Rubin Goldschmuck GmbH

Neue Mitte 3, 35415 Pohlheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 1859
Vorher
Rubin Goldschmuck Groß- und Einzelhandelsgesellschaft mbH
Eingetragen
4.10.1990
Branche
Großhandel mit Uhren und SchmuckEinzelhandel mit Uhren und SchmuckTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Der Handel mit Silber- und Goldschmuck, Silber- und Goldgegenständen, Uhren, Perlen und Edelsteinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nail Celik
seit 23.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Pohlheim
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rubin Goldschmuck GmbH

Pohlheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim

I. Geschäftsmodell der Rubin Goldschmuck GmbH

Die Rubin Goldschmuck GmbH mit Sitz in Pohlheim erzielt ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von hochwertigen Trauringen und Diamantschmuck an Schmuckhändler im In- und Ausland. Dem Diamanten und weiteren Veredlungsmöglichkeiten eines Ringes kommt dabei weithin eine hohe Bedeutung zu. Neben dem inländischen Markt spielt auch das europäische Ausland eine wichtige Rolle als Absatzregion. Die Entwicklung der Preise für die Produkte des Unternehmens ist weniger von der Inflationsrate als vom Kurs der Edelmetalle Gold, Platin und Palladium geprägt. Die Kurse unterliegen regelmäßigen Schwankungen und werden von der Gesellschaft täglich beobachtet.

Aufgrund der Abhängigkeit von Modetrends und den wechselnden Wünschen der Kunden hinsichtlich der Kombination von verschiedenen Edelmetallen und Edelsteinen bei Trauringen ist ein permanenter Entwicklungsprozess unabdingbar. Das breite Spektrum an angebotenen Trauringvarianten wurde vor diesem Hintergrund auch im Berichtsjahr kontinuierlich ausgebaut. Hier beobachtet die Gesellschaft den Markt genau und entwickelt ständig neue Designs, um die Marktpräzens zu erhöhen. Gleichzeitig werden erfolgreich neue Produkte eingeführt. Auf die individuelle Gestaltung der Ringe über die Computerplattform des Trauringkonfigurators legt der Kunde zunehmend Wert, Standardprodukte verlieren an Bedeutung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) gab bekannt, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 angesichts des nach wie vor krisengeprägten Umfelds ins Stocken geraten sei. Trotz jüngster Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsebenen hoch und belasteten die Konjunktur. Zudem verschlechterten steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland die Finanzierungsbedingungen. Infolgedessen konnte die deutsche Wirtschaft ihre Erholung vom drastischen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht fortsetzen. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie, lag das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher. 1)

Prägend für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist die Anzahl der Eheschließungen. Sie betrug in Deutschland im Jahr 2023 360.979 und lag damit knapp um 30.000 Eheschließungen (7,7 %) unter dem Vorjahresniveau. Somit erreichte die Zahl der Eheschließungen den zweitniedrigsten Wert seit 1950. 2)

1) Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung v. 15.01.2024, Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

2) Statistisches Bundesamt (Destatis), Ehen im Wandel, https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer- Wandel/_inhalt.html 120344

2. Geschäftsverlauf und Lage

2.1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Das Rohergebnis ist im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund gesunkener Nachfrage um TEUR 600 zurückgegangen.

Im gleichen Zeitraum verringerte sich der Jahresüberschuss um TEUR 665. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf das gesunkene Rohergebnis zurückzuführen.

Insgesamt wurden damit die vorsichtigen Erwartungen für das Berichtsjahr erfüllt. Vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr zufrieden.

2.2 Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

01.11.2022-31.10.2023 01.11.2021-31.10.2022
TEUR % (vom Rohergebnis) TEUR % (vom Rohergebnis)
Rohergebnis 10.787 100,0 11.387 100,0
Personalaufwand -2.335 -21,7 -2.035 -17,9
Abschreibungen -220 -2,0 -188 -1,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.620 -24,3 -2.521 -22,1
Betriebsergebnis 5.612 52,0 6.643 58,3
Zinsergebnis 124 1,2 26 0,2
Steuern vom Ertrag -1.599 -14,8 -1.868 -16,4
Ergebnis nach Steuern 4.137 38,4 4.801 42,1
Sonstige Steuern -6 -0,1 -5 0,0
Jahresüberschuss 4.131 38,3 4.796 42,1

2.3 Vermögenslage

Die Darstellung der Vermögens- und Kapitalstruktur ergibt sich aus der folgenden Übersicht und den aufgeführten Kennzahlen:

31.10.2023 31.10.2022
TEUR % TEUR %
Vermögen
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 4.449 11,2 3.975 10,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 20.271 51,1 21.036 57,9
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten
- Restlaufzeit weniger als ein Jahr 6.925 17,4 6.525 18,0
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.043 20,3 4.774 13,2
35.239 88,8 32.335 89,1
Vermögen insgesamt 39.688 100,0 36.310 100,0
Finanzierungsmittel TEUR % TEUR %
Eigenmittel 37.855 95,4 34.411 94,8
Langfristige Fremdmittel 278 0,7 267 0,7
Kurzfristige Fremdmittel 1.555 3,9 1.632 4,5
Finanzierungsmittel insgesamt 39.688 100,0 36.310 100,0

Die langfristigen Fremdmittel betreffen die Pensionsrückstellung und die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Die Gesellschaft hat durch ihre langandauernde Zusammenarbeit mit führenden Goldscheideanstalten sichergestellt, dass jederzeit in ausreichendem Maße Rohstoffe, insbesondere sämtliche Edelmetalle, die zur Herstellung von Trauringen benötigt werden, verfügbar sind. Auch im Bereich der Lieferung von Diamanten ist dies durch entsprechende Lieferbeziehungen gewährleistet.

Die Eigenmittel sind im Vorjahresvergleich stark gestiegen.

Die langfristigen Fremdmittel betreffen die Pensionsrückstellung und die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Der Rückgang der kurzfristigen Fremdmittel ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 334. Gegenläufig haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 147 und die Steuerrückstellungen um TEUR 126 erhöht.

2.4. Finanzlage

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt zahlungsfähig. Liquiditätsengpässe sind nicht erkennbar.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Rohergebnis und Jahresüberschuss heran:

2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Rohergebnis 10.787 11.387
Jahresüberschuss 4.131 4.796

4. Personal

Weiterhin ist die Gesellschaft an der Gewinnung von Fachkräften interessiert und bildet deshalb aus. Die Anzahl der Mitarbeiter blieb im Berichtsjahr stabil.

5. Investitionen

Es wird auf die Darstellung im Anlagenspiegel verwiesen.

III. Chancen- und Risikobericht

Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in ihrer konsequenten Kundenorientierung und der hohen Flexibilität bei der Herstellung der Trauringe sowohl im Hinblick auf die Materialien und Gestaltungsvarianten als auch im Hinblick auf die Lieferfähigkeit. Das Abstellen auf Nachhaltigkeitsgesichtspunkte sowohl im Bereich des Umgangs mit Ressourcen als auch unter Compliance-Aspekten steht für eine konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens. Besonderer Wert wird dabei auf die Herkunft der Rohstoffe und die Einhaltung grundlegender Standards im Geschäftsverkehr mit Kunden gelegt. Diese Maßnahmen sichern mittel- und langfristig den Marktzugang.

Der im Februar 2022 begonnene und aktuell noch immer laufende Angriff der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine sowie der aktuell sich weiterhin verschärfende Nah-Ost-Konflikt stellt die Weltwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Störungen in den Lieferketten mit grundsätzlichen Anstiegen der Materialpreise (Edelmetalle und Edelsteine) sowie drastisch gestiegene Logistik- und Energiekosten sind Folgen der Konflikte. Die wesentlichen Risiken für die Gesellschaft liegen im Bereich schwankender Rohstoffpreise sowie verknappter Rohstoffe und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Verkaufspreis der Produkte. Hier gilt es, dem Kunden auch bei hohen Rohstoffpreisen noch attraktive Angebote, etwa durch Legierungen, machen zu können. Zudem wird durch eine vorrausschauende Rohstoffbeschaffung für eine weitere Verknappung vorgesorgt.

Eine sinkende Anzahl der Eheschließungen stellt ein weiteres Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Nach vorläufigen Erhebungen befindet sich die Anzahl der Eheschließungen in den ersten vier Monaten des Jahres 2024 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. 3)

Durch ein enges Forderungs- und Liquiditätsmanagement werden seitens der Geschäftsführung in diesem Bereich keine erhöhten Risiken gesehen.

Insgesamt sieht sich die Gesellschaft für die Zukunft gut aufgestellt. Es sind keine Risiken erkennbar die einzeln oder in Summe die Fortführung der Gesellschaft gefährden würden.

3) Statista GmbH, Hamburg, Monatliche Eheschließungen in Deutschland bis April 2024, Veröffentlichung v. 18.09.2024, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/269662/umfrage/anzahl-der-eheschliessungen-in-deutschland-nach-monaten/

IV. Prognosebericht

Die Geschäftsführung geht auf der Grundlage der Einschätzung von Chancen und Risiken insgesamt von krisen- und kriegsbedingt steigenden Rohstoffpreisen, die sich auch in höheren Herstellungskosten und Einkaufspreisen widerspiegeln, sowie von stagnierenden Eheschließungen aus. Durch Preisanpassungen wird versucht diesen Effekten entgegenzuwirken. Aufgrund dieser Einflüsse ist für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem stabilen bis leicht zum Vorjahr steigenden Rohergebnis und einem leicht über Vorjahr liegenden Jahresüberschuss zu rechnen.

 

Pohlheim, 31. Oktober 2024

gez. Nail Celik, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Oktober 2023

der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim

AKTIVA

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.449.181,15 3.975.452,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,50 1,50
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,50 1,50
II. Sachanlagen 4.449.179,65 3.975.451,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.500.163,00 3.610.976,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 949.016,65 214.475,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 150.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 35.222.704,57 32.323.303,01
I. Vorräte 20.271.049,31 21.036.381,23
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.123.553,23 10.363.772,42
2. Waren 12.147.496,08 10.672.608,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.908.265,93 6.512.606,26
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.844.279,37 1.287.877,80
2. Sonstige Vermögensgegenstände 5.063.986,56 5.224.728,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.043.389,33 4.774.315,52
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.209,00 10.805,00
39.688.094,72 36.309.560,51

PASSIVA

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 37.855.217,39 34.410.526,67
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 33.698.618,43 29.588.804,62
III. Jahresüberschuss 4.130.598,96 4.795.722,05
B. RÜCKSTELLUNGEN 503.846,00 382.823,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 257.367,00 245.723,00
2. Steuerrückstellungen 125.979,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 120.500,00 137.100,00
C. VERBINDLICHKEITEN 1.329.031,33 1.516.210,84
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 574.077,79 907.897,09
2. Sonstige Verbindlichkeiten 754.953,54 608.313,75
- davon aus Steuern: EUR 329.875,62 (i. V. EUR 44.896,15)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (i. V. EUR 514,38)
39.688.094,72 36.309.560,51

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023

der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim

2022/2023
EUR
2021/2022
EUR
1. Rohergebnis 10.787.488,17 11.387.488,47
2. Personalaufwand 2.334.900,93 2.035.617,24
a) Löhne und Gehälter 1.947.872,67 1.712.081,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 387.028,26 323.536,07
- davon für Altersversorgung: EUR 11.974,96 (i. V. EUR 20.528,96)
3. Abschreibungen auf Sachanlagen 220.777,66 188.531,65
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.620.517,62 2.520.843,03
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127.322,98 29.252,40
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.219,00 2.953,56
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.598.592,52 1.867.681,54
8. Ergebnis nach Steuern 4.136.803,42 4.801.113,85
9. Sonstige Steuern 6.204,46 5.391,80
10. Jahresüberschuss 4.130.598,96 4.795.722,05

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim

A. Rechnungslegungsgrundsätze

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter HRB 1859 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Pohlheim. Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Rubin Goldschmuck GmbH.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss der Rubin GmbH zum 31. Oktober 2023 wurde auf den Grundlagen der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanz zum 31. Oktober 2023 wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023 erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs die größenabhängigen Erleichterungen des HGB in Anspruch.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 25 Jahren.

Zugänge geringwertiger Anlagegüter bis jeweils EUR 800,00 werden im Berichtsjahr in voller Höhe im Monat des Zugangs abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 0,0 % bei den Entgelten und 0,0 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuation von 0,0 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,82 %.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Oktober 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 5 (Unterschiedsbetrag).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichem Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die sonstigen Vermögensgenstände weisen in Höhe von TEUR 4.000 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter aus gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 150 enthalten.

3. Eigenkapital

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

4. Pensionsrückstellungen

Von den Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 338 wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 81 abgesetzt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Rückständiger Urlaub 58
Jahresabschlusskosten 42
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 21
121

6. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand zum 31.10.2023
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 574 574 0 0
(im Vorjahr) (908) (908) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 755 755 0 0
(im Vorjahr) (608) (608) (0) (0)
Summe 1.329 1.329 0 0
(im Vorjahr) (1.516) (1.516) (0) (0)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 3 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 6 wurde saldiert mit Zinsertrag aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 3.

C. Sonstige Angaben

1. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 51 Arbeitnehmer, darunter zwei leitende Angestellte. Daneben werden zwei Auszubildende beschäftigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 19.

3. Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Nail Celik, Kaufmann, Pohlheim.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.130.598,96 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Pohlheim, 31. Oktober 2024

gez. Nail Celik, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.11.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.10.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.075,00 0,00 0,00 0,00 54.075,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.730.972,37 0,00 0,00 0,00 3.730.972,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 891.449,51 844.506,31 4.668,76 0,00 1.731.287,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00 0,00
4.772.421,88 844.506,31 4.668,76 150.000,00 5.462.259,43
4.826.496,88 844.506,31 4.668,76 150.000,00 5.516.334,43
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.11.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.10.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.073,50 0,00 0,00 54.073,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.996,37 110.813,00 0,00 230.809,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 676.974,51 109.964,66 4.668,76 782.270,41
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
796.970,88 220.777,66 4.668,76 1.013.079,78
851.044,38 220.777,66 4.668,76 1.067.153,28
Buchwerte
Stand am 31.10.2023
EUR
Stand am 31.10.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,50 1,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.500.163,00 3.610.976,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 949.016,65 214.475,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 150.000,00
4.449.179,65 3.975.451,00
4.449.181,15 3.975.452,50

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rubin Goldschmuck GmbH, Pohlheim, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werten und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 31. Oktober 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Uwe Harr, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Schneider, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 wurden in der Gesellschafterversammlung am 31. Oktober 2024 festgestellt und genehmigt.

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