Beteiligungsgesellschaften
euNetworks GmbH
Franklinstraße 61, 60486 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marisa Trisolino seit 12.6.2025 | Geschäftsführer |
Martina Zacherl seit 16.1.2023 | Prokura |
Leon Buxton seit 16.1.2023 | Prokura |
Thorsten Hein seit 3.6.2022 | Geschäftsführer |
Katherine Ann Alexakis seit 3.6.2022 | Prokura |
Myriam Buchheister seit 20.4.2015 | Geschäftsführer |
Richard Taylor seit 28.2.2012 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
euNetworks Group Limited | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
euNetworks GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023euNetworks GmbH, Frankfurt am MainI. Grundlagen des Unternehmens Die euNetworks GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 26. März 1999 als Metromedia Fiber Network Holding GmbH, Frankfurt am Main, gegründet und in den Folgejahren mehrfach umfirmiert. Als Teil der euNetworks-Gruppe ist die euNetworks GmbH ein Bandbreiteninfrastrukturunternehmen, das 18 glasfaserbasierte Metro-Netze besitzt und betreibt, die mit einem Intercity-Backbone mit hoher Kapazität verbunden sind und 53 Städte in siebzehn Ländern abdeckt. Das Unternehmen ist in der Konnektivität von Rechenzentren tätig und verbindet heute über 536 Rechenzentren direkt miteinander. Die Metro-Netze befinden sich in London, Manchester, Dublin, Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Paris, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Wien, Mailand, Madrid und nun auch in Brüssel. euNetworks ist ein Anbieter von Cloud-Konnektivität, mit direkter Verbindung zu allen wichtigen Cloud-Plattformen und Zugang zu weiteren Plattformen. Die Produktpalette aus Glasfaser, Wellenlängen und Ethernet wird gebündelt, um Kunden Bandbreitenlösungen zu bieten, von euTrade bis Cloud Connect, DC Connect und Media Connect anzubieten. Großhandels-, Finanz-, Content-, Medien-, Mobilfunk-, Rechenzentrums- und Unternehmenskunden profitieren von euNetworks' Bestand an Glasfaser- und rohrbasierten Anlagen, die auf ihre hohen Bandbreitenanforderungen zugeschnitten sind. Die Erweiterung eines von euNetworks betriebenes Metropolnetzes in Brüssel folgte dem Erwerb eines leistungsgebundenes Glasfasernetz in Belgien. Das im vergangenen Jahr erworbene Glasfasernetz mit einer Länge von 1.660 Kilometern ergänzt das bestehende Netz von euNetworks in der Region um einzigartige Strecken in Brüssel und Langstreckenverbindungen in ganz Belgien und bietet eine solide Ergänzung. Darüber hinaus ergaben sich für euNetworks überzeugende zusätzliche Investitionsmöglichkeiten in Fernverbindungen in angrenzenden Gebieten und beim Aufbau eines neuen Brüsseler Stadtnetzes, um den Kunden ein wirklich durchgängiges Erlebnis zu bieten. Nach einer Restrukturierung der euNetworks-Gruppe werden seit dem 7. November 2016 100 % der Anteile von der euNetworks Group Limited mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich, gehalten. Die Gesellschaft hält eine operativ tätige Tochtergesellschaft in der Schweiz, die ein Schweizer Metro- und Long Haul Network betreibt. Die euNetworks GmbH ist Eigentümerin und Betreiberin eines Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzes, das die wichtigsten Städte in Deutschland miteinander verbindet. II. Allgemeiner Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 hat die euNetworks GmbH ihre Wachstumsstrategie, trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds, aufrechterhalten können. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr i.W. durch gestiegene Energie - und Erzeugerpreise sowie gestiegene Baukosten und ein gestiegenes Zinsniveau betroffen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde, unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren, ein Umsatz von ca. TEUR 74.500, ohne Transfer Pricing, prognostiziert. Im Berichtsjahr haben wir Umsätze in Höhe von TEUR 74.403 realisiert, dabei liegen wir mit TEUR 97 bzw. 0,13% leicht unterhalb unserer Planung. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine außerordentlichen Ereignisse, die das Wachstum negativ beeinflusst haben. Der Absatz über alle Produktgruppen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %. Auswirkungen durch reduzierte Verbraucherpreise ergaben sich im Wesentlichen bei den Produktgruppen Fibre and Duct Lease (Glasfaser- und Rohrmiete) welches im Vorjahr durch Einmaleffekt i. R. des Finanzlease geprägt war. Durch den Ausbau unserer Metro Transport Services konnte diese Produktgruppe erfreulicherweise eine Steigerung von 15,1% verzeichnet werden. Ebenso positiv haben sich die Erlöse "Colocation" entwickelt. Nach wie vor zeigt unser Kernprodukt Longhaul Wavelength (Wellenlängen-Services) stabile Umsatzsteigerungen in Höhe von TEUR 409 bzw. 3,7%. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft verstärkt in Netzoptimierungen investiert, wesentlicher Fokus lag auf Strecken mit niedriger Latenzzeit u.a. zu Euronext. Euronext verbindet die europäischen Volkswirtschaften mit den globalen Kapitalmärkten. Diese neu optimierten Handelsrouten verbinden London und Frankfurt mit dem Kerndatenzentrum von Euronext in Bergamo, Italien. Mehrere Hardware-Upgrades und über 52 Kilometer verkürzte Strecken führten zu einer Latenzleistung, die euNetworks als Marktführer für Dienste mit niedriger Latenz positioniert. Für das Berichtsjahr 2023 wurde ein EBITDA von TEUR 32.794 erwartet, das realisierte EBITDA in Höhe TEUR 36.089 liegt mit TEUR 3.295 deutlich über den Erwartungen. Wesentliche Gründe hierfür sind, dass die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung von Kostensteigerungen im Berichtsjahr positive Wirkungen gezeigt haben. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis in Höhe 3.108 TEUR durch die Sondereffekte aufgrund der Anpassung in den Bewertungsmethoden zum Anlagevermögen. Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2023 Außenumsatzerlöse Die Außenumsatzerlöse auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt erhöhten sich im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen der Bundesnetzagentur auf 59,9 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2022: 59,2 Mrd. Euro). Damit konnte die positive Entwicklung der beiden Vorjahre auch im Jahr 2023 fortgesetzt werden. Sowohl die Deutsche Telekom AG als auch die Wettbewerber haben ihre Außenumsatzerlöse gesteigert. Die Außenumsatzerlöse der Deutschen Telekom AG erhöhten sich voraussichtlich um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 25,7 Mrd. Euro im Jahr 2023. Die Außenumsatzerlöse der Wettbewerber sind um 0,9 Prozent auf 34,2 Mrd. Euro gestiegen. Auf Basis dieser Zahlen betrug der Marktanteil der Wettbewerber an den gesamten Außenumsatzerlösen auf dem Telekommunikationsmarkt im Jahr 2023 wie auch in den Vorjahren 57 Prozent und der der Deutschen Telekom AG 43 Prozent. Eine Betrachtung nach Marktsegmenten zeigt, dass der größte Anteil auf das Festnetz entfällt. Mit voraussichtlich 53 Prozent (31,70 Mrd. Euro) im Jahr 2023 lag der Anteil dieses Segments vor dem des Mobilfunks mit 46 Prozent (27,64 Mrd. Euro). Das Festnetz lässt sich weiter in die Bereiche xDSL-/Fttx-Netze und HFC-Netze unterteilen. Der weitaus überwiegende Anteil der Außenumsatzerlöse im Festnetz entfiel im Jahr 2023 mit 81 Prozent (25,71 Mrd. Euro) auf Außenumsatzerlöse über xDSL-/Fttx-Netze. Der Anteil der HFCNetze betrug 19 Prozent (5,99 Mrd. Euro). Herkömmliche Telekommunikationsnetze Die Außenumsatzerlöse im Segment der xDSL-/ Fttx-Netze betrugen im Jahr 2023 auf Basis der aktuell verfügbaren Daten 25,71 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr (24,94 Mrd. Euro). Die Verteilung der Außenumsatzerlöse auf Endkundenleistungen, Vorleistungen und sonstige Leistungen hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Auf Endkundenleistungen, die mit Leistungen für private, gewerbliche und öffentliche Endverbraucherinnen und Endverbraucher erzielt werden, entfielen wie im Vorjahr voraussichtlich 82 Prozent. Der Anteil der Außenumsatzerlöse, der auf Vorleistungen für konzernexterne Festnetz- und Mobilfunkanbieter sowie reine Diensteanbieter entfällt, lag bei 15 Prozent (2022: 16 Prozent). Hierunter fallen Vorleistungsprodukte für Sprachverkehr und Telefonie, Breitband und Internet sowie Infrastrukturleistungen. Der Anteil der Außenumsatzerlöse mit sonstigen Leistungen betrug unverändert gegenüber dem Vorjahr zwei Prozent. HFC-Netze Die Außenumsatzerlöse der Betreiber von HFC-Netzen beliefen sich im Jahr 2023 auf voraussichtlich 5,99 Mrd. Euro gegenüber 5,93 Mrd. Euro im Jahr 2022. Mit 95 Prozent entfiel der weitaus überwiegende Anteil im Jahr 2023 wie auch im Vorjahr auf Endkundenleistungen. Der Anteil der Außenumsatzerlöse mit Vorleistungen lag bei zwei Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Das HFC-Vorleistungsgeschäft hat im Vergleich zum Segment der xDSL-/Fttx-Netze eine geringe Bedeutung. Auf sonstige Außenumsatzerlöse entfielen unverändert gegenüber dem Vorjahr vier Prozent. Mobilfunk Die Außenumsatzerlöse über Mobilfunknetze lagen im Jahr 2023 mit voraussichtlich 27,64 Mrd. Euro geringfügig über dem Wert des Vorjahres (2022: 27,53 Mrd. Euro). Auf Endkundenleistungen (ohne Endgeräte) entfielen 69 Prozent, auf Vorleistungen acht Prozent, auf Endgeräte 20 Prozent der Außenumsatzerlöse und auf sonstige Außenumsatzerlöse drei Prozent. Die Anteile im Jahr 2022 beliefen sich auf 67 Prozent (Endkundenleistungen), neun Prozent (Vorleistungen), 21 Prozent (Endgeräte) und drei Prozent (Sonstige). Die Verteilung der Außenumsatzerlöse im Mobilfunk auf Netzbetreiber und Diensteanbieter/ MVNO (Mobile Virtual Network Operators) weist deutliche Unterschiede auf. Die Bundesnetzagentur erwartet, dass auch im Jahr 2023 wie in den beiden Vorjahren mit 82 Prozent der überwiegende Anteil der gesamten Außenumsatzerlöse im Mobilfunk auf die Netzbetreiber entfällt. Der Marktanteil der Diensteanbieter/MVNO wird voraussichtlich bei 18 Prozent liegen. Sachinvestitionen Die Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt erreichten auf Basis der aktuell verfügbaren Daten 13,2 Mrd. Euro im Jahr 2023.4 Die Investitionsschwerpunkte der Unternehmen lagen im Ausbau der Glasfaser- und der 5G-Netze. Die Wettbewerber investierten voraussichtlich 7,6 Mrd. Euro im Jahr 2023 verglichen mit 8,5 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Die Investitionen der Deutschen Telekom AG lagen bei ungefähr 5,6 Mrd. Euro im Jahr 2023 gegenüber 4,9 Mrd. Euro im Jahr 2022. Die Unternehmen investierten überwiegend in neue Breitband-Netzinfrastrukturen. Hierunter fallen Investitionen, welche die Versorgung mit bzw. die Leistungsfähigkeit von Anschlüssen erhöhen. Im Jahr 2023 betrug ihr Anteil an den Gesamtinvestitionen ungefähr 88 Prozent. In den Erhalt bereits bestehender Breitband-Netzinfrastrukturen flossen ca. sieben Prozent und auf sonstige Investitionen entfielen etwa fünf Prozent. Hierzu zählen u. a. Investitionen in Teilnehmerendgeräte, in den Ausbau von Rechenzentren und Investitionen zur Sicherstellung der Kundenbetreuung.6 Seit der Marktöffnung im Jahr 1998 bis zum Ende des Jahres 2023 investierten die Unternehmen insgesamt knapp 213 Mrd. Euro in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt. Von dieser Summe entfielen 54 Prozent auf die Wettbewerber (114,9 Mrd. Euro) und 46 Prozent (97,9 Mrd. Euro) auf die Deutsche Telekom AG. (Quelle: Jahresbericht der Bundesnetzagentur 2023 gemäß § 122 Telekommunikationsgesetz) III. Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2023 über alle Produktgruppen stabil entwickelt. Eine Steigerung um TEUR 3.871 auf TEUR 129.484 bzw. um 3,1 % konnte dieses Jahr erreicht werden. Der Umsatz verteilt sich auf die Produktkategorien wie folgt:
Der Umsatzanstieg von insgesamt TEUR 3.871bzw. 3,1%, entspricht den Erwartungen für das Jahr 2023. Die Umsätze, bereinigt um die konzerninternen Verrechnungspreise, konnten den Erwartungen leider nicht im vollen Umfang erfüllen. Mit einem Rückgang 1,66 % im Vergleich zum Vorjahr liegen sie damit leicht unterhalb der Erwartungen. Der allgemeine Preisverfall im Telekommunikationsumfeld hat sich auch im Berichtsjahr 2023 weiter fortgesetzt und damit die Umsatzerlöse im Berichtsjahr in einzelnen Produktgruppen entsprechend beeinflusst. Durch verstärkten Fokus auf den Produktgruppen Wavelength und Metro Services konnten die Einbrüche in den Produktgruppen Fibre and Duct lease sowie Ethernet revenue kompensiert werden. Im Berichtsjahr lag die Produktgruppe Fibre and Duct lease mit TEUR 3.010 (-11,2%) unterhalb der Umsätze vom Vorjahr, die Produktgruppe Longhaul Wavelength (europaweite Wellenlängen-Services) verzeichnete hingegen mit TEUR 409 (+3,7%) erfreulicherweise wieder einen Zuwachs. Weiter an Fahrt hat auch die Produktgruppe Colocation gewonnen. Die weiterhin steigende Nachfrage unserer Kunden im Rahmen des Ausbaus der Digitalisierungsansätzen unserer Kunden wirken Regulierungseffekte sowie anhaltender Preis- und Wettbewerbsdruck entgegen. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Die Sammelkategorie "Other Revenue" enthält unter anderem Umsätze mit den übrigen Gesellschaften der euNetworks-Gruppe. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz aus Handel mit verbundenen Unternehmen TEUR 806 (Vj. TEUR 1.034). Die euNetworks GmbH ist in die euNetworks-Gruppe integriert. Sie betreibt das Network Operating Center (NOC), das den Betrieb des gesamten Netzwerks für die Gruppe unterstützt und überwacht und nimmt wie alle Konzerngesellschaften vollumfänglich das Leistungsangebot des seit 2012 bestehenden Shared Service Center in London, Vereinigtes Königreich, in Anspruch. Das in der Umlage berechnete Leistungsspektrum umfasst den Personal-, Finanz- und Rechtsbereich ebenso wie die Bereiche Produkt- und Servicemanagement, Verkauf, Vertrieb und Marketing und nicht zuletzt das gemeinsame Management. Im Jahr 2023 wurde ein konzerninterner Erlös von insgesamt TEUR 55.081 (Vj. TEUR 49.956) berechnet. Der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um TEUR 1.583 bzw. 5,1 %. Wesentliche Gründe hierfür sind, dass die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung von Kostensteigerungen sowie Effizienzmaßnahmen im Berichtsjahr positive Wirkungen gezeigt haben. Die euNetworks GmbH hat zur Abwendung der Energiepreisanstiegs bereits in 2021 feste Preisvereinbarungen mit den Energieversorgern vereinbart. Dank dieser konnten die Energiekosten weitestgehend stabil gehalten werden. Durch Ausbau des Netzwerks können wir verstärkt on-net-Services anbieten und dadurch Kosten reduzieren. Die Leistungen an Arbeitnehmer sind geringfügig um TEUR 392 gestiegen auf TEUR 12.412 (Vj. TEUR 12.020) gestiegen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im betrachteten Zeitraum 123 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 51.779 (Vj. TEUR 48.209) und sind überwiegend auf konzerninterne Aufwendungen von TEUR 49.428 (Vj. TEUR 45.076) zurückzuführen. Bereinigt um diese Aufwendungen betragen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2.351 (Vj. TEUR 3.133) und sind damit um TEUR 782 bzw. 24,97 % gesunken. Wesentliche Kostenarten im Bereich Office Infrastruktur und IT-Kosten sind inflationsbegründet gestiegen. Ebenso ergaben sich in den Positionen für Versicherungen TEUR 494 (Vj. TEUR 426) und Rechtsberatung TEUR 187 (Vj. TEUR 180) jeweils ein Anstieg. Periodenfremde Aufwendungen TEUR 22 (Vj. TEUR 823) sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund ausbleibender Sondereffekte dagegen stark gesunken. Im Berichtsjahr hat sich die Nachfrage nach Bandbreite im Vergleich zu den Vorjahren nicht im gleichen Umfang fortgesetzt, dennoch ist die Nachfrage stabil und hat sich gemeinsam mit der Fortführung von Maßnahmen zur Eindämmung von Kostensteigerungen, positiv auf das Jahresergebnis ausgewirktBei den angemieteten Colocation wurde die die jährliche Fortschreibung der der Rückbaukosten nach Beendigung der Mietverträge auf Basis der vorliegenden Inflationsrate der Jahre 2017- 2023 neu berechnet. Hierdurch ergab sich ein Einmaleffekt von 340 TEUR. Die Anpassung der Bewertungsmethoden im Anlagevermögen erzeugte einen Sondereffekt der das Ergebnis in Höhe von 3.108 TEUR negativ beeinflusst hat. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ein positives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 6.321; (Vj. TEUR 12.229) erzielt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen und Maßnahmen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 36.089 und liegt damit mit TEUR 2.696 unterhalb des Vorjahreswertes. 2. Vermögens- und Finanzlage Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2023 auf TEUR 29.181 (Vj. TEUR 41.846), die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen TEUR 24.849 (Vj. TEUR 20.140). Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Sachanlagevermögen der Gesellschaft TEUR 174.025 (Vj. TEUR 169.666), was einem Anteil von 89,4 % (Vj. 77,5 %) der Bilanzsumme entspricht. Insgesamt kam es stichtagsbezogen zu einer Erhöhung des Sachanlagevermögens von TEUR 4.359. Das Finanzanlagevermögen beträgt TEUR 514 (Vj. TEUR 514). Das im Vorjahr zum Verkauf stehende Netzwerke wurde im Mai 2023 verkauft, dementsprechend habe sich die Vorräte reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 651 auf TEUR 6.534 (Vj. TEUR 7.185) gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der Übertragung an die euNetworks Holdings Limited eines Darlehens in Höhe von TEUR 15.000, zuzüglich Zinsen, um TEUR 25.811 gesunken, was einer Reduzierung um 81.5 % entspricht. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind ebenfalls um TEUR 165 (Vj. TEUR 1.358) bzw. 6,3 % gesunken. Die liquiden Mittel betragen TEUR 4.746; (VJ. TEUR 5.760) und sind damit stichtagsbezogen um TEUR 1.014 bzw. 17,6 % gesunken. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten kam es zu einer Steigerung um TEUR 1.086 bzw. 123,2%, begründet durch einen Anstieg von langfristigen Verträgen mit Netzwerklieferanten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Kreditlinien vereinbart, ebenso liegen keine gewährleisteten Kreditlinien aus Vorjahren vor. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit sichergestellt. Die Finanzierung erfolgt über den operativen Cashflow sowie über Darlehen von verbundenen Unternehmen. Aufgrund des Jahresüberschusses konnte das Eigenkapital von TEUR 66.547 auf TEUR 72.836 erhöht werden. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 3.431 bzw. 20,5 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen durch eine Reduzierung der Rückstellungen für Investitionsausgaben begründet. Bei den Verbindlichkeiten ergab sich insgesamt eine Reduzierung um TEUR 25.196 bzw. 19,8%. Im Berichtsjahr bestanden keine Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 98.583 TEUR haben sich um 25.304 TEUR gegenüber dem Vorjahr reduziert, was hauptsächlich auf eine Teilrückzahlung für das Darlehen von der euNetworks Holding Ltd zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 341 bzw. 12,0 % gestiegen. Demgegenüber sind die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 419 bzw. 54,5 % gesunken. Der passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 660 gesunken. Das langfristige Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital von TEUR 72.836 (Vj. TEUR 66.547) zu 41,7 % (Vj. 39,1 %) gedeckt. Die Finanzierung für den Ausbau der Netzwerkkapazitäten erfolgt im Wesentlichen über Intercompany Darlehen. Mit dem Darlehensgeber wurde im Februar 2023 vereinbart, dass die Verbindlichkeiten in Höhe von 97,2 Mio. frühestens im Februar 2032 fällig gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle Kreditvereinbarungsklauseln eingehalten. Unter Berücksichtigung der konzerninternen Darlehen liegt der Deckungsgrad II bei 96,3 %. Die euNetworks GmbH blick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung der Gesellschaft beurteilt die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 als insgesamt positiv und erfreulich. Unser angestrebtes organisches Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr wurde trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen erreicht. Die gesamtwirtschaftliche Lage, beeinflusst vom Krieg in der Ukraine und Klimawandel wirken sich weiterhin mit Knappheit und steigenden Preise für Energie und Rohstoffe sowie Einschränkungen in den globalen Lieferketten aus. Demgegenüber stehen die steigenden Trends in der globalen Digitalisierung und damit der Bedarf an unsere Produkte und Services. Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir weiterhin eine positive Entwicklung. IV. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen in das Anlagevermögen TEUR 29.181 (Vj. TEUR 41.870), was einer Reduzierung um 30 % entspricht. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen den Ausbau des Netzwerks TEUR 16.969 (Vj. TEUR 22.217), Metro und Long Haul Equipment TEUR 5.165 (Vj. TEUR 12.096), Ethernet und IP Equipment TEUR 4.140 (Vj. TEUR 5.159), Datacentre Equipment TEUR 1.456 (Vj. TEUR 1.856) und kundespezifische Investitionen TEUR 888 (Vj. TEUR 86). Der Posten Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 1.807 (Vj. TEUR 1.645) beinhaltet die Aufwendungen für Projekte zum Ausbau des Netzwerks, welche sich zum Stichtag noch in der Fertigstellung befanden. Die Fertigstellung dieser Projekte ist für das Jahr 2024 vorgesehen. V. Mitarbeiter Durchschnittlich waren in Berichtszeitraum 123 Arbeitnehmer (Vj. 129 Arbeitnehmer) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2023 verteilten sich unsere 123 Mitarbeiter wie folgt:
Die Mitarbeiterzahl ist stichtagsbezogen leicht gesunken. Trotz einer durchschnittlich stichtagsbezogen stabilen Mitarbeiterzahl ist der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um 4,1 % gestiegen. Dies ist begründet durch die Bezahlung von marktorientierten Gehältern sowie gestiegenen Einstieggehältern. VI. Risikomanagement
Die Struktur und Organisation der euNetworks GmbH unterliegen als Mitglied der euNetworks- Gruppe einer ständigen Prüfung und wird im Bedarfsfall den gegebenen Umständen entsprechend angepasst. Aus diesem Grund sind alle Verantwortungsbereiche innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Kontrollsystems klar definiert. Hierzu gehören die folgenden Bestandteile:
2. Risikomanagementsystem In der euNetworks-Gruppe gibt es ein unternehmensweit integriertes Managementsystem. Die euNetworks GmbH und ihre verbundenen Unternehmen sind diesem Management unterstellt. Das Ziel dieser Strategie ist es, eine ausgewogene Risikopolitik, die sich an operativen Zielen orientiert, unternehmensweit einzuführen und zu überwachen, wobei aber das freie unternehmerische Denken nicht gehindert werden soll. Die Risikopolitik der Gesellschaft legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen und den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, werden alle Aktivitäten einer stetigen Kontrolle unterzogen. Die Kontrollen sollen sicherstellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden. 3. Formulierung einer Risikomanagementstrategie Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand der euNetworks Group Limited eine Risikostrategie fest. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Hierbei steht ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken im Vordergrund. 4. Verantwortungs- und Reportingkonzept Das für den gesamten Konzern eingeführte Managementsystem hat sich als effizient bewährt. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter der euNetworks GmbH ist angehalten, sich im Rahmen der übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Vorgesetzten. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben bewusst sind. Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand der euNetworks Group Limited. Die Effizienz und Effektivität der Prozesse werden kontinuierlich überwacht und sind Bestandteil der Aktivitäten des Vorstands der euNetworks Group Limited. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren 5.1 Finanzieller Leistungsindikator Als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator gilt für die Gesellschaft - wie auch in der Gruppe - das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ("EBITDA"). Im Rahmen der Planung wird das EBITDA festgelegt, durch das Controlling wird die Zielerreichung überwacht und Abweichungen werden regelmäßig analysiert und berichtet. 5.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir verwenden konkrete nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, um unseren Geschäftserfolg und unser Engagement zur Energie- und Ressourceneffizienz zuverlässig und nachvollziehbar zu messen. Die Steuerung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erfolgt auf Gruppenebene, eine separate Steuerung für die euNetworks GmbH findet nicht statt.
Die Gesellschaft ist vollständig in die euNetworks-Gruppe integriert und kann durch diese Integration ein breites Leistungsangebot zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Unser Group Risk Management aggregiert alle Risiken und Chancen, die durch den regelmäßig durchgeführten Risiko- und Chancenbewertungsprozess identifiziert werden. Das Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, bestehende und zukünftige Chancen zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Die Ergebnisse nach Analyse und Bewertung an das Management Team der euNetworks Gruppe berichtet. Die euNetworks GmbH verfügt über eine Netzwerkinfrastruktur für Datenübertragung und eine umfangreiche Produktpalette, die ständig weiterentwickelt wird. Dadurch ist es der Gesellschaft möglich, auch auf individuelle Kundenwünsche einzugehen, und sie verfügt über vergleichsweise kurze Installations- und Reaktionszeiten. Die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsinternet wächst stetig, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich. Die Notwendigkeit für Remote-Arbeit, Online-Bildung und digitale Dienstleistungen treibt den Bedarf an Glasfaserverbindungen voran Zudem wird kontinuierlich die Erschließung neuer Märkte erforscht und Investitionen in neue Technologien untersucht, insbesondere sehen wir Chancen für zukünftiges Wachstum aufgrund der Digitalisierungsbestreben in städtischen und ländlichen Gebieten sowie die Entwicklung von Smart Cities welche die Nachfrage nach zuverlässigen und schnellen Glasfaserverbindungen vorantreiben werden. Gleichzeitig ermöglichen Fortschritte in der Glasfasertechnologie effizientere und kostengünstigere Netzwerke zu bauen. Neue Technologien wie GPON (Gigabit Passive Optical Networks) und XGS-PON (10-Gigabit-capable Symmetric Passive Optical Network) bieten höhere Bandbreiten und größere Reichweiten, was die Attraktivität von Glasfaserlösungen weiter steigert Unsere wesentlichen Herausforderungen liegen weiterhin in regulatorische Rahmenbedingungen, die konjunkturellen Unsicherheiten sowie intensiver Wettbewerb und der damit einhergehende Rentabilitätsdruck in der Industrie. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sieht die Geschäftsführung keine wesentlichen Risiken und Entwicklungen die den Bestand der euNetworks GmbH gefährden könnte. 7. Branchenrisiken Die euNetworks GmbH agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Staatliche Regulierungen, räumliche Restriktionen und vor allem technische Neuerungen können die Schaffung und den Erhalt von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen erschweren. Der Telekommunikationsmarkt hat und wird sich in den kommenden Jahren kontinuierlich ändern. Um in diesem Umfeld erfolgreich zu agieren zu können, antizipieren wir mögliche Entwicklungen frühzeitig und steuern ggf. resultierende Risiken und Chance zeitnah. 8. Operative Risiken Ein Konzept zur Vermeidung eventueller Ausfälle wird von der euNetworks GmbH gesteuert und überwacht. Hierzu gehört die Planung von Notfällen, wie Ausfälle der Anlagen oder Einrichtungen durch First Line Maintenance Partner, Recovery Planungen, Versicherungen, und die Möglichkeit auf Partnernetze zugreifen zu können. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll deckt euNetworks durch Versicherungen versicherbare Risiken ab. Im Telekommunikationssektor speziell gibt es sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Die Digitalisierung und der Ausbau von 5G-Netzen bieten Wachstumschancen, aber die Branche muss auch mit hohen Investitionskosten und einem intensiven Wettbewerb umgehen Der intensive Wettbewerb um Fachkräfte ist auch für die euNetworks GmbH nach wie vor spürbar. Zudem sind die Anforderungen von Talenten an die Arbeitgeber gestiegen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen bietet euNetworks neben marktorientierten Gehältern, hybride Arbeitsmöglichkeiten, Training und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine intensive Einbindung in unsre Environmental Social Governance (ESG) und Diversity. 9. Finanzwirtschaftliche Risiken Durch ein anfänglich hohes Investitionsvolumen hat die Gesellschaft in den Jahren vor 2017 hohe Bilanzverluste angesammelt. Im Jahr 2017 erfolgte eine Erhöhung der Kapitalrücklagen zur Stärkung der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Seit dem Berichtsjahr 2017 werden jährliche Jahresüberschüsse realisiert und damit die Eigenkapitalbasis kontinuierlich verbessert. Die Eigenkapitalbasis konnte im Berichtsjahr um 7,0 %-Punkte gesteigert werden. Im Verhältnis zum Vorjahr hat sich die Eigenkapitalquote auf 37 % (Vj. 30 %) erhöht. Die Realisierung positiver Jahresergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit in den vergangenen Jahren bestätigt unser Geschäftsmodell mit klaren und vorhersehbaren strukturellen Wachstumstreibern sowie einer konsistenten Kostenbasis. Planungen gehen weiterhin von positiven Jahresergebnissen und einer kontinuierlichen Reduktion des Bilanzverlusts aus. Die euNetworks Gruppe ist bestrebt ihre Umsätze weiter zu steigern. Der Standort Deutschland ist hier, als Mittelpunkt in Europa, ein wesentlicher Faktor. Die Gruppe beabsichtigt weiterhin, von dem teilweise rasanten Wachstum der Datennutzung in Europa zu profitieren. Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gleichwohl bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche 96,4 % (Vj. 97,2 %) der Verbindlichkeiten darstellen. Mit dem Darlehensgeber wurde im Februar 2022 jedoch eine feste Laufzeit von 10 Jahren vereinbart. Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle Kreditvereinbarungsklauseln eingehalten. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.190 sowie sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 350. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten auch künftig vollumfänglich und fristgerecht erfüllen kann. 10. Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation werden für die euNetworks GmbH und ihre Tochtergesellschaft auch weiterhin bestehen. Darüber hinaus könnten geopolitische Spannungen oder strukturelle Veränderungen innerhalb des Marktes zu einem Nachfragerückgang führen. Konkrete Risiken sind derzeit jedoch nicht erkennbar. 11. Risiko aus der Abhängigkeit von Dritten Die Abhängigkeit von Dritten bei der Erbringung bestimmter Dienstleistungen kann die Qualität der betrieblichen Dienstleistungen beeinträchtigen. euNetworks arbeitet eng mit ihren Drittanbietern zusammen, um sicherzustellen, dass die Dienstleistungen Dritter den betrieblichen und kommerziellen Leistungsanforderungen der Kunden entsprechen. Wir bauen unser eigenes Netz auf, wo immer dies möglich ist, um die Abhängigkeit von Dritten zu verringern, und wir haben ausreichenden Zugang zu Kapital, um geplante Entwicklungsprojekte zu unterstützen. euNetworks bemüht sich aktiv um die Rekrutierung und Bindung von Talenten, die für die Aufrechterhaltung unseres hohen Leistungsniveaus erforderlich sind. Um die Kontinuität in der Versorgung der Lieferketten zu gewährleisten, bemühen wir uns aktiv um die Pflege unserer Beziehungen mit den Zulieferern, indem wir gemeinsam den Bedarf weit im Voraus planen und so die Zulieferer bei der Planung ihrer Produktion bzw. Beschaffung unterstützen. Die euNetworks Gruppe steuert ihr Baurisiko aktiv, indem sie Material- und Ausrüstungsengpässe durch Großaufträge im Voraus plant. Das Projektmanagement verhindert Verzögerungen durch Überwachung und Fehlerbehebung, um die Leistungserbringung zum vom Kunden zugesagten Termin sicherzustellen. Im Falle von Projektverzögerungen kommuniziert die Gruppe offen mit dem Kunden, um dessen Zufriedenheit zu gewährleisten. 12. Technologierisiken Änderungen der Technologie oder der Geschäftsmodelle können die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Gruppe beeinflussen. euNetworks beobachtet genau die wichtigsten Branchentrends, die die (künftige) Nachfrage antreiben, darunter Edge Computing, künstliche Intelligenz, Augmented Reality, dass Metaverse und Quantencomputing. Aktivitäten unserer Wettbewerber auf den wichtigsten Routen werden in Bezug auf ihre Schwerpunktprodukte beobachtet, um sicherzustellen, dass unsere Produkte und Bandbreitenlösungen wettbewerbsfähig positioniert und differenziert bleiben. euNetworks arbeitet mit Zulieferern zusammen, um sicherzustellen, dass ihre Kostenbasis wettbewerbsfähig bleibt, und um flexibel auf sich ändernde Preis- und Geschäftsdynamiken reagieren zu können. 13. Cyber-Sicherheit Die euNetworks Gruppe ist nach ISO 27001 zertifiziert und verfügt über ein ISMS-Rahmenwerk, das alle Aspekte der IT-Sicherheit, einschließlich Risiken und Geschäftskontinuität, abdeckt. Die wichtigsten operativen Systeme des Unternehmens sind Cloud-basiert und es gibt fundierte Backup-Verfahren. Diese Verfahren ermöglichen es der Gruppe, die Geschäftsumgebungen im Falle eines Ausfalls der wichtigsten zentralen Systeme wiederherzustellen. Die Gruppe verfügt über strenge Zugangskontrollverfahren sowie über SIEM-basierte Tools zur Erkennung und Erfassung unerwünschter Aktivitäten. Außerdem werden jährliche Penetrationstests durchgeführt. 14. Nachfolgende Ereignisse Am 2. Mai 2023 kündigte Stonepeak, seit Januar 2018 der Mehrheitsinvestor der Gruppe, die Rekapitalisierung von euNetworks zusammen mit strategischen Investitionen von APG Asset Management und Investment Management Corporation of Ontario an. Die Transaktion wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2024 abgeschlossen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und anderer Abschlussbedingungen. Dabei handelt es sich um ein wesentliches Ereignis im Konzern, welches keine unmittelbaren Auswirkungen auf die euNetworks GmbH haben wird. Daneben haben nach dem Ende des Berichtszeitraums keine wesentlichen Ereignisse stattgefunden, die zu einer Änderung zur Lage des Unternehmens oder im Marktumfeld geführt haben. 15. Einschätzung zur Gesamtrisikosituation Die Gesamtrisikosituation hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Wir sind überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unannehmbar hohe Risiken für unser Geschäft oder für die Gesellschaft und die Umwelt eingehen zu müssen. Zusammenfassend sind wir weiterhin zuversichtlich, dass unsere Ertragsstärke eine solide Basis für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen bereitstellt, um die Chancen zu verfolgen, die sich dem Unternehmen bieten. Für die euNetworks GmbH bestehen weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestandsgefährdende Risiken. VII. Prognosebericht Branchenprognose In Deutschland wird laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission das reale BIP im Jahr 2024 um rund 0,1 Prozent steigen, nachdem es im Jahr 2023 um geschätzt rund 0,3 Prozent gesunken ist. Für das kommende Jahr 2025 korrigiert die Europäische Kommission ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland leicht nach unten und prognostiziert ein moderates Wachstum von rund einem Prozent. Für 2022 waren die wirtschaftlichen Vorzeichen für die Europäische Union (EU-27) günstig, wenngleich die bereits im Vorjahr relativ hohen Inflationsraten in der EU die Aussichten etwas eintrübten. Nachdem Russland Ende Februar 2022 die Ukraine überfallen hat und in einen völkerrechtswidrigen Krieg verwickelte, wurden durch die internationale Gemeinschaft umfangreiche Sanktionen gegen Russland erlassen. Durch die hohe Energieabhängigkeit Europas von Russland sind die Rohstoffpreise sehr stark angestiegen. Abgesehen von der allgemeinen Verunsicherung der Märkte, die sich stets negativ auf die Konjunktur auswirkt, trübten insbesondere die historisch hohen Inflationsraten in der EU aber auch z.B. in den USA die konjunkturellen Aussichten. Das Damoklesschwert einer europäischen Energiekrise im Winter 2022/23 hemmte die Konjunktur in Europa deutlich und hätte nach Markbeobachtern auch in einer zeitnahen Rezession enden können. Die Statistik zeigt eine Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union von 2020 bis 2025. Das Bruttoinlandsprodukt bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im betreffenden Jahr innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes. Das reale Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt die Preisentwicklung. Seine Veränderung wird auch als Wirtschaftswachstum bezeichnet. Quelle: Statista: EU - Prognose zum BIP in den EU-Ländern bis 2025) Einer der größten Wachstumstreiber für den deutschen Telekommunikationsmarkt und insbesondere für unser Produktportfolio ist die Verlagerung von IT-Systemen in Rechenzentren in großen Städten wie z. B. Frankfurt am Main. Gerade deutsche Industrieunternehmen haben in der Vergangenheit eigene Rechenzentren betrieben. Der Trend geht jedoch zu großen, zentralen/regionalen Rechenzentren, die durch Dienstleister betrieben werden. Hier ist durch die gesteigerte Nachfrage an Rechenzentrumsfläche ein deutlicher positiver Trend von neuen Rechenzentrumsprojekten zu erkennen. Die euNetworks GmbH profitiert nach wie vor der stark von diesem Trend, weil die Nachfrage nach hohen Bandbreiten zwischen Rechenzentren umso mehr ansteigt, je mehr Kunden ihre Systeme für bestimmte IT-Anwendungen verlagern oder höhere Ausfallsicherheiten bei der Glasfaserstruktur einfordern. Stichworte dazu sind vor allem Diversität, Cluster Redundanz, Cloud, aber auch Big Data, sowie Industrie 4.0. Der Bedarf an hoher Bandbreite führt auch zu einer höheren Nachfrage nach unserer existierenden Infrastruktur, wie z. B. unbeleuchtete Glasfaser (Dark Fibre), die die Unternehmen exklusiv nutzen können, ohne dieses Medium mit anderen Kunden zu teilen, was zu einer höheren Datensicherheit beiträgt. Der Trend eines ungebremsten Bandbreitenwachstums auch in anderen Bereichen hält weiterhin an, z. B. auch angetrieben durch LTE (Long Term Evolution) in Mobilfunknetzen oder "Content", d. h. die Zurverfügungstellung von Daten durch Privatpersonen ("social media") oder Anbieter, die Unterhaltungs- und Bildungsangebote online über das Internet bereitstellen. Ein deutlicher Preisverfall ist auch weiterhin besonders für Weitverkehrsverbindungen zu beobachten, wobei im Stadtnetz-Bereich ein geringerer Preisverfall erwartet wird und dies sich auch in unseren Kundenverträgen so darstellt. Auch in 2023 gehen wir von einem zumindest gleichbleibend hohen Kapitaleinsatz für Netzinvestitionen aus, um den Bandbreitenanstieg bewältigen zu können und vermehrt neue Gebäude an unser bestehendes Netz anzuschließen. Durch den weiterhin starken Wettbewerbsdruck im Telekommunikationsmarkt und den damit verbundenen Investitionen zur Erweiterung der Netzkapazitäten sehen wir sowohl in 2023 als auch in den Folgejahren vermehrt Konsolidierungen durch Übernahmen voraus. Durch die Übernahme von Wettbewerbern können schneller Skalierungseffekte geschaffen werden, als das durch das rein organische Wachstum möglich ist. Prognose Die Geschäftsabläufe der euNetworks GmbH sind in die euNetworks-Gruppe integriert. In der Vergangenheit getätigte Investitionen zum Aufbau eines weitläufigen Netzwerks sowie Akquisitionen von Tochterunternehmen und deren Integration führen zu einem stetigen Wachstum. Das Investitionsvolumen hat sich im Berichtsjahr erwartungsgemäß stark erhöht. Ein wesentliches Projekt ist die Ausweitung in osteuropäische Länder, um unseren Kunden neue Glasfaserverbindungen anbieten zu können. Weiterhin werden zur Abdeckung des erhöhten Bandbreitenbedarfs bestehende Strecken aufgerüstet sowie Schlüsselrouten und Stadtnetzwerke weiter ausgebaut. Zusätzlich werden neue Routen zu neuen Standorten mit unseren bereits in Betrieb befindlichen Stadtnetzen entwickelt. Bereits angebundene Rechenzentren werden mit 100G-Ethernet-Diensten aufgestockt und bieten somit skalierbare, flexible Verbindungen zwischen Rechenzentren. Im März 2023 hat die euNetworks Gruppe ein Dark-Fiber-Geschäftszweig eines belgischen Versorgungsunternehmens erworben. Dieser Geschäftszweig wurde in den späten 1990er Jahren errichtet und umfasst ein rohrgestütztes Netz mit 1 660 km Glasfaserkabeln, das Netz verfügt die über einzigartige Strecken in Brüssel und Langstreckenstrecken in ganz Belgien. Sie liegt außerdem in der Nähe von 13 Datenzentren und hat Zugang zu weiteren Standorten mit hohen Bandbreiten. Die Langstreckeninfrastruktur wird Dark Fibre und lit-Dienste an die bestehenden Kunden von euNetworks, von nationalen und regionalen ISPs bis hin zu Content- und Cloud-Anbietern, Hyperscaler und Mobilfunknetzbetreiber verbinden. Das Netz wurde kürzlich mehrfach aufgerüstet und bietet Erweiterungskapazität, um den Bandbreitenbedarf der Kunden von euNetworks durch neue Kabel mit höherem Durchsatz nachzukommen. Die Hinzufügung des Geschäftszweigs ist eine Ergänzung der bestehenden Strategie von euNetworks. Durch eine über 52 Kilometer verkürzte Strecken sowie Hardware-Upgrades auf unseren Ultra-Low-Latency-Routen zu Euronext, die die europäischen Volkswirtschaften mit den globalen Kapitalmärkten verbindet, konnte die niedrigste Latenzzeit zur Euronext-Börse sowohl von London als auch von Frankfurt realisiert werden. Diese neu optimierten Handelsrouten verbinden London und Frankfurt mit dem Kerndatenzentrum von Euronext in Bergamo, Italien. Da euNetworks sich auf die Bereitstellung von Glasfaseranschlüssen mit hoher Bandbreite zwischen und innerhalb von europäischen Städten konzentriert, investiert das Unternehmen weiterhin in sein Netzwerk, indem es einzigartige Routen baut mit verschiedenen Pfaden zu wichtigen Standorten von Hyperscale-Rechenzentren, Rechenzentrums-Clustern und Netzaggregationspunkten. Diese Investitionen treiben das Wachstum des Unternehmens voran und erhöhen den Kapazitätsbedarf der Kunden von euNetworks. Auch in 2024 wird sich der weltweite Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Steigerung der Inflation fortsetzen. Preissteigerungen werden, soweit möglich, an Kunden übertragen. Mit Lieferanten und Dienstleistern wurden mittelfristige Vereinbarungen getroffen um den Trend entgegenzuwirken. Gleichwohl wird euNetworks GmbH einen Teil der Kosten aller Wahrscheinlichkeit nach auch in 2024 absorbieren müssen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen gemäßigten Umsatzanstieg, begründet durch die globale wirtschaftliche Lage und Kosteninflation im einstelligen Prozentbereich. Daher haben wir unsere Planung konservativ analog dem aktuellen Berichtsjahr, ohne Sondereffekte, angepasst. Auf der Kostenseite erwarten wir in 2024 weiterhin erhöhte Kosten und haben dies in unserer Ergebnisplanung in kaufmännischer Vorsicht berücksichtigt. Das geplante Wachstum wird gestützt durch den oben beschriebenen Ausbau der Netzwerkkapazitäten und die stark gestiegene Ausweitung der Digitalisierung und damit verbundenen Nachfrage nach Bandbreite. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen erneut einen Anstieg des Jahresüberschuss. Dies ist begründet in erwarteten Kostensteigerungen aufgrund der makroökonomischer Inflationsentwicklung. Darüber hinaus erwarten wir keine wesentlichen umsatzerhöhenden Einmaleffekte im Vergleich zu den Vorjahren. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein EBITDA auf dem gleichen Level wie im Jahr 2023, ohne einmalige Sondereffekte. Zu Beginn 2024 hat die euNetworks Gruppe einen Dark-Fiber-Geschäftszweig eines belgischen Versorgungsunternehmens erworben. Mit Hilfe des erst kürzlich mehrfach aufgerüsteten Netzes wird die Erweiterungskapazität unseres Netzwerks erhöht, um damit den zunehmenden Bandbreitenbedarf der Kunden von euNetworks durch neue Kabel mit höherem Durchsatz zu anzubieten. Für das nächste Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein profitables Wachstum und damit eine gute Basis, um unsere Ambitionen zu erreichen. Wir werden weiterhin in den Ausbau unserer Netzinfrastruktur in Deutschland investieren und sehen durch unsere aktuell durchgeführten Netzwerkintegrationen, die weiterhin vorangetriebene Ausweitung der Digitalisierung und die damit verbundenen Nachfrage nach Bandbreite, einen sehr positiven Umsatzanstieg. Die Geschäftsführung sieht dem Geschäftsjahr 2024 positiv entgegen.
Frankfurt am Main, 23.08.2024 Myriam Buchheister, Geschäftsführerin Thorsten Hein, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023euNetworks GmbH, Frankfurt am MainAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbHG nach dem Konzept der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die euNetworks GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Sie wird im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 88224 geführt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Anteile an der euNetworks GmbH werden zu 100 % von der euNetworks Holdings LP, Cayman Islands, gehalten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zur Bilanz 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gegenüber dem Vorjahr wurden Änderungen bei der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anlagevermögen von bestimmten Anlagegruppen vorgenommen. Eine Überprüfung der empirischen Daten aus internen und externen Quellen führte zu dem Schluss, dass die Nutzungsdauer für Telekommunikationsnetze verlängert werden musste. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Netzanlagen wurde daher von 20 auf 35 Jahre geändert. Gleichzeitig wurde die Nutzungsdauer bestimmter Netzausrüstungen und Rechenzentren aufgrund des technischen Fortschritts verkürzt. Die o.g. Anpassung hat im Geschäftsjahr zu einmaligen Sondereffekten geführt. Das Ergebnis wurde aufgrund verkürzter Nutzungsdauern (Aufholeffekt) in Höhe von 3.108 TEUR negativ beeinflusst. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Die technischen Anlagen und Maschinen lassen sich in Netzwerktechnik sowie Einbauten und Ausstattung der Technikstandorte (POP ́s und Container) untergliedern. Bewegliche und unbewegliche Anlagegüter werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, es erfolgt keine Behandlung von geringwertigen Wirtschaftsgütern. Die Sachanlagen werden nach Anlagegruppen gegliedert und werden gegenüber dem Vorjahr über nachfolgende Nutzungsdauern abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte betrafen Vermögensgegenstände, die aufgrund der Veräußerungsabsicht vom Anlage- in das Umlaufvermögen umgegliedert wurden. Die Bewertung erfolgte zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen fast ausschließlich in EUR und werden mit dem Nennwert bzw. dem Umrechnungskurs zum Stichtag angesetzt. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unverändert gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 2,0 % des Nettobetrags wertberichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten bestehen nahezu ausschließlich in EUR und sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungen für Aufwendungen für Folgejahre, die bereits vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden. Die Auflösung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zeitanteilig entsprechend den bereits erhaltenen Leistungen. Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Risiken nach § 249 Abs. 1 HGB und sind mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen notwendig ist, um die Verpflichtung zu erfüllen. Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 249 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Marktzinsatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Ansammlungsrückstellungen für Rückbaukosten werden auf der Grundlage von Kostenschätzungen bewertet. Die Aufwendungen für den Rückbau der Rechenzentren werden mit durchschnittlich EUR 180/qm geschätzt. Die jährliche Preissteigerung wurde mit 3.7 % (Vj. 8.6 %) geschätzt. Quelle: Statistisches Bundesamt Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) beinhalten Kundenvorauszahlungen für nachfolgende Geschäftsjahre mit Ausnahme der von Kunden erhaltenen Anzahlungen für Implementationsleistungen. Die Restlaufzeit der Positionen beträgt bis zu 22 Jahre. Die Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zeitanteilig entsprechend den vereinbarten Verträgen Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zur Umrechnung herangezogen. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zeitanteilig entsprechend den bereits erbrachten Leistungen. Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Wesentliche Bewertungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die den steuerpflichtigen Geschäftsbereich der Gesellschaft betreffen, liegen nicht vor. Wir haben für die Ermittlung der latenten Steuern mit einem Steuersatz von 31,6% angesetzt, der sich ergebene bestehende Aktivüberhang wird gemäß Wahlrecht nicht aktiviert. Sich ergebene passive latente Steuern gleichen sich aufgrund der Nutzung von Verlustvorträgen aus. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Seite 13) ersichtlich. Im Betrachtungszeitraum wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen getätigt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
*) Gemäß Abschluss zum 31. Dezember 2023 in CHF; das Ergebnis wurde umgerechnet zum Jahresmittelkurs von EUR 0,97165064 und das Eigenkapital zum Devisenkassamittelkurs von EUR 0,92600 zum Bilanzstichtag. UmlaufvermögenVorräte Für das Berichtsjahr liegen keine Ereignisse vor. Das im Vorjahr zum Verkauf stehende Netzwerke wurde im Mai 2023 verkauft, dementsprechend habe sich die Vorräte reduziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 5.755 (Vj. TEUR 16.669) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Darlehen mit euNetworks Fiber UK Limited wurde im Berichtsjahr an die euNetworks Holdings Limited übertragen, daher bestehen keine Darlehnsforderungen (Vj. TEUR 15.000). Eine Saldierung der Forderung erfolgt nur auf Gruppenebene im Rahmen des konsolidierten Abschlusses zur Vermeidung einer Bilanzverlängerung. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr, keine Forderungen gegen den Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Positionen in Höhe von TEUR 2.465 Forderungen gegenüber dem Finanzamt. Darüber hinaus ist eine Position in Höhe von TEUR 237 (Vj. TEUR 224) für Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. PASSIVA Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von TEUR 50 ist voll eingezahlt und zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag TEUR 299.292 (Vj. TEUR 299.292). Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
Rückstellungen Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.887 betreffen die Gewerbesteuer sowie die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag für die Jahre 2021 bis 2023. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten zum Stichtag im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 11.107; Vj. TEUR 14.416), für Personalkosten (TEUR 917; Vj. TEUR 843), für die Kostenverteilung über mietfreie Zeit (TEUR 25; Vj. TEUR 56), für steuerliche und rechtliche Beratung (TEUR 104; Vj. TEUR 84) sowie für Rückstellungen für Rückbaukosten (POP) (TEUR 1.693; Vj. TEUR 1.469). Letztere wurden im Zuge der Verschmelzung der euNetworks Managed Services GmbH mit TEUR 2.401 zum 1. Januar 2018 übernommen. Verbindlichkeiten Zu den Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten:
Zum Abschlussstichtag bestanden erhaltenen Kundenanzahlungen in Höhe von TEUR 187 (Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 97.741 (Vj. TEUR 120.003) Darlehen und in Höhe von TEUR 842 (Vj. TEUR 3.884) den Lieferungs- und Leistungsverkehr, davon TEUR 0 (Vj. TEUR 794) gegenüber dem Gesellschafter. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, bestanden am Bilanzstichtag für:
Bei den Wartungen des technischen Equipments handelt es sich überwiegend um rollierende Verträge für die Bereitstellung des Netzwerkes gegenüber externen Dritten. Die Auszahlungszeitpunkte der Leasing- und Mietverträge sowie der Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten verteilen sich wie folgt:
Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis längstens 2048. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Der überwiegende Anteil der Umsatzerlöse wird im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse mit Kunden aus dem EU-Ausland betragen TEUR 4.703 (Vj. TEUR 5.185). Aufwendungen für bezogene Leistungen Die bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 29.477 (Vj. TEUR 31.060) beinhalten Miet- und Nebenkosten für die Technikstandorte sowie für Lichtwellenleitungen, um die Technikstandorte mit dem Kernnetz zu verbinden, Wartungskosten für technische Anlagen und Partner Sales Cost. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2023 enthalten Erlöse aus Kostenübernahmen von Dritten in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 513). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 enthalten Aufwendungen von TEUR 49.428 (Vj. TEUR 45.076), die über das konzerninterne Verrechnungspreisverfahren an die Gesellschaft weiterberechnet wurden. Die weiterberechneten Kosten decken im Wesentlichen die von der Schwestergesellschaft in London zentral erbrachte Dienstleistungen für Finanzbuchhaltung, Personal, IT, Recht etc. sowie die Nutzung des europäischen Netzwerkes der übrigen Konzerngesellschaften ab. Gegenüber dem Vorjahr wurden Änderungen bei der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anlagevermögen von bestimmten Anlagegruppen vorgenommen. Hierdurch ergaben sich im Geschäftsjahr einmalige Sondereffekte in Höhe von 3.108 TEUR die das Ergebnis negativ beeinflusst haben. Sonstige Aufwendungen entfallen ferner auf Raumkosten (TEUR 685; Vj. TEUR 609), IT-Kosten (TEUR 580; Vj. TEUR 598), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 187; Vj. TEUR 180), Reisekosten (TEUR 142; Vj. TEUR 130), Training- und Recruitingkosten (TEUR 32; Vj. TEUR 10), Versicherungen (TEUR 494; Vj. TEUR 425) sowie auf Marketingkosten (TEUR 3; Vj. TEUR 10). Ferner enthalten sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 31). Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 110) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 87) entstanden. Abschlussprüferhonorar Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 43 (Vj. TEUR 37) für Abschlussprüfungsleistungen weiterhin sind für steuerliche Beratung TEUR 20 (Vj. TEUR 25) enthalten. D. Sonstige AngabenArbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Angestellte) inklusive der Geschäftsführung im Berichtszeitraum betrug 123 Mitarbeiter (Vj. 129). Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführer und Vertretungsbefugnis Im Geschäftsjahr 2023 gehörten der Geschäftsführung an:
Auf die Angaben der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist die euNetworks Group Limited, London, Vereinigtes Königreich. Oberstes Mutterunternehmen ist die euNetworks Holdings LP, Cayman Islands. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der euNetworks Holdings LP, Cayman Islands, einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Internet (www.eunetworks.com) erhältlich. Die euNetworks GmbH stellt unter Anwendung des § 290 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 296 Abs. 2 HGB keinen Konzernabschluss auf, da die einzubeziehende operativ tätige Tochtergesellschaft bezüglich der erzielten Umsatzerlöse, Jahresergebnisse sowie Risiken von untergeordneter Bedeutung ist. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag ergeben.
Frankfurt am Main, 23.08. 2024 Myriam Buchheister, Geschäftsführerin Thorsten Hein, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die euNetworks GmbH, Frankfurt am Main PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der euNetworks GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der euNetworks GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 23. August 2024 BDO
AG
gez. Behrendt, Wirtschaftsprüfer gez. Leichsenring, Wirtschaftsprüfer |
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