WPG German Holdco GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Bandel seit 18.4.2024 | Geschäftsführer |
Renate Schmidt-Bonsack seit 14.3.2024 | Prokura |
Karl-Heinz Keuth seit 4.7.2023 | Prokura |
Janine Berten seit 4.7.2023 | Prokura |
Matteo Storchi seit 21.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Comer Industries S.P.A. | 89.90% |
Comer Industries S.P.A. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Off-Highway Powertrain Services Germany GmbHLohmarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH, Lohmar ist ein konzerngebundenes Unternehmen und gehörte zwischen dem 25.06.2019 und dem 30.11.2021 zur Walterscheid Powertrain Group, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wurde. Seit dem 01. Dezember 2021 ist sie Konzernunternehmen der Comer Industries. Die Geschäftstätigkeit der Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH ist in die Value Streams VAS, AMD und FSDS organisiert. Der Value Stream VAS (Value Added Service) betreibt die Reparatur von Antriebselementen für Nutzkraftwagen und für Industrieanwendungen. Im Bereich Industrieanwendungen werden neben spezifischen Maschinenbaufirmen auch Kunden in der Bauindustrie, Stahlindustrie und Energiewirtschaft direkt mit Reparaturleistungen beliefert. Der Value Stream AMD (Aftermarket Distribution) ist ausschließlich für die reine Distribution der Produkte zuständig, für die wir keine eigene Wertschöpfung betreiben. Hier ist vor allem der landwirtschaftliche Ersatzteilmarkt aufgrund des großen Umsatzvolumens zu nennen. 80 % des gesamten AMD Umsatzes entfallen auf landwirtschaftliche Antriebstechnik, gefolgt von Kardanwellen für Nutzkraftwagen und Industrieanwendungen, die 19 % des gesamten AMD Umsatzes ausmachen. Der Value Stream FSDS (Field Service Digital Solutions) befasst sich mit Dienstleistungen im Industrieservice, wie etwa dem Einsatz von Online Condition Monitoring Systemen zur proaktiven Ausfallvermeidung von Antriebstechnik. Die Unternehmensbereiche HR, Finance und IS/IT erbringen Shared Service Leistungen für den zuvor genannten operativen Geschäftsbereich. Neben der Zentrale in Lohmar betreibt die Gesellschaft in Deutschland 7 Niederlassungen. Die Niederlassungen sind in die Regionen Nord (Hamburg, Bönen, Erkrath), Zentral (Hasselroth und Dingelstädt) und Süd (Nürnberg und München) aufgeteilt. Dazu kommen seit 2021 Niederlassungen in Schweden, Dänemark, Norwegen, Österreich, Tschechische Republik, Niederlande, Belgien und UK, die im Rahmen eines Reorganisationsprojektes in die Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH verschmolzen wurden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Niederlassungen in Tschechien, Norwegen, Dänemark und Belgien im Zuge der Zentralisierung in Deutschland geschlossen. Diese befinden sich derzeit im rechtlichen Abwicklungsprozess. Der überwiegende Teil der veräußerten Produkte, insbesondere Ersatzteile, wird von Schwestergesellschaften aus dem Comer-Konzern bezogen. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte weltweit, die wichtigsten Märkte befinden sich jedoch in Europa. Die Gesellschaft ist in einen Ergebnisabführungsvertrag mit der WPG German Holdco GmbH eingebunden. Es besteht ein körperschaftlich- und umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv ansteigende Preis beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten. Für die Value Streams der Off-Highway Powertrain Services GmbH sind aufgrund der Diversität unterschiedliche branchenbezogene Rahmenbedingungen relevant. Für den Value Stream VAS sind die Entwicklungen im Baugewerbe (Antriebe für Nutzkraftfahrzeuge) sowie im Maschinenbau (Antriebe für Industrieanwendungen) von Bedeutung. Die Baubranche geht für 2023 von einem Minus von 7 Prozent aus. Gleiches gilt für den Maschinenbau, der eine Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um -2,9 % voraussagt. Die Entwicklung der Landtechnikindustrie ist maßgebend für den Value Stream AMD. Die deutsche Landtechnikindustrie hat das Jahr 2022 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Lt. Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), konnten die verbandlich organisierten Hersteller von Landmaschinen, Traktoren und zugehörigen Softwaresystemen über alle Segmente ihren Umsatz aus heimischer Produktion gegenüber 2021 um 18 % auf mehr als 12 Mrd. € steigern. Hohe Erzeugerpreise führten in nahezu allen landwirtschaftlichen Segmenten für eine gute Nachfrage nach Landtechnik. Hierdurch konnten sogar ausbleibende Aufträge aus Russland und der Ukraine kompensiert werden, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weggebrochen sind. Die Herausforderung der landtechnischen Hersteller lag in 2022 vor allem darin, die hohen Auftragsbestände konsequent umzusetzen. Die Kostensituation der landwirtschaftlichen Betriebe mit außergewöhnlich hohen Betriebsmittelpreisen, etwa für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, machten den Landwirten und Lohnunternehmern das Leben schwer. Anhaltende geopolitischen Unsicherheiten führten zudem zu Volatilitäten auf den Rohstoffmärkten. Für den Value Stream FSDS ist aufgrund der sehr speziellen Produkt- und Service-Angebote eine allgemeine Branchenaussage nicht möglich. Für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieses Value Streams sind eher spezifische Entwicklungen von Bedeutung. Hier ist vor allem die wirtschaftliche Situation der Papierindustrie oder auch der Schifffahrtsindustrie bedeutsam. Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der VDMA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als 12 Mrd. €. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau. Trotz der aktuellen geopolitischen Risiken in Europa rechnen nach einer Branchenumfrage die Umfrageteilnehmer im Durchschnitt mit noch einem leichten Umsatzanstieg für ihr Unternehmen. Dies resultiere aus den hohen Umsätzen zu Beginn des Jahres aufgrund des Abbaus der Auftragsbestände. b. Geschäftsverlauf Im Jahr 2022 war ein Jahresfehlbetrag vor Gewinnabführung in Höhe von 0,9 Mio. € festzustellen. Damit liegt das Jahresergebnis vor Gewinnabführung wesentlich verbessert über dem Vorjahr, als ein Jahresfehlbetrag von 11,3 Mio. € festzustellen war. Die Verbesserung des Jahresergebnisses um 10,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich insbesondere durch einen Verschmelzungsverlust in Höhe von 9,4 Mio. €, der aus der Verschmelzung der ausländischen Niederlassungen resultiert und das Vorjahresergebnis in außergewöhnlicher Größenordnung belastete. Weiterhin trug ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 2,4 Mio. € zur Verbesserung des Jahresergebnisses bei. Dies betrifft hauptsächlich Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2,1 Mio. €. Der sonstige betriebliche Aufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Mio. €. Hierbei entfallen 9,4 Mio. € auf den Verschmelzungsverlust, der im Vorjahresabschluss ausgewiesen wurde. Die verbleibende Verbesserung von 2,0 Mio. € ist wesentlich bedingt durch geringere Kosten für Konzernverrechnungen und externe Beratungskosten, die zum Teil durch höhere Kosten für Kursverluste und Gewährleistungen kompensiert worden sind. c. Lage i. Ertragslage Die Aufteilung und Entwicklung der Umsätze des Unternehmens stellte sich wie folgt dar (Werte in Mio. €):
Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresumsatz von 112,7 Mio. € (Vorjahr: 115,9 Mio. €) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich somit eine Minderung um 3,2 Mio. € bzw. 3,0 %. Diese Umsatzminderung ist primär auf die Position sonstige Umsätze zurückzuführen. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Weiterbelastungen von Aufwendungen für Management-Serviceleistungen zur Unterstützung anderer Gruppen-Gesellschaften. Die Umsatzminderung im Value Stream AMD ist bedingt durch niedrigere Umsätze für landwirtschaftliche Antriebstechnik. Dagegen konnten die Umsätze der Value Streams FSDS und VAS gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2022 konnten Preiserhöhungen bei einem Großteil unserer Kunden durchgesetzt werden. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr von 52,6 % auf 54,8 % gesteigert. Die Verschlechterung um 2,2 %-Punkte ist im Wesentlichen auf höhere Einkaufspreise zurückzuführen. Die Einkaufspreise bei Gruppenlieferanten lagen in 2022 auf dem 2021er Niveau. Bei den Fremdlieferanten konnte eine Erhöhung der Einkaufspreise in einer Spannbreite von 5 % - 15 % festgestellt werden, teilweise aber auch erst wirksam ab Mitte des Jahres. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr von 28,2 % moderat auf 28,6 % gesteigert. Diese Entwicklung war wesentlich beeinflusst durch die Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 1,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 11,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesunken, was primär aus dem Verschmelzungsverlust in Höhe von 9,4 Mio. € resultiert, der das Geschäftsjahr 2021 maßgeblich beeinflusst hatte. Weiterhin haben Kostenreduzierungen in Deutschland vor allem für Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,0 Mio. € zur Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen. Der gesamte Zinsaufwand lag etwas unter dem Vorjahr, hauptsächlich verursacht durch einen Rückgang von Finanzmittelaufnahmen mit verbundenen Unternehmen. Die Abzinsung von Rückstellungen lag mit 0,8 Mio. € über Vorjahresniveau. Auf Basis des zum 31. Dezember 2022 bestehenden Gewinnabführungs- bzw. Verlustübernahmevertrags mit der WPG German Holdco GmbH wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,9 Mio. € von dieser Gesellschaft übernommen, so dass wie im Vorjahr ein Jahresüberschuss von Null ausgewiesen wird. Jahresabschluss zum 31.12.2022 Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Betriebsergebnis von 1,2 Mio. € erwirtschaftet, das über dem des Vorjahres liegt (-9,6 Mio. €). Die Umsatzrendite mit 0,8 % zeigt gegenüber dem Vorjahr eine wesentliche Verbesserung, was hauptsächlich durch den Einmaleffekt des Verschmelzungsverlustes in 2021 begründet ist. Die Gesellschaft befindet sich trotz des positiven Betriebsergebnisses weiterhin in einer Verlustsituation. Es wurde ein Verlust im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 0,9 Mio. € realisiert, der jedoch eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 11,3 Mio. € im Jahr 2021 darstellt. Es wurden jedoch bereits im laufenden Jahr 2022 Maßnahmen zur substanziellen Verbesserung der Geschäftsentwicklung ergriffen. Im Rahmen der bereits dargestellten Reorganisation wurden sämtliche Funktionen für Finanzen, Personal, Customer Service, Einkauf und Logistik in Deutschland zentralisiert. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen, sich erholenden Marktbedingungen hat sich die Ertragslage der Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 deutlich verbessert. Diesbezüglich wird auf die Angaben in der Prognoseberichterstattung verwiesen. ii. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr im Rahmen des Cash Pooling mit der WPG German Holdco GmbH. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool in Höhe von TEUR 7.202 (Vorjahr: TEUR 13.865). Der vereinfacht ermittelte Cashflow (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zzgl. Abschreibungen) beträgt TEUR 462 (Vorjahr: TEUR -9.479) und verdeutlicht die verbesserte Finanzlage des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr. Die Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH war im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr von der Bereitstellung von Finanzierungsmitteln aus dem Cash Pool abhängig. Die Ergebnissituation hat sich im Geschäftsjahr 2022 deutlich verbessert und die Gesellschaft befindet sich aktuell und auch künftig geplant in einer Gewinnsituation. Aufgrund der Einbindung in die Konzernfinanzierung und dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag sind keine Anzeichen für eine Liquiditätsstockung ersichtlich. Der Cashflow im Jahr 2021 war stark von der Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung (P&L) beeinflusst. Dies lässt sich ebenfalls für das Jahr 2022 feststellen. Im Jahr 2022 sank zwar der Umsatz um 3,1 Mio. € verbunden mit einem Rückgang der Bruttomarge um 1,6 Mio. €. Dieser Entwicklung wurde jedoch vor allem durch den Rückgang für außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 8,1 Mio. € (primär Effekt Verschmelzungsverlust aus 2021), sowie durch hohe Kostenreduzierungen bei Intercompany-Lizenzgebühren (3,2 Mio. €) als auch durch eine Erhöhung für sonstige Erträge in Höhe von 2,2 Mio. € (primär Effekte aus Währungsumrechnung und Auflösung aus Wertberichtigungen auf Forderungen) mehr als kompensiert. Dies wirkte sich maßgeblich auf die positive Entwicklung des Cashflows aus. iii. Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 66,1 Mio. € (Vorjahr: 70,4 Mio. €). Das Vermögen bestand zu 56 % (Vorjahr: 62 %) aus Vorräten und Forderungen. Weiterhin bestand das Vermögen zu 23 % (Vorjahr: 23 %) aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt lediglich 5 % (Vorjahr: 5 %), da kein anlageintensives Geschäft betrieben wird und die Werkstatt-, Lager- und Büroräume der Zentrale und der Niederlassungen angemietet sind. Diese Vermögensbestandteile bewegen sich somit auf dem Vorjahresniveau. Die Investitionen für Sachanlagen lagen mit 0,8 € Mio. in 2022 leicht unter dem Vorjahresniveau von 0,9 Mio. €. Turnusgemäß wird in die Verbesserung der Sicherheit in den Werkstätten und der Modernisierung der IT Systeme investiert. Die Vorräte sinken von 20,5 Mio. € zum 31. Dezember 2021 um 1,1 Mio. € auf 19,4 Mio. € zum 31. Dezember 2022. Der größte Teil der Vorräte wird im externen Logistikzentrum in Kerpen vorgehalten. Das Einkaufsvolumen in 2022 betrug 56,7 Mio. €. Dabei erfolgte die Beschaffung der Waren mit 42,0 % (Vorjahr: 46,0 %) über Gruppen-Lieferanten. Von externen Lieferanten wurden 58,0 % (Vorjahr: 54,0 %) des Materials bezogen. Rund 81 % (Vorjahr: 84 %) des gesamten Einkaufsvolumens wurden von nur zehn Lieferanten bezogen, darunter ein Gruppenlieferant. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 2,8 Mio. € auf 17,5 Mio. € gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 3,7 Mio. € primär aufgrund der Umsatzminderung als auch einem sehr verbesserten Forderungsmanagement. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 7,8 Mio. € auf 50,8 Mio. € erhöht. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ist um 4,1 Mio. € auf 42,7 Mio. € gestiegen, resultierend aus 4,8 Mio. € Aufwendungen für Altersversorgung und 0,7 Mio. € Zinsaufwand, saldiert mit Zahlungen für Versorgungsleistungen (1,4 Mio. €). Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wird der Zinssatz in Höhe von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) p.a. verwendet. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 3,7 Mio. € von 4,3 Mio. € auf 8,1 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Ausweisänderung der Rückstellungen zu den Verbindlichkeiten im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten liegen mit 9,1 Mio. € um 12,1 Mio. € unter dem Stand des Vorjahrs (21,2 Mio. €). Dies ist hauptsächlich mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,8 Mio. € gegenüber externen Lieferanten zu erklären, wesentlich beeinflusst durch ein geringeres Einkaufsvolumen aufgrund des Umsatzrückgangs. Weiterhin hat der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber der WPG German HoldCo GmbH wesentlich zum Rückgang der Verbindlichkeiten beigetragen. Ein weiterer Effekt ist die Ausweisänderung der Rückstellungen zu den Verbindlichkeiten im Vorjahr. d. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Folgende finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen) für die Geschäftsjahre 2022/2021 verdeutlichen die wirtschaftliche Lage des Unternehmens:
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sehen wir zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts, vor allem im Vergleich mit den letzten Geschäftsjahren, zwar als zufriedenstellend an, jedoch wird weiterhin sehr fokussiert an der Strategie der Unternehmung in Zusammenarbeit mit Porsche Consulting gearbeitet. Schwerpunkte liegen hierbei beim Wachstumspotential und der Steigerung der Effizienz. Insbesondere die breite Marktabdeckung durch die Vielzahl der Niederlassungen und die verstärkte Ausrichtung auf zusätzliche Serviceleistungen sichern jedoch eine gute Wettbewerbsposition auch in Zeiten steigender Wettbewerbsintensität. Trotz eines Rückgangs der Verkaufszahlen erwarten wir einen Anstieg der Gewinne aus den folgenden Gründen: Fokus auf margenstarke Service-Segmente: Wir konzentrieren unsere Bemühungen auf die profitabelsten Segmente des Service-Marktes, die im Vergleich zu anderen Bereichen höhere Margen aufweisen. Anpassung der Preislisten: Wir passen unsere Preislisten an die Inflation an, um sicherzustellen, dass unsere Preise wettbewerbsfähig bleiben und den aktuellen Marktbedingungen entsprechen. Kostensenkungsmöglichkeiten: Wir nutzen aktiv alle Möglichkeiten zur Reduzierung unnötiger Kosten. Optimierung und Synergien: Wir optimieren unsere Organisationsstruktur und suchen nach Synergien mit unseren OEM-Operationen, um Effizienz zu steigern und Gemeinkosten zu reduzieren. e. Personal Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten in 2022 lag mit 347 Mitarbeitern unter dem Vorjahresniveau von 360 Mitarbeitern, jedoch im Plan. Der Abbau von Mitarbeitern hat primär in der zweiten Jahreshälfte 2021 stattgefunden und ist mit der Verschmelzung der ausländischen Niederlassungen zu erklären. Das Verhältnis von kaufmännischen zu gewerblichen Mitarbeitern mit 61 % zu 39 % in 2021 änderte sich auf 58 % im kaufmännischen Bereich und 42 % im gewerblichen Bereich. Die Fluktuationsquote in 2022 lag bei 7 % und damit auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als in den Vorjahren (ca. 17 %). Dies lag vor allem an der Reorganisation innerhalb der europäischen Standorte, in der unter anderem ein Personalabbau vorgenommen wurde. Die Gesellschaft bietet den Mitarbeitern ein Altersteilzeitprogramm an. Bis 1998 erfolgte die Versorgung der Mitarbeiter mittels der Versorgungsordnung der GKN und ab 1999 mittels betrieblicher Unterstützungskasse. Die entsprechende Pensionsrückstellung belief sich zum Jahresende 2022 auf 42,7 Mio. € (Vorjahr: 38,6 Mio. €). Die durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen umfassten u. a. Produkt- und Serviceschulungen der Mitarbeiter im gewerblichen und kaufmännischen Bereich zur weiteren Verbesserung von Kundenbetreuung und Service-Orientierung, Schulungen zur Verbesserung von betrieblichen Prozessen und Schulungs-Maßnahmen aufgrund neuer gesetzlicher oder konzerninterner Sicherheits- und Corporate Governance-Vorschriften. f. Arbeitssicherheit Die relevanten Messgrößen für die Entwicklung und Vergleichbarkeit in Bezug auf Arbeitssicherheit und Unfallhäufigkeit der Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH sind AFR und ASR. Hierbei steht AFR für die Unfallhäufigkeit (Accident Frequency Rate) und ASR für den Unfallschweregrad (Accident Severity Rate). Beide Größen werden auf 1000 Mitarbeiter hochgerechnet, um eine Vergleichbarkeit innerhalb des Konzerns zu unterschiedlich großen Reporting Units zu ermöglichen. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der entsprechenden Werte für 2021 und 2022:
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognosebericht Der allgemeine Geschäftsklimaindex für die Landmaschinenindustrie in Europa (CEMA-Geschäftsklimaindex Geschäftsklimaindex für Dezember) schloss 2022 bei +30 (auf einer Skala von -100 bis +100) und zeigt damit einen deutlichen Aufwärtstrend nach starken Rückgängen in der ersten Hälfte des Jahres 2022, der insbesondere durch den Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts beeinträchtigt wurde. Was die Erwartungen für 2023 anbelangt, so stimmen die ersten Anzeichen im Januar zwar mit den Werten vom Jahresende überein und bestätigen damit den anhaltenden Aufschwung, dennoch bleiben die Vertreter der europäischen Industrie vorsichtig, was die Zukunftsaussichten betrifft. 45 Prozent der Befragten erwarteten stabile Umsätze in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023, während 48 % der Befragten für den gleichen Zeitraum einen Auftragseingang auf dem gleichen Niveau wie 2022 erwarteten, da die Händlerbestände an neuen und gebrauchten Maschinen in ganz Europa niedrig waren und in einigen Märkten noch unter dem optimalen Niveau lagen. Die im November veröffentlichten Prognosen für 2023 von John Deere, zusammen mit CNH Industrial und AGCO, einer der weltweit führenden Hersteller von Landmaschinen, prognostizieren für 2023 einen nordamerikanischen Markt mit zwei verschiedenen Bewegungen: ein Wachstum zwischen 5 und 10 % für das Segment der großen Landmaschinen, während das Segment der kleinen Landmaschinen unverändert bleibt oder um 5 % zurückgehen soll. Was Europa und Südamerika betrifft wird mit einem stabilen oder leicht wachsenden Markt in der Größenordnung von 5 % gerechnet. Für den asiatischen Markt hingegen wird für 2023 ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Wir selbst haben auf die ansteigenden Material-, Energie- und sonstigen Kosten rechtzeitig mit einer Preisstrategie reagiert, die bereits im November 22 umgesetzt wurde und natürlich einen erheblichen Beitrag für das Ergebnis in 2023 leisten wird. Des Weiteren sind wir dabei, in Zusammenarbeit mit Porsche Consulting die Aftermarket & Service Strategy zu überarbeiten. Der Fokus liegt eindeutig auf Wachstum und Effizienzsteigerung durch gezielte Investitionen, wie z.B. in die Digitalisierung von Prozessen. Die Umsetzung dieser Projekte wird sich sicherlich bereits im Geschäftsjahr 2023 positiv auf unser Gesamtergebnis auswirken. Darüber hinaus glauben wir, dass durch den Zusammenschluss mit Comer Industries wir uns noch deutlicher von unseren Wettbewerbern in Bezug auf unser Produkt & Service Angebot, differenzieren zu können. Für das Geschäftsjahr 2023 sind Umsatzerlöse von 117 Mio. € bei einem Ertrag vor Ergebnisabführung von 10,4 Mio. € zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird laut aktueller Planung mit Umsatzerlösen von 100 Mio. € gerechnet. Das Ergebnis vor Gewinnabführung wird in Höhe von 10 Mio. € prognostiziert. Aufgrund der weiterhin unsicheren Rahmenbedingungen ist darauf hinzuweisen, dass die Prognose mit Unsicherheiten behaftet ist. Eine wesentliche Aufgabe - und dementsprechend auch in der Planung berücksichtigt - wird im Jahr 2024 die Weitergabe der steigenden Kosten durch erhöhte Preise der Lieferanten an unsere Kunden sein. Unsere Prognose ist gültig und realistisch, auch bei Kurzarbeit. Der Sicherheitsbestand in unserem Lager bietet uns einen großen Spielraum an Flexibilität. b. Risikobericht Die weltweiten Märkte für Produkte der Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH sind nach wie vor durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt insbesondere für die Verkaufspreise, den Service und die Finanzierungskonditionen. Zudem besteht die Gefahr von Markt- und Wachstumseinbrüchen, vor allem sowie im Bereich Reparatur und Vertrieb von Antriebselementen für die Industrietechnik und das On- Road Geschäft (Nutzkraftwagen). Insofern bestehen auch Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Risiken für die projizierte Entwicklung liegen vor allem auf der Beschaffungsseite und dem Risiko von nach wie vor unterbrochenen Lieferketten und damit von einer negativ beeinflussten konjunkturellen Entwicklung bei uns wie unseren Kunden, mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf das Erreichen der Umsatz- und Ertragsziele. Die Gesellschaft befindet sich trotz des positiven Betriebsergebnisses weiterhin in einer Verlustsituation. Der Verlust des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 0,5 Mio. € wird vor allem durch Effekte aus Zinsaufwand und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beeinflusst. Es wurden jedoch bereits im laufenden Jahr 2021 Maßnahmen zur substanziellen Verbesserung der Geschäftsentwicklung ergriffen. Im Rahmen der bereits dargestellten Reorganisation wurden sämtliche Funktionen für Finanzen, Personal, Customer Service, Einkauf und Logistik in Deutschland zentralisiert. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen und sich erholenden Marktbedingungen hat sich die Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 verbessert und wird in 2023 deutlich über Break Even sein. Vor dem Hintergrund der verbesserten Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2022 gegenüber 2021, dem geplanten Ausblick und der als gesichert einzustufenden Finanzierung bestehen keine entwicklungs- oder bestandsgefährdenden Risiken. Spezielle Risiken können sich im Jahr 2023 insbesondere durch die steigende Inflation ergeben und speziell die Entwicklung auf den Energiemärkten kann zumindest sekundär (bei unseren Kunden) und dann in der Folge bei uns zu weiteren Schwierigkeiten führen, die wiederum auch das Erreichen der Umsatz- und Ertragsziele beeinflussen könnten. Hingegen sehen wir in unserer Produktvielfalt und der starken Marktposition einen Vorteil, da wir hierdurch von geographischen Konjunkturzyklen unabhängiger sind. Ebenso gehen wir davon aus, dass das Reparaturgeschäft in geringerem Maße als das Neugeschäft Konjunkturschwankungen ausgesetzt ist und speziell in dem sehr stabilen Sektor "Landwirtschaft" keine größeren Risiken zu erwarten sind. Zur Wahrung der Wettbewerbsstärke werden weiterhin Investitionen nur im betriebsnotwendigen Umfang durchgeführt und Veränderungen der Betriebsabläufe und der Infrastruktur vorgenommen. Solche Transaktionen sind wegen ihrer Komplexität grundsätzlich mit Risiken behaftet. Zur Begrenzung dieser Risiken bedient sich die Gesellschaft klar definierter Prozesse und Arbeitsgruppen für die Zeit der Durchführung dieser Maßnahmen. c. Chancenbericht Das Erreichen der Umsatzziele wird weitgehend durch die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Die Reparaturnachfrage in den einzelnen Absatzmärkten hängt jedoch stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Chancen für eine günstigere als die prognostizierte Wirtschaftsentwicklung ergeben sich insbesondere auf der binnenwirtschaftlichen Seite. Als stimulierend könnten sich die beabsichtigten Maßnahmen zur Erhöhung von Investitionen in Deutschland sowie eine kräftigere wirtschaftliche Erholung in Europa erweisen. Durch die Servicestrategie werden sich im Industriebereich Möglichkeiten ergeben, Neugeschäft zu akquirieren. Ebenso ergeben sich weitere Marktpotentiale durch die stetige Produkterweiterung in unseren Schwestergesellschaften, die somit auch erweiterte Service- und Reparaturmöglichkeiten generieren. Die Telematik-Entwicklung in Fahrzeugen und sonstigen Industrieapplikationen ermöglicht den Komponentenherstellern ebenso erweiterte Servicemöglichkeiten und einen privilegierten Zugriff auf Reparaturdaten. Dieser Wettbewerbsvorteil kann zu einer weiteren positiven Umsatzentwicklung führen. Nach wie vor gibt es gegenüber den Jahren vor der Pandemie einen Aufholbedarf speziell in den stationären Industriebereichen in denen teilweise Betriebe stillgelegt oder doch deutlich reduziert betrieben worden sind. Eine weitere Chance ergibt sich durch die Verbesserung der Lieferperformance und die Einbindung in das Konzernumfeld der Comer Industries. 4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr als Teil ihrer international operierenden Muttergesellschaft in deren Risikomanagement eingebunden. Hierzu gehören u. a. Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse, die sich mit operativen Risiken aus Veränderungen des geschäftlichen Umfelds befassen. Die Geschäftsführung berichtet in regelmäßigen Sitzungen den rechtlichen und den organisatorisch zuständigen Organen sowohl über die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft als auch über geplante Maßnahmen. Im Rahmen dieser Sitzungen wird über jegliche Art von Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, informiert. Darüber hinaus werden im Rahmen der vorhandenen internen Kontrollprozesse fortwährend bestehende Maßnahmen zur Kontrolle von Risiken überprüft und verbessert. Das Risikomanagement ist Teil der Corporate Governance und wird jährlich überprüft und, wo erforderlich, an neue Gegebenheiten angepasst. 5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten In allen von der Gesellschaft bedienten externen Märkten können allgemeine Finanzrisiken auftreten, wie Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen. Um diese Risiken zu kontrollieren, hat die Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH einen Kreditkontrollprozess eingerichtet und darüber hinaus das Forderungsmanagement verstärkt. Zusätzlich wurden für bestimmte Regionen und Kunden Kreditversicherungen abgeschlossen, um das Risiko zu begrenzen. Ein erhöhtes Forderungsausfallrisiko kann sich in Einzelfällen durch eine Reduzierung der Deckung durch Kreditversicherungen ergeben.
Lohmar, den 9. Juli 2024 Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH Geschäftsführung Matteo Storchi Maximilian Bandel Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022Die Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH, mit Firmensitz in Lohmar ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HR B 15441 eingetragen. Angewendete Vorschriften Auf den Jahresabschluss 2022 wurden die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes angewendet. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert überwiegend aus dem entgeltlichen Erwerb der Geschäfts- und Kundenbeziehungen von Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2020. Mit den Gesellschaften Powertrain Services Benelux B.V., Haarlem, Powertrain Services Scandinavia AB, Tullinge, Powertrain-Services Austria GmbH, Wien und Off-Highway Powertrain Service Spain S.L., Madrid wurden entsprechende Kaufverträge mit einem Gesamtkaufpreis von € 7.824 geschlossen. Der Kaufpreis wurde aus entsprechenden WACC-Berechnungen mit prognostizierten künftigen Gewinnchancen abgeleitet. Die Abschreibung des hieraus resultierenden Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt linear über 15 Jahre aufgrund betriebsinterner Erfahrungen bzw. bestmöglicher Schätzung der Nutzungsdauer. Im Agrarsektor geht die Gesellschaft abweichend von einem 10 Jahre Zeitraum von einer längerfristigen Nutzbarkeit der erworbenen Geschäfts- und Kundenbeziehungen aus. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wird jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Niederlassungen in Tschechien, Norwegen, Dänemark und Belgien im Zuge der Zentralisierung in Deutschland geschlossen. Diese befinden sich derzeit im rechtlichen Abwicklungsprozess. Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Der Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst. Auf Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 werden lineare und degressive Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf die in den darauffolgenden Geschäftsjahren in Betrieb genommenen Sachanlagen basieren auf der linearen Methode. Auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens wird die Abschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zeitanteilig für den vollen Monat der Anschaffung oder Herstellung berechnet. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Bauten auf fremden Grundstücken 5-10 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 10-15 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von € 1.000 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr des Zugangs als Abgang gezeigt. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren sind mit Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene durchschnittliche Beschaffungspreise zugrunde; soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungs- oder Verkaufspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Sofern Einkaufspreise bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bzw. Absatzpreise bei den Waren niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; sie beinhalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Dazu gehören die Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte wurden basierend auf einem absatzmarktorientiertem Ansatz im gebotenen Umfang berücksichtigt. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt; für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Die Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Wertansätze der Rückstellungen beinhalten unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte für das Geschäftsjahr 2022, wie auch im Vorjahr, gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem durch die Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wird der Zinssatz in Höhe von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) p.a. verwendet. Für die Berechnung der Rückstellung für Pensionen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen herangezogen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %) p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Eine Abzinsung der Verpflichtung besteht gem. versicherungsmathematischen Gutachten nicht. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche und Überstunden, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage 1 zu diesem Anhang ersichtlich. (2) Finanzanlagen Die Aufgliederung der Finanzanlagen und seine Entwicklung im Berichtsjahr ist aus dem Anlagespiegel als Anlage zu diesem Anhang ersichtlich. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (1.267 TEUR) und aus Forderungen gegen die Gesellschafterin WPG German Holdco GmbH (4.923 TEUR). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin WPG German Holdco GmbH setzen sich aus einer Forderung in Höhe von 11.271 TEUR aus der Verlustübernahme 2021, 854 TEUR aus der Verlustübernahme 2022 und einer Verbindlichkeit von 7.202 TEUR aus dem Cash-Pool zusammen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital von 2.050 TEUR ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterinnen der Gesellschaft sind nach Maßgabe der zuletzt zum Handelsregister aufgenommenen Gesellschafterliste vom 26. Juni 2019 (i) die im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter HR B 156 07 (vormals im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HR B 114 329) eingetragene WPG German Holdco GmbH und (ii) die im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter HR B 479 eingetragene Walterscheid GmbH. Die WPG German Holdco GmbH wiederum ist Alleingesellschafterin der Walterscheid GmbH. Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der WPG German Holdco GmbH, Lohmar, die ihrerseits zusammen mit ihren Konzernunternehmen in den Konzernabschluss der im italienischen Unternehmsregister Reggio Emilia unter der Nummer 07210440157 eingetragenen Comer Industries S.p.A., Reggiolo/ Italien, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen wird. (5) Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten neben ausstehenden Bonuszahlungen an Mitarbeiter (469 TEUR) insbesondere arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen. Letztere betreffen u.a. zu erwartende Verpflichtungen und abzugeltende Verpflichtungen aus Altersteilzeit- (800 TEUR), Mehrarbeits- (176 TEUR) sowie Urlaubsverpflichtungen (268 TEUR). Für anstehende Restrukturierungsmaßnahmen sind noch 528 TEUR zurückgestellt. Diese Rückstellung wurde in 2020 erstmalig gebildet (2.004 TEUR). Die Rückstellung für Kundenbonus betrug 687 TEUR. Für Gewährleistungen an Kunden wurden 2.448 TEUR berücksichtigt. Für ausstehende Eingangsrechnungen wurden 2.116 TEUR zurückgestellt. (6) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 1.070 TEUR (Vorjahr: 5.917 TEUR). Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten aus Umsatz- und Lohnsteuern und sonstigen Steuern. Pfandrechte oder ähnliche Rechte als Sicherheiten bestehen nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (7) Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse liegen nicht vor. (8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 1.727 TEUR (Vorjahr: 6.244 TEUR) und umfasst zukünftige Verpflichtungen aus Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Von dem Gesamtbetrag betreffen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind gekürzt um gewährte Boni. (10) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von 85 TEUR (Vorjahr: 48 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen. (11) Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt:
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 297 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) enthalten. (13) Sonstige Angaben Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers in Höhe von 107 TEUR betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. (14) Nachtragsberichterstattung Es sind keine Ereignisse bekannt, die sich auf die Vermögens- Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag auswirken. Zur Prognoseberichterstattung wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung
Die Angaben der Gesamtbezüge sind unter Anwendung von § 286. Abs.4 unterblieben.
Lohmar, den 9. Juli 2024 Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH Geschäftsführung Matteo Storchi Maximilian Bandel Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes
(1) Werte aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH, Lohmar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH, Lohmar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Off-Highway Powertrain Services Germany GmbH, Lohmar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 9. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Michael Erben, Wirtschaftsprüfer |
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