FONTIS Advisory Office GmbH
Löffelstraße 4, 70597 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Jochen Specht seit 29.9.2023 | Prokura |
Markus Wolf seit 3.8.2022 | Prokura |
Thomas Becker seit 26.11.2014 | Geschäftsführer |
Harald Braun seit 22.1.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 45.00% | |
| 5.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FONTIS Advisory Office GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024
Anhang zum Geschäftsjahr 2024A. Allgemeines Die Gesellschaft führt die Firma FONTIS Advisory Office GmbH mit Sitz in Stuttgart und wird beim Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der HRB 742815 geführt. Gemäß §§ 340 Abs. 4a i.V.m. 340a Abs. 1 HGB ergibt sich für die FONTIS Advisory Office GmbH, als kleines und nicht verflochtenes Institut i.S.v. Art 12 IFR i.V.m. § 2 Abs. 16 WplG, die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2024. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenständen und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die für Kreditinstitute bzw. Wertpapierinstitute geltenden besonderen Bewertungsvorschriften (§§ 340a ff. HGB) beachtet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden nicht angewandt. Im Einzelnen werden folgende Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden angewendet: Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden, der Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Rückstellungen werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Bankguthaben i.H.v. T€ 808 (Vorjahr T€ 688). Die Restlaufzeit der Kundenforderungen i.H.v. T€ 151 (Vorjahr T€ 110) ist kleiner als drei Monate. Die Forderungen gegenüber Kunden betreffen im Wesentlichen Provisionsabrechnungen für das IV. Quartal 2024. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 2 (Vorjahr T € 8) und enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen sowie einer Lohn- und Gehaltsrückforderung, welche aus einer Gehaltsüberzahlung resultiert. Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus einer abgegrenzten Versicherung. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuerberatungsleistungen i.H.v. T€ 4 (Vorjahr € 47 inkl. Rechts- und Beratungsleistungen) sowie Steuerverbindlichkeiten aus Lohnsteuer i.H.v. T€ 7 (Vorjahr T€ 8). Zudem sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. T€ 10 (Vorjahr T€ 11) ausgewiesen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Steuerrückstellungen betreffen die laufenden Ertragssteuern der Berichtsperiode. Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für die Verpflichtung zur Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, zur Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen, der Verpflichtungen im Personalbereich sowie für die Prüfung gem. § 9 Abs. 1 S. 1 AnlEntG gebildet. D. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Formblatt 3 (Staffelform) zur RechKredV verwendet. Die Provisionserträge in Höhe von T€ 1.580 (Vorjahr T€ 1.363) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Anlageberatung gegenüber professionellen Kunden in Form des „Fondsadvisory“, Finanzportfolioverwaltung gegenüber Privatkunden und professionellen Kunden sowie Portfolioverwaltung (Fondsmanagement). In den anderen Verwaltungsaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Mietkosten für bewegliche und unbewegliche Wirtschaftsgüter i.H.v. T€ 86 (Vorjahr T€ 73), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten i.H.v. T€ 65 (Vorjahr T€ 70) und Versicherungsbeiträge i.H.v. T€ 35 (Vorjahr T€ 27) ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 3 Mitarbeiter (exkl. Geschäftsführer) beschäftigt. Die Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 waren:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Thomas Becker und Herr Harald Braun sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Rücksicht auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus einem Mietverhältnis mit T€ 86 (Vorjahr T€ 86) gegenüber der Gesellschafterin. Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgen im Berichtsjahr zu marktüblichen Konditionen. Das im Geschäftsjahr als für Abschlussprüfungsleistungen erfasste Honorar beträgt T€ 11,9 netto, das für sonstige Prüfungen T€ 11,5 netto (Prüfung gem. § 89 WpHG). Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, € 55.495,52 auf neue Rechnung vorzutragen und € 540.000,00 an die Gesellschafterin, die FONTIS Family Office GmbH, auszuschütten.
Stuttgart, den 25. Februar 2025 gez. Thomas Becker, Geschäftsführer gez. Harald Braun, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024I. Geschäftsmodell Die FONTIS Advisory Office GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der FONTIS Family Office GmbH. Die Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen vorrangig Vertragspartnern und Mandanten der Konzernmutter an. Ein Außenauftritt in Form von Marketing oder Vertriebsaktivitäten an das breite Publikum findet nicht statt. Die publizierte Website dient lediglich der Erfüllung der gesetzlichen Offenlegungsanforderungen. Die Gesellschaft konzentriert sich vorwiegend auf die individuelle Vermögensverwaltung für ausgewählte Privatkunden mit der Anlage in Wertpapieren. Das Unternehmen ist unabhängig und inhabergeführt und daher frei in der Analyse und Selektion der Wertpapiere. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft als weiteres Kerngeschäft die Beratung von Fonds im Rahmen des „Fonds-Advisory“ für institutionelle Anleger und agiert im Rahmen der Portfolioverwaltung in einzelnen Fonds auch als Fondsmanager. Der Gesellschaft wurde von der BaFin am 01.11.2019 die Erlaubnis für folgende Finanzdienstleistungen erteilt:
II. Wirtschaftsbericht i) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2024 war erneut geprägt von einer dynamisch positiven, jedoch auch volatilen Entwicklung an den Kapitalmärkten: Während die weltweiten Rentenmärkte über das gesamte Berichtsjahr eine überwiegend starke Performance zeigten, stiegen die globalen Aktienmärkte ebenso mit deutlichen Zugewinnen auf teilweise zwischenzeitlich neue Rekordhochs. Die US-Notenbank (Fed) hielt zum Ende 2023 ihre Zinsen stabil, während sie die wirtschaftlichen Bedingungen und die Inflation genau beobachtete. Zudem wurden die US-Märkte von den anstehenden Präsidentschaftswahlen geprägt. Zum April 2024 wurde darüber hinaus von der Fed zum ersten Mal bekannt gegeben, dass in absehbarer Zeit Zinssenkungen möglich zu sein scheinen. US-Aktien erreichten neue Höchststände, Anleihen blieben stabil. Zur Mitte des Jahres 2024 kursierten in den USA überwiegend positive Nachrichten bezüglich den Arbeitsmarktzahlen, Inflation und Wirtschaftswachstum. Im September 2024 konnte letztendlich eine unerwartet starke Zinssenkung der Fed beobachtet werden. Die EZB hatte kurz vorher ebenso die Zinsen gesenkt. Aktien erreichten weiterhin neue Höchststände während die Renditen bei Anleihen leicht nachgeben mussten. In Europa führte Ende 2023 die Inflation zu politischen Spannungen und die politische Auseinandersetzung in der Ukraine sowie die geopolitische Lage im Nahen Osten brachte zusätzliche Unsicherheit in die Märkte. Zum Beginn des Jahres 2024 drehte sich die Lage und es war eine Trendrally im DAX zu verzeichnen, während die Renditen von Staatsanleihen stabil blieben. Besser als erwartete Inflationsdaten sowie ein solides Wirtschaftswachstum trugen maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Ein angespannterer Arbeitsmarkt, z.B. in Großbritannien, führte zu einem anhaltend hohen Lohnwachstum, auch zu Beginn des Jahres 2024. Dies zwang die Bank of England dazu, das Tempo künftiger Zinssenkungen etwas vorsichtiger zu beurteilen. Dagegen positiv zu beurteilen war das BIP-Wachstum im dritten Quartal 2024. Der deutsche Leitindex DAX startete im Januar 2024 bei 16.769,36 Punkten und konnte die positive Entwicklung aus den vergangenen Dezemberwochen zu Beginn des Kalenderjahres 2024 fortführen. Das Geschäftsjahr beendete der Index mit 19.909,14 Punkten. Dies bedeutet für das Geschäftsjahr ein Plus von 18,7%. Die Performance in den USA war im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls klar positiv. Zum Ende des Geschäftsjahres liegt der Dow-Jones bei 42.544,22 Punkten, was ein Zugewinn von 12,8% (in USD) bedeutet. Zum Berichtsstart im Januar 2024 lagen die von der Fed vorgegebenen Zinsen in einer Bandbreite von 5,25% bis 5,50%. Zum Ende des Berichtszeitraums im Dezember 2024 sanken die Zinsen in drei Schritten auf 4,25% bis 4,50%, während die Inflationsraten wieder leicht ansteigen und sich zum Ende des Berichtszeitraums bei 2,9% einpendeln. Für die Anleihenmärkte sah das Geschäftsjahr deutlich positiver aus als im Vorjahr: Getrieben von einer sich stabilisierenden Kerninflation in Richtung von 3,3% in den USA als auch in Europa zum Ende des Berichtszeitraumes sowie die Erwartung von weiter fallenden Zinsen, konnten sich die Anleihenmärkte ebenso stabilisieren. Der Wechselkurs zwischen EUR und USD zeigte sich im Berichtsjahr wieder stabiler als im Jahr zuvor und bewegte sich zwischen 1,03 und 1,11 USD/EUR. Nach einem rasanten Anstieg des Dollarkurses und damit einer Entwertung des Dollars zum Ende des Jahres 2023 hin, fiel der Kurs bis Mitte April 2024 nahezu stetig und stabilisierte somit den Dollar. Dies lag an den nach hinten verschobenen Zinssenkungen in den USA sowie dem schlechter als erwartet ausgefallenem Wirtschaftswachstum. Im April wendete sich dieser Trend kurzzeitig ins Positive. Darauffolgend war bis zum Ende des dritten Quartals eine erneute Entwertung des Dollar zu sehen. Erst mit der unerwarteten Zinssenkung im September dieses Jahres ging es für den Dollar wieder in eine positive Richtung. Ende Dezember notiert der Wechselkurs bei 1,0354 USD/EUR, was im Gegensatz zum Kurs zu Beginn des Berichtsjahres 1,1044 USD/ EUR einem deutlich stärkeren Dollar entspricht. Zu Beginn des Geschäftsjahres stieg der Ölpreis zwischenzeitlich auf über 85 Dollar im April 2024. Danach ging der Wert mit einigen Schwankungen wieder dem negativen Trend aus dem Vorjahr nach. Zum Jahresende konnte sich der Ölpreis (WTI) stabilisieren. Ende Dezember liegt der Ölpreis (WTI) bei 70,74 USD und somit nahezu unverändert zum Kurs beim Geschäftsjahresstart von 70,48 USD. ii) Geschäftsverlauf, Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage Das Geschäftsjahr schließt die Gesellschaft mit einem deutlichen Jahresüberschuss ab. In einem positiven Kapitalmarktumfeld erhöhte sich sich das verwaltete Anlagevolumen um ca. 24%. Dies resultierte aus Kurssteigerungen und Mittelzuflüssen und Neumandaten. Die Provisionserträge stiegen um ca. 16% bzw. 217,3 TEUR. Die Ergebnisbeiträge stammen überwiegend aus Honoraren für die Fondsberatung (Fondsmanagement und Fonds Advisory) und zu einem geringen Teil aus der Finanzportfolioverwaltung, der jedoch stetig wächst. Der Ertragszuwachs resultiert aus organischem Wachstum. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 11 TEUR. Geschäftsvorfälle, die nicht regelmäßig auftreten und das Ergebnis maßgeblich beeinflusst hätten, gab es nicht. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen waren um ca. 1,7% rückläufig. Dies resultiert im Wesentlichen auf eingesparten Personalkosten auf Grund einer Vakanz, welche jedoch im Laufe des Jahres 2025 besetzt werden soll. Durch die unbesetzte Stelle waren die Personalkosten um ca. 4,7% niedriger. Insgesamt stiegen die anderen Verwaltungsaufwendungen um 7,6%. Die Personalaufwendungen bewegten sich auf Planungsniveau, die weiteren Aufwendungen lagen inflationsbedingt über Geschäftsplan, die Gesamterträge übertrafen die Planung spürbar. Ergänzend zur Entwicklung der Ertragslage, nehmen wir nachstehend zur Vermögenslage Stellung. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme zum Ende des Berichtsjahres beträgt 83,0% und hat sich per Saldo gegenüber dem Vorjahr (78,5%) erhöht. Darüber hinaus besteht die Passiva aus den sonstigen Verbindlichkeiten (22,3 TEUR) und den Rückstellungen (143,8 TEUR). Die Forderungen an Kreditinstitute betragen insgesamt 82,2% der Bilanzsumme. Darüber hinaus bestehen die Aktiva aus den Forderungen an Kunden (151,6 TEUR). Zusammenfassend war das Jahr 2024 für unser Unternehmen ein gutes Jahr mit Zuwächsen bei den Honorarerträgen. Das Anlagevolumen konnte auf Grund diverser neuer Mandate gesteigert werden. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist weiterhin gut. Bankverbindlichkeiten bestehen keine, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung werden komfortabel erfüllt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf ca. 534 TEUR. III. Chancen und Risikobericht i) Wesentliche Chancen und Risiken Die Vermögensverwaltung an den Kapitalmärkten ist immer Marktrisiken ausgesetzt, was je nach Vermögensklasse zu erheblichen Schwankungen der Ergebnisse führen kann. Der seit 2022 in Gang gesetzte Zinserhöhungszyklus der Notenbanken endete im Jahr 2024 und es kam zu ersten Zinssenkungen. Die nachlassende Inflationsdynamik und die robuste wirtschaftliche Entwicklung in den USA sorgten für steigende Kurse an den Kapitalmärkten. Die Ende des Jahres anstehende US Wahl brachte mit dem Sieg von Donald Trump eine weitere Verbesserung der Marktstimmung, da die angekündigte De-Regulierung und Fossile Renaissance in den USA von den Marktteilnehmern wirtschaftlich positive gesehen wurden. Insbesondere der US-Aktienmarkt profitiert hiervon bei gleichzeitig steigendem US Dollar. Weiterhin sehen wir den technologischen Wandel, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz als Faktor, welcher für erhebliche Strukturbrüche in vielen Branchen sorgen wird und die Anlageergebnisse beeinflusst. Eine große Herausforderung im Risikomanagement bleibt die instabile politische Weltlage mit einem US-Präsidenten, der wahrscheinlich sehr erratisch und unvorhersehbar agieren wird. Wir denken, dass die politische Prägung der Börsen weiter zunimmt. In diesem Zusammenhang sorgt der von Russland begonnene Angriffskrieg gegen die Ukraine für zusätzliche Unsicherheit in Europa und wird die Staaten und die Staatshaushalte vor große Herausforderungen stellen. Gerade auch die haushaltspolitischen Entscheidungen der EU Staaten können Risiken auf den Zinsmärkten auslösen, welche direkte Auswirkungen auf die Portfolien unserer Mandanten haben. Möglicherweise könnten sich diese sowie weitere Risiken verstärken und akkumulieren. Gerade wenn Zins- und Aktienmärkte gleichzeitig von einer starken Markkorrektur betroffen wären, hätte dies spürbare Auswirkungen auf das Ergebnis der FONTIS Advisory Office GmbH. Wir erwarten bedeutende finanzielle Auswirkungen, falls die Kundenportfolios in einem solchen Szenario signifikant an Wert verlieren. Unsere Stresstestberechnungen zeigen jedoch, dass wir bei sinkender Kostenlage einen Ertragsrückgang wirtschaftlich verkraften könnten. Sogar bei einem Rückgang der Provisionserträge um 40% zeigt das Szenario, dass die Gesellschaft bei gleichzeitig sinkenden variablen Kosten ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Aktuell liegen gegen uns keine Beschwerden, Forderungen oder Rechtsstreitigkeiten vor. Risiken aus begründeten Schadenersatzforderungen und Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch die vorhandene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abgedeckt sind, sind derzeit nicht absehbar, können jedoch jederzeit auftreten. Alle Bestandsprovisionen aus unseren Mandaten kehren wir an unsere Mandanten aus. Risiken aus der Einforderung dieser sog. Kick-backs sind nicht erkennbar. Durch unsere Unabhängigkeit, unsere qualifizierten Mitarbeiter und unserer seit vielen Jahren als Family Office etablierten Konzernmutter, sehen wir gute Chancen langfristig weiter zu wachsen. Kurzfristig rechnen wir mit hoher Unsicherheit und mit wenig bis moderatem Wachstum, auch wenn sich das konjunkturelle Umfeld etwas verbessert. Insbesondere sind durch die anhaltenden hohen Inflationsraten, dem Krieg in der Ukraine und der unsicheren Entwicklung auf Grund der aktuellen Politik, insbesondere in den USA, mögliche Risiken erkennbar. ii) Risikomanagement Unsere, das gesamte Unternehmen umfassende Risikophilosophie, basiert auf einem bewussten und sorgsamen Umgang mit Risiken. Gerade in unserer Branche erachten wir diesen Grundsatz als verpflichtend. Dazu gehört, dass wir uns die unternehmens-, geschäfts- und kundenbezogenen Risiken bewusstmachen, diese unseren Mitarbeitern und Kunden offenlegen, kommunizieren und angemessene und wirksame Maßnahmen zum Umgang mit diesen umsetzen. Die genannten Risiken werden in unserem Risikomanagement überwacht. Durch die laufende Analyse und Dokumentation bewerten wir unsere Risiken fortlaufend. Wir streben damit an, nicht vermeidbare unternehmerische Risiken möglichst gering zu halten und diese frühzeitig zu identifizieren. iii) Preisänderungs-, Adressausfall-, Marktpreis-, Rechts-, Liquiditäts- und Zahlungsschwankungsrisiken Unser Geschäftsmodell, welches sich auf die beiden Kernbereiche Fonds Advisory und Finanzportfolioverwaltung konzentriert, wird regelmäßig vergütet und ist auf mehrere Kundenbeziehungen verteilt, was insgesamt das Adressausfallrisiko stark reduziert. Preisänderungsrisiken sind aufgrund unserer Kundenstruktur und der Wettbewerbssituation nicht erkennbar. Unsere Honorarrechnungen werden eingezogen oder zeitnah fakturiert, daher besteht nur ein geringes Liquiditätsrisiko. Darüber hinaus bestehen keine Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden hinsichtlich der Vergütungen für bereits erbrachte Dienstleistungen. Bonitätsrisiken sind nicht erkennbar. Die Dienstleistungen werden hauptsächlich in Deutschland und Luxemburg erbracht, daher ist das Länderrisiko als gering einzustufen. Das Marktpreisrisiko wird als nicht existent angesehen, da keine Marktpositionen gehalten werden. Aufgrund der hohen Regelungsdichte und des umfangreichen Aufsichtsrechts wird ein Risiko in der möglichen Nichtbeachtung rechtlich relevanter Vorschriften und der sich hieraus ggf. aufsichtsrechtlichen bzw. haftungsrechtlichen Sanktionierungen gesehen. Die Gesellschaft begegnet den Risiken durch die Beachtung branchenüblicher Standards (z. B. Besuch einschlägiger Fortbildungsveranstaltungen und Seminare) und durch die ständige Inanspruchnahme der Beratung durch fachlich ausgewiesene Dritte. IV. Prognosebericht Für das kommende Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit positiven Impulsen aus der weiter abklingenden Inflationsdynamik, den vom Markt antizipierten Zinssenkungen sowie besseren konjunkturellen Daten. Dabei erwarten wir gleichzeitig erhöhte Risiken für die Portfolien unserer Kunden aufgrund von sich verschärfenden geopolitischen Konflikten sowie stark steigernder Verschuldung der EU-Staaten. Aufgrund dieser Unsicherheiten planen wir kaum Wachstum bei den Erträgen ein. Somit rechnen wir bei steigenden Kosten mit einem geringfügig höherem Jahresüberschuss. Die im Vorjahr getroffenen Prognosen wurden sowohl bei den Provisionserträgen als auch bei dem Jahresüberschuss - wie oben dargestellt - übertroffen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell - trotz der bekannten Risiken - für das Jahr 2025 nicht erkennbar. Wir erwarten weiterhin volatile Finanzmärkte insb. bei den Aktienmärkten. Dies wird ggf. Ertragsauswirkungen mit sich bringen. Dem wirken wir mit einer breit diversifizierten Vermögensverwaltung entgegen. Auf diese Unsicherheiten stellen wir uns ein und planen entsprechend vorsichtig. Dennoch möchten wir auch die sich daraus ergebenden Chancen berücksichtigen und investieren weiterhin in die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie in die Optimierung und Weiterentwicklung der EDV. Wir planen hier gegenwärtig keine Einsparungen ein, sondern werden bewusst höhere Investitionen in die Zukunft tätigen. V. Nachhaltigkeitsbericht i) Unsere Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken Als Unternehmen möchten wir einen Beitrag zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften leisten, mit dem Ziel, insbesondere die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Neben der Beachtung von Nachhaltigkeitszielen in unserer Unternehmensorganisation selbst, sehen wir es als unsere Aufgabe an, auch unsere Kunden in der Ausgestaltung der zu uns bestehenden Geschäftsverbindung für Aspekte der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Umweltbedingungen, soziale Verwerfungen und / oder eine schlechte Unternehmensführung, können in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen auf den Wert der Anlagen und Vermögenswerte unserer Kunden haben. Diese sog. Nachhaltigkeitsrisiken können unmittelbare Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auch auf die Reputation der Anlageobjekte haben. Da sich derartige Risiken nicht vollständig ausschließen lassen, haben wir für die von uns angebotenen Finanzdienstleistungen spezifische Strategien entwickelt, um Nachhaltigkeitsrisiken erkennen und begrenzen zu können. Eine explizite Nachhaltigkeitsstrategie bieten wir jedoch nicht an. Die Strategien unseres Unternehmens zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken fließen auch in die unternehmensinternen Organisationsrichtlinien ein.
Stuttgart, 26.03.2025 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FONTIS Advisory Office GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der FONTIS Advisory Office GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der FONTIS Advisory Office GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Köln, 04.04.2025 gez. Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer |
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