Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 239596
Vorher
Blitz 18-371 GmbH
Eingetragen
13.3.2018
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Design, die Entwicklung, Herstellung, Verkauf und Wartung von sowie Werbung für Kraftfahrzeuge weltweit (einschließlich Elektrofahrzeuge) und Ersatzteile sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Amarendra Kumar Lenka
seit 15.12.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mahindra Automotive Mauritius Limited
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mahindra Automotive Mauritius Limited
MUS
250.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Automobili Pininfarina GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz

Aktiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen 3.555.802,23 5.829.348,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.488,31 145.266,12
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.488,31 145.266,12
II. Sachanlagen 3.456.173,74 5.646.941,93
1. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 976.661,17 1.263.135,17
III. Finanzanlagen 37.140,18 37.140,18
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 37.140,18 37.140,18
B. Umlaufvermögen 17.337.352,32 15.407.974,79
I. Vorräte 8.645.331,61 10.179.451,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.822.867,61 1.883.974,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.869.153,10 3.344.548,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 490.450,53 251.776,17
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.676.640,78 8.057.286,36
Bilanzsumme, Summe Aktiva 28.060.245,86 29.546.385,55

Passiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 210.000.000,00 190.000.000,00
II. Kapitalrücklage 20.525.000,00 20.525.000,00
III. Verlustvortrag -218.582.286,36 -185.482.533,15
IV. Jahresfehlbetrag -18.619.354,42 -33.099.753,21
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.676.640,78 8.057.286,36
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 6.400.000,00 8.400.000,00
C. Rückstellungen 7.661.910,00 5.884.130,03
D. Verbindlichkeiten 12.782.141,29 15.262.255,52
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.216.194,57 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 28.060.245,86 29.546.385,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024 1.4.2022 - 31.3.2023
EUR EUR
1. Rohergebnis 19.353.779,50 4.287.048,07
2. Personalaufwand -15.130.865,80 -15.906.141,99
a) Löhne und Gehälter -12.583.224,48 -13.678.558,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.547.641,32 -2.227.583,50
3. Abschreibungen -2.438.373,37 -7.599.149,80
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.438.373,37 -7.599.149,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -19.924.398,95 -13.577.274,98
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.877,58 1.854,54
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -136.539,54 -10.928,17
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -338.569,00 -217.402,00
8. Ergebnis nach Steuern -18.607.089,58 -33.021.994,33
9. sonstige Steuern -12.264,84 -77.758,88
10. Jahresfehlbetrag -18.619.354,42 -33.099.753,21

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 06. Mai 2024

gez. Paolo Dellacha, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.05.2024 festgestellt.

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 05.02.2018 gegründet.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. §§ 286 und 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Zum Geschäftsjahresende besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 6.676.640,78 EUR (Vorjahr: 8.057.286,36 EUR), der durch die zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen in Höhe von 6.400.000,00 EUR (Vorjahr: 8.400.000,00 EUR) sowie der im Geschäftsjahr in Höhe von 3.600.000,00 EUR beschlossenen aber noch nicht eingezahlten Einlagen kompensiert werden wird.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Automobili Pininfarina GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 239596

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Selbst geschaffene Vermögensgegenstände wurden gem. § 255 Abs. 2a HGB zu ihren Herstellungskosten bewertet, d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen. Diese werden nach Fertigstellung ab Verkaufsbeginn über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer definiert sich über den Verkaufszeitraum der entwickelten Fahrzeuge. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Kosten nach § 255 Abs. 2 Satz. 3 HGB wurde nicht ausgeübt.

Die Gesellschaft ist nicht in der Grundlagenforschung tätig. Eine Trennung von Forschung und Entwicklung ist daher nicht erforderlich. Teilweise werden vor der Entwicklung eines Fahrzeugs Machbarkeitsstudien durchgeführt, die nicht aktiviert wurden. Nach dem Durchlaufen der Machbarkeitsstudie werden die Entwicklungskosten bilanziert, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

Es ist höchstwahrscheinlich, dass der geplante immaterielle Vermögenswert entstehen wird

Die Entwicklungskosten können diesem immateriellen Vermögenswert verlässlich zugeordnet werden

Kein Verbot nach § 248 Abs. 2 Satz. 2 HGB

Die Gesellschaft beginnt mit der Aktivierung der Entwicklungskosten, sobald diese Kriterien gegeben sind.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens voraussichtlich dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Vorräte wurden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet und spiegeln alle erkennbaren Risiken wider.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten laufende Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Das Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivpostens für latente Steuererträge gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde nicht ausgeübt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB zum Stichtagskurs umgerechnet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die im laufenden Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten wurden aktiviert. Es handelt sich um die im Folgenden beschriebenen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Es gab keine Forschungskosten im Geschäftsjahr.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Aufwendungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu ihren Herstellungskosten in Höhe von 14.062,00 EUR aktiviert. Der Gesamtbetrag der Herstellungskosten betrug 120.798.559,25 EUR (Vorjahr: 120.784.497,25 EUR).

Aufgrund einer zum Abschlussstichtag feststehenden dauernden Wertminderung gem. § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB kam es zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 14.062,00 EUR (Vorjahr: 5.290.488,44 EUR).

Sonstige Verbindlichkeiten - Kundenanzahlungen

Von Kunden erhaltene Zahlungen werden teilweise als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Handelsrechtlich stellen diese keine Anzahlungen dar, da diese keine verbindliche Bestellung betreffen. Der Gesamtbetrag der geleisteten Anzahlungen betrug 3.048.995,00 EUR (Vorjahr: 1.770.000,00 EUR), wovon 190.000,00 EUR (Vorjahr: 570.000,00 EUR) unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.155.332,11 EUR (Vorjahr: 1.354.192,23 EUR) und entfallen auf Lieferungen und Leistungen.

Stammkapital

Das zum 31.03.24 im Handelsregister eingetragene und vollständige einbezahlte Stammkapital beträgt 210.000.000,00 EUR. Von einer weiteren Kapitalerhöhung in Höhe von 10.000.000,00 EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr waren bereits 6.400.000,00 EUR eingezahlt, aber noch nicht ins Handelsregister eingetragen. Des Weiteren wurden 3.600.000,00 EUR beschlossen, aber noch nicht eingezahlt.

Genehmigtes Kapital

Der Nennbetrag des genehmigten Kapitals (Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13.09.2021; Genehmigtes Kapital 2022/1) betrug 25.000.000,00 EUR bzw. zusätzlich 5.000.000,00 (Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30.08.2022; Genehmigtes Kapital 2022/II). Das genehmigte Kapital ist zum 31.03.2024 ausgeschöpft.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen und passiven Abgrenzungsposten

Der Posten sonstige Rückstellungen hat einen Gesamtbetrag von EUR 7.540.743,00 (Vorjahr: EUR 5.884.130,03). Darin enthalten sind vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Personal. Einnahmen für unselbstständige Garantieleistungen werden seit dem Geschäftsjahr abgegrenzt.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 13.998.336,86 EUR (Vorjahr: 15.262.255,52 EUR). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände besitzen eine Restlaufzeit von einem Jahr (5.701.700,71 EUR, Vorjahr: 1.883.974,90 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung gem. § 285 Nr. 31 HGB handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:

Eventkosten in Höhe von 2.453.280,59 EUR (Vorjahr: 2.668.838,71 EUR).

Fremdleistungen in Höhe von 3.748.531,40 EUR (Vorjahr: 4.907.383,37 EUR)

Die Erträge aus der Währungsumrechnung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Rohergebnis" in Höhe von 16.485,77 EUR (Vorjahr: 145.299,52 EUR) ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von 177.908,87 EUR (Vorjahr: 357.631,08 EUR) gesondert ausgewiesen. Zudem sind im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 38.374,66 EUR (Vorjahr: 99.232,90 EUR) enthalten, das "Rohergebnis" beinhaltet periodenfremde Erträge in Höhe von 488.977,80 EUR (Vorjahr: 2.672,00 EUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 116 (Vorjahr: 117).

2024 2023
DESIGN & ENGINEERING 56 58
ANDERE BEREICHE 60 59
Gesamt 116 117

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus Leasingverträgen in Höhe von 502.466,00 EUR und Mietzahlungen aus langfristigen Verträgen in Höhe von 600.962,26 EUR.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Dellacha, Paolo, CEO, *01.01.1975

Die Gesellschaft verzichtet gem. § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9 Bst. a und b HGB.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname, Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EUR EUR
Automobili Pininfarina Inc. Delaware 100 % -426 7.960,41

Konzernzugehörigkeit

Die Automobili Pininfarina GmbH (Sitz: München) stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

Mahindra & Mahindra Limited (Sitz: Mumbai) stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Mutter erhältlich (https://www.mahindra.com/investorrelations/reports).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 18.619.354,42 EUR. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 6. Mai 2024

Paolo Dellachà

Anlagespiegel zum 31. März 2024

in EUR Anshaffungs- /Herstellungkosten zum 01.04.2023 Zugänge Umbuchung Anschaffungs- /Herstellungkosten zum 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 120.784.497 14.062 0 120.798.559
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 556.697 0 0 556.697
3. geleistete Anzahlungen 79.000 0 0 79.000
Summe 121.420.194 14.062 0 121.434.256
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.842.510 150.765 286.474 8.279.750
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.028.215 0 -286.474 1.741.741
Summe 9.870.725 150.765 0 10.021.490
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 37.140 0 0 37.140
Summe 37.140 0 0 37.140
Gesamtsumme 131.328.059 164.827 0 131.492.886
in EUR Kumulierte Abschreibungen zum 01.04.2023 Zugänge Kumulierte Abschreibungen zum 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 120.784.497 14.062 120.798.559
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 411.431 82.778 494.209
3. geleistete Anzahlungen 79.000 0 79.000
Summe 121.274.928 96.840 121.371.768
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.458.703 2.341.534 5.800.237
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 765.079 0 765.079
Summe 4.223.783 2.341.534 6.565.316
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe 0 0 0
Gesamtsumme 125.498.711 2.438.373 127.937.084
in EUR Buchwert zum 31.03.2024 Buchwert zum 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.488 145.266
3. geleistete Anzahlungen 0 0
Summe 62.488 145.266
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.479.513 4.383.807
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 976.661 1.263.135
Summe 3.456.174 5.646.942
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 37.140 37.140
Summe 37.140 37.140
Gesamtsumme 3.555.802 5.829.348

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftsmodell

Die Automobili Pininfarina GmbH (nachfolgend auch "APF" genannt) hat ihren Sitz in München und positioniert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2018 strategisch als einer der weltweit ersten Hersteller von ausschließlich Elektroautos im Spitzenpreissegment. Zu den Kernkompetenzen gehören Design, Entwicklung, Herstellung und der internationale Vertrieb (einschließlich Aftersales-Dienstleistungen) dieser Fahrzeuge. Neben dem Hauptsitz in München hat das Unternehmen eine Niederlassung in Turin, Italien, die unterstützende Dienstleistungen für Design, Entwicklung und Betrieb erbringt. Die Fahrzeuge werden in Zusammenarbeit mit Partnern in anderen europäischen Ländern entwickelt und produziert. Aktuell hat das Unternehmen ein Auto namens "Battista" entwickelt und im letzten Geschäftsjahr mit dem Verkauf begonnen. Die Zielmärkte sind Nordamerika, Europa und der Nahe Osten. Das Unternehmen verkauft seine Produkte weltweit direkt oder über etablierte Vertriebshändler oder Importeure.

1.2. Makroökonomisches und branchenbezogenes Umfeld

Bis Ende 2023 erwartete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dass das globale BIP im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % wachsen wird. Für 2024 prognostiziert die Organisation ein Wachstum der Weltwirtschaft um 2,7 %. 1 Vor diesem Hintergrund wurde erwartet, dass der weltweite Luxusmarkt im Jahr 2023 eine Größe von etwa 1,5 Billionen Euro erreichen wird, was einem Wachstum von 8 bis 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2

Die großen Pkw-Märkte verzeichneten im Jahr 2023 ein starkes Wachstum. Europa (+14 %), China (+11 %) und die Vereinigten Staaten (+12 %) erzielten alle ein zweistelliges Wachstum der Neuzulassungen von Autos gegenüber 2022. Sowohl der europäische als auch der US-amerikanische Markt liegen jedoch immer noch erheblich unter dem Volumenniveau von 2019 vor Corona. In Europa erreichten batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) im Gesamtjahr einen Marktanteil von 14,6 % und übertrafen damit dieselbetriebene Fahrzeuge ( 13,6 %). 3 In Deutschland stieg dieser Anteil auf 18,4 % der Pkw-Neuzulassungen . 4

Im Luxussegment hat Rolls-Royce mit der Auslieferung seines ersten vollelektrischen Modells "Spectre" begonnen. Während Lamborghini im Jahr 2023 einen neuen Rekord von über 10.000 Auslieferungen weltweit erreicht hat (+10 % im Jahresvergleich und 60 % SUV-Anteil mit dem Urus), sind die Auslieferungen von Bentley im Vergleich zu den Rekordwerten des Vorjahres zurückgegangen.

Seit den ersten Battista-Auslieferungen an Kunden im Jahr 2022 haben sowohl Lotus als auch Rimac damit begonnen, ihre elektrischen Hypercars Evija und Nevera an Kunden auszuliefern. Darüber hinaus prüft Porsche ernsthaft die Markteinführung seines vollelektrischen Hypercars Mission X, was den Stellenwert des Battista unter den Hypercars im Allgemeinen und im Segment der Elektro-Hypercars im Besonderen weiter unterstreicht. Insgesamt erfreuen sich Super- und Hypercars mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren aber auch 2023 noch großer Beliebtheit. Immer mehr Fahrzeuge, die demnächst in diesen Segmenten auf den Markt kommen, sind mit Hybridantrieben ausgestattet (z. B. Koenigsegg Gemera, Nachfolger des Bugatti Chiron).

1 OECD Economic Outlook, November 2023: Wiederherstellung des Wachstums.
2 Der weltweite Luxusmarkt wird im Jahr 2023 voraussichtlich 1,5 Billionen Euro erreichen, ein neuer Rekord für die Branche, da Verbraucher nach Luxuserlebnissen suchen. Bain-Altagamma, November 2023.
3 VDA: Internationale Pkw-Märkte im Jahr 2023 mit kräftigem Wachstum, 18. Januar 2024 .
4 Kraftfahrt-Bundesamt: Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) im Jahresverlauf 2023 nach Marken und alternativen Antrieben, Pressemitteilung Nr. 03/2024, 16. Januar 2024.

1.3. Geschäftsverlauf

Das gesamte APF-Team setzt seine Bemühungen fort, den Verkauf von Battista-Fahrzeugen weiter zu steigern. Die Validierung des gesamten Fahrzeugs und die Homologation für alle Märkte ist abgeschlossen. Im Jahr 2023/2024 hatten wir verschiedene Varianten von Battista auf den Markt gebracht, darunter "Ninofarina", "B95 Barchetta " und "Pura Vision". Wir haben auch begonnen, an einigen Einzelprodukten zu arbeiten. Neben der Begeisterung für die Marke und das Produkt, das APF bei mehreren weltweiten Testfahrten erzeugt, wird die Einführung neuer Produkte dazu beitragen, die positive Dynamik zu verstärken. APF wird weiterhin Battista-Testfahrten initiieren, um Interessenten zu überzeugen. Das Produkterlebnis ist neben einer soliden Beziehung mit tiefem Vertrauen, der Spannung auf die weitere Entwicklung von APF und dem Spezifikationsprozess ein wichtiger Teil des Kaufprozesses. Bei den Handelspartnern steigt weltweit die Begeisterung und Aufmerksamkeit, da immer mehr Autos auf der Straße fahren. Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir elf Autos ausgeliefert (Vorjahr: Drei). Einzelhändler erkennen APF als soliden Geschäftspartner an. APF hat das zugesicherte Geschäft und die versprochene Qualität geliefert.

Um zu verhindern, dass das Projekt durch Lieferengpässe für einige Komponenten auf dem Weltmarkt negativ beeinflusst wurde, entwickelte das Team proaktiv Lösungen und passte sich weiterhin flexibel an die Situation an. Darüber hinaus wurden sämtliche Kosten überprüft und durch ein striktes Monitoring ergänzt, um unnötige Geldabflüsse zu vermeiden.

Zu Beginn des Jahres hatten wir die Prognose, im Geschäftsjahr 2024 ein zweistelliges Absatzvolumen und einen zweistelligen Umsatz zu erzielen, was erfolgreich erreicht wurde. Der Jahresfehlbetrag beträgt 18,70 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist höher als prognostiziert, hauptsächlich aufgrund des geringeren Absatzvolumens.

2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

2.1 Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft verringerte sich auf 3,56 Mio. EUR (Vorjahr: 5,83 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat zudem außerordentliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,01 Mio. EUR (Vorjahr: 5,32 Mio. EUR) vorgenommen, da die zukünftige Rentabilität des Projekts nicht sicher ist und daher eine dauerhafte Wertminderung erfasst wurde. Das Umlaufvermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 17,22 Mio. EUR (Vorjahr: 15,40 Mio. EUR).

In Anbetracht der noch nicht eingetragenen Kapitalerhöhung gibt es aktuell ein negatives Eigenkapital von 0,27 Mio. Euro zum Bilanzstichtag im Vergleich zu einem positiven Eigenkapital von 0,34 Mio. Euro aus dem Vorjahr. Die Kapitalzuführung betrug EUR 18,0 Millionen im Geschäftsjahr. Die Rückstellungen betragen 7,66 Mio. EUR (Vj.: 5,88 Mio. EUR) und umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 12,78 Mio. EUR (Vj.: 15,26 Mio. EUR) und bestehen im Wesentlichen aus Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vj.: 11,62 Mio. EUR), zahlbar an die US-Tochtergesellschaft in Höhe von 4,16 Mio. EUR (Vj.: 1,35 Mio. EUR) und Kundenvorschüsse in Höhe von 2,86 Mio. EUR (Vj.: 1,20 Mio. EUR). Es bestehen keine Kreditverpflichtungen oder langfristige Finanzverbindlichkeiten. Der Gesellschaft wurde ein Kontokorrentkredit in Höhe von 9,7 Mio. EUR eingeräumt, der bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Die Gesellschaft ist vollständig aus Eigenkapital finanziert (siehe hierzu Kapitel 2.3 "Liquiditätssituation").

2.2 Ertragslage

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2024 elf Autos verkauft (im Vorjahr: drei Autos) und im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 25,1 Mio. EUR erzielt (im Vorjahr: 7,7 Mio. EUR). Das Unternehmen hat ab dem Jahr 2023/2024 mit der Erbringung von Ingenieurdienstleistungen für Konzernunternehmen der Mahindra & Mahindra Limited Gruppe begonnen und erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 8,6 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag belief sich auf 18,62 Mio. EUR (Vj.: 33,09 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag des laufenden Jahres ist hauptsächlich auf das zu geringe Absatzvolumen zurückzuführen. Bis zum 31. März 2024 wurden Kaufverträge für fünf Autos unterzeichnet (mit Ausnahme der bereits im Geschäftsjahr 2024 ausgelieferten Autos), diese werden im nächsten Geschäftsjahr als Umsatz erfasst.

Der Personalaufwand blieb bei 15,13 Mio. EUR (Vj.: 15,91 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund der höheren operativen Tätigkeiten auf 19,92 Mio. EUR (Vj.: 13, 58 Mio. EUR) an. Die Steuerbelastung betrug 0,34 Mio. EUR (Vj.: 0,22 Mio. EUR).

2.3 Liquidität

Aktuelles Geschäftsjahr Vorheriges Jahr
EUR EUR
Jahresfehlbetrag -18.619.354 -33.099.753
+ Abschreibungen und Wertberichtigungen von Anlagevermögen 2.438.373 7.599.150
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.656.613 1.517.127
+/- Zinsertrag/-aufwand 128.662 -1.855
+/- Zunahme/Abnahme der Vorräte 1.534.119 -6.825.294
+/- Zunahme/Abnahme von sonstigen Vermögensgegenständen -4.056.400 91.079
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderen Verbindlichkeiten 2.240.398 6.893.147
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -14.677.589 -23.826.399
- Erwerb von immateriellen Anlagevermögen -3.518.380 -7.739.877
- Erwerb von Sachanlagen -150.765 -11.390
+ Erhaltene Zinsen 7.878 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.661.268 -7.751.267
+ Einzahlung aus Kapitalerhöhungen 18.000.000 31.500.000
- Gezahlte Zinsen -136.540 1.855
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 17.863.460 31.501.855
Nettoveränderung des Finanzmittelfonds (Gesamt-Cashflow) -475.396 -75.811
+/- Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 3.344.549 3.420.360
+/- Veränderung aus der Währungsumrechnung
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.869.153 3.344.549

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich auf -14,68 Mio. Euro (Vj.: -23,83 Mio. Euro) und wurde im Wesentlichen durch Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen beeinflusst (siehe Kapitel 2.2 "Ertragslage").

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -3,66 Mio. EUR (Vorjahr: -7,75 Mio. EUR), es wurde überwiegend in immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Entwicklung und Vorbereitung der Serienproduktion des Battista investiert.

Zu diesem Zweck wurde APF durch eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 18,0 Mio. EUR (Vorjahr: 31,5 Mio. EUR) finanziert. Insgesamt blieben die liquiden Mittel bei 2,87 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 3,34 Mio. EUR. Auch für das kommende Jahr werden Zuflüsse durch Gesellschafter erwartet. Zum Bilanzstichtag stand noch ein Betrag von 3,60 Mio. EUR aus einer bereits beschlossenen Kapitalerhöhung aus.

2.4 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Zum Bilanzstichtag hat APF die Entwicklung seiner ersten Autos abgeschlossen und keine weiteren Forschungsaktivitäten geplant. Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der Produktentwicklung wurden überwiegend aktiviert. Aufgrund der Werthaltigkeitsprüfung der immateriellen Vermögenswerte wurden die aktivierten Entwicklungskosten vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 0,01 Mio. EUR aktiviert. Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten belief sich zum 31. März 2024 auf 120,80 Mio. EUR (Vj.: 120,78 Mio. EUR).

2.5 Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 116 (Vj.: 117).

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und der Jahresfehlbetrag bzw. der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres der Gesellschaft.

3 Chancen- und Risikobericht

Die von der Gesellschaft erkannten Chancen und Risiken können zu Abweichungen von der geplanten Geschäftsentwicklung führen. Das Finanz- und Risikomanagement der APF zielt darauf ab, den Unternehmenserfolg gegen Risiken jeglicher Art abzusichern. Die Risikopolitik des Unternehmens ist konservativ. APF unterliegt branchenspezifischen Risiken. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken des Unternehmens zusammengefasst, darunter Finanzierungs-, Währungs-, Beschaffungs-, Rechts- und IT-Risiken.

3.1 Risikobericht

Obwohl man sich global von den Auswirkungen von COVID-19 erholt hat, sind geopolitische Instabilität und Konflikte nach wie vor die am häufigsten genannten Risiken für das globale Wachstum. Eine Konjunkturabschwächung in China hat sich in der jüngsten Umfrage als Risiko für die Weltwirtschaft herausgestellt. 5 Die Inflation sinkt in weiten Teilen der Welt und einige Zentralbanker haben angedeutet, dass es im Jahr 2024 wahrscheinlich zu Zinssenkungen kommen wird. Es bestehen jedoch weiterhin Risiken, da sich höhere Zinssätze auf den Märkten durchsetzen. Die geopolitischen Risiken werden auch im Geschäftsjahr 2024/25 eine wichtige Rolle spielen.

3.1.1 Vertriebsrisiko

Das Unternehmen wird weiterhin Kundenveranstaltungen organisieren, wobei der Schwerpunkt der Vertriebsstrategie und Marktbearbeitung auf Reisen und persönlichem Kontakt liegt. Durch die Erschließung digitaler Kanäle kann dieses Risiko minimiert werden, allerdings bleibt ein erhebliches Risiko im Hinblick auf die geplanten Umsätze bestehen.

3.1.2 Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft ist nicht auf einzelne Kreditinstitute angewiesen. APF ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Mahindra Automotive Mauritius Limited (im Folgenden auch "MAML"). MAML selbst ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Mahindra & Mahindra Limited. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken werden durch eine geeignete Kombination aus Eigenkapitalfinanzierung, Rückstellungen und Liquiditätseffizienz gemindert.

3.1.3 Beschaffungsrisiko

Aufgrund der begrenzten Anzahl an Lieferanten ist dieses Risiko für das Unternehmen von großer Bedeutung. Hinsichtlich der Komplexität und des Innovationsgrads der Fahrzeuge, der anhaltenden Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt und der aktuellen geopolitischen Risiken können Lieferengpässe bei Halbleitern und Rohstoffen entstehen, die zu Lieferverzögerungen auf Lieferantenseite führen können, die die Time-to-Market-Planung beeinträchtigen können. Das Unternehmen beabsichtigt, die aus dieser Abhängigkeit entstehenden Risiken zu mindern und durch proaktives Handeln und enge Zusammenarbeit eine hohe Qualität sicherzustellen.

3.1.4 Währungsrisiko

Die wichtigsten Beschaffungsländer des Unternehmens sind Italien, Deutschland und Großbritannien. Fahrzeuge auf dem nordamerikanischen Markt wurden in US-Dollar fakturiert, alle neuen Verträge werden jedoch in Euro abgeschlossen. Der Euro hat mittelfristig eine Stabilisierung gezeigt. Um das Währungsrisiko zu minimieren, wurden konservative Annahmen verwendet.

3.1.5 Rechtliche Risiken

Falls erforderlich, hat das Management im Geschäftsjahr 2023/24 Rückstellungen für bestehende Rechtsrisiken in angemessener Höhe gebildet. Für die verbleibenden Risiken sind keine bilanziellen Rückstellungen erforderlich. Die Gesellschaft ist in keine nennenswerten Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft haben. Durch permanente Qualitätskontrollen wollen wir möglichen Risiken bereits im Vorfeld vorbeugen.

3.1.6 IT-Risiken

Investitionen in die Aufrechterhaltung der IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit sowie die Zusammenarbeit mit qualifizierten IT-Partnern gewährleisten eine sichere Nutzung der IT- Umgebung. Da die Anforderungen an die IT im Allgemeinen und das ERP-System (Enterprise- Resource-Planning) im Besonderen kontinuierlich steigen, haben wir uns intensiv mit der Auswahl einer neuen Unternehmenssoftware für alle Abteilungen beschäftigt und uns auf die Abdeckung der hochindividuellen Fahrzeugproduktion bei APF konzentriert.

5 Thomsonreuters Geopolitical & economic outlook 2024: Instability in China and global security, Januar 2024.

3.2 Chancenbericht

Angesichts der stark wachsenden Nachfrage nach Elektromobilität und des Mangels an Angeboten im Luxusgütersegment erwarten wir, dass das erste Produkt, der Battista, im nächsten Geschäftsjahr 2024/2025 die richtige Nachfrage am Markt erzielen wird.

3.2.1 Attraktivität der Marke

Die Marke Pininfarina ist seit 90 Jahren auf dem Markt und innerhalb und außerhalb der Automobilindustrie für Innovationen und außergewöhnliches Design bekannt. Diese Anziehungskraft der Marke, ihre Geschichte seit der Gründung durch Battista "Pinin" Farina sind der Kern einer stark positiven Anziehungskraft der Marke, des Unternehmens und seines Produkts, des Battista. Die Marketing-, Social-Media- und PR-Aktivitäten führen dazu, dass Pininfarina nicht nur von Sammlern, sondern auch von Automobilmedien und einem breiten Spektrum von Autoliebhabern geschätzt wird. Dies bildet die perfekte Grundlage für eine erfolgreiche Vermarktung unserer Produkte in der Zukunft.

3.2.2 Globale Trends in Bezug auf Nachhaltigkeit, Elektromobilität und Luxusgüter

Wir gehen davon aus, dass Nachhaltigkeit und Elektromobilität trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen oder politischen Lage an Dynamik gewinnen werden. Der Gesetzgeber hat dem Thema Priorität eingeräumt, indem er Verkaufsanreize und Strafen für emissionsintensive Fahrzeuge festgelegt hat. Gleichzeitig steigt der Absatz von Elektroautos in den Hauptmärkten USA und Europa rasant an. Dieser Trend ermöglicht es uns, mit unserem elektrischen Hypercar auf den Zug der aktuellen Entwicklung aufzuspringen und sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft von der wachsenden Nachfrage profitieren werden Ermöglicht wird dies durch das kontinuierliche Wachstum der Luxusgüterindustrie unter Berücksichtigung der ansteigenden Zahl vermögender Privatpersonen in den Industrieländern. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit sowie die wachsenden Märkte für Luxusgüter und Elektroautos bieten ein großes Potenzial für eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Luxusfahrzeugen in der Zukunft.

3.2.3 Synergien durch den Konzern

Durch die Unterstützung der Mahindra Group als Dachgesellschaft kann APF in vielen Belangen auf vorhandene Ressourcen und Know-how zurückgreifen. Diese Kooperation bietet vielfältige Chancen, da sie insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Beschaffung, Finanzierung und Liquiditätssicherung Synergien auf Basis des bestehenden Netzwerks der Mahindra Group ermöglicht.

3.2.4 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wir gehen davon aus, dass sich der konjunkturelle Aufwärtstrend fortsetzt und die Nachfrage nach unserem Produkt stark steigen wird. Neben einer positiven Nachfrageentwicklung erwarten wir ein weiterhin positives Finanzierungsumfeld für Start-ups in der Technologie- und Elektromobilitätsbranche.

4 Prognosebericht

Um umweltbewusste Kunden zu gewinnen, sollen viele Luxusautos ökologischer werden. Luxus-Elektroautos werden das Wachstum im Segment der Luxusautos fördern. Gleichzeitig wird erwartet, dass Luxus-SUVs eine neue Kundengruppe anziehen. Von High-End-Fahrzeugen wird erwartet, dass sie Konnektivität mit ergonomischem Design verbinden. Intelligente Autos erfordern jedoch Verbesserungen der Infrastruktur, insbesondere in städtischen Gebieten. Daher bauen immer mehr Städte die Infrastruktur auf, die für die Umsetzung von Programmen für intelligente Fahrzeuge erforderlich ist. Weltweit werden Verbrennungsmotoren in rasantem Tempo durch emissionsarme Autos ersetzt. Bis 2040 werden Elektroautos 54 % des weltweiten Neuwagenabsatzes ausmachen. 6 Als umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zu Autos mit fossilen Brennstoffen sind Elektroautos die Zukunft des Reisens und werden bald Teil des Alltags sein. Politische Veränderungen und strengere Umweltauflagen sind die stärksten Katalysatoren für die weltweite Einführung von Elektroautos.

Vor dem Hintergrund verbesserter Rahmenbedingungen scheint sich das kommende Geschäftsjahr 2024/25 positiv zu entwickeln, wenngleich aufgrund der aktuellen politischen Situation weiterhin Beschaffungsrisiken bestehen. Geplant sind mehrere Kundenevents und Marketingaktivitäten zur Verkaufsförderung. Angesichts der starken Nachfrage nach Elektromobilität und der schnellen Erholung des Luxusgütermarktes erwarten wir für das kommende Jahr eine sehr positive Entwicklung unseres Geschäfts. Die aktuelle geopolitische Situation kann Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben. APF wird die Entwicklungen weiterhin beobachten , um erhebliche Unsicherheiten zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen für die Zukunft umzusetzen.

Das Unternehmen wird sich weiterhin auf die Markt- und Verkaufsveranstaltungen konzentrieren. Es wird mit einem Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich und einem negativen operativen Verlust im mittleren einstelligen Millionenbereich gerechnet.

6 BloombergNEF, 2017: Electric Vehicles to Accelerate to 54% of New Car Sales by 2040

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 6. Mai 2024

Paolo Dellachà

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Automobili Pininfarina GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Automobili Pininfarina GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Automobili Pininfarina GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 7. Mai 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Andrea Stoiber-Harant, Wirtschaftsprüfer

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