Platin 2409. GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Mews seit 8.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
dvs - Deutscher Versand Service GmbH (vormals: Diamant 221. GmbH)Ratingen (vormals: Düsseldorf)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 16.05.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 16. Mai bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 16. Mai bis zum 31. Dezember 20221. Allgemeine Angaben zum Abschluss Die dvs - Deutscher Versand Service GmbH hat ihren Sitz in Ratingen und ist unter Nummer HRB 97706 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Die Gesellschaft wurde am 16.05.2022 als Vorratsgesellschaft unter der Firma Diamant 221. GmbH gegründet, mit Gesellschafterbeschluss vom 19.10.2022 in dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH und mit Gesellschafterbeschluss vom 24.11.2022 in dvs - Deutscher Versand Service GmbH umbenannt. Die Gesellschaft hat per Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 24.11.2022 rückwirkend zum 01.09.2022 den gesamten Geschäftsbetrieb als Gesamtheit gemäß §§ 123 Abs. 3 Nr. 1, 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG von der dvs - Deutscher Versand Service Holding GmbH (vormals: dvs - Deutscher Versand Service GmbH), Ratingen, übernommen, mit Ausnahme einzelner im Vertrag aufgeführter Vermögensgegenstände und Verträge. Als Gegenleistung hat die Gesellschaft einen neu geschaffenen Geschäftsanteil in Höhe von EUR 225.000,00 gewährt und das Stammkapital entsprechend erhöht. Soweit der Wert des übertragenen Vermögens den Nennbetrag des neu geschaffenen Geschäftsanteils überstiegen hat, ist dieser Differenzbetrag in Höhe von EUR 14.718.183,10 in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Bestimmungen aufgestellt worden. Die Berichterstattung erfolgt in Euro. 2. Grundsätze zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1. Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, die im Zuge der Ausgliederung übernommen wurden, aus dem Jahr 2020 mit einem Wert von EUR 150 bis EUR 1.000 sind in einem Sammelposten zusammengefasst und werden über 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird linear über drei ein bis zehn Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtungen vorgenommen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. 2.2. Passiva Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen bewertet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel im Anhang (letzte Seite des Anhangs). Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten 100 % der Anteile an der PiWo PIN WorXs GmbH, Ratingen. Der letzte vorliegende Jahresabschluss der PiWo PIN WorXs GmbH, Ratingen, zum 31. Oktober 2022 weist ein Eigenkapita! in Höhe von TEUR 30,2 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 17,3 aus. Unter den Beteiligungen werden 7 % der Anteile an der mailworXs GmbH, Würzburg, ausgewiesen. Der letzte vorliegende Jahresabschluss der mailworXs GmbH, Würzburg, zum 31. Dezember 2022 weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.033,2 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.203,4 aus. 3.2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen übernommene Forderungen auf Erstattung abgeführter Kapitalertragsteuern. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren vollumfänglich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Sonstigen Vermögenswerte beinhalten Forderungen gegen die Deutsche Post AG aus Rabatten zum Voll-Porto (TEUR 6.016). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.3. Eigenkapital Sämtliche Geschäftsanteile befanden sich am 31. Dezember 2022 im Eigentum der dvs - Deutscher Versand Service Holding GmbH, Ratingen. 3.4. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die für das abgelaufene Geschäftsjahr noch nicht veranlagte Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie übernommene Gewerbesteuerrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 3.180,7), für Rückvergütungen (TEUR 1.785,7) sowie für personalbezogene Rückstellungen (TEUR 368,7). 3.5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen TEUR 441,1 und betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der mailworXs GmbH, Würzburg. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 813,7 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2,3. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.6. Passive latente Steuern Die im Rumpf-Geschäftsjahr erfolgswirksam eingebuchten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.704,5 resultieren aus einem in der Steuerbilanz angesetzten passiven Unterschiedsbetrag aus Vermögenserwerb (TEUR: 5.599,2), vermindert um aktive latente Steuern auf eine Erhöhung eines Beteiligungsansatzes (TEUR: 51). 4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 16. Mai bis 31. Dezember 2022 beträgt der Gesamtumsatz TEUR 77.512,2. Die Umsatzerlöse wurden hauptsächlich im Inland erzielt. 4.2. Sonstige betriebliche Erlöse Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.023,6, davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 395,0. 4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 823,7, Aufwand für Gebäude in Höhe von TEUR 645,2, Aufwand für Zeitarbeitskräfte in Höhe von TEUR 377,8 sowie Aufwand für IT und Anlagen in Höhe von TEUR 324,6. 4.4. Finanzergebnis Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -170,3 beinhaltet eine Rückforderung der PiWo PIN WorXs GmbH, Ratingen in Höhe von TEUR 51 aufgrund zu viel ausgeschütteter Dividende sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 129,2. 5. Sonstige Angaben 5.1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember 2022 bestanden folgende Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen:
Im Rahmen eines Factoring-Vertrages wurden zum 31. Dezember 2022 offene Forderungen in Höhe von TEUR 8.282 an eine Factoring-Bank veräußert. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Die Forderungsausfallrisiken verkaufter Forderungen gehen auf die Factoring-Bank über. Die dvs - Deutscher Versand Service GmbH behält jedoch das Debitorenmanagement inne. 5.2. Haftungsverhältnisse Als Garantiegeber haftet die Gesellschaft für Darlehen von verbundenen Unternehmen, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 12.426 valutieren. 5.3. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden 245 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich dabei um 102 Angestellte und 143 gewerbliche Mitarbeiter. 5.4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 35 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. 5.5. Konzernverhältnisse Das Unternehmen wird in den Konzernabschluss der Tempus Capital HoldCo GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen (kleinster und größter Kreis). Der Abschluss der Tempus Capital HoldCo GmbH, Frankfurt am Main, wird im Unternehmensregister offengelegt. 5.6. Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren Herr Michael Mews, Diplom Betriebswirt (BA), Bonn (seit 19.10.2022) Frau Antje Borcherdt, Berlin (16.05. bis 19.10.2022) Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird mit Hinweis auf die Regelung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 5.7. Nachtragsbericht Mit Gesellschafterbeschluss vom 26.07.2023 wurde das Geschäftsjahr auf den Zeitraum 1. September bis 31. August des Folgejahres umgestellt. Das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.08.2023 ist daher erneut ein Rumpf-Geschäftsjahr. Im Übrigen sind keine Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Ratingen, 27. Juli 2023 gez. Michael Mews, Geschäftsführer Datum der Feststellung: 31. August 2023 Entwicklung des Anlagevermögensder dvs - Deutscher Versand Service GmbH, Ratingen, (vormals: Diamant 221. GmbH, Düsseldorf, bzw. dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH, Ratingen)für das Rumpfgeschäftsjahr vom 16. Mai bis zum 31. Dezember 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 16. Mai bis zum 31. Dezember 2022A. Grundlagen des Unternehmens 1. Organisatorische und rechtliche Struktur Die dvs - Deutscher Versand Service GmbH wurde am 16.05.2022 als Vorratsgesellschaft unter der Firma Diamant 221. GmbH gegründet, mit Gesellschafterbeschluss vom 19.10.2022 in dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH und mit Gesellschafterbeschluss vom 24.11.2022 in dvs - Deutscher Versand Service GmbH umbenannt. Die Gesellschaft hat per Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 24.11.2022 rückwirkend zum 01.09.2022 alle operativen Tätigkeiten aus der dvs - Deutscher Versand Service Holding GmbH übernommen. 2. Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist die Zustellung von Postsendungen, die in den Briefkasten passen, insbesondere von adressierten Briefen, Dialogpost, Pressesendungen, Büchern und Warensendungen in Deutschland - auch soweit hierfür Lizenzen erforderlich sind - einschließlich Transport- und Vorlauflogistik sowie das Sammeln, Verarbeiten, Lesbarmachen von Daten und Datensätzen einschließlich entsprechender Beratungsleistungen, soweit gesetzlich zulässig. Das Unternehmen koordiniert im Kundenauftrag vornehmlich den Versand von Briefpost (Transaktionspost, Policen, Rechnungen, Mahnungen, etc.) und Dialogpost (Kataloge, Mailings, Zeitschriften, Warensendungen). Zugestellt werden im Schwerpunkt Briefe bestimmter Gewichtsklassen und Formate sowie adressierte, inhaltsgleiche Werbe- und Katalogpost. Die komplexen Versandanforderungen werden mit über 70 Partnerunternehmen in der letzten Meile realisiert. Zu den Kunden gehören Großversender wie Banken und Versicherungen, öffentliche Behörden, Krankenkassen, Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen, Konsumgüterindustrieunternehmen und Versandhäuser für B2B und B2C. Der Aktivitäten der Produktentwicklung im abgelaufenen wie auch im kommenden Geschäftsjahr liegen im Ausbau effizienter Prozesse und IT-Strukturen. Dieser findet intern mit eigenen Ressourcen sowie mit externer Unterstützung statt. Dazu zählen die weitere Digitalisierung interner Prozesse im Finanzbereich und der operativen IT-Systeme im Sortierzentrum Offenbach sowie am Konsolidierungsstandort Köln. Eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird nicht unterhalten. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Aktuell hat die Weltwirtschaft sich noch nicht von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erholt. Mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine wurden die Märkte weiter verunsichert und der mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine einhergehende starke Anstieg der Energiepreise führt an vielen Stellen zu Kaufzurückhaltungen sowie deutlichen Verteuerungen. So liegt die Inflationsrate zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung nach dem Höhepunkt im Oktober 2022 mit 8,8 % im Januar 2023 bei 8,7 % 1. In Deutschland lag nach Angaben des statistischen Bundesamtes der preisbereinige BIP in 2022 bei 1,8%. Nach einem guten ersten Quartal in 2022 mit einer Steigerung in Höhe von 4,1 % folgte eine deutliche Abschwächung des positiven Trends bis nur noch 0,2 %im vierten Quartal 2. Für 2023 liegen die Prognosen zum Wirtschaftswachstum zwischen -0,5% (Bundesbank) bis 0,3% (OECD) 3. Den im Januar 2023 veröffentlichten Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Kalenderjahr 2022 zwar um 3,4 % gestiegen (Schätzung), für Deutschland aber nur um 1,9 %. Die Weltkonjunktur hat sich auf breiter Front und stärker als erwartet verlangsamt. Der Ausblick wird durch die anhaltenden Folgen der Covid-19-Pandemie, die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, den Ukraine-Konflikt und die Verschärfung der finanziellen Bedingungen bestimmt. Für 2023 geht der IWF daher weltweit noch von einem Wachstum von 2,9 % - für Deutschland von 0,1 % - aus 4. Bei den Umsatzanteilen mit lizenzpflichtigen Briefdienstleistungen zeichnet sich weiterhin eine geringfügige Verschiebung zwischen der Deutschen Post-Gruppe und deren Wettbewerbern ab. Für 2022 wird ein Anteil der Deutschen Post-Gruppe in Höhe von 85,8 % prognostiziert. Das entspricht einer leichten Steigerung um 0,5 Prozentpunkt gegenüber 2020. Der Anteil des Wettbewerbs reduziert sich demnach von 14,7 % in 2020 auf prognostizierte 14,2 % in 2022 5. Die deutlich gestiegenen Kosten für Energie und Papier veranlassen die Versender, die Anzahl und Formate ihrer Aktionen neu zu bewerten. Dieses führt zu einer Verlagerung hin zu Sendungen in den kleineren Briefformaten und zu einem stärkeren Fokus auf Digitalisierungsprojekte. Die Zustellzeit verliert aus Kundensicht zunehmend an Bedeutung, während die Ersparnismöglichkeiten für Kunden - insbesondere vor dem Hintergrund eines wachsenden Kostendrucks bei Energie- und Papierkosten - einen höheren Stellenwert bei der Auswahl ihres Briefdienstleisters spielen. Ebenso führt ein neues Laufzeitversprechen der Deutschen Post bei E+2-Sendungen zum 01.01.2023 zu verstärkten Nachfragen an alternativen Versandmöglichkeiten. Diese bilden gute Voraussetzungen für das Wachstum alternativer Briefdienstleister.
1 Statista (11.07.2023). Inflationsrate in
Deutschland von Juni 2021 bis Juni 2023.
Der Preis für den Standardbrief der Deutschen Post AG beträgt seit 1. Januar 2022 0,85 Euro. Diese Erhöhung wurde von der Bundesnetzagentur für drei Jahre genehmigt. Mit der Preiserhöhung wurden durch die Deutsche Post AG auch die Teilleistungsrabatte erhöht, so dass an Großversender im Bereich E+1-Sendungen nur sehr geringfügige Preisanpassungen weitergegeben wurden. 2. Geschäftsverlauf Die bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren der dvs sind Umsatz, Ergebnis sowie die Sendungsmenge. Der Umsatz lag im Zeitraum der operativen Geschäftstätigkeit vom 1. September bis 31. Dezember 2022 mit -5,3% unter Plan. Zurückzuführen ist diese Abweichung auf eine unter Plan liegende Menge sowie der Formatverschiebung hin zu kleinformatigeren Briefgrößen mit einem geringeren Umsatz je Brief. Im EBIT wurden die geplanten Erwartungen mit 41,0 % übertroffen, allerdings getrieben durch sonstige betriebliche Erlöse.
Dem Umsatz liegen 177,1 Mio. fakturierte Sendungen zugrunde. Das entspricht gegenüber der Planung einer Abweichung von -4,1%. Als bedeutsamste nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sieht die Unternehmensführung die Steuerungsinstrumente Qualität, Haushaltsabdeckung (unter der Haushaltsabdeckung versteht die Unternehmung die bundesweiten Gebiete, die von den Zustell Partnern abgedeckt werden) und Redressquote (hierunter werden Sendungen verstanden, die aufgrund von Umzug etc. und trotz zusätzlicher Adressrecherche nicht zugestellt werden konnten). Die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns im Oktober 2022 hat insbesondere zu Kostenerhöhung in der Zustellung und Verarbeitung geführt. Durch die damit verbundene Optimierungsmaßnahmen ist die Haushaltsabdeckung zum 31. Dezember 2022 um 1,8 Prozentpunkte gesunken und teilweise mussten Briefe zu höheren Stückkosten der Deutschen Post AG übergeben werden. Die Qualität der Zustellung wird permanent über das hauseigene Qualitätssicherungssystem überwacht. Im Geschäftsjahr lag die Reklamationsquote bei 0,029%. Die Redressquote lag im Jahr bei 2,4%. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Mit TEUR 77.512,2 Umsatz wurden die für das Geschäftsjahr 16. Mai bis 31. Dezember 2022 gesteckten Ziele um 5,3% verfehlt. Die geplanten Sendungsmengen konnten nicht realisiert werden und im Formatmix wurden anteilig deutlich mehr Standardbriefe aufgegeben als geplant. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei TEUR 1.221,6. Der Materialaufwand lag bei TEUR 70.457,8. Daraus ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 90,9 %. Der Personalaufwand betrug TEUR 3.798,7. Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft 245 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 3.311,7. Zu den größten Aufwandspositionen zählten mit TEUR 645,2 Aufwendungen für Gebäude, TEUR 453,7 für Beratungskosten, TEUR 377,8 für Zeitarbeitskräfte und TEUR 324,6 Aufwendungen für IT. Das Finanzergebnis beträgt TEUR -170,3 und resultiert überwiegend aus Zinsaufwendungen mit TEUR 129,2. Der Steueraufwand betrug TEUR 1.967,6, davon betreffen latente Steuern TEUR 1.704,5. Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 1.344,5. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 531,8 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. Für Maschinen und Anlagen wurden TEUR 92,8 investiert. TEUR 4,6 entfallen auf GWG und TEUR 30,4 für Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Standorten Ratingen, Offenbach und Köln. Auf geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände entfallen TEUR 252,8. b) Finanzlage Kapitalstruktur Die im Rahmen der Ausgliederung übernommen Vermögenswerte tragen dazu bei, dass die Eigenkapitalquote bei der Bilanzsumme von TEUR 39.146 bei 38,2 % liegt. Liquidität Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.166. c) Vermögenslage Den kurzfristen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Fremde in Höhe von TEUR 15.896,3 stehen kurzfriste Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.631,7 entgegen. Den Forderungen gegenüber Unternehmen, zu denen einen Beteiligungsverhältnis besteht, betragen TEUR 374,0. Dem gegenüber stehen entsprechende Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 441,1. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die zum 31.12.2022 noch nicht ausgezahlten Rabattansprüche gegenüber der Deutschen Post AG mit TEUR 6.016,0 enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 1.393,8 für noch auszuzahlende BZA-Rabatte an Kunden enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 3.032,0), Rückstellungen für Beratungskosten (TEUR 148,6), Rückstellungen für Rückvergütungen (TEUR 1.785,7) sowie personalbezogene Rückstellungen (TEUR 368,7). d) Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als geordnet angesehen. Das Rumpfgeschäftsjahr wurde bezogen auf das operative Ergebnis schlechter als geplant abgeschlossen, wobei die direkt beeinflussbaren Kosten für Logistik, Sortierung sowie die indirekten Kosten teilweise durch Korrekturmaßnahmen unter Plan lagen. Die Liquidität wird als gut betrachtet. Durch verkürzte Abrechnungszyklen gegenüber Kunden sowie dem Management der Zahlungsziele gegenüber Lieferanten wurde der Bestand an liquiden Mitteln abgesichert. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancen und Risiken Im Briefmarkt gibt es nach wie vor zwei große Trends: Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Nach den aktuellen Erfahrungen und Gesprächen belaufen sich die Digitalisierungserfolge bei bundesweit agierenden Großversendern im überwiegenden Maße auf die Eingangskommunikation wovon das Volumen der physischen Ausgangsmengen in vielen Fällen bisher nur gering, bis gar nicht betroffen ist. Kundeninterne Digitalisierungsprojekte fokussieren sich auf die Entwicklung von eigenen Portallösungen. Europaweite Aufklärungs- und Transparenzinitiativen führen zudem in Deutschland zu zusätzlichen Briefmengen und halten das Marktvolumen relativ konstant. Dadurch ist die dvs Zukunftsperspektive weiterhin positiv. Das Produktportfolio der dvs ist auf Klimaneutralität ausgerichtet und zum Ausgleich der CO 2 -Emission werden Gold Zertifikate gekauft. Dies ist ein weiteres Argument für Kunden eine Zusammenarbeit zu starten und flankiert die Wachstumsstrategie. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird erheblich durch das Agieren der Deutschen Post AG und die Regulatorik beeinflusst. Größter Einflussfaktor ist nach wie vor die Preisgestaltung der Deutschen Post AG. Höhere Netto-Porto-Preise fließen als Einstandskosten - für nicht durch den alternativen Postmarkt zuzustellende Sendungen - in die Kalkulation ein. Signifikante Preiserhöhungen eröffnen jedoch Chancen für den alternativen Postmarkt und somit für den Konzern. Dies ist auf die hohe Preissensibilität der Kunden und somit einhergehende Wechselbereitschaft zurückzuführen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Netto-Porto-Preise für Großeinspeiser langsamer steigen als die Brutto-Porto-Preise für Normaleinspeiser. Es ist aber auch für die Zukunft grundsätzlich nicht zu erwarten, dass sich die Portokosten für Sendungen mit einer E+1-Laufzeit reduzieren. Zum 1. Januar 2023 hat die Deutsche Post AG ihr Rabattsystem angepasst. Die Standardleistung (E+1) ist preislich gestiegen, dagegen werden leicht günstigere Preise für ein neues Laufzeitversprechen (E+2, Standardangebot der dvs), aufgerufen. Dieses veränderte Laufzeitversprechen gekoppelt an günstigere Preise führt zu einer Neubewertung des Bedarfs auf Seite der Großversender und damit aktuell zu einer verstärkten Nachfrage und steigendem Interesse bei Neukunden. Die dvs - Deutscher Versand Service GmbH setzt auf eine Wachstums-Strategie und versucht so dem Risikoprofil bezogen auf Abhängigkeit von wenigen Kunden entgegenzuwirken. Gleichzeitig gerät die Kostenseite durch die signifikanten Kostensteigerungen unter Druck, vor allem im Bereich der Lohnsteigerung (Mindestlohn) und im Bereich der Logistik bezogen auf die Diesel Preisentwicklung. Hier versucht dvs durch Kosteneffizienzsteigerungen und Teilautomatisierungen Entlastung auf der einen Seite, genauso wie Preissteigerungen auf der anderen Seite, zu bekommen. Die Aufrechterhaltung bzw. der Ausbau der durch alternative Partner abgedeckte Fläche ist eine wesentliche Aufgabe. Ein Austritt von Zustellpartnern aus dem alternativen Postmarkt und die damit sinkende Haushaltsabdeckung stellen Risiken dar. Für die Zustellpartner besteht die Herausforderung darin, dass die Kosten signifikant steigen, die Deutsche Post AG als Marktführer diese Kostensteigerung in vielen Bereichen auch an ihre Kunden weitergibt, nur nicht im Briefbereich. Hier reduziert die DPAG mit dem neuen Rabattmodell punktuell zum 1. Januar 2023 sogar die Preise, was den Druck auf die Kostensituation im alternativen Briefmarkt noch weiter verstärkt. Die daraus resultierende Konsequenz ist die Abschaltung von unrentablen Postleitzahlen, was für die dvs zu einem Verlust der Haushaltsabdeckung führt. Die gesetzlichen Regelungen zum Mindestlohn und die weiteren Steigerungen werden Auswirkungen bei den Zustellpartnern und dem Wettbewerb um die Arbeitskraft in der letzten Meile haben, welche sich perspektivisch - sofern nicht vertraglich abgesichert - mittelbar auf die dvs auswirken könnte. Mögliche rechtliche Risiken werden grundsätzlich durch die Bildung von Rückstellungen bzw. durch die Wertberichtigung von Ansprüchen bilanziell berücksichtigt. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennen wir frühzeitig im Rahmen unseres neu strukturierten und optimierten Liquiditäts-Planungssystems. Bestandsgefährdende Risiken Die Geschäftspolitik der dvs ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften. Operative, strategische und finanzielle Risken werden laufend im Rahmen des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses identifiziert und der Geschäftsführung berichtet. Das Risikomanagement wird bei der dvs als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen mit dem Ziel der Risikominimierung betrachtet. Durch die derzeitige Kostensituation ist das Risiko des Abdeckungsverlustes und damit einhergehend Verlust von Menge, Umsatz und Marge für die dvs als relevant einzuschätzen. Durch Effizienzsteigerungen im Bereich der Kosten, weitere Automatisierungsinitiativen, Flexibilisierung der Kundenverträge und ein professionelles Vertragsmanagement helfen dem Risiko entgegenzuwirken. Die Corona-Pandemie hat sich bis dato nur leicht, in Form von punktuellen und temporären Mengenschwankungen, auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über ausreichend liquide Mittel. Die Liquiditätssituation wird im Rahmen einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung laufend überwacht. 2. Prognosebericht Die zur Steuerung der Gesellschaft bereits heute eingesetzten finanziellen Leistungsindikatoren werden weiterhin die Mengen, der Umsatz und das EBIT sowie die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Haushaltsabdeckung, Qualität und Redressquote sein. Wegen des deutlichen Anstiegs des Mindestlohns, der hohen Kostensteigerungen (Inflationsrate) und dem geringen Spielraum für Preisanpassungen durch die Preissenkung zum 01.01.2023 der DPAG haben einige Partner ihr Geschäft aufgegeben und andere haben unwirtschaftliche Flächen für die Zustellung von Briefsendungen abgeschaltet. Der daraus resultierende signifikante Flächenverlust führt bei dvs im Geschäftsjahr Januar bis August 2023 zu kurzfristigen Mengen-, Umsatz-, Margen- und Ergebnisverlusten. Erwartet wird ein nur leicht positives Ergebnis unterhalb EUR 1 Mio. Bereits initiierte Maßnahmen zur Ertragssteigerung werden für die darauffolgenden Geschäftsjahre, gemeinsam mit einem Mengen- und Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich wieder für ein EBIT im mittlerem einstelligen Millionenbereich beitragen. Haupttreiber dafür sind die Themen Haushaltsabdeckung, Qualität, Partnermanagement und die Überprüfung der Kernprozesse und die konsequente Ausrichtung auf die Marktanforderungen. Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird für das Geschäftsjahr 2023 eine stabile Entwicklung der Qualität und ein stabiler bis nur noch leichter Rückgang der Haushaltsabdeckung geplant. Bei der Redressquote wird eine Reduzierung durch gezielte Maßnahmen zu den einzelnen Redress-Gründen angestrebt.
Ratingen, 27. Juli 2023 dvs - Deutscher Versandservice GmbH gez. Michael Mews Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die dvs - Deutscher Versand Service GmbH, Ratingen (vormals: Diamant 221. GmbH, Düsseldorf, bzw. dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH, Ratingen) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der dvs - Deutscher Versand Service GmbH, Ratingen, (vormals: Diamant 221. GmbH, Düsseldorf, bzw. dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH, Ratingen) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 16. Mai bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dvs - Deutscher Versand Service GmbH, Ratingen, (vormals: Diamant 221. GmbH, Düsseldorf, bzw. dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH, Ratingen) für das Rumpfgeschäftsjahr vom 16. Mai bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung Die Eröffnungsbilanz der dvs - Deutscher Versand Service GmbH, Ratingen (vormals: Diamant 221. GmbH, Düsseldorf, bzw. dvs - Deutscher Versand Service OpCo GmbH, Ratingen), die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2022 ist, wurde nicht geprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 7. August 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Karina Frille, Wirtschaftsprüferin Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer |
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