TSI GmbH
Aachen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für Offenlegungszwecke
TSI
GmbH
Lagebericht
für
das
Geschäftsjahr
2023
Gesamtwirtschaftliche
Lage
und
Branchenentwicklung
Laut der im Juli 2024 veröffentlichten Prognose
des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich das
Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2024 nach drei Jahren
rückläufiger Wachstumsraten und trotz anhaltender
geopolitischer Spannungen sowie einer verlangsamten Dynamik
der weltweiten Disinflation im Berichtsjahr stabilisieren.
Die weltweite Inflation bildete sich im bisherigen
Jahresverlauf zurück, jedoch langsamer als erwartet.
Folglich wird mit einer nur vorsichtigen Lockerung der
Geldpolitik durch die Notenbanken und damit einhergehenden
höheren Leitzinsen für einen längeren
Zeitraum als erwartet gerechnet. Weiterhin wird mit
zunehmenden Risiken aus erneuten Handelsrestriktionen und
geopolitischen Spannungen gerechnet. (Quelle: IWF, Juli
2024)
Für Deutschland führt der
Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) aus, dass eine
Verzögerung der Erholung der deutschen Wirtschaft zu
erwarten ist. Für 2024 und 2025 geht der
Sachverständigenrat, unter anderem bedingt durch
Arbeitskostensteigerungen und anhaltend hohe
Industriepreise für Energie sowie demografisch
bedingte geringe Dynamik am Arbeitsmarkt, von einer nur
leichten Aufwärtsdynamik aus. Der
Sachverständigenrat erwartet, dass sich die schwache
Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2024
zunächst fortsetzt und im Jahresdurchschnitt das
Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt nur minimal um 0,2%
steigt. Im Jahr 2025 ist mit einem moderaten Wachstum der
Gesamtwirtschaft um 0,9% zu rechnen. (Quelle: SVR,
Frühjahrsgutachten 2024)
Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik
e.V. (AMA) befragte seine Mitglieder im Januar 2024 zur
wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden
Geschäftsjahres. Die AMA Mitglieder erwirtschaftete
ein Umsatzplus von 6%, verglichen zum Vorjahr. Im vierten
Quartal gingen die Umsätze um 6% und die
Auftragseingänge um 3%zurück, verglichen zu dem
Vorquartal. Die AMA Mitglieder schauen aber verhalten
positiv in das Geschäftsjahr 2024 und rechnen mit
einem Umsatzwachstum von 2%. (Quelle: AMA,
Branchenstatistik 2024)
Geschäftsfeld
des
Unternehmens
Die TSI GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der
TSI Incorporated in den USA. Diese entwirft, konstruiert
und entwickelt Produkte, die Messprobleme lösen. TSI
arbeitet mit Hochschulen und Universitäten,
Forschungsgruppen und Unternehmen auf der ganzen Welt
zusammen, um den Standard für Messkompetenz zu setzen.
Von der Messung atmosphärischer Aerosole bis hin zur
Dichtsitzprüfung von Atemschutzgeräten. Die
Umsetzung von Daten in verwertbare Informationen
ermöglicht es den Kunden, ihre Arbeit effizienter zu
erledigen. Die Hauptaufgabe der TSI GmbH ist der Vertrieb
dieser Produkte überwiegend im Wirtschaftsraum der
EMEA (Europa, Naher/Mittlerer Osten, Afrika).
Wirtschaftsbericht
Das breite Angebot an TSI Produkten sichert die
natürlichen Auftragsschwankungen in den einzelnen
Branchen. Damit ist die TSI GmbH von der Entwicklung
einzelner Märkte weniger betroffen.
Geschäftsverlauf
Nach den Sondereffekten im Zuge der COVID19-Pandemie
- mit entsprechender außerordentlicher Nachfrage nach
bestimmten Messinstrumenten, die teilweise exklusiv von der
TSI GmbH weltweit vertrieben wurden - hatte die TSI GmbH
für das Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 6,1%
zu verzeichnen. Dieser Rückgang fiel allerdings
geringer aus, als von der Geschäftsführung
für das Geschäftsjahr erwartet war.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023
(T€ 28.199) lagen um T€ 1.836 unter den
Umsatzerlösen des Vorjahres (T€ 30.035). Die
Gesamtleistung verringerte sich um 12,8% auf
T€ 28.055 (2022: T€ 32.156). Bei einem
im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtleistung nur
unterproportionalem Rückgang der Materialaufwendungen
(-10,6%) ergibt sich ein Rohertrag von T€ 9.806,
welcher um T€ 2.369 unter dem Rohertrag des
Vorjahres liegt.
Unter Berücksichtigung der moderaten
Personalkostensteigerung (+4,1%) und eines Anstieg der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf T€ 2.232
ergibt sich ein Vorsteuerergebnis von T€ 3.180
und ein Jahresergebnis von T€ 2.144 (2022:
T€ 4.236).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um
T€ 562 auf T€ 7.194 gesunken; dies
entspricht einem Rückgang um 7,2%. Einem Rückgang
der liquiden Mittel um T€ 1.003 und der
Forderungen im Verbundbereich um T€ 439 steht ein
Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände um
T€ 974 gegenüber, welcher im Wesentlichen
auf Steuererstattungsansprüche
zurückzuführen ist. Der Lagerbestand hat sich im
Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres moderat um
T€ 165 verringert.
Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich
zum 31. Dezember 2023 auf T€ 4.275
(31. Dezember 2022: T€ 6.294). Im
Berichtsjahr 2023 wurden Ausschüttungen an die
Alleingesellschafterin von insgesamt T€ 4.164
vorgenommen. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember
2023 beläuft sich auf 59,4%.
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gleichen sich
die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten im
Verbundbereich annähernd aus. Stichtagsbedingt hat
sich die Position der Sonstigen Verbindlichkeiten deutlich
erhöht, welche sich zum 31. Dezember 2023 auf
T€ 1.353 beläuft. Hierin sind im
Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Einfuhrumsatzsteuer und
Zollabgaben der Monate November und Dezember 2023
enthalten.
Finanzlage
Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 428
(Vorjahr: T€ 1.431). Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten lagen - wie im Vorjahr -
nicht vor. Der Rückgang der liquiden Mittel ist - bei
deutlich positivem Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit - maßgeblich auf die
Ausschüttungen im Berichtsjahr
zurückzuführen. Die finanzielle Situation kann
als äußerst stabil und gesichert bezeichnet
werden.
Vergleich
der
tatsächlichen
mit
der
prognostizierten
Entwicklung
Die Gesellschaft verwendet als bedeutsamste
finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und
das Vorsteuerergebnis. Im Hinblick auf die
Umsatzerlöse lagen die Umsatzerlöse des
Berichtsjahres (€ 28,2 Mio.) über dem
prognostizierten Wert von € 25,5 Mio.; die
Geschäftsführung war von einem
Umsatzrückgang von ca. 15% ausgegangen, wohingegen ein
Ist-Rückgang von 6,1% zu verzeichnen war. Diese
Entwicklung ist in Teilen auf Preiseffekte im Zuge der
Anhebung der Verkaufspreise aufgrund der gestiegenen
Beschaffungskosten zurückzuführen. Das
Vorsteuerergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr
deutlich um ca. 49% auf € 3,2 Mio. reduziert, was
allerdings im Wesentlichen den Erwartungen der
Geschäftsführung entspricht.
Chancen
-
und
Risikobericht
Risikobericht
Nachfolgend werden die Risiken in absteigender
Rangfolge ihrer Bedeutung aufgeführt.
Markt
-
und
Wettbewerbsrisiken
Marktrisiken resultieren daraus, dass die
gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung
ungünstiger verlaufen kann als prognostiziert. Die TSI
GmbH erwartet einen moderaten Nachfragerückgang nach
dem Abebben der pandemiegestützten Nachfrage. Die
Gesellschaft sieht aber das mögliche Risiko, dass die
Bestellzahlen im Auftragseingang entgegen den Erwartungen
deutlicher rückläufig sein können.
Das Kerngeschäft der TSI GmbH bedient u.a. den
Europäischen Investitionsgütermarkt im Segment
der Messungen unter dem Gesichtspunkt der
Qualitätssicherung. Mit fundamentalen Risiken ist hier
- gerade auch im Hinblick auf die immer intensiveren
Diskussionen zum Umweltschutz - nicht zu rechnen.
Mit Blick auf die Attraktivität der Produkte der
Gesellschaft ist die TSI GmbH von der Wettbewerbsstellung
und Technologie des TSI-Konzerns abhängig. Mit der
breiten Produktpalette und technologischen Erfahrung des
Konzerns wird dieses Risiko als eher gering
eingeschätzt.
Ertragsorientierte
Risiken
Das interne Controlling überwacht ständig
die Gewährleistung der Voraussetzungen für einen
positiven Ertrag. Durch die exzellente Marktstellung der
TSI GmbH ist auch in den nächsten Jahren von deutlich
positiven Ergebnissen auszugehen.
Personelle
Risiken
Für den Unternehmenserfolg sind qualifizierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter strategischer
Erfolgsfaktor. Fachkräfte müssen gehalten und
kontinuierlich weiter qualifiziert werden. Die Gesellschaft
hat frühzeitig zu Beginn der Corona-Pandemie ab
März 2020, wo immer möglich, auf "Home Office"
bzw. Telearbeit umgestellt und konnte alle relevanten
Arbeitsabläufe dadurch auch weiterhin sicherstellen.
Nach Ende der Pandemie wurden denjenigen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, deren Tätigkeit es zulässt, die
Möglichkeit der Heimarbeit optional angeboten. Dieses
auch mit Hinblick auf die Konkurrenzfähigkeit auf dem
Arbeitsmarkt.
Finanzwirtschaftliche
Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und
Eigenkapitalsituation der TSI GmbH sind
Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar
Chancenbericht
TSI GmbH hat sich weltweit als Hersteller von
Messinstrumenten in verschiedenen Bereichen etabliert.
Gerade in den Bereichen Automobilindustrie aber auch ganz
besonders im Umweltbereich gelten TSI Geräte als
zuverlässige Unterstützung bei der Ermittlung und
Verbesserung von Qualität. Durch ständige Weiter-
und Neuentwicklung von Produkten wird TSI diese Stellung
auch in Zukunft einnehmen.
Gesamtaussage
Die wirtschaftliche Entwicklung der TSI GmbH ist
weiterhin gut. Trotz des Rückgangs durch die
pandemiebedingten Umsätze kann der TSI GmbH auch ohne
diesen Umstand eine sichere und gewinnorientierte Lage
attestiert werden.
Bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu
erkennen.
Forschung
und
Entwicklung
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden
z.Zt. nicht wahrgenommen.
Prognosebericht
Die Firma TSI GmbH verfügt über geordnete
wirtschaftliche Verhältnisse mit dem Potential, die
zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufs notwendigen
Finanzierungsanteile weiterhin aus eigenen Mitteln
aufzubringen.
Unter Berücksichtigung des gegenwärtig
schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes sind Prognosen
notwendigerweise mit erhöhten Unsicherheiten
verbunden. Die Geschäftsführung erwartet im
Geschäftsjahr 2024 für die bedeutsamsten
finanziellen Leistungsindikatoren jedoch Umsatzerlöse
auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 und ein
positives Vorsteuerergebnis in einer Bandbreite von
€ 3,0 Mio. bis € 3,2 Mio.
Die Geschäftsführung
___________________
__________________
Günter
Höing
Thomas E. Kennedy
Bilanz für Offenlegungszwecke
AKTIVA
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
0,00 |
1,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
88.246,51 |
91.778,66 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
360.682,78 |
332.416,95 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
84.597,86 |
0,00 |
| Summe
Sachanlagen |
533.527,15 |
424.195,61 |
| Summe
Anlagevermögen |
533.527,15 |
424.196,61 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
1.124.426,78 |
1.289.757,63 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
144.699,80 |
583.821,61 |
| Summe
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
5.073.483,52 |
4.558.052,56 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
428.355,40 |
1.430.999,52 |
| Summe
Umlaufvermögen |
6.626.265,70 |
7.278.809,71 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
34.435,51 |
53.434,22 |
| D.
Bilanzsumme Aktiva |
7.194.228,36 |
7.756.440,54 |
PASSIVA
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
260.000,00 |
260.000,00 |
| -
Gezeichnetes Kapital: 260.000,00 (Vj:
260.000,00) |
|
|
| II.
Kapitalrücklage |
1.124.842,14 |
1.124.842,14 |
| III.
Bilanzgewinn / Bilanzverlust |
2.889.658,87 |
4.909.019,73 |
| Summe
Eigenkapital |
4.274.501,01 |
6.293.861,87 |
| B.
Rückstellungen |
441.347,42 |
401.607,28 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
2.356.525,24 (Vj: 886.783,22) |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
659.210,71 |
0,00 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
659.210,71 (Vj: 0,00) |
|
|
| Summe
Verbindlichkeiten |
2.356.525,24 |
886.783,22 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
121.854,69 |
174.188,17 |
| E.
Bilanzsumme Passiva |
7.194.228,36 |
7.756.440,54 |
Gewinn- und Verlustrechnung für
Offenlegungszwecke
|
2023
EUR |
2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
9.806.465,12 |
12.175.224,75 |
| 2.
Personalaufwand |
|
|
| a.
Löhne und Gehälter |
-3.652.478,84 |
-3.499.377,49 |
| b.
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
-661.062,84 |
-645.290,91 |
| -
davon für Altersversorgung: -91.964,04 (Vj:
-91.925,51) |
|
|
| Summe
Personalaufwand |
-4.313.541,68 |
-4.144.668,40 |
| 3.
Abschreibungen |
|
|
| a.
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
-82.285,90 |
-81.381,13 |
| Summe
Abschreibungen |
-82.285,90 |
-81.381,13 |
| 4.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-2.232.096,47 |
-1.703.282,30 |
| -
davon aus der Währungsumrechnung: -514.103,02
(Vj: -408.896,80) |
|
|
| 5.
Ordentliches Betriebsergebnis |
3.178.541,07 |
6.245.892,92 |
| 6.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.737,31 |
0,00 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
0,00 |
-735,97 |
| 8.
Finanzergebnis |
1.737,31 |
-735,97 |
| 9.
Ergebnis vor Steuern |
3.180.278,38 |
6.245.156,95 |
| 10.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-1.032.471,26 |
-2.006.687,00 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
2.147.807,12 |
4.238.469,95 |
| 12.
Sonstige Steuern |
-3.507,51 |
-2.863,95 |
| 13.
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag |
2.144.299,61 |
4.235.606,00 |
| 14.
Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
745.359,26 |
673.413,73 |
| 15.
Bilanzgewinn / Bilanzverlust |
2.889.658,87 |
4.909.019,73 |
Anhang für Offenlegungszwecke
TSI
GmbH
Anhang
zum
31
.
Dezember
2023
I
.
Allgemeine
Angaben
Die TSI GmbH hat ihren Sitz in Aachen. Sie ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 3193
eingetragen.
Die TSI GmbH ist zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2023 eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss der TSI GmbH wurde nach den
Vorschriften der §§ 242 ff. HGB
unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für
Kapitalgesellschaften
(§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG
aufgestellt.
Die Gesellschaft nimmt die
größenabhängigen Erleichterungen des 288
Abs. 2 HGB in Anspruch.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB
aufgestellt.
Im Interesse einer besseren Klarheit und
Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen
Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die
Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind,
weitestgehend im Anhang aufgeführt.
II
.
Bilanzierung
und
Bewertung
der
Aktivposten
Entgeltlich von Dritten erworbene
immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert
und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend
linear abgeschrieben.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich planmäßiger
linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf
Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen
grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden
Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren
Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich
außerplanmäßige Abschreibungen bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
In Bezug auf die Bilanzierung
geringwertiger
Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die
steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2
EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von
abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des
Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung
fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung,
Herstellung oder Einlage in voller Höhe als
Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen
Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut
€ 800 nicht übersteigen.
Die
Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des
strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren
Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus
überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter
Verwertbarkeit und/oder niedrigeren
Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene
Wertabschläge berücksichtigt. In allen
Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die
voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum
Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren
beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende
Abwertungen vorgenommen.
Die
fertigen
und
unfertigen
Leistungen
und
Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die
Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen
Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.
Forderungen
und
sonstige
Vermögensgegenstände werden mit dem
Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden
niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren
Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist,
werden angemessene Wertabschläge vorgenommen;
uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur
Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine
Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf
die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen,
gebildet.
Die
flüssigen
Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag
angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum
Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden
zum Stichtag wie folgt bewertet:
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum
Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum
niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des
Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt
(Imparitätsprinzip). Kurzfristige
Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr
oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige
Vermögensgegenstände in Fremdwährungen
werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
umgerechnet.
Als
aktive
Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem
Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für
einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Latente
Steuern werden auf die Unterschiede in den
Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz
angesetzt, sofern sich diese in späteren
Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und
passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im
Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum
Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des
§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch
gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung
der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und
Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk
ausgewiesen.
III
.
Bilanzierung
und
Bewertung
der
Passivposten
Das
gezeichnete
Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die
sonstigen
Rückstellungen sind so bemessen, dass die
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen
berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in
Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
erforderlich ist, um zukünftige
Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis-
und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern
ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt
vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank
veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die
Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum
Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden
zum Stichtag wie folgt bewertet:
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten
werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der
Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert,
unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am
Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).
Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten
(Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
III
.
Erläuterungen
zur
Bilanz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im (Brutto-)
Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs)
dargestellt.
Sämtliche
Forderungen
und
sonstigen
Vermögensgegenstände sind innerhalb eines
Jahres fällig.
Die
Forderungen
gegen
verbundene
Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und
Leistungsverkehr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen
zum Abschlussstichtag in Höhe von T€ 145.
Die Überleitung auf den
Bilanzgewinn ist nachfolgend dargestellt:
|
€ |
| Jahresüberschuss
2023 |
2.144.299,61 |
| Gewinnvortrag aus dem
Vorjahr |
4.909.019,73 |
| Ausschüttungen
2023 |
-4.163.660,47 |
| Bilanzgewinn |
2.889.658,87 |
In der Entwicklung des Jahresergebnisses zum
Bilanzgewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung ist der
Gewinnvortrag nach Ergebnisverwendung (T€ 745)
aufgeführt.
Die
sonstigen
Rückstellungen beinhalten neben
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen
im Wesentlichen Rückstellungen für
erfolgsabhängige Mitarbeitervergütungen
(T€ 271; Vorjahr T€ 234) und
Urlaubsentgelte (T€ 46; Vorjahr T€ 43).
Sämtliche
Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb
eines Jahres fällig.
Die
Verbindlichkeiten
gegenüber
verbundenen
Unternehmen (T€ 659; Vorjahr
T€ 0) resultieren vollumfänglich aus dem
Lieferungs- und Leistungsverkehr mit ausländischen
TSI-Gruppenunternehmen. Verbindlichkeiten gegenüber
der Gesellschafterin bestehen nicht.
Die
sonstigen
Verbindlichkeiten (T€ 1.353; Vorjahr
T€ 78) enthalten im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aus Zollabgaben und Einfuhrumsatzsteuer.
V
.
Sonstige
Angaben
Die
durchschnittliche
Anzahl
der
Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug 42
(Vorjahr 41 Mitarbeiter).
Geschäftsführer waren im
Geschäftsjahr 2023:
| • |
Herr Günter Höing,
Kaufmann, Berlin
|
| • |
Herr Thomas E. Kennedy,
Kaufmann, West Lakeland, Minnesota/USA
|
Auf eine Angabe der Bezüge der
Geschäftsführung wird gemäß
§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die
sonstigen
finanziellen
Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus
Miet- und Leasingverpflichtungen und belaufen sich zum
31. Dezember 2023 auf insgesamt T€ 508;
davon entfallen T€ 233 auf Zahlungen innerhalb
eines Jahres und T€ 275 haben Restlaufzeiten von
1 bis 5 Jahren.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den
Konzernabschluss der TSI Incorporated mit Sitz in
Shoreview, Minnesota/USA, die den Konzernabschluss für
den kleinsten und zugleich größten Kreis von
Unternehmen aufstellt, einbezogen.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Bilanzgewinn von T€ 2.890 auf neue Rechnung
vorzutragen.
Ereignisse
nach
dem
Abschlussstichtag
(
Nachtragsbericht
)
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in
der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz
berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Die Geschäftsführung
___________________ __________________
Günter
Höing
Thomas E. Kennedy
Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
Stand 01.01.2023 EUR
|
Zugänge EUR
|
Abgänge EUR
|
Stand 31.12.2023 EUR
|
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
2.389,00 |
0,00 |
0,00 |
2.389,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
114.639,43 |
0,00 |
0,00 |
114.639,43 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
786.450,64 |
117.039,10 |
19.003,54 |
884.486,20 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
84.597,86 |
0,00 |
84.597,86 |
| Summe
Sachanlagen |
901.090,07 |
201.636,96 |
19.003,54 |
1.083.723,49 |
| Summe
Anlagevermögen |
903.479,07 |
201.636,96 |
19.003,54 |
1.086.112,49 |
Abschreibungen
|
Stand 01.01.2023 EUR
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand 31.12.2023 EUR
|
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
2.388,00 |
1,00 |
0,00 |
2.389,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
22.860,77 |
3.532,15 |
0,00 |
26.392,92 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
454.033,69 |
78.752,75 |
8.983,02 |
523.803,42 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
| Summe
Sachanlagen |
476.894,46 |
82.284,90 |
8.983,02 |
550.196,34 |
| Summe
Anlagevermögen |
479.282,46 |
82.285,90 |
8.983,02 |
552.585,34 |
Buchwerte
|
Buchwert 31.12.2023 EUR
|
Buchwert 31.12.2022 EUR
|
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
0,00 |
1,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
88.246,51 |
91.778,66 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
360.682,78 |
332.416,95 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
84.597,86 |
0,00 |
| Summe
Sachanlagen |
533.527,15 |
424.195,61 |
| Summe
Anlagevermögen |
533.527,15 |
424.196,61 |
Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach
§ 276 HGB in Anspruch genommen. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht
wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die TSI GmbH, Aachen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TSI GmbH, Aachen,
- bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der TSI GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage
für
die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der
gesetzlichen
Vertreter
für
den
Jahresabschluss
und
den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung
des
Abschlussprüfers
für
die
Prüfung
des
Jahresabschlusses
und
des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Aachen, den 30. August
2024
D
│
R
│
P
RANDERATH
&
PARTNER
PartG
mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
(Merzenich)
(Schmidt)
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde am 30. August
2024 festgestellt.
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