AMEOS Eingliederungsgesellschaft Holstein mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Freitag seit 2.4.2025 | Geschäftsführer |
Dieter Günter Heibel seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Freddy Johann Eppacher seit 28.5.2024 | Geschäftsführer |
Axel Dr. Paeger seit 28.1.2015 | Geschäftsführer |
Michael Heribert Dieckmann seit 2.3.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AMEOS Hospital AGEigenbeteiligung | 2372502.50% |
AMEOS AGEigenbeteiligung | 100.00% |
AMEOS Holding AGEigenbeteiligung | 94.90% |
Dr. Paeger & Co Holding KommanditgesellschaftEigenbeteiligung | 5.10% |
AMEOS Holding AGEigenbeteiligung | 5.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AMEOS Spitalgesellschaft mbHHalle (Saale)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Der vorliegende Lagebericht wurde gemäss § 289 Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2020 ist vom weltweiten Ausbruch der Covid-19-Pandemie gezeichnet, die zu einer weltweit sinkenden Wirtschaftsleistung und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit führte. Das soziale und wirtschaftliche Leben wurde durch angeordnete Massenquarantänen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in vielen Ländern weitgehend heruntergefahren. Die Covid-19-Pandemie hat zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt. Nach einem tiefen Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2020 setzte eine weltweite Erholung über den Sommer ein. Stark ansteigende Infektionszahlen im Herbst 2020 veranlassten viele Länder, einen zweiten Lockdown über das Jahresende 2020 hinaus zu verhängen. Eine wirtschaftliche Erholung wird erst nach dem Abklingen der zweiten Infektionswelle in 2021 erwartet. Gemäss der Herbstprojektion der deutschen Bundesregierung wird für das Wirtschaftsjahr 2020 ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes in Höhe von preisbereinigt 5,5 % 1 erwartet. Für 2020 wird in Österreich ein realer Rückgang des Bruttoinlandproduktes in Höhe von 7,3 % 2 prognostiziert. Auch für die Schweizer Wirtschaft wird ein BIP-Rückgang von 3,3 % 3 prognostiziert. Die deutsche Arbeitslosenquote ist im November 2020 auf 5,9 % 4 angestiegen und Verbraucherpreise sind im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 % 5 gesunken. In Österreich ist ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 5,4 % 6 und eine Absenkung der Verbraucherpreise um 1,4 % zu verzeichnen. Die Schweizer Arbeitslosenquote ist ebenfalls angestiegen und liegt aktuell bei 3,2 % 7 . Laut der Prognose der SECO werden die Verbraucherpreise in der Schweiz vermutlich um 0,7 % 8 im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr sinken. Im 2. Quartal 2020 ist für Deutschland ein Nominallohnrückgang von 4,0 % 9 und für Österreich ein Rückgang von 3,1 % 10 zu verzeichnen. Laut der Prognose des Bundesamtes für Statistik ist in der Schweiz eine Erhöhung der Nominallöhne um 1,3 % 11 im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Branchenspezifische RahmenbedingungenDer Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweigen, der sich im Vergleich zu anderen Branchen unabhängig von den konjunkturellen Schwankungen stabil entwickelt. Die Lebenserwartung in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhöht sich seit Jahren kontinuierlich. Nach den auf die aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse bezogenen Periodensterbetafeln beträgt die Lebenserwartung für neugeborene Jungen 79 Jahre und 83 Jahre für neugeborene Mädchen. Auch für ältere Menschen ist die Lebenserwartung gestiegen. So beläuft sich die fernere Lebenserwartung von 65-jährigen Männern auf 18, und für 65-jährige Frauen auf ca. 21 Jahre. 12 Die Gründe dafür sind bessere medizinische Versorgung, das zunehmende Gesundheitsbewusstsein sowie der medizinisch-technische Fortschritt. Durch den zunehmenden Bedarf an medizinischer Versorgung, aufgrund der stetig alternden Gesellschaft, sowie wachsender Zahl der chronisch kranken Patienten steigen die Gesundheitsausgaben in Deutschland, Österreich und der Schweiz anhaltend an. Im Jahr 2019 stiegen die Ausgaben um 4,3 % (Vorjahr 3,1 %) gegenüber dem Vorjahr auf 407,4 Mrd. €. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag damit bei 11,8 %. 13 Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich 2018 auf 108,9 Milliarden € (Vorjahr: 105,7 Milliarden €), wobei mit rund 93,5 Milliarden € (Vorjahr: 91,3 Milliarden €) ca. 86 % auf die stationären Krankenhausversorgung entfallen. 14 1. Grundlagen des UnternehmensDie AMEOS Gruppe zählt zu den führenden Gesundheitsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Die Gruppe mit Sitz in Zürich wurde 2002 gegründet. Sie ist spezialisiert auf die Übernahme von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, für die sie langfristige Perspektiven entwickelt. Die AMEOS Einrichtungen verbinden hochwertige medizinische und pflegerische Leistungen mit Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit. Sie bieten der gesamten Bevölkerung eine umfassende Versorgung in regionalen Netzwerken. AMEOS verbindet Angebote unterschiedlicher Versorgungsbereiche (Somatik, Psychiatrie, Pflege, Eingliederung und Reha) und verschiedener Versorgungsstufen (stationär, teilstationär, ambulant). Dieses integrierte Leistungsangebot ist eine Kernkompetenz von AMEOS. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Geschäftsverlauf Die durch die AMEOS Spitalgesellschaft erbrachten zentralen Dienstleistungen beinhalteten im Jahr 2020 im Wesentlichen die Bereiche Unternehmensstrategie, Medizinische Geschäftsfeldentwicklung, Gesundheitsmarketing, Qualitätskontrolle und -sicherung, Budgetierung, Bilanzierung, Cash Management, Recht, Personalmanagement, Unternehmensentwicklung und -kommunikation, Beschaffungsmanagement, Informationstechnik und Datenverarbeitung. Abweichend von der Prognose im Vorjahr wurde das prognostizierte Jahresergebnis nicht erreicht, da durch die Covid-19-Pandemie besondere Herausforderungen im Bereich der Zentralen Dienstleistungen zu bewältigen waren, die sich unter anderem im Personal- als auch im einmalig erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwand niedergeschlagen haben. 2.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse betragen 50.466 T€ (Vorjahr: 48.111 T€). Die Personalaufwandsquote beträgt 55,3 % (Vorjahr: 50,9 %). Die Materialaufwandsquote beträgt 16,1 % (Vorjahr: 15,6 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 17.081 T€ (Vorjahr: 13.436 T€). Das Jahresergebnis beträgt -2.815 T€ (Vorjahr: 2.615 T€). 2.3. Finanzlage Eine ausreichende Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben und die Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt. 2.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 1.123 T€ auf 17.417 T€ angestiegen. Die Bilanzsumme verteilt sich mit 39,3 % (Vorjahr: 41.9 %) auf das Anlagevermögen und mit 60,7 % (Vorjahr: 58,1 %) auf das Umlaufvermögen, die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und die Aktiven latenten Steuern. Die Eigenmittelquote beträgt -9,4 % (Vorjahr: 7,2 %). Der Anlagendeckungsgrad (Eigenmittel + langfristiges Fremdkapital) beträgt -24,0 % (Vorjahr: 21,4 %). Die Investitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.270 T€ (Vorjahr: 2.978 T€). 3. PrognoseberichtWenngleich sich die Rahmenbedingungen in 2021 und den Folgejahren nach wie vor herausfordernd darstellen, geht die Geschäftsführung davon aus, auch in Zukunft erfolgreich am Markt agieren zu können. Für das Geschäftsjahr 2021 und die Folgejahre wird mit einem moderaten Anstieg des Leistungsvolumens gerechnet, welcher mit dem Wachstumskurs der AMEOS Gruppe korreliert. Daneben werden weitere zentral durch die AMEOS Spitalgesellschaft erbrachten Dienstleistungen sich positiv auf die Entwicklung der Umsatzerlöse auswirken. Der Anstieg der Umsatzerlöse wird den Anstieg der sonstigen Aufwendungen leicht überkompensieren, so dass für 2021 und 2022 wieder mit einem Jahresüberschuss gerechnet werden kann. Insgesamt eröffnen sich weitere Wachstums- und Ertragssteigerungspotenziale, welche die Gesellschaft bestmöglich nutzen wird. Dazu werden die bestehenden Prozesse und Strukturen beständig optimiert und an die Veränderungen im Gesundheitssektor angepasst. Zentrale Erfolgsfaktoren sind hierbei die Innovationskraft, das Leistungsangebot nachfragegerecht auszubauen und weiterzuentwickeln, die Führungskraft, Reorganisation zur Optimierung der Prozesse und Strukturen zeitnah umzusetzen sowie die notwendigen Investitionen auch grösseren Umfangs kurzfristig zu tätigen. In der Prognose wurden die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Informationen und Ereignisse berücksichtigt, die den Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung entsprechen. Bei einer weiteren unvorteilhaften Entwicklung der Covid-19 Pandemie kann eine negative Wirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden. 4. Chancen- und RisikoberichtDie verwendeten Instrumente zur Risikofrüherkennung sind Monatsabschlüsse und deren Kommentierung, die die Aufwands- und Ertragslage darstellen. Weitere Berichte beinhalten Statistiken zur Auslastung und Belegung der vorhandenen Betten. Damit wurden in geeigneter Form erforderliche Massnahmen getroffen, um mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft frühzeitig erkennen und rechtzeitig geeignete Schritte einleiten zu können. Aufgrund der stabilen Lage der AMEOS Einrichtungen sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bei einer weiteren unvorteilhaften Entwicklung der Covid-19 Pandemie kann eine negative Wirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit sich bis zu einer vereinbarten Kreditlinie über das Cash Pooling innerhalb der AMEOS Gruppe zu finanzieren. Aufgrund des Tätigkeitsspektrums im Euro-Raum bestehen keine Währungsrisiken, die einer Absicherung bedürfen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 293 T€ (Vorjahr: 580 T€).
Mai 2021 Die Geschäftsführung Dr. Axel Paeger Dr. Marina Martini Daniel Koch Michael Dieckmann Frank-Ulrich Wiener
1 Vgl. Herbstprojektion der Bundesregierung vom
30. Oktober 2020.
Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
* Die Vorjahresdaten wurden bezüglich des Ausweises der sonstigen Steuern angepasst Anhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der AMEOS Spitalgesellschaft mbH (im Folgenden AMEOS), Halle (Saale), Amtsgericht Stendal, HRB 9216, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. AMEOS ist auf dem Gebiet der Krankenversorgung tätig. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 6 Jahre; lineare Methode) vermindert. 2.2 Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € (bis 2017) bzw. 250 € (ab 2018) und 1.000 € werden ab dem Zugangszeitpunkt über 5 Jahre abgeschrieben. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen erfolgen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer:
Bei den Zugängen wird die lineare Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate angewendet. 2.3 Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Alle auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in die Bilanzwährung (Euro) umgerechnet worden. 2.4 Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. 2.5 Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. 2.6 Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre über die entsprechende Laufzeit der Verpflichtung abgezinst. 2.7 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1 Anlagennachweis Die Entwicklung des Anlagevermögens nach einzelnen Bilanzpositionen ist in der Anlage zum Anhang, dem Anlagenspiegel, dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Beträge sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.512 T€ (Vorjahr: 6.761 T€) und sonstigen Forderungen in Höhe von 14 T€ (Vorjahr: 0; Cashpool-Forderungen). Sie beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 15 T€ (Vorjahr: 1 T€). 3.3 Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2020 betragen 3 T€ (Vorjahr: 3 T€). Daraus ergibt sich eine Änderung während des Geschäftsjahres in Höhe von 0 T€.
Die aktiven latenten Steuern aus Rückstellungen unterliegen einer Ausschüttungssperre. 3.4 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt 25.000 € und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die AMEOS Holding AG, Zürich. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2019 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 2. Oktober 2020 in Höhe von 2.614.748, 26 € auf neue Rechnung vorgetragen. 3.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs für Sonderzahlungen und Leistungszulagen (6.395 T€; Vorjahr: 3.905 T€), Rückstellungen für Mehrarbeit, Resturlaub, Zuschläge, Altersteilzeit und Berufsgenossenschaft (1.386 T€; Vorjahr: 1.189 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (4.952 T€; Vorjahr: 1.907 T€). Daneben wurden weitere erkennbare Risiken in ausreichendem Maße berücksichtigt. 3.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:
3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 14.432 T€ (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 54 T€). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2026. 3.8 Haftungsverhältnisse Im Rahmen einer Refinanzierung der AMEOS Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Konsortialkreditvertrag mit einem internationalen Banken- und Investorenkonsortium geschlossen. Die Darlehen aus diesem Vertrag verfügen über eine Laufzeit bis 2024. Daneben bestehen weitere Erwerbs- und Betriebsmittelfazilitäten, die auch als Avalkredite gezogen werden können. Die Darlehen werden diversen Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt banküblich über Verpfändungen, Sicherungsübereignungen sowie grundpfandrechtliche Absicherungen an diversen Standorten. Wesentliche Gruppengesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Die AMEOS ist Teil dieses Haftungsverbundes. Mit einer Inanspruchnahme aus den Sicherheitenverträgen ist aufgrund der stabilen Lage und der finanziellen Situation der Gruppe nach kaufmännischer Beurteilung nicht zu rechnen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf das Geschäftsfeld der Erbringung zentraler Dienstleistungen für die AMEOS Gruppe (50.466 T€; Vorjahr: 48.111 T€) und werden ausschließlich innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz erzielt. 4.2 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 831 T€ (Vorjahr: 1.864 T€). Es handelt sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen und Lieferanten Rückvergütungen (831 T€; Vorjahr: 1.864 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 240 T€ (Vorjahr: 677 T€). 4.3 Andere Aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: 24 T€) unterliegen einer Ausschüttungssperre nach §268 Abs. 8 Satz 1 HGB. 5. Sonstige Angaben5.1 Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. 5.2 Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 218 (Vorjahr: 217). 5.3 Organe Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Geschäftsführung Herr Dr. Axel Paeger, CEO der AMEOS Gruppe, Frau Dr. Marina Martini, CDO der AMEOS Gruppe, Herr Daniel Koch, CFO der AMEOS Gruppe und Herr Michael Dieckmann, COO der AMEOS Gruppe, waren im Geschäftsjahr 2020 die Geschäftsführer der Gesellschaft. Herr Frank-Ulrich Wiener, COO der AMEOS Gruppe, wurde als neuer Geschäftsführer ab dem 1. Januar 2021 bestellt. Für die Tätigkeiten als Geschäftsführer wurden keine Vergütungen gewährt. 5.4 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. 5.5 Gruppenzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die AMEOS Holding AG, Zürich. Der konsolidierte Abschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der AMEOS Holding AG, Zürich, aufgestellt. Der veröffentlichte konsolidierte Abschluss ist am Sitz der Obergesellschaft einsehbar. 5.6 Nachtragsbericht Die AMEOS Gruppe hat kürzlich eine Refinanzierung eingeleitet, die die mittel- bis langfristige Finanzierung der Gruppe weiterhin sicherstellen wird. Die weltweite Ausbreitung der Covid-19 Pandemie führt seit Januar 2020 zu merklichen wirtschaftlichen Auswirkungen, deren Ende und langfristige Wirkung derzeit nicht abschließend beurteilt werden kann. Zur Bewältigung der Herausforderungen in Zusammenhang mit der Ausbreitung von Covid-19 wurden in der AMEOS Gruppe weitreichende Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Die Leistungsfähigkeit der AMEOS Einrichtungen ist derzeit sichergestellt und der Auftrag der Gesundheitsversorgung wird umfänglich erfüllt. Daher wird weiterhin von der Going-Concern-Prämisse ausgegangen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Halle (Saale), den 31. Mai 2021 Die Geschäftsführung Dr. Axel Paeger Dr. Marina Martini Daniel Koch Michael Dieckmann Frank-Ulrich Wiener Entwicklung des Anlagevermögens 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AMEOS Spitalgesellschaft mbH, Halle (Saale) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AMEOS Spitalgesellschaft mbH, Halle (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMEOS Spitalgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 1. Juni 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Ey, Wirtschaftsprüfer Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer Niederschrift über eine GesellschafterversammlungderAMEOS Spitalgesellschaft mbHI. Der Jahresabschluss der AMEOS Spitalgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2020 wird gemäß Anlage festgestellt. II. Der Jahresfehlbetrag des Jahres 2020 in Höhe von 2.815.393,63 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 31. August 2021 festgestellt. |
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