Benteler Engineering Services GmbHLiquidiert
80807 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Udo Haubmann seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Cosimo De Carlo seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Dominik Vaubel seit 19.10.2012 | Geschäftsführer |
Daniel Erich Horst Czaschke seit 30.6.2010 | Prokura |
Frank Seifert seit 30.6.2010 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
INCON Automotive GmbHAufgelöst | 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Benteler Engineering Services GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012
Anhang zum 31. Dezember 2012A. Anlagenspiegel
B. Allgemeine AngabenAllgemeinesDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDas Anlagevermögen wird mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Der Firmenwert (ehemalige Reinthaler Industriedienstleistungen) wird linear über 15 Jahre abgeschrieben, da die Branche stabil ist und die im Bereich tätigen Mitarbeiter längerfristig für die Restnutzungsdauer von 6 Jahren das Geschäftsfeld abdecken. Auch in Zukunft werden vermehrt Anfragen zur Arbeitnehmerüberlassung von den OEM's erwartet. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 15 Jahre. Bei Wohnbauten wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten. Die unfertigen Leistungen sind mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet, Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Dem Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde die "Projected Unit Credit" (PUC)-Methode angewandt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei Rückstellungen werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten ist mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt. Auf Grund der steuerlichen Organschaft werden seit 2012 latente Steuern auf Ebene des Organträgers berücksichtigt. C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Angaben zur BilanzAnlagevermögenDie Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen eine 100%ige (Vorjahr: 100%ige) Beteiligung an der Fasitet PDE AB, Göteborg/Schweden. Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:
ForderungenAlle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 765; Vorjahr: TEUR 696) und aus dem Cash-Pooling (TEUR 4.171; Vorjahr: TEUR 4.947). In dem Posten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 456) enthalten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,06 % (Vorjahr: 5,14 %) nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck errechnet und durch ein entsprechendes Gutachten bestätigt worden. Der Zins basiert auf der Annahme einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren und wird monatlich von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben. Rentendynamik und Gehaltsdynamik wurden in Höhe von 2,0 % (Vorjahr: 1,5 %) bzw. 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) in die Stichtagsbewertung zum 31.12.2012 einbezogen. Durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 156. Gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diesen Betrag bis spätestens 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 (TEUR 10,4) anzusammeln. Der nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellung beläuft sich somit zum 31.12.2012 auf TEUR 125. Nach § 246 Abs. 2 HGB wurden Vermögensgegenstände mit einem beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, in Höhe von insgesamt TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 142) mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen betrug zum 31.12.2012 TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 661). Entsprechend wurden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 43) mit Erträgen der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) saldiert. VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr bestanden noch Kreditverbindlichkeiten mit einer Laufzeit zwischen 1 bis 2 Jahren in Höhe von TEUR 6. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 1.950 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten, sie resultieren aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 36; Vorjahr: TEUR 0) bzw. sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 275). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 774) und die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 25). 2. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungRohergebnisDie Währungsgewinne betragen TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 25) und die periodenfremden Erträge hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 21). PersonalaufwandDer Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 75). Sonstige betriebliche AufwendungenDie Währungsverluste betragen TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 27). Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDie sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 21). Zinsen und ähnliche AufwendungenDer Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen beträgt TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 47) und entfällt im Wesentlichen auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellung. Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen entfallen auf Zuführungsbeträge zu den Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB in gleicher Höhe wie im Vorjahr (TEUR 12) aus Anpassungen im Rahmen des BilMoG. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Ertrag betrifft Erstattungen für Vorjahre. D. Sonstige Angaben1. GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft ist seit dem 1.9.2010 Heiko Vieweg, technischer Betriebswirt, Hermsdorf. Zum 01.10.2012 wurde Herr Dominik Vaubel, Dipl.-Ing. Univ., München, als zweiter Geschäftsführer bestellt. Die bilanzierten Pensionsrückstellungen enthalten Rückstellungen für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 409). Der entsprechende, nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellung aufgrund der BilMoG Anpassung über 15 Jahre beläuft sich zum 31.12.2012 auf TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 23). 2. MitarbeiterzahlIm Jahresdurchschnitt waren 416 (Vorjahr: 338) Angestellte beschäftigt. 3. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus abgeschlossenen Mietverträgen für Büroräume sowie Leasingverträgen für Pkw bestehen für die Jahre 2013 bis 2016 Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 482). Im Jahr 2012 wurden weiterhin zwei Kfz bestellt, die Auslieferung erfolgt 2013. Die Gesamtsumme der Bestellungen beträgt TEUR 60. 4. KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn. Beide Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft Benteler International AG, Salzburg/Österreich, einbezogen, der im elektronischen Firmenbuch, Salzburg, offengelegt wird. Durch die Einbeziehung ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt.
Paderborn, den 28. März 2013 Benteler Engineering Services GmbH gez. Heiko Vieweg gez. Dominik Vaubel BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Benteler Engineering Services GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bielefeld, den 8. April 2013 Dr.
Stückmann und Partner
Teipel, Wirtschaftsprüfer Röhrich, Wirtschaftsprüfer Lagebericht 20121. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Benteler Engineering Services GmbH (BES) versteht sich als zuverlässiger und zugleich innovativer Entwicklungs- und Dienstleistungspartner der Automobilindustrie in den Bereichen engineering, simulation, prototyping, testing und production support. Als weiteres Standbein und Ergänzung zur Automobilindustrie ist es uns gelungen, die BES Schiffbau zu etablieren. Die Benteler Engineering Services GmbH ist 2010 durch Umwandlung und Verschmelzung aus der PDE Automotive Deutschland GmbH & Co KG Paderborn und der INCON Automotive GmbH München hervorgegangen. Die Verschmelzung hat deutliche Synergieeffekte gebracht, da so noch besser auf die Anforderungen der Kunden reagiert werden kann. Das damit verbundene Branding der neuen Marke kommt gut voran, das äußert sich in Anfragen von Kunden, welche wir vorher nicht bedient haben. Auf dem Umsatz bezogen ist die BES Gruppe unter den Top 30 in der Welt. 2012 war stark von einer Orientierung zur Kostenreduzierung und Bündelung der Kerneigenleistung unserer Großkunden geprägt. Damit verbunden waren und sind Reduzierungen von Stundensätzen und Projektvolumen Hauptthemen in den Verhandlungen mit den Kunden. Trotzdem signalisiert ein Großteil unserer Hauptkunden weiteres Wachstum in den weltweiten Absatzmärkten, was sich überaus positiv auf den Bedarf an externer Leistung auswirkt. Dadurch hat sich die positive Lage aus 2011 auch auf das Geschäftsjahr 2012 übertragen. Durch die besagten Kosten- und Volumenreduzierungen und gestiegenen Lohnkosten liegt die Profitabilität unter Vorjahresniveau. Durch steigende Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer werden auch in Zukunft die Aufträge speziell in der deutschen Automobilindustrie gesichert. Die Benteler Engineering Services GmbH ist daher bestrebt an den wichtigsten Standorten München, Köln, Ingolstadt und Wolfsburg das Geschäft weiterhin auszubauen und weitere Standorte zu eröffnen. 2. Darstellung der LageDer Jahresüberschuss 2012 beträgt TEUR 2.075 nach einem Jahresüberschuss von TEUR 1.975 im Vorjahr. Seit 2012 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Benteler Automobiltechnik GmbH (BAT). Der Gewinn 2012 wurde vollständig an die BAT abgeführt. Das Rohergebnis ist 2012 im Vergleich zu 2011 um ca. 16 % gestiegen. Hauptgrund hierfür liegt in der gestiegenen Auftragslage und dem damit einhergehenden höheren abrechenbaren Stundenvolumen an die Kunden. Eine stabile Auftragslage der großen OEM's ist weiterhin gegeben, auch neue Kunden konnten akquiriert werden. Der Personalaufwand ist durch zusätzliche Mitarbeiter angewachsen (2012: 416, 2011: 338, 2010: 291). Grund hierfür ist der Ausbau der Standorte in Paderborn, München und Wolfsburg und die Akquise des neuen Standortes in Bremen. Der gestiegene Mitarbeiterbestand führte zu einem Anstieg der Personalkosten um ca. TEUR 4.175 (21 % Anstieg ggü. 2011). Auch in Zukunft soll verstärkt auf eigene Mitarbeiter gesetzt werden, was - wie schon in 2011 und 2012 - zu einem Rückgang der fremdbezogenen Leistungen führen wird (- 21 % ggü. 2011). Die Eigenkapitalquote liegt bei rd. 37,0 %. Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der gestiegenen Bilanzsumme und Abführung des Gewinnes an die Muttergesellschaft. Die Finanzlage im Unternehmen ist stabil. Das Unternehmen hat per Stichtag 31.12.2012 TEUR 4.171 Liquidität (Forderungen) im Benteler Cash-Pooling. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt ca. - 0,1 Mio. €. 3. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorgänge in der Benteler Engineering Services GmbH von Bedeutung ereignet. 4. Risiken und ChancenNach einer zwischenzeitlichen Beruhigung 2011 ist aktuell der Kostendruck der OEM's auf unsere Stundensätze das Hauptrisiko für das Geschäft der BES GmbH. Die Reduzierung der Verkaufsstundensätze um 3 % bis 7 % haben einen starken Einfluss auf das Betriebsergebnis. Die Personalkosten und damit einhergehend die Kostensätze je Stunde zeigen eine gegensätzliche Tendenz. Dazu kam die schwierige Geschäftslage unseres wichtigen Kunden Ford in Köln, was zu hohen Leerzeiten und Kurzarbeit am Standort führte. Außerdem lag unser Wachstum in Stuttgart und Ingolstadt hinter den Erwartungen. Von den positiven Geschäftsentwicklungen unserer Kunden in München und Wolfsburg konnten wir partizipieren und unser Geschäft profitabel ausbauen. Aus dem Rahmenentwicklungsvertrag von 2011 mit einer der größten Werften im Norden Deutschlands haben wir in 2012 einen neuen Standort in Bremen entwickelt. In diesem beschäftigen wir Ende 2012 ca. 40 Mitarbeiter, die überwiegend mit der Entwicklung von Schiffen beschäftigt sind. Dadurch konnten unsere Volumenziele erreicht werden. Auch in 2012 war die Gesellschaft stark von der Entwicklung der Automobilbranche geprägt. Mit dem neuen Standort in Bremen ist ein erster Schritt in eine neue Branche gelungen, im Moment gibt es Aktivitäten für ein weiteres Wachstum im norddeutschen Raum. Durch die weiterhin zunehmende Verzahnung der Gesellschaft innerhalb des Benteler-Konzerns konnten wir den Standort Paderborn weiter ausbauen. Durch die ausgesprochen gute Zahlungsmoral der finanzstarken deutschen Autobauer als wichtigste Kunden und gutes Projektmanagement sind Forderungsausfälle so gut wie ausgeschlossen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine Forderungsausfälle bei den Hauptkunden zu verzeichnen. Es bestehen kaum Währungsrisiken, da keine Geschäfte im $-Währungsraum und nur in geringem Umfang GPB-Geschäfte mit einem Verbundunternehmen getätigt werden. Bestandsgefährdende Risiken sind für die Gesellschaft nicht zu erkennen. 5. PrognoseberichtIm Besonderen wird die deutsche Automobilindustrie in den nächsten Jahren von der Globalisierung und der Verlagerung der Volumen in neue Märkte geprägt sein, damit verbunden sind einerseits die Verlagerung von Produktionskapazität und andererseits die Entwicklung global fertigbarer Fahrzeuge. Dazu kommt der Kostendruck in diesen Märkten, um sich im Wettbewerb mit lokalen Herstellern mittelfristig zu behaupten. Das Geschäftsmodell wird weltweit hoch komplex. Ein klares Bekenntnis unserer Großkunden zum Entwicklungsstandort Deutschland sichert unsere Existenz und entsprechendes Wachstum bei zunehmendem Kostendruck. Das Management der BES hat sich durch Kostenbewusstsein, -transparenz sowie einem professionellen Recruiting gut auf die Marktanforderungen vorbereitet. Technologische Herausforderungen, wie höhere Effizienz in Fahrzeugen sowie staatliche Geräuschvorgaben, führen zu einem beispiellosen Innovationsprozess. Dafür haben wir wichtige Kompetenzen innerhalb der BES wie Leichtbau, Elektrik, Elektronik und E-Mobilität weltweit gebündelt. Durch diese Entwicklung erwartet die Branche einen wachsenden Bedarf an Engineering- Dienstleistungen. Durch die starke personelle Durchdringung bei den OEMs vor Ort ist die Benteler Engineering Services GmbH dort gut positioniert. Hinzu kommen antriebsoptimierte Fahrzeugkonzepte und Modularisierungsprogramme, die seitens der Entwicklung realisiert werden können. Für diesen technologischen Anspruch sind die Mitarbeiter durch Erfahrungen aus bereits realisierten Projekten und Schulungsmaßnahmen gerüstet. Parallel dazu erwarten wir Aufträge, bei denen Nischenprodukte und die derivatorientierte Fahrzeugherstellung im Focus sind. Geplant ist die Erschließung weiterer Absatzmärkte. Um das Dienstleistungsprofil auf andere Branchen zu erweitern. Generell gesehen bestehen die größten Herausforderungen im Recruiting neuer Mitarbeiter und einer langfristigen Bindung der Kollegen an das Unternehmen. Für die Zukunft erwartet die Benteler Engineering Services GmbH einen positiven Entwicklungstrend durch breite Marktorientierung, motivierte Mitarbeiter, höchstmögliche Flexibilität innerhalb des kundenorientierten Handelns sowie das strategische Vorgehen, diversifizierte Märkte zu suchen und die bestehenden zu festigen. Für die Jahre 2013 und folgende wird von leicht steigenden Umsatzerlösen ausgegangen und eine Stabilisierung der Ergebnisse erwartet.
Paderborn, den 28. März 2013 Benteler Engineering Services GmbH gez. Heiko Vieweg gez. Dominik Vaubel |
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