Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 3193
Eingetragen
22.5.1985
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung, der Vertrieb und die Wartung von wissenschaftlichen Instrumenten jeder Art. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, alle rechtlich zulässigen Geschäfte zu betreiben, die dem vorgenannten Gegenstand dienlich oder förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas E. Kennedy
seit 28.5.2009
Geschäftsführer
Oliver Felix Bischof
seit 18.9.2003
Prokura
Günter Höing
seit 14.8.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TSI GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für Offenlegungszwecke

TSI GmbH

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung


Laut der im Juli 2024 veröffentlichten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2024 nach drei Jahren rückläufiger Wachstumsraten und trotz anhaltender geopolitischer Spannungen sowie einer verlangsamten Dynamik der weltweiten Disinflation im Berichtsjahr stabilisieren. Die weltweite Inflation bildete sich im bisherigen Jahresverlauf zurück, jedoch langsamer als erwartet. Folglich wird mit einer nur vorsichtigen Lockerung der Geldpolitik durch die Notenbanken und damit einhergehenden höheren Leitzinsen für einen längeren Zeitraum als erwartet gerechnet. Weiterhin wird mit zunehmenden Risiken aus erneuten Handelsrestriktionen und geopolitischen Spannungen gerechnet. (Quelle: IWF, Juli 2024)


Für Deutschland führt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) aus, dass eine Verzögerung der Erholung der deutschen Wirtschaft zu erwarten ist. Für 2024 und 2025 geht der Sachverständigenrat, unter anderem bedingt durch Arbeitskostensteigerungen und anhaltend hohe Industriepreise für Energie sowie demografisch bedingte geringe Dynamik am Arbeitsmarkt, von einer nur leichten Aufwärtsdynamik aus. Der Sachverständigenrat erwartet, dass sich die schwache Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2024 zunächst fortsetzt und im Jahresdurchschnitt das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt nur minimal um 0,2% steigt. Im Jahr 2025 ist mit einem moderaten Wachstum der Gesamtwirtschaft um 0,9% zu rechnen. (Quelle: SVR, Frühjahrsgutachten 2024)


Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine Mitglieder im Januar 2024 zur wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres. Die AMA Mitglieder erwirtschaftete ein Umsatzplus von 6%, verglichen zum Vorjahr. Im vierten Quartal gingen die Umsätze um 6% und die Auftragseingänge um 3%zurück, verglichen zu dem Vorquartal. Die AMA Mitglieder schauen aber verhalten positiv in das Geschäftsjahr 2024 und rechnen mit einem Umsatzwachstum von 2%. (Quelle: AMA, Branchenstatistik 2024)

Geschäftsfeld des Unternehmens


Die TSI GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der TSI Incorporated in den USA. Diese entwirft, konstruiert und entwickelt Produkte, die Messprobleme lösen. TSI arbeitet mit Hochschulen und Universitäten, Forschungsgruppen und Unternehmen auf der ganzen Welt zusammen, um den Standard für Messkompetenz zu setzen. Von der Messung atmosphärischer Aerosole bis hin zur Dichtsitzprüfung von Atemschutzgeräten. Die Umsetzung von Daten in verwertbare Informationen ermöglicht es den Kunden, ihre Arbeit effizienter zu erledigen. Die Hauptaufgabe der TSI GmbH ist der Vertrieb dieser Produkte überwiegend im Wirtschaftsraum der EMEA (Europa, Naher/Mittlerer Osten, Afrika).

Wirtschaftsbericht


Das breite Angebot an TSI Produkten sichert die natürlichen Auftragsschwankungen in den einzelnen Branchen. Damit ist die TSI GmbH von der Entwicklung einzelner Märkte weniger betroffen.

Geschäftsverlauf


Nach den Sondereffekten im Zuge der COVID19-Pandemie - mit entsprechender außerordentlicher Nachfrage nach bestimmten Messinstrumenten, die teilweise exklusiv von der TSI GmbH weltweit vertrieben wurden - hatte die TSI GmbH für das Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 6,1% zu verzeichnen. Dieser Rückgang fiel allerdings geringer aus, als von der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr erwartet war.

Ertragslage


Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 (T€ 28.199) lagen um T€ 1.836 unter den Umsatzerlösen des Vorjahres (T€ 30.035). Die Gesamtleistung verringerte sich um 12,8% auf T€ 28.055 (2022: T€ 32.156). Bei einem im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtleistung nur unterproportionalem Rückgang der Materialaufwendungen (-10,6%) ergibt sich ein Rohertrag von T€ 9.806, welcher um T€ 2.369 unter dem Rohertrag des Vorjahres liegt.


Unter Berücksichtigung der moderaten Personalkostensteigerung (+4,1%) und eines Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf T€ 2.232 ergibt sich ein Vorsteuerergebnis von T€ 3.180 und ein Jahresergebnis von T€ 2.144 (2022: T€ 4.236).

Vermögenslage


Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 562 auf T€ 7.194 gesunken; dies entspricht einem Rückgang um 7,2%. Einem Rückgang der liquiden Mittel um T€ 1.003 und der Forderungen im Verbundbereich um T€ 439 steht ein Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 974 gegenüber, welcher im Wesentlichen auf Steuererstattungsansprüche zurückzuführen ist. Der Lagerbestand hat sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres moderat um T€ 165 verringert.


Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 4.275 (31. Dezember 2022: T€ 6.294). Im Berichtsjahr 2023 wurden Ausschüttungen an die Alleingesellschafterin von insgesamt T€ 4.164 vorgenommen. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 59,4%.


Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gleichen sich die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten im Verbundbereich annähernd aus. Stichtagsbedingt hat sich die Position der Sonstigen Verbindlichkeiten deutlich erhöht, welche sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 1.353 beläuft. Hierin sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben der Monate November und Dezember 2023 enthalten.

Finanzlage


Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 428 (Vorjahr: T€ 1.431). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen - wie im Vorjahr - nicht vor. Der Rückgang der liquiden Mittel ist - bei deutlich positivem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - maßgeblich auf die Ausschüttungen im Berichtsjahr zurückzuführen. Die finanzielle Situation kann als äußerst stabil und gesichert bezeichnet werden.

Vergleich der tatsächlichen mit der prognostizierten Entwicklung


Die Gesellschaft verwendet als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das Vorsteuerergebnis. Im Hinblick auf die Umsatzerlöse lagen die Umsatzerlöse des Berichtsjahres (€ 28,2 Mio.) über dem prognostizierten Wert von € 25,5 Mio.; die Geschäftsführung war von einem Umsatzrückgang von ca. 15% ausgegangen, wohingegen ein Ist-Rückgang von 6,1% zu verzeichnen war. Diese Entwicklung ist in Teilen auf Preiseffekte im Zuge der Anhebung der Verkaufspreise aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten zurückzuführen. Das Vorsteuerergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um ca. 49% auf € 3,2 Mio. reduziert, was allerdings im Wesentlichen den Erwartungen der Geschäftsführung entspricht.

Chancen - und Risikobericht

Risikobericht


Nachfolgend werden die Risiken in absteigender Rangfolge ihrer Bedeutung aufgeführt.

Markt - und Wettbewerbsrisiken


Marktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen kann als prognostiziert. Die TSI GmbH erwartet einen moderaten Nachfragerückgang nach dem Abebben der pandemiegestützten Nachfrage. Die Gesellschaft sieht aber das mögliche Risiko, dass die Bestellzahlen im Auftragseingang entgegen den Erwartungen deutlicher rückläufig sein können.


Das Kerngeschäft der TSI GmbH bedient u.a. den Europäischen Investitionsgütermarkt im Segment der Messungen unter dem Gesichtspunkt der Qualitätssicherung. Mit fundamentalen Risiken ist hier - gerade auch im Hinblick auf die immer intensiveren Diskussionen zum Umweltschutz - nicht zu rechnen.


Mit Blick auf die Attraktivität der Produkte der Gesellschaft ist die TSI GmbH von der Wettbewerbsstellung und Technologie des TSI-Konzerns abhängig. Mit der breiten Produktpalette und technologischen Erfahrung des Konzerns wird dieses Risiko als eher gering eingeschätzt.

Ertragsorientierte Risiken


Das interne Controlling überwacht ständig die Gewährleistung der Voraussetzungen für einen positiven Ertrag. Durch die exzellente Marktstellung der TSI GmbH ist auch in den nächsten Jahren von deutlich positiven Ergebnissen auszugehen.

Personelle Risiken


Für den Unternehmenserfolg sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter strategischer Erfolgsfaktor. Fachkräfte müssen gehalten und kontinuierlich weiter qualifiziert werden. Die Gesellschaft hat frühzeitig zu Beginn der Corona-Pandemie ab März 2020, wo immer möglich, auf "Home Office" bzw. Telearbeit umgestellt und konnte alle relevanten Arbeitsabläufe dadurch auch weiterhin sicherstellen. Nach Ende der Pandemie wurden denjenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Tätigkeit es zulässt, die Möglichkeit der Heimarbeit optional angeboten. Dieses auch mit Hinblick auf die Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt.

Finanzwirtschaftliche Risiken


Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der TSI GmbH sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar

Chancenbericht


TSI GmbH hat sich weltweit als Hersteller von Messinstrumenten in verschiedenen Bereichen etabliert. Gerade in den Bereichen Automobilindustrie aber auch ganz besonders im Umweltbereich gelten TSI Geräte als zuverlässige Unterstützung bei der Ermittlung und Verbesserung von Qualität. Durch ständige Weiter- und Neuentwicklung von Produkten wird TSI diese Stellung auch in Zukunft einnehmen.

Gesamtaussage


Die wirtschaftliche Entwicklung der TSI GmbH ist weiterhin gut. Trotz des Rückgangs durch die pandemiebedingten Umsätze kann der TSI GmbH auch ohne diesen Umstand eine sichere und gewinnorientierte Lage attestiert werden.


Bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu erkennen.

Forschung und Entwicklung


Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden z.Zt. nicht wahrgenommen.

Prognosebericht


Die Firma TSI GmbH verfügt über geordnete wirtschaftliche Verhältnisse mit dem Potential, die zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufs notwendigen Finanzierungsanteile weiterhin aus eigenen Mitteln aufzubringen.


Unter Berücksichtigung des gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes sind Prognosen notwendigerweise mit erhöhten Unsicherheiten verbunden. Die Geschäftsführung erwartet im Geschäftsjahr 2024 für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren jedoch Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 und ein positives Vorsteuerergebnis in einer Bandbreite von € 3,0 Mio. bis € 3,2 Mio.

 

Aachen, 30. August 2024


Die Geschäftsführung

___________________            __________________


Günter Höing                           Thomas E. Kennedy

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.246,51 91.778,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.682,78 332.416,95
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.597,86 0,00
Summe Sachanlagen 533.527,15 424.195,61
Summe Anlagevermögen 533.527,15 424.196,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.124.426,78 1.289.757,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 144.699,80 583.821,61
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.073.483,52 4.558.052,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 428.355,40 1.430.999,52
Summe Umlaufvermögen 6.626.265,70 7.278.809,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.435,51 53.434,22
D. Bilanzsumme Aktiva 7.194.228,36 7.756.440,54

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 260.000,00 (Vj: 260.000,00)
II. Kapitalrücklage 1.124.842,14 1.124.842,14
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 2.889.658,87 4.909.019,73
Summe Eigenkapital 4.274.501,01 6.293.861,87
B. Rückstellungen 441.347,42 401.607,28
C. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.356.525,24 (Vj: 886.783,22)
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 659.210,71 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 659.210,71 (Vj: 0,00)
Summe Verbindlichkeiten 2.356.525,24 886.783,22
D. Rechnungsabgrenzungsposten 121.854,69 174.188,17
E. Bilanzsumme Passiva 7.194.228,36 7.756.440,54

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 9.806.465,12 12.175.224,75
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -3.652.478,84 -3.499.377,49
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -661.062,84 -645.290,91
- davon für Altersversorgung: -91.964,04 (Vj: -91.925,51)
Summe Personalaufwand -4.313.541,68 -4.144.668,40
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -82.285,90 -81.381,13
Summe Abschreibungen -82.285,90 -81.381,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.232.096,47 -1.703.282,30
- davon aus der Währungsumrechnung: -514.103,02 (Vj: -408.896,80)
5. Ordentliches Betriebsergebnis 3.178.541,07 6.245.892,92
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.737,31 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -735,97
8. Finanzergebnis 1.737,31 -735,97
9. Ergebnis vor Steuern 3.180.278,38 6.245.156,95
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.032.471,26 -2.006.687,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.147.807,12 4.238.469,95
12. Sonstige Steuern -3.507,51 -2.863,95
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.144.299,61 4.235.606,00
14. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 745.359,26 673.413,73
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 2.889.658,87 4.909.019,73

Anhang für Offenlegungszwecke

TSI GmbH

Anhang zum 31 Dezember 2023

I . Allgemeine Angaben


Die TSI GmbH hat ihren Sitz in Aachen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 3193 eingetragen.


Die TSI GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


Der Jahresabschluss der TSI GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.


Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.


Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.


Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II . Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen, gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung


Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:


Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

III . Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung


Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:


Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III . Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-) Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von T€ 145.

Die Überleitung auf den Bilanzgewinn ist nachfolgend dargestellt:

Jahresüberschuss 2023 2.144.299,61
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.909.019,73
Ausschüttungen 2023 -4.163.660,47
Bilanzgewinn 2.889.658,87


In der Entwicklung des Jahresergebnisses zum Bilanzgewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung ist der Gewinnvortrag nach Ergebnisverwendung (T€ 745) aufgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen im Wesentlichen Rückstellungen für erfolgsabhängige Mitarbeitervergütungen (T€ 271; Vorjahr T€ 234) und Urlaubsentgelte (T€ 46; Vorjahr T€ 43).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 659; Vorjahr T€ 0) resultieren vollumfänglich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit ausländischen TSI-Gruppenunternehmen. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 1.353; Vorjahr T€ 78) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Zollabgaben und Einfuhrumsatzsteuer.

V . Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug 42 (Vorjahr 41 Mitarbeiter).

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Günter Höing, Kaufmann, Berlin

Herr Thomas E. Kennedy, Kaufmann, West Lakeland, Minnesota/USA


Auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt T€ 508; davon entfallen T€ 233 auf Zahlungen innerhalb eines Jahres und T€ 275 haben Restlaufzeiten von 1 bis 5 Jahren.


Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TSI Incorporated mit Sitz in Shoreview, Minnesota/USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Ergebnisverwendungsvorschlag


Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 2.890 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag ( Nachtragsbericht )


Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Aachen, 30. August 2024


Die Geschäftsführung

___________________ __________________


Günter Höing                Thomas E. Kennedy

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023 EUR
Zugänge EUR
Abgänge EUR
Stand 31.12.2023 EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.389,00 0,00 0,00 2.389,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.639,43 0,00 0,00 114.639,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 786.450,64 117.039,10 19.003,54 884.486,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 84.597,86 0,00 84.597,86
Summe Sachanlagen 901.090,07 201.636,96 19.003,54 1.083.723,49
Summe Anlagevermögen 903.479,07 201.636,96 19.003,54 1.086.112,49

Abschreibungen

Stand 01.01.2023 EUR
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023 EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.388,00 1,00 0,00 2.389,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.860,77 3.532,15 0,00 26.392,92
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 454.033,69 78.752,75 8.983,02 523.803,42
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 476.894,46 82.284,90 8.983,02 550.196,34
Summe Anlagevermögen 479.282,46 82.285,90 8.983,02 552.585,34

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023 EUR
Buchwert 31.12.2022 EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.246,51 91.778,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.682,78 332.416,95
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.597,86 0,00
Summe Sachanlagen 533.527,15 424.195,61
Summe Anlagevermögen 533.527,15 424.196,61

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die TSI GmbH, Aachen

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der TSI GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TSI GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse


• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und


• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus


• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.


• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.


• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.


• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.


• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.


• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.


• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 30. August 2024

D R P RANDERATH & PARTNER PartG mbB


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Steuerberatungsgesellschaft

(Merzenich)           (Schmidt)
Wirtschaftsprüfer    Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde am 30. August 2024 festgestellt.

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