den Dienstleistern sowie in der Industrie ein. Die Verbraucher zeigten im letzten Jahresquartal 2018 nach Erhebungen der GfK kein einheitliches Bild. Die positiven Einkommensaussichten der Deutschen trotzten nach wie vor den sinkenden Konjunkturerwartungen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% an. Im Jahresdurchschnitt 2018 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit 2,3 Mio. Arbeitslose. Die Zahl nahm damit im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% ab, die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2018 bei 5,2%. Die britische Wirtschaft ist nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2018 real um 1,3% gewachsen. Insbesondere der Außenhandel, die öffentlichen Investitionen und der private Verbrauch stützten das Wachstum. Die Unternehmensinvestitionen entwickelten sich im Vorfeld des Brexits allerdings rückläufig. Für Frankreich geht das DIW von einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 von 1,6% aus. Die Inflationsrate dürfte mit 2,0% leicht höher ausgefallen sein als im übrigen Euroraum (1,9%). Die Staaten Mittel- und Osteuropas erzielten laut DIW im Jahr 2018 mit einer Zuwachsrate von real 4,4% erneut einen kräftigen Konjunkturaufschwung - insbesondere in den großen Volkswirtschaften Polen und Rumänien. Gestützt wurde die wirtschaftliche Entwicklung in Mittel- und Osteuropa vom privaten Konsum. In einigen Ländern stiegen auch die Investitionen - teilweise aufgrund der Kofinanzierung durch EU-Fonds. Die Nachfrage aus dem Euroraum hat zudem die Exporte erhöht. Die USA haben nach der DIW-Analyse im Jahr 2018 ein reales Wirtschaftswachstum von 2,9% erzielt. Im dritten Quartal wurde die Konjunktur von einem deutlichen Anstieg der privaten Konsumausgaben getragen. Der Beitrag der Unternehmensinvestitionen hat sich hingegen verringert. Branchenspezifische RahmenbedingungenWerbemarktAuf Basis der aktuellen Werbemarktprognose von ZenithOptimedia ("Advertising Expenditure Forecast", Dezember 2018) lag der Werbemarkt in Deutschland im Jahr 2018 um nominal 2,0% über dem Vorjahresniveau. Nach diesen Erhebungen lagen die Nettoumsätze des Gesamtwerbemarktes im Berichtszeitraum bei € 20,5 Mrd. (inkl. Rubrikenanzeigen und Prospektbeilagen; abzgl. gewährter Rabatte und Agenturprovisionen sowie ohne Produktionskosten). Im Bereich Online in Deutschland (Display, Suchwortvermarktung und Affiliate) stiegen die Nettowerbeumsätze im Jahr 2018 um 8,8% auf € 7,4 Mrd. an. Die digitalen Werbeausgaben entsprechen damit einem Anteil an den Gesamtwerbeausgaben in Höhe von 36,0%. Die Werbetreibenden spüren den Druck der raschen Transformation ihrer Unternehmen. So verlagert sich die Marketingkommunikation als Reaktion auf verändertes Verbraucherverhalten in großer Geschwindigkeit auf Online-Kanäle. Bei den Printmedien lagen die Nettowerbeumsätze der Zeitungen (Zeitungen, Anzeigenblätter sowie Zeitungssupplements) im Berichtszeitraum bei € 4,2 Mrd. und somit 4,8 % unter dem Vorjahreswert. Die Zeitschriften (Publikums- und Fachzeitschriften, Verzeichnismedien) blieben mit einem Rückgang der Nettowerbeumsätze um 7,0% auf € 2,1 Mrd. ebenfalls hinter dem Vorjahr zurück. Das Werbefernsehen in Deutschland verzeichnete 2018 einen Anstieg um 3,6% auf € 4,8 Mrd. und im Hörfunk lagen die Nettowerbeumsätze mit € 784 Mio. auf Vorjahresniveau. Die Nettowerbeumsätze bei der Outdoorwerbung stiegen im Jahr 2018 leicht um 0,3% auf € 1,2 Mrd. an. Laut ZenithOptimedia wird für das abgelaufene Jahr 2018 für ausgewählte Länder folgende digitale Werbeumsatz-Entwicklung erwartet: Digitale Werbekonjunktur 2018 (Auswahl)
Quelle: ZenithOptimedia, Advertising Expenditure Forecast, Dezember 2018; vorläufige Schätzwerte.. VertriebsmarktImmer mehr Menschen nutzen das Internet als Hauptmedium für Nachrichtenkonsum. Es ist eine steigende Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte in Deutschland zu beobachten. Wirtschaftlich erfolgreiche Angebote wie die New York Times oder Netflix, aber auch unsere eigenen Paid Content-Angebote beweisen, dass Medieninhalte nicht nur über Reichweitenmodelle, sondern auch über Abonnements monetarisiert werden können. Während der digitale Zeitungsvertrieb mit € 386 Mio. nicht annähernd so groß ist wie der Printvertrieb (€ 4,6 Mrd.), wird in den nächsten Jahren das gesamte Marktwachstum im Vertrieb online stattfinden. Der Printmarkt wird sich weiterhin rückläufig entwickeln. Der Online-Vertriebsmarkt hingegen wird Schätzungen zufolge bis 2022 jedes Jahr durchschnittlich um rund 7 % wachsen. Die Axel-Springer-Produkte in diesem Segment, BILDplus und WELTplus, Vorreiter mit respektiven Gründungsjahren 2013 und 2012, verzeichnen seit Jahren stark wachsende Abonnentenzahlen. Der inländische Pressevertriebsmarkt entwickelte sich erneut leicht rückläufig. Die verkaufte Gesamtauflage der Zeitungen und Zeitschriften lag 4,3% unter der des Vorjahreszeitraums. Aufgrund der in den vergangenen vier Quartalen realisierten Preiserhöhungen sind die Vertriebsumsätze jedoch nur um 0,5 % gesunken. Die 329 IVW-gemeldeten Tages- und Sonntagszeitungen erreichten einen Gesamtverkauf von 15,7 Mio. Exemplaren pro Erscheinungstag. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 4,7 %. Der Einzelverkauf (-11,5 %) ist - wie auch im Vorjahr - deutlich stärker betroffen als das Abonnement (-3,6%). Die Nachfrage im Segment der Tages- und Sonntagszeitungen innerhalb des Pressevertriebsmarktes gab - gemäß der jeweiligen Erscheinungsweise gewichtet - um 3,6% nach. Der Gesamtverkauf der Publikumszeitschriften inklusive der Mitglieder- und Club-Magazine lag bei 86,1 Mio. Exemplaren pro Erscheinungstag. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 5,3%. Die Anzahl der IVW-gemeldeten Titel betrug 736 (-2,6% zum Vorjahr). Die Nachfrage im Segment der Publikumszeitschriften gab - gemäß der jeweiligen Erscheinungsweise gewichtet - um 6,7 % nach. GeschäftsverlaufAnfang Januar 2018 haben wir das Axel-Springer-Hochhaus am Standort Berlin auf den Axel Springer Pensionstreuhandverein übertragen. Damit hat sich das Planvermögen zur Deckung unserer Pensionsverpflichtungen um € 140,4 Mio. erhöht. Im Rahmen eines langfristigen Mietvertrages werden wir die Immobilie weiter als Hauptsitz nutzen. Nach der Freigabe durch die französische Kartellbehörde Ende Januar 2018 wurde Anfang Februar der bereits 2017 vertraglich eingeleitete Erwerb von 100 % der Anteile von Concept Multimédia vollzogen. Der Kaufpreis betrug € 95,3 Mio. Insbesondere betreibt Concept Multimédia mit Sitz in Aix-en-Provence und Paris unter der Kernmarke Logic-Immo.com ein Immobilienportal in Frankreich und zusätzlich weitere Onlineportale für die Vermittlung von Luxus- und Neubauimmobilien. Auch der im Januar 2018 zwischen Axel Springer und Télévision Française (TF1) abgeschlossene Vertrag zum Verkauf des von Axel Springer gehaltenen Anteils an der französischen aufeminin-Gruppe wurde Ende April 2018 vollzogen. Der Kaufpreis betrug € 291,5 Mio. Der Finanzmittelbestand der aufeminin-Gruppe zum Zeitpunkt der Transaktion betrug € 72 Mio. Im April 2018 hat Axel Springer 11,5% am britischen Unternehmen Purplebricks im Rahmen einer Kapitalerhöhung und des Ankaufs von bestehenden Aktien von Anteilseignern erworben. Purplebricks startete im April 2014 in Großbritannien und betreibt mit purplebricks.co.uk die führende britische transaktionsbasierte digitale Immobilienplattform. Das Unternehmen ist zudem in Australien, den USA und in Kanada aktiv. Seit Dezember 2015 notiert Purplebricks an der London Stock Exchange. Der Kaufpreis für die Beteiligung betrug insgesamt € 143,2 Mio., dies entspricht einem Preis pro Aktie in Höhe von £ 3,60. Im Juli 2018 hat Axel Springer weitere Aktien zu einem Preis pro Aktie in Höhe von £ 3,07 und im Gesamtwert von € 10,4 Mio. erworben und den Anteil auf rund 12,5 % aufgestockt. Zum 31. Dezember 2018 haben wir die Beteiligung auf den Börsenwert zum Jahresende von € 62,3 Mio. abgeschrieben. Dr. Andreas Wiele, Vorstand Classifieds Media der Axel Springer SE, hat einen Sitz im Board of Directors des Unternehmens übernommen. Im Dezember 2018 haben Axel Springer und Purplebricks Anteile an Homeday erworben. Homeday mit Sitz in Berlin betreibt mit homeday.de eine transaktionsbasierte digitale Immobilienplattform für den deutschen Markt. Durch eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft, an der Axel Springer und Purplebricks zu jeweils 50% beteiligt sind, wurden 22 % an der Homeday GmbH erworben. Im Zusammenhang mit dieser Transaktion wurde zudem die von Axel Springer bereits gehaltene Beteiligung von knapp 5 % auf die gemeinsame Beteiligungsgesellschaft übertragen. Anfang Mai 2018 hat StepStone den Employer-Branding-Spezialisten Universum erworben. Die Anschaffungskosten betrugen € 41,0 Mio. und können sich künftig durch bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten um maximal SEK 75,0 Mio. (ca. € 7,2 Mio.) erhöhen. Universum mit Sitz in Stockholm ist einer der weltweit führenden Employer-Branding-Spezialisten und unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Definition, Entwicklung und Kommunikation ihrer eigenen Arbeitgebermarke. Das schwedische Unternehmen wurde 1988 gegründet und betreut inzwischen rund 2.000 Kunden in mehr als 35 Ländern. Im zweiten Quartal hat Axel Springer seinen verbliebenen Anteil von rund 7% an der türkischen Doğan TV an die Doğan Holding veräußert. Von der Doğan Holding hatten wir zuvor Put-Optionen zu einem gestaffelten Rückverkauf unserer Beteiligung eingeräumt bekommen, auf deren Basis mit einem Verkaufserlös von rund € 171 Mio. in den Jahren 2020/2022 zu rechnen war. Im Laufe des ersten Quartals 2018 hatte die Doğan Holding einen Verkauf sämtlicher Medienaktivitäten an die türkische Mediengruppe Demirören eingeleitet. Für den Fall eines solchen Verkaufs haben sich Axel Springer und die Doğan Holding im April auf eine vorzeitige Ausübbarkeit der Put-Optionen zu einem Gesamtkaufpreis von € 160 Mio. geeinigt. Axel Springer hat die Put-Optionen sodann im Mai 2018 ausgeübt. Aus dem Verkauf sind keine materiellen Ergebniseffekte entstanden. Ende Juli 2018 wurde der Verkauf unseres Zeitungs- und Zeitschriftenportfolios in der Slowakei inklusive der dazugehörigen Onlineangebote nach Zustimmung der zuständigen Behörden vollzogen. Der Kaufpreis betrug € 60,5 Mio. Gesamtaussage des Vorstands zu Geschäftsverlauf und wirtschaftlichem UmfeldDie Digitalisierung ist weiterhin der bestimmende Trend für das wirtschaftliche Umfeld von Medienunternehmen. Dies reflektiert auch die Entwicklung der Segmente des Axel Springer Konzerns. Die insgesamt gute Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigt unsere Strategie der konsequenten Digitalisierung des Unternehmens. Das organische Erlöswachstum war vor allem getrieben durch die gute Entwicklung im Segment Classifieds Media. Auch das Ergebniswachstum war hauptsächlich auf die gute Entwicklung im Segment Classifieds Media zurückzuführen. Darüber hinaus war der Geschäftsverlauf durch Akquisitionen digitaler Geschäftsmodelle und durch ein aktives Portfoliomanagement geprägt. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage KonzernIm Berichtsjahr lagen die Umsatzerlöse mit € 3.180,7 Mio. um 4,1 % über dem Vorjahreswert (€ 3.055,5 Mio.). Auch organisch, das heißt bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte legten die Erlöse um 3,8% zu. Während sich Konsolidierungseffekte, insbesondere aufgrund der Einbeziehung von Logic-Immo, Universum und affilinet und gegenläufig aufgrund der Entkonsolidierung von aufeminin positiv auswirkten, hatten Währungseffekte insgesamt einen negativen Effekt. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 retrospektiv angepasst (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). Die Umsatzerlöse aus digitalen Aktivitäten stiegen von € 1.996,5 Mio. um 10,5 % auf € 2.206,5 Mio. Der digitale Anteil der Umsatzerlöse bezogen auf das operative Geschäft lag damit bei 70,6% (Vj.: 66,7%). Die organische Erlösentwicklung der digitalen Medien wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Dabei wurden Konsolidierungs- und Währungseffekte bereinigt. Erlösentwicklung digitale Medien, organisch
Während die Zuwachsraten im Segment Classifieds Media und News Media im Berichtsjahr erneut im niedrig zweistelligen Prozentbereich zulegten, schwächte sich das Wachstum im Segment Marketing Media ab (s. Seite 33). Die Auslandsumsatzerlöse erhöhten sich um 5,8% von € 1.329,8 Mio. auf € 1.406,5 Mio. Der Anteil an den Umsatzerlösen von Axel Springer stieg von 43,5 % auf 44,2%. Die Werbeerlöse stiegen um 7,2% auf € 2.159,4 Mio. (Vj.: € 2.014,1 Mio.). Auch hier wirkten sich Konsolidierungseffekte aufgrund der Einbeziehung von insbesondere Logic-Immo und affilinet sowie der Entkonsolidierung von aufeminin ab Ende April 2018 aus. Der organische Anstieg lag bei 6,3 %. Der Anteil der Werbeerlöse an den Umsatzerlösen stieg auf 67,9 % (Vj.: 65,9%). Von den gesamten Werbeerlösen wurden 86,4% (Vj.: 83,8%) durch digitale Aktivitäten generiert. Der Rückgang der Vertriebserlöse um 6,5 % von € 633,0 Mio. auf € 591,7 Mio. war im Wesentlichen marktbedingt. Darüber hinaus wirkten sich Konsolidierungseffekte bei Ringier Axel Springer Media in der Slowakei und Serbien aus. Der organische Rückgang lag bei 4,8%. Insgesamt konnte der Anstieg der digitalen Vertriebserlöse den Rückgang der Vertriebserlöse bei den gedruckten Publikationen nicht kompensieren. Der Anteil der Vertriebserlöse an den Gesamtumsätzen sank leicht auf 18,6% (Vj.: 20,7%). Die übrigen Erlöse lagen mit € 429,6 Mio. um 5,2 % über dem Vorjahreswert von € 408,3 Mio. Hierzu trugen neben einer operativen Verbesserung in den Segmenten News Media und Marketing Media Konsolidierungseffekte aus der Einbeziehung von Universum und Logic-Immo bei. Gegenläufig wirkte die Entkonsolidierung von aufeminin. Der organische Anstieg lag bei 4,7 %. Insgesamt hatten die übrigen Erlöse nahezu unverändert einen Anteil von 13,5 % (Vj.: 13,4%) an den Umsatzerlösen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei € 169,5 Mio. (Vj.: € 317,3 Mio.) und umfassten neben dem Gewinn aus der Veräußerung der aufeminin-Gruppe (€ 49,4 Mio. vor veräußerungsbedingten Kosten) Erträge aus der Übertragung des Axel-Springer-Hochhauses am Standort Berlin auf den Axel Springer Pensionstreuhandverein (€ 34,9 Mio.). Der Vorjahreswert war vor allem durch den Verkauf der Axel-Springer-Passage am Standort Berlin (€ 200,5 Mio.) sowie Effekte aus der Neubewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten (€ 56,6 Mio.) geprägt. Die Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen erhöhten sich im Berichtsjahr auf € 93,5 Mio. (Vj.: € 87,7 Mio.) und standen weiter im Wesentlichen im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle. Die Gesamtaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8% auf € 3.003,9 Mio. (Vj.: € 2.894,8 Mio.; zur Anpassung der Vorjahresangabe vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). Der Materialaufwand hat sich konsolidierungsbedingt leicht um 1,0% auf € 549,7 Mio. erhöht (Vj.: € 544,2 Mio.; zum geänderten Ausweis von Materialaufwendungen sowie zur Anpassung der Vorjahresangabe vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). Die Materialaufwandsquote verringerte sich auf 17,3% (Vj.: 17,8%). Der Personalaufwand lag mit € 1.224,4 Mio. (Vj.: € 1.202,1 Mio.) um 1,9 % über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Personalaufbau im Bereich digitaler Geschäftsmodelle sowie in Summe auf erhöhende Effekte aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochtergesellschaften zurückzuführen. Teilweise kompensierend wirkten geringere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und langfristige Vergütungsprogramme. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg 2018 um 3,2% auf 16.350. Der Anstieg der Abschreibungen auf € 347,9 Mio. (Vj.: 236,1 Mio.) resultierte insbesondere aus der Erstanwendung des neuen Standards zur Leasingbilanzierung (IFRS 16) ab dem 1. Januar 2018 und der damit verbundenen Erfassung von Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverträgen (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). So wirkten sich auch die Abschreibung der vertraglichen Nutzungsrechte aus der seit dem 1. Januar 2018 erfolgten Anmietung der Axel-Springer-Passage und des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin erhöhend aus. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Marketing Media (€ 42,3 Mio.) vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 882,0 Mio. insbesondere durch den geänderten Ausweis von Leasingaufwendungen (vgl. zur Erstanwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16 Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)) unter dem Vorjahresniveau (Vj.: € 912,4 Mio.). Teilweise kompensierend wirkten die Einbeziehung erworbener Tochtergesellschaften sowie zusätzliche Werbemaßnahmen unserer digitalen Geschäftsmodelle. Das Beteiligungsergebnis betrug € -62,2 Mio. (Vj.: € -39,0 Mio.) und war wie im Vorjahr geprägt durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen; im Berichtsjahr haben wir unsere Beteiligung an Purplebricks um € 82,9 Mio. auf den Börsenwert zum 31. Dezember 2018 abgeschrieben (Vj.: Abschreibung unserer Beteiligung an der Ringier Axel Springer Schweiz AG). Das im bereinigten EBITDA ausgewiesene operative Beteiligungsergebnis belief sich auf € 15,5 Mio. (Vj.: € 16,0 Mio.). Das Finanzergebnis belief sich auf € - 21,1 Mio. (Vj.: € -18,4 Mio.). Im Berichtszeitraum stiegen im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Leasingbilanzierung die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). Auf Ertragsteuern entfielen im Berichtsjahr € - 147,9 Mio. (Vj.: € -130,2 Mio.). Die Steuerquote betrug 41,5 % (Vj.: 25,6%) und war im Berichtsjahr geprägt von steuerneutralen Abschreibungen auf Finanzanlagen (im Vorjahr geprägt durch die Auflösung von latenten Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen, insbesondere in den USA). Das bereinigte EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % auf € 737,9 Mio. (Vj.: € 645,8 Mio.). Die Rendite erhöhte sich dabei auf 23,2% (Vj.: 21,1 %). Organisch lag das bereinigte EBITDA um 8,5 % über dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA der digitalen Medien stieg um 16,6 % von € 582,0 Mio. auf € 678,5 Mio. Bezogen auf das operative Geschäft lag der Anteil der digitalen Aktivitäten am bereinigten EBITDA damit bei 84,3 % (Vj.: 80,0 %). Bedingt durch gestiegene planmäßige Abschreibungen stieg das bereinigte EBIT gegenüber dem Vorjahr um 4,7% auf € 527,9 Mio. (Vj.: € 504,0 Mio.). Auch hier wirkten sich Konsolidierungs- und Währungseffekte aus. Der organische Anstieg lag bei 6,4%. Die Rendite lag mit 16,6 % auf dem Niveau des Vorjahres (16,5 %). Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 2,5% auf € 335,7 Mio. (Vj.: € 327,5 Mio.). Durch einen gesunkenen Anteil anderer Gesellschafter erhöhte sich dabei das bereinigte Ergebnis pro Aktie um 5,1 %; organisch lag das bereinigte Ergebnis pro Aktie um 8,3% über dem Vorjahreswert. Konzernüberschuss 1)
1) Für 2017 auf fortgeführte
Aktivitäten entfallend, Anteil der nicht
fortgeführten Aktivitäten s. Anhang zum
Konzernabschluss, Ziffer 2(d).
Die Sondereffekte betrafen im Berichtszeitraum im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten und Immobilien in Höhe von € 74,4 Mio. (Vj.: € 172,4 Mio.) und standen fast ausschließlich im Zusammenhang mit den Gewinnen (vor veräußerungsbedingten Kosten) aus der Veräußerung unserer Anteile an der aufeminin-Gruppe (€ 49,4 Mio.) sowie aus der Übertragung des Axel-Springer-Hochhauses am Standort Berlin auf den Axel Springer Pensionstreuhandverein (€ 34,9 Mio.); im Vorjahr standen diese Effekte insbesondere im Zusammenhang mit der Veräußerung der Axel-Springer-Passage in Berlin. Darüber hinaus wurden Beteiligungsbewertungseffekte von € -76,9 Mio. insbesondere aus der Abschreibung unserer Beteiligung an Purplebricks (Vj.: € -55,5 Mio. im Wesentlichen unsere Beteiligung an der Ringier Axel Springer Schweiz AG betreffend), Effekte aus der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitsanteile von € -7,4 Mio. (Vj.: Ertrag von € 34,9 Mio.) sowie sonstige Effekte aus Erstkonsolidierungen von € -9,8 Mio. (Vj.: € -14,6 Mio.), welche vor allem aus Anschaffungsnebenkosten und Folgeeffekten aus Kaufpreisallokationen resultierten, bereinigt. Erträge aus der Bewertung des langfristigen Vergütungsprogramms (LTIP) wurden in Höhe von € 7,2 Mio. (Vj.: Aufwand € -20,2 Mio.) bereinigt. Ertragslage SegmenteClassifieds MediaIm Segment Classifieds Media sind alle Geschäftsmodelle zusammengefasst, die ihre Umsatzerlöse überwiegend im Online-Rubrikengeschäft erzielen. Das Segment gliedert sich in die Bereiche Jobs, Immobilien und Generalisten/Sonstige. Seit 2018 weisen wir meinestadt.de im Subsegment Jobs aus (zuvor Generalisten/Sonstige). Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Kennzahlen Classifieds Media
Die Umsatzerlöse im Segment Classifieds Media stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 20,3% auf € 1.212,5 Mio. (Vj.: € 1.007,7 Mio.). Hierzu trugen neben einer operativen Verbesserung insbesondere bei den Jobportalen auch Konsolidierungseffekte vor allem aufgrund der Einbeziehung von Logic-Immo im Immobilienbereich sowie Universum im Bereich der Jobportale bei. Der organische Umsatzanstieg, d. h. bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte, lag bei 11,4%. Die Jobportale erzielten einen Umsatzanstieg um 21,5%, organisch legten sie um 16,9% zu. Erneut trug vor allem das Geschäft in Kontinentaleuropa zum Wachstum bei. Die Immobilienportale zeigten einen Anstieg um 29,4%. Das starke Wachstum resultierte vor allem aus der Konsolidierung von Logic-Immo. Organisch lag das Wachstum bei 6,1 %. Im Subsegment Generalisten/Sonstige entsprach der berichtete Erlösanstieg von 5,8% nahezu vollständig dem organischen Zuwachs von 5,9%. Das bereinigte EBITDA des Segments legte deutlich um 17,9% auf € 487,2 Mio. zu (Vj.: € 413,2 Mio.). Der wesentliche Teil des Anstiegs ist auf operative Ergebnisverbesserungen zurückzuführen. Zusätzlich trugen die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 und Konsolidierungseffekte, vor allem aus der Einbeziehung von Logic-Immo und Universum, zum Anstieg bei. Organisch, d.h. um die genannten sowie um Währungseffekte bereinigt, lag der Anstieg bei 11,4%. Die Rendite lag mit 40,2 % leicht unter dem Vorjahreswert (41,0 %). Gründe hierfür waren insbesondere im ersten Halbjahr Investitionen in Marketing, Produkt und Technologie sowie die Einbeziehung von Gesellschaften, deren Renditen unter dem Segmentdurchschnitt lagen. Das bereinigte EBITDA der Jobportale stieg um 20,9 % gegenüber dem Vorjahreswert. Wie bei den Erlösen, ist der Anstieg vor allem auf das Geschäft in Kontinentaleuropa zurückzuführen. Darüber hinaus trugen Konsolidierungseffekte aus der Akquisition von Universum zum Ergebniswachstum bei. Aber auch organisch war der Zuwachs mit 14,0% deutlich. Die Immobilienportale verzeichneten einen Anstieg des bereinigten EBITDA von 18,1 %, wesentlich bedingt durch operative Ergebnisverbesserungen bei der Immowelt-Gruppe. Zusätzlich trugen Konsolidierungseffekte aus der erstmaligen Einbeziehung von Logic-Immo zum Ergebnisanstieg bei, während aus der Beteiligung an Purplebricks negative Ergebnisbeiträge resultierten. Organisch legte das bereinigte EBITDA des Subsegments um 11,7% zu. Der Anstieg des bereinigten EBITDA von 10,5% im Subsegment Generalisten/ Sonstige ging neben operativen Ergebnisverbesserungen unter anderem auf Effekte aus der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zurück. Organisch betrug der Anstieg 5,2 %. Das bereinigte EBIT im Segment Classifieds Media stieg um 12,7% von € 361,0 Mio. auf € 406,7 Mio, organisch legte es um 10,6 % zu. Insbesondere aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 stiegen die Ab-/Zuschreibungen um 54,2% auf € 80,5 Mio. (Vj.: € 52,2 Mio.). News MediaDas Segment News Media umfasst im nationalen Teil im Wesentlichen die BILD- und die WELT-Gruppe und im internationalen Bereich vor allem unsere digitalen Medienangebote in Europa und den USA. Kennzahlen News Media
Die Umsatzerlöse im Segment News Media lagen mit € 1.496,2 Mio. um 0,9 % leicht unter dem Vorjahreswert (€ 1.509,8 Mio.). Die Printaktivitäten konnten sich dem Markttrend nicht entziehen und erzielten Erlöse unter dem Vorjahresniveau. Der digitale Anteil der Umsatzerlöse betrug 38,5 % (Vj.: 33,9 %). Organisch, d. h. bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte erreichten die Umsatzerlöse nahezu das Vorjahresniveau (-0,3%). Die Umsatzerlöse von News Media National lagen mit € 1.070,4 Mio. um 3,5 % unter dem Vorjahreswert (organisch -4,2 %). Hier lag der digitale Anteil der Umsatzerlöse bei 27,8% (Vj.: 24,1 %). Die Umsatzerlöse bei News Media International stiegen um 6,3% auf € 425,7 Mio. Organisch wuchsen sie um 10,9%. Die Entwicklung bei den digitalen Angeboten war weiterhin gut, allen voran verzeichnete Insider Inc. ein sehr starkes Wachstum. Der digitale Anteil der Umsatzerlöse für News Media International lag bei 65,3% (Vj.: 60,9%). Das bereinigte EBITDA lag mit € 228,2 Mio. um 4,3% über dem Wert des Vorjahres (€ 218,8 Mio.). Organisch, d. h. bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte sowie Effekte aus der Anwendung von IFRS 16, lag das bereinigte EBITDA um 3,5% unter dem Vorjahreswert, der durch positive Sondereinflüsse, eine außergewöhnlich erfolgreiche BILD-Sonderausgabe im zweiten Quartal und starke Werbeerlöse im dritten Quartal geprägt war. Die Rendite des Segments lag mit 15,3% leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraums (14,5 %). Das bereinigte EBITDA im Subsegment News Media National lag mit € 161,2 Mio. um 2,0% unter dem Vorjahreswert (€ 164,5 Mio.), organisch lag das bereinigte EBITDA um 8,9 % unter dem Vorjahreswert. Neben den oben erwähnten Effekten wirkten sich hier auch erhöhte Marketingaufwendungen aus. Im internationalen Bereich stieg das bereinigte EBITDA deutlich (23,5 %) auf € 67,0 Mio. (Vj.: € 54,3 Mio.). Auch der organische Anstieg fiel mit 14,2 % deutlich aus. Hierzu trugen vor allem Ergebnisverbesserungen bei upday und Insider Inc. bei. Gegenläufig zum bereinigten EBITDA sank das bereinigte EBIT im Segment News Media um 13,6% von € 182,9 Mio. auf € 158,2 Mio; auch organisch war ein Rückgang um 12,5 % zu verzeichnen. Insbesondere aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 stiegen die Ab-/Zuschreibungen um 95,5% auf € 70,0 Mio. (Vj.: € 35,8 Mio.). Marketing MediaIm Segment Marketing Media sind in der reichweitenbasierten Vermarktung vor allem idealo, Bonial und finanzen.net sowie aufeminin bis zum Verkauf Ende April 2018 enthalten. Die performance-basierte Vermarktung besteht aus der Awin-Gruppe. Kennzahlen Marketing Media
1) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der
retrospektiven Anwendung von IFRS 15 (i.H.v. € 507,2
Mio.), vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o).
Die Umsatzerlöse im Segment Marketing Media sanken überwiegend konsolidierungsbedingt um 12,4% auf € 418,3 Mio. (Vj.: € 477,3 Mio.). Organisch, d.h. bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte, erreichte das Segment einen Erlösanstieg von 2,1%. Die Umsatzerlöse in der Reichweitenvermarktung sanken um 26,0% auf € 235,2 Mio. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte, die insbesondere aus dem Verkauf von aufeminin resultierten, erreichten die Erlöse das Niveau des Vorjahrs (-0,1 %). Hier wirkte sich insbesondere die Schließung der US-Aktivitäten von Bonial Ende 2017 aus. Darüber hinaus konnte finanzen.net nicht ganz an das außerordentlich starke Vorjahr anknüpfen. Die Umsatzerlöse im Performance Marketing stiegen um 14,7% auf € 183,1 Mio. Der Anstieg war insbesondere durch die Erstkonsolidierung von affilinet positiv beeinflusst. Das organische Wachstum lag bei 5,3%. Das bereinigte EBITDA im Segment lag mit € 89,6 Mio. um 6,3 % unter dem Wert des Vorjahres (€ 95,6 Mio.). Organisch, d. h. bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte sowie Effekte aus der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 betrug der Rückgang 2,5%. Aufgrund der höheren Erlösrückgänge stieg die Rendite im Segment auf 21,4% (Vj.: 20,0%). Das bereinigte EBITDA in der Reichweitenvermarktung lag mit € 66,7 Mio. um 6,3% unter dem Vorjahreswert von € 71,2 Mio. Organisch zeigte das Subsegment einen Ergebnisanstieg um 14,7 %, der insbesondere auf die Schließung der US-Aktivitäten von Bonial Ende 2017 zurückgeht. Demgegenüber ging das bereinigte EBITDA im Subsegment Performance Marketing um 3,8%, organisch um 29,5% zurück. Hier belasteten unter anderem höhere Integrationskosten für die Zusammenführung von Awin und affilinet das bereinigte EBITDA. Das bereinigte EBIT im Segment Marketing Media sank um 14,7 % von € 77,4 Mio. auf € 66,0 Mio, organisch lag es auf dem Niveau des Vorjahres (+0,5 %). Die Ab-/Zuschreibungen sind im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 um 29,8 % auf € 23,6 Mio. gestiegen (Vj.: € 18,2 Mio.). Services/HoldingIm Segment Services/Holding werden Konzernservices, zu denen auch die drei inländischen Druckereien gehören, sowie Holdingfunktionen ausgewiesen. Die Leistungen der Konzernservices werden von den konzerninternen Kunden zu marktüblichen Preisen bezogen. Kennzahlen Services/Holding
Die Umsatzerlöse im Segment Services/Holding gingen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 11,5 % zurück und lagen bei € 53,7 Mio. (Vj.: € 60,7 Mio.). Neben einem marktbedingten Rückgang im Geschäft mit Druckerzeugnissen resultiert der rückläufige Umsatz unter anderem auch aus der Ausweisänderung bei Mieterträgen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 16. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich unter anderem aufgrund positiver Effekte aus Aktienoptionsprogrammen, geringerer Projektaufwendungen und geringerer Restrukturierungsaufwendungen von € -81,7 Mio. auf € -67,0 Mio. Das bereinigte EBIT im Segment Services/Holding lag bei € - 103,0 Mio. (Vj.: -117,4 Mio.). Die Ab-/Zuschreibungen lagen mit € 36,0 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (€ 35,7 Mio.). FinanzlageFinanzmanagementDie Finanzmittel im Axel Springer Konzern werden grundsätzlich über die Axel Springer SE bereitgestellt. So wird gewährleistet, dass die Konzerngesellschaften stets über ausreichende Liquidität verfügen. Maßgebliches Ziel des Finanzmanagements ist die kostengünstige Sicherstellung der Liquidität unter Berücksichtigung einer fristengerechten Finanzierung. Nettoliquidität/-verschuldung
1) Erläuterungen zu den verwendeten
Leistungskennzahlen auf Seite 37 f.
Im Mai 2018 haben wir die Finanzierungskonditionen unserer Kreditlinien angepasst und in diesem Zusammenhang die durchschnittliche Verzinsung reduziert, die Laufzeit verlängert und das Finanzierungsvolumen erhöht. Wir können somit auf langfristige Kreditlinien in Höhe von € 1.500,0 Mio. (vorher € 1.200,0 Mio.) zurückgreifen, deren Inanspruchnahmen im Juli 2023 (vorher Juli 2020) zur Rückzahlung fällig werden. Zum 31. Dezember 2018 waren davon € 453,0 Mio. (31. Dezember 2017: € 365,0 Mio.) in Anspruch genommen. Zur zinsoptimierten Deckung kurzfristigen Kapitalbedarfs können wir seit dem Berichtsjahr bestimmte Formen kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) mit einem maximalen Volumen von € 750,0 Mio. und einer Laufzeit bis zu einem Jahr emittieren. Zum Bilanzstichtag waren keine Commercial Paper ausgegeben. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt € 704,5 Mio. (31. Dezember 2017: € 879,0 Mio.), deren Finanzierungskonditionen im Vorjahr durch teilweise Kündigung, Wandlung sowie Neuzeichnung optimiert wurden. Die Schuldscheindarlehen laufen bis Oktober 2020 (€ 69,0 Mio.), bis Mai 2021 (€ 11,5 Mio.), bis Mai 2022 (€ 158,0 Mio.), bis Mai 2023 (€ 72,0 Mio.) und bis Mai 2024 (€ 394,0 Mio.). Die Kreditlinien, das kurzfristige Commercial Paper Programm sowie die Schuldscheindarlehen können sowohl für allgemeine Gesellschaftszwecke als auch zur Finanzierung von Akquisitionen eingesetzt werden. Cashflow-EntwicklungKonzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei € 565,7 Mio. und damit 15,3% über dem Wert des Vorjahreszeitraums (€ 490,7 Mio.). Die Entwicklung war unter anderem bedingt durch die Erstanwendung der neuen Leasingbilanzierung und dem damit verbundenen Ausweis des Tilgungsanteils von Miet- und Leasingzahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)), einem Anstieg erhaltener Vorauszahlungen für noch zu erbringende Leistungen sowie aus stichtagsbezogenen Zahlungseffekten. Dem entgegen standen höhere Nettosteuerzahlungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf € - 120,7 Mio. (Vj.: € - 194,5 Mio.). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich insbesondere durch den Neubau am Standort Berlin (Gesamtinvestitionsvolumen von rund € 310 Mio., davon bereits abgerufen € 166 Mio.). Der Verkauf des Neubaus (Kaufpreis € 425 Mio. (vor Steuerauszahlungen von ca. € 30 Mio.)) steht weiter unter der Bedingung der Fertigstellung des Bauvorhabens und wird voraussichtlich Ende 2019 bzw. Anfang 2020 vollzogen. Darüber hinaus sind im Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen (abzgl. übernommener Zahlungsmittel) für die im Berichtsjahr vollzogenen Erwerbe von 100% der Anteile an Concept Multimédia (Logic-Immo) und Universum (€ 92,8 Mio. bzw. € 39,5 Mio.) sowie mit € 153,7 Mio. den Erwerb eines Minderheitsanteils an Purplebricks enthalten. Demgegenüber stehen Einzahlungen aus dem Verkauf unserer Anteile an der aufeminin-Gruppe (€ 291,5 Mio. abzgl. abgegebener Zahlungsmittel von € 72,0 Mio.), aus dem Verkauf des Printgeschäfts in der Slowakei (€ 60,5 Mio.) sowie aus der vorzeitigen Ausübung der Optionsrechte auf Verkauf sämtlicher verbliebenen Anteile an Doğan TV (€ 160,0 Mio.). Der Vorjahreswert umfasste neben den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen insbesondere Auszahlungen (abzgl. übernommener Zahlungsmittel) für den Erwerb von Anteilen an ShareASale sowie aus der Ausübung der Optionsrechte auf Erwerb von Minderheitsanteilen an Immoweb, Onet und MyLittleParis. Darüber hinaus war das Vorjahr geprägt von dem Verkauf der Axel-Springer-Passage in Berlin (Kaufpreiseingang von € 330,0 Mio. abzgl. darauf entfallender Steuerzahlungen von € 79,9 Mio.). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von € - 395,0 Mio. (Vj.: € -281,7 Mio.) war insbesondere durch die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Axel Springer SE, der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie dem erstmaligen Ausweis des Tilgungsanteils von Miet- und Leasingzahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). geprägt. Der Vorjahreswert umfasste darüber hinaus Auszahlungen aufgrund der Ausübung der Optionsrechte auf den Erwerb verbliebener Minderheitsanteile an Awin. VermögenslageKonzern-Bilanz (Kurzfassung)
Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte war insbesondere durch den Anstieg der Sachanlagen geprägt, der im Wesentlichen aus der erstmaligen Anwendung der neuen Leasingbilanzierung resultierte (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)). In diesem Zusammenhang wurden zum 1. Januar 2018 vertragliche Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen erstmalig bilanziell erfasst, deren Buchwert zum 31. Dezember 2018 € 261,5 Mio. betrug (inkl. vertraglicher Nutzungsrechte aus der Anmietung der Axel-Springer-Passage und des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin). Dem entgegen wirkte der Abgang des Restbuchwerts des Axel-Springer-Hochhauses am Standort Berlin aufgrund der Übertragung auf den Axel Springer Pensionstreuhandverein. Darüber hinaus erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte vor allem durch die erstmalige Konsolidierung der Unternehmenserwerbe Logic-Immo und Universum, teilweise kompensiert durch die außerplanmäßige Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten im Segment Marketing Media. Die Entwicklung der Finanzanlagen umfasste einerseits den für € 153,7 Mio. erfolgten Erwerb von insgesamt 12,5% der Anteile an Purplebricks (die Beteiligung wurde zum 31. Dezember 2018 auf den Börsenwert von € 62,3 Mio. abgeschrieben) sowie die vorzeitige Ausübung unserer Optionsrechte auf Verkauf sämtlicher verbliebener Anteile an Doğan TV zu einem Gesamtkaufpreis von € 160,0 Mio. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich vor allem durch die Verringerung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten durch die Ende April bzw. Ende Juli 2018 vollzogenen Verkäufe der aufeminin-Gruppe bzw. unserer Printaktivitäten in der Slowakei. Der Anstieg des Eigenkapitals resultierte hauptsächlich aus dem erwirtschafteten Konzernüberschuss sowie der erfolgsneutralen, eigenkapitalerhöhenden Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Put-Optionen über 35 % der Minderheitsanteile an der Immowelt-Gruppe (€ 159,8 Mio.), die im Berichtsjahr durch Nichtausübung verfallen sind. Im Zuge der Zusammenführung der Immowelt- und Immonet-Gruppe im Juni 2015 wurden den nicht beherrschenden Anteilseignern jederzeit bis zum zweiten Quartal 2018 ausübbare Put-Optionen über 35% der Minderheitsanteile gewährt und die daraus resultierende Verpflichtung erfolgsneutral eigenkapitalmindernd erfasst. Das Eigenkapital reduzierend wirkte, neben den Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Axel Springer SE und an andere Gesellschafter, der Abgang bestehender Anteile anderer Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Verkauf der aufeminin-Gruppe. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 44,5 % (Vj.: 43,5%). Die Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals steht im Wesentlichem im Zusammenhang mit dem Anstieg der in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten durch die erstmalige Anwendung der neuen Leasingbilanzierung (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)); in diesem Zusammenhang wurden zum 1. Januar 2018 Leasingverbindlichkeiten erstmalig erfasst, deren Buchwert zum 31. Dezember 2018 € 379,6 Mio. betrug (davon langfristig € 317,6 Mio.; inkl. Leasingverbindlichkeiten aus der Anmietung der Axel-Springer-Passage und des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin). Demgegenüber verminderten sich die Rückstellungen für Pensionen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Planvermögens durch die Übertragung des Axel-Springer Hochhauses am Standort Berlin auf den Axel Springer Pensionstreuhandverein; hierdurch erhöhte sich das Planvermögen um € 140,4 Mio. Ferner verringerten sich die sonstigen Verbindlichkeiten insbesondere durch Umbuchungen der 2019 fälligen bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten. Die Entwicklung des kurzfristigen Fremdkapitals war insbesondere bedingt durch die teilweise Tilgung unserer Schuldscheindarlehen sowie durch die im Rahmen der im Berichtsjahr vollzogenen Verkäufe erfolgten Ausbuchung der als zur Veräußerung gehaltenen Verbindlichkeiten der aufeminin-Gruppe und der Printaktivitäten in der Slowakei. Ferner verringerten sich die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten durch den Verfall der Put-Optionen auf den Erwerb von 35 % der Minderheitsanteile an der Immowelt-Gruppe. Erhöhend wirkten die erstmalige Erfassung des kurzfristigen Teils der Leasingverbindlichkeiten (vgl. Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 3(o)) sowie Umbuchungen der 2019 fälligen bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten aus den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten. Erläuterungen zu den verwendeten LeistungskennzahlenDie im vorliegenden Geschäftsbericht verwendeten Kennzahlen bereinigtes EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), bereinigte EBITDA-Rendite, bereinigtes EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen), bereinigter Konzernüberschuss, bereinigtes Ergebnis je Aktie, frei verfügbarer Cashflow, Nettoverschuldung/-liquidität und Eigenkapitalquote sind nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) nicht definierte Kennzahlen, die als ergänzende Informationen anzusehen sind. Bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Rendite, bereinigtes EBIT, bereinigter Konzernüberschuss und bereinigtes Ergebnis je Aktie beinhalten keine Sondereffekte und keine Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen sowie auf diese Effekte entfallende Steuern. Sondereffekte enthalten Effekte aus dem Erwerb und der Veräußerung (einschließlich Einbringung) von Tochtergesellschaften, Unternehmensteilen und Beteiligungen (einschließlich Effekten aus der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten und sonstiger Optionsverbindlichkeiten für den Erwerb nicht beherrschender Anteile), Abschreibungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen, Effekte aus der Veräußerung von Immobilien, Sonderabschreibungen und Zuschreibungen auf eigengenutzte Immobilien sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramm (LTIP). Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen beinhalten den Aufwand aus Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aus Unternehmens- und Geschäftserwerben. Die bereinigte EBITDA-Rendite ermittelt sich als Verhältnis des bereinigten EBITDA zu den Umsatzerlösen. Die Überleitung des Konzernüberschusses zum bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT ergibt sich aus der Konzern-Segmentberichterstattung. In der Darstellung der Ertragslage des Konzerns sind die Überleitung des Konzernüberschusses zum bereinigten Konzernüberschuss sowie die Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je Aktie enthalten. Der frei verfügbare Cashflow ergibt sich aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzgl. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (Capital Expenditures) zzgl. Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die genannten Teilbeträge sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung separat ausgewiesen. Die Nettoverschuldung/-liquidität ermittelt sich als Saldo aus den Finanzmitteln und Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote gibt das auf den jeweiligen Stichtag bezogene Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme wieder. Wir erachten das bereinigte EBITDA, die bereinigte EBITDA-Rendite, das bereinigte EBIT, den bereinigten Konzernüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie als geeignete Kennzahlen zur Messung der operativen Ertragskraft von Axel Springer, da diese Kennzahlen Effekte außer Acht lassen, die die fundamentale Geschäftsentwicklung von Axel Springer nicht reflektieren. Zur Beurteilung unserer aktuellen Finanzierungs- und Kapitalstruktur sowie des zukünftigen Finanzierungsvolumens halten wir den frei verfügbaren Cashflow, die Nettoverschuldung/-liquidität sowie die Eigenkapitalquote für geeignete Leistungskennzahlen. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiterAxel Springer beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 16.350 (Vj.: 15.836) Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Journalistenschüler/Volontäre). Der Anstieg von 3,2 % ist vor allem auf den anorganisch und organisch bedingten Personalaufbau im Segment Classifieds Media zurückzuführen. Im Ausland beschäftigte Axel Springer durchschnittlich 7.835 Mitarbeiter (Vj.: 7.425); das entspricht einem Anteil von 47,9% (Vj.: 46,9%). Im Konzern waren durchschnittlich 7.255 Frauen und 9.095 Männer tätig. Der Anteil der Frauen lag mit 44,4 % annähernd auf Vorjahresniveau (44,1 %). Im Wesentlichen bedingt durch die Veräußerung der aufeminin-Gruppe sowie der Printaktivitäten in der Slowakei, sank die Anzahl der Redakteure im Berichtszeitraum um 3,3% auf 2.773. Dagegen erhöhte sich die Anzahl der Angestellten - vor allem aufgrund des Ausbaus der digitalen Geschäftsaktivitäten und der neuen Beteiligungen - um 5,6% auf 13.093 Mitarbeiter. Mitarbeiter nach Segmenten
Der Anstieg der Mitarbeiter im Segment Classifieds Media erfolgte vor allem aufgrund von Akquisitionen aber auch durch organisches Wachstum, insbesondere bei StepStone und durch den Erwerb von Logic-Immo. Der leichte Anstieg im Segment News Media resultierte vorallem aus dem organischen Wachstum bei Insider Inc. Gegenläufig wirkte der Mitarbeiterabbau bei Ringier Axel Springer Media insbesondere durch die Veräußerungen des Printgeschäfts in der Slowakei. Für das Segment Marketing Media resultierte der Rückgang der Mitarbeiter im Wesentlichen aus der Veräußerung der aufeminin-Gruppe; die Awin-Gruppe sowie die idealo-Gruppe haben demgegenüber Personal aufgebaut. Der Rückgang im Segment Services/Holding ist durch den Mitarbeiterabbau in den Offsetdruckereien sowie durch Struktureffekte zu begründen. Unternehmenszugehörigkeit und AltersstrukturZum Bilanzstichtag 2018 waren die Mitarbeiter durchschnittlich 10,0 (Vj.: 10,1) Jahre bei Axel Springer beschäftigt; 37,2% (Vj.: 37,2%) der Belegschaft gehörten dem Konzern länger als zehn Jahre an. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter ist zwischen 30 und 49 Jahre alt. Der Anteil der Schwerbehinderten lag in den deutschen Gesellschaften im Jahresdurchschnitt bei 3,7% (Vj.: 3,7%). Chancengleichheit und Vielfalt2010 startete Axel Springer die Initiative "Chancen:-gleich!". Ziel war es, für mehr Vielfalt sowie ein ausgeglichenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen zu sorgen. Ende 2016 wurde ein erstes Etappenziel erreicht: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen von 16% im Jahr 2010 wurde nahezu auf 32% verdoppelt. Zum 1. März 2018 hat der Aufsichtsrat Dr. Stephanie Caspar zum Vorstand bestellt, so dass seitdem der Frauenanteil im Vorstand der Gesellschaft bei 20,0% liegt. Um den Anteil an Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern, sollen vor allem folgende Themen im Fokus stehen: Die Schaffung bestmöglicher Bedingungen für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die besondere Förderung der Potenziale junger Frauen, sowie die Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Weiterentwicklung einer modernen und attraktiven Unternehmenskultur. Hieraus wurden konkrete Maßnahmen abgeleitet, unter anderem eine systematische Talententwicklung mit Bausteinen wie Nachfolgeplanung, Talentförderprogrammen, (Cross-Company-) Mentoring und Coaching. Axel Springer engagiert sich für Vielfalt und Toleranz - bezogen auf Nationalität, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, physische Fähigkeiten und Religion. Aus dieser Überzeugung heraus haben sich zahlreiche Netzwerke etabliert; z. B. Familiennetzwerke, Netzwerke für Tech-Frauen, ein Cross-Company-Mentoring exklusiv für Frauen sowie das LGBTI-Netzwerk queer:seite!. Dieses wird beispielsweise auch durch die jährliche Teilnahme des Vorstands beim Berliner Christopher Street Day unterstützt. PersonalentwicklungAxel Springer hat seine Qualifikationsaktivitäten in den vergangenen Jahren konsequent auf die Erfordernisse der Digitalisierung und Arbeitswelt von morgen ausgerichtet. Neben etablierten Seminaren und Förderprogrammen wurde vor allem das Angebot an kürzeren, unkonventionellen und flexibel nutzbaren Lernformaten stark ausgebaut, die neben der reinen Wissensvermittlung auch zur stärkeren Vernetzung untereinander führen. In diesem Zusammenhang wurde die Kollaborationsplattform move-office (Office 365) bei Axel Springer eingeführt. Die Vernetzung der Mitarbeiter, das zeitgleiche und ortsunabhängige Arbeiten im Team, eine offene und transparente Kommunikation und das Teilen von Wissen werden so unterstützt und gefördert. Damit schafft Axel Springer die Voraussetzungen dafür, sich zu einer permanent "Lernenden und voneinander lernenden Organisation" zu entwickeln, die Veränderungsprozessen gut gewachsen ist. Das Heben von Synergien, der Wissensaustausch zwischen den verschiedenen Gesellschaften des Axel Springer Konzerns, die Vermittlung neuer Wissensinhalte und die Begleitung der Teams bei der Einführung von neuen Arbeitstechniken wie z. B. agile Prozessarbeit sowie die Vorbereitung der Mitarbeiter auf die Arbeitswelt von morgen, sind gleichermaßen bedeutsam. Mit dem Bereich Talent Management investiert Axel Springer in die Entwicklung und Bindung von Potenzialträgern. Über Netzwerkveranstaltungen und sogenannte Talent-Dialoge auf Bereichs- und Vorstandsebenen wird Transparenz über Talente, Entwicklungsmöglichkeiten und Vakanzen im Axel Springer Konzern geschaffen. Forschung und EntwicklungAxel Springer betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Alle Bereiche des Unternehmens optimieren die bestehenden Angebote und arbeiten daran, innovative Produkte im Markt zu etablieren. Vor allem bedeutet dies, dass wir unser Angebotsspektrum kontinuierlich durch Innovationen im digitalen Geschäft erweitern, redaktionelle Inhalte weiterentwickeln und unsere journalistische Exzellenz ausbauen. Dabei legen wir großen Wert auf die frühzeitige Berücksichtigung der sich verändernden Mediennutzung. Neben unseren Investitionen in Beteiligungen im Frühphasenbereich haben wir im Berichtsjahr Eigenleistungen von € 93,2 Mio. (Vj.: € 87,0 Mio.) im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle aktiviert sowie € 64,5 Mio. (Vj.: € 59,3 Mio.) planmäßige Abschreibungen auf selbsterstellte Software und Technologien erfasst. Weiterentwicklung Classifieds MediaFür den Bereich Classifieds Media spielt die Entwicklung neuer Angebote eine bedeutende Rolle. Die folgenden Beispiele verdeutlichen dies: Die Kerntechnologie der StepStone-Plattform, der sogenannte Search & Match Algorithmus, wird kontinuierlich weiterentwickelt und konsequent bei neu akquirierten Unternehmen implementiert. Mit der Akquisition von Universum (s. Seite 26) hat StepStone zudem den ersten Schritt in ein neues Geschäftsfeld "Data & Insights" getätigt. Die Angebote von Universum ermöglichen Arbeitgebern, die zunehmend für den Recruiting-Prozess wichtiger werdenden Marktinformationen zu z. B. Gehaltsniveaus in bestimmten Stellenprofilen oder zu auf Arbeitnehmerseite wahrgenommener Attraktivität von Unternehmen mit hoher Aktualität und Qualität zu erhalten. Es ist beabsichtigt, das Angebot weiter auszubauen. Auch im Weiterbildungsbereich hat StepStone zusätzliche Funktionalitäten entwickelt. User, die an zusätzlicher Qualifizierung interessiert sind, um ihre Chancen auf dem Jobmarkt weiter zu verbessern, können hier zielgenau Trainings und Kurse finden, die optimal auf ihren vorhandenen Wissens- und Kenntnisstand aufbauen. SeLoger hat die für den Immobiliensuchenden zur Verfügung stehenden Angebote durch die Integration von auf künstlicher Intelligenz aufsetzenden Algorithmen weiter ausgebaut. So werden dem Suchenden z. B. noch stärker personalisierte Immobilienangebote empfohlen, worüber die Konversionsraten in der Praxis deutlich gesteigert werden konnten. Ebenso wurde das Angebot von geobasierten Suchkriterien ausgebaut. Strategisch im Fokus stand die Einführung von Angeboten für die Immobilienmakler, über die diese verkaufswillige Immobilienbesitzer zugeführt bekommen. Damit erhöhen die Makler insbesondere in angespannten Immobilienmärkten die Chance, ihr Inventar zu erhöhen, was für sie für die Erzielung ihrer Provisionen von zentraler Bedeutung ist. Auch Immowelt hat z. B. durch die Einführung von videobasierten Besichtigungsmöglichkeiten den Komfort für den Immobiliensuchenden weiter erhöht. Makler können mittels eines appbasierten Live-Video-Streams Räume zeigen und live Fragen beantworten. Damit entfällt für den Wohnungssuchenden unter anderem die Anreise für die Besichtigung. Weiterentwicklung News MediaUnsere journalistischen Produkte, digital wie gedruckt, wurden auch im Berichtsjahr konsequent ausgebaut. Im Digitalen haben wir auf der Produkt- und Technikseite Fortschritte gemacht. Zahlreiche Videodokumentationen erweitern die Inhalte von BILD.de; mit neuen Angeboten wie Snapchat Shows erschließt BILD neue, junge Zielgruppen. Mit Taboola wurde eine Technologie-Partnerschaft zur Weiterentwicklung der Empfehlungstechnologie gegründet, um die Bewerbung des Paid-Content-Angebotes BILDplus weiter zu optimieren sowie die Nutzung von Live-Daten für die Redaktionen zu ermöglichen. Der Einsatz eines intern entwickelten Editors für das Content-Management-System erlaubt der Redaktion ein einfacheres und effizienteres Arbeiten. Parallel hat Verimi, zu dessen Gründungsgesellschaftern Axel Springer zählt, eine branchenübergreifende Initiative für Identitätsdienste und Zahlungen in Europa, im April 2018 einen einheitlichen digitalen Anmeldeservice ("Single-Sign-on") gestartet. Damit soll die Nutzung von Internetangeboten deutlich einfacher und sicherer gestaltet werden. Auch im Bereich News Media International haben wichtige Innovationen für die Gruppe stattgefunden. Business Insider konnte mit neuen Formaten wie Insider TV und BI Today, eine der meist angesehenen Facebook-Nachrichtenshows, umfassende Erfolge verbuchen. Weiterhin halfen Investitionen in Abonnementsmodelle einen Wachstumspfad auch über 2018 hinaus aufzuzeigen. Das Plattformgeschäft konnte mit wichtigen Kooperationen weiter verstärkt werden. Ebenso wie bei den nationalen Titeln wurde mit Taboola eine Technologiepartnerschaft eingegangen. upday konnte das bestehende Angebot auf weitere Endgeräte wie Tablets und Smart TVs erweitern. Für die Aggregation von Audioinhalten konnte ein Vertrag mit einem namenhaften deutschen Automobilhersteller abgeschlossen werden. In Osteuropa hat Ringier Axel Springer Media im Jahr 2018 seine länderübergreifende Plattform zum Verfassen und Publizieren von journalistischen Inhalten (Content-Management-System) ausgerollt. In Polen hat Onet mit Partnern erfolgreich eine Content-Commerce-Plattform lanciert, wodurch journalistische Inhalte zukünftig zusätzlich monetarisiert werden. Weiterentwicklung Marketing MediaIm Bereich Marketing Media werden die bestehenden Online-Angebote kontinuierlich weiterentwickelt und durch neue ergänzt. Die Entwicklung innovativer Produktfunktionalitäten und Vermarktungstechnologien zur Erhöhung von Reichweite und Nutzung der Angebote sowie deren Monetarisierung haben eine hohe Priorität für unsere Beteiligungen. So baut idealo beispielsweise die Direktkauf-Funktionalität weiter aus und intensiviert die Kooperation mit den digitalen Angeboten der BILD- und WELT-Gruppe, wodurch unter anderem der Traffic gesteigert und passgenauere Angebote ermöglicht werden sollen. Die Bonial-Gruppe arbeitet daran, die klassische Anzeige von Prospekten um Reichweitenangebote für die Werbetreibenden zu ergänzen und so deren Wertschöpfung zu erweitern. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche VerantwortungNachhaltigkeit bedeutet für Axel Springer die Verknüpfung von ökonomischem Erfolg mit ökologisch verträglichem und sozial ausgewogenem Handeln. Diese drei Kriterien sind integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. So ist Nachhaltigkeit in die Geschäftsprozesse integriert. Das Referat Nachhaltigkeit begleitet unternehmensweit zugehörige Aktivitäten - von Maßnahmen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz bis zu Initiativen des gesellschaftlichen Engagements. Der Bereich ist dem Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden zugeordnet. Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie übernehmen wir Verantwortung für heutige und künftige Generationen und schaffen die Grundlage für einen langfristigen Geschäftserfolg. Axel Springer hat bereits Mitte der 1990er-Jahre begonnen, Umweltberichte zu veröffentlichen, seit 2000 Nachhaltigkeitsberichte. Seit 2005 veröffentlichen wir alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht, der der Indikatorenliste der Global Reporting Initiative (GRI) folgt, dem international relevanten Format für Nachhaltigkeitsreporting. Auch der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2017 wurde in Übereinstimmung mit den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Die Schwerpunkte des Berichts werden im Vorfeld durch Marktforschung und Befragungen der Anspruchsgruppen ermittelt - derjenigen Gruppen also, die ein berechtigtes Interesse am Unternehmen haben, seien es Mitarbeiter, Kunden oder Nichtregierungsorganisationen. Das Ergebnis: Gefragt sind vor allem Informationen zu Produktverantwortung, Kundenzufriedenheit, journalistischer Unabhängigkeit, Arbeitgeber-Attraktivität, der Einhaltung sozialer und ökologischer Standards sowie der Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Axel Springer hat sich das Ziel gesetzt, Kunststoffabfälle im Unternehmen deutlich zu reduzieren. Aus diesem Grund wird derzeit der Einsatz von kurzzeitig genutzten Kunststoffen überprüft. Zugleich werden Controlling-Verfahren weiterentwickelt, die den Einsatz elektrischer Energie an allen Unternehmensstandorten weltweit transparent machen. Mit Hilfe von Kennzahlen soll die Energie- und CO 2 -Effizienz des Unternehmens schrittweise verbessert werden. Die Nachhaltigkeitsberichte von Axel Springer werden durch Wirtschaftsprüfer geprüft. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht erschien im November 2018 und ist unter www.nachhaltigkeit.axelspringer.de abrufbar. Der nächste Nachhaltigkeitsbericht erscheint 2020. Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller BerichtNach §289b HGB sowie §315b HGB ist sowohl die Axel Springer SE als auch der Axel Springer Konzern dazu verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2018 den Lagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung und Konzernerklärung zu erweitern. Wir machen dabei von unserem Wahlrecht Gebrauch, an Stelle der Erweiterung des Lageberichts um die nichtfinanzielle Erklärung und Konzernerklärung einen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht außerhalb des Lageberichts zu veröffentlichen. Dieser gesonderte Bericht ist auf unserer Internetseite go.axelspringer.com/NichtfinanziellerBericht abrufbar. Gesamtaussage des Vorstands zur Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAuch im Geschäftsjahr 2018 stand die Strategie der digitalen Transformation mittels organischen Wachstums und über Akquisitionen im Vordergrund. Die Stärke des operativen Geschäfts zeigte sich im erneut starken organischen Erlöswachstum der digitalen Aktivitäten von 9,6%. Wichtige Schritte beim anorganischen Wachstum waren die Akquisition des Employer-Branding-Spezialisten Universum durch StepStone und des französischen Immobilienportals Logic-Immo durch SeLoger. Darüber hinaus beeinflusste aktives Portfoliomanagement die Geschäftsentwicklung, unter anderem der Verkauf von aufeminin und des verbliebenen Anteils an Doğan TV. Die Umsatzerlöse, das bereinigte EBITDA, das bereinigte EBIT und das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten lagen über dem Vorjahr. Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 und der entsprechenden Berücksichtigung der Leasingverbindlichkeiten. Mit einem sehr starken Cashflow, einer nach wie vor ausgesprochen soliden Bilanzstruktur und den uns zur Verfügung stehenden günstigen Finanzierungsmöglichkeiten befinden wir uns weiterhin in einer guten Position, um die erforderlichen Investitionen zur Realisierung von zukünftigem Wachstum vornehmen zu können. Unverändert sehen wir uns mit unserer Strategie der konsequenten Digitalisierung des Unternehmens richtig aufgestellt, um die Ertragskraft des Unternehmens auch künftig weiter auszubauen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
1) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der
retrospektiven Anwendung von IFRS 15, vgl. Anhang zum
Konzernabschluss, Ziffer 3(o).
Wirtschaftliche Lage der Axel Springer SE
VorbemerkungenDie Axel Springer SE ist das Mutterunternehmen des Axel Springer Konzerns. Ihre Geschäftsentwicklung unterliegt aufgrund der von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie der Konzern. Diese werden ausführlich im Risiko- und Chancenbericht (s. Seite 47 ff.) dargestellt. Ebenso entsprechen die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der Axel Springer SE im Wesentlichen den im Prognosebericht (s. Seite 65) beschrieben Konzernerwartungen. Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Jahresabschluss der Axel Springer SE, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt wurde. Jahresabschluss und Lagebericht werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht und auf der Internetseite der Axel Springer SE veröffentlicht. GeschäftstätigkeitDie Axel Springer SE ist operativ im Segment News Media National tätig und publiziert insbesondere überregionale Tages- und Wochenzeitungen. Infolge der im Berichtsjahr abgeschlossenen Reorganisation der nationalen Verlagsbereiche umfasst die operative Geschäftstätigkeit seit Anfang 2018 auch Angebote des Digital-Portfolios der Zeitungen sowie der Auto-, Computer- und Sportzeitschriften. Neben der operativen Geschäftstätigkeit übt die Axel Springer SE als Mutterunternehmen des Axel Springer Konzerns Holdingfunktionen aus, steuert das konzernweite Liquiditätsmanagement und erbringt weitere Dienstleistungen an Konzerngesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Axel Springer SE entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns und werden im Wirtschaftsbericht (s. Seite 24 ff.) beschrieben. ErtragslageGewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr vor allem aufgrund der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit um € 27,9 Mio. bzw. 3,4 %. Dem Anstieg der Werbeerlöse und der übrigen Erlöse um € 34,3 Mio. bzw. € 17,1 Mio. stand ein Rückgang der Vertriebserlöse um € 23,5 Mio. gegenüber. Die übrigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 122,1 Mio. auf € 190,3 Mio. Ursächlich hierfür waren insbesondere geringere Erträge aus Immobilientransaktionen. Anfang 2018 wurde das Axel-Springer-Hochhaus (Hauptgebäude) am Standort Berlin zur weiteren Sicherung von Pensionsverpflichtungen an den Axel Springer Pensionstreuhand e.V. zur Bildung von Deckungsvermögen übertragen. Hieraus resultierte ein Gewinn in Höhe von € 148,3 Mio. Im Vorjahr ergab sich aus der Ende 2017 vollzogenen Veräußerung der Axel-Springer-Passage in Berlin ein Gewinn in Höhe von € 281,8 Mio. Der Materialaufwand erhöhte sich insbesondere aufgrund gestiegener Dienstleistungen von Tochtergesellschaften zur Herstellung der zusätzlichen Digitalangebote um € 21,7 Mio. auf € 221,6 Mio. Der Personalaufwand verringerte sich auf € 210,0 Mio. (Vj.: € 240,4 Mio.). Niedrigere Aufwendungen ergaben sich insbesondere aus der Bewertung aktienbasierter Vergütungsprogramme und für Restrukturierungsmaßnahmen. Gleichzeitig ging die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 6,0% von 1.427 im Vorjahr auf 1.341 im Berichtsjahr zurück. Gegenläufig wirkten gestiegene Altersversorgungsaufwendungen, die sich aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen aufgrund eines gesunkenen Rechnungszinses ergaben. Die Abschreibungen gingen im Berichtsjahr insbesondere aufgrund der Immobilientransaktionen Ende 2017 bzw. Anfang 2018 um € 9,0 Mio. auf € 10,0 Mio. zurück. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf € 467,3 Mio. (Vj.: € 422,5 Mio.) resultierte insbesondere aus Mietaufwendungen für die Rückmietung der Axel-Springer-Passage und des Axel-Springer-Hochhauses sowie aus Vermarktungs- und Verlagsaufwendungen im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Angebot digitaler Produkte. Das Ergebnis aus Finanzanlagen (€ 68,2 Mio.; Vj.: € 216,8 Mio.) umfasste insbesondere die Ergebnisübernahmen von Tochtergesellschaften, die mit € 211,3 Mio. um € 19,7 Mio. geringer als im Vorjahr ausfielen. Des Weiteren ergab die Bewertung von Beteiligungen und Ausleihungen einen Abschreibungsbedarf in Höhe von € 177,8 Mio. (Vj.: € 37,2 Mio.) sowie Zuschreibungen von Beteiligungsbuchwerten in Höhe von € 13,3 Mio. (Vj.: € 1,1 Mio.). Das Zinsergebnis des Berichtsjahres lag bei € -22,3 Mio. (Vj.: € -33,2 Mio.) und umfasste im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der in Anspruch genommenen Kreditlinie und den Schuldscheindarlehen sowie aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus geringeren Zinsaufwendungen aus der Pensionsbilanzierung infolge höherer Erträge aus Deckungsvermögen. Außerdem enthielt das Zinsergebnis des Vorjahres Vorfälligkeitsvergütungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der bestehenden Schuldscheindarlehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in Höhe von € 54,1 Mio. (Vj.: € 165,7 Mio.) erfasst. Der Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr steht insbesondere im Zusammenhang mit den Immobilientransaktionen des Berichts- und Vorjahres. Das Geschäftsjahr 2018 endete mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 124,3 Mio. (Vj.: € 271,9 Mio.). FinanzlageDie Nettoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen abzüglich Finanzmittel) belief sich zum 31. Dezember 2018 auf € 1.097,4 Mio. (31. Dezember 2017: € 1.198,8 Mio.). Die langfristigen Kreditlinien wurden im Berichtsjahr um € 300,0 Mio. auf € 1.500,0 Mio. erhöht und waren zum Bilanzstichtag in Höhe von € 453,0 Mio. (31. Dezember 2017: € 365,0 Mio.) in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestanden Schuldscheindarlehen in Höhe von € 704,5 Mio. (31. Dezember 2017: € 879,0 Mio.), deren Finanzierungskonditionen im Vorjahr durch teilweise Kündigung, Wandlung sowie Neuzeichnung optimiert wurden. Zur zinsgünstigen Deckung kurzfristigen Kapitalbedarfs kann Axel Springer seit dem Berichtsjahr bestimmte Formen kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) mit einem maximalen Volumen von € 750,0 Mio. und einer Laufzeit bis zu einem Jahr emittieren. Zum Bilanzstichtag waren keine Commercial Paper ausgegeben. VermögenslageBilanz (Kurzfassung)
Die Bilanzsumme stieg im Berichtsjahr um € 157,7 Mio. auf € 6.235,3 Mio. Das Anlagevermögen belief sich auf € 5.999,9 Mio. (31. Dezember 2017: € 5.797,3 Mio.) und stellte 96,2 % (31. Dezember 2017: 95,4%) des Gesamtvermögens dar. Es war zu 42,4% (31. Dezember 2017: 45,4%) durch Eigenkapital gedeckt. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen um € 64,9 Mio. auf € 218,7 Mio. zum 31. Dezember 2018 ist insbesondere auf die Errichtung des Neubaus am Standort Berlin zurückzuführen. Die Finanzanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um € 137,7 Mio. auf € 5.781,2 Mio. Maßgeblich für den Anstieg waren gewährte Ausleihungen sowie Zuzahlungen in Kapitalrücklagen von Tochtergesellschaften zur Finanzierung von Unternehmenserwerben. Gegenläufig wirkten außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen und Ausleihungen aufgrund geringerer beizulegender Zeitwerte zum Bilanzstichtag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 124,5 Mio.; 31. Dezember 2017: € 171,2 Mio.) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 2.286,1 Mio.; 31. Dezember 2017: € 1.796,6 Mio.) resultierten im Wesentlichen aus dem konzernweiten Liquiditätsmanagement. Maßgeblich für den Anstieg der Verbindlichkeiten im Berichtsjahr waren Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von Beteiligungen. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 verringerte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um € 91,5 Mio. und betrug € 2.541,2 Mio. (31. Dezember 2017: € 2.632,7 Mio.). Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres (€ 124,3 Mio.) konnte die Minderung des Eigenkapitals infolge der Dividendenzahlung für das vergangene Geschäftsjahr (€ 215,8 Mio.) nur teilweise kompensieren. Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 40,8% (31. Dezember 2017: 43,3%). Die Rückstellungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um € 164,6 Mio. auf € 168,6 Mio. (31. Dezember 2017: € 333,2 Mio.). Ursächlich für den Rückgang waren vor allem geringere Pensionsrückstellungen infolge eines höheren Deckungsvermögens sowie geringere Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen. GewinnverwendungsvorschlagAufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 226,6 Mio. (Vj.: € 215,8 Mio.) vollständig zur Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von € 2,10 (Vj.: € 2,00) je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden. Derzeit hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien, sodass alle Aktien der Gesellschaft dividendenberechtigt sind. Bis zum Zeitpunkt der Hauptversammlung kann sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien jedoch vermindern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung bei unveränderter Ausschüttung von € 2,10 je dividendenberechtigte Stückaktie ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand der Axel Springer SE hat den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Abhängigkeitsbericht an den Aufsichtsrat erstattet und folgende Schlusserklärung abgegeben: "Die Axel Springer SE hat nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit einem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und hat im Berichtszeitraum weder auf Veranlassung noch im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens Maßnahmen getroffen oder unterlassen." Risiko- und ChancenberichtAxel Springer ist als international agierender Konzern einer Vielzahl von internen und externen Einflüssen ausgesetzt, die das Erreichen unserer Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können. Dabei definieren wir Risiken als Möglichkeit einer negativen Abweichung der Unternehmensentwicklung von unseren Zielen, während Chancen die Möglichkeit einer Abweichung im positiven Sinn darstellen. Vor diesem Hintergrund sollen sich bietende Chancen zur Steigerung des Ertrags und Unternehmenswertes genutzt und Risiken nur insoweit eingegangen werden, wenn sich diese in einem für das Unternehmen akzeptablen und angemessenen Rahmen bewegen. Risiken sollen durch geeignete Maßnahmen auf ein akzeptables Maß begrenzt werden, teilweise oder vollständig auf Dritte übertragen, vermieden bzw. beobachtet werden, sofern eine Risikobegrenzung nicht sinnvoll erscheint. RisikomanagementsystemDer Risikomanagementprozess ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen und potenziell bestandsgefährdenden Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um entsprechend gegensteuern zu können. Die grundsätzliche Ausgestaltung der Strukturen und Prozesse des Risikomanagementsystems bei Axel Springer orientiert sich an dem international anerkannten "Enterprise Risk Management Framework", dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten Rahmenwerk. Die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagement obliegt dem Vorstand der Axel Springer SE, das operative Management der Einzelrisiken liegt in erster Linie im Verantwortungsbereich der jeweiligen Unternehmensbereiche bzw. Beteiligungen von Axel Springer. Dies umfasst die Früherkennung, Identifikation und Bewertung bereichs- bzw. unternehmensspezifischer Risiken, die Festlegung geeigneter Maßnahmen, deren Steuerung und Kontrolle sowie eine angemessene Dokumentation und Berichterstattung. Darüber hinaus sind die jeweiligen Bereichsleitungen und Geschäftsführungen unserer Unternehmen verpflichtet, an den turnusmäßigen, systematisierten und standardisierten Risikoerhebungen teilzunehmen. Wesentliche Ad-hoc-Änderungen der Risikosituation sind dem zentralen Corporate Risk Management umgehend zu melden. Das zentrale Corporate Risk Management stellt übergreifende Standards, Methoden und Tools zur Verfügung, steuert sowohl die halbjährliche als auch die jährliche Risikoerhebung und gewährleistet die Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und den Vorstand. Es koordiniert die konzernweiten Risikomanagementaktivitäten und plausibilisiert die gemeldeten Risiken auf Vollständigkeit. Darüber hinaus entwickelt das zentrale Corporate Risk Management das Risikomanagementsystem von Axel Springer kontinuierlich weiter. Die Bewertung der Risiken erfolgt soweit zweckmäßig und bezifferbar anhand der Parameter "Schadenshöhe" (Wirkung) und "Eintrittswahrscheinlichkeit" quantitativ oder auf Basis qualitativer Kriterien. Eine qualitative Einschätzung des potenziellen Schadens erfolgt mittels Kriterien wie operative Auswirkungen, Einfluss auf unsere Reputation oder rechtliche Konsequenzen. Seit der Risikoerhebung 2018 werden Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. Risikoreduzierung unmittelbar bei der Risikobewertung berücksichtigt (Nettobetrachtung). Das auf diese Weise ermittelte Nettorisiko wird in seiner Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Die anschließende Einordnung der Risiken erfolgt in einer in diesem Berichtsjahr eingeführten ordinalskalierten Risikomatrix. Risikomatrix Axel Springer SE
Zur Beurteilung der Wesentlichkeit im Gesamtrisikoportfolio werden die Risiken als bestandsgefährdend, wesentlich, zu überwachend, übrige oder nicht konzernrelevant kategorisiert. Der Konzernabschlussprüfer prüft das Risikofrüherkennungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand der Axel Springer SE gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, und berichtet das Ergebnis an das Audit Committee des Aufsichtsrats der Axel Springer SE. ChancenmanagementsystemAxel Springer verfolgt das Ziel, den unternehmerischen Erfolg nachhaltig zu sichern. Mögliche Chancen, die sich im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen ergeben, sollen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Im Rahmen der Führungs-, Strategie- und Planungsprozesse werden für die Unternehmensbereiche und Beteiligungen von Axel Springer mögliche intern sowie extern induzierte Chancen identifiziert und analysiert. Externe Chancen bieten sich beispielsweise durch sich verändernde Marktstrukturen oder Kundenwünsche, interne Chancen ergeben sich aus Produktinnovationen oder Qualitätsverbesserungen. Grundlage für die Chancenidentifikation sind dabei z. B. Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, Analysen sowie der regelmäßige Austausch mit Experten. Identifizierte Chancen dienen bei Abwägung mit den einhergehenden Risiken als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen und der Einleitung entsprechender Maßnahmen, z. B. über Investitionen in neue Märkte oder Technologien. Die Steuerung der Chancen liegt konzernweit in der Verantwortung des Vorstands und erfolgt dezentral durch die operativen Bereiche und deren Geschäftsführer oder Bereichsleiter. Das interne RevisionssystemDie Konzernrevision (Corporate Audit) ist organisatorisch dem Direktionsbereich Corporate Audit & Risk Management zugeordnet, der funktional dem Gesamtvorstand und disziplinarisch dem Vorstand Finanzen und Personal unterstellt ist. Sie untergliedert sich in die Teams Operational Audit und IT Audit, die organisatorisch und personell vom Team Corporate Risk Management getrennt sind. Corporate Audit erbringt risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsleistungen in sämtlichen Konzerngesellschaften und -bereichen und richtet die Tätigkeit dabei an den maßgeblichen nationalen und internationalen Berufsstandards aus. Dem Bereich kommt insbesondere die Aufgabe zu, die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Überwachungssystems risikoorientiert und systematisch zu überprüfen sowie gegebenenfalls Maßnahmen zur Schwachstellenbehebung abzuleiten. Zur Wahrung der Unabhängigkeit erstreckt sich der Prüfungsauftrag von Corporate Audit im Hinblick auf das Risikomanagement nur auf die dezentralen Bestandteile. Das zentrale Risikomanagement wird regelmäßig einer Wirksamkeitsprüfung durch qualifizierte, externe Revisionsdienstleister unterzogen. Corporate Audit überwacht die ordnungsgemäße und fristgerechte Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Beseitigung der identifizierten Schwachstellen auf Grundlage eines systematischen Verfahrens (Follow-up). Die Ergebnisse einzelner Prüfungs- bzw. Beratungsaufträge werden standardmäßig an den Vorstand berichtet und periodisch im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zusammenfassend vorgestellt. Zur Sicherstellung der Wirksamkeit des internen Revisionssystems sind Qualitätssicherungs- und -verbesserungsverfahren eingerichtet, die unter anderem externe Quality Assessments entsprechend den berufsständischen Vorgaben umfassen. Bericht über das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem und Interne KontrollsystemEinen wesentlichen Bestandteil des internen Überwachungssystems der Axel Springer SE bilden das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem sowie das angeschlossene Interne Kontrollsystem, das gleichfalls auf dem COSO-Rahmenwerk (s. Seite 47) basiert. Durch das effektive Zusammenspiel dieser Systeme sollen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sichergestellt werden. Die Finanzberichterstattung soll somit unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Axel Springer SE und des Axel Springer Konzerns vermitteln. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement und Interne Kontrollsystem umfassen alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung von und zum Umgang mit den Risiken der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung. Allerdings bietet selbst ein wirksames und somit angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem keine absolute Sicherheit, alle Unregelmäßigkeiten oder unzutreffenden Angaben zu verhindern oder aufzudecken. Wesentliche Elemente des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems sind:
Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems sowie des Internen Kontrollsystems wird durch prozessintegrierte Kontrollen überwacht. Als prozessunabhängige Instanz prüft die Interne Revision in regelmäßigen Abständen in Stichproben ausgewählte Elemente des auf zentraler Ebene und in den Konzerngesellschaften eingerichteten rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems, um Schwachstellen aufzudecken und somit zur Verbesserung der gesetzlichen Regelkonformität beizutragen. Darüber hinaus überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats die Finanzberichterstattungsprozesse sowie die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems. Risiken und ChancenSofern nicht anders angegeben, werden im Folgenden jene Risiken und Chancen erläutert, die eine wesentliche Auswirkung auf das Erreichen unserer Unternehmensziele haben. Innerhalb der dargestellten Segmente sind die Risiken und Chancen in der Regel nach ihrer Wesentlichkeit für den Konzern geordnet. Zur Vermeidung von Wiederholungen und im Sinne der Lesbarkeit wurde bei Bedarf davon abgewichen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden und im Folgenden dargestellten Risiken und Chancen beziehen sich grundsätzlich auf den Prognosezeitraum 2019, sofern sie nicht langfristige Ziele betreffen. Markt- und WettbewerbsrisikenMarkt- und Wettbewerbsrisiken beziehen sich grundsätzlich auf Änderungen der Absatz- und Beschaffungsbedingungen sowie die Entwicklung konkurrierender Anbieter. Da Axel Springer global agiert und akquiriert, ist eine Vielzahl wirtschaftlicher Einflussfaktoren zur Bestimmung der Marktrisiken zu berücksichtigen. Konjunkturprognosen vor allem für die bedeutenden Absatzmärkte Deutschland, Europa und die USA dienen als übergreifende Indikatoren zur Einschätzung der Markt- und Wettbewerbsrisiken. Ausführungen zum Konjunkturverlauf und den Wachstumsannahmen im Jahr 2019 vor allem für unsere relevanten Absatzmärkte sind im Kapitel "Prognosebericht" des Lageberichts ausführlich beschrieben. Aus den dortigen Ausführungen ergeben sich nachfolgende Risiken. So könnte sich der Handelsstreit zwischen den USA und China 2019 negativ auf das weltweite Wachstum und Investitionen auswirken und als Folge zu Wohlstandsverlusten in den involvierten Ländern führen. Große Unsicherheiten ergeben sich auch aus dem Fortgang des Brexits. Ein ungeregelter Brexit hätte weitreichende Folgen und würde die europäischen Wertschöpfungsketten grundlegend umformen. Die Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen ist aufgrund der aufgezeigten wirtschaftspolitischen Risiken auch 2019 weiterhin kritisch zu beobachten. Classifieds Media und Marketing MediaDie Segmente Classifieds Media und Marketing Media sowie News Media (s. Seite 13 ff.) sind weiterhin einer hohen Markt- und Wettbewerbsdynamik ausgesetzt, die für unsere Geschäftsmodelle zu Marktanteilsverlusten und somit zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen führen könnten. Insbesondere der Wettbewerb durch die weltweit agierenden Internet-Großkonzerne Google, Apple, Facebook und Amazon, kurz GAFA genannt, nimmt kontinuierlich zu. Diese Unternehmen bündeln nicht nur spezialisiertes Wissen in ihren Konzernen, sondern geben im Zuge der digitalisierten Globalisierung weltweit die Richtung vor, dringen in neue Marktsegmente vor und könnten möglicherweise auch mit unseren Aktivitäten konkurrieren. Start-ups mit innovativen oder disruptiven Geschäftsmodellen, das Verpassen von (Markt-)Trends und neuen Technologien sowie allgemein die mangelnde Weiterentwicklung unserer Produkte könnten ebenso zu einer potenziellen Gefährdung unserer bestehenden Marktposition beitragen und Umsatz- und Ergebnisrückgänge zur Folge haben. Zur Begrenzung der genannten Markt- und Wettbewerbsrisiken erfolgt eine systematische und kontinuierliche Beobachtung des relevanten Markt- und Wettbewerbsumfelds und sich abzeichnender Trends. Auf Grundlage dieser Informationen werden Steuerungsmaßnahmen für die operative Unternehmensführung abgeleitet. Die Attraktivität unserer Geschäftsmodelle verbessern wir durch Investitionen in innovative Produktentwicklungen und -anpassungen, neue hochwertige Services, den Einsatz neuer Technologien, zielgruppenorientiertes Marketing und die Erhöhung der Markenbekanntheit. Mit diesen Maßnahmen wollen wir den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht werden und zugleich den Abstand zum Wettbewerb halten bzw. ausbauen oder verringern. Auch die Einstellung und Weiterentwicklung von hoch qualifiziertem Fachpersonal und der Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen wirken risikoreduzierend. Darüber hinaus werden kontinuierlich neue Geschäftsmodelle erprobt und unser Produktportfolio sowohl national als auch verstärkt international ergänzt. Viele unserer Classifieds Media und Marketing Media sowie News Media (s. Seite 13) Angebote sehen sich weiterhin permanent mit dem Risiko eines plötzlichen Verlusts an Sichtbarkeit konfrontiert, das sich insbesondere aus der Dominanz großer Internetsuchmaschinen ergibt. Die sich immer wieder verändernden und teilweise intransparenten Kriterien der Suchalgorithmen führen zu unerwarteten Sichtbarkeitsverlusten und können somit wesentliche Auswirkungen auf die aktuelle und künftige Erlössituation haben. Bereits kleine Auf- und Abwertungen in der Sichtbarkeit bzw. Platzierung auf den Ergebnisseiten können bei bestimmten Geschäftsmodellen zu signifikantem Traffic-Verlust und einem damit einhergehenden Rückgang Traffic-gebundener Erlöse führen. Wir begegnen diesem Risiko durch ein professionelles Suchmaschinenmarketing, die Verbesserung der Online-Seitenstruktur sowie die Ausweitung alternativer Traffic-Quellen. Zugleich stehen die kontinuierliche Verbesserung der Attraktivität unserer Angebote und die Steigerung des Bekanntheitsgrads der Marken und Angebote von Axel Springer im Vordergrund, um ihre Reichweite und Nutzung unabhängiger von Angeboten Dritter, insbesondere der Sichtbarkeit bei Suchmaschinen, zu machen. Im Bereich der Immobilien sehen sich unsere nationalen Angebote dem Risiko der Einführung des Bestellerprinzips bei Kaufimmobilien gegenüber. Das Bestellerprinzip wurde im Jahr 2015 bereits im Bereich der Vermittlung von Mietwohnungen eingeführt und besagt, dass derjenige die Maklerkosten trägt, der den Makler beauftragt - im Bereich der Kaufimmobilien in der Regel also der Verkäufer. Dies könnte dazu führen, dass Verkäufer auf einen Makler verzichten, so dass der einzelne Makler weniger Gewinn erwirtschaftet. Infolge dessen könnten Kleinstmakler ihr Geschäft aufgeben und von größeren Maklerbüros abgelöst werden. Unser Immobilienportal Immowelt wäre insofern mit Veränderungen auf der Kundenseite konfrontiert. Zudem stünden den Kunden geringere Erlöse zur Verfügung, woraus sich möglicherweise Auswirkungen auch auf unsere Umsatzentwicklung ergeben könnten. Die Erfahrung aus anderen Ländern, in denen vergleichbare Regelungen gelten und der beauftragende Verkäufer die Maklerprovision zahlt, zeigt jedoch, dass die Auswirkungen für die führenden Anbieter überschaubar bleiben, da eine entsprechende Vermarktung der Immobilienobjekte weiterhin Voraussetzung für einen erfolgreichen Verkauf ist. Zudem bietet Immowelt bereits heute auch Angebote für Privatkunden an, die ihr Objekt möglicherweise verstärkt selber vermarkten könnten. Zur Risikominimierung muss in den nächsten Jahren verstärkt in den Aufbau digitaler Vertriebskanäle investiert werden. Auch die Steigerung der User Experience, d. h. die Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einem Produkt, einem Dienst oder einer Einrichtung, sowie Investitionen in Produkte und Marken steht im Vordergrund. Eine Verlangsamung oder Verringerung in der Personalbeschaffung aufgrund konjunktureller Schwierigkeiten kann für unsere Jobportale in entsprechenden makroökonomischen Rahmenbedingungen ein Risiko sein. Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung könnten sich auf unsere Kunden übertragen und somit zu Umsatzrückgängen führen. Dieses Risiko kann nur durch strenge Kostendisziplin wie beispielsweise Reduktion von Marketing-Maßnahmen oder Einstellungsstopps auf Basis regelmäßiger Beobachtung von Marktindikatoren begegnet werden. News MediaDie Digitalisierung hat das Konsum- und Leserverhalten signifikant verändert. Die gestiegene Bedeutung und Nutzung von digitalen Angeboten führt stetig zu Erlösminderungen im Bereich der gedruckten Publikationen, die von den Erlösen der digitalen Angebote bisher nicht kompensiert werden können. Unvorhersehbare Marktentwicklungen könnten die aufgrund der strukturellen Veränderung bereits einkalkulierten Rückgänge noch weiter verstärken. Unternehmen aus anderen Branchen treten heutzutage mit innovativen und disruptiven Technologien bzw. Geschäftsmodellen schneller denn je in den Markt und stellen potentielle Bedrohungen für unsere bestehenden Produkte und Dienstleistungen dar. Um diesen Risiken zu begegnen, haben wir im vergangenen Jahr unsere Verlagsstrukturen für die deutschen Medienmarken neu ausgerichtet. Mit dem erfolgten Umbau in zwei getrennte Verlagsbereiche für Print und Digital können wir uns noch individueller auf die unterschiedlichen Marktanforderungen einstellen. Darüber hinaus sind unsere Anzeigenerlöse im Print- und Online-Bereich dem Risiko ausgesetzt, dass Jahresverträge mit großen Mediaagenturen nicht oder nur mit einem geringeren Volumen abgeschlossen werden. Auch der Verlust großer Anzeigenkunden aufgrund rechtlicher Werbebeschränkungen oder das Ausweichen bedeutender Handelskunden auf andere Werbeformate wie beispielsweise Fernsehen, Hörfunk oder andere Online-Medien stellen weiterhin ein ernst zu nehmendes Risiko dar. Priorität bei allen Markt- und Wettbewerbsrisiken ist es, durch kontinuierliche Marktanalysen und intensive Kundenbetreuung die sich verändernden Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und unser Produktangebot an den Markttrends und den Kundenanforderungen auszurichten. Unsere digitalen Angebote im News Media Segment sind ebenso wie unsere Angebote im Classifieds Media und Marketing Media Segment dem Risiko eines plötzlichen Sichtbarkeitsverlusts bei Google sowie dem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch GAFA ausgesetzt (siehe auch Abschnitt Classifieds Media & Marketing Media). Um diesen Risiken zu begegnen, wird kontinuierlich das Markt- und Wettbewerbsumfeld analysiert und in Produktentwicklung sowie den Aufbau alternativer Traffic Quellen investiert. Auch die Vermarktung audiovisueller Inhalte ist Risiken ausgesetzt. Eine weitere Fragmentierung des Marktes durch neue TV-Sender und Online-Angebote bergen die unmittelbare Gefahr der Umverteilung des Umsatzpotenzials. In der Folge könnten sich die Agenturkosten erhöhen, um diese Umsatzeinbußen zu kompensieren. Sollte sich die Senderperformance verschlechtern, bedeutet dies einen Attraktivitätsverlust des Programms für die Zuschauer. In der Folge bedeuten weniger Zuschauer niedrigere Preise, die im Markt zu erzielen sind, bis hin zum Verlust der Relevanz als Werbeträger. Markt- und WettbewerbschancenSollte sich die globale Konjunktur besser als prognostiziert entwickeln, könnte dies positive Auswirkungen auf unsere Umsatzentwicklung haben. Entscheidend wird dabei sein, welche Ausstrahlungswirkung regionale Konflikte und Krisen bei hohem Verflechtungsgrad der Weltwirtschaft auf unsere Kernmärkte haben werden. Nichtsdestotrotz sieht sich Axel Springer mit seinen frühzeitigen Investitionen in die regionalen und digitalen Wachstumsmärkte in einer guten Position, die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Selbst eine negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann Chancen eröffnen: So könnten Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden, während dadurch unsere eigene Position gestärkt wird. Zusätzlich bestünde die Möglichkeit, Unternehmen zu vorteilhaften Preisen zu erwerben, somit in bestehenden Märkten unsere Position weiter auszubauen und in neue Märkte mit Wachstumspotenzial zu investieren. Weiterhin könnte wachsendes Misstrauen gegenüber "Fake News" zusätzlich die kostenpflichtigen journalistischen Bezahlangebote im journalistischen Bezahlbereich von Axel Springer stärken und höhere Vertriebserlöse generieren. In den USA befindet sich der Medienmarkt im Umbruch. Dies bietet unseren journalistischen Angeboten die Chance auf den Ausbau ihrer Marktposition. Unsere US-Tochter Insider Inc. bietet bereits jetzt mit Business Insider die größte Website für Wirtschaftsnachrichten und -analysen in den USA. Sie ist mittlerweile in 22 Ländern mit eigenen Portalen vertreten und bietet als inzwischen reichweitenstärkstes Wirtschaftsportal der Welt maßgeschneiderte Informationen in Echtzeit für die digitale Generation. Insider Inc. könnte als einer der Gewinner der Umbruchtendenzen in den USA hervorgehen. Alle Bereiche und Unternehmen von Axel Springer arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung von Technologien und Prozessen. Dazu gehört auch ein intensiver konzernübergreifender Austausch zu erfolgreichen Geschäftsmodellen, aber auch innovativen Start-ups. So könnte zu einer Stärkung und Ausbau der Wettbewerbsposition Axel Springers beigetragen werden. Im Bereich der Immobilienvermarktung gewinnen transaktionsbasierte digitale Immobilienplattformen zunehmend Marktanteile. Diese verbinden die Kompetenz klassischer Makler, wie die persönliche Betreuung der Kunden vor Ort, mit effizienzsteigernden Softwarelösungen sowie modernsten Werbe- und Kommunikationstechnologien. Durch die entstehenden Effizienzvorteile kann die professionelle Immobilienvermarktung zu deutlich günstigeren Konditionen angeboten werden. Durch unsere im Dezember 2018 gemeinsam mit Purplebricks getätigte Minderheitsbeteiligung an Homeday (s. Seite 26), eine transaktionsbasierte digitale Immobilienplattform, die Kunden mit traditionellen Maklern zusammenbringt und beim Kauf und Verkauf von Immobilien unterstützt, bietet sich Axel Springer die Chance, an einem schnell wachsenden Geschäftsmodell zu partizipieren. Strategische RisikenWesentliche strategische Risiken resultieren bei Axel Springer vorrangig aus Entscheidungen zu Investitionen in neue Geschäftsfelder und -modelle sowie Unternehmen, die sich langfristig anders als geplant entwickeln oder sich nicht nachhaltig am Markt behaupten können bzw. durch neue Geschäftsmodelle verdrängt werden. Ebenfalls birgt eine mögliche unzureichende Diversifikation ein hohes Risikopotenzial. Bilanziell außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung im Rahmen der durchzuführenden Werthaltigkeitstests wären die Folge. Von diesem Risiko sind die Aktivitäten in allen drei operativen Segmenten betroffen. Insgesamt sind die Geschäftsfelder und -modelle unserer Beteiligungen jedoch vielfältig, sodass durch die Diversifikation sogenannte Klumpenrisiken vermieden werden. Hinzu kommen zur weiteren Risikominimierung präventive Steuerungsmaßnahmen wie klare Investmentkriterien, nach denen wir im Rahmen unserer M&A-Aktivitäten neue Investitionen prüfen, sowie ein aktives Portfolio- und Beteiligungsmanagement, der Aufbau und Erhalt einer qualifizierten Führungsebene und eine aktive und systematische Überwachung der Geschäfts- und Marktentwicklung. Neben den vorgenannten Risiken ist auch die Abhängigkeit von strategisch bedeutsamen Kooperationspartnern risikobehaftet. Ein aktives Key Account Management, eine rechtliche Begleitung bei der Aushandlung und Neuverhandlung der Verträge sowie eine kontinuierliche Beobachtung der Geschäftsaktivitäten unserer Kooperationspartner tragen zu einer Reduzierung dieses Risikos bei. Strategische ChancenIn einem sich stetig wandelnden Umfeld entwickeln wir unser Unternehmen kontinuierlich weiter, um den globalen und branchenspezifischen Herausforderungen auch zukünftig mit innovativen und bedarfsgerechten Lösungen begegnen zu können. Axel Springers Strategie der internationalen Digitalisierung bietet aufgrund einer sehr positiven Entwicklung der digitalen Märkte weiterhin gute Chancen. Axel Springer nutzt diese Entwicklung durch strategisch ausgerichtete Akquisitionen, Investitionen in neue bzw. zukunftsweisende Technologien, das Eingehen neuer Kooperationen sowie die kontinuierliche digitale Transformation und Monetarisierung der journalistischen Angebote. Der Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen mit aussichtsreichen digitalen Geschäftsmodellen in den Früh- und Wachstumsphasen ihres Lebenszyklus bietet uns zum einen die Möglichkeit, Kontakte innerhalb der Branche und zu anderen Gründern und Investoren zu knüpfen sowie Zugang zu neuen Ideen und Geschäftsmodellen zu bekommen und zu nutzen. Zum anderen eröffnet uns dies die Möglichkeit von Minderheitsbeteiligungen, die uns gegebenenfalls auch für einen späteren Mehrheitserwerb offenstehen. Bei erfolgreicher Entwicklung der Beteiligungsunternehmen können wir damit von potenziell signifikanten Wertsteigerungen profitieren. In der internationalen Digitalisierung und dem damit verbundenen Eintritt in neue bzw. dem Ausbau bestehender Märkte sehen wir weitere Wachstumschancen. InformationssicherheitsrisikenAufgrund der hohen Integration von Informationstechnologien in Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle ist Axel Springer auf eine hohe Verfügbarkeit von IT-Komponenten angewiesen, um Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit mit weitreichenden Konsequenzen für Erlöse und Reputation zu vermeiden. Externe Faktoren in Form von Cybercrime stellen ein zunehmendes Risiko für das Unternehmen dar. Beispiele hierfür sind eingeschleuste Schadsoftware, die den Zugriff auf Unternehmensdaten durch eine Verschlüsselung unterbindet (Ransomware) oder gezielte Überlastattacken (DDoS-Angriffe). Mögliche Ursachen für eine Beeinträchtigung der Verfügbarkeit können auch interner Natur sein wie z. B. die zunehmende Komplexität der Systeme und die über längere Zeit gewachsene Infrastruktur. Als weitere IT-Risiken werden Ereignisse eingestuft, die eine Verletzung der Vertraulichkeit von Informationen oder der Datenintegrität zur Folge haben können. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von digitalen Bezahlinhalten, programmatischer Online-Werbung sowie der mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) konformen Verarbeitung personenbezogener Daten kommt dem Schutz zur Vermeidung von Diebstahl oder Verlust der Daten eine hohe Bedeutung zu. Aus diesem Grund wurden und werden gezielt Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen von kriminellen Handlungen und Ausfall von IT-Komponenten weitestgehend zu begrenzen. Der Risikoreduzierung dienen hier Maßnahmen, wie bspw. DDoS-Schutz, Ausweichrechenzentren, Analysen von Schwachstellen, Einsatz von Verschlüsselung, Netzwerkzugangskontrollen, Konsolidierung und Standardisierung sowie Härtung von Systemen. Die genannten Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und, sofern notwendig, ausgebaut und verbessert. Politische und rechtliche RisikenDie Relevanz des Datenschutzes sowie die gesellschaftliche und politische Sensibilität für Privatsphäre und Sicherheitslücken im digitalen Bereich nehmen seit Jahren stetig zu. Für 2019 bestehen weiterhin Risiken aus zwei Europäischen Gesetzeswerken. Dies ist zum einen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit Mai 2018 gilt. Neben zahlreichen inhaltlichen Verschärfungen zum Datenschutz (unter anderem bei Einwilligungen, Informationen an die Betroffenen, der Verarbeitung großer Datenmengen im Rahmen von "Big Data" und den Anforderungen an die IT-Sicherheit) brachte die DSGVO vor allem zwei grundsätzliche Änderungen, welche die Risiken für datenverarbeitende Unternehmen deutlich erhöhen: Es gibt eine unternehmensseitige Rechenschaftspflicht, unter welcher der Datenverarbeiter die Einhaltung der DSGVO nachweisen können muss. Außerdem werden die Bußgeldrahmen für den Fall von Verstößen drastisch erhöht. So sind in Anlehnung an das Kartellrecht Bußgelder bis zu 4% des konzernweiten Jahresumsatzes möglich. Im Hinblick auf das Inkrafttreten der DSGVO haben wir konzernweit zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören unter anderem die Festlegung von Verantwortlichkeiten betreffend den Datenschutz, die Durchführung von Schulungen sowie die Einführung einer neuen Richtlinie. Für die von Axel Springer im Bereich der IT-Sicherheit ergriffenen Maßnahmen wird auf den Abschnitt "Informationssicherheitsrisiken" verwiesen. Beim zweiten europäischen Gesetzeswerk handelt es sich um die Entwürfe zur ePrivacy-Verordnung. Diese soll unter anderem das für Axel Springer sehr relevante Setzen von Cookies und das Erstellen von Userprofilen im Internet reglementieren. Im Gegensatz zur DSGVO ist die ePrivacy-Verordnung noch nicht beschlossen. Auch sind ein konkretes Datum des Inkrafttretens sowie etwaige Übergangsfristen nicht endgültig terminiert (Stand: Februar 2019). Axel Springer setzt sich frühzeitig mit den möglichen Folgen und etwaigen Maßnahmen auseinander. Hierzu gehören interne Projekte, wie die Programmierung eines sogenannten "Opt-In-Layers" (OIL) und die Beteiligung am Transparency & Consent Framework des IAB Europe, im weiteren Sinn aber auch die Beteiligung als Gründungspartner an Verimi (s. Seite 41). Darüber hinaus informiert sich Axel Springer - auch über die uns vertretenden Verbände - frühzeitig über diese Entwicklungen. Die Interessenvertreter der Verlags- und Medienbranche in ganz Europa bemühen sich, politischen Entscheidern die bei den Mitgliedern bestehenden Geschäftsmodelle und Risiken zu erläutern, damit diese im Rahmen des demokratischen Gesetzgebungsverfahrens angemessene Berücksichtigung finden. Weitere Maßnahmen in Bezug auf die Änderungen im europäischen Recht bestehen seitens Axel Springer darin, frühzeitig die für Axel Springer relevanten Änderungen zu erkennen und die sich daraus ergebenden organisatorischen und rechtlichen Anforderungen im Rahmen einer risikoorientierten Priorisierung angemessen umzusetzen. Gleichwohl können die politischen und rechtlichen Risiken hierdurch keineswegs gänzlich ausgeschlossen werden. Angesichts der kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung der digitalen Geschäftsmodelle und einer weitgehend neuen und risikoerhöhenden Rechtslage sowie in Ermangelung einschlägiger Rechtsprechung ergibt sich vielfach eine unklare Rechtslage und damit die latente Gefahr von Abmahnungen und etwaiger Rechtsverstöße. Konkret betrifft dies die Regulierung des Einsatzes sogenannter Cookies und ähnlicher Technologien, insbesondere die Zulässigkeit der Erstellung von Nutzerprofilen sowie die Einbindung von Werbenetzwerken und "Retargeting" in den Bereichen Web, Mobile und App. Auch die Einholung von Einwilligungen, sogenannte "Opt-Ins", Abmahnungen und potenzielle Rechtsverstöße bringen gerade für besonders bekannte Marken von Axel Springer wie z. B. BILD und WELT neben den direkten rechtlichen und kommerziellen Folgen auch die Gefahr von Reputationsschäden mit sich. Nach dem Scheitern der EU-weiten Einführung einer Digitalsteuer, die eine Besteuerung der Umsätze aus bestimmten digitalen Leistungen vorsah, planen nun einzelne Länder die Einführung dieser Steuer im Jahr 2019. Gegenwärtig liegen allerdings noch keine Gesetzesbegründungen vor, aus denen sich zweifelsfrei ergeben würde, ob auch unsere Umsätze aus digitalen Geschäftsmodellen, etwa in Frankreich, bereits tatsächlich im Jahr 2019 mit einer Digitalsteuer in Höhe von 3% vom Digitalumsatz belastet werden. Soweit die auf nationaler Ebene geplanten Lösungen auf dem Entwurf der EU-Richtlinie vom 21. März 2018 aufbauen sollten, kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass insbesondere die Erträge aus dem Verkauf von Online-Werbeflächen, der Vermittlung von Transaktionen über digitale Plattformen sowie dem Verkauf von nutzergenerierten Daten betroffen sein werden. Weitere mögliche Risiken bzw. Unsicherheiten ergeben sich für Axel Springer aus der Geschäftstätigkeit in Osteuropa. Diese sind in der Ringier Axel Springer Media gebündelt und gehören zum Segment News Media. Die politische Lage in einzelnen Ländern, insbesondere die polnische und ungarische Medienlandschaft, ist entscheidend geprägt durch die politische Einflussnahme der dortigen nationalkonservativen Regierungen; derzeit bereits auf öffentlich-rechtliche Medien, aber auch durch mögliche zukünftige Versuche der Einflussnahme auf private Medien. So könnten von der Regierung beeinflusste Unternehmen ihre Werbeaktivitäten in unseren Produkten reduzieren oder gar einstellen, was zu einem deutlichen Rückgang unserer Werbeeinnahmen führen würde. Wir begegnen diesem Risiko mit gezielten Maßnahmen zur Kosteneinsparung bzw. Programmen zur Ertragssicherung. Politische und rechtliche ChancenIm politischen und rechtlichen Umfeld könnte sich das Leistungsschutzrecht für Presseverleger als Chance erweisen. Dieses soll den Schutz geistigen Eigentums weiter stärken. Es sieht vor, dass für die Internetnutzung von Verlagsinhalten durch Aggregatoren und Suchmaschinenanbieter Lizenzgebühren gefordert werden können, sofern es sich nicht um "einzelne Wörter" oder "kleinste Textausschnitte" handelt. Google als Marktführer unter den Suchmaschinenanbietern lehnte dies ab. Derzeit gilt eine widerrufliche Gratiseinwilligung, die die Verlage Google zur Nutzung ihrer Textausschnitte in den Suchergebnissen gewährt haben. Die VG Media (Verwertungsgesellschaft), die mehr als 200 digitale Verlage, unter anderem von Axel Springer, vertritt, hat beim Landgericht Berlin Auskunfts- und Zahlungsklage gegen Google eingereicht, die derzeit nach einem entsprechenden Vorlagebeschluss des Landgerichts Berlin beim Europäischen Gerichtshof anhängig ist; je nach Ausgang des Rechtsstreits bzw. einer erzielten Einigung kann sich dies positiv für Axel Springer und seine digitalen journalistischen Angebote auswirken. Unabhängig hiervon wird in der Europäischen Union derzeit eine Reform des Europäischen Urheberrechts verhandelt, in dessen Rahmen erstmals auch auf Unionsebene ein neues Leistungsschutzrecht für Presseverleger vorgesehen sein soll. Das Europäische Parlament hat am 12. September 2018 das Mandat erteilt, das Gesetzgebungsvorhaben im sogenannten Trilog-Verfahren mit der EU-Kommission und dem Europäischen Rat weiter zu beraten, nachdem bereits im Mai die Mitgliedstaaten dem Rat ein solches Mandat erteilt hatten. Am 13. Februar 2019 haben sich die drei Institutionen unter der rumänischen Ratspräsidentschaft auf einen gemeinsamen Text geeinigt, der auch die Einführung eines europaweiten Leistungsschutzrechts vorsieht. Damit wurde der Weg für eine Bestätigung der Übereinkunft durch den Ministerrat der Mitgliedstaaten und das Plenum des EU-Parlaments noch vor den Europawahlen im Mai 2019 geebnet. Eine Verabschiedung der geplanten Richtlinie dürfte die Rechtsposition von Axel Springer für seine verlegerischen Erzeugnisse in der EU stärken. ReputationsrisikenNeben den bisher genannten Reputationsrisiken können sich weitere als Sekundärrisiko bzw. Sekundärwirkung im Zusammenhang mit einem primären Risiko ergeben. Beispielsweise kann ein Verstoß gegen Recht und Gesetz aufgrund der exponierten Stellung von Axel Springer und seinem Beitrag zur gesellschaftlichen Meinungsbildung eine hohe Aufmerksamkeit verursachen und unsere Reputation schädigen. Weitere mögliche Reputationsrisiken können beispielsweise aus der Verletzung der journalistischen Unabhängigkeit erwachsen, wenn die journalistische Arbeit aufgrund persönlicher Vorteilsnahme, mangelhafter Recherche, unvollständigen Informationen oder fehlender Sorgfalt im Umgang mit Quellen gefährdet wird. Auch der Verstoß gegen länderspezifische Gesetze und Verordnungen sowie die Missachtung von Programmen zur Gleichbehandlung und Chancengleichheit kann Reputationsschäden zur Folge haben. Axel Springer betreibt ein fortgeschrittenes Nachhaltigkeitsmanagement, das internationalen Standards entspricht. Neben dem Einsatz energieeffizienter IT-ausstattung (z. B. Computer, Drucker) und der regelmäßig erfolgreichen Teilnahme an Energieaudits, betreiben insbesondere unsere Druckereien ein optimiertes Energiemanagement, z. B. energieeffiziente Lüftungsanlagen zur Kühlung bzw. Heizung in den Druckereistandorten. Für weitere Details verweisen wir auf unseren Nachhaltigkeitsbericht. Würden wir jedoch mögliche ökologische und soziale Konflikte bei der Beschaffung von Ressourcen zu spät erkennen, könnte dies unser Image schädigen. Um dieses Risiko wirkungsvoll zu minimieren, arbeiten wir eng mit Experten und Umweltorganisationen zusammen. Zudem nutzen wir Monitoring-Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette. Unsere diesbezügliche interne und externe Kommunikation ist von Offenheit und Transparenz geprägt. Verstöße gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen und Insider-Regularien sowie nicht korrekt veröffentlichte Informationen im Rahmen der externen Berichterstattung können wirtschaftliche oder juristische Konsequenzen für Axel Springer nach sich ziehen. Zudem besteht das Risiko eines Imageschadens für den Konzern bzw. seiner Marken durch eine negative Berichterstattung oder Kampagnen in Social-Media-Kanälen schon dann, wenn rechtlich betrachtet noch kein Gesetzesverstoß vorliegt. Den genannten Reputationsrisiken wird unter anderem mit Mitarbeitersensibilisierungen durch beispielsweise eLearning, Richtlinien und Corporate Principles sowie unserem Code of Conduct, der konzernweit gültige Verhaltensstandards definiert, entgegengewirkt. Darüber hinaus wirkt unsere International Social Policy, ein Katalog sozialer Standards, potenziellen Reputationsrisiken entgegen. Die International Social Policy legt die Haltung des Unternehmens unter anderem zu Fragen der Rechtstreue, des Kinder- und Jugendschutzes, des Umgangs mit Mitarbeitern sowie Gesundheit und Sicherheit dar. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Berichtsteil "Wesentliche Praktiken der Unternehmensführung" ab Seite 73 ff. PersonalrisikenDie individuellen Fähigkeiten, fachlichen Kompetenzen und das Engagement unserer Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg von Axel Springer bei. Ein wesentliches Risiko stellen deshalb der Verlust von Fach- und Führungskräften und der damit einhergehende unternehmensspezifische Wissens- und Kompetenzverlust dar. Diesem wirken wir professionell und aktiv entgegen. Ein Schwerpunkt unseres Personalmanagements liegt in der gezielten und zukunftsweisenden Mitarbeiterentwicklung und -motivation mithilfe individueller Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, regelmäßigen Feedbackgesprächen, attraktiven Bonusprogrammen, flexiblen Arbeitszeitmodellen und einem umfassenden Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch fachbereichsspezifische Maßnahmen auf Grundlage von Bildungsbedarfsanalysen helfen uns, die individuellen Mitarbeiterbedürfnisse zu identifizieren und das Risiko des Fachkräfteverlusts zu minimieren. Eine systematische Nachfolgeplanung und -entwicklung, insbesondere bei altersbedingter Fluktuation ist unabdingbar. Auf diese Weise soll der Transfer von wertvollem Erfahrungsschatz und Unternehmensexpertise gewährleistet und der Personalbedarf nachhaltig gedeckt werden. Darüber hinaus stellt auch die erschwerte Situation bei der Rekrutierung von Nachwuchs- als auch Führungskräften ein kontinuierlich wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Personalmarkt ist es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Mit Blick auf die kontinuierlich steigende Digitalisierung des Konzerns werden insbesondere IT-Fachkräfte weiterhin verstärkt nachgefragt. Deshalb haben wir ein internes Recruitingteam aufgestellt, welches personalstrategische Initiativen gestaltet und beispielsweise den langfristigen Aufbau eines gemeinsamen Talente-Pools mit Fokus auf Engpass- und Schlüsselfunktionen verfolgt. Zusätzlich leisten ein professionelles Employer Branding, unsere Social-Media-Aktivitäten auf Facebook und Instagram sowie das Hochschulmarketing mit seinen vielfältigen internen und externen Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag dazu, uns signifikant von anderen Unternehmen abzusetzen und Axel Springer als attraktiven und innovativen Arbeitgeber in der relevanten Zielgruppe zu positionieren. Finanzwirtschaftliche Risiken und Risiken aus der Verwendung von FinanzinstrumentenAufgrund des Internationalisierungsgrads von Axel Springer ist der Konzern einer Reihe von Marktpreisrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Diese Risiken werden im Wesentlichen durch den Bereich Konzernfinanzen auf Basis einer durch den Axel Springer Vorstand festgelegten Richtlinie gesteuert. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Währungsrisiken werden überwiegend dadurch vermieden, dass operative Kosten in den Ländern entstehen, in denen wir unsere Produkte und Dienstleistungen verkaufen. Verbleibende Währungsrisiken aus Fremdwährungs-Cashflows (Transaktionsrisiken) sind eher unwesentlich, da wir unsere Ergebnisse zum überwiegenden Teil im Eurowährungsraum erwirtschaften. Währungsrisiken aus offenen Nettopositionen ab € 5 Mio. je Fremdwährung werden in einem Treasury Committee besprochen. Währungseffekte aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen (Translationsrisiko) werden direkt im kumulierten Eigenkapital erfasst. Daher sichert sich Axel Springer in der Regel nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Das bestehende Zinsänderungsrisiko resultiert in erster Linie aus finanziellen Forderungen oder Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung. Aufgrund von fest definierten Finanzierungsgrundsätzen und eines regelmäßigen Monitorings des variablen Zinsanteils ist dieses Risiko allerdings begrenzt oder wird, soweit erforderlich, durch den Einsatz von Zinsderivaten minimiert. Das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig auf Basis der Mittelfristplanung überwacht. Die abgeschlossene Kreditlinie sowie die Schuldscheindarlehen bilden einen ausreichenden Risikopuffer für ungeplante Auszahlungen. Die Anlage liquider Mittel generiert im Konzern nur geringe Ausfallrisiken. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, erfolgt die Anlage nach vorgegebenen Kriterien, die in einer Konzernrichtlinie festgelegt sind. Die Risiken aus Finanzinstrumenten und Sicherungsmaßnahmen sind im Konzernanhang unter Ziffer (34) ausführlich erläutert. Insgesamt werden die finanzwirtschaftlichen Risiken als gering eingeschätzt. Sonstige RisikenUm den kulturellen Wandel zum führenden digitalen Verlag zu unterstützen, wird mit Hochdruck an der Erstellung des neuen Verlagsgebäudes der Axel Springer SE gearbeitet, welches den Mitarbeitern eine engere Vernetzung und einen besseren Wissensaustausch ermöglichen soll. Bei der Umsetzung eines solchen Großprojekts ist Axel Springer unweigerlich mit bauspezifischen Risiken wie ungeplantem Projektverzug sowie Kostenüberschreitungen aufgrund von Planungs-, Ausschreibungs- oder Vergabefehlern oder von Rohstoffpreiserhöhungen wie beispielsweise Stahl, Glas oder Beton konfrontiert. Zur Verminderung der vorgenannten Risiken wurde ein entsprechender Generalunternehmervertrag abgeschlossen, ein professionelles Projektcontrolling und Berichtsstrukturen aufgebaut. Auch der Aufbau von Lieferantenbeziehungen und deren frühzeitige vertragliche Bindung helfen uns, diese Risiken zu minimieren. Mögliche Risiken, die sich aus dem globalen Klimawandel ergeben, wurden ebenfalls untersucht. Jedoch gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Klimawandel einen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsmodelle von Axel Springer hätte. Nach wie vor stellen terroristische Angriffe für Axel Springer ein ernst zu nehmendes Risiko dar. Diesem begegnen wir unter anderem mit erhöhten Sicherheitsstandards, deutlich verschärften Zutrittsregelungen und Kontrollen sowie einer ausführlichen Aufklärung und Schulung des sicherheitsrelevanten Personenkreises. Das finanzielle Risiko durch mögliche Sachschäden und Betriebsunterbrechungen ist hier über entsprechende Versicherungen abgedeckt. Unser Joint Venture mit Ringier ist in Polen mit einem stark konzentrierten Presse-Vertriebsgeschäft konfrontiert. Dieses birgt das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Vertriebspartnern und damit die Gefahr, dass bei Zahlungsausfällen einzelner Unternehmen höhere Anteile offener Forderungen gegebenenfalls ausstehend bleiben und daraus wesentliche Einbußen resultieren. Zur Begrenzung dieses zunehmend wachsenden Risikos ist ein Teil des möglichen Forderungsausfalls mit einer entsprechenden Versicherung abgedeckt. Zudem erfolgt ein aktives Forderungsmanagement. Betriebliche und sonstige ChancenDer laufende kulturelle Wandel bei Axel Springer bringt zusätzliche Chancen in verschiedenen Bereichen mit sich. Zum einen wird durch den Abbau strikter Hierarchien und durch Umstrukturierungen eine schnellere Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit auf sich verändernde Markt- und Wettbewerbsbedingungen gewährleistet. Zum anderen bietet sich die Chance, Axel Springers Arbeitgeberattraktivität durch ein zeitgemäßes, modernes und zunehmend digitales Arbeitsumfeld zu steigern und insbesondere unser Haus auch für junge Fachkräfte aus dem Start-up-Umfeld und anderen relevanten Zielgruppen als Arbeitgebermarke attraktiver zu machen. Gesamtbetrachtung der Risiko- und ChancensituationDas Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation des Axel Springer Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken und -chancen aller Risiko- und Chancenkategorien der konsolidierten Mehrheitsbeteiligungen und der Zentralbereiche zusammen. Derzeit sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Axel Springer Konzerns gefährden oder die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage maßgeblich beeinflussen könnten. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einer signifikanten Verschlechterung der Konjunktur in unseren Märkten sowie der Medienbranche und damit verbunden zu einer wesentlichen Verschlechterung der Ertragslage des Konzerns kommt. Zudem werden Risikokonzentrationen durch kontinuierliche Diversifizierung, Internationalisierung, Optimierung des Marken- und Produktportfolios sowie Digitalisierung reduziert. Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2017 sind zwar leichte Veränderungen der Risikopositionen zu verzeichnen. Diese Veränderungen haben jedoch die Gesamtrisiko- und Chancensituation des Unternehmens nicht wesentlich verändert. PrognoseberichtErwartetes wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftDer Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einer Fortsetzung der weltweiten Wachstumsschwäche in den kommenden Quartalen und prognostiziert für das Jahr 2019 ein globales Wirtschaftswachstum von real 3,5 %. Darin kommt vor allem eine anhaltende Verlangsamung der Wachstumsdynamik in den Industrieländern zum Ausdruck. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht ein Ende des überdurchschnittlichen Wachstums der deutschen Wirtschaft. Allerdings, so die Wirtschaftsforscher, bestehe keine Gefahr einer unmittelbaren Rezession. Im Jahr 2019 dürfte das Wirtschaftswachstum demnach bei preisbereinigt 1,6% liegen. Steigende Löhne dürften zu einer Steigerung des privaten Konsums um 1,5% führen. Angesichts einer anhaltend hohen Auslastung der Industrie rechnet das DIW mit einer deutlichen Steigerung der preisbereinigten Ausrüstungsinvestitionen um 3,0% im Jahr 2019. Nach einem schwächeren Zuwachs der Auslandsnachfrage im Jahr 2018 ist 2019 wieder mit stärker wachsenden Ausfuhren zu rechnen. Dem vom DIW erwarteten Exportzuwachs um real 2,8% stehen im Jahr 2019 aber voraussichtlich noch stärker steigende Importe um real 3,9 % gegenüber. Das DIW rechnet für das Jahr 2019 mit einer Steigerung der Verbraucherpreise um 2,0%. Die Unternehmen dürften bei gut ausgelasteten Kapazitäten ihre Preissetzungsspielräume stärker nutzen. Die Zahl der Erwerbstätigen wird voraussichtlich um rund 350.000 auf jahresdurchschnittlich 45,2 Mio. Menschen steigen. Die Arbeitslosenquote dürfte gleichzeitig wegen des anhaltend hohen Beschäftigungsaufbaus auf 4,8% sinken. Erwartete konjunkturelle Entwicklung (Auswahl)
Quelle: DIW, Dezember 2018. Die britische Wirtschaft wird nach einer Prognose des DIW im Jahr 2019 um 1,3% expandieren. Insbesondere die Unsicherheit im Hinblick auf den Brexit dürfte die Investitionstätigkeit der Unternehmen weiter belasten. Die Binnennachfrage wird insgesamt voraussichtlich nur moderat zum Wachstum beitragen. Trotz einer weiterhin guten Lage auf dem Arbeitsmarkt dürften die Einkommenszuwächse im Jahr 2019 verstärkt für die Ersparnisbildung aufgewendet werden und somit nicht dem privaten Konsum zugutekommen. Für Frankreich prognostiziert das DIW eine reale Wachstumsrate von 1,7% im Jahr 2019. Die Arbeitslosenquote dürfte auf 8,6% zurückgehen. Das DIW rechnet mit einem nur moderaten Preisanstieg von 1,6%. Die Konsumenten Mittel- und Osteuropas sind der DIW-Prognose zufolge etwas weniger zuversichtlich als noch im Sommer 2018. Die privaten Haushalte dürften insgesamt zurückhaltender mit ihren Ausgaben sein. Die Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich zwar weiterhin, aber die Arbeitslosenquote sinkt weniger rasch. Die nominalen Einkommen dürften weiterhin steigen; allerdings legt auch die Preissteigerung allmählich zu. Die Wachstumsrate in Mittel- und Osteuropa dürfte sich im Jahr 2019 auf real 3,7 % verringern. Die Entwicklung der US-Wirtschaft bleibt laut DIW-Prognose weiter aufwärtsgerichtet. Gestützt wird das Wachstum der US-Wirtschaft zunächst noch durch eine expansive Finanzpolitik. Die Effekte der Steuersenkungen und der staatlichen Mehrausgaben werden aber langsam auslaufen. Vor diesem Hintergrund wird sich die Lage am Arbeitsmarkt etwas langsamer verbessern als in den letzten Jahren. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts wird sich laut DIW auf real 2,4% abschwächen. BranchenumfeldNach der aktuellen Werbemarktprognose von Zenith-Optimedia wird für das Jahr 2019 weltweit ein Plus von 3,8% (nominal) erwartet. Die Verlagerung der Werbebudgets ins Internet setzt sich mit unverminderter Geschwindigkeit fort. Laut der aktuellen Prognose von ZenithOptimedia wird der Anteil der Online-Werbung am weltweiten Werbekuchen 2019 auf 43,1 % steigen. Die bisher vorliegenden Prognosen für Deutschland zeigen für die einzelnen Mediengattungen ein weitgehend ähnliches Bild. ZenithOptimedia erwartet für den Nettowerbemarkt (Werbeumsätze nach Abzug von Rabatten und Mittlerprovisionen) 2019 in Deutschland einen Anstieg um 1,7% (nominal). Damit liegt die Entwicklung des Werbemarktes insgesamt unterhalb des Wachstums der Gesamtwirtschaft, das laut DIW bei einem nominalen Plus von 3,8% (+ 1,6% real) liegen soll. Getragen wird das Werbemarkt-Wachstum von Digital (+7,0%), TV (+2,0%), Outdoor (+2,6%) und Radio (+0,9%). Für Zeitungen (-4,2%) und Zeitschriften (- 5,5 %) wird von ZenithOptimedia ein Rückgang der Nettowerbeumsätze prognostiziert. In den Prognosedaten spiegelt sich weiterhin die strukturelle Umverteilung der Werbeausgaben zugunsten digitaler Angebote wider. 2019 soll der Anteil von Online und Mobile in Deutschland auf 37,8% steigen. Damit liegt Deutschland unter dem globalen Durchschnitt (43,1 %). Laut ZenithOptimedia werden die Verlage von den zusätzlichen Online-Werbeumsätzen kaum profitieren. Grund ist die Dominanz der großen Tech-Konzerne aus den USA. Der digitale Werbemarkt ist im Begriff, sich von den Auswirkungen der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erholen. Inwieweit die Diskussionen um Datenschutz angesichts der angekündigten ePrivacy-Verordnung Einfluss auf die digitalen Werbeinvestitionen haben werden, bleibt abzuwarten (s. Seite 55). Die globalen Trends geben auch für Deutschland die Richtung vor. Das Wachstum des Werbemarktes ist technologiegetrieben, insbesondere in den Wachstumsfeldern Mobile, Online-Bewegtbild (Video), Social Media, digitale Audiowerbung und Programmatic. Dank der weiterhin zunehmenden Verbreitung mobiler Geräte, technischer Verbesserungen der Werbeformen und Erhöhung der Werbeformenvielfalt sowie der technischen Innovationen bei der Aussteuerung von geräteübergreifenden Kampagnen wird mit einem deutlichen Zuwachs bei den digitalen Werbeinvestitionen gerechnet. Die fortschreitende Automatisierung der Werbebuchung über Programmatic-Buying-Plattformen wird ebenfalls als Treiber für Online- und Mobilewerbung gesehen. Darüber hinaus werden zukünftig alle Medien digital, adressierbar und somit programmatisch handelbar. Die Herausforderung für die Vermarkter wird lauten, einerseits ihr Inventar an die verfügbaren Handelsplattformen anzuschließen und andererseits Daten zur Verfügung zu stellen, die den Werbungtreibenden eine zielgenaue - und somit effektivere - Konsumentenansprache ermöglichen. Zu den großen Trends der Werbewirtschaft zählt ebenso die Nutzung von künstlicher Intelligenz für die Massenkommunikation. Selbstlernende Technologien prognostizieren Kundenverhalten und richten die personalisierte Kundenansprache darauf aus. Die digitalen Auslandsmärkte, in denen sich Axel Springer mit eigenen Unternehmensaktivitäten engagiert, werden sich nach der Prognose von ZenithOptimedia unterschiedlich entwickeln: Auf dem Online-Markt in Westeuropa wird das Nettowerbevolumen im Jahr 2019
Erwartete digitale Werbekonjunktur 2019 (Auswahl)
Quelle: ZenithOptimedia, Advertising Expenditure Forecast, Dezember 2018. KonzernStrategische und organisatorische AusrichtungDie höchste strategische Priorität liegt für Axel Springer in der konsequenten Digitalisierung des Unternehmens. Durch die Weiterentwicklung unseres digitalen Angebots im In- und Ausland und durch gezielte Akquisitionen verfolgen wir das Ziel, der führende digitale Verlag zu werden. Wo möglich und sinnvoll, reinvestieren wir Erträge aus dem bestehenden Geschäft in Wachstumsfelder, um mittel- und langfristige Potenziale zu heben. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufKonzernprognose / unterjährige Anpassung
Die im März 2018 für die Konzernkennzahlen veröffentlichte und im November 2018 für das bereinigte Ergebnis je Aktie angehobene Prognose wurde erfüllt bzw. teilweise übertroffen. Die Prognose für den Umsatz und das bereinigte EBITDA und die unterjährig angehobene Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie wurden erfüllt. Die Prognose für die Entwicklung des bereinigten EBIT wurde übertroffen, für die organische Entwicklung des bereinigten EBIT wurde das obere Ende der prognostizierten Bandbreite erreicht. Segmentprognose / unterjährige Anpassung
Die Geschäftsentwicklung in den Segmenten hat die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT überwiegend erfüllt und teilweise übertroffen. Im Classifieds Media Segment wurde die im März 2018 veröffentlichte Prognose für die Umsatzerlöse, das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT ebenso wie die im August 2018 angehobene Prognose für die organische Umsatzentwicklung erfüllt. Im Segment News Media wurde die Prognose für die Umsatzentwicklung leicht übertroffen. Die Prognose für das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT wurden erfüllt. Im Segment Marketing Media bestätigte die Umsatzentwicklung die im November 2018 angepasste Prognose. Die organische Entwicklung war leicht besser als erwartet. Die Entwicklung des bereinigten EBITDA sowie des bereinigten EBIT erfüllte die Prognose. Im Segment Services/Holding lag die Umsatzentwicklung unter den prognostizierten Erwartungen, während die Entwicklung des bereinigten EBITDA die Prognose übertraf. Die Entwicklung des bereinigten EBIT bestätigte die Prognose. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung KonzernDie Prognose für das Geschäftsjahr 2019 berücksichtigt die Konsolidierungseffekte aus den Transaktionen des Geschäftsjahres 2018, im Wesentlichen die Verkäufe von aufeminin Ende April 2018 und des Print-Portfolios in der Slowakei Ende Juli 2018 sowie die Erstkonsolidierung von Logic-Immo ab Februar 2018 und Universum ab Mai 2018. Auch die Ergebniseffekte aus dem Erwerb von Anteilen an Purplebricks im April 2018 und an Homeday im Dezember 2018 werden berücksichtigt. Zur besseren Beurteilung der operativen Entwicklung geben wir zusätzlich eine Erwartung für die organische Entwicklung unserer Steuerungsgrößen an, die sich durch die Bereinigung um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte ergibt. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir im Konzern mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Organisch gehen wir von einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für das bereinigte EBITDA erwarten wir ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Das organische Wachstum des bereinigten EBITDA sollte im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Für das bereinigte EBIT erwarten wir aufgrund erhöhter Abschreibungen einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich, organisch einen Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Wir erwarten, dass sich die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie zwischen einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen wird. Für die organische Entwicklung gehen wir von einem Anstieg im einstelligen Prozentbereich aus. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung SegmenteDie Umsatzerlöse im Segment Classifieds Media werden voraussichtlich ein Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich zeigen. Konsolidierungseffekten aus der Erstkonsolidierung von Logic-Immo ab Februar 2018 und Universum ab Mai 2018 stehen Entkonsolidierungseffekte von casamundo innerhalb der @Leisure-Gruppe ab Oktober 2018 entgegen. Das organische Wachstum wird daher ebenfalls im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Für das bereinigte EBITDA wird aufgrund von erhöhten Investitionen in zukünftiges Wachstum mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Der organische Anstieg sollte im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Beim bereinigten EBIT rechnen wir aufgrund erhöhter Abschreibungen mit einem Ergebnis auf dem Vorjahresniveau, organisch mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Im Segment News Media rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019 mit einem Rückgang der Umsatzerlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Hier wirken sich Entkonsolidierungseffekte aus dem Verkauf des Print-Portfolios in der Slowakei ab Ende Juli 2018 aus. Organisch rechnen wir mit einem Rückgang der Erlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Beim bereinigten EBITDA erwarten wir einen Wert auf dem Vorjahresniveau. Auch organisch erwarten wir eine stabile Entwicklung. Beim bereinigten EBIT gehen wir von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus, organisch rechnen wir mit einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Im Segment Marketing Media rechnen wir mit einem Rückgang der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Hierin enthalten sind Entkonsolidierungseffekte aus dem Verkauf von aufeminin ab Ende April 2018. Für die organische Entwicklung wird mit einem Wachstum der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet. Für das bereinigte EBITDA rechnen wir mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, organisch mit einem Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Beim bereinigten EBIT gehen wir aufgrund von steigenden Abschreibungen von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus, organisch von einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Für das Segment Services/Holding gehen wir marktbedingt von einem Rückgang der Erlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Auch für die organische Entwicklung erwarten wir einen Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für das bereinigte EBITDA erwarten wir einen Rückgang (Verschlechterung) im zweistelligen Prozentbereich, organisch ebenfalls einen Rückgang im zweistelligen Prozentbereich. Beim bereinigten EBIT gehen wir aufgrund von geringeren Abschreibungen von einem Rückgang (Verschlechterung) im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich aus. Organisch erwarten wir dieselbe Entwicklung. Erwartete Finanz- und VermögenslageIn der Finanz- und Vermögenslage werden die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte vor allem aufgrund der Investitionen in den Neubau in Berlin weiter deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Die Finanzierung erfolgt aus dem operativen Cashflow, der Verkauf wird voraussichtlich Ende 2019 bzw. Anfang 2020 vollzogen. Ohne die Investitionen für den Neubau in Berlin werden die Investitionen ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert erwartet. DividendenpolitikAxel Springer strebt unter der Voraussetzung einer weiterhin soliden Ertragslage eine Dividendenpolitik mit stabilen oder leicht steigenden Ausschüttungen an, die gleichzeitig die Finanzierung von Wachstum ermöglicht. Erwartete Entwicklung der MitarbeiterzahlDie Zahl der Mitarbeiter im Konzern wird im Jahresdurchschnitt 2019 über dem Vorjahreswert liegen. Wesentlicher Grund hierfür ist der organisch und auch akquisitorisch bedingte Mitarbeiteraufbau im Zuge der digitalen Transformation. PlanungsgrundlagenDie künftige Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich sind. Die tatsächliche Entwicklung kann jedoch deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Insbesondere liegt der Prognose die Annahme zugrunde, dass es zu keiner signifikanten Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds kommt und dass die tatsächlichen Wechselkurse nicht signifikant von den zugrunde gelegten Plan-Wechselkursen abweichen. Die Prognosen für die Umsatzerlöse, das bereinigte EBITDA, das bereinigte EBIT und das bereinigte Ergebnis je Aktie beinhalten die bei Veröffentlichung des Jahresabschlusses zu erwartenden Effekte aus bekannten Akquisitionen und Desinvestitionen (s. o.) sowie geplanten Restrukturierungsaufwendungen. Die zusätzlichen Angaben zur organischen Entwicklung sind bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte. Übernahmerechtliche Angaben und erläuternder Bericht des VorstandsAls börsennotierte Gesellschaft, deren Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 WpÜG notiert sind, ist die Axel Springer SE verpflichtet, in den Lage- und Konzernlagebericht die Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB aufzunehmen. Der nachfolgende Abschnitt enthält neben diesen gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zugleich den hierauf bezogenen erläuternden Bericht des Vorstands nach § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG i. V. m. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2018 € 107.895.311,00 und ist eingeteilt in 107.895.311 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden (sogenannte vinkulierte Namensaktien, s. unten). Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien (s. Seite 70), aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen (vgl. § 71b AktG). Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenGemäß § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft können die Aktien sowie die Bezugsrechte auf Aktien der Axel Springer SE nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand, wobei im Innenverhältnis über die Erteilung der Zustimmung der Aufsichtsrat beschließt. Die Zustimmung kann gemäß der Satzung ohne Angabe von Gründen verweigert werden. Die Zustimmung zur Übertragung der Aktien wird von der Gesellschaft aber nicht willkürlich verweigert. Schuldrechtliche Übertragungsbeschränkungen ergeben sich nach Kenntnis des Vorstands der Gesellschaft aus den folgenden Vereinbarungen:
Außerdem bestehen schuldrechtliche Übertragungsbeschränkungen im Zusammenhang mit den in den Geschäftsjahren 2015, 2017, 2018 sowie 2019 durchgeführten Aktienbeteiligungsprogrammen für Mitarbeiter von Axel Springer; die Mindesthaltedauer für bei Aktienbeteiligungsprogrammen vorhergehender Jahre erworbenen Aktien ist jeweils bereits abgelaufen. Die im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms 2015 erworbenen Aktien unterliegen grundsätzlich einer Mindesthaltedauer von vier Jahren (d. h. bis zum 31. Mai 2019), die im Rahmen der Aktienbeteiligungsprogramme 2017, 2018 und 2019 erworbenen Aktien einer Mindesthaltedauer von zwei Jahren ab dem Ende des Teilnahmezeitraums (d. h. jeweils bis 31. Dezember 2019, 2020 bzw. 2021). Während der Mindesthaltedauer werden die Aktien für die Mitarbeiter jeweils in einem gesperrten Depot bei der Deutsche Bank AG bzw. einem auf Namen der Computershare Investor Services Plc lautenden Sammeldepot der BNP Paribas verwahrt. Im Rahmen des virtuellen Vorstands-Aktienoptionsplans 2018 ist Dr. Stephanie Caspar zu einem Eigeninvestment in Aktien der Axel Springer SE verpflichtet. Diese Aktien unterliegen zwar keiner Veräußerungssperre, allerdings führt eine Verfügung über diese Aktien zum ersatz- und entschädigungslosen Verfall der zugehörigen virtuellen Aktienoptionsrechte (zum virtuellen Vorstands-Aktienoptionsplan 2018, s. Seite 85). Schließlich sind von Personen, die im Sinne der europäischen Marktmissbrauchsverordnung (MAR) Führungsaufgaben bei der Axel Springer SE wahrnehmen, die durch Artikel 19 Abs. 11 MAR begründeten geschlossenen Zeiträume (Handelsverbote) zu beachten; in Anlehnung an diese gesetzlichen Sperrfristen hat die Gesellschaft weitergehende Leitlinien für den Handel mit Aktien der Axel Springer SE entwickelt, die von Organmitgliedern und Personen des obersten Führungskreises beachtet werden sollen. StimmrechtsbeschränkungenNach dem vorstehend genannten Poolvertrag zwischen Dr. Mathias Döpfner, Dr. h. c. Friede Springer und der Friede Springer GmbH & Co KG sind die Stimmrechte und die sonstigen Rechte aus den poolgebundenen Aktien in der Hauptversammlung der Axel Springer SE jeweils gemäß den entsprechenden Beschlüssen der Poolmitglieder auszuüben, und zwar unabhängig davon, ob und in welchem Sinn das jeweilige Poolmitglied bei der Beschlussfassung des Pools abgestimmt hat. Das Stimmrecht der Poolmitglieder in der Poolversammlung richtet sich nach ihrem Stimmrecht in der Hauptversammlung der Axel Springer SE, gerechnet nach der jeweiligen Stückzahl ihrer stimmberechtigten poolgebundenen Aktien. Soweit die Friede Springer GmbH & Co KG mittelbar an der Axel Springer SE beteiligt ist, richtet sich ihr Stimmrecht nach der durchgerechneten Stückzahl der von der Friede Springer GmbH & Co KG mittelbar gehaltenen stimmberechtigten poolgebundenen Aktien. Beschränkungen der Stimmrechte können ferner aufgrund von Vorschriften des Aktiengesetzes, etwa gemäß § 136 AktG sowie aufgrund kapitalmarktrechtlicher Vorschriften, insbesondere gemäß §§ 33 ff. WpHG, bestehen. Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreitenZum Ende des Geschäftsjahres 2018 bestanden auf Grundlage der der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2018 zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß §§ 33, 34 WpHG die folgenden direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital der Axel Springer SE, die die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten haben: Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co, Berlin, Deutschland (direkt), AS Publizistik GmbH, Berlin, Deutschland (indirekt), Friede Springer GmbH & Co KG, Berlin, Deutschland (indirekt), Friede Springer Verwaltungs-GmbH, Berlin, Deutschland (indirekt), Dr. h. c. Friede Springer, Berlin, Deutschland (indirekt), und Dr. Mathias Döpfner, Potsdam, Deutschland (indirekt). Informationen zur Höhe der vorstehend genannten Beteiligungen an der Gesellschaft können den Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen im Anhang des Jahresabschlusses 2018 der Axel Springer SE, siehe go.axelspringer.com/finanzpublikationen, sowie dem Punkt "Stimmrechtsmitteilungen" auf der Internetseite der Gesellschaft unter go.axelspringer.com/-stimmrechtsmitteilung entnommen werden. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sindIm Rahmen des Gratisaktien- und Aktienbeteiligungsprogramms des Jahres 2009 sowie der Aktienbeteiligungsprogramme der Jahre 2011 bis 2015 sowie 2017, 2018 und 2019 ist hinsichtlich der an die Mitarbeiter übertragenen Aktien zunächst die Deutsche Bank AG bzw. ab dem Geschäftsjahr 2019 für Mitarbeiter aus dem Ausland die Computershare Investor Services Plc mit Aktien im Fremdbesitz in das Aktienregister eingetragen worden. Es steht jedoch jedem Mitarbeiter - gegebenenfalls nach Ablauf der Mindesthaltedauer - frei, sich selbst als Aktionär in das Aktienregister eintragen zu lassen. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der SatzungDer Vorstand der Axel Springer SE besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder, bestellt sie und beruft sie ab. Gemäß § 8 Abs. 2 Satz 1 der Satzung i. V. m. Art. 46 Abs. 1 SE-VO werden die Vorstandsmitglieder für einen Zeitraum von höchsten fünf Jahren bestellt; Wiederbestellungen sind zulässig. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, kann der Aufsichtsrat ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen (§ 8 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, hat in dringenden Fällen das Gericht auf Antrag eines Beteiligten ein Mitglied zu bestellen (Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SEVO i.V.m. § 85 Abs. 1 Satz 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (vgl. im Einzelnen Art. 39 Abs. 2 Satz 1, Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO, § 84 Abs. 3 Sätze 1 und 2 AktG). Sofern nicht zwingende gesetzliche Vorschriften oder Regelungen der Satzung eine größere Mehrheit verlangen, erfolgen Satzungsänderungen durch Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw., sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen (vgl. § 21 Abs. 2 Satz 2 der Satzung i.V.m. § 51 Satz 1 SEAG, Art. 59 Abs. 1 und 2 SE-VO). Letzteres gilt nicht für die Änderung des Gegenstands des Unternehmens und für einen Beschluss betreffend die Verlegung des Sitzes der SE in einen anderen Mitgliedsstaat gemäß Art. 8 Abs. 6 der SE-VO sowie für Fälle, für die eine höhere Kapitalmehrheit gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist (vgl. § 51 Satz 2 SEAG, Art. 59 Abs. 1 und 2 SE-VO). Eine Änderung der in § 3 der Satzung niedergelegten Grundsätze der Unternehmensführung bedarf einer Mehrheit, die mindestens vier Fünftel der abgegebenen Stimmen umfasst (vgl. § 21 Abs. 3 der Satzung). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung). Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. April 2018 (Tagesordnungspunkt 14) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 17. April 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 10.500.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Die von der Hauptversammlung am 14. April 2015 beschlossene Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals und zum Ausschluss des Bezugsrechts in § 5 Absatz 4 der Satzung der Gesellschaft wurde mit Wirksamkeit des neuen genehmigten Kapitals aufgehoben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. April 2018 (Tagesordnungspunkt 7) ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. April 2023 ermächtigt worden, eigene Aktien der Gesellschaft bis zur Höhe von 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben, unter Aufhebung der entsprechenden bisherigen Ermächtigung, die die Hauptversammlung vom 16. April 2014 erteilt hatte. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Angebots erfolgen. Zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder ihr gemäß Art. 5 SE-VO i. V. m. §§ 71a ff. AktG zuzurechnenden Aktien dürfen die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Einzelheiten der Ermächtigung können der Einladung zur Hauptversammlung am 18. April 2018 entnommen werden, die auf der Internetseite der Axel Springer SE verfügbar ist (s. Tagesordnungspunkt 7 sowie den hierzu erstatteten Bericht des Vorstands). Die Gesellschaft hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2018 keine eigenen Aktien. Bei der Axel Springer SE besteht kein bedingtes Kapital. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenDie Gesellschaft hat mit Ausnahme von Regelungen in den nachfolgend genannten Schuldscheindarlehen und dem nachfolgend genannten Konsortialkredit sowie von dienstvertraglichen Kündigungsrechten der Vorstandsmitglieder im Falles eines Kontrollwechsels (weitere Informationen siehe unten und Seite 85 dieses Geschäftsberichts) keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Gesellschaft hat seit April 2012 Schuldscheindarlehen am Kapitalmarkt platziert. Derzeit weisen die Schuldscheindarlehen ein Gesamtvolumen von € 704.500.000,00 auf. Der Darlehensgeber kann nach Mitteilung eines Kontrollwechsels verlangen, dass die von ihm gehaltene Forderung mit einer Frist von 90 Tagen vorzeitig ganz oder teilweise zurückgezahlt wird. Ein Kontrollwechsel im Sinne der Schuldscheindarlehen liegt - vorbehaltlich einzelner näher definierter Ausnahmetatbestände, die an die derzeit kontrollierenden Gesellschafter der Axel Springer SE anknüpfen - vor, wenn eine Person alleine oder mehrere Personen gemeinsam handelnd mehr als 50 % des Aktienkapitals der Axel Springer SE oder der Stimmrechte auf sich vereinen. Im Hinblick auf den im Mai 2018 neu verhandelten Konsortialkredit in Höhe von derzeit € 1.500.000.000,00 sind die Darlehensgeber im Fall eines Kontrollwechsels ebenfalls zur Kündigung der Kredite mit einer Frist von 30 Tagen nach Kenntniserlangung berechtigt. Ein Kontrollwechsel liegt - vorbehaltlich einzelner näher definierter Ausnahmetatbestände, die an die derzeit kontrollierenden Gesellschafter der Axel Springer SE anknüpfen - beim Erwerb von Aktien der Axel Springer SE in einem Umfang von mehr als 50% der Stimmrechte durch eine Person oder mehrere gemeinsam handelnde Personen vor. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sindDie Mitglieder des Vorstands sind berechtigt, ihre Dienstverträge im Falle eines Kontrollwechsels zu kündigen. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, wenn die Mehrheitsaktionärin Dr. h. c. Friede Springer nicht mehr - mittelbar oder unmittelbar - die Mehrheit der Aktien halten bzw. kontrollieren sollte. In einem derartigen Fall haben die betreffenden Vorstandsmitglieder Anspruch auf Zahlung des Grundgehalts für die zuletzt vereinbarte restliche Vertragsdauer bzw. einer Abfindung in Höhe der Gesamtbezüge für die Dauer der zuletzt vereinbarten Vertragsdauer bzw. der ursprünglichen Restlaufzeit (ein Teil der berechtigten Vorstandsmitglieder hat Anspruch auf Zahlung von mindestens einem Jahresgrundgehalt); regelmäßig sind die vorstehend genannten Zahlungen betragsmäßig begrenzt. Außerdem zahlt die Gesellschaft die erfolgsorientierte Vergütung pro rata temporis für die Zeit der Tätigkeit im Jahr des Ausscheidens. Sonstige Vergütungen sehen die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels nicht vor. Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen mit Arbeitnehmern der Gesellschaft bestehen nicht. Corporate-Governance-BerichtIm vorliegenden Kapitel berichten Vorstand und Aufsichtsrat im Einklang mit der Empfehlung in Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK, Kodex) über die Corporate Governance bei Axel Springer. Das Kapitel umfasst auch die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vergütungsbericht. Gute Corporate Governance als LeitmotivGute, transparente Corporate Governance ist für Axel Springer zentraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle, die sich an einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes ausrichtet. Sie fördert das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung des Unternehmens und ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Unternehmenserfolg. Dabei orientieren wir uns am Deutschen Corporate Governance Kodex. Um die Empfehlungen des Kodex einzuhalten und umzusetzen, haben wir geeignete Maßnahmen ergriffen. Corporate-Governance-Beauftragter ist der Vorstand Finanzen und Personal. Einhaltung und Umsetzung der Empfehlungen des DCGK werden kontinuierlich überprüft. Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f HGBEntsprechenserklärung gemäß § 161 AktGAm 6. November 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat folgende Entsprechenserklärung veröffentlicht: "Vorstand und Aufsichtsrat der Axel Springer SE erklären gem. § 161 Aktiengesetz Folgendes: I. Zukunftsbezogener TeilDen Empfehlungen des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 wird mit Ausnahme der nachfolgend genannten und begründeten Abweichungen entsprochen: 1. Berücksichtigung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung (Ziff. 4.2.2 Satz 6 DCGK)Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt eine Vielzahl von Kriterien, insbesondere die in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten. Dennoch wird vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung in Ziffer 4.2.2 Satz 6 DCGK erklärt, weil neben Unklarheiten in der Auslegung auch Zweifel bestehen, ob die besondere Betonung des Verhältnisses zwischen der Vorstandsvergütung und der Vergütung des oberen Führungskreises oder der Belegschaft insgesamt der Bedeutung dieses Kriteriums im Rahmen der Beurteilung der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung entspricht. 2. Darstellung der individualisierten Vorstandsvergütung in Tabellenform im Vergütungsbericht (Ziff. 4.2.5 Sätze 5 und 6 DCGK)Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der sog. "Opt-Out"-Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. April 2014 sowie vom 18. April 2018. Danach unterbleibt die Angabe der individualisierten Vorstandsvergütung in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Gesellschaft, die für die Geschäftsjahre 2014 bis 2018 (einschließlich) bzw. 2018 bis 2022 (einschließlich) aufzustellen sind. Solange ein entsprechender "Opt-Out"-Beschluss der Hauptversammlung vorliegt, wird die Gesellschaft in den Vergütungsbericht die gem. Ziff. 4.2.5 Sätze 5 und 6 DCGK empfohlenen Darstellungen nicht aufnehmen. 3. Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat und deren Berücksichtigung bei Wahlvorschlägen (Ziff. 5.4.1 Sätze 3 und 7 DCGK)Der Aufsichtsrat hat beschlossen, im Hinblick auf die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat keine Regelgrenze festzulegen. Eine pauschale Regelgrenze berücksichtigt individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht. 4. Offenlegung von Beziehungen von Aufsichtsratskandidaten zu der Gesellschaft, ihren Organen und wesentlich beteiligten Aktionären bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (Ziff. 5.4.1 Satz 12 DCGK)Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung sämtliche gesetzlich vorgesehenen Angaben zu den Aufsichtsratsmitgliedern machen und die Kandidaten in der Hauptversammlung nach Möglichkeit auch vorstellen. Ferner besteht für Aktionäre in der Hauptversammlung Gelegenheit, Fragen zu den Kandidaten zu stellen. Dies ist nach Auffassung des Aufsichtsrats für Aktionäre eine solide und ausreichende Informationsbasis zur Beurteilung der Kandidatenvorschläge. 5. Individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung (Ziff. 5.4.6 Sätze 5 und 6 DCGK)Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sowie die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen werden im Anhang oder im Lagebericht nicht in individualisierter Form ausgewiesen (Ziffer 5.4.6 Sätze 5 und 6 DCGK). Die Angaben erfolgen nicht individualisiert, weil die Satzung der Axel Springer SE die individuelle Verteilung der Vergütung zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern nicht selbst regelt, sondern sie ausdrücklich dem Aufsichtsrat zuweist; die individualisierte Angabe der Aufsichtsratsvergütung würde diese Kompetenzzuweisung der Hauptversammlung unterlaufen. Auch hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 16. April 2014 sowie am 18. April 2018 beschlossen, dass die Angabe der individualisierten Vorstandsvergütung in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Gesellschaft, die für die Geschäftsjahre 2014 bis 2018 (einschließlich) bzw. 2018 bis 2022 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleibt, so dass konsequenterweise auch die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder nicht in individualisierter Form veröffentlicht werden. II. Vergangenheitsbezogener TeilSeit Abgabe der letzten jährlichen Entsprechenserklärung am 7. November 2017 hat die Gesellschaft den Empfehlungen des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der oben unter I. 1 bis I. 5 genannten und begründeten Abweichungen entsprochen.
Berlin, 6. November 2018 Axel Springer SE Der Aufsichtsrat Der Vorstand Die Entsprechenserklärung vom 6. November 2018 kann, ebenso wie ältere Fassungen über den Link go.axelspringer.com/entsprechenserklaerung abgerufen werden. Wesentliche Praktiken der UnternehmensführungAls einziger unabhängiger digitaler Verlag hat Axel Springer eine Unternehmensverfassung. In § 3 der Satzung der Gesellschaft ("Grundsätze der Unternehmensführung") sind die "Essentials" verankert, welche die Werte, zu denen sich die Axel Springer SE bekennt, zusammenfassen und damit vor allem der gesellschaftlichen Verantwortung von Medienunternehmen in einer Demokratie in transparenter Weise Rechnung tragen. Die Essentials wurden 1967 von Axel Springer formuliert, nach der Wiedervereinigung 1990 geändert, unter dem Eindruck der Anschläge des 11. September 2001 ergänzt und 2016 angesichts der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens als international gültige Variante beschlossen; diese internationale Variante wurde durch die Hauptversammlung 2017 auch in der Satzung niedergelegt. Die Essentials leiten sich aus der Idee von Freiheit als wichtigstem Wert und ihrer Sicherung als Zielsetzung ab und sehen das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland, die Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses mit den Vereinigten Staaten von Amerika, die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus sowie die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft vor. Axel Springer unterhält eine Compliance-Abteilung sowie den Bereich Corporate Audit & Risk Management. Diese unterstützen die Zentralbereiche und Beteiligungen bei der Einhaltung der für sie geltenden Regeln und im verantwortungsvollen Umgang mit Risiken, unter anderem mittels Ansätzen und Vorgaben für ein Risikomanagement-, Internes Kontroll- und Compliance-Management-System. Compliance bedeutet für Axel Springer die Einhaltung von geltendem Recht, unternehmensinternen Richtlinien und freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Verstöße gegen diese Regelungen können das Unternehmen nachhaltig wirtschaftlich schädigen, zivil- und strafrechtliche Konsequenzen sowie Reputationsschäden nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund liegt das Ziel des Compliance-Managements insbesondere in der Schaffung von Strukturen und Prozessen, die ein rechts- und regelkonformes Verhalten von Organmitgliedern, Führungskräften und Mitarbeitern präventiv sicherstellen sollen. Um der Konzernstruktur Rechnung zu tragen, ist das Compliance-Management-System sowohl zentral als auch dezentral organisiert. Die zentrale Komponente bilden das Compliance Committee sowie der Chief Compliance Officer. Dezentral werden Compliance-Verantwortliche in einzelnen Tochtergesellschaften benannt. Compliance, Corporate Audit & Risk Management sowie die Rechtsabteilung arbeiten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in einem funktionsübergreifenden Ansatz eng zusammen. Als Teil der Compliance Organisation verfügt Axel Springer über einen verbindlichen Code of Conduct, der unter go.axelspringer.com/coc abgerufen werden kann. Dieser ist als Zusammenfassung wichtiger Verhaltensregeln von Axel Springer zu verstehen. Er präzisiert ethische, moralische und rechtliche Anforderungen und dient jedem Mitarbeiter zur Einschätzung, ob eine Handlung zulässig ist oder nicht. Der Code of Conduct hat unter anderem die bestehenden Unternehmensgrundsätze und -werte, die Führungsgrundsätze, die journalistischen Leitlinien, die International Social Policy und die Umweltleitlinie integriert. Die Unternehmenswerte von Axel Springer leiten jeden Mitarbeiter bei seiner Arbeit und prägen die Unternehmenskultur: Kreativität als entscheidende Voraussetzung für den journalistischen sowie den geschäftlichen Erfolg; Unternehmertum im Sinne des ideenmutigen, eigenverantwortlichen und ergebnisorientierten Handelns der Mitarbeiter und Führungskräfte; Integrität gegenüber dem Unternehmen, den Lesern, den Kunden, den Mitarbeitern, den Geschäftspartnern und Aktionären. Die auf diesen Werten aufbauenden Führungsgrundsätze sollen den Führungskräften einen Handlungsrahmen geben, der Transparenz über die Anforderungen und Erwartungen an die Führungsrolle schafft. Zudem hat Axel Springer zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit entsprechende Leitlinien aufgestellt. Diese Leitlinien konkretisieren und erweitern die Berufsethik der Presse, wie sie der Deutsche Presserat in Zusammenarbeit mit den Presseverbänden in den publizistischen Grundsätzen (Pressekodex) niedergelegt hat und zu der sich Axel Springer bekennt. Die Chefredakteure sind für die Einhaltung der Leitlinien und ihre Implementierung im Tagesgeschäft verantwortlich. Darüber hinaus hat Axel Springer einen Katalog sozialer Standards für alle Aktivitäten von Axel Springer entwickelt. Diese International Social Policy erklärt die Haltung des Unternehmens unter anderem zu Fragen der Menschenrechte, der Rechtstreue, des Kinder- und Jugendschutzes, des Umgangs mit Mitarbeitern, der Chancengleichheit, der Gesundheit und Sicherheit sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Standards stellen eine verbindliche Leitlinie zur sozialen Integrität dar und gelten weltweit verbindlich für alle Aktivitäten des Unternehmens. Die Einhaltung der in der International Social Policy beschriebenen Grundsätze wird auch von unseren Geschäftspartnern erwartet. Ferner hat die Gesellschaft eine vier Punkte umfassende Umweltleitlinie etabliert, die eine praktische Orientierung für die vielfältigen dem Umweltschutz dienenden Maßnahmen bei Axel Springer und ebenfalls Bestandteil des Code of Conduct ist. Neben dem Code of Conduct als übergeordnetem Kodex regeln interne Richtlinien einzelne Geschäfts- und Verfahrenspraktiken z. B. zur Bekämpfung von Korruption oder zum Datenschutz. Um auch dezentral die Einhaltung rechtlicher Anforderungen und Governance Mindeststandards sicherzustellen, wurden für ausgewählte, vornehmlich sensible Regelungsbereiche wie beispielsweise Steuer-Compliance und Anti-Korruption sogenannte Corporate Principles eingeführt. Diese Principles enthalten Mindestvorgaben, die in der jeweiligen Tochtergesellschaft individuell umgesetzt und eingehalten werden müssen. Hierfür sind die entsprechenden Geschäftsleiter verantwortlich. Themen wie Code of Conduct oder Datenschutz werden durch umfassende Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen sowohl in Präsenz- als auch in Online-Schulungen vermittelt. Zu den weiteren wesentlichen Elementen des Compliance-Managements gehören auch die Analyse von Compliance-Risiken und die Beratung der operativen Bereiche. Zur weiteren Stärkung einer guten Corporate Governance und eines wirksamen Compliance-Managements bestehen verschiedenen Meldekanäle für Compliance-Hinweise einschließlich eines elektronischen Hinweisgebersystems. Dieses ermöglicht sowohl Mitarbeitern als auch externen Personen, vertraulich und auf Wunsch anonym Hinweise über Verstöße und Fehlentwicklungen abzugeben. Das elektronische Hinweisgebersystem ist über go.axelspringer.com/hinweisgebersystem erreichbar. Im Hinblick auf das Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit Mai 2018 gilt, haben wir konzernweit zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören unter anderem die Festlegung von Verantwortlichkeiten betreffend den Datenschutz, die Durchführung von Schulungen sowie die Einführung einer neuen Richtlinie. Zudem legt das Unternehmen alle zwei Jahre einen dem Kriterienkatalog der "Global Reporting Initiative" (GRI) entsprechenden Nachhaltigkeitsbericht vor. Über wesentliche nichtfinanzielle Aspekte im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2017 wurde zur Erfüllung der Anforderungen an das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz gemäß §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB ein zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht und Konzernbericht ("NFB") (s. Seite 42) erstattet. Nach einer Pilotphase im Jahr 2017 hat die Axel Springer SE im Berichtsjahr einen "Global Employee Share Plan" für die Axel Springer SE und bestimmte Mehrheitsbeteiligungen in den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Belgien aufgelegt. Die reguläre Teilnahmezeit beträgt jeweils zwölf Monate; berechtigte Mitarbeiter legen einen Betrag ihres Grundgehalts fest, mit dem monatlich die entsprechende Anzahl an Aktien erworben wird. Am Ende des Jahres erhalten die Mitarbeiter einen in Aktien gewährten Zuschuss in Höhe von 30% des gewandelten Grundgehalts. Die anschließende Haltefrist beträgt zwei Jahre. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des AufsichtsratsZusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratLeitung und Kontrolle bei der Gesellschaft, die in der Rechtsform einer Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) organisiert ist, vollziehen sich über ein duales Führungssystem. Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Sinne einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes eng und vertrauensvoll zusammen. Die beiden Organe sind hinsichtlich der personellen Besetzung und ihrer Kompetenzen strikt voneinander getrennt. Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand ist in seiner Leitungsfunktion dem Unternehmensinteresse und der nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens und ist - in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat - verantwortlich für deren Umsetzung. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der relevanten Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle unternehmensrelevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements einschließlich der Risikolage sowie des Internen Kontrollsystems und des Compliance-Management-Systems. Wesentliche Vorstandsentscheidungen bedürfen nach der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand bzw. im Einzelfall der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu gehören vor allem die Schaffung oder Aufgabe von Geschäftszweigen, der Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Unternehmensbeteiligungen sowie die Verabschiedung des jährlichen Finanzplans der Gesellschaft. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung, arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Geschäftsbereichen. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder leitet jedes Vorstandsmitglied - abgesehen von Entscheidungen, die der Gesamtvorstand zu treffen hat - den ihm zugewiesenen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Der Vorstand tagt regelmäßig im Rahmen von Vorstandssitzungen, die grundsätzlich vom Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet werden. Ferner kann jedes Vorstandsmitglied und der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Einberufung einer Sitzung verlangen. Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity); für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen der Axel Springer SE unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen festgelegt, vgl. hierzu Seite 79. Der Gesamtvorstand entscheidet grundsätzlich durch Beschluss mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen; bei Beschlüssen, die mit einfacher Mehrheit gefasst werden, gibt bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Ein Beschluss, der gegen den Widerspruch des Vorstandsvorsitzenden gefasst wurde, gilt - ebenfalls im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen - als nicht gefasst. Näheres regelt die vom Aufsichtsrat für den Vorstand erlassene Geschäftsordnung. Diese beinhaltet unter anderem
Der Vorstand der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr zunächst aus vier und ab dem 1. März 2018 aus fünf Mitgliedern:
Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Axel Springer SE besteht satzungsgemäß aus neun Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Die Amtsperiode seiner Mitglieder beträgt regelmäßig fünf Jahre; eine Wiederwahl ist zulässig. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wird aus der Mitte des Gremiums gewählt; seine Amtszeit stimmt mit der des Aufsichtsrats überein. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und kontrolliert die Vorstandsarbeit. Er hält mindestens vier Sitzungen im Jahr ab und tagt bei Bedarf ohne den Vorstand. Schriftliche, telefonische, durch Telefax oder mittels elektronischer Medien durchgeführte Sitzungen und Beschlussfassungen sind zulässig. Der Aufsichtsrat fasst seine Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der an der Beschlussfassung teilnehmenden Mitglieder; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und wesentliche Investitionen. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss der Axel Springer SE fest und billigt den Konzernabschluss. Er überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Arbeit. Im Hinblick auf die konkrete Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 wird auf den Bericht des Aufsichtsrats verwiesen (s. Seite 88 ff.). Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats erfüllt die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält unter anderem Regelungen zu folgenden Themen:
Die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
William E. Ford und Rudolf Knepper haben ihre Ämter zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 18. April 2018 niedergelegt. Iris Knobloch und Dr. Alexander Karp sind von der Hauptversammlung zu ihren Nachfolgern gewählt worden. Turnusgemäß endet das Mandat der aktuell amtierenden Aufsichtsräte der Axel Springer SE mit Ablauf der kommenden ordentlichen Hauptversammlung, die für den 17. April 2019 vorgesehen ist. Der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Giuseppe Vita sowie Lothar Lanz werden im Interesse einer weiteren Verjüngung des Aufsichtsrats mit Beendigung der für den 17. April 2019 terminierten Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Auf Basis der Empfehlung des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Axel Springer SE sollen in den Aufsichtsrat Ralph Büchi, COO und Stellvertreter des CEO der Schweizer Ringier Gruppe, als neuer Aufsichtsratsvorsitzender für Dr. Giuseppe Vita, sowie Ulrich Plett, langjähriger Partner bei Arthur Andersen und Ernst & Young, seit 2015 selbständiger Wirtschaftsprüfer und Berater bei der UPW7 GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für Lothar Lanz neu eintreten. Die übrigen derzeit amtierenden Mitglieder sollen auf Basis der Empfehlung des nach Nominierungsausschusses erneut in den Aufsichtsrat einziehen und haben ihre Bereitschaft hierzu bereits signalisiert. Die Anforderungen an Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung (Finanzexperte) im Sinne des Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO i. V. m. § 100 Abs. 5 1. Var. AktG (Finanzexperte) erfüllen unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Giuseppe Vita und Lothar Lanz, der den Vorsitz des Prüfungsausschusses (Audit Committee) innehat; Ulrich Plett, der der Hauptversammlung als Nachfolger von Lothar Lanz vorgeschlagen werden sollen, erfüllt ebenfalls diese Anforderungen. Zudem sind die Mitglieder des Aufsichtsrats entsprechend § 100 Abs. 5 2. Var. AktG in ihrer - Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut; dies würde bei der angestrebten Neubesetzung des Aufsichtsrats unverändert gelten. Zusammensetzung und Arbeitsweise von AusschüssenDer Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Geschäftsordnung vier ständige Ausschüsse gebildet - Präsidium, Personalausschuss, Nominierungsausschuss und Audit Committee - die die Arbeit des Plenums unterstützen. Die Ausschüsse bereiten in den in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Angelegenheiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Darüber hinaus beschließen sie im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegte Angelegenheiten. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats regelt das Verfahren der Sitzungen und Beschlussfassungen seiner Ausschüsse und bestimmt deren Zuständigkeiten. Im März 2017 wurde zudem ein beratender Ausschuss für Unternehmensstruktur gebildet, der für die Vorbereitung von möglichen Entscheidungen des Aufsichtsrats über Fragen der Unternehmensstruktur zuständig ist. Für die Zuständigkeiten der Ausschüsse und ihre jeweilige Zusammensetzung wird auf den Bericht des Aufsichtsrats verwiesen (s. Seite 88 ff.). Den Vorsitz im Audit Committee des Aufsichtsrats hat Lothar Lanz inne; nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist Herr Lanz aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen als Finanzvorstand, seiner besonderen Expertise und seiner Persönlichkeit als Vorsitzender des Audit Committee besonders geeignet. Er erfüllt die Anforderungen des Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO i. V. m. §§ 107 Abs. 4, 100 Abs. 5 1. Var. AktG (Finanzexperte) sowie die Anforderungen der Empfehlungen in Ziffer 5.3.2 Sätze 4 und 5 DCGK. Des Weiteren sind auch die Mitglieder des Audit Committee in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 des AktiengesetzesAxel Springer verfolgt bereits seit 2010 eine konzernweite Strategie zur Förderung der Vielfalt (Diversity); hinsichtlich der auf Chancengleichheit und Vielfalt ausgerichteten Personalpolitik des Unternehmens sowie die konzernweit gesetzten Ziele zur Anhebung des Anteils von Frauen auf allen Führungsebenen wird auf Seite 39 des Geschäftsberichts verwiesen. Über diese freiwillige konzernweite Selbstverpflichtung hinaus ist durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst die Axel Springer SE verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden zwei Führungsebenen der betroffenen Gesellschaft festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Weil auf den Aufsichtsrat der Axel Springer SE § 96 Abs. 2 AktG, also der gesetzlich festgelegte Mindestanteil von jeweils 30% Frauen und 30% Männern für Neubesetzungen von freiwerdenden Aufsichtsratsmandaten, keine Anwendung findet, ist gemäß § 111 Abs. 5 AktG auch für den Aufsichtsrat selbst eine Zielgröße festzulegen. Zielgrößen in Vorstand und AufsichtsratDurch Beschluss des Aufsichtsrats vom April 2017 wurden die bereits in 2015 festgelegten Zielgrößen von 22,2% (Aufsichtsrat) bzw. 0,0% (Vorstand) und damit der Status quo zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestätigt, mit einer Zielerreichungsfrist bis zum Ablauf des Tages der ordentlichen Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2019, spätestens jedoch bis zum 30. April 2019. Entsprechend der Zielsetzungen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats, nach denen ein Frauenanteil von 22,2% jedenfalls als angemessen erachtet wird, und aufgrund der Tatsache, dass innerhalb der Umsetzungsfrist bis zur ordentlichen Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2019 keine turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen anstanden, wurde auch die gesetzlich geforderte Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Axel Springer SE auf 22,2 % festgelegt. Ebenso waren zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße innerhalb der gesetzten Frist keine Änderungen in der Besetzung des Vorstands geplant, so dass auch hier der Status quo und somit 0,0 % festgelegt wurden. Diese Zielgrößen schließen eine darüberhinausgehende Steigerung des Frauenanteils im Vorstand und im Aufsichtsrat der Axel Springer SE auch innerhalb der Umsetzungsfristen selbstverständlich nicht aus; so hat der Aufsichtsrat zum 1. März 2018 Dr. Stephanie Caspar zum Vorstand bestellt, so dass seitdem der Frauenanteil im Vorstand der Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt bei 20,0% und damit oberhalb der Zielsetzung liegt. Zudem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 18. April 2018 Iris Knobloch zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft gewählt, so dass auch im Aufsichtsrat der angestrebte Frauenanteil zum Berichtszeitpunkt mit 33,3 % übertroffen wird. Zuvor hatte bereits im September 2015 der Aufsichtsrat der Axel Springer SE entsprechend seiner gesetzlichen Verpflichtung Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat sowie im Vorstand der Axel Springer SE beschlossen, jeweils mit einer Umsetzungsfrist bis zum Ablauf des 30. Juni 2017. Mit den festgelegten Zielgrößen von 22,2% (Aufsichtsrat) bzw. 0,0% (Vorstand) wurde jeweils der Stand zum Zeitpunkt der Beschlussfassung festgehalten. Der Anteil der Frauen in beiden Gremien wurde bis zum Ablauf der ersten Frist am 30. Juni 2017 beibehalten und damit die festgelegten Zielgrößen jeweils erreicht. Zielgrößen in den ersten beiden FührungsebenenMit Geltung ab dem 1. Juli 2017 wurde für die ersten beiden Führungsebenen bei der Axel Springer SE unterhalb des Vorstands eine Erhöhung der Zielgrößen für den Frauenanteil auf jeweils 30,0% beschlossen, mit einer Umsetzungsfrist von 3 Jahren, also bis zum 30. Juni 2020. Zuvor hatte der Vorstand der Gesellschaft im Mai 2015 für die erste und die zweite Führungsebene der Axel Springer SE unterhalb des Vorstands jeweils eine Zielgröße von 25,0% und eine Umsetzungsfrist bis zum Ablauf des 30. Juni 2017 beschlossen; der Frauenanteil zum Zeitpunkt dieser Zielgrößenfestlegung lag bei der Axel Springer SE in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 22,6%, in der zweiten Führungsebene bei 19,5%. Zum Zeitpunkt des Fristablaufs am 30. Juni 2017 betrug der Frauenanteil in der ersten Führungsebene der Axel Springer SE unterhalb des Vorstands 25,0%, in der zweiten Führungsebene 23,9 %. Auf der ersten Führungsebene der Axel Springer SE wurde das gesetzte Ziel also erreicht, in der zweiten Führungsebene der Axel Springer SE war innerhalb der kurzen Frist zwar ein erheblicher Anstieg um 4,4 Prozentpunkte zu verzeichnen, das Ziel wurde dennoch trotz verschiedener Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, den Frauenanteil langfristig und nachhaltig zu steigern, knapp um 1,1 Prozentpunkte verfehlt. Hauptgrund hierfür ist, dass trotz aller getroffenen Maßnahmen und gesetzten Ziele letztlich bei der konkreten Besetzung offener Posten die Eignung und Qualifikation der Kandidaten im Vordergrund steht, und so während des maßgeblichen Zeitraums stets die für die konkrete Position am besten geeigneten Bewerber ausgewählt wurden. Zum anderen ist die Fluktuation auf den ersten beiden Führungsebenen nur sehr gering und die Steigerung erfolgt insofern langsam, jedoch nachhaltig. Beschreibung des Diversitätskonzepts für Vorstand und AufsichtsratDie Axel Springer SE verfolgt bereits seit einigen Jahren Diversitätskonzepte im Hinblick auf die Besetzung von Positionen sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat, um die Vielfalt in beiden Gremien nachhaltig zu stärken. Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich dieser die unten aufgeführten Ziele gesetzt. Die Ziele verfolgen die Diversität der Mitglieder des Aufsichtsrats insbesondere im Hinblick auf ihre Kenntnisse, ihre Ausbildung, beruflichen Grundlagen und bisherigen Tätigkeiten, die Herkunft, das Geschlecht und das Alter der Aufsichtsräte. Diese Kriterien werden bei der Suche nach geeigneten Kandidaten für die Nachfolge im Aufsichtsrat stets berücksichtigt und bei Wahlvorschlägen zugrunde gelegt. Auch bei der Zusammensetzung des Vorstands verfolgt der Aufsichtsrat ein Diversitätskonzept, das auf Vielfalt bei erforderlichen Neubesetzungen in der Zukunft zielt, insbesondere im Hinblick auf eine Steigerung des Frauenanteils, Internationalität und das Alter der Vorstandsmitglieder. Diese Diversitätsgrundsätze werden bei der langfristigen Nachfolgeplanung im Auge behalten und bei erforderlichen Neubesetzungen in der Zukunft beachtet. Weitere Angaben zur Corporate GovernanceZiele für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Axel Springer SE hat insbesondere mit Blick auf Ziffer 5.4.1 Sätze 2 und 3 DCGK folgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen: Der Aufsichtsrat der Axel Springer SE ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über alle Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlich sind. Weiterhin strebt der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung des statutarischen Unternehmensgegenstands, der Größe der Gesellschaft und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit als Ziel für die jeweils anstehenden turnusmäßigen Wahlperioden eine Zusammensetzung an, bei der insbesondere die folgenden Elemente berücksichtigt sind:
Dagegen hat der Aufsichtsrat trotz der Empfehlung aus Ziffer 5.4.1 Satz 3 DCGK beschlossen, im Hinblick auf die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat keine Regelgrenze festzulegen. Eine pauschale Regelgrenze berücksichtigt individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht (vgl. die hierzu erklärte Abweichung in der Entsprechenserklärung vom 6. November 2018, s. Seite 72). Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat der Axel Springer SE, entsprechend der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 Satz 2 DCGK basierend auf den bereits erarbeiteten Anforderungen an die Aufsichtsratsmitglieder der Axel Springer SE ein "Kompetenzprofil" erstellt, das ersichtlich macht, welche Kompetenzen der Aufsichtsrat für das Gesamtgremium für notwendig hält. Zugleich soll es als Basis für die Entwicklung von Wahlvorschlägen für Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung dienen. Das Kompetenzprofil deckt die Bereiche Medien- und Digitalisierungskompetenz (Branchen- und Strategiekompetenz), Internationale Kompetenz, Innovationskompetenz, Finanzkompetenz, Personal- und Teamkompetenz sowie Kontrollkompetenz ab und detailliert die Anforderungen innerhalb dieser Bereiche im Hinblick auf das Gesamtgremium. Mit der aktuellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Axel Springer SE ist aus Sicht des Aufsichtsrats das erarbeitete Kompetenzprofil erfüllt sowie auch die genannten Ziele bereits vollständig erreicht. Insbesondere auch die Zahl der unabhängigen Mitglieder übersteigt die oben genannte Zielsetzung. Aus Sicht des Aufsichtsrats sind (bzw. waren im Hinblick auf die ausgeschiedenen Mitglieder) als unabhängig anzusehen: Dr. Giuseppe Vita, William E. Ford, Dr. Alexander Karp, Iris Knobloch, Rudolf Knepper, Lothar Lanz, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle und Martin Varsavsky. Der Aufsichtsrat vergewissert sich darüber hinaus bei seinen Vorschlägen zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder bei den jeweiligen Kandidaten, dass sie den zu erwartenden Zeitaufwand aufbringen können. Die Axel Springer SE veröffentlicht auf der Webseite der Gesellschaft für alle Aufsichtsratsmitglieder einen Lebenslauf sowie eine Übersicht über deren wesentliche Tätigkeiten, die jährlich aktualisiert werden. Ziele für die Zusammensetzung des VorstandsDer Aufsichtsrat hat insbesondere mit Blick auf Ziffer 5.1.2 Satz 2 DCGK folgende Ziele für die Zusammensetzung des Vorstands der Axel Springer SE beschlossen:
Ziele des Unternehmens hinsichtlich der Besetzung von FührungsfunktionenMit Blick auf die Empfehlung in Ziffer 4.1.5 DCGK wird hinsichtlich der auf Chancengleichheit und Vielfalt ausgerichteten Personalpolitik des Unternehmens auf Seite 39 verwiesen, hinsichtlich der beschlossenen Zielgrößen in den ersten beiden Führungsebenen der Axel Springer SE unterhalb des Vorstands auf Seite 79 des Geschäftsberichts. Aktionäre und HauptversammlungDie Hauptversammlung ist das zentrale Organ, über das die Aktionäre der Axel Springer SE ihre Rechte wahrnehmen und ihre Stimmrechte ausüben können. Jede Stückaktie gewährt auf der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmberechtigt sind diejenigen Aktionäre, die im Aktienregister eingetragen sind und sich rechtzeitig angemeldet haben. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt grundsätzlich der Aufsichtsratsvorsitzende. Um den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Interessen während der Hauptversammlung zu erleichtern, kann das Stimmrecht durch Bevollmächtigte ausgeübt werden. Die Axel Springer SE benennt für die Hauptversammlung auch einen Stimmrechtsvertreter, den die Aktionäre mit der weisungsgebundenen Ausübung ihres Stimmrechts betrauen können. Alle erforderlichen Berichte und Unterlagen werden den Anteilseignern zuvor auch über die Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Die Hauptversammlung beschließt namentlich über die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers und sonstige ihr durch Gesetz zugewiesene Angelegenheiten, wie z. B. Kapitalmaßnahmen und sonstige Satzungsänderungen. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit das Gesetz oder die Satzung nicht etwas anderes vorschreibt. Die Satzung kann auf der Unternehmenswebseite unter go.axelspringer.com/satzung eingesehen werden. InteressenkonflikteDie Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein Mitglied eines der beiden Gremien darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Vorstandsmitglieder dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder für sich noch für andere Personen Zuwendungen oder sonstige Vorteile von Dritten fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Nebentätigkeiten des Vorstands bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Während ihrer Tätigkeit für Axel Springer unterliegen die Vorstandsmitglieder einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Jedes Vorstandsmitglied hat dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen. Im Berichtsjahr traten im Vorstand keine Interessenkonflikte auf. Ebenso hat jedes Mitglied des Aufsichtsrats diesen unverzüglich über Interessenkonflikte zu informieren. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Zu den im Berichtsjahr im Aufsichtsrat aufgetretenen Interessenkonflikten vgl. Bericht des Aufsichtsrats (s. Seite 88 ff.). Mitgliedschaften der Organe in anderen KontrollgremienEine Übersicht über die Mitgliedschaften der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Axel Springer SE in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten in Deutschland und/oder in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien ist auf Seite 188 dargestellt. TransparenzAxel Springer sieht sich dem Anspruch verpflichtet, sämtliche Kapitalmarktteilnehmer stets umfassend, zeitnah und zeitgleich sowie einheitlich über alle wesentlichen Ereignisse und Nachrichten zu informieren, die zur Beurteilung des aktuellen und zukünftigen Geschäftsverlaufs des Unternehmens wichtig sind. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse des Konzerns umfasst den Geschäftsbericht, die jährliche Bilanzpressekonferenz sowie den Halbjahresfinanzbericht und die Quartalsmitteilungen, zudem wird seit dem Berichtsjahr 2017 jährlich ein zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht und Konzernbericht veröffentlicht (s. Seite 42). Regelmäßig nutzt das Unternehmen dazu auch die Übertragungswege im Internet. Axel Springer nimmt ferner an zahlreichen Konferenzen an wichtigen internationalen Börsenplätzen teil bzw. führt dazu entsprechende Roadshows durch; weitere Informationen hierzu sind auf Seite 8 des Geschäftsberichts zu finden. Darüber hinaus veröffentlicht das Unternehmen, soweit rechtlich erforderlich, Informationen in Form von Ad-hoc-Mitteilungen. Zusätzlich informiert es die interessierte Öffentlichkeit über Pressemitteilungen, die Internetseiten des Unternehmens bzw. Veranstaltungen wie z. B. einen Capital Markets Day. Um die Gleichbehandlung aller Kapitalmarktteilnehmer zu gewährleisten, veröffentlicht Axel Springer kapitalmarktrelevante Informationen zugleich auf Deutsch und Englisch auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Termine der Finanzberichterstattung werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf im Finanzkalender veröffentlicht. Ebenso veröffentlicht Axel Springer unverzüglich nach Eingang entsprechender Mitteilungen meldepflichtige Änderungen der Zusammensetzung der Aktionärsstruktur gemäß § 40 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) sowie eigene Geschäfte mit Aktien der Gesellschaft von Personen, die bei Axel Springer Führungsaufgaben wahrnehmen (Directors' Dealings), gemäß Art. 19 Marktmissbrauchs-VO. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Hauptversammlung hat am 18. April 2018 auf Vorschlag des Aufsichtsrats die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erneut zum Abschlussprüfer des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses der Axel Springer SE für das Geschäftsjahr 2018 gewählt. Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist seit dem Geschäftsjahr 2015 Nathalie Mielke. Der Konzernabschluss und der Halbjahresfinanzbericht werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Informationen der Quartalsmitteilungen werden ebenfalls auf Basis der IFRS erstellt. Der Konzernabschluss enthält ergänzend die nach § 315e Abs. 1 HGB geforderten Angaben. Der Konzernabschluss wird vom Vorstand der Axel Springer SE aufgestellt und durch den Abschlussprüfer geprüft. Das Unternehmen veröffentlicht diesen innerhalb von 90 Tagen, die Quartalsmitteilungen sowie den Halbjahresfinanzbericht innerhalb von 45 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums. Im Anhang des Konzernabschlusses werden die Beziehungen zu Aktionären erläutert, die im Sinne der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als nahestehende Personen gelten. Gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird mit dem Abschlussprüfer jedes Berichtsjahr erneut vereinbart, dass dieser den Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. das Audit Committee über eventuelle Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet. Die Vereinbarung schließt ferner ein, dass er über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich Bericht erstattet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Des Weiteren wird vereinbart, dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben. Zudem ist ein System zur Überwachung und Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers durch das Audit Committee etabliert. VergütungsberichtAxel Springer verfolgt bei der Vergütungspolitik den Grundsatz einer leistungsorientierten, auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichteten Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit. VorstandEntsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Alle Vergütungsbestandteile sind für sich und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt insbesondere die in § 87 AktG und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z. B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten von Axel Springer. Ebenfalls wird das Branchenumfeld der Gesellschaft berücksichtigt. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat keinen externen Vergütungsexperten hinzugezogen. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben erhalten die Vorstände einen Dienstwagen oder eine Dienstwagenpauschale, die Übernahme der Prämien für eine Invaliditäts- und Todesfallversicherung, die Übernahme einzelner Reisekosten sowie Sicherheitsaufwendungen als Nebenleistungen. Das jährliche Festgehalt wird in der Regel für die gesamte Laufzeit eines Anstellungsvertrags festgelegt und jeweils in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Der variable Vergütungsanteil in Form der als Jahresbonus gezahlten Barkomponente richtet sich nach der Leistung des Einzelnen im Rahmen individueller Ziele (unter anderem an der Strategie der Axel Springer SE orientierte quantitative Bereichs- und qualitative Individualziele) sowie den Konzernzielen; er ist betragsmäßig begrenzt auf das Zweifache des bei 100 % Zielerreichung zahlbaren Betrags. Konzernziele im Berichtsjahr 2018 waren das bereinigte Konzern-EBITDA und das bereinigte Konzern-EBIT. Konzernziel im Vorjahr war das bereinigte Konzern-EBITDA. Die individuellen Ziele zur Bemessung der Leistung des Einzelnen und die Konzernziele verabschiedet jeweils der Aufsichtsrat. Der Bonus richtet sich zum Teil nach der Erreichung von Jahreszielen und zum Teil nach der Erreichung der für einen Bemessungszeitraum von drei Jahren festgelegten Konzernziele. Die Zielerreichung wird zunächst durch den Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgestellt und anschließend durch den Aufsichtsrat geprüft und verabschiedet. Hinzu kommt eine langfristige variable Vergütungskomponente in Form eines Long-term Incentive Plan ("LTIP"), die den bereits im Geschäftsjahr 2016 amtierenden Vorstandsmitgliedern zum 1. Mai 2016 gewährt wurde und einschließlich Haltefristen bis 2023 läuft. Der LTIP sieht eine Beteiligung an der Wertsteigerung des Unternehmens auf Basis der Marktkapitalisierung in Form eines Barvergütungsanspruchs mit anschließender Verpflichtung zum Aktienkauf vor. Ein Vergütungsanspruch setzt voraus, dass die Marktkapitalisierung der Axel Springer SE innerhalb von drei, vier oder höchstens fünf Jahren (jeweils die "Leistungsperiode") um mindestens 40% gesteigert wird. Unterhalb dieser Schwelle entsteht kein Vergütungsanspruch. Im Falle der Zielerreichung steht dem gesamten Vorstand ein Zahlungsanspruch in Höhe von insgesamt 3,63% der Steigerung der Marktkapitalisierung zu. Der Vergütungsanspruch erhöht sich nur bis zu einer Steigerung der Marktkapitalisierung um maximal 60%. Im Berichtsjahr wurde der LTIP insoweit angepasst, dass der Zahlungsanspruch in Höhe von ursprünglich 4,0 % auf 3,63 % reduziert wurde. In Höhe der Differenz von 0,37 % wurden ausgewählten Führungskräften ein LTIP zu weitgehend gleichen Bedingungen gewährt (vgl. hierzu die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer (11)). Die Steigerung der Marktkapitalisierung wird berechnet auf Basis des volumengewichteten Durchschnittskurses der Axel Springer-Aktie der letzten 90 Kalendertage vor dem 1. Mai 2016 bzw. vor Ende der jeweiligen Leistungsperiode, multipliziert mit der Anzahl der ausstehenden Axel Springer-Aktien (abzüglich eigener Aktien) unter Addition der Dividendenausschüttungen während der Leistungsperiode. Im Fall der Zielerreichung kommt ein Betrag in Höhe von 50% des Gesamtbetrags ("Auszahlungsbetrag I") zur Auszahlung. Bei Zielerreichung nach vier bzw. fünf Jahren schließt sich eine Wartefrist von zwei Jahren bzw. einem Jahr an, bevor die restlichen 50% des Gesamtbetrags ("Auszahlungsbetrag II") zur Auszahlung kommen. Bei vorzeitiger Zielerreichung nach drei Jahren hat jedes Vorstandsmitglied die Option, die Auszahlung des Auszahlungsbetrags I zu verlangen. Der Auszahlungsbetrag II kommt dann nur nach erneuter Zielerreichung nach vier oder fünf Jahren und dem Ablauf einer Wartefrist von zwei Jahren bzw. einem Jahr zur Auszahlung. Der Nettobetrag aller Auszahlungen (nach den vom Vorstandsmitglied abzuführenden Steuern und Abgaben) ist stets vollständig durch das Vorstandsmitglied in ausgegebene Axel-Springer-Aktien zu investieren. Das Vorstandsmitglied muss, das im Hinblick auf den Auszahlungsbetrag I bzw. II getätigte Aktieninvestment für mindestens zwei Jahre bzw. ein Jahr halten. Der LTIP enthält übliche Regelungen für vorzeitiges Ausscheiden. So erlöschen z. B. sämtliche nicht bereits vertragsgemäß ausgezahlten Ansprüche aus dem LTIP, wenn das Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Wartefrist aus dem Vorstand ausscheidet. Der LTIP wird als aktienbasiertes Vergütungsprogramm mit Barausgleich mit seinem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet und entsprechend der voraussichtlich eintretenden Unverfallbarkeit erfasst. Der Wert des LTIP zum Gewährungszeitpunkt wurde auf Basis eines stochastischen Modells zur Bewertung von Aktienoptionsrechten unter Berücksichtigung der siebenjährigen Laufzeit des LTIP (einschließlich von Haltefristen) mit € 32,1 Mio. ermittelt. Auf Basis der im Berichtsjahr rückwirkend zum Gewährungszeitpunkt erfolgten Anpassung beläuft sich der Wert auf € 29,1 Mio. Bis zur Einführung des LTIP im Mai 2016 wurde die langfristige variable Vergütungskomponente in Form von virtuellen Aktienoptionsplänen dargestellt, nach denen zuletzt im Jahr 2014 Aktienoptionspläne zuerkannt wurden. Die Vorstandsprogramme 2014 I und 2014 II wurden im Berichtsjahr vollständig ausgeübt und damit beendet. Dem nicht am LTIP beteiligten Vorstandsmitglied wurde im Berichtsjahr ein virtueller Aktienoptionsplan gewährt. Die wesentlichen Parameter der im Berichtsjahr noch laufenden Pläne sind nachfolgend dargestellt: Vorstandsprogramme
Besteht der Vorstandsdienstvertrag bzw. die Bestellung zum Vorstand mindestens bis zum Ablauf der vierjährigen Wartezeit, können alle dem Vorstandsmitglied gewährten virtuellen Aktienoptionen unverfallbar werden. Endet das Beschäftigungsverhältnis bzw. die Bestellung der berechtigten Vorstandsmitglieder vor Ende der Wartezeit, jedoch frühestens ein Jahr nach dem Gewährungszeitpunkt, werden die Optionsrechte grundsätzlich pro rata temporis im Verhältnis zur Wartezeit unverfallbar. Weitere Voraussetzung für den Eintritt der Unverfallbarkeit ist, dass innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr vor Ende der Wartezeit entweder der volumengewichtete Durchschnittskurs der Axel-Springer-Aktie eines Zeitraums von 90 Kalendertagen mindestens 30% über dem Basiswert liegt oder die prozentuale Steigerung dieses Durchschnittskurses gegenüber dem Basiswert die Entwicklung des DAX-Kursindex übertrifft. Die Ausübung der Optionsrechte ist nur möglich, wenn der volumengewichtete Durchschnittskurs der Axel-Springer-Aktie der letzten 90 Kalendertage vor Ausübung mindestens 30% über dem Basiswert liegt und seine prozentuale Steigerung gegenüber dem Basiswert die Entwicklung des DAX-Kursindex übertrifft. Jedes Optionsrecht gewährt einen auf maximal 200% des Basiswerts begrenzten Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses der Axel-Springer-Aktie, der der Differenz zwischen dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 90 Kalendertage vor Ausübung und dem Basiswert entspricht. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, für je zehn Optionsrechte eine Axel-Springer-Aktie als Eigeninvestment zu halten. Eine Verfügung über diese Aktien vor Ausübung der Optionen führt zu einem Verfall der Optionsrechte im gleichen Verhältnis. Zu den gewährten Vorstandsprogrammen siehe auch die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss unter Ziffer (11). Die Vorstandsmitglieder haben vertragliche Versorgungszusagen erhalten. Die Zahlung des Ruhegehalts setzt mit Vollendung des 62. Lebensjahres ein, sofern das Vorstandsmitglied zu diesem Zeitpunkt nicht mehr amtiert. Im Fall des vorzeitigen Ausscheidens hat das Vorstandsmitglied - nach Ablauf von fünf Jahren seit der Versorgungszusage bzw. seit dem früheren Eintritt in die Gesellschaft - einen unverfallbaren Anspruch auf eine zur Dauer seiner Zugehörigkeit zur Gesellschaft verhältnismäßige Ruhegehaltszahlung. Zahlungen sind auch bei voller Erwerbsminderung vorgesehen. Die Vorstandsmitglieder sind berechtigt, ihre Dienstverträge im Fall eines Kontrollwechsels zu kündigen. Sie haben dann Anspruch auf Zahlung des Grundgehalts für die zuletzt vereinbarte restliche Vertragsdauer (ein Teil der berechtigen Vorstandsmitglieder hat Anspruch auf Zahlung von mindestens einem Jahresgrundgehalt) bzw. einer Abfindung in Höhe der Gesamtbezüge für die Dauer der ursprünglichen Restlaufzeit; regelmäßig sind die vorstehend genannten Zahlungen betragsmäßig begrenzt. Außerdem zahlt die Gesellschaft die erfolgsorientierte Vergütung pro rata temporis für die Zeit der Tätigkeit im Jahr des Ausscheidens. Sonstige Vergütungen sehen die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels nicht vor. Im Berichtsjahr 2018 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands € 21,4 Mio. zuzüglich der langfristigen aktienbasierten Vergütungskomponente für den Aktienoptionsplan 2018 in Höhe von € 1,0 Mio. (Vj.: € 19,7 Mio. exkl. Anerkennungsprämie). Die festen Bezüge betrugen € 10,1 Mio. (Vj.: € 9,5 Mio.); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (Dienstwagen bzw. Dienstwagenpauschale, die Übernahme der Prämien für eine Invaliditäts- und Todesfallversicherung, die Übernahme einzelner Reisekosten und Sicherheitsaufwendungen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt € 11,3 Mio. (Vj. € 10,2 Mio.). Danach macht die Festvergütung inkl. Nebenleistungen im Berichtsjahr einen Anteil von 45% (Vj.: 48%) an der Gesamtvergütung inkl. langfristig aktienbasierte Vergütungskomponente (im Vorjahr exkl. Anerkennungsprämie) aus. Im Vorjahr hatte General Atlantic in Anerkennung des herausragenden Erfolgs des gemeinsamen Investments in das Online-Rubrikengeschäft sowie der Entwicklung der Gesellschaft eine freiwillige einmalige Sonderzahlung an die Gesellschaft mit der Maßgabe ausgelobt, die Sonderzahlung für den Vorstand sowie für ausgewählte, für den Erfolg des Investments wesentliche Führungskräfte zu gewähren. General Atlantic hatte sich im Jahr 2012 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit einem Anteil von 30% am Online-Rubrikengeschäft von Axel Springer und im Zusammenhang mit der späteren Veräußerung dieser Anteile sich direkt an der Axel Springer SE beteiligt. Aus der im Vorjahr der Axel Springer SE zweckgerichtet zur Verfügung gestellten Sonderzahlung hatte der Aufsichtsrat der Axel Springer SE den Vorstandsmitgliedern eine Anerkennungsprämie in Höhe von insgesamt € 12,0 Mio. (brutto) zuerkannt. Eine wirtschaftliche Belastung war hiermit für die Axel Springer SE bzw. die Gruppenunternehmen nicht verbunden, da der gesamte mit der Anerkennungsprämie verbundene Aufwand, einschließlich der gesetzlichen Abgaben, aus der von General Atlantic geleisteten zweckgerichteten Sonderzahlung getragen wurde. Der Vorstand hat somit im Vorjahr einschließlich der Anerkennungsprämie € 31,7 Mio. erhalten. Aus Versorgungszusagen an die Vorstandsmitglieder ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein Personalaufwand in Höhe von € 1,4 Mio. (Vj.: € 1,6 Mio.). Der in den Pensionsrückstellungen erfasste Barwert der Versorgungszusagen betrug zum Bilanzstichtag € 20,0 Mio. (31. Dezember 2017: € 17,5 Mio.). Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 nicht gewährt. Bei Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder, die nach Wirksamkeit der betreffenden Empfehlung in Ziffer 4.2.3 S. 11 DCGK am 10. Juni 2013 erteilt wurden, hat der Aufsichtsrat in Übereinstimmung mit der vorgenannten Kodex-Empfehlung das jeweils angestrebte Versorgungsniveau festgelegt und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für die Gesellschaft berücksichtigt. Die Axel Springer SE legt die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder nicht unter Nennung der Namen offen, da die §§ 314 Abs. 3, 286 Abs. 5 HGB dies ausdrücklich unter den Vorbehalt eines abweichenden Beschlusses der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals stellen. Einen entsprechenden Beschluss hat die Hauptversammlung der Axel Springer SE am 16. April 2014 sowie erneut am 18. April 2018 mit der erforderlichen Mehrheit gefasst. AufsichtsratDie Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der Axel Springer SE ist in § 16 der Satzung der Axel Springer SE geregelt. Danach erhält der Aufsichtsrat der Axel Springer SE eine feste Vergütung von jährlich € 3,0 Mio. Über die Verteilung des vorgenannten Betrags unter seinen Mitgliedern beschließt der Aufsichtsrat unter angemessener Berücksichtigung der Tätigkeiten seiner Mitglieder im Vorsitz und in den Ausschüssen. Sofern die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. die mit einer höheren Vergütung verbundene Funktion eines Mitglieds des Aufsichtsrats nicht während des gesamten Geschäftsjahres besteht, erhalten sie eine auf das Geschäftsjahr bezogene zeitanteilige Vergütung. Dabei wird nur jeder volle Monat der Tätigkeit berücksichtigt. Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres. Für das Berichtsjahr 2018 erhält der Aufsichtsrat eine Gesamtvergütung in Höhe von € 3,0 Mio. (Vj.: € 3,0 Mio.), Die Gesellschaft erstattet darüber hinaus jedem Aufsichtsratsmitglied die ihm erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird von der Gesellschaft getragen. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sowie die vom Unternehmen an Aufsichtsratsmitglieder gezahlten Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen werden entgegen Ziffer 5.4.6 Sätze 5 und 6 des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht in individualisierter Form ausgewiesen, weil die Satzung der Axel Springer SE die individuelle Verteilung der Vergütung zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern nicht selbst regelt, sondern sie ausdrücklich dem Aufsichtsrat zuweist; die individualisierte Angabe der Aufsichtsratsvergütung würde diese Kompetenzzuweisung der Hauptversammlung unterlaufen. Auch hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 16. April 2014 sowie am 18. April 2018 beschlossen, dass die Angabe der individualisierten Vorstandsvergütung in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Gesellschaft, die für die Geschäftsjahre 2014 bis 2018 (einschließlich) bzw. 2018 bis 2022 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleibt, so dass konsequenterweise auch die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder nicht in individualisierter Form veröffentlicht werden. Bericht des AufsichtsratsDr. Giuseppe VitaVorsitzender Dr. h. c. Friede SpringerStellvertretende Vorsitzende Oliver HeineRechtsanwalt und Partner in der Kanzlei Heine und Partner Dr. Alexander KarpCEO Palantir Technologies Inc. Iris KnoblochPresident Warner Bros. France S.A. Lothar LanzMitglied in mehreren Aufsichtsräten Dr. Nicola Leibinger-KammüllerVorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG Prof. Dr.-Ing. Wolfgang ReitzleUnternehmer Martin VarsavskyUnternehmer Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand diesen beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat anhand schriftlicher und mündlicher Berichte eingehend, regelmäßig und zeitnah über alle für das Unternehmen wesentlichen Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert; darüber hinaus führten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche. Der Aufsichtsrat hat in die ihm vorgelegten wesentlichen Planungs- und Abschlussunterlagen Einsicht genommen und sich von deren Richtigkeit und Angemessenheit überzeugt. Er prüfte und erörterte alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß. Darüber hinaus war eine Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht erforderlich. Vorgänge von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft wie insbesondere die Unternehmensplanung, die Unternehmensstruktur, die Unternehmensstrategie, größere Investitions- und Desinvestitionsvorhaben und Personalfragen wurden mit dem Vorstand beraten; die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt und der Stand der Strategieumsetzung erörtert. Ferner beriet der Aufsichtsrat wichtige Einzelvorgänge, die für die weitere Entwicklung der Gesellschaft wesentlich waren. Er entschied über alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, an denen der Aufsichtsrat aufgrund Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung des Vorstands mitzuwirken hat. Zusammensetzung und Sitzungen des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus neun Mitgliedern (s. Seite 77 des Geschäftsberichts zu den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats). William E. Ford, CEO General Atlantic, und Rudolf Knepper haben ihre Ämter als Mitglieder des Aufsichtsrats zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 18. April 2018 niedergelegt. Iris Knobloch und Dr. Alexander Karp wurden von der Hauptversammlung für die verbleibende Amtszeit von William E. Ford bzw. Rudolf Knepper in den Aufsichtsrat der Axel Springer SE gewählt. Die Amtszeit aller derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit Ablauf der über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 entscheidenden ordentlichen Hauptversammlung 2019, die am 17. April 2019 stattfinden wird. Dr. Giuseppe Vita und Lothar Lanz werden im Interesse einer weiteren Verjüngung des Aufsichtsrats mit Beendigung der anstehenden Hauptversammlung 2019 aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Die übrigen derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats haben ihre Bereitschaft erklärt, erneut zu kandidieren. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Axel Springer SE hat einen Vorschlag zur Nachbesetzung des Aufsichtsrats erarbeitet. Nach dieser Empfehlung sollen in den Aufsichtsrat neu eintreten Ralph Büchi, COO und Stellvertreter des CEO der Schweizer Ringier Gruppe, für Dr. Giuseppe Vita sowie Ulrich Plett, langjähriger Partner bei Arthur Andersen und Ernst & Young, seit 2015 selbständiger Wirtschaftsprüfer und Berater bei der UPW7 GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für Lothar Lanz. Ralph Büchi soll im Falle seiner Wahl in den Aufsichtsrat als Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz vorgeschlagen werden. Die übrigen derzeit amtierenden Mitglieder sollen nach der Empfehlung erneut in den Aufsichtsrat einziehen. Die entsprechenden Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat am 6. März 2019 in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Nominierungsausschusses beschlossen. Der Aufsichtsrat dankt Lothar Lanz für dessen langjährige erfolgreiche Arbeit als Vorstand und Aufsichtsrat der Axel Springer SE. Mit seinen großen Erfahrungen im Management von Wirtschaftsunternehmen, seinen vielfältigen Kontakten sowie seiner herausragenden Finanzexpertise hat er unser Unternehmen umfassend und nachhaltig unterstützt und vorangebracht. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum sieben Sitzungen des Plenums des Aufsichtsrats statt, fünf im ersten und zwei im zweiten Kalenderhalbjahr, wobei am 7. März sowie am 26. März 2018 jeweils außerordentliche Sitzungen abgehalten wurden. Zudem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. William E. Ford nahm im Berichtsjahr bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat jeweils entschuldigt an vier der fünf abgehaltenen Sitzungen des Plenums nicht teil. Darüber hinaus hat lediglich ein Aufsichtsratsmitglied an zwei Sitzungen und haben zwei Aufsichtsratsmitglieder an einer Plenumssitzung nicht teilgenommen. Die nicht anwesenden, jeweils entschuldigten Aufsichtsratsmitglieder haben ganz überwiegend durch schriftliche Stimmabgaben an den Beschlussfassungen teilgenommen. Wesentliche vom Aufsichtsrat behandelte ThemenIn der Sitzung am 13. Februar 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit dem vom Vorstand vorgelegten Finanzplan 2018 beschäftigt und diesem zugestimmt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über vorläufige Zahlen zur Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat wurde über die Revisionstätigkeit bezüglich des Axel Springer-Neubaus unterrichtet und befasste sich zudem schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von WELT TV. Zudem bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. März 2018 Dr. Stephanie Caspar zum Vorstandsmitglied der Gesellschaft und fasste in dem Zusammenhang Beschluss über den Abschluss des Vorstandsdienstvertrages. Ferner beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung der Amtszeit eines Vorstandsmitglieds sowie die damit verbundene Verlängerung des Vorstandsdienstvertrags. In einer ordentlichen Sitzung am 7. März 2018 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 (jeweils nebst zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht) und dem Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) mit den jeweiligen Prüfberichten hierzu. Entsprechend den Empfehlungen des Audit Committee billigte er den Jahresabschluss der Axel Springer SE, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht und nahm den Abhängigkeitsbericht zustimmend zur Kenntnis. Zudem schloss er sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 an und stimmte dem gemeinsam mit dem Vorstand abgegebenen Corporate-Governance-Bericht zu. Weiterhin fasste der Aufsichtsrat Beschluss über seinen der Hauptversammlung zu unterbreitenden Bericht für das Geschäftsjahr 2017. Weiter verabschiedete er die Zielerreichung 2017 (nebst Mehrjahreszielen 2015-2017) für die Bemessung der Barkomponente der variablen Vorstandsvergütung und setzte für diese die Ziele 2018 (nebst Mehrjahreszielen 2018-2020) fest. Ferner wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand von Investitionsvorhaben der Gesellschaft unterrichtet. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser und einer nachfolgenden außerordentlichen Sitzung vom selben Tag mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018 einschließlich der Frage nach der Schaffung eines genehmigten Kapitals; die Tagesordnung umfasste unter anderem die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 und die Wahl von Iris Knobloch und Dr. Alexander Karp zu Aufsichtsräten der Gesellschaft, der Vorschläge zur Erneuerung der Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien sowie zur Erneuerung der Befreiung von der Verpflichtung zur individualisierten Offenlegung des Vorstandsvergütung. In der außerordentlichen Sitzung am 26. März 2018 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem zwischenzeitlich durch die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co eingereichten Ergänzungsverlangen zur Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 18. April 2018 betreffend die Schaffung eines genehmigten Kapitals; der Aufsichtsrat beschloss, dieses Ergänzungsverlangen zu unterstützen. In der Sitzung am 18. April 2018 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der anschließenden Hauptversammlung. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2017 und nahm diesen auf Grundlage seiner abschließenden Prüfung zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus über die vorläufige Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2018 sowie über den Stand der Verhandlungen über den Verkauf der Beteiligung an Doğan TV unterrichtet. In der Sitzung vom 5. September 2018 berichtete der Vorstand über die geplante Refinanzierung der Kreditlinie. Der Aufsichtsrat fasste zudem Beschluss über das für das Geschäftsjahr 2019 geplante Aktienbeteiligungsprogramm für Mitarbeiter der Gesellschaft und von bestimmten mit ihr verbundenen Unternehmen. Zudem wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Status der Immobilienprojekte und den Fortschritt des Axel-Springer-Neubaus in Berlin sowie die vorläufige Geschäftsentwicklung bis einschließlich Juli 2018 unterrichtet. Ferner stimmte der Aufsichtsrat der Übernahme von konzerninternen Geschäftsführungspositionen der Vorstände zu. Der CEO von SeLoger informierte zusammen mit dem Vorstand über das Unternehmen und die Geschäftstätigkeit von SeLoger. Weiter fasste der Aufsichtsrat Beschluss über die Gewährung eines langfristigen aktienbasierten Vergütungsbestandteils in Form von virtuellen Aktienoptionen für Dr. Stephanie Caspar (s. Seite 68). Schließlich beschloss der Aufsichtsrat die Anpassung des Long-term Incentive Plans (LTIP) der im Jahr 2016 amtierenden Vorstandsmitglieder im Hinblick auf den LTIP für Führungskräfte der Gesellschaft. In seiner Sitzung am 6. November 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensstrategie von Axel Springer mit Schwerpunkt auf der Entwicklung der StepStone Gruppe beschäftigt. Der Aufsichtsrat hat daneben über die am gleichen Tag veröffentlichte turnusmäßige Entsprechenserklärung Beschluss gefasst. Ferner hat er eine Selbstevaluation seiner Effizienz vorgenommen und auf Basis einer eingehenden Diskussion seine Tätigkeit als weiterhin effizient eingeschätzt. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus über die vorläufige Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2018 unterrichtet. Ferner beschloss der Aufsichtsrat eine Anpassung des Geschäftsverteilungsplans für den Vorstand. InteressenkonflikteIm Berichtsjahr sind im Aufsichtsrat folgende potentielle Interessenkonflikte aufgetreten. Diese standen im Zusammenhang mit der Erteilung einer Zustimmung nach § 114 AktG zum Abschluss von Kooperationsverträgen jeweils mit einem dem jeweils betroffenen Aufsichtsratsmitglied nahestehenden Unternehmen. Die betroffenen Aufsichtsratsmitglieder haben sich bei der Beschlussfassung im Umlaufverfahren jeweils der Stimme enthalten. Des Weiteren beteiligte sich ein Aufsichtsratsmitglied bei der Frage nach der Schaffung eines genehmigten Kapitals am 7. März 2018 weder an den Beratungen noch an den Abstimmungen. Schließlich hat ein Aufsichtsratsmitglied an der Beschlussfassung des Präsidiums zur Erteilung der Zustimmung zur Übertragung von Aktien seitens der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co auf Axel Sven Springer und Ariane Melanie Springer nicht teilgenommen. Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat haben im November 2018 ihre gemeinsame Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung mit den Erläuterungen der Abweichungen von den Empfehlungen des DCGK wurde auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht. Sie befindet sich zudem auf Seite 72 des Geschäftsberichts. Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance im Axel Springer Konzern können dem Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat entnommen werden (s. Seite 72). Die Arbeit der Ausschüsse des AufsichtsratsZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat als ständige Ausschüsse ein Präsidium, ein Audit Committee, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss gebildet. Im März 2017 wurde zudem ein beratender Ausschuss für Unternehmensstruktur gebildet. Den Vorsitz im Audit Committee führt Lothar Lanz, im Ausschuss für Unternehmensstruktur Martin Varsavsky, in den übrigen Ausschüssen der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Giuseppe Vita. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Plenum über die Arbeit der Ausschüsse und die von den Ausschüssen gefassten Beschlüsse. Das Präsidium ist unbeschadet der Zuständigkeit des Gesamtaufsichtsrats zuständig für Angelegenheiten, die ausschließlich oder überwiegend verlegerische oder journalistische Fragen betreffen, sowie für Fragen der Strategie, der Finanzplanung, der Investitionen und ihrer Finanzierung. Insbesondere ist es anstelle des Aufsichtsrats zuständig für die Zustimmung zu wesentlichen Geschäftsführungsmaßnahmen des Vorstands, die den Beteiligungsbereich oder den operativen Geschäftsbetrieb betreffen. Schließlich bereitet das Präsidium Entscheidungen zur Organisation des Vorstands vor und entscheidet innerhalb festgelegter Grenzen über die Zustimmung zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und von Bezugsrechten auf solche Aktien. Mitglieder des Präsidiums sind Dr. Giuseppe Vita als Vorsitzender, Dr. h. c. Friede Springer als stellvertretende Vorsitzende sowie Lothar Lanz und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle. Das Präsidium hielt im Berichtszeitraum neun Sitzungen ab, davon vier außerordentliche. Zudem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Das Präsidium stimmte folgenden Transaktionen zu: Im März 2018 dem Erwerb der Universum Communications Sweden AB durch die StepStone GmbH sowie dem Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an Purplebricks Inc., im April 2018 der Änderung und Ausübung von Put-Optionen im Zusammenhang mit der Beteiligung an Doğan TV sowie im August 2018 der Aufstockung der Beteiligung an der Homeday GmbH gemeinsam mit Purplebricks. Beraten und beschlossen wurde ferner unter anderem über die Neuverhandlung der Kreditlinie der Gesellschaft und die Auflegung eines Commercial Paper Programms. Gegenstand waren weiter Entscheidungen über die Erteilung der Zustimmung zum Abschluss von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen innerhalb des Konzerns sowie zur Übertragung von Aktien der Gesellschaft gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft, insbesondere im Zusammenhang mit der Übertragung von Aktien seitens der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co auf Axel Sven Springer und Ariane Melanie Springer. Der Personalausschuss bereitet insbesondere Entscheidungen über die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder vor. In seine Kompetenz fällt darüber hinaus die Vorbereitung von Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Soweit der Personalausschuss aus drei oder mehr Mitgliedern besteht, beschließt er in allen anderen dienstvertraglichen Angelegenheiten anstelle des Aufsichtsrats; dasselbe gilt für Beschlüsse über die Kreditgewährung im Sinne von §§ 89, 115 AktG und für die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 114 AktG. Soweit der Personalausschuss aus zwei Mitgliedern besteht, ist er für die Vorbereitung von Entscheidungen des Aufsichtsrats zu diesen Angelegenheiten zuständig. Soweit der Personalausschuss zuständig ist, vertritt er die Gesellschaft bei Rechtsgeschäften mit einzelnen Vorstandsmitgliedern. Schließlich entscheidet der Personalausschuss - soweit er aus drei oder mehr Mitgliedern besteht - über die Erteilung der Zustimmung zu den ihm zugewiesenen zustimmungsbedürftigen Geschäftsführungsmaßnahmen; soweit er aus zwei Mitgliedern besteht, ist er für die Vorbereitung für Entscheidungen des Aufsichtsrats bezüglich dieser Geschäfte zuständig. Mitglieder des Personalausschusses sind Dr. Giuseppe Vita als Vorsitzender und Dr. h. c. Friede Springer als stellvertretende Vorsitzende. Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum siebenmal zusammen. Er bereitete unter anderem die Entscheidung des Plenums über die Bestellung des neuen Vorstandsmitglieds Dr. Stephanie Caspar sowie über die Festsetzung ihrer Vergütung - einschließlich des langfristigen aktienbasierten Vergütungsbestandteils - vor. Ferner bereitete er die Entscheidungen des Plenums über die Verlängerung der Amtszeit eines Vorstandsmitglieds nebst der damit verbundenen Verlängerung des jeweiligen Vorstandsdienstvertrags vor. Zudem befasste er sich mit den individuellen Zielen und den Konzernzielen für die Barkomponente des variablen Vergütungsanteils der Vorstandsvergütung. Daneben bereitete er die Plenumsentscheidung über die Anpassung des Long-term Incentive Plans (LTIP) der im Jahr 2016 amtierenden Vorstandsmitglieder im Hinblick auf den LTIP für Führungskräfte der Gesellschaft vor. Schließlich befasste er sich mit Änderungen des Geschäftsverteilungsplans für den Vorstand. Das Audit Committee ist unbeschadet der Zuständigkeit des Gesamtaufsichtsrats untern anderem zuständig für die Vorbereitung der Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses durch Vorprüfung von Jahresabschluss, Abhängigkeitsbericht und Konzernabschluss, zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht, die Prüfung des Vorschlags über die Gewinnverwendung, die Erörterung des Prüfungsberichts mit dem Abschlussprüfer sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, zudem für die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance. Zudem überwacht das Audit Committee die vom Abschlussprüfer erbrachten Nichtprüfungsleistungen und genehmigt diese gegebenenfalls. Es ist weiter zuständig für die Prüfung der Zwischenabschlüsse bzw. der Zwischenmitteilungen und die Erörterung des Berichts des Abschlussprüfers über eine etwaige prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse. Die Abschlussprüfung betreffend ist es unter anderem zuständig für die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers sowie für die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer und die Festlegung von Prüfungsschwerpunkten. Dem Audit Committee gehören Lothar Lanz als Vorsitzender an, Dr. Giuseppe Vita als stellvertretender Vorsitzender und Oliver Heine sowie Dr. h. c. Friede Springer als weitere Mitglieder. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat im April 2018 war zudem Rudolf Knepper Mitglied des Audit Committee. Das Audit Committee hat im Berichtsjahr vier Sitzungen abgehalten. Es hat sich über Umfang, Ablauf und Ergebnis der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung 2017 informiert und diese mit den Abschlussprüfern erörtert, die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Billigung und damit Feststellung des Jahresabschlusses (einschließlich des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts) und die Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet, den Halbjahresabschluss bzw. -finanzbericht und die Quartalsmitteilungen des Berichtsjahres erörtert, geprüft und diesen zugestimmt. Daneben befasste sich das Audit Committee im Februar 2018 mit der Vorbereitung der Beschlussfassung des Plenums über den Vorschlag an die Hauptversammlung, den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 zu bestellen. Dazu lag dem Aufsichtsrat eine schriftliche Bestätigung der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über ihre Unabhängigkeit vor. Zudem beschäftigte sich das Audit Committee mit den Prüfungsschwerpunkten des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 und erteilte dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2018. Darüber hinaus hat sich das Audit Committee mit der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, des Compliance-Managementsystems sowie mit weiteren Compliance-Fragen befasst. Das Audit Committee hat sich darüber hinaus unter anderem mit den Beauftragungen des Abschlussprüfers mit Nichtprüfungsleistungen befasst. Der Nominierungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern vor; insbesondere schlägt er dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten unter anderem unter Beachtung des Kompetenzprofils und der vom Aufsichtsrat bestimmten Kriterien für Vielfalt (Diversity) und Unabhängigkeit vor. Er erarbeitet und überprüft die Anforderungsprofile, welche Qualifikationen die Gesellschaft von ihren Aufsichtsräten erwartet, und passt diese fortlaufend an veränderte Unternehmensanforderungen an. Der Nominierungsausschuss besteht aus Dr. Giuseppe Vita als Vorsitzendem und Dr. h. c. Friede Springer als stellvertretende Vorsitzende. Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt und sich mit den anstehenden Neubesetzungen von Aufsichtsratspositionen befasst. Der beratende Ausschuss für Unternehmensstruktur hat im Berichtsjahr keine Sitzung abgehalten. Der Ausschuss besteht aus Martin Varsavsky als Vorsitzendem sowie Lothar Lanz als Mitglied. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat im April 2018 war zudem William E. Ford Mitglied des Ausschusses für Unternehmensstruktur. Jahres- und Konzernabschluss sowie Lage- und Konzernlagebericht, Nichtfinanzieller BerichtDie Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat zudem im Rahmen seiner Prüfung zusammenfassend festgestellt, dass der Vorstand ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes Risikomanagementsystem eingerichtet hat und dass dieses grundsätzlich geeignet sei, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist seit dem Geschäftsjahr 2015 Nathalie Mielke. Die vorstehenden Unterlagen sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen wurden in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Sitzung des Audit Committee vom 5. März 2019 umfassend geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagements bezogen auf den Rechnungslegungsprozess wurden dabei nicht festgestellt. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten der Abschlussprüfung ein. Umstände, die die Befangenheit des Abschlussprüfers besorgen lassen, lagen nicht vor. Der Prüfungsausschuss beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahres- und Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht zu billigen. Das Audit Committee hat in der Bilanzsitzung am 6. März 2019 dem Aufsichtsrat über die von ihm angestellten Untersuchungen und deren Ergebnisse berichtet und seine Empfehlungen zur Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts abgegeben. Der Aufsichtsrat hat sodann unter Berücksichtigung dieses Berichts und dieser Empfehlungen, der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Diskussion mit dem auch in der Bilanzsitzung anwesenden Abschlussprüfer die vorstehend genannten Unterlagen seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht entsprechend den Empfehlungen des Audit Committee gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Axel Springer SE festgestellt. Der Aufsichtsrat hat auch den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und sich diesem unter Berücksichtigung insbesondere des Jahresergebnisses, der Liquidität und der Finanzplanung der Gesellschaft angeschlossen. Außerdem hat der Vorstand dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG vorgelegt. Ebenfalls lag dem Aufsichtsrat der hierzu von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellte Prüfungsbericht vor. Beide Berichte wurden vorab jedem Aufsichtsratsmitglied übermittelt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Auch den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG sowie den hierzu erstellten Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat geprüft. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 6. März 2019 außerdem mündlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Gegen die Ergebnisse des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers und die Erklärung des Vorstands zum Bericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG sind vom Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen zu erheben. Erstmalig für das Geschäftsjahr 2017 hatte die Gesellschaft zudem einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht zu erstatten. Dieser wurde für die Axel Springer SE und den Axel Springer Konzern zusammengefasst. Der Bericht wurde am 18. April 2018 im Aufsichtsratsplenum sowie mit Vertretern der Gesellschaft erörtert, beraten und unter Verzicht auf eine externe Prüfung durch den Aufsichtsrat selbst geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Veröffentlichung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts erfolgte am 30. April 2018 auf der Webseite der Gesellschaft und ist dort unter go.axelspringer.com/NichtfinanziellerBericht abrufbar. Auch für das Geschäftsjahr 2018 wurde ein zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht erstellt; wiederum wurde durch den Aufsichtsrat entschieden, auf eine externe Prüfung dieses Berichts zu verzichten. In der Bilanzsitzung am 6. März 2019 hat der Aufsichtsrat den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach Einsicht in die Unterlagen zur nichtfinanziellen Berichterstattung mit Vertretern der Gesellschaft erörtert, beraten und geprüft. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und den Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Bericht für das Geschäftsjahr 2018 wird ebenfalls zum Abruf auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Dank an die Mitglieder des Vorstands sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UnternehmensDer Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragenden Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr. Wie Sie gehört haben, werde ich im Interesse einer weiteren Verjüngung des Aufsichtsrats mit Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Ich möchte mich daher hiermit von allen Aktionären verabschieden und Ihnen allen ausdrücklich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit danken. Ich habe es als ehrenvolle Aufgabe empfunden, Axel Springer als Aufsichtsratsvorsitzender in diesen spannenden und herausfordernden Zeiten während der letzten 17 Jahre begleiten zu dürfen.
Berlin, den 6. März 2019 Der Aufsichtsrat Dr. Giuseppe Vita, Vorsitzender KonzernabschlussKonzern-BilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und- Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
1) Zum Anteil der nicht fortgeführten
Aktivitäten des Vorjahres vgl. Ziffer (2d).
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
1) Zu den Effekten aus der Umstellung neuer
Rechnungslegungsstandards, vgl. Ziffer (3o).
Konzern-SegmentberichterstattungOperative Segmente (30)
Geografische Informationen (30)
1) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der
retrospektiven Anwendung von IFRS 15 im Segment Marketing
Media (um € 507,2 Mio.); vgl. Ziffer (3o).
AnhangAllgemeine Angaben(1) GrundlagenDie Axel Springer SE ist eine börsennotierte Europäische Gesellschaft (Societas Europaea) mit Sitz in Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 154517 B geführt. Die Hauptaktivitäten der Axel Springer SE und ihrer Tochterunternehmen ("Axel Springer Konzern", "Axel Springer" oder "Konzern") sind in Ziffer (30a) beschrieben. Der Vorstand der Axel Springer SE hat am 21. Februar 2019 den vorliegenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in Anwendung von § 315e HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den vom IASB gebilligten Interpretationen des IFRS Interpretations-Committee (IFRS IC). Die Darstellungswährung ist Euro (€); sofern nicht anderweitig angegeben, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) berichtet. Summen und Prozentangaben wurden auf Basis der nicht gerundeten Euro-Beträge berechnet und können von einer Berechnung auf Basis der berichteten Millionen-Euro-Beträge abweichen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. (2) Konsolidierung(a) KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss sind die Axel Springer SE und ihre Tochtergesellschaften einbezogen, über die Axel Springer SE unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsmacht besitzt, die variablen Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen beeinflussen kann und der Variabilität dieser Rückflüsse ausgesetzt ist. Die Anschaffungskosten im Rahmen eines Unternehmens- oder Geschäftserwerbs, bei dem Axel Springer die Beherrschung erlangt (Unternehmenszusammenschluss), werden mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und - sofern wir nicht sämtliche Anteile des Unternehmens erwerben - in Höhe des auf unsere Anteile entfallenden Betrags aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das erworbene Unternehmen bzw. Geschäft erlangt wird. Unterschiedsbeträge aus Verkäufen und Käufen von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter verrechnen wir innerhalb des Eigenkapitals. Sind im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses wechselseitige Kauf- und Verkaufsoptionen über verbleibende Anteile nicht beherrschender Gesellschafter vereinbart, bei denen sich der zu zahlende Kaufpreis an den künftigen Unternehmensergebnissen bemisst, wird ein antizipierter Erwerb dieser Anteile angenommen. Insoweit werden keine Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen. Der bedingte Kaufpreis dieser Anteile wird als finanzielle Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert erfasst und ergebniswirksam zu jedem Bilanzstichtag neu bewertet. Assoziierte Unternehmen, bei denen Axel Springer einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann, und Gemeinschaftsunternehmen, die von Axel Springer und einer oder mehreren Parteien gemeinschaftlich geführt werden, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Hierfür werden die IFRS-Einzel- bzw. -Konzernabschlüsse dieser Unternehmen zum Konzernabschlussstichtag zugrunde gelegt (zur Ausnahme von diesem Grundsatz vgl. Ziffer (6a)). Im fortgeführten Beteiligungsbuchwert enthaltene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Vermögenswerte und Schulden werden nach den Bilanzierungsgrundsätzen für Unternehmens- und Geschäftserwerbe ermittelt. Verluste, die den Beteiligungsbuchwert bzw. sonstige langfristige Forderungen aus der Finanzierung dieser Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine Nachschusspflicht besteht. Zwischenergebnisse werden anteilig eliminiert. Beteiligungsbuchwerte werden hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit überprüft und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. (b) KonsolidierungskreisDie Zusammensetzung der in unseren Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften (Konsolidierungskreis) ergibt sich aus folgender Darstellung:
Die Gesellschaften des Konsolidierungskreises sind in Ziffer (41) angegeben. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich die folgenden wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis: Anfang Februar haben wir den Erwerb von 100 % der Anteile an der Concept Multimédia SAS, Aix-en-Provence/Paris, Frankreich, vollzogen. Die Gesellschaft wird seitdem im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Ende April haben wir 11,5% sowie im Juli weitere 1,0 % der Anteile an der Purplebricks Group plc, Solihull, Großbritannien, erworben. Die Gesellschaft wird seit dem Erwerb nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Ende April wurde die Veräußerung von 78,31 % der Anteile an der AUFEMININ SA, Paris, Frankreich vollzogen und die AUFEMININ SA sowie deren 18 vollkonsolidierte Tochtergesellschaften entkonsolidiert. Anfang Mai haben wir den Erwerb von 100% der Anteile an Universum Communications Sweden AB, Stockholm, Schweden, vollzogen. Universum Communications Sweden AB und deren neun ausländische Tochtergesellschaften werden seitdem im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Ende Juli wurde der Verkauf unseres Zeitungs- und Zeitschriftenportfolios in der Slowakei inklusive der dazugehörigen Onlineangebote vollzogen. In diesem Zuge wurden zwei ausländische Tochtergesellschaften entkonsolidiert. Die weiteren Veränderungen betrafen insbesondere für den Konzernabschluss unwesentliche Verschmelzungen, Neugründungen und Erstkonsolidierungen von Gesellschaften. (c) Akquisitionen und DesinvestitionenAnfang Februar haben wir über die Axel Springer Digital Classifieds France SAS 100 % der Anteile an der Concept Multimédia SAS, Aix-en-Provence/Paris, Frankreich, erworben und seitdem vollkonsolidiert. Concept Multimédia betreibt insbesondere unter der Kernmarke Logic-Immo.com ein Immobilienportal in Frankreich und zusätzlich weitere Onlineportale für die Vermittlung von Luxus- und Neubauimmobilien. Die Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Kaufpreisanpassungen auf Basis der Nettoverschuldung und des Nettoumlaufvermögens betrugen € 95,3 Mio. und wurden im Berichtsjahr vollständig gezahlt. Die im sonstigen betrieblichen Aufwand erfassten Anschaffungsnebenkosten beliefen sich im Berichtsjahr auf € 1,2 Mio. und wurden als Sondereffekt bereinigt (vgl. Ziffer (31)). Die Anschaffungskosten dieses Unternehmenszusammenschlusses wurden den erworbenen Vermögenswerten und Schulden anhand der Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag wie folgt zugeordnet:
Von den erworbenen immateriellen Vermögenswerten unterliegen Vermögenswerte mit einem Buchwert von € 37,9 Mio. einer unbestimmten Nutzungsdauer. Der steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert ist vor allem nicht separierbaren Werten wie dem Mitarbeiter-Know-how und erwarteten Synergieeffekten aus der Integration sowie strategischen Vorteilen aus der führenden Marktposition und digitalen Reichweite des Unternehmens zuzurechnen und wurde dem Segment Classifieds Media zugeordnet. Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug € 10,3 Mio. Hierauf wurden Wertberichtigungen in Höhe von € 1,3 Mio. erfasst. Seit dem erstmaligen Einbezug Anfang Februar 2018 hat Concept Multimédia zum Konzernumsatz in Höhe von € 67,8 Mio. sowie zum Konzernüberschuss in Höhe von € 3,9 Mio. beigetragen. Wenn Concept Multimédia bereits am 1. Januar 2018 vollkonsolidiert worden wäre, hätten sich der Konzernumsatz 2018 um € 73,1 Mio. sowie der Konzernüberschuss 2018 um € 3,9 Mio. verändert. Anfang Mai 2018 haben wir über die StepStone GmbH, ein Unternehmen der zu Axel Springer gehörenden StepStone-Gruppe, 100 % der Anteile an der Universum Communications Sweden AB, Stockholm, Schweden, sowie deren Tochtergesellschaften erworben und seitdem vollkonsolidiert. Die Universum-Gruppe ist einer der weltweit führenden Employer-Branding-Spezialisten und unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Definition, Entwicklung und Kommunikation ihrer eigenen Arbeitgebermarke. Die Anschaffungskosten betrugen € 41,0 Mio. und beinhalten neben dem in 2018 gezahlten Kaufpreis von € 37,9 Mio. (inkl. einer Kaufpreisanpassung sowie einer Earnout-Zahlung für Ergebnisziele 2017) die Tilgung eines von der Gesellschaft übernommenen Darlehens in Höhe von € 3,0 Mio. Darüber hinaus wurden weitere Earnouts vereinbart, die sich an künftigen EBIT-Zielen bemessen, die die Anschaffungskosten um maximal SEK 75,0 Mio. (aktuell rd. € 7,3 Mio.) erhöhen können und im Erwerbszeitpunkt mit € 0,0 Mio. bewertet wurden. Die im sonstigen betrieblichen Aufwand erfassten Anschaffungsnebenkosten betrugen im Berichtsjahr € 0,5 Mio. und wurden als Sondereffekt bereinigt (vgl. Ziffer (31)). Die Anschaffungskosten dieses Unternehmenszusammenschlusses wurden den erworbenen Vermögenswerten und Schulden anhand der Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag wie folgt zugeordnet:
Von den erworbenen immateriellen Vermögenswerten unterliegen Vermögenswerte mit einem Buchwert von € 16,8 Mio. einer unbestimmten Nutzungsdauer. Der steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert ist vor allem nicht separierbaren Werten wie dem Mitarbeiter-Know-how und erwarteten Synergieeffekten aus der Integration sowie strategischen Vorteilen aus der führenden Marktposition und digitalen Reichweite des Unternehmens zuzurechnen und wurde dem Segment Classifieds Media zugeordnet. Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug € 6,1 Mio. Wertberichtigungen waren hierauf nicht zu erfassen. Seit dem erstmaligen Einbezug Anfang Mai 2018 hat die Universum-Gruppe zum Konzernumsatz in Höhe von € 23,0 Mio. sowie zum Konzernüberschuss in Höhe von € 4,4 Mio. beigetragen. Wenn die Universum-Gruppe bereits am 1. Januar 2018 vollkonsolidiert worden wäre, hätten sich der Konzernumsatz 2018 um € 27,8 Mio. sowie der Konzernüberschuss 2018 um € 0,9 Mio. verändert. Ende April 2018 haben wir 11,5 % der Anteile an der Purplebricks Group plc, Solihull, Großbritannien, im Rahmen einer Kapitalerhöhung und durch Ankauf von bestehenden Aktien von Anteilseignern für einen Kaufpreis in Höhe von insgesamt € 143,2 Mio. erworben und seitdem aufgrund zustehender vertraglicher bzw. gesellschaftsvertraglicher Rechte nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen (vgl. Ziffer (6a)). Im Juli haben wir weitere Aktien im Gesamtwert von € 10,4 Mio. erworben und den Anteil auf rund 12,5 % aufgestockt. Zum 31. Dezember 2018 wurde die Beteiligung auf den Börsenwert von € 62,3 Mio. abgeschrieben (vgl. Ziffer (6a)). Purplebricks startete im April 2014 in Großbritannien und betreibt mit purplebricks.co.uk eine transaktionsbasierte digitale Immobilienplattform. Das Unternehmen ist zudem in Australien, den USA und seit Juli 2018 auch in Kanada aktiv. Seit Dezember 2015 notiert Purplebricks an der London Stock Exchange. Zur Veräußerung unserer Anteile an der Doğan TV an die Doğan Holding zu einem Gesamtkaufpreis von € 160,0 Mio. vgl. Ziffer (6b). Ende April 2018 haben wir unsere bislang vollkonsolidierten Anteile (78,31 %) an der AUFEMININ SA, Paris, Frankreich, und aller zugehörigen Tochtergesellschaften der aufeminin-Gruppe für einen Gesamtpreis in Höhe von € 291,5 Mio. vollständig veräußert. Der im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasste und dem Segment Marketing Media zugeordnete Veräußerungsgewinn betrug € 49,4 Mio. und wurde als Sondereffekt bereinigt (vgl. Ziffer (31)). Das Veräußerungsergebnis beinhaltet zuvor im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasste Aufwendungen aus Fremdwährungsdifferenzen in Höhe von € 2,5 Mio. Im Zuge der Veräußerung sind Anteile anderer Gesellschafter von € 44,5 Mio. abgegangen. Im Rahmen des Veräußerungsprozesses entstanden im Berichtsjahr Veräußerungsnebenkosten in Höhe von € 7,0 Mio., die im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst und als Sondereffekt bereinigt wurden (vgl. Ziffer (31)). Die Buchwerte der abgegangenen Vermögenswerte und Schulden stellten sich wie folgt dar:
Ende Juli 2018 haben wir den Verkauf unseres Zeitungs- und Zeitschriftenportfolios in der Slowakei inklusive der dazugehörigen Onlineangebote vollzogen. Hierzu wurden sämtliche Geschäftsbereiche der Ringier Axel Springer Slovakia in drei Gesellschaften aufgespalten und anschließend die zwei zum Verkauf stehenden Gesellschaften für einen Gesamtpreis in Höhe von € 60,5 Mio. vollständig veräußert. Der im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasste und dem Segment News Media zugeordnete Veräußerungsverlust betrug € -0,8 Mio. und wurde als Sondereffekt bereinigt (vgl. Ziffer (31)). Im Zuge der Veräußerung sind Anteile anderer Gesellschafter von € 6,6 Mio. abgegangen. Im Rahmen des Veräußerungsprozesses entstanden im Berichtsjahr Veräußerungsnebenkosten in Höhe von € 0,9 Mio., die im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst und als Sondereffekt bereinigt wurden (vgl. Ziffer (31)). Die Buchwerte der abgegangenen Vermögenswerte und Schulden stellten sich wie folgt dar:
Weitere im Berichtsjahr vollzogene Unternehmenstransaktionen sowie Finalisierungen von Kaufpreisallokationen aus Unternehmenserwerben des Vorjahres hatten einzeln und in Summe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Akquisitionen und Desinvestitionen im Vorjahr:Anfang Januar 2017 haben wir über AWIN Inc. (vormals Digital Window Inc.), Wilmington, USA, ein Unternehmen der zu Axel Springer gehörenden Awin-Gruppe, 100% der Anteile an ShareASale.com Inc., Chicago, USA, einem führenden Affiliate-Netzwerk in den USA, erworben und seitdem vollkonsolidiert. Die Anschaffungskosten betrugen € 44,4 Mio. und beinhalten neben dem in 2017 gezahlten Kaufpreis von € 33,1 Mio., eine gezahlte Kaufpreisanpassung von € 2,0 Mio. sowie eine zum Erwerbsstichtag erfasste bedingte Kaufpreisverbindlichkeit von € 9,3 Mio., die sich am Erreichen der Ergebnisziele 2017 bemisst. Die im Geschäftsjahr 2017 im sonstigen betrieblichen Aufwand erfassten und als Sondereffekt bereinigten Anschaffungsnebenkosten betrugen € 0,2 Mio. (vgl. Ziffer (31)). Die Anschaffungskosten dieses Unternehmenszusammenschlusses wurden den erworbenen Vermögenswerten und Schulden anhand der Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag wie folgt zugeordnet:
Von den erworbenen immateriellen Vermögenswerten unterliegen Vermögenswerte mit einem Buchwert von € 12,0 Mio. einer unbestimmten Nutzungsdauer. Der steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert ist vor allem nicht separierbaren Werten wie dem Mitarbeiter-Know-how und erwarteten Synergieeffekten aus der Integration sowie strategischen Vorteilen aus der führenden Marktposition und digitalen Reichweite des Unternehmens zuzurechnen und wurde dem Segment Marketing Media zugeordnet. Seit dem erstmaligen Einbezug Anfang Januar 2017 hat ShareASale zum Konzernumsatz 2017 in Höhe von € 14,0 Mio. sowie zum Konzernüberschuss 2017 in Höhe von € 6,1 Mio. beigetragen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 haben Axel Springer und United Internet ihre Unternehmen Awin und affilinet zusammengeführt, um ein gemeinsames Affiliate-Netzwerk aufzubauen. Axel Springer stärkt hierdurch seine Wettbewerbsposition im Affiliate-Marketing-Bereich. Nach Einbringung von 100% der affilinet-Anteile durch United Internet hält United Internet 20% an der Awin-Gruppe. Die vorläufigen Anschaffungskosten des Erwerbs der affilinet-Gruppe betrugen € 100,6 Mio. und umfassten den im Geschäftsjahr 2017 gezahlten Kaufpreis von € 1,4 Mio. sowie den Zeitwert der im Tausch hingegebenen 20 % der Anteile an der Awin-Gruppe von € 99,2 Mio. Aus der im Tausch erfolgten Hingabe der Awin-Anteile ergab sich unter Berücksichtigung des Zeitwerts dieser Anteile sowie des Zugangs nicht beherrschender Anteile von € 37,6 Mio. ein direkt im Eigenkapital erfasster positiver Unterschiedsbetrag von € 61,6 Mio. (davon € 20,1 Mio. den Anteilen anderer Gesellschafter zugewiesen). Der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Anteil am Nettoreinvermögen der Awin-Gruppe erhöhte sich auf insgesamt € 56,6 Mio.; in Höhe von € -1,1 Mio. resultierte dieser aus Währungsumrechnungseffekten, die aus der entsprechenden Rücklage im kumulierten übrigen Eigenkapital umzugliedern waren. Im sonstigen betrieblichen Aufwand des Geschäftsjahres 2017 erfasste und als Sondereffekt bereinigten Anschaffungsnebenkosten betrugen € 0,5 Mio. (vgl. Ziffer (31)). Die zum 31. Dezember 2017 vorläufigen Anschaffungskosten dieses Unternehmenszusammenschlusses wurden den erworbenen Vermögenswerten und Schulden anhand der zum 31. Dezember 2017 vorläufigen Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag wie folgt zugeordnet:
Die Kaufpreisallokation berücksichtigt alle auf den Erwerbsstichtag bezogenen werterhellenden Erkenntnisse und war insbesondere wegen der zeitlichen Nähe zum 31. Dezember 2017 noch nicht abgeschlossen. Von den erworbenen immateriellen Vermögenswerten unterliegen Vermögenswerte mit einem Buchwert von € 20,8 Mio. einer unbestimmten Nutzungsdauer. Der steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert ist vor allem nicht separierbaren Werten wie dem Mitarbeiter-Know-how und erwarteten Synergieeffekten aus der Integration sowie strategischen Vorteilen aus der führenden Marktposition und digitalen Reichweite des Unternehmens zuzurechnen und wurde dem Segment Marketing Media zugeordnet. Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug € 31,1 Mio. Darauf waren Wertberichtigungen in Höhe von € 0,9 Mio. erfasst. Seit dem erstmaligen Einbezug Anfang Oktober 2017 hat die affilinet-Gruppe zum Konzernumsatz 2017 in Höhe von € 37,5 Mio. sowie zum Konzernüberschuss 2017 in Höhe von € 0,6 Mio. beigetragen. Wenn die affilinet-Gruppe bereits am 1. Januar 2017 vollkonsolidiert worden wäre, hätten sich der Konzernumsatz 2017 um € 155,9 Mio. sowie der Konzernüberschuss 2017 um € 4,7 Mio. erhöht. Die im Berichtsjahr 2017 vollzogenen weiteren Unternehmenszusammenschlüsse betrafen insbesondere die Erwerbe von jeweils 100 % der Anteile an CV Keskus OÜ, Tallinn, Estland, Tourismuszentrum GmbH Mecklenburgische Ostseeküste, Kröpelin, ICI Formations SAS, Paris, Frankreich, t-bee GmbH, Puchheim, Turijobs Tourism Services S.L., Barcelona, Spanien, G-Construct SA, Brüssel, Belgien sowie Autobazar.EU portál s.r.o., Topreality.sk s.r.o. und RealSoft s.r.o, alle Nove Mesto nad Vahom, Slowakei, sowie den Erwerb eines Geschäftsbereichs der Ad Up Technology AG, Hamburg. Diese Unternehmenserwerbe erfolgten im Rahmen unserer Strategie, der führende digitale Verlag zu werden, und hatten einzeln keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die zum 31. Dezember 2017 zum Teil vorläufigen Anschaffungskosten dieser Unternehmenserwerbe betrugen insgesamt € 36,9 Mio. und beinhalteten neben den gezahlten Kaufpreisen auch bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten von € 3,9 Mio. Die im sonstigen betrieblichen Aufwand des Geschäftsjahres 2017 erfassten und als Sondereffekt bereinigten Anschaffungsnebenkosten betrugen € 0,2 Mio. (vgl. Ziffer (31)). Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten resultierten aus Earnout Vereinbarungen und wurden mit ihren Zeitwerten zum Erwerbsstichtag erfasst. Der Zeitwert hängt im Wesentlichen von der Ergebnisentwicklung der erworbenen Gesellschaften in den Jahren vor den möglichen Zahlungs- bzw. Ausübungszeitpunkten ab. Die kumulierten zum 31. Dezember 2017 zum Teil vorläufigen Anschaffungskosten dieser Unternehmenserwerbe konnten den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten anhand der zum 31. Dezember 2017 zum Teil vorläufigen Kaufpreisallokationen wie folgt zugeordnet werden:
Die Kaufpreisallokationen berücksichtigen alle auf den 31. Dezember 2017 bezogenen werterhellenden Erkenntnisse und waren bei manchen Akquisitionen insbesondere wegen der zeitlichen Nähe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses 2017 noch nicht abgeschlossen. Von den erworbenen immateriellen Vermögenswerten dieser Unternehmenserwerbe unterliegen Vermögenswerte mit einem Buchwert von € 9,5 Mio. einer unbestimmten Nutzungsdauer. Die überwiegend steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäfts- oder Firmenwerte sind vor allem nicht separierbaren Werten wie dem Mitarbeiter-Know-how sowie erwarteten Synergieeffekten aus der Integration zuzurechnen und wurden den Segmenten News Media (€ 11,9 Mio.) sowie Classifieds Media (€ 6,7 Mio.) zugeordnet. Seit dem erstmaligen Einbezug haben diese Unternehmen zum Konzernumsatz 2017 in Höhe von € 5,5 Mio. sowie zum Konzernüberschuss 2017 in Höhe von € 1,2 Mio. beigetragen. Wenn die Erwerbe bereits am 1. Januar 2017 erfolgt wären, hätten sich der Konzernumsatz 2017 um € 10,1 Mio. sowie der Konzernüberschuss 2017 um € 0,7 Mio. erhöht. Weitere im Geschäftsjahr 2017 vollzogene Unternehmenstransaktionen sowie Finalisierungen von Kaufpreisallokationen aus Unternehmenserwerben des Geschäftsjahres 2016 hatten einzeln und in Summe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. (d) Nicht fortgeführte AktivitätenIm Jahr 2014 haben wir unsere inländischen Regionalzeitungen, Programm- und Frauenzeitschriften veräußert. Die sich daraus ergebenen nachlaufenden Erträge und Aufwendungen haben wir im Vorjahr als nicht fortgeführte Aktivitäten separat ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden keine Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Die Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivitäten stellten sich im Vorjahr wie folgt dar:
Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus nicht fortgeführten Aktivitäten waren im Vorjahr lediglich im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten und betrugen € -2,1 Mio. (e) Umrechnung von FremdwährungsabschlüssenVermögenswerte und Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Währungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Geschäfts- oder Firmenwerte und Zeitwertanpassungen von Vermögenswerten und Schulden im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben außerhalb der Europäischen Währungsunion werden dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und entsprechend mit dem Währungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung dieser Tochterunternehmen werden zum gewichteten Durchschnittskurs umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenzen werden innerhalb des kumulierten übrigen Eigenkapitals bzw. der Anteile anderer Gesellschafter erfasst. Die Kurse der für uns wichtigen Fremdwährungen haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:
(3) Erläuterung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(a) GrundlagenDie im Geschäftsjahr 2018 konzerneinheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich aufgrund der Neuregelungen der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" geändert (vgl. Ziffer (3o)). Im Übrigen sind sie grundsätzlich unverändert zum Vorjahr. (b) ErlösrealisierungDer Axel Springer Konzern ist ein führender digitaler Verlag mit einem Schwerpunkt auf digitalen Rubrikenangeboten und Journalismus. Umsatzerlöse erzielen wir überwiegend aus Werbe- und Vertriebserlösen. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich mit Erfüllung der identifizierten Leistungsverpflichtungen, d.h. wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter erlangt und Nutzen hieraus ziehen kann oder die vereinbarten Dienstleistungen erbracht wurden. Die Erlöse bemessen sich in Höhe der jeweiligen Vergütung, die wir für die Übertragung zugesagter Güter oder die Erbringung von Dienstleistungen voraussichtlich erhalten werden ("Transaktionspreis") und die sich aus veröffentlichten Preislisten oder individuellen Vereinbarungen ergibt. Verträge mit Kunden werden entweder über einzelne Lieferungen und Leistungen geschlossen oder haben Laufzeiten, die überwiegend kurzfristig sind. Die Vergütung ist entweder im Voraus, im Zeitpunkt der Leistungserbringung oder unter Gewährung kurzfristiger Zahlungsziele fällig. Aufwendungen für die Anbahnung von Verträgen mit Kunden sind in der Regel von untergeordneter Bedeutung oder betreffen kurzfristige Verträge und werden daher aus Vereinfachungsgründen sofort aufwandswirksam erfasst. Sofern wir einen Teil unserer Leistungsverpflichtung bereits erfüllt haben, unser Anspruch auf Bezahlung jedoch von weiteren Leistungen abhängig ist, weisen wir einen Vertragsvermögenswert in den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten aus. Hat der Kunde bereits bezahlt, ohne dass wir unsere Leistungsverpflichtung erfüllt haben, bilanzieren wir eine Vertragsverbindlichkeit in den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Werbeerlöse umfassen insbesondere Erlöse aus digitalen Rubrikenangeboten, aus der Vermarktung der Online- und Printmedien sowie aus der reichweiten- und performancebasierten Vermarktung. Werbeerlöse aus digitalen Rubrikenangeboten werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Stellen-, Immobilien- und Autoanzeigen erzielt. Die Erlöse werden entsprechend der Leistungserbringung grundsätzlich linear über den Zeitraum der Schaltung der jeweiligen Anzeige realisiert. Die diesbezüglichen Vergütungen werden vielfach im Voraus oder mit Beginn der Leistungserbringung vereinnahmt, so dass wir in Bezug auf die noch ausstehenden Leistungen Vertragsverbindlichkeiten ausweisen. Die Vermarktung der Online- und Printmedien führt zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Werbeanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, aus TV-Werbung und aus dem Verkauf von Werbung in unseren Online-Medien. Die Realisierung der Erlöse erfolgt mit der Veröffentlichung bzw. Ausspielung der Werbung. Gewährte Rabatte und Boni werden bei der Bemessung der Umsatzerlöse mindernd berücksichtigt. In der Reichweitenvermarktung vermarkten wir Werbeplätze an Werbekunden, die in Abhängigkeit von der generierten Reichweite oder von der durch die Reichweite erzeugten Interaktion vergütet werden. Im Rahmen der performancebasierten Vermarktung bieten wir Plattformen an, die als Marktplatz Werbetreibende und Anbieter von Online-Werbeplätzen zusammenbringen. Die Werbetreibenden zahlen den Anbietern nur eine erfolgsabhängige Vergütung, sofern die Werbung zur vom Werbekunden gewünschten Transaktion geführt hat. Unsere Dienstleistung besteht insbesondere in der technischen und finanziellen Abwicklung zwischen den beiden Parteien. Da wir regelmäßig nicht die Verfügungsgewalt über die angebotenen Werbeplätze erlangen, werden wir im Bereich der performancebasierten Vermarktung überwiegend als Agent tätig und weisen die Umsatzerlöse nur in Höhe unseres Provisionsanspruchs aus. Vertriebserlöse umfassen vor allem den Verkauf von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften an den Einzel- und Großhandel sowie an Abonnenten und den Verkauf digitaler Abonnements. Die Realisierung der Erlöse aus dem Verkauf gedruckter Angebote erfolgt grundsätzlich im Zeitpunkt der Lieferung an den Kunden. Erwartete Rücklieferungen werden auf Basis von Erfahrungswerten erlösmindernd berücksichtigt. Digitale Abonnements werden über deren Laufzeit linear realisiert, da die Leistungsverpflichtungen sukzessive mit der stetigen Aktualisierung der Inhalte erfüllt werden. Zahlungen an Kunden für den Abschluss von Abonnements vermindern den Transaktionspreis und werden entsprechend erlösmindernd über die Abonnementlaufzeit verteilt. Abonnementsvergütungen werden grundsätzlich im Voraus vereinnahmt, so dass für die noch ausstehenden Leistungen Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Umsatzerlöse aus Tauschgeschäften werden realisiert, wenn nicht gleichartige Güter oder Dienstleistungen getauscht werden und Erlöse eindeutig messbar sind. Sie werden zum Zeitwert der erhaltenen Leistung bewertet. Sofern im Rahmen von Tauschgeschäften der Zeitwert der erhaltenen Leistung nicht zuverlässig bestimmt werden kann, wird dieser anhand des Zeitwerts der erbrachten Leistung bemessen. Bei Angeboten, die mehrere Leistungskomponenten enthalten ("Bündelangebote"), erfolgt die Aufteilung des Transaktionspreises grundsätzlich auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Sofern Einzelveräußerungspreise nicht unmittelbar am Markt ableitbar sind, werden diese zu Beginn des Vertrags geschätzt. (c) Immaterielle VermögenswerteSelbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Kosten angesetzt, die in der Entwicklungsphase nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen die direkt der Entwicklungsphase zurechenbaren Kosten. Aufwendungen für selbst erstellte Internetseiten aktivieren wir, sofern diese unmittelbar der Erzielung von Umsatzerlösen dienen. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst geschaffene und erworbene immaterielle Vermögenswerte, die eine bestimmbare Nutzungsdauer aufweisen, werden mit Beginn der Nutzungsbereitschaft linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer, zu denen insbesondere Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Titel- und Markenrechte zählen, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Für diese Vermögenswerte bestehen derzeit keine wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Restriktionen hinsichtlich ihrer Nutzung. (d) SachanlagenSachanlagen, mit Ausnahme von Leasing-Nutzungsrechten, werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen weisen wir in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen aus. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich über die folgenden Nutzungsdauern:
Investitionszuschüsse und -zulagen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt und die damit verbundenen Bedingungen erfüllt werden. Zulagen und Zuschüsse für die Anschaffung bzw. Herstellung von Sachanlagen bilanzieren wir in einem passiven Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Der Abgrenzungsposten wird nachfolgend über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Nutzungsrechte, die sich aus Leasingverhältnissen ergeben, weisen wir innerhalb der Sachanlagen aus. Ein Leasingverhältnis liegt vor, wenn wir berechtigt sind, über einen bestimmten Zeitraum einen identifizierbaren Vermögenswert, über den wir Kontrolle erlangt haben, gegen Entgelt nutzen zu können. Leasingverhältnisse betreffen bei Axel Springer im Wesentlichen Büroflächen, Leasingfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Leasing-Nutzungsrechte werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses ("Bereitstellungsdatum") zu Anschaffungskosten bewertet, die sich insbesondere in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten und geleisteter Leasingvorauszahlungen unter Berücksichtigung erhaltener Leasinganreize ergeben. Laufende Abschreibungen nehmen wir linear vor. Leasingverbindlichkeiten werden zum Bereitstellungsdatum zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen angesetzt und innerhalb der Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Abzinsung wird grundsätzlich unter Anwendung laufzeit- und währungsspezifischer Grenzfremdkapitalzinssätze ermittelt, da wir die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Zinssätze regelmäßig nicht bestimmen können. Die Fortschreibung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt gemäß der Effektivzinsmethode. Entsprechende Zinsaufwendungen weisen wir im Finanzergebnis aus. Leasingzahlungen im Zusammenhang mit Leasingverträgen mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten und Leasingverhältnissen über sogenannte geringwertige Vermögenswerte (Neuwert von bis zu € 5.000) werden vereinfachend als sonstige betriebliche Aufwendungen über die jeweilige Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst. Als Leasinggeber werden wir insbesondere im Rahmen von Untervermietungen von Büroflächen tätig. Am Bereitstellungsdatum wird geprüft, ob ein Operating- oder Finanzierungsleasingverhältnis vorliegt. Sofern alle wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden, handelt es sich um ein Finanzierungsleasingverhältnis. In diesem Fall wird eine Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bilanziert. Die entsprechenden Zinserträge weisen wir im Finanzergebnis aus. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden ergebniswirksam in den Umsatzerlösen erfasst. Bis zum 31. Dezember 2017 erfolgte die Leasingbilanzierung gemäß dem bisherigen Rechnungslegungsstandard IAS 17. Demnach wurden ausschließlich Finanzierungsleasingverhältnisse bilanziert. Geleaste Vermögenswerte, deren wirtschaftlicher Nutzen uns zuzurechnen war, wurden mit dem Barwert der Mindestleasingraten oder, sofern niedriger, mit dem Zeitwert des Leasingobjekts aktiviert und planmäßig über die Mindestvertragslaufzeit linear unter Berücksichtigung eines vorhandenen Restwerts abgeschrieben. Wenn der Eigentumsübergang am Ende des Leasingvertrags hinreichend sicher war, erfolgt die planmäßige Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Mindestleasingraten wurde als Verbindlichkeit passiviert. Leasingzahlungen im Zusammenhang mit Operating-Leasingverträgen wurden sofort ergebniswirksam erfasst. (e) Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAußerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nehmen wir vor, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte nicht mehr durch den erzielbaren Betrag, d.h. den höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ("Nettoveräußerungswert") bzw. Nutzungswert, gedeckt ist. Sofern eine Ermittlung des erzielbaren Betrags für einen einzelnen Vermögenswert nicht möglich ist, erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit oder der Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (jeweils "Berichtseinheit"), zu der der Vermögenswert gehört. Im Rahmen von Unternehmens- und Geschäftserwerben erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, werden jedoch mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden diese Vermögenswerte denjenigen Berichtseinheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Diese Berichtseinheiten repräsentieren die unterste Ebene, auf der diese Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Sie entsprechen in der Regel einzelnen Titeln und digitalen Angeboten des Konzerns. Im Fall von integrierten Geschäftsmodellen fassen wir einzelne Titel und digitale Angebote zu einer Berichtseinheit zusammen. Soweit der Buchwert höher als der erzielbare Betrag ist, ergibt sich eine außerplanmäßige Abschreibung. Bei Berichtseinheiten wird zunächst der Geschäfts- oder Firmenwert gemindert, ein darüberhinausgehender Abschreibungsbetrag wird im Verhältnis der Buchwerte auf die anderen Vermögenswerte der Berichtseinheit verteilt. Grundsätzlich wird der erzielbare Betrag zunächst anhand des Nutzungswerts ermittelt. Sofern der Nutzungswert unterhalb des Buchwerts liegt, bestimmen wir zusätzlich den Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem um Veräußerungskosten geminderten Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts oder einer Berichtseinheit zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist. Da in der Regel keine Marktpreise vorliegen, wird der Nettoveräußerungswert als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt, die aus den Mittelfristplanungen aus Sicht eines unabhängigen Dritten abgeleitet werden. Die Bewertung erfolgt somit auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3, vgl. Ziffer (3f)). Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung im Konzern auf Basis geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der Mittelfristplanung abgeleitet werden. Aufwendungen der Zentralbereiche des Konzerns werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Der Planungshorizont der Mittelfristplanung beträgt grundsätzlich fünf Jahre. Die Nutzungswerte werden jedoch im Wesentlichen durch den Endwert bestimmt. Die Höhe des Endwerts hängt neben dem prognostizierten Cashflow im fünften Jahr der Mittelfristplanung von der Wachstumsrate der Cashflows nach Ablauf der Mittelfristplanung und dem Diskontierungssatz ab. Die Zahlungsströme nach dem Fünfjahreszeitraum werden unter Nutzung einer Wachstumsrate extrapoliert, die aus dem angenommenen durchschnittlichen Markt- oder Branchenwachstum der Berichtseinheit abgeleitet wird. Die Diskontierungssätze ermitteln wir für jede Berichtseinheit auf Basis des gewichteten Durchschnitts von Eigen- und Fremdkapitalkostensätzen vergleichbarer Unternehmen. Hierbei werden länderspezifische Risikozuschläge und Steuersätze entsprechend berücksichtigt. In den folgenden den Berechnungen zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzunsicherheiten:
Zuschreibungen nehmen wir vor, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert eines Vermögenswerts bzw. einer Berichtseinheit aufgrund von Änderungen in den der Bewertung zugrunde liegenden Schätzungen übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger außerplanmäßiger Abschreibungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen außerplanmäßig abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht. (f) Finanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDie finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Finanzmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen, Ausleihungen, Beteiligungen und Finanzderivate mit einem positiven Marktwert. Die finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen, bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten sowie Finanzderivate mit einem negativen Marktwert. Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Transaktionspreis, alle übrigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Zeitwert angesetzt. Transaktionskosten werden einbezogen, sofern die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Anderenfalls sind sie sofort aufwandswirksam zu erfassen. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang marktüblicher Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag vorgenommen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte, sofern sie nicht Teil einer bilanziellen Sicherungsbeziehung sind, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Das bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten bestehende Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nehmen wir grundsätzlich nicht in Anspruch. Die Folgebewertung hängt vom Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und den Eigenschaften der diesbezüglichen vertraglichen Zahlungsströme ab. Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, für die eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts vorgesehen ist, wenden wir die nachfolgend beschriebene Bewertungshierarchie an. Demnach werden die in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen eingeordnet:
Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und die Verwendung nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering gehalten. Die Eingruppierung der Bemessungsverfahren in die einzelnen Stufen überprüfen wir zum Ende jeder Berichtsperiode. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen oder an Dritte übertragen worden sind oder wenn der Konzern eine vertragliche Verpflichtung zur Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei eingegangen ist, bei der Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht übertragen wurden. Sofern wir nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon ausgehen können, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist, erfolgt eine Abschreibung und somit eine Ausbuchung dieses Vermögenswerts. Spätestens ab einer Überfälligkeit von einem Jahr nehmen wir eine Realisierbarkeit nicht mehr an. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. BeteiligungenDie Folgebewertung von Beteiligungen, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Den beizulegenden Zeitwert ermitteln wir anhand von Börsen- oder Marktpreisen bzw. mittels anerkannter Bewertungsmethoden. Zu den Bewertungsmethoden gehört insbesondere die Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode) auf Basis der erwarteten Beteiligungsergebnisse. Die aus der Veränderung des Zeitwerts resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden unmittelbar ergebniswirksam im Beteiligungsergebnis erfasst. Bis zum 31. Dezember 2017 wurden nicht konsolidierte oder nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Beteiligungen grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bzw., sofern ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden konnte, zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitwertbewertung wurden unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen grundsätzlich erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Zeitwertänderungen erfolgte erst zum Zeitpunkt der Veräußerung oder bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung. Zu jedem Abschlussstichtag wurden die Buchwerte der Beteiligungen hinsichtlich einer dauerhaften Wertminderung untersucht. Diese wurde angenommen, sofern die Wertminderung signifikant war, d.h. mindestens 20% des Beteiligungsbuchwerts betrug, oder die Wertminderung bereits seit zwölf Monaten bestand. Ausleihungen, Forderungen und sonstige finanzielle nicht-derivative VermögenswerteMit Ausnahme von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wandeldarlehen werden alle übrigen Ausleihungen, Forderungen und sonstige finanzielle nicht-derivative Vermögenswerte grundsätzlich nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertberichtigungen bilanziert, da sie ausschließlich zur Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Tilgungs- und Zinszahlungen gehalten werden. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung, Wertberichtigungen sowie Währungsumrechnungsdifferenzen erfassen wir ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder im Finanzergebnis. Wertberichtigungen bilden wir unter Berücksichtigung zukunftsorientierter Informationen grundsätzlich in Höhe der erwarteten Forderungsausfälle aufgrund von wahrscheinlichkeitsgewichteten Ausfallereignissen der nächsten zwölf Monate. Sofern das Risiko eines Ausfalls, der spätestens ab einer Überfälligkeit von 90 Tagen angenommen wird, seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist, werden bei der Ermittlung der Wertberichtigung die Ausfallereignisse der gesamten Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt. Ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos liegt insbesondere ab einer Überfälligkeit von 30 Tagen vor. Zinserträge werden grundsätzlich auf Basis der Brutto-Forderung unter Anwendung des Effektivzinssatzes ermittelt und im Finanzergebnis erfasst. Hat sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz erhöht und liegen darüber hinaus objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, insbesondere eine beeinträchtigte Bonität des finanziellen Vermögenswerts, werden Zinserträge nur noch auf Basis der wertgeminderten Forderung unter Anwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelt. Die Bonität des finanziellen Vermögenswerts ist vor allem bei signifikanten finanziellen Schwierigkeiten oder Vertragsbrüchen des Schuldners, wie beispielsweise einer Zahlungsüberfälligkeit von 90 Tagen, oder bei drohender Insolvenz beeinträchtigt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen wenden wir das vereinfachte Verfahren zur Bestimmung von Wertminderungen an. Ungeachtet der tatsächlichen Veränderung des Kreditrisikos werden demnach die Ausfallereignisse der gesamten Restlaufzeit berücksichtigt. Die Wertberichtigung bemisst sich auf Basis historischer Forderungsausfälle und zukunftsgerichteter Informationen. Unter Verwendung von Wertberichtigungsmatrizen werden getrennt nach Geschäftsmodellen und geografischen Regionen Forderungsausfallraten für verschiedene Überfälligkeiten ermittelt und auf den tatsächlichen Forderungsbestand zum Bilanzstichtag angewendet. Bis zum 31. Dezember 2017 wurden alle Ausleihungen, Forderungen und sonstigen finanziellen nicht-derivativen Vermögenswerten grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bilanziert. Eine Wertminderung wurde erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorlagen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich waren. Unter den sonstigen finanziellen nicht-derivativen Vermögenswerten weisen wir außerdem Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und ein im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen bestehenden Erstattungsanspruch aus. Zur Bilanzierung vgl. Ziffer (3d) bzw. (3i). FinanzderivateZur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken, die Einfluss auf zukünftige Zahlungsströme ausüben, setzen wir Finanzderivate ein. Diese werden zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Bewertung erfolgt auf Basis beobachtbarer Parameter mittels anerkannter Bewertungsmethoden und ist insbesondere von der Entwicklung der Terminkurse bzw. Zinsstrukturkurven beeinflusst. Sofern die Kriterien für die Abbildung von Sicherungsbeziehungen erfüllt sind, bilanzieren wir die Zeitwertänderungen unter Berücksichtigung der steuerlichen Wirkungen erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital. Die im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesenen Beträge werden ausgebucht, sofern das Grundgeschäft bilanziell erfasst bzw. erfolgswirksam geworden ist. Zeitwertänderungen von Derivaten, die ungeachtet ihrer wirtschaftlichen Sicherungswirkung die Kriterien für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen nicht-derivativen Verbindlichkeiten werden bei ihrer Ersterfassung mit dem Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus antizipierten Unternehmenserwerben (vgl. Ziffer (2a)) und aus Earnout-Vereinbarungen aus Unternehmenserwerben sowie aus dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen bilanzieren wir nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und weisen sie unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus. Sofern verlässlich ermittelbar, ergibt sich der Zeitwert aus den geschätzten Ergebnissen der erworbenen Gesellschaften in den Jahren vor den möglichen Ausübungszeitpunkten der Optionsrechte bzw. den Zahlungszeitpunkten der Earnouts. Zeitwertänderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Diskontierungszinssätze werden auf Basis des Fremdkapitalkostenzinssatzes des Konzerns ermittelt. Bei den der Bewertung zugrunde gelegten Ergebnissen handelt es sich in der Regel um EBITDAs, bereinigt um wesentliche Einmaleffekte. Die ebenfalls in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus gewährten Put-Optionen auf den Erwerb nicht beherrschender Anteile, die nicht als bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten zu bilanzieren sind, werden in Höhe des Barwerts des Rückkaufbetrags angesetzt und erfolgswirksam fortgeschrieben. (g) VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage eines gewichteten Durchschnittswerts. Die Herstellungskosten umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten sowie produktionsbezogene Gemeinkosten. Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Der Nettoveräußerungswert von unfertigen Erzeugnissen wird retrograd aus dem Nettoveräußerungswert der fertigen Erzeugnisse unter Berücksichtigung der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten ermittelt. Bei Wegfall der Gründe, die zu einer Wertminderung der Vorräte geführt haben, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen. (h) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und nicht fortgeführte AktivitätenVermögenswerte klassifizieren wir als zur Veräußerung gehalten, sofern ihr Verkauf eingeleitet wurde, die Veräußerung höchstwahrscheinlich ist und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet. Für diese Vermögenswerte erfolgen keine planmäßigen Abschreibungen mehr. Die im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten stehenden Verbindlichkeiten werden ebenfalls in der Bilanz separat als kurzfristige Posten ausgewiesen. Nicht fortgeführte Aktivitäten stellen einen als zur Veräußerung verfügbar gehalten klassifizierten wesentlichen geografischen oder operativen Geschäftszweig des Konzerns dar. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Ergebnisse des Berichtsjahres und des Vorjahres aus fortgeführten Aktivitäten dargestellt. Die Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten weisen wir gesondert aus. Mittelzu- und -abflüsse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in den Angaben im Anhang getrennt ausgewiesen. Die Angaben im Anhang beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten des Konzerns. (i) PensionsrückstellungenPensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Versorgungspläne und ein diesbezüglich bestehender, in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesener Erstattungsanspruch ermitteln wir nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen. Planvermögen wird zum Zeitwert bilanziert. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen werden die Pensionsverpflichtungen mit dem Planvermögen saldiert. Die Lebenserwartung der Pensionsberechtigten wird auf Basis länderspezifischer versicherungsmathematischer Richttafeln berücksichtigt. Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungszusagen ergibt sich durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsmittelabflüsse. Der Abzinsungssatz orientiert sich hierbei an hochqualitativen AA-gerateten Unternehmensanleihen, die im Hinblick auf Währung und Laufzeit den zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen entsprechen. Liegen Unternehmensanleihen gleicher Laufzeit nicht vor, werden hilfsweise die Stichtagsrenditen dieser Anleihen entlang der Zinsstrukturkurve für festverzinsliche Staatsanleihen unter Verwendung eines konstanten Spreads auf die Laufzeiten der zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen angepasst. Die der Bewertung des Planvermögens zugrunde gelegte Rendite entspricht dem Rechnungszinssatz für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Parameter resultieren, werden erfolgsneutral mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet. (j) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren rechtlichen und faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig eingeschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden auf der Grundlage entsprechender Marktzinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen für Restrukturierungen werden nur angesetzt, sofern zum Bilanzstichtag eine hinreichende Konkretisierung der beabsichtigten Maßnahmen erfolgt ist und diese Maßnahmen kommuniziert worden sind. (k) Latente SteuernLatente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und deren Wertansätzen im Konzernabschluss sowie auf Zins- und Verlustvorträge gebildet. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage der vom Gesetzgeber zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres erlassenen Regelungen für die Geschäftsjahre, in denen sich die Differenzen ausgleichen bzw. die Verlustvorträge wahrscheinlich genutzt werden. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Zins- und Verlustvorträge setzen wir nur an, sofern ihre Realisierbarkeit in näherer Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente Steuern bilanziert; auf temporäre Unterschiede bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden diese nur dann angesetzt, wenn die Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können. Aktive und passive latente Steuern werden bei steuerlich organschaftlich verbundenen Unternehmen saldiert, sofern sie sich auf Ertragsteuern beziehen und die gleiche Steuerart betreffen; im Übrigen erfolgt eine Saldierung nur, sofern sich die latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und auch laufende Steuern gegeneinander verrechnet werden können. (l) Aktienbasierte VergütungsprogrammeAls Bestandteil von erfolgsabhängigen Vergütungsprogrammen werden im Axel Springer Konzern aktienbasierte Vergütungsprogramme mit Ausgleich durch Aktien und mit Ausgleich durch Finanzmittel ausgegeben. Die über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam zu erfassenden Vergütungskomponenten entsprechen dem Zeitwert der gewährten Optionen zum Gewährungszeitpunkt (bei Ausgleich durch Aktien) bzw. zum Bilanzstichtag (bei Ausgleich durch Finanzmittel). Die Bestimmung der Zeitwerte erfolgt auf der Grundlage anerkannter Optionspreismodelle. In korrespondierender Höhe wird eine Erhöhung der Kapitalrücklage (bei Ausgleich durch Aktien) bzw. werden Rückstellungen/Verbindlichkeiten (bei Ausgleich durch Finanzmittel) bilanziert. Verbindlichkeits- oder Rückstellungszuführungen werden im Personalaufwand, Auflösungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (m) Transaktionen in FremdwährungKäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. (n) Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen, die Einfluss auf Höhe und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen sowie von Eventualverbindlichkeiten haben können. Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Dennoch können sie von den tatsächlichen Werten abweichen. Mit Unsicherheit behaftete Schätzungen und Annahmen betreffen insbesondere Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer (vgl. Ziffer (3e)) sowie von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen (vgl. Ziffer (2a)), Kaufpreisallokationen (vgl. Ziffer (2c)) und Bewertungen von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (vgl. Ziffer (3f)), die versicherungsmathematischen Parameter im Rahmen der Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie die Bestimmung der Zeitwerte des Planvermögens (vgl. Ziffer (3i)), die Ermittlung der Höhe aktivierungsfähiger latenter Steueransprüche (vgl. Ziffer (3k)), die Ermittlung beizulegender Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten (vgl. Ziffer (3f)), die Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen (vgl. Ziffer (3j)), die Bewertung aktienbasierter Vergütungsprogramme (vgl. Ziffer (3l)) sowie die Bestimmung von Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten (vgl. Ziffer (3c)) und Sachanlagen (vgl. Ziffer (3d)). Zur Angabe der Buchwerte, denen Schätzungen und Annahmen zugrunde lagen, verweisen wir auf die entsprechenden Einzelerläuterungen. (o) Neue RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2018 haben sich für Axel Springer Änderungen aus der erstmaligen Anwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ergeben. Neben den nachfolgenden Erläuterungen vgl. auch Ziffer (3f) "Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten", Ziffer (3b) "Erlösrealisierung" bzw. Ziffer (3d) "Sachanlagen" für weiterführende Ausführungen. IFRS 9 "Finanzinstrumente"IFRS 9 "Finanzinstrumente" haben wir erstmalig zum 1. Januar 2018 angewendet und die kumulierten Effekte ergebnisneutral zum Erstanwendungszeitpunkt im Eigenkapital erfasst, ohne die Vergleichsperiode anzupassen. IFRS 9 sieht einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten vor, der sich grundsätzlich an dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Zahlungsströmen des Finanzinstruments orientiert. Des Weiteren beinhaltet IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell, wonach nicht mehr nur eingetretene Verluste, sondern auch bereits erwartete Ausfälle zu erfassen sind. Letztlich beinhaltet IFRS 9 auch neue Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, die insbesondere auf die bessere Darstellung der Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens und die Steuerung von nichtfinanziellen Risiken abzielen. Die Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 führte sowohl bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, als auch bei der Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten nur zu geringfügigen Änderungen. Folgende Reklassifizierungen auf Basis der Bilanzierung zum 31. Dezember 2017 haben wir vorgenommen:
Die zum 31. Dezember 2017 als "Kredite und Forderungen" klassifizierten finanziellen Vermögenswerte wurden zum 1. Januar 2018 nahezu ausschließlich der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet, da sie zur Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Tilgungs- und Zinszahlungen gehalten werden. Die als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Beteiligungen, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden (€ 163,9 Mio.), wurden zum Erstanwendungszeitpunkt in die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umgegliedert. Die diesbezüglich zum 31. Dezember 2017 im kumulierten übrigen Eigenkapital erfassten Zeitwertanpassungen (€ 8,0 Mio.) wurden erfolgsneutral in das erwirtschaftete Eigenkapital umgegliedert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wenden wir das vereinfachte Verfahren zur Bestimmung von Wertminderungen an. Demnach ist eine Risikovorsorge in Höhe der Kreditausfälle, die über die gesamte Laufzeit des betreffenden Vermögenswerts erwartet werden, zu bilden. Sie bemisst sich auf Basis historischer Kreditausfälle und zukunftsgerichteter Informationen. Zur Ermittlung der Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden getrennt nach Geschäftsmodellen und geografischen Regionen mit Hilfe von Wertminderungsmatrizen Kreditausfallraten für verschiedene Überfälligkeiten ermittelt. Die erstmalige Anwendung des neuen Wertminderungsmodells zum 1. Januar 2018 führte zu folgender Wertminderungsmatrix:
Die Verminderung der zum 31. Dezember 2017 erfassten Wertberichtigungen um € 3,4 Mio. führte unter Berücksichtigung latenter Steuern zu einer ergebnisneutralen Erhöhung des erwirtschafteten Eigenkapitals von € 2,5 Mio. (vgl. Ziffer (10d)). IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"Wir haben zum 1. Januar 2018 den neuen Standard zur Umsatzrealisierung, IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden", erstmalig nach dem vollständig rückwirkenden Ansatz angewendet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst. IFRS 15 ersetzt vollständig die bisherigen Vorschriften zur Erfassung von Umsatzerlösen nach IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" einschließlich der entsprechenden Interpretationen. Umsatzerlöse sind nunmehr zu realisieren, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Die Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung anzusetzen, den das Unternehmen voraussichtlich erhalten wird. Der neue Standard sieht ein fünfstufiges Verfahren vor, wonach die Höhe der Umsätze und der Zeitpunkt bzw. der Zeitraum der Realisierung zu ermitteln ist. Das Modell stellt sich wie folgt dar: Identifikation des Vertrags mit dem Kunden, Identifikation der separaten Leistungsverpflichtungen, Bestimmung des Transaktionspreises, Allokation des Transaktionspreises auf die separaten Leistungsverpflichtungen sowie Realisierung der Umsätze bei Erfüllung einzelner Leistungsverpflichtungen. IFRS 15 hat bei Axel Springer insbesondere Auswirkungen auf Verträge, bei denen einzuschätzen ist, ob eine Prinzipal- oder Agentenstellung vorliegt. So agieren wir unter Berücksichtigung des neu eingeführten Kontrollprinzips sowie der geänderten Indikatoren in den Vertragsverhältnissen im Bereich des Performance Marketings nunmehr als Agent. Durch diese Änderung vermindern sich sowohl die Umsatzerlöse als auch die Materialaufwendungen des Subsegments Performance Marketing. Der Ausweis der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen der Vergleichsperiode wurde entsprechend um € 507,2 Mio. angepasst. Auf unsere Konzernsteuerungsgrößen bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBIT und bereinigtes EPS sowie auf den Bilanzausweis ergaben sich keine Auswirkungen. Die bereinigte EBITDA-Rendite des Konzerns sowie des Segments Marketing Media erhöhte sich entsprechend. Darüber hinaus kommt es aufgrund von IFRS 15 bei Angeboten, die mehrere Leistungskomponenten enthalten ("Bündelangebote"), insoweit zu einer Anpassung, dass die Aufteilung des Gesamtentgelts für ein Bündelangebot nun grundsätzlich auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise erfolgt. Im Vergleich zu der bislang angewendeten Residualwertmethode führt dies in einigen Fällen zu einer vorgezogenen Umsatzrealisierung, da ein im Bündelangebot enthaltener Preisnachlass nicht mehr nur auf die bereits erbrachten, sondern auch auf die noch zu erbringenden Leistungskomponenten zu verteilen ist. Aufgrund der rückwirkenden Anwendung des neuen Standards wurden die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2017 um € 0,9 Mio. erhöht und das Eigenkapital entsprechend angepasst. Wesentliche Effekte auf unsere Konzernsteuerungsgrößen ergaben sich nicht. IFRS 16 "Leasingverhältnisse"Zum 1. Januar 2018 haben wir den neuen Standard zur Leasingbilanzierung, IFRS 16 "Leasingverhältnisse", erstmalig und vorzeitig nach dem modifizierten rückwirkenden Ansatz ergebnisneutral angewendet, ohne die Vergleichsperiode anzupassen. Effekte im Eigenkapital ergaben sich nicht. IFRS 16 löst den bisherigen Standard IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die zugehörigen Interpretationen ab. Gemäß IFRS 16 haben Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Ein Leasingverhältnis liegt vor, wenn die Vertragserfüllung von der Nutzung eines identifizierbaren Vermögenswerts abhängt und der Kunde zugleich die Kontrolle über diesen Vermögenswert erlangt. Die Neuregelungen wirken sich bei Axel Springer insbesondere auf die Bilanzierung und Bewertung von Miet- und Leasingobjekten aus, die zuvor als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Büroflächen, Leasingfahrzeuge und sonstige mietweise überlassene Betriebs- und Geschäftsausstattung, die nun grundsätzlich zu entsprechenden Nutzungsrechten und korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten führen. Die Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2018 hatte auf Basis der zum Erstanwendungszeitpunkt existierenden Leasingverhältnisse (ohne Berücksichtigung der mit Leasingbeginn zum 1. Januar 2018 geschlossenen Verträge über die Anmietung der Axel-Springer-Passage und des Axel-Springer-Hochhauses; vgl. Ziffer (5)) folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss: Erstmalig wurden Leasing-Nutzungsrechte in Höhe von € 199,2 Mio. und unsere Nettoverschuldung erhöhende Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 215,8 Mio. angesetzt. Die Differenz von € 16,6 Mio. ergab sich aus zum 31. Dezember 2017 bilanzierten Rückstellungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der bisherigen Leasingbilanzierung, die mit den angesetzten Leasing-Nutzungsrechten verrechnet wurden. Aufgrund der Erfassung von Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Effekten aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten - anstatt der bislang im sonstigen betrieblichen Aufwand erfassten Leasingaufwendungen - erhöhte sich das bereinigte Konzern-EBITDA des Geschäftsjahres 2018 um € 45,1 Mio., die sich auf die operativen Segmente wie folgt verteilten: News Media (44 %), Classifieds Media (38 %) und Marketing Media (18 %). Wesentliche Effekte auf das bereinigte Konzern-EBIT und den Konzernüberschuss ergaben sich nicht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie der Free Cashflow des Berichtszeitraums stiegen aufgrund des Ausweises der Leasingzahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um € 42,2 Mio. Nachfolgend ist die Überleitung der zum 31. Dezember 2017 gemäß IAS 17 ausgewiesenen zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen zu den zum 1. Januar 2018 bilanzierten Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 dargestellt:
1) Zur Anmietung der Axel-Springer-Passage und
des Axel-Springer-Hochhauses vgl. Ziffer (5).
Im Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 ergaben sich zusätzliche Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 215,8 Mio. Der Ermittlung lag ein gewichteter durchschnittlicher Grenzfremdkapitalzinssatz von 1,9 % zugrunde. Im Rahmen der Erstanwendung wurden Leasingverhältnisse mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt. Ebenso wurden direkte Kosten bei der Ermittlung des Nutzungsrechts unberücksichtigt gelassen. Nachträgliche Erkenntnisse in Bezug auf Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wurden bei der Bestimmung der Laufzeiten berücksichtigt. Darüber hinaus haben sich im Geschäftsjahr 2018 für Axel Springer keine wesentlichen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden IFRS-Standards oder IFRIC-Interpretationen ergeben. Ebenso wurden keine Verlautbarungen des IASB oder des IFRS IC veröffentlicht, die nach verpflichtender Anwendung wesentliche Auswirkungen auf den Axel Springer Konzernabschluss haben werden. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz(4) Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellte sich wie folgt dar:
Die erworbenen Rechte und Lizenzen umfassten am Bilanzstichtag im Wesentlichen Titel- und Markenrechte sowie Kundenstämme. Bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten handelte es sich insbesondere um Softwarelösungen und Internetseiten. Die Umbuchungen des Vorjahres umfassten nahezu ausschließlich Umgliederungen in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte (vgl. Ziffer (9)). Die Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte und der in den erworbenen Rechten und Lizenzen enthaltenen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Berichtseinheiten sowie die im Werthaltigkeitstest verwendeten Diskontierungssätze und Wachstumsraten stellten sich wie folgt dar:
Die Geschäfts- oder Firmenwerte der größten Berichtseinheiten entwickelten sich hierbei wie folgt:
Zusätzlich zu den oben dargestellten Diskontsätzen und Wachstumsraten hängen die Werthaltigkeitstests von den Mittelfristplanungen der Berichtseinheiten ab. Die Mittelfristplanung der SeLoger-Gruppe enthält nach dem Erwerb von Concept Multimédia im Jahr 2018 die Annahme einer Realisierung von Synergien durch die integrierte Vermarktung der Online-Marktplätze. Die hohe Markenbekanntheit der Kernmarken SeLoger und Logic-Immo wird durch kontinuierliche Investitionen in Marketing gestützt und weiter ausgebaut werden, um die hohe Marktpenetration zu halten. Über nutzerfreundliche und innovative Produkte werden Differenzierungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz geschaffen. Zudem soll sich die strategische Wachstumsinitiative "Seller Leads", ein Service zur Unterstützung von Immobilienmaklern bei der Gewinnung von Mandanten, zukünftig zu einer neuen, nachhaltigen Erlösquelle entwickeln. Der Online-Immobilienanzeigenmarkt in Frankreich wird für den Planungszeitraum als moderat wachsend angenommen. Die Mittelfristplanung der StepStone-Gruppe basiert auf der Annahme, dass sich die erwartete Entwicklung der Konjunktur in Kontinentaleuropa weiter positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Um der sich zunehmend verstärkenden Konkurrenzsituation auf dem Markt zu begegnen und die jeweilige Marktposition auszubauen und zu stärken, investiert die StepStone-Gruppe im Planungszeitraum insbesondere in Deutschland und Großbritannien stärker in Marketing in Form von Branding-Kampagnen. Zudem erhöhen sich auch die Marketingaufwendungen für den Traffic-Einkauf, um bei steigenden Anzeigenvolumina eine hohe Kandidatenzuführungsrate pro geschalteter Anzeige als wesentliche Kenngröße der Kundenzufriedenheit zu sichern. Vor allem in Deutschland und Großbritannien, aber auch in Irland, soll zudem verstärkt in die Vertriebsorganisation investiert werden. In Großbritannien wirkt sich die voranschreitende vertriebsseitige Zusammenführung von Totaljobs und Jobsite zudem positiv auf die Erlösentwicklung aus. Die Rendite der StepStone-Gruppe sinkt aufgrund der erwähnten Investitionen, verbleibt aber auf einem hohen Niveau. In der Mittelfristplanung geht Business Insider von einem deutlichen Wachstum der Umsatzerlöse aus. Neben den Werbeerlösen als Hauptumsatzquelle sollen die Vertriebserlöse einen wesentlichen Teil zum Erlöswachstum beitragen. Dieses soll durch den Ausbau von B2B sowie B2C Abo-Angeboten realisiert werden. Bei den Werbeerlösen soll ein großer Teil des Wachstums durch Verknüpfung von redaktionellen Inhalten mit kommerziellen Angeboten realisiert werden. Zum Ausbau dieser Erlösströme sind im Planungszeitraum weitere Investitionen vor allem in die Bereiche Redaktion und Technologie geplant. Um der Auf- und Ausbauphase des Unternehmens bis hin zu einem stabilen Zustand im Rahmen der Schätzung der zukünftigen Cashflows angemessen Rechnung tragen zu können, wurde ein über den grundsätzlich verwendeten Zeitraum hinausgehender Detailplanungszeitraum von sieben Jahren verwendet. In der Mittelfristplanung von Ringier Axel Springer Media gehen wir davon aus, dass unsere digitalen Inhalte-Angebote an der strukturellen Verschiebung von Print in digitale Kanäle zunehmend und nachhaltig partizipieren sowie digitale Geschäftsmodelle im Bereich der bezahlpflichtigen Dienste und Rubrikenanzeigen langfristig an Bedeutung gewinnen werden. Die Erlösströme im Vertrieb wie auch im Print-Anzeigenmarkt werden in den kommenden Jahren hingegen weiterhin rückläufig sein. Die rückläufige Auflagenentwicklung wird jedoch zumindest teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden können. Durch ein striktes Kostenmanagement im Printbereich soll die Profitabilität in diesem Bereich weitgehend gehalten werden. Die Mittelfristplanung der Awin-Gruppe wird im Wesentlichen durch Skalierungseffekte und Synergien aus dem Zusammenschluss von Awin und affilinet gekennzeichnet. Diese umfassen Effekte aus der Integration der Buchungsplattformen, der Zentralisierung von operativen Funktionen, der Zusammenführung von regionalen Einheiten, als auch der Weiterentwicklung von Produkten und die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Neben operativen Maßnahmen und Einsparungen plant die Gruppe ein moderates Erlöswachstum durch die Erschließung neuer Regionen und Märkte. Die Mittelfristplanung der Immowelt-Gruppe basiert auf der Annahme weiterhin positiver Marktbedingungen in Bezug auf Wirtschaftswachstum, Beschäftigungsquote und Zinsentwicklung. Für den deutschen Immobilienmarkt geht die Immowelt-Gruppe infolgedessen bei anhaltend intensivem Wettbewerb von einer stabilen Entwicklung bezüglich der Nachfrage nach Immobilien aus. Auf der Angebotsseite führen stagnierende Objektbestände zu einer kompetitiven Marktsituation. Diesen Herausforderungen begegnet Immowelt mit Produktinnovationen, datengetriebenen Vertriebsaktionen und dem Aufbau einer regionalen Vertriebsorganisation zur Optimierung der Kundenbetreuung. Zudem wird in der Planung von Preiserhöhungen und der Möglichkeit von Upselling-Aktivitäten ausgegangen. In den nächsten Jahren sind weiterhin Investitionen zur Stärkung der Markenbekanntheit geplant. Die Rendite wird weiterhin auf hohem Niveau erwartet. Die Mittelfristplanung von eMarketer basiert auf der Annahme, dass der Umsatz im Planungszeitraum durch zusätzliche Nutzer und den Verkauf neuer Produkte gesteigert werden kann. Zur kontinuierlichen Erhöhung der Kundenbasis sollen eine verbesserte Kundenbindung sowie die Gewinnung von Neukunden beitragen. Zusätzliches Wachstumspotenzial besteht in thematischen Erweiterungen des Angebots. Die Mittelfristplanung von Yad2 basiert auf der Annahme moderater gesamtwirtschaftlicher Wachstumsraten für Israel. Im Rubrikenmarkt profitiert Yad2 von einer hohen Markenbekanntheit und einer damit verbundenen hervorragenden Marktstellung. In Verbindung mit kontinuierlichen Produktinnovationen geht Yad2 von weiterem Wachstum der Rubrikenerlöse in allen drei Kernrubriken Stellen, Jobs und Autos aus. Das Bannergeschäft ist demgegenüber rückläufig geplant. Die Mittelfristplanung der @Leisure-Gruppe ist geprägt von der konsequenten Umsetzung von Strategien und Maßnahmen in Bezug auf Märkte, Organisation und Technologie. Marktseitig will sich @Leisure noch attraktiver für Hauseigentümer positionieren, neue Regionen erschließen, die bestehenden Marken stärken und somit das Angebot an verfügbaren Ferienimmobilien deutlich erhöhen. Zusätzliche Services und die gezielte Fokussierung auf die Zufriedenheit bei Gästen verbessern die Buchungsrate und Auslastung. Gleichzeitig können durch die Zentralisierung und Harmonisierung von Produkten und Funktionen Prozesse schlank und dadurch Kosten stabil gehalten werden. Schließlich werden durch Kooperationen mit global agierenden Buchungsplattformen Wachstum und Marktanteil verbessert. Der erzielbare Betrag wurde bei allen Berichtseinheiten wie im Vorjahr durch den Nutzungswert bestimmt. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse haben wir für jede der großen Berichtseinheiten jeweils separat eine Minderung der zukünftigen Cashflows im letzten Planjahr um 10%, eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten um 10% oder eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate um einen halben Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Basis ergab sich wie im Vorjahr für keine dieser größeren Berichtseinheiten, dass der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag der Berichtseinheit übersteigt. Den sonstigen Berichtseinheiten des Konzerns zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer von in Summe € 510,6 Mio. (Vj.: € 591,5 Mio.) beliefen sich je Berichtseinheit in Summe auf weniger als 5 % (Vj.: 5 %) des Gesamtwerts. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse haben wir für jede sonstige Berichtseinheit jeweils separat eine Minderung der zukünftigen Cashflows im letzten Planjahr um 10 %, eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten um 10 % oder eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate um einen halben Prozentpunkt angenommen. Lediglich für eine (Vj.: keine) der sonstigen Berichtseinheiten ergab sich ein Wertminderungsbedarf. Für diese im Segment Marketing Media ausgewiesene Berichtseinheit, die in Deutschland und verschiedenen anderen Ländern digitale Werbeumsätze vorwiegend über das mobile Internet erzielt, wurde im Berichtsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung von € 42,3 Mio. auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Die Abschreibung resultierte aus angepassten Ergebnisplanungen der kommenden Jahre durch marktbedingt reduzierte Erwartungen an die Geschäftsentwicklung der Kerngeschäftsfelder in Deutschland sowie durch die höher als bislang angenommene Entwicklung der dauerhaften Kosten für notwendige technologische Entwicklungen. Der erzielbare Betrag der Berichtseinheit entspricht dem Nettoveräußerungswert in Höhe von € 31,0 Mio. Die Ermittlung erfolgte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) in Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens mit einem Diskontsatz nach Steuern von 8,2 % sowie einer Wachstumsrate in der ewigen Rente von 2,5 %. Infolgedessen ergab die Sensitivitätsanalyse für diese Berichtseinheit, dass eine Anpassung der zukünftigen Cashflows im letzten Planjahr um 10%, eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten um 10% bzw. eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate um einen halben Prozentpunkt zu einem zusätzlichen Wertminderungsbedarf von € 3,6 Mio., € 5,4 Mio. bzw. € 2,9 Mio. führen würde. (5) SachanlagenDie Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
Zum 31. Dezember 2018 wurden Sachanlagen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Höhe von € 254,6 Mio. (Vj.: € 299,3 Mio.) genutzt, die bereits vollständig abgeschrieben worden sind. Zum Bilanzstichtag waren Sachanlagen in Höhe von € 7,7 Mio. (Vj.: € 37,9 Mio.) als Sicherheiten für eigene Verpflichtungen begeben worden. Zum 31. Dezember 2018 wurden folgende Leasing-Nutzungsrechte bilanziert:
Zum 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen bilanzierten Sachanlagen € 0,2 Mio. Zu den Effekten aus der erstmaligen Anwendung der neuen Leasingbilanzierung (IFRS 16) zum 1. Januar 2018 vgl. Ziffer (3o). Die Abschreibungen auf Leasing-Nutzungsrechte setzten sich im Berichtsjahr folgendermaßen zusammen:
Zum 1. Januar 2018 wurde das Axel-Springer-Hochhaus (Hauptgebäude) am Standort Berlin mit einem Zeitwert von € 156,0 Mio. zur Bildung von Planvermögen treuhänderisch an den Axel Springer Pensionstreuhand e.V., Berlin ("Verein"), übertragen. Im Gegenzug leistete der Verein eine Zahlung in Höhe von € 15,6 Mio., so dass sich das Planvermögen um € 140,4 Mio. erhöht hat. Zur weiteren Nutzung des Gebäudes durch Axel Springer wurde mit dem Verein ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren und einer anfänglichen Miete in Höhe von € 5,9 Mio. p.a. geschlossen. Veräußerung und Rückmietung wurden als sogenannte Sale-and-leaseback-Transaktion abgebildet. Demnach wurde der Restbuchwert des Gebäudes zum 1. Januar 2018 (€ 27,0 Mio.) in Höhe von € 19,7 Mio. als neues Leasing-Nutzungsrecht fortgeführt und in Höhe von € 7,3 Mio. ausgebucht. Auf Basis der zukünftigen Mietzahlungen wurde zum 1. Januar 2018 eine Leasingverbindlichkeit in Höhe von € 113,8 Mio. erfasst. Insgesamt führte die Transaktion im Geschäftsjahr 2018 zu einem Ertrag in Höhe von € 34,9 Mio., der als Sondereffekt bereinigt wurde (vgl. Ziffer (31)). Ende 2017 wurde der Verkauf der Axel-Springer-Passage am Standort Berlin mit Zahlung des Kaufpreises von € 330,0 Mio. (vor Steuerauszahlungen von € 79,9 Mio.) und der Übergabe des Gebäudes vollzogen. Der Restbuchwert wurde ausgebucht. Dieser belief sich auf € 134,6 Mio. und entfiel mit € 104,8 Mio. auf Sachanlagevermögen und mit € 29,8 Mio. auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Der Steueraufwand unter Berücksichtigung der Auflösung von in Vorjahren gebildeten passiven latenten Steuern betrug € 55,7 Mio. Seit Beginn dieses Geschäftsjahres nutzen wir den wesentlichen Teil der Axel-Springer-Passage bis Ende 2020 als Mieter zu einer anfänglichen Miete in Höhe von € 10,9 Mio. p.a. Auf Basis der zukünftigen Mietzahlungen wurden zum 1. Januar 2018 ein Leasing-Nutzungsrecht in Höhe von € 41,5 Mio., eine Leasing-Forderung aus der Weitervermietung angemieteter Flächen in Höhe von € 6,4 Mio. sowie eine Leasingverbindlichkeit in Höhe von € 49,4 Mio. erfasst. Zudem wurde eine im Zusammenhang mit dem Mietvertrag zum 31. Dezember 2017 bilanzierte Rückstellung mit dem Leasing-Nutzungsrecht verrechnet. Die Zugänge des Berichtsjahres in den Anlagen im Bau betrafen in Höhe von € 76,0 Mio. (Vj.: € 48,3 Mio.) den Axel-Springer-Neubau am Standort Berlin (zu weiteren Ausführungen zum Bauvorhaben vgl. Ziffer (39)). Im Juli 2017 wurde ein Vertrag zum Verkauf des im Bau befindlichen Axel-Springer-Neubaus unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt € 425 Mio. (vor Steuerauszahlungen von ca. € 30 Mio.). Der Verkauf steht unter der Bedingung der Fertigstellung des Bauvorhabens. Der Verkauf wird voraussichtlich Ende 2019 bzw. Anfang 2020 vollzogen. Axel Springer wird den Neubau ab 2020 langfristig mieten. (6) Finanzanlagen(a) Nach der Equity-Methode einbezogeneUnternehmen Seit Anfang 2016 sind wir rechtlich mit 50 % an der Ringier Axel Springer Schweiz AG, Zürich, Schweiz, beteiligt. Das Unternehmen bündelt sämtliche Deutschschweizer und Westschweizer Zeitschriftentitel (inklusive der zugehörigen Online-Angebote) von Ringier und Axel Springer. Aufgrund Ringier zustehender gesellschaftsvertraglicher Rechte bilanzieren wir unsere Beteiligung an diesem assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode. Der auf uns entfallende Anteil am Gesamtergebnis weicht durch das Vorliegen vertraglicher Sonderregelungen zur Ergebnisbeteiligung von der rechtlichen Anteilsquote ab. Gleiches gilt für den Fall der Veräußerung der Beteiligung, für den unser Anteil 35 % beträgt. Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen (nach IFRS) über die Beteiligung dargestellt (inklusive Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts (auf 100%-Basis)):
Von dem Gesamtergebnis entfallen € 5,8 Mio. (Vj.: € 9,0 Mio.) auf unseren Anteil. Unter Berücksichtigung einer im Berichtsjahr vorgenommenen und als Sondereffekt bereinigten außerplanmäßigen Zuschreibung in Höhe von € 1,2 Mio. (Vj.: Abschreibung € 38,7 Mio.) (vgl. Ziffer (24) und (31)) weisen wir zum 31. Dezember 2018 einen Beteiligungsbuchwert in Höhe von € 107,9 Mio. (Vj.: € 103,0 Mio.) aus. Die Veränderung des Beteiligungsbuchwerts resultierte darüber hinaus aus im kumulierten übrigen Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungseffekten. Die im Vorjahr im Segment News Media erfasste außerplanmäßige Abschreibung hatte ihre Ursache in der Entwicklung des Werbemarktes und des Digitalisierungsprozesses in der Schweiz und den daraus folgenden angepassten Ergebniserwartungen der kommenden Jahre. Der erzielbare Betrag des Vorjahres in Höhe von € 103,0 Mio. wurde auf Basis des Nettoveräußerungswerts ermittelt. Die Ermittlung erfolgte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) in Anwendung eines Ertragswertverfahrens durch Abzinsung zukünftiger erwarteter Dividendenzahlungen. Der im Vorjahr verwendete Diskontsatz nach Steuern belief sich auf 7,1 %. Im April 2018 hat Axel Springer 11,5% am britischen Unternehmen Purplebricks Group plc, Solihull, Großbritannien, im Rahmen einer Kapitalerhöhung und eines Ankaufs von bestehenden Aktien von Anteilseignern erworben (vgl. Ziffer (2c)). Purplebricks betreibt mit pur-plebricks.co.uk eine britische transaktionsbasierte digitale Immobilienplattform. Das Unternehmen ist zudem in Australien, den USA und in Kanada aktiv. Seit Dezember 2015 notiert Purplebricks an der London Stock Exchange. Der Kaufpreis für die Beteiligung betrug insgesamt € 143,2 Mio., dies entspricht einem Preis pro Aktie in Höhe von £ 3,60. Im Juli 2018 hat Axel Springer weitere Aktien zu einem Preis pro Aktie in Höhe von £ 3,07 und im Gesamtwert von € 10,4 Mio. erworben und den Anteil auf rund 12,5 % aufgestockt. Dr. Andreas Wiele, Vorstand Classifieds Media der Axel Springer SE, hat einen Sitz im Board of Directors des Unternehmens übernommen, so dass wir vor dem Hintergrund weiterer gesellschaftsvertraglicher Rechte die Beteiligung nach der Equity-Methode bilanzieren. Purplebricks hat einen von diesem Abschluss abweichenden Abschlussstichtag (30. April). Aufgrund von wertpapierrechtlichen Restriktionen erhalten wir keine Finanzinformationen zum 31. Dezember 2018. Aus diesem Grund wird die Beteiligung mit ihrem Halbjahresabschlusszahlen zum 31. Oktober 2018 in den Konzernabschluss einbezogen. Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen (nach IFRS) über die Beteiligung dargestellt (inklusive Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts (auf 100%-Basis)):
Von dem Gesamtergebnis entfallen € -4,2 Mio. auf unseren Anteil. Unter Berücksichtigung einer im Berichtsjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von € 82,9 Mio. (vgl. Ziffer (24)) weisen wir zum 31. Dezember 2018 einen Beteiligungsbuchwert in Höhe von € 62,3 Mio. aus. Dieser entspricht dem Börsenwert zum 31. Dezember 2018. Die Veränderung des Beteiligungsbuchwerts resultierte darüber hinaus aus im kumulierten übrigen Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungseffekten. Die im Segment Classifieds Media erfasste außerplanmäßige Abschreibung hat ihre Ursache in dem seit Erwerb gesunkenen Börsenkurs und wurde als Sondereffekt bereinigt (vgl. Ziffer (31)). Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen aller nach der Equity-Methode einbezogenen einzeln nicht wesentlichen Unternehmen dargestellt:
Im Berichtsjahr wurden im Beteiligungsergebnis zu vereinnahmende anteilige Ergebnisse in Höhe von € -2,1 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.) nicht erfasst, da die entsprechende Nettoinvestition in die Beteiligung vollständig abgeschrieben wurde. (b) Sonstige FinanzanlagenDie sonstigen Finanzanlagen zum 31. Dezember 2018 beinhalteten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligungen in Höhe von € 212,4 Mio. und Wandeldarlehen in Höhe von € 1,9 Mio. Die übrigen sonstigen Finanzanlagen, im Wesentlichen Ausleihungen, in Höhe von € 26,4 Mio. wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Beteiligungen umfassten insbesondere Anteile an der Group Nine Media Inc. mit € 75,1 Mio. (Vj.: € 68,5 Mio.). Im Mai 2018 hat Axel Springer seinen verbliebenen Anteil von rund 7% an der türkischen Doğan TV an die Doğan Holding zu einem Gesamtkaufpreis von € 160,0 Mio. durch Ausübung der Put-Optionen veräußert. Aus dem Verkauf sind keine materiellen Ergebniseffekte entstanden. Die durch Bankgarantien abgesicherten Optionen waren im Vorjahr mit € 155,3 Mio. in den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen. Die Bewertung zum Vorjahresstichtag erfolgte zum Barwert, der sich aus den Put-Optionen ergebenden Zahlungsansprüchen abzüglich noch anfallender Kosten ergab. Die Abzinsungssätze wurden entsprechend der Laufzeit der Put-Optionen und des Ausfallrisikos unter Berücksichtigung der erhaltenen Bankgarantien bestimmt. (7) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzten sich wie folgt zusammen:
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2018 wurden unter Anwendung des neuen Wertminderungsmodells (vgl. Ziffer (3f)) in Höhe der erwarteten Forderungsverluste ermittelt. Es ergab sich folgende Wertminderungsmatrix:
Nachfolgend ist die Entwicklung der auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Wertberichtigungen dargestellt:
In Höhe von € 16,0 Mio. (Vj.: € 4,0 Mio.) wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr abgeschrieben und ausgebucht (Inanspruchnahmen). Von den im Berichtsjahr ausgebuchten Beträgen unterlagen € 7,1 Mio. weiterhin einer Vollstreckungsmaßnahme. Die sonstigen Veränderungen des Vorjahres betrafen im Wesentlichen Umgliederungen in die Veräußerungsgruppe (vgl. Ziffer (9)). (8) Sonstige VermögenswerteDie sonstigen Vermögenswerte gliederten sich wie folgt:
Die Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen beziehen sich mit € 4,5 Mio. fast ausschließlich auf die Untervermietung der Axel-Springer-Passage am Standort Berlin (vgl. Ziffer (5)). Zum Erstattungsanspruch aus Pensionsverpflichtungen vgl. Ziffer (12). In den übrigen finanziellen Vermögenswerten sind insbesondere Kaufpreisforderungen für die Schlussrate der in 2016 erfolgten Veräußerung des Bürogebäudekomplexes am Standort Hamburg sowie Rückerstattungsansprüche und debitorische Kreditoren enthalten. Die zukünftigen (undiskontierten) Mittelzuflüsse aus Finanzierungsleasingverhältnissen (€ 4,8 Mio.) sind wie folgt fällig:
(9) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDie im Vorjahr gemäß nachfolgender Tabelle als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und die damit im Zusammenhang stehenden Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr vollständig abgegangen:
Im Dezember 2017 haben Axel Springer und Télévision Française 1 (TF1) eine Optionsvereinbarung und im Januar 2018 einen Vertrag über den Verkauf des von Axel Springer gehaltenen Anteils an der französischen aufeminin-Gruppe (Segment Marketing Media) unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden wurde der Verkauf Ende April 2018 vollzogen. Im November 2017 wurde der Vertrag zum Verkauf des Zeitungs- und Zeitschriftenportfolios inklusive der dazugehörigen Onlineangebote der Ringier Axel Springer Slovakia (Segment News Media) geschlossen. Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden wurde der Verkauf Ende Juli 2018 vollzogen. Zu den abgehenden Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beider Transaktionen vgl. Ziffer (2c). (10) EigenkapitalDie Bestandteile und Veränderungen des Konzerneigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. (a) Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Grundkapital in Höhe von unverändert € 107,9 Mio. ist in 107.895.311 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von € 1,00 je Aktie eingeteilt. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. (b) Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. April 2018 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 17. April 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 10,5 Mio. zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Die von der Hauptversammlung am 14. April 2015 beschlossene Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals und zum Ausschluss des Bezugsrechts in § 5 Absatz 4 der Satzung der Gesellschaft wurde mit Wirksamkeit des neuen genehmigten Kapitals aufgehoben. Zum 31. Dezember 2018 war das genehmigte Kapital nicht ausgenutzt und betrug € 10,5 Mio. (c) KapitalrücklageDie Kapitalrücklage (€ 496,0 Mio.; Vj.: € 501,0 Mio.) resultierte im Wesentlichen aus dem erzielten Aufgeld aus der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem Geschäftsjahr 2015 und dem Gegenwert des rechnerischen Personalaufwands aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (vgl. Ziffer (11)). Im Berichtsjahr wurde der Bestand der Kapitalrücklage für die aktienbasierten Vergütungsprogramme der aufeminin-Gruppe in Höhe von € 5,5 Mio. im Zeitpunkt der Veräußerung in das erwirtschaftete Eigenkapital umgegliedert (vgl. Ziffer (2c)). (d) Erwirtschaftetes EigenkapitalDas erwirtschaftete Eigenkapital umfasste die erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Im Berichtsjahr hat die Axel Springer SE für das vorangegangene Geschäftsjahr € 215,8 Mio. (Vj.: € 205,0 Mio.) bzw. € 2,00 (Vj.: € 1,90) je dividendenberechtigte Stückaktie ausgeschüttet. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2018 die Ausschüttung einer Dividende von € 2,10 je dividendenberechtigte Aktie vor. Dies entspricht einer erwarteten Gesamtzahlung von € 226,6 Mio. Die Zahlung dieser Dividende ist von der Zustimmung der Hauptversammlung am 17. April 2019 abhängig. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zur Umsatzrealisierung, IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 nach dem vollständig rückwirkenden Ansatz wurde die Vergleichsperiode entsprechend angepasst und das erwirtschaftete Eigenkapital zum 1. Januar 2017 um € 0,9 Mio. erhöht (vgl. Ziffer (3o)). Die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente" zum 1. Januar 2018 führte zu einer Verminderung der erfassten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich zum 1. Januar 2018 eine ergebnisneutrale Erhöhung des erwirtschafteten Eigenkapitals um € 2,5 Mio. (vgl. Ziffer (3o) und (7)). Zudem wurden zum 1. Januar 2018 die vormals im kumulierten übrigen Eigenkapital erfassten Zeitwertanpassungen für zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Beteiligungen in Höhe von € 8,0 Mio. in das erwirtschaftete Eigenkapital umgegliedert (vgl. Ziffer (3o) und Ziffer (11e)). Darüber hinaus werden im erwirtschafteten Eigenkapital Transaktionen mit Gesellschaftern erfasst. Im Zuge der Zusammenführung der Immowelt- und Immonet-Gruppe im Juni 2015 wurden den nicht beherrschenden Anteilseignern jederzeit bis in das zweite Quartal 2018 ausübbare Put-Optionen über 35% der bestehenden nicht beherrschenden Anteile zu einem festen Optionspreis gewährt, die keine Eigentumsrechte einräumten. Die daraus resultierende Verpflichtung wurde im Geschäftsjahr 2015 erfolgsneutral eigenkapitalmindernd erfasst. Die Optionsrechte sind im zweiten Quartal 2018 durch Nicht-Ausübung verfallen. Somit wurde die bilanzierte Verbindlichkeit von € 159,8 Mio. vollständig erfolgsneutral eigenkapitalerhöhend ausgebucht. Im Vorjahr hatte die Hingabe von 20% der Anteile der AWIN AG im Zusammenhang mit dem Erwerb der affilinet-Gruppe das erwirtschaftete Eigenkapital um € 41,5 Mio. erhöht (vgl. Ziffer (2c)). (e) Kumuliertes übriges EigenkapitalDas sonstige kumulierte übrige Eigenkapital umfasste am Bilanzstichtag im Wesentlichen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Pensionsbilanzierung in Höhe von € -125,3 Mio. (Vj.: € -118,9 Mio.). Die Veränderungen aus der Währungsumrechnung entfielen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf die Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen in US-Dollar. Zum 1. Januar 2018 wurden die vormals im kumulierten übrigen Eigenkapital erfassten Zeitwertanpassungen für zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Beteiligungen in Höhe von € 8,0 Mio. in das erwirtschaftete Eigenkapital umgegliedert (vgl. Ziffer (3o) und (11d)). (f) Anteile anderer GesellschafterDie Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfielen im Wesentlichen auf die folgenden Unternehmen:
Zum 31. Dezember 2018 betrug die Anteilsquote nicht beherrschender Gesellschafter an der Ringier Axel Springer Media 50,0% (Vj.: 50,0%), ihr Anteil am Konzernergebnis betrug € 8,0 Mio. (Vj.: € 11,4 Mio.). Zudem erhielten sie Ausschüttungen von € 10,0 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.). Die Ausschüttung erfolgte aus dem Bilanzgewinn. Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen des Teilkonzerns Ringier Axel Springer Media dargestellt:
Der Rückgang der auf sonstige Gesellschaften entfallenden Anteile anderer Gesellschafter steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der aufeminin-Gruppe (vgl. Ziffer (2c)). Zu der im Vorjahr erfolgten Hingabe von 20% der Anteile der AWIN AG im Zusammenhang mit dem Erwerb der affilinet-Gruppe vgl. Ziffer (2c). (11) Aktienbasierte VergütungDie Aufwendungen bzw. Erträge für aktienbasierte Vergütungen betrugen im Berichtsjahr € -10,7 Mio. bzw. € 11,5 Mio. (Vj.: € -44,9 Mio.) und bezogen sich in Höhe von € -1,1 Mio. (Vj.: € -1,0 Mio.) auf Zusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente sowie in Höhe von € -9,6 Mio. bzw. € 11,5 Mio. (Vj.: € -43,9 Mio.) auf Zusagen mit Barausgleich. Die bilanzierten Verbindlichkeiten aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen betrafen insbesondere die nachfolgenden Optionsprogramme und beliefen sich auf € 31,3 Mio. (Vj.: € 55,1 Mio.). Den bereits im Geschäftsjahr 2016 amtierenden Vorstandsmitgliedern wurde zum 1. Mai 2016 eine langfristige variable Vergütung in Form eines Long-Term Incentive Plan ("LTIP") gewährt, der einschließlich Haltefristen bis 2023 läuft. Im Berichtsjahr wurde darüber hinaus ausgewählten Führungskräften dieser LTIP zu weitgehend gleichen Bedingungen gewährt. Der LTIP sieht eine Beteiligung an der Wertsteigerung des Unternehmens auf Basis der Marktkapitalisierung in Form eines Barvergütungsanspruchs mit anschließender Verpflichtung zum Aktienkauf vor. Ein Vergütungsanspruch setzt voraus, dass die Marktkapitalisierung der Axel Springer SE innerhalb von drei, vier oder höchstens fünf Jahren ab Gewährung (jeweils die "Leistungsperiode") um mindestens 40% gesteigert wird. Unterhalb dieser Schwelle entsteht kein Vergütungsanspruch. Der Vergütungsanspruch erhöht sich nur bis zu einer Steigerung der Marktkapitalisierung um maximal 60%. Im Falle der Zielerreichung stand den berechtigten Vorstandsmitgliedern bislang ein Zahlungsanspruch in Höhe von insgesamt 4,0% der Steigerung der Marktkapitalisierung zu. Im Berichtsjahr wurde der LTIP insoweit angepasst, dass der Zahlungsanspruch der berechtigten Vorstandsmitglieder auf 3,63 % reduziert wurde ("Vorstands-LTIP") und ausgewählten Führungskräften der LTIP zu weitgehend gleichen Bedingungen mit einem Zahlungsanspruch von insgesamt 0,48% der Steigerung der Marktkapitalisierung gewährt wurde ("Führungskräfte-LTIP"). Die Steigerung der Marktkapitalisierung wird berechnet auf Basis des volumengewichteten Durchschnittskurses der Axel Springer-Aktie der letzten 90 Kalendertage vor dem 1. Mai 2016 bzw. vor Ende der jeweiligen Leistungsperiode, multipliziert mit der Anzahl der ausstehenden Axel Springer-Aktien (abzüglich eigener Aktien) unter Addition der Dividendenausschüttungen während der Leistungsperiode. Im Fall der Zielerreichung kommt ein Betrag in Höhe von 50% des Gesamtbetrags ("Auszahlungsbetrag I") zur Auszahlung. Bei Zielerreichung nach vier bzw. fünf Jahren schließt sich eine Wartefrist von zwei Jahren bzw. einem Jahr an, bevor die restlichen 50% des Gesamtbetrags ("Auszahlungsbetrag II") zur Auszahlung kommen. Bei vorzeitiger Zielerreichung nach drei Jahren ist der Auszahlungsbetrag I sofort auszuzahlen, im Fall des Vorstands-LTIP jedoch nur, sofern die Berechtigten ihre diesbezügliche Option ausüben. Der Auszahlungsbetrag II kommt im Fall der vorzeitigen Zielerreichung nur nach erneuter Zielerreichung nach vier oder fünf Jahren und dem Ablauf einer Wartefrist von zwei Jahren bzw. einem Jahr zur Auszahlung. Der Nettobetrag aller Auszahlungen (nach Berücksichtigung abzuführender Steuern und Abgaben) ist stets vollständig in ausgegebene Axel-Springer-Aktien zu investieren. Das im Hinblick auf den Auszahlungsbetrag I bzw. II getätigte Aktieninvestment muss für mindestens zwei Jahre bzw. ein Jahr gehalten werden. Der LTIP enthält übliche Regelungen für vorzeitiges Ausscheiden. So erlöschen z. B. sämtliche nicht bereits vertragsgemäß ausgezahlten Ansprüche aus dem LTIP, wenn das Vorstandsmitglied bzw. die Führungskraft auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Wartefrist aus dem Vorstand ausscheidet bzw. sein Arbeitsverhältnis beendet. Der LTIP wird als aktienbasiertes Vergütungsprogramm mit Barausgleich mit seinem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet und entsprechend der voraussichtlich eintretenden Unverfallbarkeit erfasst. Der Wert des Vorstands-LTIPs zum Gewährungszeitpunkt wurde unter Anwendung eines stochastischen Modells zur Bewertung von Aktienoptionsrechten mit € 32,1 Mio. ermittelt. Auf Basis der im Berichtsjahr rückwirkend zum Gewährungszeitpunkt erfolgten Anpassung beläuft sich der Wert auf € 29,1 Mio. Der Wert des an die ausgewählten Führungskräfte rückwirkend gewährten LTIPs beläuft sich auf € 3,9 Mio. Die Bewertung des Vorstands-LTIP führte im Berichtsjahr insbesondere durch die Entwicklung des Aktienkurses der Axel-Springer-Aktie zu sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt € 9,2 Mio. (Vj.: Personalaufwand von € 20,2 Mio.). Für den Führungskräfte-LTIP entstand Personalaufwand von € 1,9 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.). Die bilanzierten Verbindlichkeiten (Vorstands-LTIP) bzw. Rückstellungen (Führungskräfte-LTIP) beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf € 14,5 Mio. (Vj.: € 23,7 Mio.) bzw. € 1,9 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.). Den Mitgliedern des Vorstands und ausgewählten Führungskräften (Berechtigte) wurden verschiedene virtuelle Aktienoptionspläne gewährt. Die Vorstandsprogramme 2014 I und 2014 II sowie das Führungskräfteprogramm 2014 wurden im Berichtsjahr vollständig ausgeübt und damit beendet. Dem nicht am LTIP beteiligten Vorstandsmitglied wurde im Berichtsjahr ein virtueller Aktienoptionsplan 2018 gewährt. Die wesentlichen Parameter der im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr noch laufenden Pläne sind nachfolgend dargestellt:
Besteht das Beschäftigungsverhältnis mindestens bis zum Ablauf der Wartezeit, können alle den Berechtigten gewährten virtuellen Aktienoptionen unverfallbar werden. Endet das Beschäftigungsverhältnis vor Ende der Wartezeit, jedoch frühestens ein Jahr nach dem Gewährungszeitpunkt, werden die Optionsrechte pro rata temporis im Verhältnis zur Wartezeit (Vorstandsprogramme) bzw. zur Hälfte (Führungskräfteprogramm 2014) unverfallbar. Weitere Voraussetzung für den Eintritt der Unverfallbarkeit ist, dass innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr vor Ende der Wartezeit entweder der volumengewichtete Durchschnittskurs der Axel-Springer-Aktie eines Zeitraums von 90 Kalendertagen (Vorstandsprogramme) bzw. drei Kalendermonaten (Führungskräfteprogramme) mindestens 30% über dem Basiswert liegt oder die prozentuale Steigerung dieses Durchschnittskurses gegenüber dem Basiswert die Entwicklung des DAX-Kursindex übertrifft. Die Ausübung der Optionsrechte ist nur möglich, wenn der volumengewichtete Durchschnittskurs der Axel-Springer-Aktie der 90 Kalendertage (Vorstandsprogramme) bzw. der drei Kalendermonate (Führungskräfteprogramme) vor Ausübung mindestens 30% über dem Basiswert liegt und seine prozentuale Steigerung gegenüber dem Basiswert die Entwicklung des DAX-Kursindex übertrifft. Jedes Optionsrecht gewährt einen auf maximal 200% des Basiswerts begrenzten Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses der Axel-Springer-Aktie, der der Differenz zwischen dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 90 Kalendertage bzw. drei Monate vor Ausübung und dem Basiswert entspricht. Die Berechtigten sind verpflichtet, für je zehn Optionsrechte eine Axel-Springer-Aktie als Eigeninvestment zu halten. Eine Verfügung über diese Aktien vor Ausübung der Optionsrechte führt zu einem Verfall der Optionsrechte im gleichen Verhältnis. Die Bewertung der Optionsrechte zum Gewährungszeitpunkt erfolgte auf Basis eines Black-Scholes-Modells in einer Monte-Carlo-Simulation. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Optionsrechte neu bewertet und anteilig entsprechend der voraussichtlich eintretenden Unverfallbarkeit erfasst. Die Entwicklung der Optionsrechte ist nachfolgend dargestellt:
Die Aufwendungen und Erträge im Berichtsjahr sowie der Bestand der Verbindlichkeiten und Rückstellungen zum Bilanzstichtag sind nachfolgend dargestellt:
Bei unseren Tochtergesellschaften bestanden zum Bilanzstichtag folgende wesentliche aktienbasierte Vergütungsprogramme: Zum Vollzug des Erwerbs von Business Insider Ende 2015 wurden den beiden Vorständen von Business Insider als Ersatz für ein bestehendes Aktienoptionsprogramm insgesamt 21.952 neue Optionen auf Erwerb eines Anteils von Insider Inc. (vormals Business Insider Inc.) gewährt. Die Aktienoptionen werden über einen Zeitraum von zehn Jahren unverfallbar. Hierbei werden 30 % der gewährten Optionen nach drei Jahren und anschließend jährlich jeweils weitere 10% der gewährten Optionen unverfallbar. Die Optionsrechte sind nach Eintritt der Unverfallbarkeit bis zum Ablauf der Gesamtlaufzeit von 10 Jahren nach dem Gewährungszeitpunkt ausübbar. Die Optionsausübung ist von keinen weiteren Ergebnis- oder Marktbedingungen abhängig. Im Falle der Beendigung des Anstellungsverhältnisses der beiden Vorstände nach Ablauf der ersten drei Jahre besteht - abhängig vom Grund der Beendigung - seitens Axel Springer eine Verpflichtung bzw. ein Recht zum Kauf der Aktien aus den unverfallbar gewordenen Optionen. Innerhalb von drei Monaten nach Ablauf der Zehnjahresfrist können die Vorstände sämtliche über die Optionen bezogenen Aktien Axel Springer gegen Zahlung des Zeitwerts am Ausübungstag zum Rückkauf andienen, so dass eine unentziehbare Verpflichtung zum Barausgleich besteht. Damit handelt es sich um eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich. Zum Gewährungszeitpunkt betrug der beizulegende Zeitwert dieser Aktienoptionen € 12,9 Mio. Ein Teilbetrag von € 7,4 Mio. wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung als Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs behandelt. Der Restbetrag (€ 5,5 Mio.) wurde als Gegenleistung für die fortgesetzte Tätigkeit der Vorstände von Business Insider klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand eines Optionspreismodells auf Basis einer Monte-Carlo Simulation unter Berücksichtigung des Ausübungspreises der Optionen, des risikolosen Zinssatzes und der erwarteten Dividenden ermittelt; die Volatilität des Anteilspreises wurde über einen Peer Group-Vergleich bestimmt. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Optionsrechte neu bewertet und der über den Zeitraum bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit (Erdienungszeitraum) zu erfassende Personalaufwand ermittelt. Zum 31. Dezember 2018 bestehen noch 11.097 Optionen (Vj.: 15.854 Optionen), von denen keine ausübbar sind. Der Ausübungspreis der Option beträgt TUSD 3,6 (T€ 3,2) pro Anteil. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Optionen belief sich auf 6,8 Jahre (Vj.: 7,8 Jahre). Im Vorjahr wurde vereinbart, dass bei Erreichen festgelegter Umsatz- und Ergebnisziele in 2018 30% der Optionsrechte durch Axel Springer erworben werden; im Berichtsjahr wurden somit 4.757 Optionen gegen Zahlung von USD 4,6 Mio. (€ 4,0 Mio.) zurückgekauft. Ferner wurde im Vorjahr vereinbart, dass bei Erreichen von Umsatzzielen für 2020 eine Vorabzahlung von USD 15,0 Mio. (€ 13,1 Mio.) erfolgt, die mit künftigen Zahlungen aus den Optionen verrechnet werden; im Berichtsjahr wurde zusätzlich geregelt, dass die Hälfte dieser Zahlung ohne das Erreichen festgelegter Ziele in jährlich gleichen Raten für 2018 bis 2022 erfolgt, sowie dass weitere USD 3,0 Mio. (€ 2,6 Mio.) bei Erreichen von Umsatz- und Ergebniszielen für 2021/2022 zur Auszahlung kommen. Bislang sind keine solchen Zahlungen erfolgt. Bei Verfall oder Nichtausübung der Optionsrechte besteht keine Rückzahlungspflicht. Bei Nichterreichung der Ziele läuft das bestehende Optionsprogramm jeweils unverändert weiter. Durch die im Berichtsjahr erfolgte Anpassung des Optionsprogramms stieg der beizulegende Zeitwert um USD 2,8 Mio. (€ 2,5 Mio.); aus der Anpassung des Programms im Vorjahr erhöhte sich der Zeitwert im Vorjahr um USD 4,2 Mio. (€ 3,5 Mio.). Die Bewertung erfolgte weiterhin mit einem Optionspreismodell auf Basis einer Monte-Carlo Simulation. Im Berichtszeitraum wurde aus dem Aktienoptionsprogramm ein Personalaufwand in Höhe von € 6,0 Mio. (Vj.: € 4,9 Mio.) erfasst. Der Wert der bilanzierten Verbindlichkeit aus dem Optionsprogramm belief sich zum 31. Dezember 2018 auf € 14,9 Mio. (Vj.: € 12,3 Mio.). Sonstige aktienbasierte Vergütungsprogramme waren einzeln und in Summe von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. (12) PensionsverpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen betrafen nahezu ausschließlich Konzerngesellschaften mit Sitz in Deutschland. Aus beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt der Konzern im Wesentlichen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen an staatliche Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen betrugen € 51,4 Mio. (Vj.: € 50,0 Mio.) und wurden als soziale Abgaben im Personalaufwand ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen wurden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an ehemalige und aktive Mitarbeiter des Axel Springer Konzerns sowie für deren Hinterbliebene gebildet. Dabei entsprach die Rückstellung für leistungsorientierte Versorgungspläne dem Barwert der Verpflichtungen am Bilanzstichtag abzüglich des Zeitwerts des Planvermögens. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen ist der Konzern allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie Gehalts- und Rentensteigerungen, Langlebigkeit und Zinssatzänderungen sowie dem Inflationsrisiko und dem Kapitalmarkt- und Anlagerisiko ausgesetzt. In den deutschen Konzerngesellschaften existieren im Wesentlichen vier unterschiedliche leistungsorientierte Pensionspläne, die dem Betriebsrentengesetz und somit den gesetzlichen Regelungen insbesondere zur Unverfallbarkeit, zum Inflationsausgleich in der Leistungsphase und zum Insolvenzschutz durch den Pensionssicherungsverein unterliegen. Die Pensionspläne werden zum Teil durch Planvermögen finanziert, das durch den Axel Springer Pensionstreuhand e.V. treuhänderisch verwaltet wird. Zwei Pensionspläne sehen für den Versorgungsberechtigten eine jährliche Rente auf Basis von Festbeträgen vor, die für den ersten Pensionsplan nur von der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und für den zweiten Pensionsplan zusätzlich von der Stellung im Unternehmen abhängen und statisch in der Anwartschaftsphase und dynamisch in der Leistungsphase entsprechend den Vorgaben des Betriebsrentengesetzes sind. Die Vorstandszusagen entsprechen in der Ausgestaltung dem zweiten Pensionsplan und sind darüber hinaus dynamisch in der Anwartschaftsphase in Abhängigkeit von der Inflation. Der dritte Pensionsplan ist eine Leistungszusage, die sich in Abhängigkeit von umgewandelten Entgeltbestandteilen unter Berücksichtigung von festgeschriebenen Faktorentabellen berechnet. Ab Rentenbeginn erfolgt eine Anpassung der laufenden Leistungen mit 1% p.a. Der vierte Pensionsplan umfasst Direktzusagen auf Basis bezuschusster Entgeltumwandlungen, die über eine Versicherung kongruent gedeckt sind, und im Regelfall eine Einmalzahlung mit Renteneintritt gewähren. Im Wesentlichen wurden die folgenden Parameter der Bewertung zugrunde gelegt:
Für die Lebenserwartung der Pensionszusagen in Deutschland wurden im Wesentlichen die Richttafeln 2018 G (Vj.: 2005 G) von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Folgenden ist die Entwicklung der leistungsorientierten Versorgungspläne sowie zugehörigem Planvermögen und Erstattungsansprüchen dargestellt:
Die laufenden Dienstzeitaufwendungen und Aufwendungen aus Plankürzungen wurden im Personalaufwand erfasst (vgl. Ziffer (21)). Die Nettozinsaufwendungen sind im Finanzergebnis enthalten (vgl. Ziffer (25)). Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen (vgl. Ziffer (28)). Zum 31. Dezember 2018 betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen 14 Jahre (Vj.: 14 Jahre). Das Planvermögen setzte sich wie folgt zusammen:
Die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen enthielten im Berichtsjahr insbesondere die treuhänderische Übertragung des Axel-Springer-Hochhauses (Hauptgebäude) am Standort Berlin an den Axel Springer Pensionstreuhand e.V., Berlin (vgl. Ziffer (5)). Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir mit keinen wesentlichen Arbeitgeberbeiträgen zum Planvermögen. Der Axel Springer SE steht im Zusammenhang mit einer 2005 erfolgten Ausgliederung von Tiefdruckaktivitäten Erstattungsansprüche aus Pensionsverpflichtungen bzw. der in diesem Zusammenhang entstehenden Pensionsaufwendungen zu. Der Ausweis der Erstattungsansprüche erfolgte als sonstiger finanzieller Vermögenswert (vgl. Ziffer (8)), während in der Gewinn- und Verlustrechnung die Erträge aus der Erstattung mit den korrespondierenden Pensionsaufwendungen saldiert wurden. Aufgrund bestehender vertraglicher Vereinbarungen gehen wir nicht von einem kurzfristigen Ausgleich der Erstattungsansprüche und der zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen aus und weisen den Vermögenswert sowie die entsprechende Pensionsverpflichtung in Höhe von € 21,4 Mio. (Vj.: € 22,7 Mio.) als langfristig aus. Der Restbetrag von € 2,0 Mio. (Vj.: € 2,1 Mio.) wird als kurzfristig ausgewiesen. Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte auf den Barwert der gesamten Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag folgende prozentuale Auswirkungen:
Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum Bilanzstichtag ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen bzw. Tendenzaussagen. Bei einer Änderung der zugrunde gelegten Sterberaten bzw. Lebenserwartungen wird davon ausgegangen, dass eine um durchschnittlich ein Jahr verlängerte Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten zum 31. Dezember 2018 zu einem Anstieg der Pensionsverpflichtungen um 4,3% (Vj.: 3,2%) geführt hätte. (13) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
Sonstige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern betrafen insbesondere leistungsabhängige Vergütungen. Strukturmaßnahmen entfielen im Wesentlichen auf den Zeitungs- sowie Zeitschriftenbereich, Vermarktungs- sowie Vertriebsbereich und die Druckereien. Übrige Rückstellungen entfielen zu einem großen Teil auf noch auszuführende Umbaumaßnahmen im Zusammenhang mit der in 2016 erfolgten Veräußerung des Bürogebäudekomplexes am Standort Hamburg sowie der Veräußerung der Axel-Springer-Passage am Standort Berlin (vgl. Ziffer (5)). Die anderen Veränderungen resultierten aus der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Unternehmen (vgl. Ziffer (2c)), aus Währungsumrechnungsdifferenzen sowie aus der Aufzinsung. (14) FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten bestanden aus Schuldscheindarlehen in Höhe von € 698,8 Mio. (Vj.: € 871,7 Mio.), anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 452,3 Mio. (Vj.: € 365,1 Mio.) sowie aus Leasingverhältnissen in Höhe von € 379,6 Mio. (Vj.: € 0,3 Mio.). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen resultierte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2018 (vgl. Ziffer (3o)) sowie der Erfassung von neuen Leasingverbindlichkeiten des Geschäftsjahres 2018, insbesondere die mit Leasingbeginn zum 1. Januar 2018 geschlossenen Verträge über die Anmietung der Axel-Springer-Passage und des Axel-Springer-Hochhauses; vgl. Ziffer (5). Die Schuldscheindarlehen (Nominalbeträge) waren zum Bilanzstichtag durch die folgenden Inanspruchnahmen, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet.
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Nominalbeträge) betrafen nahezu ausschließlich die Inanspruchnahme der Kreditlinie der Axel Springer SE, die durch die folgenden Inanspruchnahmen, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet waren.
Des Weiteren bestanden am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommene langfristige Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 1.047,0 Mio. (Vj.: € 835,0 Mio.). Das seit dem Berichtsjahr verfügbare Commercial Paper Programm (vgl. Ziffer (32)) wurde unterjährig nicht wesentlich genutzt und ist zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. (15) Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten gliederten sich wie folgt:
Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Ausschüttungen gegenüber Minderheitengesellschaftern. Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten und sonstigen Optionsverbindlichkeiten für den Erwerb nicht beherrschender Anteile verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der nicht ausgeübten Put-Optionen zum Erwerb von 35 % der nicht beherrschenden Anteile an der Immowelt-Gruppe (vgl. Ziffer (10d)) sowie aufgrund von Auszahlungen (vgl. Ziffer (33)). Die Vertragsverbindlichkeiten betrafen im Wesentlichen Kundenvorauszahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern betrafen ausstehende Lohn- und Gehaltszahlungen, Tantieme- und Abfindungsansprüche. Die passivischen Abgrenzungen beinhalteten Verpflichtungen aus geleisteter Mehrarbeit und noch nicht genommenen Urlaubstagen. (16) Analyse der Fälligkeit finanzieller VerbindlichkeitenNachfolgend sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Mittelabflüsse im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt:
1) Vgl. zur erstmaligen Anwendung des IFRS 16
Ziffer (3o).
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und- Verlustrechnung(17) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse wurden sowohl in der Berichtsperiode als auch im Vorjahr nahezu ausschließlich aus Verträgen mit Kunden erzielt und setzten sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse im Segment Classifieds Media resultierten nahezu ausschließlich aus Werbeerlösen im Online-Rubrikengeschäft und teilten sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse im Segment News Media ergaben sich vor allem aus nationalen und internationalen Werbe- und Vertriebserlösen und teilten sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse im Segment Marketing Media wurden überwiegend durch Werbekunden in der reichweiten- oder performancebasierten Vermarktung generiert und teilten sich wie folgt auf:
Darüber hinaus ergaben sich Umsatzerlöse im Segment Services/Holding für Konzernservices und Holdingfunktionen in Höhe von € 53,7 Mio. (Vj.: € 60,7 Mio.). Die zum 31. Dezember 2017 erfassten Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von € 215,8 Mio. führten im Berichtsjahr nahezu vollständig zu Umsatzerlösen. In den übrigen Erlösen waren Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von € 2,4 Mio. enthalten. Davon entfielen im Berichtsjahr € 2,0 Mio. auf Erträge aus Unterleasingverträgen. Die zukünftigen (undiskontierten) Mittelzuflüsse aus Operating-Leasingverhältnissen sind wie folgt fällig:
(18) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge gliederten sich wie folgt:
Die Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betrafen im Berichtsjahr nahezu ausschließlich den Ertrag aus der Einbringung des Axel-Springer-Hochhauses in den Axel Springer Pensionstreuhand e.V. von € 34,9 Mio.; im Vorjahr waren in Höhe von € 200,5 Mio. Erträge aus der Veräußerung der Axel-Springer-Passage in Berlin enthalten (vgl. Ziffer (5)). Die Erträge aus der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten des Vorjahres entfielen in Höhe von € 50,0 Mio. auf die Option auf nicht beherrschende Anteile der Bonial Holding. Das Veräußerungsergebnis aus Abgängen von konsolidierten Tochterunternehmen resultierte im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Veräußerung der aufeminin-Gruppe (vgl. Ziffer (2c)). Die übrigen betrieblichen Erträge enthielten eine Vielzahl betragsmäßig unwesentlicher Sachverhalte. (19) Bestandsveränderung und andere aktivierte EigenleistungenDie Bestandveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen erhöhten sich im Berichtsjahr auf € 93,5 Mio. (Vj.: € 87,7 Mio.) und standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle. (20) MaterialaufwandDer Materialaufwand unterteilte sich wie folgt:
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren betrafen in Höhe von € 56,2 Mio. (Vj.: € 53,3 Mio.) Aufwendungen für Papier. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfielen überwiegend auf Fremddruckleistungen (inkl. Papierkosten), Honorarleistungen sowie sonstige bezogene Leistungen. (21) PersonalaufwandDer Personalaufwand setzte sich wie folgt zusammen:
Im Konzern waren durchschnittlich beschäftigt:
Der Anstieg der Personalzahlen gegenüber dem Vorjahr resultierte neben dem erstmaligen Einbezug erworbener Unternehmen insbesondere aus dem Personalaufbau in den wachstumsstarken digitalen Geschäftsbereichen. (22) AbschreibungenDie Abschreibungen teilten sich wie folgt auf:
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen des Geschäftsjahres 2018 beinhalteten Abschreibungen auf Leasing-Nutzungsrechte in Höhe von € 60,2 Mio. (vgl. Ziffer (5)). Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäft- oder Firmenwerte vgl. Ziffer (4). Vorgenommene Abschreibungen auf Beteiligungen sind Bestandteil des Beteiligungsergebnisses. (23) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Aufwendungen enthielten Zuführungen zu Rückstellungen für rechtliche und sonstige Risiken, Mietnebenkosten, Aufwendungen aus Zahlungsverkehr sowie andere betriebliche Aufwendungen. Leasingaufwendungen des Berichtsjahres beinhalteten Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (€ 11,2 Mio.), Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (€ 0,5 Mio.) sowie Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen (€ 0,8 Mio.). Für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH sind folgende Honorare erfasst worden:
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassten im Wesentlichen gesetzliche bzw. freiwillige Prüfungen der Jahresabschlüsse der Axel Springer SE und weiterer deutscher Tochterunternehmen, des Konzernabschlusses, die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts, die Prüfung nach IDW PS 480 von Abschlüssen, die nach Rechnungslegungsgrundsätzen für einen speziellen Zweck aufgestellt wurden, die Prüfung des internen Kontrollsystems bei Dienstleistungsunternehmen nach IDW PS 951 sowie die Prüfung des Systems zur Einhaltung der Anforderungen aus § 32 Abs. 1 WpHG. Die Steuerberatungshonorare resultierten aus Unterstützungsleistungen bei steuerlichen Einzelfragen. Die sonstigen Leistungen umfassten im Berichtsjahr Untersuchungsleistungen im Rahmen von Unternehmenserwerben sowie sonstige Bewertungsleistungen. (24) BeteiligungsergebnisDas Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen von € -86,9 Mio. (Vj.: € -43,9 Mio.) betraf neben dem anteiligen laufenden Ergebnis von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen Zuschreibungen von € 1,2 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen von € 92,7 Mio. (Vj.: € 51,1 Mio.). Die außerplanmäßigen Abschreibungen entfielen im Wesentlichen auf die Beteiligung an der Purplebricks Group plc (Vj.: im Wesentlichen auf Ringier Axel Springer Schweiz AG), vgl. Ziffer (6a). Das übrige Beteiligungsergebnis von € 24,7 Mio. (Vj.: € 4,9 Mio.) enthielt neben erhaltenen Ausschüttungen Gewinne aus der erfolgswirksamen Bewertung der sonstigen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von € 14,5 Mio. Im Vorjahr enthielt das übrige Beteiligungsergebnis außerplanmäßige Abschreibungen auf sonstige Beteiligungen von € 4,4 Mio. (25) FinanzergebnisDie Finanzerträge setzten sich wie folgt zusammen:
Die Finanzaufwendungen gliederten sich wie folgt:
Auf finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziert wurden, entfielen Zinserträge und -aufwendungen in Höhe von € 2,3 Mio. (Vj.: € 2,3 Mio.) bzw. € -22,0 Mio. (Vj.: € -19,3 Mio.). Die sonstigen Finanzerträge bzw. sonstigen Finanzaufwendungen enthalten Ergebnisse aus der Währungsumrechnung von € 3,5 Mio. (Vj.: € 3,0 Mio.) bzw. € -4,1 Mio. (Vj.: € -2,1 Mio.). Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen resultierte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2018 (vgl. Ziffer (3o)). (26) ErtragsteuernAls Ertragsteuern wurden die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Ertragsteuern setzten sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- bzw. Ertragsteuern zusammen. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliederte sich wie folgt auf:
Die Veränderung der laufenden und latenten Steuern steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der im Vorjahr erfolgten Veräußerung der Axel-Springer-Passage in Berlin (vgl. Ziffer (5)). Zudem resultierte der Rückgang der latenten Steuern aus dem im Vorjahr erfassten latenten Steuerertrag aus Steuersatzänderungen insbesondere in den USA. Der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Axel Springer SE ergebende Steueraufwand lässt sich zu den ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt überleiten:
Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen die Gewinne dieser Gesellschaften der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit von gemeindespezifischen Hebesätzen bestimmt. Die Gewinne der Unternehmen in der Rechtsform der Personengesellschaft unterliegen ausschließlich der Gewerbesteuer. Das Ergebnis wird dem Gesellschafter für Zwecke der Körperschaftsteuer zugerechnet. Der Konzernsteuersatz beträgt unverändert 31,0 %. Die Auswirkungen abweichender Steuersätze für Personengesellschaften und für ausländische Steuern vom Einkommen und vom Ertrag vom Steuersatz der Axel Springer SE sind in der Überleitungsrechnung unter den steuersatzbedingten Abweichungen ausgewiesen. Die Effekte aus Steuersatzänderungen resultierten im Vorjahr im Wesentlichen aus der Absenkung der Steuersätze in den USA. Die permanenten Differenzen ergeben sich im Wesentlichen aus Firmenwertabschreibungen (vgl. Ziffer (4)), außerplanmäßigen Abschreibungen für nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen (vgl. Ziffer (6a)) sowie weiteren Konsolidierungseffekten, die steuerrechtlich nicht zu berücksichtigen sind. In den Ansatzkorrekturen latenter Steuern sind € 9,8 Mio. (Vj.: € 21,4 Mio.) enthalten, die auf den Nichtansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge entfielen. Des Weiteren sind Effekte aus dem erstmaligen Ansatz von aktiven latenten Steuern enthalten. Die steuerfreien Erträge entfallen insbesondere auf die Veräußerung der aufeminin-Gruppe (vgl. Ziffer (2c)). Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:
Die Zunahme der passiven latenten Steuern bei den Sachanlagen sowie die Zunahme der aktiven latenten Steuern bei den Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 und der daraus resultierenden Bilanzierung von Nutzungsrechten und korrespondierender Leasingverbindlichkeit (vgl. Ziffer (3o)). Durch die treuhänderische Übertragung des Axel-Springer-Hochhauses zur Bildung von Planvermögen an den Axel Springer Pensionstreuhand e.V. kommt es zu einer Zunahme der passiven latenten Steuern bei den Pensionsrückstellungen (vgl. Ziffer (5)); die Einbringung führte unter Berücksichtigung der Änderungen in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten zu latenten Steueraufwendungen von insgesamt € 10,8 Mio. Der Saldo der latenten Steuerpositionen vom 1. Januar zum 31. Dezember 2018 lässt sich wie folgt überleiten:
Von den aktiven latenten Steuern können € 12,7 Mio. (Vj.: € 22,4 Mio.), von den passiven latenten Steuern € 2,4 Mio. (Vj.: € 5,2 Mio.) kurzfristig realisiert werden. Der nach IAS 12.82 anzugebende Betrag der aktiven latenten Steuern betrug € 4,5 Mio. (Vj.: € 3,8 Mio.) und kann voraussichtlich planmäßig durch entsprechende Gewinne aus dem laufenden Geschäft realisiert werden. Latente Steuern in Höhe von insgesamt € 55,3 Mio. (Vj.: € 52,2 Mio.) wurden aufgrund von erfolgsneutral im Eigenkapital bilanzierten Sachverhalten auch erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im Berichtsjahr wurden auf steuerliche Verlustvorträge für körperschaftsteuerliche Zwecke in Höhe von € 168,1 Mio. (Vj.: € 233,6 Mio.) und für gewerbesteuerliche Zwecke in Höhe von € 104,3 Mio. (Vj.: € 87,7 Mio.) keine aktiven latenten Steuern bilanziert, da für diese Beträge die Generierung eines ausreichenden steuerlichen Einkommens in der näheren Zukunft nicht wahrscheinlich ist. Zusätzlich existieren Zinsvorträge in Höhe von € 1,5 Mio. (Vj.: € 1,9 Mio.), für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. Von diesen Verlustvorträgen unterliegen € 9,7 Mio. (Vj.: € 6,1 Mio.) einer zeitlich beschränkten Vortragsfähigkeit von bis zu fünf Jahren bzw. € 0,0 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.) von sechs bis zehn Jahren. Die Realisierung bisher nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge führte zu einer Minderung der laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von € 2,3 Mio. (Vj.: € 1,9 Mio.). Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es Korrekturen von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen aufgrund von Betriebsprüfungen bzw. abweichenden Steuerveranlagungen in Höhe von € 2,4 Mio. (Vj.: € -0,7 Mio.). Auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzern-Bilanz erfassten anteiligen Eigenkapital von Tochtergesellschaften und den korrespondierenden steuerbilanziellen Beteiligungsansätzen, z.B. durch Gewinnthesaurierung, sind grundsätzlich latente Steuern zu berechnen. Auf Unterschiedsbeträge in Höhe von € 11,3 Mio. (Vj.: € 6,0 Mio.) sind passive latente Steuern nicht angesetzt worden, da eine Realisierung aus heutiger Sicht nicht geplant ist. Bei Veräußerung oder Ausschüttung würden der Veräußerungsgewinn bzw. die Dividende zu 5% der Besteuerung in Deutschland unterliegen; ggf. würden zusätzlich ausländische Quellensteuern anfallen. (27) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie bestimmte sich wie folgt:
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(28) Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis setzte sich wie folgt zusammen:
1) Wegfall der Bewertungskategorie aufgrund der
Erstanwendung des IFRS 9 (vgl. Ziffer (3o)).
Das sonstige Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen des Geschäftsjahres und des Vorjahres entfällt ausschließlich auf Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung(29) Sonstige AngabenDer Finanzmittelfonds setzte sich aus kurzfristig verfügbaren Bankguthaben, Wertpapieren, Kassen- und Scheckbeständen zusammen. Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von € 5,0 Mio. (Vj.: € 6,6 Mio.) waren noch nicht zahlungswirksam. Die Leasingzahlungen des Berichtsjahres beliefen sich auf € 80,0 Mio. Die im Berichtsjahr unterhalb der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen gezahlten Steuerzahlungen im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrugen € 184,9 Mio. (Vj.: € 161,8 Mio.). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthielt im Vorjahr gezahlte Ertragsteuern von € 113,0 Mio., welche aus den Immobilienverkäufen resultierten. Zusammen mit den unterhalb der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Steuerzahlungen im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beliefen sich die gezahlten Ertragsteuern des Vorjahres auf insgesamt € 274,7 Mio. Die folgende Tabelle enthält Angaben zu Anschaffungskosten, Auszahlungen sowie erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Rahmen von Unternehmenserwerben (zu den wesentlichen Unternehmenserwerben vgl. Ziffer (2c)):
Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Beträge aus dem Erwerb von Anteilen an konsolidierten Tochterunternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich übernommener Zahlungsmittel betrafen im Berichtsjahr insbesondere die Erwerbe von Concept Multimédia sowie Universum (vgl. hierzu Ziffer (2c)) und enthalten neben den in der Tabelle genannten Barauszahlungen und übernommenen Finanzmitteln auch Auszahlungen für Unternehmenserwerbe aus Vorjahren (insbesondere Auszahlungen aus bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten von € 20,7 Mio. (Vj.: € 120,0 Mio.); vgl. Ziffer (33)). Die Investitionen in Finanzanlagen betrafen im Berichtsjahr im Wesentlichen die gezahlten Kaufpreise im Zusammenhang mit dem Erwerb unserer Beteiligung an der Purplebricks Group plc in Höhe von € 153,7 Mio. (vgl. Ziffer (2c), (6a)). Die folgende Tabelle enthält Angaben zu Veräußerungserlösen, Einzahlungen sowie abgegangenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Rahmen von Transaktionen mit Beherrschungsverlust:
Die Verkaufserlöse (nach Steuern) umfassten im Berichtsjahr insbesondere die gezahlten Kaufpreise für die Veräußerung der aufeminin-Gruppe in Höhe von € 291,5 Mio. sowie für die Veräußerung unseres Zeitungs- und Zeitschriftenportfolios in der Slowakei inklusive der dazugehörigen Onlineangebote in Höhe von € 57,9 Mio. (vgl. Ziffer (2c)). Der Ausweis der Zahlungsmittelzuflüsse aus Desinvestitionen erfolgte in der Kapitalflussrechnung in den Einzahlungen aus Abgängen von konsolidierten Tochterunternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich abgegebener Zahlungsmittel. Die Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betrafen im Vorjahr in Höhe von € 247,6 Mio. den Verkauf der Axel-Springer-Passage am Standort Berlin (vgl. Ziffer (5)). Zu den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen im Zusammenhang mit dem Axel-Springer-Neubau in Berlin vgl. Ziffer (5) und Ziffer (39). Die Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen betrafen im Wesentlichen den gezahlten Kaufpreis im Zusammenhang mit der Veräußerung unserer Beteiligung an Doğan TV in Höhe von € 160,0 Mio. (vgl. Ziffer (6b)). In dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wurde im Vorjahr im Wesentlichen die Auszahlung im Zusammenhang mit der Ausübung der Option auf den Erwerb der restlichen Anteile an der Awin-Gruppe erfasst (vgl. Ziffer (2c) und Ziffer (33)). Die bilanzielle Veränderung der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten resultierte nahezu ausschließlich aus den im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen zahlungswirksamen Aufnahmen und Tilgungen. Seit dem aktuellen Geschäftsjahr wird infolge der Anwendung des IFRS 16 auch der zahlungswirksame Tilgungsanteil für die Begleichung der Leasingverbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen und verändert somit ebenso die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (vgl. Ziffer (3o)). Die Zahlungsabflüsse aus sonstigen Finanzierungen im Berichtszeitraum (Vj.: Zahlungszuflüsse) betreffen im Wesentlichen sonstige langfristige Darlehen und entsprechen deren bilanzieller Veränderung innerhalb der übrigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Zu den Zahlungsmittelabflüssen im Vorjahr, die auf die nicht fortgeführten Aktivitäten entfallen, vgl. Ziffer (2d). Erläuterungen zur Konzern-Segmentberichterstattung(30) Grundlagen der SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung folgt den internen Management- und Berichterstattungsstrukturen. Das Berichtsformat gliedert sich in drei operative Segmente: Classifieds Media, News Media und Marketing Media. Hinzu kommt das Segment Services/Holding. Eine Segmentierung von Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen auf Basis der operativen Geschäftsfelder wird nicht vorgenommen, da diese Kennzahlen nicht als Steuerungsgrößen auf Segmentebene verwendet werden. (a) GeschäftsfelderIm Segment Classifieds Media sind alle Geschäftsmodelle zusammengefasst, die ihre Erlöse überwiegend im Online-Rubrikengeschäft erzielen. Unser Portfolio umfasst führende in- und ausländische Online-Rubrikenportale mit den Schwerpunkten Immobilien, Stellen und Autos sowie generalistische Kleinanzeigen. Zu unseren Online-Rubrikenportalen zählen die Immobilienportale SeLoger (inkl. dem 2018 erworbenen Portal Logic-Immo), Immoweb, Immowelt/Immonet, die Stellenportale der StepStone-Gruppe (inkl. der Portale von Totaljobs, Jobsite und Saongroup, das Regionalportal meinestadt.de sowie seit 2018 dem Employer-Branding-Spezialisten Universum), die Portale von @Leisure zur Vermittlung von Ferienimmobilien (inkl. der Portale Traum-Ferienwohnungen und DanCenter) sowie die Auto- bzw. Generalisten-Rubrikenportale LaCentrale und Yad2. Das Segment News Media umfasst im Wesentlichen Geschäftsmodelle, deren Grundlage die Erstellung von Inhalten ist und die durch zahlende Leser und/oder Werbung finanziert werden. News Media National umfassen die digitalen und gedruckten Medienangebote der BILD- und der WELT-Gruppe, die Computer-, Auto- und Sportzeitschriften der Markenfamilie BILD, die B.Z. und die Musikzeitschriften. Außerdem gehört mit WELT (zuvor N24) ein TV-Nachrichtensender zur WELT-Gruppe. News Media International umfassen die digitalen und gedruckten Medienangebote von Axel Springer in Europa und den USA. In Europa sind wir insbesondere in Polen, der Slowakei, Serbien, Ungarn, der Schweiz, Belgien, Spanien und den baltischen Staaten vertreten. Mit onet.pl und azet.sk gehören die führenden Internetportale in Polen und der Slowakei zu diesem Subsegment. In den USA sind wir mit businessinsider.com und zusätzlich mit eMarketer vertreten. Darüber hinaus umfasst das Segment den Nachrichtenaggregator upday sowie das Europa-Joint Venture mit Politico. Im Segment Marketing Media sind alle in- und ausländischen Geschäftsmodelle zusammengefasst, deren Erlöse überwiegend durch Werbekunden in der reichweiten- oder performancebasierten Vermarktung generiert werden. Hierzu zählen insbesondere die performancebasierten Aktivitäten der Awin-Gruppe (inkl. ShareASale.com), sowie die reichweitenbasierten Vermarktungsangebote von Idealo, finanzen.net und Bonial. Ebenfalls zum Segment Marketing Media gehörte bis zum 30. April 2018 die aufeminin-Gruppe, die Ende April 2018 verkauft wurde (vgl. Ziffer (2c)). Im Segment Services/Holding werden Konzernservices wie unter anderem IT, Druckereien, Immobilienmanagement, Gastronomie und Finanz- und Personaldienstleistungen sowie Holdingfunktionen wie unter anderem Rechnungswesen, Controlling, Finanzen, Recht, Steuern, Personal, Revision, Strategie und Kommunikation ausgewiesen. Die Leistungen der Konzernservices werden von den konzerninternen Kunden zu marktüblichen Preisen bezogen. (b) Geografische InformationenDie Aktivitäten des Axel Springer Konzerns erstrecken sich im Wesentlichen auf Deutschland, weitere europäische Länder und die USA. Für die geografische Segmentberichterstattung werden die Umsätze nach dem Sitz des Kunden und das langfristige Vermögen nach dem Sitz der Gesellschaft segmentiert. (31) SegmentinformationenDie Segmentdaten wurden auf Grundlage der im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Die Außenumsatzerlöse umfassen Vertriebserlöse aus dem Verkauf von Verlagserzeugnissen, Werbeerlöse sowie Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Innenumsatzerlöse resultieren aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Segmenten. Die Verrechnung erfolgt auf Kostendeckungsbasis. Als Segmentergebnisgrößen verwenden wir die Kennzahlen bereinigtes EBITDA, das das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen darstellt, sowie bereinigtes EBIT, das sich als Ergebnis vor Zinsen und Steuern definiert. Sondereffekte und Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen werden herausgerechnet. Sondereffekte enthalten Effekte aus dem Erwerb und der Veräußerung (einschließlich Einbringung) von Tochtergesellschaften, Unternehmensteilen und Beteiligungen (einschließlich Effekten aus der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten und sonstiger Optionsverbindlichkeiten für den Erwerb nicht beherrschender Anteile), Abschreibungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen, Effekte aus der Veräußerung von Immobilien, Sonderabschreibungen und Zuschreibungen auf eigengenutzte Immobilien sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramm (LTIP). Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen beinhalten den Aufwand aus Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aus Unternehmens- und Geschäftserwerben. Die aus dem bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT eliminierten Sondereffekte verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
Die Effekte aus Unternehmenserwerben entfielen maßgeblich auf das Segment News Media und resultierten wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Folgeeffekten im Zusammenhang mit der Gründung der Ringier Axel Springer Schweiz AG. Die Effekte aus der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten und sonstiger Optionsverbindlichkeiten für den Erwerb nicht beherrschender Anteile umfassten im Vorjahr hauptsächlich die Bonial Holding (Marketing Media) und Immowelt (Classifieds Media). Die Effekte aus erfolgten und eingeleiteten Unternehmens- und Immobilienveräußerungen entfielen im Wesentlichen auf die Veräußerung unserer Anteile an der aufeminin-Gruppe (Marketing Media; vgl. Ziffer (2c)) sowie die Übertragung des Axel-Springer-Hochhauses am Standort Berlin auf den Axel Springer Pensionstreuhand e.V. (Services/Holding; vgl. Ziffer (5)). Im Vorjahr entfielen die Effekte im Wesentlichen auf die Veräußerung der Axel-Springer-Passage am Standort Berlin (Services/Holding; vgl. Ziffer (5)). Die Abschreibungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen entfielen im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Purplebricks Group plc (Classifieds Media). Im Vorjahr betrafen die Effekte hauptsächlich die Ringier Axel Springer Schweiz AG (News Media); zu beiden Effekten vgl. Ziffer (6a). Zum langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramm (LTIP) verweisen wir auf die Ausführungen in Ziffer (11). Die Überleitung zu dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beteiligungsergebnis sowie den Abschreibungen ergab sich wie folgt:
Zu den im Berichtsjahr in den Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vgl. Ziffer (4). Das langfristige Segmentvermögen umfasste Geschäfts- oder Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der größte Teil des langfristigen Segmentvermögens der übrigen Länder entfiel auf Frankreich mit € 965,9 Mio. (Vj.: € 838,6 Mio.) und die USA mit € 726,6 Mio. (Vj.: € 668,0 Mio.). Der größte Teil der Umsatzerlöse der übrigen Länder entfiel auf Frankreich mit € 324,7 Mio. (Vj.: € 282,4 Mio.). Sonstige Angaben(32) KapitalsteuerungDie Axel Springer SE unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von uns verwendeten Finanzkennzahlen sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse unseres Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet. Sowohl für allgemeine Gesellschaftszwecke als auch zur Finanzierung von Akquisitionen können wir die Finanzmittel aus den Schuldscheindarlehen (€ 704,5 Mio.) einsetzen sowie unsere langfristigen Kreditlinien (€ 1.500,0 Mio.) in Anspruch nehmen. Im Mai 2018 haben wir die Finanzierungskonditionen unserer Kreditlinien angepasst und in diesem Zusammenhang die durchschnittliche Verzinsung reduziert, die Laufzeit verlängert und das Finanzierungsvolumen erhöht. Wir können somit zum Bilanzstichtag auf langfristige Kreditlinien in Höhe von € 1.500,0 Mio. (vorher € 1.200,0 Mio.) zurückgreifen, deren Inanspruchnahmen im Juli 2023 (vorher Juli 2020) zur Rückzahlung fällig werden. Die Inanspruchnahme von Kreditlinien ist an die Einhaltung von Kreditbedingungen geknüpft. Sämtliche Kreditbedingungen sind bisher von uns eingehalten worden. Zudem bestanden zum 31. Dezember 2018 Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt € 704,5 Mio., deren Finanzierungskonditionen im Vorjahr durch teilweise Kündigung, Wandlung sowie Neuzeichnung optimiert wurden. Die Schuldscheindarlehen laufen bis Oktober 2020 (€ 69,0 Mio.), bis Mai 2021 (€ 11,5 Mio.), bis Mai 2022 (€ 158,0 Mio.), bis Mai 2023 (€ 72,0 Mio.) und bis Mai 2024 (€ 394,0 Mio.). Darüber hinaus steht Axel Springer zur zinsoptimierten Deckung kurzfristigen Kapitalbedarfs seit diesem Berichtsjahr ein "Commercial Paper Programm" mit einem maximalen Volumen von € 750,0 Mio. zur Verfügung, welches zum Berichtszeitpunkt nicht in Anspruch genommen wurde. Zur Aufrechterhaltung und Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vornehmen oder eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des zum Zeitpunkt des Hauptversammlungsbeschlusses über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 18. April 2018 satzungsgemäßen Grundkapitals erwerben. Eigene Aktien können u.a. zur Akquisitionsfinanzierung verwendet oder eingezogen werden. Zum Bilanzstichtag und zum Vorjahresstichtag hielten wir keine eigenen Aktien. (33) Finanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenNachfolgend sind die Buchwerte der Bilanzposten zum 31. Dezember 2018, die finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten enthalten, den Bewertungskategorien nach IFRS 9 zugeordnet (vgl. Ziffer (3o)):
Eine Designation finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgte nicht. Nachfolgend sind die Buchwerte der Bilanzposten zum 31. Dezember 2017, die finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten enthalten, den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet:
Die nachfolgende Tabelle stellt für alle nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die verwendete Bewertungshierarchie dar (vgl. Ziffer (3f)):
Die Entwicklung der Beteiligungen (Vj.: übrigen Beteiligungen und Wertpapiere) betraf neben der durch die Erstanwendung des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 erfolgten Umgliederung von € 60,2 Mio. (vgl. Ziffer (3o)) Zugänge von € 34,6 Mio. (Vj.: € 21,1 Mio.) und Abgänge von € 0,6 Mio. (Vj.: € 5,6 Mio.), sowie im sonstigen Beteiligungsergebnis erfasste Zeitwertanpassungen aus der erfolgswirksamen Bewertung von € 14,5 Mio. (Vj.: € -0,6 Mio.). Im Vorjahr beliefen sich die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Zeitwertanpassungen auf € -17,8 Mio. Die Ausleihungen entfielen im Wesentlichen auf ein im Berichtsjahr gewährtes Darlehen mit einem Wandlungsrecht in Anteile an dem Unternehmen. Die Zeitwerte der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 betrafen im Wesentlichen die Optionsverbindlichkeit zum Erwerb der nicht beherrschenden Anteile an Immoweb. Die Zahlungen enthalten einen Betrag von € 8,2 Mio., der bereits im Vorjahr auf ein Notaranderkonto geleistet wurde. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr € 4,0 Mio. Aufwand aus der Folgebewertung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst (vgl. Ziffer (9)). Die sonstigen Effekte betrafen im Vorjahr im Wesentlichen die Umgliederungen von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (vgl. Ziffer (9)). Die im Vorjahr vorgenommene erfolgswirksame Folgebewertung der Optionsverbindlichkeit zum Erwerb der nicht beherrschenden Anteile an der Bonial Holding stand im Zusammenhang mit der Einstellung des Bonial-Geschäfts in den USA und der damit verbundenen Anpassung der Mittelfristplanung der Gesellschaft. Die Zeitwertbewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten hängt im Wesentlichen von den geschätzten Ergebnissen der erworbenen Gesellschaften in den Jahren vor den möglichen Ausübungszeitpunkten der Optionsrechte bzw. den Zahlungszeitpunkten der Earnouts ab. Bei den der Bewertung zugrunde gelegten Ergebnissen handelt es sich in der Regel um EBITDAs, bereinigt um wesentliche Einmaleffekte. Bei einer Steigerung der für die Bewertung zugrunde gelegten geschätzten Ergebnisgrößen um 10% würde sich der Wert der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten um ca. 18% erhöhen, bei einer Verringerung der Ergebnisgrößen um 10%, würde sich eine Wertreduzierung von ca. 6% ergeben. Mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten Finanzverbindlichkeiten stimmten die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Zeitwerten überein.
Der ausgewiesene Zeitwert ergibt sich aus dem Vorteil zwischen der vertraglich vereinbarten Effektivverzinsung und dem aktuellen Marktzinssatz unter Berücksichtigung unseres Kreditrisikos (Stufe 2 der Bewertungshierarchie, vgl. Ziffer (3f)). Nachfolgend sind die ergebniswirksam erfassten Nettogewinne und -verluste (ohne Zinsen, Beteiligungsergebnisse und Ergebnisse aus der Währungsumrechnung) dargestellt:
Die Nettogewinne bzw. -verluste der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" betrafen im Wesentlichen die Neubewertung von sonstigen Beteiligungen sowie Erträge aus Abgängen von sonstigen Beteiligungen. Bei den Nettogewinnen bzw. -verlusten der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" handelte es sich im Wesentlichen um Bewertungseffekte bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten resultierend aus dem neuen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 (vgl. Ziffer (3o)). Die Nettogewinne bzw. -verluste der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" betrafen Effekte aus der Folgebewertung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten. Im Vorjahr ergaben sich folgende Nettogewinne und -verluste (ohne Zinsen, Beteiligungsergebnisse und Ergebnisse aus der Währungsumrechnung):
Die Nettogewinne bzw. -verluste der Kategorien "Kredite und Forderungen" sowie "Finanzielle Verbindlichkeiten" betrafen insbesondere Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" enthielt vor allem außerplanmäßige Abschreibungen von sonstigen Beteiligungen. Bei den Nettogewinnen bzw. -verlusten der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" handelte es sich insbesondere um Effekte aus Währungsderivaten sowie Erträgen aus sonstigen Finanzderivaten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Zeitwertanpassungen in Höhe von € -17,8 Mio. erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. (34) Finanzielles RisikomanagementDer Axel Springer Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Finanzmarkt-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Die Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch gezielte Aktivitäten zu begrenzen. (a) FinanzmarktrisikenDie Finanzmarktrisiken bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Grundsätzlich können die Auswirkungen dieser Risiken auf die Wertentwicklung zeitnah bewertet und Verlustrisiken gegebenenfalls reduziert werden. Zur Risikobegrenzung werden ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch entsprechende Richtlinien des Konzerns geregelt. Durch diese Richtlinien werden die Verantwortlichkeiten, der Handlungsrahmen, die Berichterstattung, die Geschäftspartner-Limite sowie die strikte Trennung von Handel und Abwicklung festgelegt. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos setzen wir neben der verstärkten Nutzung von Festzinsvereinbarungen insbesondere Zinsderivate in Form von Zinsswaps ein. Der Sicherungsgrad bewegt sich zwischen 30% und 100% des Grundgeschäftsvolumens. Im Jahresdurchschnitt wurde durch den Einsatz von Festzinsvereinbarungen sowie Zinsderivaten eine Sicherungsquote in Bezug auf die Bruttoverschuldung (Schuldscheindarlehen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) von 59,9% (Vj.: 49,0%) realisiert. Auswirkungen von Marktzinssatzänderungen auf nicht durch Finanzderivate gesicherte, variabel verzinsliche Finanzinstrumente werden mittels einer Sensitivitätsanalyse berechnet. Bei einer unterstellten Parallelverschiebung der Zinskurve um +50 Basispunkte würde sich das Finanzergebnis um € 1,0 Mio. (Vj.: € 0,9 Mio.) verschlechtern. Bei einer unterstellten Parallelverschiebung der Zinskurve um -50 Basispunkte würde sich das Finanzergebnis um € 0,4 Mio. (Vj.: € 0,4 Mio.) verbessern. Das Finanzergebnis reagiert weniger sensitiv auf Zinsreduktionen aufgrund von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten mit einer vereinbarten Mindestverzinsung. Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft werden überwiegend dadurch vermieden, dass operative Kosten in den Ländern entstehen, in denen wir unsere Produkte und Dienstleistungen verkaufen. Verbleibende Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft werden bislang im Konzern als unwesentlich eingestuft, da das bereinigte EBITDA zum überwiegenden Teil im Eurowährungsraum erwirtschaftet wird. Im Berichtszeitraum betrug der Anteil des nicht in Euro erwirtschafteten bereinigten EBITDA 22% (Vj.: 22%). Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (ohne bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten) sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in Euro in Nicht-Euroländer mit Nettoexposures ab € 5 Mio. je Fremdwährung werden grundsätzlich mit fristenkongruenten Devisenderivaten gesichert. In Nicht-Euroländern erwirtschaftete Finanzmittel in lokalen Währungen werden entweder zum Ausbau der lokalen Geschäftsaktivitäten reinvestiert, bei der Axel Springer SE angelegt und durch Devisentermingeschäfte gesichert oder ausgeschüttet. Das Währungsrisiko aus Wechselkursschwankungen bei in Fremdwährung gehaltenen Finanzmitteln ist daher begrenzt. Effekte aus der Währungsumrechnung von Fremdwährungsabschlüssen von Tochtergesellschaften werden direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Daher sichert sich Axel Springer gegen solche Währungseffekte nicht ab. (b) LiquiditätsrisikenWir überwachen mittels einer konzernweiten Liquiditätsplanung und monatlichen Cashflow-Analysen die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit sowie zur Durchführung von Akquisitionen. Die Liquidität und finanzielle Flexibilität des Axel Springer Konzerns ist durch fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von € 1.500,0 Mio. (bis 2023) sowie durch die Schuldscheindarlehen (€ 704,5 Mio.) sichergestellt. Ziffer (16) enthält eine Analyse der Fälligkeit unserer finanziellen Verbindlichkeiten. Die Zahlungsverpflichtungen für noch nicht erfasste, aber vertraglich vereinbarte finanzielle Verpflichtungen sind in Ziffer (39) dargestellt. (c) AusfallrisikenDie Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt sein, wenn Geschäftspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Wesentliche Risikopositionen sind in den Finanzanlagen (Ausleihungen) sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen und den sonstigen Vermögenswerten enthalten. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, die grundsätzlich einem Ausfallrisiko unterliegen, entsprechen deren Buchwerten. Sicherheiten für diesbezügliche Forderungen und Rückzahlungsansprüche bestehen in der Regel nicht. Der überwiegende Teil unserer Geschäftsmodelle beruht auf einer breit gestreuten und heterogenen Kundenbasis. Das Risiko von signifikanten Forderungsausfällen schätzen wir daher als gering ein. Sofern Bonitätsrisiken erkennbar sind, reduzieren wir diese durch aktives Forderungsmanagement, Kreditlimits und Bonitätsprüfungen unserer Geschäftspartner. Ausfallrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt (s. Ziffer (3f)). Investitionen in Wertpapiere dürfen gemäß unserem Finanzreglement im Wesentlichen nur mit Emittenten erfolgen, die über eine erstklassige Bonität verfügen. Die Anlage von Termingeldern erfolgt ausschließlich bei Finanzinstituten, die den Einlagensicherungsfonds angehören und/oder von führenden Ratingagenturen mindestens mit Investment Grade Status BBB- (S&P) bzw. Baa3 (Moody's) eingestuft wurden. (35) Finanzderivate ohne bilanzielle SicherungsbeziehungIm Mai 2018 haben wir unseren verbliebenen Anteil von rund 7% an der türkischen Doğan TV an die Doğan Holding zu einem Gesamtkaufpreis von € 160,0 Mio. durch Ausübung der Put-Optionen veräußert. Zur Bilanzierung der Sicherungsvereinbarungen vgl. Ziffer (6b). Aus der Bewertung dieser Put-Optionen haben wir in der Berichtsperiode bis zum Veräußerungszeitpunkt einen Ertrag von € 3,7 Mio. (Vj.: € 6,4 Mio.) im Finanzergebnis erfasst. Die Bewertung der Derivate hing neben den festvereinbarten und durch Bankgarantien gesicherten Kaufpreisen insbesondere von der Abzinsung der vereinbarten Zahlungsansprüche ab. Bei einer unterstellten Veränderung des Zinssatzes um 25 Basispunkte hätte sich der Zeitwert der Put-Optionen im Vorjahr um gegenläufig rund € 1,1 Mio. verändert. (36) Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenPersonen und Unternehmen, die den Konzern beherrschen oder durch den Konzern beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder maßgeblich beeinflusst werden, gelten als nahestehend. Der Konzern wird seit Ende November 2018 direkt von Frau Dr. h.c. Friede Springer beherrscht. Zuvor wurde die Beherrschung durch die mehrheitlich Frau Dr. h. c. Friede Springer zuzurechnende Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co bzw. deren Mutterunternehmen, die Friede Springer GmbH & Co. KG, ausgeübt. Demzufolge sind Frau Dr. h. c. Friede Springer und nahe Familienangehörige, die durch sie beherrschten, gemeinschaftlich geführten und maßgeblich beeinflussten Unternehmen sowie Unternehmen, in deren Management sie eine Schlüsselposition ausüben, nahestehend für den Axel Springer Konzern. Zudem sind die Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen des Axel Springer Konzerns als nahestehende Unternehmen definiert. Neben den aktiven Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Axel Springer SE (einschließlich deren Familienangehörigen) sowie deren mehrheitlich bzw. gemeinschaftlich geführten Beteiligungen ist auch der Planvermögen des Konzerns verwaltende Axel Springer Pensionstreuhand e.V. als nahestehend zu betrachten. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
Die Entwicklung der auf Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen gebildeten Wertberichtigungen ist nachfolgend dargestellt:
In Höhe von € 0,5 Mio. (Vj.: € 17,0 Mio.) wurden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen abgeschrieben und ausgebucht (Inanspruchnahmen). Die auf assoziierte Unternehmen entfallenden Forderungen und Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Ringier Axel Springer Schweiz AG und enthalten ausstehende Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der im Jahr 2016 erfolgten Gründung des Unternehmens. Bei den Rückstellungen handelt es sich um Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands. In den Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen sind insbesondere Verpflichtungen aus den dem Vorstand der Axel Springer SE gewährten aktienbasierten Vergütungsprogrammen in Höhe von € 14,6 Mio. (Vj.: € 41,6 Mio.) enthalten. Die Leistungen für nahestehende Personen und Unternehmen umfassten im Berichtsjahr vor allem sonstige Dienstleistungen; im Vorjahr betrafen diese zudem den Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften. Die von nahestehenden Personen und Unternehmen empfangenen Leistungen entfielen insbesondere auf die Vorstands- und Aufsichtsratstätigkeit sowie sonstige Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die festen Bezüge der Mitglieder des Vorstands der Axel Springer SE € 10,1 Mio. (Vj.: € 9,5 Mio.). Die variable Barvergütung belief sich auf € 11,3 Mio. (Vj. € 10,2 Mio.). Die Bewertung der dem Vorstand gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme führte im Berichtsjahr zu Personalaufwand in Höhe von € 1,1 Mio. und sonstigen betrieblichen Erträgen von € 11,4 Mio. (Vj.: Personalaufwand von € 35,1 Mio.; vgl. Ziffer (11)). Im Vorjahr wurde den Vorstandsmitgliedern zusätzlich eine Prämie in Höhe von insgesamt € 12,0 Mio. seitens des Aufsichtsrats zuerkannt, die Teil einer freiwilligen Sonderzahlung des globalen Wachstumsinvestors General Atlantic an Axel Springer als Anerkennung des herausragenden Erfolgs des gemeinsamen Investments in das Online-Rubrikengeschäft war und nicht zu Aufwand des Konzerns führte (vgl. Ausführungen im Lagebericht, S. 86). Aus Pensionszusagen an Vorstandsmitglieder ergab sich ein Personalaufwand von € 1,4 Mio. (Vj.: € 1,6 Mio.). Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf € 3,0 Mio. (Vj.: € 3,0 Mio.). Ende 2017 haben wir gemeinsam mit einem nahestehenden Unternehmen eines Aufsichtsratsmitglieds einen Investmentfonds für Medien-StartUps gegründet. Axel Springer hält an dem durch gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen als Gemeinschaftsunternehmen zu behandelnden Investmentfonds einen Anteil von ca. 93%. Für die Übernahme der Management-Dienstleistungen hat das nahestehende Unternehmen des Aufsichtsratsmitglieds im Berichtsjahr eine Vergütung in Höhe von USD 0,4 Mio. (€ 0,3 Mio.) (Vj.: USD 0,1 Mio. (€ 0,1 Mio.)) erhalten. Zudem haben wir im Berichtsjahr einem nahestehenden Unternehmen eines Aufsichtsratsmitglieds ein Darlehen in Höhe von € 1,5 Mio. gewährt. Damit einher geht das Recht auf Wandlung des Darlehens in Anteile an dem Unternehmen. Das Unternehmen entwickelt Konzepte für die Mobilität der Zukunft. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Axel Springer SE ist im Vergütungsbericht, der Teil des Anhangs zum Konzernabschluss ist, beschrieben. Der Vergütungsbericht ist im Kapitel "Corporate-Governance-Bericht" des Lageberichts enthalten. An ehemalige Vorstandsmitglieder und ehemalige geschäftsführende Sonderorgane sowie deren Hinterbliebene wurden € 2,5 Mio. (Vj.: € 2,5 Mio.) gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen wurden insgesamt € 31,0 Mio. (Vj.: € 31,4 Mio.) zurückgestellt. Für Transaktionen mit den das Planvermögen des Axel Springer Konzerns verwaltenden Einrichtungen vgl. die Ausführungen in Ziffer (5) sowie Ziffer (12). (37) EventualschuldenZum 31. Dezember 2018 bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von € 1,8 Mio. (Vj.: € 4,3 Mio.). (38) EventualforderungenZum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualforderungen. Im Vorjahr beliefen sich die Eventualforderungen gegen die KirchMedia GmbH & Co KGaA i. L. auf € 211,3 Mio. Die durch den Insolvenzverwalter zur Tabelle anerkannten Forderungen betrugen ursprünglich € 325,0 Mio. Das Insolvenzverfahren gegen die KirchMedia GmbH & Co. KGaA i. L. wurde im Berichtsjahr abgeschlossen, dabei wurden letztmalig € 20,4 Mio. (Vj.: € 8,1 Mio.) durch Zahlung ausgeglichen. (39) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich wie folgt zusammen:
In Berlin erfolgt derzeit die Errichtung des Axel-Springer-Neubaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum derzeitigen Verlagsgebäude. Ab 2020 sollen auf rund 52.000 m 2 bis zu 3.500 Mitarbeiter arbeiten. Das Bauvolumen wird insgesamt rund € 310 Mio. betragen. Die bis zum Berichtsjahr bereits erfolgten Investitionen beliefen sich auf rund € 166 Mio. (Vj.: rund € 90 Mio.). Das Bestellobligo für Sachanlagen resultiert nahezu ausschließlich aus diesem Neubauprojekt. Die künftigen Zahlungen aus Leasingverhältnissen beinhalten Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen (€ 0,9 Mio.), Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (€ 1,1 Mio.) sowie aus Verträgen, die bereits abgeschlossen wurden, jedoch mit Laufzeitbeginn nach dem Bilanzstichtag (€ 239,7 Mio.). Hierzu gehört die künftige finanzielle Verpflichtung in Höhe von € 223,4 Mio. für die Rückanmietung des Neubaus nach Fertigstellung (vgl. Ziffer (5)). Alle anderen Leasingverhältnisse werden gemäß IFRS 16 als Verbindlichkeit bilanziert, vgl. hierzu Ziffer (16). Im Vorjahr gab es nahezu ausschließlich Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, deren künftige Mindestleasingzahlungen sich wie folgt gliederten:
Aufgrund von Verlängerungsoptionen, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt wurden, ergeben sich potentielle künftige Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von € 40,8 Mio. Diese betreffen insbesondere Verlängerungsoptionen von bis zu zehn Jahren für Teilflächen der angemieteten Axel-Springer-Passage in Berlin. Es ist aktuell nicht hinreichend sicher, dass diese Optionen ausgeübt werden. Aus diesem Grunde erfolgte keine Berücksichtigung in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten. Bei Ausübung sämtlicher Optionen im Zusammenhang mit der Axel-Springer-Passage würde es zu einem Mittelabfluss von rund € 20 Mio. kommen. Die langfristigen Abnahmeverpflichtungen resultierten im Wesentlichen aus Verträgen für TV-Produktionen. (40) Erklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexDie Axel Springer SE hat den Aktionären die von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG auf den Internetseiten der Gesellschaft unter www.axelspringer.de - Investor Relations - Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist ebenfalls im Kapitel "Corporate-Governance-Bericht" des Geschäftsberichts abgedruckt. (41) Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz
1) Keine Vollkonsolidierung aufgrund
untergeordneter Bedeutung (Relation Jahresergebnis und
Bilanzsumme der Gesellschaft zu Jahresergebnis bzw.
Bilanzsumme des Konzerns).
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, den 21. Februar 2019 Axel Springer SE Dr. Mathias Döpfner Jan Bayer Dr. Stephanie Caspar Dr. Julian Deutz Dr. Andreas Wiele Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Axel Springer SEVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und-Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Axel Springer SE (im Folgenden "Konzernlagebericht") vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: [1] Wertminderungstest für Geschäfts- oder FirmenwerteGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt Im Konzernabschluss der Axel Springer SE werden unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 2.325 Mio. ausgewiesen, die rund 36 % der Bilanzsumme und rund 81 % des bilanziellen Eigenkapitals des Konzerns entsprechen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich zum 30. November von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße davon abhängig, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einschätzen und die jeweils verwendeten Diskontierungszinssätze ableiten. Vor dem Hintergrund der Wesentlichkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Verhältnis sowohl zur Bilanzsumme als auch zum Eigenkapital, der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume ist der Wertminderungstest für Geschäfts- oder Firmenwerte ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Prüferisches Vorgehen Im Rahmen unserer Prüfung haben wir den von den gesetzlichen Vertretern der Axel Springer SE implementierten Prozess sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben zur Ermittlung der erzielbaren Beträge von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von solchen Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, auf mögliche Fehlerrisiken analysiert. Wir haben gewürdigt, dass das Vorgehen der gesetzlichen Vertreter der Axel Springer SE im Einklang mit IAS 36 steht. Wir haben die Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und den aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. In die Analyse haben wir auch die im Geschäftsjahr realisierte und zukünftig prognostizierte Marktentwicklung vergleichbarer Unternehmen einbezogen. Die wesentlichen Annahmen der Unternehmensplanungen zu Wachstum und Geschäftsverlauf haben wir nachvollzogen, indem wir diese mit den gesetzlichen Vertretern der Axel Springer SE ausführlich diskutiert haben. Auf diesen Grundlagen haben wir deren Angemessenheit beurteilt. Die Bestimmung und Zuordnung der gemeinschaftlichen Vermögenswerte wurde mit den gesetzlichen Vertretern diskutiert. Die Angemessenheit der sonstigen wesentlichen Bewertungsannahmen, wie beispielsweise des Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate, wurden mit Unterstützung von unseren internen Bewertungsspezialisten auf Basis einer Analyse von Marktindikatoren untersucht. Wir haben die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter im Hinblick auf die sachgerechte Ableitung analysiert und die Berechnung unter Beachtung der dafür vorliegenden Anforderungen des IAS 36 nachvollzogen. Durch Sensitivitätsanalysen haben wir Wertminderungsrisiken bei Änderungen von wesentlichen Bewertungsannahmen eingeschätzt. Ferner haben wir die rechnerische Richtigkeit der Bewertungsmodelle unter Beachtung der Anforderungen nach IAS 36 nachvollzogen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte keine Einwendungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben Zu den bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang im Abschnitt (3) "Erläuterung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" zu den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte unter Kapitel (e). Für die damit in Zusammenhang stehenden Angaben zu Ermessensausübungen der gesetzlichen Vertreter und zu Quellen von Schätzungsunsicherheit sowie zu den Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" unter Textziffer (4) "Immaterielle Vermögenswerte". Dort sind auch Angaben zu Sensitivitäten enthalten. [2] UmsatzrealisierungGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt Im Geschäftsjahr 2018 hat der Axel Springer-Konzern Umsatzerlöse von insgesamt EUR 3.181 Mio. aus im Wesentlichen Vertriebs- und Werbeleistungen realisiert. Die Vertriebserlöse stammen aus dem Verkauf der Zeitungen und Zeitschriften ("Printmedien") sowie dem Verkauf digitaler Abonnements. Die Werbeerlöse resultieren aus der Vermarktung von Anzeigen und Werbeflächen in Online- und Printmedien. Von den Umsatzerlösen stammen EUR 1.407 Mio. aus dem Ausland, was einem Anteil von 44 % entspricht. Die gesetzlichen Vertreter der Axel Springer SE haben für die Realisierung von Umsatzerlösen detaillierte Bilanzierungsanweisungen erlassen und Prozesse für die Umsatzrealisierung implementiert. Durch die große Anzahl unterschiedlicher vertraglicher Vereinbarungen für die unterschiedlichen Leistungen in den verschiedenen Segmenten und Ländern im Konzernabschluss der Axel Springer SE erachten wir die Umsatzrealisierung als komplex. Vor dem Hintergrund der materiellen Bedeutung und der Komplexität der Umsatzrealisierungssachverhalte, erachten wir die Umsatzrealisierung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt. Prüferisches Vorgehen Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Konzernabschluss der Axel Springer SE angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Umsatzerlösen anhand des in dem neuen Standard zur Umsatzrealisierung IFRS 15 definierten fünfstufigen Verfahrens gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir bei der Würdigung besonderes Augenmerk auf Verträge gelegt, für die wir in Anbetracht des Geschäftsmodells der Gesellschaft Auswirkungen durch die Einführung des neuen Standards erwartet haben. Ferner haben wir die von den gesetzlichen Vertretern der Axel Springer SE implementierten Prozesse für die Realisierung der Umsatzerlöse, insbesondere unter Beachtung einer angemessenen Berücksichtigung von Rückgaberechten und weiteren Erlösschmälerungen, nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die wesentlichen Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 unter anderem daraufhin analysiert, ob eine Korrelation mit den dazugehörigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit Zahlungseingängen besteht. Ferner haben wir die Umsatzrealisierung anhand der vertraglichen Vereinbarungen stichprobenhaft im Hinblick auf die Anforderungen des IFRS 15 an die Umsatzrealisierung nachvollzogen. Wir haben die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 im Hinblick auf die Periodenabgrenzung in Stichproben durch Einzelfallprüfungen zu Umsatztransaktionen vor dem Bilanzstichtag geprüft. Darüber hinaus haben wir in Stichproben Saldenbestätigungen von Kunden eingeholt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Vertriebs- und Werbeleistungen keine Einwendungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben Die Angaben bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen von Umsatzerlösen sind im Konzernanhang in Abschnitt (3) "Erläuterung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter dem Kapitel (b) "Erlösrealisierung" enthalten. Zu den Änderungen aus der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" verweisen wir auf Abschnitt (3) Kapitel (o) "Neue Rechnungslegungsvorschriften". Die Ausführungen zur Zusammensetzung der Umsatzerlöse finden sich im Konzernanhang in Abschnitt (17) "Umsatzerlöse". Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des Lageberichts, ferner die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere die Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB, den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG sowie die Abschnitte die "Konzern-Kennzahlen", das "Vorwort", der "Vorstand" sowie "Die Axel-Springer Aktie". Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 18. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. April 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2007 als Abschlussprüfer der Axel Springer SE tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht: Due Dilligence Leistungen, Freiwillige Abschlussprüfungsleistungen, Prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses, Prüfung des Systems zur Einhaltung der Anforderungen aus § 32 Abs. 1 WpHG, Prüfung von Abschlüssen, die nach Rechnungslegungsgrundsätzen für einen speziellen Zweck aufgestellt wurden nach IDW PS 480 sowie Prüfungen des internen Kontrollsystems bei Dienstleistungsunternehmen nach IDW PS 951. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Nathalie Mielke. Anlage zum Bestätigungsvermerk: Nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Konzernlageberichts Folgende Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:
Berlin, den 22. Februar 2019 Ernst
& Young GmbH
Mielke, Wirtschaftsprüferin Ludwig, Wirtschaftsprüfer OrganeAufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
VorstandDer Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Finanzkalender7. März 2019Geschäftsbericht 2018 Bilanzpressekonferenz, Investoren- und Analystentelefonkonferenz, Audio-Webcast 17. April 2019Hauptversammlung Video-Webcast der Rede des Vorstandsvorsitzenden 7. Mai 2019Quartalsmitteilung zum 31. März 2019 Telefonkonferenz, Audio-Webcast 14. August 2019Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019 Telefonkonferenz, Audio-Webcast 6. November 2019Quartalsmitteilung zum 30. September 2019 Telefonkonferenz, Audio-Webcast ImpressumAnschriftAxel Springer SE Axel-Springer-Straße 65 10888 Berlin Tel: +49 30 2591-0 Investor Relationsir@axelspringer.de Tel: +49 30 2591-77421/-77425 Fax: +49 30 2591-77422 Unternehmenskommunikationinformation@axelspringer.de Tel: +49 30 2591-77600 Fax: +49 30 2591-77603 Konzeption und GestaltungAxel Springer SE, Unternehmenskommunikation FotosMax Threlfall / Sergio Rinaldi Der Geschäftsbericht sowie aktuelle Informationen über Axel Springer sind im Internet abrufbar: www.axelspringer.de |
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